Fusselfreitag #5

Das Ding mit der Stubenreinheit

Das war ein Thema…. Himmel hilf, ich habe an mir selbst gezweifelt, ich dachte, ich komme mit diesem Hund nicht klar. Ich habe mich selber als Totalversager gesehen und ich hatte nicht selten das Gefühl, dass ich allein auf weiter Flur kämpfe, dass es den ganzen Rest der Familie mal so gar nicht interessiert…

Kaputt nach einer Spielaktion

Dass ein Welpe nicht von Anfang an stubenrein ist, war mir klar. Dass es passieren kann, dass ich am Anfang wirklich alle halbe Stunde mit dem kleinen Kerl raus rennen muss, auch das war mir klar. – Dass aber dieser Hund wirklich ein komplettes Jahr brauchen würde, bis er begriffen hatte, dass man sein Geschäft bitte an der frischen Luft zu erledigen hat, das war mir nicht klar.
Irgendwie war ich auch unfair. Ich habe ihn mit seinem Vorgänger, dem Westi „Spike“ verglichen. Der hatte das alles innerhalb von 6 Wochen gerallt gehabt. Allerdings hatte ich nicht wirklich auf dem Schirm, dass ich seinerzeit zu Hause war, ihn also 24/7 überwachen konnte.

Man hört es ja immer wieder: Nach dem Fressen, nach dem Spielen und nach dem Schlafen. Man nehme den Hund, setze ihn auf die Wiese und warte, bis er sein Geschäft erledigt hat. – Das funktionierte auch. Zumindest am Anfang.

Sieht jamend die Augen?
Die Schnippeltante muss ran


Irgendwann kam dann aber die Phase, in der es eben nicht mehr funktionierte. Wir sind raus, es kam nichts. Wir sind wieder rein und schon hatte er auf den Teppich gepisst. – Das ist das erste, das zweite und vielleicht auch das dritte mal noch verständlich. Aber ab dem vierten Mal hätte ich ihn jedes Mal gegen die Wand klatschen können.
Mein Freund hat mich schon als komplett paranoid bezeichnet, weil ich wirklich stellenweise eine Stunde mit ihm drausen zugange war, bis er irgendetwas gemacht hatte… – Wir waren drinnen und er machte das zweite Geschäft direkt drinnen.
Irgendwann, nach fast einem Jahr, machten dann auch meine Eltern mit und ließen ihn raus, wenn ich auf Arbeit war. – Ab diesem Zeitpunkt ging es bergauf. Ich musste weniger weg wischen, ich konnte den Hund als Kuschel- oder Spielkamerad endlich genießen und die Schattenseiten wurden etwas weniger.

Trotzdem sollten noch einige Auf`s und Ab`s folgen, bis hinter dem ganzen Theater irgendwann einmal eine Ursache war.

[EBook] Nils Ole Oermann – „Zum Westkaffee bei Margot Honnecker“

Nils Ole Oermann
„Zum Westkaffee bei Margot Honnecker“
Verlag: Hoffmann und Campe
ISBN: 9-783-455-85180-9
Seiten: 134

– gelesen im März 2020 –

Margot Honecker – Ich habe sie bis zum Schluss nicht verstanden und habe gehofft, mit diesem Buch etwas Licht ins Dunkel bringen zu können…

Klappentext: Als Margot Honecker im Mai 2016 starb, hatte sie fast ein Vierteljahrhundert im chilenischen Exil verbracht. Nils Ole Oermann ist vermutlich der letzte Besucher aus der Bundesrepublik, den sie dort kurz vor ihrem Tod empfangen hat. Über drei Jahre stand Oermann mit ihr, die sonst jedes Interview strikt ablehnte, in Kontakt und traf sie mehrfach.

