Lesemonat August 2026

66/100
Clive Cussler – „Projekt Nighthawk“
(Kurt Austin 14) – 417 Seiten
Ein unbemanntes Fluggerät wird bei seiner Rückkehr auf die Erde entführt. Was zunächst nach der Suche nach dem Fluggerät selber aussieht, entpuppt sich schnell nach der Jagd einer Ladung, die es nicht nur energetisch aber mal mehr als in sich hat.
Spannend, voller interessanter Kopfkinobilder und allein die Vorstellung, wenn es das Zeug wirklich gäbe. Wahnsinn!!!

67/100
Nick Thacker – „Das Erbe von Siwa“
(Ben Bennett – 12) – 356 Seiten
Ben in Gefangenschaft, die Chefs der Gruppierung entweder verstorben oder in einem ganz persönlichen Loch. Irgendwie muss diese Situation dann doch wieder gerade gebogen werden. Eine actionreiche Rettungsaktion bringt zunächst einen Erfolg, endet dann aber in einer persönlichen Katastrophe für den Geretteten.
Kurzweilig und spannend, genau so, wie ich es von der Reihe gewohnt bin und liebe.

68/100
C.J. Archer – „Das Gift des Drogisten“
(Glass & Steele 3) – 263 Seiten
Weiter geht die Suche nach Chronos und die immer deutlicher werdende Zuneigung zwischen India und ihrem Arbeitgeber.
Das viktorianische London tut sein Übriges für eine gelungene cozy crime-Story.

69/100
D.K. Berg – „Die Prophezeiung der Dämmerung“
(Düre 3) – 565 Seiten
Ein großartiges Finale, einer großartigen Trilogie, in dem es für den Protagonisten noch einmal um alles geht. Sein Leben ist von mehreren Seiten bedroht und doch behält er sein Ziel vor Augen und zieht sein Ding durch.
Ein großartiges Kopfkino hat meine Lektüre begleitet und durch die gigantischen und bunten Bilder im Kopf noch spannender gemacht.

70/100
Zach Bauer – „Die Ankunft“
(Morbus Dei 1) – 258 Seiten
Eine historisch angesiedelte Geschichte, welche mit einem wirklich großzügigen Hauch Fantasy gewürzt ist, dadurch für mich aber nicht wirklich interessanter wurde. Im Grunde eine kleine Erzählung über eine eingeschworene Dorfgemeinschaft, die ein scheinbar fürchterliches Geheimnis hütet.
Mich hat weder Story noch Schreibweise abgeholt und werde die Fortsetzungen dieser Trilogie auf keinen Fall auch nur kaufen.

71/100
Jennifer Alice Jäger – „Witches of Norway“
– 775 Seiten
Ein Sonderangebot, mit allen drei Bänden in einem Buch, bei dem ich mal wieder zugeschlagen habe, ohne nur im Ansatz zu ahnen, dass hier eine eigentlich gute Story mal wieder mit Liebe, Sex und Zärtlichkeit verhunzt worden ist.
Große Rede, nix dahinter. Diese drei Bücher waren für mich nichts weiter als der absolute Reinfall.

72/100
Ansgar Thiel – „Network“
– 512 Seiten
Ganz anders, als ich es erwartet habe. Im Grunde ein ganz normaler und stinklangweiliger Krimi, der in der Masse sehr gut verschwinden kann.
Wenn man das Buch nicht gelesen hat, hat man absolut nichts verpasst.

das macht gesamt:
3.146 gelesene Buchseiten/im August – 24.283 Buchseiten/2026
0 Stunden02 Minuten Hörbuch/Aguust – 71 Stunden 56 MinutenHörbuch/2026

Bücher auf dem SuB hinzu gekommen:
Romy Herold – „Ritter Sport – Ein Traum von Schokolade“
S.T. Abby – „Du sollst dich fürchten“ (Lana-Myers-Reihe 1)
Annika Strauss m. Sebastian Fitzek – „REM“
C.J. Archer – „Das Tagebuch des Magiers“ (Glass & Steele 4)
Lisa Graf – „Zwei Rivalen ein Traum“ (Lindt & Sprüngli Saga 2)
Bonnie Garmus – „Eine Frage der Chemie“

Gelesene Bücher vom SuB:
Clive Cussler – „Projekt Nighthawk“ (Kurt Austin 14)
Nick Thacker – „Das Erbe von Siwa“ (Ben Bennett – 12)
C.J. Archer – „Das Gift des Drogisten“ (Glass & Steele 3)
D.K. Berg – „Die Prophezeiung der Dämmerung“ (Düre 3)
Zach Bauer – „Die Ankunft“ (Morbus Dei 1)
Jennifer Alice Jäger – „Witches of Norway“
Ansgar Thiel – „Network“

Jetzt habe ich noch 113 Titel auf meinem Stapel ungelesener Bücher!

Am Anfang des Monats bin ich ja, was Bücherkauf angeht ein wenig eskaliert. – Ich hatte einen 40 Euro Gutschein liegen, den mir mein AG mal hat zukommen lassen. Den sollte ich, laut meinem Mann, in Büchern umsetzen. Da ich also zu dieser Zeit ein wenig ganz schön ein Durcheinander in meinem Leben hatte, dachte ich, ich beruhige mich damit mal ein wenig. Und siehe da, es hat funktioniert.
Außerdem bin ich in den Sommerurlaub gestartet, wo es am Urlaubsort auch ungeplant zwei Bücher gegeben hat, die ich mir einfach mitnehmen musste. Die haben mich sprichwörtlich angegrinst!

