[Hörspiel] Bibi Blocksberg 160 – „Spuk auf Schloss Thunderstorm“

Autor: Sebastian Schlecht
Musik: Heiko Rüsse/ Wolfgang W. Loos, KIDDINX Studios
Regie: Michael Schlimgen
Verlag: kiddinx
Erschienen: 19. September 2025
Länge: 48 Minuten 29 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:

Bibi Blocksberg – S. Bonasewicz
Barbara Blocksberg – G. Streichhahn
Bernhard Blocksberg – R. Brosch
Margie Thunderstorm – E. Gerngroß
Cecilie Thunderstorm – M. Bielenstein
Patrick Thunderstorm – E. Räuker
Oma Grete – K. Lopinski
Erzähler – G. Schoß

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Inhalt:

Bibi, Barbara und Bernhard fliegen mal wieder nach Irland, wo sie Halloween bzw. Samhain mit ihnen feiern wollen. Bibi freut sich auf die gruseligen Kostüme, das Schloss und natürlich ihre Cousine Margie.
In Irland angekommen, erfährt Bibi von ihrer Tante eine ganze Menge über den Ursprung von Halloween und woher dieses Fest eigentlich stammt. Weil sie ihrer Tante einen Wunsch erfüllen möchte, will sie einen Ahnen zu Samhain herhexen, der dann mit an der Tafel sitzen soll. Doch die Hexerei geht schief. Nicht ein Geist wird hergehext, sondern Vater Blocksberg wird zum Geist gehext.
Dass das nicht so bleiben kann, ist klar und so versuchen die Mädchen eine Rückhexerei, die aber alles noch viel schlimmer macht.
Mutter Barbara und Tante Cecilie müssen ihren Töchtern und Männern helfen, damit das Samhain-Fest auf Schloss Thunderstorm wie gewohnt stattfinden kann.

Mein Hörerlebnis:

Herrlich dieses anfängliche Chaos vor der Abreise der Familie. Aber es wird schnell klar, dass es mal wieder nach Irland zu den Thunderstorms geht. Diese irische Familie auf ihrem Schloss üben auf mich schon immer eine besondere Faszination auf und ich warte immer noch darauf, dass diese Hexenfamilie ihre eigene Auskopplung bekommt.
In Irland angekommen, geht es natürlich nicht ohne den Lieblingshexspruch von Berhard und das fliegende Auto. – Was allerdings anders ist als früher, das Schloss der Familie wird nicht mehr so baufällig daregestellt, wie noch zu Anfang und das macht alles schon einmal ein ganzes Stück freundlicher.
Interessant, was den Kindern (denn nichts anderes ist ja die eigentliche Zielgruppe) über die Zusammenhänge zwischen Halloween und Samhain und dann die eigentliche Entstehung erzählt wird.
Bibi hegt mal wieder ein gut gemeinte Absicht, als die den Geist eines Ahnen herhexen will. Dass Vater Bernhard dann aber ausgerechnet einen falschen Zeitpunkt wählt, um ins Zimmer der Mädchen zu platzen, da kann ja nun nur der Autor was dafür.
Herrlich das Chaos und der Versuch, den entstandenen Schaden wieder zu beheben. Diese typischen blocksbergschen Irrungen und Wirrungen, gepaart mit dem alten Hexbuch und dann noch alles in dieser Schlosskulisse, was hatte ich für ein herrliches Kopfkino.
Es war ja klar, dass die bis dahin abwesenden Mütter hier eingreifen müssen. Und sogar Oma Grete kommt noch einmal in den Genuss nach Irland gehext zu werden, weil man sie schlicht und ergreifend braucht.
Ende gut, alles gut. – Die Folge war mal wieder voller Action und Unterhaltung und ich habe an mehreren Stellen wirklich sehr gut schmunzeln können.

Fazit:

Was das Cover angeht, hätte ich ja ahnen können, inwiefern der angekündigte Hexspruche schief geht. – Aber ich schaue mir das Cover selten bis gar nicht an. Deswegen war ich gespannt, wie das mit dem schief gelaufenen Hexspruch gewesen sein soll.
Bernhard Blocksberg, bzw. sein Sprecher haben mir als Geist besonders gefallen. So herrlich gekünstelt und doch irgendwie sympathisch hat er mir einige schmunzle aufs Gesicht gezaubert.
Die Story ist kindgerecht anspruchslos, birgt aber doch einige Inhalte, die man gut mal als Allgemeinbildung brauchen kann. – Ich finde es nicht verkehrt, dass die Kids, die so großspurig Halloween begehen wollen, auch mal etwas über den Ursprung dieses Festes und seine eigentliche Bedeutung erfahren.

Also mich hat diese Folge angenehm unterhalten und mir für kurze Zeit den ernsten Erwachsenenalltag mal vergessen lassen. Lockere und leicht Unterhaltung für zwischendurch und irgendwie altergruppenübergreifend. Is doch was.

[Hardcover] Julius Bessermann – „Greg und die Traumfänger“

Julius Bessermann
“Greg und die Traumfänger”
Verlag: Schenk
ISBN: 9-783-939-33731-7
Länge: 623 Seiten

– gelesen im Juni 2025 –

Ein Fund von meinem SuB. Das Buch ist da in jedem Fall schon länger drauf und ich dachte, dass man sich ihm jetzt ruhig langsam mal annehmen kann.

