Fusselfreitag #138

Fussel am Tisch
So sieht das von der Seitenansicht aus, wenn wir am Sonntags am Frühstückstisch sitzen und Herr Hund uns am Tisch Gesellschaft leistet.
Fehlt ja nur noch, dass er seinen Napf auch auf dem Tisch zu stehen hat.

[Hörspiel] Die drei ??? 040 – „Und der Automarder“

Autor: H.G. Francis
Regie: Heikedine Körting
Musik: Phil Moss
Verlag: EUROPA
Produktionsjahr: 1986
Länge: 47 Minuten 1 Sekunde

Die Sprecher und ihre Rollen:
Hitchcock, Erzähler – Peter Pasetti
Justus Jonas, Erster Detektiv – Oliver Rohrbeck
Peter Shaw, Zweiter Detektiv – Jens Wawrczeck
Bob Andrews, Recherchen und Archiv – Andreas Fröhlich
Mr. Jacobs – Horst Naumann
Paul Jacobs – Sascha Draeger
Onkel Titus – Gottfried Kramer
Tante Mathilda – Ingeborg Kallweit
Mr. Temple – Jochen Sehrndt
Sarah Temple – Svenja Pages
Willard Temple – Ben Becker
Polizeileutnant – Günter König
Morton – Andreas von der Meden
Hauptkomm. Reynolds – Günter Flesch
Margon – Henry Kielmann
William Margon – Michael Grimm
Passanten – Lothar Grützner, Hans Hessling

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Inhalt:
Direkt vor dem Schrottplatz von Titus Jonas bekommt ein junger Mann eine Standpauke, er würde das Auto ständig kaputt machen. Der Onkel, dem das Auto gehört, ist ziemlich verbohrt und hört sich die Argumente des jungen Mannes nicht einmal an.
Die Jungs hängen sich ungefragt rein und untersuchen das Auto, als sie von einem anderen Ekel bedroht werden, den Adler gestohlen zu haben.
Nachdem das Missverständnis um den Adler aufgeklärt wurde, wollen die Jungs auch dieses Rätsel lösen.
Zunächst glauben alle, dass die beiden Fälle zusammenhängen. Allerdings stellt sich der Fall am Ende als ein ganz anderer heraus.

Meine Meinung:
Das Cover zeigt in diesem Fall ein fahrendes Auto auf einer dunklen Küstenstraße. – Ja, es geht um Autos, im weitesten Sinne. Trotzdem finde ich, dass das Coverbild einmal mehr ein ziemlicher Griff in den Ofen war. Bild und Story passen nicht zusammen und führen einen in die Irre.
Auch der Titel, nicht wirklich sehr glücklich. Bei einem Automarder stelle ich mir einen Menschen vor, der die Autos von innen heraus manipuliert. Der drunter kriecht und Brems- oder Benzinleitungen durchtrennt. Nicht einen Menschen, der einfach durch die Straßen fährt und Scheiben zerdeppert. – Also, auch der Titel hier nicht gerade passend gewählt.

Es geht ja von Anfang an richtig hoch her, in der Handlung. Schimpfe und Schelte, wo das Ohr auch gerade ist. Erst wird ein Antagonist ohne Gnade angemotzt, dann geraten die drei Detektive ins Visier eines fanatischen alten Mannes. Und der kann es dann mal gar nicht ab, dass die drei auch noch von der Polizei in Schutz genommen werden.
Die Jungs haben es hier am Ende mit zwei verschiedenen Fällen zu tun, wissen davon aber nichts. Das klärt sich dann alles erst im Laufe der Handlung auf.
Dem Fall mit den Autoscheiben konnte ich noch folgen. Zu einem gewissen Teil hatte ich ihn auch selber gelöst. Aber als es dann um die Münze ging, wurde es kniffliger.
Zunächst war ja auch ich dem Missverständnis mit dem Adler aufgesessen. So weit reichen meine Münzkenntnisse nicht, dass es eine Münze gibt, die man den „Adler“ nennt. Von daher bin auch ich erst einmal von einem Vogel ausgegangen und war der Meinung, dass der durch die zerbrochene Scheibe einfach entkommen ist. -Wie falsch ich doch lag.
Den Fall mit der Münze hat Justus dann einmal mehr allein gelöst. Wobei er hier sowohl seinen Kollegen gegenüber, als auch den Hörern, mit Informationen hinter dem Berg gehalten hat. – Das fand ich in diesem Fall weniger schön. Ich, als Hörer, wurde der Chance förmlich beraubt, selber mitzurätseln. Mir haben ja Fakten gefehlt, die ich gut hätte gebrauchen können.