[Hörspiel] Geister-Schocker 96 – „Das Phantom von Xanten“

Autor: G. Arentzen
Verlag: Romantruhe
Erschienen: 19. November 2021
Länge: 58 Minuten 23 Sekunden

Die Sprecher:

Sascha Rotermund
Marie Bierstedt
Karen Schulz-Vobach
Dagmar Bittner
Ingo Abel
Matthias Ubert
Christin Deuker
Melinda Rachfahl
Franciska Friede
Robert Kerick
Sonitha Sodhi

direkt auf Spotify anhören

Inhalt:

Eigentlich wollte die junge Frau zu einem Fototermin, musste diesen Entschluss jedoch mit dem Leben bezahlen. – Schnell wird klar, dass es sich hier nicht um einen normalen Mord handelt, sondern etwas Paranormales dahinter steckt. Der Täter möchte unbedingt mit Christoph Schwarz sprechen. Er zeigt sich nicht und macht sich nur durch eine geisterhafte Stimme bemerkbar.
Christoph Schwarz, der Detektiv des Übersinnlichen, hat inzwischen die Burg gekauft, auf der er bisher immer nur gewohnt und gearbeitet hat. Sofort, als er von den seltsamen Ereignissen erfährt, hat er einen Verdacht, womit die Sache zusammenhängt. Ihm ist klar, dass er keine seiner Frauen mitnehmen kann, da diese in großer Gefahr wären.
Belinda, der Hausgeist der Detektei, erhält ihre erste offizielle Einsatzbeteiligung und macht ihre Sache hervorragen. – Christoph Schwarz lag mit seinem Verdacht ganz richtig und kann so, dann aber doch mit der Hilfe seiner Frauen, den Fall fürs erste lösen. Den Geist selber ist er aber wohl noch nicht los.

Mein Hörerlebnis:

Was war der Anfang gut. Es geht gleich voll rein in die Spannung. Es kommt sehr gut rüber, dass sich da eine junge Frau an einen wirklich gruseligen Ort verirrt hat und ganz offensichtlich einem Betrüger aufgesessen ist. Die Zeichen sprechen einfach dafür. Dass sie es dann aber mit einem Geist zu tun bekommt, der ein Messer aus dem Nichts erscheinen lassen kann und der diese Frau dann tötet, damit habe ich nicht gerechnet.
Es geht weiter, indem die Handlung in die Detektei des Christoph Schwarz switcht. – Ich war angepisst, denn es war klar, dass die eigentliche Handlung hinter dem neurotischen und selbstdarstellerischen Profil des Protagonisten verschwinden würde.
Zunächst einmal, muss ein weiteres Opfer sein Leben lassen und endlich rückt der Täter mit der Tatsache heraus, dass er die Frauen nur umbringt, um mit Christoph Schwarz in Kontakt treten zu können. – Ein völlig blödsinniger Aufhänger der Story. So ein Geist hätte sich sehr gut auch direkt vor Christoph Schwarz, wo auch immer er sich gerade befindet, materialisieren können und seinem Feind so das Leben schwer machen können.
Die Ermittlungen beginnen. Es gibt wieder einmal Verbindungen zu dem Fund des Niebelungenschatzes, und was mich angeht, es reicht dann auch mal. Das Thema ist mal sowas von ausgenudelt, da muss man nicht noch weiter machen.
Irgendein Geheimnis verbindet den agierenden Geist mit dem Insassen der Klapsmühle, der damals schon einen perfiden Mord begangen hat, damals aber wohl auch irgendwie besessen war. Er ist zwar in der Klapse eingeschlossen, kann sich aber dann doch anderswo materialisieren und so die Morde begehen. – Erst eine Observierung bringt diese Tatsache ans Tageslicht.
Für das Finale packt die Detektei Schwarz dann auch endlich mal die vielen technischen Spielzeuge aus, die sie zwei Folgen zuvor erworben hat und die nun endlich mal helfen kann. Es ist klar, dass der Fall nur für den Moment gelöst wird. Ein Geist kann man nun mal nicht töten. Der ist ja schon gestorben.

Fazit:

So ein genialer und knallharter Anfang, der dann mit dem im Erscheinung treten des Christoph Schwarz wieder einen gewaltigen Dämpfer bekommt. Zwar ist es möglich, dass auch so ein Detektiv mal Teil einer spannenden Folge sein kann, jedoch wirkte hier allein der Aufhänger schon unglaubwürdig und umständlich. Der Geist hätte definitiv mehr Möglichkeiten gehabt, als er am Ende ausgeschöpft hat.
Die Schauspieler haben einen guten Job gemacht. Besonders eindrucksvoll sind hier die beiden Frauen gestorben. Sie haben wirklich übertrieben geröchelt und sich in Todesqualen gewunden. – Diese Szenen haben mir fast schon ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.
Die Aufklärung des Falles war ab einem gewissen Punkt recht vorhersehbar und barg wenig bis gar keine Überraschungen. Dementsprechend konnte mich die Handlung auch nicht catchen. Ich habe mir die Folge der Vollständigkeit halber eben einfach angehört. Das war es dann aber schon wieder.

Ich ordne diese Folge im unteren Bereich meines ganz persönlichen Rankings ein. Vorhersehbar, stellenweise langweilig und umständlich. Schade, dass man ein Stoff so versauen muss.

[Buch] Michael Tsokos – „Zerbrochen“

Michael Tsokos
“Zerbrochen”
Reihe: Fred Abel (3)
Verlag: Knaur
ISBN: 9-783-426-51970-7
Länge: 423 Seiten

– gelesen im Mai 2025 –

Ein weiteres Buch von Michael Tsokos stand an und irgendwie habe ich mich darauf gefreut. Dass es dann aber nicht so prickelnd wird, war von mir nicht wirklich eingeplant.

Klappentext:

Ein besonderer Tag für Rechtsmediziner Dr. Fred Abel: Viele Monate, nachdem er bei einem brutalen Überfall fast zu Tode kam, tritt er erstmals wieder seinen Dienst an. Sofort wird er vom täglichen Wahnsinn der BKA-Einheit »Extremdelikte« in Beschlag genommen: Der sogenannte »Darkroom-Killer«, ein Psychopath ohne Skrupel, hält Polizei und Bevölkerung in Atem.

