Fusselfreitag #329

Fussel will (seit Neuestem) mit auf den Sessel

Wie man unschwer erkennen kann, hatte Fussel hier gerade vorher seinen Spaß auf der noch vom Regen feuchten Wiese. Nun ist er rechtschaffend müde und möchte unbedingt mit auf meinen Lümmelsessel. – Problem an der Sache ist nur, dass er allein nicht hoch kommt. Er steht also mit den Vorderpfötchen abtestützt am Fußende und wartet auf die Dinge die da kommen.
Ok, ich habe ihn dann hoch genommen, er hat sich zwischen meinen Füßen zusammengerollert und den Schlaf der Gerechten geschlafen 🙂

[Hörspiel] Geister-Schocker 97 – „Hotel der lebenden Leichen“

Autor: Bob Collins
Verlag: Romantruhe
Erschienen: 11. März 20221
Länge: 1 Stunde 14 Minuten

Die Sprecher und ihre Rollen:

Katja Brügger
Mark Bremer
Ingo Abel
Tanja Dohse
Reent Reins
Werner Wilkening
Peter Weis
Patrick Steiner
Detlef Tams
Dagmar Bittner
Tom Steinbrecher
Martin Sabel
Jean Copping
Melinda Rachfahl
Paul Burghardt

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Inhalt:

Peter Ball ist Hobbydetektiv und begleitet ein befreundetes Ehepaar an die See, wo sie in einem ruhigen und abgelegenen Hotel einen gemütlichen Urlaub verbringen wollen. Doch schon von Anfang an werfen seltsame Ereignisse ihre Schatten voraus, als ein Pensionär plötzlich behauptet, seinen Freund am Strand ermordet zu haben.
Was zunächst nach einer geistigen Umnachtung aussieht, stellt sich schnell als eine Art Untotenseuche heraus, der immer mehr Gäste und Angestellte des Hotels zum Opfer fallen. Die Frau des berühmten Schauspielers, den Ball begleitet hat, fällt dem seltsamen Wesen auch fast zum Opfer, kann ihm aber wohl noch einmal gerade so von der Schippe springen.
Als fast das ganze Hotel von den Untoten regiert wird, ist es fast zu spät, doch Ball und sein Freund bilden die letzte Bastion und sind fest entschlossen, nicht hier und an dieser Stelle sterben zu wollen.

Mein Hörerlebnis:

Zu Beginn wohnt man einem wirklich seltsamen Ereignis bei, wo einem wohl eine seltsame Sage erzählt werden soll, von einem Mann, der auf einer Insel des Dämons sein Leben lässt und ein untotes wieder bekommt. – Wie es immer so ist, ist so ein frisch gebackener Untoter natürlich bluthungrig ohne Ende und braucht nicht lang, bis er sein erstes Opfer zwischen den Fingern hat.
Unterdessen kommen ein Schauspieler und seiner Frau im Hotel an und wollen nichts weiter als ein paar ruhige Tage verleben. Unter dem Hype um den ach so beliebten Schauspieler, geht ganz nebenbei fast noch eine Ehe flöten. Meiner Meinung nach ist diese Szene viel zu kindlich gestaltet. Ich glaube nicht, dass sich eine erwachsenen Frau so denunzierende ihrem Mann gegenüber verhalten würde.
In jedem Fall nimmt so langsam aber sicher das schleichende Grauen das Zepter in die Hand und mehr und mehr Leute müssen ihr Leben lassen, um als untoter Mensch wieder in Erscheinung zu treten und für das seltsame Wesen neue Opfer zu finden. Schleichend, nicht merklich, greift das Grauen so um sich, bis nur noch vier Personen übrig sind, die gegen dies Übermacht antreten könnten.
Irgendwo, mitten in der Handlung kommt dann noch ein seltsamer magischer Ring ins Spiel, der mich dann insoweit verwirrt hat, dass ich diesen Ring eigentlich bei einem ganz anderen Charakter verortet hätte. – Naja, es kommt, wie es kommen muss. Der Ring kann beim Kampf gegen die Wesen noch einmal gut unterstützen und und einige wirklich eindrückliche Kampf- und Fluchtszenen schmücken die Handlung aus. – was ich von dem Ende dieser Folge halten soll, weiß ich nicht, nehme es jedoch, der Einfachheit halber, einfach so hin, wie es eben ist.

Fazit:

Im Grunde war der Stoff nicht schlecht. Nur die Szenen mit dem seltsamen Wesen und seiner Entstehung und Erscheinung waren für meinen Geschmack etwas verwirrend. Den Erzählung um die Insel des Dämons nach, hätte allein das fast schon eine eigene Folge oder Kurzgeschichte ergeben. Darauf hätte man ja dann die Geschichte im Hotel aufbauen können.
Das Ende war für mich insofern nicht zufriedenstellend, dass ich keine Ahnung hatte, was nun aus den ganzen Untoten geworden ist. Haben die wirklich alle noch einmal getötet oder sind da welche übrig geblieben. Und das Wesen? Ist das für alle Zeiten besiegt oder gehört ihm jetzt quasi das Hotel?! – Fragen über Fragen, die für mich die Handlung komplett in den Schatten stellen.
Die Schauspieler haben einen guten Job gemacht, können am Ende aber auch nur das spielen, was im Script steht. Somit hat für mich der Autor hier nicht unbedingt gute Arbeit geleistet. Ich gehe sogar so weit, dass ich sage, dass dieser Stoff hier komplett verschwendet ist.

