Fusselfreitag #76

Fussel ruht sich aus…
Regen, Sonnenschein – Warm, kalt… Dieser Sommer ist irgendwie verrückt und ich habe zu keinem Zeitpunkt noch nen Plan, ob es jetzt besser ist ihn zum Frisör zu schleifen, oder es besser zu lassen. Meistens lasse ich es dann doch bleiben, weil schwitzen irgendwie nicht so schlimm ist, wie frieren. Zumindest wenn ich mal von mir ausgehe.
Hier hat er sich dann wirklich im Schatten mal ins Gras gesetzt und Ruhe gehalten. – Nach dem Foto habe ich mich neben ihn gesetzt und wir haben für bestimmt anderthalb Stunden einfach mal nur die Ruhe und die Natur genossen. – Dann kamen leider die Städter mit ihren dicken Autos und haben Rabatz gemacht. Da sind wir dann geflohen.

[Hörspiel] Bibi Blocksberg 86 – “Kann Papa hexen?”

Autor: Klaus-P. Weigand
Regie: Jutta Buschenhagen
Musik: Wolfgang W. Loos, Heiko Rüsse
Verlag: kiddinx
Produktionsjahr: 2006
Dauer: 37 Minuten 37 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – Gunter Schoß
Bibi Blocksberg – Susanna Bonaséwicz
Barbara Blocksberg – Hallgard Bruckhaus
Schubia – Ghada Al-Akel
Mania – Luisa Lunow
Amanda – Barbara Ratthay

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Inhalt:
Bibi und Schubia nehmen ein altes Hexbuch aus der Hexenschule mit, weil das bei den Hausaufgaben helfen soll. Als Bibi einen Spruch aus diesem Buch zu lesen versucht, hext Barbara Blocksberg gleichzeitig. – Doch noch merkt niemand etwas.
Bernhard Blocksberg will den Keller ausräumen, um seinen Eisenbahn mal wieder aufbauen zu können. Niemand ahnt etwas, aber er versucht einmal mehr zu hexen und es gelingt! Eins fix drei ist der Keller leer, die Eisenbahn steht und wird größer und größer.
Bibi und Schubia kippen fast aus den Latschen, als heraus kommt, dass Bernhard hexen kann. Doch den stört das nicht. Im Gegenteil, er hext wild durch die Gegend und vergisst sich dabei mitunter selber.
Vor Barbara Blocksberg muss das unbedingt verborgen gehalten werden. Sie darf es nicht erfahren. Allerdings müssen Bibi und Schubia an das alte Hexbuch heran kommen, welches Barbara in ihrem Labor weg geschlossen hat. – Eine Jagd durch Haus entsteht.
Doch dann vergisst sich Bernhard Blocksberg ganz. Er hext eine Dampflok, die um das Haus fährt. Nun kommt doch alles raus.
Mania hat inzwischen gemerkt, dass ihr Buch fehlt und hat sofort die beiden Junghexen in Verdacht. Sie macht sich auf den Weg zu den Blocksbergs, wo sich ihr und Amanda ein wirklich abstruses Bild zeigt. Die Hexen haben ihren Spaß an der kindlichen Freude, die Bernhard empfindet. Doch dann kann Amanda gerade so noch eine Katastrophe verhindern.

Meine Meinung:
Diese ungehorsamen Junghexen. Wieso schleppen die das Buch mit? Sie waren allein in der Hexenschule und hätten die Aufgaben direkt vor Ort machen können. Dann hätte Bibi ihren Vater nicht verhext und dieses ganze Chaos wäre den Blocksbergs erspart geblieben. – Uns allerdings auch die Folge. Und da wäre schon eine ganz nette Folge in der Versenkung verschwunden.
Bernhard Blocksberg lernt man mal von einer ganz anderen Seite kennen. Die Eisenbahn lässt ihn kindlich erscheinen. Da habe ich irgendwie meinen Lebensgefährten gesehen. Wenn er den Platz hätte, dann hätte der auch eine riesige Platte stehen und würde Schaffner spielen. Dass er dann in dem Fall dann auch noch hexen kann, ist ein wirklich super Gag. Widerspricht ja den vorherigen Folgen und den Hexenregeln komplett, aber genau dieser Umstand macht diese Folge so lustig. Ich finde es absolut glaubhaft, wie Bernhard sich selber, seine Regeln, die Vernunft und sein Erwachsensein mit einem Schlag vergisst und unüberlegt durch die Gegend hext.
Barbara ist in dieser Folge mächtig naiv dargestellt. Sie ist so in ihre Kräutersache vertieft, dass sie von der ganzen Sache absolut nichts mit bekommt. Das ist so unglaubhaft. Sie ist eine Mutter, sie ist eine Hexe. Ihre Hexennase müsste doch ohne Ende jucken. Die ist doch sonst so sensibel. – Von daher ist der Part absolut unglaubwürdig.

