Fusselfreitag #69

Fussel und der Alkohol…
Fussel ist ja ein Zwetna Bolonka… eine Rasse, die aus Russland stammt und ursprünglich als Schoßhund für den russischen Adel gezüchtet wurde. – Man sagt den Russen aber auch eine gewisse Trinkfestigkeit voraus. Ganz egal, was da nun dran ist oder eben nicht.
Aber genau diese Trinkfestigkeit ist es, die ich auch bei Fussel beobachte. Wenn irgendwo ein Bier oder ein Schnäpschen auf dem Tisch steht, kommt er an und schnüffelt ganz interessiert durch die Gegend. – Er ist eben ein Russe…. so irgendwie.

[EBook] Martin S. Burkhard – „Lenas Freundin“

Martin S. Burkhardt
„Lenas Freundin“
Verlag: Gmeiner Verlag
ISBN: 9-783-734-99234-6
Länge: 284 Seiten

– eine Rezension aus der Kramkiste –

Ein Thriller sollte spannender sein…

Klappentext: Die vierjährige Maria kommt durch einen Autounfall ums Leben. Für ihre Eltern Lena und Robert bricht eine Welt zusammen. Lena sucht Trost bei ihrer besten Freundin Theresa, die ihr Fotos des Mannes beschafft, der Maria überfahren hat. Gemeinsam schmieden sie dunkle Pläne.
Robert ist zunehmend besorgt. Lena verändert sich stark und findet Gefallen an Vergeltungsfantasien. Als er niedergeschlagen wird und gefesselt im Keller seines eigenen Hauses aufwacht, weiß er, Lena ist zu allem fähig. (Quelle: Lovleybooks.de)

Inhalt: Lena hat ihre Tochter bei einem Autounfall verloren. Der Unfallfahrer hat Fahrerflucht begangen und laut den polizeilichen Ermittlungen kann er nicht mal verurteilt werden, da Maria, die kleine Tochter von Lena, wohl einfach so auf die Straße gelaufen sein soll.
Lena braucht ein Feindbild. Und das wird die Familie des Unfallfahrers. Da Lena selber aber nicht der Typ ist, einfach Rache zu üben, sucht sie sich Hilfe. Sie nimmt sich ihre Freundin Theresa zur Hilfe. – Doch Theresa ist in der selben Woche verstorben, wie ihre Tochter.
Lena macht ihrem Mann glauben, dass Theresa ihr hilft, die Trauer zu überstehen. Denn der hat keine Ahnung davon, dass diese doch eigentlich verstorben ist.
Lena ihr Mann ist gezwungen, an mehreren Fronten zu kämpfen. Nichts ahnend, dass seine Frau das größte Problem für sich selber ist.

Fazit: Herr Burkhardt hat mit diesem Buch von mir eine zweite Chance bekommen. Und auch hier gab es das selbe Phänomen wie bei dem anderen Buch, was ich von ihm gelesen habe. Der Inhalt hätte wirklich total spannend sein können, wenn nicht alles so komplett zerschrieben worden wäre. Immer wenn es spannend wurde, die Handlung endlich mal Fahrt aufnahm, dann fing der Autor an, alles bis ins kleinste Detail zu beschreiben. Dadurch stoppte die Handlung und auch meine eigene Fantasie wurden komplett gestoppt. Auf diese Weise konnte auch kein Film vor meinem geistigen Auge ablaufen. – Zum Schluss hin habe ich das Ende einfach nur noch herbei gesehnt. Und auch hier wurde alles aufs Genaueste beschrieben und schon war auch der Zauber weg.
Kurze Kapitel zerstückeln die Handlung in viele kleine Brocken. Dadurch wird zwar alles sehr leicht lesbar, aber auch hier geht Spannung verloren.
Lesepausen habe ich nur all zu gern eingelegt. Dadurch habe ich für die 235 Seiten eine komplette Woche gebraucht. Das ist echt unglaublich lang. Die reine Anzahl würde ich auch an einem Nachmittag schaffen.

Schade um das Thema. Die Idee war echt nicht schlecht. Aber leider zu sehr verhunzt. Die 4 Sterne waren wohl auch zu viel.

[Hörbuch] Trent Kennedy Johnson – „Todestrieb“

Trent Kennedy Johnson
“Todestrieb”
Reihe: Think – Sie wissen, was du denkst (3)
Verlag: Lübbe Audio
ISBN: 9-783-838-79216-3
Länge: 4 Stunden 20 Minuten
Sprecherin: Sabine Arnold

–  gehört im April 2021 –

Und weiter geht es mit dieser Reihe, die mich irgendwie total fasziniert, auf der anderen Seite aber auch so gar nicht mein Ding ist. Die Protagonistin kommt mir immer komischer vor. Sie tritt von einem Fettnäpfchen ins nächste.