All dies verblasst jedoch, als Abels gerade neu gefundenes Familienglück auf dem Spiel steht: Seine 16-jährigen Zwillinge, Kinder aus einer längst vergangenen Affäre, besuchen ihn in Berlin – und werden Opfer einer Entführung. Wer hat mit Abel noch eine Rechnung offen? (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt:

Fred Abel ist Vater und seine Kinder kommen ihn in Berlin besuchen. Eigentlich ist die Zeit ganz angenehm und die Familie hat ihren Spaß. Dieser wird jedoch durch die Entführung der Kinder stark getrübt.
Nachdem der Entführungsfall zunächst nicht wirklich ernst genommen wird, läuft dann doch irgendwann der komplette Apparat an und die Suche und Ermittlungen beginnen.
Fred Abel selber braucht eine ganze Weile, um den Zusammenhang zu dem vergangenen Fall in Transnistrien zu verstehen und zu sehen. Hat er das dann aber begriffen, rollen auch bei ihm die Ermittlungen auf eigene Faust an. Er vertraut seinen Kollegen nicht und macht mit einem befreundeten Privatdetektiv sein eigenes Ding, was sich für ihn als nicht so günstig herausstellen soll.

Fazit:

Ein Taschenbuch aus dem Jahr 2017. – Hier hatten Papier und Buch selber noch Qualität und das Gewicht für ein Taschenbuch ist relativ hoch. Wen wundert es, wenn das Papier so qualitativ hochwertig ist, wie wir es schon lang nicht mehr haben. Es handelt sich bei “Zerbrochen” um den dritten Band aus der Reihe “Fred Abel” von Michael Tsokos. Jedes Buch ist in sich abgeschlossen, ich rate trotzdem dazu, die Bände der chronologischen Reihenfolge nach zu lesen, da die Fälle 2 und 3 schon aufeinander aufbauen.

Leider war es in diesem Buch so, dass es wirklich stark, hochgradig interessant und absolut abwechslungsreich anfing, dann aber kontinuierlich zu einem ganz normalen und langweiligen Krimi wurde. – Allein die Familienkonstellation von Abel war ja schon hochgradig interessant, das erste Aufeinandertreffen der Kinder mit der aktuellen Lebenspartnerin, wie das alles harmoniert und wie sich die Kids so typisch Teenager verhalten und hier und da ihre Macken zeigen, aber nach der Entführung wurde es mehr als uninteressant. Es drehte sich nur noch um die Ermittlungen. Schön starr nach Vorschrift, ein Vater der bald durchdrehte und selber was angeleiert hat und sich dann selber in Gefahr gebracht hat.
Dieses Buch baut sehr stark auf den Vorgängerband und den dazugehörigen Fall auf, sodass es stark von Vorteil ist, wenn man das Buch gelesen hat.

Die Handlung konnte mich leider so gar nicht catchen, da die Ermittlungen einfach zu sehr nach Krimi rochen. Die Anknüpfungspunkte zu der Tropeninsel, dieser Kunstbetrug, der da eingebaut war und die mal wieder betrogene Künstlerin, haben überhaupt nicht da rein gepasst. Auch das Ende war viel zu offensichtlich gestaltet. Man hat richtig gemerkt, dass man von Herrn Abel wohl nichts mehr lesen wird. Diese Reihe ist abgeschlossen und in Zukunft hat Herr Tsokos dann wohl andere Protagonisten.
Ein Kopfkino hatte ich nur zum Teil und das nur bei den Szenen, wo es wirklich ans Eingemachte ging. Diese ganzen polizeilichen Besprechungen und Planungen habe ich am Ende nur noch überflogen.
Ich will das Buch nicht komplett verreisen, denn es hatte durchaus seine Daseinsberechtigung, aber Herr Tsokos hat durchaus schon bessere Werke abgeliefert.

Bewertung: 4 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Das Setting war durchaus interessant und Möglichkeiten sind in jedem Fall da gewesen. Irgendwie kam es mir so vor, als wollte er hier viel mehr, als eigentlich in die Handlung gepasst hat.

Meine Woche 35. Kalenderwoche 2026

Geärgert:
Auf der Autobahn über die anderen Verkehrsteilnehmer, die meinen, nur weil ich eine Frau am Steuer bin, die StVo nicht für mich gilt.

Gefreut:
Endlich Urlaub, endlich raus von zu Hause, endlich wieder Wasser sehen und Salzluft um die Nase wehen lassen.

Gedacht:
Scheiß aufs Wetter, das wird toll!

Gefragt:
Wie rücksichtslos wollen die Verkehrsteilnehmer untereinander noch werden? – Da geht doch bald nix mehr nach oben.

Genervt:
Von dem vielen Autofahren. – Ich habe mir meinen Ostseeurlaub eigentlich fußlastiger vorgestellt.

Gefühlt:
Wie ein kleines Bisschen Erholung einsetzt.

positiv:
Wir sind raus von zu Hause.

negativ:
hm… gabs bestimmt was, aber so auf Kommando fällt mir da nix ein.

Gelitten:
nö, nich wirklich. Was leidet man denn im Urlaub?

Genossen:
Die Seeluft, die Ruhe, die Tatsache, dass im Norden Deutschlands die Uhren anders ticken.

Gewesen:
in Wismar, in der Steinzeit und ganz viel Fisch essen

Getroffen:
Viele nette Fischverkäufer, die uns die Touristen schon an der Nasenspitze ansehen

Gesucht:
Sachen, die man auch ohne Auto mal machen kann

Gefunden:
jede Menge Autokilometer – hmpf

Gelacht:
Ja sicher haben wir auch gelacht. – Wenn man seine „Feriengroßeltern“ nur einmal im Jahr wiedersieht, gibt es jede Menge zu erzählen und zu lachen.

Geweint/Getrauert:
nein, so schlimm war es nicht

Gewundert:
Da hat aber jemand den Sommer schnell kaputt gemacht. – Egal, der Herbst ist auch angenehm.