Die Sprecherliste ist in diesem Fall ganz schönlang. Ich möchte nicht wissen, was die Produktion dieser Folge am Ende gekostet hat. Auch so ein Laiendarsteller, der das nur ab und zu macht, macht das ja nicht umsonst oder für irgendwelche Referenzen. – Allerdings Liesen sich die Leute sehr gut auseinanderhalten. Da gab es keinerlei Verwechslungen bei mir, was ich mir bei der Anzahl von Menschen als Leistung anrechne, wo ich doch mit Namen nicht so wirklich klar komme.
Vom Fall her war das hier in jedem Fall eine der besseren Folgen. Wobei ich das Klischee der geldgierigen Nichten wieder etwas weit hergeholt fand. Aber scheinbar ist das in Amerika gar nicht mal so unüblich, dass der Onkel die Kinder seiner Geschwister aushält. – Da hätte mich der Grund des Zusammenwohnens mal näher interessiert. Dann hätte ich eventuell auch den Zusammenhang besser verstanden. – Wäre doch möglich.

[EBook] John Grisham – „Das Fest“

John Grisham
„Das Fest“
Verlag: Heyne
ISBN: 9-783-453-41286-6
Länge: 208 Seiten

– eine Rezension aus der Kramkiste –

Anders als erwartet, aber eine sehr unterhaltsame Lektüre. Humor, Spannung und Unterhaltung inklusive.

Klappentext: Wie wäre es, Weihnachten einmal ausfallen zu lassen?

Ein Dezember ohne Weihnachten? Der Weihnachtsboykott wird für das amerikanische Ehepaar Luther und Nora zu einem regelrechten Spießrutenlauf, verstößt er doch gegen die gesellschaftlichen Konventionen ihrer kleinen Gemeinde. Mit seiner urkomischen Weihnachtskomödie beweist John Grisham, dass er auch als Humorist unschlagbar ist. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Die Tochter nabelt sich ausgerechnet dann ab, als Weihnachten schon in Sicht ist, die Ehefrau ist nur noch am Heulen und Walt hat so gar keinen Bock auf Weihnachten. – Er bucht eine Kreuzfahrt in die Südsee. Inselhopping, gutes Essen, ganz viel Sonne und KEIN Weihnachten.
Die Vorbereitungen laufen. Die Diät schlägt an, sie werden im Solarium schön braun und zum Gespött der Nachbarschaft. Ihre Weihnachtsverweigerung kann keiner verstehen.

Und dann… einen Tag vor der Angst, ruft die Tochter an, dass sie nach Hause kommt und ihren Verlobten mitbringt. Die ganze himmlische Ruhe ist dahin. Denn nun muss alles im Eiltempo erledigt werden. Die Tochter soll nie im Leben von der aberwitzigen Weihnachtsverweigerung erfahren.

Fazit: Es war definitiv anders, als ich es erwarte hatte. Gibt es nich einen zweiten, einen humoristische Autor, der John Grisham heißt? Anders kann ich mir diese Art Buch mit diesem Namen nämlich nicht erklären.
Auf jeden Fall ist das Buch nicht sehr umfangreich. Es lässt sich sehr einfach lesen. Eine einfache und seichte Unterhaltung ist es eben. – Ich konnte dem Ehepaar alles so gut nachempfinden. Sie wollten raus, sie wollten Weihnachten mal anders… Und dann kommt es wieder anders. – Aber warum haben sie ihrer Tochter nicht einfach gesagt, was Sache ist.
Kleine Nebenhandlungen, die dann aber immer schnell in die Haupthandlungen wieder einfließen, beleben alles ein wenig. Dieser Umstand hat mich bei der Sache bleiben lassen. Ansonsten wäre alles wohl flach und langweilig geworden.
Eine höhere Bildung ist für diese Lektüre nicht nötig. Alles ist beschrieben, dass auch Otto Normalverbraucher alles ohne Problem versteht. Die Lektüre war sogar als Feierabendlektüre bestens geeignet. Einfach los lesen, abschalten und entspannen.
Zum Schluss flossen sogar ein paar Tränen der Rührung. Die Nachbarn konnten schon richtig fies und verständnislos sein, aber als es dann darauf ankam, klappte alles super. Da war kein Fragen und kein Betteln nötig. Es klappte einfach.

Auch wenn dieses Buch so ganz anders war, als ihr es von ihm gewohnt seit, kann ich es euch trotz allem ans Herz legen. Es war wirklich alles da. Humor, Klischee, Unterhaltung und Kurzweil. Alles war einfach zu lesen, auch wenn man kaputt und abgeschlafft vom Tag war.
Ok, das Buch ist vom Erscheinungsdatum her nicht mehr das Jüngste. Aber das tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch. – Ich war jedenfalls angenehm überrascht. Versucht es doch auch mal.