Abwechslung bietet die Folge in jedem Fall. Hier kommt mal wieder der ganze Wahnsinn, der Familie Blocksberg zusammen. Bernhard müsste eigentlich lernen und Bibi in Zukunft besser verstehen können.
Hier sehe ich auch die Lehre in der Folge. Vergiss ganz einfach nie, dass du auch mal klein warst, dass du auch mal ein Kind warst. Du hast auch mal Mist gemacht, du bist auch von Eltern erzogen worden und du hast auch rebelliert. Genau das macht Bernhard hier mit der Hexenkraft durch. Er kann nun hexen und nutzt das auch volle Kanne aus.
Ich ordne die Folge auf jeden Fall weit oben mit ein. Die Abwechslung allein, was passiert, wenn ein Mann hexen kann, einfach nur herrlich. Von dieser Sorte Folgen von und mit Bibi darf es ruhig mehr geben.

[Ebook] C.J. Daughery & Carolin Liepins – „Denn die Wahrheit musst du suchen“

C. J. Daugherty & Carolin Liepins
„Denn Wahrheit musst du suchen“
Reihe: Night Scool (3)
Verlag: Oetinger
ISBN: 9-783-841-50323-7
Länge: 416 Seiten

– eine Rezension aus der Kramkiste –

Allie, die Schule, ihre Freunde und Nathaniel – keine wirklich günstige Mischung!

Klappentext: Nacht für Nacht quälen Allie Albträume, seitdem ihre Freundin Jo
ermordet wurde. Sie weiß, dass jeder, der ihr nahesteht, das nächste
Opfer werden kann. Deshalb wehrt
sie Sylvains Annäherungsversuche
ab. Allies Befürchtungen bestätigen sich, als ihre Großmutter das
Geheimnis um die NIGHT SCHOOL
enthüllt. Ihr wird klar, dass es nur
einen Weg gibt, wenn sie überleben und ihre Freunde schützen
will: Sie muss die gefährlichen
Machtkämpfe beenden. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Allie ist nach dem Tod ihrer besten Freundin wieder in ihre alten Muster zurück gefallen. Sie will nicht sehen, dass man ihr helfen will und reist am Ende aus der Schule aus. – Und gerade, als sie es sich mit einem Londoner Kumpel gemütlich gemacht hat, wird sie von der Polizei aufgegriffen und wieder auf die Cimmera-Akademie zurück gebracht, wo man sie verhört, bestraft und am Ende doch wieder in der Gemeinschaft aufnimmt.
Allie fügt sich, aber nur zum Schein, wie man aus der Handlung dann noch entnehmen kann. Sie ist zwar wieder in der Schule, beteiligt sich auch so weit wieder am Unterricht, macht aber mit einer verschworenen Gemeinschaft ihrer Freunde eine Art geheime Gruppe auf. Sie wollen zum einen der Bibliothekarin helfen, die Allie zwar beschuldigt hat, das aber am Ende doch bereut hat. Und dann wollen sie auch den geheimen Spitzel von Nathaniel in der Schule ausfindig machen.
Sie kommen zwar zu einem Ergebnis, aber keines, dass sie zufrieden stellt. Denn Nathaniel hat inzwischen mehr Macht, als es sich Isabell, die Schuldirektorin, und Allies Großmutter eingestehen wollen.

Fazit: Schon der Anfang hat mich gefesselt. Denn hier habe ich mal nichts vom scheinbar ewig gleichen Internatsalltag gelesen, sondern von einer Allie, wie ich sie aus Band 1 kenne. Sie ist auf Rebellion aus, sie bricht alle Regeln, die zu brechen sind und macht sich auch bei ihren Freunden auch ziemlich unbeliebt. – Allerdings bemerkt sich das nicht.
Als Leser war ich so von Anfang an komplett in der Handlung gefangen und konnte kaum davon los kommen. Das war wohl auch der Grund, warum ich das Buch in gerade mal zwei Sitzungen durch hatte. – Ich sage allerdings nicht dazu, dass ich mir bei der ersten Sitzung, an einem Sonntag, erst einmal einen heftigen Sonnenbrand geholt habe, weil ich nämlich komplett die Zeit vergessen habe. ABER, es hat sich gelohnt. Voll und ganz!!!
Allerdings ist mir in diesem Band ziemlich krass aufgefallen, dass man die Bände der Reihe nach lesen sollte. Das erleichtert das Verständnis der Handlung ungemein. – Zwar erklärt die Autorin zwischendurch das eine oder andere Detail noch einmal kurz, aber für einen vollkommen Unwissenden wird das nicht genügen. Und dann könnte man Gefahr laufen, dass man am Lesen nicht mehr wirklich viel Vergnügen hat..
Die Ereignisse sind wirklich sehr geschickt gestreut. Immer, wenn die Handlung mal etwas entspannter und flacher wird, lässt die Autorin wieder eine vollkommen neue Wendung einfließen. Oder eine der Personen reagiert anders, als man es erwartet hat… – Jedenfalls wird man als Leser so gut bei der Stange gehalten.
Die Protagonistin erlebt während der Handlung so etwas wie ein Gefühlschaos. – Ich muss mal sagen, dass ich sie diesbezüglich irgendwie richtig gut verstehen kann.
Und als dann die Schüler richtig mit ihren Nachforschungen anfangen, bekommt die Handlung etwas von einem Krimi.

