Autor: Frank Hammerschmidt
Verlag: Romantruhe
Erschienen: 23. September 2022
Länge: 1 Stunde 1 Minute
Die Sprecher und ihre Rollen:
Helmut Gauss
Gabrielle Pietermann
Fabian Kluckert
Till Hagen
Andrea Aust
Sascha Rotermund
Matthias Klages
Oliva Büschken
Luisa Wietzoreck
Manja Doering
Rainer Doering
David Wittmann
Jan Makino

Inhalt:
In einem Labor züchten zwei ziemlich verrückte Wissenschaftler Greifvögel, deren DNA mit der von Flugsauriern gekreuzt ist. Herausgekommen sind menschenfressende Kampfmaschinen, welche aber durch einen Hubschrauberunglück entkommen können und nun die Bevölkerung von New York bedrohen.
Zwei junge Studenten, welche sich schon im Studium durch ihre Leistungen hervorgetan haben, bekommen das zweifelhafte Vergnügen, bei diesem Projekt mitzuarbeiten. Es scheint auch alles glatt zu laufen, aber noch kennen sie nicht das komplette Projekt in vollem Umfang. – Als sie das Geheimnis um die Fütterung der Vögel herausbekommen, geraten sie in Gefahr, denn das Geheimnis soll mit aller Macht auch ein Geheimnis bleiben.
Mit dem Ausbruch der Tiere wissen nun alle über dieses wahnwitzige Projekt bescheid und die Katastrophe kann mit Hilfe des Nachwuchswissenschaftlers gerade noch eben verhindert werden.
Doch am Ende kann ein gezüchteter Riesenvogel im Besitz einer Wissenschaftlerin bleiben, welche auf Biegen und Brechen mit ihrem Projekt weiter machen will. Einzig die Unterbringung ihres restlich verbliebenes Tier macht am Ende das ganze Projekt zu einem Himmelfahrtskommando.
Mein Hörerlebnis:
Am Anfang dachte ich ja, man will mich hier veralbern. Was interessiert mich denn, ob ein obdachloser Mann einen Burger im Müll findet und was er damit macht. – Aber der Daseinszweck dieses Charakters und der seines Kumpels, haben mit meinen Vorurteilen noch einmal gründlich aufgeräumt.
Dann geraten die beiden jungen Leute in das Zuchtprojekt, welches am Anfang noch sehr kryptisch gehalten wird. Auch ich bin am Anfang darauf hereingefallen, dass sich den beiden hier die Chance ihres Lebens offenbart. Und ja, ich habe mir ehrlich gesagt gewünscht, dass die beiden dann noch zusammenkommen. – Die Haupthandlung hat sich dann aber als wesentlich spannender erwiesen. Wie sich die beiden Nachwuchswissenschaftler hier stellenweise anbiedern und scheinbar schön brav und ergeben eben nur das machen, was sie sollen und wohl nichts hinterfragen. Bis zu dem Zeitpunkt, als sie fast mit der Nase darauf gestoßen werden, dass hier etwas nicht ganz mit rechten Dingen zugeht, bis ihnen das komplette Ding offenbart wird und beide irgendwie auf den nackten Boden der Tatsachen prallen.
Ich muss gestehen, dass ich es nicht habe kommen sehen, dass ausgerechnet die größten Zuchterfolge aus der Voliere entkommen können. Dass sie sich dann Menschenfleisch suchen, ist einfach nur Realität. Wenn sie dieses nun mal gewöhnt sind, dann fressen sie das auch in Freiheit weiter. – Interessant gemacht ist hier, dass es ausgerechnet eine junge Frau erwischt, deren Schicksal hier genau beschrieben wird. Aber so typisch, was hier als ihre letzten Gedanken beschrieben werden.
Das Ende ist mit dem restlichen verbliebenen Tier doch sehr offen. In jedem Fall kann es gut möglich sein, dass es von dieser Story irgendwann noch einmal eine Fortsetzung gibt. In jedem Fall wäre Potential und Handlungsspielraum dar.
Fazit:
Diese Folge hat so harmlos angefangen, um dann in so einen Knall zu enden. Zwischendrin war die Handlung stellenweise harmlos, stellenweise aber auch pikant und irgendwie typisch für das schnelle und oberflächliche Leben in einer Stadt wie New York. Aber sämtliche Handlungsstränge haben sich hier zu einem logischen Gesamtbild zusammengefügt und haben im Grunde bei mir keine Fragen offen gelassen. – Einzig das Ende der Story ist mir zu offen gestaltet. Da bleibt eine nicht unerhebliche Komponente übrig, was man eigentlich so nicht lassen kann.
Die Schauspieler haben alle einen super Job gemacht und ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Es hat sich hier keiner von ihnen irgendwie besonders hervorgetan oder so. Eben eine solide Leistung von allen.
Nebenbei habe ich hier auch die komplette Gefühlspalette durchlebt. Von Enttäuschung über Spannung bis hin zu einem Aha-Moment.
Ein Hörspiel, was man sich gut mal anhören kann. Man kann es wirklich durchaus schlechter erwischen, als man es hier tut.