[Hörbuch] Stefanie Mühlenhaupt – „Resistent – Sie werden uns kontrollieren“

Stefanie Mühlenhaupt
„Resistent – Sie werden uns kontrollieren“
Verlag: DP Audio (Digital Publishers)
ISBN: 9-783-968-17841-7
Länge: 7 Stunden 49 Minuten
Sprecher: Omid-Paul Eftekhari

– gehört im Juni 2022 –

Bienensterben, ein aktuelles Thema, welches auf den ganzen Haufen ökologischer Probleme obenauf kommt. So gesehen hat das Thema etwas topaktuelles und doch kann das Buch eine wirklich furchterregende Dystopie sein.

Klappentext: Wenn Widerstand die einzige Möglichkeit ist zu überleben … Bewegend und erschreckend realistisch: Der Thriller von Stefanie Mühlenhaupt. Im Auftrag einer Forschungsfirma entwickelt die Wissenschaftlerin Sophie Bergmann genetisch modifizierte Bienen, die gegen alle Umwelteinflüsse resistent sind. Seit vielen Jahren von dem Unternehmen gefördert und versorgt, arbeitet sie in dem festen Glauben, mit dessen Hilfe den Hunger in der Bevölkerung zu bekämpfen. Unerwartet stirbt eines der von ihr gezüchteten resistenten Bienenvölker. Sophie kann eine tödliche Mutation nachweisen, die sie bereits früher entdeckte, aber gezwungen wurde nicht weiter nachzuforschen. Anders als sie ihr ganzes Leben angenommen hat, scheint sich ihr Geldgeber nicht so sehr für das Bienensterben zu interessieren, sondern vor allem nach Macht zu streben. Erst als Sophie zusehen muss, wie ihr Kollege vom Sicherheitsdienst der Firma ermordet wird und sie selbst in die Schusslinie gerät, wird ihr klar, dass sie für sich und die Bevölkerung die Wahrheit herausfinden muss. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt … (Quelle: Thalia.de)

Inhalt: Sophie Bergmann hatte in ihrem Leben Glück im Unglück. Nachdem ihre Eltern verstorben waren, kam sie mit ihrer Schwester zu ihrer Tante, die sie aber schlecht bis gar nicht versorgen konnte. Sophie hat jedoch in der Schule durch hervorragende Leistungen geglänzt, was Foodtec auf sie aufmerksam werden lässt. Sie kann durch sie eine weiterführende Ausbildung machen, studieren, muss sich aber dann als Forscherin für dieses Unternehmen verpflichten.
Zunächst scheint ihr Leben sehr gut zu verlaufen. Sie forscht an einem Bienenprojekt, mit dem sie die Bienensterblichkeit ausmerzen will, sie hat satt zu Essen und eine gemütliche Wohnung und mit ihrer Schwester schon lang gebrochen. Sie glaubt, dass sie mit ihrem Projekt gut etwas gegen den Hunger in der Bevölkerung tun kann.
Doch durch eine Suchanfrage im PC macht sie Foodtec auf sich und ihren Kollegen aufmerksam. Sie möchte einfach nur wissen, warum ein Bienenvolk nach nur einem Sommer stirbt und genau das will Foodtec aber verhindern. Ihr Kollege findet den Tod und sie selber landet beim Widerstand, wo sie nach langer Zeit wieder auf ihre Schwester Becca trifft.
Sophie muss begreifen, dass Foodtec nicht das ist, was sie immer gedacht hat. Foodtec ist nicht bereit, den Lebensmittelmarkt aufzugeben und Lebensmittel für alle bezahlbar zu machen. Foodtec will Macht und will sie auch durch die resistenten Bienen nicht verlieren. – Sophie muss sich entscheiden, auf welcher Seite sie steht und wie es für sie weitergehen soll.

Fazit: Dieses Buch hat mich allein vom Thema her brennend interessiert. Es war mir einfach ein Rätsel, wie es sein kann, dass man durch Bienen jemanden in der Hand haben kann. Aber als die ganze Story dann los ging, war ich gefangen und habe einfach nur zuhören müssen.

