[Hörbuch] Cornelia Lotter – „Der Dirnenblock 1+2“

Cornelia Lotter
„Der Dirnenblock Teil 1+2“
Verlag: Saga Egmont
EAN: 9-788-727-03640-
Länge: 8 Stunden 30 Minuten
Sprecherin: Katharina Linnepe

– gehört im Juni 2025 –

Cornelia Lotter ist ein Zufallsfund über Spotify und ich habe die Autorin für ihre historischen Romane lieben gelernt. – In diesem Fall verfolgen wir das Schicksal einer jungen Französin durch die Kriegsjahre.

Klappentext:

Frankreich 1940: Nach der Besetzung Frankreichs durch die deutschen Truppen erhält die elsässische Winzertochter Colette von Major Maurer das Angebot, als Dolmetscherin und Sekretärin im Beschaffungsamt in Paris zu arbeiten. Colette kann schlecht ablehnen, da der Major ihrem Vater im Gegenzug verspricht, dafür zu sorgen, dass ihre drei Brüder nicht zur Wehrmacht eingezogen werden. Da Paris schon immer ein Traum der lebenslustigen Colette ist, nimmt sie das Angebot gern an. In der Stadt der Liebe lernt sie das mondäne Leben der Besatzer kennen, in das sie der Major einführt. Sie versucht, zwischen Nationalstolz und Kollaboration ihren Weg zu finden, um einerseits ein angenehmes Leben zu führen und andererseits ihr Heimatland nicht zu verraten.
Als sie in eine Aktion der Résistance gerät, findet sie sich in den Folterkellern der Gestapo wieder. Wird es dem Major, der inzwischen ihr Liebhaber geworden ist, gelingen, Colette vor dem KZ zu bewahren? (Quelle: Thalia.de)

Inhalt:

Colette ist Winzertochter und der Hörer dieses Buches begleitet sie zunächst beim Erwachsenwerden und später durch die Jahre des Krieges, bzw. durch die Zeit der Besatzung durch die Deutschen.
Colette ist zunächst ein junges Mädchen, was aus der Schule kommt und dann die Handelsschule besuchen soll. Diese kann sie allerdings nicht beenden, da der Krieg dafür sorgt, dass vieles verlegt oder geschlossen werden muss.
Auf dem Weingut ihrer Familie trifft sie auf einen deutschen Major, der sie dann mit nach Paris nimmt, wo sie für ihn im Büro arbeiten soll. – Colette genießt das Leben, erledigt ihre Arbeit und versucht, ihren Weg zu gehen. Besonders als sie glaubt, in dem Major einen Mann gefunden zu haben.
Colette wird schwanger, erfährt, dass ihr Major verheiratet ist und muss das Kind loswerden. Dabei gerät sie in einen Vorfall und landet so im Strafsystem der Deutschen. Prostitution in Leipzig, später eine Büroanstellung in Leipzig. Allerdings gerät sie wieder zwischen die Fronten und sieht sich nun stärkeren Geschützen des Strafsystems gegenüber.

Fazit:

Das Cover zeigt eine junge Frau offensichtlich in Paris, da der Eiffelturm zu sehen ist. – Ich nehme an, dass das Colette sein soll. Allerdings habe ich mir die Frau im Laufe der Handlung ganz anders vorgestellt, als sie hier abgebildet wurde. Zum Glück habe ich dem Cover nicht so viel Aufmerksamkeit geschenkt, da ich sehr gespannt auf die Handlung war.

Zunächst einmal, lernt man Colette kennen. Schulzeit, Erwachsenwerden und wie sich die Hilfe auf dem Weingut dadurch verändert. Klar ist aber von Anfang an, dass sie ihren Frieden mit ihrem Leben gemacht hat. Sie hat sich arrangiert und lässt es mit den Männergeschichten langsam und vernünftig angehen.
Es folgt die deutsche Besatzung ihrer Heimat durch die Deutschen. Schnell wird klar, dass man zwar versucht, sich damit zu arrangieren, dass es aber alles andere als einfach ist. – Als dann dieser deutsche Offizier das erste Mal ins Spiel kommt, schwante mir gleich, dass das nicht gut gehen kann. Und als ihr Vater ihr dann das Ansinnen dieses Mannes offeriert, haben bei mir schon sämtliche Alarmglocken geschrillt.
Die Protagonistin hat ihre Chance genutzt und sich wohl auch ganz gut geschlagen. Ihr Verhängnis war dann am Ende der Druck durch die ungewollte Schwangerschaft und das gelüftete Geheimnis des Majors. – Ich frage mich allerdings, was sich der Mann dabei gedacht hat. Er hat sie wirklich sehr großzügig umworben und wirklich eindeutige Signale gesendet. Das arme Mädchen ist doch schon hier das erste Mal verarscht worden.
Das Colette in das Strafverfolgungssystem stolpert, war ein wirklich sehr dummer Zufall. Und am Ende hat sie ja nur derjenige richtig reingerissen, den sie eigentlich schützen wollte. Und der ganze Rest ist Naivität. – Zwar ist es hier hoch anzurechnen, dass sie in die Prostitution geht, und sie schlägt sich scheinbar auch ganz gut damit. Einzig ihr Einfühlungsvermögen und ihr Drang zu helfen, schieben sie immer mehr in die Zange rein.

Dieser erste und zweite Teil hat jetzt noch nicht so viel Bezug zum eigentlichen Titel. Aber im Laufe der Handlung konnte ich sehr gut nachverfolgen, dass es wohl Schritt für Schritt für die junge Frau noch schlimmer werden wird. Der Titel hat mir dann offenbart, wo das alles für sie enden würde.
Ich fand es interessant, wie man die Protagonistin quasi dabei begleitet hat, wie sie erwachsen wurde und später dann in die ganzen Probleme förmlich hineinstolperte.
Stellenweise hatte ich ein richtig brutales Kopfkino vor meinem geistigen Auge und hätte die Frau am liebsten mal so richtig durchgeschüttelt, damit sie wieder klar sieht. Ich habe mit ihr gelitten, sie bewundert und dann wieder innerlich aufgestöhnt, wenn sie sich wieder wo reingeritten hatte.
Alles war in einem Strang erzählt und so ausführlich wie nötig und so wenig wie möglich erklärt. Ich konnte der Handlung bequem folgen und war zu keinem Zeitpunkt gelangweilt.
Am Ende war ich dann schon ein wenig überrascht, wie plötzlich das Ende kam und dass es dann doch so einen Cut drinnen hatte. Im Grunde freue ich mich tierisch auf Teil 3 und 4 und hoffe, dass ich schnell dazu komme, es zu hören.