Gegessen:
Fisch und Fisch und Fisch und Fisch und Fisch und Fisch und Fisch und Fisch und Fisch usw.

Genascht:
hier und da mal nen Eis

Getrunken:
Störtebecker Schwarzbier, was aber irgendwie nur hier an der Küste so wirklich gut schmeckt

Gegoogelt:
Nach dem Weg zu der einen oder anderen Location

Gesehen:
Die Ostsee, die Sonne, die Autobahn, steinzeitliche Hütten und viel grün

Gebastel/Gespielt/Gehandwerkt/Geschrieben:
nur Rezis, muss noch einiges für die Monatszusammenfassung nachholen

Getan:
verreist, mit dem Auto

Gelesen:
ja

Gekauft:
Fischbrötchen, zwei Bücher und Fischbrötchen *lach

Gelernt:
hm… fällt mir nicht mehr ein

Geschenkt (bekommen):

Geschlafen:
jep, hier oben an der Küste sogar immer mega gut

Geträumt:
viel wirres Zeug – Ich glaube mein Hirn hat eine ganze Menge zu verarbeiten

Geplant:
noch ein paar Tage an der Küste abhängen und chillen und dann geht es leider auch schon wieder nach Hause

Fazit

Die erste Urlaubswoche ist um, bleiben noch zwei. – Ich könnte mich nur über mich selber ärgern, weil ich mir absolut noch nicht sicher bin, ob ich in diesem vermaledeiten Job bleiben möchte, oder nicht. Das Thema lässt mich nicht los. Allerdings kann ich inzwischen auch benennen, warum ich mich da so unwohl fühle. Es ist ganz einfach die Tatsache, dass ich nach 2 Wochen noch nicht mal im Ansatz eine Ahnung habe, wo mich das hinführen soll. Ich fühle mich nach den zwei Wochen immer nur von einer Ecke in die andere geräumt, ohne auch nur ansatzweise irgendetwas bezweckt zu haben.

Am Mittwoch ging es dann endlich für ein paar Tage raus aus dem täglichen Einerlei. Unser jährlicher Aufenthalt an der Ostseeküste stand wieder an und ich habe mich einfach nur mega darauf gefreut. Das ist immer wieder so, als wenn man nach einer langen Abwesenheit nach Hause kommt. – Ich muss dazu sagen, dass wir inzwischen das dreizehnte Jahr genau in die selbe Ferienwohnung fahren und uns irgendwie doch nie langweilig wird.
Das Highligt in diesem Jahr ist der Strandkorb, den sie für jede der Ferienwohnungen angeschafft haben. Die Dinger sind so herrlich bequem, man ist da drin super vor dem Wind geschützt und kann selbst bei stürmischerem Wetter an der frischen Luft sitzen und ein Buch lesen oder sowas. Wenn ich ehrlich bin, dann wünsche ich mir ja für zu Hause auch schon lang so ein Ding. Allerdings habe ich da das Problem, dass ich keine Ahnung habe, wo ich den hinstellen soll.
Wir haben schon eine ganze Menge erlebt in den paar Tagen, die wir hier sind. So sind wir zum Beispiel an der Steilküste von Boltenhagen gewesen. Nichts Besonderes, wenn man genau hinsieht, aber allein das Feeling, da auf einem Stein zu sitzen und auf das Wasser herauszuschauen. – Wenn sogar der Herr Fussel ohne zu Murren mitspielt und alles so ziemlich ruhig und ergeben über sich ergehen lässt, es stellenweise sogar genießt, dann ist auch meine Welt in Ordnung.
Heute waren wir, weil das Wetter ein wenig zugezogen und windig ist, in einem Steinzeitdorf. – Ein kleines aber feines Museum zum Anfassen. Ein Verein hat hier die verschiedenen Hütten, Ställe und Behausungen nachgebaut, nach dem, was man so alles ausgegraben und gefunden hat. – Entstanden ist daraus eine kleine Zeitreise durch die Steinzeit, in der es durchaus schon auch einen nicht unerheblichen Fortschritt gab. – Mein Favorit heute war der schnarchende Wildschweineber in seinem Gehge. Ich habe neben dem geredet und ihn fotografiert und der Typ hat da einfach friedlich weiter vor sich hin geschnarcht, als gäbe es kein Morgen. *lach

Saturday Sentence – „Network“

1. Nimm deine aktuelle Lektüre

Berlin 2046: Die Innenstadt ist eine glitzernde Metropole, separiert von Außenbezirken, in denen die »Aus-dem-Netz-Gefallenen« ihr erbärmliches Dasein fristen. Diejenigen, die früher zur Mittelschicht gehörten, sind aufgrund fehlender Jobs zum größten Teil erwerbslos. Um soziale Unruhen zu verhindern, werden sie zur »Virtual Work« verpflichtet.
Als der visionäre Erfinder des »Virtual-Work-Gesetzes« brutal ermordet wird, übernehmen Mitglieder einer Spezialeinheit die Ermittlungen. Auf dem Weg zur Lösung des Falls durchstreifen sie das dystopische Berlin. Eine gefährliche Jagd beginnt … (Quelle: Lovelybooks.de)

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein „Saturday Sentence“ lautet. (Bei Ebooks Position 158)