Klappentext: Los Angeles, die Stadt der Träume: Kathy „Think“ Lipinski ist eine brillante Psychotherapeutin. Doch sie hat mit inneren Dämonen zu kämpfen, denn bei ihrem letzten Patienten beging sie einen schweren Fehler. Jetzt arbeitet sie als Bewährungshelferin. Der Job scheint wie für Think gemacht. Denn eine ebenso bahnbrechende wie umstrittene neue Technologie ermöglicht es der Regierung, die Gedanken von Straftätern auf Bewährung zu überwachen.
Think kann dadurch die Gedanken ihrer „Schützlinge“ in ihrem Kopf hören. Aber während sich der Konflikt um die neue Technologie immer weiter zuspitzt, muss sich Think fragen, wem sie noch vertrauen kann – sich selbst eingeschlossen …

Folge 3 – Todestrieb:
Sebastian ist ein Scheckbetrüger und ein großspuriger Aufschneider – doch etwas an seinen Gedanken übt eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf Think aus. Als seine Bewährungshelferin sollte sie sich nicht persönlich auf ihn einlassen. Doch was kann schon passieren? Schließlich hat sie ihn unter Kontrolle und kennt seine Pläne – oder etwa nicht? (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Think, alias Kathy Lipinski, hat einen neuen Mandanten. Seine Gedanken sind sehr extrem, sehr sexistisch, und doch lässt sie sich auf ihn ein.
Im Büro bekommt sie einen neuen Vorgesetzten, der mehr als knallhart mit ihr umgeht. Doch der GPS-Sender, den sie bekommt, der ihr jetzt eine Rettung sein könnte, genau den lässt sie zu Hause, als sie sich auf ihren Mandanten einlässt.
Abgefüllt, unter Drogen gesetzt, in einem abstürzenden Flugzeug über mexikanischem Niemandsland hofft sie einfach  nur, dass sie überlebt. Denn sie will Leben.

Fazit: Wie jeder, dieser Folgen, stehe ich auf dem Schlauch, was ich dazu noch schreiben soll. Dieser komplette Reihe stößt mich auf der einen Seite ab, weil ich die Protagonistin komplett im falschen Job sehe und auf der anderen Seite fasziniert mich dieses System der Überwachung von Straftätern aber auch komplett.
Frau Lipinski ist alkoholkrank. Soviel hab ich in jedem Fall schon einmal mitbekommen. Nicht begreifen kann ich allerdings nicht, dass ihr Arbeitgeber das angeblich nicht mitschneidet und sie in einem so verantwortungsvollen Job einfach mal machen lässt.
Dass Think in diesem Fall einmal mehr mächtig in der Patsche landet, war ja nicht anders zu erwarten. Allerdings ging mir nicht wirklich auf, wie man sie dann da auch wirklich noch rausgeholt hat. Wie hat man sie gefunden? Was lief da wieder für ein komische Sache?
Und was wurde aus der Tatsache, dass der neue Chef sie ja eigentlich sprechen wollte und sie zu genau diesem Gespräch aber mal ebe nicht erschienen ist… – Fragen über Fragen. Meiner Meinung nach auch für eine Serie zu viele.

Vom Stil her deckt sich alles mit den vorangegangenen Folgen. Ein cooler Stil, so möchte ich es nennen. Es wird ein wenig erklärt, aber auch vieles weggelassen, sodass sich der Leser bzw. Hörer selber noch so seinen Kopf machen kann und muss.
Die Handlung tobt die ganze Zeit auf ihre ganz eigene Art voran. So gesehen hatte es keine langweiligen Längen oder ähnliches. Wenn die Handlung mal wirklich steht, geht es in die mehr als tragische Gefühlswelt der Protagonistin. Aber genau das ist nötig, um die Zerrissenheit dieser Frau wirklich empfinden zu können.
Hört die Folgen hier in jedem Fall der chronologischen Reihenfolge nach. Ansonsten habt ihr null Chance, auch nur im Ansatz etwas zu verstehen.

Ich bewerte diese Folge mit 4 von 5 Sternen. Zwar war ich von Anfang an voll in der Handlung drin, aber der Schluss ist mir logisch absolut nicht erklärbar. Und genau das ist ein Grund, warum ich den einen Stern abziehe. Wenn man die Protagonisten schon aus so einem Abenteuer heraus holt, dann kann man die Leser auch vollständig aufklären, was genau dahinter steht.