Lange Rede, kurzer Sinn: TUT EUCH DIE REIHE AN!!!

[EBook] Angelika Planert – „Fragwürdige Identität“

Angelika Planert
“Fragwürdige Identität”
Verlag: CassiopeiaPress
ISBN: 9-783-739-68094-1
Länge. 406 Seiten

– gelesen im Mai 2021 –

Ich habe das Buch mal als eine Art Sonderangebot aus dem Newsletter von Book Deals heraus gekauft. Seit dem hat es dann auf meinem Reader einen Dornröschenschlaf geschlafen. Irgendwie hat es mich so gar nicht mehr angemacht. Bis  ich mir einen Ruck gegegeben habe.

Klappentext: Nicolás Rodriguez erinnert sich weder an seine Frau Falicia noch seinen besten Freund Juan und sein Vater kommt ihm ebenfalls unbekannt vor. Niemand scheint ihm die Wahrheit sagen zu wollen, was seinen Gedächtnisverlust ausgelöst hat. Erst langsam kommt er dahinter, dass er sechs Monate als Geisel gefangen gehalten und gefoltert wurde. Mit der Zeit entdeckt Nicolás noch einige Unstimmigkeiten, die zusammen mit seinen Fähigkeiten, seinen bruchstückhaften Erinnerungsfetzen einfach nicht in sein Leben als Nicolás Rodriguez zu passen scheinen. Nachdem seine Yacht unter mysteriösen Umständen explodiert, er selbst aber überlebt, bleibt ihm zunächst keine andere Wahl, als sich seinem dominanten Vater unterzuordnen. Er nimmt seinen Job als Bodyguard wieder auf. Während eines Attentats an seinen Vater gerät Nicolás in die Schusslinie, wird dabei lebensgefährlich verletzt. Was mit diesem Ereignis ins Rollen kommt, ist durch nichts mehr aufzuhalten. Hiermit liegt nun auch die Gesamtausgabe des dreiteiligen Thrillers in einem Band vor.  (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Nicolás wacht in einem Krankenhaus auf und hat keine Ahnung, was passiert ist. Es scharwenzeln Leute um ihn herum, die er nicht kennt, die aber von sich behaupten, dass sie sein bester Freund und seine Frau sind.
Nicolás wird auf Geheiß seiner “Frau” aus dem Krankenhaus entlassen, weil er sich auf seiner Yacht ihrer Meinung nach besser erholen kann. Er lernt seinen “Vater” besser kennen und ist von seiner Krankenschwester genervt, die nur sein Diabetes  überwachen soll. – Nicolás lebt ein Leben, das offensichtlich nicht seines ist.
Während einer Psychotherapiesitzung bekommt er die Aufgabe, dass er zeichnen soll. Er ist der Meinung, dass er das nicht kann, aber es kommen richtig gute Bilder heraus. Überhaupt hat er auch immer wieder Flashbacks aus einem Leben, was er nicht kennt. Er sieht Leute, die er jetzt wohl nicht mehr kennt. – Das alles ist sehr seltsam.
Als Nicolás beginnt gezielte Fragen zu stellen, weicht man ihm aus und als er angeschossen wird, weil er wieder als Bodyguard für seinen Vater arbeitet, wird ein Mann auf ihn aufmerksam, der schon über drei Monate nach ihm sucht. – Ein Wettlauf beginnt. Ein Wettlauf gegen seinen Vater, gegen einen Mörder und gegen das Vergessen.

