Autor: Thomas Tipper
Verlag: Romantruhe
Erschienen: 26. Januar 2024
Länge: 1 Stunde
Die Sprecher:
Thomas Arnold
Milton Welsh
Lisa May Mitsching
Lea Kalbhenn
Andrea Aust

Inhalt:
Ein betuchter junger Mann ist mit seinen Freunden und zwei Frauen mit seinem Privatjet in Richtung Karibik unterwegs. Allerdings ist schon der Flug von Unwettern und Turbulenzen gestört. – Die Maschine stürzt am Ende ab. Doch zunächst scheinen die Passagiere Glück im Unglück zu haben, denn sie stranden auf einer einsamen Insel und haben alle, bis auf den Piloten überlebt.
Auf der Insel geht allerdings einiges nicht mit rechten Dingen zu, denn die Leiche des Piloten wirkt seltsam angefressen.
Man glaubt, sich in dem Wald gut verstecken zu können und dort eher zu überleben, als am sonnenüberfluteten Strand. Im Wald ist es jedoch dunkel und ein Wesen treibt sein Unwesen. Ein Wesen, dessen bestialische Grausamkeit zu diesem Zeitpunkt noch niemand abschätzen kann.
Wer wird nun überleben, angesichts dieser neuen Bedrohung?
Mein Hörerlebnis:
Ich habe den Anfang erst einmal komplett falsch gedeutet und dachte, dass es hier schon volle Kanne ins Hörspiel rein geht. – In diesem Fall war es aber eine Art Prolog, der der eigentlichen Handlung vorgreift und mir somit einiges an Spaß genommen hat. Das fand ich jetzt nicht so toll, aber was will man machen.
Im nächsten Abschnitt geht die Handlung dann am Anfang los und man erlebt mit, wie eine Gruppe von scheinbar jüngeren Leuten in einem Flugzeug versucht, die Turbulenzen unbeschadet zu überstehen. Es gibt sinnlose Diskussionen und herrliche naive Forderungen der Frauen, die mit an Bord sind. – Mal ehrlich, so dumm kann man selbst dann nicht sein, wenn man blond ist.
Das unvermeidliche geschieht und das Flugzeug stürzt ab. – Den Absturz selber stellt man hier nicht hörbar dar, aber aufgrund der Handlung kann man sich das Geschehen sehr gut an zwei Fingern zusammenreimen.
In jedem Fall wird die Handlung auf der Insel dann irgendwie unübersichtlich und grundlos spladderig. Das Alles hat so gewirkt, als hätte man hier eine Story aus den 80iger Jahren hergenommen und vertont. Damals war doch so sinnloser Spladder in. Durcheinander ist es in dem Sinne, das sich die Personen nicht mehr auseinander halten konnte und nicht mehr wirklich durchgeblickt habe, wann sie denn jetzt in welchem Flugzeugwrack sind und wer hier wen verfolgt.
Die Charaktere spielen, auf ihre Art, eine ganze Weile Griechling über die Insel miteinander. Sie klagen über Schmerzen und andere Wehwehchen und besonder die Damen sind des öfteren mal am Herumjammern, dass sie das ja alles nicht mehr können und nicht mehr wollen …. bla bla bla
Am Ende kommt heraus, dass sie hier von einem Wesen bedroht werden, dass immer irgendwie einen Wirtskörper braucht, wenn es überleben will und es sich wohl einen der frischen Körper auf der Insel ausgesucht hat. Das bietet den Vorteil, dass man so auch besser an die anderen Menschen herankommt, die nun noch so versuchen, auf der Insel zu Überleben.
Den Sinn des Wesens habe ich nicht wirklich begriffen, dabei hätte man mich genau damit dann noch einmal viel besser abholen können, als man es getan hat. – Nun ja, es ist vorbei.
Fazit:
Das Cover war irgendwie nichtssagend und fast schon langweilig. Eine grüne, aber menschliche Fratze, übergroß dargestellt und davor ein Pärchen, was eben vor dieser Fratze flüchten will. Das konnte alles und nichts bedeuten.
Die Handlung war im Prinzip ganz gut dargestellt, war für mich aber nichts weiter als gut hörbarer Spladder, der immer und immer wieder versucht wurde, noch krasser zu machen. – Am Ende habe ich mich gefühlt, als würde ich so eine Horrorproduktion aus den 80iger Jahren hören, wo es nie blutig genug sein konnte.
Die Handlung konnte mich nicht abholen und hat mich irgendwie kalt gelassen, sodass ich den Sinn mit diesem komischen Wesen, welches am Ende hinter all dem gesteckt hat, nicht wirklich begriffen habe.
Die Schauspieler haben einen guten Job gemacht, aber es hat sich keiner von ihnen auch nur ansatzweise irgendwie in den Vordergrund gespielt oder so. – Eben Dienst nach Vorschrift, damit man was auf die Ohren bekommt.
Ich ordne die Folge in jedem Fall im unteren Bereich mit ein. Hier wollte man mit aller Gewalt so horrormäßig sein, dass es fast schon ins Lächerliche gezogen worden ist. Ich habe mich hier nicht gegruselt, sondern mich halb schief gelacht.






