[Hörspiel] Geister-Schocker 112 – „Ritter, Tod und Teufel“

Autor: Andreas Masuth
Musik: Tom Steinbrecher
Regie: Gerd Naumann
Verlag: Romantruhe
Erschienen: 16. August 2024
Länge: 60 Minuten

Die Sprecher und ihre Rollen:

Ritter – Mark Bremer
Tod – Lutz Harder
Teufel – Hanns Jörg Krumpholz
Hexe – Marion von Stengel
Bürgermeister – Bernd Vollbrecht
Mechthild – Laurine Betz

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Inhalt:

Der Ritter zieht allein durch die Ländereien seines Lehnsherren, um die noch lebenen Menschen in die Burgmauern zu bringen, damit sie dort die schreckliche und verzehrende Pestepidemie aussitzen können. – Allerdings findet der Ritter nur noch Tod und Krankheit vor, wenn er in die Dörfer und Siedlungen kommt. Statt dessen trifft er zunächst auf den Tod, der ihm in diesem Fall das Leben rettet und kann so seine Suche mit einem neuen Freund im Rücken fortsetzen, um dann auf den Teufel zu treffen, welcher seinem Ruf einmal mehr gerecht wird und den Ritter mit einer Finte in seine Dienste stellt.
Nachdem der Tod und der Ritter dem Teufel ein Schnippchen schlagen konnten, setzt der Ritter tapfer und unbeirrt seinen Weg fort, nur um am Ende in einer Burgruine seinem Schicksal tapfer und ohne zu zögern entgegen zu treten.

Mein Hörerlebnis:

Schnell wird klar, dass hier die Hauptperson mal wieder die Rolle des Erzählers übernimmt und quasi in Form von Selbstgesprächen das erzählt, was er gerade macht oder erlebt. Es dauerte eine ganze Weile, bis ich das Setting begriffen hatte, um was es geht und was das hier alles soll. – Als das dann aber geschehen war war es dann doch einigermaßen spannend, wenn auch zum Ende hin recht zusammenhanglos.
Wir haben einen Ritter, der scheinbar von seinem Herrn durch die Lande geschickt wird, die paar überlebenden Menschen einzusammeln, damit sie auf die Burg kommen und dort vor der Pest geschützt sein sollen. – Der Ritter hat aber nicht nur seine Gefährten bereits verloren, welche mit ihm losgezogen sind, sondern findet auch nur noch tote und kranke Menschen, die kurz vorm Tod sind.
Als er dann dem ersten scheinbar lebenden Menschen begegnet, war mir gleich klar, dass das nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Dieser Typ macht so seltsame Andeutungen und redet kryptisch. Aber eben doch deutlich genug, dass ich noch vor dem Ritter mitbekommen habe, dass der Tod hier einem Menschen das Leben gerettet hat, jedoch nicht genommen. – Tod und Ritter werden so eine Art Freunde, was irgendwie schon lustig klang, als sie immer so miteinander gefrotzelt und geredet haben.
Später in der Handlung, glaubt der Ritter erneut, einen Überlebenden der Pest gefunden zu haben, gerät durch eine Finte, aber an den Teufel, der ihn erst einmal in seine Dienste stellt. – Hier fand ich es fast schon amüsant, wenn ich das Kopfkino hatte von den Leichen, die sich immer wieder selber ausgegraben haben und dem erschöpften Ritter, der immer und immer wieder neue Gräber ausheben musst, um die Leichen wieder unter die Erde zu bringen. – Das Ding war ein Schabernack vom Teufel, wie der aufmerksame Hörer hier bereits mitbekommen haben sollte, aus dem der Ritter von seinem neuen Freund, dem Tod wieder befreit wird.
Dann entdeckt der Ritter, mitten im unwegsamen Gelände, eine alte Burg. Von außen eine Ruine, von innen brunkvoll ausgestattet mit einer rauschenden Festgesellschaft, welche unbeeindruckt von dem Grauen außerhalb der Mauern, ihre gute Laune feiert. – Aber auch das ist nichts weiter als ein Trugbild längst vergangener Zeiten und er stößt auf den Geist einer scheinbar wunderschönen jungen Frau, welche mit einem Fluch belegt ist. – Klar, dass der Fluch gebrochen werden muss, wenn die Folge zu Ende sein soll.
Tod und Teufel geben sich im Finale ein Stelldichein und machen klar, dass der Teufel nicht immer gewinnen kann. Wenn so ein dahergelaufener Ritter einen Freund wie den Tod hat, dann kann auch der Teufel mal verlieren.

Fazit:

Das Cover fand ich hier tatsächlich ziemlich gelungen. Erst einmal muss ich endlich mal erwähnen, dass mir die gesamte Aufmachung dieser Serie wirklich sehr gut gefällt. Diese scheinbar zerlaufende Schrift und dieses eindringliche Gelb auf schwarzem Grund. – Doch, kann man machen und hat in jedem Fall einen sehr hohen Wiedererkennungswert.
Ansonsten sind hier so ziemlich alle Elemente abgebildet, die in der Story auch vorkommen. Die Burg des Lehnsherren, der aber tatsächlich nicht wirklich eine Rolle hat. Die Kuttengestalt ist sicherlich der Tod und das schwarze Wesen vielleicht der Teufel. Der Ritter, als eigentlicher Hauptcharakter ist nicht abgebildet. Aber ich könnte mir vorstellen, dass dafür die Burg steht.
Wenn ich es am Ende betrachte, war mir die ganze Zeit, als wurde hier eine alte Sage vertont und zu einem Hörspiel umfunktioniert. So etwas kann sich doch kein Mensch wirklich ausdenken. Das muss einfach eine alte Überlieferung sein, die sich der Autor hergenommen und vertont hat.
Die Schauspieler haben einen guten Job gemacht. Zusammen mit den spärlichen Hintergrundgeräuschen konnte ich die Bedrohung durch die Pest und die seltsamen Begebenheiten wirklich sehr gut fühlen und nachvollziehen. Es ergab sich ein rundherum schlüssiges Bild.

