
Rose Snow
“Band 4 der Gefühle”
Reihe: 8 Sinne (4)
Verlag: Selfpublishing
ISBN: 9-783-746-06221-1
Länge: 240 Seiten
– gelesen im Juli 2025 –
Ein weiter Band dieser Reihe, auf die ich durch puren Zufall gestoßen und von der ich keine Ahnung habe, was ich davon halten soll.
Klappentext:
Tauche ein in die Welt der 8 Sinne: Wut. Ekel. Trauer. Wachsamkeit. Freude. Erstaunen. Vertrauen. Angst – Welches Gefühl ist Deines?
Die Bedrohung durch die Totaa scheint abgewandt, und nun versuchen Ben und Lee, sich ein gemeinsames Leben aufzubauen. Während Ben sich auf die Reisendenprüfung vorbereitet, setzt Lee alles daran, dem wahren Anführer der Totaa auf die Spur zu kommen. Doch schon bald treten unvorhergesehene Ereignisse auf, die ihre junge Beziehung auf eine harte Probe stellen … (Quelle: Lovelybooks.de)
Inhalt:
Lee und Ben haben es sich in der schwarz-weißen Stadt in einem gemieteten Haus gemütlich gemacht. Ben hat die Wiederholung seiner Reisendenprüfung vor sich, welche dann auch noch vorverlegt wird, was ihn noch mehr unter Druck setzt.
Er schafft die Prüfung in letzter Sekunde und auf der Feier danach fällt Lee einem Gift zum Opfer, welches wohl Ben gegolten hat.
Lee kann sich erholen, aber Ben verlässt sie, ohne ihr wirklich den Grund dafür zu nennen. Doch Lee hat weder Lust noch Zeit, sich der Trauer hinzugeben und macht sich weiter an die ihr zugeteilten Aufträge. Dann wird es abstrus, denn eine Gruppe von Anführern der verschiedenen Sinne scheint mit den Totaa unter einer Decke zu stecken und will die Menschenverbundenen los werden. – Auch Ben ist ein menschenverbundener Sinnträger und mit einer Wut infiziert. Das findet Lee aber erst heraus, als sie ihn durch einen Auftrag in der sinnlichen Welt wieder trifft.
Alles hängt mit dem verschwunden roten Buch der Wut zusammen. Wer das Buch hat, hat die Macht über die Wuttträger.
Fazit:
Ein rotes Cover, ganz genau so, wie es für die Wut üblich ist. Ansonsten das Titelbild mit Wiedererkennungswert. Die 8, Silouetten von verschiedenen Charakteren und jede Menge Zierrat. Alles ziemlich einfach gehalten, aber am Ende doch irgendwie faszinierend.
Das Buch hatte es schwer, mich wirklich in seinen Bann zu ziehen. Mir hat einfach das Kopfkino zu dem stellenweise wirklich abgedrehten Weltenbau gefehlt. – Das Ding mit den verschiedenen Sinnen war für mich ja noch einigermaßen nachvollziehbar, aber der ganze Rest war dann fast schon zu abgedreht, um irgendeinen Sinn für mich zu ergeben.
Ich habe versucht, der Handlung zu folgen, was nicht leicht war, da mir zu viele Namen um die Ohren geflogen sind. Und dann waren die Namen und Wesen in den verschiedenen “Ländern” auch noch alles andere als einfach.
Ein wenig Herzschmerz und Liebesgedusel darf in den aktuellen Fantasybüchern ja nicht fehlen. Ein unnötiger Füllstoff, der gerade hier die Handlung nicht unbedingt nachvollziehbarer oder einfacher gemacht hat.
Die Entwicklung mit dem Fluch, der auf Ben lasten solle, kam dann irgendwann sehr plötzlich und hat gerade im letzten Drittel des Buches noch einmal ordentlich für Wirbel gesorgt. Es hat dann mit dem Verhalten von Ben aufgeräumt und im Nachhinein vielen Auseinandersetzungen der beiden noch einmal irgendwie einen Sinn gegeben.
Das Buch ist jetzt nicht gerade ein Weltbestseller. Man muss es nicht unbedingt gelesen haben. Es hat mich auf gewisse Art und Weise fasziniert, aber eben auch irgendwie abgestoßen. In jedem Fall bin ich mit der Lektüre in eine ordentliche Leseflaute gerutscht, was weniger schön war.
Der Weltenbau mag für die Autorin selber schon irgendwie Sinn ergeben. Für mich war es stellenweise ziemlich verwirrend und oftmals musste ich Erklärungen doppelt oder dreifach lesen, um zu begreifen, was man hier eigentlich erzählen möchte. Die ganze Story wirkte auf mich unausgegoren und unüberlegt in den Tag hinein geschrieben. Da waren zu viele Begebenheiten einfach nur erzwungen und gewisse Dinge wurden krampfhaft herbeigeführt.
Ich bewerte das Buch mit 3 von 5 möglichen Sternen.
So als Einzelband gelesen ergibt dieses Buch absolut überhaupt keinen Sinn. Man ist gezwungen, alle Bände der chronologischen Reihenfolge nach zu lesen, wenn man nachvollziehen möchte, was die Autorin ihren Lesern hier sagen möchte. Und dann dieser Zwang und am Ende die Hetze, um überhaupt irgendwie zu einem Ergebnis zu kommen. – Nö, das geht wesentlich besser.






