Fusselfreitag #332

Fussel geht kuckt…

Fussel hat eine neue Macke – er mag meinen Lese- und Lümmelsessel inzwischen sehr gern.
Wenn ich selber gerade drauf bin, kommt er an, stellt sich daneben und starrt mich so lange an, bis ich ihn hochhebe. Wenn ich nicht da bin, oder gerade wonders drauf sitze, tipptelt er hin und her, bis ihn jemand geruht, auf sein neues eigenes Sofa zu heben *lach
Selber springt er nicht hoch. Ich vermute mal, dass ihm der Untergrund keinen Gripp bietet und er vielleicht auch schon mal weggerutscht ist, als er es versucht hat. Außerdem ist das Teil, von der Höhe her, mit einem Boxsringbett zu vergleichen. Also gar nicht so einfach, für den kleinen Kerl mit den kurzen Beinchen.

Hier hatte er sich dann nicht nur den Sessel, sondern auch die selbst gehäkelte Decke gekapert und und den kompletten Sessel belegt. Da war für mich wenig bis gar kein Platz mehr. *lach

[Hörspiel] Geister-Schocker 103 – „Im Auftrag des Bösen“

Autor: Bob Collins
Verlag: Romantruhe
Erschienen: 27. Januar 2023
Länge: 1 Stunde

Die Sprecher:

Helmut Gauss
Sascha Rotermund
Gabrielle Pietermann
Till Hagen
Oliver Stritzel
David Wittmann
Olivia Büschken
Jan Makino
Lisa May Mitsching
Bert Franzke

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Inhalt:

In Schottland steht es mit der Wirtschaft nicht mehr zum Besten. Und wenn man dann „nur“ ein kleiner Schafzüchter ist, ist die Welt alles andere als rosig. Trotz allem versuchen sich die Bewohner der Farm nicht unterkriegen zu lassen. Das allerdings gestaltet sich schwierig, denn aus einem schönen Abend mit einer netten Freundin wird schnell ein Alptraum, als diese auf dem Nachhauseweg grausam ermordet wird.
Die Aufklärung des Falles scheint nicht so wichtig zu sein und die Trauerfeier für die junge Frau gerät zu einem fast heiteren Ereignis, als der Besitzer der Schaffarm seiner Tochter eröffnet, dass er für sie eine Ehe arrangiert hat. – Die Tochter, ganz Dickkopf verweigert sich diesem Vorhaben von Anfang an komplett und hat am Ende sowas von Recht mit diesem Verhalten.
Die Morde gehen weiter, unschuldige Menschen werden auf die selbe bestialische Art getötet, wie die junge Frau. Einzig der letzte Angestellte des Schafzüchters hat den Hauch einer Ahnung um was für ein Wesen es sich bei den Morden handelt. Eigenmächtig und ohne die Anweisung seines Chefs versucht er dem Treiben Einhalt zu gebieten.

Mein Hörerlebnis:

Wie niedlich, alles beginnt mit einer wirklich sehr gut gelaunten Runde, die allerdings sehr gepflegt Konversation betreibt. Fast schon etepetete mutet die Szene an, die dann aber schnell in der Auflösung der Runde und in einem ersten krausamen Todesfall endet.
Der Umgang des alten Mannes mit den Geschehnissen ist fast schon klischeehaft. Ich hatte die ganze Zeit irgendwie das Gefühl, dass er ganz genau wusste, was da draußen sein Unwesen treibt, es aber nicht wahr haben wollte, aus welchen Gründen auch immer.
Die Nebenhandlungen mit dem sich streitenden Pärchen, der anschließenden Verfolgungsjagd und den weiteren Todesfällen war dann schon fast ein wenig verwirrend. Aus einer normalen Alltagssituation wurde schnell eine eigenartige Szene, deren Wendung ich nur verstanden habe, weil dann schon die ersten Worte von und über das Monster gefallen waren.
Die arrangierte Hochzeit hat mich dann ein wenig an der Zeit zweifeln lassen, in der die Handlung hier spielen sollte. Schottland hält gern und viel an seinen Traditionen fest, aber arrangierte Ehen gibt es da sicherlich nicht mehr. – Ich kann es mir jedenfalls nicht vorstellen.
Vorstellen kann ich mir aber, dass der Autor dieser Folge einen Aufhänger brauchte, um die Sprache auf den wirklich zweifelhaften jungen Mann zu bringen, der mit der jungen Frau verheiratet werden sollte. – Ganz koscher war der mir von Anfang an nicht. Als dann aber seine wahre Natur zum Vorschein gekommen ist, habe ich mich gefragt, wie das logisch hinhauen sollte. Konnte der wirklich die ganze Zeit seinen eigenen Vater täuschen? Mal ganz davon abgesehen, dass seine Geschichte mit den Heiratsplänen und den Kindern in dem Fall hinkt, denn er selber muss ja auch irgendwie zu dem geworden sein, was er ist.
Dass der Fluch nicht einfach fortbestehen kann, war mir von Anfang an klar. Wie die Sache dann am Ende aber aufgelöst worden ist, erschien mir fast ein wenig zu einfach. Warum mussten dann immer noch weiter unschuldige Menschen sterben. Das wäre doch sicherlich auch ohne gegangen. Der Handlung hat das nicht mehr viel gegeben, denn allein das Wesen des Wesens war schon irgendwie interessant.