[Hörspiel] Bibi Blocksberg 75 – “Die neue Lehrerin

Autor: Ulf Thiem
Regie: Ulli Herzog
Musik: Wolfang W. Loos, Heiko Rüsse
Verlag: kiddinx
Produktionsjahr: 2001
Dauer: 37 Minuten 40 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – Gunter Schoß
Bibi Blocksberg – Susanna Bonaséwicz
Bürgermeister – Heinz Giese
Sekretär Pichler – Wilfried Herbst
Frau Müller-Riebensehl – Eva-Maria Wert
Katja Kaufmann – Ulrike Möckelv
Marita – Uschi Hugo
Moni: Julia Ziffer
Florian – Gerrit Schmit-Foß
Olli – F. Vogdt

Direkt auf Spotify anhören

Inhalt:
Frau Müller Riebensehl, die ungeliebte Lehrerin, wird zur Direktorin der Schule ernannt und wird die Kinder für ein halbes Jahr mindestens in Ruhe lassen. Die Freude ist groß.
Die neue Lehrerin, eine junge Frau namens Katja Kaufmann, kommt super bei den Schülern an. Besonders bei den Jungen, die sich komplett anbiedern, weil sie der Meinung sind, bei dieser Frau landen zu können.
Die Lehrerin hat es drauf. Sie schafft es sogar, die Kinder für Mathe zu begeistern und gestaltet den Unterricht so, dass jeder Spaß an der Sache hat.
Doch die Freude dauert nicht lang, denn Frau Müller Riebensehl kann Katja Kaufmann einfach nicht in Ruhe lassen. Sie stichelt an ihr rum und ist mit nichts zufrieden. Und als Frau Kaufmann dann auch noch darauf aufmerksam macht, dass Frau Müller Riebensehl droht, ihre Brosche zu verlieren, ist es ganz aus.
Es kommt wie es kommen muss. Die Brosche verschwindet wirklich aus dem Direktorenbüro und es wird natürlich die neue Lehrerin  verdächtigt und der Schule verwiesen.
Die Kinder machen sich auf die Suche nach der Brosche und wollen die Sache aufklären. Endlich macht der Unterricht Spaß und dieser Lehrerin muss geholfen werden.

Meine Meinung:
Boar, bei dieser Folge tritt die blöde Müller Riebensehl aber mal sowas von in den Vordergrund. Das ist ja fast schon widerlich, wie sie verkündet, dass sie nun Direktorin sein wird. In dem Moment ist mir die Stimme total auf den Wecker gegangen und ich hatte in Bild von einem wirklich steifen älteren Mütterchen vor meinem geistigen Auge, was mit stechenden Augen darauf lauert, dass ihr doch jetzt bitte endlich mal jemand gratuliert. – Die Kinder denke aber zum Glück nicht dran.
Es war mir fast klar, dass die Vertretungslehrerin das komplette Gegenteil sein musste. Alles andere hätte für mich im Sinne der Geschichte einfach keinen Sinn gemacht. – Und wie die Frau besser ist. Wenn man beide Lehrerinnen mal so miteinander vergleicht, merkt man wirklich, dass Frau Müller Riebensehl zu einer komplett anderen Zeit studiert haben muss. Außerdem kommt sie so rüber, als würde sie ihren Job hassen, weil die Kinder eben Kinder sind.
Frau Kaufmann dagegen hätte ich mir selber als Lehrerin gewünscht. Von Anfang an ist sie verständnisvoll, aber eben auch bestimmt. Sie ist ruhig, macht nicht nur Vorwürfe, sondern macht wirklich den Eindruck, als wollte sie den Kinder auch wirklich was beibringen.
Was mich allerdings etwas gewundert hat, war die Tatsache, dass sie sich so gar nicht wundert, dass Bibi hexen kann. Das wurde ja irgendwie nicht vor angekündigt, sondern passiert einfach mal so mittendrin. Frau Kaufmann wundert sich so gar nicht darüber. Rein theoretisch dürfte sie ja mit Hexen noch nichts zu tun gehabt haben und sollte dementsprechend sprachlos sein. – Dem ist aber nicht so.
Die Szenen, die Frau Müller Riebensehl macht, tropfen vor lauter Eifersucht. Da sticht mehr als einmal deutlich heraus, dass es ihr gehörig gegen den Strich geht, dass die Kinder Spaß am Unterricht haben. Und dass sie dann wirklich so dreist ist, die junge Frau des Diebstahls zu bezichtigen und sie auch gleich von der Schule zu werfen, geht mir schon zu weit an der Realität vorbei. Der Diebstahl kann nicht bewiesen werden. Und ohne Beweis kann ich auch niemanden verurteilen. Das hätte ich mir dann schon mehr gewünscht. Aber die Frau ist wild vor Eifersucht. Das kommt auf jeden Fall richtig deutlich zum Vorschein.
Trotz allem würde ich die Folge im guten Mittelfeld einordnen. Zu mehr reicht es leider nicht, weil ich vieles einfach zu vorhersehbar finde. Die Tatsache, dass die Jungs die Lehrerin anhimmeln war so vorhersehbar und dann am Ende auch viel zu übertrieben dargestellt. Und dass sich Frau Müller Riebensehl in ihrer blinden Wut irrt, war auch mehr als logisch.
Und seit wann kann Bibi ungestraft in der Schule hexen? Das macht sie mehrfach!!! Und ich sehe das als Logikfehler. In jeder Folge wird betont, dass das nicht sein darf und hier hext sie scheinbar wild durch die Gegend. – Haben sich die Autoren mit ihren eigenen Regeln vor die Wand gefahren?

