[Hörspiel] Geister-Schocker 101 – „Angriff der Todesvögel“

Autor: Frank Hammerschmidt
Verlag: Romantruhe
Erschienen: 23. September 2022
Länge: 1 Stunde 1 Minute

Die Sprecher und ihre Rollen:

Helmut Gauss
Gabrielle Pietermann
Fabian Kluckert
Till Hagen
Andrea Aust
Sascha Rotermund
Matthias Klages
Oliva Büschken
Luisa Wietzoreck
Manja Doering
Rainer Doering
David Wittmann
Jan Makino

direkt auf Spotify anhören

Inhalt:

In einem Labor züchten zwei ziemlich verrückte Wissenschaftler Greifvögel, deren DNA mit der von Flugsauriern gekreuzt ist. Herausgekommen sind menschenfressende Kampfmaschinen, welche aber durch einen Hubschrauberunglück entkommen können und nun die Bevölkerung von New York bedrohen.
Zwei junge Studenten, welche sich schon im Studium durch ihre Leistungen hervorgetan haben, bekommen das zweifelhafte Vergnügen, bei diesem Projekt mitzuarbeiten. Es scheint auch alles glatt zu laufen, aber noch kennen sie nicht das komplette Projekt in vollem Umfang. – Als sie das Geheimnis um die Fütterung der Vögel herausbekommen, geraten sie in Gefahr, denn das Geheimnis soll mit aller Macht auch ein Geheimnis bleiben.
Mit dem Ausbruch der Tiere wissen nun alle über dieses wahnwitzige Projekt bescheid und die Katastrophe kann mit Hilfe des Nachwuchswissenschaftlers gerade noch eben verhindert werden.
Doch am Ende kann ein gezüchteter Riesenvogel im Besitz einer Wissenschaftlerin bleiben, welche auf Biegen und Brechen mit ihrem Projekt weiter machen will. Einzig die Unterbringung ihres restlich verbliebenes Tier macht am Ende das ganze Projekt zu einem Himmelfahrtskommando.

Mein Hörerlebnis:

Am Anfang dachte ich ja, man will mich hier veralbern. Was interessiert mich denn, ob ein obdachloser Mann einen Burger im Müll findet und was er damit macht. – Aber der Daseinszweck dieses Charakters und der seines Kumpels, haben mit meinen Vorurteilen noch einmal gründlich aufgeräumt.
Dann geraten die beiden jungen Leute in das Zuchtprojekt, welches am Anfang noch sehr kryptisch gehalten wird. Auch ich bin am Anfang darauf hereingefallen, dass sich den beiden hier die Chance ihres Lebens offenbart. Und ja, ich habe mir ehrlich gesagt gewünscht, dass die beiden dann noch zusammenkommen. – Die Haupthandlung hat sich dann aber als wesentlich spannender erwiesen. Wie sich die beiden Nachwuchswissenschaftler hier stellenweise anbiedern und scheinbar schön brav und ergeben eben nur das machen, was sie sollen und wohl nichts hinterfragen. Bis zu dem Zeitpunkt, als sie fast mit der Nase darauf gestoßen werden, dass hier etwas nicht ganz mit rechten Dingen zugeht, bis ihnen das komplette Ding offenbart wird und beide irgendwie auf den nackten Boden der Tatsachen prallen.
Ich muss gestehen, dass ich es nicht habe kommen sehen, dass ausgerechnet die größten Zuchterfolge aus der Voliere entkommen können. Dass sie sich dann Menschenfleisch suchen, ist einfach nur Realität. Wenn sie dieses nun mal gewöhnt sind, dann fressen sie das auch in Freiheit weiter. – Interessant gemacht ist hier, dass es ausgerechnet eine junge Frau erwischt, deren Schicksal hier genau beschrieben wird. Aber so typisch, was hier als ihre letzten Gedanken beschrieben werden.
Das Ende ist mit dem restlichen verbliebenen Tier doch sehr offen. In jedem Fall kann es gut möglich sein, dass es von dieser Story irgendwann noch einmal eine Fortsetzung gibt. In jedem Fall wäre Potential und Handlungsspielraum dar.

Fazit:

Diese Folge hat so harmlos angefangen, um dann in so einen Knall zu enden. Zwischendrin war die Handlung stellenweise harmlos, stellenweise aber auch pikant und irgendwie typisch für das schnelle und oberflächliche Leben in einer Stadt wie New York. Aber sämtliche Handlungsstränge haben sich hier zu einem logischen Gesamtbild zusammengefügt und haben im Grunde bei mir keine Fragen offen gelassen. – Einzig das Ende der Story ist mir zu offen gestaltet. Da bleibt eine nicht unerhebliche Komponente übrig, was man eigentlich so nicht lassen kann.
Die Schauspieler haben alle einen super Job gemacht und ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Es hat sich hier keiner von ihnen irgendwie besonders hervorgetan oder so. Eben eine solide Leistung von allen.
Nebenbei habe ich hier auch die komplette Gefühlspalette durchlebt. Von Enttäuschung über Spannung bis hin zu einem Aha-Moment.

Ein Hörspiel, was man sich gut mal anhören kann. Man kann es wirklich durchaus schlechter erwischen, als man es hier tut.

[EBook] Wolfgang Hohlbein – „Dunkle Tage“

Wolfgang Hohlbein
„Dunkle Tage“
Reihe: Die Chronik der Unsterblichen (17)
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 9-783-736-30097-2
Länge: 397 Seiten

– gelesen im Juni 2025 –

Der finale Band einer so langen Reihe. Ich habe echt gehofft, dass hier noch einmal einiges aufgeklärt wird. – Nun ja, die Rechnung war dann ohne den Wirt gemacht.

Klappentext:

Andrej und Abu Dun werden mit einem Geheimauftrag in die Peststadt Hamblen geschickt. Dort wütet der schwarze Tod unerbittlich. In all dem Elend fällt zunächst niemandem auf, dass Kinder einfach verschwinden. Ihre Nachforschungen lassen Andrej und Abu Dun schnell auf allerlei Ungereimtheiten in dem Städtchen stoßen. Sie machen sich Feinde in hohen Positionen und sehen sich bald mit einer ungeheuren Kreatur konfrontiert, der selbst sie nicht gewachsen zu sein scheinen. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt:

Andrej und Abu Dun verlassen Rom, um nach Hamblen zu gelangen. Hier verdingen sie sich als Leichenbüttel und Rattenfänger. – In der Stadt grassiert der tot in Form einer Krankheit, welche viele Menschen dahinrafft und hochgradig ansteckend ist.
Andrej und Abu Dun stellen außerdem fest, dass es in der Stadt kaum Kinder gibt und einige verschwinden auch auf unerklärliche Weise. – Dieses Rätsel können sie nach einigen Irrungen und Wirrungen lösen, doch das Ergebnis ist kein Gutes.
Wenn sie diese Erscheinung, welche auch ihnen schon mehrfach ans Leben wollte, eliminieren können, haben sie die zukünftigen Kinder und die Stadt gerettet. Doch da eilt ihnen ein gewisser Ruf voraus, der sie erst einmal in die Fänge der Justiz bringt. Und da müssen sie sich wieder herausmogeln.