Fazit:

Der Titel hat hier irgendwie nicht gepasst. Ich habe die ganze Zeit nach einem Auftrag gesucht. Aber das Wesen selber wurde ja wohl nicht beauftragt, wenn ich das richtig verstanden habe. Warum also „Im Auftrag des Bösen“? Wäre da nicht irgendwas mit einem verborgenen Bösen besser gewesen?
Das Cover ist zwar ganz gut gemacht, gibt aber keinerlei Aufschluss über die Handlung in der Folge. Künstlerisch ok, Bezug aufs Hörspiel irgendwie null.
Die Schauspieler haben eine konstant gute Leistung gebracht, allerdings hat sich hier niemand irgendwie in meine besondere Aufmerksamkeit geschlichen. Die waren alle gut und haben ihren Job super gemacht. Ich habe ihnen die Rollen abgekauft und hatte beim Hören stellenweise ein gutes Kopfkino vor meinem geistigen Auge.

Von der Story her war es jetzt ganz interessant, aber vom Schreiben her jetzt nicht unbedingt gut gelöst. Ich denke, das wäre besser gegangen. Somit ordne ich diese Folge irgendwo im untern Mittelfeld meiner persönlichen Rangliste ein. – Kann man mal hören, muss man aber nicht.

[Taschenbuch] Michael Tsokos – „Schwimmen Tote immer oben“

Michael Tsokos
„Schwimmen Tote immer oben“
Verlag: Droemer Knaur
ISBN: 9-783-426-27764-5
Länge: 169 Seiten

– gelesen im Juni 2025 –

In diesem Monat war es mal wieder ein Sachbuch von Michael Tsokos, welches mich von seiner realen Arbeit unterrichten sollte. – Schon interessant, wie sich Krimiautoren die Wahrheit so hinbiegen, dass sie es bequem verwenden können.

Klappentext:

Die häufigsten Irrtümer über die Rechtsmedizin – das neue Sachbuch von Michael Tsokos, Deutschlands bekanntestem Rechtsmediziner: Leider sind es oft Klischees, die unsere Vorstellung von der Rechtsmedizin beherrschen. Keiner weiß das besser als Michael Tsokos, der vielfache Bestseller-Autor. Er erläutert die teils groben Fehler und informiert unterhaltsam und spannend über die Mittel und Methoden der Rechtsmedizin, seine Arbeit am Seziertisch im Obduktionssaal und die neuesten Entwicklungen in der Forensik. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt:

In „Schwimmen Tote immer oben“ räumt Michael Tsokos wieder mit einigen Irrtümern über die Befunde und das Vorgehen in der Rechtsmedizin auf. Dabei kommt schnell heraus, dass es gerade Krimiautoren sind, die sich die Arbeit so hinbiegen, wie sie es am besten gebrauchen können.
Es geht um die, schon im Titel zitierten, Wasserleichen und ihr Verhalten im Wasser. Es geht darum, wie man Schnitt- oder Stichverletzungen unterscheiden kann und unter anderem auch darum, dass Erwürgen für das Opfer eine sehr qualvolle Geschichte ist, und für den Täter wirklich sehr anstrengend werden kann. Interessant auch das Kapitel über den scheintot und seine Auswirkungen oder aber auch, ob eine Schusswaffe nach einem Suizid noch in der Hand des getöteten sein kann oder eben nicht.

Fazit:

Eines der Sachbücher von Michael Tsokos. Erschienen im Jahr 2019 und schon durch die Titelillustration wird deutlich, dass man hier keine sachlichen Vorlesungen zu erwarten hat, sondern wirklich Irrtümer aus Krimi und Fernsehen hergneommen werden und aufgeklärt und auch Fragen von Lesern und Zuschauern aufgeklärt werden.

Das Buch hat nicht einmal 200 Seiten ist im Normalfall eigentlich ein Werk, was man an einem Abend mal so eben wegatmen kann. Meiner Meinung nach geht dabei aber einiges verloren, was man vielleicht eher mal entdeckt, wenn man dieses Buch parallel und Häppchenweise liest. Ähnlich wie ein buchiger Adventskalender kann man sich jeden Tag ein kleines Kapitel vornehmen und so viel mehr herausziehen, als wenn man es in einem Rutsch wegliest.
Der Schreibstil ist einfach und gut verständlich. Dazu ist noch sehr vorteilhaft, dass die Schrift wirklich sehr groß ist und fürs Dauerlesen sehr gut geeignet.
Von den Illustrationen mag man halten, was man will. Sie sind in jedem Fall witzig und lockern das Thema schon irgendwie auf. Allerdings finde ich sie, gerade bei so einem Thema, dann doch etwas daneben. Stellenweise wird der Stoff in den Zeichnungen wirklich arg ins Lächerliche gezogen.
Das Taschenbuch ist wirklich sehr stabil geklebt, sodass es auch mehrmaliges Lesen durchaus aushalten würde, ohne direkt auseinander zu fleddern. Das Papier selber ist sehr dick und stabil. – Somit hatte ich es auch recht schnell durchgelesen und fand es fast schon ein wenig schade, dass es dann auch schon wieder vorbei gewesen sein soll.

Ich hatte beim Lesen kein Kopfkino, wurde aber auf informativer Ebene wirklich sehr gut unterhalten. Herr Tsokos erklärt Dinge aus seinem Fachgebiet, ohne in einen dozierenden oder belehrenden Tonfall zu verfallen und das macht dieses, eigentlich Fachbuch, so angenehm zu lesen. – zwar kommt er im Text nicht immer um Gesetzestexte herum, erklärt diese dann aber in normaler Sprache, sodass man sich keinen Knoten ins Hirn machen muss, will man das Kauderwelsch verstehen.

Bewertung: 5 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Ein Fachbuch über Rechtsmedizin und Irrtümer in Krimis und Co, wie ich es mir gefallen lassen. Inforamtiv, ohne dozierende Elemente und viele Themen und Irrtümer aufgeklärt und gerade gerückt, eben so, wie es auch Otto Normal sehr gut verstehen kann.

