Geärgert:
Auf der Autobahn über die anderen Verkehrsteilnehmer, die meinen, nur weil ich eine Frau am Steuer bin, die StVo nicht für mich gilt.
Gefreut:
Endlich Urlaub, endlich raus von zu Hause, endlich wieder Wasser sehen und Salzluft um die Nase wehen lassen.
Gedacht:
Scheiß aufs Wetter, das wird toll!
Gefragt:
Wie rücksichtslos wollen die Verkehrsteilnehmer untereinander noch werden? – Da geht doch bald nix mehr nach oben.
Genervt:
Von dem vielen Autofahren. – Ich habe mir meinen Ostseeurlaub eigentlich fußlastiger vorgestellt.
Gefühlt:
Wie ein kleines Bisschen Erholung einsetzt.
positiv:
Wir sind raus von zu Hause.
negativ:
hm… gabs bestimmt was, aber so auf Kommando fällt mir da nix ein.
Gelitten:
nö, nich wirklich. Was leidet man denn im Urlaub?
Genossen:
Die Seeluft, die Ruhe, die Tatsache, dass im Norden Deutschlands die Uhren anders ticken.
Gewesen:
in Wismar, in der Steinzeit und ganz viel Fisch essen
Getroffen:
Viele nette Fischverkäufer, die uns die Touristen schon an der Nasenspitze ansehen
Gesucht:
Sachen, die man auch ohne Auto mal machen kann
Gefunden:
jede Menge Autokilometer – hmpf
Gelacht:
Ja sicher haben wir auch gelacht. – Wenn man seine „Feriengroßeltern“ nur einmal im Jahr wiedersieht, gibt es jede Menge zu erzählen und zu lachen.
Geweint/Getrauert:
nein, so schlimm war es nicht
Gewundert:
Da hat aber jemand den Sommer schnell kaputt gemacht. – Egal, der Herbst ist auch angenehm.
Gegessen:
Fisch und Fisch und Fisch und Fisch und Fisch und Fisch und Fisch und Fisch und Fisch usw.
Genascht:
hier und da mal nen Eis
Getrunken:
Störtebecker Schwarzbier, was aber irgendwie nur hier an der Küste so wirklich gut schmeckt
Gegoogelt:
Nach dem Weg zu der einen oder anderen Location
Gesehen:
Die Ostsee, die Sonne, die Autobahn, steinzeitliche Hütten und viel grün
Gebastel/Gespielt/Gehandwerkt/Geschrieben:
nur Rezis, muss noch einiges für die Monatszusammenfassung nachholen
Getan:
verreist, mit dem Auto
Gelesen:
ja
Gekauft:
Fischbrötchen, zwei Bücher und Fischbrötchen *lach
Gelernt:
hm… fällt mir nicht mehr ein
Geschenkt (bekommen):
nö
Geschlafen:
jep, hier oben an der Küste sogar immer mega gut
Geträumt:
viel wirres Zeug – Ich glaube mein Hirn hat eine ganze Menge zu verarbeiten
Geplant:
noch ein paar Tage an der Küste abhängen und chillen und dann geht es leider auch schon wieder nach Hause
Fazit
Die erste Urlaubswoche ist um, bleiben noch zwei. – Ich könnte mich nur über mich selber ärgern, weil ich mir absolut noch nicht sicher bin, ob ich in diesem vermaledeiten Job bleiben möchte, oder nicht. Das Thema lässt mich nicht los. Allerdings kann ich inzwischen auch benennen, warum ich mich da so unwohl fühle. Es ist ganz einfach die Tatsache, dass ich nach 2 Wochen noch nicht mal im Ansatz eine Ahnung habe, wo mich das hinführen soll. Ich fühle mich nach den zwei Wochen immer nur von einer Ecke in die andere geräumt, ohne auch nur ansatzweise irgendetwas bezweckt zu haben.
Am Mittwoch ging es dann endlich für ein paar Tage raus aus dem täglichen Einerlei. Unser jährlicher Aufenthalt an der Ostseeküste stand wieder an und ich habe mich einfach nur mega darauf gefreut. Das ist immer wieder so, als wenn man nach einer langen Abwesenheit nach Hause kommt. – Ich muss dazu sagen, dass wir inzwischen das dreizehnte Jahr genau in die selbe Ferienwohnung fahren und uns irgendwie doch nie langweilig wird.
Das Highligt in diesem Jahr ist der Strandkorb, den sie für jede der Ferienwohnungen angeschafft haben. Die Dinger sind so herrlich bequem, man ist da drin super vor dem Wind geschützt und kann selbst bei stürmischerem Wetter an der frischen Luft sitzen und ein Buch lesen oder sowas. Wenn ich ehrlich bin, dann wünsche ich mir ja für zu Hause auch schon lang so ein Ding. Allerdings habe ich da das Problem, dass ich keine Ahnung habe, wo ich den hinstellen soll.
Wir haben schon eine ganze Menge erlebt in den paar Tagen, die wir hier sind. So sind wir zum Beispiel an der Steilküste von Boltenhagen gewesen. Nichts Besonderes, wenn man genau hinsieht, aber allein das Feeling, da auf einem Stein zu sitzen und auf das Wasser herauszuschauen. – Wenn sogar der Herr Fussel ohne zu Murren mitspielt und alles so ziemlich ruhig und ergeben über sich ergehen lässt, es stellenweise sogar genießt, dann ist auch meine Welt in Ordnung.
Heute waren wir, weil das Wetter ein wenig zugezogen und windig ist, in einem Steinzeitdorf. – Ein kleines aber feines Museum zum Anfassen. Ein Verein hat hier die verschiedenen Hütten, Ställe und Behausungen nachgebaut, nach dem, was man so alles ausgegraben und gefunden hat. – Entstanden ist daraus eine kleine Zeitreise durch die Steinzeit, in der es durchaus schon auch einen nicht unerheblichen Fortschritt gab. – Mein Favorit heute war der schnarchende Wildschweineber in seinem Gehge. Ich habe neben dem geredet und ihn fotografiert und der Typ hat da einfach friedlich weiter vor sich hin geschnarcht, als gäbe es kein Morgen. *lach





