[Hörbuch] Mikael Lundt – „Tagebuch des Schicksals – Im Bann der Elemente“

Mikael Lundt
„Tagebuch des Schicksals – Im Bann der Elemente“
Verlag: GD Publishing
ISBN: 4-061-707-63893-0
Länge: 5 Stunden 26 Minuten.
Sprecher: Michael Gückel

– gehört im August 2022 –

Irgendwie bin ich diesem Autoren irgendwie verfallen. So herrlich vielseitig und doch immer wieder faszinierend, so auf seine ganz eigene Weise.

Klappentext: Ein modernes Fantasy-Märchen mit Humor und jeder Menge Abenteuer. Griesgram Aribert schätzt Ruhe und Ordnung, die lebensfrohe Dörte liebt Spontaneität und esoterischen Klimbim. Als Aribert im Garten ein magisches Tagebuch ausgräbt, ist bei beiden die Neugier geweckt und sie raufen sich zusammen. Das Buch führt sie in eine fremde Welt, erfüllt von scheinbarer Glückseligkeit. Doch der Schein trügt, sie steckt voller schicksalhafter Begegnungen und ungeahnten Gefahren. Sie müssen den Kampf gegen die vier Elemente aufnehmen, die alles ins Chaos zu stürzen drohen. Können Aribert und Dörte ihr Schicksal in die eigenen Hände nehmen und die Welt retten? Oder sind sie unabänderlich an die rätselhaften Zeilen im Buch gebunden? (Quelle: Thalia.de)

Inhalt: Aribert hat sich sein Leben eingerichtet, nachdem seine Frau verstorben ist. Er verbringt die Winter in seiner Wohnung und die Sommer im Garten. – In diesem Garten, findet er beim Umgraben ein altes Buch in seinem Beet. Zusammen mit Dörte, seiner quirligen Nachbarin, macht er sich daran, das Buch auf zu bekommen. Dieses Unterfangen stellt sich als Geduldsaufgabe heraus, bis sämtliche Schlüsselchen aus Dörte ihrer Sammlung durchprobiert sind.
Das Lesen des Buches katapultiert die beiden in das Abenteuer ihres Lebens. Immer wenn sie aus dem Buch lesen, wird das Schicksal auf Touren gebracht und es passiert etwas. Dabei lernen sie die seltsamsten Wesen kennen, die ihnen helfen oder stellenweise auch feindlich gesinnt sind.
Eins wird ihnen klar. Dörte hat nicht die perfekte Lebenseinstellung und Aribert auch nicht. Jeder kann von jedem etwas lernen und am Ende ziehen sie sich auf ihrer gefährlichen Reise immer wieder gegenseitig aus der Bredouille.
Eins ist mal klar, das Buch kann nicht intakt bleiben. Es muss etwas damit geschehen, denn es ist gefährlich. In jedem Fall!

Fazit: Schon allein das Cover ist einfach nur herrlich gemacht. So einfach und doch so voller Fantasie. In dem Baum habe ich direkt den Baum des Lebens gesehen und die beiden Menschen darunter könnten Aribert und Dörte gewesen sein. Allerdings erst, nachdem ich das Buch gehört hatte. Davor handelte es sich einfach nur um zwei Menschen.

Während der Prolog noch ziemlich mystisch und schwammig blieb, war die Story dann am Ende voller Fantasie und vieler durchgeknallter Wesen.
Der Prolog erzählt irgendetwas von einer Entstehung einer Insel oder Landmasse. Irgendwie musste ich dabei an die Entstehung einer Insel durch eine Vulkaneruption denken. – Allerdings hat sich das Geschehen am Ende dann als Bezug zum Ende entpuppt. Das Buch hat an der Stelle angefangen, an der es dann auch aufgehört hat.
Zwischendrin haben wir dann die beiden Protagonisten, die unterschiedlicher nicht sein können. Es handelt sich um Rentner, allerdings wird diese Gruppe Menschen hier ganz anders dargestellt, als sie wirklich sind. Sie sind am Anfang typische Rentner, haben sich in ihrem Lebensabend eingerichtet, aber am Ende haben sie eine Wandlung durchgemacht, die ich im normalen Leben mit Sicherheit nie erleben werde. – Sie lernen etwas aus ihrem Abenteuer und nehmen sich das Gelernte dann mit, in ihr Leben danach. Schon allein das ist doch eigentlich ein Unding. Denke ich zumindest.
In jedem Fall strotzt die ganze Story von Fantasie und Einfallsreichtum. Das fängt bei der Welt selber an und hört bei seinen Lebewesen auf. Die Geschichte hat sprechende Tiere, Trolle, Gnome und vieles andere mehr. – Ich war jedenfalls immer wieder angenehm überrascht, wie durchdacht und logisch das doch am Ende alles war. Die Gruppe irrte da durch die Welt, traf auf die verschiedensten Bewohner, dann hängten sich da immer mal wieder welche an oder wurden angehängt und am Ende hat sich für jeden in der Gruppe ein mehr oder weniger tolles Schicksal ergeben. Es mussten Figuren sterben, aber für den Großteil haben sich die Probleme in Luft aufgelöst und jeder hat so seinen Weg gefunden.
Am besten fand ich immer noch die Wandlung von Dörte. Von einer eingefleischten Esoterik-Tante hat sie dann doch tatsächlich einen Weg in ein halbwegs normales Leben gefunden. – So hatte die Reise für jeden etwas Gutes.

Ich fand das Buch toll. Allein die Idee der Story hat ja schon einen Orden verdient. Die Idee selber war jetzt nicht neu, aber die Umsetzung habe ich so noch noch nicht gesehen und ganz genau das hat mich dann am Ende so fasziniert.
Der Sprecher hat einen sehr guten Job gemacht. Ruhig und kontinuierlich hat er seinen Text gelesen. Hier und da hat er etwas intoniert, hat es damit aber auch nicht übertrieben, sodass am Ende ein wirklich sehr gut hörbares Hörbuch heraus gekommen ist.
Die 5 Stunden sind wie im Flug vergangen und ich war vollkommen perplex, als das Buch bereits zu Ende war, meine Schicht aber noch nicht. Eine angenehme Lauflänge haben in dem Fall keine Unterbrechung notwendig gemacht. Aber wenn sie notwendig gewesen wäre, hätte ich im Anschluss wieder sehr gut hinein finden können.

Bewertung: 5 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Fantasie, Einfallsreichtum, eine super durchdachte Welt und eine mehr als spannende Story mit vielen Höhen und Tiefen haben die Sache hier sehr gut abgerundet und mir ein sehr tolle Hörvergnügen bereitet.

[Hörbuch] Mikael Lundt – „Himmelfahrt mit Hyperspeed“

Mikael Lundt
„Himmelfahrt mit Hyperspeed“
Verlag: GD Publishing
ISBN: 9-783-986-46289-5
Länge: 6 Stunden 36 Minuten
Sprecher: Michael Gückel

– gehört im August 2022 –

Klappentext: Provinzpfarrer Gregor Dümpel kämpft sich durch einen öden Alltag aus Beerdigungen und Sodbrennen – bis ein mysteriöses Piepsen aus der Kirchenorgel alles verändert. Was Dümpel noch nicht weiß: Es stammt aus Millionen Lichtjahren Entfernung und ist das erste Puzzleteil eines Jahrtausende alten spirituellen Rätsels. Ein unbedachter Moment der Neugier katapultiert ihn zusammen mit Konfirmand Ronny in ein wildes Abenteuer zwischen den Sternen.Schnell muss Dümpel erkennen, dass er nicht der Einzige ist, der versucht, die Geheimnisse einer uralten Zivilisation zu lüften – und dass seine Gegenspieler vom Volk der Andur skrupellos und arglistig agieren. Der Pfarrer ist gezwungen, in die ungeliebte Heldenrolle zu schlüpfen, um zusammen mit der Archäologin Chloé und dem Außerirdischen Kheel die Machtübernahme der Andur zu vereiteln. Andernfalls bliebe ihnen der Weg nach Hause für immer versperrt.Während der intergalaktischen Schnitzeljagd wird auch Dümpels Glaube hart auf die Probe gestellt. Denn immer stärker kristallisiert sich heraus, dass Gott womöglich etwas ganz anderes ist, als er immer dachte. (Quelle: Thalia.de)

