
Nicole Böhm
„Am Rande des Abgrunds“
Reihe: Die Chroniken der Seelenwächter (34)
Verlag: Lausch Medien
EAN: 4-260-158-97649-7
Länge: 4 Stunden 1 Minute
Sprecher: Pia-Rhona Saxe, Jan Langer, Cornelia Prescher, Richard Lingscheidt
– gehört im Januar 2025 –
Weiter in der Reihe, die mal gut, mal weniger gut und dann wieder, für mich, komplett uninteressant ist. Nach einer längeren Pause sollte es nun in der Geschichte der Seelenwächter weiter gehen.
Klappentext:
Der Kampf geht weiter. Auch ohne die direkte Bedrohung von Kedos haben die Seelenwächter alle Hände voll zu tun. Während Akil hadert, ob der Pakt mit Joanne vernünftig ist, wird es für Jaydee immer härter, Lilija zu widerstehen.
Er kehrt zu seiner Schwester und muss sich entscheiden, welchen Weg er einschlagen soll: ins Helle oder ins Dunkle.
Zac taucht ebenfalls tiefer in die Welt der Seelenwächter ein und findet auf dem Anwesen in Arizona etwas, womit er nicht gerechnet hätte. Seine Wandlung ist noch lange nicht abgeschlossen.
Nur wenn er stark genug ist, wird er sie überstehen. (Quelle: Thalia.de)
Inhalt:
Die Welt der Seelenwächter kommt einfach nicht zur Ruhe. Zwar ist Kedos besiegt, jedoch liegt das Anwesen von Wills Familie in Schutt und Asche, der Tempel der Wiedergeburt ist zerstört und neue Seelenwächter können so nicht angeworben werden.
Jaydee kämpft nach wie vor gegen Lilia an, welche noch immer versucht, ihn auf ihre Seite zu ziehen. Ein Kampf, den er allein und mit sich ausmachen muss. Hier kann ihm niemand helfen. Nicht einmal Jess, da diese beim Einsturz des Anwesens die nötigen magischen Utensilien verloren gegangen ist.
Zac hingegen, hat viel durchgemacht, gibt aber nicht auf und untersucht die Welt der Seelenwächter weiter und genauer. Er vertieft sein Verständnis mit und um die Seelenwächter und kommt so auf unerwartete Geheimnisse.
Fazit:
Nicole Böhm setzt hier ihre, in meinen Augen, fast schon gigantomanische Reihe „Die Chroniken der Seelenwächter“ fort. Die Story wird chronologisch weiter erzählt und hat mich, ob meiner langen Pause, schon wieder vor einige Probleme gestellt. Aber ich habe es versucht, ehrlich!
Irgendwie hat sich die Handlung noch immer angefühlt, als würden die Seelenwächter noch immer ihre Wunden lecken. Irgendwie ist jeder mit sich selber beschäftigt und ganz besonders Jaydee hat mir leidgetan. – Von Lilia in ein Schicksal geboren, welches er sich mit Sicherheit in der Form nicht ausgesucht hätte.
Jess versucht weiterhin mit ihrer Gabe, helfend einzugreifen. Jedoch gelingt ihr das nicht wirklich, da sie eben doch nichts weiter als ein Mensch ist und am Ende ihre Rolle nur noch an sich zweifelt und jammert. – Aus diesem wirklich starken Mädchen ist nichts weiter als ein gewichtiges Anhängsel geworden. Sogar der Rat der Seelenwächter hat das schon begriffen.
Die Story spülte sich, neben der Arbeit, so durch meine Ohren, konnte mich aber nicht besonders fesseln, noch habe ich wirklich viel interessiert verfolgt, von dem, was da passiert ist. Es blubberte alles so scheinbar ereignislos vor sich hin.
Einzig authentisch fand ich den Kampf von Jaydee. Lilia hat ja schon länger eine gewisse Macht über sie und Coco sieht ihn noch immer als ihren verstorbenen Zwillingsbruder. – Doch jetzt, bei der Entscheidung seines Lebens, steht er allein da und kämpft einen inneren Kampf, der gerade seine dunkle Seite immer wieder hervorkommen und gefährlich werden lässt.
Frau Böhm bleibt ihrem Stil treu. Sie geht nach wie vor sehr stark auf die Gefühlswelten ihrer Charaktere ein und will dadurch wohl eine atmosphärische und glaubwürdige Stimmung erschaffen. – Ich hatte dabei aber, wie immer, nur den Eindruck, dass es um nichts weiter als Länge geht. Das Gesabbel konnte mich kaum bis gar nicht fesseln, hat mich wenig interessiert und immer wieder abschalten lassen. Ich vermisse so langsam aber sicher wieder einen echten Fortgang der Story und Spannung.
Von der Länge her, fand ich das Buch ganz angenehm. In dem Stil könnte ich keine 10 Stunden durchhalten. Die Tatsache, dass die Folgen so kurz und zahlreich sind haben mich erst ziemlich abgestoßen, doch ich komme immer mehr dahinter, dass das nichts weiter als eine Sache der Ausdauer ist. – Dieses ewigliche Gefühlsgedusel hält doch niemand 10 Stundne lang aus.
Die Sprecher, allen voran Pia, haben einen guten Job gemacht. Ich habe den Stimmen wirklich sehr gern zugehört. Sie haben durch die verteilten Rollen die ganze Handlung mit den wirklich vielen Namen ein wenig übersichtlicher gestaltet, da ich die Namen schon lang nicht mehr wirklich auseinander halten kann. Aber am Ende können auch sie nur lesen, was die Autorin mal geschrieben hat. Sie haben ihr Möglichstes getan, dem Buch noch etwas Leben einzuhauchen.
Ich bewerte das Buch mit 2 von 5 möglichen Sternen.
Mehr war wirklich absolut nicht möglich, da mich diese Folge so absolut überhaupt nicht voran gebracht hat. Die Handlung tritt gerade auf der Stelle und es ist weder ein Vor noch ein Zurück zu sehen. – Das nervt!





