Fusselfreitag #334

Fussel als Prinzchen auf der Schaukel

Da liegt er, so harmlos, als könnte ihn kein Wässerchen trüben. – Dabei ist er, gerade jetzt im Herbst noch einmal, ein gewaltiger Zeckenzüchter. Was wir an Zecken aus dem Kerl rausgezogen haben, das ist ne wahre Pracht.
Es scheint so, dass dieses Aromateil am Halsband nicht mehr so wirklich ne Wirkung hat und wir dann spätestens ab nächstes Jahr wieder auf diese Tablette umsteigen müssen. Das Öl, was in den Nacken gegeben wird, verträgt er leider nicht. Da juckt er sich nen Wolf, wenn wir ihm das drauf machen. Und das muss ja dann auch nicht wirklich sein. – Dann wohl die Tablette …

[Hörspiel] Geister-Schocker 106 – „Düstermoor“

Autor: Andreas Masuth
Musik: Tom Steinbrecher & Alexander Schiborr
Regie: Gerd Naumann
Verlag: Romantruhe
Erschienen: 28. Juli 2023
Länge: 1 Stunde 14 Minuten

Die Sprecher und ihre Rollen:

Claus Elsenbeck – Torsten Münchow
Martha Patzak – Magdalena Helmig
Wirt – Achim Buch
Pfarrer – Jörg Hengstler
Bürgermeister – Bernd Vollbrecht
Theresa – Luise Lunow
Frau – Sabine Arnhold
Kutscher – Hanns Jörg Krumpolz

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Inhalt:

Ein Mann kommt in ein Dorf. Er arbeitet für die Eisenbahn und soll die Trockenlegung von einem Stück Sumpf vorbereiten, wo dann eine Eisenbahnstrecke verlaufen soll. – Was zunächst als normales Gasthaus mit normalen Wirtsleuten aussieht, entpuppt sich schnell als eine böse Scharlatanerie des Teufels persönlich.
Der Ingenieur will eigentlich nur seine Arbeit machen, damit er beruflich weiter vorankommt, wenn er dieses Projekt zu einem erfolgreichen Abschluss bringt. Allerdings kommt ihm da das Schicksal der Dorfbewohner in die Quere. Er kann und will diese Menschen, die auch nur Opfer sind, einfach nicht hängen lassen und muss dafür den Teufel persönlich mit seinen eigenen Waffen schlagen.
Der Erfolg stellt sich ein, allerdings endet dann alles irgendwie anders, als man sich das gedacht hat.

Mein Hörerlebnis:

In dieser Folge hat sich in jedem Fall schön ein Faden durch die ganze Story gezogen. Es fing alles irgendwie locker und flockig an und endete dann in einer fast Katastrophe. – Ich war begeistert.
Der Mann kommt in einem Gasthof an und bekommt erst einmal etwas zu Essen. So weit, so normal. Die Tochter des Wirts scheint ja eine Augenweide zu sein, so wie der Typ gleich hörbar sabbert und der Frau hinterherzuhecheln scheint.
Es stellt sich heraus, dass bei dem Dorf eine Eisenbahnstrecke verlegt werden soll, wofür ein Moor oder sowas trocken gelegt werden soll. Dieser Mann ist ein Ingenieur und soll sich nun ansehen, wie das am besten vonstattengehen kann. – Allerdings wird schon sein erster Ausflug ins Moor zu einer gefährlichen Gelegenheit. Denn er muss natürlich von dem Steg runter, obwohl man ihm gesagt hat, dass er genau das eben nicht tun soll.
Im Dorf zurück sind die Menschen wirklich mehr als seltsam. Es ist seltsam, dass der Tisch für ihn gedeckt ist, das Essen bereits auf dem Tisch steht und doch niemand zu sehen oder zu hören ist. In dem Moment, wo der Wirt mit einem Bierkrug aus dem Keller gekommen sein will, war mir klar, dass hier irgendwas nicht so zu sein scheint, wie sich das gehört. Nur wo genau die Schieflage war, war mir zu dem Zeitpunkt noch nicht ganz klar.
Der Typ lässt nicht locker, er interessiert sich für Dinge, die ihn wohl besser nicht interessiert hätten und schon bald gibt sich ihm das Grauen zu erkennen. – Spätestens zu diesem Zeitpunkt hatte mich die Story voll in ihrem Griff und ich wollte nun auch wissen, wie sich das alles zusammensetzt und wo vor allem der Kollege abgeblieben ist, der vor diesem Typen da gewesen sein muss.
Und es löst sich auf. Und wie!!!! – Die Täuschung, welcher dieser Ingenieur aufgesessen ist, hatte es wirklich in sich. Das ganze Kartenhaus schien, ob seiner Schlauheit, in sich zusammenzufallen. Selbst dem Teufel sitzt er so leicht nicht auf.
Am Ende hat er dann doch wirklich seine Liebe gefunden. – Ein Zusatz zu dieser Story, die nicht unbedingt hätte sein brauche, aber hey, Romantik funzt wohl irgendwie immer.

Fazit:

Diese riesige Kröte auf dem Cover war schon irgendwie faszinierend. Etwas machte sie furchtbar grausam und ekelig, aber irgendwie sah sie dann doch auch harmlos aus. – Was für eine Rolle genau diese Kröte dann spielen sollte, musste man sich auch erst einmal ausdenken.
Die Story hat mich ja richtig gut gekriegt. Sie war fesselnd, nachvollziehbar und auch sehr gut hörbar gemacht. Es brauchte nicht so viel Hintergrundgeräusche. Die Handlung war auch so sehr gut zu verstehen und ich habe alle Emotionen beim Hören durchgemacht.
Die Schauspieler haben einen sehr guten Job gemacht. Besonders die alte Hexe oder Heilerin hat mir hier gefallen. Ich glaube kaum, dass eine so alte Frau noch als Sprecherin arbeitet. Also musste eine jüngere Frau ihre Stimme wohl verstellen, um so etwas zustande zu bringen. Man kann durchaus sagen, dass ich das schon sehr bemerkenswert fand.