[EBook] Craig Shaw Gardner – „Ein Magier in Nöten“

Craig Shaw Gardner
„Ein Magier in Nöten“
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 9-783-404-20128-0

– eine Rezension aus der Kramkiste –

Lacher, Magie und andere tolle Dinge, machen diese Lektüre zu einem kurzweiligen Vergnügen.

Klappentext: (konnte ich leider nicht mehr ausfindig machen)

Inhalt: Der große Magier Ebenzum und sein Lehrling Wundwort leben im ewigen Wald in einer kleinen Hütte. Das Leben ist etwas langweilig, bis zu dem Tag, an dem dem Lehrling ein Missgeschick passiert und der Magier ihm helfen will. Dummerweise zieht er sich bei der Hilfe eine Krankheit zu, die ihn immer niesen lässt, wenn er irgendwie auf Magie stößt. – Eine Weile geht das gut, nur so bleiben kann das nicht. Also machen sich die beiden auf den Weg in die große Stadt. Dort erhofft sich Ebenzum Hilfe und Heilung.
Auf dem Weg geraten Meister und Lehrling in manche schreckliche, seltsame oder auch gefährliche Situation.

Fazit: Ok, es war ein Zufallsfund auf einer Literaturwebsite, wo ich auf dieses Buch aufmerksam geworden bin. Fakt ist mal, dass ich mir das nie im Leben gekauft hätte. Es ist wirklich nicht gelogen, wenn ich behaupte, dass es sich um eine Art antike Fantasy handelt.
Bitte nicht falsch verstehen: Ich hatte einen gewissen Spaß an der Lektüre. Und ich bereue auch nicht, dieses Buch gelesen zu haben. Aber es ist jetzt wirklich nicht so, dass man das Buch nun unbedingt gelesen haben muss. Dazu ist der Inhalt doch zu trivial, als dass man damit heute noch irgendwelche Leser hinterm Ofen hervor holen könnte.
Vom Schreibstil her, ist das Buch hervoragend als Feierabendlektüre geeignet. Keine Fachbegriffe und kurze und einfache Sätze. Einfach lesen und verstehen. Ganz einfach, allerdings auch keinerlei Herausforderung.
220 kurze Seiten nehmen jetzt auch nicht wirklich viel Zeit in Anspruch und ich hatte das Buch im Prinzip in zwei Tagen gelesen. Lediglich die Müdigkeit hat es etwas länger dauern lassen.

Bei „Ein Magier in Nöten“ handelt es sich um Band eins der Ebenzum-Reihe. Von der hatte ich bisher noch nichts gehört. Aber Ebenzum ist nichts weiter als der Protagonist. Ein Magier, der mir allerdings leicht vertrottelt und verpeilt erscheint. – Keine wirkliche Leuchte. Das allerdings ergibt so manche Situation, in der man einfach nur noch herzhaft los lachen will.

Bewertung von 4 Sternen.
Für die volle Punktzahl hat es dann leider nicht gereicht.

[EBook] Volker Dützer – „Das Ambrosia-Experiment“

Volker Dützer
“Das Ambrosia-Experiment”
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 9-783-732-56700-3
Länge: 325 Seiten

– gelesen im April 2021 –

Auf dieses Buch bin ich durch einen täglichen Newsletter aufmerksam geworden, der mir immer wieder runter gesetzte oder sogar kostenlose Ebooks anzeigt, die gerade bei Thalia und Co zu erwerben sind.
Der Klappentext hat mich neugierig gemacht.

