Autor: E. M. Freeman
Verlag: Romantruhe
Produktionsjahr: 2016
Länge: 57 Minuten 26 Sekunden
Die Sprecher:
Christian Rode
Peter Groeger
Eckart Dux
Reent Reins
Tino Kießling
Vera Bunk
Manfred Lehmann
Hartmut Neugebauer

Inhalt:
Unter dem Meer, verborgen in einem gesunkenen Schiffe, befindet sich ein Labor, in dem zwei Menschen zu geistigen Überfliegern, zu der neuen Generation Mensch herangezüchtet wurden. – Doch dermaßen überlegene Wesen lassen sich nicht einfach einsperren und vor der Welt geheim halten.
Cathrin Turner stößt bei ihrer Recherchen auf Zuwendungen für ein Forschungsprojekt, was offiziell schon lang beendet ist und begibt sich auf Spurensuche unter der Wasseroberfläche.
Die beiden Supermenschen nutzen den Kontakt zu außen direkt zur Flucht aus ihren Einzelzellen und wollen dann die Wissenschaftler, sämtliche Anwesenden auf der Station und zum Schluss die Menschheit töten, um eine neue Dynastie zu erschaffen.
Bei der Flucht von dem gesunkenen Schiff tritt das im Labor gelagerte Serum ins Meerwasser aus und „kontaminiert“ dort schwimmende Haie, die so schon gefährlich sind. Sind sie aber intelligent, organisiert und zielgerichtet, kann das böse ausgehen.
Mein Hörerlebnis:
Die Sprecherin von Cathrin Turner hätte nicht besser ausgewählt sein können. Allein diese schnodderig und patzig wirkende Stimme hat mir von Anfang an signalisiert, dass wir es nicht mit einem Billokarakter zu tun haben.
Die Story ist am Anfang etwas verwirrend und geheimnisvoll. Schnell wird aber klar, dass wir mit Cathrin hier wohl die Protagonistin haben, die sich mal eben gegen ihren Vorgesetzten auflehnt und Nachforschungen anstellt, die sie besser hätte lassen sollen.
Zeitgleich hören wir auch etwas von einem Reporter, dem das Wasser bis zum Hals steht und der wirklich alles tut, um an eine gute Story zu kommen. Also schleicht auch er sich, mit Hilfe eines reichen Sackes, an das Geheimnis unter dem Meer an.
Die Forschungsstation selber und auch die Versuchsobjekte sind vergleichsweise lapidar und wenig beeindruckend dargestellt. – Dass die Menschheit nach geistiger Höchstleistung strebt und dafür auch vor Menschenexperimenten nicht zurückschreckt, ist ein alter Hut. Skrupellose Wissenschaftler hat es immer mal wieder und dabei ist einer schlimmer als der andere. Dass dann hier die Versuchsobjekte nicht so wollen, wie die Wissenschaftler ist ebenfalls nicht neu und am Ende muss das alles zu einer Katastrophe führen.
Aus dem wissenschaftlichen Hintergrund wird am Ende so etwas wie ein hörbarer Katastrophenfilm. Bedrohungen durch die Versuchsobjekte, ein Versehen mit bösen Folgen und am Ende hochintelligente Fische, die Menschen auf eine Art jagen, die für die Menschen neu ist.
Das große Gemetzel hat man ein wenig hingezogen. Es musste am Ende einer nach dem anderen sterben, wobei sich besonder der reiche Sack als wirklich Lusche entpuppt hat, mit seinem Gejammer.
Das Ende hingegen war schon fies. – Es dürfen zwei Personen an die Wasseroberfläche zurückkehren, die sich aus dem Katastrophenlabor retten konnten. Allerdings bleiben die zur Intelligenz geänderten Haie zurück, die wohl einen Angriff aufs Festland starten, und schon ist Schluss.
Fazit:
Ich hasse das offene Ende. – Mal ehrlich, der wissenschaftliche Teil war vorbei und mitten in der Bedrohung ist die Story zu Ende. Dabei hätte mich so sehr noch interessiert, wie weit die Haie gehen würden. Was sie für neue Fähigkeiten erlangt haben und ob sie den Menschen an Land jetzt gefährlich werden können. – Richtig fieser Schachzug.
Vieles von der Handlung war nicht neu und durch und durch vorhersehbar. – Wen ich hochgradig intelligente Wesen aus einem vorher schon fehlerhaften Wesen züchte, ist doch logisch, dass das alles nicht gut ausgehen kann.
Die Schauspieler haben eine gewohnt gute Leistung geliefert, wobei die Besetzung von Cathrin Turner hier ein besonder cleverer und gelungener Schachzug war. Ihr habe ich die Rolle und die Emotionen wirklich durch und durch abgekauft.
Von der Geräuschkulisse wäre sicherlich noch einiges mehr gegangen, wenn man sich etwas Mühe gegeben hätte. Das hätte aus den Szenen noch einige mehr herausholen können. – Aber so war es sparsam und kaum von Belang.
Ich ordne diese Folge im untersten Mittelfeld ein. Die Story selber war wirklich gut, ich fand sie nur ein wenig unglücklich umgesetzt.