In „Zum Westkaffee bei Margot Honecker“ lässt der Autor diese Begegnungen in Chile Revue passieren – die einstige Ministerin für Volksbildung der DDR sprach verblüffend offen über Sozialismus und Kapitalismus, über die Bundesrepublik und die DDR, über Gregor Gysi, Wladimir Putin und Wolf Biermann. Zugleich zeigte die bekennende Stalinistin keinerlei Reue, wenn es etwa um ihren Beitrag zu einem System ging, das kritische junge Menschen kategorisch von Ausbildung- und Karrierechancen ausschloss. Mehr noch: Im Denken und Fühlen von Margot Honecker war bis zu ihrem Tod die DDR ein intakter Staat. Oermanns Buch lässt den Leser unmittelbar erfahren, mit welchen Hoffnungen und Zielen Menschen wie Margot Honecker die DDR aufbauten. Und warum sich durch Menschen wie sie daraus ein totalitäres Regime entwickelte, das sich vierzig Jahre halten konnte. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Nils Ole Oermann hat Morgot Honecker kurz vor ihrem Tod noch einmal besuchen und mit ihr reden dürfen. Aus dieser Unterredung berichtet er hier. Wenn es auch mitunter recht verwirrend ist, weil er einige Zeitsprünge macht, in seinen Erzählungen und Erfahrungen aus älteren Unterhaltungen mit einfließen lässt.

Fazit: Ich habe mir definitv mehr von diesem Buch erwartet. Dieser Autor hat hier auch nichts Neues erzählt, was ich nicht schon aus Funk und Fernsehen wusste.
Ja, die Frau war verbohrt bis zum Schluss. Für sie war die DDR bis zu ihrem Ableben das Non Plus Ultra!!! – Das geht aus den Erzählungen mehr als deutlich hervor. Für sie war bis zum Schluss klar, dass auch BRD eines Tages einsehen wird, dass man zu diesem System zurück kehren muss.
Alles war ziemlich ausführlich durchgekaut. In teilweise wirklich langen Schachtelsätzen. Das hat mir das Lesen ja ein wenig vermiest, weil ich davon absolut nichte begeistert bin. Ganz im Gegenteil. Das Lesen nach Feierabend in einem zu sehr geschlauchten Zustand war quasi nicht möglich, weil man eben absolut nichts verstanden hat, von dem, was man liest.
Das Buch war zum Glück nicht besonders lang, somit habe ich mich quasi durchgekämpft. – Noch länger, und ich hätte es wohl abgebrochen. – Leider

Mehr gibt es zu diesem Buch auch nicht zu sagen. Ein kurzes Buch hat eben auch nur eine kurze Rezension. – Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen. So sehr hat es mich jetzt nicht gefesselt, dass es die volle Punktzahl verdient hätte.

Lesemonat März 2020

12/80
Marissa Meyer – Wie Monde so silbern“
(238 Seiten)
Band 1 der Luna-Chroniken hat mich anfangs leicht enttäuscht, sich dann aber als richtig guter Stoff entpuppt. Die Protagonistin ist so etwas wie das Aschenputtel der Familie, erfährt aber im Laufe der Geschichte so einiges über sich, wo ich als Leser dann auch mächtig beeindruckt war.
Ich freue mich hier auf jeden Fall auf den nächsten Band.

13/80
Marliese Arold – „Späte Rache“
(3h 30min)
Band 6 der Reihe „Magic Girls“ ist gleichzeitig mein erstes Hörbuch in diesem Jahr.
Die beiden Hexenädchen Elena und Miranda wollen ihrer Oma Mona helfen, die in eine Falle tappt und dort mit ihren Hexenkünsten am Ende scheint.
Mich hat die Sprecherin einmal mehr komplett überzeugt. Stellenweise hat es sich fast so angehört, als würde ich ein Hörspiel hören.
Trotz längerer Pause war ich gleich wieder drin in der Materie. – Klasse Buch, klasse Reihe!

14/80
Evelyn Boyed – „Kjell – Versuchung der Ewigkeit“
(Seerosen-Saga Band 2)
Band 2 der Seerosen-Saga.
Hier bin ich schon sehr vorsichtig ran gegangen, weil Band 1 schon so komisch geschrieben war, dass es mich irgendwie gelangweilt hat. Vom Schreibstil her ist aber auch dieser Band nicht wirklich anders und ich bin schon irgendwie froh, dass ich es quasi hinter mir habe.
Die Handlung findet ein entgültiges Ende und meiner Meinung nach ist kein weiterer Platz für weitere Bände da. Hoffen wir also mal, dass sich die Autorin auch daran hält.