Klappentext: Sie träumen von Unsterblichkeit – und sind bereit, dafür über Leichen zu gehen

Auf der einen Seite: ein Mord in Koblenz. Eine Schönheitsklinik in den Alpen. Und eine Gruppe sehr reicher, sehr mächtiger Männer, die bereit ist, andere sterben zu lassen, um selbst am Leben zu bleiben. Auf der anderen Seite: die junge Laborantin Jule Rahn und der zwangsversetzte Kommissar Lucas Prinz. Beide fest entschlossen herauszufinden, was sich hinter den Machenschaften dieser Männer verbirgt. Gemeinsam kommen die beiden einem Verbrechen auf die Spur, dessen Ausmaß sie fassungslos macht. Und dessen Drahtzieher haben nicht vor, die beiden am Leben zu lassen …

Inhalt: Jule führt ein Leben voller Zwänge und immer nach demselben Schema. Allerdings gerät dieses komplett durcheinander, als ihr eine Leiche vor die Füße fällt und sie mitbekommt, dass sie den Täter und der Täter sie gesehen hat.
Der Polizist Lucas Prinz bekommt eine zweite Chance, nachdem er in Frankfurt ins eigene Nest gepinkelt hat. Er will eigentlich nun Dienst nach Vorschrift schieben, bekommt aber schnell mit, dass genau das nicht möglich ist. Man erwartet direkt von ihm, dass er wieder das eigene Nest beschmutzt.
Lucas Prinz ist der Einzige, der in Jule eine glaubhafte Zeugin sieht.  Warnungen von Kollegen, dass die Frau verrückt ist, schlägt er in den Wind und stellt weiterhin Ermittlungen an. Dabei deckt er eine Schweinerei sondergleichen auf.
Eine Organisation, größer als gedacht, will den Schönen und Reichen den Traum vom ewigen Leben erfüllen und geht dabei sprichwörtlich über Leichen.

Fazit: In die Handlung geht es quasie mit einem riesen Hauruck hinein. Dem Leser fällt gleich erst einmal eine Leiche vor die Füße und schon steckt er mitten im Geschehen. Von Anfang an habe ich mit der Protagonistin mit gefiebert. Ich habe mich gefragt, warum sie sich so verkriecht und war umso erstaunter als nach und nach heraus kam, was diese Person so alles für Probleme hat.
Dann kommt Lucas Prinz ins Spiel und schon nimmt die Handlung eine Fahrt auf, die schneller nicht sein kann. Zunächst einmal haben die beiden Handlungsstränge nicht wirklich etwas miteinander zu tun. Aber das ändert sich schnell, als Prinz herausfindet, dass Jule etwas gesehen hat, was sie niemandem anvertraut. Allerdings bekommt man auch mit, wie andere Polizisten über sie denken und kann voll verstehen, dass sie sich in ihr Schneckenhaus verkriecht und alles mit sich ausmacht.
Das Schicksal von Prinz und Jule ist geschickt und vorsichtig in eine noch größere, noch mächtigere Story eingearbeitet. Es kommen auch Liebesszenen darin vor, die aber super hinein passen, weil sie nicht vor Romantik triefen.
Ein weiterer Sympathiepunkt ist der streunende Hund, der sich quasi selber adoptiert so etwas wie eine richtige Familie komplett macht. Ein niedlicher und später nützlicher Aspekt.

Die Handlung selber ist einfach beschrieben. Es gibt keine langwierigen Erklärungen und somit unnötige Längen. Die ganze Zeit fließt die Handlung und die ganze Zeit war ich vor Neugier und Spannung richtiggehend an den Reader gefesselt. Ich konnte und wollte kaum mit dem Lesen aufhören und habe Störungen und Unterbrechungen gehasst. – Die waren aber leider nötig, wenn der Alltag sein Recht eingefordert hat. Aber danach ging es dann gleich wieder in die Handlung hinein. Zwei Zeilen und schon wusste ich genau, wo ich stehen geblieben war und auf was es gerade ankam.
Einen Kopfkinofilm hatte ich leider nur stellenweise. Die Spannung ging eher vom Großen Ganzen aus. Denn das eigentliche Experiment kommt nur sehr langsam zum Vorschein. Der Leser merkt schnell, dass hier etwas Größeres dahinter steht. Ich war dann sogar geschockt, als die Geister aus Jules Kindheit wieder auftauchen und komplett entsetzt, wie skrupellos manche Menschen sind.
Die Idee hinter dem Ganzen ist schon irgendwie ziemlich genial. Der Traum der Menschheit älter zu werden, länger zu leben und bis zum Ende fit und vital zu sein, ist so alt, wie die Menschheit selber. Und diesen großen Wunsch in so einen wirklich kurzweiligen Thriller einzubauen, war ein wirklich genialer Schachzug. Und am Ende war die Verpackung zwar nichts Besonderes, das Gesamtkonzept aber wieder mega.
Die Dramatik am Ende hätte vielleicht nicht ganz so in die Länge gezogen werden müssen. Aber auf der anderen Seite hat der Autor auch hier noch einmal einen Haken geschlagen, den ich so nicht erwartet hätte.