Eine spannende Story, sehr gut umgesetzt, nachvollziehbar und spannend. Was will man mehr?! Ich empfehle diese Folge aus vollstem Herzen.

[Hörbuch] Cornelia Lotter – „Gutes Blut“

Cornelia Lotter
“Gutes Blut”
Verlag: GD Publishing
EAN: 9-783-989-83521-4
Länge: 4 Stunden 17 Minuten
Sprecherin: Janna Ambrosy

– gehört im Juni 2025 –

Eigentlich wollte ich ja den Dirnenblock Teil 3 und 4 direkt hinterher hören, aber das Buch kam in der Auflistung von Spotify eher dran. Nun gut, dann eben erst das Gute Blut. – Die Autorin steht bei mir inzwischen für richtig gute historische Bücher.

Klappentext:

Die junge Theresa arbeitet 1943 als Sekretärin im Lebensborn-Heim »Pommern« in Bad Polzin. Eines Tages kommt mit einem Transport polnischer Kinder, die eingedeutscht werden sollen, ein Junge ins Heim, der stumm zu sein scheint. Theresa nimmt sich des Dreijährigen an und animiert ihn zum Sprechen, weil sie nicht will, dass er als »beschädigte Ware« aussortiert wird. Denn die SS, deren oberster Führer Heinrich Himmler den Lebensborn-Verein 1935 gegründet hatte, um das Land mit »gutem Blut« zu versorgen, kann nur einwandfreies »Material« gebrauchen. Doch Theresa ist unverheiratet; niemals könnte sie den Jungen adoptieren. Da macht ihr Hans Fromm, ein SS-Obersturmbannführer ein Angebot.
Wie weit wird Theresa gehen, um den kleinen Jungen bei sich behalten zu können? (Quelle: Thalia.de)

Inhalt:

Theresa arbeitet im Jahr 1943 in einem Lebensborn-Kinderheim in Pommern. Bisher hatte sie es mit deutschen Müttern zu tun, die ihr Kind hier in einer geschützten Atmosphäre auf die Welt bringen konnten. Doch eines Tages kommt ein Transport mit polnischen Kindern an, welche eingedeutscht werden sollen. Der kleine Thomas stielt sich schnell und unauffällig in ihr Herz.
Thomas hat aber ein großes Problem. Trotzdem der das Alter hat, spricht er kein Wort und Theresa hat Angst, dass er bei der nächsten Inspektion als “beschädigte Ware” dann doch noch ins Gas geschickt wird. – Sie nimmt sich dem kleinen Jungen an, würde am liebsten eine Mama für ihn sein. Aber sie ist ledig und kann ihn somit schlecht adoptieren.
Doch da ist noch dieser Hans Fromm. Ein SS-Mann, der einen Narren an ihr gefressen hat und sie hart bis aggressiv umwirbt. Er geht am Ende sogar so weit, und erpresst sie mit Wissen über ihre Eltern, damit er sein Ziel erreicht. Theresa hat im Prinzip keine Wahl. Sie geht eine Ehe ein, die sie eigentlich nicht möchte, nur um Thomas zu retten und ihre Eltern zu schützen. Sie hofft, der Krieg würde das Problem für sie lösen.

Fazit:

Allein das Cover macht ja schon mächtig was her und hat mir kalte Schauer über den Rücken gejagt, als ich richtig begriffen habe, dass der kleine Junge Thomas sein soll und der SS-Mann, der vor den Truppen entlang stolziert kein geringerer als Hans Fromm ist. Das ganze noch in diesen Sepiafarben von alten Fotos gehalten, glaubt man hier echt dass es sich um eine wahre Geschichte handelt.

Die Story beginnt recht harmlos. Der Bezug zu SS und Gewaltverbrechen an ganzen Bevölkerungsgruppen wird nur langsam und stückchenweise hergestellt, aber als mir dann aufgegangen ist, um was es hier geht und wer genau Thomas ist, ist es mir das erste Mal kalt über den Rücken gelaufen.
Die Situation in den Lebensborn-Heimen ist hier wirklich sehr gut beschrieben. Die unterschiedlichen Sichtweisen und Situationen der Schwestern und der werdenden Mütter lässt wirklich gut durchsickern, wie das damals gewesen sein mag. – Frau Lotter hat auch hier am Ende wieder betont, dass die Story zwar auf historischen Tatsachen beruht, aber eben dann doch frei erfunden ist. Dabei konnte ich mich doch aber gerade in Theresa und ihre schwangere Freundin sehr gut hineinversetzen.
Die Figur des Hans Fromm war für mich von Anfang an so durchschaubar. Er hat sich in Theresa verguckt und hat sie nun mit aller Gewalt und nach allen Regeln der Kunst umworben. – Dumm nur, dass Theresa so schon eine sehr vorsichtige Person ist und ihn dann obendrein durch verschiedene Informationen durchschaut. Da geht es ihrer Freundin schon ganz anders. Diese fällt auf ihren Ehemann förmlich herein, als sie im Nachhinein erst erfährt, was er denn alles getan hat. – Schade nur, dass man nicht erfährt, was dann aus dem Kind geworden ist. Ich meine, dass bis heute nicht ganz klar ist, was aus den Lebensborn-Kindern so geworden ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die nach dem Krieg noch irgendwelche Adoptiveltern gefunden haben, wo doch der Lebensborn selber so verschrien war.

