P.C. und Kristin Cast – "Betrogen"

P.C. und Kristin Cast
„Betrogen“
Reihe: House of Night Band 2
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 9-783-404-16032-7
Seiten: 512

Jetzt wird es spannend. Ich kann bei dieser Rezension nicht auf einen Text zurück greifen, den ich auf Lovelybooks veröffentlicht habe. Ich weiß aber ganz genau, dass ich es gleich im Anschluss an Band 1 gelesen habe. Und, dass ich auch von diesem Band richtig begeistert war.

Klappentext: Zoey hat sich im House of Night eingelebt und gewöhnt sich an die enormen Kräfte, die ihr die Göttin Nyx verliehen hat. Endlich fühlt sie sich sicher und zu Hause, da passiert das Unfassbare: Menschliche Teenager werden getötet und alle Spuren führen zum House of Night. Als die Freunde aus ihrem alten Leben in höchster Gefahr schweben, ahnt Zoey, dass die Kräfte, die sie so einzigartig machen, eine Bedrohung sein können: für alle, die sie liebt.

Inhalt: Zoey muss an einem Elterntag (bzw. eine Elternacht) erleben, die ihr gar nicht behagt. Ihr „Stiefpenner“ zeigt sich mal wieder von seiner „besten“ Seite und macht mit seinen Tiraden nicht mal vor Neferet halt und seine Mutter sagt zu allem mal wieder Ja und Amen. Zoey scheint aus der
Familie völlig ausgestoßen.
Auch Aphrodite ihr Verhalten wird verständlicher, als Zoey eine Szene zwischen ihren Eltern und ihr mitbekommen muss. Doch beste Freundinnen will sie nach wie vor nicht mit ihr werden.
Dann verschwinden Jungen aus ihrem „früheren“ Leben und werden nur tot wieder aufgefunden. Die Polizei kommt ins House of Night, um Zoey zu verhören, weil es Freunde von Zoey gewesen sind. – Dann muss Zoey auch noch ihr erstes Vollmondritual als neue Anführerin der Töchter der Dunkelheit abhalten und bekommt direkt davor noch die Show von ihrer Vertrauenslehrerin gestohlen. Überhaupt verhält sich Neferet in ihren Augen höchst seltsam. Aber als ihre beste Freundin, direkt nach einem gelungenen Ritual, und kurz nach Erhalt einer Affinität sterben muss, ist sie wieder helfend an der Seite der der Kinder.
Zoey hat keine Zeit zu trauern. Sie muss die Sache mit den verschwundenen Jungen und diesen Erscheinungen aufklären. – Sie hat keine Ahnung, dass das eine direkte Konfrontation mit Neferet bedeuten wird.

Fazit: Alt bekannte Charaktere, der Alltag der Schule und dann die Protagonistin, die einfach nicht zur Ruhe kommt. Schon in den ersten Seiten war ich gleich wieder voll in der Handlung drin und aus der Realität verschwunden. Es gab nur noch die Handlung, den Film im Kopfkino und mich. Störungen von außen waren herzlich unwillkommen. Genau so, wie auch Unterbrechungen durch das reale Leben. – Nach den Unterbrechungen jedenfalls, bin ich immer wieder super in die Handlung hinein gekommen. Also war auch das nicht ganz so tragisch.
Die Story hat an Fahrt aufgenommen. Ein roter Faden, eine Mission scheint sich langsam heraus zu stellen. Die neuen Charaktere pimpen alles ein wenig auf. Die Spannung steigert sich und der Leser kann mehr und mehr miträtseln. Mir jedenfalls ging es so, dass ich meine eigenen Vermutungen angestellt habe und am Ende kam etwas ganz anderes raus.
Auch dieser Band war spannend und hoch interessant. Mystik und Spannung und Jugendliche mit ihren typischen Problemen. Genau die richtig Mischung.
Allerdings sollte man die Bücher in der chronologischen Reihenfolge lesen. Jede Folge ist zwar ein abgeschlossener Band in sich, aber sie bauen sehr aufeinander auf. Zwar wird alles Wichtige erklärt, aber das reicht meiner Meinung nach nicht wirklich aus. – Also, lest doch mal wieder ne Runde.

Ich habe das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen bewertet. Hier stimmt einfach die Combo und die Story ist in meinen Augen einfach nur unschlagbar.

