[Hörspiel] Die drei ??? 234 – „und der lebende Tresor“

Autor: André Minninger
Musik: Dethlef Oels, Nathaniel Steinbrecher, Jan-Friedrich Conrad, Betty George, Andris Zeiberts, Alexander Körting, Thomas Körting
Regie: Heikedine Körting
Verlag: EUROPA
Erschienen: 25. Juni 2025
Länge: 1 Stunde 23 Minuten

Die Sprecher und ihre Rollen:

Erzähler – Axel Milberg
Justus Jonas, Erster Detektiv – Oliver Rohrbeck
Peter Shaw, Zweiter Detektiv – Jens Wawrczeck
Bob Andrews, Recherchen und Archiv – Andreas Fröhlich
Lucy Apple – Anna Carlson
Janet Madison – Birte Kretschmer
Ronald Fletcher – Tobias Meister
Mandy Coolman – Philine Peters-Arnolds
Horrice – Francois Smesny
Jasper – Christian Rudolf
Ernest Lubitch – Till Hagen
Inspektor Cotta – Holger Mahlich
Godween – André Minninger

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Inhalt:

Auf die drei Detektive kommt eine Frau zu, die zunächst einen Fall hat, der nach Eifersucht und Liebesdrama klingt. Die Detektive sind versucht, den Fall nicht anzunehmen, was sich aber nicht mit dem Slogan auf ihrer Visitenkarte vereinbaren lässt.
Die Jungs gehen mit der Frau einen Deal ein und beginnen ihre Ermittlungen. Sie sollen den Lebensgefährten der Dame auf den Zahn fühlen, weil sie bei ihm Untreue vermutet. Doch die Ermittlungen laufen schleppend an und enden in einer Sackgasse.
Die Klientin hat ihnen verschwiegen, dass sie einen Unfall hatte und unter Amnesie leidet. Diese Tatsache lässt den Fall in einem ganz anderen Licht dastehen. Die Auftraggeberin mutiert zu einer möglichen Täterin, wird mit den Tatsachen konfrontiert und es gibt natürlich kein Einsehen. – So lang, bis die drei Detektive dann wirklich den Beweis erbringen, natürlich nicht, ohne vorher selber ins Fadenkreuz von Spekulationen zu geraten.

Mein Hörerlebnis:

Die Folge startet, wie wir es von den drei Detektiven gewohnt sind. – Ein neuer Klient kommt auf sie zu und macht sie mit dem neuen Fall vertraute. Allerdings kam diese Klientin hier dann doch ganz schon aufdringlich und aufbrausend daher. Ich habe mir gleich gedacht, dass es wohl nicht so eine gute Idee ist, ein Arbeitsverhältnis unter solchen Bedingungen zu beginnen.
Es wäre keine Folge der drei Detektive, wenn sie den Fall nicht doch annehmen würden und die Ermittlungen starten. – In jedem Fall haben sie, was die Technik angeht, sehr gut aufgerüstet. Richtmikrofone, Abhörsender und viele mehr, erleichtern den drei Jungs inzwischen die Arbeit.
Es folgt ein Faktensammeln, was nicht nur mich dann doch irgendwie verwirrt hat. Die ganzen Ermittlungen und die Ergebnisse sind spannend, aber ergeben im Hinblick auf den Fall absolut keinen Sinn.
Es ist einmal mehr Justus zu verdanken, dass irgendwann die Ermittlungen doch irgendwie in die richtige Richtung gehen und die Unternehmungen dann wirklich zu einem Ergebnis führen.
Des Rätsels Lösung hat mich wenig zufrieden gestellt, macht es doch mal wieder klar, dass die Geldsäcke dieser Welt auch nichts anderes als Dreck am Stecken haben.

Fazit:

Eine gewohnte und dem Schema entsprechende Folge der drei Detektive. Ein neuer Fall, Ermittlungen, Verwirrungen und dann das große Umdenken und das Ergebnis ist da. Wobei bei diesem Fall die ganze Handlung schon sehr geschickt eingefädelt ist, dass man auch und gerade als Hörer erst einmal schön mit in die falsche Richtung denkt und ermittelt.
Die Schauspieler haben ihren Job gewohnt gut gemacht und mir stellenweise ein herrliches Kopfkino beschert. – Einige Charaktere kamen genau so schmierig und eklig an, wie sie wohl gedacht waren und das allein hat schon ziemlich fasziniert.
Die Geräuschkulisse war so sparsam wie immer, aber so wirkungsvoll, wie ich es bei dieser Reihe gewohnt bin.
Der Fall selber hat sich nach einigen Irrungen und Wirrungen dann noch aufgeklärt und konnte zu einem Ergebnis gebracht werden. – Gut zu wissen, dass es auch Geldsäcken mitunter an den Kragen geht, wenn sie erwischt werden.

[Hörbuch] Mark Benecke – „Viral.Blutrausch“

Mark Benecke
„Viral.Blutrausch“
Verlag: Lübbe Audio
EAN: 9-783-754-00437-1
Länge: 5 Stunden 43 Minuten
Sprecherin: Gabriele Blum

– gehört im Mai 2025 –

Ich habe mir mal die auf Spotify vorhandenen Bücher von Mark Benecke vorgenommen. Also bin ich jetzt bei diesem hier gelandet und habe eine Überraschung erlebt.

Klappentext:

Wahrheit oder Verschwörungsmärchen: Welche Gefahren lauern in unserer vernetzten Welt?

Eine Mordserie erschüttert eine deutsche Großstadt. Leichen von jungen Frauen tauchen an unterschiedlichen Fundorten auf. Der Gerichtsmediziner macht eine grausige Feststellung: Den Frauen wurden mit chirurgischer Genauigkeit große Mengen Blut abgenommen. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Wer steckt hinter den Schneewittchen-Morden?

Hauptkommissarin Christine Peterson fordert die Unterstützung der Privatermittler Janina Funke und Bastian Becker an. Doch die Spurensuche erweist sich als schleppend. Je länger die Mordermittlungen andauern, desto mehr Verschwörungsmärchen verbreiten sich im Netz. Nach und nach entwickeln sie sich zu einer ganz eigenen, echten Bedrohung.

  • Wer ist der Frauenmörder? Mitreißende, moderne Crime-Noir-Geschichte
  • Erschütternd & gesellschaftskritisch: Spannendes Buch über Wahn und Wirklichkeit
  • Verbrecherjagd unter erschwerten Bedingungen: Ermittlungsarbeit im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit

Die Angst vor dem Vampir-Mörder: Gibt es das Böse?