Die Story fesselt auf ihre ganz eigene Weise. Sie kommt ohne blutige Tatsachen aus. Das Grauen findet man hier zwischen den Zeilen und dem, was man selber an Wissen über die Randerscheinungen des zweiten Weltkrieges hat. Man merkt sehr deutlich, dass der Stoff für diese Geschichte wirklich nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert und verarbeitet ist.
Die Sprecherin macht einen guten Job. Sie liest ruhig und gelassen, trotzdem sie stellenweise das unaussprechliche Grauen wirklich aussprechen muss.
Die Laufzeit ist recht angenehm und ich konnte den Stoff sehr gut, innerhalb einer Schicht weglesen und habe dabei stellenweise wirklich seltsame Bilder in meinem Kopfkino gehabt.
In jedem Fall habe ich wieder gedacht, dass das hier gut und gern so passiert sein kann. Und gerade das Ende der Geschichte fasziniert durch das offene Ende, welches wirklich sehr viel Platz für eigenen Fantasien lässt. – Interessant fände ich es aber durchaus, wenn man wirklich noch mal in Erfahrung bringen könnte, was aus Thomas dann noch geworden ist.

Bewertung: 5 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Historische Romane, welche sich um die Zeit und Gegebenheiten des zweiten Weltkrieges drehen, stehen und fallen immer wieder mit guter Recherche und dem, wie der Autor den Stoff dann verkaufen will. – Cornelia Lotter ist das auch hier mal wieder mehr als gut gelungen.

[Hörspiel] Geister-Schocker 105 – „Des Teufels Riff“

Autor: Frank Hammerschmidt
Verlag: Romantruhe
Erschienen: 26. Mai 2023
Länge: 51 Minuten 45 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:

Helmut Gauss
Sascha Rotermund
Manja Doering
Fabian Kluckert
Engelbert von Nordhausen
Lisa May Mitsching
Bert Franzke
Jan Makino
Andrea Aust
Rainer Doering

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Inhalt:

Debrah, frisch aus dem Knast entlassen, nimmt wieder Kontakt zu den Jungs der Rotten Hounds auf. – Was ein gemütlicher Abend mit den Jungs werden soll, endet in einem Saufgelage mit Nick in der Bude eines der Rowdys.
Alles geht so lang gut, bis eine Gitarre ins Spiel kommt. Es soll das Instrument einer verstorbenen Gitarrenlegende gewesen sein und am Ende muss man nur die Seiten mit Blut präparieren, damit genau dieses Können auf den neuen Besitzer des Instruments übergeht. – Nick, der an dem Abend unehrenhaft aus der Band geflogen ist, wittert seine Chance und gemeinsam mit Debrah macht er sich daran, das auszuführen, was für das gewünschte Talent notwendig ist.
Sie schaffen auch die letzte Seite zu präparieren, was mit einem mehr oder weniger unglücklichen Zufall zu tun hat, allerdings ist die Reaktion des Instruments auf die gewünschte Notenfolge eine ganz andere, als die beiden sich das gedacht haben. Sie wecken hier etwas, was sie sich so nicht gedacht haben.

Mein Hörerlebnis:

Ich muss zugeben, dass ich mit dem Titel zunächst absolut nichts anfangen konnte. Ich dachte wirklich, dass es sich hier um ein Felsenriff oder sowas handelt. Das sich das Ganze aber um die Musik dreht, stellt sich aber erst nach dem Geplänkel im Knast heraus.
Die Szene im Knast diente wohl dazu, die Protagonistin einzuführen, denn die Frau war es, die am Ende so ziemlich für alles verantwortlich und überall dabei war. Der ganze Rest ist pure Manipulation gewesen.
Diese Frau ist also aus dem Knast entlassen und nimmt Kontakt zu der von ihr favorisierten Band auf. – Sex, Drugs und Rock`n roll. – Wie klischeehaft will man denn bitte eine kleine Band darstellen, die nichts weiter als den Aufstieg und die große Kohle im Kopf hat.
Der Vorfall mit dem Rausschmiss des Gitarristen war dann auch wieder nur so ein Aufhänger für den Rest der Story. Dass die Frau dann allerdings bei dem Verlierer geblieben ist, war in meinen Augen schon etwas seltsam. Aber was will man machen, es ist wie es ist.
Aus einer Bierlaune heraus entsteht dann das eigentlich gruselige Stück der Story. Die Gitarre taucht auf und die beiden jungen Leute fallen doch wirklich auf den Spruch mit dem Blut und dem Teufelsriff hinein. Die Frau ist es, die dann wirklich damit anfängt, mit ihrem eigenen Blut die erste Seite zu präparieren. – Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie höre ich hier so ein bisschen die böse Eva raus. Die, die die Menschen aus dem Paradies quasi rausgeschmissen hat.
Während das Sammeln des Blutes für die restlichen Seiten dann doch recht unspektakulär abläuft, wird die letzte Seite im Prinzip durch einen dummen Zufall auch beschmiert. Und dann folgt, was folgen muss, der Typ spielt das berüchtigte Riff und ich war enttäuscht, weil es gar nicht so teuflisch klang, wie ich es erwartet hatte.
Die Lösung des Problems war eine andere, als ich dachte. Nicht der Typ wird so etwas wie ein Gitarrenvirtuose. Nein, das wäre viel zu friedlich und einfach gewesen. Das Ding endet so, dass das Mädchen freiwillig zurück in den Knast will. Und wenn ihr mich fragt, hat das schon eine ganze Menge zu heißen.