[Hörspiel] Geister-Schocker 102 – „Horror-Urlaub“

Autor: G. Arentzen
Verlag: Romantruhe
Erschienen: 25. November 2022
Länge: 1 Stunde 19 Minuten

Die Sprecher und ihre Rollen:

Sascha Rotermund,
Marie Bierstedt
Reent Reins
Sven Matthias
Vanida Karun
Kim Hasper
Marie Burghardt
Dagmar Bittner
Tom Steinbrecher
Katja Brügger
Ingo Abel
Sonita Sodhi
Regina Lemnitz
Dirk Hardegen
Ruby Schülert
Volkan Baydar
Pascal Runge

direkt auf Spotify anhören

Inhalt:

Christopher Schwarz und seine Verlobte Carmen sind im Urlaub. In Edinburgh sind sie zu einer Führung durch eine unterirdische Straße mit wirklich grausamer und beträchtlicher Geschichte eingeladen. – Was als lockerer Touristenattraktion beginnt, entwickelt sich aber schnell zum wohl größten Horror für Carmen und Christoph.
Die Gruppe, welche die Straße besichtigt besteht aus den verschiedensten Charakteren und scheint wirklich erst einmal ganz normales Sightseeing zu sein. So lang, bis auch der größte Skeptiker einsehen muss, dass es wirklich Geister gibt und diese sich nicht alle gleichen. Es gibt gute und böse, es gibt feinstoffliche und solche ohne Körper. Aber auch jene, welche sich eines Körper bemächtigen und mit geschundenen Seelen ein böses Spiel treiben. – Genau mit so einem Wesen bekommen es Carmen und Christoph zu tun, die sich eben nicht einfach ihrem Schicksal ergeben, sondern gegen das Böse ankämpfen und dabei an die größten Abgründe, die sie je erlebt haben, getrieben werden.

Mein Hörerlebnis:

Der Einstieg war etwas verwirrend, weil ich immer nicht so genau zuhöre, wenn Jahreszahlen genannt werden. – Als mir dann aber der Zeitrahmen dieser Handlung bewusst wurde, war mir klar, an das dieses kleine Mädchen hier gerade im Sterben lag und warum der Mann unbedingt fliehen wollte und sein eigenes Kind zurückzulassen. Die Pest war schon eine schlimme Geisel der Menschheit und ich wüsste nicht, ob wir sie heutzutage heilen könnten. Aber ich glaube, sie ist ja eh ausgerottet, wenn mich nicht alles täuscht.
In jedem Fall machen wir dann einen Zeitsprung und bei mir hat die große Ernüchterung eingesetzt, da es sich um eine Folge von und mit Christopher Schwarz gehandelt hat. – Dieser Protagonist entwickelt sich in meinen Augen immer ehr zu einem sehr unsympathischen Tausendsassa. – Mit von der Partie ist in diesem Fall auch seine inzwischen Verlobte Carmen, welche sich im Laufe der Handlung als eine Frau mit ungeahnten Fähigkeiten herausstellt.
Die Tatsache, was in dieser Straße, die besichtigt werden soll, vorgefallen ist, wird schnell klar. Die Tatsache, dass sich hier die verschiedensten Charaktere in der Gruppe tummeln, ist eine angenehme Sache, aber am Ende bleiben viele dieser Leute wirklich komplett im Dunkeln. Nur der unscheinbarste von allen entwickelt sich irgendwann zu so etwas wie einer Schlüsselperson, spielt aber eigentlich auch nicht lang mit.
Ab einem gewissen Punkt war die Handlung für mich hier irgendwann nur noch ein ziemlich großes Durcheinander aus Geistern, Ängsten und Menschen, von denen lange Zeit nicht klar war, ob sie diesen Ausflug überlebt haben oder nicht. – Am Ende wird klar, um was es hier eigentlich geht und innerlich habe ich einmal mehr ziemlich aufgestöhnt. Da war ein Wesen, ein böses und mächtiges Wesen, welches die Ereignisse in dieser Straße von Anfang an gesteuert und nach seinem Willen gelenkt hat. Carmen und Christopher geben sich diesem Wesen dann eben nicht einfach so hin, sondern tun, was in ihrer Macht steht, um dem Ding den Gar auszumachen. Das allerdings treibt beide an ihre körperlichen und geistigen Grenzen und wenn Christoph nicht gewisse Fähigkeiten gehabt hätte, dann hätte er diese Aktion wohl mit dem Leben bezahlt.

Fazit:

Den Titel dieser Folge finde ich ja etwas überzogen. Wenn ich die Handlung so richtig interpretiert habe, dann war ja nicht der komplette Urlaub Horror, sonder „lediglich“ dieser Ausflug in diese unterirdische Straße. – Die Geschichte dieser Straße finde ich allerdings sehr interessant und auch Edinburgh ist ja eine Stadt, um die sich immer mal wieder Geistergeschichten ranken und wo sich einige Dinge erzählt werden.
Die Schauspieler haben einen gewohnt guten Job gemacht, wobei sich bei mir besonder Marie Burhkhardt hier hervorgetan hat. Wie kann sich eine so liebe und nette Person in so eine böse und verschlagene Rolle hineinversetzen. Eins so liebe Stimme so zynisch und hintergründig böse klingen zu lassen, ist mal mehr als gut. In jedem richtig gut erwähnenswert.
Von dem Protagonisten dieser Reihe und dieser Folge bin ich nach wie vor nicht besonders überzeugt. Zum einen finde ich den Charakter irgendwie vollkommen überzogen dargestellt und dann ist jetzt einfach mal verlobt und ganz nebenbei entwickelt sich seine Verlobte zu einer wirklich mächtigen Hexe, was vorher noch nicht einmal zur Sprache gekommen ist. – Ganz nett, dass hier das Eine oder andere aus ihrer Vergangenheit zur Sprache kommt, aber sympathischer macht sie das für mich auch nicht.