Die Protagonistin ist Wissenschaftlerin. So viel ist von Anfang an klar. Sie forscht an oder mit Bienen und schnell wird klar, dass die ganze Sache zwar auf der Erde spielt, die Erde aber lang nicht mehr die ist, wie wir sie kennen.
Frau Mühlenhaupt hat hier einen Thriller geschrieben, der durchaus auch eine Dystopie sein kann. Die Erde hat klimatische Probleme, die die Menschheit in verschiedene Klassen einteilt. Da ganz armen, die reihenweise sterben, weil sie nicht genug zu Essen haben. Dann die Mittelschicht, von der man aber nicht viel erfährt. Nur, dass es sie eben gibt. Und dann haben wir da noch die Reichen und Angestellten von Foodtec.
Foodtec ist das Unternehmen, welches die Ernährung für die Menschen sicherstellen soll, aber am Ende auch nur hinter der Macht her ist. Reihenweise dubiose Machenschaften werden im Laufe der Story aufgedeckt und die Mitarbeiter werden mir immer unsympathischer.
In diese Dystopie wurde dann noch die Geschichte zweier Schwestern gepackt, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Ich wusste wirklich nicht, was ich von dieser Becca halten sollte, aber im Laufe der Handlung wurde sie mir immer sympathischer und ich habe begriffen, dass sie eigentlich diejenige ist, die auf der richtigen Seite steht.
Die Welt wird nicht so genau beschrieben, aber doch genau genug, dass ich wirklich furchterregende Bilder vor meinem geistigen Auge hatte. Dies hochtechnisierten Städte, die hungernde Bevölkerung. Tote und ausgedörrte Landschaften und über dem Ganzen ein wie Hohn strahlend blauer Himmel. Das ganze Buch über hat es nicht einmal geregnet. – Dieses ganze Bild der Nahrungsmittelproduktion war einfach nur erschreckend für mich. Um so realer, da ja derzeit auch hierzulande die Lebensmittelpreise immer mehr steigen und kein Ende in Sicht ist.

Das Thema Bienensterben ist wirklich brandaktuell und wurde hier richtig geschickt in eine spannende und mitreisende Story gepackt. Von Anfang bis Ende war ich gefesselt und habe mir am Ende sogar gewünscht, dass es doch bitte noch etwas länger gehen soll. Zu gern hätte ich gewusst, ob das Unternehmen den gewünschten Erfolg gezeigt hat und ob es für die Menschen etwas bewirken konnte.
Alles wurde gut beschrieben. Nicht zu viel und nicht zu wenig wurde beschrieben. Immer so, dass es immer irgendwie weiter ging und keine Längen entstanden sind. Es wurde der menschliche Faktor und auch der wissenschaftliche Faktor hier sehr gut bedient. Der Herzschmerz nahm nicht überhand, war aber in glaubhafter Menge vorhanden. Das Wissenschaftliche wurde durch den Kampf gegen diese allmächtige Firma geradezu bildhaft und unglaublich glaubhaft. – Die ganze Story war erschreckend real für mich. Ich sehe dieses Land in nicht so ferner Zukunft ganz genau da. Wir sind stramm auf den Weg dahin.

Ich bewerte dieses Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Ich war gefesselt, ich war fasziniert und ich hatte ein gewaltiges Kopfkino vor meinem geistigen Auge. Dieses Buch ist ein wirklich gewaltiger Thriller, der durchaus Potential zum Wachrütteln hat.

[Hörspiel] Die drei ??? 039 – „Die Perlenvögel“

Autor: H.G. Francis
Regie: Heikedine Körting
Musik: Phil Moss
Verlag: EUROPA
Produktionsjahr: 1986
Länge: 47 Minuten 53 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:
Hitchcock, Erzähler – Peter Pasetti
Justus Jonas, Erster Detektiv – Oliver Rohrbeck
Peter Shaw, Zweiter Detektiv – Jens Wawrczeck
Bob Andrews, Recherchen und Archiv – Andreas Fröhlich
Blinky – Günter König
Miss Melody – Gisela Trowe
Frisbee – Hans Paetsch

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Inhalt:
Peter, Bob und Justus sind nach einem Badetag in einem Restaurant, um etwas zu essen. Dort lernen sie Blinky kennen, der bei seinem überstürzten Abgang das Päckchen vergisst, welches er bei sich hatte.
In einer wirklich wohlmeinenden Absicht nehmen die Jungs das Päckchen an sich, weil sie der Meinung sind, dass sie Blinky ihre Karte gegeben habe und er es so wieder bei sich abholen kann.
Diese kurze Episode zieht die beiden in einen sehr gefährlichen Fall. Denn bei der Recherche, was es mit der Brieftaube auf sich hat, welche im Päckchen war, lernen sie eine alte und friedfertige Vogelfrau kennen. Diese bekommt von ihrer Elster immer mal wieder eine wunderschöne Perle mitgebracht. Sie freut sich, denkt sich aber nichts dabei. – Eines Tages jedoch, findet sie ihre Vögel getötet am Futterplatz auf und ruft die Jungs zu Hilfe.
Justus, Peter und Bob machen sich auf die Suche nach des Rätsels Lösung und kommen betrügerischen Perlenzüchtern auf die Spur. Der Fall scheint am Ende größer, als es anfangs den Anschein hatte.

Meine Meinung:
Heute passt das Cover zum Inhalt. Zu sehen ist eine Taube und es geht gleich ziemlich zu Anfang um Brieftauben.

