Fusselfreitag #18

Bettelsack

Genau so sieht es aus, wenn der Fussel seinen „Kannichauchwashaben-Blick“ aufsetzt. Er sitzt dann an der Stirnseite auf einem Stuhl und schaut auf den Tisch. – Und Frauchen hat dann zu tun, dass sie nicht zu weich wird und zu viel rüber wächst.

Er hat allerdings noch nie was vom Tisch geklaut. Wir mussten ihm nicht beibringen, dass er die Sachen auf dem Tisch nicht anzurühren hat. Das hat er irgendwie von ganz allein begriffen. Und wenn dann wirklich mal Gurke, Erdbeere oder Melone abfallen, dann bekommt er das immer in seinen Napf.

[Hörbuch] Volker Kutscher – „Der stumme Tod“

Volker Kutscher
“Der Stumme Tod”
Reihe: Die Gereon Rath Romane Band 2
Verlag: Argon
ISBN: 9-783-839-89395-1
Länge:6 Stunden 38 Minuten 
Sprecher: Reiner Schöne 

– gehört im Juni 2020 –

Und ab geht es, in das Leben des Gereon Rath, so dachte ich  mir, als die Reihe auf Spitify wieder an einem Buch mit diesem Kommissaren war. Mal sehen, was er diesmal wieder für Mist baut. 

Klappentext: Mord vor laufenden Kameras
März 1930: Die gefeierte Schauspielerin Betty Winter wird bei Dreharbeiten zu einem Tonfilm von einem Scheinwerfer erschlagen, und zunächst sieht alles nach einem Unfall aus. Doch Gereon Rath, der Kölner Kommissar in der Berliner Mordinspektion, entdeckt Indizien, die auf Mord hindeuten. Und dann wird eine zweite Schauspielerin tot aufgefunden – mit fehlenden Stimmbändern … (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Berlin 1930, eine seltsame Morderserie reibt Gereon Rath und seine Kollegen auf. Neben dem Stummfilm gibt es nun auch den Tonfilm. Eine Kunstform, gegen die sich auch damals Leute gewehrt haben. Und auf genau die Darstellerinnen des Tonfilms hat es der Serienmörder abgesehen, der seine Opfer erst betäubt, ihnen ihrer Stimmbänder beraupt und sie dann mit Insulin tötet.
Gereon Rath steht noch immer mit seinem Vorgesetzten auf Kriegsfuß, ermittelt auf eigene Faust und handelt sich dadurch durchaus auch Ärger ein.

Fazit: Zunächst mal war hier der Sprecher wieder mega passend. Seine Stimme ist die von einem Märchenonkel und dann liest er so ruhig und gut betont, dass man trotzdem die Spannung in der Handlung richtig gut verfolgen kann. Ich hatte den leicht aufsässigen Kommissaren genau vor Augen, als gelesen wurde.
Typisch Gereon macht er natürlich auch kleine private Schnüffeleien, die nicht ohne Folgen bleiben. Der Mann hat es echt drauf, die Fettnäpfchen zu finden und genau rein zu treten.

Eine sehr interessante Zeit, in der das alles spielt. Es ist immer wieder vom Mordauto die Rede. Genau über dieses Auto und den Ermittler, der die Mordkommission in heutiger Form quasie aufgebaut hat, habe ich in einem Podcast  viel gelernt. Diesen Mann und auch dieses Auto gab es wirklich!
Ansonsten plätschert die Handlung so locker und flockig vor sich hin. Eben so, wie man es von einem Krimi erwarten würde. Ermittlungen wechseln sich mit Privatleben ab und immer wieder hätte ich dem Protagonisten in den Arsch treten können, weil er einfach nicht in der Lage war, sich an die Spielregeln zu halten. Immer wieder Alleingänge, immer wieder Heimlichkeiten vor dem Vorgesetzten und zum Schluss dann fast der Supergau.

Entgegen anderen Krimis war ich hier eindeutig gefesselt und von der Handlung gepackt. Kann aber auch gut daran liegen, dass ich es vorgelesen bekommen habe.  Irgendwie macht das etwas ganz anders aus, als wenn ich es selber lese. 
Ein weitere interessanter Aspekt war ja dann durchaus auch noch der geschichtliche Hintergrund. Ganze Reihe enthält ja einige geschichtliche Tatsachen, die es so wirklich gab.