P.C. und Christin Cast – "Gezeichnet"

P.C. und Christin Cast
„Gezeichnet“
Reihe: House of Night Band 1
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 9-783-404-16519-3
Seiten: 464

Hier bin ich durch einen Zufall auf eine richtig geniale Buchreihe gestoßen. Vampire, oder so etwas in der Art. Jugend und ihre Probleme und das alles so richtig genial miteinander kombiniert. – Zwar habe ich bis heute nicht alle Bände gelesen, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Klappentext: Als auf der Stirn der 16jährigen Zoey Redbird eine saphirblaue Mondsichel aufscheint, weiß sie, dass ihr nicht viel Zeit bleibt, um ins House of Night, das Internat für Vampyre, zu kommen. Denn jetzt ist sie gezeichnet. Im House of Night soll sie zu einem richtigen Vampyr ausgebildet werden vorausgesetzt, dass sie die Wandlung überlebt. Zoey ist absolut nicht begeistert davon, ein neues Leben anfangen zu müssen, so ganz ohne ihre Freunde das einzig Gute ist, dass ihr unerträglicher Stiefvater sie dort nicht mehr nerven kann.
Aber Zoey ist kein gewöhnlicher Vampyr sie ist eine Auserwählte der Vampyrgöttin Nyx. Und sie ist nicht die Einzige im House of Night mit besonderen Fähigkeiten…
House of Night hat bereits über 8 Millionen Fans in den USA und erscheint in über 41 Ländern. Die Verfilmung von House of Night ist bereits in Vorbereitung – und jetzt erscheint der erste Band der neuen Bestseller-Serie endlich auch auf Deutsch.

Inhalt: Zoey Redbird ist ein ganz normaler Teenager. Sie hasst ihren „Stiefpenner“ und bedauert, dass ihre Mutter diese Ehe eingegangen ist. Doch sie kämpft sich durchs Leben. Bis zu dem Tag, als ein Später an ihrem Schulschließfach auf sie wartet und sie zeichnet. – Jetzt muss sie so schnell wie möglich ins House of Night, um qualvoll zu sterben. Doch bei ihrer Mutter stößt sie nur auf Unverständnis. Einzig ihre Großmutter hilft hier.
Doch im House of Night wird ihr schnell klar, dass sie anders ist als die anderen. Etwas Besonderes, wie auch ihre Mentorin sagt. – Doch Zoey will doch nur irgendwie dazu gehören.
Zusammen mit ihren Freunden nimmt sie trotz allem die Aufgabe an, von der sie glaubt, dass die Göttin Nys sie ihr persönlich gestellt hat. – Es kommt zum Zickenkrieg, dem üblichen Schulterror und das alles gemixt mit etwas Vampyrismus gemixt.
SPANNUNG!!!!

