[Hörspiel] Bibi Blocksberg 158 – „Der fliegende Bürgermeister“

Autor: Klaus-P. Weigand
Musik: Heiko Rüsse/ Wolfgang W. Loos, KIDDINX Studios
Regie: Michael Schlimgen
Verlag: kiddinx
Produktionsjahr: 2025
Länge: 58 Minuten 8 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:

Erzähler – G. Schoß
Bibi Blocksberg – S. Bonasewicz
Schubia – P. Pollow
Karla Kolumna – U. Stürzbecher
Bürgermeister – R. Hemmo
Sekretär Pichler – S. Krause
Hubert Hempel – J. Berenz

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Inhalt:

Bibi und Schubia wollen auf der Hexeninsel ein chilliges Camping machen, werden aber vom Bürgermeister gestört, der mit Pichler in einem Minihelicopter auf der Insel landet und auch ausgerechnet da campen will, wo die Hexen ihre Ruhe haben wollen. – Bibi und Schubi wollen ihn los werden und wenden einen Spruch an, der dann aber ungeahnte Folgen hat.
Der Bürgermeister interpretiert die Freiheit, die Bibi ihm eingehext hat, etwas anders, als sich die Junghexen das gedacht haben. Er gibt sein Bürgermeisteramt auf und will Neustadt verlassen. – Ein einfaches Zurückhexen klappt nicht, und so müssen sich Bibi und Schubia etwas einfallen lassen, während Karla Kolumna und Pichler veruschen, den Bürgermeister an seiner Abreise nach New York zu hindern.
Ein turbulentes Abenteuer in und um Neustadt beginnt, wo wir mal wieder lernen, dass Bibi gar nicht so dumm ist und als Hexe unheimlich was drauf hat. Und, dass diese ganze Aufregung um den Hexkraftverstärker gar nicht erst hätte sein müssen, wenn man die Zeit abgewartet hätte.

Mein Hörerlebnis:

Einfach nur schön, dies Junghexeninsel, die immer und immer mal wieder erwähnt wird und die immer wieder eine Art Stein des Anstoßes ist. – Dass der Bürgermeister nun ausgerechnet da campen will, wo die Junghexen bereits ihr Lager aufgeschlagen haben, zeigt mal wieder, wie dreist dieser Mann sein kann und wie wehrhaft junge Hexen sind.
Dieser schief gelaufene Hexenspruch, mit dem man mal wieder über das Ziel hinausschießt, ist ja fast schon ein Klassiker und ich habe förmlich drauf gewartet. – Hier ergibt sich aber ein wirklich herrliches Verwirrspiel.
Dass ein Helikopter „Flugi“ genannt wird ist schon niedlich. Dass dann ein erwachsener Mann aber wirklich der Meinung ist, er kann mit einem Minihelikopter von Deutschland nach New York fliegen, ist dann fast schon lächerlich. – Wobei ich glaube, dass ein sechsjähriges Kind das noch nicht wirklich abschätzen kann, was genau hier so witzig ist.
Der Priviant, den sich der Bürgermeister für seine Reise besorgt, ist auch alles andera als erwachsen. In jedem Fall aber zumindest mal leicht.
Ganz nebenher bekommt man noch mit, wie Bibi und Schubia den Hexkraftverstärker zusammenbrauen und ich habe die Zeitnot, die dabei entsteht, zum Teil wirklich richtig hautnah mitbekommen und gespürt. Da hat sich in mir wirklich eine gewisse Spannung aufgebaut, obwohl es sich hier um ein Kinderhörspiel handelt. Im Prinzip fast schon witzig.
Dass sich am Ende das Problem wirklich fast von allein in Wohlgefallen auflöst, war ja fast schon der Witz des Jahrhunderts. Aber eben auch wieder so typisch Bibi Blocksberg.