Fazit: Wie gesagt, das Buch hat eine ganze Weile auf meinem SuB gelegen, weil ich dann doch irgendwie das Interesse verloren habe. Als ich mir dann einen Ruck gegeben habe, es gelesen habe, wusste ich nicht so recht, was ich davon halten sollte.
Diese Ausgabe beinhaltet wohl alle drei Teile dieses Thrillers in einem Band. Das war dann in dem Moment wohl ganz gut für das Buch selber. Denn ich denke, dass ich es ansonsten nicht komplett gelesen hätte. Das war irgendwie alles seltsam.
Ganz klar, das Ganze spielt in Spanien oder Mexiko oder einem anderen spanischsprachigen Land. Und auch die Autorin scheint dieser Sprache mächtig zu sein. Denn wenn dieses Buch vor einem strotzt, dann spanische Begriffe und Redensarten. Immer wieder bin ich beim Lesen darüber gestolpert und war am Ende sogar komplett angenervt davon.
Auch ein zweiter Handlungsstrang kommt ziemlich spät erst auf. Und dann so plump, dass ich binnen kürzester Zeit herausbekommen habe, wie das Ganze zusammenhängt. Ab dann war mir eigentlich schon klar, wo der Hase hin will und ich habe es absolut nicht mehr als Thriller empfinden können. Es hat sich vielmehr wie ein mächtig schießwütiger Roman gelesen.
Ich habe das Buch gelesen, mehr aus Neugier. Ich wollte dann halt einfach wissen, warum weshalb und wieso man diesem jungen Mann so übel mitgespielt hatte. Kopfkino hatte ich nicht einen Moment. Ich habe einfach alles hingenommen, wie es da stand. Da war zu wenig Raum für eigene Phantasie. Auch so habe ich lediglich zwei bis drei dramatische Szenen gehabt. Den Rest der Zeit plätscherte die Handlung vor sich hin und das nicht mal schnell. Wenn man den ganzen überflüssigen Krempel weg gelassen hätte, hätten auch 300 Seiten gereicht. Gerade zum Schluss hin wurde die Handlung dann einfach nur noch langweilig. Die Handlung war aufgedröselt, ich wusste, was geschehen war und wie alles zusammenhängt und dann war es nur noch ein Hin und Her. Das hätte man dann auch kürzer fassen können und hätte nicht noch verzweifelt versuchen sollen, da noch mehr Dramatik rein zu bringen.

Meine Ebook-Ausgabe schien eine sehr sonderbare zu sein. Denn die Absatzformatierungen waren mehr als misslungen. Die haben mitten im Satz einen Absatz rein gehauen, wo ich mich gefragt habe, was man denn jetzt bitte damit bezwecken will. Ich war wirklich gezwungen, das Buch Kapitel für Kapitel zu lesen. Ansonsten hätte das mittendrin enden können und ich hätte wieder von Vorne beginnen müssen.
Auch das Schriftbild und die Seitenaufteilung waren sehr gewöhnungsbedürftig. Da war null Rand, null Zeilenabstand, dafür aber eine sehr klobige und große Schrift. – Wie von Amateuren formatiert.

Ich bewerte das Buch am Ende mit 3 von 5 möglichen Sternen.
Ich war wenig bis gar nicht gefesselt, ich hatte null Vorstellung in meinem Kopf und habe einfach nur einen Text gelesen. Der Schreibstil war laienhaft und vom Spanischen durchsetzt, dass es nur noch nervig war. – Nö, das war nix.

[Hörspiel] Bibi Blocksberg 85 – “Die Hundebabys”

Autor: Klaus-P. Weigand
Musik: Wolfgang W. Loos, Heiko Rüsse
Verlag: kiddinx
Produktionsjahr: 2006
Dauer: 37 Minuten 35 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – Gunter Schoß
Bibi Blocksberg – Susanna Bonaséwicz
Bernhard Blocksberg – Guido Weber
Marita – Uschi Hugo
Karla Kolumna – Gisela Fritsch
Hinki – Michael Pan
Pinki – Andreas Mannkopf

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Inhalt:
Bibi und Marita telefonieren miteinander, weil Marita bei Bibi übernachten will. Da quietschen auf der Straße vor Bibi ihrem Haus Autoreifen und Bibi geht direkt nachsehen.
Bibi findet eine Tüte, in der Hundewelpen drin sind. Bibi ist direkt klar, dass hier was nicht mit rechten Dingen zugeht. Aber erst einmal nimmt Bibi die Tiere mit ins Haus und versorgt sie.
Als Marita kommt, ist sie direkt verzückt und gleich dabei, für die Kleinen zu sorgen. Trotzdem muss der richtige Besitzer gefunden werden.
In der Nacht schleichen seltsame Gestalten auf dem Grundstück der Blocksbergs rum, aber Bibi findet sie nicht. In der Schule kennt die Welpen auch niemand, aber alle Kinder sind erst einmal begeistert von den niedlichen Rackern.
Als letzten Ausweg fahren Bibi und Marita zu Karla Kolumna, um über die Zeitung den Besitzer der Welpen zu finden. Auf diese Anzeige meldet sich auch jemand, allerdings stinkt die Sache zum Himmel. – Eine Verfolgungsjagd deckt einen riesigen Skanal um Hinki und Pinki auf, die mit geklauten Hunden Geld verdienen wollen. Es ist klar, dass Bibi das nicht zulassen kann.