Die Story selber war jetzt nicht so originell, dass ich diese Folge ganz oben mit einordnen würde. Trotz allem hatte sie irgendetwas Interessantes an sich, was mich dann doch bei der Stange bleiben lies und dies Folge im Mittelfeld meiner persönlichen Rangliste einordnen würde.

[Ebook] Clive Cussler – „Das Todeswrack“

Clive Cussler
“Das Todeswrack”
Reihe: Kurt Austin (1)
Verlag: Blanvalet
Länge: 437 Seiten

– gelesen im Juli 2025 –

Eine neue Reihe von Clive Cussler, eine neue Serie von Pageturnern. – So hoffe ich doch.

Klappentext:

Die junge Meeresforscherin Nina Kirov ist in hellster Aufregung: Vor der Küste Marokkos wurde ein riesiges Steingesicht entdeckt! Bevor Nina diesen brisanten Fund jedoch auswerten kann, werden alle Teilnehmer der Expedition ermordet. Nur Nina gelingt mit Hilfe von Kurt Austin, einem Kollegen des berühmten Agenten Dirk Pitt, die Flucht. Um kurz darauf prompt in eine tödliche Verschwörung zu geraten … (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt:

Eine Expedition an der marokkanischen Küste, an der auch eine Meeresarchäologin beteiligt ist, fördert eine wirklich unglaubliche Erkenntnis zutage. Dumm nur, dass sowohl das Lager, als auch der Fund kurz darauf von Unbekannten zerstört sind.
Kurt Austin rettet die Meeresarchäologin aus einer lebensgefährlichen Situation und bekommt so ihre Erkenntnisse und Vermutungen erzählt. Auf diese Weise werden er und die NUMA in den Fall involviert und können herausfinden, dass schon mehrere, voneinander vollkommen unabhängige Expeditionen verschollen sind. Und mit ihr die Funde.
Ermittlungen in zunächst alle erdenklichen Richtungen fördern eine Grabräuberei zutage, welche bisher unter dem Radar lief, aber eine Tragweite hat, die immens sein kann.
Der Untergang der Andrea Doria im Jahr 1956, bisher ungeklärt, wird jetzt noch einmal Thema. Die Fracht war es, welche bestimmte Personen gestört hat und der Täter von damals kann noch heute ausfindig gemacht werden.

Fazit:

Das Cover zeigt eindeutig einen Taucher, welcher im Schutz eines Ubootes über ein gesunkenes Wrack taucht. Es ist vom Bild her sofort klar, dass die beiden Wasserfahrzeuge aus sehr unterschiedlichen Zeiten stammen und unterschiedlicher Bauart sind. Allerdings konnte ich nicht wirklich eine Parallele zu dem Klappentext des Buches ziehen. Das musste dann wohl der Text bringen.

Der Prolog beschreibt eindeutig den Untergang eines Schiffes. Ein Seeunglück, von dem jeder halbwegs gebildete Mensch schon einmal gehört haben sollte und doch hatte ich am Anfang meine Probleme, da es die Titanic nicht gewesen sein kann. – Der Name des Schiffes stellte sich schnell heraus und ein persönliches Schicksal verschwand im Schatten eines großen Geheimnisses, welches mit dem Schiff untergehen sollte.
Dann kommt die Meeresarchäologin ins Spiel und geht zunächst gewohnt und routiniert ihrer Arbeit nacht. Trotzdem es für sie wohl Alltagsgeschäft gewesen sein soll, habe ich es schon als etwas Besonderes empfunden. Zwar konnte ich den archäologischen Erkenntnissen und der Sensation zunächst nicht so wirklich folgen, aber trotzdem war es spannend und hat mich sehr gut unterhalten.
Mit Kurt Austin kommt ein Kollege von Dirk Pitt ins Spiel und ab dem Moment war mir klar, warum mich das alles so fasziniert hat. Schon die Dirk Pitt-Reihe war ein Pageturner ohne Ende. Das verspricht doch eine bombastische Reihe zu werden, wenn der alt bekannte Dirk Pitt weiterhin immer mal wieder eine Gastrolle spielt.
Die Handlung schraubt sich spannend voran. Abwechselnd erleben wir archäolgogische Entdeckungen, können auch in die Machenschaften der Grabräuber hineinriechen und den Erkenntnissen der NUMA folgen. Daraus ergibt sich ein weltumspannendes Gesamtbild. Auf diese Art und Weise war es dann doch etwas verwunderlich, dass diese ganzen Machenschaften von einem einzigen Mann ausgegangen sein sollen.
Das Finale war dann noch einmal richtig grandios und wahnsinnig schade, dass die Fundstätte dann einen Wassertot sterben musste. Was man da noch alles hätte entdecken und Schlüsse daraus ziehen können, hätte mich dann dann doch sehr interessiert.

Das ganze Buch war von vorne bis hinten komplett spannend und hat sich eigentlich gut lesen lassen. Gerade bei den archäologischen Entdeckungen hatte ich ein gigantisches und absolut faszinierendes Kopfkino vor meinem geistigen Auge, was dazu geführt hat, dass ich kaum von dem Buch lassen konnte. Aus diesem Grund habe ich nicht wirklich viel Lesezeit für dieses Werk gebraucht.
Das Buch erschien im Original im Jahr 1999 und die deutsche Erstveröffentlichung war im Jahr 2000. – Wenn man das so sieht, hat dieses Buch schon eine ganze Menge Jahre auf dem Buckel und kann doch immer wieder faszinieren und fesseln. Einzig die vielen Leerzeichenfehler haben hin und wieder genervt und mich stellenweise aus dem Lesefluss geschmissen. – Keine Tragödie, das ist richtig, aber zumindest mal unheimlich ärgerlich.