»Laut Akte ist sie ja vollkommen problemlos. …

Ansgar Thiel – „Network“; ISBN: 9-783-839-26965-7 

3. Und wie ist es bisher?
Ich kann nicht mehr sagen, wo ich das Buch mal herbekommen habe. Da es sich um eine .pdf-Datei handelt, kann es gut sein, dass ich das Werk auch einfach mal irgendwie von einer alten Festplatte runtergekramt habe. – Jedenfalls ist es nicht das, was ich dachte, dass es ist.
Der Titel ist mit ruhigem Gewissen nebensächlich zu sehen, denn im Endeffekt handelt es sich hier um einen klassichen Krimi, in dem nichts weiter wie die Ermittlungsarbeiten beschrieben sind. – Ich glaube nicht, dass es der Gärtner war, denn diese Berufsgruppe gibt es in dieser Welt nicht mehr.
Die Handlung wurde in eine Zukunft gelegt, in der es quasi keine Arbeitslosigkeit mehr gibt, da alle, die keinen herkömmlichen Beruf ausüben, qusai zwangsweise in der virtuellen Welt arbeiten und so die Berechtigung für Bürgergeld bekommen. – In dieser Welt kann man sowohl virtuell, als auch im realen Leben ermordet werden und es ist absolut nicht klar, was schlimmer ist.
Die Handlung selber kann mich irgendwie so gar nicht fesseln. Ich komme schon mit den ganzen Namen nicht wirklich hinterher und die Handlung vermag mich auch nicht zu fesseln. – Das Buch wird wohl keine sehr gute Bewertung von mir erhalten. Ein so genannter Sazt mit X. …

Fusselfreitag #328

Fussel sein Kopf ist schwer

Wenn ihr diese Zeilen lest, macht Fussel wohl gerade die schwerste Zeit des Jahres durch. Ein paar Tage an der Ostsee, haben wir uns auch in diesem Jahr nicht nehmen lassen und sind dann mal losgedüst.
Warum das für Fussel die schwerste Zeit im Jahr ist? – Nun ja, es wird vermehrt gelaufen, wir können seine geliebte Couch nicht einfach mal mitnehmen, nur sein Kissen und seine Decke, die ihm dann natürlich nicht reichen und dann macht Seeklima ja bekanntlich müde. – Er hat also ziemlich viel auszuhalten, dieser Tage. *lach

[Hörspiel] Geister-Schocker 95 – „Großalarm – Die Bestien kommen“

Autor: Hal W. Leon
Verlag: Romantruhe
Erschienen: 24. September 2021
Länge: 1 Stunde 16 Minuten

Die Sprecher:

Katja Brügger
Franciska Friede
Peter Weis
Tom Steinbrecher
Werner Wilkening
Marc Schülert
Silke Schülert
Ruby Schülert
Jule Schülert
Sascha Servadio

direkt auf Spotify anhören

Inhalt:

Eine Herde gigantischer Raupen kommt auf ein Dorf zu und ihr Sekret hat bereits einem abseits lebenden Farmer das Leben gekostet. – Jedoch gibt es noch immer Menschen, die nicht an das glauben können, was sich hier zugetragen haben soll.
Eine junge Reporterin reist in das Dorf, in dem die Geschehnisse abgelaufen sind. Sie will sich umhören, die Kadaver der getöteten Raupen besichtigen und fotografieren und noch den einen oder anderen Artikel schreiben, um ihre Karriere ein wenig voranzubringen.
In der Kneipe des Dorfes trifft sie auf einen Anthropologen, der seinerseits die Würmer untersuchen will und so ihrem Riesenwuchs auf den Grund gehen möchte. – Zusammen machen sich die beiden auf den Weg in die Sümpfe, um den Ursprung der Bestien zu finden.
Eine zweite Katastrophe konnte verhindert werden, aber die Gefahr ist noch nicht gebannt. Der alte Medizinmann des von diesem Land vertriebenen Indianerstammes kann noch immer seiner Rache nachgehen. Er schickt eine weitere Plage auf den Weg, kann am Ende aber nicht nur aufgehalten, sonder auf immer in die ewigen Jagdgründe geschickt werden.

Mein Hörerlebnis:

Die Aufmachung dieser Folge ist mal etwas Neues. Der Hörer wohnt zunächst der Entstehung eines atemberaubenden Zeitungsartikels bei, der anfangs schon etwas an den Haaren herbeigezogen wirkt. Wenn ich mir nicht bewusst gewesen wäre, dass es sich hier um einen Geister-Schocker handelt, hätte ich gleich mal frustriert wieder abgeschaltet.
Die Story geht dann aber weiter, indem die Reporterin an den Ort des Geschehens reist, um der Sache selber noch etwas auf den Grund zu gehen. Der lernt sie einen älteren Herren kennen, der sich als Anthropologe herausstellt und ebenfalls die Würmer erkunden will. Die beiden tun sich zusammen, was ein wirklich großes Abenteuer zu werden verspricht.
Ihre Erkundigungen im Sumpf, mit der immer schmaler werdenden Frasschneise sind sehr glaubhaft und spannend dargestellt. Dazu die profunden Kommentare des Professors, zusammen ergibt das ein glaubwürdiges und sehr rundes Bild des Geschehens. – Dass sich die Handlung dann so entwickelt, wie sie sich entwickelt hat, war wirklich ein genialer Schachzug. Ich hatte mit einem verrückten Wissenschaftler, versteckt in den Sümpfen, gerechnet, der durch seine Experimente diesen Riesenwuchs der Raupen auslöst. Dass es dann aber der Medizinmann eines vertriebenen und inzwischen ausgestorbenen Volkes handelt, war dann für mich auch irgendwie befriedigend. Dass sich die indigenen Menschen dann wirklich auch wehren können, hat mich dann schon etwas gefreut.
In jedem Fall schraubt sich alles zu einem großartigen Finale, in dem die Handlung noch einmal alles hergibt, was in dieser Story nur möglich ist.

Fazit:

Ein neuer, ein fantastischer Aufhänger. Das übernatürlich kommt recht spät ins Spiel, dann aber mit einem Knall, der sich gewaschen hat. Der ganze Aufbau der Story ist wirklich glaubhaft und spannend.
Die Schauspieler haben einen wirklich großartigen Job gemacht. Gerade die junge Reporterin hat sich hier irgendwie in mein Herz gespielt. Wie sie so zwischen Begeisterung, Angst oder Ekel wechseln konnte, war schon richtig gut und glaubhaft dargestellt. Das nenne ich mal schauspielerische Fähigkeit.
Die Idee zur Story und der Ursache der Mutationen war sehr gut in den Zusammenhang gebracht und erst einmal meilenweit von meinem ersten Verdacht entfernt. Genau aus diesem Grund aber spannend. Und dann auch noch so glaubhaft dargestellt, dass ich mir stellenweise sogar wünschen würde, dass das wirklich in der Art möglich wäre.