Inhalt: Konfirmand Rony erlebt den Konfirmandenunterricht seines Lebens, als ein Piepsen aus der Orgel auch den langweiligen Pfarrer Dümpel neugierig macht und sich die beiden auf die Suche nach der Ursache machen. Was die beiden allerdings nicht wissen, die Orgel ist nicht etwa eine einfache Kirchenorgel, sondern ein Teil eines riesigen und Jahrtausende alten Puzzles.
Ronny und der Pfarrer können die Orgel öffnen, sie betreten und werden dann mit samt der Orgel in den Hyperraum geschleudert und treten von da an eine wirklich wahnwitzige Reise durchs Universum an. Sie lernen seltsame Kreaturen kenne, werden von einem Schleimmonster verarscht, von einem machtbesessenen Andur gejagd und müssen das riesengroße intergalaktische Rätsel lösen, um wieder nach Hause zu kommen.
Rony kann mit seiner Technikaffinität punkten und Pfarrer Dümpel hat gut zu tun, nicht der gut aussehenden Chloe´zu verfallen und auch sein Glaube wird hart auf die Probe gestellt.
Am Ende können sie die Schwierigkeiten überwinden, finden wieder nach Hause und müssen dann erklären, was mit der Kirche und der Orgel geschehen ist. Ohne ihre Reise zu offenbaren.

Fazit: Ich bin auf das Hörbuch im Rahmen meiner Suche nach Werken von Michael Lundt auf Spotify gefunden. Es war nicht das erste Werk, was ich von diesem Autoren gelesen habe, aber in jedem Fall war es anders als das, was ich bisher so von ihm hatte. Dieses Werk hat mich ein wenig an die Abenteuer aus „Per Anhalter durch die Galaxis“ erinnert. Gepaart mit ein wenig Terry Pratchet. Aber eben sympathischer und in gewisser Weise sogar spannend.
Michael Gückel macht hier in jedem Fall wieder einen super Job. In diesem Buch ist mir besonders in Erinnerung geblieben, wie er dieses hinterhältig Schleimwesen gesprochen hat. Er bekommt diesen blubbernden Ton so herrlich hin, dass es mir beim Hören den einen oder anderen schmunzle ins Gesicht gezaubert hat. Mit seiner Stimme freunde ich mich mehr und mehr an und irgendwie kann ich mir schon nach zwei Hörbüchern keinen anderen Sprecher als ihn vorstellen. Zumindest für die Bücher von Mikael Lundt.

Von der Story her, war ich am Anfang etwas irritiert. Wie gesagt, ich hatte von Herrn Lundt bisher die zwei doch recht wissenschaftlich angehauchten Bücher. Und dieses Werk würde ich dann eher unter Humor und Satire einordnen. Allerdings habe ich mich dann auf den Stoff eingelassen und bin mit einer humorigen Spannung belohnt worden, die richtig echt und gut war.
Nehmen wir den Konfirmanden Rony. Ein so typischer Jugendlicher. Der macht die Konfirmation eigentlich nur, weil es dann von der Verwandtschaft Geld gibt. Was dann alles dahinter steht, dieses Kirchending und Gott und seine Lehren interessieren ihn so gar nicht. Und der krasse Gegensatz dazu ist dann der Pfarrer. Bei dem habe ich die ganze Zeit das gefühlt gehabt, dass er seinen Job eigentlich nur noch aus Bequemlichkeit macht. So kann er seinen Gottglauben leben und brauch sich nicht weiter groß Gedanken machen. – Dass dann Außgerechnet diese beiden Charaktere so ein Abenteuer gemeinsam bestehen müssen. – Im Prinzip ein herrlicher Einfall das Ganze.
Es kommen zwar noch einige andere Charaktere dazu und auch diese haben so ihre ganz eigenen Marotten, aber im Endeffekt sehe ich in der Story hier eine Lehre: Man sollte sich gegenseitig einfach so akzeptieren, wie man ist. Am Ende spielen Rony und der Pfarrer wunderbar zusammen. Jeder kann seine Fähigkeiten gewinnbringend einbringen und am Ende überstehen sie das Ganze.
Das Schleimmonster ist so etwas wie ein verkappter Gegenspieler. Das Teil war so gut dargestellt, dass ich anfangs wirklich geglaubt habe, dass dieses Vieh den Menschen bei ihrer Flucht helfen will. Im Gegenteil! Ich dachte wirklich, dass dieser galaktische Trödelhändler derjenige ist, der die drei Menschen verraten und verkaufen will. Schließlich war ja auch ein großes Kopfgeld auf die drei ausgesetzt …

Alles in allem bin ich sehr gut und humorig unterhalten worden. Das gesamte Abenteuer strotzte nur so vor Fantasie und ich war immer wieder zwischen Lachen und Spannung hin ung her gerissen.
Allein die Idee mit den Artefakten und den verschiedenen Teilen des „Raumschiff“, war für mich neu und ich hatte so etwas noch nicht gelesen oder gehört.
Ein anderer Mikael Lundt, als ich ihn bisher gewohnt bin, aber deswegen nicht unbedingt schlechter. Einfach nur erfrischend anders!

Ich bewerte das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Ich war sehr gut unterhalten, ich habe geschmunzelt, ich habe mitgefiebert und ich habe mich über den Einfallsreichtum und die am Ende dann doch runde Story gefreut und alles in allem super genossen. Eine angenehme Lauflänge machen das Buch nicht zu einem Marathon und auch Unterbrechungen sind kein Problem, da die Story dann eben doch mehr Belletristik als Science Fiction ist. – Klasse Sache und herrlich rund!

[HÖRBUCH] Mikael Lundt – „Die Weltengangmaschine“

Mikael Lundt
„Die Weltengangmaschine“
Verlag: GD Publishing
ISBN: 9-783-966-33315-3
Länge: 5 Stunden
Sprecher: Philipp C. Brammer

– gehört im Augus 2022 –

Gehört und auf eine ganze spezielle, abgedrehte und eigene Art unterhalten worden.

Klappentext: Ein fantastischer Roadtrip durch Raum und Zeit, ein Ringen um Macht zwischen Himmel und Hölle – und mittendrin der arbeitslose Bernd Bratzke, der noch nie im Leben etwas von Bedeutung vollbracht hat. Doch ein Fax von Gott reißt ihn aus seiner Lethargie und zwingt ihn, den Kampf aufzunehmen – gegen die Schergen des Satans, das drohende Chaos im Universum und seine eigene Unfähigkeit, Dinge zu Ende zu bringen. Mit einer vom Schicksal zusammengefügten Truppe zieht er los, um die Weltengangmaschine vor einem teuflischen Komplott zu retten. Eine Fernbedienung verleiht Bernd den Hauch von göttlicher Potenz, doch es fehlt ihm jegliche Weisheit. So stolpert er von einer Katastrophe zur nächsten. Wird es ihm gelingen, die Welt vor der Verwandlung in eine satanische Spielwiese zu bewahren? Ein Roman mit skurrilem Humor, haarsträubenden Wendungen und jeder Menge Black Metal. Gelesen von: Philipp C. Brammer

Produktion: Michael Gückel – Eine Produktion der Hörbuchfabrik (Quelle: Thalia.de)

Inhalt: Bernd Bratzke bekommt ein Fax. Zum ersten Mal, seit der das Multifunktionsgerät überhaupt besitzt. Es war schon immer sein Traum, einmal ein Fax zu bekommen.
Das Fax stellt sich als eines von Gott heraus. Dieser will mit Satan zur Kur und bittet Bernd in dieser Zeit, auf die Weltengangmaschine aufzupassen und sie in seinem Sinn zu bedienen. – Bernd hat aber in noch nie in seinem Leben etwas gerissen …
Durch einen übergriffigen Nachbarn tritt Bernd sein Abenteuer mit drei wirklich komischen Rentnern an. Jeder in dieser Gruppe hat seine Eigenheiten und bringt diese in die Dynamik mit ein. Zu Vier reisen sie durch Raum und Zeit, treffen auf seltsame Kreaturen, besuchen verschiedenste Welten und müssen vor allem vor einer Gruppe satanischer Black Metall-Anhänger fliehen.
Ob das gut geht?