15/80
Wolfgang Hohlbein – „Die Kinder von Troja“
– 3h 42min
Gefunden habe ich das Werk auf Spotify. Es sollte mein erstes Buch über diese Plattform sein. Und am Ende hat Herr Hohlbein nur die Sage vom trojanischen Pferd in eine nette Fantasystory gepackt. Er schreibt ein paar Menschen drum herum, erfindet nette kleine Nebenhandlungen und schon hat er eine Fantasy-Story.
Nicht sein bestes Werk, aber es hat mir gezeigt, dass auch auf Spotify Hörbüchr zu haben und zu genießen sind.

16/80
Reiner Engelmann – „Wir haben das KZ überlebt – Zeitzeugen berichten“
– 159 Seiten
Ein Buch, das ich über die Onleie gefunden habe. Ich wollte einfach mal wieder etwas ehrliches lesen. Etwas, das nicht erfunden worden ist, um den Leser zu gefallen.
In diesem Buch berichten Leute, die die verschiedensten Konzentrationslager überlebt haben, über das, was ihnen in dieser Zeit widerfahren ist. – Ehrliche Geschichte, wie sie ehrlicher nicht sein kann. – Mir hat es gefallen und mich in jedem Fall wieder auf den Boden der Tatsachen zurück geholt.

17/80
Walter Farley – „Blitz – Der schwarze Hengst“
– 154 Seiten
Eine schon etwas ältere Pferdegeschichte als Serie, die mich allerdings nicht überzeugt hat.
Die Story ist einfach gehalten und altbacken. Wobei die Story selber auch schon mächtig alt ist. Mich persönlich hat das alles nicht überzeugt. Nur ein einziger Handlungsstrang und erst am Ende eine Spannung, die mir einige Gefühlsregungen entlockt hat.
In meinen Augen keine Weltliteratur. Die Fortsetzungen brauche ich nicht.

18/80
Nils Ole Oermann – „Zum Westkaffee bei Margot Honecker“
– 134 Seiten
Margot Honecker, die lila Hexe, die First Lady der DDR…. viele Legenden ranken sich noch heute um diese Lady. Dieses Buch allerdings, bietet nichts neues. Alles, was auch so schon bekannt ist, kaut der Autor noch einmal durch. Wenn auch wesentlich ausführlicher. Etwas Neues, unbekanntest, erfährt man nicht und auch vom Schreibstil her hat mich das Buch nicht wirklich überzeugt.
Ich habe es gelesen, und gut.

Hinzu gekommen, auf den Sub:
Marliese Arold – „Einfach nur Liebe“
Mario Giordano – „Apocalypsis – Das Ende der Zeit“
Suzanne McLeod – „Der kalte Kuss des Todes“
Dima Zales – „Das Mädchen, das sieht“ (Reihe: Sasha Urban Teil 1)
Martina Andrè – „Die Gegenpäpstin“

Im Moment auf meinem Sub: 99 Titel

Ich lebe noch :)

Halli hallo

Ich wollte mich dann auch mal wieder etwas von mir hören lassen. Mich hat dieser ganze Corona-Mist dann doch etwas aus meinem gewohnten Lebensrhythmus gerissen und somit meinen „Flow“ gestört.

anfangs war es ja noch ganz toll, wenn man dann den ganzen Tag zu Hause ist und auf Kurzarbeit sein Geld quasi mit der Post bekommt. Aber als Leiharbeiter ist das immer so eine Sache. Man weiß nicht, ob und wann die einen anrufen, dass man einen neuen Einsatz bekommen kann. – Aber egal.
Ab jetzt soll es wieder regelmäßig weiter gehen. Morgen starte ich mit meinem Lesemonat und ab dann gibt es wieder Rezis, bis mein Vorrat alle ist.

