Autor: Klaus-P. Weigand
Musik: Heiko Rüsse/ Wolfgang W. Loos, KIDDINX Studios
Regie: Michael Schlimgen
Verlag: kiddinx
Produktionsjahr: 2025
Länge: 58 Minuten 8 Sekunden
Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – G. Schoß
Bibi Blocksberg – S. Bonasewicz
Schubia – P. Pollow
Karla Kolumna – U. Stürzbecher
Bürgermeister – R. Hemmo
Sekretär Pichler – S. Krause
Hubert Hempel – J. Berenz

Inhalt:
Bibi und Schubia wollen auf der Hexeninsel ein chilliges Camping machen, werden aber vom Bürgermeister gestört, der mit Pichler in einem Minihelicopter auf der Insel landet und auch ausgerechnet da campen will, wo die Hexen ihre Ruhe haben wollen. – Bibi und Schubi wollen ihn los werden und wenden einen Spruch an, der dann aber ungeahnte Folgen hat.
Der Bürgermeister interpretiert die Freiheit, die Bibi ihm eingehext hat, etwas anders, als sich die Junghexen das gedacht haben. Er gibt sein Bürgermeisteramt auf und will Neustadt verlassen. – Ein einfaches Zurückhexen klappt nicht, und so müssen sich Bibi und Schubia etwas einfallen lassen, während Karla Kolumna und Pichler veruschen, den Bürgermeister an seiner Abreise nach New York zu hindern.
Ein turbulentes Abenteuer in und um Neustadt beginnt, wo wir mal wieder lernen, dass Bibi gar nicht so dumm ist und als Hexe unheimlich was drauf hat. Und, dass diese ganze Aufregung um den Hexkraftverstärker gar nicht erst hätte sein müssen, wenn man die Zeit abgewartet hätte.
Mein Hörerlebnis:
Einfach nur schön, dies Junghexeninsel, die immer und immer mal wieder erwähnt wird und die immer wieder eine Art Stein des Anstoßes ist. – Dass der Bürgermeister nun ausgerechnet da campen will, wo die Junghexen bereits ihr Lager aufgeschlagen haben, zeigt mal wieder, wie dreist dieser Mann sein kann und wie wehrhaft junge Hexen sind.
Dieser schief gelaufene Hexenspruch, mit dem man mal wieder über das Ziel hinausschießt, ist ja fast schon ein Klassiker und ich habe förmlich drauf gewartet. – Hier ergibt sich aber ein wirklich herrliches Verwirrspiel.
Dass ein Helikopter „Flugi“ genannt wird ist schon niedlich. Dass dann ein erwachsener Mann aber wirklich der Meinung ist, er kann mit einem Minihelikopter von Deutschland nach New York fliegen, ist dann fast schon lächerlich. – Wobei ich glaube, dass ein sechsjähriges Kind das noch nicht wirklich abschätzen kann, was genau hier so witzig ist.
Der Priviant, den sich der Bürgermeister für seine Reise besorgt, ist auch alles andera als erwachsen. In jedem Fall aber zumindest mal leicht.
Ganz nebenher bekommt man noch mit, wie Bibi und Schubia den Hexkraftverstärker zusammenbrauen und ich habe die Zeitnot, die dabei entsteht, zum Teil wirklich richtig hautnah mitbekommen und gespürt. Da hat sich in mir wirklich eine gewisse Spannung aufgebaut, obwohl es sich hier um ein Kinderhörspiel handelt. Im Prinzip fast schon witzig.
Dass sich am Ende das Problem wirklich fast von allein in Wohlgefallen auflöst, war ja fast schon der Witz des Jahrhunderts. Aber eben auch wieder so typisch Bibi Blocksberg.
Fazit:
Ein Kinderhörspiel, keine Frage. Kein großer Anspruch, kein großes Trara. Einfach nur dieses typische Durcheinander von und mit Bibi Blocksberg. – Ich war wieder einmal nett unterhalten, musste schmunzeln und habe die kleine Hexe Bibi wirklich stellenweise richtig vor meinem geistigen Auge gesehen und etwas Panik verspürt, als alles drohte schief zu gehen.
Die Schauspieler haben einen zuverlässig guten Job gemacht, wobei ich mich immer wieder frage, wie der Pichler-Darsteller es immer und immer wieder schafft so weinerlich und jämmerlich zu klingen. Mich würde langsam mal interessieren, wie es klingt, wenn er wirklich mal aufbegehrt und seinen Willen durchsetzt.
Die Story war einfach, aber niedlich und kindertypisch gut umgesetzt. – Wobei ich ja die Hörspiele allgemein fast schon als Fan als ein Muss betrachte.
Eine lustige Folge im zuverlässigen Mittelfeld eingeordnet. Etwas Solides, was man sich durchaus mal antun kann.