Bei der Suche nach einer Antwort auf die Frage nach dem »Warum?« geraten Janina Funke und Bastian Becker immer mehr unter Druck. Der Landesinnenminister drängt auf rasche Ermittlungsergebnisse. Die Stimmung in der Gesellschaft ist angespannt. Die Menschen gehen auf die Straße und brüllen ihre Verdächtigungen heraus.

Die Ermittler versuchen, sich in den Täter hineinzuversetzen. Will der Mörder seine Opfer vorführen? Arbeitet er alleine? Steht er in Verbindung zur Realvampirismus-Szene?

In seinem ersten Krimi entführt uns der Bestsellerautor und Kriminalbiologe Mark Benecke in einen unbekannten, düsteren Teil unserer Gesellschaft, wo Verbrechen und Verschwörungsglaube eine unheilvolle Verbindung eingehen. (Quelle: Thalia.de)

Inhalt:

Sebastian Becker lebt in der großen Stadt. Er ist ehemaliger Polizist, da er sich im Polizeidienst nicht so wirklich an die vorgeschriebenen Dienstwege gewöhnen konnte. Nun ist er Privatdetektiv und unterstützt seine ehemaligen Kollegen zeitweise.
So geschieht das auch im Fall der Schneewittchenmorde. Es werden tote junge Frauen aufgefunden, deren Leichen kaum noch einen Tropfen Blut enthalten. Bei der Obduktion stellt sich heraus, dass zur Entleerung des Blutkreislaufes ein einziger aber hochgradig präziser Schnitt ausgereicht hat.
Lang tappen die Ermittlungen im Dunkeln und der falsche Täter befindet sich in Haft. Sebastian macht sich nicht gerade beliebt, indem er immer wieder darauf drängt, dass man sich doch bitte nicht an diesem einen Mann festsetzen soll.
Als er dann von dem Fall ausgeschlossen wird, macht er trotz allem weiter, findet Parallelen zu anderen Fällen, die schon Jahre zurückliegen und kann mit einer nicht genehmigten Durchsuchung den wirklichen Täter ausfindig machen, der eine große Überraschung ist.

Fazit:

Dr. Mark Benecke ist ein wirklich bekannter Kriminalbiologe. Er hat bereits durch das eine oder andere Fachbuch von sich reden gemacht. Mit „Viral.Blutrausch“ legt er seinen ersten Kriminalroman vor und hat mich damit wirklich sehr überrascht.

Sebastian Becker ist eine ziemlich verkrachte Existenz, wenn man mal genau hinschaut. Er hat Alpträume, er hat Altlasten und immer wieder hatte ich den Eindruck, dass er nicht wirklich unvoreingenommen an die Ermittlungen herangeht. Es wirkte fast so, als wolle er mit aller Gewalt den Fall selber lösen, um es sich und seinen ehemaligen Kollegen unbedingt beweisen.
Die Mordfälle selber sind sehr anschaulich dargestellt und haben mir ein wirklich deutliches Bild der Leichen geliefert. Diese weise Haut, die jungen Frauen und dann dieser winzige Schnitt, der die Todesursache gewesen sein soll. – Weniger interessant fand ich die Darstellung, wie sie hindrapiert worden sind. Dieses ganze Gerede von irgendeiner Kunst hat mich jetzt nicht wirklich abgeholt.
Als sie nach so kurzer Zeit bereits den Täter haben wollten, war mir gleich klar, dass das mit Sicherheit nicht der Richtige sein kann. Wie Becker dann allerdings darauf kommt, dass etwas nicht stimmen kann und wie er dann darstellt, das die ermittelnde Polizeibeamtin unbedingt darauf beharrt, dass sie den Täter schon haben, macht sehr deutlich, dass auch ermittelnde Beamten nur Menschen sind und den menschlichen Zwängen unterlegen sind.
Becker ist von dem Fall abgezogen und macht trotzdem weiter. Er ist fast ein Symbol dafür, dass er besser ist, wenn er außerhalb der polizeilichen Strukturen arbeitet. Er kommt auf des Rätsels Lösung auf recht unkonventionellem Weg und kann dadurch sogar seinen Problemen zu Hause davonrennen.
Der Täter selber war dann schon irgendwie eine Überraschung. Ein interessanter, aber schon auch irgendwie abstoßender Typ, wie er hier dargestellt ist. Aber seine Motivation zu diesen Taten ist auch für den Hörer irgendwie nachvollziehbar.

Mark Benecke kann hier mit seinem Fachwissen schon sehr viel an Boden gut machen, wenn es um die polizeilichen Ermittlungen geht. Dazu gibt es noch eine gehörige Portion Kritik an der Voreingenommenheit und den starren Strukturen, die so eine Ermittlung stellenweise ganz schön erschweren können.
Der Fall selber ist jetzt nichts, was vielleicht nicht schonmal da gewesen ist. In jedem Fall hat es Herr Benecke aber sehr gut drauf, die Gedanken von dem Fall immer wieder abzulenken und die an den Ermittlungen beteiligten Personen als ganz normale Menschen darzustellen. Alle mit ihren eigenen Problemen und Gedankengängen.
Die ganze Handlung bestand aus einem einzigen Erzählstrang, sodass ich dem Ganzen wirklich sehr gut folgen konnte und sich mir stellenweise auch ein sehr bildhaftes Kopfkino ergeben hat.
Das Buch war, allein in dem, was es ist, eine Überraschung für mich. Die Ermittlungen selber, haben mir auch nicht unbedingt so viel gegeben, dass ich jetzt in Begeisterungsschüben ausgebrochen wäre. Aber dieses menschliche Drumherum, die Schwachstellen im System und das ganze Drumherum zeichnen hier ein sehr lebensnahes Bild.

Bewertung: 4 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
So toll ich das Buch auch zwischenzeitlich fand, hat es für die volle Punktzahl leider nicht ganz ausgereicht. Das lag aber einfach daran, dass es von der Art her einfach nicht das war, was ich von Herrn Benecke bisher gewohnt war.