Fazit:

Ein Kinderhörspiel, keine Frage. Kein großer Anspruch, kein großes Trara. Einfach nur dieses typische Durcheinander von und mit Bibi Blocksberg. – Ich war wieder einmal nett unterhalten, musste schmunzeln und habe die kleine Hexe Bibi wirklich stellenweise richtig vor meinem geistigen Auge gesehen und etwas Panik verspürt, als alles drohte schief zu gehen.
Die Schauspieler haben einen zuverlässig guten Job gemacht, wobei ich mich immer wieder frage, wie der Pichler-Darsteller es immer und immer wieder schafft so weinerlich und jämmerlich zu klingen. Mich würde langsam mal interessieren, wie es klingt, wenn er wirklich mal aufbegehrt und seinen Willen durchsetzt.
Die Story war einfach, aber niedlich und kindertypisch gut umgesetzt. – Wobei ich ja die Hörspiele allgemein fast schon als Fan als ein Muss betrachte.

Eine lustige Folge im zuverlässigen Mittelfeld eingeordnet. Etwas Solides, was man sich durchaus mal antun kann.

[Hörbuch] Elisa S. Amore – „Die Akademie der Götter Jahr 10“

Elisa S. Amore
„Die Akademie der Götter Jahr 10“
Reihe: Die Akademie der Götter (10)
Verlag: Winterfeld Verlag
EAN: 4-099-995-90289-1
Länge: 4 Stunden 26 Minuten
Sprecher: Lucy Leopold, Alexander Küsters

– gehört im Februar 2025 –

Jahr 10 hat mich wieder etwas tiefer und interessierter in die Welt der Götter und Halbgötter geholt. Liegt wohl auch an der kleinen Priese Realismus, was die Akademie angeht.

Klappentext:

Melanie ist zurück. Doch damit sind die Probleme der Akademie noch lange nicht gelöst. Im Gegenteil. Der dunkle Engel von Pecunia muss seine Kräfte erst wiederfinden und in der Zwischenzeit erweisen sich die Rebellen gegen die Götter als viel gefährlichere Bedrohung, als irgendjemand gedacht hätte.
Nicole und Melanie werden all ihre Kräfte brauchen, um diese Schlacht zu gewinnen. (Quelle: Thalia.de)

Inhalt:

Nicole hat absolut keine Zeit, sich von dem Kampf und dem Abenteuer mit dem Leichenkönig zu erholen. Sie ist fest in den Alltag der Akademie integriert, soll eine Lehrtätigkeit bekommen und scheint zu allem Überfluss auch die tot geglaubte Melanie immer wieder durch irgendwelche Portale zu sehen. – Ist Melanie wirklich tot, wie es alle glauben?
Lucian und seine Truppe haben eine Mission in der realen Welt zu vollbringen. Sie sollen die Stimmung auschecken, was die Menschen dazu getrieben hat, die Tempel der Götter zu schänden. Sie finden neben den nach wie vor gläubigen Menschen aber auch eine Gruppe vor, welche die Akademie, die Schattenboxen und die Götter und Halbgötter nicht mehr wollen. Sie sehen eine Gefahr für ihre Kinder in der Akademie und dem, was man ihnen dort beibringt. – Ein Kampf entsteht, der in dieser Folge aber noch nicht entschieden wird.
Nicole macht sich mit Tinker und einer Freundin auf, um Melanie in der Unterwelt zu finden, was für alle drei nicht ganz ungefährlich ist.

Fazit:

Immer wieder frage ich mich aufs Neue, ob ich die Reihe wirklich weiter hören möchte. Dieser epische Faktor mit den Göttern, ihrer Welt, den Mächten und all dem, was sie steuern, ist für mich immer wieder eine Nummer zu hoch und abgedreht, um die Sache wirklich ernst nehmen zu können. – Und dann habe ich doch entschieden, einer weiteren Folge eine Chance zu geben.