Fazit: Meine Ausgabe lag mir als Hörbuch von Spotify vor. Alles andere hätte ich in jedem Fall abgebrochen und mit Sicherheit nicht bis zum Ende gelesen. – Das Buch ist nicht schlecht, aber am Ende so abgedreht, dass ich hier wirklich große Schwierigkeiten hatte, dem ganzen Geschehen wirklich folgen zu können. Es kam mir im Gesamten wirklich so vor, als würde ich einen dieser Scheibenwelt-Romane von Terry Pratchet hören. Mit denen konnte ich nämlich auch nichts anfangen.
Mir ist aus dem vorherigen Buch schon klar gewesen, dass Herr Lundt auch humorig kann. Aber in diesem Buch hat er, meiner Meinung nach, ein bisschen zu sehr auf die Kacke gehauen. Die Handlung sprühte nur so vor genialen Einfällen und wirklich jeder Menge Fantasie. Für meinen Geschmack aber eben schon wieder zu viel, als dass ich mich noch wirklich darauf einlassen konnte. So habe ich das Buch eben einfach gehört, um es gehört zu haben.

Irgendwie habe ich hier eine Mischung aus ScyFi und einer abgedrehter Rentnergruppe gelesen. Jeder Rentner hatte seine eigene Vergangenheit, wurde durch sein Leben geprägt und ist nun mehr oder weniger freiwillig in diese Gruppe rein gewürfelt, die wahrscheinlich das Abenteuer ihres Lebens erleben.
Schon allein der Aufhänger… Die Weltengangmaschine ist in diesem Fall eine Leihgabe von Gott. Der ist Außgerechnet mit dem Teufel auf Kur und der arbeitslose soll in der Zeit eben den Job von Gott übernehmen. – Dass das nicht gut gehen kann, schon allein weil ein Mensch einfach nicht Gott spielen sollte, ist ja wohl klar.
Hinzu kommt noch dieser neugierige Nachbar, der das Postgeheimnis nicht wahren kann und schon sind er und seine bekannt da mal eben mit rein geraten. Außerdem hat es noch viele Karaktere, denen sie auf ihrer Reise begegnen. Monströse Blackmetall-Anhänger, die satanistische Praktiken lieben und jetzt unbedingt an diese Maschine kommen wollen, weil sie Gott so in sein Handwerk pfuschen können. – Ganz ehrlich, ich habe einfach nur mit dem Kopf geschüttelt.

Die ganzen Namen konnte ich nicht wirklich auseinander halten. Meine Namensschwäche und diese ganze Abgedrehtheit haben mir das schlicht und ergreifend unmöglich gemacht. Also habe ich mir das Buch am Ende nur noch angehört, nur damit ich es eben gehört hatte.
Im Kopf von Herrn Lundt scheint die Welt, in der das Buch spielt, ja sicherlich logisch und durchdacht aufgebaut gewesen zu sein. Mir hat dazu allerdings einiges an Fantasie gefehlt. Da war dann die SkyFi-Komponenten für meinen Geschmack viel zu groß. – leider aber ich möchte das Buch eben auch nicht komplett verreisen, weil es im Großen und Ganzen dann eben doch wieder erfrischend anders war und auch von der Fantasie her, durchaus ein Schmankerl. Auch so ein „Nonsens“ muss man sich erst einmal einfallen lassen. Es war nur eben zu viel für mich persönlich.
Der Sprecher hat einen ziemlich guten Job gemacht. Mit ruhiger Stimme und einem sehr konstanten Tempo hat er den Text gelesen und auch sehr deutlich gesprochen. Mit der Intonierung ist er sparsam umgegangen, sodass das alles nicht überladen wurde. – Am Ende kann ich sagen, dass er nicht überragend war, aber durchaus eine Stimme und eine Art hatte, die man sich ruhig mal öfter anhören kann.

Bewertung: 3 von 5.

Ich bewerte dieses Buch mit 3 von 5 möglichen Sternen.
Für einen totalen Verriss war der Stoff dann wieder nicht schlecht genug. Am Ende läuft es wirklich darauf hinaus, dass es für mich persönlich einfach zu abgedreht war, als dass ich damit wirklich groß etwas hätte anfangen können.

[Hörbuch] Mikael Lundt – „Rekursion“

Mikael Lundt
„Rekursion“
Verlag: GD Publishing
ISBN: 9-783-986-46585-8
Länge: 7 Stunden 59 Minuten
Sprecher: Michael Gückel

– gehört im Juli 2022 –

Mikael Lundt hat mich mit seinem Buch „Aeterna“ auf sich aufmerksam gemacht. Dieses Rezieexemplar hat mir so gut gefallen, dass ich mir auch seine anderen Bücher vorgenommen habe.

Klappentext: Eine rätselhafte Botschaft aus der Zukunft rettet der Familie des Tachyonenforschers Dr. Marc Jensen eines Nachts das Leben. Am nächsten Morgen jedoch ist seine gesamte Forschungsarbeit verschwunden — und mit ihr der Beweis, dass die lange für undenkbar gehaltenen Tachyonen tatsächlich existieren. 10 Jahre später holt Dr. Jensen die Vergangenheit ein: Fragmente seiner Arbeit tauchen plötzlich wieder auf, Forscherkollegen sterben und seine Tochter wird entführt. Um sie zu retten, muss er sich einem schier übermächtigen Feind stellen, der ihm immer einen Schritt voraus zu sein scheint. Schlimmer noch: Wenn Jensen scheitert, droht das Gefüge von Raum und Zeit ins Chaos zu stürzen.
„Deinem schlimmsten Feind kannst du nicht entfliehen – er kennt dich besser als du dich selbst.“ (Quelle: Thalia.de)

Inhalt: Dr. Marc Jensen ist, wie immer, der letzte im Physiklabor. Er hängt an seiner Tachyonenforschung, die nicht recht vorangehen will. Er wird von seinen Kollegen sogar bereits verlacht und nicht mehr wirklich ernst genommen. Keiner glaubt an die Existenz dieser neuen Teilchen. – Doch sie existieren, denn sie retten durch ihre Botschaft aus der Zukunft das Leben von Marcs Familie. Allerdings sind dann am nächsten Tag sämtliche Daten verschwunden, Marc ist gekündigt und das Labor verkauft.
Jahre später, als Marc seine Familie durch Scheidung verloren hat, und an einer Uni als Professor unterrichtet, werden Teile seiner Forschung auf einer neuen Internetplattform geleakt. Und alle, die davon wissen, Marc helfen oder nur nach dem Projekt fragen, schweben in Lebensgefahr.
Das Programm war nie weg. Es hat immer weiter existiert, es hat sich selber weiter enwickelt, ausgebaut und mit Hilfe von Robotertechnik, dem Internet und ein wenig menschlicher Hilfe ein eigenes Rechenzentrum hoch gezogen. Doch seine Pläne sind nicht menschenfreundlich und Marc muss am Ende nicht nur seine Familie, sondern die gesamte Menschheit retten.

Fazit: Mikael Lundt hat mir sein Werk „Aeterna“ als Rezensionsexemplar angeboten. Dieses habe ich verschlungen, in Rekordzeit und der Autor hat mich so von sich überzeugt, dass ich seine anderen Werke auch gesucht und gefunden habe. Zum Teil als Hörbuch über Spotify und zum Teil aber auch als Ebook bezogen. Die Ebooks sind im SuB jetzt erst einmal hinten an gestellt, aber auf meiner Hörbuchliste bin ich etwas schneller, sodass ich mir dieses Werk zu Gemüte geführt habe.