Meine Meinung:
Was ist mit der Sprecherin von Barbara Blocksberg los? Ich finde schon, dass in letzter Zeit viele Folgen ohne Mutter Blocksberg sind. Hat die Frau keine Lust mehr auf ihre Hörspielfamilie? Ist sie krank? Soll sie eliminiert werden und das schleichend? – Na ich hoffe nicht, denn dann würde viel Spaß verloren gehen.
Auch Bernhard Blocksberg wird hier etwas transparenter. Bisher war immer klar, dass er in einem Büro arbeitet und seine Familie gern hat. Hier taucht dann jetzt zum ersten Mal ein Kollege auf, mit dem er auch privat verkehrt und in diesem Fall Karten spielen will. Von diesem Kontext kann es gern mehr geben. Vielleicht hat ja einer seiner Kollegen auch eine Hexe als Frau, von der man bisher noch nichts weiß…. wäre doch mal was.

Auf jeden Fall finde ich es gut gelungen, dass Bibi den kleinen Hunden hilft, ohne nachzufragen, ohne zu murren, ohne mit der Wimper zu zucken. Und ich finde es auch gut, dass von Anfang an klar ist, dass Bibi die gefundenen Tiere nicht behalten kann. So gehört sich das, so ist es auch im wahren Leben und die Kinder können gleich was lernen. Auch im realen Leben kann es ja vorkommen, dass einem einmal ein Tier zuläuft und dann kann man es nicht einfach behalten. Da sehe ich durchaus auch eine Lehre drin.
Die ganze Story mit den abgrundtief dämlichen Dieben sehe ich etwas zwiespältig. Ja, es ist schon klar, dass so Tierhandel in illegaler Form durchaus vorkommt, aber ich glaub nicht, dass sich die Leute dann so dämlich anstellen. Die beiden Diebe werden hier wirklich so unfähig hingestellt, dass ich mich wundere, dass die beiden überhaupt noch einen natürlichen Atemreflex, ohne Hilfe, haben.
Karla Kolumna ist gewohnt hilfsbereit. – Eine Reporterin mit Herz und Seele, von denen ich mir in den realen Medien auch welche wünschen würde. Aber die Schissenschreiber kannst ja vergessen.

Ich ordne die Folge im oberen Mittelfeld ein. Sie ist jetzt nicht der Oberburner, reist einen jetzt nicht gleich vom Hocker, aber die Geschichte an sich ist ganz nett. Ich finde es gut, dass relativ wenig gehext wird. Die Handlung basiert auf ganz normalen menschlichen Reaktionen und Absprachen. Durchaus ableitbar zur Realität und durchaus ein riesiger Lerneffekt.

[Ebook] C.J. Daugherty & Carolin Liepins – „Der den Zweifel sät“

C. J. Daugherty & Carolin Liepins
„Der den Zweifel sät“
Reihe: Night Scool 2
Verlag: Oetinger
ISBN: 9-783-841-50322-0
Länge: 432 Seiten

– eine Rezension aus der Kramkiste –

Triumph, Trennung, Einsamkeit, Mobbing und Stress. Allie hat es alles andere als einfach.

Klappentext: Allie in größter Gefahr: Nach einer atemlosen Verfolgungsjagd durch die düsteren Straßen Londons kehrt Allie zurück ins Internat. Doch hier geht es atemlos weiter, denn nun ist sie vollwertiges Mitglied der geheimnisvollen NIGHT SCHOOL. Gleichzeitig spielen ihre Gefühle für Carter und Sylvain total verrückt. Da erhält sie eines Nachts eine Nachricht von ihrem verschollen geglaubten Bruder. Und ihr wird klar, dass die NIGHT SCHOOL ein sehr dunkles Geheimnis hütet … (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Das neue Trimester in Chimmera hat begonnen. Doch Ellie kann sich auch in der Schule nicht mehr sicher fühlen. Nun, da sie von ihren Eltern über ihre Großmutter aufgeklärt wurde. Nun versteht sie, warum Nathaniel wohl hinter ihr her ist. Sie versteht allerdings nicht, warum sich ihr Bruder Christopher auf dessen Seite geschlagen hat.
Allie hat Stress sowohl mit ihren Freunden, als auch in der Schule. Im neuen Schuljahr ist ja auch die Night School noch dazu gekommen.
Doch der Verlust im Finale haut Allie aus der Bahn. Gleichzeitig macht es aber auch neugierig aufs nächste Band.