Klappentext:

Zusammen mit seiner Familie macht sich Greg auf die Reise zum jährlichen Treffen der Verzückten. Aber eine unbekannte Macht setzt alles daran, ihn daran zu hindern. Wer steckt hinter den Angriffen? Wird Greg es schaffen, seine Aufgabe rechtzeitig zu lösen, um dem Spuk ein Ende zu setzen? Greg, ein ganz normaler 10jähriger Junge, plagen seltsame Albträume. Immer wieder erscheint ihm im Traum ein Wolfswelpe und Greg versteht nicht, was das bedeutet. Und auch tagsüber geschehen merkwürdige Dinge: der Hausmeister verwandelt sich in ein Pferd, seine Stiefschwester Sophie redet mit einer Fledermaus. Mehr und mehr gerät Greg in eine Traumwelt von Schamanen, Magiern und Zauberern, die ihn ängstigt, aber auch fasziniert. Allmählich begreift er, dass er dazu ausersehen ist, eine große Aufgabe lösen: die Östliche Zauberwelt und die Welt der Verzückten vor einem nahenden Unheil zu retten. „Greg und die Traumfänger“ entführt den Leser in eine faszinierende Welt voller Mythen und Sagen. Eine spannende und originelle Geschichte zwischen Traum und Wirklichkeit – ein opulentes Lesevergnügen, das lange anhält. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt:

Greg lebt in der Stadt, mag seine Stiefschwester nicht besonders und ist der Meinung, dass seine Mutter ihm eine geistige Verrücktheit vererbt hat. Immer wieder erzählt sie ihm Geschichten von irgendwelchen Magiern und Hexen, von Verzückten und ihren Treffen und ist dabei felsenfest der Meinung, dass auch sie zu diesen Leuten gehört.
Greg wehrt sich gegen das Erbe. Er soll ein Schamane sein und müsste nur auf die Spitze des Weltenbaumes verzücken, um seine Macht zu entfalten. Aber als dann auf dem Treffen der Verzückten, in einem Wald, scheinbar alles durcheinander gerät und von einem Drachen und einer seltsamen Macht bedroht wird, fällt er in eine Art Koma und verzückt so zum ersten Mal.
Seltsame Gestalten, alte Bekannte und neue Feinde treten in sein Leben. Greg jedoch, geht seinen Weg, nimmt sein Erbe an. Kann er die Welt der Verzückten noch retten?

Fazit:

Ich kann gar nicht mehr sagen, wo ich das Buch her habe. In jedem Fall habe ich es nicht gekauft. Es könnte allerdings aus so einem offenen Bücherschrank stammen, wie sie hier bei uns in der Gegend einer nach dem anderen verschwinden. Ich habe es da wohl mal rausgezogen, konnte es dann aber nicht mehr reinstellen und habe das Lesen dann so nach hinten verschoben.
Was den Inhalt angeht, war mir klar, dass es sich um ein Kinder- und oder Jugendbuch handelt und in jedem Fall einen riesigen Anteil Fantasy enthält. – Was ich dann allerdings bekommen habe, war mal komplett unerwartet für mich.

Zunächst einmal scheint es sich hier um das Legen einen völlig normalen Großstadtjungen zu handeln. Er lebt in einer Patchworkfamilie und versteht sich mit seiner Stiefschwester nicht besonders gut. Die Interessen gehen einfach zu weit auseinander und die beiden haben sich einfach nicht sehr viel zu sagen. Langsam, so nach und nach schleicht sich dann auch die Fantasy in die Handlung ein. Da werden ganz normale Alltagsgegenstände zu Schlangen oder es schleichen sich irgendwelche Magier mit seltsamen Einladungen in die Handlung. – Im ersten Moment war ich vollkommen überfordert und versucht, das Buch abzubrechen. Aber ich habe schnell gemerkt, dass mich hier etwas abstößt, ich aber auch eine gewisse Neugier habe und wissen möchte, wo das alles noch hinführen mag.
Die Handlung schreitet fort und hat mir in jedem Fall viele Namen um die Ohren gehauen. Ich habe schnell gemerkt, dass ich dieser Masse an Charakteren und Namen nicht wirklich Herr werden kann und habe einfach weiter gelesen, mit dem Gedanken, dass es schon werden wird.
Das Treffen der so genannten Verzückten war dann die volle Ladung Fantasie. Alle möglichen Gefühle, alle möglichen magischen Wesen und alle möglichen Interessen und Ziele sind hier aufeinandergetroffen. Ein großes Chaos entstand und mittendrin fiel Greg dann der Verzückung quasi zum Opfer. Unfreiwillig wurde er in dieses Koma gelegt, was ihn dann in seinen Träumen auf seine Reise hat gehen lassen.
Für die Stiefschwester habe ich mich ein wenig gefreut, als herauskam, dass auch sie eine Hexe ist. Sie kann sich in ihren Stiefbruder ein wenig einfühlen und irgendwie rücken die beiden unfreiwilligen Geschwister ein Stück zusammen, ohne groß etwas miteinander zu tun zu haben.
Altlasten aus Greg seinem früher Leben können aufgearbeitet werden. Der Junge bekommt Hilfe von Menschen, die er unter normalen Umständen gar nicht kennengelernt hätte und er erfährt, wer die “Freundin” seiner Mutter wirklich ist und sieht seine Abneigung gegenüber dieser Frau bestätigt.
Als ich das Buch begonnen habe, hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, dass ich hier den Teil einer Reihe in den Händen halte. Aber eben nicht den ersten. Immer wieder hatte ich das Gefühl, dass mir einige notwendige Informationen fehlten. – Das Gefühl hat sich jedoch im Laufe der Handlung aufgelöst und die fehlenden Informationen wurden nachgereicht. – Ja, es handelt sich hier um eine zweiteilige Reihe, aber ist dieses Buch hier, wohl doch der erste.
Fantasie hat der Autor in jedem Fall. Das war mir dann stellenweise zu viel und einiges wirkte einfach nur krankhaft abgedreht. Immer wieder ist bei diesem ganzen magischen Gedöns die eigentliche Handlung in den Hintergrund geraten und ich habe aus den Augen verloren, was man hier eigentlich erzählen möchte.
Leider hatte ich beim Lesen kein Kopfkino vor meinem geistigen Auge. – Das führt leider zum Abzug eines Sternes, da so ein paar bunte Bilder schon ganz angenehm gewesen wären. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, wie die Figuren ausgesehen haben sollen.
Das Buch war ein Hardcover und bei 326 Seiten dementsprechend dick. Es war schwer zu handeln und musste beim Lesen immer irgendwo abgelegt oder abgestützt werden. Einziger Vorteil war, dass es eben nicht mehr ganz neue war und dementsprechend lavede war. Ich konnte die Seiten richtig aufschlagen, ohne dem Buch dabei einen Schaden zuzufügen. Das Papier war, aufgrund des Alters, schon vergilbt und hat unangenehm gerochen. Aber es war ja schönes Wetter und ich konnte mich in den Sommerwind setzen, der den Geruch vertrieben hat.
Die Seitenaufteilung war augenfreundlich. Eine recht große Schrift hat dauerhaftes Lesen sehr erleichtert. Und dann war der Text auch noch durch viele kleine Zeichnungen aufgelockert. Auf diese Weise konnte ich dann doch recht oft umblättern und bin sehr gut voran gekommen.