Fazit:

Sorry Leute, aber das Cover war ja mal mehr wie falsch konzipiert. Die Band wird hier grün dargestellt, dabei sind sie doch gar keine Monster, sondern nichts weiter als ganz normale Menschen. Warum malt man sie und zum Teil auch das Publikum bitte grün an?!
Die Handlung war sehr gut. Ich war gefesselt, bin ab und an mal in die falsche Richtung gerannt und genau deswegen dann so fasziniert von dem, was ich hier gehört habe. Sogar das Ende konnte mich hier wirklich sehr gut catchen, weil ich es mir anders erhofft habe.
Die Geräuschkulisse war hier am Ende gar nicht so wichtig und diese Darstellung der Musik, die zugegebenermaßen nicht mein Genre war, hätte auch nicht sein müssen, aber ansonsten ist hier wirklich alles sehr gut und fast schon bildhaft inszeniert.
Die Schauspieler bringen eine wirklich sehr gute Leistung und schon allein das Buch muss ja irgendwie ein Hammer gewesen sein.

In jedem Fall bin ich sehr gut unterhalten worden und kann gerade diese Folge wirklich nur wärmstens empfehlen. Ihr macht hier absolut nichts falsch.

[Taschenbuch] Wolf Harlander – „Schmelzpunkt“

Wolf Harlander
„SCHMELZPUNKT“
Verlag: Rowohlt
ISBN: 9-783-499-00863-4
Länge: 507 Seiten

– gelesen im Juni 2025 –

Ich dachte, ich wühle mal wieder durch meinen Sub. Besonders weit nach unten bin ich in diesem Fall aber nicht gekommen. – Trotzdem ein sehr unterhaltsames Leseabenteuer gefunden.

Klappentext:

Über dem ewigen Eis knallt die Sonne. Es ist heiß. Kantige Gletscher ragen in den blauen Himmel. Immer wieder stürzen gigantische Eisriesen ins Meer und lassen das Land erzittern. Die Arktis schmilzt. Und es geht rasend schnell.
Als der junge Inuk Nanoq Egede zahllose qualvoll verendete Tiere im Eis findet, ist er fassungslos. Die deutschLe Wissenschaftlerin Dr. Hanna Jordan bestätigt: Diese Tiere sind nicht auf natürliche Weise gestorben. Nanoqs Volk ist in größter Gefahr. Denn es steht eine Katastrophe bevor, die alles bisher Befürchtete übertrifft.
Auch Nelson Carius und Diana Winkels vom BND reisen in die Arktis, die schon lange im Zentrum erbitterter globaler Kämpfe steht. Die Gier nach Profit und Macht ruft gefährliche Gegner auf den Plan, die vor nichts zurückschrecken. Die Spur führt mitten hinein in die geheimen Machenschaften einflussreicher Mächte. Bis das ewige Eis zum Schauplatz eines Kampfes wird, in dem es nicht nur für Hanna und Nanoq um Leben und Tod geht. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt:

Seltsame Ereignisse brauen sich in den Gewässern um Grönland herum zusammen. Tote Fische in Massen, abgemagerte Eisbären und verendete Robben werden vermehrt gefunden.
Nanoq Egede, zurückgekehrter Inuit, findet das alles nicht normal, will die toten Tiere untersuchen lassen und wendet sich dazu sogar an die Polizei, wo er aber auf Unverständnis stößt. Statt dessen soll er eine weiter Gletschertour machen, bei der ein Tourist unglücklich ums Leben kommt. – Dieser Todesfall soll für ihn noch ein Nachspiel haben.
Die Wissenschaftlerin Dr. Hanna Jordan fliegt in die Arktis, um dort Untersuchungen für ein Bergbauunternehmen anzustellen. Sie findet auch, das all die verendeten Tiere nicht eines natürlichen Todes gestorben sind. Ab dann ist sie aber auch verschiedenen nicht einschätzbaren Gefahren ausgesetzt.
Als dann auch noch das Dorf, in dem Nanuq lebt, von einer Flutwelle zerstört wird und zahlreiche Menschen sterben, ist klar, dass hier etwas vorgeht, was nicht gut sein kann.
Die Arktis selber steht schon lang im Fokus verschiedener Geschäftemacher. Und noch attraktiver wird sie, weil der Eispanzer abtaut und zahlreiche Bodenschätze preis gibt.
Zusammen mit zwei Mitarbeitern des BND können Nanuq und Hanna die Ursache für das Tiersterben ausmachen. Den Geschäftemachern ist damit aber noch nicht das Handwerk gelegt.

Fazit:

Ich habe dieses Buch als preisreduziertes Mängelexemplar erworben. Der Autor war mir dem Namen nach bekannt und das Thema mitsamt dem Coverbild haben mich neugierig gemacht. Demzufolge lag das Buch dann auch nicht lang auf meinem SuB, als ich mich zum Lesen entschlossen habe.