Fazit: Ich war gefesselt! Von Anfang bis Ende konnte ich kaum von diesem Buch los kommen. Lediglich die dumme Arbeit und so Verpflichtungen wie die Steuererklärung haben mich abhalten können. Es war einfach alles so gut beschrieben, dass man als Leser immer mit an einer Frage beschäftigt wr, oder mit einem Ereignis entgegen fieberte. – Fast war mir klar, dass auf dem Winterball etwas passieren würde, doch das Ende hat mich tief geschockt. Und es hat mich auf den nächsten Band total neugierig gemacht.
Mit dem Leser wird gespielt. Immer wenn etwas Entspannung in die Story kam, war sofort der nächste Hammer da. Und alles war so beschrieben dass die Story nicht langweilig wurde. Platz für eigene Fantasie war genügend da und mein Kopfkino ist auf Hochtouren gelaufen.

Wenn ich jetzt auf den nächsten Band warten müsste, würde ich Qualen ausstehen. Aber zum Glück habe ich das nächste Buch noch. Eine klasse Buch! Eine klasse Reihe! Einfach lesenswert.

Saturday Sentence – „Leichenfänger“

1. Nimm deine aktuelle Lektüre

Ein perfider Serienmörder auf hoher See – das tödliche Spiel beginnt …
Der fesselnde Kriminalthriller für Fans von Sebastian Fitzek

Rosa Bach, BKA-Ermittlerin und durch ihren letzten Fall schwer traumatisiert, sucht Kraft und Erholung, um in ihren alten Job einsteigen zu können. Bei einem neuntägigen Stressbewältigungsseminar auf einem Frachtschiff von Hamburg nach New York soll sie in der Abgeschiedenheit des Ozeans Ruhe finden. Doch als nach und nach Teilnehmer und Crewmitglieder verschwinden und eine brutal ermordete Frauenleiche gefunden wird, steht für Rosa fest, dass ein Mörder unter ihnen weilt. Sie muss wieder ermitteln. Aber die Zeit rennt – und jeder ist verdächtig. Ein perfides Spiel beginnt und plötzlich wird Rosa von den Schatten ihrer Vergangenheit eingeholt … (Quelle: Lovelybooks.de)

Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein „Saturday Sentence“ lautet.

Seine Augen schienen zu fragen, warum sie nicht bei den übrigen Teilnehmern war.

Marko Hasenkopf – „Leichenfänger“; ISBN: 9-783-968-17382-5

3. Und wie ist es bisher
Ich habe das Buch vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen, nachdem ich es mir im Portal der Website raus gesucht hatte.
In die Geschichte ging es gleich richtig rein, indem man das Grundproblem der Protagonistin erfährt und darauf baut die Story dann so ein bisschen auf.
Gut gestaltet finde ich hier in jedem Fall die scheinbar zusammenhanglosen Nebenhandlungen, die sich dann aber doch so nach und nach in die eigentliche Handlung einfügen. Dieser Umstand erzeugt meiner Meinung nach eine so ganz eigene Grundspannung, die sich dann auch durch die ganze Geschichte zieht.

Der Stoff lässt sich richtig gut lesen, ist nicht langweilig und hält mich gut bei der Stange. – Zum Glück habe ich gerade Urlaub und somit auch genügend Zeit auch mal wieder ausgiebig und ohne Unterbrechung zu lesen.

[Hörbuch] Volker Kutscher – „Lunapark“

Volker Kutscher
“Lunapark”
Reihe: Gereon Rath (6)
Verlag: Argon
ISBN: 9-783-839-89398-2
Länge: 17 Stunden 47 Minuten
Sprecher: David Nathan

–  gehört im Mail 2021 –

Es stand mal wieder ein Hörbuch mit Gereon Rath auf dem Programm. Um ehrlich zu sein, habe ich den leicht dusseligen und korrupten Bullen aus Berlin vermisst und wollte nun endlich wissen, wie es mit ihm und seiner kleinen Familie weiter geht.