Bewertung: 4 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Fantasie war in jedem Fall vorhanden und man muss sich hier wirklich darauf einlassen, wenn man die Lektüre durchhalten möchte. Und es handelt sich hier auf jeden Fall um Kinder- und Jugendlektüre. Mir war alles stellenweise zu abgedreht, was zu einem Stern Abzug führt. Immer wieder dachte ich mir, dass man es auch übertreiben kann.

Meine Woche 42. Kalenderwoche 2026

Geärgert:
Ein wenig, aber nicht der Rede wert.

Gefreut:
Über die eine oder andere Kleinigkeit

Gedacht:
Oweia, ich bin denen doch nicht genug – Das Gefühl beschleicht mich derzeit immer mal wieder

Gefragt:
Fängt jetzt der Herbst so richtig an?!

Genervt:
von dem Gestöhne meine Mannes, wenn der in der Frühschicht imemr so zeitig hoch muss.

Gefühlt:
neutral

positiv:
Ich komme mit der Dauerfrühschicht derzeit noch sehr gut klar

negativ:
Ich fange an, an mir selber zu zweifeln. – Is die Frau jetzt so oder hat die ein Problem mit mir persönlich?

Gelitten:
nein, so schlimm war es nicht

Genossen:
Ich hab mir mal so „Tassenpuddings“ gegönnt. Die waren lecker und ich habe sie genossen.

Gewesen:
auf Arbeit und einkaufen

Getroffen:
Kollegen und gute Freundinnen

Gesucht:
ein Anfang, aber ich bin noch nicht ins Machen gekommen

Gefunden:
nix

Gelacht:
jep, wir haben auch mal gelacht

Geweint/Getrauert:
nein, so schlimm war es dann doch nicht

Gewundert:
ich wundere mich nicht mehr. Ich nehme es nur noch hin.

Gegessen:
Wurstbrühsuppe – die steht und fällt aber mit der Wurstbrühe, und die war schon nicht wirklich meins.

Genascht:
Kekse

Getrunken:
das Übliche

Gegoogelt:
ja, ich habe auch Google bzw. Ecosia bemüht… aber keine Ahnung mehr, um was es ging

Gesehen:
ein paar Serien und ein paar Buchstaben beim Lesen

Gebastel/Gespielt/Gehandwerkt/Geschrieben:
zwei Rezis

Getan:
garbeitet, geschlafen und Sachen eingekauft

Gelesen:
„Denn niemand ist ohne Schuld“ – Konnte mich nicht so wirklich abholen.

Gekauft:
Lebensmittel

Gelernt:
Dass ich beim Verpacken auf Arbeit manchmal auf Seriennummern achten muss.

Geschenkt (bekommen):
nö

Geschlafen:
mal so, mal so – Aber im Großen und Ganzen bin ich zurecht gekommen

Geträumt:
und was für ein blödes Zeug.

Geplant:
eine Woche arbeiten

Fazit

Uuuuuups… meine Mum wird alt, glaub ich. – Dabei hat sie mir nicht mal gesagt, dass mit ihr etwas nicht stimmt. Das erfährt man alles immer nur durch Zufall und hinten durch die kalte Küche, wenn mal was ist. So am Dienstag dieser Woche. Mein Bruder meinte nur, dass sie ins Krankenhaus gefahren wäre, mit Papa. Sie hätte im Urlaub wohl gemerkt, dass sie auf dem einen Auge, wie so ein Scheier im unteren Bereich des Sichtfeldes hätte, den sie beim besten Willen einfach nicht wegbekommen kann.
Nach anderthalb Wochen Wartezeit kam sie dann wohl bei einem hiesigen Augenarzt in Behandlung, der sie sofort in eine Augenklinik verwiesen hat. Oder zumindest in eine Klinik, die eine spezielle Augenabteilung hat. Keine Ahung, das Teil ist weiter weg und ich habe davon noch nie was gehört. – Das Ende vom Lied, sie liegt nun seit Dienstag mit einem Augenschlaganfall im Krankenhaus.
Gegen die Sehstörung können sie nichts mehr machen. Dazu hätte sie innerhalb der folgenen zwei Stunden nach dem Schlaganfall in der Klinik sein müssen. Aber ich denke mal, dass sie so eine Art Schlaganfallprogramm durchläuft. Checkups oder sowas. – Ihr Leben ist nicht bedroht! Sie muss nun lernen, mit dieser Seheinschränkung zu leben.

Saturday Sentence – „Denn niemant is ohne Schuld“

1. Nimm deine aktuelle Lektüre

Ein Amoklauf – erzählt aus vier Perspektiven.

Die letzten Wochen vor dem Abitur. Für Philipp beginnt ein ganz normaler Tag. Er wird sich irgendwie Geld beschaffen müssen, vielleicht ein paar Kinder abzocken, Omas bestehlen und sich mit Mitschülern prügeln. Und er hofft natürlich, damit durchzukommen. So wie immer. Aber dann trifft Philipp eine falsche Entscheidung und die Gewalttätigkeit in seinem Leben gewinnt endgültig die Oberhand. Seine Schwester, seine Eltern, seine Lehrer und die Mitschüler können nur noch tatenlos zusehen, wie Philipp auch ihr Leben für immer verändert. Oder hätte jeder von ihnen vielleicht doch die Chance gehabt, Philipp zu beeinflussen oder zu stoppen?