[Hörspiel] Geister-Schocker 93 – „Schinderhannes Rückkehr“

Autor: G. Arentzen
Verlag: Romantruhe
Erschienen: 21. Mai 2021
Länge: 1 Stunde 4 Minuten

Die Sprecher:

Karen Schulz-Vobach
Sascha Rotermund
Vanida Karun
Marc Schülert
Franciska Friede
Detlef Tams
Jenny Maria Meyer
Felix Strüven
Christa Krings
Paul Burghardt
Patrick Steiner
Christin Deuker
Robert Kerick

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Inhalt:

Bei einem romantischen Stelldichein eines Pärchens zwischen den Weiern werden sie bestialisch ermordet und verbuddelt. – Die Täter muten altbacken und nicht aus dieser Zeit an, sind aber im ersten Moment nicht greifbar.
Im weiteren Verlauf stellt Conny Blank in ihrer Funktion als Mitarbeiter von Christoph Schwarz ihre Ermittlungen in dieser Region des Hundsrücks an. – Während der Ermittlungen gibt es weitere Todesfälle und die Polizei hat nichts Besseres zu tun, als Conny so gut wie möglich außen vor zu lassen.
Conny hat jedoch die Hilfe der Wassernixen, welche gerade in den Weiern mehr sehen und hören, als es die Menschen tun.
Es tauchen immer mehr Vermutungen auf, dass der berühmt berüchtigte Schinderhannes, welcher im 19. Jahrhundert sein Unwesen getrieben hat, wieder zurückgekehrt ist und nun Rache nehmen will. Doch Conny kann mit ihren Fähigkeiten den Fall am Ende wirklich aufklären und mit dem Irrtum aufräumen.

Mein Hörerlebnis:

Die Anfangsszene war noch sehr unterhaltsam. Ich hatte ein herrliches Kopfkino von einem romantischen Abend in der nächtlichen Landschaft vor mir. Ich habe das, in meinen Augen, noch relativ junge Pärchen vor mir gesehen, wie sie so friedlich umherlaufen und ihre Beziehung genießen. – Doch dann kommen andere Leute hinzu. Was zunächst nach einem doofen Zufall klingt, entpuppt sich schnell als übernatürliche Erscheinung. Allein die Sprache dieser „Angreifer“ ist alles andere als heute gebräuchlich. Da hat sich schon der Autor gut Gedanken gemacht, was er hier wie erzählen will.
Im weiteren Verlauf kommt diese Conny Blank ins Spiel. – Ich war angepisst. Nur, weil man da jetzt nen ziemlich neuen Charakter bei der Serie in der Serie ins Spiel bringt, wird die Sache nicht besser. Dies Conny Blank ist für mich ein Charakter, der weder in die Rolle, noch in das Format passt. Die klingt so etepetete und abstoßen korrekt. – bäh.
Jedenfalls wird dann innerhalb der Handlung sehr gut und ausführlich über die Legende des Schinderhannes aufgeklärt und ich habe sogar noch etwas gelernt. Was Sagen und Legenden doch alles aus so verschiedenen historischen Gestalten machen können, ist ein Wahnsinn.
Conny Blank hat in einem der vergangenen Fälle eine Art Verbindung mit Wassernixen aufgebaut. Sodass diese jetzt innerhalb der Weier wieder mit ins Boot geholt werden und ihre Rolle bekommen. – Allerdings wird es in Sachen Geistererscheinung dann doch etwas übertrieben. Wenn Baumäste auf einer Lichtung die Leute angreifen, eine im Leben stehende Polizistin dann doch eines besseren belehrt wird und wirklich einsieht, dass es Übernatürliches gibt und der Geist am Ende dann doch irgendwie wieder in seine Welt zurückgeschickt wird, war das dann doch ein wenig zu dick aufgetragne. Zumindest, was ich so für mich als vertretbar ansehe.

Fazit:

Die Story hatte einen guten Anfang und wurde mit Eintreten dieser Conny Blank zu einer Farce und dem puren Blödsinn.
Die Legende des Schinderhannes war sehr interessant und ich finde den Stoff hier wirklich mehr als vergeudet. Das wäre glaubhafter, besser und weniger verwirrend gegangen, wenn man es wirklich den Schinderhannes hätte sein lassen.
Die Schauspieler machen einen gewohnt guten Job und haben den Stoff so gut wie möglich dargestellt. – An ihnen hat es definitv nicht gelegen, dass mir diese Folge der Geisterschocker nichts gegeben hat.

Ich ordne diese Folge im unteren Feld meiner ganz persönlichen Rangliste mit ein. Die Detektei von und mit Christoph Schwarz baut mehr und mehr ab und wird von Folge zu Folge uninteressanter.

[Ebook] Wolfgang Hohlbein – „Nekropole“

Wolfgang Hohlbein
“ Necropole”
Reihe: Die Chronik der Unsterblichen (16)
Verlag: LYX
ISBN: 9-783-802-59328-4
Länge: 407 Seiten

– gelesen im Mai 2025 –

Leider sind die letzten Bücher dieser Reihe alle nicht so wirklich prickelnd gut gewesen und ein jedes Buch ist ein Kampf für mich. – Wenn der Anfang allerdings gemacht ist, geht es dann wieder.

Klappentext:

Seit Jahrhunderten sind sie bereits Gefährten – die Vampyre Andrej Delãny und Abu Dun. Auf der Suche nach dem Wissen über die Herkunft ihrer Art, haben sie sich der Jagd auf ihre Artgenossen verschrieben. Im Jahre 1669 hat es sie nach Rom verschlagen. Die Ewige Stadt ist in Aufruhr, denn eine Papstwahl steht unmittelbar bevor. Doch unter dem Petersdom braut sich eine dunkle Kraft zusammen, die die ganze Stadt zu verschlingen droht … (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt:

Die Pestmond legt mit ihrer stark dezimierten Besatzung endlich in Rom an, wo Andrej und Abu Dun ihrem Auftrag nachgehen sollen. Aber es ist seltsam ruhig in der Stadt. sollten hier nicht Menschenaufläufe sein, begeisterte Kirchenanhänger auf das nächste Konklave warten … – Es warten aber keine Menschenaufläufe, sonder seltsame und tödliche Kreaturen, die die Gestalt einer Katze, oder aber auch eines Menschen haben können.
Ali ist Papst, muss zusehen, dass er nicht erkannt wird, hat aber auch ein großes Geheimnis hier in Rom, was er zwar lüften will, wozu er aber mit seinen verbliebenen Anhängern durch die Menge der Kreaturen durch muss.
Am Ende steht zwar die Lüftung des Geheimnisses, aber auch der Tod vieler Menschen und eines inzwischen vertraut gewordenen Charakters.