Außerdem überlege ich, ob ich einen „Musikmontag“ einführen soll.
Ich habe mit meinem 41 Jahren am 31.12. 2019 das Klavierlernen begonnen. Per App auf dem Keybord. Ich habe nun schon 4 Kurse beendet und könnte das eine oder andere einfache Stück einfach mal als Youtube-Video aufnehmen und hier einbinden. Vielleicht können wir meine Fortschritte ja so gemeinsam erleben…. – Wenn es denn welche geben sollte.
Ich überlege mir das. Oder ihr schreibt mir mal, wie ihr die Sache seht.

[Buch] Christoph Hein & Gustav Just – "Zeuge in eigener Sache"

Christoph Hein und Gustav Just
„Zeuge in eigener Sache“
Verlag: Morgenbuch Verlag
ISBN: 9-783-371-00301-6
Seiten: kann ich keine Angaben mehr machen

– eine Rezension aus der Kramkiste

Wo ich dieses Buch her habe, kann ich gar nicht mehr sagen. Mir ist beim Kramen in den alten Rezis überhaupt erst bewusst geworden, dass ich das mal gelesen habe. Bei Lovelybooks habe ich dazu die einzige Rezension geschrieben und nicht mal einen Klappentext haben die da abgedruckt. – Muss ja ein mega Sonderling von Buch sein.

Klappentext: „Es ist eine Schande, daß vier Jahre nach Stalins Tod und ein ganzes Jahr nach dem XX. Parteitag in der DDR stalinistische Schauprozesse stattfanden. Vorher nicht. Früher waren auch Prozesse, zum Beispiel gegen Paul Merker und andere, geführt worden, aber es waren Geheimprozesse. Stalinistische Schauprozesse, und ich sage bewußt stalinistisch, denn sie wurden nach dem bewährten Muster gestrickt, waren neu. Daß sie nicht ganz aufgingen, ist der Tatsache zu verdanken, daß sich weder Janka noch Zöger, Wolf oder ich schuldig bekannten. Unsere Rechtsanwälte, Mitglieder der SED, hatten mit guten Argumenten auf Freispurch plädiert. Juristisch war diese Anklage nicht haltbar. Der Trick der stalinistischen Schauprozesse bestand deshalb darin, die Tendenz all dessen, was wir sagten, umzufälschen.“ (Quelle: Buchdeckel)

Inhalt: Gustav Just führt in tiefsten DDR-Zeiten ein Tagebuch. Ein Tagebuch, was bei seiner Entdeckung richtig gefährlich werden kann. Aber genau dieses Tagebuch ist hier in Buchform erschienen.
Zunächst lies man Einträge von Gustav Just aus den 50er Jahren. Er schreibt von seinem Leben, von seiner Arbeit bei der Zeitung „Der Sonntag“ und von der politischen Situation im Land und der Gefahr, die das birgt. Das Ganze ist mit Kommentaren aus den 90er Jahren vesehen. Die, die laso für die Veröffentlichung hinzugefügt worden sind.
Weiterhin sind noch Erfahrungen aus der Haftzeit dabei. Er erzählt, wie er den Prozess erlebt hat und spart nicht mit eigenen Gedanken oder zynischen Bemerkungen.
Im Anhang finden sich noch ein Artikel aus dem SONNTAG vom 21.10.1956, eine Aktennotiz und ein Schreiben von Eda Werfel.

Fazit: Ein schwarzes, kleines Buch mit grüner und blauer Schrift auf dem Cover. Ein Bild befindet sich auf der kompletten Rückseite. Es handelt sich um eine DDR-Fotografie in schwarz-weiß vom Autor, von Gustav Just.
Der Klappentext befindet sich hier wirklich noch auf der Innenseite der Klappe.
Es handelt sich um eine Hardcover. Allerdings noch eines aus DDR-Produktion. Das Papier hat diesen typischen muffigen Geruch, die Seiten sind vergilbt und auch das Handling mit dem Buch war viel besser und einfach als mit den heutigen Hardcovern.
Das Buch besteht im Prinzip aus zwei Teilen. Im ersten Teil kann man die Tagebucheintragungen von Gustav Just lesen. Die Eintragungen spielen in den 1950er Jahren. Er erzählt von seiner Zeit bei der Zeitung, über sein Privatleben, konspirative Treffen mit freunden und mehr. Das ganze ist noch mit neueren texten aus der Zeit kurz vorm Druck versehen. Hier erfährt man mehr über Beweggründe und Handlungsweisen.
Im zweiten Teil erzählt er dann von seiner Verhaftung, von den Verhören und der Verhandlung, sowie über die Bedingungen in der Haft in den verschiedenen Anstalten.
Tagebucheintragungen und Erklärungen lassen sich an den verschiedenen Schriftarten gut unterscheiden.
Die kleinere Schriftart war mit dann fast schon wieder zu fisselig. Das war bei längerem Lesen schon sehr anstrengend für die Augen