Bewertung: 4 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Den einen Stern Abzug gibt es tatsächlich wegen der vielen Leerzeichenfehler. An der Story und an der Art zu erzählen habe ich absolut nicht auszusetzen gehabt.

Meine Woche 44. Kalenderwoche 2026

Geärgert:
ein wenig, aber nicht der Rede wert

Gefreut:
aufs Wochenende – ich war aber auch fertig, am Freitag

Gedacht:
oweia, nich mehr lang, dann is Weihnachten

Gefragt:
Was finden die Leute nur alle an Halloween?

Genervt:
Von den Halloween-Kids. – Mit den deutschen Traditionen haben sie nichts am Hut, aber den amerikansichen Mist feiern sie voll.

Gefühlt:
ein wenig abgeschlagen

positiv:
Ich konnte meine Nachmittage so takten, wie ICH das will

negativ:
ich war allein

Gelitten:
nein, so schlimm war es nicht

Genossen:
mein Bettchen am Abend, wenn es dann schön warm und muckelig geworden war

Gewesen:
auf Arbeit, Essen im hiesigen Restaurant und zu Hause

Getroffen:
Kollegen

Gesucht:
bestimmt

Gefunden:
öhm

Gelacht:
ja sicher, die eine Kollegin, mit der ich so gut zurecht komme, mit der kann man auch mal lachen

Geweint/Getrauert:
nein, so schlimm war es nicht

Gewundert:
nicht, dass ich wüsste

Gegessen:
Pizza „Toscana“, Bruscetta

Genascht:
Nüsse

Getrunken:
Kaffee, Tee und Wasser

Gegoogelt:
ich googele nicht, ich suche mit „Ecosia“ *lach

Gesehen:
„Inferno“ lief gestern aben im TV

Gebastel/Gespielt/Gehandwerkt/Geschrieben:
nur Rezis

Getan:
gearbeitet, geschlafen und gefaulenzt

Gelesen:
„Entscheidung im Wattenmeer“ – war aber nichts Besonderes

Gekauft:
Lebensmittel

Gelernt:
Es ist nicht alles, wie es scheint

Geschenkt (bekommen):
nö

Geschlafen:
jep

Geträumt:
bestimmt, aber ich weiß es nicht mehr

Geplant:
eine Woche Arbeit und am Nachmittag vielleicht noch das eine oder andere Teil hier im Haushalt grundreinigen

Fazit

Eine ganz normale Woche, ohne besondere Höhen und/oder Tiefen geht zu Ende. – Mein Leben plätschert in normalen Gängen vor sich hin und ich habe für mich eine Entscheidung getroffen. – Wenn die mir wirklich mit Festeinstellung in dem Betrieb kommen, dann werde ich nicht unterschreiben. Ich mache den Job so gern weiter, aber eben „nur“ als Leiharbeiter. Ich mag die Flexibilität, die ich durch mein Stundenkonto habe und würde außerdem verdiensttechnisch ganz schön na unten rutschen. Denn eins ist mal klar, ich verdiene in hier als Leiharbeiter deutlich mehr, als die fest angestellten. Und muss im Grunde weniger Stunden dafür ableisten. Ich wäre schön blöd, wenn ich mich da fest einstellen lassen würde.

Lesemonat Oktober 2026

83/100
Clive Cussler – „Das Jericho-Projekt“
(Kurt Austin 16) – 397 Seiten
Ein katastrophaler Blow Out bei Ölbohrungen, ein unbekanntes Bakterium, was Ölquellen verschließt und unbrauchbar macht und eine machtgeile Frau, die zur Erlangung ihrer eigenen Ziele über Leichen geht.
Spannend, voller Kopfkino und irgendwie ein bisschen eine Mahnung daran, dass wir vielleicht wirklich langsam mal vom Öl wegkommen sollten.

84/100
Nick Thacker – „Der Höllenund-Plan“
(Harvey Bennett 14) – 331 Seiten
Eine wirklich spannende Fortsetzung des vorangegangenen Buches. Die Story wird weiter erzählt und zu einem akzeptablen Ende gebracht. Dabei fließt jede Menge Blut und ich hatte ein mehr als spannendes Kopfkino.
Die chronologische Reihenfolge ist hier wirklich sehr wichtig, will man die Handlung nachvollziehen und verstehen.

85/100
C.J. Archer – „Das Geheimnis der Ordensschwestern“
(Glass & Steel 5) – 230 Seiten
Nicht sehr lang und doch so viel Inhalt. Den Leser verschlägt es wieder in viktorianisches London, in dem zwei Menschen auf der Suche nach Hilfe von ganz bestimmten Menschen sind und sich dadurch in große persönliche und allgemeine Gefahr begeben.
Ein glaubwürdiger Blick in eine zwei Klassen-Gesellschaft, wie man sie sich wohl nicht wünscht.

86/100
Thomas Gotthard – „Denn niemand ist ohne Schuld“
– 106 Seiten
Wir begleiten hier einen ziemlich verlorenen Jugendlichen durch einen Schultag, der ihm zum Verhängnis werden soll, weil er genervt ist und eine Gelegenheit ergreift.
Schon irgendwie ergreifend, aber auch mahnend, dass das Schulsystem absolut veraltet und nicht mehr zeitgemäß ist. – Dieser Junge steht als Beispiel für viele Schüler, die durchs Raster rutschen, weil sie nicht ins System passen.