Fazit:

Der vorletzte Band der Reihe lässt mich irgendwie aufatmen, dass ich es jetzt wirklich bald geschafft haben soll. Die Hassliebe zu dieser Reihe nimmt wirklich bei jeder Folge neue Dimensionen an. Glaubt man, ein schlimmes Buch überstanden zu haben, kommt ein Schlimmeres.
Es liegt definitiv nicht am Stoff selber. Es ist die Art, wie Hohlbein hier erzählt. Längen und ewigen Wiederholungen in den Dialogen machen dem Leser das Leben schwer.
Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass diese Bücher mal der absolute Hype gewesen sein sollen. Er hat durchaus bessere Bücher geschrieben, als diese Reihe.

Kaum waren die Protagonisten in Rom angekommen, gab es auch schon die erste Kampfrunde. Und schon ging es los, dass Hohlbein hier alles haarklein und super genau erzählt, dem Leser absolut keinen Platz für eigenen Fantasie lässt und mich schon hier dazu veranlasst hat, Seiten zu überblättern, nur um nicht so ausführlich lesen zu müssen, wer wem, was kaputt haut oder wer sterben muss.
Langwierige Dialoge, in denen immer und immer wieder Floskeln und Behauptungen wiederholt werden, haben mich noch zusätzlich angepisst und mir den Spaß am Lesen genommen.
Die Kreaturkeule ist in diesem Buch besonders Stark. Es fängt mit seltsamen Zombiekatzen an und dann sind es Gardisten des Vatikan, die seltsam untot sind und nicht mehr Herr ihrer Sinne. Im Grunde Kämpfen Andrej und Abu Dun abwechselnd gegen die Kreaturen oder sind dieses ständig flüchtende Mädchen am Suchen. Sind sie nun Babysitter oder Kämpfer? So ganz klar scheint das hier nicht zu werden.
Dieses Hin und Her gipfelt dann in einer Kampfserie irgendwo in den Katakomben des Vatikan, wo der Papst sein Geheimnis aus dem Versteck holt und Ayla erlöst. – Allerdings ist das Ende nach der Erlösung alles andere als schön und endet nur wieder damit, dass Andrej und Abu Dun fliehen müssen, und der Rest offen bleibt.

Das Ende war wirklich eine Mischung aus Rührseeligenkeit und Enttäuschung. Ich hätte mir für Andrej gewünscht, dass er vielleicht eine ebenbürdige Partnerin finden könnte. – Aber Herr Hohlbein hat wohl für seinen Protagonisten etwas anderes im Sinn gehabt. Das wird man dann im letzten Band der Reihe sehen.
Der Stoff selber war interessant, nur durch unglaublich ausschweifende Dialoge und übertriebene Kampfszenen komplett zerschrieben. Das Buch hätte durchaus die Hälfte der Seiten einsparen können, wenn man das alles ein wenig eingekürzt hätte und dadurch die Handlung schneller gegangen wäre.
Die Kapitel waren stellenweise sehr lang und dann wieder überraschend kurz. – Auch so ein Ding, was mich in meinem Lesefluss oftmals ganz schön aus dem Takt gebracht hat.

Bewertung: 4 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Herr Hohlbein stellt sich hier wirklich bei jedem Buch durch seinen Stil selber ein Bein. Der ganze Stoff ist schon eine gute Mischung aus Geschichte und Fantasy, aber auch so etwas kann man durchaus interessanter schreiben.

Meine Woche 32. Kalenderwoche 2026

Geärgert:
Über den Job und seine Umstände – der hat sich als etwas ganz anderes herausgestellt, als man es mir beim Probearbeiten verkauft hat und ich hatte die ganze Woche mit mir zu tun, überhaupt ins Auto zu steigen, um in diese Bumsbude zu fahren.

Gefreut:
Auf die Tatsache, dass ich noch eine Woche durchstehen muss und dann erst einmal drei Wochen Urlaub habe.

Gedacht:
Oweia … in was für einen Mist habe ich mich denn da bitte wieder reinmanövriert.

Gefragt:
Ob ich in dieser Firma jemals so etwas wie ankommen und richtig loslegen kann…

Genervt:
Ich will doch arbeiten und was produzieren. Aber wenn die mich nur von A nach B schieben und ich alle 10 Minuten was Neues könenn muss und dann auch noch die Technik zickt – keine Ahnung, ob ich das noch lang mitmache.

Gefühlt:
Irgendwie unentschlossen – der Job ist zum Glück nur wieder über Leiharbeit. Die Arbeit an sich ist soweit ok. Spulen wickeln klingt jetzt nach einer größeren Wissenschaft, als es eigentlich ist, aber ich fühle mich in der Firma nicht wirklich wohl. Wenn man als Leiharbeiter mehr Geld raus hat, am Ende des Monats, als die festen Mitarbeiter, wird man schon leicht schräg angeschaut.

positiv:
Nur noch eine Woche, dann habe ich drei Wochen Urlaub. Und die lasse ich mir von nichts und niemandem madig machen!

negativ:
Die Tage von Montag bis Donnerstag sind schon wirklich lang. Wir starten um 6:30 Uhr mit dem Arbeitstag und beenden ihn um 15:45 Uhr. Das ist nen ganz schöner Ritt, wenn man das in der Form nicht gewohnt ist.

Gelitten:
Dieses Unwohlsein, wenn ich mal wieder rumstehen musste und auf die Dinge warten, die da kommen oder nicht kommen.

Genossen:
Die heutige Abkühlung. – Es braucht keine über 30 Grad Hitzewelle mehr!

Gewesen:
auf Arbeit und im Bett

Getroffen:
Am Sonnabend eine ehemalige Kollegin. – Hach, was haben wir mal wieder schön geschnackt.

Gesucht:
Sinn in den Tagen in der Bumsbude.

Gefunden:
öhm

Gelacht:
ja, aber nur innerlich über den Chef der Bumsbude. – Der haut sich den Stall voll Weiber und bildet sich dann ein, dass keine rumzickt, mobbt oder schlecht hinterm Rücken redet.

Geweint/Getrauert:
Wenn man es so will, habe ich dem Einsatz in der vorherigen Firma hinterhergetrauert. – Da war ich wenigstens ein produktiver Teil der Gesellschaft.

Gewundert:
ich wundere mich nicht mehr!