Fazit:

Mit diesem wirklich grausigen Coverbild soll diese wirklich sehr lange Reihe zu Ende gehen. Ich habe mir eine Auflösung erhofft. Ich habe gehofft, endlich zu erfahren, wie es mit Andrej und Abu Dun vielleicht doch mal zu Ende geht und so etwas wie einen wirklichen Abschluss erwartet. – Da habe ich die Rechnung aber ohne den Wirt gemacht.
Das Buch ist im Jahr 2017 erschienen und demzufolge noch nicht so alt. – Aber Herr Hohlbein ist ja auch einer der vielen Fließbandautoren, die alle zwei bis maximal drei Monate ein neues Buch auf den Markt ballern und dabei leider immer mehr an Qualität verlieren.

Im Prinzip startet die Handlung da, wo der vorhergehende Band aufgehört hat. Allerdings ist sie am Anfang etwas schnelllebiger und schwenkt schnell nach Hamblen um, wo dann der Rest der Handlung stattfindet.
Schnell wird klar, dass in der Stadt etwas im Argen liegt. Die vielen Toten sind auch fürs Mittelalter etwas hoch gegriffen. Und als die Sprache auf die Krankheit gekommen ist, mit ihren Begleiterscheinungen, war ich dann auch schnell bei der Pest. Die soll es aber nicht gewesen sein, sondern eine andere, wohl sehr ähnliche Krankheit. In jedem Fall hat sie auch etwas mit Ratten zu tun und stellenweise kam ich mir vor, als hätte Herr Hohlbein den Rattenfänger von Hameln hier etwas adaptiert. Nur hat er hier keine Flöte, sondern einen Dudelsack.
Stellenweise wird die Handlung wieder bis ins Kleinste beschrieben und gerade bei den Kampfszenen unnötig ausgeschmückt. – Ich habe mich daran gewöhnt und diese Stellen einfach etwas schneller überlesen. So wichtig waren sie für die gesamte Handlung nicht wirklich.
Die Handlung wird von Seite zu Seite seltsamer. Dass so ein Pfaffe die beiden weitgereisten Männer nicht leiden mag, kann ich ja noch irgendwie nachvollziehen. Aber was das dann alles mit den Schaustellern zu tun haben soll, von denen es wohl auch noch zwei Gruppen gibt, war mir von Anfang bis Ende ein Rätsel. Diente die Wahrsagerin wirklich wieder einmal nur dazu, für Andrej eine enttäuschte Liebe zu konstruieren?
Das Ende kam irgendwann und hat mich wirklich sehr enttäuscht. – Ich habe auf einen Abschluss für die Reihe gehofft. Auf die Beantwortung der vielen Fragen oder irgendwie einen Abschluss. – Aber den hat es hier nicht gegeben. Herr Hohlbein beendet das Buch mit einem beendeten Auftrag in einer Stadt, ohne der Reihe als Solches noch einmal irgendwie einen Daseinszweck zu geben.

Die Handlung setzt direkt im Anschluss zum vorhergehenden Buch ein. Es ist daher wirklich sehr notwendig, die Bücher der chronologischen Reihenfolge nach zu lesen. Ansonsten hat man so gut wie keine Chance, hier irgendwie einen Sinn in dem zu sehen, was die beiden Protagonisten erleben.
Diese Buch kam mir ein wenig vor, als würde ich eine Adaption zum Rattenfänger von Hameln lesen. Das Ding mit den Ratten, die für mich die ganze Zeit die Krankheit übertragen haben, war einfach zu groß, um es ignorieren zu können. Die Kreaturkleule, welche am Ende noch einmal einen übertriebenen Kampf eingebracht hat ist darüber fast untergegangen.
Die Schreibweise war wieder typisch Hohlbein. Dazu gehörten auch wieder einige Längen, in denen Sachen bis ins Kleinste erklärt wurden, obwohl man das für die Handlung nicht wirklich gebraucht hätte. – Allerdings war ich daran gewöhnt und habe dann den Text nur noch überflogen.
Das Ende hat mich absolut unzufrieden zurückgelassen. – Wie schon einmal gesagt, die Reihe selber ist für mich hier nicht beendet. Es könnte jederzeit weitergehen mit den Abenteuern dieser beiden Wesen.

Bewertung: 4 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Auch wenn es, allein von der Schreibweise, schlechtere Bücher in dieser Reihe gegeben hat, konnte mich hier ganz besonders das Ende nicht zufrieden stellen. Ich habe mir in jedem Fall viel mehr erhofft, als hier am Ende gekommen ist.

[Hörspiel] Geister-Schocker 100 – „Der Fluch der Hungersteine“

Autor: Andreas Masuth
Verlag: Romantruhe
Erschienen: 22. Juli 2022
Länge: 59 Minuten 12 Sekunden

Die Sprecher:
Cornelia Waibel
Jessica Walther-Gabory
Franziska Endres
Antje Thiele
Peter Lontzek
Bastian Sierich
Bernd Vollbrecht
Magdalena Helmig
Ulrich Matthies

direkt auf Spotfy anhören

Inhalt:

Drei Freundinnen machen den lang ersehnten Fahrradtripp quer durch die Natur. Eigentlich wollen sie ja die großen Touristenzentren meiden, aber aufgrund der Hitze kommen sie doch nicht umhin, da kurz Rast zu machen, wo sich Fulda und Werra treffen.
Durch die lange Trockenheit und die intensive Sonne, ist der Pegel der Flüsse stark gesunken, sodass in der Mitte der Werra die Hungersteine zum Vorschein kommen. Die Freundinnen untersuchen die Steine genauer und können eine Inschrift und eine scheinbar unversehrte Weinflasche finden.
Die erzwungene Rast lässt die Freundinnen eine Expertin für Altertümer zu Rate ziehen, damit sie die Flasche nicht illegal mit sich nehmen. Diese Frau läd sie auf ihr Schloss ein, wo man sich über einen Finderlohn einigen will.
Das Schloss ist groß und eindrucksvoll und für zwei der jungen Frauen soll sich der Traum erfüllen, hier nie wieder wegzumüssen. Denn die Bewohnerin des Schlosses ist nicht nur eine Expertin für Altertümer, sondern birgt auch ein altes und gefährliches Geheimnis.