Fazit: Von dem Buch war ich von Anfang an gefesselt. Zumal es schon von der ersten Seite an richtig in die Handlung rein zu gehen schien. Keine langwierigen Erklärungen über Ort und Zeit oder ähnliche Dinge, sonder direkt rein, zwischen zwei Freundinnen, von denen die eine nur am Reden ist und die andere quasi gezwungen wird zuzuhören.
Zoey ist gerade in der Schule und lässt sich von ihrer Freundin bequatschen, als sie einen Typen bemerkt, der sich als Späher der Vampire entpuppt. Er zeichnet Zoey und verschwindet wieder.
Diese Szene ist nur der Einstieg in das Buch, aber schon da war ich fasziniert von der Handlung und von der Art zu schreiben. Alles kommt total authentisch rüber, weil in den Dialogen auch die Jugendsprache geschrieben wurde. Dadurch wurde alles total glaubwürdig. Es kam mir wirklich vor, als würde ich bei diesen beiden Mädchen stehen und ihnen direkt zuhören.
Zoey hat nun mit vielen Vorurteilen zu kämpfen. Nicht mal ihre Mutter hilft ihr wirkich, weil sie ihrem neuen Mann hörig scheint. Eine eigentlich zerüttete Familie kommt ins Bild, die nach außen hin aber den Schein wart.
Auch das leider zu alltäglich als das es unglaubwürdig wirken würde. – Allerdings habe ich im Laufe das Buches die Erfahrung machen müssen, dass ein Großteil der Personen, die der Leser näher kennen lernt, alle irgendwie Probleme mit Eltern und Familie zu haben scheint.
Als Zoey dann doch im House of Night landet, sieht sie sich über kurz oder lang den normalen Schülerproblemen gegenüber.
Trotzdem eröffnet sich ihr eine faszinierende Welt von neuen Fächern, aber auch bekannte. Alles an dieser Schule wirkt so geheimnisvoll. Spezielle Gesten zur Begrüßung, geheimnisvolle Rituale zu bestimmten Zeiten und dann noch die Tatsache, dass Zoey in ihrer neuen Welt etwas Besonderes zu sein scheint. – Wogegen sie sich wehrt, was ihr am Ende aber nichts nützt.
Bei so vielen neuen Eindrücken, einer vollkommen klischeefreien Vampyrwelt und der Erleichterung kein Blut trinken zu müssen, vergeht ihr erster Schultag rasend schnell. Und doch muss sie gleich einen Herben Schlag hinnehmen …
Doch ganz so klischeefrei ist ihre neue Welt dann doch nicht. Zwar haben auch erwachsene Vampyre keine Reiszähne, der Blutdurst kommt aber trorz allem. Und das bei Zoey viel zu früh. Ob sie will oder nicht, sie ist auch in dieser Welt nicht normal, sondern etwas Besonderes.
Die Lektüre dieses Buches war ein wahres Wechselbad der Gefühle. In einem Moment hängt der Himmel noch voller Geigen und Zoey entdeckt für sie vollkommen neue Gefühle und schon droht auch wieder Gefahr und neue Rätsel dringen auf sie ein.
Und dann dieser wahrhaft überraschende und wirklich gigantische Ausgang…. er macht neugierig darauf, wie es weiter geht.
Hier haben Mutter und Tochter wirklich ein wirklich mehr als würdigen Nachfolger der Bis(s) Romane abgeliefert. – Wobei ich die nicht mal gelesen habe, aber trotzdem behaupten möchte, dass das Bis(s) gegen House of Night mehr als abstinkt.

Bewertet habe ich das Buch seinerzeit mit 5 von 5 möglichen Sternen. Die Handlung hat mich einfach gefesselt. Die Charaktere waren ehrlich und glaubwürdig und ich hatte richtig Spaß beim Lesen.

[EBuch] A. Lee Martinez – "Eine Hexe mit Geschmack"

A. Lee Martinez
„Eine Hexe mit Geschmack“
Verlag: Piper
ISBN: 9-783-492-26655-0
Seiten: 391

Auch mit eines meiner ersten EBooks in meinem Leben. Damals habe ich diese platzsparende Variante des Lesens erst so langsam für mich entdeckt. An dieses Buch bin ich sehr sehr kostengünstig ran gekommen. Es hat mir Fantasy versprochen und das Bild auf dem Cover war halt auch recht lustig. Dann kam halt eins zum anderen.

Klappentext: Sie ist untot. Sie ist eine Hexe. Sie hat keinen Namen, aber eine nervtötende Ente als Schutzgeist. Und unbändigen Appetit auf Menschenfleisch … Doch als die Grundfesten der Welt durch einen wahnsinnigen Zauberer erschüttert werden, ändert sich alles. Denn gemeinsam mit dem Weißen Ritter muss die Hexe alles daransetzen, das Zauberreich zu retten. Sie hat allerdings nicht bedacht, wie appetitanregend der Ritter ist, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes … Nach »Die Kompanie der Oger« legt A. Lee Martinez einen neuen rasanten Spaß vor.

Inhalt: Sie ist namenlos und lebt im elterlichen Keller. Ein alter Fluch sorgte dafür, dass ein Fluch als das sechste Kind ihrer Eltern, auf ihr lastet. Doch sie kennt kein anderes Leben als jenes im elterlichen Keller, bis zu dem Tag, an dem die Grausige Edna sie aus ihrem Keller holt und mit zu sich nimmt. Von ihr lernt sie, wie man eine richtige und tugendhafte Hexe ist.
Der Fluch stellt sich hierbei als sehr hinderlich heraus. Denn die Hexe ohne Namen ist nicht nur untot, sonder dazu auch noch bildschön und ohne jeden Makel, was für eine gute Hexe ein absolutes Unding ist.
Das wirkliche Leben beginnt für die Hexe ohne Namen aber erst mit dem Tag, an dem die Grausige Edna vom Seelenlosen Gustav grausam ermordet wird. An diesem Tag muss die Hexe ohne Namen mit ihren geerbten Vertrauten, der Ente Molch, auf Reisen gehen, um Rache zu nehmen.
Hier trifft sie auf Menschen in einem Ford, gewinnt Freunde und Begleiter und trifft zudem noch auf den weißen Ritter, in dem sie ihre ganz persönliche Prüfung findet, weil Hexen nicht lieben. Das schickt sich nicht.