Man kann diese Folge mal hören, man muss es aber nicht. – Dieses Durcheinander ist technisch ganz gut gemacht, aber die ganze Story ist zwar interessant, aber irgendwie zerschrieben.

[EBook] Clive Cussler – „Unbestechlich“

Clive Cussler
“Unbestechlich”
Reihe: Isaac Bell (15)
Verlag: Blanvalet
ISBN: 9-783-641-18407-0
Länge: 366 Seiten

– gelesen im Juni 2025 –

Der letzte Band von und mit Isaac Bell. – Ich war gespannt, ob die Reihe irgendwie beendet werden würde. Da wurde ich aber doch enttäuscht.

Klappentext:

1921. Isaac Bells Freund und Mentor Joseph Van Dorn wird von einem Schmuggler angeschossen und schwer verwundet. Bell wird nicht ruhen, bis er den Täter gestellt hat. Doch da wird der wichtigste Zeuge ebenso brutal wie effizient ermordet. Bell dringt immer tiefer in das Netz der Schmuggler vor und stößt auf eine Organisation, deren Ambitionen weit über schnelles Geld hinausgehen. Nicht weniger als die Destabilisierung der Vereinigten Staaten ist ihr Ziel – und Bell ist der Einzige, der sie aufhalten kann. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt:

Wir sind im Jahr 1921 und befinden uns mitten in der Prohibition. Damit sind auch die illegalen Geschäfte in vollem Gange, die mit der illegalen Beschaffung von Alkohol zu tun haben.
Die Van Dorn Agency hilft bei der Bekämpfung des Alkoholschmuggels und all seiner Begleiterscheinungen. Dabei wird Van Dorn persönlich angeschossen und landet im Krankenhaus. Er ist ausgeknockt und Isaac Bell muss die Geschäfte übernehmen, was er fast selbstverständlich macht und das auch noch mit Bravour.
Isaac stellt Leute ein, schnüffelt hier und scheucht da auf. Am Ende deckt er er eine ganze Menge rivalisierender Truppen auf, die alle auf ihre Art ihr Geld mit dem illegalen Alkohol machen wollen.

Fazit:

Mein Ebook stammt aus der 1. Auflage dieses Buches und aus dem Jahr 2016. Es handelt sich hier um den wohl letzten Band aus der Reihe von und mit Isaac Bell. – Zumindest, was mein Wissensstand angeht. Ich weiß aber auch, dass Clive Cussler Senior wohl inzwischen verstorben ist und vermute, dass sein Sohn unter dem selben Namen auch Bücher schreibt. Bleibt nur die Frage, ob er die Reihen seines Vaters weiterführt oder dann doch eigene Sachen macht. – Das habe ich noch nicht in Erfahrung bringen können. Hoffe aber, dass ich da eventuell noch schlauer werde.

Die Handlung startet quasi direkt mit einer Schießerei, bei der der Chef der Van Dorn-Agenten direkt mal ins Krankenhaus befördert worden ist. Leider fehlte mir dann im Anschluss etwas über die Medizin der damaligen Zeit. – Der Patient überlebt, aber was genau wie möglich gemacht worden ist oder wo die Schwächen der damaligen Zeit lagen, hätten hier durchaus noch eine interessante Komponente der Story gehabt.
Dann ist mir immer wieder der Begriff “Bootlegger” begegnet. Das hatte ich noch nie gehört und musste den Duden erst einmal fragen, was das sein sollte. Ein Bootlegger ist am Ende nichts weiter als ein Alkoholschmuggler. Eine männliche Person, die illegal Schnaps brennt und diesen dann verkauft.
Die Handlung selber ist dann ein wilder Mix aus Ermittlungen, Schießereien und dem Verfolgen von dem, was die Schmuggler so anstellen.
In jedem Fall sind mir jede Menge Namen um die Ohren geflogen, dass mir Hören und Sehen vergangen ist. Ich habe ab einem gewissen Punkt nur noch drüber gelesen, dem Verstehen keine große Aufmerksamkeit mehr gewidmet, weil ich dann eben nur zum Ende kommen wollte.
Fakt ist jedenfalls, dass die schon damals alle möglichen Raffinessen angewandt haben und mir ist immer mal wieder die Spucke weggeblieben, als es um die Trick der Schmuggler ging. Ich glaube nicht, dass Herr Cussler sich das alles an den Haaren herbeigezogen hat. Da gibt es sicherlich genug Möglichkeiten, da zu recherieren und die Wahrheit zu schreiben.

Das Buch hatte eine angenehme Länge und ist im typischen Cussler-Stil geschrieben. Recherchiert hat er für den Stoff sicher einiges und dann leider auch den einen oder anderen Fachbegriff eingefügt. Mit Motoren und technischen Raffinessen hat er es ja in jedem seiner Bücher.
Abwechslung bot dieses Buch, weil man als Leser mehr aus Sicht der Schmuggler mitbekommen hat. Das hat nicht nur die Masse an Namen erhöht, sondern auch die Sichtweise auf die Handlung ein wenig verwirrend gestaltet.
Ich habe das Buch gelesen, finde aber, dass Cussler durchaus schon bessere Bücher und auch Reihen geschrieben hat. Diese hier ist jetzt für mich, zum Glück, abgeschlossen und ich hoffe darauf, dass die nächste wieder besser wird.

Bewertung: 3 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 3 von 5 möglichen Sternen.
Ich habe den Großteil dieses Buches einfach nur überlesen. Das lag schlicht und ergreifend an den vielen Namen. Ich habe die Leute nicht auseinanderhalten können. Es hat einfach nicht funktioniert.