Trotzdem mir jetzt weitere Worte fehlen, die ich über das Buch eventuell noch verlieren könnte, bewerte ich das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen. Ich war gefesselt, die Lesestimme war sehr angenehm und ich wurde insgesamt super unterhalten.

[Hörspiel] Bibi Blocksberg 1 – „Hexen gibt es doch“

Autor: Elfie Donnelly
Regie: Ulli Herzog
Musik: Wolfgang W. Loos, Heiko Rüsse
Verlag: Kiosk
Produktionsjahr: 1980
Dauer: 33 Minuten 56 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:
Bibi Blocksberg – Susanna Bonaséwicz
Boris Blocksberg – Frank Schaff
Barbara Blocksberg – Hallgard Bruckhaus
Bernhard Blocksberg – Guido Weber
Polizist – Manfred Schuster
Feuerwehrmann – Gerd Holtenau
Nachbar – Otto Czarski
Frau Fröhlich – Sigrid Lagemann
Frau – Christine Schnell
Bademeister – Rüdiger Kreklau
Erzähler – Ulli Herzog

zur Folge auf Spotify
HIER lang

Inhalt:
Bibi ist mit ihrer Eltern Barbara und Bernhard und ihrem Bruder Boris nach Neustadt gezogen. Hier wohnen sie in einem gewöhnlichen Hochhaus wie ganz gewöhnliche Leute. Allerdings sind Blocksbergs keine gewöhnlichen Leute. Denn Bibi und Barbara sind Hexen.
Allerdings wohnt man in einem Hochhaus recht eng aufeinander und Barbara kocht sehr gern mit Schwefel. Das verursacht üble Gerüche und stört die Nachbarn. Das gibt natürlich Ärger. Die Blocksbergs sind nicht gern gesehen, sogar als Stinker verschrien.
Bis zu dem Tag, an dem im Nachbarhochaus eine Wohnung brennt und drei Kinder auf dem Balkon der brennenden Wohnung gefangen sind. Die Leiter der Feuerwehr ist zu kurz und der Hubschrauber braucht zu lang. Bibi und Barbara können in einer waghalsigen Aktion helfen.

Meine Meinung:
Ein wirklich großartiger Start in die Hörspielserie rund um eine kleine Hexe. Mir ist klar, dass es sich hier um Stoff für Kinder handelt, aber auch ich habe meinen Spaß daran. Obwohl ich erwachsen bin. – Was allerdings daran liegen kann, dass ich mir nicht selten auch wünsche, diese Hexenkräfte zu besitzen. Das würde das Leben alles so viel einfacher machen…
Aber die Lehre aus dieser Folge ist: Beurteile Leut nicht danach, was andere sagen. In dem Fall bedeutet dass, nur weil es mal schlecht aus der Wohnung riecht, müssen das es nicht gleich schlechte Leute sein. Ja, Bibi und Barbara sind anders, eben weil sie dieses Hexen Talent haben. Aber am Ende hat genau dieses Talent hat ja am Ende bei der Katastrophe richtig gut helfen können.

Ich bin mal gespannt, was in den zahlreichen anderen Folgen noch so alles passiert.

[Buch] Richard Laymon – „Nacht“

Richard Laymon
„Nacht“
Verlag: Heyne
ISBN: 9-783-453-67536-0
Seiten: 544

– eine Rezension aus der Kramkiste –

Der Säbel, welcher auf dem Cover vor einem blauen Hintergrund abgebildet ist, soll im gesamten Buch so etwas wie eine Hauptrolle haben.
Ansonsten findet man noch die üblichen Angaben auf dem Titel. Den Namen des Autors, den Buchtitel und den Verlag.

Klappentext: Als Alice den Job als Babysitterin annimmt, ahnt sie nicht, dass ihr die schrecklichste Nacht ihres Lebens bevorsteht. Denn kaum ist sie allein im Haus, wird sie von einem geheimnisvollen Anrufer terrorisiert. Als der dann auch noch versucht, in das Haus einzudringen, weiß sie sich nicht anders zu helfen, als ihn mit einem alten Säbel niederzustrecken. Doch damit beginnen die Probleme erst: Denn der Eindringling ist überhaupt nicht der Anrufer – und er wird auch nicht die letzte Leiche in dieser Nacht bleiben… (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Alice hütet das Haus von Freunden während die im Urlaub sind. Doch was zunächst wie ein Urlaub im Paradies wirkt, entpuppt sich als Knochenjob.
Ein seltsamer nächtlicher Badegast jagd Alice einen riesigen Schrecken ein. Durch einen Bluff kann sie ihn aber wieder los werden. Dafür bezahlt jedoch Tony, der ihr helfen möchte, seinen Besuch mit den Leben.
Nun muss Alice die Leiche los werden und Spuren verwischen. Dabei zieht sie noch weitere Personen in die Sache mit hinein. Doch irgendwann scheint sie alles überstanden zu haben und will zu Hause nur noch vergessen, als die Mordwaffe nicht mehr an ihrem Platz hängt, eine weitere Leiche im Gästeklo liegt und der seltsame Badegast wieder da ist. Nur diesmal hat er die Waffe und Alice ist wehrlos.