Fazit: Was dieses Buch angeht, bin ich wirklich zwiegespalten. Auf der einen Seite war das wirklich eine fantasievolle Handlung, die vor Einfällen nur so sprühte, aber auf der anderen Seite war das alles wirklich stellenweise echt langweilig geschrieben. Die Handlung tritt auf der Stelle, dreht sich immer und immer wieder um die selben Gedanken und wird viel zu weitschweifend und wortreich beschrieben
Aber nun mal zur Handlung:
Eine Tochter! Das sechste Kind der Familie… also verflucht. Das Kind ist ein Mädchen und muss sein Leben im Keller fristen. Sie ist verflucht und untot. Doch sie kennt es nicht anders und nimmt ihr Leben hin.
Bis zu dem Tag an dem sie von der Grausigen Edna frei gekauft wird und bei ihr in die Lehre geht. Sie lernt mit der Magie umgehen, was sich für eine Hexe ziemt und was nicht und ganz wichtig, sie lernt, wie sie ihre Schönheit kaschiert, um nicht unziemlich hübsch für eine Hexe zu sein.
Doch eines Tages wird die Grausige Edna ermordet und die Hexe ohne Namen macht sich mit ihrer Ente auf den Weg um grausame Rache zu nehmen.
Unterwegs trifft sie einen Troll, der sich ihnen anschließt und rettet ein Ford vor der Magie. Die Ursache dieser Magie ist die Selbe, wie die die für den Tod von Edna verantwortlich ist. Alles läuft auf einen finalen Kamp mit dem Seelenlosen Gustav hinaus.
Doch die Hexe hat eine weiter Prüfung zu bestehen. Der weiße Ritter hat es ihr angetan, doch für eine Hexe ziemt es sich nicht zu lieben…
An Fantasie mangelt es der Story nun wirklich nicht. Eine sprechende Ente, die Fleischfresser ist und gern und grausam mordet. Ein Troll, der Seine Nase und Ohren abbauen kann und Ersatzteile dabei hat, sprechende Wege und Flüsse, sprechende Tiere und vieles mehr.
Auch die Namen sind toll. Seelenloser Gustav, Molch und Hexe ohne Namen…
Warum also muss man eine im Kern so geniale Handlung so langweilig und langatmig verpacken? Tut das wirklich Not?

Bewertet habe ich das buch seinerzeit mit 3 von 5 möglichen Sternen. Ich fand wirklich, dass es mehr als schade um die geile Story ist. Komplett zerschrieben und langweilig gemacht. Mehr wie schade drum.

[Buch] J.R.R. Tolkien – "Der Hobbit"

J.R.R. Tolkien
„Der Hobbit“
Verlag: Klett Cotta
ISBN: 9-783-608-93840-1
Seiten: 400 Seiten

So ein himmelweiter Unterschied. Der „Herr der Ringe“ hat mir so gar nicht gefallen. Diese Art von Fantasy war mir zu episch, zu lang gezogen. Zu übertrieben…
Irgendwann habe ich dann gehört, dass dieses Buch so eine Art Vorgänger sein soll. Eine Einführung in die große Geschichte. – Nun ja, dann habe ich sie also auch gelesen.

Klappentext: Vorbei ist es mit dem beschaulichen Leben des angesehenen Bilbo Beutlin, seit er sich auf ein Abenteuer eingelassen hat, das Hobbitvorstellungen bei weitem übersteigt. Nicht nur, dass er sich auf eine Reise von der Dauer eines Jahres begibt, er lässt sich auch vom Zwergenkönig und seinen Genossen als Meisterdieb unter Vertrag nehmen und verpflichtet sich, den Zwergen bei der Rückgewinnung ihres geraubten Schatzes zu helfen.