Auch hier ist das Thema in der Physik angesiedelt. Und auch hier kann aber auch ein Laie sehr gut nachvollziehen, um was es geht. Die physikalischen Gegebenheiten sind nicht so kompliziert beschrieben, dass man nichts weiter als Kauderwelsch lesen würde. Vielmehr ist in eine physikalische Grundstory noch ein persönliches und ein Familiendrama eingearbeitet.
Dieser Professor, der Marc, im Grunde hat er mir leid getan, als er am Anfang so von jetzt auf gleich seine Forschung und seine Familie verloren hatte. Ich habe mich gefragt, was genau passiert ist, aber genau diese Frage ist im ganzen Buch nicht aufgeklärt worden. Hier war der Fakt, der das Buch für mich so spannend gemacht hat, da ich selber immer wieder gerätselt habe, was genau passiert sein könnte.
Alles in allem war ich aber einfach nur fasziniert, wie sich die Story von einer großen Hoffnung zu einem tiefen Fall und dann zu einer riesengroßen Bedrohung entwickelt hat. Ein harmlos scheinendes Computerprogramm hat sich am Ende als das Werk des Teufels entpuppt, und es sind Sachen ans Tageslicht gekommen, die mir auch vor der heutigen Technik schon einen gewissen Respekt einflößt.
Die Story hat sich gut verständlich immer schon langsam hochgeschaukelt. Dabei sind hier und da auch mal weitere Personen ins Spiel gekommen, die ich zwar nicht immer gut auseinanderhalten konnte, aber das große Durcheinander mit null Durchblick ist auch aus geblieben. Ich konnte die handelnden Personen sehr gut anhand der Handlung selber auseinanderhalten. Und dabei sind mir einige ziemlich interessante Charaktere unter gekommen.
Die ganze Zeit über ging die Handlung immer irgendwie voran. Und sei es, dass jemand verstorben ist, der scheinbar erst einmal nichts mit der ganzen Sache zu tun hat. Oder aber, jemand hat etwas entdeckt, hat aufgrund dessen Kontakt mit dem Protagonisten aufgenommen und schwebte dann auch in Gefahr. – Irgendwie war es immer spannend, irgendein Ding lief die ganze Zeit und auch Erklärungen haben die Handlung nie gestoppt. Es gab keine langweiligen Längen und am Ende wurde ich komplett geflasht, von dem großen Ding, was sich aus dem anfänglichen Experiment so alles entwickelt hatte. Wie durchgedreht das Computerprogramm am Ende war und wie sich der Protagonist und seine Helfer da wieder raus gewuselt haben. – Ein Wahnsinn, denn irgendwie muss man sich so etwas ja auch erst einmal ausdenken.

Wie gesagt, ich war von Anfang bis Ende komplett gefesselt und konnte die Handlung die ganze Zeit sehr gut nachvollziehen. Mit dem Protagonisten habe ich förmlich mitgelitten und konnte ihn so gut verstehen in dem, was er versucht und was er als aussichtslos betrachtet hat. Dass Physik am Ende so spannend sein kann, hätte ich nie im Leben gedacht, aber da lernt man in der Schule wohl schlicht und ergreifend zu wenig, als dass man hier ein großes Potential in dieser Wissenschaft sehen würde.
Alles war gut erklärt, die Handlung lief immer schon vorwärts und mir war zu keinem Zeitpunkt langweilig. Am Ende war ich fast ein wenig enttäuscht, dass es das schon wieder gewesen sein soll.

Ich bewerte das Buch mit den vollen 5 von 5 möglichen Punkten.
Ein wirklich sehr packender Thriller, eine wirklich horrormäßige Vorstellung von der Zukunft ein nicht erstrebenswerter Stand der Technologie. Physik in spannend und faszinierend und doch für den Laien verständlich und das alles noch gepaart mit einem wirklich sehr geschickt gestalteten Zeitparadoxon. – Ich möchte mehr davon! Zeitreisen wirklich mal anders.

[Hörbuch] Stefanie Mühlenhaupt – „Resistent – Sie werden uns kontrollieren“

Stefanie Mühlenhaupt
„Resistent – Sie werden uns kontrollieren“
Verlag: DP Audio (Digital Publishers)
ISBN: 9-783-968-17841-7
Länge: 7 Stunden 49 Minuten
Sprecher: Omid-Paul Eftekhari

– gehört im Juni 2022 –

Bienensterben, ein aktuelles Thema, welches auf den ganzen Haufen ökologischer Probleme obenauf kommt. So gesehen hat das Thema etwas topaktuelles und doch kann das Buch eine wirklich furchterregende Dystopie sein.

Klappentext: Wenn Widerstand die einzige Möglichkeit ist zu überleben … Bewegend und erschreckend realistisch: Der Thriller von Stefanie Mühlenhaupt. Im Auftrag einer Forschungsfirma entwickelt die Wissenschaftlerin Sophie Bergmann genetisch modifizierte Bienen, die gegen alle Umwelteinflüsse resistent sind. Seit vielen Jahren von dem Unternehmen gefördert und versorgt, arbeitet sie in dem festen Glauben, mit dessen Hilfe den Hunger in der Bevölkerung zu bekämpfen. Unerwartet stirbt eines der von ihr gezüchteten resistenten Bienenvölker. Sophie kann eine tödliche Mutation nachweisen, die sie bereits früher entdeckte, aber gezwungen wurde nicht weiter nachzuforschen. Anders als sie ihr ganzes Leben angenommen hat, scheint sich ihr Geldgeber nicht so sehr für das Bienensterben zu interessieren, sondern vor allem nach Macht zu streben. Erst als Sophie zusehen muss, wie ihr Kollege vom Sicherheitsdienst der Firma ermordet wird und sie selbst in die Schusslinie gerät, wird ihr klar, dass sie für sich und die Bevölkerung die Wahrheit herausfinden muss. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt … (Quelle: Thalia.de)

Inhalt: Sophie Bergmann hatte in ihrem Leben Glück im Unglück. Nachdem ihre Eltern verstorben waren, kam sie mit ihrer Schwester zu ihrer Tante, die sie aber schlecht bis gar nicht versorgen konnte. Sophie hat jedoch in der Schule durch hervorragende Leistungen geglänzt, was Foodtec auf sie aufmerksam werden lässt. Sie kann durch sie eine weiterführende Ausbildung machen, studieren, muss sich aber dann als Forscherin für dieses Unternehmen verpflichten.
Zunächst scheint ihr Leben sehr gut zu verlaufen. Sie forscht an einem Bienenprojekt, mit dem sie die Bienensterblichkeit ausmerzen will, sie hat satt zu Essen und eine gemütliche Wohnung und mit ihrer Schwester schon lang gebrochen. Sie glaubt, dass sie mit ihrem Projekt gut etwas gegen den Hunger in der Bevölkerung tun kann.
Doch durch eine Suchanfrage im PC macht sie Foodtec auf sich und ihren Kollegen aufmerksam. Sie möchte einfach nur wissen, warum ein Bienenvolk nach nur einem Sommer stirbt und genau das will Foodtec aber verhindern. Ihr Kollege findet den Tod und sie selber landet beim Widerstand, wo sie nach langer Zeit wieder auf ihre Schwester Becca trifft.
Sophie muss begreifen, dass Foodtec nicht das ist, was sie immer gedacht hat. Foodtec ist nicht bereit, den Lebensmittelmarkt aufzugeben und Lebensmittel für alle bezahlbar zu machen. Foodtec will Macht und will sie auch durch die resistenten Bienen nicht verlieren. – Sophie muss sich entscheiden, auf welcher Seite sie steht und wie es für sie weitergehen soll.

Fazit: Dieses Buch hat mich allein vom Thema her brennend interessiert. Es war mir einfach ein Rätsel, wie es sein kann, dass man durch Bienen jemanden in der Hand haben kann. Aber als die ganze Story dann los ging, war ich gefangen und habe einfach nur zuhören müssen.