Mein Hörerlebnis:

Es beginnt mit einem poetischen Vers über Fulda und Werra, von einer Frauenstimme vorgetragen. Mich persönlich hat diese Textstelle erst einmal in eine komplett falsche Richtung in der Zeit gelotst und ein wenig verwirrt. – Aber die Handlung, direkt im Anschluss, war wie ein Zeitsprung und hat mich in die richtige Zeit gelotst. Die Stimmung hellte sich auf und wurde zu einem munteren und fröhlichen Fahrradtrip dreier Freundinnen, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Sie necken sich, raufen sich aber auch immer wieder zusammen und irgendwie habe ich den drei Protagonistinnen die langjährige Freundschaft schon sehr gut abgekauft.
Die drei reden viel über Dies und Das und kommen dann auf die Wärme und den niedrigen Wasserstand der Flüsse zu sprechen. Und schon sind die großen Steine in der Mitte des Flusses entdeckt, welche sonst wohl komplett von Wasser eingeschlossen sind. – Ein bisschen weit hergeholt ist die Tatsache, dass in dem Loch, welches sich unter dem Wasserspiegel befindet, wirklich noch eine sehr alte Flasche versteckt ist. Aber für den Aufhänger der Story ist das wirklich sehr gut geeignet.
Die drei Frauen bergen also eine Flasche, in der sie Wein vermuten und sind sich zunächst uneinig, ob sie die Flasche behalten oder abgeben sollen. – Mir ist bewusst, dass man solche Funde mit Sicherheit irgendeiner Behörde übergeben muss, allerdings würde mir auch nicht bekannt sein, welche Behörde ich da jetzt einschalten muss. Es ist also nicht weiter verwunderlich, dass auch die drei Frauen zwar jemanden erreichen, im Grunde aber auf eine Betrügerin hereinfallen.
Zunächst einmal erscheint diese Frau, welche angeblich für die Altertumsbehörde arbeitet, als eine ganz normale, interessierte Frau, welche von dem Fund sehr begeistert ist. Sie ist nicht aufdringlich, macht einen auf Freundschaft und erkauft sich so das Vertrauen der drei jungen Frauen. Mir wurde klar, dass etwas nicht stimmt, als klar wurde, dass die Frau auf einer alten Burg oder einem Schloss wohnt und die drei dann auch noch einlädt, dort zu übernachten. Angeblich um ungestört über die Flasche, den Inhalt und eine angemessene Entschädigung zu reden.
So spät der Horror oder Grusel hier auch einsetzt, umso überraschender und heftiger kommt er daher. – Die Dame auf dem Schloss entpuppt sich als das, was sie ist. Die wahre Story hinter der Flasche, der Geschichte der Burg und dem Schicksal des Burgherren kommt ans Licht und ist, wie ich sagen muss, wirklich sehr gut gemacht. Ein blutiger und spannender Showdown ergibt sich, der mich dann noch einmal wirklich sehr gut gefesselt und großartig unterhalten hat.
Für meinen Geschmack, kam das Ende hier wirklich ein bisschen sehr plötzlich und vor allem mit einer Wendung in der Handlung, die noch einmal eine ganze Menge Stoff für weitere Handlung geboten hätte. Fast schade, dass die Folge hier dann auch schon wieder zu Ende war.

Fazit:

Auf jeden Fall mega gelungen, super unterhaltsam und einer Hundert durchaus angemessen. Weg sind Enttäuschung und überhöhte Erwartungen der vorangegangenen Folgen und da ist in jedem Fall wieder die volle Begeisterung für Horror und Grusel.
Der Aufhänger der Story ist ja mal richtig genial. Die Hungersteine liegen hier in Deutschland wohl öfter mal rum und faszinieren mich ab sofort komplett, sodass ich mich wohl etwas genauer darüber informieren werde. Daraus dann so eine Story zu machen, ist wirklich ein sehr genialer Geniestreich gewesen.
Ein moderner und zeitgemäßer Aufhänger der Story macht alles erst einmal zur leichten und unterhaltsamen Kost. Den Schauspielerinnen kaufe ich die langjährige Freundschaft sofort ab und die ganze Handlung wirkt erst einmal als das, was sie ist. Ein fröhlicher Ausflug mit dem Fahrrad.
Der Grusel und Horror setzt erst spät ein, dann aber umso faszinierender und glaubhafter. Dieser mit Schrecken behaftete Burgherr war wirklich grausam und faszinierend zugleich. Auch sehr geschickt gestaltet war die Art, wie die komplette Story erzählt worden ist. – Richtig genial. Genau so, stelle ich mir Geister-Schocker vor. Und nicht dieser Detektivmist.

Ich ordne dies Folge ganz oben in meiner ganz persönlichen Rangliste ein. Ich bin begeistert von der Story, von der Art, wie es umgesetzt worden ist und ich wünsche mir auf jeden Fall mehr in dieser Art!

[Hörbuch] Cornelia Lotter – „Die Schande der anderen“

Cornelia Lotter
„Die Schande der anderen“
Verlag: GD Publishing
EAN: 9-783-989-83020-2
Länge: 4 Stunden 5 Minuten
Sprecherin: Janna Ambrosy

– gehört im Mai 2025 –

Es war mal wieder Zeit für ein Hörbuch. Jeden Montag auf Arbeit, wird eins gestartet. Das macht den Montag fast zu einem Tag, auf den ich mich freue.

Klappentext:

Anneliese ist schon als Jugendliche recht freizügig mit ihrem Körper. Die Schule ist eher nicht so ihr Ding. Das kann ihr bei den Nazis zum Verhängnis werden. Wegen »angeborenem Schwachsinn« wird sie, die sich doch immer eine eigene Familie gewünscht hat, zwangssterilisiert. Doch das Verhängnis nimmt seinen Lauf. Als 1940 polnische Zwangsarbeiter auf das Gut kommen, auf dem sie als Landarbeiterin beschäftigt ist, verliebt sie sich in den sanften Pavel. Das bleibt nicht lange unentdeckt. Die junge Frau findet sich, kahlgeschoren, in einem mittelalterlichen Käfigpranger wieder. Zur Schau gestellt, angespuckt und beleidigt. Doch was wird aus Pavel? Eine wahre und berührende Geschichte aus der dunkelsten Zeit des letzten Jahrhunderts. (Quelle: Thalia.de)

Inhalt:

Anneliese hat eine typische Kindheit für diese Zeit. Auf dem Land fühlt sie sich lieber den Hühnern und Enten verbunden, als der Schule. In der Schule zeigt sie wenig Interesse und hat ihre Schwierigkeiten. Ihr Körper hingegen, weiß sie schon früh zum Verdienen des einen oder anderen Groschens einzusetzen. – Genau das wird ihr dann aber mit der Machtergreifung zum Verhängnis. Ein Nutznießer ihrer damaligen, unbedarften Freizügigkeit denunziert sie und sie muss sich von jetzt auf gleich einem IQ-Test unterziehen, der sie als schwachsinnig einstuft. Anneliese wird zwangssterilisiert und hat das zweifelhafte Glück, den Eingriff und die Folgen zu überleben.
Das Leben geht weiter. Anneliese tritt eine Stelle auf einem Landgut an, wo ihr die Arbeit Spaß macht. Sie lernt einen Mann kennen, der sie trotz ihrer Sterilisation heiratet und dann wird er an die Front eingezogen.
Ebenfalls auf dem Gut befinden sich polnische Zwangsarbeiter. Der Kontakt mit ihnen ist verboten, doch Pawel schleicht sich in das Herz von Anneliese. Sie kommen sich nah, zu nah und schon ist eine weitere Denunziation passiert.
Anneliese findet sich mit rasiertem Kopf am Pranger wieder. Wie im Mittelalter wird sie beschimpft und aus der Gemeinschaft ausgestoßen. – Jedoch ist ihr Schicksal vergleichsweise harmlos zu dem von Pawel.
Anneliese überlebt den Krieg, Pawel nicht. – Anneliese ist keine fiktive Figur. Genau dieses Schicksal gab es wirklich, nur dass die Namen geändert wurden.

Fazit:

Schon das Cover dieses Buches lässt nichts Gutes erahnen. Man sieht den mittelalterlichen Pranger, mit dem die Protagonistin dieses Buches unfreiwillige Bekanntschaft macht.
Was die Handlung angeht, hatte ich absolut keine Vorstellung, um was es gehen sollte. Mir war nur bewusst, dass Frau Lotter historische Romane schreibt und sich auf Geschehen im und rund um den Zweiten Weltkrieg spezialisiert hat. – Ich bin also recht unbedarft an die Sache herangegangen und hatte absolut keine Erwartung, was hier auf mich zukommen würde. Allerdings hat sich das Buch dann doch so Stück für Stück in meine Empfindungen geschlichen.

Zunächst lernen wir die Protagonistin als Kind kennen. Sie scheint ein typisches Landleben für diese Zeit zu führen. Sie mag eben das Federvieh, was ich jetzt absolut nicht als anstößig sehen würde. Warum denn auch. Dann kümmert sie sich eben darum, wenn es ihr so liegt. – Dass sie dann zunächst unter dem Druck ihres Bruders anfängt, ihren Körper für Geld herzuzeigen, habe ich jetzt auch noch nicht als Problem gesehen. Der Bruder schien mir ein Nazist zu sein. Gegen sowas kommt man nicht an. Wie soll es dann so ein kleines, unbedarftes Mädchen schaffen. Auch nicht, als der Bruder dann auch seine Freunde anbringt, habe ich dann ein Problem aufkommen sehen.
Dass die Protagonistin in der Schule nicht so zurecht kommt, war eben so. Sie war dann wohl schon immer eine Person, die lieber mit den Händen, statt mit dem Kopf arbeitet. Da ist absolut nichts dabei. – Wird aber aufgrund der Nazis dann zu Problem.
Die Stimmung bei diesem Test, den Annelies von jetzt auf gleich machen muss, war schon sehr bedrückend und ich habe sie bereits bei der Aktion T4 gesehen. – So schlimm war es dann nicht. Es wurde „nur“ eine Zwangssterilisation.
Das Leben geht weiter. Mit einer Stelle auf einem Landgut hat sie dann wohl für sich das große Los gezogen. Dass sie dann einen Mann bekommt, trotz ihrem Makel, war großes Glück und dass der Krieg dann zuschlägt, war abzusehen.
Die entstehende Zuneigung zu dem Zwangsarbeiter ist menschlich. Das daraus resultierende Schicksal für beide Beteiligten mehr als grausam. – Die Nazis und ihre Ideologie waren schon ein Kreuz und haben nicht nur andere Länder in Mitleidenschaft gezogen, sondern auch das eigene Volk.

Das Buch war am Anfang einfach harmlos. Im Laufe der Handlung habe ich anfangs immer mehr erahnt und später ist das dann zum Teil auch eingetreten. Harmlose kindliche Handlungen wurden später zum Problem, weil sich da jemand hervortun musste und die dann junge Frau denunziert hat. – Ab dann habe ich das ganze Buch über dieses Damoklesschwert über der Protagonistin hängen sehen. Und es hat wirklich noch einmal zugeschlagen …
Die Sprecherin hat alles in einem angenehmen Tempo vorgelesen. Unaufgeregt und doch irgendwie ergreifend hat sie dem Text durch ihre Art noch einmal eine gewisse Tiefe verliehen und zusätzliche Spannung aufgebaut.
Was Fiktion und was Wahrheit an dieser Geschichte war, klärt die Autorin in ihrem Nachwort auf. Und hier ging es mir durch Mark und Bein, als ich erfuhr, dass die Protagonistin das alles auch noch genau so erlebt hat.

Bewertung: 5 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Eine Geschichte, die durch Mark und Bein geht, eine Protagonistin, die das alles genau so erlebt hat und eine Sprecherin, die dem Text nur durch ihre Art noch einmal zusätzliche Tiefe verleiht. – Ein rundum gelungenes und ergreifendes Buchpaket.

Meine Woche 27. Kalenderwoche 2026

Geärgert:
Über diesen hinterhältigen Chef in meinem letzten Einsatz. Hinterfotziger geht es nun wirklich nicht mehr!

Gefreut:
Dass ich diesen Einsatz los bin.

Gedacht:
Mal sehen, wie das nun weitergeht.

Gefragt:
Bilde ich mir das ein, oder kam der Herbst in diesem Jahr irgendwie früh und vor allem plötzlich?!

Genervt:
Nein, so schlimm war es nicht.

Gefühlt:
Irgendwie zwischen zwei Stühlen. Auf der einen Seite war noch Urlaub, auf der anderen Seite die Gedanken um den Job.

positiv:
Ich hatte noch eine Woche Urlaub und habe diese, so gut es eben ging, genossen.

negativ:
Dass die Spritpreise wohl noch höher klettern sollen …

Gelitten:
Ein wenig an verspanntem Nacken, aber dagegen habe ich ja mein Massagegerät, was dann mal wieder öfter zum Einsatz kam.