Ein aktueller und brisanter Roman über Jugendgewalt und ihre Folgen. (Quelle: Lovelybooks.de)

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein „Saturday Sentence“ lautet. (Bei Ebooks Position 158)

»Ja«, sage ich nur und lasse ihre Hand wieder los.

Thomas Gotthardt – „Denn niemand ist ohne Schuld“; ISBN: 9-783-745-02018-2

3. Und wie ist es bisher?
Was soll ich groß sagen … es hebt mich nicht besonders ab. Ich lese es, damit ich es gelesen habe, aber im Großen und Ganzen kann ich mit dem kranken Geist dieses halbstarken Jüngelchens nichts anfangen.

[Hörspiel] Geister-Schocker 108 – „Im Bann der Todesglocke“

Autor: Jan de Horn
Verlag: Romantruhe
Erschienen: 24. November 2023
Länge: 1 Stunde 8 Minuten

Die Sprecher und ihre Rollen:

Erzähler – Helmut Gauss
George Cavendish – Sascha Rotermund
Maisie Ferguson – Manja Doering
Will Hughes- -Oliver Stritzel
Hamish Scott – Rainer Döring
Pfarrer Sorrows/Godric Dalton – Till Hagen
Little Dick Goolish/Soldat – Robert Griesbach
Ivy – Lisa May Mitsching
Beth – Olivia Büschken
Teufel/Earl von Brightburn – Bert Franzke
Ritter Alrick of Kilfinnan – Matthias Klages

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Inhalt:

George ist auf der Durchreise in seinem Job als Staubsaugervertreter. Ein Unwetter und eine Anhalterin bringt in ein kleines Dorf, in der Nähe von Inverness, wo er durch einen wirklich ganz dummen Zufall eine Autopanne hat und dort übers Wochenende liegen bleibt.
Auf dem Dorf liegt ein Fluch, von dem er als Außenstehender aber nichts ahnt. Aber genau dieser Fluch ist in dieser Zeit aktiv und kostet drei jungen Frauen auf scheinbar suizidale Weise das Leben.
George hat sich in Maisie, die Enkelin des Wirts, verliebt und will sie mit nach London nehmen. Ganz besonders, als er lernt, was es mit den toten Frauen, dem Verschwinden von Maisies Mutter und dem ganzen geheimnisvollen Getue der Dorfbewohner auf sich hat. – Doch seine Reifenpanne macht ihm hier einen Strich durch die Rechnung.
Maisie kann nicht mehr gerettet werden, aber der Fluch kann auf keinen Fall weiter bestehen.

Mein Hörerlebnis:

Irgendwie war ich von Anfang an ein bisschen auf Habacht, weil ich immerzu drauf gewartet habe, dass irgendeiner der abgehalfterten Detektive oder Geisterseher hier auftaucht und den Stoff wieder zunichte macht. – Aber da habe ich in diesem Fall ziemlich vergebens gehofft. Es war mal eine Folge oder einen der Protagonisten, welche mir nichts geben.
Ein Staubsaugervertreter sucht eine Übernachtungsmöglichkeit. – Schon allein dieser Umstand ist ja mal fast schon witzig. Bisher hat es doch noch nie einen Vertreter getroffen. Das waren immer irgendwie wichtige Leute. – Aber der Fall entwickelt sich ein wenig anders.
Dieser Vertreter nimmt jedenfalls eine Anhalterin mit, die ihm dann, im Gasthaus angekommen, erst einmal komplett übel mitspielt. – Da wäre ja bei mir schon einmal komplett der Ofen aus und ich hätte der nicht noch die Tasche hinterhergeschleppt.
Aber in dem Dorf sterben zu jener Zeit junge Mädchen fast wahllos und scheinbar ohne Grund. Die Handlung gibt nur nach und nach preis, wer oder was daran schuld ist und hat auch mich erst einmal auf eine falsche Fährte gelockt. Alles sah wirklich erst einmal danach aus, dass der kleinwüchsige Mann hier eigentlich der verkappte Bösewicht im Ort ist.
Die Rolle des Mannes, der das Mädchen in ihr Dorf zurückgebracht hat, wird später aber noch insofern wichtig, dass er so ziemlich zufällig hinter das Geheimnis des Dorfes kommt. Zwar muss er dafür etwas nicht wirklich Erwünschtes tun, aber diese dann doch verbotene Handlung bringt in den alten Fluch, der auf dem Dorf lastet, dann endlich mal so etwas wie Bewegung und dem wahren Schuldigen geht es an den Kragen.
Ob das mit der Enkelin des Wirts nun eine Liebesgeschichte gewesen sein soll, oder nicht, bleibt mir leider verborgen. Sie sollte mit dem Wegzug nach London wohl gerettet werden. Aber da waren dann die zerstochenen Reifen so etwas wie ein Hindernis.

Fazit:

Das Coverbild sagt leider irgendwie alles und nichts aus. Die junge Frau im Vordergrund würde ich als die Anhalterin deklarieren. Die Kirche im Hintergrund soll wohl die Ruine sein, von der der Spuk auszugehen scheint. Die Augen stellen wohl den Fluch oder die dunkle Bedrohung dar, aber so wirklich aussagekräftig ist dieses Gesamtbild nicht. Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass es absolut nicht zu dem eigentlichen Hörspiel passt.
Die Handlung entwickelt sich langsam aber stetig von normal bis hin zu rätselhaft und dann bedrohlich. Wobei die Figur des Bösewichts die ganze Zeit nicht wirklich böse wirkt.
Die Geschichte in der Geschichte ist sehr gut gemacht, als der Ursprung des Fluches erklärt wird. Und die Todesopfer sind fast unbedarft, obwohl sie doch wissen, dass auf ihrem Dorf dieser Fluch liegt, so lang wie der schon existiert. – Alles ein wenig unglaubwürdig.
Die Schauspieler machen einen guten Job und man kann sich das Konzept gut mal antun und macht damit keinen Fehler. – Ich denke mal, dass es sogar ganz gut ist, wenn man sich diese Folge öfter mal anhört, denn ich denke, dass bei jedem Hören irgendwie andere Kleinigkeiten Aufmerksamkeit erregen und so der Handlung einen neuen Touch verleihen können.

