Autor: G. Arentzen
Verlag: Romantruhe
Erschienen: 27. September 2024
Länge: 56 Minuten 24 Sekunden
Die Sprecher und ihre Rollen:
Conny Blan – Karen Schulz-Vobach
Lea Kurz – Leonie Landa
Abaddon – Detlef Tams
Lindmann – Thomas Nero Wolff
Kommissar Neuville – Patrick Steiner
Jung Hein – Jean Coppong
Eva Pereira – Marie Burghardt
Jörg Matthes – Felix Strüven
Christoph Schwarz – Sascha Rotermund
Kassandra – Melinda Rachfahl
Polizist 1 – Timo Kinzel
Polizist 2 – Volkan Baydar
Mann 2 – Christian Michalak
Frau 1 – Stephanie Preis
Durchsage – Christin Deuker
Nachtportier -Paul Burghardt
Bedienung – Sascha Servadio

Inhalt:
Auf Wangerooge wurde vor 600 Jahren ein Pirat für seine Taten gerichtet. Heute will er seine Rache nehmen.
Conny Blank arbeitet für die Detektei des Übersinnlichen von Christoph Schwarz und wird einmal mehr von einer Nixe kontaktiert. Auf Wangerooge soll ein Stúrm mit Sturmflut ausbrechen, von dem die Menschen aber bisher nichts ahnen. Conny soll die Menschen dort warnen und zusehen, dass sie sich in Sicherheit bringen.
Noch nicht ganz auf Wangerooge angekommen, hat Conny schon die ersten Lacher auf ihrer Seite. Man will ihr und ihrem Wissen nicht glauben.
Der Sturm bricht über die Insel herein und spült zunächst unbemerkt eine Holzkiste an den Strand. In ihr die Gebeine des gerichteten Piraten, der sich endlich von dem elendigen Kreuz, welches ihm in die Kiste gegeben wurde, befreien kann und wieder zu neuem Leben erstarkt. Mit Hilfe eines bekannten Dämons will er sich an den Menschen auf Wangerooge rächen, braucht dazu Hilfe und somit stehen auch die Toten der Insel wieder auf.
Conny Blank kann sich bei den Behörden der Insel Gehör verschaffen und will nun helfen, die Flut der Untoten und das drohende Unheil einzudämmen und zu beenden.
Mein Hörerlebnis:
Der Prolog dieser Geschichte klingt wirklich sehr interessant. Ich habe auf ein großartiges Hörerlebnis gehofft und bin dann auch gleich enttäuscht worden, als das Intro der Detektei Schwarz erschienen ist. – Wobei ich es mehr und mehr seltsam finde, dass Christoph Schwarz selber irgendwie mehr und mehr in den Hintergrund tritt und Conny Blank als Mitarbeiterin die Geschäfte übernimmt.
Die Sachlage ist schnell erklärt und schon findet man sich mit Conny Blank auf der Fähre nach Wangerooge wieder, wo sie bereits mit dem ersten Inselbewohner Kontakt aufnimmt. – Ein erster Vorstoß in der ihr aufgetragenen Sache geht schon einmal gründlich schief, was für mich Grund genug gewesen wäre, die Insel direkt wieder zu verlassen, aber Conny hält aus.
Bei ihrem Aufenthalt lernt sie noch eine junge Frau kennen, die sie dann irgendwie durch den Rest der Geschichte begleitet und eine nette Nebenrolle einnimmt. – Ganz interessanter und irgendwie erfrischender Sidefact, aber mehr auch nicht.
In jedem Fall versucht es Conny noch einmal, die Leute vor dem drohenden Unglück zu warnen, kommt aber auch an ihre neue Kontaktperson nicht heran.
Es kommt, wie es kommen muss. Die Insel bekommt eine Sturmwarnung, die irgendwie zu spät ist und die Leute sitzen in der dann doch recht steifen Priese fest.
Nebenbei wird eine Holzkiste an den Strand gespült, die dann aber erst den eigentlichen Schrecken dieser Folge bringt. – Der gerichtete Pirat erstarkt mit Hilfe eines alt bekannten Dämons zum Leben, bekommt eine ziemlich makabere Mannschaft an die Seite gestellt und will dann Rache üben.
Die ersten Meldungen von den auferstandenen Toten finden keinen Glauben, aber Conny und der Detektei eilt der Ruf voraus und endlich nimmt man die Detektivin ernst und sie kann helfend eingreifen. – Wobei die Kampfszenen dann irgendwie weniger interessant und nichts weiter als purer Spladder sind. – Aber die Folge kommt zu einem mehr oder weniger guten Ende und ein Problem ist somit gelöst.
Fazit:
Nehmt es mir von mir aus übel, aber der Titel passt ja hier mal gar nicht. Dieses im Titel erwähnte Seeweib wird zwar mal kurz erwähnt, taucht aber so überhaupt nicht in der eigentlichen Story auf. – Oder soll diese Nixe dieses Seeweib gewesen sein? Das muss man doch deutlich machen. Was soll das denn?!
Auch das Coverbild passt irgendwie gar nicht zur Handlung. Es ist nie ein Dämon mit solchen Klauen erwähnt worden, wie sie auf dem Cover abgebildet sind. Der auferstandene Pirat muss doch, nach dem, was ich gehört habe, ausgesehen haben wie zu Lebzeiten. Also schon irgendwie menschlich.
Die Handlung selber ist schon interessant. Wobei hier schon das Setting recht cool ist. So eine Nordseeinsel bei einem Sturm, einer möglichen Sturmflut, keiner kann weg und die Toten erheben sich unbemerkt aus ihren Gräbern. Das kann sich schon sehen lassen und hat irgendwie Spaß gemacht. – Und das Conny Blank am Ende erfolgreich ist in ihrer Mission, war nicht anders zu erwarten. Der Autor muss sich ja die neue Protagonistin seiner Detektei weiter zur Verfügung halten und kann sich nicht sterben lassen, wie er es zu Anfang dieser Reihe gern getan hat.
Die Schauspieler machen einen guten Job und verkörpern ihre stellenweise recht kleinen Rollen sehr glaubhaft. Die Geräuschkulisse fand ich dann am Ende recht sparsam gehalten. Hier hätte man den Sturm durchaus besser und dramatischer in Szene setzen können. Aber es hat sich dann irgendwann angehört, als wäre er einfach vorbei gewesen.
Ich würde diese Folge im Mittelfeld meiner ganz persönlichen Rangliste einordnen wollen. Konnte man sich durchaus anhören, hatte einen gewissen Unterhaltungswert, hat mich aber nicht komplett vom Hocker geholt.