Fazit: Alice schildert in diesem Buch ihre Geschichte. Wie sie von einer unschuldigen Bürgerin zu einer mehrfachen Mörderin geworden ist.

Alles beginnt mit dem seltsamen nächtlichen Badegast im Pool. Dazu noch der seltsame Anruf von Tony, den Alice für einen Bluff nutzt um den Badegast los zu werden.

Tony will Alice helfen, doch diese lehnt das ab. Dass Tony dann aber doch bei ihr vor der Tür steht, bezahlt er am Ende mit seinem Leben und Alice muss nun seine Leiche los werden .
Eins kommt zum anderen. Die Leiche ist nur die Spitze des Eisbergs. Denn da ist noch die Wahlwiederholung vom Telefon. Doch die führt sie nur Zu Judy, die dann auch aus dem Weg geräumt werden muss. Dann kommt noch Murphy ins Spiel und zum guten Schluss taucht auch der seltsame Badegast wieder auf. Nur um für eine weitere Leiche zu sorgen. Doch Alice will nicht mehr putzen und Mordspuren verwischen. Sie will den Spieß umdrehen. Doch auch das ist alles andere als einfach.

Auch in diesem Buch hat Richard Laymon gezeigt, wie gut er aus harmlosen Tatsachen eine misteriöse Geschichte machen kann. In diesem Fall hier, troff sie auch noch vor Blut. Ganz gekonnt hat er hier vollkommen menschliche Reaktionen zu einem packenden Thriller verschnürt. Fast könnte man schon sagen, dass das Buch eine Anleitung für das perfekte Verbrechen sein könnte.
Vom Schreibstil her war es flüssig und ohne überflüssigen Schnickschnack formuliert. Die Handlung hatte an keiner Stelle einen Kaugummieffekt und ich war ständig auf Habacht,weil, das Unheil hier irgendwie hinter jeder Ecke gelauert hat. Die Tatsache, dass alles aus der Ich- Perspektive geschrieben war, hatte anfangs einen Tagebuchkarakter. Der hat sich aber nach dem ersten Mord direkt verflüchtigt,

Bewertet habe ich das Buch seinerzeit mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Alles in allem ist „Nacht“ ein wirklich gelungenes Buch und irgendwie typisch für Richard Laymon. Tut euch das wirklich mal an, wenn ihr es in die Finger bekommen solltet. Es lohnt sich wirklich!

[Hörbuch] Marliese Arold – „Der goldene Schlüssel“

Marliese Arold
“Der goldene Schlüssel”
Serie: Magic Girls Band 10
Verlag: Igel Records
ISBN: 9-783-731-39695-6
Länge: 4 Stunden 30 Minuten
Sprecher: Sabine Falkenberg

– gehört im Juni 2020 –

Klappentext: Elena ist schwer verliebt in den geheimnisvollen Milan. Am liebsten möchte sie ihre ganze Freizeit mit ihm verbringen. Doch dann verschwindet plötzlich Großvater Jeremias! Elena und Miranda machen sich auf die Suche und müssen erkennen, dass Glück seinen Preis hat … (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Noch immer geistert das Familiengeheimnis von Opa Jeremias durch die Familie. Und als Opa dann eines schönen Tages einfach verschwunden ist und ein Abschiedsbrief die Familie auffordert, nicht nach ihm zu suchen, lassen es sich Elena und Miranda nicht nehmen, eben doch nach ihm zu suchen. – Zum Glück ist Wochenende.
Elena, Miranda und Oma Mona landen bei ihrer Suche im Feenreich. – Kaum zu glauben, aber in Opa Jeremias fließt Feenblut. Somit auch in Elena…
Endlich erfährt die Familie die gesamte Wahrheit über den goldenen Schlüssel, den es wirklich gibt. Was er kann und wo er einst herkam. – Sie nehmen ihn mit nach Hause. Doch dort wird alles noch einmal auf eine harte Probe gestellt. Elena ihr Freund, ihre erste große Liebe, entpuppt sich als etwas, was er gar nicht ist.