Es geht in die Geschichte hinein und schon lässt Justus einen kucken. Er kann es einfach nicht lassen, sein kriminalistisches Talent an Leuten anzuwenden, die mit den drei Detektiven absolut nichts zu tun haben.
Dabei kommt mir dieser Blinky aber von Anfang an nicht wirklich geheuer vor. Ich setzte mich doch nicht zu drei Jungs an den Tisch, nur weil man sich mal angeschaut hat. Und dann die überstürzte Flucht, wo er mal eben alles bezahlt, ob wohl sie kaum drei Worte miteinander gewechselt haben. – So auffällig, dass einem der Ganove schon förmlich ins Auge springt.
Die Story entwickelt sich und Miss Melody kommt ins Spiel. Die Vogelfrau, die wirklich jedes noch so kleine Klischee einer merkwürdigen und schrulligen alten Frau erfüllt. – Ich hätte schon ernsthaft Probleme, diese Person überhaupt für voll zu nehmen.
Was sich daraus dann für eine Story ergibt, da hat es mich wirklich zwiegespalten. Es ist ja absolut nicht wirklich ungewöhnlich, dass man sich, wenn man schon in so einer Gegend wohnt, daran macht, Perlen züchtet. Wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich es definitiv auch versuchen. Aber dass dann ausgerechnet ein Juwelier darin verwickelt ist, dass er ausgerechnet Chinamänner als Hilfe hat und dass man denen dann auch nicht mal trauen kann, das ist ja mal Klischee vom Allerfeinsten.
Ja, das Ende ist logisch, aber hat mich so überhaupt nicht zufrieden gestellt. Zu viel Klischee in dem ganzen Geschehen und ein wirkliches Ende war dem dann auch nicht gesetzt. – Komische Folge.

Die Darstellerin der Miss Melody hat ihre Sache mal wirklich gut gemacht. Dieses Schrullige kommt wirklich richtig gut rüber.
Die drei Jungs werden stimmmäßig langsam, aber sicher älter. Irgendwie bin ich der Meinung, dass die Tonlagen der drei so nach und nach Veränderungen unterworfen sind. – Sollten die Darsteller da so langsam in den Stimmbruch gekommen sein?
Nun ja, eine Folge die ich gehört habe und nun ist es auch wieder gut. – Wirklich vom Hocker abgehoben hat mich dieses „Schauspiel“ nicht gerade.

[EBook] Kathy Reichs – „Knochenjagd“

Kathy Reichs
„Knochenjagd“
Reihe: Temperance Brennan (15)
Verlag: Heyne
ISBN: 9-783-453-43771-5
Länge: 400 Seiten

– eine Rezension aus der Kramkiste –

Von Toten Babys, die am Ende zu einen Betrug wegen Diamanten führen. – Die Welt spinnt!

Klappentext: Tempes neuester Fall beginnt wie ein Albtraum: In einer verlassenen Wohnung liegt, eingewickelt in ein Handtuch, die Leiche eines Neugeborenen. Und bald tauchen noch zwei weitere tote Babys auf. Die fi eberhafte Jagd nach der Mutter beginnt. Ist sie überhaupt die Mörderin? Ihre Spur führt Brennan und ihren Kollegen Ryan tief in die kanadische Einöde – und in das Revier eines eiskalten Killers … (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Gleich zu Beginn erst einmal zwei tote Babys in einer Wohnung. Dazu Polizeiangehörige, die das Ganze mächtig mitnimmt. Nach der Hinzunahme eines Leichensuchhundes kommt auch noch ein drittes totes Baby dazu.
Die Ermittlungen bringen recht schnell eine Verdächtige zutage. Die ist aber inzwischen auf und davon.
Tempe und Ryan machen sich mit einem dritten Kollegen auf den Weg, um ihr zu folgen. In Yellowknife werden sie zwar fündig, doch es bringt ihnen nicht viel, da die Verdächtige genau dann erschossen wird, als sie reden will.
Tempe kommt der Lösung trotz einer Entführung in ein Bergwerk und einem weiteren toten Baby gefährlich nahe.