Ich ordne diese Folge im obersten Bereich meiner ganz persönlichen Beliebtheitsskala dieser Serie ein. Endlich mal wieder neue Charaktere, frische Ideen und nicht immer dieselben abgehalfterten Möchtegerndetektive oder übersinnlich begabte Schwachmaten.

[Hörbuch] Mark Benecke – „Kannibal.Jagdrausch“

Mark Benecke
„Kannibal.Jagdrausch“
Verlag: Saga Egmond
EAN: 9-788-728-58648-8
Länge: 6 Stunden 9 Minuten
Sprecher: Jan Katzenberger

– gehört im Mai 2025-

Und wieder ein Kriminalroman aus der Feder von Mark Benecke. Der Mann hat sogar das richtig gut drauf.

Klappentext:

Der zweite Crime Noir des BestsellerautorsIn seinem zweiten Kriminalroman nimmt Mark Benecke seine Hörer*innen mit in die düstere Welt des Kannibalismus, wo unbekannte Begierden und Fantasien die Privatermittler Becker und Funke an ihre Grenzen bringen.Mitten in Berlin taucht ein absonderlicher Fund auf: ein Koffer voller Menschenknochen. Die Behörden stehen vor einem Rätsel und ziehen die beiden Privatermittler Bastian Becker und Janina Funke zurate. Die haben schon bald einen Verdacht: Könnte sich hinter den gefundenen Knochen ein Fall von Kannibalismus verbergen? Die Ermittler folgen den Spuren, die sie in immer dunklere Kreise führen. Ohne es zu merken, gerät Becker dabei selbst in das Blickfeld des Täters. Kann er ihn überführen, ohne Funke zu gefährden? Eine mörderische Jagd beginnt.- (Quelle: Thalia.de)

Inhalt:

In Berlin wird ein Koffer voller Knochen gefunden. Nur die Knochen, kein Fleisch, keine nichts. Nur fein säuberliche und gleichmäßige Schabspuren an den Knochen. – Hat man es hier mit einem Fall von Kannibalismus zu tun?
Becker, der Privatermittler und ehemaliger Polizist wird zum Fall hinzu gerufen und stellt dann seine eigenen Ermittlungen in einschlägigen Internetforen an. Schnell hat er eine verdächtige Person an der Angel und er glaubt, dass er sie austricksen kann. – Was er nicht weiß, dieser Mann ist nicht so unbedarft, wie es Becker vielleicht bräuchte, und spioniert ihn ebenfalls aus.
Zwischen einer fiebrigen Erkältung, dem Delirium und dem unbedingten Willen diesen Fall zu lösen, steigert sich Becke hier wieder in eine Welt voller Wahn und Wahnsinn hinein.
Als Becker seine Gehilfin und Kollegin spurlos verschwindet und nicht mehr zu erreichen ist, kommt Becker die zündende Idee und er kann die Ermittlungen und die Rettung seiner Kollegin massiv vorantreiben. – Das Schlimmste kann gerade so noch verhindert werden.

Fazit:

Es handelt sich hier um einen Krimi, was normalerweise nicht so mein Ding ist. Aber dieser Krimi stammt aus der Feder von Mark Benecke. Alles andere hätte von mir nicht einmal eine Chance bekommen.
Aber können wir bitte mal über das Cover reden?! – Mal ehrlich, es ist alles drauf, was diesen Fall betrifft. Vom Koffer, über den Schädel, das Rezeptbuch, sogar ein Topf, indem Knochen zu kochen scheinen. Aber der Stil … hinter diesem zwar liebevoll und bunt gestalteten Bildchen vermute ich doch nicht einen Kriminalfall über Kannibalismus …

Gleich zu Anfang geht es voll rein in die Handlung und der Leser wird direkt mit der knallharten Tatsache des Knochenfundes konfrontiert. Dann kommen die ersten Ermittlungen und Erkenntnisse, so weit, so normal.
Die Figur von Becker ist wirklich sehr seltsam gestaltet. Ich meine, der Mann hat wirklich eindeutig was drauf. Wenn er sich an einem Fall festgebissen hat, dann zieht er das auch durch, bis zum bitteren Ende. Aber in diesem Fall war er nun zwischendurch wirklich richtig schlimm krank. Das Fieber hat ihm sprichwörtlich die Sinne geraupt und doch zieht er sein Ding durch.
Dass der Kannibale ihn dann überwacht, bekommt man als Hörer durchaus mit und ich persönlich habe mir die Haare gerauft, dass Becker das nun wirklich nicht mitbekommen haben will. Wie doof kann man denn bitte als Ermittler sein … Selbst wenn er nicht so computeraffin ist, weil er ihn nur für die Standartsachen benutzt, aber darauf kommt doch inzwischen so gut wie jeder Rentner.
Die Ermittlungen werden gut verständlich und nachvollziehbar beschrieben. Wobei mich der Part der Polizei nicht so wirklich interessiert hat. Becker und seine Partnerin sind schon irgendwie ein richtig gutes Duo.
Den Hörer bereits auf den Kannibalen treffen zu lassen, ohne dass er es auch nur ansatzweise ahnt, war im Nachhinein ein wirklich sehr geschickter Schachzug. Hat mir am Ende klar gemacht, dass man seinem Gegenüber eben immer nur bis vor die Stirn kucken kann.