Auch wirklich entspannend war das Lesen nicht. Der Stoff war recht harter Tobak und ich konnte es nicht einfach so runter lesen. Viel mehr würde ich es als interessant und/oder lehrreich bezeichnen.
Alles in allem kann ich die Lektüre nicht bereuen. Meiner Meinung nach sollten viel mehr Opfer der Stasi und anderen Überwachungsorganen ihre Erlebnisse der Öffentlichkeit zugänglich machen.
Ein Stück Zeitgeschichte zwischen zwei Buchdeckeln. Wer traut sich noch?

Bewertet habe ich das Buch damals mit 4 von 5 möglichen Sternen. Aber etwas sagen kann ich nicht mehr wirklich darüber. – Spricht ja nicht gerade für das Buch, wenn es so dermaßen in Vergessenheit gerät.

[Ebook] Astrid Lindgren – "Die Brüder Löwenherz"

Astrid Lindgren
Die Brüder Löwenherz
Verlag: Oetinger
ISBN: 9-783-960-52127-3
Seiten: 240

– eine Rezension aus der Kramkiste –

Ich war einmal in der Kinderbuchphase. Warum dann nicht weiter machen damit. Gerade Astrid Lindgren hat Geschichten geschrieben, die über Generationen gelesen werden. Sogar heute noch.

Klappentext: Jeden Abend erzählt Jonathan seinem kleinen Bruder Krümel vom Land Nangijala – dem Land der Sagen und der Märchen. Nangijala ist das Land, in das die Menschen nach dem Tode kommen. Und bald ist es soweit – Jonathan und Krümel treffen sich in dem geheimnisvollen Paradies, in dem alle Menschen friedlich zusammen leben. Doch das Leben in Nangijala wird von einem grausamen Tyrannen bedroht – und damit beginnt ein aufregendes Abenteuer für die Brüder Löwenherz (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Jonathan Löwenherz, er hilft seiner Mutter, wo er nur kann und abends erzählt er seinem kranken Bruder von Nangilaja. Das Land, in dem er nach seinem Tod leben wird. – Doch als das Haus brennt, rettet Jonathan zwar seinen kleinen Bruder, reist dabei aber selber nach Nangilaja.
Krümel bleibt mit seiner Mutter allein zurück, erliegt aber auch irgendwann seiner Krankheit. In Nangilja trifft er dann auf seinen Bruder, kann alles das machen, was er vor seinem Tod nicht konnte und ist mit seinem Leben eigentlich rundum zufrieden. Das Leben im Kirschtal ist einfach herrlich. – Doch leider haben die Bewohner des Heckenrosentales Probleme. Tengil belagert das Tal und bedroht und beutet die Leute aus.
Jonathan zieht eines Tages aus, um bei der Befreiung des Tales zu helfen. Doch die Gerüchte machen Krümel fast wahnsinnig. Er träumt davon, dass Jonathan um Hilfe ruft und macht sich auch auf den Weg. Gemeinsam erleben die beiden ein großes Abenteuer. An deren Ende müssen sich die Brüder Löwenherz von Nangijala verabschieden. Denn sie reisen gemeinsam nach Nangilima.