Bewertung: 5 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Auch wenn der Titel noch nicht so wirklich Programm war, war ich gefesselt und konnte schon so leicht ahnen, wo das alles hinführen würde. Was dieser jungen Frau dann aber alles passiert ist und wie sie sich dann doch durchgekämpft hat, fand ich einfach nur bewundernswert. – Gut geschrieben, flüssig und einfach erzählt und einfach nur ein Stück Geschichte in Romanform.

Meine Woche 39. Kalenderwoche 2027

Geärgert:
Ich habe mich nicht ärgern lassen, obwohl sie es versucht haben.

Gefreut:
Dass ich wirklich mal eine Woche lang so ziemlich meine Ruhe hatte und das dann auch genießen konnte.

Gedacht:
Dass ich vielleicht mal aus dem Knet kommen müsste.

Gefragt:
nein, diese Woche hatte ich tatsäclich keine Fragen.

Genervt:
Auch nicht so wirklich. – Dass man auf dem Land nicht wirklich ruhig lebt, sollte inzwischen überall angekommen sein.

Gefühlt:
Fast wie Urlaub

positiv:
Ich habe mein Leben genossen.

negativ:
Außer Plänen habe ich nichts gerissen.

Gelitten:
Nein, so schlimm war es nicht.

Genossen:
Die Sonne, das Wetter, die freie Zeit und die ausgiebigen Kuscheleinheiten mit meinem Hundchen.

Gewesen:
Viel mit dem Rad unterwegs. Dabei habe ich die Herbstchallence von Macadam abgeschlossen.

Getroffen:
Meine Cousine und ihren Mann.

Gesucht:
Oh, nach vielen Dingen.

Gefunden:
Im Einkaufsladen so Haferkekse, die ich mal probiert habe.

Gelacht:
Jep, ich habe auch gelacht, in dieser Woche.

Geweint/Getrauert:
Nein, so schlimm war es nicht.

Gewundert:
Ja sagt mal, trotzdem es Herbst ist, ist es noch einmal so warm?!

Gegessen:
Viele leckere Sachen. Die aufgetauten Grilldinger waren die Besten!

Genascht:
Haferkekse – die waren gut!

Getrunken:
Viel, sehr viel!

Gegoogelt:
Ja, ich habe was gegoogelt, aber was das jetzt genau war, kann ich gar nicht mehr sagen.

Gesehen:
Ein paar Folgen „Wednesday“, ein paar Folgen „Ghosts“ und ein paar Folgen „In aller Freundschaft, die jungen Ärzte“

Gebastel/Gespielt/Gehandwerkt/Geschrieben:
Nur Rezis, obwohl ich mit denen auch wieder komplett hinterherhänge.

Getan:
Ich habe mein Leben genossen, und das in vollen Zügen.

Gelesen:
„Produktion des Todes“ von Jens-Christian Wagner beendet
„Insel der Verlorenen“ komplett durchgesuchtet
„Eisfunken – gefährliche Melodien“ angefangen

Gekauft:
nur Lebensmittel

Gelernt:
Dass man nicht immer auf das erstbeste, ach so tolle Angebot hereinfallen muss.

Geschenkt (bekommen):
nein, nichts

Geschlafen:
Jep, sogar sehr gut

Geträumt:
Stellenweise richtig abstruses Zeug!

Geplant:
Meine freien Tage noch bis Mittwoch hinauszögern und mir dann den neuen Einsazt mal ansehen.

Fazit

Das war in jedem Fall eine ruhige Woche. Wie ich es geahnt habe, haben die nicht so wirklich mehr den Einsatz für mich da ich da am 1. Oktober in der neuen Bude anfangen soll. Sicher, sie haben es versucht und mich am Mittwoch kontaktiert, ob ich noch einmal in diesen Metallbetrieb gehe, für zwei Nachtschichten. Aber als ich dann mal so ganz ehrlich in mich hineingehört habe, war klar, dass ich das nicht machen möchte. Ich bin zwar Leiharbeiter, aber eben keine Hure. Und entweder ein Betrieb braucht micht, dann arbeite ich da für eine Weile, aber eben durchgängig, oder er braucht mich nicht, dann arbeite ich da nicht. – Das mag für einen Leiharbeiter nicht unbedingt eine gesunde Einstellung sein, aber ich lasse mich doch jetzt nicht immerzu von Pontius zu Pilatus schieben. Dafür bin ich zu alt!

Wie habe ich nun meine Woche verbracht? – Nun, im Grunde hat es sich angefühlt, als hätte ich Urlaub. Und das Wetter hat ja auch super gepasst. – Herr Hund ist so, jeden Tag, zu einer Gassirunde gekommen. Ich habe mich an der frischen Luft bewegt, habe noch etwas Farbe abbekommen und Herr Hund war jeden Abend rechtschaffend müde.
Außerdem war ich noch viel Radfahren. Dabei hatte ich Macadam mitlaufen und habe, fast ganz nebenbei, mal eben so die Challence für den Herbst beendet. – Macadam ist eine App, bei der ich jeden Abend die gesammelten Schritte in Coins umwandeln kann. Irgendwann kann ich mir dafür dann Gutscheine auszahlen lassen, oder Bargeld geben lassen. Es ist jetzt nichts, wovon man leben könnte, aber es motiviert doch so ungemein, einfach mal ein paar Schritte zu laufen oder anderweitig aktiv zu werden. – Mit dem Rad lassen sich jedenfalls richtig gut viele Kartencoins sammeln, da man auf diese Weise auf die nötigen Kilometer kommt, um auch an 30 Spots Coins sammeln zu können. Ab und an mache ich das mal und es macht Spaß.