Irgendwie war ich von Anfang an gefesselt. Allein die Begegnung der Touris mit dem ausgehungerten Eisbären hätte schlimmer nicht laufen können. Es zeigt aber auch, dass man diese Großstädter absolut nicht allein dort umherlaufen lassen kann. Der folgende Todesfall hat auch das sehr eindrücklich gezeigt und das Gehabe der hinterbliebenen Ehefrau hat der Dreistigkeit dann noch die Krone aufgesetzt. Diese unausstehliche und dekadente Person hätte ich wirklich sowas von mit einer Gegenklage belegt.
Es soll aber nicht um die Touris gehen, sondern um die bedrohte Natur in der Arktis. – Allem voran das gerade vorherrschende Massensterben von Fischen. Dazu die verendeten Robben und niemand scheint sich daran zu stören. Man hat nach wie vor nur den Ruf der Tourismusbranche im Kopf. – Wie widerlich konsumorientiert kann ein Bürgermeister sein …
In jedem Fall wird immer deutlicher, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, als herauskommt, dass die Fische an der Strahlenkrankheit verendet sind. Irgendwo muss also eine massive Strahlenquelle sein. – Die Suche beginnt.
Dr. Hanna Jordan macht einen wirklich guten Job. Sachlich und ruhig versucht sie den Dingen auf den Grund zu gehen, muss sich aber immer wieder aus den verschiedensten Gefahren retten oder eben retten lassen. – Die Frau hat mir fast schon leid getan. Sie macht nur ihren Job und ein Unbekannter will ihr dafür ans Leben.
Dass auch der BND in der Handlung mitspielt war mir zunächst etwas suspekt. Als dann aber mögliche Strahlenquellen konkreter werden, wurde mir klar, warum sie da mitmachen. So ein Strahlenunfall, wie er hier konstruiert wird, hätte wirklich massive Auswirkungen auf die gesamte Menschheit.
Deutlich wird in jedem Fall, dass Geldverdienen und Umweltschutz zwei grundsätzlich verschiedene Paar Schuhe sind. – Und die Chinesen stehen hier mal mehr als schlecht da. Sie wollen eigene Unzulänglichkeiten verdecken und gehen dabei sprichwörtlich über Leichen.
Die Eisschmelze und die hier vorherrschende Naturkatastrophe haben zunächst nichts miteinander zu tun, aber es wird in jedem Fall deutlich, dass das Schwinden des ewigen Eisen positive und negative Seiten hat.

Der Text war eindrücklich und gut lesbar geschrieben. Ich hatte beim Lesen die ganze Zeit ein kaltes und brutales Kopfkino vor meinem geistigen Auge. Ich war geschockt, als herauskam, wer hier, was zu verantworten hatte und wie ein einzelner mit seinem Wissen helfen will und er einfach nur ignoriert wird. Zum Wohle des Tourismus versteht sich. – Das Kind muss auch hier erst einmal in den Brunnen fallen, bevor jemand in Aktion tritt.
Das Taschenbuch war qualitativ gut verarbeitet, stabil geklebt und hatte hier wirklich nur die äußerlichen Mängel eines Mängelexemplares. Trotzdem war es mir gut möglich, den Buchrücken heile zu lassen und nun kann ich das Buch ohne Leserillen in mein Bücherregal stellen.
Ab einem gewissen Punkt der Story hatte ich das Gefühl, diesen Thriller schon einmal gelesen zu haben. – Ja, ich hatte ihn schon mal gelesen, aber eben vor der Zeit, als ich Bücher rezensiert habe. Also dann eben noch einmal. Stellenweise war mir dann aber wieder so, als würde ich die Story noch nicht kennen. Also war ich am Ende dann doch sehr gut unterhalten.

Bewertung: 5 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Wolf Harlander macht hier auf ein großes Problem aufmerksam, was wirklich real existiert und was nicht wenigen Menschen irgendwann mal die Heimat oder gar das Leben kosten kann. Nicht nur die Eisschmelze ist das Problem. Sondern durchaus auch Altlasten, die noch unter dem Eis liegen und nun gefährlich werden können.

Meine Woche 40. Kalenderwoche 2026

Geärgert:
Nein, so schlimm war es nicht.

Gefreut:
Dass ich von Montag bis Mittwoch noch einmal schön nen Ruhigen machen kann.

Gedacht:
Hoffentlich geht das in der Firma gut. – Die reden schon wieder von Übername und Festvertrag. Da habe ich ja ganz schlechte Erfahrungen mit.

Gefragt:
Warum machen die es sich so kompliziert?!

Genervt:
nö, so schlimm war es noch nicht

Gefühlt:
recht zuversichtlich

positiv:
Ich bin schon mal recht gut in der Firma angekommen.

negativ:
Ich muss schlimm früh aufstehen und habe wohl unregelmäßig auch mal 2. Schicht. – Man muss sehen.

Gelitten:
nö

Genossen:
Die neuen netten und doch sehr zugänglichen Kollegen.

Gewesen:
Zum Teil viel in Feld, Wald und Flur und zum Teil auf der neuen Arbeit.

Getroffen:
Eine alte Bekannte, im neuen Kollegenkreis, die ich gar nicht mehr auf dem Schirm hatte.

Gesucht:
öhm

Gefunden:
Ich hab ja nichts gesucht, was soll ich da finden?!

Gelacht:
Joar, das könnte ich mir vorstellen ….

Geweint/Getrauert:
Nein, so schlimm war es nicht.

Gewundert:
Ja huch, ist jetzt echt schon wieder Oktober?

Gegessen:
viel zu gesund – und doch zugenommen

Genascht:
gefriergetrocknetes Gemüse

Getrunken:
jep

Gegoogelt:
bestimmt

Gesehen:
Alles das, was mein Mann so auf das TV eingeschaltet hat. – Wobei, da war gestern sone interessante Doku über Irland, diese katholischen Mutter-Kind-Heime und die vielen seltsamen Todesfälle drauf.

Gebastel/Gespielt/Gehandwerkt/Geschrieben:
Rezis eben

Getan:
Viel Gassi gegangen, beim Frisör gewesen und die Haare wieder schick gemacht und ein bisschen gearbeitet.

Gelesen:
jep

Gekauft:
Mein erster Ingamekauf bei einem Handyspiel meines Lebens *lach

Gelernt:
Wie man Sachen verpackt, wenn es so sein soll, wie es die Firma gern hätte.

Geschenkt (bekommen):
Auf der Firmenfeier eine doppelwandige Tasse.

Geschlafen:
jep, sogar ganz gut

Geträumt:
ja, aber erinnern kann ich mich nicht mehr

Geplant:
Mal sehen, ob ich wieder einmal ne Woche normal durcharbeiten kann.