Fazit: Im Unterschied zu den anderen Folgen hat es hier erst einmal keinen direkten Einstieg in die Story. Die vorhergehende Folge spielt erst einmal keine Rolle weiter und die Handlung startet an einem ganz anderen Punkt. Das Leben plätschert typisch für Teenager einfach mal so vor sich hin. – Allerdings bleibt das nicht lang so. Denn Elena und Miranda landen ja in jeder Folge eins fix drei in einem Abenteuer. – So auch hier.
Ein neuer Protagonist taucht auf. Ein Junge, der sich allerdings gleich irgendwie an Elena heran macht. Er unternimmt nicht einmal den Versuch, sich an Miranda heran zu machen. Obwohl es doch immer heißt, dass Miranda die attraktivere von beiden sein soll. – Jedenfalls kommt mir der Junge von Anfang an nicht koscher vor. 
Für die Gesichte ist es ja ganz gut, dass er sich wirklich als nicht koscher entpuppt, aber Miranda als Person, tut mir dann doch mächtig leid. – Am Ende war alles ein wenig durchschaubar. Aber es ist ein Kinder- und Jugendbuch. Da sollte man als Erwachsener wohl jetzt nicht unbedingt so drüber nachdenken.
Auf jeden Fall hatte ich eine ganze Menge Spaß an der Story. Es waren eine ganze Reihe neue Eindrücke drinnen. Zum Beispiel ist Elena endlich mal verliebt, was in ihrem Alter ja typisch ist. Und dann die Erlebnisse in der Feenwelt. Das alles ist mal eine nette Abwechslung zu dem Bösen, was sonst immer eingearbeitet ist. – Magische Begebenheiten und unmögliche, ja auch peinliche Situationen waren in jedem Fall da.

Die Sprecherin hat ihren Job wieder richtig gut gemacht. Ich habe die Charaktere wunderbar auseinander halten können. Dazu das Kopfkino. Ich habe die Handlung komplett vor mir gesehen. Eine spannende und der Zielgruppe gerechtes Alter. Alle super!!!
Die Zeit ist wie im Flug vergangen und ich hatte das absolute Vergnügen bei dieser Folge. Sie stand den anderen in nichts nach. Und es gab sogar einen Bezug zum “Magic Diary”, was ich ja inzwischen auch schon gehört habe.

Nun bleibt mir nur noch eine Folge dieser Reihe. Danach kommt erst einmal nichts weiter. Und ich bin gespannt, ob die Sache jetzt endlich irgendwie zu einem Abschluss kommt. Schließlich hat es noch jede Menge Möglichkeiten für viele weitere Folgen.
Ich bewerte das Buch jedenfalls mit 5 von 5 möglichen Sternen. Es war, einmal mehr, ein super Stoff, wo die Zielgruppe eigentlich komplett egal war. Ich hatte als Erwachsene jede Menge Spaß.
Die Sprecherin hat einen super Job gemacht und ich hatte einen sehr kurzweiligen Arbeitstag. Alles super!!!

Lesemonat Juli 2020

51/80
Marliese Arold – “Der goldene Schlüssel”
– 4 Stunden 30 Minuten
Band  10 der Magic Girls und kein Bisschen Ermüdung in Sicht. Die Handlung hält auch hier neue Überraschungen und sogar neue Charaktere bereit. Oma Mona ist einmal mehr komplett typisch so, wie wir sie schon immer kennen und Elena und Miranda stolpern Hals über Kopf wieder in ein neues Abenteuer.
Kurzweil und ein komplett farbenprächtiges Kopfkino waren angesagt und ich hatte wieder einmal jede Menge Spaß.

52/80
Sebastian Fitzek – “Fische, die auf Bäume klettern”
– 6 Stunden 49 Minuten
Sebastian Fitzek und ein Sachbuch, das habe ich lange Zeit Einfach nur für das Unding an sich als solches gehalten. Aber Herr Fitzek hat mich hier eines Besseren belehrt. – Er schreibt hier, in erster Linie für seine Kinder, über die Dinge, auf die es im Leben ankommt. Kein Lebensratgeber im herkömmlichen Sinne. Der er rät nicht zu Egoismus und Materiellem Reichtum. Nein, es geht um die innere Zufriedenheit. Über die Dinge, über die man bei Entscheidungen nachdenken sollte.  Und das alles nett verpackt und super verständlich. – Ich fands klasse.