Gegessen:
so gut wie nichts und dann doch zugenommen

Genascht:
Obst

Getrunken:
viel Wasser, täglich nen Morgenkaffee

Gegoogelt:
Ich muss innerlich komplett verzweifelt sein, wenn ich schon wieder nach Möglichkeiten suche, im Internet Geld zu verdienen.

Gesehen:
ein paar Folgen von „Ghosts“ – herrlich schräg dieses ganze Szenario

Gebastel/Gespielt/Gehandwerkt/Geschrieben:
ich hab absolut nichts hinbekommen – absolut nichts!

Getan:
gearbeitet und mit meinem Schicksal gehadert

Gelesen: „Prophezeiung der Dämmerung“ von D.K.Berg. Teil 3 einer Trilogie, die Handlung, Setting und Protagonisten noch einmal in ungeahnte Höhen katapultiert hat. Dann habe ich ein Buch durchgelesesen, was sich „Morbus Dei – Die Ankunft“ nannte und mich im Grunde ziemlich enttäuscht hat. Begonnen habe ich dann aber noch „Whitches of Norway“. Ein Sammelband, wo alle drei Bände einer Trilogie in einem Buch vereint sind. Das lässt sich ganz gut an.

Gekauft:
Lebensmittel, man muss ja auch was essen

Gelernt:
Wie man einen 10 Stunden Tag irgendwie rum bringt

Geschenkt (bekommen):
In der Firma jeden Tag, außer Freitag, ein Stück Obst.

Geschlafen:
nicht so wirklich gut, die innere Unruhe wegen diesem vermaledeiten Job macht mich fertig

Geträumt:
ein wildes Durcheinander, aber ich bin irgendwie immer verstorben in den Träumen

Geplant:
eine Woche irgendwie durchhalten und dann Urlaub machen

Fazit

Oh man, der Job hat sich leider, im Laufe der Woche, als meine ganz persönliche Hölle herausgestellt und stellt sich nun ganz anders dar, als sie ihn mir beim Probearbeiten gezeigt haben.
Bei der Probearbeit wurde mir gezeigt, wie ich den Typ Spulen zu wickeln habe, was ich dann am Ende auch einfach gemacht habe und gut war. Montag und Dienstag habe ich diesen Typ Spulen dann auch gewickelt und somit den Auftrag beenden können. – Dass die mich dann an ein Prüfgerät setzen und der Meinung sind, dass ich das auf Dauer dann machen soll, mir aber absolut nichts gezeigt wird, damit habe ich nicht gerechnet. – Die Teile waren alle NIO, was aber am Ende nicht an den Teilen lag, sondern an der Technik, die die Teile prüfen soll. Ständig musste so ein grieskrämier Typ gerufen werden, der dann irgendwas rumgestellt hat, dann ging es wieder für eine Weile. Ich stand immer wieder rum, wie ein Häppchen doof und habe darauf gewartet, dass die komplett gestresste Abeilungsleiterin mal wieder ein Fitzelchen Zeit für mich hatte. – Einfach nur meine ganz persönliche Hölle. Diesen Job werde ich definitiv nicht so lang machen, dass es zu einer Übername kommt. Damit drohen sie nämlich auch schon. Und ja, in diesem Fall empfinde ich das wirklich als Drohung.
Am Freitag war dann der Supergau. Da kam dann so eine Art Sondierungsgespräch mit meiner direkten Vorgesetzen, die wirklich der Meinung war, dass ich mit prüfen soll, auf Dauer. – Da konnte ich dann aber mein Veto einlegen und sagen, dass das absolut nicht meins ist. Ich möchte etwas produzieren, Dinge erschaffen, am Ende des Tages sagen können, ich habe dieses oder jenes geschafft und nicht als Newbie den Müll von nem anderen Newbie ausbügeln müssen.
Nach meinem Urlaub soll ich dann so etwas wie einen festen Platz bekommen. In einer Produktionsstraße, wo das Teil vom Urschleim an produziert, zusammengefriemelt, geprüft und verpackt wird. – Darüber kann ich mir noch kein wirkliches Urteil erlauben, man muss sehen, inwiweit das dann wird. Denn am Ende gehen bis dahin defintiv noch vier Wochen ins Land, von denen ich ab 24. August erst einmal 3 Wochen in meinem Urlaub verbringen werde. – Den wollten sie mir auch schon um eine Woche kürzen, wo ich dann aber auf die Hinterfüße bin.
Wenn ich ehrlich bin, dann hoffe ich ja, dass ich nach meinem Urlaub wieder in die alte Firma zurück kann, dass die ihr Loch überwunden haben und wieder normal weiter machen. – Naja, träumen wird ja sicherlich noch erlaubt sein.

Saturday Sentence – „Morbus Dei Die Ankunft“

1. Nimm deine aktuelle Lektüre

BAND 1 DER HOCHSPANNENDEN MORBUS-DEI-TRILOGIE

Tirol im Jahr 1703:
Ein abgelegenes Bergdorf
mitten in den Alpen.
Kalt, unheimlich, düster.
Unerklärliche Dinge passieren.
Die Dorfbewohner in Angst und Schrecken.

Von einem Schneesturm überrascht, verschlägt es den Deserteur Johann List in dieses abgeschiedene, von Furcht und Aberglaube beherrschte Bergdorf. Schnell ist ihm klar, dass mit dem Dorf etwas nicht stimmt, dass ein düsterer Schatten über den Bewohnern liegt – Tiere werden getötet, Menschen verschwinden, vermummte Gestalten lauern in den finsteren Wäldern. Als Johann sich in die Tochter eines Bauern verliebt, beschließt er, mit ihr das Dorf zu verlassen. Doch noch bevor sie verschwinden können, eskaliert die Situation – und ein Kampf auf Leben und Tod beginnt.

Bildhaft und authentisch schildert das Autorenduo eine Geschichte voller Dramatik und Emotionen.
Das Buch erzeugt eine packende Atmosphäre. Matthias Bauer und Bastian Zach gelingt es, dass Sie sich als Leser in die Zeit vor 300 Jahren zurückversetzt fühlen!
Morbus Dei: Die Ankunft – eine gelungene Mischung aus Mystery-Thriller und historischem Roman. (Quelle: Lovelybooks.de)

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein „Saturday Sentence“ lautet. (Bei Ebooks Position 158)

Der Kommandant wandte sich an seine Männer. 