[Hörbuch] Cornelia Lotter – „Der Dirnenblock 3+4“

Cornelia Lotter
“Der Dirnenblock 3+4”
Verlag: Saga Egmont
EAN: 9-788-727-03641-0
Länge: 6 Stunden 39 Minuten
Sprecherin: Katharina Linnepe

– gehört im Juni 2025 –

In diesem zweiten Teil der Erzählung von und mit Colette, erfahren wir, wie es die Protagonistin zunächst nach Ravensbrück und später nach Buchenwald verschlägt. – Für mich war erschreckend, dass gerade Buchenwald gar nicht so weit von meinem Wohnort entfernt ist und ich durch Besuche der Gedenkstätte durchaus schon eine Vorstellung hatte, wie es hier zugegangen sein muss.

Klappentext:

Die elsässische Winzertochter Colette ist mittlerweile im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück angekommen. Dort muss sie im Rüstungsbetrieb von Siemens & Halske schuften. Die Arbeits- und Lebensbedingungen sind so schlecht, dass sie nicht zögert, als sich ihr ein vermeintlicher Ausweg aus dem Leid bietet: Sie nimmt das Angebot an, als Prostituierte in das Häftlings-Bordell im KZ Buchenwald zu gehen.Zusammen mit ihren Kameradinnen versucht sie dort, im »Dirnenblock« trotz aller Demütigungen, ihre Würde nicht zu verlieren und das pKriegsende zu erleben. (Quelle: Thalia.de)

Inhalt:

Colette, mittlerweile in den Fängen der SS, wurde aufgrund von falschen Anschuldigungen, sie aber auch nicht widerlegen konnte, zu einem Aufenthalt im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück verurteilt. Dort hat sie das zweifelhafte Glück, für Siemens und Halske schuften zu dürfen. Die Bedingungen dort sind denkbar schlecht. Eine sehr schlechte Verpflegung und eine Ungeziefer verseuchte Unterbringung machen ihr und ihren Kameradinnen das Leben schwer. Eine Schwester im Krankenbau ist es, der ihr noch vorhandenes rotes Haar auffällt und sie schlägt Colette als Prostituiert in den neu eingerichteten Lagerbordellen vor. Für Collette verbessert sich im ersten Moment in jedem Fall die Verpflegung und die hygienischen Bedingungen.
Sie tritt die “neue” Zwangsarbeit im Sonderbau des KZ Buchenwald an. Dort ist sie nichts weiter als eine günstige Matratze für die gefangenen Männer, sieht aber auch ihren Bruder und eine verloren geglaubte Freundin wieder.
Colette hilft wo sie kann, versucht ihre eigene Würde nicht zu verlieren und hofft, dass sie und ihr liebe Menschen das Kriegsende noch erleben dürfen.

Fazit:

Auf dem Titelbild sieht man eine Frau von hinten, wie sie durch eine Gasse läuft. Rechts und links das sollen mit Sicherheit die Baracken darstellen, aber man sieht ganz genau, dass dieses Bild definitiv nicht aus einem Konzentrationslager stammt und mit Sicherheit irgendwie erstellt worden ist, um ein halbwegs passendes Motiv zu haben.
Mir persönlich ging es aber nie um das Cover, sondern den Inhalt dieser Story, da ich unbedingt wissen wollte, wie es mit Colette weiter geht.

Die Story knüpft in jedem Fall an den vorhergehenden Band nahtlos an. Die Warnung, dass man den ersten Band kennen sollte, will man diesen Stoff hier gut verstehen, hat also durchaus seinen Sinn und seine Berechtigung. Der Weg der Winzertochter Colette, die unbeabsichtigt und vollkommen unbedarft in die Mühlen der SS geraten ist, nimmt hier seinen schicksalhaften Weg weiter.
In jedem Fall ist diese Colette nur zu bewundern. – Ja klar, es hat diese Person im wahren Leben nie gegeben, das wird am Ende des ersten Bandes betont. Aber fest steht, dass es für eine Frau durchaus so gewesen sein könnte. – Colette jedenfalls beweist auch in den Konzentrationslagern einen ungebrochenen Willen. Sie ist nach wie vor bereit, ihr eigenes Denken und Handeln zu hinterfragen, ihre Einstellungen zu ändern und sich am Ende dann doch dem Widerstand anzuschließen. Wenn auch auf ihre eigene Art und Weise.
Die Zustände in dem Häftlingsbordell werden in jedem Fall schonungslos ehrlich, aber so vorsichtig wie möglich beschrieben. Zwar wird hin und wieder klar, dass auch dieses “Kommando” für die Frauen kein Zuckerschlecken war, aber dennoch hatten sie es vergleichsweise gut, zu denen, die vielleicht in irgendwelchen Fabriken oder Steinbrüchen schuften müssten. – Wenn man allein von der medizinischen Versorgung hört, welche die Frauen bekommen haben, haben sie ja fast schon im Luxus gelebt. Auch wenn es schon irgendwie blöd war, dass sie keine Verhütungsmittel bekommen haben. So hätte man die Mädchen wohl noch am ehesten gesund erhalten können.
Bis zum Ende hin war mir nicht klar, wie die Sache ausgehen sollte und so kam das Ende der Story für mich dann doch sehr überraschend. Viele weitere Geschichten von eventuellen Begleiterinnen bleiben hier auf der Strecke und werden nicht weiter beleuchtet. Wobei es hier schon interessant gewesen wäre, wie die Sache ausgegangen ist.