Der Text war einfach, gut verständlich und sehr eindringlich geschrieben. Es wurde wieder sehr gut deutlich, dass auch Polizisten nur Menschen sind und aufgrund ihrer Vorschriften sich eben daran halten müssen. Es kam wirklich sehr gut rüber, wie diese Vorschriften mitunter behindern. Denn das Ding mit dem Forum und die Verabredung mit dem Kannibalen, wäre von einem Polizisten so nicht möglich gewesen.
Warum Becker jetzt in den Büchern immer wieder so viele Schwachstellen aufweisen muss, weiß ich nicht. Fakt ist aber, dass dieser Umstand diesen Charakter dann schon auch irgendwie interessant macht.
Von der Lauflänge her, hatte das Buch eine wirklich sehr angenehme Länge und war in einer Schicht schön durchgängig durchzuhören. Alber selbst wenn Unterbrechungen nötig gewesen wären, wären sie wohl auch kein Problem gewesen, da man immer wieder sehr gut in die Handlung hinein finden konnte.
Der Sprecher hat einen guten Job gemacht und hat mich mit seiner Art zu lesen noch einmal gut abgeholt. Die Stimme und das Tempo waren wirklich sehr angenehm.
Mark Benecke hat seinem Protagonisten wirklich wieder einige Dinge aus seinem eigenen Leben angedichtet. Das Ding mit dem Detektivkoffer und dem daraus resultierenden Interesse an Ermittlungen hat er doch in seiner eigenen Autobiografie erzählt. Als das durchgesickert ist, musste ich wirklich richtig herrlich grinsen.

Bewertung: 5 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Gerade weil es sich hier um einen Krimi handelt, der im Endeffekt die Story einer Ermittlung in einem Fall erzählt, und dieses Genre normalwerweise so gar nicht mein Fall ist, muss ich das Buch so gut bewerten. Es hat mich wieder erwarten wirklich sehr gut unterhalten. Und das muss belohnt werden.

[Hörspiel] Geister-Schocker 94 – „Henkersfrist bis Mitternacht“

Autor: Bob Collins
Verlag: Romantruhe
Erschienen: 30. Juli 2021
Länge: 52 Minuten 15 Sekunden

Die Sprecher:

Christian Stark
Ingo Abel
Franciska Friede
Tanja Dohse
Carsten Steenbergen
Marc Schülert
Marion Gretchen Schmitz
Stephan Chrzescinski
Tom Steinbrecher
Reent Reins
Dagmar Bittner
Helgo Liebig

direkt auf Spotify anhören

Inhalt:

Jack Callum ist auf einer Party geladen. Gemeinsam mit anderen Gästen verweilt er im zweistöckigen Penthous in der Londoner City beim Hausherren Robert Brookland. Dieser ist für seine berühmt berüchtigten Partys inklusive makaberer und gruseliger Gags bekannt. – Allerdings hat er es wohl bei dieser ein wenig übertrieben.
Zunächst ist es nur eine blutige Puppe im Schlafzimmer, die seiner Frau das Fürchten lehren soll. Dann ist es die Eröffnung, dass seine Gäste und er im Penthouse eingeschlossen und abgeriegelt sind. Einzige Möglichkeit zu entkommen, ist die Giftschlange, welche der Tresor um Mitternacht frei gibt und die auch die Schlüssel am Körper trägt.
Doch bereits vor Mitternacht treten einige wirklich sehr seltsame Ereignisse auf. Unerklärliche Zwischenfälle, Verletzungen und Tode sind unerklärbar und erst Jack Callum kommt hinter das Geheimnis des Hausherrn und den Geschehnissen auf der letzten Party.
Es gilt nun, Hilfe für die Verletzten zu bekommen und aus dem Penthouse zu entfliehen. Außerdem muss der Rachegeist einer verflossenen Geliebten beruhigt werden.

Mein Hörerlebnis:

Irgendwie hat mich die Handlung hier von Anfang an irritiert. Wie kann es sein, dass ein Ehemann seine Frau, vor aller Augen und im eigenen Haus, mit aller Gewalt so fertig machen will. Macht die Ehe noch einen Sinn, wenn man sich nicht einfach so sein lassen kann, wie man ist?
Es stellt sich heraus, dass es sich hier um eine sehr makabre Party handelt, welche wohl nicht die erste dieser Art vom Hausherren ist. – Trotzdem, sehr befremdlich, in welche Gefahren der Hausherr seine Gäste hier bringt. Komplett sinnloser Unsinn eines wohlstandsverwahrlosten Mannes.
Dass dieses Konstrukt schief gehen muss, war mir von Anfang an klar. Aber was dann tatsächlich geschieht und auf was das alles hinausläuft, darauf wäre ich im Leben nicht gekommen. Mal ganz abgesehen davon, dass der Fremdgeher gezwungen ist, seinen Fehltritt preis zu geben, müssen einige unbeteiligte Personen hier vollkommen ohne Grund ihr Leben lassen. Ein Umstand, den es nun wirklich nicht gebraucht hätte.
Dass das am Ende um eine Folge von und mit Jack Callum geht, einem ziemlich seltsamen Charakter, geht fast in der Fülle der Ereignisse und in den Rätseln unter, die hier auftauchen. Mal ganz abgesehen davon, lost Chack hier ganz schön ab. Er hat definitiv mehr drauf, als er hier zeigt.

Fazit:

Ein mehr als seltsamer Aufhänger für eine eigentlich geisterhafte und fast schon spannende Handlung. Das ganze Szenario war für mich nur irgendwie übertrieben und komplett an der möglichen Realität vorbei. – Ich glaube nicht, dass man in London mal einfach so eine Giftschlange kaufen kann, die noch in vollem Umfang fähig ist, zu töten. Mal ganz abgesehen davon, dass sie dann einfach im Londoner Stadtleben verschwindet und das ohne Folgen bleiben soll.
Die Schauspieler haben einen guten Job gemacht. Aber eigentlich bleiben alle recht flach und kryptisch, bis auf den Hausherren und Jack, den wir ja nun schon eine geraume Weile kennen.

Ich ordne diese Folge im unteren Mittelfeld ein und finde es fast schon gehässig erfrischend, dass Jack hier mal nicht glänzen kann. Muss auch mal sein.