Im allgmeinen habe ich es in dieser Woche noch etwas ruhiger, als das normalerweise bei mir der Fall ist. Meine Eltern sind noch bis zum Freitag in ihrem Urlaub und streiten sich hier zu Hause nicht. Das erleichtert das Runterkochen schon ungemein und lässt sich zu Hause fast wie Urlaub anfühlen.

Saturday Sentence – „Insel der Verlorenen“

1. Nimm deine aktuelle Lektüre

Nur wer um ihr Geheimnis weiß, kann sie finden – die Insel der Verlorenen, die im dichten Nebel im Wattenmeer verborgen liegt. Was einst als Traum von einem Ort ohne Kummer und Leid begann, entwickelt sich bald zu einem Fluch, vor dem es kein Entrinnen gibt. Das muss auch Tom erfahren, als er versucht, seine Freunde vor der grausamen Philonia Grabstatt zu retten, die ihre Schüler auf die Insel bringt, um sie ihrer Persönlichkeit zu berauben. Unter Einsatz seines Lebens gelingt es Tom schließlich, sich mutig gegen Konformität und blinden Gehorsam aufzulehnen und seine Freunde zurückzuholen. Toms Treue wird dabei auf eine harte Probe gestellt, und er muss schmerzlich erfahren, was es bedeutet, seelenlos zu sein. (Quelle: Lovelybooks.de)

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein „Saturday Sentence“ lautet. (Bei Ebooks Position 158)

Die Mädchen drängten sich vor, weil sie die Ersten sein wollten, was Linus und Tom sehr entgegenkam.

Anne Levin – „Insel der Verlorenen“ (Refugium 1); ISBN: 9-783-750-46560-2

3. Und wie ist es bisher?
Das Buch muss mal wieder so ein Schnellkauf nach Newsletter gewesen sein. Aber irgendwie spricht es mich an. Zwar habe ich den Eindruck, dass es sich hier um Kinder- und Jugendliteratur handelt, aber im Grund ist die Geschichte irgendwie ganz interessant.
Eine verkappte Hexe, oder so etwas ähnliches. Kinder, die einfach nur Kinder sind und dafür in gewissem Sinne bestraft werden und ein zugezogener Lausebengel, der gemeinsame Sache mit einem Geist macht und deswegen dieser „Strafe“ entgeht.

Es kann in jedem Fall gut sein, dass ich hier wohl auch noch die nächsten beiden Bände holen werde.

Fusselfreitag #332

Fussel geht kuckt…

Fussel hat eine neue Macke – er mag meinen Lese- und Lümmelsessel inzwischen sehr gern.
Wenn ich selber gerade drauf bin, kommt er an, stellt sich daneben und starrt mich so lange an, bis ich ihn hochhebe. Wenn ich nicht da bin, oder gerade wonders drauf sitze, tipptelt er hin und her, bis ihn jemand geruht, auf sein neues eigenes Sofa zu heben *lach
Selber springt er nicht hoch. Ich vermute mal, dass ihm der Untergrund keinen Gripp bietet und er vielleicht auch schon mal weggerutscht ist, als er es versucht hat. Außerdem ist das Teil, von der Höhe her, mit einem Boxsringbett zu vergleichen. Also gar nicht so einfach, für den kleinen Kerl mit den kurzen Beinchen.

Hier hatte er sich dann nicht nur den Sessel, sondern auch die selbst gehäkelte Decke gekapert und und den kompletten Sessel belegt. Da war für mich wenig bis gar kein Platz mehr. *lach

[Hörspiel] Geister-Schocker 103 – „Im Auftrag des Bösen“

Autor: Bob Collins
Verlag: Romantruhe
Erschienen: 27. Januar 2023
Länge: 1 Stunde

Die Sprecher:

Helmut Gauss
Sascha Rotermund
Gabrielle Pietermann
Till Hagen
Oliver Stritzel
David Wittmann
Olivia Büschken
Jan Makino
Lisa May Mitsching
Bert Franzke

direkt auf Spotify anhören

Inhalt:

In Schottland steht es mit der Wirtschaft nicht mehr zum Besten. Und wenn man dann „nur“ ein kleiner Schafzüchter ist, ist die Welt alles andere als rosig. Trotz allem versuchen sich die Bewohner der Farm nicht unterkriegen zu lassen. Das allerdings gestaltet sich schwierig, denn aus einem schönen Abend mit einer netten Freundin wird schnell ein Alptraum, als diese auf dem Nachhauseweg grausam ermordet wird.
Die Aufklärung des Falles scheint nicht so wichtig zu sein und die Trauerfeier für die junge Frau gerät zu einem fast heiteren Ereignis, als der Besitzer der Schaffarm seiner Tochter eröffnet, dass er für sie eine Ehe arrangiert hat. – Die Tochter, ganz Dickkopf verweigert sich diesem Vorhaben von Anfang an komplett und hat am Ende sowas von Recht mit diesem Verhalten.
Die Morde gehen weiter, unschuldige Menschen werden auf die selbe bestialische Art getötet, wie die junge Frau. Einzig der letzte Angestellte des Schafzüchters hat den Hauch einer Ahnung um was für ein Wesen es sich bei den Morden handelt. Eigenmächtig und ohne die Anweisung seines Chefs versucht er dem Treiben Einhalt zu gebieten.