Meine Woche 38. Kalenderwoche 2026

Geärgert:
Ach wo, is wie es ist.

Gefreut:
Dass zumindest eines der beiden Gespräche die Woche geklappt hat.

Gedacht:
Oweia, in der Firma sind ja nur noch Polen.

Gefragt:
Und wie verständige ich mich bitte mit einem fremdsprachigen Vorgesetzten?

Genervt:
Hab ich nicht zugelassen.

Gefühlt:
neutral

positiv:
Ich habe die Woche geschafft.

negativ:
Es sollte eben nicht weitergehen.

Gelitten:
Meinem linken Handgelenk war das Metall wohl zu schwer. (AUA!)

Genossen:
Den Feierabend jeden Tag. – So ruhig, so bierig. *lach

Gewesen:
auf Arbeit und zu Vorstellungsgesprächen

Getroffen:
Alte bekannte Nasen aus 2025 🙂

Gesucht:
Nach einer zündendenden Idee für einen evtl. Youtubekanal.

Gefunden:
Eine Idee, die ich gern mal ausprobieren würde und so ein paar Ideen für Kurzgeschichten oder ähnliches.

Gelacht:
Über den Staplerfahrer in der Firma. Der hat sich für sein Fahrzeug aber immer wieder was Neues einfallen lassen.

Geweint/Getrauert:
nein, so schlimm war es nicht.

Gewundert:
Ich wundere mich nicht mehr. Ich nehme es, wie es ist. Kann es eh nicht ändern.

Gegessen:
Gestern lecker Bratkartoffeln mit Tomatensalat und heute eine selbst gebaute Lasagne.

Genascht:
Nussecken – so lecker

Getrunken:
Bierchen, Wasser, Tee

Gegoogelt:
Nac Fahrstrecken, damit ich nen Einsatz ablehnen kann.

Gesehen:
Eine Folge von „In aller Freundschaft, die jungen Ärzte“, eine Folge „Ghosts“ und eine Folge „Wednesday“

Gebastel/Gespielt/Gehandwerkt/Geschrieben:
Rezis, nur Rezis

Getan:
gearbeitet, geschlafen, gelesen, geplant (wenn auch nur im Kopf)

Gelesen:
ausgelesen: „Sturm“ von Uwe Laub und begonnen „Schneewittchens Geister“ von Hanna-Linn Hava

Gekauft:
Bücher, natürlich wieder viel zu viele

Gelernt:
Wie ich eine überdimensionierte Schweißzelle für Autoteile bediene und sie dabei ganz lasse.

Geschenkt (bekommen):
nö, nix

Geschlafen:
mal mehr, mal weniger gut

Geträumt:
stellenweise ziemlich abstruses Zeug

Geplant:
irgendwie nix – bin erstmal ohne Einsatz zu Hause. Muss sehen, was kommt.

Fazit

Es ist Sonntag, nach dem Mittag, wir haben gerade nett gespeißt, hatten heute Morgen ein großartiges Sonntagsfrühstück , waren kurz Hundegassi und nun versuche ich mal, die Woche noch einmal zu überdenken. – Was soll ich sagen, es war durchwachsen.

Highlights waren ja, wenn man mal so genau hinschaut, die beiden Vorstellungen, die ich in dieser Woche hatte. Am Dienstag sollte ich zu einem Sehtest kommen, für eine Firma, die so Bedienelemente, sprich Schalter und Schalterleisten, für Autos herstellt. – Der Job wäre nicht schlecht gewesen. Ich hätte da Filien auf bestimmte Fehlerbilder kontrolliert, die mir am Ende nicht mal neu waren, da ich bei meinem Einsatz in der Qualitätsbude auch schon Folien dieser Art kontrolliert hatte. Knackpunkt war hier allerdings, dass die ein viertes Team aufbauen wollten, um eben in vier Schichten arbeiten zu können. Und dann auch noch dieses abstruse System von zwei Frühschichten, zwei Spätschichten, zwei Nachtschichten, zwei Freischichten. – Die Woche hätte sich so kontinuierlich immer irgendwie nen Tag weiter geschoben, frei Wochenende hätte es nicht mehr gegeben und am Ende wird der Körper und Biotrythmus so versaut, dass man am Ende keine Ahnung mehr hat, ob man Männlein oder Weiblein ist. – Ich habe das mal kategorisch abgelehnt.
Die zweite Vorstellung am Donnerstag hat mich in eine Firma geführt, die so Karten herstellt. Stellenwesie mit und stellenweise ohne RFID-Chips. Das werden am Ende so Mitgliedskarten, Bankkarten, Skipässe und sowas. – Die suchen einen Leiharbeiter, der erst einmal so etwas wie ein Springer macht, um die Firma an sich und die ganzen Arbeitsgänge mal kennenzulernen und ab Februar wohl eine Kollegin ersetzen soll, die in Rente geht. Ich mache dort zunächst zwei Schichten, was ich nicht so toll finde, aber der sagte was von, nur noch bis Januar. Dann geht es wohl nur in die Frühschicht. Eine Schicht 8 Stunden, macht 40 Wochenstunden und mir erst einmal jede Menge Überstunden einbringt. – Hat durchaus seine positiven Seiten. – Ich kann dort am 1. Oktober anfangen, was mich erst einmal etwas zuversichtlich stimmt, da ich hoffe, die Arbeitsgänge ordentlich erklärt zu bekommen.
Den eigentlichen Einsatz in der Metallverarbeitung habe ich ganz gut gemeistert. – Ich denke mal, dass ich mich gar nicht so schlecht geschlagen habe. Ich habe da Mutter auf kleine Metallteile geschweißt, was erst einmal kompliziert klingt, am Ende aber nichts weiter ist, als Teile einlegen, Knöpfchen drücken, nächstes Teil.
Am Donnerstag musst ich dann mal an so eine große Schweißzelle, was mir schon einen ganz schönen Respekt eingeflößt hat. Aber auch die Handgriffe hatte ich nach ner halben Stunde raus, und dann lief auch das wie am Schnürchen. – Nachteil nur hier, dass mir mein linkes Handgelenk nun schmerzt. Ich nehme mal an, dass die Teile eben ungewohnt schwer waren und mein Handgelenk jetzt quasi wie überlastet ist, oder so. – Es lässt sich aushalten und geht hoffentlich zeitnah auch wieder weg.