Alles in Allem bewerte ich das Buch mit den vollen 5 von 5 möglichen Sternen.
Ich war gefesselt, ich war von der Idee an sich total begeistert und finde es auch super umgesetzt. Nicht zu lang und nicht zu kurz lässt es sich auch nach einem anstrengenden Arbeitstag noch super lesen und verstehen. Es ist alles da, was ein gutes Buch braucht, um zu gefallen und in Erinnerung zu bleiben.

Saturday Sentence – „Das Geheimnis von Shangri La“

1. Nimm deine aktuelle Lektüre

Eigentlich suchen Sam und Remi Fargo Schätze, keine Menschen. Doch für ihren Freund Frank Alton machen sie eine Ausnahme. Kaum haben die Fargos den Auftrag angenommen, entgehen sie nur knapp dem ersten Mordanschlag. Halb auf der Flucht, halb auf der Suche folgen sie der Spur zu einem Luftschiff, das einst im Himalaya verschwand. Was hat sich an Bord befunden, dass sich noch heute Killerkommandos an die Fersen der Schatzjäger heften? Verzweifelt suchen die Fargos nach Antworten. Doch die könnten genauso tödlich sein wie die ewige Kälte auf den Gipfeln des Himalayas …Archäologie, Action und Humor für Indiana-Jones-Fans! Verpassen Sie kein Abenteuer des Schatzjäger-Ehepaars Sam und Remi Fargo. Alle Romane sind einzeln lesbar. (Quelle: Lovelybooks.de)

Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein „Saturday Sentence“ lautet.

Dabei passierten sie eine Reihe von Dörfern, die sich so gut wie gar nicht von Jomson unterschieden.

Clive Cussler – „Das Geheimnis von Shangri La; ISBN: 9-783-442-38069-5

3. Und wie ist es bisher
wie alle Bücher von Clive Cussler, die mir bisher unter gekommen sind. Einfach nur meeeeeega!!!

In diesem Fall spielt das Ganze in einer gigantischen Landschaft, in einem Land von dem es von Sagen und Legenden und religiösem Brauchtum nur so wimmelt. Dazu noch die Action, die Rätsel, die tatsächlich passierte Geschichte. So geschickt in die Story eingewoben, dass man als Leser in seiner ganz eigenen Welt landet und kaum noch davon los kommt.

Ich habe beim Lesen einen herrlichen und schnellen Film vor meinem geistigen Auge. Ich fiebere förmlich mit und kann auch die Charaktere nicht leiden, die auch die Fargos (die Protagonisten) nicht leiden können.

Kurz gesagt, ich finds mega und werde jetzt auch weiter lesen. – In der Sonne, solang die Regenwolken noch nicht da sind.

Fusselfreitag #68

Fussel im hohen Gras…
Ich bin ja nur froh, dass wir einen guten und zuverlässigen Zeckenschutz haben. Was ich von Kolleginnen und Freunden schon für Zeckenstories gehört habe, in diesem Jahr, reicht mir für den Rest meines Lebens.
Bisher kann ich Fussel ohne Bedenken ins hohe Gras lassen, da ist nie eine.
Klar, er wird nach dem Gassigang mit Grasstreifzügen ordentlich abgesucht und durchgekämmt, aber bisher toi toi toi

[Hörspiel] Bibi Blocksberg 74 – “Der Brieffreund”

Autor: Ulf Tiehm
Regie: Ulli Herzog
Musik: Wolfang W. Loos, Heiko Rüsse
Verlag: kiddinx
Produktionsjahr: 2001
Dauer: 40 Minuten 51 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – Gunter Schoß
Bibi Blocksberg – Susanna Bonaséwicz
Barbara Blocksberg – Hallgard Bruckhaus
Bernhard Blocksberg – Guido Weber
Schubia – Ghada Al-Akel
Marita – Uschi Hugo
Daniel Donnerkeil – Robin Kahnmeyer
Felix Feigenbaum – Julien Haggège