Klappentext: Berlin, 1934. Unter der Liesenbrücke liegt eine Leiche, die an einem Glasauge erstickt ist. Gereon Rath und sein früherer Kollege Reinhold Gräf bilden eine Sonderkommission und ermitteln in unterschiedliche Richtungen. Während Gräf von einem politischen Mord ausgeht, entdeckt Rath, dass die Nordpiraten nach der Zerschlagung der Ringvereine als SA-Sturm getarnt ihre kriminellen Machenschaften fortsetzen. Eine Spur führt in den seit einigen Monaten geschlossenen Vergnügungspark Lunapark. Bei den Ermittlungen kommt Rath seine familiäre Situation in die Quere. Der Straßenjunge Fritze, den er mit Charlie aufgenommen hat, will unbedingt in die HJ. Und Charlie gerät in die Fänge der SA.
David Nathan ist als deutsche Stimme von Christian Bale („The Dark Knight Rises“) und Johnny Depp („Transcendence“) spannungserprobt. Als gebürtiger Berliner liest er die Krimis um Gereon Rath mit hörbarem Gespür für Tempo und Tonfall dieser Stadt. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Gereon Rath muss ausgerechnet der Staatspolizei bei Mordermittlungen helfen, weil in diesem Fall ein SA-Mitglied dran glauben musste. Dazu ist sein ehemaliger Kriminalsekretär nun sein Vorgesetzter. Gereon tut sich nicht nur schwer mit dem Fall, sondern auch auch mit den Umständen, die durch die Nazi-Regierung inzwischen in Berlin herrschen.
Seiner kleinen Familie geht es da nicht besser. Seine Frau will unbedingt wieder arbeiten und das in einer Rechtsanwaltskanzlei für die kleinen Leute. Hier wird schon die Eröffnungsfeier von den Braunhemden ausgehoben und Charlotte macht Bekanntschaft mit den Umständen in einem SA-Keller.
Der Junge schafft es, dass auch er endlich in Hitlerjugend eintreten kann und entwickelt sich so nach und nach zu einer Gefahr für Gereon und Charlotte, die mit der Naziherrschaft keinen Frieden schließen können.
Zu allem Überfluss meldet sich ein alter Bekannter bei Gereon und erteilt ihm einen Mordauftrag. Ansonste droht er offen mit Schaden an seiner Familie. – Als er dann vor Gereon seinen Augen den kleinen Hund mit einem Handgriff umbringt, wird klar, dass das kein Spiel mehr ist.

Fazit: Ich tue mich mit der Länge dieser Hörbücher immer etwas schwer, da man da keine Chance hat, die auf einen Rutsch durchzuhören, aber immer wenn ich so ein Hörbuch beginne, lande ich wieder in der Welt des Gereon Rath, weiß um die Umstände, in der der vorherige Band geendet hat und bin voll in der Handlung drin.
Die Stimmung, in dieser Zeit, dieser Zwiespalt ob der Regierung und der Umstände ist super dargestellt. Richtig glaubhaft sind hier die Umstände geschildert und ich habe ein richtig farbenfrohes Kopfkino vor meinem geistigen Auge, wenn ich das Buch gehört habe. – In dieser Folge kam meiner Meinung nach auch richtig gut hervor, wie eine ganze Familie kaputt zu gehen droht, nur weil jeder so seine eigene Meinung über die politische Situation hat. Der Junge hat sich von der Hitlerjugend total umdrehen lassen, Charlotte hat nach wie vor ein gutes Herz und will einer Minderheit helfen und Gereon ist irgendwie korrupt wie immer, glaubt aber, dass er ein Guter ist. Jeder hat seine Geheimnisse und genau das ist super dargestellt und auch die Folgen dessen. Immer mal wieder kommen kleine Dinge ans Licht, die einer gemacht hat, die dann aber ungeahnte Auswirkungen haben.

David Nathan macht seinen Job als Sprecher einmal mehr wirklich super. Er hat von vornherein eine super weiche und sympathische Stimme. Fast wie ein typischer Märchenonkel. Und wenn er liest, betont er zwar, aber eben nicht so übertrieben, dass es ein totales Stimmenwirrwarr geben würde. Er setzt seine Stimmlagen sortiert ein und schafft wo eine herrlich düstere Stimmung, wie es zu dieser Zeit wohl allgegenwärtig gewesen ist. Er schafft es aber auch, diese Naivität des Jungen rüber zu bringen.

Die Handlung selber ist ähnlich den vorangegangenen Bänden. Es geht im Endeffekt immer darum, dass sich Herr Rath in Schwierigkeiten bringt und da am Ende irgendwie wieder raus muss. In diesem Fall gerät er nicht nur polizeilich zwischen die Fronten, sondern wird auch noch von einem Gangster erpresst. Und das in dem Fall massiv. – Das der Autor den Hund hat sterben lassen fand ich in dem Moment zwar den übelsten Schockmoment, aber auf die Geschichte gesehen, keinen sehr geschickten Schachzug. Der Hund hat die ganze Geschichte irgendwie aufgehellt und abwechslungsreicher gestaltet. Das fehlt nun und das Familienleben wird ab dem Zeitpunkt irgendwie genauso düster wie die Zeit. – Es bleibt abzuwarten, wie das noch weitergehen soll. Schauen wir mal.