Fazit

So, meine Freizeit ist dann wohl erst einmal vorbei. Das Ding in der neuen Firma ist ganz gut angelaufen und ansonsten muss ich jetzt sehen, dass ich es auch für mich klar kriege, dass das Lotterleben vorbei ist. *lach

Von Montag bis Mittwoch hat mich meine Leihfirma noch in Ruhe gelassen. – Mir war ja gleich klar, dass die für die drei Tage nicht noch einmal einen Einsatz für mich haben. Mal ganz davon abgesehen, dass ich ja nun auch nicht jede Schicht machen konnte, damit ich nicht so einen unzulässigen kurzen Wechsel rein bekomme. – Am Donnerstag ging der neue Job in der Firma los, wo ich mich vorstellen durfte.
Was soll ich sagen? Ich muss jetzt eben viel lernen. Wobei wir erst einmal mit dem Kerngechäft angefangen haben, was ich dann wohl ab Februar für die Kollegin übernehmen soll, die in Rente geht. – Verpackungen, kundenspezifische Anforderungen und noch einmal hier und da ne Kontrolle. – Ich das läuft, meiner Meinung nach ganz gut, weil alles gut aufgeschrieben, ausgehangen und erklärt ist. Somit fällt mir das Lernen recht leicht.
Fakt ist jedenfalls, dass ich mit dem Verpacken nicht die volle Schicht zu tun habe und dann immer mal noch so Handlangersachen in der Produktion mit mache. Das ergibt dann einen Tag, wo ich abwechselnd mal sitze, mal stehe, mal laufe, aber im Grunde für mich jetzt mal sage, dass das schon ganz in Ordnung ist.
Am Freitag bin ich dann gleich mal in das 25-jährige Betriebsjubiläum hineingeraten. Am 2. Tag schon richtig lecker verköstigt werden und die Kollegen in lockerer Runde etwas kennenlernen. – Das war schon nett und recht abwechslungsreich.
Am meisten hat mich überrascht, als ich im Gespräch herausgefunden habe, dass da eine Kollegin ist, die das selbe Baujahr hat wie ich und dann auch noch ne gute Kumpeline von meinem Mann ist. – Ach war das ein Hallo, als rausgekommen ist, dass die meinen Mann und wohl auch mich schon so ein wenig kannte.

Am Freitag Nachmittag bin ich dann noch mal spontan beim Frisör gewesen. – Der Sommer hatte meinen Haaren ganz schön zugesetzt. Die Farbe war rausgeblichen, die Spitzen haben mal wieder einen Schnitt vertragen und allgemein habe ich mich nicht mehr wirklich ansehnlich gefühlt.
Der Laden macht ja keine Termine, weil sie viel Laufkundschaft durch das Einkaufscenter haben. Also heißt es immer: hinfahren, kucken und dann entscheiden, will man warten oder will man nicht. – Ich hatte Glück und bin dann dorch sehr schnell dran gekommen und habe nun wieder einen schönen dunkelrotbraunen Kopf, der meinem Hexenwesen wieder sehr gut entspricht. *lach

Joar, somit gehen dann die letzten Semptembertage zu Ende und der Oktober beginnt quasi mit einem Feiertag, der sich gar nicht wirklich nach einem Feiertag angefühlt hat, weil es ja eh Wochenende war. – Ich habe den freien Tag aber allen Dienstleistern und Verkäufern und sowas alles gegönnt. Das sind auch Menschen mit Familie und dem Bedürfnis nach Freizeit. – Wir waren am Sonnabend mit dem Hund in einem Gebiet unterwegs, wo zu DDR-Zeiten mal ein Steinbruch war. Heute ist da ein See und Naturschutzgebiet. Durchlaufen darf man, aber eben nicht baden und so. – War ganz nett und wir haben die Natur mal etwas gesehen.
Jetzt bin ich aber wirklich für die nächste Woche gewappnet und warte mal auf die Dinge, die da kommen.

Saturday Sentence – „Das Jericho-Programm“

1. Nimm deine aktuelle Lektüre

Die Ölförderplattform Alpha Star 1 im Golf von Mexiko steht in Flammen. Kurt Austin, der sich mit seinem NUMA-Forschungsschiff zufällig in der Nähe befindet, eilt zum Unglücksort. Im letzten Moment kann er noch Überlebende retten. Anschließend taucht er mit einem kleinen U-Boot ab, um eine Möglichkeit zu finden, den Ölstrom zu stoppen und eine Umweltkatastrophe zu verhindern. Doch am Meeresgrund entdeckt er Unglaubliches: Es war kein Unfall, sondern ein Anschlag. Bevor Austin herausfinden kann, wer dahintersteckt, wird er vom Präsidenten der Vereinigten Staaten nach Washington gerufen. Eine weit größere Katastrophe steht bevor! Und die Frau, die dafür verantwortlich ist, wird von der ganzen Welt als Heldin gefeiert … (Quelle: Lovelybooks.de)

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein „Saturday Sentence“ lautet. (Bei Ebooks Position 158)

Die meisten Typen bringen mir Rosen mit.

Clive Cussler – „Das Jericho-Programm“ (Kurt Austin 16)); ISBN: 9-783-641-25064-5

3. Und wie ist es bisher?
Spannung und Action von Anfang an. Der Protagonist macht seinem Ruf als Held mal wieder alle Ehre und ich bin von Anfang an voll in der Handlung gefangen. – Einzig die vorgestern wieder begonnene Arbreit macht mir so ein bisschen ein Strich durch die Rechnung.
Ich habe bei der Lektüre jedenfalls wieder voll das Kopfkino vor meinem geistigen Auge und die Bilder in meinem ganz privaten Kopfkino sind auch nicht von schlechten Eltern.