Diese zehnte Folge der Reihe hat mich in jedem Fall mehr mitnehmen können, als es die vorangegangenen Bücher getan haben. Es geht hier nicht wild und entschlossen von einer Schlacht zur anderen, sondern wartet vielmehr mit einer Handlung auf, der ich endlich auch mal wieder interessiert folgen konnte, und somit hatte ich sogar teilweise ein Kopfkino beim Hören vor meinem geistigen Auge.
Nicole ist nach ihrer Rückkehr wieder vollständig in die Welt der Akademie eingegliedert. Fast kommt es mir so vor, als herrscht ein einvernehmliches Schweigen darüber, was für eine Ungerechtigkeit ihr geschehen ist. – Und ich frage mich, ob sie jemals wieder richtige Flügel bekommen wird. Ich würde es mir für sie so sehr wünschen. – Ihre Fähigkeiten sind wirklich gigantisch und sind gegenüber den anderen wirklich etwas Besonderes. Trotzdem ist sie absolut nicht abgehoben oder überheblich. Sie hilft, wo sie kann, und genießt ihre Zweisamkeit mit Lucian.
Der romantische Teil fügt sich in dieser Folge sehr gut in die Handlung ein, bringt sie nicht zum Stehen und ist nicht übertrieben viel. Auf diese Weise hat mich das Geturtel auch nicht weiter gestört.
Die Handlung fühlt sich an, wie ein kleines Finale. Die vielen Andeutungen und Handlungsstränge werden zu einem Ereignis zusammengefügt, was die heile Welt der Akademie endlich mal ein wenig ins Wanken bringt. Es ist eben nicht selbstverständlich, dass sie jedes Jahr ihre Leute rekrutieren, ohne mal danach zu fragen, ob die das überhaupt wollen.
Die Götterwelt ist hier vorhanden, nimmt aber nicht so viel Raum ein, dass mir die Götternamen nur so um die Ohren geflogen wären. Es ist immer mal wieder die Rede von einem Gott, aber im Großen und Ganzen dreht sich die Handlung um die jungen Leute und den Kampf, den sie in der realen Welt erleben.

Die zwei Sprecher machen einen guten Job. Durch die verteilten Rollen kann man sehr gut nachvollziehen, aus wessen Sicht gerade berichtet wird. Im Grunde sind es nur zwei Stränge, in dieser Folge, denen man sehr gut folgen kann.
Nicole macht eine wirklich großartige Entwicklung durch und endlich wird auch Melanie in die Handlung zurückgeholt, die ja ganz am Anfang mal so etwas wie die Protagonistin war, dann aber in der Versenkung verschwunden ist. – Ich bin gespannt, wie sich das mit Nicole und Melanie weiter entwickelt und ob sich da nicht noch eine wunderbare Zusammenarbeit entwickeln kann.
Nicht übertrieben mit dem Wissen über Götter aufgetrumpft, bildet dieser Band eine wirklich sehr angenehme Abwechslung zu den vorangegangenen Folgen und hat mir meinen Glauben an die Story und die Reihe wieder zurückgegeben.

Bewertung: 5 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Im Gegensatz zu den anderen Bänden, war ich hier wirklich mehr als begeistert und habe die Handlung mit Spannung verfolgt. Das teilweise Kopfkino hat das Hörvergnügen komplett gemacht und mir endlich wieder ein Hauch von Fantasy hier zurückgegeben.

[Hörspiel] Geister-Schocker 68 – „Die Grotte des Entsetzens“

Autor: Andrew Hathaway
Verlag: Romantruhe
Produktionsjahr: 2017
Länge: 53 Minuten 12 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:

Christian Stark
Reent Reins
Andrea Aust
Robert Missler
Martin Sabel
Rainer Schmitt
Helgo Liebig
Dirk Hardegen
Marc Schülert
Sonitha Sodhi
Werner Wilkening
Patrick Steiner
Dirk Mierau
Siegmar Tonk
Tom Steinbrecher

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Inhalt:

Jack Callum soll in Irland eigentlich über die momentane Politik berichten, die das Land in Aufruhr versetzt. Doch durch eine Schießerei wird das Interview verhindert und Jack verschlägt es in ein kleines, irisches Dorf, welches durch einen verschwundenen Lehrer in Aufruhr ist.
Das Rätsel um den verschwundenen Lehrer ist schnell aufgeklärt, als Jack sieht, wie eben jener einen weiteren Menschen tötet und ihm das Blut aussaugt. – Hier in der Gegend müssen Vampire ihr Unwesen treiben.
Durch die Recherchen zu den Vampiren und die Schwierigkeiten, welche Jack durch seine pure Anwesenheit in der verschlafenen Provinz bekommt, stößt er auf eine Truppe Männer, welche sich als Widerstand bezeichnen und auf ihre Art für ihre Interessen kämpfen.
Jack gerät bei seinen Recherchen und Rettungsaktion zwischen die Fronten der Polizei, der Vampire und der Widerständler.