Der Text dieser Story kommt ohne große Effekthascherei aus. Einfach nur die nackten Tatsachen aus Lageralltag und Gedankengängen der Betroffenen, sind schon Stoff für schauderhafte Eindrücke genug.
Die Sprecherin rundet den Text durch ihre angenehme Art zu Lesen noch ab und hat mir den hier gehörten Stoff tief in meine Eindrücke gebrannt. – Ich hatte stellenweise ein wirklich übles Kopfkino vor meinem geistigen Auge und glaubte, dass auch mich die Flöhe beißen und es mich am ganzen Körper juckt. Die Lauflänge ist angenehm und bietet Zeit und Raum genug, alles so eindringlich wie nötig und so sparsam wie möglich zu erzählen. Ich hatte hier keine Längen, in denen mal nichts geschehen ist und oder wo es anderweitig langweilig gewesen wäre. Gerade, wenn sich die mitspielenden Charaktere unterhalten konnte man sehr gut zwischen den Zeilen lesen und so noch mehr aus dem Stoff herausholen.
Frau Lotter hat auch mit diesem Roman wieder ein Stück Zeitgeschichte, eine weitere Ungerechtigkeit, thematisiert und durch einen Charakter lebendig gemacht. Sie sagt gleich, dass es diese Colette so nicht gegeben hat, aber ich kann mir eben immer wieder gut vorstellen, dass die betreffende Frau vielleicht anders hieß und es einen ähnlichen Fall wirklich gegeben hat.

Bewertung: 5 von 5.

Ich bewerte dieses Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Eine auf Tatsachen beruhende Story, die ohne große Effekthascherei auskommt, sondern einfach nur ein Stück wahre Geschichte erzählt, die durch blanke Tatsachen schon grausam genug war.

[Hörspiel] Geister-Schocker 107 – „Der Werwolfstein“

Autor: G. Arentzen
Verlag: Romantruhe
Erschienen: 8. September 2023
Länge: 1 Stunde 1 Minute

Die Sprecher:

Markus Topf
Gunter Arentzen
Sascha Rotermund
Karen Schulz-Vorbach
Sven Matthias
Marion-Gretchen Schmitz
Tanja Niehoff
Marc Schülert
Mikolaj Niebieski
Stephan Chrzescinski
Stephanie Preis
Tanja Dohse
Andre Beyer
Stefan Lindner
Christa Krings
Felix Würger
Werner Wilkening
Martin Sabel
Patrick Steiner
Michael Gerdes
Sonit Sodhi
Pascal Runge
Tom Steinbrecher
Paul Burghardt
Matthias Ubert
Markus Raab

direkt auf Spotify anhören

Inhalt:

Ein Werwolf taucht bei Braunschweig auf und vergreift sich zunächst nur an Haus- und Nutztieren. Das ändert sich aber, als dann wirklich auch ein Mensch zu Schaden kommt.
Christopher Schwarz wird kontaktiert, da er ja schon einmal in einem Werwolffall recht erfolgreich gewesen ist. – Und wie es der Zufall so will, hängt dieser Fall mit dem Damaligen dann auch zusammen.
Die Ermittlungen gehen ihren Gang, die verschiedenen Behörden, Helfer und Angestellten giften sich gegenseitig an und am Ende ist dann auch dieses Rätsel irgendwie gelöst.

Mein Hörerlebnis:

Himmel, hat die Folge gut gestartet. Gleich am Anfang mal ne zünftige Action mit einem vermeintlichen Werwolf, der zwar entlarvt, aber eben nicht gefasst werden kann.
Und dann kommt eine neue Szene und es stellt sich heraus, dass es mal wieder ein Fall für Christopher Schwarz sein soll. Der abgehalfterte Detektiv des Übersinnlichen, der am Ende gar nicht so gut ist, wie er selber immer meint. Und dann mischt ja jetzt dieser Reporter in der Detektei mit und hat was zu sagen. Die Situation, wie Christoph und seine Firma zu dem Auftrag gekommen sind, war ja mal mehr wie lächerlich.
Im Laufe des Falles tauchen Bezüge zu einem anderen Werwolffall auf und am Ende wird die Geschiche gar nicht so übersinnlich, sondern mehr so ein Agendending.
Dass man da unbedingt wieder die Nixen mit reinschreiben musste, war lächerlich und übertrieben. Die Handlung mit diesen Figuren hat überhaupt nicht gepasst und war am Ende vollkommen überflüssig.
Irgendwie hat sich alles schnell zu einer wilden Verfolgungsjagd mit der Regierung entwickelt. Und das Ganze vollkommen unspannend und absolut nicht erwähnenswert. Da hats dann irgendwann, in einem alten Bunker, ein bisschen rumms gemacht und das hat nicht geholfen. Christoph hat die Situation mit einem Zauberspruch gerettet und alles war im Lack. Angeblich hat man sogar die Regierungsbeamten über die Klinge springen lassen.
Der absolute Mist, einfach nur.

Fazit:

Der Werwolf auf dem Cover war ja noch ein wenig beeindruckend, aber dann ist mir schnell aufgefallen, dass der Prolog nicht so ganz zur eigentlichen Handlung passen wollte. Ich war in dem Moment mehr als durcheinander, in welcher Zeit das Ganze dann nun eigentlich spielen sollte. Der Prolog klang fast nach Mittelalter und die eigentliche Handlung nach jetzt. – Sehr verwirrend.
Die Story selber hat auf mich wenig durchdacht und irgendwie schnell abgehandelt gewirkt. Fast so, als hätte der Autor dann irgendwann zwischendrin keine Lust mehr gehabt und die Story nur schnell noch zu Ende bringen wollen.
Was die Handlung dann am Ende mit dem im Titel benannten Werwolfstein zu tun haben sollte, habe ich auch nicht so wirklich begriffen. Das soll so eine Art Gedenkstein gewesen sein, der mal kurz erwähnt wurde. Das war es dann aber auch schon.
Die Schauspieler haben einen gewohnt guten Job gemacht. Nur, wenn der Autor schon so einen Mist verzapft hat, dann können auch die Schauspieler da nicht mehr wirklich viel drehen. Die müssen sich an die Anweisungen halten.