Mein Hörerlebnis:

Wie niedlich, alles beginnt mit einer wirklich sehr gut gelaunten Runde, die allerdings sehr gepflegt Konversation betreibt. Fast schon etepetete mutet die Szene an, die dann aber schnell in der Auflösung der Runde und in einem ersten krausamen Todesfall endet.
Der Umgang des alten Mannes mit den Geschehnissen ist fast schon klischeehaft. Ich hatte die ganze Zeit irgendwie das Gefühl, dass er ganz genau wusste, was da draußen sein Unwesen treibt, es aber nicht wahr haben wollte, aus welchen Gründen auch immer.
Die Nebenhandlungen mit dem sich streitenden Pärchen, der anschließenden Verfolgungsjagd und den weiteren Todesfällen war dann schon fast ein wenig verwirrend. Aus einer normalen Alltagssituation wurde schnell eine eigenartige Szene, deren Wendung ich nur verstanden habe, weil dann schon die ersten Worte von und über das Monster gefallen waren.
Die arrangierte Hochzeit hat mich dann ein wenig an der Zeit zweifeln lassen, in der die Handlung hier spielen sollte. Schottland hält gern und viel an seinen Traditionen fest, aber arrangierte Ehen gibt es da sicherlich nicht mehr. – Ich kann es mir jedenfalls nicht vorstellen.
Vorstellen kann ich mir aber, dass der Autor dieser Folge einen Aufhänger brauchte, um die Sprache auf den wirklich zweifelhaften jungen Mann zu bringen, der mit der jungen Frau verheiratet werden sollte. – Ganz koscher war der mir von Anfang an nicht. Als dann aber seine wahre Natur zum Vorschein gekommen ist, habe ich mich gefragt, wie das logisch hinhauen sollte. Konnte der wirklich die ganze Zeit seinen eigenen Vater täuschen? Mal ganz davon abgesehen, dass seine Geschichte mit den Heiratsplänen und den Kindern in dem Fall hinkt, denn er selber muss ja auch irgendwie zu dem geworden sein, was er ist.
Dass der Fluch nicht einfach fortbestehen kann, war mir von Anfang an klar. Wie die Sache dann am Ende aber aufgelöst worden ist, erschien mir fast ein wenig zu einfach. Warum mussten dann immer noch weiter unschuldige Menschen sterben. Das wäre doch sicherlich auch ohne gegangen. Der Handlung hat das nicht mehr viel gegeben, denn allein das Wesen des Wesens war schon irgendwie interessant.

Fazit:

Der Titel hat hier irgendwie nicht gepasst. Ich habe die ganze Zeit nach einem Auftrag gesucht. Aber das Wesen selber wurde ja wohl nicht beauftragt, wenn ich das richtig verstanden habe. Warum also „Im Auftrag des Bösen“? Wäre da nicht irgendwas mit einem verborgenen Bösen besser gewesen?
Das Cover ist zwar ganz gut gemacht, gibt aber keinerlei Aufschluss über die Handlung in der Folge. Künstlerisch ok, Bezug aufs Hörspiel irgendwie null.
Die Schauspieler haben eine konstant gute Leistung gebracht, allerdings hat sich hier niemand irgendwie in meine besondere Aufmerksamkeit geschlichen. Die waren alle gut und haben ihren Job super gemacht. Ich habe ihnen die Rollen abgekauft und hatte beim Hören stellenweise ein gutes Kopfkino vor meinem geistigen Auge.

Von der Story her war es jetzt ganz interessant, aber vom Schreiben her jetzt nicht unbedingt gut gelöst. Ich denke, das wäre besser gegangen. Somit ordne ich diese Folge irgendwo im untern Mittelfeld meiner persönlichen Rangliste ein. – Kann man mal hören, muss man aber nicht.

[Taschenbuch] Michael Tsokos – „Schwimmen Tote immer oben“

Michael Tsokos
„Schwimmen Tote immer oben“
Verlag: Droemer Knaur
ISBN: 9-783-426-27764-5
Länge: 169 Seiten

– gelesen im Juni 2025 –

In diesem Monat war es mal wieder ein Sachbuch von Michael Tsokos, welches mich von seiner realen Arbeit unterrichten sollte. – Schon interessant, wie sich Krimiautoren die Wahrheit so hinbiegen, dass sie es bequem verwenden können.

Klappentext:

Die häufigsten Irrtümer über die Rechtsmedizin – das neue Sachbuch von Michael Tsokos, Deutschlands bekanntestem Rechtsmediziner: Leider sind es oft Klischees, die unsere Vorstellung von der Rechtsmedizin beherrschen. Keiner weiß das besser als Michael Tsokos, der vielfache Bestseller-Autor. Er erläutert die teils groben Fehler und informiert unterhaltsam und spannend über die Mittel und Methoden der Rechtsmedizin, seine Arbeit am Seziertisch im Obduktionssaal und die neuesten Entwicklungen in der Forensik. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt:

In „Schwimmen Tote immer oben“ räumt Michael Tsokos wieder mit einigen Irrtümern über die Befunde und das Vorgehen in der Rechtsmedizin auf. Dabei kommt schnell heraus, dass es gerade Krimiautoren sind, die sich die Arbeit so hinbiegen, wie sie es am besten gebrauchen können.
Es geht um die, schon im Titel zitierten, Wasserleichen und ihr Verhalten im Wasser. Es geht darum, wie man Schnitt- oder Stichverletzungen unterscheiden kann und unter anderem auch darum, dass Erwürgen für das Opfer eine sehr qualvolle Geschichte ist, und für den Täter wirklich sehr anstrengend werden kann. Interessant auch das Kapitel über den scheintot und seine Auswirkungen oder aber auch, ob eine Schusswaffe nach einem Suizid noch in der Hand des getöteten sein kann oder eben nicht.

Fazit:

Eines der Sachbücher von Michael Tsokos. Erschienen im Jahr 2019 und schon durch die Titelillustration wird deutlich, dass man hier keine sachlichen Vorlesungen zu erwarten hat, sondern wirklich Irrtümer aus Krimi und Fernsehen hergneommen werden und aufgeklärt und auch Fragen von Lesern und Zuschauern aufgeklärt werden.