Mein Hörerlebnis:

Ich muss ja mal ganz ehrlich sage, dass ich schon bei dem Report Jack Callum abgeschaltet habe. Dieser Charakter catcht mich so gar nicht und die Storys, die von ihm erzählt werden sind fast schon langweilig.
Es kommt, wie es kommen muss. Der Typ wird als Reporter nach Irland geschickt, wo er ein Interview führen soll. Das geht natürlich schief, weil man hier eine wirklich lautstarke und gut inszenierte Schießerei auf die Ohren bekommt. Im Anschluss hat es voreingenommene Polizisten, die Jack erst einmal unter Generalverdacht stellen.
Jack will nicht ohne Story nach Hause, also geht er einer Geschichte nach, in der ein Lehrer in einem kleinen Dorf auf mysteriöse Weise verschwunden ist. – Die ursprüngliche Story dieser Folge wurde komplett über den Haufen geschmissen und eine völlig zusammenhanglose Geschichte wurde eingeschoben.
Im Dorf ist es erst einmal so, wie man sich das so auf dem Lande vorstellt. Die Leute sind voreingenommen, Jack beobachtet einen weiteren Mord und wird, ohne dass er auch nur irgendjemandem etwas erzählt hat, gleich dafür verdächtigt und aus den Läden geschmissen. Wut schlägt ihm entgegen, obwohl es dafür keinen Grund gibt. – Die Polizei mischt natürlich gleich mit, stellt ihn mal wieder unter Verdacht und am Ende kann sich Jack nur durch weitere Recherchen in eine komplett andere Richtung freikaufen.
Das Thema mit dem Widerstand, der im Untergrund, in eben jeder Grotte, ihr Waffenversteck hat, ist komplett aus dem Zusammenhang gerissen. Hier mischt sich plötzlich schnöde Politik mit Mystik und das passt mal gar nicht zusammen. Gut, die komischen Kauze haben ihr Versteck in der Grotte, in der auch die Vampire in ihren Sarkophagen liegen, aber komplett unlogisch ist hier, dass die Vampire diesen lebenden Männern bis jetzt nicht getan haben, nun aber eine Gefahr sein sollen.
Erst jetzt wird Bezug auf die vorhergehenden Folgen mit Jack genommen seine Gabe und dieser komisch Ring bekommen ihren Sinn und Anteil in der Geschichte. Die Handlung wird wild und undurchsichtig und am Ende werden die Menschen wohl gerettet und die Grotte soll wohl so etwas wie unschädlich gemacht werden. Ob das allerdings wirklich gefruchtet hat, bleibt offen.

Fazit:

Jack Callum als Charakter catcht mich absolut null und gerade diese Story hier hat mal wieder bewiesen, dass sich der Autor noch nicht entschieden hat, was genau dieser Typ denn nun darstellen soll. Ein geistersehender Vampirjäger oder ein Reporter.
Für den Ort der Handlung hätte ich mir eine mystischere Story gewünscht. Irland ist das Land der Sagen und Legenden und hier kommt mit einer so alten und abgelutschten Schote um die Ecke. Gehts noch lahmer?!
Die Schauspieler haben ihren Job gut gemacht. Besonders in den Vordergrund gespielt hat sich hier aber niemand. Das kann aber auch daran gelegen haben, dass mich die ganze Story, wie gesagt, so gar nicht flashen konnte.

Ich ordne diese Folge an letzter Stelle meiner persönlichen Rangliste ein. Ich muss sagen, dass mich diese Folge der Geister-Schocker richtiggehend enttäuscht hat. Noch schlechter geht es nun wirklich nicht.
Selbst wenn ich so ein abgelutschtes Thema habe, kann ich es doch interessant schreiben und gestalten. Das geht!