Genossen:
Die Sonnenstrahlen und die Zeit, die ich mir einteilen konnte, wie genau ich das wollte!!!

Gewesen:
Hundegassi, im Planetarium, einkaufen, in der Zeitbude im Büro, auf dem großen Hörselberg

Getroffen:
Die Büroleute mal wieder, eine Tante, beim Gassigehen mit dem Hund

Gesucht:
In der Stadt, ein bestimmtes Buch.

Gefunden:
Dieses eine bestimmte Buch, was ich gesucht habe und einen Weg, den man auch mit dem Rad mal auf den Großen Hörselberg fahren kann.

Gelacht:
Jawoll

Geweint/Getrauert:
Nein, so schlimm war es nicht.

Gewundert:
Sollte man sich nicht eigentlich erleichtert fühlen, wenn sozusagen ein Knoten sich von selber aufdröselt?

Gegessen:
Buffett – beim Chinamann. – Ich bin da raus gerollt!!!

Genascht:
Süße Teile vom Bäcker. – Manchmal brauch ich das einfach.

Getrunken:
Wasser, Tee, Bier und Radler

Gegoogelt:
Ja, nach ein paar Daten über Autoren. Fürs Blog halt.

Gesehen:
„Schwarzes Gold“ auf NDR. – War nicht schlecht.

Gebastel/Gespielt/Gehandwerkt/Geschrieben:
Rezis halt

Getan:
viel gelaufen (mit dem Hund), Rad gefahren und im Buchladen rumgestöbert

Gelesen:
C.J. Archer – „Das Tagebuch des Magiers“ – Teil 4 der Reihe Glass & Steel
Jürgen Sester – „Die Surace Entdeckung“ – Teil 1 der Reihe Beyond Time

Gekauft:
3 Bücher, die nicht geplant waren, Lebensmittel und ein paar neue Freizeitschuhe

Gelernt:
Ehrlichkeit währt am gesündesten – so kann man das glaub ich ausdrücken

Geschenkt (bekommen):
Ein Essen beim Chinamann – von meinem Mann zum Burzeltag

Geschlafen:
Jep, viel, ausgiebig und gut

Geträumt:
Stellenweise echt stranges Zeug

Geplant:
Nächste Woche eine Spätschicht in der Metallbranche und nebenbei zwei wie so Vorstellungsgespräche für eventuelle weitere Einsätze. – Man wird sehen.

Fazit

Dritte und letzte Woche Urlaub. Konkret geplant hatten wir in dem Sinne eigentlich nichts weiter als Erholung, wie sie zu Hause eben möglich ist. Das führte dazu, dass wir mit dem Hund viel unterwegs waren und der dann am Mittwoch komplett fertig auf der Couch lag und freiwillig nicht mehr wirklich gelaufen ist. – Wenn man bedenkt, dass er im Dezember 8 Jahre alt wird, ist er ja auch eigentlich auch nicht mehr der Jüngste.

Da hatte ich im Urlaub immer mal wieder Magengrimmen, weil ich in den Einsatz zurück sollte, wo ich vor dem Urlaub war und dann schreibt dieser hinterhältige Produktionsleiter der Bude am Donnerstag Mittag eine Email an meine Zeitbude, dass er mich doch nicht mehr braucht. – Da lassen sie mich aber vor dem Urlaub den Spintschlüssel noch mitnehmen und alles. – Ich war nicht noch einmal dort, um den Schlüssel abzugeben. Hab dem im Büro abgegeben und die soll sehen, wie sie zurecht kommt.
Hintergrund der Abmeldung war die Tatsache, dass sie mir einen Schritt an der Linie gezeigt haben, wo ich hin sollte, den ich nicht machen konnte. Und zwar hätte ich regelmäßig in den so genannten Tränkraum gemusst. Problem an der Sache war aber die Wolke an Verdünnung oder Lösungsmittel, die in dem Raum stand, dass ich sofort meine Lunge gemerkt habe. Da habe ich das der Chefin dort gesagt, dass das wegen meinem Asthma nicht geht, ich keinerlei Facharzt, geschweigedenn nen Notfallspray habe. – Sie war der Meinung, dass sich da ne Lösung findet. – Der Chef hat sie dann wohl mit der Abmeldung gefunden.
Mir soll es egal sein. Ich habe mich in dem Einsatz von Vornherein nicht wirklich wohl gefühlt. Ich hatte die ganze Zeit sowas im Gefühl, dass da irgendwas nicht stimmt. Außerdem habe die die ganze Zeit, von Anfang an, wenn man so will, mit einer Übernahme förmlich herumgeprahlt. Wollten mich so bei der Stange halten. – Ich habe aber in meiner Zeit als Leiharbeiter schon früh gelernt, wenn die so mit einer Übernahme prahlen und werben, wird das eh nix. Garantiert nix!

Am Donnerstag waren wir dann noch einmal in Jena, was ja von uns aus eigentlich ganz gut fahrbar ist, mit dem Auto. – Wenn die Staus auf der Strecke nicht gewesen wären. Die hatten sich an dem Tag wohl gegen uns verschworen und haben einen Stau nach dem anderen produziert, dass wir fast noch zu spät gekommen sind, obwohl wir eine Stunde Puffer eingebaut hatten.
Wir waren jedenfalls im dortigen Planetarium, was frisch renoviert und modernisiert erst seit Juni diesen Jahres wieder auf hat.
So ein Planetarium ist ja am Ende nichts weiter als ein immersives Kino. Die Leinwand ist die runde Kuppel, man schaut also nach oben, nicht na vorne und es geht eben größtenteils explizit ums All, um die Sterne, die Raumfahrt … sowas eben. – Wir hatten so eine Art „Best off“ gebucht. Ein Film, der das komplette Programm einmal umreist und Einblicke in das gibt, was man sich hier so alles anschauen kann.
Ich muss mal sagen, das war definitiv nicht der letzte Besuch in dieser Einrichtung. Der Winter kommt bestimmt und besser als Kino ist das hier in jedem Fall!!!