Das Buch hat nicht einmal 200 Seiten ist im Normalfall eigentlich ein Werk, was man an einem Abend mal so eben wegatmen kann. Meiner Meinung nach geht dabei aber einiges verloren, was man vielleicht eher mal entdeckt, wenn man dieses Buch parallel und Häppchenweise liest. Ähnlich wie ein buchiger Adventskalender kann man sich jeden Tag ein kleines Kapitel vornehmen und so viel mehr herausziehen, als wenn man es in einem Rutsch wegliest.
Der Schreibstil ist einfach und gut verständlich. Dazu ist noch sehr vorteilhaft, dass die Schrift wirklich sehr groß ist und fürs Dauerlesen sehr gut geeignet.
Von den Illustrationen mag man halten, was man will. Sie sind in jedem Fall witzig und lockern das Thema schon irgendwie auf. Allerdings finde ich sie, gerade bei so einem Thema, dann doch etwas daneben. Stellenweise wird der Stoff in den Zeichnungen wirklich arg ins Lächerliche gezogen.
Das Taschenbuch ist wirklich sehr stabil geklebt, sodass es auch mehrmaliges Lesen durchaus aushalten würde, ohne direkt auseinander zu fleddern. Das Papier selber ist sehr dick und stabil. – Somit hatte ich es auch recht schnell durchgelesen und fand es fast schon ein wenig schade, dass es dann auch schon wieder vorbei gewesen sein soll.

Ich hatte beim Lesen kein Kopfkino, wurde aber auf informativer Ebene wirklich sehr gut unterhalten. Herr Tsokos erklärt Dinge aus seinem Fachgebiet, ohne in einen dozierenden oder belehrenden Tonfall zu verfallen und das macht dieses, eigentlich Fachbuch, so angenehm zu lesen. – zwar kommt er im Text nicht immer um Gesetzestexte herum, erklärt diese dann aber in normaler Sprache, sodass man sich keinen Knoten ins Hirn machen muss, will man das Kauderwelsch verstehen.

Bewertung: 5 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Ein Fachbuch über Rechtsmedizin und Irrtümer in Krimis und Co, wie ich es mir gefallen lassen. Inforamtiv, ohne dozierende Elemente und viele Themen und Irrtümer aufgeklärt und gerade gerückt, eben so, wie es auch Otto Normal sehr gut verstehen kann.

[Hörspiel] Geister-Schocker 102 – „Horror-Urlaub“

Autor: G. Arentzen
Verlag: Romantruhe
Erschienen: 25. November 2022
Länge: 1 Stunde 19 Minuten

Die Sprecher und ihre Rollen:

Sascha Rotermund,
Marie Bierstedt
Reent Reins
Sven Matthias
Vanida Karun
Kim Hasper
Marie Burghardt
Dagmar Bittner
Tom Steinbrecher
Katja Brügger
Ingo Abel
Sonita Sodhi
Regina Lemnitz
Dirk Hardegen
Ruby Schülert
Volkan Baydar
Pascal Runge

direkt auf Spotify anhören

Inhalt:

Christopher Schwarz und seine Verlobte Carmen sind im Urlaub. In Edinburgh sind sie zu einer Führung durch eine unterirdische Straße mit wirklich grausamer und beträchtlicher Geschichte eingeladen. – Was als lockerer Touristenattraktion beginnt, entwickelt sich aber schnell zum wohl größten Horror für Carmen und Christoph.
Die Gruppe, welche die Straße besichtigt besteht aus den verschiedensten Charakteren und scheint wirklich erst einmal ganz normales Sightseeing zu sein. So lang, bis auch der größte Skeptiker einsehen muss, dass es wirklich Geister gibt und diese sich nicht alle gleichen. Es gibt gute und böse, es gibt feinstoffliche und solche ohne Körper. Aber auch jene, welche sich eines Körper bemächtigen und mit geschundenen Seelen ein böses Spiel treiben. – Genau mit so einem Wesen bekommen es Carmen und Christoph zu tun, die sich eben nicht einfach ihrem Schicksal ergeben, sondern gegen das Böse ankämpfen und dabei an die größten Abgründe, die sie je erlebt haben, getrieben werden.

Mein Hörerlebnis:

Der Einstieg war etwas verwirrend, weil ich immer nicht so genau zuhöre, wenn Jahreszahlen genannt werden. – Als mir dann aber der Zeitrahmen dieser Handlung bewusst wurde, war mir klar, an das dieses kleine Mädchen hier gerade im Sterben lag und warum der Mann unbedingt fliehen wollte und sein eigenes Kind zurückzulassen. Die Pest war schon eine schlimme Geisel der Menschheit und ich wüsste nicht, ob wir sie heutzutage heilen könnten. Aber ich glaube, sie ist ja eh ausgerottet, wenn mich nicht alles täuscht.
In jedem Fall machen wir dann einen Zeitsprung und bei mir hat die große Ernüchterung eingesetzt, da es sich um eine Folge von und mit Christopher Schwarz gehandelt hat. – Dieser Protagonist entwickelt sich in meinen Augen immer ehr zu einem sehr unsympathischen Tausendsassa. – Mit von der Partie ist in diesem Fall auch seine inzwischen Verlobte Carmen, welche sich im Laufe der Handlung als eine Frau mit ungeahnten Fähigkeiten herausstellt.
Die Tatsache, was in dieser Straße, die besichtigt werden soll, vorgefallen ist, wird schnell klar. Die Tatsache, dass sich hier die verschiedensten Charaktere in der Gruppe tummeln, ist eine angenehme Sache, aber am Ende bleiben viele dieser Leute wirklich komplett im Dunkeln. Nur der unscheinbarste von allen entwickelt sich irgendwann zu so etwas wie einer Schlüsselperson, spielt aber eigentlich auch nicht lang mit.
Ab einem gewissen Punkt war die Handlung für mich hier irgendwann nur noch ein ziemlich großes Durcheinander aus Geistern, Ängsten und Menschen, von denen lange Zeit nicht klar war, ob sie diesen Ausflug überlebt haben oder nicht. – Am Ende wird klar, um was es hier eigentlich geht und innerlich habe ich einmal mehr ziemlich aufgestöhnt. Da war ein Wesen, ein böses und mächtiges Wesen, welches die Ereignisse in dieser Straße von Anfang an gesteuert und nach seinem Willen gelenkt hat. Carmen und Christopher geben sich diesem Wesen dann eben nicht einfach so hin, sondern tun, was in ihrer Macht steht, um dem Ding den Gar auszumachen. Das allerdings treibt beide an ihre körperlichen und geistigen Grenzen und wenn Christoph nicht gewisse Fähigkeiten gehabt hätte, dann hätte er diese Aktion wohl mit dem Leben bezahlt.