53/80
Robert Seethaler – “Ein ganzes Leben”
– 3 Stunden 5 Minuten
In diesen nicht ganz 4 Stunden wird quasi wirklich ein ganzes Leben beschrieben. Wie es Andreas Egger in das kleine Bergdorf verschlagen hat, was er in seiner Kindheit zu erleiden hatte und auch in seinem Erwachsenenleben ist er kaum aus der Gegend herausgekommen und leicht hatte er es auch nicht wirklich.
Keine Weltliteratur aber eine nette Abwechslung zu Krimi und Thriller.

54/80
Marissa Meyer – “Wie Schnee so weiß”
– 720 Seiten
Ein super Serienfinal der Luna-Chroniken. Die Protagonisten geben noch einmal alles. Es gibt Spannung, es gibt Gefühle und Kämpfe. Und sogar mit dem Happy End wurde nicht gespart.
Sämtliche offenen Fragen wurde geklärt und alles findet zu einem Abschluss. Zu einem höchst befriedigenden Abschluss. Ich war absolut begeistert!

55/80
Eva Garía Sáenz – “Das Ritual des Wassers”
(11 Stunden 39 Minuten)
Diese Buch hat eine Zeit gebraucht, bis ich dahinter gekommen bin, wo das ganze hin soll. Bis dahin habe ich mich leider etwas gelangweilt und hätte fast abgebrochen. Aber als ich dann mal hinter das System mit den zwei Zeitsträngen gekommen bin, hat sich auch die Spannung bei mir eingestellt und ich war komplett gefesselt. 
Klasse Story, klasse Hörerlebnis. 

56/80
Rudolf Vrba – “Ich kann nicht vergeben – Meine Befreiung aus Auschwitz”
– 12 Stunden 14 Minuten
Ein Hörbuch, welches mir ein Schauer nach dem anderen über den Rücken gejagt hat. Was dieser Mann in seiner KZ-Zeit erlebt hat. Und wie er das dann jetzt so frei erzählen konnte. Und dann noch der Sprecher dazu, der das einfühlsam, ruhig und doch irgendwie dramatisch hinbekommen hat. Einfach nur der Wahnsinn. – Klasse Buch!

57/80
Julie Kagawa – “Herbstnacht”
(344 Seiten)
Die Reihe schien hier zu Ende zu sein. Und wenn ich nicht gewusst hätte, dass sie das eben nicht ist, dann hätte ich nach weiteren Bänden erst gar nicht gesucht.
Ansonsten ist wieder alles da, was ein gutes Buch braucht. Action und Spannung. Liebe, Liebeskummer in einem nicht so großen Anteil und natürlich Zweifel am Vorhaben. Alles perfekt!

58/80
Cornelia Funke – “Steinernes Fleisch”
– 7 Stunden 57 Minuten
Frau Funke hat in jedem Fall schon wesentlich Besseres abgeliefert, als in diesem Buch. Wenn man schon im ersten Band einer Serie so wenig gefesselt wird, kann ich mir gut vorstellen, dass schon hier Leser abspringen werden.
Ich springe nicht ab, ich werde auch die nächsten Bände noch hören, da ich von der Mischung aus neuerer Fantasy und den alten Märchen, alles in einer einzigen Welt zusammen gefügt, recht begeistert bin.

59/80
Catherine Sheperd – “Kalter Zwilling”
– 7 Stunden 34 Minuten
Ein Versuch, der voll gelungen ist. Dieses Buch ist wirklich mega. Sehr geschickt sind Geschichte und Gegenwart miteinander verknüpft. Nur langsam kommen allen nötigen Fakten ans Tageslicht, sodass der der Hörer wirklich gefangen ist und so schnell davon nicht loskommt.
Ich hatte beim Hören einen wirklich klasse Kopfkinofilm vor meinem geistigen Auge. Klasse Sache, das Buch.