Mal wieder ein Buch von Clive Cussler, dass dem Ruf des Autors alle Ehre macht.

Lesemonat September 2026

73/100
Clive Cussler – „Die zweite Sintflut“
(Kurt Autstin 15) – 445 Seiten
Die Suche nach einem seltsamen, aber irgendwie Wunder bewirkenden Metall, bringt die Welt zu einem ernsten Problem. Der Meeresspiegel steigt rasant an und die sowieso schon bedrohten Inseln bekommen ein noch größeres Problem.
Ein gieriger Industrieller schafft ein Problem, ignoriert es und kann dadurch die komplette Menschheit in den Untergang treiben. – Mal wieder absolut spannend und lesenswert.

74/100
Nick Thacker – „Der Epsilon Vorfall“
(Ben Bennett 13) – 358 Seiten
Eine Art Familienzusammenführung, die irgendwie in einem Desaster endet. Wobei man aber den Bruder des Protagonisten durchaus besser und genauer kennenlernen kann. Ob das jetzt ein Segen ist, mag jeder für sich selber entscheiden.
Ich war von Anfang bis Ende gefesselt und auch das ganze Gerede über die Technik und höhere Computergeschichten, konnte mich nicht wirklich aus der Handlung schmeißen.

75/100
Jens-Christian Wagner (Hrsg.) – „Vernichtung und Arbeit“
– 48 Seiten
Klein, dünn, eigentlich schnell durchgelesen und doch so informativ. – Einzelschicksale und die Geschichte eines Arbeitslagers in einfachen, aber anschaulichen Worten umrissen.

76/100
C.J. Archer – „Das Tagebuch des Magiers“
( Glass & Steele 4) – 276 Seiten
Im Band 4 wird es verwirrend. Der eine Teil der Suche war mehr oder weniger erfolgreich, doch das Problem an sich, kann leider nicht gelöst werden. Die Suche MUSS weitergehen, allerdings werden dabei Sachen aufgedeckt, die für einige Personen besser im Verborgenen geblieben wären.
Spannend, bildhaft mit einer wirklich kleinen Priese Romantik, die aber super in die Handlung passt und in keinem Fall aufgesetzt wirkt.

77/100
Jürgen Sester – „Die Surfaceentdeckung“
(Beyond Time 1) – 124 Seiten
Eine kleine, leicht verwirrende, Zeitreisestory, die mich angenehm und kurzweilig unterhalten hat. Die paar Seiten hat man schnell durchgelesen, was die Story zu einem kurzweiligen, aber durchaus lohnenswertem Vergnügen macht.
Durch Patzer etwas verwirrend, aber nicht unlesbar.

78/100
Uwe Laub – „Sturm“
– 369 Seiten
Eine spannende Story über manipuliertes Wetter und seine Folgen. – Es sind natürlich mal wieder die Chinesen, die die ganze Welt für ihren wirtschaftlichen Erfolg, in den Ruin und in die Steinzeit zurückkatapultieren wollen.
Eine Nebenstory, mit einem entführten Kind, die meiner Meinung nach dann doch ein wenig zu viel war, hat den Lesespaß ein wenig getrübt, aber am Ende bin ich dann doch sehr gut unterhalten worden.

79/100
Jens-Christian Wagner – „Produktion des Todes“
– 662 Seiten
Ein schweres Buch und das nicht nur im Hinblick auf die Haptik. Defintiv ein Werk, was schonungslos aufklärt, ohne dabei auf die Tränendrüse zu drücken. Zahlen und Fakten wirken von ganz allein und haben mir die Haare zu Berge stehen lassen.
Schwere, aber lohnenswerte Kost.

80/100
Hanna-Linn Hava – “Schneewittchens Geister”
– 330 Seiten
Eine schräge und spladderige Story rund um eine absolut unnormale Protagonistin. Der absolute Fiebertraum zwischen Märchenadaption, Kreaturkeule und einem mehr als eigenartigem Erzählstil.

81/100
Anne Levin – „Insel der Verlorenen“
– 234 Seiten
Eine eigentlich spannende und mystische Story, die aber leider nicht so wirklich rübergebracht werden konnte. Dabei hätte der Stoff so viel Potential gehabt. Aber leider bleiben die Charaktere flach und das eigentliche Geheimnis wird nicht wirklich gelüftet.
Kann man mal machen, muss man aber nicht.

82/100
Magdalena Panzenberger – „Eisfunken – gefährliche Melodien“
– 197 Seiten
Diese Lektüre war anstrengend, weil ich mich zum Lesen zwingen musste. Für mich ein absoluter Fail, weil uninteressant, absolut kindisch und in keiner Weise der Studentensituation angemessen.
Auch wenn es ein Erstling war, so hätte doch zumindest der Verlag noch einmal Hand anlegen müssen.

das macht gesamt:
3.043 gelesene Buchseiten/im September – 27.326 Buchseiten/2026
0 Stunden 0 Minuten Hörbuch/September – 71 Stunden 56 MinutenHörbuch/2026

Bücher auf dem SuB hinzu gekommen:
Clive Cussler – „Mission Dragonfly“ (Dirk Pitt 26)
Clive Cussler – „Das Jericho-Programm“ (Kurt Austin 16)
C.J. Archer – „Das Geheimnis der Ordensschwestern“ (Glass & Steel 5)
Nick Thacker – „Der Höllenhund-Plan“ (Harvey Bennett 14)
S.R. Mars – „Blackout Protocoll“ (Red Stars 1)
S.K. Reyem – „31 Wochen bis zur Möhne“ (Menschen unter Asche 1)

Gelesene Bücher vom SuB:
Clive Cussler – „Die zweite Sintflut“ (Kurt Austin 15)
Nick Thakcer – „Der Epsilon-Vorfall (Harvey Benneett 13)
Jens-Christian Wagner – „Vernichtung und Arbeit)
C.J. Archer – „Das Tagebuch des Magiers“ (Glass & Steel 4)
Jürgen Sester – „Die Surfaceentdeckung“ (Beyond Time 1)
Uwe Laub – „Sturm“
Jens-Christian Wagner – „Produktion des Todes“
Hanna-Linn Hava – „Schneewittchens Geister“
Anne Levin – „Insel der Verlorenen“ (Refugium)
Magdalena Panzenberger – „Eisfunken – Gefährliche Melodien“

Jetzt habe ich noch 108 Titel auf meinem Stapel ungelesener Bücher!