Fazit:

Den Titel dieser Folge finde ich ja etwas überzogen. Wenn ich die Handlung so richtig interpretiert habe, dann war ja nicht der komplette Urlaub Horror, sonder „lediglich“ dieser Ausflug in diese unterirdische Straße. – Die Geschichte dieser Straße finde ich allerdings sehr interessant und auch Edinburgh ist ja eine Stadt, um die sich immer mal wieder Geistergeschichten ranken und wo sich einige Dinge erzählt werden.
Die Schauspieler haben einen gewohnt guten Job gemacht, wobei sich bei mir besonder Marie Burhkhardt hier hervorgetan hat. Wie kann sich eine so liebe und nette Person in so eine böse und verschlagene Rolle hineinversetzen. Eins so liebe Stimme so zynisch und hintergründig böse klingen zu lassen, ist mal mehr als gut. In jedem richtig gut erwähnenswert.
Von dem Protagonisten dieser Reihe und dieser Folge bin ich nach wie vor nicht besonders überzeugt. Zum einen finde ich den Charakter irgendwie vollkommen überzogen dargestellt und dann ist jetzt einfach mal verlobt und ganz nebenbei entwickelt sich seine Verlobte zu einer wirklich mächtigen Hexe, was vorher noch nicht einmal zur Sprache gekommen ist. – Ganz nett, dass hier das Eine oder andere aus ihrer Vergangenheit zur Sprache kommt, aber sympathischer macht sie das für mich auch nicht.

Man kann diese Folge mal hören, man muss es aber nicht. – Dieses Durcheinander ist technisch ganz gut gemacht, aber die ganze Story ist zwar interessant, aber irgendwie zerschrieben.

[EBook] Clive Cussler – „Unbestechlich“

Clive Cussler
“Unbestechlich”
Reihe: Isaac Bell (15)
Verlag: Blanvalet
ISBN: 9-783-641-18407-0
Länge: 366 Seiten

– gelesen im Juni 2025 –

Der letzte Band von und mit Isaac Bell. – Ich war gespannt, ob die Reihe irgendwie beendet werden würde. Da wurde ich aber doch enttäuscht.

Klappentext:

1921. Isaac Bells Freund und Mentor Joseph Van Dorn wird von einem Schmuggler angeschossen und schwer verwundet. Bell wird nicht ruhen, bis er den Täter gestellt hat. Doch da wird der wichtigste Zeuge ebenso brutal wie effizient ermordet. Bell dringt immer tiefer in das Netz der Schmuggler vor und stößt auf eine Organisation, deren Ambitionen weit über schnelles Geld hinausgehen. Nicht weniger als die Destabilisierung der Vereinigten Staaten ist ihr Ziel – und Bell ist der Einzige, der sie aufhalten kann. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt:

Wir sind im Jahr 1921 und befinden uns mitten in der Prohibition. Damit sind auch die illegalen Geschäfte in vollem Gange, die mit der illegalen Beschaffung von Alkohol zu tun haben.
Die Van Dorn Agency hilft bei der Bekämpfung des Alkoholschmuggels und all seiner Begleiterscheinungen. Dabei wird Van Dorn persönlich angeschossen und landet im Krankenhaus. Er ist ausgeknockt und Isaac Bell muss die Geschäfte übernehmen, was er fast selbstverständlich macht und das auch noch mit Bravour.
Isaac stellt Leute ein, schnüffelt hier und scheucht da auf. Am Ende deckt er er eine ganze Menge rivalisierender Truppen auf, die alle auf ihre Art ihr Geld mit dem illegalen Alkohol machen wollen.

Fazit:

Mein Ebook stammt aus der 1. Auflage dieses Buches und aus dem Jahr 2016. Es handelt sich hier um den wohl letzten Band aus der Reihe von und mit Isaac Bell. – Zumindest, was mein Wissensstand angeht. Ich weiß aber auch, dass Clive Cussler Senior wohl inzwischen verstorben ist und vermute, dass sein Sohn unter dem selben Namen auch Bücher schreibt. Bleibt nur die Frage, ob er die Reihen seines Vaters weiterführt oder dann doch eigene Sachen macht. – Das habe ich noch nicht in Erfahrung bringen können. Hoffe aber, dass ich da eventuell noch schlauer werde.

Die Handlung startet quasi direkt mit einer Schießerei, bei der der Chef der Van Dorn-Agenten direkt mal ins Krankenhaus befördert worden ist. Leider fehlte mir dann im Anschluss etwas über die Medizin der damaligen Zeit. – Der Patient überlebt, aber was genau wie möglich gemacht worden ist oder wo die Schwächen der damaligen Zeit lagen, hätten hier durchaus noch eine interessante Komponente der Story gehabt.
Dann ist mir immer wieder der Begriff “Bootlegger” begegnet. Das hatte ich noch nie gehört und musste den Duden erst einmal fragen, was das sein sollte. Ein Bootlegger ist am Ende nichts weiter als ein Alkoholschmuggler. Eine männliche Person, die illegal Schnaps brennt und diesen dann verkauft.
Die Handlung selber ist dann ein wilder Mix aus Ermittlungen, Schießereien und dem Verfolgen von dem, was die Schmuggler so anstellen.
In jedem Fall sind mir jede Menge Namen um die Ohren geflogen, dass mir Hören und Sehen vergangen ist. Ich habe ab einem gewissen Punkt nur noch drüber gelesen, dem Verstehen keine große Aufmerksamkeit mehr gewidmet, weil ich dann eben nur zum Ende kommen wollte.
Fakt ist jedenfalls, dass die schon damals alle möglichen Raffinessen angewandt haben und mir ist immer mal wieder die Spucke weggeblieben, als es um die Trick der Schmuggler ging. Ich glaube nicht, dass Herr Cussler sich das alles an den Haaren herbeigezogen hat. Da gibt es sicherlich genug Möglichkeiten, da zu recherieren und die Wahrheit zu schreiben.