Ich ordne dieses Hörspiel im untersten Bereich meiner ganz persönlichen Rangliste ein und sage ganz klar, dass es absolut nicht schlimm ist, wenn man es eben nicht gehört hat.

[EBook] André Milewski – „Der Choral der Hölle“

André Milewski
“Der Choral der Hölle”
Reihe: Vulkane (1)
Verlag: Selfpublishing
ASIN: B091F1RRLV
Länge: 327 Seiten

– gelesen im Juni 2025 –

Ich hatte diese Bücher auf meiner Wunschliste und habe sie, aus Versehen, gleich beide auf einmal gekauft. Aber auf meinem SuB liegen sie auch ganz gut. – lol

Klappentext:

Im Jahr 1883 will Leonhard Mahler im weit entfernten Java sein Glück finden – wie viele andere Europäer sucht er den schnellen Reichtum. Leonhards Onkel lebt bereits in der niederländischen Kolonie, doch er ist nicht der ehrbare Geschäftsmann, für den sein Neffe ihn hält … Dagegen versucht Femke, die Tochter eines niederländischen Kolonialbeamten, fortzukommen von diesem Ort und löst dabei einen Skandal in der Gesellschaft von Javas Hauptstadt Batavia aus. Und dann ist da noch Bimo, ein junger javanischer Taschendieb, der davon träumt, irgendwie nach Europa zu gelangen. Doch all ihre Pläne, Wünsche und Hoffnungen rücken plötzlich in den Hintergrund, als eine Katastrophe über sie und ihre Welt hereinbricht. Jetzt geht es nun nur noch um eines: überleben! (Quelle: Amazon.de)

Inhalt:

Leonhard Mahler macht sich auf den Weg ins ferne Java. Seine Eltern sind nun beide verstorben und er möchte sein Glück bei seinem Onkel finden.
Der Onkel lebt bereits in der Kolonie der Niederländer und sucht dort nach lukrativen Geschäften. Gerade will er den großen Fisch an Land ziehen, als ihm sein Neffe quasi dazwischen funkt. – Doch sein versteckter Groll flammt wieder auf und er beschließt, sich nun an seinem Neffen zu rächen.
Eine Fahrt macht Leonhard für seinen Onkel erfolgreich, doch bei der zweiten Fahrt soll es ihm an den Kragen gehen. Ironischerweise rettet ihn die größte Naturkatastrophe, die diese Gegend je erlebt hat. Der Krakatau bricht so heftig aus, dass die komplette Insel danach verschwunden ist und eine riesige Flutwelle die Gebäude an den umliegenden Küsten komplett zerstört hat. Unzählige Todesopfer sind zu beklagen, aber Leonhard betrauert den Tod seines Onkels nicht.

Fazit:

Schon das Coverbild macht klar, um was es hier gehen soll. Das Grundthema dieses und des zweiten Bandes besteht wohl aus Vulkanen. Trotz allem bin ich ohne jede Erwartung an das Buch herangegangen, weil ich mir beim besten Willen nicht vorstellen konnte, wie man denn Vulkane in einen Roman einbauen will. – Was ich dann bekommen haben, war zwar in jedem Fall historisch, aber mir persönlich war nicht klar, dass die hier beschriebene Katastrophe wirklich in dem Ausmaß geschehen ist. Darüber musste ich mich gesondert informieren.

Ich hatte zunächst einmal gut damit zu tun, mich in der Handlung zurechtzufinden. Vor allem zu den Geschehnissen im Prolog konnte ich erst einmal keinerlei Verbindungen herstellen, bis es dann wieder zu einem Vulkanausbruch kam.
Die Gegebenheiten in der Kolonie waren, gerade für die Einheimischen, mal alles andere als einfach. Durch die Gegebenheiten, welche gerade mit dem kleinen Taschendieb so abgehen, wird mir klar, dass die Niederländer seinerzeit ganz schön einen haben raushängen lassen. – Herr Milewski bringt die Ereignisse seinerzeit sehr gut rüber.
Trotzdem die Handlung auf wahren Begebenheiten seinerzeit beruht, sind trotz allem nicht alle Charaktere wirklich historisch belegt. Er sagt selber, dass der eine oder andere Mensch hier dazuerfunden worden ist.
Das Schicksal der Tochter des niederländischen Richters hat mich noch einmal nachdenklich werden lassen. Sie scheint es gut gehabt zu haben, zumindest nach Außen hin. Scheinbar im Überfluss und Reichtum aufgewachsen, hat auch sie durch den Tod ihrer Mutter ihr Päckchen zu tragen und sieht es nicht ein, eine arrangierte Ehe mit einem Mann einzugehen, der ihr wohl so gar nicht passt. Sie wehrt sich, wird von ihrem eigenen Vater noch über den Tisch gezogen und deckt dann mit einem nicht standesgemäßen Freund eine Ungerechtigkeit auf. – dass sie das dann nicht überleben darf, zeigt mal wieder wie einflussreich ihr Vater und andere Männer in dieser Gesellschaft waren.

Herr Milewski schreibt ja schon immer Romane, welche irgendwie auf historischen Ereignissen beruhen. Aber hier musste ich tatsächlich eine Weile suchen, bis ich begriffen habe, wo das historische Ereignis war. Als ich mich dann darüber informiert hatte, war ich erstaunt, wie bildhaft das eigentliche Ereignis beschrieben waren. Da hatte ich ein wirklich gigantisches Kopfkino vor meinem geistigen Auge. Und verbunden mit dem Schicksal des Leonhard kam mir das alles noch einmal noch gigantischer vor.
Das ganze Geschehen zwischen den Menschen und die Scharmützel des Onkels haben mich jetzt nicht so wirklich abgeholt. Am interessantesten waren hier wirklich die Begebenheiten mit der jungen Frau, die sich wehrt diese Ehe einzugehen und dann wirklich einiges auf sich nimmt, um genau das zu erreichen.
Vom Schreibstil her, bin ich wieder sehr gut mitgekommen und hatte stellenweise ein gigantisches Kopfkino vor meinem geistigen Auge. Einzig die holländischen Namen haben mir ganz schön Probleme bereitet. Einfach aus dem Grund, weil sie für meine Ohren und für meinen Verstand absolut nicht geläufig waren.

