Autor: Frank Hammerschmidt
Verlag: Romantruhe
Erschienen: 26. Mai 2023
Länge: 51 Minuten 45 Sekunden
Die Sprecher und ihre Rollen:
Helmut Gauss
Sascha Rotermund
Manja Doering
Fabian Kluckert
Engelbert von Nordhausen
Lisa May Mitsching
Bert Franzke
Jan Makino
Andrea Aust
Rainer Doering

Inhalt:
Debrah, frisch aus dem Knast entlassen, nimmt wieder Kontakt zu den Jungs der Rotten Hounds auf. – Was ein gemütlicher Abend mit den Jungs werden soll, endet in einem Saufgelage mit Nick in der Bude eines der Rowdys.
Alles geht so lang gut, bis eine Gitarre ins Spiel kommt. Es soll das Instrument einer verstorbenen Gitarrenlegende gewesen sein und am Ende muss man nur die Seiten mit Blut präparieren, damit genau dieses Können auf den neuen Besitzer des Instruments übergeht. – Nick, der an dem Abend unehrenhaft aus der Band geflogen ist, wittert seine Chance und gemeinsam mit Debrah macht er sich daran, das auszuführen, was für das gewünschte Talent notwendig ist.
Sie schaffen auch die letzte Seite zu präparieren, was mit einem mehr oder weniger unglücklichen Zufall zu tun hat, allerdings ist die Reaktion des Instruments auf die gewünschte Notenfolge eine ganz andere, als die beiden sich das gedacht haben. Sie wecken hier etwas, was sie sich so nicht gedacht haben.
Mein Hörerlebnis:
Ich muss zugeben, dass ich mit dem Titel zunächst absolut nichts anfangen konnte. Ich dachte wirklich, dass es sich hier um ein Felsenriff oder sowas handelt. Das sich das Ganze aber um die Musik dreht, stellt sich aber erst nach dem Geplänkel im Knast heraus.
Die Szene im Knast diente wohl dazu, die Protagonistin einzuführen, denn die Frau war es, die am Ende so ziemlich für alles verantwortlich und überall dabei war. Der ganze Rest ist pure Manipulation gewesen.
Diese Frau ist also aus dem Knast entlassen und nimmt Kontakt zu der von ihr favorisierten Band auf. – Sex, Drugs und Rock`n roll. – Wie klischeehaft will man denn bitte eine kleine Band darstellen, die nichts weiter als den Aufstieg und die große Kohle im Kopf hat.
Der Vorfall mit dem Rausschmiss des Gitarristen war dann auch wieder nur so ein Aufhänger für den Rest der Story. Dass die Frau dann allerdings bei dem Verlierer geblieben ist, war in meinen Augen schon etwas seltsam. Aber was will man machen, es ist wie es ist.
Aus einer Bierlaune heraus entsteht dann das eigentlich gruselige Stück der Story. Die Gitarre taucht auf und die beiden jungen Leute fallen doch wirklich auf den Spruch mit dem Blut und dem Teufelsriff hinein. Die Frau ist es, die dann wirklich damit anfängt, mit ihrem eigenen Blut die erste Seite zu präparieren. – Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie höre ich hier so ein bisschen die böse Eva raus. Die, die die Menschen aus dem Paradies quasi rausgeschmissen hat.
Während das Sammeln des Blutes für die restlichen Seiten dann doch recht unspektakulär abläuft, wird die letzte Seite im Prinzip durch einen dummen Zufall auch beschmiert. Und dann folgt, was folgen muss, der Typ spielt das berüchtigte Riff und ich war enttäuscht, weil es gar nicht so teuflisch klang, wie ich es erwartet hatte.
Die Lösung des Problems war eine andere, als ich dachte. Nicht der Typ wird so etwas wie ein Gitarrenvirtuose. Nein, das wäre viel zu friedlich und einfach gewesen. Das Ding endet so, dass das Mädchen freiwillig zurück in den Knast will. Und wenn ihr mich fragt, hat das schon eine ganze Menge zu heißen.
Fazit:
Sorry Leute, aber das Cover war ja mal mehr wie falsch konzipiert. Die Band wird hier grün dargestellt, dabei sind sie doch gar keine Monster, sondern nichts weiter als ganz normale Menschen. Warum malt man sie und zum Teil auch das Publikum bitte grün an?!
Die Handlung war sehr gut. Ich war gefesselt, bin ab und an mal in die falsche Richtung gerannt und genau deswegen dann so fasziniert von dem, was ich hier gehört habe. Sogar das Ende konnte mich hier wirklich sehr gut catchen, weil ich es mir anders erhofft habe.
Die Geräuschkulisse war hier am Ende gar nicht so wichtig und diese Darstellung der Musik, die zugegebenermaßen nicht mein Genre war, hätte auch nicht sein müssen, aber ansonsten ist hier wirklich alles sehr gut und fast schon bildhaft inszeniert.
Die Schauspieler bringen eine wirklich sehr gute Leistung und schon allein das Buch muss ja irgendwie ein Hammer gewesen sein.
In jedem Fall bin ich sehr gut unterhalten worden und kann gerade diese Folge wirklich nur wärmstens empfehlen. Ihr macht hier absolut nichts falsch.