Gestern habe ich mich dann spontan noch einmal allein auf meine Rad geschwungen. – Es gab da so einen Weg, den wollte ich erkunden. Ich wusste immer, dass es diesen Weg gibt, ich wusste aber bis gestern nicht, wo der hinführt. – Ich bin den also mit dem Rad gefahren. Mit dem E-Rad, ich will ja ehrlich sein. – Der Weg kam jedenfalls auf dem Großen Hörselberg raus. Das ist so eine Erhebung im Thüringer Land, wo eine Funkmasten und ein Gasthaus oben steht. Es ist ein Wander- oder Ausflugsziel mit guter Aussicht, was aber leider viel zu oft einfach mit dem Auto angefahren wird.
Durch die Gastroniem, welche hier wieder in Betrieb genommen wurde, ist es da oben leider nicht mehr so still, wie es mal war und irgendwie hat das Ganze seinen Reiz für mich verloren. – Aber ich weiß jetzt, wo der Weg rauskommt und ich bin sicherlich nicht das letzte Mal mit dem Rad da oben gewesen. Der Weg ist ein guter Test für die Kondition. *lach

Saturday Sentence – „Das Tagebuch des Magiers“

1. Nimm deine aktuelle Lektüre

India und Matt glaubten, sie müssten nur Chronos finden, um all ihre Probleme zu lösen. Doch der Uhrenmagier wirft ebenso viele Fragen auf, wie er beantwortet, und bringt noch dazu Schwierigkeiten mit. Um Matts magische Taschenuhr zu reparieren, brauchen sie das Tagebuch eines vor Jahrzehnten ermordeten Arztmagiers. Die Suche danach führt zu einem schmutzigen Geheimnis, in das zwei von Londons Handwerksgilden verwickelt sind. Als alte und neue Gegner auftauchen und ans Licht kommt, was lange verborgen war, müssen Matt und India besser zusammenarbeiten denn je.

Doch als sich zeigt, weshalb Indias Magie so stark ist, will sie weitere Magier an die Öffentlichkeit locken, während Matt die Magie verborgen halten will, um sie zu schützen.

Ihr Plan geht nach hinten los. Sein Plan löst sich in Luft auf. Und die Gefahr klopft an ihre Tür. (Quelle: Thalia.de)

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein „Saturday Sentence“ lautet. (Bei Ebooks Position 158)

„Ich ging zum Gildensaal der Wundärzte, nachdem ich Abercrombies Laden verlassen hatte“, fuhr er fort.

C.J. Archer – „Das Tagebuch des Magiers“ (Glass & Steele 4); EAN: 9-781-393-72100-0 

3. Und wie ist es bisher?
Die Reihe geht genau an der Stelle weiter, wo im vorangegangenen Band alles aufgehört hat. Die Handlung knüpft ganz genau an und erfordert unbedingte Kenntnis von dem, was im Vorfeld passiert ist. Glass & Steele schließen zwar irgendwie in jedem Buch den jeweiligen Fall ab, aber da hat es noch eine Art Nebenhandlung, die sich wohl über die komplette Reihe ziehen wird.

In jedem Fall bin ich wieder gut im viktorianischen London angekommen und kann mich zum Beginn der Reihe nur beglückwünschen. – Eine herrliche Unterhaltung zwischen Geschichte, cozy Crime, den gesellschaftlichen Zwängen jener Zeit und einer jungen Frau, die irgendwie sehen muss, wo sie bleibt. – herrlich das!

Fusselfreitag #330

Fussel geht Gassi …

… oder er zerrt an der Leine, wirkt leicht gehetzt, hat keine Ahnung, wo er seine kleine Nase als erstes hinstecken soll …
Fussel geht gern gassi, welcher Hund tut das nicht. Aber wenn es zu warm wird, macht ihm das dann auch keinen Spaß mehr. – Hier jedenfalls, war es ein feucht, schwüler Tag, der alles andere als angenehm war und schon hechelt er wie doof. – Wir haben aber, zum Glück, eine mobile Hundetränke, die wir dann immer dabei haben. Denn bei Pfützenwasser hat er sich ja auch immer ein bisschen.

[Hörspiel] Geister-Schocker 99 – „Im Taumel des Irrsinns“

Autor: Bob Collins
Verlag: Romantruhe
Erschienen: 20. Mai 2022
Länge: 1 Stunde 2 Minuten

Die Sprecher:

Helgo Liebig
Christian Stark
Martin Sabel
Sascha Draeger
Tanja Niehoff
Katja Brügger
Günther Karl
Regina Lemnitz
Jule Schülert
Melinda Rachfahl
Leonie Landa
Carsten Steenbergen
Felix Würgler
Jean Coppong
Marie Burghardt

direkt auf Spotify anhören

Inhalt:

Es beginnt wie ein ganz normaler Morgen. Die Familie hat nette Stunden im Park und mit den Kindern geplant, einzig der Vater muss noch geweckt werden. Allerdings treten dann wirklich sehr seltsame Ereignisse in Kraft.
Zunächst schlägt die Oma der Familie die Mutter der Kinder halb zu Tode, dass diese nur noch in einem Halbtran durch die Gegend taumelt. Den Kindern wird die heile Welt vorgegaukelt, was aber auch nur so lang gut geht, bis die Oma die Tochter der Familie vor aller Augen erwürgt und der Opa die Leiche des Mädchens auf einer Parkbank seltsamen Mächten der Unterwelt übergibt.
Jack Callum, hauptberuflich ein Reporter, wird aus einem Schäferstündchen gerissen, in der Hoffnung, dass er der Familie helfen kann. Aber auch der geistersehende Reporter stößt hier hart an seine Grenzen, trotzdem die Tante der Familie ihm so tatkräftig unter die Arme greift.

Mein Hörerlebnis:

Was soll ich sagen? – Ich habe mir diese Folge der Geisterschocker angehört und das sogar doppelt. Und doch konnte ich so gut wie nichts behalten, was da genau passiert ist.
Ich habe noch einen Familienmorgen im Kopf. Der Vater wird von seiner Frau geweckt und somit aus einem scheinbar schrecklichen Alptraum geholt. – Später stellt sich heraus, dass dieser Alptraum eine Art Vorhersage der kommenden Ereignisse dieses Wochenendes sein soll, aber alles in allem fand ich das am Ende dann doch sehr verwirrend.
Als Nächstes schlägt die Schwiegermutter wohl mit einer Bratpfanne auf ihre eigene Tochter ein. Diese ist im Anschluss wie besoffen, zumindest nach dem, was ich hier gehört habe. – Das Familienfrühstück soll aber ganz normal vonstatten gehen und den Kindern wird die heile Welt vorgespielt.
Als nächstes kommt der Reporter Jack Callum ins Spiel. Nebenberuflich macht er einen auf Geisterdetektiv und wird von einem FBI-Agenten um Hilfe gebeten, weil diesem in der Familie etwas nicht koscher vorkommt.
FBI und Detektiv arbeiten in diesem Fall zusammen und ich habe den Überblicke verloren, wer wann und aus welchem Grund gestorben ist. Ich habe nur noch im Kopf, dass es wohl eine weitere Szene gab, wo die Oma ihre Enkelin erwürgt hat. Der Junge und der Vater sollen aus dem Haus gebracht werden und die Mutter der Kinder ist wohl eh schon nicht mehr wirklich bei sich. – In jedem Fall schnappt sich der Großvater die Leiche seiner Enkelin und bringt sie zu einer Bank in einem Park, wo sie wohl irgendwelchen dunklen Mächten geopfert wird.
Diese Bank bringt Jack Callum dann auf eine Spur, die dann aber auch die Tante in Gefahr bringt. Genau die Frau, die bisher so etwas wie der ruhige Pol der Familie war, bringt sich nun selber in Gefahr, da sie glaubt, den Ursprung der bösen Mächte zu kennen. – Dieser vermeintliche Ursprung wird dann auch erklärt, allerdings sehe ich da keinen Zusammenhang. Wenn die verstorbene Vorbesitzerin des Hauses im Testament festgehalten hat, dass das Haus an den Familienvater verkauft werden soll, warum sollte sie sich dann jetzt aus dem Jenseits heraus an der Familie rächen wollen. Das ergibt doch alles überhaupt keinen Sinn.