Direkt auf Spotify hören

Inhalt:
Bibi bekommt einen Brief von einem Daniel Donnerkeil. Angeblich wohnt er in Dampfbad an der Drossel und hat drei Haustiere, deren Namen auch alle mit D anfangen.
Zunächst ist Bibi Feuer und Flamme und erzählt Marita alles. Die ist von dem Bild schon total begeistert. Doch dann trifft Bibi auf Schubia, die beiden kollidieren fast miteinander, weil Bibi wegen der Danielgeschichte so in Gedanken ist. Es kommt raus, dass Schubia auch einen Brieffreund hat, bei dem alles mit einem F beginn.
Ganz komisch wird es, als Bernhard Daniel in Neustadt gesehen haben will. Spätestens jetzt ist klar, dass da etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Und schnell ist auch klar, dass das mit dem ganzen D`s nicht stimmen kann. Hier handelt es sich einzig und allein um einen Hexencoat, den Bibi dann unbedingt knacken will.
Mit Hilfe eines Hexenspruchs und der Annahme, dass der Vorname Daniel stimmt, kann endlich die richtige Adresse und der richtige Name des Jungen heraus gefiltert werden.
Endlich kann sich die ganze Geschichte aufdröseln, sich Bibi und Daniel persönlich kennen lernen und Schubia rückt auch endlich mit der Sprache raus. Trotzdem wollen Daniel und Bibi Schubia helfen, dass sie ihren Freund endlich ihren Eltern vorstellen kann.

Meine Meinung: 
Ei jei jei, wie führt sich denn Bernhard bitte auf, als er von der Arbeit kommt. Tür auf und schon geht das Pascha-Gehabe los. Wo ist dies, wo ist das, ich habe Hunger bla bla bla…. wo sind wir denn? In dem Moment habe ich Barbara Blocksberg wirklich stark bewundert, für ihre Nerven und die Ruhe, die sie in dem Moment bewahrt. Alle Achtung.
Als Bernhard dann von dem Brief erfährt und mitbekommt, dass Bibi den Jungen garnicht kennt, der ihr da geschrieben hat, wird er gesund misstrauisch. Das hätten beide Eltern aber mal weiterführen sollen. Ich finde es schon etwas fahrlässig, dass sie Bibi da so ins offene Messer rennen können. Rein erzieherisch für die hörenden Kinder auch nicht unbedingt von Vorteil. Man sollte fremden Leuten in jedem Alter nicht unbedingt so bedingungslos trauen. – Gerade in dem Moment wo Barbara denn feststellt, dass ihr die Hexennase juckt, dass da also etwas nicht stimmen kann. Spätestens da hätte ich die Notbremse gezogen und Bibi nicht auch noch weitermachen lassen…
Schubia…. dieser Charakter ist ja mal so ein Ding für sich. Sie ist eine Punkerhexe und gerade in dieser Folge kristallisiert sich heraus, dass sie mit Sicherheit einen ganzen Schwung älter ist, als Bibi. Sie wirkt auch in ihrem ganzen Tun und Lassen irgendwie erwachsener als noch in der Folge mit der Hexenschule. – Allerdings bewahrt sie das nicht vor riesigem Blödsinn. Sie verliert ihren Freund von ihrem Besen und der fällt mitten ins Eisbärengehege. – So weit, so gut. Ist ja für Hexen kein Problem, ihn da wieder raus zu hexen, oder aber den Fall zu bremsen. Doch nicht Schubia. Die will davon nicht mal was mitbekommen haben.  – Bibi muss den Karren aus dem Dreck ziehen. Bibi, die jüngste in dieser Viererbande und wohl auch die vernünftigste von allen.
Als die ganze Geschichte dann am Ende augefdröselt wird, habe ich vieles nicht kapiert. Schubia hätte doch auch direkt mit der Sprache rausrücken können. Was sollte denn dann noch dieser ganze Mist mit dem Hexencoat und der versuchten Erpressung. Schubia sollte Bibi eigentlich besser kennen. Sie hätte wissen können, dass sie auch so zu Bibi hätte kommen können. Und sie wäre da mit Sicherheit nicht einfach mal so abgewiesen worden. Man hätte sich das ganze Durcheinander komplett sparen können. Ist das alles nur der Story wegen inszeniert worden? Dieser Verdacht drängt sich mir nämlich aus.

