Autor: Jan de Horn
Verlag: Romantruhe
Erschienen: 24. November 2023
Länge: 1 Stunde 8 Minuten
Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – Helmut Gauss
George Cavendish – Sascha Rotermund
Maisie Ferguson – Manja Doering
Will Hughes- -Oliver Stritzel
Hamish Scott – Rainer Döring
Pfarrer Sorrows/Godric Dalton – Till Hagen
Little Dick Goolish/Soldat – Robert Griesbach
Ivy – Lisa May Mitsching
Beth – Olivia Büschken
Teufel/Earl von Brightburn – Bert Franzke
Ritter Alrick of Kilfinnan – Matthias Klages

Inhalt:
George ist auf der Durchreise in seinem Job als Staubsaugervertreter. Ein Unwetter und eine Anhalterin bringt in ein kleines Dorf, in der Nähe von Inverness, wo er durch einen wirklich ganz dummen Zufall eine Autopanne hat und dort übers Wochenende liegen bleibt.
Auf dem Dorf liegt ein Fluch, von dem er als Außenstehender aber nichts ahnt. Aber genau dieser Fluch ist in dieser Zeit aktiv und kostet drei jungen Frauen auf scheinbar suizidale Weise das Leben.
George hat sich in Maisie, die Enkelin des Wirts, verliebt und will sie mit nach London nehmen. Ganz besonders, als er lernt, was es mit den toten Frauen, dem Verschwinden von Maisies Mutter und dem ganzen geheimnisvollen Getue der Dorfbewohner auf sich hat. – Doch seine Reifenpanne macht ihm hier einen Strich durch die Rechnung.
Maisie kann nicht mehr gerettet werden, aber der Fluch kann auf keinen Fall weiter bestehen.
Mein Hörerlebnis:
Irgendwie war ich von Anfang an ein bisschen auf Habacht, weil ich immerzu drauf gewartet habe, dass irgendeiner der abgehalfterten Detektive oder Geisterseher hier auftaucht und den Stoff wieder zunichte macht. – Aber da habe ich in diesem Fall ziemlich vergebens gehofft. Es war mal eine Folge oder einen der Protagonisten, welche mir nichts geben.
Ein Staubsaugervertreter sucht eine Übernachtungsmöglichkeit. – Schon allein dieser Umstand ist ja mal fast schon witzig. Bisher hat es doch noch nie einen Vertreter getroffen. Das waren immer irgendwie wichtige Leute. – Aber der Fall entwickelt sich ein wenig anders.
Dieser Vertreter nimmt jedenfalls eine Anhalterin mit, die ihm dann, im Gasthaus angekommen, erst einmal komplett übel mitspielt. – Da wäre ja bei mir schon einmal komplett der Ofen aus und ich hätte der nicht noch die Tasche hinterhergeschleppt.
Aber in dem Dorf sterben zu jener Zeit junge Mädchen fast wahllos und scheinbar ohne Grund. Die Handlung gibt nur nach und nach preis, wer oder was daran schuld ist und hat auch mich erst einmal auf eine falsche Fährte gelockt. Alles sah wirklich erst einmal danach aus, dass der kleinwüchsige Mann hier eigentlich der verkappte Bösewicht im Ort ist.
Die Rolle des Mannes, der das Mädchen in ihr Dorf zurückgebracht hat, wird später aber noch insofern wichtig, dass er so ziemlich zufällig hinter das Geheimnis des Dorfes kommt. Zwar muss er dafür etwas nicht wirklich Erwünschtes tun, aber diese dann doch verbotene Handlung bringt in den alten Fluch, der auf dem Dorf lastet, dann endlich mal so etwas wie Bewegung und dem wahren Schuldigen geht es an den Kragen.
Ob das mit der Enkelin des Wirts nun eine Liebesgeschichte gewesen sein soll, oder nicht, bleibt mir leider verborgen. Sie sollte mit dem Wegzug nach London wohl gerettet werden. Aber da waren dann die zerstochenen Reifen so etwas wie ein Hindernis.
Fazit:
Das Coverbild sagt leider irgendwie alles und nichts aus. Die junge Frau im Vordergrund würde ich als die Anhalterin deklarieren. Die Kirche im Hintergrund soll wohl die Ruine sein, von der der Spuk auszugehen scheint. Die Augen stellen wohl den Fluch oder die dunkle Bedrohung dar, aber so wirklich aussagekräftig ist dieses Gesamtbild nicht. Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass es absolut nicht zu dem eigentlichen Hörspiel passt.
Die Handlung entwickelt sich langsam aber stetig von normal bis hin zu rätselhaft und dann bedrohlich. Wobei die Figur des Bösewichts die ganze Zeit nicht wirklich böse wirkt.
Die Geschichte in der Geschichte ist sehr gut gemacht, als der Ursprung des Fluches erklärt wird. Und die Todesopfer sind fast unbedarft, obwohl sie doch wissen, dass auf ihrem Dorf dieser Fluch liegt, so lang wie der schon existiert. – Alles ein wenig unglaubwürdig.
Die Schauspieler machen einen guten Job und man kann sich das Konzept gut mal antun und macht damit keinen Fehler. – Ich denke mal, dass es sogar ganz gut ist, wenn man sich diese Folge öfter mal anhört, denn ich denke, dass bei jedem Hören irgendwie andere Kleinigkeiten Aufmerksamkeit erregen und so der Handlung einen neuen Touch verleihen können.