Ich ordne diese Folge im unteren Mittelfeld meines ganz persönlichen Rankings ein und sage, dass es gut ist, wenn man diese Folge einmal gehört hat. Mehr bedarf es allerdings nicht.

[Hörbuch] Cornelia Lotter – „Die falsche Heimat“

Cornelia Lotter
„Die falsche Heimat“
Verlag: GD Publishing
EAN: 9-783-690-60781-0
Länge: 6 Stunden 42 Minuten
Sprecherin: Lydia Wilke

– gehört im Mai 2025 –

Cornelia Lotter entpuppt sich bei jedem Buch etwas mehr als eine Autorin, die wirkliche Zeitgeschichte zu mehr als fesselnden Romanen macht.

Klappentext:

Veronika findet einen eingemauerten Koffer auf dem Boden ihres Elternhauses. Darin Briefe und Dokumente. Doch warum hat ihre Familie den Koffer so gut versteckt? Bei einer der Montagsdemonstrationen, an denen sie seit einigen Jahren teilnimmt, lernt sie den Fotografen Bernd kennen, der sie durch seine Fragen zwingt, sich kritisch mit ihren Ansichten auseinanderzusetzen. Auch der Inhalt des Koffers lässt bestehende Gewissheiten ins Wanken geraten. Dadurch ändert sich Veronikas Sicht auf die Menschen am Rande der Gesellschaft, mit denen sie als Angestellte im Jobcenter täglich zu tun hat.
Die Autorin Cornelia Lotter verknüpft in ihrem neuen Roman die leider wieder aktuelle Thematik der Flucht mit historischen Ereignissen, die selbst in der Enkelgeneration noch nachwirken. (Quelle: Thalia.de)

Inhalt:

Veronika hat ihr Elternhaus verkauft, lebt ihr Leben als Single, geht nach ihrer Arbeit im Jobcenter jeden Montag auf die Montagsdemonstrationen und hat stellenweise sehr harte Ansichten, was die Flüchtlinge und ihren Aufenthalt und ihr Verhalten in diesem, unserem Land angeht.
Die Käufer des Hauses haben, bei Renovierungsarbeiten, einen eingemauerten Koffer voller Schriftstücke und Briefe gefunden, den sie Veronika aushändigen. Die Briefe sind stellenweise in Sütterlin geschrieben, eine Schrift, die sie nicht lesen kann.
Am Rande einer Demonstration lernt sie Bernd kennen. Ein Fotograf, der sich auf freundschaftliche Art und Weise an sie heranmacht und sie durch angeregte Gespräche und geschickte Fragen über ihre Ansichten nachdenken lässt.
Die Schriftstücke im Koffer entpuppen sich als Briefe, aus der Zeit des 2. Weltkrieges und der Zeit danach. Sie lassen Veronika vieles teilweise Erschütterndes über ihre Familie und ihre Vergangenheit erfahren. Veronika glaubt nun zu wissen, warum das Verhältnis zwischen Mutter und Großmutter so angestammt war und woher der asiatische Einschlag in ihren eigenen Gesichtszügen kommt.

Fazit:

Ich habe dieses Buch in meine Hörliste gepackt, weil ich mir einfach Cornelia Lotter als die Autorin ausgesucht habe, deren Bücher ich jetzt so nach und nach Durchören möchte. Und auch hier bin ich mal wieder nicht enttäuscht worden. Auch hier hat sie wieder ein geschichtliches Thema aufgegriffen und einen interessanten Roman daraus gemacht, der mich einmal mehr wieder über eigenes Geschichtswissen hat nachdenken lassen.

Die Protagonistin entpuppt sich als Jobcenterangestellte, die durch die Wende ihr komplettes Leben noch einmal hat umkrempeln müssen. Sie musste die Schulbank drücken und steckt jetzt in der Tretmühle des Jobcenters fest und hat jeden Tag anderssprachige Leute vor sich, in ihrem Büro sitzen, welche nichts weiter als Geld vom Staat wollen. – Veronika muss es ihnen ja genehmigen, das diese Leute ganz genau zu wissen scheinen, was ihnen zusteht.
Dass Veronika dann auch zu den berühmt, berüchtigten Montagsdemos geht, ist ein sehr interessanter Fakt, der diese Figur noch einmal an Tiefe gewinnen lässt. – Ihr Gedankengänge über Flüchtlinge im Allgemeinen und straffällig gewordene im Besonderen, bekommen hier gut Raum.
Dann kommen der Koffer und Bernd ins Spiel. Gefühlt gleichzeitig stoßen der Inhalt und der Mann eine Lawine an Erkenntnissen und Ereignissen an, die ich als sehr interessant empfunden habe. Auch wenn die vorgelesenen Briefe und das Tagebuch von der Autorin selber erstellt worden sind und genau so wohl nie existiert haben, sind sie doch irgendwie Zeitzeugen jener Zeit und dem, was die Menschen da erlebt und durchgemacht habe. Am Schicksal einer Familie wurde das komplette Leben einer heute lebenden Person noch einmal kräftig durcheinandergewirbelt.