[Ebook] Nick Thacker – „Das Geheimnis im Eis“

Nick Thacker
„Das Geheimnis im Eis“
Reihe: Harvey Bennett (3)
Verlag: Luzifer
ISBN: 9-783-958-35734-1
Länge: 376 Seiten

– gelesen im Februar 2025 –

Der vorerst letzte Band dieser Reihe, wobei ich ja hoffe, dass die anderen auch noch übersetzt werden und vielleicht auch etwas schnell, als alle zwei Jahre mal ein Buch. – Ich bin einfach zu faul, um Bücher in Englisch zu lesen.

Klappentext:

In der Abgeschiedenheit der Antarktis arbeiten eiskalte Geschäftsleute an einem ebenso eiskalten Geheimnis.

Unter einer dichten Eisdecke entwickelt Draconis Industries eine neuartige und mächtige Technologie. Harvey Bennet und sein Team werden ausgesandt, sie aufzuhalten, doch das, was sie im Inneren der Anlage finden, ist noch weitaus teuflischer, als sie es sich hätten vorstellen können. Und zu allem Überfluss ist ihnen auch noch eine ganze Armee chinesischer Soldaten auf den Fersen, welche diese Technik an sich reißen wollen …

Dieser Roman ist ein temporeicher SciFi-Thriller, der actionreich die Themen künstlicher Intelligenz und konzernweiter Verschwörungen verbindet. Für Fans von James Rollins, Dan Brown und Clive Cussler ein absolutes Muss! (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt:

Harvey Bennett kann einfach nicht das beschauliche Leben als Ranger führen, welches er sicherlich gern hätte. Zu bekannt ist er bereits aus seinen zwei vorangegangenen Fällen. In diesem, seinen dritten Fall, verschlägt es ihn, mit einer Truppe Söldner und einer ominösen Mrs. E. in die Antarktis.
In der relativen Nähe der Mc Murdo-Station der Amerikaner befindet sich, verborgen im Eis, eine Station, von der niemand etwas weiß, außer der involvierten Personen. Außgerechnet die Kommunikation mit der Außenwelt lässt die Eigentümer des Kommunikationssystem darauf aufmerksam werden.
In der geheimen Station liefern sich Bennett und seine neuen Freunde zunächst ein Duell mit Chinesischen Soldaten und später mit dem Sicherheitspersonal und sogar dem Computer der Station. So lang, bis sie hinter das furchtbare Geheimnis kommen, welches diese Station hütet und worin genau ihre Funktion besteht.
Harvey Bennett muss den Verlust einiger seiner Mitstreiter beklagen, traut sich am Ende aber endlich zu einem finalen Schritt in seiner privaten Beziehung.

Fazit:

Ich habe zu dem Buch gegriffen, weil ich einfach die Reihe angefangen hatte und nun auch so weit lesen wollte, wie ich kommen konnte. Allein vom Coverbild her, wäre ich wohl nie auf den Stoff aufmerksam geworden.
Der titel hat mich gleich auf die Antarktis kommen lassen. Dort hat es jede Menge Eis, was mit Sicherheit auch noch das eine oder andere Geheimnis beherbergt. – Ich stelle es mir einfach vor, wenn ich als Autor da ein Geheimnis hineinschreiben wollen würde. Warum sollte also auch Nick Thacker das nicht nutzen.

Schon der Prolog hat mich an den Mitarbeitern der Mc Murdo Station in der Antarktis zweifeln lassen. – Mir ist bewusst, dass es diese Forschungsstation wirklich gibt. Und sie ist auch schon in mehrerer anderen Romanen vorgekommen. Aber ich glaube nicht, dass ein Mitarbeiter mal eben was entdeckt und dann von sich aus einfach anfängt, das Geheimnis lüften zu wollen.
Und schon geht es ohne jede Lücke direkt zu Harvey Bennett und seiner Freundin Julie. – Ich fand den Übergang und das ganze Prozedere etwas seltsam, aber was so ein reicher Schnösel ist, die können sich ja vieles herausnehmen. Warum dann nicht also auch einfach mal eine kleine Expedition nach Antarktika zusammenstellen, um sich dort in ein nicht einschätzbares Abenteuer zu stürzen.
Auch der Weg zur Station und in die Station hinein, waren noch ziemlich spannend, aufregend und voller Bilder in meinem Kopfkino. In der Station selber ist aber dann leider alles in ein einziges Blutbad ausgeartet. Es ging nur noch darum, was der Programmierer machen kann und wer als nächstes wen erschießt. – Das fand ich ein wenig ermüdend und war wach gerüttelt, als es dann endlich um die Ebene 10 und ihr Geheimnis ging.
Um so spannender dann das Geschehen, in einer dieser ominösen Schubladen. – An dieser Stelle war ich wirklich mehr als begeistert, was für eine Vorstellungskraft von solcherlei Dingen im Kopf des Autors herrschen. Das war fast schon ein Stück SkyFy innerhalb eines Thrillers.
Ok, am Ende wurde es fast ein wenig schulzig. Aber irgendwie hat es in der Situation funktioniert und mir sogar ein Lächeln auf die Lippen gezaubert.

