
Rose Snow
“Band 3 der Gefühle”
Reihe: 8 Sinne
Verlag: Selfpublishing
ISBN: 9-783-739-40852-1
Länge: 224 Seiten
– gelesen im Juni 2025 –
Band 3 von 7 dieser Reihe und ich habe noch immer keine Ahnung, ob das hier jetzt eine einzige Drogenfantasie ist, oder ob die Autorin einfach nur eine riesige und überbordende Fantasie hat.
Klappentext:
Tauche ein in die Welt der 8 Sinne: Wut. Ekel. Trauer. Wachsamkeit. Freude. Erstaunen. Vertrauen. Angst. Welches Gefühl ist Deines?
Während Ben sich auf sein magisches Duell vorbereitet, kommt Lee dem Geheimnis ihrer Feinde immer näher. Dabei setzt sie nicht nur einiges aufs Spiel, sondern muss auch erkennen, dass der Kampf, der sie erwartet, viel größer ist, als sie dachte … (Quelle: Lovelybooks.de)
Inhalt:
Lee und Ben haben noch eine einzugehen Chance mit dem letzten Lichtstein die drohende Katastrophe zu verhindern. Doch sie werden von den Totaa überrascht und verlieren auch diesen Stein. Die Totaa haben somit ihre Ziel erreicht und können während dem Mondfestes alle Menschenverbundenen vernichten.
Ben und Lee geben nicht auf. Auf der Suche nach einer Lösung reisen sie ins Land des Ekels, ins Grüne Land, fechten Kämpfe aus, werden verletzt und können während des Festivals den vermeintlich finalen Kampf ausfechten. Doch ist das wirklich das Ende?
Fazit:
Das Cover, bei diesem dritten Band, ist in Grün gehalten, hält sich ansonsten aber an die für diese Reihe typischen Elemente. Wir haben die große 8, die wohl für die acht Sinne stehen soll, wir haben zwei menschliche Silhouetten, welche wohl Ben und Lee darstellen sollen und ansonsten jede Menge fantastischen Zierrat.
Gleich zu Anfang verschlägt es unsere Protagonisten ins Land des Ekels, welches mal wieder mit einer Fantasie beschrieben ist, dass es mir stellenweise wirklich sehr grenzwertig vorgekommen ist. Wenn ich nur von dem Geruch von Erbrochenem lesen muss, kann ich drauf warten, dass auch mir übel wird. Und dann ist das ja in dem Moment auch noch mit das geringste Übel in diesem Land. Ein Wunder, dass ich bei dem Lesestoff keinen Herpes bekommen habe.
Ben und Lee versuchen ,nach wie vor ihrem Ziel zu folgen, werden dabei in dem Land fast willenlos hin und her geschickt und steuern doch auf eine Art Finale zu.
Leider verliert die Handlung ein wenig ihrer konstruierten Logik, als Lee ihren Wächterstab verliert und das so kommentar- und hilflos hinnimmt. So wie sie bisher drauf war, hätte ich da wesentlich mehr Widerstand erwartet. Irgendwie hat sie in dem Moment wieder gewirkt, als würde sie die ersten Schritte im Land der Gefühle machen und mit der Situation komplett überfordert sein.
Das Durcheinander geht weiter und auch Ben verliert seine Fähigkeiten bei einem Duell, bei dessen Beschreibung ich das Gefühl hatte, dass es die Autorin in gewisser Weise überfordert hat.
Am Ende kommt der vermeintlich finale Kampf, der ihren Widersachern, den Totaa das Handwerk legen soll. Allerdings stellt sich heraus, dass ein ganz anderer Drahtzieher hinter diesen ganzen katastrophalen Ereignissen steckt. – Er scheint besiegt, doch wird dieser finale Kampf dann mit neuen Erkenntnissen doch wieder ad absurdum geführt, indem man die Handlung künstlich verlängert, um für die nächsten vier Bücher noch etwas Stoff zu haben.
Ben und Lee finden im Laufe der Handlung zueinander, was ich mal gar nicht verstehen kann, denn Ben ist und bleibt für mich ein eingebildetes Ekel, welches mit den Klatschen, die es in diesem Buch bekommen hat, absolut nicht umgehen kann.
Trotzdem das Buch nicht sehr lang war, hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass ich seitentechnisch absolut nicht vorwärts komme. Ich habe geblättert und geblättert und an den Seitenzahlen hat einfach nichts weiter gezählt. – Ich möchte nicht wissen, wie klein die Schrift auf den Seiten formatiert gewesen ist, dass der Text auf die geringe Seitenanzahl gepasst hat.
Alles war in einem einzigen Handlungsstrang geschrieben, der dann aber mit allen möglichen fantastischen und unmöglichen Dingen ausgeschmückt war, die sich ein menschlicher Geist nur ausdenken kann. An Fantasie mangelt es der Autorin in keinem Fall und es war erforderlich, wirklich alles ziemlich aufmerksam zu lesen, wenn man hinterher kommen wollte. Habe ich einmal angefangen, den Text nur zu überfliegen, habe ich auch schon den Faden verloren.
Neben der ganzen Fantastik sind mir hier auch viel zu viele Namen um die Ohren geflogen, sodass ich da schon länger den Faden verloren hatte.
Ein Kopfkino hatte ich beim Lesen nur teilweise und habe auch so schon eine Menge Faszination am Text verloren. – Und als dann die beiden Protagonisten noch anfingen und zueinandergefunden haben, habe ich innerlich aufgestöhnt. Zu diesem ganzen Hin und Her, kommen jetzt wohl auch noch Romantik und Liebesabhängigkeiten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das die Handlung spannender macht.
Ich bewerte das Buch mit 3 von 5 möglichen Sternen.
Fantasie hat die Frau, keine Frage! Nur habe ich es zwischenzeitlich als einfach zu dick aufgetragen. Stellenweise hatte ich bei diesem ganzen bunten Durcheinander wirklich Probleme, dem Ganzen überhaupt folgen zu können. Außerdem hätte ein zweiter Handlungsstrang vielleicht mehr Licht ins Dunkle bringen können oder eben auch Spannung aufbauen können. – Gab es aber nun leider nicht.