Das Buch hat mich auf seine ganz eigene Art und Weise gefesselt. Die Spannung kam hier nicht durch knallharte Action oder Blut, sondern wirklich durch die Gedankengänge einer Person, die mehr und mehr über sich, ihre Familie und das damalige Leben und Sterben erfahren hat. Fast nebenbei werden einige offene Fragen aufgeklärt und am Ende kommt dann der totale Hammer.
Der Einfluss dieses Bernd war wirklich sehr geschickt gestaltet. Lange Zeit war nicht klar, warum er den Kontakt zu dieser älteren Frau hält und ob das nicht eine sehr ungewöhnliche Beziehung wäre. Aber eigentlich macht er es richtig. Er lernt die Frau auf freundschaftlicher Basis kennen und lässt sich Zeit.
Die Sprecherin des Buches liest wirklich sehr angenehm. Das Tempo war angemessen und lies mir dabei genügend Zeit, über das nachzudenken, was ich da eigentlich gelesen habe. – Im Zusammenhang mit dem Stoff und der Aufmachung. Ich weiß nicht wirklich, wie ich ausdrücken soll, dass mich das Buch komplett gecatcht hat.
Die Lauflänge ist angenehm und hat genau für eine Schicht gereicht. Unterbrechungen waren nicht nötig, wären aber mit Sicherheit hochgradig unwillkommen gewesen.

Bewertung: 5 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Ein historischer und nicht historischer Roman, der mich aber sowas von gut unterhalten hat, dass ich fast nicht glauben konnte, dass auch die vorgelesenen Dokumente „nur“ von der Autorin erstellt worden sind. Ein wirklich hochgradig interessantes Buch, dass mich selber noch einmal zum Nachdenken gebracht hat.

Lesemonat August 2026

66/100
Clive Cussler – „Projekt Nighthawk“
(Kurt Austin 14) – 417 Seiten
Ein unbemanntes Fluggerät wird bei seiner Rückkehr auf die Erde entführt. Was zunächst nach der Suche nach dem Fluggerät selber aussieht, entpuppt sich schnell nach der Jagd einer Ladung, die es nicht nur energetisch aber mal mehr als in sich hat.
Spannend, voller interessanter Kopfkinobilder und allein die Vorstellung, wenn es das Zeug wirklich gäbe. Wahnsinn!!!

67/100
Nick Thacker – „Das Erbe von Siwa“
(Ben Bennett – 12) – 356 Seiten
Ben in Gefangenschaft, die Chefs der Gruppierung entweder verstorben oder in einem ganz persönlichen Loch. Irgendwie muss diese Situation dann doch wieder gerade gebogen werden. Eine actionreiche Rettungsaktion bringt zunächst einen Erfolg, endet dann aber in einer persönlichen Katastrophe für den Geretteten.
Kurzweilig und spannend, genau so, wie ich es von der Reihe gewohnt bin und liebe.

68/100
C.J. Archer – „Das Gift des Drogisten“
(Glass & Steele 3) – 263 Seiten
Weiter geht die Suche nach Chronos und die immer deutlicher werdende Zuneigung zwischen India und ihrem Arbeitgeber.
Das viktorianische London tut sein Übriges für eine gelungene cozy crime-Story.

69/100
D.K. Berg – „Die Prophezeiung der Dämmerung“
(Düre 3) – 565 Seiten
Ein großartiges Finale, einer großartigen Trilogie, in dem es für den Protagonisten noch einmal um alles geht. Sein Leben ist von mehreren Seiten bedroht und doch behält er sein Ziel vor Augen und zieht sein Ding durch.
Ein großartiges Kopfkino hat meine Lektüre begleitet und durch die gigantischen und bunten Bilder im Kopf noch spannender gemacht.

70/100
Zach Bauer – „Die Ankunft“
(Morbus Dei 1) – 258 Seiten
Eine historisch angesiedelte Geschichte, welche mit einem wirklich großzügigen Hauch Fantasy gewürzt ist, dadurch für mich aber nicht wirklich interessanter wurde. Im Grunde eine kleine Erzählung über eine eingeschworene Dorfgemeinschaft, die ein scheinbar fürchterliches Geheimnis hütet.
Mich hat weder Story noch Schreibweise abgeholt und werde die Fortsetzungen dieser Trilogie auf keinen Fall auch nur kaufen.

71/100
Jennifer Alice Jäger – „Witches of Norway“
– 775 Seiten
Ein Sonderangebot, mit allen drei Bänden in einem Buch, bei dem ich mal wieder zugeschlagen habe, ohne nur im Ansatz zu ahnen, dass hier eine eigentlich gute Story mal wieder mit Liebe, Sex und Zärtlichkeit verhunzt worden ist.
Große Rede, nix dahinter. Diese drei Bücher waren für mich nichts weiter als der absolute Reinfall.