Zach Bauer – „Die Ankunft“ (Morbus Dei 1); ISBN: 9-783-852-18846-1 

3. Und wie ist es bisher?
Ich glaube, das Buch gab es mal kostenlos und irgendwie hat mich das Cover angemacht. Ich kann gar nicht mehr genau sagen, warum eigentlich, denn jetzt, wo ich es angefangen habe zu lesen, hat es sich als etwas ganz anderes entpuppt, als ich erwartet hatte. – Ich dachte, dass es hier um irgendwelche schwarzen und düsteren Mönche geht oder ein anderweitiges kirchliches Geheimnis. Doch bisher ist hier lediglich ein verletzter Mann in einem Dorf wieder gesund gepflegt worden und arbeitet nun als Knecht seine Schulden ab. – So weit so normal. Trotzdem liegt etwas Dunkles, etwas Düsteres in der Luft, in der Handlung, was ich aber bisher noch nicht so ganz greifen kann.

Ich habe in jedem Fall richtig hart zu tun, da am Ball zu bleiben. Irgendwie fällt mir die Lektüre alles andere als leicht.

[Hörspiel] Geister-Schocker 92 – „Der Dämon der Meere“

Autor: Bob Collins
Verlag: Romantruhe
Erschienen: 26. März 2021
Länge: 1 Stunde 6 Minuten

Die Sprecher:

Gerald Paradies
Marius Clarén
Bodo Wolf
Uve Teschner
André Beyer
Helmut Krauss
Till Hagen
Alexander Turrek
Sascha Rotermund
Hans-Jürgen Dittberner
Hartmut Neugebauer
Annina Braunmiller
Rita Engelmann
Lutz Schnell
Tobias Lelle
Uschi Hugo
Jaron Löwenberg
Martin Sabel
Viktor Neumann

direkt auf Spotify anhören

Inhalt:

Zwei private Schatzsucher machen das Grab des wohl gefürchtetsten Piraten dieser Küste ausfindig und wollen ihm seiner Schätze berauben. Dadurch brechen sie die Höhle ein Stück zu weit auf und können den verfluchten Piraten befreien, welcher dann in der modernen Zeit sein Unwesen treibt.
An der spanischen Küste taucht plötzlich ein Piratenschiff auf. Doch was Augenzeugen für Dreharbeiten für einen Film halten, wird krausame Realität, als die Geisterpiraten das Feuer mit scharfer und todbringender Munition eröffnen.
Denise Sauron, ein Franzose, weilt noch an dem Ort, den er durch eigenen Habgier mit diesem Fluch überzogen hat und will mit Hilfe eines Einsiedlermönches die Menschen wieder von dieser Geisel befreien. Dabei entdeckt er seine Macht gegenüber Dämonen und seine magischen Fähigkeiten, die ihm dann eine weitere Richtung in seinem Leben weisen sollen.

Mein Hörerlebnis:

Bei der Eröffnungszene habe ich ja am Anfang an so eine Art Urbexer gedacht, die eine geheimnisumwitterte Höhle suchen und erkunden. Dass sie dann aber wirklich einen unermesslichen Schatz finden, sich als Schatzsucher entpuppen und durch ihre Habgier ihr Leben lassen müssen, bzw. einen furchtbaren Fluch frei lassen, bildet die Grundlage dieser Folge, welches ich aber erst im Nachhinein so richtig entpuppt.
Nach der Eröffnung kommt auch schon der Mönch, welcher allein in einem halb verfallen Kloster lebt, ins Spiel und es wird klar, was dieser Mann genau darstellt. Er ist nicht einfach nur ein Mönch, sondern bewacht wohl das Grab des gefürchteten Piraten und will helfen, als der Fluch frei gelassen wird.
Mit allerlei magischen und seltsamen Dingen wird die Story von entstandenem Schaden erzählt und davon, wie einiges wieder rückgängig und vergessen gemacht werden kann. Dabei kommen wirklich interessante Details über die Dämonenwelt, die Ebenen und ihre Fähigkeiten ans Licht, die ich durchaus auch schon in anderem Zusammenhang schon einmal gehört habe. Aber genau dieser Umstand hat das ja alles so lebensecht gemacht.
Der junge Schatzsucher, welcher die Aktion der Befreiung überlebt hat, wechselt innerhalb der Story die Seiten, sieht ein und lernt, was er falsch gemacht hat und entpuppt sich dann wirklich auch als großes Talent in der magischen Welt und ihrer Möglichkeiten.
Es folgen einige wirklich gigantisch wirkende Szenen vom Kampf mit Magie und Gut gegen Böse. Der Dämon bekommt einen Namen und ein Gesicht und es wird klar, dass auch der hier verstorbene Pirat am Ende nur ein Mittel zum Zweck ist. – Allerdings ist das Ende wirklich gigantisch gemacht und lässt hoffen, dass wir von diesem Denis und seinem neuen Lehrmeister, dem Mönch, noch einiges hören werden.

Fazit:

Der Titel war für den Inhalt dann doch etwas sehr stark überzogen gewählt. Am Ende hat es sich hier um einen Piraten gehandelt, den man durch dämonische Kräfte wieder hat auferstehen lassen. Das hat doch mit einem Dämon der Meere nichts zu tun. Darunter stelle ich mir aber ganz etwas anderes vor.
Trotzdem es sich hier wirklich um extrem fantastischen Inhalt handelt, hatte ich doch ein gigantisches, fast schon glaubhaftes Kopfkino vor meinem geistigen Auge. – ich bin ja schon immer der Meinung, dass es mehr zwischen Himmel und Himbeereis gibt, als es sich der Mensch auch nur vorstellen kann.
Vom Sounddesign ist diese Folge wirklich gelungen. Ich konnte mir das Leid und die Überraschung der Menschen, die Wut des Dämons oder eben auch die Stimmung in der Höhle wirklich sehr gut vorstellen und hätte dem Kampf hier noch ewig zuhören können.

Diese Folge ordne ich in jedem Fall im oberen Bereich meiner ganz persönlichen Rangliste mit ein. Und zum ersten Mal hoffe ich wirklich, dass wir von diesem Charakter und seiner Entwicklung in der Welt der Magie und Dämonologie noch öfter hören werden.