Ich habe am Anfang an den Zeilen geklebt, inclusive Kopfkino und vielen Fragezeichen über dem Kopf, später dann etwas desinteressiert und am Ende wieder einfach nur noch gnadenlos fasziniert. – Man kann also durchaus sagen, dass ich hier sämtliche Gefühlslagen durchgemacht habe.
Das Geschriebene habe ich hier sehr gut verfolgen können. Hier und da sind mal Computerfachbegriffe eingeflossen, was sich allerdings noch in Grenzen gehalten hat und mich nicht vollkommen aus der Bahn geworfen hat. Einzig die Namen waren viel zu viele und ich konnte sie lang nicht mehr alle auseinanderhalten. Demzufolge habe ich leider nicht wirklich nachvollziehen können, wer gerade stirbt. Ich habe mich auf ein paar wichtige Charaktere konzentriert und deren Schicksal verfolgt.
In jedem Fall ist hier das komplette Actionprogramm aufgefahren worden. Das fing bei der Location an, hörte bei der Waffentechnik nicht auf und zeigte sich am Ende bei der Technik rund um den Computer und seine Möglichkeiten.
Ein Abschluss der Reihe war das Ganze aber definitiv noch nicht. Ich hoffe einfach, dass es noch einmal irgendwie weiter geht.

Bewertung: 4 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Für die volle Punktzahl reicht es leider nicht, weil ich den Mittelteil so übertrieben blutig und wenig abenteuerlich fand. Ja, es ging hart zur Sache, aber irgendwie fand ich es in diesem Fall dann doch etwas übertrieben.

Meine Woche 19. Kalenderwoche 2026

Heute bin ich mal ziemlich spät dran, mit meiner Wochenzusammenfassung. Aber das hat alles so seine Gründe 🙂

Geärgert:
Über das Finanzsamt (Fazit)

Gefreut:
Heute mal den anderen Teil der Familie gesehen zu haben, ohne jemanden Beerdigen zu müssen. (Fazit)

Gedacht:
Oha, nächste Woche sind ja wieder nur drei Tage. Und dann eine Woche Urlaub. Is doch mal was.

Gefragt:
Wie lang soll das Spielchen mit dem Finanzamt jetzt gehen?

Genervt:
Diese Ungewissheit, was dieses Spielchen mit dem Finanzamt jetzt sein muss.

Gefühlt:
Eigentlich recht neutral.

positiv:
Dass eine Woche Auszeit in Sicht ist.

negativ:
Der Zahnarzttermin rückt näher und der wird mit Sicherheit nicht ohne

Gelitten:
nö, so schlimm war es nicht

Genossen:
Mal eine andere, teurere Sorte Eis von meinem Frostlieferanten des Vertrauens.

Gewesen:
auf Arbeit, einkaufen

Getroffen:
Ne Tante, die mich aber nur wie ein Mondkalb angekuckt hat und großlos an mir vorbei lief

Gesucht:
Immer wieder die passende Nadel für mein Handarbeitsprojekt

Gefunden:
die passenden Nadeln

Gelacht:
Ja, heute auf der Feier mehr wie einmal.

Geweint/Getrauert:
Meine Gedanken wanderten immer mal wieder zu meinem Cousin.

Gewundert:
Ich wunder mich über gar nichts mehr.