72/100
Ansgar Thiel – „Network“
– 512 Seiten
Ganz anders, als ich es erwartet habe. Im Grunde ein ganz normaler und stinklangweiliger Krimi, der in der Masse sehr gut verschwinden kann.
Wenn man das Buch nicht gelesen hat, hat man absolut nichts verpasst.

das macht gesamt:
3.146 gelesene Buchseiten/im August – 24.283 Buchseiten/2026
0 Stunden02 Minuten Hörbuch/Aguust – 71 Stunden 56 MinutenHörbuch/2026

Bücher auf dem SuB hinzu gekommen:
Romy Herold – „Ritter Sport – Ein Traum von Schokolade“
S.T. Abby – „Du sollst dich fürchten“ (Lana-Myers-Reihe 1)
Annika Strauss m. Sebastian Fitzek – „REM“
C.J. Archer – „Das Tagebuch des Magiers“ (Glass & Steele 4)
Lisa Graf – „Zwei Rivalen ein Traum“ (Lindt & Sprüngli Saga 2)
Bonnie Garmus – „Eine Frage der Chemie“

Gelesene Bücher vom SuB:
Clive Cussler – „Projekt Nighthawk“ (Kurt Austin 14)
Nick Thacker – „Das Erbe von Siwa“ (Ben Bennett – 12)
C.J. Archer – „Das Gift des Drogisten“ (Glass & Steele 3)
D.K. Berg – „Die Prophezeiung der Dämmerung“ (Düre 3)
Zach Bauer – „Die Ankunft“ (Morbus Dei 1)
Jennifer Alice Jäger – „Witches of Norway“
Ansgar Thiel – „Network“

Jetzt habe ich noch 113 Titel auf meinem Stapel ungelesener Bücher!

Am Anfang des Monats bin ich ja, was Bücherkauf angeht ein wenig eskaliert. – Ich hatte einen 40 Euro Gutschein liegen, den mir mein AG mal hat zukommen lassen. Den sollte ich, laut meinem Mann, in Büchern umsetzen. Da ich also zu dieser Zeit ein wenig ganz schön ein Durcheinander in meinem Leben hatte, dachte ich, ich beruhige mich damit mal ein wenig. Und siehe da, es hat funktioniert.
Außerdem bin ich in den Sommerurlaub gestartet, wo es am Urlaubsort auch ungeplant zwei Bücher gegeben hat, die ich mir einfach mitnehmen musste. Die haben mich sprichwörtlich angegrinst!

[Hörspiel] Geister-Schocker 96 – „Das Phantom von Xanten“

Autor: G. Arentzen
Verlag: Romantruhe
Erschienen: 19. November 2021
Länge: 58 Minuten 23 Sekunden

Die Sprecher:

Sascha Rotermund
Marie Bierstedt
Karen Schulz-Vobach
Dagmar Bittner
Ingo Abel
Matthias Ubert
Christin Deuker
Melinda Rachfahl
Franciska Friede
Robert Kerick
Sonitha Sodhi

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Inhalt:

Eigentlich wollte die junge Frau zu einem Fototermin, musste diesen Entschluss jedoch mit dem Leben bezahlen. – Schnell wird klar, dass es sich hier nicht um einen normalen Mord handelt, sondern etwas Paranormales dahinter steckt. Der Täter möchte unbedingt mit Christoph Schwarz sprechen. Er zeigt sich nicht und macht sich nur durch eine geisterhafte Stimme bemerkbar.
Christoph Schwarz, der Detektiv des Übersinnlichen, hat inzwischen die Burg gekauft, auf der er bisher immer nur gewohnt und gearbeitet hat. Sofort, als er von den seltsamen Ereignissen erfährt, hat er einen Verdacht, womit die Sache zusammenhängt. Ihm ist klar, dass er keine seiner Frauen mitnehmen kann, da diese in großer Gefahr wären.
Belinda, der Hausgeist der Detektei, erhält ihre erste offizielle Einsatzbeteiligung und macht ihre Sache hervorragen. – Christoph Schwarz lag mit seinem Verdacht ganz richtig und kann so, dann aber doch mit der Hilfe seiner Frauen, den Fall fürs erste lösen. Den Geist selber ist er aber wohl noch nicht los.

Mein Hörerlebnis:

Was war der Anfang gut. Es geht gleich voll rein in die Spannung. Es kommt sehr gut rüber, dass sich da eine junge Frau an einen wirklich gruseligen Ort verirrt hat und ganz offensichtlich einem Betrüger aufgesessen ist. Die Zeichen sprechen einfach dafür. Dass sie es dann aber mit einem Geist zu tun bekommt, der ein Messer aus dem Nichts erscheinen lassen kann und der diese Frau dann tötet, damit habe ich nicht gerechnet.
Es geht weiter, indem die Handlung in die Detektei des Christoph Schwarz switcht. – Ich war angepisst, denn es war klar, dass die eigentliche Handlung hinter dem neurotischen und selbstdarstellerischen Profil des Protagonisten verschwinden würde.
Zunächst einmal, muss ein weiteres Opfer sein Leben lassen und endlich rückt der Täter mit der Tatsache heraus, dass er die Frauen nur umbringt, um mit Christoph Schwarz in Kontakt treten zu können. – Ein völlig blödsinniger Aufhänger der Story. So ein Geist hätte sich sehr gut auch direkt vor Christoph Schwarz, wo auch immer er sich gerade befindet, materialisieren können und seinem Feind so das Leben schwer machen können.
Die Ermittlungen beginnen. Es gibt wieder einmal Verbindungen zu dem Fund des Niebelungenschatzes, und was mich angeht, es reicht dann auch mal. Das Thema ist mal sowas von ausgenudelt, da muss man nicht noch weiter machen.
Irgendein Geheimnis verbindet den agierenden Geist mit dem Insassen der Klapsmühle, der damals schon einen perfiden Mord begangen hat, damals aber wohl auch irgendwie besessen war. Er ist zwar in der Klapse eingeschlossen, kann sich aber dann doch anderswo materialisieren und so die Morde begehen. – Erst eine Observierung bringt diese Tatsache ans Tageslicht.
Für das Finale packt die Detektei Schwarz dann auch endlich mal die vielen technischen Spielzeuge aus, die sie zwei Folgen zuvor erworben hat und die nun endlich mal helfen kann. Es ist klar, dass der Fall nur für den Moment gelöst wird. Ein Geist kann man nun mal nicht töten. Der ist ja schon gestorben.