[Hörbuch] Cornelia Lotter – „Birkensommer“

Cornelia Lotter
„Birkensommer“
Verlag: GD Puplishing
EAN: 9-783-989-83981-6
Länge: 8 Stunden 11 Minuten
Sprecherin: Tatjana Trommershäuser

– gehört im April 2025 –

Klappentext:

Deutschland 1940, ein Volk im Kriegstaumel. Die 25-jährige Elisabeth scheint für ihre Umgebung etwas merkwürdig, da sie lieber zeichnet und Klavier spielt, als den Eltern bei der Bewirtschaftung des Hofes zu helfen. Durch ein dramatisches Ereignis fällt sie in eine tiefe Depression und soll in der Landesheilanstalt Stadtroda genesen. Wovon die Eltern jedoch nichts wissen, ist das Vorhaben von Hitler und seinen willigen Vollstreckern in weißen Kitteln, „lebensunwertes Leben“ in der Aktion Gnadentod zu beenden.

Als Elisabeths Eltern merken, dass sie ihre Tochter auf eine Reise in den Tod geschickt haben, versuchen sie alles, um das Unabwendbare zu verhindern. (Quelle: Thalia.de)

Inhalt:

Elisabeth ist 25 Jahre, lebt auf dem Hof ihrer Eltern und scheint schon immer aus der Art geschlagen. Anstatt in der Landwirtschaft tüchtig mit anzupacken, geht sie lieber den feinen Künsten nach. Sie spielt Klavier oder zeichnet.
Als ihr Bruder, der inzwischen eingezogen und in den Krieg gezogen ist, verwundet wird, fällt sie in eine sehr depressive Phase, die sie auf ihre Außenwelt noch seltsamer als ohnehin schon wirken lässt. Ganz besonders die Schwägerin hegt einen Groll auf dieses ach so verwöhnte Mädchen.
Das Räderwerk beginnt zu malen und die Eltern haben ab einem gewissen Punkt keine andere Wahl, als Elisabeth in die Landesheilanstalt nach Stadtroda zu geben. Es wird ihnen erzählt, dass man Elisabeth dort helfen kann. Schon allein mit Medikamenten.
Doch Elisabeth wird nicht therapiert, sonder verwart, ihre Arbeitskraft wird ausgenutzt und die Aktion Mangelernährung hat schon lang begonnen. Elisabeth steckt, ohne es zu wissen, in einer tödlichen Mühle, aus der sie nur sehr schwer bis gar nicht mehr zu entkommen vermag.
Schon auf „Sonnenberg“ angekommen, kurz vor der Kammer, können Mutter und Schwägerin wirklich noch einmal etwas für sie tun und so dafür sorgen, dass auch Elisabeth den Krieg überleben kann.

Fazit:

Ich habe das Buch auf meine Liste gesetzt, da ich von „Die Aufseherin“ dieser Autorin schon schwer beeindruckt war. Als ich dann bei Spotify mal genauer geschaut habe, wurde mir bewusst, dass sich diese Frau auf diese Zeit in Form von historischen Romanen spezialisiert zu haben scheint.
Mit „Birkensommer“ widmet sich Frau Lotter dem Thema Euthanasie und ganz besonders der Vernichtung so genannten lebensunwerten Lebens. Dabei entsinnt sie eine fiktive junge Frau und steckt sie in eine Geschichte, die wirklich so hätte geschehen können.

Wir lernen Elisabeth gleich zu Anfang in ihrem Element kennen. Sie spielt Klavier und ist dabei komplett von ihrer eigenen Welt gefangen. So vertrödelt sie eben die Zeit, in der sie lieber im Haushalt hätte helfen sollen. – Schnell wird klar, dass sie von ihren Eltern schon untypisch für diese Zeit erzogen wurde. Sie stammt nun einmal von einem Bauernhof auf dem Land. Selten, dass die Kinder da so etwas wie Klavierspielen oder Zeichnen lernen durften. Elisabeth durfte es jedenfalls und sie tut es mit Begeisterung. Schon in diesen ersten Andeutungen war mir klar, dass das für die junge Frau irgendwann problematisch werden könnte, zumal die Story im Jahre 1940 spielte. Hitler und sein Regime waren an der Macht mit allen Facetten, die er eben so mit sich brachte.
Für mich war schnell klar, dass hier die Schwägerin den Stein ins Rollen gebracht hat. Diese Bauerntochter, die sich in Erfurt, in der Stadt ein angeblich besseres Leben aufgebaut hat. Die sich einbildete, dass sie etwas so viel Besseres ist. Ein unbedachtes Wort gegenüber einem anderen Emporkömmling des Regimes und schon war mir klar, wo die Reise von Elisabeth hingehen sollte.
Die Handlung spatet sich dann eindrücklich auf. Zum Einen erfahren wir, wie es Elisabeth in dieser Landesheilanstalt ergeht, was sie erlebt, wie sie die Situation empfindet und wie sie doch in der Lage ist, sich dem Ganzen zu ergeben, ohne Theater zu machen. Zum Anderen haben wir aber auch die Schwägerin, die nicht lang braucht, um zu begreifen, was sie da für eine Scheiße eingerührt hat. Wie sie dadurch eine ganze Familie an den Rand der Zerstörung gebracht hat. Geheimnisse und Unwahrheiten begleiten diesen Teil ihres Lebens, was auch für so eine hartherzige Person sicherlich mehr als anstrengend ist.
Während sich Elisabeth ihr Leben hochdramatisch bis zu ihrem unschönen Ende schraubt, geht das Familienleben und die Arbeit auf dem Hof mehr schlecht als recht weiter. – Doch als es fast zu spät ist, beginnt die Familie endlich zu begreifen und kämpft.
Gerade die letzten Kapitel, als sich alles so hochdramatisch zuspitzt, habe ich innerlich total gelitten. Das System, in seinem Wahn, konnte krank oder feingeistig nicht unterscheiden. Elisabeth war versehentlich in die Mühlen geraten, weil sie einfach irgendwann einer Situation ausgesetzt war, die sie aber auch nicht publik machen konnte. – Sowas nennen ich einfach nur verraten und verkauft. – Um so erleichterter war ich dann über das Ende.
Obwohl ich dann auch mit Spannung noch verfolgt habe, bis sie endlich wieder zu Hause war und mir ein Happy End für sie erhoffte, kam es dann auch da wieder anders als erwartet.