Fazit: Der Einstieg allein, mit den zwei toten Babys war schon mal typisch Brennan-Romane. Die Spladdereffekte, für die ich auch die Serie so liebe, dürfen natürlich auch im Buch nicht fehlen. Und zack, war ich in der Handlung mal direkt angekommen.
Allerdings bekommt man gleich zu Beginn der Handlung auch jede Menge französische Begriffe um die Ohren gehauen. Diese Tatsache hat mich auch in den vorangegangenen Bänden schon gestört. Und hier war das nicht weniger so.
Zeitweise hat es unendlich erscheinende wissenschaftliche Erläuterungen. Sei es vom Verwesungsprozess, von der Autopsie oder von der Funktionsweise irgendwelcher Maschinen vom Bergbau oder von Land, welches man bearbeiten will. Sachen, die zwar in dem Moment irgendwie zu Handlung gehören, aber mich in dem Moment auch komplett raus geschmissen haben. Das war ziemlich ärgerlich. Denn das Thema mit brutal ermordeten Kindern ging auch mir so ziemlich an die Nieren.
Außerdem hat es mich genervt, dass Frau Reichs die Kapitel immer und immer wieder mit einer Sensation beendet hat. Die Ermittler hatten etwas gefunden, was sie ein gutes Stück voran gebracht hat. Aber der Leser hat es nicht erfahren. Er war also gezwungen, auch das nächste und das darauf folgende Kapitel zu lesen. – Das hat auf der einen Seite gut zur Spannung beigetragen, aber es auch unheimlich schwierig gemacht, überhaupt mal eine Lesepause einzulegen. Und wenn ich dann gezwungen war aufzuhören, bin ich nur extrem schwer wieder ins Hier und Jetzt zurück gekommen. – Dafür nach der Lesepause aber um so schneller wieder in die Handlung hinein.
Handelnde Personen waren nicht viele da, sodass ich auch in die Namen recht schnell rein gekommen bin. Zwar war ich etwas verwirrt, weil eine Person gleich mehrere Namen hatte, aber am Ende fand ich es einfach nur interessant. Das Krankheitsbild werde ich auf jeden Fall mal googeln. Kann nur gut für die Allgemeinbildung sein…

Also ich war einfach nur noch begeistert. Einfach genial, was die Autorin hier für eine Handlung hin gezaubert hat. Man hätte auch total gelangweilt von den Ermittlungen lesen können. Statt dessen wird ein riesiger Betrugsfall daraus… Ja, ich spreche hiermit eine mehr als klare Leseempfehlung aus. Wobei es keinen abschrecken braucht, dass es sich hier um eine Buchreihe handelt. Das macht gar nichts, denn die Bücher sind jedes für sich eine eigene Story und ein abgeschlossener Fall. Auf die chronologische Reihenfolge braucht nicht geachtet zu werden.


Saturday Sentence – „Cyclop“

1. Nimm deine aktuelle Lektüre

Raymond LeBaron, der reiche amerikanische Verleger, bricht mit seinem Luftschiff auf, um das Wrack der »Cyclop« zu entdecken, in dem sich eine unermesslich wertvolle Inka-Statue befinden soll. Eine Woche später ist er verschollen, an Bord des Luftschiffs sind nur noch drei namenlose Leichen. Major Pitt von der Meeresbehörde NUMA übernimmt die Ermittlungen – und erkennt bald, dass weit mehr dahinter steckt als eine Schatzsuche … (Quelle: Lovelybooks.de)

Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein „Saturday Sentence“ lautet. (Bei Ebooks Position 158)
Heute nehmen wir den Ausweich. Der zehnte Satz auf der aktuellen Seite. Ich habe einfach kein Neues Buch begonnen, im Laufe der Woche

»Viele Landsleute wird man hier ja sicher nicht treffen«, sagte Hagen

Clive Cussler – „Tiefsee“ (Dirk Pitt 7) ; ISBN: 9-783-641-15219-2

3. Und wie ist es bisher?

Im Grunde genommen finde ich das Buch schon irgendwie spannend. Diese abgehobene Idee von einer Kolonie auf dem Mond, macht die Sache schon irgendwie interessant. Aber dass dem Russen hier schon wieder die große Verschwörer Rolle zugespielt wird, kann ich nicht so ganz mittragen.

Lesemonat November 2022

95/100
Clive Cussler – „Im Todesnebel“
– 237 Seiten
Ein Clive Cussler, wie ich ihn gewohnt bin. Es war spannend und rasant, mit einem leichten Hang zur Zukunft und zum Fortschritt. Dazu ein Ganove, der sich seinen Schutz vor dem Atomkrieg durch illegale Geschichten finanziert und dabei übertreibt. – Ein Stoff, aus dem gute Geschichten sind.
Es ist nicht so lang gewesen und ich kann sagen, dass ich es mal eben einfach so weg gelesen habe.

96/100
Diana Gabaldon – „Echo der Hoffnung“
– 54 Stunden 14 Minuten
Ein vollkommen pathetischer Titel, der mehr verspricht, als er am Ende hält. Es ist nach wie vor nichts weiter als eine Erzählung von fiktiven Gestalten, die in einem wahren geschichtlichen Hintergrund agieren, zu ausführlich beschrieben sind mich nicht mehr wirklich abholen.
Ich habe mir eine ganze Menge vorngenommen, wenn ich sage, dass ich die Reihe wirklich komplett hören will.