Inhalt: Von diesem „Tolkien“ war ich ehrlich angenehm überrascht. Er liest sich um einiges leichter als der „Herr der Ringe“. Wobei ich dieses Buch auch nicht unter „leichte Kost“ einordnen würde.
Bilbo Beutlin ist ein angesehener Hobbit, der zufrieden in seiner Wohnhöhle lebt.
Gandalf sucht ihn aber für ein Abenteuer als Meisterdieb aus und so reist der Hobbit mit 13 Zwergen zum „Einsamen Berg“. Unterwegs bestehen sie so manches Abenteuer und auch nach der Ankunft am Zielort ist noch nicht alles überstanden. Man kann sagen, die Abenteuer fangen erst an. Aber ich will nicht alles verraten. Selber lesen macht schlau!
Die Berliner Morgenpost sagt jedenfalls: „Die (Vor-)Geschichte zum Fantasy-Helden-Epos „Der Herr der Ringe“. Absolut zu empfehlen und auch für Nicht-Fantasy-Fans sind die Abenteuer des Bilbo Beutlin in Mittelerde ein Muss!“
Und die Salzburger Nachrichten. „Tolkien hat das Verdienst, im nüchternen 20. Jahrhundert die Welt der Drachen, Elben, Zauberer und Könige wieder transparent gemacht zu haben.“

Fazit: Tolkien hat den Kleinen Hobbit ursprünglich als Kinderbuch geschrieben. Und von der Story her kommt das ja auch durchaus hin. Was die Wortwahl jedoch angeht, kann ich da leider nicht so überzeugt behaupten, dass dies ein Kinderbuch wäre. Die Ausdrucksweise wirkt stellenweise doch sehr antiquiert und altbacken. Fast wie in den Büchern von Jules Verne. Das finde ich sehr schade, denn die Story hat eigentlich volle Aufmerksamkeit verdient. So bin ich aber leider immer wieder abgeschweift und habe die Zeilen lediglich überflogen.
An Spannung mangelt es der Story aber nicht. Die Protagonisten befinden sich auf einer Reise und geraten von einem Schlamassel in den anderen. Dabei geraten sie noch untereinander in Streit und verschlimmern so nur nicht alles.
Als Leser weis man jetzt gar nicht so genau, ob man jetzt lieber zu den Zwergen oder doch lieber zu dem armen Hobbit halten soll.
Gandalf, der mächtige Zauberer, kommt mir zuweilen sehr undurchsichtig und wenig rechtschaffen vor. Er besitzt zwar jede Menge Magie, setzt sie für meinen Geschmack aber viel zu selten ein und oftmals auch an den falschen Stellen. Und dann trennt er sich auch oftmals von der Gruppe, wodurch diese nicht selten Probleme bekommt. – Aber Bilbo läuft in dieser Zeit zu Höchstformen auf. Er wird wirklich ein Meisterdieb, obwohl er sich das anfangs selber nicht zugetraut hat.
Die Story ist, wie gesagt, sehr spannend und absolut lesenswert. Abewechslungsreich und voller Ideenreichtum stürzt der Leser mit den Protagonisten von einem Abenteuer ins nächste. Nur die Erzählweise ist meiner Meinung nach etwas schade, da es oftmals von der Story ablenkt und die Spannung etwas schmälert. – Aber ansonsten absolut lesenswert.

Ich habe das Buch seinerzeit mit 4 von 5 möglichen Sternen bewertet. – Lag wohl an der Sprache. Ein entspanntes Lesen war das nicht wirklich. Da war immer der Drang, alles mitbekommen zu wollen, weil die Story an sich eigentlich richtig genial war.
Nun habe ich es im Regal stehen und da steht es auch. Ich glaube nicht, dass ich dieses Buch noch einmal lesen werde. So, wie Tolkien selber. Ich habe einfach null Drang, noch eines von seinen Werken lesen zu wollen. – Bin ich jetzt ein Banause?

[Buch] Christian von Aster – "Der letzte Schattenschnitzer"

Christian von Aster
„Der letzte Schattenschnitzer“
Verlag: Klett-Cotta
ISBN: 9-783-608-93917-0
Seiten: 312

Das Buch hab ich gewonnen.
Ich war damals total von den Socken und konnte es nicht fassen. Außgerechnet ich hatte eines von den fünf Büchern gewonnen. Dabei hatten sicher hunderte Leute teil genommen. – Nun ja. Und dann habe ich es gelesen.

Klappentext: Fürchte deinen Schatten!
Als eine alte Magie wieder zum Leben erwacht, beginnen die Schatten, sich gegen ihrer Herren zu verbünden. Und während ein kleiner Junger die Schatten seiner Stofftiere vertauschen lernt, geschieht ein Wunder, das die Welt in Verzückung setzt: Ein Mädchen ohne Schatten wird geboren, Carmen Maria Dolores Hidalgo.