Ich würde das Hörspiel trotz allem im oberen Bereich mit einordnen. Ich bin gut unterhalten worden, ich habe mich aufregen können, war dann aber auch wieder versöhnt und fand es toll, wie unterschiedlich die vier Charaktere waren und dann aber doch irgendwie zueinander gefunden haben. – Etwas, woran sich so manche Kids heute durchaus mal ein Beispiel nehmen könnten. Statt den Streber zu mobben und bis aufs Blut zu ärgern, kann man ihn auch einfach akzeptieren wie er ist und am Ende vielleicht von seiner Schlauheit mit profitieren, wenn er einem Nachhilfe geben kann. Ein versteckte Lehre, in dem Moment, vielleicht sehe auch ich die nur so. Aber ganz ehrlich, akzeptiert euren Gegenüber doch einfach wie er ist. 

[Ebook] Tess Gerritsen – „Grabkammer“

Tess Gerritsen
„Grabkammer“
Verlag: Blanvalet
ISBN: 9-783-734-10685-9
Länge: 432 Seiten

– eine Rezension aus der Kramkiste –

Mein erster Gerritson, aber bestimmt nicht mein letzter. Spannung von vorn bis hinten.

Klappentext: Eine ägyptische Mumie, die keine ist, ein Schrumpfkopf im Museum und eine Moorleiche im Kofferraum …

Im Keller eines Bostoner Museums wird eine Mumie entdeckt. Als die Museumsleitung sie untersuchen lässt, kommt Grausames zutage: Denn die Mumie ist nicht annähernd so alt wie angenommen. Und in ihrem Bein steckt eine Pistolenkugel … Sie wird nicht die letzte Leiche sein, die nach allen Regeln der antiken Bestattungskunst konserviert wurde. Ein perverser Mörder scheint seine Opfer für die Ewigkeit erhalten zu wollen. Jane Rizzoli und Maura Isles beginnen zu ermitteln – und stechen in ein teuflisches Gespinst aus alten Familiengeheimnissen und tödlicher Besessenheit. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Im Keller eines Museums wird eine Mumie gefunden. Man macht sich also daran, sie zu erforschen, da man sie bald ausstellen möchte. – Was dann allerdings bei der radiologischen Untersuchung raus kommt, ist mehr als seltsam. Die Frau scheint fachmännisch mumifiziert zu sein, die Leinenbinden sind 2000 Jahre alt, aber wie kommt das Projektil in den Unterschenkel? Im alten Ägypten gab es doch noch keine Schusswaffen.
Es bleibt nicht bei dieser einen Kuriosität. Denn Untersuchungen im Museum befördern noch mehr nicht katalogisierte Exponate ans Tageslicht. Unter anderem einen Schrumpfkopf, der nicht so alt ist, wie er auf den ersten Blick vorgibt zu sein.
Es wurden ohne Frage Morde verübt. Fast perfekt, da durch die entnommenen Organe keine Todesursache mehr festgestellt werden kann.
Die junge Archäologin Josephine Palcillo wirkt sehr verschreckt, als der Mumie aus dem Museumskeller eine persönliche Kartusche entnommen entnommen wird. Und nachdem Sie auch eine mumifizierte Leiche in ihrem Kofferraum gefunden hat, verlässt sie die Stadt. – Ihren Problemen entkommt sie so aber nicht. Ganz im Gegenteil, sie reitet sich erst noch richtig rein. Die Polizei findet nämlich heraus, dass ihre Identität nicht echt ist und dass sie eigentlich anders heißt.
Josephine wird trotz Polizeibewachung gekidnappt. Von dem Mann der ihr Vater ist, was sie aber nicht weiß. Der Mann ist hinter ihrer Mutter her, von der Josephine nicht weiß, dass sie noch am Leben ist.

Fazit: Tess Gerritson war mir als Autorin schon immer ein Begriff. Nur gelesen habe ich noch nichts von ihr. Das hat sich allerdings mit diesem Buch geändert. Und ich habe es nicht eine Sekunde lang bereut. Ganz geschickt sind die Ermittlungen in verschiedenen Handlungssträngen beschrieben. Sie nehmen zwar schon Bezug zueinander, verknüpfen sich aber dann zu einem grandiosen Finale, was ich so auch nicht erwartet habe.
Der Schreibstil ist klar und unverschnörkelt. Notwendige Erklärungen sind da, lassen ein Bild im Kopf entstehen, bremsen die Handlung aber nicht aus. So ist es an keiner Stelle langweilig und die 416 Seiten sind wie im Flug gelesen.

Ich mag ja Krimis nicht so wirklich. Aber mit dem Buch bin ich schon so ein wenig auf den Geschmack gekommen. Von der Autorin jedenfalls werde ich schon noch mal das eine oder andere Buch lesen. Habe ich mir hiermit fest vorgenommen.