97/100
Roland Hebesberger – „Der Tempel von Edfu“
– 339 Seiten
Ein Buch, auf das ich durch einen anderen Blog aufmerksam geworden bin. Die Textschnipsel, die dort abgedruckt waren, haben mich neugierig gemacht und als ich das Buch dann gelesen habe, bin ich kaum von dem Stoff losgekommen.
Ein sehr interessanter Mix aus Ägyptologie, Archäologie, dem Götterglauben und der heutigen These, dass es Außerirdische waren, die den Ägyptern dieses Wissen vermittelt haben und einen wirklich wahnsinnig gut getimten Schwenk in die heutige Zeit mit Potential zur Fortsetzung.

98/100
Phillip Eilinger – „Nach dir der Tod“
– 265 Seiten
Ein Debüt, was sich aber sowas von sehen lassen kann. In diesem Thriller ist sehr interessant, dass nicht die Ermittlungen genau beleuchtet werden, sondern was Täter und Opfer so machen und wie sich das Opfer dabei fühlt. Ohnmacht, Handlungsunfähigkeit und das Ärgernis, dass die Polizei nicht einschreitet, sind hier mehr als präsent.
Ich war gefangen, bin kaum von dem Buch losgekommen und habe die paar Seiten innerhalb von zwei Sitzungen durchgelesen.

99/100
Diana Gabaldon – „Ein Schatten von Liebe und Verrat“
– 47 Stunden 36 Minuten
Teil 8 dieser wirklich gigantischen Reihe ist im selben Stil wie die anderen auch geschrieben. Die Handlung geht kaum voran, ist aber historisch sehr gut ausgearbeitet und beschrieben.
Langsam habe ich das Gefühl, dass sich diese Familie irgendwie immer wieder nur im Kreis dreht.

100/100
Rolf Sakulowski – „Die Gloriosa-Verschwörung“
– 402 Seiten
Eine wirklich spannende, wenn auch fiktive Story rund um Erfurt, den Dom und Apolda. Eine spannende Geheimwaffe soll arglose Menschen zu rasenden Mördern machen und so die Obrigkeit zu Fall bringen. – Ich war komplett begeistert.
Spannend und gut verständlich geschrieben hat mich die Story binnen kürzester Zeit komplett gefesselt und nicht mehr losgelassen.

101/100
Clive Cussler – „Tiefsee“
(Dirk Pitt 7)– 498 Seiten
Ein Buch von Herrn Cussler, welches einen wirklich starken und hoch interessanten Anfang an, dann aber in die politische Richtung abdriftet und somit uninteressant wird.
Am Anfang habe ich förmlich am Text geklebt, doch nach dem Giftmüll habe ich es nur noch gelesen, in der Hoffnung, dass sich der Kreis schließt. Die Handlung selber bestand aus politischen Scharmützeln mit vielen Namen, die mich absolut nicht interessiert haben. Der Protagonist der Reihe wirkt hier irgendwie zwanghaft in die Handlung gequetscht.

102/100
Wolf Harlander – „Schmelzpunkt“
– 11 Stunden 17 Minuten
Ein Öko-Thriller, der spannender nicht sein kann. Ein riesiges Problem, Menschen die gegen die Aufklärung mauern und am Ende eine ganze Menge Nationen, die hier mitmischen wollen.
Spanennend geschrieben, super gelesen hat es mich über die Laufzeit sehr gefesselt. Das Buch hat in jedem Fall einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.

103/100
Sam Pivnik – „Der letzte Überlebende
“ – 276 Seiten
Ein wirklich eindrücklicher Lebensbericht eines Holocaustopfers, der die ganze Tortur überlebt hat. Obwohl er seinerzeit noch ein Kind war, als er in die Hölle geriet.
Sehr lesenswert, ein Tatsachenbericht ohne übertriebene Anklage oder Rachegelüste. Gelebte Geschichte, wie sie schlimmer nicht sein kann.

Bücher auf dem SuB hinzu gekommen:

Kathy Reichs – “Kalte, kalte Knochen” (Tempe Brennan 21) – Informationen zum Buch
PjotrX – “USA 2085” – Informationen zum Buch
Brandon Q. Morris – “Die letzte Kosmonautin” – Informationen zum Buch


Gelesene Bücher vom SuB:
Clive Cussler – „Im Todesnebel“ (Dirk Pitt 6)
Roland Hebesberger – „Der Tempel von Edfu“
Phillip Eilinger – „Nach dir der Tod“
Rolf Sakulowski – „Die Gloriosa-Verschwörung“
Clive Cussler – „Tiefsee“ (Dirk Pitt 7)
Sam Pivnik – „Der letzte Überlebende“

Jetzt habe ich noch 208 Titel auf meinem Stapel ungelesener Bücher! *uff

[EBook] E.M. Forster – „Die Maschine steht still“

E.M. Forster
„Die Maschine steht still“
Verlag: Hoffmann und Campe
ISBN: 9-783-455-40571-2
Länge: 42 Seiten

– gelesen im Juni 2022 –

Überraschen kurz, das Ganze.