Inhalt: Jonas Mandelbrodt wird geboren und hat schon keinen Vater mehr. Seine Mutter liebt ihn zwar sehr, ist aber auch um die Männer bemüht und so scheint Jonas schon am Anfang seines Lebens zu fehlen, was Kinder so dringend brauchen. – Liebe
Doch der kleine Junge ist anders als die anderen Kinder und scheint in sich gekehrt und still. Auch die Versuche ihn mit anderen Kindern zusammenzubringen, schlagen fehl. Er wird als Autist abgestempelt. – Was die Leute aber nicht sehen, Jonas kann die Schatten verformen und biegen. Er redet sogar mit seinem Eigenen.
Ein wenig später wird doch tatsächlich ein Mädchen ohne Schatten geboren. Von den Menschen als heilig verehrt, macht sie ihren Vater reich und treibt ihre Mutter erst in die Drogensucht und dann in den Tod. – Was aber keiner weiß, Carmen Maria Dolores Hidalgo ist eigentlich schon zum Zeitpunkt ihrer Geburt tot, da sich das Eidolon ihrer bemächtigt hat. Still wartet es im Körper des Mädchens ab, bis sein großer Tag kommt.
Der Rat der der Schatten beschließt den Tod der beiden Kinder. Sie könnten das Gleichgewicht zwischen Menschen und Schatten negativ beeinflussen. So beginnt ein sehr großes Abenteuer für Jonas, in dem er dann auch Carmen, ihr Geheimnis und auch sein eigenes kennen lernt. Und trotzdem ist die Welt danach nicht mehr die, die sie mal war.

Fazit: Jonas Maldelbrodt – so klein, so jung und so unschuldig. Von seiner Umgebung für einen armen Autisten gehalten, der besonderen Schutzes bedarf und von seiner Mutter teilweise so schrecklich vernachlässigt. Aber Jonas ist weder unglücklich noch ein Autist. Er ist vielmehr der letzte Schattenschnitzer, der letzte, der die Schattenmagie beherrscht und eigentlich etwas ganz besonderes. So besonders, dass der Rat der Schatten seinen Tod beschließt.
Und Carmen, das kleine Mädchen ohne jeden Schatten. Egal von wo das Licht auf sie fällt, die kleine Carmen wirf einfach keinen Schatten. – Der Vater sieht seine Chance, erhebt sie zu einer Heiligen, einer Götzenfigur, die nicht nur heilig sein soll und verehrt gehört, sondern ihrem Vater auch einen riesigen Reichtum beschehrt.
Doch auch die kleine Carmen soll sterben, wenn es nach dem Rat der Schatten geht.
Beide Kinder finden Zuflucht bei dem Engel. Dem Wächter des fünften und letzten Siegels. Er beschützt das Tor zum Nimbus, der Welt der Schatten.
Um diese im Wesentlichen drei Hauptfiguren hat Christian von Aster sehr geschickt eine Geschichte geknüpft, in welcher er auf fabelhafte Art und Weise eine erfundene Schattenwelt mit der wirklich Welt, der Realität verknüpft.
Vom Kaliber und von der Schreibweise her, kann man dieses Werk ruhigen Gewissens mit dem Herrn der Ringe vergleichen. Denn sowohl von Fantasie und Vorstellungskraft, als auch von der Art des Schreibens, steht hier kein Werk dem anderen nach.
Auch wenn ich mitunter über den Ausdruck gestolpert bin und vieles noch einmal lesen musste, um wirklich zu verstehen und somit in der Geschichte noch mitzukommen, habe ich dieses Buch gern gelesen.
Leider muss ich aber auch sagen, dass mich die Gestaltung des Covers nicht wirklich angesprochen hat. Hätte ich nicht die Lesung auf dem Stream verfolgt und dieses Buch am Ende noch gewonnen, dann hätte es wohl nie den Weg in mein Regal gefunden.
Danke liebes Team von Lovelybooks und auch ein ganz dickes DANKE an Herrn von Aster für dieses wirklich großartige Werk.