Fazit:

Ein Durcheinander aus Einerlei mit Jack Callum und sensationsheischenden geisterhaften Dämonenerscheinungen, die am Ende zwar einen Ursprung bekommen, der sich für mich aber absolut nicht erschließt. Auf diese Art und Weise hatte ich hier lediglich ein wildes Gemetzel innerhalb der Familie. – Nicht mehr und auch nicht weniger.
An Schauspielern hat ja, aufgrund der vielen handelnden Personen, eine ganze Reihe mitgewirkt. Die haben ihren Job auch gut gemacht, aber am Ende können auch diese Leute nur das spielen und zeigen, was im Script steht. Somit waren ihnen hier wohl die Hände gebunden. – Ich hätte gesagt: Die haben Dienst nach Vorschrift gemacht. – Einzig die Mutter der Familie fand ich etwas übertrieben dargestellt. Als sie die Verletzungen erlitten hat, klang sie mehr, als hätte sie sich mal mit Alkohol voll getankt. Nicht so, als hätte sie Schmerzen und wäre geschockt.
Ich habe mir diese Folge angehört, sogar doppelt, um irgendwie einen Sinn in der Handlung zu finden, das war mir aber nicht möglich. Am Ende stellt sich die Handlung hier wirklich nur als sinnloses Sterben und Gemetzel dar und lässt mich mit vielen Fragezeichen am Ende zurück.

Ich ordne diese Folge ganz unten in meiner ganz persönlichen Rangliste ein und hoffe einfach, dass die innerhalb der Serie zwischendurch mal wieder so etwas wie einen Volltreffer landen. Schön wäre es ja schon.

[EBook] Rose Snow – „Band 2 der Gefühle“

Rose Snow
„Band 2 der Gefühle“
Reihe: 8 Sinne (2)
Verlag. Selfpublishing
ISBN: 9-783-746-06214-3
Länge: 237 Seiten

– gelesen im Mai 2025 –

Ich weiß noch nicht, was ich von der Reihe halten soll und wo das alles hinführen soll. Aber ich habe die Bücher gekauft, als werde ich sie auch lesen.

Klappentext:

Tauche ein in die Welt der 8 Sinne: Wut. Ekel. Trauer. Wachsamkeit. Freude. Erstaunen. Vertrauen. Angst. Welches Gefühl ist Deines?
Nach der Wächterprüfung geht für Lee die abenteuerliche Reise mit Ben weiter, die sie nicht nur quer durch das Land der roten Wut führt, sondern auch noch in höchste Gefahr bringt … (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt:

Lee stolpert erst einmal gerade so noch rechtzeitig in ihre Wächterprüfung. Nach einer wahren Sandschlacht, kann sie diese auch bestehen sich jetzt wirklich als Wächterin bezeichnen. Sie hat ihren Wächterstab und kann mit ihm agieren und sich und andere verteidigen.
Jedoch muss sie feststellen, dass ihre Reise mit Ben noch nicht zu Ende ist. Sie erhält neue Informationen, sie kann ihre komplette Prophezeiung erfahren und trifft dann, auf der Suche nach ihrem Informanten wieder auf Ben. – Dieser hat in der Zeit seinen eigenen, nicht sehr rühmlichen Weg verfolgt.
Gemeinsam machen sich Ben und Lee wieder auf den Weg. Dabei müssen sie das knallrote Wutland durchqueren und gehen dabei ein sehr hohes persönliches Risiko ein.

Fazit:

Die Cover haben durch die große, alles dominierende Acht einen sehr hohen Wiedererkennungswert. Im Fall von Band zwei war alles in Blau gehalten. Ansonsten sieht man die beiden Protagonisten als Schattenfigur und ansonsten hat es noch die notwendigen Angaben für ein Buchcover.

Die Story selber baut sehr stark auf den ersten Band auf. Sie geht genau da weiter, wo der erste Band aufgehört hat. Es ist daher unbedingt erforderlich, die Reihe in der chronologischen Reihenfolge zu lesen.
Was die Handlung angeht, erlebt man hier eine klassische Heldenreise. Allerdings in einer Welt, die man sich auch erst einmal ausdenken muss. Aufgeteilt in acht Gefühle, hat jedes Gefühl so sein eigenes Teilstück der Welt und seine ganz eigenen Tücken. In diesem 2. Band reisen sie durch die Wutwelt und machen hier Bekanntschaft mit einem Vulkan, der auf Wut reagiert. Dem kaum entkommen, bricht ein Geysir aus, weil sie ihre Wut offen gelebt haben und bedeckt sie mit ihrem Wasser. Aber der Geruch hinterlässt bleibenden Eindruck.
Stellenweise kamen mir die Handlung und die Welt dann doch ein bisschen zu abgedreht vor, dass ich das Ziel aus den Augen verloren habe. Aber das hat sich schnell wieder gegeben.
Im Grund wird alles in einem einzigen Handlungsstrang abgehandelt. Hier wird alles so genau erklärt, dass ich stellenweise das Gefühl hatte, die Handlung würde deswegen stehenbleiben. Die andere Seite der Medaille ist aber, dass diese Erklärungen hier wirklich notwendig sind. Denn die Welt muss erklärt werden. Ansonsten macht das alles keinen Sinn.