Die Protagonistin ist Wissenschaftlerin. So viel ist von Anfang an klar. Sie forscht an oder mit Bienen und schnell wird klar, dass die ganze Sache zwar auf der Erde spielt, die Erde aber lang nicht mehr die ist, wie wir sie kennen.
Frau Mühlenhaupt hat hier einen Thriller geschrieben, der durchaus auch eine Dystopie sein kann. Die Erde hat klimatische Probleme, die die Menschheit in verschiedene Klassen einteilt. Da ganz armen, die reihenweise sterben, weil sie nicht genug zu Essen haben. Dann die Mittelschicht, von der man aber nicht viel erfährt. Nur, dass es sie eben gibt. Und dann haben wir da noch die Reichen und Angestellten von Foodtec.
Foodtec ist das Unternehmen, welches die Ernährung für die Menschen sicherstellen soll, aber am Ende auch nur hinter der Macht her ist. Reihenweise dubiose Machenschaften werden im Laufe der Story aufgedeckt und die Mitarbeiter werden mir immer unsympathischer.
In diese Dystopie wurde dann noch die Geschichte zweier Schwestern gepackt, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Ich wusste wirklich nicht, was ich von dieser Becca halten sollte, aber im Laufe der Handlung wurde sie mir immer sympathischer und ich habe begriffen, dass sie eigentlich diejenige ist, die auf der richtigen Seite steht.
Die Welt wird nicht so genau beschrieben, aber doch genau genug, dass ich wirklich furchterregende Bilder vor meinem geistigen Auge hatte. Dies hochtechnisierten Städte, die hungernde Bevölkerung. Tote und ausgedörrte Landschaften und über dem Ganzen ein wie Hohn strahlend blauer Himmel. Das ganze Buch über hat es nicht einmal geregnet. – Dieses ganze Bild der Nahrungsmittelproduktion war einfach nur erschreckend für mich. Um so realer, da ja derzeit auch hierzulande die Lebensmittelpreise immer mehr steigen und kein Ende in Sicht ist.

Das Thema Bienensterben ist wirklich brandaktuell und wurde hier richtig geschickt in eine spannende und mitreisende Story gepackt. Von Anfang bis Ende war ich gefesselt und habe mir am Ende sogar gewünscht, dass es doch bitte noch etwas länger gehen soll. Zu gern hätte ich gewusst, ob das Unternehmen den gewünschten Erfolg gezeigt hat und ob es für die Menschen etwas bewirken konnte.
Alles wurde gut beschrieben. Nicht zu viel und nicht zu wenig wurde beschrieben. Immer so, dass es immer irgendwie weiter ging und keine Längen entstanden sind. Es wurde der menschliche Faktor und auch der wissenschaftliche Faktor hier sehr gut bedient. Der Herzschmerz nahm nicht überhand, war aber in glaubhafter Menge vorhanden. Das Wissenschaftliche wurde durch den Kampf gegen diese allmächtige Firma geradezu bildhaft und unglaublich glaubhaft. – Die ganze Story war erschreckend real für mich. Ich sehe dieses Land in nicht so ferner Zukunft ganz genau da. Wir sind stramm auf den Weg dahin.

Ich bewerte dieses Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Ich war gefesselt, ich war fasziniert und ich hatte ein gewaltiges Kopfkino vor meinem geistigen Auge. Dieses Buch ist ein wirklich gewaltiger Thriller, der durchaus Potential zum Wachrütteln hat.

[Hörbuch] I.Reen Bow – „Im Schatten der Feinde“

I. Reen Bow
„Im Schatten der Feinde“
Reihe: Phönix- Akademie (3)
Verlag: Hörbuchmanufaktur Berlin
ISBN: 4-251-703-52132-3
Länge: 1 Stunde 58 Minuten
Sprecherin: Cornelia Waibel

– gehört im Juni 2022 –

Klappentext: Ein Phönix hat die Macht, sich aus seiner Asche zu erheben. Diese Fähigkeit besitzen nur wenige Phönixmagier und Annie Anderson gehört gewiss nicht zu ihnen. Genaugenommen hat sie schon mit der Heilung einfacher Krankheiten zu kämpfen. Bei einem erneuten Auftrag im Krankenhaus von Robins Geburtsstadt Loro, wird Annie mit dem Leid der Bodenstädter konfrontiert und fühlt sich überfordert und machtlos, was ihr zudem noch von allen Seiten durch hämische Bemerkungen bestätigt wird. Selbst ihr Freund Aves bemerkt nicht, wie tief er sie verletzt, als er zu unpassender Zeit ihre Person kritisiert.
Als vermummte Magier das Hospital angreifen und Menschen vor den Augen der Schülerin sterben, überschreitet es die Grenzen ihrer seelischen Kraft. Ihr Leben ändert sich gravierend.
Wird sie es schaffen, aus der Asche ihrer Gefühlswelt wiederaufzuerstehen? (Quelle: Thalia.de)

Inhalt: Während Robin in der Akademie noch immer auf der Suche nach ihrem Platz ist und ausloten muss, wem sie trauen kann und wem nicht, muss sich Annie mit ihrer Gruppe einmal mehr auf einen Auftrag. Sie haben den verkackt, bei dem sie Annie mit in die Akademie gebracht haben und müssen nun unbedingt etwas für ihre Punkte tun.
Doch Annie gerät in dem Krankenhaus von Loro schnell an ihre Grenzen. Sie soll einen Patienten heilen, der mit einem Fluch belegt wurde und ist dessen nicht mächtig. Im Heilen war sie noch nie gut. – Stattdessen wird sie zum Betten beziehen verdonnert.
Im Krankenhaus tauchen plötzlich vermummte Magier auf. Sie wollen ans Leben von Robin ihren Eltern, welche nach dem kalten Feuer im Krankenhaus behandelt werden. Annie wird somit Zeuge für die Tatsache, dass Robin ihre Eltern wirklich nicht umbringen wollte.
Während Robin darum kämpft, an der Akademie bleiben zu können, um ihre Fähigkeiten beherrschen zu lernen, ist man ihr schon lang auf den Fersen und will sie zurück holen.

Fazit: Zu kurz, wie alle Bücher von I. Reen Bow. Kaum ist man richtig in der Handlung drin, ist es auch schon wieder vorbei. Ein Hörbuch mit keinen zwei Stunden hat seine guten Seiten, dass man eben nicht so lang daran hängt, kann aber auch seine negativen Seiten haben. – leider
In jedem Fall knöpft dieses Buch direkt an den vorangegangenen Band an, was es nötig macht, dass man die Reihe schön der chronologischen Reihenfolge nach hört.
Die Story an sich ist hier etwas von der Protagonistin abgerückt. Zwar dreht es sich am Ende dann doch irgendwie um sie, aber dazu braucht es eine ganze Weile, bis man da die Querverbindung hergestellt wird. Allerdings ist mir am Ende ein Stein vom Herzen gefallen. Sie ist doch nicht so böse, wie es immer den Anschein hat.
Die Protagonistin hat es wirklich nicht leicht. – Da lebt sie sich so langsam in die Schule und deren Alltag ein und wird dann Außgerechnet von einer Schülersprecherin so gedisst. – Die Aussprache, zu der es dann kommen soll, fand ich leider etwas sinnlos. Genau die Tante, die ihr ans Leder will und mit Vorurteilen nur so beladen ist, hat auch ein Mitspracherecht und wird für ihr Fehlverhalten nicht wirklich bestraft.
Am Rande gibt es hier die alterstypischen kleinen Rangeleien zwischen den Schülern. Da haben wir Beziehungsschwierigkeiten, Animositäten der verschiedenen Stände bis hin zu schulischen Problemen.
Allerdings bekomme ich mit dieser Schule an sich, so langsam aber sicher ein Problem. – Die Schüler, die eigentlich Schutzbefohlene sein sollten, werden hier für Prüfungen oder so eine Art Klassenarbeiten Gefahren ausgesetzt, die absolut nicht standesgemäß sind. Mir ist schon klar, dass sie ihre Fähigkeiten praktisch anwenden sollen, aber wie das hier abgeht, finde ich etwas ganz schlimm daneben. Es gehen sogar Schüler dabei drauf. Ganz ehrlich, um was genau handelt es sich denn hier? Als Kinderbuch kann man es in dem Fall schon gar nicht deklarieren und auch als Jugendbuch möchte ich das hier nicht mehr wirklich sehen. Keine Ahnung, was sich die Autorin dabei gedacht hat, ich jedenfalls, fand es unmöglich.