Bewertet habe ich das Buch damals mit 5 von 5 möglichen Sternen bewertet. Da hat sich mir eine völlig neue Fantasywelt aufgetan. Das hat mich komplett geflasht. So habe ich das Buch nur wenige Wochen später noch einmal gelesen. Und es haben sich mir dabei völlig neue Aspekte aufgetan. Ich könnte es eigentlich noch einmal lesen. (Wenn mein SuB doch nicht so lang wäre.)

[Buch] Sergio Bambaren – „Der träumende Delphin“

Sergio Bambaren, Sabine Schwenk
„Der träumende Delfin“
Verlag: Piper
ISBN: 9-783-492-05387-7
Seiten: 93

Das Buch habe ich seinerzeit von einer Freundin geborgt bekommen. Sie hat es mir wärmstens an Herz gelegt und konnte es gar nicht genug loben.
Im Nachhinein kann ich das durchaus nachvollziehen warum. Ein Kinderbuch zwar, aber eines das bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

Klappentext: Manche Dinge kann man nur mit dem Herzen sehen.
Was du tust, ist wichtig, wichtiger aber ist, wovon du träumst – und dass du an deine Träume glaubst. Dies ist die Botschaft, die wir von dem träumenden Delphin lernen können. Wie einst „Die Möwe Jonathan“ hat dieses Buch unzählige Leserinnen und Leser auf der ganzen Welt begeistert.

Inhalt: Daniel Delphin hat einen Traum. – Er möchte auf der perfekten Welle reiten und so hinter den Sinn seines Lebens kommen. Von seinem Schwarm wird er deswegen verlacht. Doch Daniel glaubt an seinen Traum und macht sich eines Tages wirklich auf die Reise, sich seinen Traum endlich zu erfüllen.
Auf seinem Weg lernt er andere Meeresbewohner kennen, er unterhält sich mit dem Meer selber und erweitert seinen Horizont mit dem, was er auf der Reise lernt, sieht und erzählt bekommt.
Eines Tages findet er in einer Bucht die perfekte Welle, er reitet auf ihr, er hat Spaß am Leben und kann sich richtig austoben. Doch auch der Sinn seines Lebens offenbart sich ihm und er macht sich wieder auf den Heimweg zu seinem Schwarm, wo er SEIN Leben innerhalb seines Schwarmes lebt.

Fazit: Ein wirklich kleines und handliches Buch, diese Lektüre. Und wenn es auch vom Gewicht her leicht ist, möchte ich es nicht unbedingt als leichte Lektüre bezeichnen, denn mich hat der Inhalt stark zum Nachdenken angeregt und hat mir am Ende sogar noch jede Menge neuen Mut gegeben.
Der Delphin Daniel hat einen Traum. Er möchte einmal im Leben auf der perfekten Welle reiten, die ihm dann offenbart, was der Sinn seines Lebens ist. – In seinem Schwarm wird er dafür verlacht und als Traumtänzer abgetan. Er hat keinen richtigen Anschluss, weil er immer wieder sagt, dass Fischen und Schlafen für ihn nicht die Erfüllung ist. Er wirft den anderen sogar vor, dass sie gegenüber ihrer Umwelt und ihren Träumen bereits blind geworden seien, und verkündet mehr als einmal, dass er nie so werden wird.
Eines Tages macht sich Daniel Delphin auf den Weg. Er will seine Welle endlich suchen und erst dann zurück kehren, wenn er sie wirklich gefunden hat.
Auf seiner Reise trifft er einen Wal, der ihm etwas über die Menschen erzählt. Er trifft einen Sonnenfisch, von dem er etwas über dessen Traum erfährt und dann trifft er auch noch auf einen alten Delphin, der schon von ihm und seinem Traum gehört hat und nur deswegen den Mut gefunden hat, auch seinen Traum wieder zu suchen.
Das Meer wird sein bester Freund auf der langen, und oftmals einsamen Reise und flüstert ihm einige Weisheiten ein, die Daniel in schweren Momenten immer wieder Mut machen und ihm zu weiter suchen animieren.
Und dann kommt er in eine Bucht, wo die Wellen wirklich perfekt zu sein scheinen und zusammen mit zwei Menschen reitet er auf der perfekten Welle, um dann als stolzer Träumer wieder in seine Heimatbucht, zu seinem Schwarm zurückzukehren.
Aus diesem Ausflug hat nicht nur Daniel gelernt, sondern auch sein gesamter Schwarm.
Kalte Schauer sind hier garantiert, vorausgesetzt man liest es in Ruhe und gibt sich die Zeit über das Gelesene nachzudenken. – Mir jedenfalls erging es so. Und ich gehe sogar so weit, dass ich behaupte, dass der Autor genau das auch beabsichtigt hat, damit.
Eine kleine Lektüre, die man nicht mal eben so zwischendurch lesen sollte, aber die zwischendurch sicher sehr ermutigend sein kann. Auf jeden Fall meine neue Bibel.