Fazit: Ein Kinderbuch, wenn auch nicht Astrid Lindgren ihr bestes Werk. – Eben ein Werk von der Autorin mit dem großen Namen.
Die Brüder Löwenherz leben mit ihrer Mutter in einem kleinen Häuschen. Karl, der jüngere, ist krank und liegt nur auf der Küchenbank und wartet auf den Tod.
Als das Haus brennt, rettet Jonathan seinen kleinen Bruder, kommt dabei aber selber zu tote. Von nun an lebt er in Nangijala. Das Land hat der Karl in den schillerndsten Farben beschrieben.
Als Karl dann auch Nangijala kommt, könnte das Leben im Kirschtal so schön sein. Sie reiten, angeln, toben und helfen anderen Bewohnern. Doch das eigentlich perfekte Leben ist getrübt durch die Bedrohung im Nachbartal. Hier herrscht Tengil mit grausamer Hand und unterdrückt die Leute. – Der Verräter muss einer aus dem eigenen Freundeskreis sein.
Jonathan macht sich eines Tages auf, dem Tal bei seinem Freiheitskampf zu helfen. Doch Karl träumt, dass sein Bruder Hilfe braucht und macht sich dann auch auf den Weg in die Gefahr.
Die Jungen erleben ein großes Abenteuer. Und erst am Ende kommt es zu einer Entscheidung, was das weitere Leben angeht. Gemeinsam reisen sie nun nach Nangilima.
Also die Fantasie dieser Frau ist ja einfach nur bewundernswert. Wie kommt man denn bitte darauf, dass es nach dem Tod ein Paradies und ein echtes Paradies geben soll. Mich wunder es, dass die Kirche das Buch nicht auf die schwarze Liste gesetzt hat. Denn eine Gefahr im Himmel – das geht nach deren Lehre ja mal gar nicht.
Irgendwie finde ich die Story auch unrund. Ich meine, den Jungen geht es ja dann gut, aber wenn die Mutter dann eines Tages nach kommt, sind ihre Jungen längst weiter gereist. Und wieder war es nichts mit der Familienzusammenführung.
Geschrieben war das Ganze in einem einfachen Stil und leicht verständlich. Vom Stil her hat sich das Buch einfach und leicht lesen lassen. Handlungen und Personen waren zwar ausführlich beschrieben, jedoch nicht so genau, dass die Story darunter gelitten hätte.
Trotz allem war es für mich nicht so interessant, dass ich nun öfter mal länger gelesen hätte. Vielmehr habe ich öfter abgebrochen und später neu angesetzt. Ich war leider nicht so gefesselt, wie ich mir das im Normalfall von einem Buch wünschen würde.
Trotzdem, wenn ich nach einer Lesepause neu angesetzt hatte, war ich sofort wieder in der Handlung drin und hatte auch vergangene Geschehnisse wieder im Kopf.
Also, das Buchw ar jetzt nicht unbedingt ein Burner. Keine Ahnung, ob ich das Buch eventuelle auch meinen Kinder empfehlen würde. Ich habe es mal gelesen – und gut.
Diskussionsrunden gibt es zu diesem Buch, meines Wissens, nicht. Aber ich könnte im Fall eines Falles mitreden.

Astrid Lindgrens fantastischer Abenteuerroman für Kinder wurde vielfach ausgezeichnet und u. a. für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

Bewertet habe ich das Buch seinerzeit mit 5 von 5 möglichen Sternen. – Viel darüber sagen kann ich aber nicht mehr. Ich denke, es liegt daran, dass es eben von Astrid Lindgren geschrieben wurde. Ich fand es wichtig, damals zumindest, das eine oder andere von ihr noch gelesen zu haben.

[Ebook] Walter Farley – „Blitz – Der schwarze Hengst

Walter Farley
„Blitz – Der schwarze Hengst“
Reihe: Blitz – Der schwarze Hengst
Verlag: Coppenrath
ISBN: 9-783-649-62542-1
Seiten: 154

– gelesen im März 2020 –

Ein Zufallsfund in der Onleihe. Ich habe keine Ahnung, was mich dazu getrieben hat, dieses Buch dann auch wirklich auszuleien. Und bis ich es dann gelesen haben, hat es ja auch noch einmal eine ganze Weile gedauert. – Bis jetzt… ein ganzes langes Jahr.