Fazit:

So ein genialer und knallharter Anfang, der dann mit dem im Erscheinung treten des Christoph Schwarz wieder einen gewaltigen Dämpfer bekommt. Zwar ist es möglich, dass auch so ein Detektiv mal Teil einer spannenden Folge sein kann, jedoch wirkte hier allein der Aufhänger schon unglaubwürdig und umständlich. Der Geist hätte definitiv mehr Möglichkeiten gehabt, als er am Ende ausgeschöpft hat.
Die Schauspieler haben einen guten Job gemacht. Besonders eindrucksvoll sind hier die beiden Frauen gestorben. Sie haben wirklich übertrieben geröchelt und sich in Todesqualen gewunden. – Diese Szenen haben mir fast schon ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.
Die Aufklärung des Falles war ab einem gewissen Punkt recht vorhersehbar und barg wenig bis gar keine Überraschungen. Dementsprechend konnte mich die Handlung auch nicht catchen. Ich habe mir die Folge der Vollständigkeit halber eben einfach angehört. Das war es dann aber schon wieder.

Ich ordne diese Folge im unteren Bereich meines ganz persönlichen Rankings ein. Vorhersehbar, stellenweise langweilig und umständlich. Schade, dass man ein Stoff so versauen muss.

[Buch] Michael Tsokos – „Zerbrochen“

Michael Tsokos
“Zerbrochen”
Reihe: Fred Abel (3)
Verlag: Knaur
ISBN: 9-783-426-51970-7
Länge: 423 Seiten

– gelesen im Mai 2025 –

Ein weiteres Buch von Michael Tsokos stand an und irgendwie habe ich mich darauf gefreut. Dass es dann aber nicht so prickelnd wird, war von mir nicht wirklich eingeplant.

Klappentext:

Ein besonderer Tag für Rechtsmediziner Dr. Fred Abel: Viele Monate, nachdem er bei einem brutalen Überfall fast zu Tode kam, tritt er erstmals wieder seinen Dienst an. Sofort wird er vom täglichen Wahnsinn der BKA-Einheit »Extremdelikte« in Beschlag genommen: Der sogenannte »Darkroom-Killer«, ein Psychopath ohne Skrupel, hält Polizei und Bevölkerung in Atem.

All dies verblasst jedoch, als Abels gerade neu gefundenes Familienglück auf dem Spiel steht: Seine 16-jährigen Zwillinge, Kinder aus einer längst vergangenen Affäre, besuchen ihn in Berlin – und werden Opfer einer Entführung. Wer hat mit Abel noch eine Rechnung offen? (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt:

Fred Abel ist Vater und seine Kinder kommen ihn in Berlin besuchen. Eigentlich ist die Zeit ganz angenehm und die Familie hat ihren Spaß. Dieser wird jedoch durch die Entführung der Kinder stark getrübt.
Nachdem der Entführungsfall zunächst nicht wirklich ernst genommen wird, läuft dann doch irgendwann der komplette Apparat an und die Suche und Ermittlungen beginnen.
Fred Abel selber braucht eine ganze Weile, um den Zusammenhang zu dem vergangenen Fall in Transnistrien zu verstehen und zu sehen. Hat er das dann aber begriffen, rollen auch bei ihm die Ermittlungen auf eigene Faust an. Er vertraut seinen Kollegen nicht und macht mit einem befreundeten Privatdetektiv sein eigenes Ding, was sich für ihn als nicht so günstig herausstellen soll.

Fazit:

Ein Taschenbuch aus dem Jahr 2017. – Hier hatten Papier und Buch selber noch Qualität und das Gewicht für ein Taschenbuch ist relativ hoch. Wen wundert es, wenn das Papier so qualitativ hochwertig ist, wie wir es schon lang nicht mehr haben. Es handelt sich bei “Zerbrochen” um den dritten Band aus der Reihe “Fred Abel” von Michael Tsokos. Jedes Buch ist in sich abgeschlossen, ich rate trotzdem dazu, die Bände der chronologischen Reihenfolge nach zu lesen, da die Fälle 2 und 3 schon aufeinander aufbauen.

Leider war es in diesem Buch so, dass es wirklich stark, hochgradig interessant und absolut abwechslungsreich anfing, dann aber kontinuierlich zu einem ganz normalen und langweiligen Krimi wurde. – Allein die Familienkonstellation von Abel war ja schon hochgradig interessant, das erste Aufeinandertreffen der Kinder mit der aktuellen Lebenspartnerin, wie das alles harmoniert und wie sich die Kids so typisch Teenager verhalten und hier und da ihre Macken zeigen, aber nach der Entführung wurde es mehr als uninteressant. Es drehte sich nur noch um die Ermittlungen. Schön starr nach Vorschrift, ein Vater der bald durchdrehte und selber was angeleiert hat und sich dann selber in Gefahr gebracht hat.
Dieses Buch baut sehr stark auf den Vorgängerband und den dazugehörigen Fall auf, sodass es stark von Vorteil ist, wenn man das Buch gelesen hat.