[EBook] Clive Cussler – „Die Fälscher“

Clive Cussler
“Die Fälscher”
Reihe: Isaac Bell (14)
Verlag: Blanvalet
ISBN: 9-783-641-32200-7
Länge: 354 Seiten

– gelesen im Mai 2025 –

Der vorletzte Roman aus der Reihe Isaac Bell von Clive Cussler. – Ich denke mal, dass es der Tod von Clive Cussler war, welcher weitere Bücher verhindert hat.

Klappentext:

Dieser Coup wird die aufstrebende Weltmacht USA in die Knie zwingen! Der neue Fall für Amerikas Meisterdetektiv Isaac Bell.

1914: Der Privatdetektiv Isaac Bell verhindert ein brutales Attentat auf US-Präsident Woodrow Wilson. Doch dann findet er heraus, dass der Präsident gar nicht das eigentliche Ziel war. Der Killer hatte es auf den ebenfalls anwesenden Vorstand der neu gegründeten US-Notenbank Federal Reserve abgesehen. Und so stößt Bell auf die Spur des größten Raubs der amerikanischen Geschichte. Ein Meisterdieb und seine mörderischen Komplizen haben die Federal Reserve ins Visier genommen, um sie um eine Milliarde Dollar zu erleichtern. Und sollten sie Erfolg haben, würden sie die USA damit wirtschaftlich vernichten. Ein tödliches Rennen für Isaac Bell beginnt! (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt:

Isaac Bell ist für die Van Dorn Detektei auf einem Dampfer dabei, auf dem gerade die großen Banken von Amerika besprechen, wie sie mit dem neuen Geld verfahren wollen, welches eingeführt werden soll. Bei dieser, eigentlich geheimen, Besprechung wird ein Angriff auf die Herren und das Boot verübt, den Pitt allerdings verhindern kann.
Aus diesem einen Angriff wird am Ende ein größerer Fall von einem perfiden Angriff auf das Bankensystem. Da wird in die Druckerei eingebrochen, in der die neuen Noten gedruckt werden. Bell kann den Einbruch erahnen, jedoch nicht verhindern und viele Millionen Wert der neuen Scheine drohen verfrüht in Umlauf zu geraten und so das ganze Finanzsystem ins Wanken zu bringen.
Bell hat eine große und verantwortungsvolle Aufgabe, indem er die Räuber und das Geld finden soll. Und das alles so, dass die Öffentlichkeit nichts mitbekommt.

Fazit:

Das Cover ist ja mal wieder so gestaltet, dass man im Buch knallharte Action im Jahre 1914 erwarten kann. Und im Grunde genommen hat man auch genau das geboten bekommen. Der Protagonist ist direkt am Anfang in eine lebensgefährliche Action verwickelt, die dann auch noch das gewünschte Ziel hat und fast wirkt es so, als wäre das Buch dann auch schon zu Ende.

Der Protagonist ist in diesem Buch mal wieder ein absoluter Überflieger und Tausendsassa. Diese noch spannende Action am Anfang war wirklich gut und theoretisch war hier schon ein Teil der Geschichte fertig erzählt. Aber es stellt sich heraus, dass der Detektiv hier förmlich in ein Wespennest gestochen hat.
Leider war es so, dass die Handlung nach dieser ersten Action irgendwie abgeflacht ist und eben nichts weiter als langweilige Detektivarbeit war. Und wenn ich langweilig sage, dann meine ich auch langweilig. Recherchen, wilde Vermutungen immer mal wieder ein Stich ins Wespennest und sogar die Involvierung von Bell seiner Ehefrau. – In dem Moment dachte ich mir wirklich, dass dieser Kerl keinen Funken Ehre im Leib hat. Das geht doch nicht.
Ganz nebenbei bekommt der Leser noch eine ganze Menge aus dem amerikanischen Bankensystem mit. Wie was zusammenhängt und was für Risiken von dem Raub ausgehen. Mal ganz abgesehen davon, dass da Millionen an Geldwert gestohlen wurde, sorgt es dann wohl auch noch für Turbulenzen im kompletten Finanzsystem, wenn die Öffentlichkeit das mitbekommt. – Eine recht interessante Sache, wie das alles zusammenhängt, aber als Stoff für dieses Buch nicht gerade passend.
Es kommt, wie es kommen muss, und Bell kann den Fall lösen.
Die Auflösung selber, ist gemessen an dem ganzen Theater was man um die Ermittlungen gemacht hat, dann doch ziemlich unspektakulär und der Täter, der am Ende dahinter steckt, nach seiner Erklärung wenig überraschend. Man wollte eben nur mal wieder seine Macht erhalten. Wie soll es auch anders sein …

In jedem Fall war das Buch wirklich mit extrem kleiner Schrift formatiert. Ich war mehr als froh, dass ich auf dem Reader die Schriftgröße selber einstellen konnte und mir so meine Augen nicht verrenkt hatte. Leider hatte das dann aber auch den Nachteil, dass ich gelesen habe, geblättert habe und am Ende doch in den Seitenzahlen kaum voran gekommen bin. Das war dann wiederum etwas frustrierend.
Die Aufmerksamkeit auf der Technik, wie es bei Cussler üblich ist, war hier nicht so stark gegeben. Dafür hat man eine ganze Menge über das damalige Finanzsystem und die Macht der Banken gelernt. Frei nach dem Motto: Hasste was, biste was.“ Haben die hohen Herren hier mal eben ihr Ding angeleiert.
Vom Schreibstil her, war ich stellenweise von langen Erklärungen angepisst, an anderer Stelle hatte ich dann aber wieder ein übles Kopfkino vor meinem geistigen Auge. Das hat sich alles immer abgewechselt. Trotzdem habe ich für die paar Seiten dann doch, für meine Verhältnisse ziemlich lang gebraucht.

Bewertung: 4 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Herr Cussler ist seinem Stil in jedem Fall treu geblieben, konnte mich aber am Ende nicht wirklich catchen, mit dem was er hier abgeliefert hat. Da hat er in jedem Fall schon bessere Sachen geschrieben.