Ansonsten habe ich ein paar Eingebungen gehabt,über was ich gern mal wieder einen Text schreiben möchte und somit rückt auch der zweite Blog wieder in den Focus, den ich dann aber hier in der Seitenleiste verlinken möchte, damit der interessierte Leser das nicht verpasst.
Ich würde da gern Kurzgeschichten, Texte und Fotos veröffentlichen, die ich mal selber gemacht und geschriebne habe und irgendwie gut finde. – Man wird sehen, ob ich da einen Anfang finde und dann auch wirklich loslege.
Parallel dazu spukt mir ja schon lang die fixe Idee von einem faceless Youtubekanal im Kopf rum. – Es sieht ganz danach aus, ob auch das so langsam anläuft, da ich nun Themen und Ideen gefunden habe, wo ich denke, dass ich damit auch Aufrufe generieren kann. – Ich könnte die Videos dann ja auch im zweiten Blog einbetten, um so schon einmal ein bisschen Neugier zu wecken.
Naja, Grundideen, Wünsche und Hoffnungen sind in jedem Fall vorhanden. Ich denke mir sogar, dass ich dann vielleicht irgendwann mal sagen kann, leckt mich doch die Wirtschaft am Arsch, ich bin jetzt Youtuber oder so. *lach – Man weiß ja nicht, wie lang dieser Einsatz in der Firma dann wirklich geht und ob die mich dann nicht vielleicht sogar einstellen wollen würden. – Muss man alles erst sehen, was die Zeit bringt.

Ab morgen bin ich dann erst einmal ohne Einsatz zu Hause, was mich aber gerade so gar nicht juckt. Meine Überstunden reichen, um die Zeit bis zum 1. Oktober zu überbrücken, also ist es mir egal, ob die dann jetzt noch was für mich haben, oder eben nicht.

Saturday Sentence – „Produktion des Todes“

1. Nimm deine aktuelle Lektüre

Mit einem dichten Netz von Außenlagern überzog das KZ Mittelbau-Dora in den letzten Kriegsjahren den Harz. Tausende Häftlinge starben hier beim Bau unterirdischer Rüstungsanlagen, die den Nationalsozialisten den propagierten »Endsieg“ bringen sollten. Jens-Christian Wagner untersucht auf Grundlage weitgehend unveröffentlichter Quellen aus zahlreichen Archiven die Kooperation von SS und Rüstungsindustrie und das Wechselverhältnis von Vernichtung und Arbeit. Differenziert stellt der Autor Opfergruppen und exemplarische Täterbiographien dar und fragt nach der Einbindung der Lager in ihr gesellschaftliches Umfeld: Welche Auswirkungen hatte das Hineinwachsen des Lagersystems in die Tätergesellschaft, wie wirkte sich die Präsenz der KZ-Häftlinge auf die Bevölkerung in der Umgebung der Lager aus? (Thalia.de)

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein „Saturday Sentence“ lautet. (Bei Ebooks Position 158)

Analog zu den Berichten über den Partisanenkampf hinter der Ostfronte, der als Begründung für die Massenerschießungen jüdische rMenschen herangezogenw urde, bildete der Hinweis auf die gefahren, die angeblich von den Ausländern ausgingen, die Rechtfertigung für Repressionen.

Jens-Christian Wagner – „Produktion des Todes“; ISBN: 9-783-835-31507-5 

3. Und wie ist es bisher?
Ich lese gerade zwei Bücher parallel, da es sich hier um einen doch ganz schön anspruchsvollen Schinken handelt. – Ich weiß garnicht, was das immer ist. Immer wenn Menschen der Meinung sind, sie sind Experten auf irgendeinem Gebiet, fangen sie an in Schachtelsätzen zu reden, dass es wirklich jenseits von Gut und Böse ist. – Hier das auch so der Fall.
Auf der anderen Seite, ist das hier ganz schön heftiger Tobak. Es geht speziell um das Lagersystem rund um Mittelbau-Dora. Hier wurden die V1-Raketen gebaut, nachem in Penemünde die ersten Bomben eingeschlagen waren. In einem riesigen unterirdischen Stollensystem wurde hier wirklich eine Produktiond es Todes abgehalten. – Herr Wagner war wohl eine ganze Weile sowas wie ein Intendant, Chef, Leiter der heutigen Gedenkstätte von Mittelbau Dora. Er dröselt hier in diesem Buch, die Entstehung des Lagers, die damit einhergehenden Entscheidungen und vieles anderes mehr ziemlich interessant auf.

Ich bin gezwungen, es langsam zu lesen. Aber ich finde es nicht durchgänging, aber doch stellenweise sehr interessant und augenöffnend.