Die Sprecherin hat ihre Sache an sich ganz gut gemacht. Es hat mich lediglich gestört, dass sie zwischendrin so offensichtlich angestrengt Luft geholt hat. Ich hätte da im Schnitt durchaus noch etwas nachgebessert. Aber die haben im Schnitt auch so genug Fehler gemacht. Es waren zwei oder drei Mal, wo sich Textpassagen gedoppelt haben. Da hat man dann immer ein bis zwei Sätze gehört, die brachen dann ab, um nach einer kurzen Pause noch einmal gespielt zu werden. – Das kam dann schon etwas seltsam rüber, aber habe ich bei der Hörbuchmanufaktur schon öfter mal erlebt. Auch bei anderen Büchern.
Die Handlung war kurz, gut beschrieben und stellenweise etwas emotional. Die Charaktere haben stellenweise an Tiefe und Präsenz gewonnen, haben sich besser in die Handlung eingefügt, sodass ich davon ausgehe, dass da in Zukunft von denen noch mehr zu hören ist. – Man darf also gespannt sein, was da noch so alles kommt. In jedem Fall hat die Reihe aber noch ein ganz Teil Folgen.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Ich fand es etwas irritierend, dass die eigentliche Protagonistin erst einmal in den Hintergrund gerückt ist und gerade am Ende wieder mit so einem Hammer um die Ecke kommt. Man kann vorausahnen, dass sie noch nicht alles ausgestanden hat und da noch einiges kommen wird. Man darf also gespannt sein.

[Hörbuch] Diana Gabaldon – „Ferne Ufer“

Diana Gabaldon
„Ferne Ufer“
Reihe: Outlander (3)
Verlag: Argon
ISBN: 9-783-839-81512-0
Länge: 52 Stunden 14 Minuten
Sprecher: Birgitta Assauer

– gehört im Juni 2022 –

Teil 3 dieser Reihe von Mammutbüchern … – Keine Ahnung, was ich dazu noch sagen soll und was ich davon halten kann.

Klappentext: 20 Jahre lang hielt Claire ihre große Liebe Jamie Fraser für tot. Nun findet sie heraus, dass er die Schlacht von Culloden wider Erwarten überlebt hat. Unterstützt von ihrer Tochter Brianna kehrt sie durch den Steinkreis zu ihm zurück und findet ihn im 18. Jahrhundert lebend wieder. Aber ihre Raum und Zeit überwindende Liebe bleibt nicht lange ungetrübt. Denn Jamie hat 20 Jahre lang sein eigenes Leben geführt, außerdem engagiert er sich nach wie vor für Schottlands Unabhängigkeit. Und so müssen Jamie und Claire früher, als ihnen lieb ist, das Hochland verlassen und sich aufmachen zu neuen, fernen Ufern. Doch sie wissen, dass ihre Liebe und ihre Leidenschaft füreinander sie jedes Hindernis überwinden lässt.

Birgitta Assheuer ist Sprecherin in Hörfunk und Fernsehen. Mit ihrer weichen und sinnlichen Stimme gelingt ihr, jeder Figur einen eigenen Charakter zu geben und uns an ferne Ufer zu entführen. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Claire regelt in der Gegenwart noch ihre Angelegenheiten, nur um dann ins Schottland der Vergangenheit zurückzukehren. Nur ist sie in diesem Fall besser vorbereitet, hat schon einmal die halbwegs richtigen Klamotten an und ein paar Münzen dieser Zeit einstecken.
Sie hat mit ihrer Tochter und einem Bekannten ihren Jamie ausfindig gemacht und ihn dann in der Vergangenheit dort aufgesucht.
Kaum sind Claire und Jamie wieder zusammen, häufen sich die Probleme. Jamie ist nicht nur Drucker, sondern er druckt auch nicht ganz so legale Traktate und schmuggelt Alkohol. Es dauert nicht lang, da verlassen die beiden die Stadt, um wieder auf den Hof zurückzukehren. – Dort taucht dann aber die Frau auf, die Jamie inzwischen geheiratet hat, was er Claire verschwiegen hat.
Um seine zweite Frau milde zu stimmen, erklärt sich Jamie zur Zahlung von Entschädigungen und Unterstützungen bereit, will dafür einen Schatz nutzen, wo er aber seinen Neffen verliert, als sie den holen wollen.
Ohne seinen Neffen kann Jamie nicht auf den Hof zurück und entschließt sich so für eine gefahrvolle Reise, um seinen Neffen wieder zu finden.
Claire und Jamie bereisen die Welt, finden nicht nur ihren Neffen wieder und geraten dann, als alles im Lot erscheint, in einen Sturm, der sie ganz woanders hin trägt, als sie eigentlich wollten.

Fazit: Ich habe mich auf der einen Seite auf die Lektüre gefreut, war aber auf der anderen Seite auch wieder davon abgestoßen. 52 Stunden sollte dieser dritte Teil haben und ich habe wirklich mit mir gehadert, ob ich mir das antun soll. Das ist mal ein gewaltiger Marathon. Selbst als Hörbuch viel zu lang.
Es kam, wie es kommen musste. Ich bin voller Neugier ran gegangen, war dann anfangs auch gefesselt und wollte wissen, wie es denn nun weiter geht und am Ende habe ich sogar aufgeatmet, weil Claire endlich zu ihrem Jamie zurück geht. Ich habe eigentlich gehofft, dass sich die beiden jetzt endlich ein gemeinsames Leben aufbauen können und zur Ruhe kommen. Aber dem war natürlich nicht so.
Es entspinnt sich die ewig gleich Geschichte von Flucht und Verfolgung. Davon, dass Jamie das Gesetz unterwandert oder eben auch nicht so ganz ernst nimmt. Claire nimmt ihre Rolle als Frau der Zeit nicht so ganz ernst und fällt immer wieder auf. Jamie hat eine weitere Hochzeit verschwiegen und schon ist der nächste Streit auf dem Plan. – Wenn ich es genau betrachte, ist das alles nur ein riesiges Durcheinander von Frauen, Familienangelegenheiten und persönlichem Ehrgeiz. Und Claire ist nicht vernünftig und bringt noch zusätzliches Durcheinander mit rein.
Die Handlung ist gewaltig. Sie spielt auf der halben Welt, ist gut beschrieben und stellenweise auch sehr bildhaft. Allerdings hat es auch nicht wenige Längen, in denen wirklich mehr als geschmalzt wird. – Bei der Länge hatte man derartiges auch weglassen können.
Seinen Reiz einer Zeitreisegeschichte hat dieses Werk schon länger für mich verloren und ich höre es mir eigentlich nur noch an, weil ich wissen möchte, wie die Autorin das nun alles zum Ende gebracht hat. Die Faszination am Stoff ist längst verschwunden und auch Bilder im Kopfkino habe ich nur noch zeitweise gehabt.
Allgemein betrachtet ist der Stoff an sich schon recht gut und erzählenswert, aber die Art wie er erzählt ist, hätte ich persönlich nicht so ausführlich gemacht.

Ich bewerte dieses Buch mit 3 von 5 möglichen Sternen.
Zu lange, zu ausschweifend, zu viele Längen in denen nichts passiert und zu viel Hin und Her, sodass ich den Charakteren nicht mehr abkaufe, dass sie noch immer Durchhaltewillen haben.

[Hörbuch] I.Reen Bow – „Funkenspiegel“

I.Reen Bow
„Funkenspiegel“
Reihe: Phönixakademie (2)
Verlag: Hörbuchmanufaktur Berlin
ISBN: 4-251-703-52130-9
Länge: 1 Stunde 52 Minuten
Sprecherin: Cornelia Waibel

– gehört im Juni 2022 –

Klappentext: Robin wird wegen ihrer dunklen Magie an der Akademie gefürchtet und angefeindet. Die meisten Schüler und Studenten wollen sie am liebsten wieder vertreiben.
Als die Schülersprecherin Kathy Silberstein verspricht, ihr zu helfen, vertraut Robin sich ihr an. Doch das ist ein Fehler, denn Kathy sieht in Robin nur eine Gelegenheit, ihren eigenen Ruhm zu steigern.
Bietet die Phönixakademie wirklich die erhoffte Sicherheit? Oder erreicht die Sensation über den schwarzen Phönix bald auch die Außenwelt und verrät Frederik so Robins Aufenthaltsort? (Quelle: Thalia.de)

Inhalt: Robin ist auf der Akademie angekommen, wird untersucht und ihr Vertrauenslehrer ist mehr als begeistert von ihr. Die Schüler allerdings nicht. Von Anfang an versuchen, alle ein Blick auf sie zu erhaschen.
Nach den Untersuchungen wird Robin auf die Schülerschaft losgelassen. Allerdings fühlt sie sich nicht wirklich wohl in ihrer Haut. Sie landet in der ersten Klasse und trifft irgendwann auf die Schülersprecherin, welche sich ein Interview mit ihr wünscht, es sich hier erschleicht und dann Lügen über Robin verbreitet.
Bei einer Aussprache im Büro des Vertrauenslehrers bekommt Robin eine Art Coach an die Seite und eckt einmal mehr mit der Schülersprecherin an. – Das verspricht noch ein harter Kampf zu werden.