Gegessen:
Heute, einen Spiesbraten mit Klößen und Rotkohl, gestern gesprengtes Huhn mit Reis

Genascht:
Gemüsechips… – die sind derzeit echt mein Favorit

Getrunken:
Aperol Spritz

Gegoogelt:
Nach Bildern von „Teddy“

Gesehen:
Einige Youtube-Videos

Gebastel/Gespielt/Gehandwerkt/Geschrieben:
Rezensionen und Teddy

Getan:
mal wieder ein Amigurumi gehäkelt

Gelesen:
„Sterne über rotem Land“ von Lynne Wilding – War gut

Gekauft:
Lebensmittel

Gelernt:
Man kann gekaufte Häkelanleitungen durchaus auch mal umändern.

Geschenkt (bekommen):
Nein, meine Mum hatte Geburtstag. Nicht ich.

Geschlafen:
sicher doch, sogar sehr gut

Geträumt:
ich weiß es nicht mehr

Geplant:
Drei Tage 2. Schicht , den Geburtstag einer Kollegin feiern und dann ein bisschen Urlaub

Fazit

So problemlos, wie die Steuererklärung gemacht war, so problematisch scheint jetzt wohl die Berechnung zu sein. Oder wir sind an eine Dunseltrude gelangt, die das Ganze aushilfsmäßig macht oder vor 2 Wochen ne Lehre begonnen hat.
Lange Rede, kurzer Sinn: Wir bekammen einen typisch amtlich kryptischen Brief in dem eine Steuerbescheinigung eingefordert wurde. JAHA… Was denn für eine? Die vom AG? die von meiner Versicherung? Die von der Bank? – Alter Verwalter. Und dann kann man das nicht mailen und nicht persönlich vorbeibringen, weil die sich verrammelt haben wie Fort Knox. – Wir haben es noch relativ klever gelöst, indem wir unseren Berater noch einmal eingeschaltet haben, der den eingeforderten Wisch noch einmal für uns einreicht.
Was mich angeht, ich bin ja der Meinung, dass wir wohl zu viel zurück bekommen und sie uns deswegen mit aller Gewalt Probleme machen müssen, damit wir vielleicht auf das Geld verzichten. Sind doch alles Schweine.

Heute haben wir den Geburtstag meiner Mum gefeiert. Sie ist am 28. April 70 Jahre jung geworden und hat heute in der Gastwirtschaft im Nachbarort zum Essen geladen.
Es traf sich in diesem Fall der mütterliche Teil der Familie und man hat mal wieder gut unterhalten, dick und fett gespeist und viel gelacht. Toll finde ich ja immer, dass ich mich dann mit meiner Tante über Handarbeit und Häkeln austauschen kann. Das fetzt immer.

Saturday Sentence – „Schlüssel der Ewigkeit“

1. Nimm deine aktuelle Lektüre

Als Sara in die blauen Augen von Dante Craven blickt, ist ihr Schicksal besiegelt. Sie verfällt ihrem charmanten Mitschüler, ohne zu ahnen, welches Geheimnis er hütet.

Auch wenn er gegen jede Regel verstösst, die der Rat aufgestellt hat, Dante kann Sara nicht fern bleiben. Er besucht sie Nacht für Nacht, bis das nicht mehr reicht. Ein Wächter der Unterwelt darf keine Sterbliche lieben und doch tut er es. (Quelle: Lovelybooks.de)

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein „Saturday Sentence“ lautet. (Bei Ebooks Position 158)

„Gern geschehen“, antwortete er mit einem Grinsen.

Sandra Todorovic – „Schlüssel der Ewigkeit“ (Wächter der Unterwelt 1); ISBN: 9-783-757-89015-5

3. Und wie ist es bisher?
Nun ja, ich hätte gewarnt sein müssen, als ich bemerkte, dass das Buch über Bookrix erschienen ist. ein Verlag für Hobbyautoren, die unbedingt und um jeden Preis veröffentlichen wollen. – Die Story hätte durchaus interessant sein können, wenn nicht so viel Aufmerksamkeit auf einem verschwärmten und komplett tolpatischen Teenager-Mädchen liegen würde, was versucht irgendwie auf sein Leben klar zu kommen.
Der Antagonist, also der Schwarm des Teenager-Mädchens ist wohl so eine Art Wesen. Ein Atlanter mit Kräften und dem Auftrag irgendwelche Dämonen zu jagen. Aber der Grund, das Warum bleiben im Dunkeln. Und irgendetwas hindert diesen Typen daran, sich komplett auf die Schwärmereien des Mädchens einzulassen.