[Hörspiel] Geister-Schocker 101 – „Angriff der Todesvögel“

Autor: Frank Hammerschmidt
Verlag: Romantruhe
Erschienen: 23. September 2022
Länge: 1 Stunde 1 Minute

Die Sprecher und ihre Rollen:

Helmut Gauss
Gabrielle Pietermann
Fabian Kluckert
Till Hagen
Andrea Aust
Sascha Rotermund
Matthias Klages
Oliva Büschken
Luisa Wietzoreck
Manja Doering
Rainer Doering
David Wittmann
Jan Makino

direkt auf Spotify anhören

Inhalt:

In einem Labor züchten zwei ziemlich verrückte Wissenschaftler Greifvögel, deren DNA mit der von Flugsauriern gekreuzt ist. Herausgekommen sind menschenfressende Kampfmaschinen, welche aber durch einen Hubschrauberunglück entkommen können und nun die Bevölkerung von New York bedrohen.
Zwei junge Studenten, welche sich schon im Studium durch ihre Leistungen hervorgetan haben, bekommen das zweifelhafte Vergnügen, bei diesem Projekt mitzuarbeiten. Es scheint auch alles glatt zu laufen, aber noch kennen sie nicht das komplette Projekt in vollem Umfang. – Als sie das Geheimnis um die Fütterung der Vögel herausbekommen, geraten sie in Gefahr, denn das Geheimnis soll mit aller Macht auch ein Geheimnis bleiben.
Mit dem Ausbruch der Tiere wissen nun alle über dieses wahnwitzige Projekt bescheid und die Katastrophe kann mit Hilfe des Nachwuchswissenschaftlers gerade noch eben verhindert werden.
Doch am Ende kann ein gezüchteter Riesenvogel im Besitz einer Wissenschaftlerin bleiben, welche auf Biegen und Brechen mit ihrem Projekt weiter machen will. Einzig die Unterbringung ihres restlich verbliebenes Tier macht am Ende das ganze Projekt zu einem Himmelfahrtskommando.

Mein Hörerlebnis:

Am Anfang dachte ich ja, man will mich hier veralbern. Was interessiert mich denn, ob ein obdachloser Mann einen Burger im Müll findet und was er damit macht. – Aber der Daseinszweck dieses Charakters und der seines Kumpels, haben mit meinen Vorurteilen noch einmal gründlich aufgeräumt.
Dann geraten die beiden jungen Leute in das Zuchtprojekt, welches am Anfang noch sehr kryptisch gehalten wird. Auch ich bin am Anfang darauf hereingefallen, dass sich den beiden hier die Chance ihres Lebens offenbart. Und ja, ich habe mir ehrlich gesagt gewünscht, dass die beiden dann noch zusammenkommen. – Die Haupthandlung hat sich dann aber als wesentlich spannender erwiesen. Wie sich die beiden Nachwuchswissenschaftler hier stellenweise anbiedern und scheinbar schön brav und ergeben eben nur das machen, was sie sollen und wohl nichts hinterfragen. Bis zu dem Zeitpunkt, als sie fast mit der Nase darauf gestoßen werden, dass hier etwas nicht ganz mit rechten Dingen zugeht, bis ihnen das komplette Ding offenbart wird und beide irgendwie auf den nackten Boden der Tatsachen prallen.
Ich muss gestehen, dass ich es nicht habe kommen sehen, dass ausgerechnet die größten Zuchterfolge aus der Voliere entkommen können. Dass sie sich dann Menschenfleisch suchen, ist einfach nur Realität. Wenn sie dieses nun mal gewöhnt sind, dann fressen sie das auch in Freiheit weiter. – Interessant gemacht ist hier, dass es ausgerechnet eine junge Frau erwischt, deren Schicksal hier genau beschrieben wird. Aber so typisch, was hier als ihre letzten Gedanken beschrieben werden.
Das Ende ist mit dem restlichen verbliebenen Tier doch sehr offen. In jedem Fall kann es gut möglich sein, dass es von dieser Story irgendwann noch einmal eine Fortsetzung gibt. In jedem Fall wäre Potential und Handlungsspielraum dar.

Fazit:

Diese Folge hat so harmlos angefangen, um dann in so einen Knall zu enden. Zwischendrin war die Handlung stellenweise harmlos, stellenweise aber auch pikant und irgendwie typisch für das schnelle und oberflächliche Leben in einer Stadt wie New York. Aber sämtliche Handlungsstränge haben sich hier zu einem logischen Gesamtbild zusammengefügt und haben im Grunde bei mir keine Fragen offen gelassen. – Einzig das Ende der Story ist mir zu offen gestaltet. Da bleibt eine nicht unerhebliche Komponente übrig, was man eigentlich so nicht lassen kann.
Die Schauspieler haben alle einen super Job gemacht und ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Es hat sich hier keiner von ihnen irgendwie besonders hervorgetan oder so. Eben eine solide Leistung von allen.
Nebenbei habe ich hier auch die komplette Gefühlspalette durchlebt. Von Enttäuschung über Spannung bis hin zu einem Aha-Moment.

Ein Hörspiel, was man sich gut mal anhören kann. Man kann es wirklich durchaus schlechter erwischen, als man es hier tut.

[EBook] Wolfgang Hohlbein – „Dunkle Tage“

Wolfgang Hohlbein
„Dunkle Tage“
Reihe: Die Chronik der Unsterblichen (17)
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 9-783-736-30097-2
Länge: 397 Seiten

– gelesen im Juni 2025 –

Der finale Band einer so langen Reihe. Ich habe echt gehofft, dass hier noch einmal einiges aufgeklärt wird. – Nun ja, die Rechnung war dann ohne den Wirt gemacht.