Das Buch hatte eine angenehme Länge und ist im typischen Cussler-Stil geschrieben. Recherchiert hat er für den Stoff sicher einiges und dann leider auch den einen oder anderen Fachbegriff eingefügt. Mit Motoren und technischen Raffinessen hat er es ja in jedem seiner Bücher.
Abwechslung bot dieses Buch, weil man als Leser mehr aus Sicht der Schmuggler mitbekommen hat. Das hat nicht nur die Masse an Namen erhöht, sondern auch die Sichtweise auf die Handlung ein wenig verwirrend gestaltet.
Ich habe das Buch gelesen, finde aber, dass Cussler durchaus schon bessere Bücher und auch Reihen geschrieben hat. Diese hier ist jetzt für mich, zum Glück, abgeschlossen und ich hoffe darauf, dass die nächste wieder besser wird.

Bewertung: 3 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 3 von 5 möglichen Sternen.
Ich habe den Großteil dieses Buches einfach nur überlesen. Das lag schlicht und ergreifend an den vielen Namen. Ich habe die Leute nicht auseinanderhalten können. Es hat einfach nicht funktioniert.

Meine Woche 38. Kalenderwoche 2026

Geärgert:
Ach wo, is wie es ist.

Gefreut:
Dass zumindest eines der beiden Gespräche die Woche geklappt hat.

Gedacht:
Oweia, in der Firma sind ja nur noch Polen.

Gefragt:
Und wie verständige ich mich bitte mit einem fremdsprachigen Vorgesetzten?

Genervt:
Hab ich nicht zugelassen.

Gefühlt:
neutral

positiv:
Ich habe die Woche geschafft.

negativ:
Es sollte eben nicht weitergehen.

Gelitten:
Meinem linken Handgelenk war das Metall wohl zu schwer. (AUA!)

Genossen:
Den Feierabend jeden Tag. – So ruhig, so bierig. *lach

Gewesen:
auf Arbeit und zu Vorstellungsgesprächen

Getroffen:
Alte bekannte Nasen aus 2025 🙂

Gesucht:
Nach einer zündendenden Idee für einen evtl. Youtubekanal.

Gefunden:
Eine Idee, die ich gern mal ausprobieren würde und so ein paar Ideen für Kurzgeschichten oder ähnliches.

Gelacht:
Über den Staplerfahrer in der Firma. Der hat sich für sein Fahrzeug aber immer wieder was Neues einfallen lassen.

Geweint/Getrauert:
nein, so schlimm war es nicht.

Gewundert:
Ich wundere mich nicht mehr. Ich nehme es, wie es ist. Kann es eh nicht ändern.

Gegessen:
Gestern lecker Bratkartoffeln mit Tomatensalat und heute eine selbst gebaute Lasagne.

Genascht:
Nussecken – so lecker

Getrunken:
Bierchen, Wasser, Tee

Gegoogelt:
Nac Fahrstrecken, damit ich nen Einsatz ablehnen kann.

Gesehen:
Eine Folge von „In aller Freundschaft, die jungen Ärzte“, eine Folge „Ghosts“ und eine Folge „Wednesday“

Gebastel/Gespielt/Gehandwerkt/Geschrieben:
Rezis, nur Rezis

Getan:
gearbeitet, geschlafen, gelesen, geplant (wenn auch nur im Kopf)

Gelesen:
ausgelesen: „Sturm“ von Uwe Laub und begonnen „Schneewittchens Geister“ von Hanna-Linn Hava

Gekauft:
Bücher, natürlich wieder viel zu viele

Gelernt:
Wie ich eine überdimensionierte Schweißzelle für Autoteile bediene und sie dabei ganz lasse.

Geschenkt (bekommen):
nö, nix

Geschlafen:
mal mehr, mal weniger gut

Geträumt:
stellenweise ziemlich abstruses Zeug

Geplant:
irgendwie nix – bin erstmal ohne Einsatz zu Hause. Muss sehen, was kommt.

Fazit

Es ist Sonntag, nach dem Mittag, wir haben gerade nett gespeißt, hatten heute Morgen ein großartiges Sonntagsfrühstück , waren kurz Hundegassi und nun versuche ich mal, die Woche noch einmal zu überdenken. – Was soll ich sagen, es war durchwachsen.

Highlights waren ja, wenn man mal so genau hinschaut, die beiden Vorstellungen, die ich in dieser Woche hatte. Am Dienstag sollte ich zu einem Sehtest kommen, für eine Firma, die so Bedienelemente, sprich Schalter und Schalterleisten, für Autos herstellt. – Der Job wäre nicht schlecht gewesen. Ich hätte da Filien auf bestimmte Fehlerbilder kontrolliert, die mir am Ende nicht mal neu waren, da ich bei meinem Einsatz in der Qualitätsbude auch schon Folien dieser Art kontrolliert hatte. Knackpunkt war hier allerdings, dass die ein viertes Team aufbauen wollten, um eben in vier Schichten arbeiten zu können. Und dann auch noch dieses abstruse System von zwei Frühschichten, zwei Spätschichten, zwei Nachtschichten, zwei Freischichten. – Die Woche hätte sich so kontinuierlich immer irgendwie nen Tag weiter geschoben, frei Wochenende hätte es nicht mehr gegeben und am Ende wird der Körper und Biotrythmus so versaut, dass man am Ende keine Ahnung mehr hat, ob man Männlein oder Weiblein ist. – Ich habe das mal kategorisch abgelehnt.
Die zweite Vorstellung am Donnerstag hat mich in eine Firma geführt, die so Karten herstellt. Stellenwesie mit und stellenweise ohne RFID-Chips. Das werden am Ende so Mitgliedskarten, Bankkarten, Skipässe und sowas. – Die suchen einen Leiharbeiter, der erst einmal so etwas wie ein Springer macht, um die Firma an sich und die ganzen Arbeitsgänge mal kennenzulernen und ab Februar wohl eine Kollegin ersetzen soll, die in Rente geht. Ich mache dort zunächst zwei Schichten, was ich nicht so toll finde, aber der sagte was von, nur noch bis Januar. Dann geht es wohl nur in die Frühschicht. Eine Schicht 8 Stunden, macht 40 Wochenstunden und mir erst einmal jede Menge Überstunden einbringt. – Hat durchaus seine positiven Seiten. – Ich kann dort am 1. Oktober anfangen, was mich erst einmal etwas zuversichtlich stimmt, da ich hoffe, die Arbeitsgänge ordentlich erklärt zu bekommen.
Den eigentlichen Einsatz in der Metallverarbeitung habe ich ganz gut gemeistert. – Ich denke mal, dass ich mich gar nicht so schlecht geschlagen habe. Ich habe da Mutter auf kleine Metallteile geschweißt, was erst einmal kompliziert klingt, am Ende aber nichts weiter ist, als Teile einlegen, Knöpfchen drücken, nächstes Teil.
Am Donnerstag musst ich dann mal an so eine große Schweißzelle, was mir schon einen ganz schönen Respekt eingeflößt hat. Aber auch die Handgriffe hatte ich nach ner halben Stunde raus, und dann lief auch das wie am Schnürchen. – Nachteil nur hier, dass mir mein linkes Handgelenk nun schmerzt. Ich nehme mal an, dass die Teile eben ungewohnt schwer waren und mein Handgelenk jetzt quasi wie überlastet ist, oder so. – Es lässt sich aushalten und geht hoffentlich zeitnah auch wieder weg.