Bewertet habe ich das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen. Etwas anderes blieb mir gar nicht über.
Eine kurze Geschichte und für ein Kinderbuch der absolute Wahnsinn. Eine Geschichte, die einem Mut machen kann. Jeder kann alles schaffen, wenn er nur hart genug an seinen Zielen arbeitet.

[EBook] Charlotte Roche – „Feuchtgebiete“

Charlotte Roche
„Feuchtgebiete“
Verlag: DuMont Buchverlag
ISBN: 9-783-832-16422-5
Seiten: 250

Zum Glück habe ich dieses Werk als Ebook gelesen. So war von außen nicht zu sehen, was ich da nun genau lese. Ich hätte mich ja in Grund und Boden schämen müssen. – Obwohl, damals war es ja ein mega Hype um dieses Machwerk. Angeblich hatte es niemand gelesen, aber alle konnten sie mitreden. Das war dann schon etwas schräg.

Klappentext: Nach einer missglückten Intimrasur liegt die 18-jährige Helen auf der Inneren Abteilung von Maria Hilf. Dort widmet sie sich jenen Bereichen ihres Körpers, die gewöhnlich als unmädchenhaft gelten. Kaum ein Buch hat in den letzten Jahren soviel Aufsehen erregt wie dieses. Es wurde verrissen, missverstanden, in den Himmel gelobt und als Befreiungsschlag gefeiert. Es hat eine Debatte ausgelöst und wurde auf die Bühne gebracht: eine einzigartige Erfolgsgeschichte!

Inhalt: Helen hat ein Problem, nur weiß sie das nicht. Sie bildet sich doch echt ein, dass ihr Leben, so wie sie es führt, vollkommen normal ist und all die anderen Leute einen an der Waffel habe. Sie hält nichts von übertriebener Hygiene oder zurückhaltenden Umgangsformen. – Und Rasieren findet sie nur angenehm, wenn sie es nicht selber macht.
So kommt es, dass sie nach einer missglückten Intimrasur im Krankenhaus landet, wo ihr der „Blumenkohlg vom Hintern entfernt werden soll. Und schon hier wird es komisch, denn sie liegt mit blankem Hintern im Bett und präsentiert es jedem, der in ihr Zimmer kommt.
Nach der Operation schweifen ihre Gedanken wieder zu ihren geschiedenen Eltern, und wie sie ihren Krankenhausaufenthalt dazu nutzen kann, diese wieder zusammen zu bringen. Dabei schreckt sie auch nicht davor zurück, sich selber etwas anzutun.
Helen lässt ihre Leser wirklich sehr tief in ihr Intimleben blicken und jeder Mensch mit gesundem Menschenverstand fragt sich hier, was bei der Erziehung dieses Mädchens schief gelaufen ist…

Fazit: Helen, 18 Jahre jung und wenn es nach ihrer Meinung geht, schon sowas von Erwachsen, dass es schon fast nicht mehr auszuhalten ist.
Helen ist aber alles andere als erwachsen. Sie ist lediglich hochgradig rebellisch. Die anderen Menschen haben alle einen ander Waffel. Sie ist die Einzige, die noch normal tickt.
So ist es ihrer Meinung nach vollkommen normal, dass sie zu einem wildfremden nach Hause geht und sich im Intimbereich rasieren lässt. Sie selber legt da ja nicht viel Wert darauf und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass eines Tages, eine Intimrasur bei ihr schief geht und sie im Krankenhaus landet, wo sie im Analbereich operiert werden soll.
Also diese Helen wollte ich nicht als Zimmergenossin haben. Was dieses Ding mit Körperflüssigkeiten, Abfällen und allen anderen ekelhaften Sachen anstellt, ist echt nicht mehr normal. Ich würde es schon fast als krankhaft bezeichnen.
Dieses Buch ist ekelhaft. Hochgradig ekelhaft. Aber schon wieder so ekelhaft, dass es schon wieder faszinierend ist. – Bin ich jetzt auch so unnormal wie die?