Autor: G. Arentzen
Verlag: Romantruhe
Erschienen: 25. November 2022
Länge: 1 Stunde 19 Minuten
Die Sprecher und ihre Rollen:
Sascha Rotermund,
Marie Bierstedt
Reent Reins
Sven Matthias
Vanida Karun
Kim Hasper
Marie Burghardt
Dagmar Bittner
Tom Steinbrecher
Katja Brügger
Ingo Abel
Sonita Sodhi
Regina Lemnitz
Dirk Hardegen
Ruby Schülert
Volkan Baydar
Pascal Runge

Inhalt:
Christopher Schwarz und seine Verlobte Carmen sind im Urlaub. In Edinburgh sind sie zu einer Führung durch eine unterirdische Straße mit wirklich grausamer und beträchtlicher Geschichte eingeladen. – Was als lockerer Touristenattraktion beginnt, entwickelt sich aber schnell zum wohl größten Horror für Carmen und Christoph.
Die Gruppe, welche die Straße besichtigt besteht aus den verschiedensten Charakteren und scheint wirklich erst einmal ganz normales Sightseeing zu sein. So lang, bis auch der größte Skeptiker einsehen muss, dass es wirklich Geister gibt und diese sich nicht alle gleichen. Es gibt gute und böse, es gibt feinstoffliche und solche ohne Körper. Aber auch jene, welche sich eines Körper bemächtigen und mit geschundenen Seelen ein böses Spiel treiben. – Genau mit so einem Wesen bekommen es Carmen und Christoph zu tun, die sich eben nicht einfach ihrem Schicksal ergeben, sondern gegen das Böse ankämpfen und dabei an die größten Abgründe, die sie je erlebt haben, getrieben werden.
Mein Hörerlebnis:
Der Einstieg war etwas verwirrend, weil ich immer nicht so genau zuhöre, wenn Jahreszahlen genannt werden. – Als mir dann aber der Zeitrahmen dieser Handlung bewusst wurde, war mir klar, an das dieses kleine Mädchen hier gerade im Sterben lag und warum der Mann unbedingt fliehen wollte und sein eigenes Kind zurückzulassen. Die Pest war schon eine schlimme Geisel der Menschheit und ich wüsste nicht, ob wir sie heutzutage heilen könnten. Aber ich glaube, sie ist ja eh ausgerottet, wenn mich nicht alles täuscht.
In jedem Fall machen wir dann einen Zeitsprung und bei mir hat die große Ernüchterung eingesetzt, da es sich um eine Folge von und mit Christopher Schwarz gehandelt hat. – Dieser Protagonist entwickelt sich in meinen Augen immer ehr zu einem sehr unsympathischen Tausendsassa. – Mit von der Partie ist in diesem Fall auch seine inzwischen Verlobte Carmen, welche sich im Laufe der Handlung als eine Frau mit ungeahnten Fähigkeiten herausstellt.
Die Tatsache, was in dieser Straße, die besichtigt werden soll, vorgefallen ist, wird schnell klar. Die Tatsache, dass sich hier die verschiedensten Charaktere in der Gruppe tummeln, ist eine angenehme Sache, aber am Ende bleiben viele dieser Leute wirklich komplett im Dunkeln. Nur der unscheinbarste von allen entwickelt sich irgendwann zu so etwas wie einer Schlüsselperson, spielt aber eigentlich auch nicht lang mit.
Ab einem gewissen Punkt war die Handlung für mich hier irgendwann nur noch ein ziemlich großes Durcheinander aus Geistern, Ängsten und Menschen, von denen lange Zeit nicht klar war, ob sie diesen Ausflug überlebt haben oder nicht. – Am Ende wird klar, um was es hier eigentlich geht und innerlich habe ich einmal mehr ziemlich aufgestöhnt. Da war ein Wesen, ein böses und mächtiges Wesen, welches die Ereignisse in dieser Straße von Anfang an gesteuert und nach seinem Willen gelenkt hat. Carmen und Christopher geben sich diesem Wesen dann eben nicht einfach so hin, sondern tun, was in ihrer Macht steht, um dem Ding den Gar auszumachen. Das allerdings treibt beide an ihre körperlichen und geistigen Grenzen und wenn Christoph nicht gewisse Fähigkeiten gehabt hätte, dann hätte er diese Aktion wohl mit dem Leben bezahlt.
Fazit:
Den Titel dieser Folge finde ich ja etwas überzogen. Wenn ich die Handlung so richtig interpretiert habe, dann war ja nicht der komplette Urlaub Horror, sonder „lediglich“ dieser Ausflug in diese unterirdische Straße. – Die Geschichte dieser Straße finde ich allerdings sehr interessant und auch Edinburgh ist ja eine Stadt, um die sich immer mal wieder Geistergeschichten ranken und wo sich einige Dinge erzählt werden.
Die Schauspieler haben einen gewohnt guten Job gemacht, wobei sich bei mir besonder Marie Burhkhardt hier hervorgetan hat. Wie kann sich eine so liebe und nette Person in so eine böse und verschlagene Rolle hineinversetzen. Eins so liebe Stimme so zynisch und hintergründig böse klingen zu lassen, ist mal mehr als gut. In jedem richtig gut erwähnenswert.
Von dem Protagonisten dieser Reihe und dieser Folge bin ich nach wie vor nicht besonders überzeugt. Zum einen finde ich den Charakter irgendwie vollkommen überzogen dargestellt und dann ist jetzt einfach mal verlobt und ganz nebenbei entwickelt sich seine Verlobte zu einer wirklich mächtigen Hexe, was vorher noch nicht einmal zur Sprache gekommen ist. – Ganz nett, dass hier das Eine oder andere aus ihrer Vergangenheit zur Sprache kommt, aber sympathischer macht sie das für mich auch nicht.
Man kann diese Folge mal hören, man muss es aber nicht. – Dieses Durcheinander ist technisch ganz gut gemacht, aber die ganze Story ist zwar interessant, aber irgendwie zerschrieben.