87/100
Katherine Howe – „Das Hexenbuch von Salem“
– 512 Seiten
Ein doch recht dickes Buch, was sich von mir dann aber doch recht zügig hat durchlesen lassen.
Die Geschichte war informativ, hat aber auf einer anderen Seite auf eine fast unbeschreibliche Weise fasziniert.

88/100
Ernst F. Löhndorff – „Yangtseking – Ein China-Roman“
– 261 Seiten
Ein neu aufgelegtes Buch, was im Grunde uralt ist und ich bin darauf reingefallen und habe es dann abgebrochen.
Der Schreibstil war umständlich und nichtssagend und der Inhalt dementsprechend mehr als uninteressant. Ein Buch, das die Welt nun wirklich nicht mehr braucht.

89/100
Josh Malerman – „Other Momy“
– 8 Stunden 11 Minuten
Nach außen ist Bela ein ganz normales Kind, aber ohne das Wissen ihrer Eltern lebt sie schon lang mit einer Erscheinung, die immer bedrohlicher wird. – Und was, zum Henker, stimmt mit dieser Familie nicht? Da liegt einiges im Argen.
Ich war gefesselt, aber irgendwie auch von den ganzen Klischees gelangweilt. Außerdem blieben mir persönlich wirklich zu viele Fragen offen.

90/100
Karl Hemeyer – „Entscheidung im Wattenmeer“
– 220 Seiten
Eine Firma schluckt die andere, jeder Wirtschaftsboss will dem anderen eins auswischen und am Ende bleiben dann doch wieder die kleinen Mitarbeiter auf der Strecke.
Das Buch war in keinem Fall das, was ich erwartet habe und hat mich am Ende von der Handlung her, auch nicht fesseln können.

das macht gesamt:
1.545 gelesene Buchseiten/im Oktober- 28.871 Buchseiten/2026
8 Stunden 11 Minuten Hörbuch/Oktober – 80 Stunden 07 MinutenHörbuch/2026

Bücher auf dem SuB hinzu gekommen:
Rick Jones – „Das Hospiz“
C.J. Archer – „Das Schweigen des Tintenmeisters (Glass & Steel 6)
Nick Thacker – „Der russische Verrat“ (Harvey Bennett 15)
Clive Cussler – „Der Schatten des Korsen“ (Dirk Pitt 27)
Darcy Coates – „Geister in Blackwood House“
Clive Cussler – „Geheimfracht Pharao“ (Kurt Austin 17)

Gelesene Bücher vom SuB:
Clive Cussler – „Das Jericho-Projekt“ (Kurt Austin 16)
Nick Thacker – „Der Höllenhund-Plan“ (Harvey Bennett 14)
C.J. Archer – „Das Geheimnis der Ordensschwestern“ (Glass & Steel 5)
Thomas Gotthard – „Denn niemand ist ohne Schuld“
Katherine How – „Das Hexenbuch von Salem“
Ernst f. Löhnhoff – „Yangtsekiang“
Karl Hemeyer – „Entscheidung im Wattenmeer“

Jetzt habe ich noch 107Titel auf meinem Stapel ungelesener Bücher!

Rein von den gelesenen Seiten her, war dieser Monat nicht ganz so erfolgreich, wie ich es mir gewünscht hätte. Und dann bin ich beim Bücherkauf auch noch so eskaliert. – Nun ja. Ein Buch weniger ist immerhin etwas. Man muss sich das nur schön reden.

Saturday Sentence – „Virus“

1. Nimm deine aktuelle Lektüre

Die Verlobte des US-amerikanischen Investigativjournalisten Gideon Connor erkrankt an einer extrem seltenen Form von Leukämie. Connor forscht nach Wegen, das Leben seiner Verlobten zu retten – aber was er herausfindet, übersteigt seine schlimmsten Vorstellungen: Die Krankheit wird vom Retrovirus HTLV-1 ausgelöst, mit dem bereits über 20 Millionen Menschen auf der Welt infiziert sind. Und kaum jemand weiß davon! Connor hört von einem Wissenschaftler, der bei der Suche nach einem Heilmittel kurz vor dem Durchbruch steht – doch er ist spurlos verschwunden, sein Labor verwüstet. Connor lässt nicht locker und ist schon bald einer globalen Verschwörung auf der Spur, die die Welt für immer verändern will … (Quelle: Lovelybooks.de)

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein „Saturday Sentence“ lautet. (Bei Ebooks Position 158)

Klassische AIDS-Leugnung.

Ben K. Scott – „Virus – Der Feind in deinem Blut“; ISBN: 9-783-751-70231-7

3. Und wie ist es bisher?
Ich habe das Buch gestern Abend erst begonnen, bin dementsprechend noch nicht sehr weit, aber inzwischen auch gefesselt.
Der Anfang war etwas holprig bis schleppend und ich dachte echt, dass das nichts wird. Aber wenn man dann bei dem Paar ist, wo die Verlobte diese komische Krankheit bekommt, wird es spannend bis hin zu extrem medizinisch.
Die medizinsiche Sache ist aber sehr gut erklärt, sodass man auch als Leie den Dingen wirklich gut folgen kann. – Ja, bis jetzt lässt sich das Buch gut an.