Klappentext:

Andrej und Abu Dun werden mit einem Geheimauftrag in die Peststadt Hamblen geschickt. Dort wütet der schwarze Tod unerbittlich. In all dem Elend fällt zunächst niemandem auf, dass Kinder einfach verschwinden. Ihre Nachforschungen lassen Andrej und Abu Dun schnell auf allerlei Ungereimtheiten in dem Städtchen stoßen. Sie machen sich Feinde in hohen Positionen und sehen sich bald mit einer ungeheuren Kreatur konfrontiert, der selbst sie nicht gewachsen zu sein scheinen. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt:

Andrej und Abu Dun verlassen Rom, um nach Hamblen zu gelangen. Hier verdingen sie sich als Leichenbüttel und Rattenfänger. – In der Stadt grassiert der tot in Form einer Krankheit, welche viele Menschen dahinrafft und hochgradig ansteckend ist.
Andrej und Abu Dun stellen außerdem fest, dass es in der Stadt kaum Kinder gibt und einige verschwinden auch auf unerklärliche Weise. – Dieses Rätsel können sie nach einigen Irrungen und Wirrungen lösen, doch das Ergebnis ist kein Gutes.
Wenn sie diese Erscheinung, welche auch ihnen schon mehrfach ans Leben wollte, eliminieren können, haben sie die zukünftigen Kinder und die Stadt gerettet. Doch da eilt ihnen ein gewisser Ruf voraus, der sie erst einmal in die Fänge der Justiz bringt. Und da müssen sie sich wieder herausmogeln.

Fazit:

Mit diesem wirklich grausigen Coverbild soll diese wirklich sehr lange Reihe zu Ende gehen. Ich habe mir eine Auflösung erhofft. Ich habe gehofft, endlich zu erfahren, wie es mit Andrej und Abu Dun vielleicht doch mal zu Ende geht und so etwas wie einen wirklichen Abschluss erwartet. – Da habe ich die Rechnung aber ohne den Wirt gemacht.
Das Buch ist im Jahr 2017 erschienen und demzufolge noch nicht so alt. – Aber Herr Hohlbein ist ja auch einer der vielen Fließbandautoren, die alle zwei bis maximal drei Monate ein neues Buch auf den Markt ballern und dabei leider immer mehr an Qualität verlieren.

Im Prinzip startet die Handlung da, wo der vorhergehende Band aufgehört hat. Allerdings ist sie am Anfang etwas schnelllebiger und schwenkt schnell nach Hamblen um, wo dann der Rest der Handlung stattfindet.
Schnell wird klar, dass in der Stadt etwas im Argen liegt. Die vielen Toten sind auch fürs Mittelalter etwas hoch gegriffen. Und als die Sprache auf die Krankheit gekommen ist, mit ihren Begleiterscheinungen, war ich dann auch schnell bei der Pest. Die soll es aber nicht gewesen sein, sondern eine andere, wohl sehr ähnliche Krankheit. In jedem Fall hat sie auch etwas mit Ratten zu tun und stellenweise kam ich mir vor, als hätte Herr Hohlbein den Rattenfänger von Hameln hier etwas adaptiert. Nur hat er hier keine Flöte, sondern einen Dudelsack.
Stellenweise wird die Handlung wieder bis ins Kleinste beschrieben und gerade bei den Kampfszenen unnötig ausgeschmückt. – Ich habe mich daran gewöhnt und diese Stellen einfach etwas schneller überlesen. So wichtig waren sie für die gesamte Handlung nicht wirklich.
Die Handlung wird von Seite zu Seite seltsamer. Dass so ein Pfaffe die beiden weitgereisten Männer nicht leiden mag, kann ich ja noch irgendwie nachvollziehen. Aber was das dann alles mit den Schaustellern zu tun haben soll, von denen es wohl auch noch zwei Gruppen gibt, war mir von Anfang bis Ende ein Rätsel. Diente die Wahrsagerin wirklich wieder einmal nur dazu, für Andrej eine enttäuschte Liebe zu konstruieren?
Das Ende kam irgendwann und hat mich wirklich sehr enttäuscht. – Ich habe auf einen Abschluss für die Reihe gehofft. Auf die Beantwortung der vielen Fragen oder irgendwie einen Abschluss. – Aber den hat es hier nicht gegeben. Herr Hohlbein beendet das Buch mit einem beendeten Auftrag in einer Stadt, ohne der Reihe als Solches noch einmal irgendwie einen Daseinszweck zu geben.

Die Handlung setzt direkt im Anschluss zum vorhergehenden Buch ein. Es ist daher wirklich sehr notwendig, die Bücher der chronologischen Reihenfolge nach zu lesen. Ansonsten hat man so gut wie keine Chance, hier irgendwie einen Sinn in dem zu sehen, was die beiden Protagonisten erleben.
Diese Buch kam mir ein wenig vor, als würde ich eine Adaption zum Rattenfänger von Hameln lesen. Das Ding mit den Ratten, die für mich die ganze Zeit die Krankheit übertragen haben, war einfach zu groß, um es ignorieren zu können. Die Kreaturkleule, welche am Ende noch einmal einen übertriebenen Kampf eingebracht hat ist darüber fast untergegangen.
Die Schreibweise war wieder typisch Hohlbein. Dazu gehörten auch wieder einige Längen, in denen Sachen bis ins Kleinste erklärt wurden, obwohl man das für die Handlung nicht wirklich gebraucht hätte. – Allerdings war ich daran gewöhnt und habe dann den Text nur noch überflogen.
Das Ende hat mich absolut unzufrieden zurückgelassen. – Wie schon einmal gesagt, die Reihe selber ist für mich hier nicht beendet. Es könnte jederzeit weitergehen mit den Abenteuern dieser beiden Wesen.

Bewertung: 4 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Auch wenn es, allein von der Schreibweise, schlechtere Bücher in dieser Reihe gegeben hat, konnte mich hier ganz besonders das Ende nicht zufrieden stellen. Ich habe mir in jedem Fall viel mehr erhofft, als hier am Ende gekommen ist.