Da habe ich doch meine Liste einfach mal nicht richtig gepflegt und hiermit Bücher von der Liste geschmissen, die schon längst runtergeschmissen gehört hätten… – Egal, somit sind wir um 5 Postionen vom SuB nach unten, obwohl zwei Bücher gar nicht gelistet waren. – Hier reißt ja was ein.
In jedem Fall sind wir auf dem Weg nach unten und das ist ja schon einmal eine ganze Menge wert.

[Hörspiel] Geister-Schocker Folge 104 – „Der Puppenmörder im Blutrausch“

Autor: Bob Collins
Verlag: Romantruhe
Erschienen: 24. März 2023
Länge: 56 Minuten 45 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:

Helgo Liebig
Christian Stark
Jürgen Thormann
Reent Reins
Andre Beyer
Christian Michalak
Kerstin Draeger
Matthias Uber
Karen Schulz-Vobach
Patrick Steiner
Dirk Hardegen
Stephanie Preis
Sonita Sohdi
Paul Burghardt
Tom Steinbrecher
Vanida Karun

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Inhalt:

Seit seiner Rede zur Jubiläumsfeier des Colleges, sitzt der direkter dieser alt ehrwürdigen Einrichtung im Rollstuhl. – Niemand kann sich die seltsame Lähmung erklären.
Jack Callum lässt sich vom Verleger der Zeitung, bei der er eigentlich als Reporter arbeitet, beurlauben, um sich an dem College umzusehen. Getarnt als Gastdozent hört er sich im Kollegium um und kann schnell einige Reizthemen und Ungereimtheiten erkennen. Jack Callum ist übersinnlich begabt und merkt schnell, dass hier eine sehr eigentümliche Macht am Werk ist. Für ihn ist gleich klar, dass der Direktor nicht krank ist, sondern von dieser bösen Macht besessen.
Während er auf dem College seine Ermittlungen anstellt, treten einige seltsame Ereignisse auf. So brennt die Abteilung ab, in der sämtliche Abrechnungen gemacht werden. Eine Kollegin, welche beschuldigt wird, für die verschwundenen Gelder verantwortlich zu sein, verstirbt an einer Schlange, die sie erstickt und am Ende muss auch der so schon gelähmte Direktor sein Leben lassen.
Jack stößt auf die Machenschaften einer sehr seltsamen Vereinigung, welche aber auch nicht aus freien Stücken zu handeln scheint. – Der seltsamen Macht muss das Handwerk gelegt werden.

Mein Hörerlebnis:

Was soll ich sagen, der Anfang war so grandios. Wie sie das hörbar gemacht haben, wie dieser Redner von einer anderen Macht förmlich in die Knie gezwungen wird, war schon außergewöhnlich und hat mich an die Story gefesselt. – Dann kam aber die Ernüchterung, als klar wurde, dass hier mal wieder eine Story von Jack Callum zu einem Hörspiel verarbeitet wurde. Meine Begeisterung war verflogen und ich habe nur noch angehört.
Jack nimmt sich bei seinem regulären Job frei, was einige Diskussionen mit seinem Chef nach sich zieht. – War für die Story komplett überflüssig, zumal die Rolle des Chefs dann auch nicht weiter zur Handlung beigetragen hat. Einfach nur überflüssiges Füllmaterial.
Als es dann an dem besagten College zur Sache geht, war mehr als offensichtlich, dass es in dem Kollegium nicht gerade harmonisch zugeht. Immer wieder ist die Rede von irgendeiner Untersuchung, die aber zu keinem Zeitpunkt irgendwie genauer erklärt wird. Stattdessen längt diese Story von dem Hintergrund ab, um den es doch eigentlich wirklich gehen sollte.
Irgendwann hat es eine Szene, wo die beschuldigte Kollegin durch eine zuvor noch künstlich erwähnte Schlange sterben muss. Und dann findet sich der Protagonist in einem Keller voller Männer mit verhüllten Gesichtern wieder, die irgendeinem seltsamen Kult huldigen. – Es ist klar, dass er hier auf dne entscheidenden Hinweis stößt, was die seltsame Macht angeht, aber wirklich vom Hocker gehauen hat mich weder das, noch das wirklich sehr dramatisch inszenierte Ende der Story.

Fazit:

Ich habe langsam den Verdacht, dass es Bob Collins als Autor allein nicht wirklich drauf hat. Einmal mehr war die Story wirklich super, aber richtig grottenschlecht umgesetzt. Die Schauspieler tun mir langsam aber sicher leid, was die für einen Mist mitmachen müssen, um ein paar Knöpfe Geld zu verdienen.
Von der Geräuschkulisse und der gesamten Inszenierung wurde hier wirklich richtig tief in die Trickkiste gegriffen. – Aber auch das brachte alles nichts, wenn die Story doch so müllig geschrieben war.

Ich kann und will mich hier nicht länger über eine Sache auslassen, die es einfach nicht wert ist. – Die Folge könnt ihr ganz getrost auslassen. Die ist absoluter Bockmist.