Dieses Buch hat mich schlicht und ergreifend komplett überzeugt, richtig gut fesseln können und gut unterhalten. Ich habe das Leiden von Elisabeth vor mir gesehen, der ständige Hunger, die Hilflosigkeit bei der Pflege der Kinder und als Opfer in dem ganzen System. Und ich habe die Schwägerin gehasst! Ganz besonders, als herauskam, dass auch sie nur von einem Bauernhof stammt und sich durch einen Stadtbaumeister quasi in die bessere Gesellschaft gefickt hat. So eine blöde Kuh. Die kann froh sein, dass sie nicht wirklich gelebt hat. Ich hätte ihr noc so gern die Visage gebügelt. So habe ich diese Frau gehasst.
Es war in jedem fall gut, dass die Autorin am Ende noch einmal mit Wahrheit und Fiktion aufgeräumt hat. Das Ganze war so gut recherchiert, realitätsnah geschrieben und so überzeugend konstruiert, dass es die Person der Elisabeth ja auch wirklich hätte geben können.
Ein ergreifendes Familienschicksal wird hier dargestellt. Glaubhaft gemacht durch die Briefe von der Front, die ganz nebenbei noch die Verrohung der Männer an der Front deutlich machten. Und dann aber auch wieder hier die weniger schönen Gedankengänge der Schwägerin.
Die Art zu Schreiben ist unaufgeregt, aber dramatisch. – Wenn ich nicht sowieso nebenher gearbeitet hätte, ich wäre auf keinen Fall in der Lage gewesen, hier ruhig irgendwo sitzen oder liegen zu bleiben. Die Sprecherin selber hat mich ja am Anfang etwas getriggert, was sich aber schnell gegeben hat. Fand ich am Anfang ihr Lesetempo noch langsam und gezogen, so hat sich das im Laufe der Story dann aber doch als sehr angenehm und gut erwiesen. Eben irgendwie genau passend, für die Handlung.

Bewertung: 5 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Ich bin ja, was historische Romane angeht, immer etwas vorsichtig. Die Zeit, in der diese spielen, macht für mich eine ganze Menge aus. Aber dieser hier war einfach nur so nah am Leben, dass es genau so gut die Biografie der Elisabeth hätte sein können. – Ein wahnsinnig interessantes Buch!

[Hörspiel] Geister-Schocker 91 – „Todesschreie auf Herford Castle“

Autor: Andrew Hathaway
Verlag: Romantruhe
Erschienen: 19.03.2021
Länge: 1 Stunde 2 Minuten

Die Sprecher:

Christoph Memmert
Patrick Bach
Reent Reins
Franciska Friede
Patrick Steiner
Ilka Teichmüller
Felix Würgler
Detlef Tams
Marc Schülert

direkt auf Spotify anhören

Inhalt:

Rick Masters ist als Versicherungsdetektiv mit einer amerikanischen Reisegruppe unterwegs. Eigentlich soll er die Klunker der reichen Damen bewachen, aber als der Bus einen Motorschaden hat und die Gruppe auf Herford Castle strandet, wird sein Fall dann doch noch übersinnlich.
Im Schloss geht es nicht mit rechten Dingen zu. Erst ist diese Prozession, die aber nicht jeder sehen kann, dann fällt die Lady des Hauses in Ohnmacht und dann benimmt sich der Hausherr mehr als seltsam. – Eine der mitreisenden Frauen entpuppt sich als Blutsverwandte der Eheleute und schwebt, ohne es zu wissen, in höchster Lebensgefahr.
Dank der Hartnäckigkeit von Masters und einem dazugestoßenen Kumpel kann der Fall und seine Hintergründe aufgeklärt werden. Und am Ende kann vielleicht auch der Fluch besiegt werden.

Mein Hörerlebnis:

Der Anfang ist noch spannend. Gleich zu Anfang ist sehr gut hörbar, dass da ein wohl noch recht junger Mann irgendwie in Lebensgefahr schwebt und von einem ziemlich blasierten Typen abgewiesen wird. – Was dann allerdings unlogisch ist, ist die Tatsache, dass der Verfolgte mit Gewalt in das Schloss eindringt und dort durch wirklich seltsame Umstände erst einmal verschwindet.
Und schon schwenkt alles um und es wird klar, dass es sich hier um einen Fall von und mit Rick Masters handelt. Der Detektiv des Übersinnlichen, den ich als Charakter nicht wirklich gut finde und der mich mit seinen Fällen nicht wirklich erreichen kann. – Sein Auftrag ist so unspektakulär wie unglaubwürdig. Als Versicherungsdetektiv soll er die Klunker der mitreisenden Damen bewachen. Denn es fällt ja so überhaupt nicht auf, dass er als Brite allein unter lauter Amerikanern ist.
Der Rest der Story ist so vorhersehbar wie ungewollt komisch. Der Bus streikt, die Gesellschaft landet genau auf dem Schloss, das sich eine einzelne Mitreisende ansehen möchte und zu Essen gibt es Knäckebrot. Gaaaaaaaaaaaaaaanz genau.
Die seltsamen Erscheinungen lassen nicht lang auf sich warten und werden mehr schlecht als recht dargestellt. Die ganzen Zusammenhänge und Entwicklungen werden verwirrend und haben meine Gedanken erst einmal völlig in die Irre geführt. Ein wirres Durcheinander von alten Sagen, einem angeblichen Fluch und mystischen Erscheinungen von einem ehemaligen Burgherren.
Dass der Fall nach einigem Hin und Her aufgeklärt und gelöst werden kann, ist klar. Aber wie es am Ende umgesetzt worden ist, hat es mich absolut nicht zufrieden gestellt. Das wäre in jedem Fall besser gegangen.

Fazit:

Diese Folge konnte mich absolut nicht überzeugen. Vorhersehbar und abgedroschen, die ganze Story. Der Hintergrund mit der Reisegesellschaft komplett unglaubwürdig und den Haaren herbeigezogen.
Von den Soundeffekte hat man wieder nur die üblichen Schreie und gequälten Laute hergenommen. Von der Burg selber kam keine Atmosphäre oder Ähnliches rüber. Dem entsprechend wenig spannend oder fesselnd war das Ganze dann auch.
Ich habe mir die Story angehört, war aber wenig begeistert und wusste auch am Anfang nicht wirklich, was ich hier in die Rezension schreiben sollte.

Ich ordne die Folge im untersten Bereich meiner ganz persönlichen Skala ein und hoffe einfach, dass es in Zukunft etwas besser wird. Die Reihe hat so gut angefangen und flacht jetzt irgendwie von Folge zu Folge mehr ab.