Klappentext: Auf einer Schiffsreise von Indien nach New York sieht der junge Amerikaner Alec, wie in einem arabischen Hafen ein bildschöner Rapphengst an Bord gebracht wird. Zwischen dem Jungen und dem ungezähmten Pferd entsteht eine tiefe Zuneigung. Nach einem Schiffbruch in schwerem Sturm wird Alec von dem Hengst gerettet und auf eine Insel gebracht. Alec gelingt es, auf Blitz – so nennt er das ungestüme Tier – zu reiten, und gemeinsam werden sie schließlich von der Insel gerettet. Dies ist erst der Beginn einer wunderbaren Freundschaft und einer großen Erfolgsgeschichte. Denn Blitz erweist sich zwar als unberechenbares, aber zugleich unglaublich talentiertes Rennpferd. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Alec befindet sich auf der Heimreise von seinem Onkel. Per Schiff geht es los. Mit an Bord ist ein wilder schwarzer Hengst, den er noch aus dem behelfsmäßigen Stall lässt, bevor das Boot sinkt. Durch diesen Hengst kann er auf eine Insel gelangen.
Auf der Insel angekommen, kämpfen die beiden ums Überleben. Alec kann dem Hengst helfen, indem er Algen aus dem Meer holt. Der Hengs rettet ihn dafür vor einer Schlange. Die beiden fangen an, einander zu vertrauen.

Als Alec gerettet wird, will er die Insel nicht ohne den Hengst verlassen. Auch seine Eltern stellt er vor vollendete Tatsachen.
Ein Stall ist gefunden und auch schnell das Talent des Hengstes. Er soll für Rennen ausgebildet werden. Doch kann man kein Stutbuchauszug für ihn bekommen. So wird er wohl nie bei einem Rennen starten können.

Alec kommt einmal mehr der Zufall zu Hilfe.

Fazit: Eine sehr einfach gehaltene Story, die nur aus einem einzigen Handlungsstrang besteht. Es dreht sich von Anfang bis Ende um diesen Jungen, der dann auf diesen schwarzen Hengst trifft und sich diesen, außgerechnet auf einer einsamen Insel, zähmt. Meiner Meinung nach sehr weit her geholt.
Was ich erst im Nachwort mit bekommen habe, diese Story ist schon älter als die Steinkohle. 1941 ist diese Geschichte zum ersten mal veröffentlicht worden. Das erklärt auch den teilweise sehr umständlichen und eigentümlichen Handlungsrahmen. Das war damals eben alles so, wie es hier beschrieben wurde.
Man merkt, dass der Autor selber Ahnung von Pferden hat. Gerade das Verhalten des Tieres ist schon sehr authentisch beschrieben. – Aber der ganze Rest besteht aus lauter glücklichen Fügungen und Zufällen, wie sie nie im Leben so passieren können. Das ist zu viel des Guten auf einmal.

Auch später erst mit bekommen habe ich, dass das Ganze eine Serie ist. Es wäre möglich, mir die nachfolgenden Bände zu kaufen. Es gibt sie als Ebook. Aber in dem Fall möchte ich das nicht. Klassiker hin oder her, aber mir passt die Story nicht. Deswegen werde ich mir die nachfolgenden Bände nicht holen. Ich habe die Filme von und mit Black Beauty gesehen. Das reicht vollkommen, was dieses Thema angeht.

Ich habe das Buch gelesen, das war es dann aber auch. So richtig abgeholt hat mich die Story erst am Ende, als es um dieses Rennen ging. Obwohl mich der Ausgang dann nicht wirklich überrascht hat, aber das war wirklich der Einzigste Moment, wo ich wirklich Spannung empfunden habe.
Stellenweise hatte ich auch Kopfkino beim Lesen. Aber leider auch nur stellenweise. – Wie gesagt, das ganze Buch hat mich nicht wirklich gefesselt. Ich habe es gelesen, weil ich nicht abbrechen wollte und bin dann mit dem Ende noch irgendwie belohnt worden. Nicht mehr und nicht weniger.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen. Wobei der vierte Stern ein schlimm wackeliger ist. – Das Buch war kein Burner. Von mir aus ein Klassiker, es gab ja wohl schon einige Auflagen, aber nicht mein Fall.
Nur ein Handlungsstrang, zu viele glückliche Fügungen, alles zu einfach gestrickt, fast unglaubwürdig.