[Hörspiel] Geister-Schocker 111 – „Der Wendigo“

Autor: Jack Mortimer
Verlag: Romantruhe
Erschienen: 19. Juli 2024
Länge: 55 Minuten 1 Sekunde

Die Sprecher:

Thomas Arnold
Lisa May Mitsching
Fabian Kluckert
Jan Makino
Gabrielle Pietermann
Luisa Wietzorek
Bert Franzke

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Inhalt:

Studienfreunde sind in den Semesterferien unterwegs zu einem See, an dem sie ein paar Tage campen wollen. Doch der eigentlich fröhlich und ausgelassene Trip wird schnell vom ersten Vermisstenfall überschattet. Lautlos und spurlos ist ein Junge aus der Gruppe verschwunden und die andern können ihn, trotz intensiver Suche nicht finden.
Der Plan, mit dem Camper zur letzten Tankstelle zurückzufahren geht schief, da die Autoschlüssel verschwunden sind und das Auto so nicht starten kann.
Noch am selben Tag loszulaufen macht keinen Sinn, da die Dunkelheit zu schnell da wäre und man im Freien übernachten müsste. Im Camper zusammengequetscht wollen sie die Nacht ausharren und werden von einem sehr seltsamen Wesen besucht, welches mehr als seltsam aussieht und alles andere als friedlich zu sein scheint.
Am nächsten Tag, beim Zusammenräumen taucht dann auch der Autoschlüssel wieder auf und die jetzt noch übrigen Studenten machen sich auf den Weg, bleiben unterwegs aber mit einer Reifenpanne liegen.
Auf dem Weg durch den ewig scheinenenden Wald treffen sie auf eine Hütte, in der ein Mann lebt, der sie für eine Nacht bei sich schlafen lassen kann. Doch die Alarmzeichen gehen schnell an, bei dem letzten verbliebenen Jungen in der Gruppe und man hätte dann wohl doch besser auf diese Zeichen gehört und das Weite gesucht. – Hätte …

Mein Hörerlebnis:

Irgendwie wird das ganze Geschehen so aufgezogen, als würde die Story von einem der mitspielenden Typen erzählt. Theoretisch hätte man ihn in dem Stil auch die ganze Story erzählen lassen, aber da es sich hier um eine Hörspielreihe handelt, sollte man schon auch ein Hörspiel bekommen.
Schnell wird klar, dass es sich hier um die hippen Typen vom Campus zu handeln scheint. Der eine Typ wechselt seine Flammen wie Unterhose, der nächste hat nur Blödsinn im Kopf und die Mädchen wollen die Jungs wirklich noch erziehen. Allerdings haben sie noch eine „Linda“ dabei, die wohl recht neu auf dem Campus gewesen sein muss und die eben auch das Gefährt für die Tour besorgt hat. Auf diese Weise hat sie sich wohl mehr oder weniger in die Gruppe hineingezeckt und ist nun wohl dem entsprechend beliebt. – Ich habe mich gefragt, warum sich das Mädchen dieses Gezicke angetan hat. Aber auch das wird im Laufe der Handlung noch aufgeräumt.
Der Titel macht es schon klar, dass hier ein Wendigo im Spiel sein soll. Der Sage nach ein Mischwesen aus Mensch und Monster, das im Wald sein Unwesen treibt und eben ganz gern Menschenfleisch isst. – Diese Gruppe junger Leute wird hier als das willkommene Festmahl für dieses Wesen dargestellt.
Das Verschwinden des ersten Mitreisenden war ja sehr aufwendig dargestellt. Hier gab es noch einmal jede Menge Raum für Zickereien unter den Mädels, wobei sich die Freundin des verschwundenen Typen hier wirklich mal sehr extrem aufgeführt hat. – Das die Linda bei all dem so ruhig bleiben konnte. Ich hätte an ihrer Stelle schon längst das Auto gestartet und wäre damit ab durch die Mitte.
Die Aktion mit der Rückkehr zur Tankstelle ist erst einmal ganz logisch, man wollte Hilfe für den verschwundenen Freund rufen. Das Ding mit dem Autoschlüssel war dann aber wieder mehr als verwirrend.
Als sie dann doch aufbrechen wurde mir selber zum ersten mal klar, dass diese Linda doch ganz schön abgebrüht sein muss, wenn sie beim Auftauchen des Monsters nicht schreit und es ihr so ziemlich egal zu sein scheint, dass ihre Freunde verschwinden. Ich meine, man hört ja auch direkt zu, wie ein zweiter Junge von dem Monster umgebracht wird, welches in der Nacht zum Camper kommt.
Der Rest ist dann fast schon logisch. Die Reifenpanne, das Weiterkommen zu Fuß und dann, oh Wunder, eine Hütte. Mitten im Wald taucht dann komplett im Nirgendwo eine bewohnte Hütte auf. Der Bewohner, ein wirklich sehr seltsamer Kauz, lässt die jungen Leute bei sich wohnen und alles hat mal wieder irgendwie diese Linda angeleiert. – Es kommt, was kommen muss. Zwar etwas anders, als ich es mir im Vorfeld gedacht habe, aber der Typ ist nicht der, der er zu sein scheint und am Ende überlebt diesen Ferientrip nur ein Typ und diese Linda ist mitsamt des komischen Kauzes verschwunden.
Am Ende spricht dann der Typ quasi als Erzähler den Abspann und klärt die ganze Situation auf. – Was soll ich sagne, es hat am Ende alles irgendwie Sinn ergeben. Ich verstehe nur nicht, warum man diesen einen Jungen wirklich hat überleben lassen. Selbst wenn er geflüchtet ist, dieser Wendigo hätte ihn im Wald gefunden, wenn er das gewollt hätte.

Fazit:

Das Monster auf dem Cover ist jetzt nicht unbedingt das, was ich mir unter einem Wendigo vorgestellt habe, aber so wirklich einheitliche Meinungen über das Aussehen dieses Wesens gibt es hier lediglich über die übermenschliche Größe und das Geweih. – Genau das wird hier auf dem Bild nicht wirklich sichtbar.
Die Story ist mal wirklich gut. Gut geschrieben und am Ende auch gut gemacht. Die Handlung hat mich fesseln können, wie war nachvollziehbar und hat mich für die Laufzeit des Hörspiels wirklich sehr gut unterhalten.
Die Schauspieler haben einen sehr guten Job gemacht. Besonders die eine hysterische junge Frau, der habe ich die Rolle ja sowas von abgekauft. Ich dachte echt, dass die wirklich in dem Studio selber zusammengebrochen ist, um das so gut darstellen zu können.