Bewertung: 4 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Wahrscheinlich bin ich aufgrund der Geheimakten dieses Autors einfach nur verwöhnt und eben anderes gewöhnt. Im Grunde war die Story aber wieder sehr gut geschrieben und das historische Ereignis geschickt und glaubhaft eingearbeitet.

Meine Woche 41. Kalenderwoche 2026

Geärgert:
Nö, dazu hatte ich nicht wirklich einen Grund.

Gefreut:
Irgendwie, dass ich mal wieder ein normale Arbeitswoche hatte, in dem Sinne, dass ich nicht Schiss um den Einsatz haben muss, übers Wochenende.

Gedacht:
Wenn das so weiter läuft, kann ich in dem Job durchaus alt werden.

Gefragt:
Ich habe so viel im Kopf, warum komme ich nicht ins Tun?

Genervt:
Nö, genervt war ich nicht.

Gefühlt:
Super, wäre geprahlt. Aber zumindest mal ok.

positiv:
Ich komme langsam aber sicher wieder in einen Rythmus, an den ich mich gewöhnen kann.

negativ:
Ich habe so viel Zeug im Hinterkopf, komme aber nicht ins Tun. – Da muss ich mir selber mal ein bisschen in den Arsch treten, glaub ich.

Gelitten:
nein, so schlimm war es nicht

Genossen:
Die derzeitige relative Sicherheit

Gewesen:
auf Arbeit und heute bei einem Hundegassi

Getroffen:
neue Kollegen und alte Bekannte

Gesucht:
So eine Pappe, wo man Rubbellose für einen Adventskalender hineinstecken kann. – Irgendwie haben wir die verlegt.

Gefunden:
Eine noch unbenutzte Holy-Dose. – Die hab ich dann natürlich direkt mal angebrochen.

Gelacht:
Die Kollegin, die auch meinen Mann kennt, hat Fotos aus den alten wilden Zeiten dabei gehabt. Was habe ich über die Alkoholleichen von damals gelacht.

Geweint/Getrauert:
nein, so schlimm war es nicht.

Gewundert:
über die eine oder andere Nachrichtenmeldung, was unser Kanzler inzwischen über seine Lemminge denkt

Gegessen:
ui, wir hatten mal wieder Nudeln mit Tomatensoße und DDR-Jägerschnitzel dazu. War gut!

Genascht:
Ich hatte am WE nen Flash. Es gab ne Tüte Lakritzkonfekt und ne Tafel Schokolade mit ganzen Mandeln.

Getrunken:
Eierlikörchen 🙂

Gegoogelt:
ja, ich habe gegoogelt, aber ich habe absolut keine Ahnung mehr, nach was

Gesehen:
Ein paar Folgen von Serien auf Netflix. – Da hatte ich am Freitagabend einen kleinen Marathon.

Gebastel/Gespielt/Gehandwerkt/Geschrieben:
Rezis

Getan:
gearbeitet, gelesen, Netflix geschaut und Hundegassi gewesen

Gelesen:
Einen Roman von Nick Thacker beendet und rezensiert und „Das Geheimnis der Ordensschwestern“ begonnen. Band 5 der Reihe „Glass & Steel“

Gekauft:
Lebensmittel – Aber ich liebäugele noch immer mit dem neuen und teuren Kindle

Gelernt:
Wann ich welche Taste am Bonder drücken muss.

Geschenkt (bekommen):
nein, diese Woche nicht. Das geht ja auch nicht immerzu

Geschlafen:
jep, sehr gut

Geträumt:
bestimmt, man träumt ja angeblich wirklich jede Nacht. Nur erinnere ich mich eben nicht daran.

Geplant:
Eine weitere Arbeitswoche schaffen. – Aber da bin ich ziemlich zuversichtlich.

Fazit

Was soll ich sagen – mein neuer Arbeitsalltag läuft ganz angenehm, ich lerne jeden Tag dazu, das alles aber in einem Tempo, wie es ganz in Ordnung und angenehm ist. Man überfordert mich nicht, fordert mich mitunter aber schon heraus und das ist ganz in Ordnung so. – Ich werde jetzt wohl so eine Art Normalschicht machen. Das tut meinem Schlafrythmus in jedem Fall ganz gut und an das Drumherum gewöhne ich mich sicherlich nocht.
Was die Auftragslage in dem neuen Betrieb angeht, die geht im Moment wieder ein wenig nach oben. Aber das ist vollkommen in Ordnung. Am Ende habe ich mit dem Einpacken, was ich ja machen soll, wohl selten bis nie den wirklich ganzen Tag zu tun. Oftmals frage ich im Laufe des Tages in der Produktion nach, wo meine helfende Hand gebraucht wird. Auf diese Art und Weise lerne ich immer wieder etwas Neues und den Betrieb wirklich Stück für Stück kennen. Ich begreife die Abläufe und weiß inzwischen, dass diese ganzen Karten gar keine Kunststoffkarten sind. Die bestehen im Endeffekt aus vielen Lagen Papier und Pappe und Laminierfolie. Sie werden von innen nach Außen in wirklich vielen vielen Arbeitsschritten aufgebaut. Ein Aufwand, den ich mir so nicht wirklich ausgemalt und vorgestellt habe. In jedem Fall aber interessant.

Wettertechnisch ist dann wohl nun auch der Herbst bei uns angekommen. Am Mittwoch habe ich noch einmal schön in der Sonne gesessen und die Strahlen genossen, was am Donnerstag dann schon wieder nicht mehr möglich war, weil es stürmte und regnete. – Was das Wasser angeht, das ist am Ende ganz willkommen. Wir brauchen den Regen. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Ich muss mich dann jetzt nur wieder daran gewöhnen, dass ich etwas mehr anziehen muss, wenn ich an die frische Luft will. Und frisch ist die Luft. So herrlich frisch!