Die Handlung konnte mich leider so gar nicht catchen, da die Ermittlungen einfach zu sehr nach Krimi rochen. Die Anknüpfungspunkte zu der Tropeninsel, dieser Kunstbetrug, der da eingebaut war und die mal wieder betrogene Künstlerin, haben überhaupt nicht da rein gepasst. Auch das Ende war viel zu offensichtlich gestaltet. Man hat richtig gemerkt, dass man von Herrn Abel wohl nichts mehr lesen wird. Diese Reihe ist abgeschlossen und in Zukunft hat Herr Tsokos dann wohl andere Protagonisten.
Ein Kopfkino hatte ich nur zum Teil und das nur bei den Szenen, wo es wirklich ans Eingemachte ging. Diese ganzen polizeilichen Besprechungen und Planungen habe ich am Ende nur noch überflogen.
Ich will das Buch nicht komplett verreisen, denn es hatte durchaus seine Daseinsberechtigung, aber Herr Tsokos hat durchaus schon bessere Werke abgeliefert.

Bewertung: 4 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Das Setting war durchaus interessant und Möglichkeiten sind in jedem Fall da gewesen. Irgendwie kam es mir so vor, als wollte er hier viel mehr, als eigentlich in die Handlung gepasst hat.

Meine Woche 35. Kalenderwoche 2026

Geärgert:
Auf der Autobahn über die anderen Verkehrsteilnehmer, die meinen, nur weil ich eine Frau am Steuer bin, die StVo nicht für mich gilt.

Gefreut:
Endlich Urlaub, endlich raus von zu Hause, endlich wieder Wasser sehen und Salzluft um die Nase wehen lassen.

Gedacht:
Scheiß aufs Wetter, das wird toll!

Gefragt:
Wie rücksichtslos wollen die Verkehrsteilnehmer untereinander noch werden? – Da geht doch bald nix mehr nach oben.

Genervt:
Von dem vielen Autofahren. – Ich habe mir meinen Ostseeurlaub eigentlich fußlastiger vorgestellt.

Gefühlt:
Wie ein kleines Bisschen Erholung einsetzt.

positiv:
Wir sind raus von zu Hause.

negativ:
hm… gabs bestimmt was, aber so auf Kommando fällt mir da nix ein.

Gelitten:
nö, nich wirklich. Was leidet man denn im Urlaub?

Genossen:
Die Seeluft, die Ruhe, die Tatsache, dass im Norden Deutschlands die Uhren anders ticken.

Gewesen:
in Wismar, in der Steinzeit und ganz viel Fisch essen

Getroffen:
Viele nette Fischverkäufer, die uns die Touristen schon an der Nasenspitze ansehen

Gesucht:
Sachen, die man auch ohne Auto mal machen kann

Gefunden:
jede Menge Autokilometer – hmpf

Gelacht:
Ja sicher haben wir auch gelacht. – Wenn man seine „Feriengroßeltern“ nur einmal im Jahr wiedersieht, gibt es jede Menge zu erzählen und zu lachen.

Geweint/Getrauert:
nein, so schlimm war es nicht

Gewundert:
Da hat aber jemand den Sommer schnell kaputt gemacht. – Egal, der Herbst ist auch angenehm.

Gegessen:
Fisch und Fisch und Fisch und Fisch und Fisch und Fisch und Fisch und Fisch und Fisch usw.

Genascht:
hier und da mal nen Eis

Getrunken:
Störtebecker Schwarzbier, was aber irgendwie nur hier an der Küste so wirklich gut schmeckt

Gegoogelt:
Nach dem Weg zu der einen oder anderen Location

Gesehen:
Die Ostsee, die Sonne, die Autobahn, steinzeitliche Hütten und viel grün

Gebastel/Gespielt/Gehandwerkt/Geschrieben:
nur Rezis, muss noch einiges für die Monatszusammenfassung nachholen

Getan:
verreist, mit dem Auto

Gelesen:
ja

Gekauft:
Fischbrötchen, zwei Bücher und Fischbrötchen *lach

Gelernt:
hm… fällt mir nicht mehr ein

Geschenkt (bekommen):

Geschlafen:
jep, hier oben an der Küste sogar immer mega gut

Geträumt:
viel wirres Zeug – Ich glaube mein Hirn hat eine ganze Menge zu verarbeiten

Geplant:
noch ein paar Tage an der Küste abhängen und chillen und dann geht es leider auch schon wieder nach Hause

Fazit

Die erste Urlaubswoche ist um, bleiben noch zwei. – Ich könnte mich nur über mich selber ärgern, weil ich mir absolut noch nicht sicher bin, ob ich in diesem vermaledeiten Job bleiben möchte, oder nicht. Das Thema lässt mich nicht los. Allerdings kann ich inzwischen auch benennen, warum ich mich da so unwohl fühle. Es ist ganz einfach die Tatsache, dass ich nach 2 Wochen noch nicht mal im Ansatz eine Ahnung habe, wo mich das hinführen soll. Ich fühle mich nach den zwei Wochen immer nur von einer Ecke in die andere geräumt, ohne auch nur ansatzweise irgendetwas bezweckt zu haben.