Ansonsten habe ich ein paar Eingebungen gehabt,über was ich gern mal wieder einen Text schreiben möchte und somit rückt auch der zweite Blog wieder in den Focus, den ich dann aber hier in der Seitenleiste verlinken möchte, damit der interessierte Leser das nicht verpasst.
Ich würde da gern Kurzgeschichten, Texte und Fotos veröffentlichen, die ich mal selber gemacht und geschriebne habe und irgendwie gut finde. – Man wird sehen, ob ich da einen Anfang finde und dann auch wirklich loslege.
Parallel dazu spukt mir ja schon lang die fixe Idee von einem faceless Youtubekanal im Kopf rum. – Es sieht ganz danach aus, ob auch das so langsam anläuft, da ich nun Themen und Ideen gefunden habe, wo ich denke, dass ich damit auch Aufrufe generieren kann. – Ich könnte die Videos dann ja auch im zweiten Blog einbetten, um so schon einmal ein bisschen Neugier zu wecken.
Naja, Grundideen, Wünsche und Hoffnungen sind in jedem Fall vorhanden. Ich denke mir sogar, dass ich dann vielleicht irgendwann mal sagen kann, leckt mich doch die Wirtschaft am Arsch, ich bin jetzt Youtuber oder so. *lach – Man weiß ja nicht, wie lang dieser Einsatz in der Firma dann wirklich geht und ob die mich dann nicht vielleicht sogar einstellen wollen würden. – Muss man alles erst sehen, was die Zeit bringt.

Ab morgen bin ich dann erst einmal ohne Einsatz zu Hause, was mich aber gerade so gar nicht juckt. Meine Überstunden reichen, um die Zeit bis zum 1. Oktober zu überbrücken, also ist es mir egal, ob die dann jetzt noch was für mich haben, oder eben nicht.

Saturday Sentence – „Produktion des Todes“

1. Nimm deine aktuelle Lektüre

Mit einem dichten Netz von Außenlagern überzog das KZ Mittelbau-Dora in den letzten Kriegsjahren den Harz. Tausende Häftlinge starben hier beim Bau unterirdischer Rüstungsanlagen, die den Nationalsozialisten den propagierten »Endsieg“ bringen sollten. Jens-Christian Wagner untersucht auf Grundlage weitgehend unveröffentlichter Quellen aus zahlreichen Archiven die Kooperation von SS und Rüstungsindustrie und das Wechselverhältnis von Vernichtung und Arbeit. Differenziert stellt der Autor Opfergruppen und exemplarische Täterbiographien dar und fragt nach der Einbindung der Lager in ihr gesellschaftliches Umfeld: Welche Auswirkungen hatte das Hineinwachsen des Lagersystems in die Tätergesellschaft, wie wirkte sich die Präsenz der KZ-Häftlinge auf die Bevölkerung in der Umgebung der Lager aus? (Thalia.de)

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein „Saturday Sentence“ lautet. (Bei Ebooks Position 158)

Analog zu den Berichten über den Partisanenkampf hinter der Ostfronte, der als Begründung für die Massenerschießungen jüdische rMenschen herangezogenw urde, bildete der Hinweis auf die gefahren, die angeblich von den Ausländern ausgingen, die Rechtfertigung für Repressionen.

Jens-Christian Wagner – „Produktion des Todes“; ISBN: 9-783-835-31507-5 

3. Und wie ist es bisher?
Ich lese gerade zwei Bücher parallel, da es sich hier um einen doch ganz schön anspruchsvollen Schinken handelt. – Ich weiß garnicht, was das immer ist. Immer wenn Menschen der Meinung sind, sie sind Experten auf irgendeinem Gebiet, fangen sie an in Schachtelsätzen zu reden, dass es wirklich jenseits von Gut und Böse ist. – Hier das auch so der Fall.
Auf der anderen Seite, ist das hier ganz schön heftiger Tobak. Es geht speziell um das Lagersystem rund um Mittelbau-Dora. Hier wurden die V1-Raketen gebaut, nachem in Penemünde die ersten Bomben eingeschlagen waren. In einem riesigen unterirdischen Stollensystem wurde hier wirklich eine Produktiond es Todes abgehalten. – Herr Wagner war wohl eine ganze Weile sowas wie ein Intendant, Chef, Leiter der heutigen Gedenkstätte von Mittelbau Dora. Er dröselt hier in diesem Buch, die Entstehung des Lagers, die damit einhergehenden Entscheidungen und vieles anderes mehr ziemlich interessant auf.

Ich bin gezwungen, es langsam zu lesen. Aber ich finde es nicht durchgänging, aber doch stellenweise sehr interessant und augenöffnend.