Ich bewerte das Buch mit den vollen 5 von 5 möglichen Sternen.
Die Zeichen der Zeit sind wirklich super rüber gekommen. Das Düstere, das Bedrohliche, es lauert wirklich an allen Ecken. Mitten hinein wird ein vollkommen authentischer Kommissar gesetzt, der auch nur versucht sich irgendwie über Wasser zu halten. Sehr gelungen! Mal sehen, wie es weiter geht.

[Hörspiel] Bibi Blocksberg 84 – “Das Hexenhoroskop”

Autor: Klaus-P. Weigand
Musik: Wolfgang W. Loos, Heiko Rüsse
Verlag: kiddinx
Produktionsjahr: 2005
Dauer: 38 Minuten 3 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – Gunter Schoß
Bibi Blocksberg – Susanna Bonaséwicz
Barbara Blocksberg – Guido Weber
Flauipaui – Guido Weber
Mania – Luise Lunow
Karla Kolumna – Gisela Fritsch
Bürgermeister – Heinz Giese
Pichler – Wilfried Herbst
Flugdrache – Santiago Ziesmer

Direkt auf Spotify anhören

Inhalt:
Flauipaui übernachtet bei Bibi und zusammen stellen die Mädchen fest, dass das Horoskop in der Zeitung so gar nicht passt. Da erzählt Barbara Blocksberg den beiden vom Hexenhoroskop und was es damit auf sich hat. Allerdings dürfen die beiden ihr Horoskop nicht befragen, da sie dafür noch zu jung sind.
Es kommt, wie es kommen muss. Die beiden suchen sich den Spruch aus dem Hexenbuch der Mutter raus und befragen ihr jeweiliges Hexensternbild. Doch Bibi macht einen Fehler. Sie tauscht nur ein Wort aus und schon hat sie ihr Sternbild vom Himmel herunter gehext. – Eine Katastrophe, denn der Flugdrache landet im Teich und holt sich eine heftige Erkältung. Wenn er niest, gehen so einige Dinge zu Bruch. Außerdem ist das Geschöpf des Nachthimmels ziemlich süchtig nach Licht.
Bibi und Flauipaui beschäftigen den Drachen die ganze Nacht und werden natürlich müde. Doch genau dann müssen sie besonders aufpassen, denn nun geht die Sonne auf und der Drache fliegt zum Rathausplatz, wo der erste Neustädter Blumen- und Kräutermarkt eröffnet werden soll.
Barbara hat dann auch endlich mal was von dem ganzen Theater mitbekommen und eilt mit Tante Mania zur Hilfe. 

Meine Meinung:
Oh man, Bibi hat mich in dieser Folge einfach nur aufgeregt. Sie bekommt gesagt, dass sie für eine Hexerei noch nicht soweit ist. Sie setzt sich natürlich darüber hinweg und macht dann noch einen Fehler, weil sie nicht nachdenkt und den Zettel nicht benutzt. Und dass der Fehler nicht ohne Folgen bleibt, ist ja mal mehr als logisch. Flauipaui macht hier als Freundin eine richtig gute Figur. Sie wäre nicht verpflichtet gewesen, sich mit um den Drachen zu kümmern, macht es aber ohne mit der Wimper zu zucken.
Der Drachen – mal ehrlich. Wie alt ist denn bitte die Zielgruppe? Man kann auch ein Sternzeichen mehr als “hui hui” sagen lassen. Wobei der Sprecher hier keinen schlechten Job gemacht hat. Er hat in das eine Wort wirklich richtig gut was an Emotionen rein gepackt, sodass ich ihm die Rolle sehr gut abgekauft habe.
Am Ende hat mir die Standpauke gefehlt. Bibi wird kurz gerügt, das war es dann aber auch. Und zur Belohnung wird soll das Thema in der Hexenschule dann auch endlich mal behandelt werden. – Da kann ich nur noch den Kopf drüber schütteln. Bibi hat richtiggehend Scheise gebaut und wird dafür nicht zur Verantwortung gezogen. Bei dem Ding mit dem Drachen hätten Menschen zu Schaden kommen können. – also rein theoretisch.  Hier wurde ein Umstand verharmlost, dass ich es fast schon zum Himmel schreiend schlimm finde. 

Ich ordne die Folge hier im guten MIttelfeld ein. Sie war ganz unterhaltsam, es war das gewohnte Bibi-Chaos, das war es dann auch schon. Der Drache war ein bisschen nervig, weil er so ein kleines Vokabular hatte. Und einmal mehr lernen wir: Übermut tut selten gut.