Klappentext: In E. M. Forsters Dystopie leben die Menschen in einer unterirdischen, abgekapselten Welt mit allem Komfort: Das ganze Leben ist durch die Dienstleistungen der »Maschine« perfekt geregelt. Die Menschen haben kein Bedürfnis mehr nach persönlichen Begegnungen, man kommuniziert nur über die Maschine, die über allem wacht. Ihr Handbuch ist zu einer Art Bibel geworden, die Menschen sind gefangen in ihrer absoluten Abhängigkeit von der Technik, die sie nicht mehr kontrollieren können. Doch nach und nach geht das Wissen, das hinter der Maschine steckt, verloren und das System wird anfällig für Pannen …
E. M. Forsters visionäres Werk wirft Fragen auf, die von großer Aktualität sind: Wie kann der Mensch seine Selbstbestimmung wahren gegenüber Maschinen, die immer stärker unser Leben bestimmen? (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Vashti lebt ihr Leben in ihrer Wabe. Bereitwillig lebt sie einen Rhythmus, den die Maschine ihr vorgibt.
Ein Anruf ihres Sohnes Kuno verändert ihr Leben. Er will mit ihr reden, jedoch nicht über die Maschine, sondern von Angesicht zu Angesicht.
Nicht nur die Reise ist beschwerlich, sondern wirklich auch das, was Kuno ihr zu sagen hat. Er hat vollkommen nicht maschinelles Gedankengut. Sie kann nicht verstehen, wie er so aus der Art schlagen konnte. Sie will Kuno nie mehr sehen.
Doch eines Tages passiert das, was niemand sich jemals vorstellen konnte. Die Maschine bleibt stehen. Nichts geht mehr. Die Menschen verlieren alle ihre Annehmlichkeiten und bemerken, wie sinnlos ihre Abhängigkeit doch war.

Fazit: Ich habe ja zunächst Wunder was gedacht, wie toll dieses Buch sein würde. Und dann stellt sich das Ganze als eine eigentlich uralte Story heraus. Die Erstveröffentlichung war 1909 und ich habe meine Erwartungen erst einmal ein ganzes Stück zurückgenommen. Und das alles noch, bevor ich die Lektüre überhaupt begonnen hatte …

Die Story startet direkt mitten im Geschehen, wie es für eine Kurzgeschichte nicht unüblich ist. Und die jetzt konstruierte Welt ist die pure Science-Fiction. Die Menschen haben sich einander und der Natur abgewandt. Elterliche Pflichten enden mit der Geburt und die Menschen erzeugen Ideen.
Von der hier herrschenden Technologie kann man teilweise heute noch nur träumen und alles in allem scheint mir das hier beschriebene Leben nicht sonderlich erstrebenswert. Der Mensch hängt komplett von einer Maschine ab. Die Maschine sorgt für Luft, Unterhaltung, für den Schlafplatz und einiges mehr. Der Mensch bekommt seine Bedürfnisse komplett erfüllt und muss sich um nichts einen Kopf machen.
Wenn ich es nicht genau gewusst hätte, das es sich hier um so ein altes Werk handelt, wäre ich im Leben nicht drauf gekommen.
An der Schreib- bzw. Ausdrucksweise hat man gemerkt, dass jetzt nicht ganz so modern ist, aber ansonsten hat sich alles sehr gut lesen lassen. Ich hatte ein wirklich faszinierendes Kopfkino vor meinem geistigen Auge. Die Bilder, die da entstanden sind, hatten wirklich etwas von einer Apokalypse. Richtiggehend faszinieren.
Wenn das Ganze jetzt noch ein Roman mit mehr Umfang gewesen wäre, hätte man da aber etwas richtig Gewaltiges daraus machen können. – Vielleicht eine Fanfiction?
Das Format des Ebooks war ein seltenes PDF, aber die Seitenaufteilung war auch für das relativ kleine Display eines normalen Readers sehr gut geeignet. Da hatte ich wirklich absolut keine Probleme. Es war eben wirklich einfach nur zu kurz.

Ich bewerte dieses wirklich sehr kurze Ebook nicht mit voller Punktzahl. Der Stoff hat ein richtiges Buch verdient. Zu gern wäre ich noch mehr in diese Welt eingetaucht und hätte gern mehr über den Zustand der Erde und der Menschheit erfahren. So war es eben nur eine Art Betthupferl.