Rundherum eigentlich eine sehr gut gelungene Folge, die ich in meiner persönlichen Rangliste mit an die Spitze setzen würde. – Endlich mal wieder ein Stoff, den man sich ohne Abstriche hat anhören können.

[Ebook] Rose Snow – „Band 4 der Gefühle“

Rose Snow
“Band 4 der Gefühle”
Reihe: 8 Sinne (4)
Verlag: Selfpublishing
ISBN: 9-783-746-06221-1
Länge: 240 Seiten

– gelesen im Juli 2025 –

Ein weiter Band dieser Reihe, auf die ich durch puren Zufall gestoßen und von der ich keine Ahnung habe, was ich davon halten soll.

Klappentext:

Tauche ein in die Welt der 8 Sinne: Wut. Ekel. Trauer. Wachsamkeit. Freude. Erstaunen. Vertrauen. Angst – Welches Gefühl ist Deines?

Die Bedrohung durch die Totaa scheint abgewandt, und nun versuchen Ben und Lee, sich ein gemeinsames Leben aufzubauen. Während Ben sich auf die Reisendenprüfung vorbereitet, setzt Lee alles daran, dem wahren Anführer der Totaa auf die Spur zu kommen. Doch schon bald treten unvorhergesehene Ereignisse auf, die ihre junge Beziehung auf eine harte Probe stellen … (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt:

Lee und Ben haben es sich in der schwarz-weißen Stadt in einem gemieteten Haus gemütlich gemacht. Ben hat die Wiederholung seiner Reisendenprüfung vor sich, welche dann auch noch vorverlegt wird, was ihn noch mehr unter Druck setzt.
Er schafft die Prüfung in letzter Sekunde und auf der Feier danach fällt Lee einem Gift zum Opfer, welches wohl Ben gegolten hat.
Lee kann sich erholen, aber Ben verlässt sie, ohne ihr wirklich den Grund dafür zu nennen. Doch Lee hat weder Lust noch Zeit, sich der Trauer hinzugeben und macht sich weiter an die ihr zugeteilten Aufträge. Dann wird es abstrus, denn eine Gruppe von Anführern der verschiedenen Sinne scheint mit den Totaa unter einer Decke zu stecken und will die Menschenverbundenen los werden. – Auch Ben ist ein menschenverbundener Sinnträger und mit einer Wut infiziert. Das findet Lee aber erst heraus, als sie ihn durch einen Auftrag in der sinnlichen Welt wieder trifft.
Alles hängt mit dem verschwunden roten Buch der Wut zusammen. Wer das Buch hat, hat die Macht über die Wuttträger.

Fazit:

Ein rotes Cover, ganz genau so, wie es für die Wut üblich ist. Ansonsten das Titelbild mit Wiedererkennungswert. Die 8, Silouetten von verschiedenen Charakteren und jede Menge Zierrat. Alles ziemlich einfach gehalten, aber am Ende doch irgendwie faszinierend.

Das Buch hatte es schwer, mich wirklich in seinen Bann zu ziehen. Mir hat einfach das Kopfkino zu dem stellenweise wirklich abgedrehten Weltenbau gefehlt. – Das Ding mit den verschiedenen Sinnen war für mich ja noch einigermaßen nachvollziehbar, aber der ganze Rest war dann fast schon zu abgedreht, um irgendeinen Sinn für mich zu ergeben.
Ich habe versucht, der Handlung zu folgen, was nicht leicht war, da mir zu viele Namen um die Ohren geflogen sind. Und dann waren die Namen und Wesen in den verschiedenen “Ländern” auch noch alles andere als einfach.
Ein wenig Herzschmerz und Liebesgedusel darf in den aktuellen Fantasybüchern ja nicht fehlen. Ein unnötiger Füllstoff, der gerade hier die Handlung nicht unbedingt nachvollziehbarer oder einfacher gemacht hat.
Die Entwicklung mit dem Fluch, der auf Ben lasten solle, kam dann irgendwann sehr plötzlich und hat gerade im letzten Drittel des Buches noch einmal ordentlich für Wirbel gesorgt. Es hat dann mit dem Verhalten von Ben aufgeräumt und im Nachhinein vielen Auseinandersetzungen der beiden noch einmal irgendwie einen Sinn gegeben.
Das Buch ist jetzt nicht gerade ein Weltbestseller. Man muss es nicht unbedingt gelesen haben. Es hat mich auf gewisse Art und Weise fasziniert, aber eben auch irgendwie abgestoßen. In jedem Fall bin ich mit der Lektüre in eine ordentliche Leseflaute gerutscht, was weniger schön war.
Der Weltenbau mag für die Autorin selber schon irgendwie Sinn ergeben. Für mich war es stellenweise ziemlich verwirrend und oftmals musste ich Erklärungen doppelt oder dreifach lesen, um zu begreifen, was man hier eigentlich erzählen möchte. Die ganze Story wirkte auf mich unausgegoren und unüberlegt in den Tag hinein geschrieben. Da waren zu viele Begebenheiten einfach nur erzwungen und gewisse Dinge wurden krampfhaft herbeigeführt.