Am Mittwoch ging es dann endlich für ein paar Tage raus aus dem täglichen Einerlei. Unser jährlicher Aufenthalt an der Ostseeküste stand wieder an und ich habe mich einfach nur mega darauf gefreut. Das ist immer wieder so, als wenn man nach einer langen Abwesenheit nach Hause kommt. – Ich muss dazu sagen, dass wir inzwischen das dreizehnte Jahr genau in die selbe Ferienwohnung fahren und uns irgendwie doch nie langweilig wird.
Das Highligt in diesem Jahr ist der Strandkorb, den sie für jede der Ferienwohnungen angeschafft haben. Die Dinger sind so herrlich bequem, man ist da drin super vor dem Wind geschützt und kann selbst bei stürmischerem Wetter an der frischen Luft sitzen und ein Buch lesen oder sowas. Wenn ich ehrlich bin, dann wünsche ich mir ja für zu Hause auch schon lang so ein Ding. Allerdings habe ich da das Problem, dass ich keine Ahnung habe, wo ich den hinstellen soll.
Wir haben schon eine ganze Menge erlebt in den paar Tagen, die wir hier sind. So sind wir zum Beispiel an der Steilküste von Boltenhagen gewesen. Nichts Besonderes, wenn man genau hinsieht, aber allein das Feeling, da auf einem Stein zu sitzen und auf das Wasser herauszuschauen. – Wenn sogar der Herr Fussel ohne zu Murren mitspielt und alles so ziemlich ruhig und ergeben über sich ergehen lässt, es stellenweise sogar genießt, dann ist auch meine Welt in Ordnung.
Heute waren wir, weil das Wetter ein wenig zugezogen und windig ist, in einem Steinzeitdorf. – Ein kleines aber feines Museum zum Anfassen. Ein Verein hat hier die verschiedenen Hütten, Ställe und Behausungen nachgebaut, nach dem, was man so alles ausgegraben und gefunden hat. – Entstanden ist daraus eine kleine Zeitreise durch die Steinzeit, in der es durchaus schon auch einen nicht unerheblichen Fortschritt gab. – Mein Favorit heute war der schnarchende Wildschweineber in seinem Gehge. Ich habe neben dem geredet und ihn fotografiert und der Typ hat da einfach friedlich weiter vor sich hin geschnarcht, als gäbe es kein Morgen. *lach

Saturday Sentence – „Network“

1. Nimm deine aktuelle Lektüre

Berlin 2046: Die Innenstadt ist eine glitzernde Metropole, separiert von Außenbezirken, in denen die »Aus-dem-Netz-Gefallenen« ihr erbärmliches Dasein fristen. Diejenigen, die früher zur Mittelschicht gehörten, sind aufgrund fehlender Jobs zum größten Teil erwerbslos. Um soziale Unruhen zu verhindern, werden sie zur »Virtual Work« verpflichtet.
Als der visionäre Erfinder des »Virtual-Work-Gesetzes« brutal ermordet wird, übernehmen Mitglieder einer Spezialeinheit die Ermittlungen. Auf dem Weg zur Lösung des Falls durchstreifen sie das dystopische Berlin. Eine gefährliche Jagd beginnt … (Quelle: Lovelybooks.de)

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein „Saturday Sentence“ lautet. (Bei Ebooks Position 158)

»Laut Akte ist sie ja vollkommen problemlos. …

Ansgar Thiel – „Network“; ISBN: 9-783-839-26965-7 

3. Und wie ist es bisher?
Ich kann nicht mehr sagen, wo ich das Buch mal herbekommen habe. Da es sich um eine .pdf-Datei handelt, kann es gut sein, dass ich das Werk auch einfach mal irgendwie von einer alten Festplatte runtergekramt habe. – Jedenfalls ist es nicht das, was ich dachte, dass es ist.
Der Titel ist mit ruhigem Gewissen nebensächlich zu sehen, denn im Endeffekt handelt es sich hier um einen klassichen Krimi, in dem nichts weiter wie die Ermittlungsarbeiten beschrieben sind. – Ich glaube nicht, dass es der Gärtner war, denn diese Berufsgruppe gibt es in dieser Welt nicht mehr.
Die Handlung wurde in eine Zukunft gelegt, in der es quasi keine Arbeitslosigkeit mehr gibt, da alle, die keinen herkömmlichen Beruf ausüben, qusai zwangsweise in der virtuellen Welt arbeiten und so die Berechtigung für Bürgergeld bekommen. – In dieser Welt kann man sowohl virtuell, als auch im realen Leben ermordet werden und es ist absolut nicht klar, was schlimmer ist.
Die Handlung selber kann mich irgendwie so gar nicht fesseln. Ich komme schon mit den ganzen Namen nicht wirklich hinterher und die Handlung vermag mich auch nicht zu fesseln. – Das Buch wird wohl keine sehr gute Bewertung von mir erhalten. Ein so genannter Sazt mit X. …