60/80
Lars Kepler – “Der Hypnotiseur”
– 7 Stunden 34 Minuten
Ein Buch, dass ich einfach mal aus Neugier auf meine Playlist gesetzt habe, was mich am Ende aber mit einer grandiosen Story belohnt hat. Die ganze Zeit über war ich voll gefesselt, habe die Welt um mich herum vergessen können und habe mit den handelnden Personen mit gefiebert.
Dafür, dass ich mit diesem Buch “nur” einen Test gemacht habe, wurde ich reichlich belohnt.

61/80
Jenny Blackhurst – “Stille Kammer”
– 7 Stunden 36 Minuten
Auch wieder so ein Schuss ins Blaue. Und auch hier wieder der absolute Volltreffer. Es war Spannung da, es war Gefühl da und es gab ein angenehmes Erzähltempo. Zu keinem Zeitpunkt war mir langweilig und alles in allem bin ich nicht nur von dem Buch, sondern auch von der Autorin schwer begeistert.

62/80
Markus Heitz – “Judastöchter”
– 7 Stunden 18 Minuten
Markus Heitz hat hier einmal mehr seine ziemlich unmystischen Vampire ihre Schlachten schlagen lassen und hat mich als Leser nicht wirklich mitgenommen.
Von der Handlung her war es in jedem Fall ein Klassiker. Immer wieder ein Gut gegen das Böse und jede Seite ist der Meinung, dass Richige zu tun.
Kein Highlight, kein Muss. Aber auch aus der Reihe heraus gegliedert durchaus hörbar.

63/80
Marliese Arold – “Eine verratene Liebe”
– 3 Stunden  54 Minuten
Kurzweilig, spannende und irgendwie wie ein Final. – So lässt sich dieses Buch in Kurzform beschreiben.
ich war gefesselt, obwohl der Stoff für jüngere Semester gedacht ist. Aber auch mich hat er vollkommen begeistert. Irgendwie kommt alles zu einem Abschluss, aber irgendwie ist durchaus auch noch Raum für weitere Bände da. Man darf also gespannt sein, ob da eventuell noch etwas kommt.

64/80
Julie Kagawa – “Frühlingsnacht”
– 338 Seiten
Nach anfänglicher Verwirrung hat sich mir einmal mehr eine sehr fantasiereiche und spannende Story ergeben. Alles ist plötzlich aus der Sicht von Ash geschrieben. Dieser wurde vom Antagonisten zu einem Protagonisten. – Das vermeintliche Finale in Band 3 war noch keines.
Im Anhang hatte es ein paar lustige Gimmicks, die aber nicht unbedingt hätten sein müssen.

65/80
Angelika Krumpen – „Spiel mir das Lied vom Leben“
– 144 Seiten
Ein ehrliches und offenes Dokument über die Verbrechen während der Nazizeit.
Spannend verpackt erzählt ein Zeitzeuge sein ganz persönliches Erlebnis. 
Das Buch gibt es auch als Doku auf Youtube. Das hat für einen weiteren Aha-Effekt bei mir gesorgt.

66/80
Volker Kutscher – “Die Akte Vaterland”
– 7 Stunden 20 Minuten
Im vierten Fall von Gereon Rath hatte es wieder jede Menge Spannung. Ich bin kaum von der Handlung los gekommen. Gereon Rath zieht es in die Masuren. Er kann also ganz legal sein eigenes Süppchen kochen, aber dadurch gerät er in eine unerwartete Gefahr.
Die Zeit in der die Handlung spielt ist super wiedergegeben und die düstere Stimmung von damals durchaus spürbar. – Klasse Buch, klasse Reihe!

67/80
Arno Strobel – “Das Wesen”
– 6 Stunden 53 Minuten
Ein Täter, den niemand für den Täter hält. Eine arme psychotische Frau, die ausgenutzt wird, und die ich persönlich für die Täterin gehalten habe.
Ich war gefesselt. Von Anfang an hat mich die Handlung in ihren Bann gezogen und mich vor dem Ende nicht wieder losgelassen. Die Spannung hat sich wirklich über das gesamte Buch gezogen und mich immer bei der Stange gehalten. Und das Ende hat mich mehr als überrascht. Sowohl im positiven, als auch im negativen Sinne. – Klasse Buch!!!