Bewertung: 3 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 3 von 5 möglichen Sternen.
So als Einzelband gelesen ergibt dieses Buch absolut überhaupt keinen Sinn. Man ist gezwungen, alle Bände der chronologischen Reihenfolge nach zu lesen, wenn man nachvollziehen möchte, was die Autorin ihren Lesern hier sagen möchte. Und dann dieser Zwang und am Ende die Hetze, um überhaupt irgendwie zu einem Ergebnis zu kommen. – Nö, das geht wesentlich besser.

[Hörspiel] Geister-Schocker 110 – „Höllische Schrift“

Autor: Bob Collins
Verlag: Romantruhe
Erschienen: 22. März 2024
Länge: 55 Minuten 5 Sekunden

Die Sprecher:

Sascha Rotermund
Milton Welsh
Manja Doering
Engelbert von Nordhausen
Matthias Klages
Oliver Stritzel
Till Hagen
Bert Franzke
Andrea Aust

direkt auf Spotify anhören

Inhalt:

In London wird in eine Druckerei eingebrochen und ganz spezielle Bücher entwendet. Die Bücher waren Kopien von einem ganz speziellen Buch, aber auch diese Kopien können genau so gefährlich sein, wie das Original. Die Einbrecher, welche dachten, sie hätten hier einen leichten Job, merken dabei aber nicht, dass sie das pure Grauen und Mord und Totschlag damit über London bringen.
Der Detektiv bekommt den Auftrag, die gestohlenen Bücher zu finden, an einem Sonntagmorgen und ist davon alles andere als begeistert. Doch nach der Anzahlung macht er sich dann doch an die Arbeit. Er ahnt nicht, was da alles auf ihn zukommt und wie seine Freundin in die Sache hineingezogen wird.

Mein Hörerlebnis:

Es geht erst einmal mit einem Unfallgeschehen los, das ich aber noch nicht so wirklich zuordnen konnte. Dass da linkes Gesindel unterwegs ist, war mir von Anfang an klar, aber was hinter dem Auftrag stecken sollte, warum da plötzlich 13 Personen vom Friedhof kommen, wo das seltsame Geräusch im Auto herkam, war zu diesem Zeitpunkt für mich nicht einzuordnen.
In der nächsten Szene wurde dann klar, dass es sich mal wieder um eine Detektivfolge handelt. – Kann gut sein, dass der schon mal ermittelt hat, aber wenn, dann ist er so blass geblieben, dass ich ihn mir auch jetzt schon nicht mehr merken konnte. – In jedem Fall fand ich es jedoch höchst seltsam, dass er den Kunden wirklich erst abweisen wollte, nur weil es sich um einen Sonntagmorgen handelte. Aber Geld regiert die Welt und er bekommt eine Anzahlung, mit der er sich erst einmal an die Arbeit macht.
Der Rest der Folge sind schnöde Ermittlungsarbeiten. Hier erkunden, dort erkundigen, ein bisschen was herausfinden und am Ende dann doch wieder nur im Dunkeln tappen. – Die ganze Handlung war verwirrend und langweilig, sodass ich die Wende verpasst habe, als es dann endlich zur Sache ging.
Ja, es kam raus, um was für ein Buch es sich hier gehandelt hat, warum es der „Forscher“ hat duplizieren lasen und wer die 13 Personen waren, die das Diebestrio engagiert hatten. – Aber die komplette Handlung war verwirrend, wenig mitreisend und war dann auch irgendwann endlich mal zu Ende.

Fazit:

Ein blasser Protagonist, eine eigentlich gute Handbuch, die durch so einen Detektivmist wieder nur kaputt gemacht worden ist und am Ende stellt sich raus, dass Bob Collins dieses Machwerk geschrieben hat. – Himmel, der Mann kann es einfach nicht.
Die Handlung hätte echt gut sein können, wenn man diesen 13 dunklen Personen vom Friedhof mal mehr Aufmerksamkeit geschenkt hätte. Dann wäre eine viel düstere und bedrohlichere Handlung raus gekommen. Die Möglichkeiten des Buches hätte man besser ausschöpfen können.
Hätte, wäre, könnte … Die Schauspieler haben einen guten Job gemacht. Sie konnten ja am Ende nur das spielen, was der Autor vorgegeben hat und so gesehen, haben sie ja noch gut versucht, etwas daraus zu machen. – Aber wie gesagt, der Protagonist, dieser Detektiv, ist dabei sehr blass und unscheinbar geblieben. Die hellste Kerze auf seiner Businesstorte scheint er ja nicht zu sein.

Ich ordne diese Folge ganz unten in meiner persönlichen Beliebtheitsskala ein. Ich gehe sogar so weit, dass ich diese Folge wirklich als verschwendete Lebenszeit sehen muss. Macht doch einfach nur einen Haken dran. Das war Mist!

[Taschenbuch] Michael Tsokos – „Abgeschlagen“

Michael Tsokos
“Abgeschlagen”
Reihe: Paul Herzfeld (1)
Verlag: Knaur
ISBN: 9-78-426-52439-8
Länge: 410 Seiten

– gelesen im Juli 2025 –

Ein neuer Monat, eine neuer Want to Read. Und nun beginnen sie eben mit den Büchern von Michael Tsokos.

Klappentext:

Kiel, im Winter. Im Institut für Rechtsmedizin der Universität liegen im Sektionssaal ein toter Gewaltverbrecher, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde, und eine zerstückelte Frauenleiche, deren Einzelteile in zwei Koffer verpackt wurden. Der junge Rechtsmediziner Paul Herzfeld ist irritiert, als sich sein Vorgesetzter, Professor Schneider, bei der Obduktion der zerstückelten Leiche vorschnell auf eine Machete als Tatwaffe festlegt. Aber kurz darauf wird tatsächlich eine blutverschmierte Machete in einem Kieler Park gefunden. Die Medien feiern Professor Schneider als rechtsmedizinisches Genie, und sein Aufstieg zum Direktor der Kieler Rechtsmedizin scheint nur noch reine Formsache.