Fusselfreitag #328

Fussel sein Kopf ist schwer

Wenn ihr diese Zeilen lest, macht Fussel wohl gerade die schwerste Zeit des Jahres durch. Ein paar Tage an der Ostsee, haben wir uns auch in diesem Jahr nicht nehmen lassen und sind dann mal losgedüst.
Warum das für Fussel die schwerste Zeit im Jahr ist? – Nun ja, es wird vermehrt gelaufen, wir können seine geliebte Couch nicht einfach mal mitnehmen, nur sein Kissen und seine Decke, die ihm dann natürlich nicht reichen und dann macht Seeklima ja bekanntlich müde. – Er hat also ziemlich viel auszuhalten, dieser Tage. *lach

[Hörspiel] Geister-Schocker 95 – „Großalarm – Die Bestien kommen“

Autor: Hal W. Leon
Verlag: Romantruhe
Erschienen: 24. September 2021
Länge: 1 Stunde 16 Minuten

Die Sprecher:

Katja Brügger
Franciska Friede
Peter Weis
Tom Steinbrecher
Werner Wilkening
Marc Schülert
Silke Schülert
Ruby Schülert
Jule Schülert
Sascha Servadio

direkt auf Spotify anhören

Inhalt:

Eine Herde gigantischer Raupen kommt auf ein Dorf zu und ihr Sekret hat bereits einem abseits lebenden Farmer das Leben gekostet. – Jedoch gibt es noch immer Menschen, die nicht an das glauben können, was sich hier zugetragen haben soll.
Eine junge Reporterin reist in das Dorf, in dem die Geschehnisse abgelaufen sind. Sie will sich umhören, die Kadaver der getöteten Raupen besichtigen und fotografieren und noch den einen oder anderen Artikel schreiben, um ihre Karriere ein wenig voranzubringen.
In der Kneipe des Dorfes trifft sie auf einen Anthropologen, der seinerseits die Würmer untersuchen will und so ihrem Riesenwuchs auf den Grund gehen möchte. – Zusammen machen sich die beiden auf den Weg in die Sümpfe, um den Ursprung der Bestien zu finden.
Eine zweite Katastrophe konnte verhindert werden, aber die Gefahr ist noch nicht gebannt. Der alte Medizinmann des von diesem Land vertriebenen Indianerstammes kann noch immer seiner Rache nachgehen. Er schickt eine weitere Plage auf den Weg, kann am Ende aber nicht nur aufgehalten, sonder auf immer in die ewigen Jagdgründe geschickt werden.

Mein Hörerlebnis:

Die Aufmachung dieser Folge ist mal etwas Neues. Der Hörer wohnt zunächst der Entstehung eines atemberaubenden Zeitungsartikels bei, der anfangs schon etwas an den Haaren herbeigezogen wirkt. Wenn ich mir nicht bewusst gewesen wäre, dass es sich hier um einen Geister-Schocker handelt, hätte ich gleich mal frustriert wieder abgeschaltet.
Die Story geht dann aber weiter, indem die Reporterin an den Ort des Geschehens reist, um der Sache selber noch etwas auf den Grund zu gehen. Der lernt sie einen älteren Herren kennen, der sich als Anthropologe herausstellt und ebenfalls die Würmer erkunden will. Die beiden tun sich zusammen, was ein wirklich großes Abenteuer zu werden verspricht.
Ihre Erkundigungen im Sumpf, mit der immer schmaler werdenden Frasschneise sind sehr glaubhaft und spannend dargestellt. Dazu die profunden Kommentare des Professors, zusammen ergibt das ein glaubwürdiges und sehr rundes Bild des Geschehens. – Dass sich die Handlung dann so entwickelt, wie sie sich entwickelt hat, war wirklich ein genialer Schachzug. Ich hatte mit einem verrückten Wissenschaftler, versteckt in den Sümpfen, gerechnet, der durch seine Experimente diesen Riesenwuchs der Raupen auslöst. Dass es dann aber der Medizinmann eines vertriebenen und inzwischen ausgestorbenen Volkes handelt, war dann für mich auch irgendwie befriedigend. Dass sich die indigenen Menschen dann wirklich auch wehren können, hat mich dann schon etwas gefreut.
In jedem Fall schraubt sich alles zu einem großartigen Finale, in dem die Handlung noch einmal alles hergibt, was in dieser Story nur möglich ist.

Fazit:

Ein neuer, ein fantastischer Aufhänger. Das übernatürlich kommt recht spät ins Spiel, dann aber mit einem Knall, der sich gewaschen hat. Der ganze Aufbau der Story ist wirklich glaubhaft und spannend.
Die Schauspieler haben einen wirklich großartigen Job gemacht. Gerade die junge Reporterin hat sich hier irgendwie in mein Herz gespielt. Wie sie so zwischen Begeisterung, Angst oder Ekel wechseln konnte, war schon richtig gut und glaubhaft dargestellt. Das nenne ich mal schauspielerische Fähigkeit.
Die Idee zur Story und der Ursache der Mutationen war sehr gut in den Zusammenhang gebracht und erst einmal meilenweit von meinem ersten Verdacht entfernt. Genau aus diesem Grund aber spannend. Und dann auch noch so glaubhaft dargestellt, dass ich mir stellenweise sogar wünschen würde, dass das wirklich in der Art möglich wäre.

Ich ordne diese Folge im obersten Bereich meiner ganz persönlichen Beliebtheitsskala dieser Serie ein. Endlich mal wieder neue Charaktere, frische Ideen und nicht immer dieselben abgehalfterten Möchtegerndetektive oder übersinnlich begabte Schwachmaten.