Fazit: Auf jeden Fall wieder viel zu kurz, dafür aber alles sehr bildhaft und ausführlich beschrieben.
Die Story knüpft fast nahtlos an den ersten Teil an. Allerdings ist im ersten Teil nicht wirklich so viel passiert, dass man den zweiten jetzt nicht verstehen würde. Irgendwie sind beides Geschichtenabschnitte, die man auch unabhängig voneinander verstehen würde. – Eine wirkliche Welt hat sich mir hier eh noch nicht ergeben. Dazu sind die Hörbücher schlicht und ergreifend zu kurz. Scheint ein Markenzeichen der Autorin zu sein, dass sie kurze Bücher schreibt, ihre Reihen dafür dann aber fast endlos lang sind.
In jedem Fall war dieser Band schon ein ganzes Teil spannender, als der erste. Zusammenhänge waren mir klarer. Es hat sich mir ein schlüssige Gesamtbild ergeben, in dem ich dieses Internat gesehen habe. Nur dass eben Phönixe hier unterrichtet werden und nicht normale Menschen. Leider hat es dann hier auch eingebaut so eine typische Mobbing-Story. Sicher, die bringt am Ende die Spannung in diesem Teil der Serie, aber wirklich gelöst ist das ganze Problem nicht.
Das bringt mich dann auch schon zu zwei Charakteren in diesem Hörbuch. Mit Robin, der Protagonistin, konnte ich mich voll gut identifizieren. Ich konnte so gut nachvollziehen, wie unwohl sie sich gefühlt haben muss. Sie hatte so schon ein gewaltiges Päckchen zu tragen und muss sich dann auch noch so eine Gemeinheit von dieser dämlichen Bitch gefallen lassen.
Die dämliche Bitch steht hier wohl für sämtliche Schüler, die meinen, die anderen unterdrücken zu müssen. Scheinbar mit Schönheit gesegnet, ist sie im Inneren aber eiskalt und stockenhässlich. Schon wie die Sprecherin diese Person intoniert hat, hat in mir sämtliche Aggressionen geweckt, die ich nur finden konnte. Wenn dieses Ding physisch gewesen wäre, hätte ich ihr nur zu gern einfach mal eine gezimmert.
Die Sprecherin hat hier in jedem Falle einen guten Job gemacht. Wie gesagt, diese Bitch hat sie wirklich sehr glaubhaft rüber gebracht. Da blieben absolut keine Wünsche offen. Auch wenn es um die Gedankengänge von Robin ging, habe ich dieser Stimme wirklich alles abgekauft. Diese Unsicherheit, diese Angst und die Ratlosigkeit. – Ja, ich möchte sogar sagen, dass die Sprecherin aus dem Text noch einmal einiges raus geholt hat.
Nach wie vor nervt mich aber an, dass diese Bücher so verdammt kurz sind. Wenn man Folge 1 bis 3 zusammen gefasst hätte, wäre das auch gegangen. Und selbst von der Handlung her wäre das durchaus möglich gewesen. – Aber schon klar, wenn man mehr splittet, kann man am Ende mehr Bücher verkaufen. Schon auch irgendwie clever.

Ich bewerte dieses Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Für den fünften Stern war es einfach zu kurz. Gerade, als sich so ein Internatskonflikt angebahnt hat und ich wissen wollte, ob Robin durch hält oder ob sie flieht, war das Buch auch schon wieder zu Ende. Das ist doch Folter. Sorgt allerdings auch dafür, dass ich die Reihe sicherlich weiter verfolgen werde.

[Hörbuch] Diana Gabaldon – „Die geliehene Zeit“

Diana Gabaldon
„Die geliehene Zeit“
Reihe: Outlander-Saga (2)
Verlag: Argon
ISBN: 9-783-839-81429-1
Länge: 43 Stunden 59 Minuten
Sprecherin: Birgitta Assheuer

– gehört im Juni 2022 –

Klappentext: Schottland 1968: Zwanzig Jahre nachdem Claire Randall aus der Vergangenheit zurückgekehrt ist, bringt sie ihre Tochter Brianna in die Highlands, denn Brianna soll endlich das Land ihres Vaters kennenlernen. Claire will außerdem die Antwort auf eine Frage finden, die sie seit über zwanzig Jahren quält: Konnte ihre große Liebe Jamie Fraser die schreckliche Schlacht von Culloden überleben? (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Claire Randall kehrt als Witwe an den Ort ihrer damaligen Hochzeitsreise mit weitreichenden Folgen zurück. Sie bringt ihre inzwischen erwachsene Tochter Brianna mit. Eine Tochter, von der ihr verstorbener Ehemann wusste, dass es nicht sein Fleisch und Blut ist. Eine Tochter, die selber der Meinung ist, dass ihr Vater der Wissenschaftler Randall ist.
In den Highlands hat Claire das Ziel, ihre Tochter behutsam an die wirkliche Wahrheit heran zu führen. Sie aufzuklären, wer ihr Vater ist und von wem sie abstammt.
Der Hörer macht eine erneute Zeitreise, landet in den Highlands des 18. Jahrhunderts, erfährt die Umstände, in denen Claire freiwillig eine ganze Weile gelebt hat und erfährt auch, was Claire und Jamie alles durchgemacht haben. Er erfährt auch über die Entstehungsgeschichte von Briana.

Fazit: Ich hatte gleich zu Beginn den Gedanken, dass auch dieses Buch mit seinen über 42 Stunden viel zu lang ist. Das konnte kein Tempo oder etwa Spannung haben. Dazu schien es von Anfang an wieder viel zu genau beschrieben und zu langatmig erzählt. – Und genau das habe ich bekommen.
Claire und Brianna machen eine Reise in die schottischen Highlands. Mir war ja von Anfang an klar, dass der verstorbene Wissenschaftler nicht Brianna ihr leiblicher Vater sein kann. – Wusste ich doch aus dem ersten Band, dass Claire bereits schwanger von ihrer Zeitreise zurückgekehrt ist. – Nur Brianna tappt im Dunkeln, was mich ein wenig angenervt hat, weil von Anfang an klar war, dass es hier um die Aufarbeitung der Vergangenheit gehen sollte. Und dafür über 42 Stunden … – Innerlich habe ich mit den Augen gerollt.
Es kam, wie es kommen musste. Lang und ausschweifend geht die Geschichte in der Vergangenheit genau da weiter, wo sie im vergangenen Band aufgehört hat. Claire und Jamie verweilen zunächst in Paris, wo ich der Meinung war, dass sie da auch hätten bleiben sollen, weil es schlicht und ergreifend das Beste für sie gewesen wäre. Aber nein, man mischt sich in das Geschehen ein, wie es Claire aus ihrer Vergangenheit kennt. Man will die Ereignisse verändern, aber dafür sorgen, dass bestimmte Personen trotzdem geboren werden. – Dass das schief gehen muss, ist logisch und gar nicht anders machbar.
Es ereignen sich eine ganze Menge anderer, teilweise tragische Dinge, die aber in der Fülle der Informationen, in der Menge der hier geschriebenen Worte, komplett untergehen. Spannung oder gar Dramatik wird einfach weggewischt und quasi nicht vorhanden. Eigentlich schade, wenn man es genau betrachtet, denn eigentlich wäre es hier wirklich sehr gut möglich, durch Kürzungen und weniger Informationen eine ganze Menge mehr Spannung hinein zu bringen. Statt dessen wurde in der gesamten Handlung einfach zu viel Aufmerksamkeit auf Gefühle und Gedanken von Claire und Jamie gelegt. Stellenweise wurde es richtiggehend kitschig. Wie sie immer wieder versucht hat, ihn aus der Scheiße zu ziehen und wie geschockt sie waren, als tot geglaubte Menschen dann doch wieder vor ihnen standen und vor Gesundheit nur so strotzten.