Ich hatte zum Teil Kopfkino zum anderen Teil aber auch Kopfschmerzen von Schütteln. Zum Teil hätte der Stoff hier auch wirklich einfach nur eine Drogenfantasie sein können. – Die Autorin hat hier auf jeden Fall eine ganze Menge Einfallsreichtum walten lassen, bei der Gestaltung der Welt. Und wenn man sich so etwas einfallen lässt, dann macht man da klar mehrere Bände daraus.
Die Faszination geht hier wirklich von der Welt aus, alles andere ist fast schon Nebensache. Aber trotzdem hat die Autorin hier wirklich krass gegensätzliche und irgendwie interessante Charaktere erschaffen. In besonders unangenehmer Erinnerung bleibt mir hier die Tussi beim Training und bei der Prüfung. Das war ein Stück Buch, was mich zu sehr an meine eigene Schulzeit erinnert hat. Ben hingegen, bleibt seiner arroganten und selbstgerechten Art treu und Lee ist mehr als einmal der Verzweiflung nahe. Die vollbringt hier wieder eine mentale Höchstleistung.

Bewertung: 4 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Zu einhundert Prozent konnte mich das Buch nicht überzeugen. Dazu war mir die Konstruktion der Welt stellenweise dann zu wild. Aber ich habe der Handlung gut folgen können und auch ein paar Emotionen erlebt. Das lässt hoffen.

[Hörspiel] Geister-Schocker 98 – „Ein Irrer jagt Rick Masters“

Autor: Andrew Hathaway
Verlag: Romantruhe
Erschienen: 25. März 2022
Länge: 1 Stunde 5 Minuten

Die Sprecher und ihre Rollen:

Christoph Memmert
Patrick Bach
Reent Reins
Martin Sabel
Werner Wilkening
Sven Matthias

direkt auf Spotify anhören

Inhalt:

Rick Masters, der Geisterdetektiv, wird von seinem Freund in einen Fall hineingezogen, bevor dieser überhaupt Anlass hat, eine Verhaftung zu befürchten. Es ist klar, dass die Verdachtsmomente hier auf der Hand liegen, aber irgendwie war die Sache von Anfang an nicht ganz koscher.
Es kommt, wie es kommen muss. Der Geisterdetektiv muss sich mit dem FBI arrangieren, weil ein hochrangiger Militärangehöriger in Pension sein Leben lassen musste. – Es stellt sich heraus, dass er angeblich im Besitz des weltgrößten Diamanten gewesen wäre, welcher seinen Neffen aus den Schulden hätte holen können.
Der Diamant entpuppt sich als Bergkristall und der Fall als nicht so einfach. Der vermeintliche Täter scheint sich erst einaml, durch seine ständigen Ausbrüche, hochgradig verdächtig zu machen und aus der Nummer nicht mehr raus zu kommen. Aber wie kann es sein, dass ein ermordeter Mann immer und immer wieder in Erscheinung tritt und am Ende Rick Masters zum Opfer werden soll, wo er doch anfangs nur helfen sollte.

Mein Hörerlebnis:

Der Anfang war ja mal spannend. Da hat man diesen alten Mann, der seine Memoiren auf ein Tonband diktiert, scheinbar friedlich lebt er sein Rentendasein und tut eigentlich keiner Fliege etwas zuleide. – Aber der Mordfall, der dann geschieht, ist ganz offensichtlich nicht einer der Mordfälle, die das FBI mal eben so zwischendrin aufklärt. Hinter der Sache steckt mehr.
Der Mord selber ist übrigens wirklich sehr interessant dargestellt und hat mich fasziniert.
Alles, was danach kam, war nicht unbedingt faszinierend, sonder eher verwirrend. Rick Masters – schon mal ein Fall von Enttäuschung auf meiner Seite – wird von einem wohl Kumpel um Hilfe gebeten. – Die beiden treffen sich in einer Kneipe, führen ihr Gespräch und schon war mir klar, dass hier etwas nicht stimmt. Klar, die genannten Verdachtsmomente leuchten schon ein, aber in dem Moment muss ich eben mit einem gesunden Alibi um die Ecke kommen und schon kann auch ein FBI mich nicht zum Täter stempeln.
Der Fall entwickelt sich so weiter, wie wir es von Rick Masters gewohnt sind. Er beginnt die Ermittlungen, kollidiert mit dem FBI und arbeitet am Ende doch mit dem Beamten zusammen. – Wobei sein Mandant dann wohl nicht mehr länger sein Mandant ist, denn Rick fühlt sich belogen und will den Fall eigentlich abgeben, was ihn dann aber irgendwie auf des Rätsels Lösung bringt. Oder zumindest auf den Weg dahin.
Der verdächtigte Neffe wird in eine Nervenheilanstalt gebracht, bricht dort mehrfach aus, auf welche Weise auch immer, und verfolgt seinen Plan. Erst das bringt die Ermittler auf diesen seltsamen Stein, der zunächst ein Diamant sein soll, sich dann aber als Bergkristall herausstellt. – Dieser Stein scheint irgendwelche magischen Fähigkeiten zu besitzen, die dem Besitzer unheimliche Macht verleihen sollten. Aus diesem Grund musste der Onkel wohl auch sterben, weil der Neffe den Stein haben wollte. – Aber als er ihn dann wohl besessen hat war er jetzt auch nicht besonder mächtig, dass es nennenswert gewesen wäre.
Ab einem gewissen Punkt wird Rick Masters selber zum Gejagden, weil er dem Onkel und seinem Neffen wohl durch sein Einschreiten irgendwas versaut hat. – Aber so wirklich ersichtlich war die Sache nicht. Aber erst zum Ende hin kommt dann die Erlösung und der Fall wird irgendwie aufgedröselt.

Fazit:

Der Titel hat mich ja von Anfang an in eine vollkommen falsche Richtung gelenkt. Rick Masters wird zwar gejagd, so zum Schluss hin. Aber eben nicht von einem Irren, sondern augenscheinlich von einem Geist, der in einen menschlichen Körper gefahren ist und dieser Mensch wird dann als irre abgestempelt. Nicht die feine englische Art, aber zumindest das, was man hier als irre abstempelt.
Der interessante Anfang wird schnell durch die pure Verwirrung abgelöst, sodass ich in der ganzen Handlung hier nicht wirklich Spannung hätte finden können. Das war einfach eine Aneinanderreihung von Drogenfantasien. Nicht mehr und nicht weniger.
Die Schauspieler haben einen guten Job gemacht und der Rest war pure Technik. – Wobei ich mir hier eine bessere und ausgiebigere Untermalung mit Geräuschen gewünscht hätte.
Dass der Fall am Ende aufgeklärt und irgendwie gelöst wird, war klar, aber hier hat mich nicht nur das Ende, sondern die gesamte Folge so überhaupt nicht zufrieden gestellt.

Ich ordne diese Folge ganz unten in meinem persönlichen Ranking ein. – Ganz ehrlich, diese Folgen in der Folge reisen das Niveau der gesamten Reihe komplett runter.