Doch dann weiht der Hausmeister der Universität Herzfeld in ein Geheimnis ein, und auf einmal führen alle Spuren ins Institut. Als Herzfeld versucht, Licht ins Dunkel zu bringen, steht nicht nur seine Karriere auf dem Spiel, sondern auch das Leben seiner Familie … (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt:

Paul Herzfeld ist nicht überrascht, als sich sein Vorgesetzter bei dem anstehenden Interview so in den Fordergrund spielt. Dass er allerdings so ausrastet, als sich Herzfeld ertreistet, eine andere Meinung zu haben, überrascht ihn dann doch.
In einem Kieler Park muss eine Frau eine wirklich schlimme Entdeckung machen. Sie wollte dem Obdachlosen doch nur helfen und findet ihn jetzt ermordet und mit einem Frauenarm in seinen eigenen Armen. – Die Leichen kommen ins rechtsmedizinische Institut und zu Paul Herzfeld, der eine Obduktion vornimmt. Sein Vorgesetzter ist es wieder, der scheinbar aus dem Blauen heraus eine Mordwaffe festlegt, die dann später auch gefunden wird.
Noch mysteriöser wird der Fall, als der Hausmeister des Institutes Ungereimtheiten feststellen muss, die wirklich mehr als seltsam sind. Nicht nur, dass die Tatwaffe eigentlich in der Asservatenkammer hätte liegen müssen, sondern auch in den Entsorgungbehältern tauchen wirklich seltsame Dinge auf, die da nicht sein dürfen.
Paul Herzfeld kommt dem eigentlichen Täter unbewusst immer näher und bringt dadurch seine eigene Familie in eine ungeahnte Gefahr. Das Ganze gipfelt in einem wirklich bitterbösen Finale, welches auch hätte schief gehen können.

Fazit:

Ein schwarzes Buch. Ein rabenschwarzes Cover mit einer Machete und einem weißen Titel, sowie roten Zusatzinformationen. Der Name des Autors, welcher seltsamerweise nur als Nachname dargestellt ist, ist aufgeworfen und schimmert leicht. Was mich hier erwarten sollte, war vom Prinzip her klar. Herr Tsokos ist ein Mann vom Fach und baut seine Bücher auf seiner realen Arbeit auf. Aber dass das Ganze dann so perfide und fast schon erschreckend realitätsnah wird, damit hätte ich nicht gerechnet.

Am Anfang beginnt die Handlung seicht, fast schon alltäglich. Wir haben hier einen Chef, der sich profilieren will, einen Angestellten, der es mit sich machen lässt und ganz nebenbei noch seine Familie mit managen will. Es kommt sicherlich nicht alle Tage vor, dass ein Fernsehteam im Sektionssaal mit zugegen ist. Aber dass der Mann dann bei einer sachlich vorgetragenen anderen Meinung dermaßen ausrastet, kam mir von Anfang an seltsam vor.
Die Geschichte entwickelt sich weiter und ein weiterer Mordfall kommt ins Haus, der erst einmal nichts mit dem Chef und seinem Ausraster zu tun hat. – Doch im Laufe der Handlung verdichten sich die Verdachtsmomente wirklich gewaltig und haben zwischendrin sogar dazu geführt, dass ich an meinem eigenen Verstand gezweifelt habe. Ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass hier wirklich ein Mann, der Karriere wegen, so weit gehen würde.
Es hat nicht lang gedauert, da hatte mich die Handlung komplett in ihrem Bann und ich habe beim Lesen die Realität fast komplett aus den Augen verloren. Ich war wirklich komplett von dem fasziniert, was hier so realitätsnah und doch so spanend beschrieben war. – Es war klar, dass der Täter hier komplett den Verstand verloren haben muss.
Am Ende kommt die Handlung zu einem Finale, was mich schon gleich gar nicht mehr losgelassen hat. Ich konnte wirklich erst dann aufhören, als wirklich alles so abgeschlossen war, dass ich mir sicher sein konnte, dass die Opfer außer Gefahr waren.

Ich hatte hier das Taschenbuch und habe einmal mehr gemerkt, dass Ebooks eigentlich viel bequemer sind. Die Seitenaufteilung fand ich nicht ganz so gelungen. Die Schrift hätte gern größer sein können, was man mit einem einfachen Zeilenabstand sehr gut wieder wett hätte machen können. Außerdem fand ich den inneren Rand etwas knapp bemessen. Meine Meise, keine Leserillen in den Buchrücken zu machen konnte hier wirklich nur unter sehr schwierigen Umständen umgesetzt werden.
Erzählt ist das Ganze aber in einem sehr gut lesbaren Stil. Ich habe immer gleich und schnell kapiert, wo der Hase langläuft und hatte ein wirklich sehr intensives Kopfkino vor meinem geistigen Auge. – So etwas hatte ich schon lang nicht mehr so intensiv.
In den Protagonisten konnte ich mich sehr gut einfühlen und hätte dem Mann am liebsten öfter mal helfend unter die Arme gegriffen. Ich habe mich sogar dabei erwischt, wie ich lauthals ihm etwas zurufen wollte. – man man man
Ein gelungenes Buch, was ich gern gelesen habe. Ich werde also auch die nächsten Bände definitiv noch kaufen. Immer schön der Erscheinungsreihenfolge nach.

Bewertung: 5 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Sehr gut verständlich, ein herrliche farbenfrohes Kopfkino und eine mehr als spannende Story. – Dieses Buch darf sich mit vollem Recht ein Thriller nennen. Noch mehr Thriller geht nicht.