Alles in Allem ein Buch, welches man meiner Meinung nach unbedingt der chronologischen Reihenfolge nach hören oder lesen sollte. Ansonsten versteht man gerade am Anfang nicht wirklich, um was es geht und warum Claire vor einem uralten Grabstein plötzlich ganz verzweifelt zusammenbricht.
Auf der anderen Seite bin ich noch ein wenig am Zweifeln, was denn in den nächsten Bänden noch alles kommen soll. Ich meine, die Protagonistin ist inzwischen eine alte Frau, das in der Vergangenheit gezeugte Kind erwachsen und traumatisiert fürs Leben und das Rätsel um den Steinkreis ist zwar nun ein paar Menschen mehr bekannt, das Rätsel selber aber nicht gelöst. – Ich bin auf der einen Seite gespannt, was da nun noch kommen soll, auf der anderen Seite aber auch schon wieder leicht genervt, weil da nicht mehr wirklich viel kommen kann. …

Ich bewerte dieses Buch mit 2 von 5 Sternen.
Die Länge bringt in jedem Fall Abzug. Das ist viel zu lang und als Buch möchte ich diesen Schinken nun wirklich nicht in der Hand halten müssen.
Weiterhin bringt die Art, wie es geschrieben ist, Abzug ohne Ende. – Viel zu ausführlich, viel zu langweilig und die Spannung die hätte vorhanden sein können, wurde komplett durch Erklärungen und Gefühlsduselei vernichtet.
Den dritten Stern ziehe ich ab, weil ich mir absolut nicht vorstellen kann, wie das noch weitergehen soll. – Reist jetzt etwa die Tochter in die Vergangenheit, um ihren leiblichen Vater kennen zu lernen und die Zeitachse komplett durcheinander zu bringen? – Oh man.

[Hörbuch] I.Reen Bow – „Der schwarze Phönix“

I.Reen Bow
„Der schwarze Phönix“
Reihe: Phönix-Akademie Funke (1)
Verlag: Hörbuchmanufaktur Berlin
ISBN: 4-251-703-52128-6
Länge: 1 Stunde 37 Minuten
Sprecherin: Cornelia Waibel

– gehört im Mai 2022 –

Ich habe auf Spotify einmal angefangen, das Profil von I.Reen Bow anzuhören, also ziehe ich das jetzt auch durch. Auch wenn ich die Teile an sich, schon wieder absurd kurz finde.

Klappentext: Robin trägt den Tod in ihrem Blut, denn sie ist ein schwarzer Phönix. Menschen haben Angst vor dem Sterben und somit fürchten sie auch das Mädchen, das ihr Leben lang schon auf der Flucht ist. Sesshaft zu werden, bedeutet für sie, ihre Freiheit zu verlieren und ihrer düsteren Magie nachzugeben. Nicht alle meiden sie – es gibt Personen, die sie jagen und mit aller Gewalt brechen wollen, um ihre Magie zu nutzen. Dennoch stellt sie sich ihren Ängsten und geht zur Phönixakademie. Für sie ist das der einzig sichere Ort, denn die gewaltige fliegende Magieschule ist in ständiger Bewegung und wird gut beschützt. Doch was wird der Preis für ihren Aufenthalt sein, den sie zahlen muss? Ihre Freiheit? Phönixakademie – Fantasy-Serie Funke 1: Der schwarze Phönix (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Robin ist bei ihrem Elternhaus und es brennt mit eiskaltem Feuer. Es ist ihr egal, dass die Eltern, die sie damals verkauft haben, dabei ihr Leben lassen werden. Doch im Garten findet sie Kinderspielzeug und schon muss sie wenigstens das Kind retten.
Doch auch für Robin ist das Feuer im Haus zu viel und sie wird von den Schülern der fliegenden Phönixakademie gerettet. Sie wird in die fliegende Magieschule gebracht, um den Umgang mit ihren Kräften lernen zu können.
Robin ist sich unsicher. Es ist nicht gut, wenn sie sesshaft ist. Da ist jemand, der ihrer habhaft werden will, um ihre Magie sich selber zu Nutzen zu machen. Eine dunkle Bedrohung, die nicht namentlich genannt werden darf.
Aber, auch in der Schule ist sie den üblichen Teenagerproblemen ausgesetzt. Wird man sie in die Gemeinschaft integrieren können?

Fazit: Es geht direkt mal richtig rein, in die Action. Ohne Erklärung, ohne Vorwarnung wird man direkt mit Fantasy beglückt, ob man sie will oder nicht. Kaltes Feuer, eine magiebegabte, zwielichtig wirkende Person, die erst eine Entscheidung trifft, diese dann aufgrund von Kinderspielzeug wieder revidiert und es sich anders überlegt. – Schon blöd, von der Protagonistin, sich so absichtlich in Gefahr zu begeben, für eine Vermutung. Wenn ich doch weiß, dass ich eigentlich allein bin, auf der Welt. Dass ich nur einen gefährlichen Verfolger habe, der mich ausnutzen will. Sollte dieser geheimnisvolle Typ sie da rausholen?
Nach und nach erfährt man dann so, was mit dieser Robin eigentlich los ist. Das geht dann allerdings zu Lasten der Handlung. Im Prinzip hat es hier wirklich nur das brennende Haus und die Rettungs- und Transportaktion dieser Schüler und die Einweisung in eine Art Krankenstation. – Ende. Kaum war man richtig in der Handlung drin, war es auch schon wieder vorbei. Auch hier die typische Handschrift von I.Reen Bow. Eine wahrscheinlich fast inhaltsleere Story auf viele Teile aufteilen und zack, hat man etliche Bücher raus gebracht und kann kassieren.
Die Sprecherin hat ihren Job gemacht. Sie hat eine leicht kindliche Stimme, was die Altersgruppe der Protagonisten so in etwas widerspiegelt und das ganze Buch etwas glaubhafter macht und etwas aufwertet. Aber auch so eine Sprecherin kann ja am Ende nur das lesen, was die Autorin verzapf, also konnte sie ja gar nicht wirklich richtig loslegen. Ich glaube kaum, dass es hier zum Ausschöpfen des Potentials gekommen ist.

In jedem Fall steckt die Welt, in der die Story spielen soll, voller Fantasie. Phönixe an sich, sind jetzt nichts Neues, aber dass es hier gute und böse von ihnen geben soll, dass man die Magie auch erlernen kann, dass in einer fliegenden und wandernden Schule ausgebildet wird …. Das alles hat in jedem Fall Potential und ich bin mal gespannt, was sich aus diesem ersten Teil noch alles entwickelt. Folgen hat es jedenfalls noch eine Menge, also auch jede Menge Möglichkeiten, was da noch so alles passieren kann.
Partei kann ich in hier noch nicht ergreifen. Dazu ist zu wenig passiert und ich weiß noch zu wenig von den jeweiligen handelnden Personen. In jedem Fall bin ich neugierig, was aus den fast getöteten Eltern dieses Wesens wird und was es mit diesem „Kinder verkaufen“ auf sich hat.

Ich bewerte dieses Hörbuch mit 3 von 5 möglichen Sternen.
Ganz ehrlich, so geldgeil kann kein Autor sein, dass er wirklich so kurze und nichtssagende Folgen auf den Markt schmeißt. Ganz großes Manko und absolut nicht verwunderlich, wenn dann wirklich zwischendurch Leser abspringen und keinen Bock mehr auf das Theater haben. Nun ja, und aufgrund der Kürze, in diesem Fall auch nicht wirklich ein Inhalt oder eine Aussage da. – eigentlich schade um den Stoff.