 

Hinzu gekommen, auf den Sub:
Jasmin Jülicher – „Stadt der Tiefe“ – Informationen zum Buch
Mark L´Estrange – „Geisterlied“
Clive Cussler – „Das Erbe der Azteken“ – Informationen zum Buch
Clive Cussler – „Das Gold von Sparta“ – Informationen zum Buch
Tim Curran – „Blackout – Im Herzen der Finsternis“ – Informationen zum Buch

Im Moment auf meinem Sub: 95 Titel

Saturday Sentence – „Das Geheimnis von Nimmernie“

1. Nimm deine aktuelle Lektüre

Eine gefährliche Reise, eine alte Feindschaft und eine große Liebe, die alle Gefahren überwindet

Meghan Chase, die unerschrockene Feenprinzessin, und Ash, ihr geliebter Winterprinz, dachten eigentlich, dass sie als erprobte Grenzgänger zwischen Nimmernie und der Menschenwelt nichts mehr aus der Fassung bringen könnte. Doch dann muss Meghan schmerzvoll erfahren, dass es nie ratsam ist, einer Fee ein Versprechen zu geben – denn sie wird es nicht vergessen und unter den unmöglichsten Umständen auf seiner Einhaltung beharren. Aber auch auf den stolzen Ash wartet erneut eine Prüfung, die ihm alles abverlangt: In der Stunde der höchsten Not muss er über seinen Schatten springen und sich mit seinem Rivalen Puck verbünden. Wird es Meghan und Ash am Ende gelingen, einer Herausforderung zu trotzen, die alles infrage stellt, was ihnen jemals etwas bedeutete? (Quelle: Lovelybooks.de)

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein „saturday sentence“ lautet.

Das Buch hat gar nicht so viele Seiten. Deswegen nehme ich Seite 118 Satz 10:

„Wir können nur hoffen, dass Grimalkin wusste, wovon er sprach.“

Julie Kagawa – „Das Geheimnis von Nimmernie“ ISBN: 9-783-641-09849-0

3. Und wie ist es bisher?

Ich bin in jedem Fall enttäuscht. Das soll Band fünf der Reihe „Plötzlich Fee“ sein. Aber es hat so gar nichts mit dem vierten Band zu tun. Ich bin bei der Lektüre in der Geschichte irgendwo rein geschleudert worden, was für mich überhaupt keinen Zusammenhang mehr hat. Alles ist komplett nicht mehr so, wie ich es im vierten Band verlassen habe. – Meine Lesebegeisterung geht gegen Null und die ganze Zeit hoffe ich immer nur, dass es doch bitte irgendwie noch Sinn ergibt. ..

Fusselfreitag #17

Die Orgelpfeife

Was unsere Wohnsituation angeht, hat es ja so eine kleine Rasse bei uns perfekt. Wir können ihn ruhigen Gewissens rein und raus marschieren lassen, wie er es möchte. Auf die Straße kommt er nicht, weil alles so schön zu ist.

Bei diesem Bild allerdings wusste er nicht so recht, was er falsch gemacht haben sollte. Wir hatten mal wieder in den Erdbeeren erwischt. – Die frisst er für sein Leben gern.
Und wenn wir ihm, seiner Meinung nach, nicht genug davon gegeben haben, hat er sie sich im Garten eben selber geerntet. Dass wir dann keine mehr hatten, war egal.
Ihm haben sie jedenfalls geschmeckt.

In diesem Jahr haben wir einen Gartenzaun gebaut. Er kommt jetzt nicht mehr allein an die roten Früchtchen. Bin ja mal gespannt.

Kleine Info

Heute will ich mich nur kurz bei euch melden und eine Neuerrung mitteilen!

Ich habe, Spotify sei Dank, die Hörspiele wieder für mich entdeckt. Und bei der lieben Anja habe ich gesehen, dass man auch Hörspiel super rezensieren kann. – Das möchte ich auch.

Starten werde ich mit der Hörspielreihe von und mit Bibi Blocksberg. Dieser kleine blonde Wirbelwind mit dem Hexentalent, welches das Leben in Neustadt mitunter mächtig durcheinander wirbelt.
Ich kenne ihre Abenteuer zum großen Teil bereits, aber mit diesem Start nehme ich es mir zum Anlass, die Folgen alle noch einmal zu hören und dann ganz frisch etwas dazu zu erzählen.
Mal sehen, wo mich dann die Hörspielreise hin verschlägt… Ich lasse mich da von meiner Intuition und den Tipps und Vorschlägen von Spotify leiten.

Sagt mal, soll ich euch den Spitfy-Link dann zum Post einfügen? – Nur mal so dem Interesse wegen. 🙂

[Buch] Simon Beckett – „Voyeur“

Simon Beckett
„Voyeur“
Verlag: Rowohlt
ISBN: 9-783-499-24917-4
Seiten: 384

– eine Rezension aus der Kramkiste –

Das Cover ist wirklich sehr schlicht gehalten. kein Bild, kein Foto. Einfach nur weiß mit rot gedrucktem Titel und schwarz gedrucktem Autor. Wenn ich Herrn Beckett nicht sowieso schon total verfallen gewesen wäre, glaube ich nicht, dass dieses Buch eine Chance bekommen hätte.

Klappentext: Du gehörst mir.
Für den Londoner Galeristen Donald Ramsey ist Leidenschaft ein Fremdwort. Die Schönheit von Frauen bewundert er nur in Kunstwerken. Sein plötzliches Interesse an Anna, der neuen Assistentin, ist daher ungewohnt für ihn. So ungewohnt, dass Donald jemanden anheuert, um die junge Frau verführen zu lassen: Zeppo ist für diesen Job wie geschaffen – attraktiv, charmant und vollkommen skrupellos.
Eine perfekte Intrige nimmt ihren Lauf. Doch Menschen sind keine Gemälde. Und ihr Preis hat nichts mit Geld zu tun.
Wenn Besessenheit zum Mord führt: Die Geschichte einer sexuellen Obsession. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Donald Ramsey fühlt sich zu seiner Assistentin Anna hingezogen. Er mag ihren Freund nicht. Und als Anna dann auch noch mit diesem Typen nach Amerika gehen will, muss er aus dem Weg.
Donald selber ist zu körperlicher Liebe nicht Fähig. Deswegen soll Zeppo auch mit Anna schlafen. Donald will ihn dafür bezahlen. Doch Anna ist ihrem Freund treu. Der Typ muss also weg und die beiden planen das perfekte Verbrechen.
Beide rechnen aber nicht mit den Reaktionen von Anna und dem Vater des verschwundenen Opfers. Am Ende war das Verbrechen wohl doch nicht so perfekt und Donald kann Anna wohl nie auf seine Weise besitzen.

Fazit: Der Inhalt wirkt anfangs etwas langweilig. Doch schon nach kurzer Zeit wirkt eine gewisse Faszination, die mich total gefesselt hat.
Ein Galeriebesitzer hat eine Assistentin der er sich, irgendwie zugeneigt fühlt. Doch zu körperlicher Liebe fühlt er sich nicht fähig. Sein Bekannter „Zeppo“ soll für Geld mit ihr schlafen. Das stellt sich aber als so einfach nicht heraus. Denn da ist der Freund der Assistentin. er scheint sowieso nicht wirklich zu ihr zu passen und muss aus dem Weg geschafft werden. Hierzu gilt es das perfekte Verbrechen, zu planen.
Ich wusste Zwischenzeitlich nicht, ob ich einen Krimi, einen Thriller oder oder einen Erotikroman lese.

Orte und Handlungen waren ausreichend aber nicht zu, ausschweifend beschrieben. Die Handlung schien gut voran zu kommen und der befürchtete Kaugummieffekt blieb aus. – Gut so. Denn das Buch war auf diese Weise eine kurzweilige Lektüre, die für den Feierabend sehr gut geeignet war. Schachtelsätze und Fachchinesisch gab es nicht, sodass auch ein Mensch ohne Studium ganz entspannt lesen und verstehen konnte.
Auch die Handlung selber war jetzt so ungewöhnlich gar nicht. Rein vom Prinzip her könnte sich das in ganz ähnlicher Form wirklich so abspielen. Wer weiß denn schon was so mancher in seiner Kindheit gesehen oder erlebt hat, was sich heute als psychische Macke entpuppt.
Schriftgröße und Seitenaufteilung waren in Ordnung. Dauerhaft Lesen war auch ohne Augenschäden möglich. Einzig das Handling des Buches war etwas umständlich. Das Taschenbuch war wirklich sehr fest geklebt. Das hat den Buchrücken steif und wenig flexibel gemacht. Immer wenn ich es offen liegen lassen wollte, musste ich etwas dazwischen leger oder es aufs Gesicht drehen. Auch beim Lesen musste ich es immer gut auf halten. Das hat die Sache schon etwas unbequem gemacht.

Alles in allem aber ein super Buch Man sollte es halt nur nicht. mit Jack Hunter vergleichen. Das wäre nicht fair, da diese Story irgendwie etwa s ganz anderes ist.