Ich lese das Buch, weil es eben auf meinem SuB lag. Und mir ist inzwischen klar, warum man seiner´zeit das Buch als Angebot für lächerliches Geld verkaufen wollte. – Man wollte die Leute anfisxen, was in meinem Fall aber nicht wirklich gelingt, weil alles zu profan, zu zerschrieben zu kindisch ist.

[Hörspiel] Geister-Schocker 67 – „Die Blumen des Bösen“

Autor: Bob Collins
Verlag: Romantruhe
Produktionsjahr: 2017
Länge: 59 Minuten 44 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:
Helgo Liebig
Tom Steinbrecher
Dirk Hardegen
Christin Deuker
Werner Wilkening
Martin Sabel
Hildegard Meier
Tim Kreuer
Detlef Tams
Dirk Mierau
Marc Schülert
Ingo Abel
Frank Boldewin
Jessica von Haeseler
Jessica Kröll
Jenny-Maria Meyer

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Inhalt:
Der Gärtner des Bösen züchtet, tief in den Sümpfen, in einem geheimnisvollen Glashaus, seine Blumen des Bösen und verkauft diese an all jene, die den perfekten Mord begehen wollen.
So ergeht es auch Edit Marbel. Sie ist allein zu Hause, als sie seltsame Geräusche hört, die sie nur wenige Augenblicke später das Leben kosten werden. Zurück bleibt ihre verstümmelte Leiche, und ein völlig entsetzter Sohn. – Dieser Sohn ist aber sehr darauf bedacht, der Polizei bei ihren wirklich sehr engstirnigen Ermittlungen zu helfen. Dabei kommt er auf des Rätsels Lösung, begibt sich aber auch in Gefahr.
Währenddessen geschehen weitere dieser seltsamen Morde.

Mein Hörerlebnis:
Wenn ein Hörspiel schon mit einem so schaurig schönen und zunächst unerklärbaren Mord beginnt, kann es doch nur gut werden. So dachte ich mir das jedenfalls. Aber leider geraten die Morde, im Laufe der Handlung schnell ins Hintertreffen und werden fast schon zu Nebensache.
Der Hinterbliebene der Ermordeten ist ihr Sohn. Die Familie scheint Geld zu haben, jedoch kein Glück, was das Familienleben angeht, denn die Frau war niemand geringerem als ihrem eigenen Bruder im Weg.
Aus dem anfänglichen Grusel entwickelt sich schnell eine Ermittlung, die nicht recht vorankommen will. Der Sohn der Ermordeten stellt seine eigenen Ermittlungen an, findet auch sinnige Hinweise und zieht einigermaßen logische Schlüsse, muss sich aber vom Yard immer wieder als überspannt und durchgedreht hinstellen lassen. – Ich wäre fast wahnsinnig geworden, wie oft der junge Mann vor die Wände der Bürokratie gerannt ist. Und währenddessen geschehen weitere Morden mit ganz genau derselben Handschrift.
Mystisch wird es wieder, als der Gärtner des Grauens ins Spiel kommt. Diese Verortung in den Sümpfen, bei dem verlassenen Dorf, der Zusammenhang mit dieser seltsamen, alten Frau und der Tatsache, dass alle anderen, die hier irgendwie mitgemischt haben, noch einmal auftauchen und irgendwie ihre Strafe bekommen … – Ja, es war der Versuch eines fulminanten Endes, aber so wirklich gelungen war er nicht.

Fazit:
Die Handlung an sich war eigentlich recht interessant, wenn der Fokus etwas genauer auf den Blumen und dem Gärtner gelegen hätte. – Die Tatsache, dass es dann erst einmal in Ermittlungen abrutscht und nicht so recht vorankommt, während ein Mensch außerhalb der Polizei einfach mal seinen Horizont aufmacht und auf des Rätsels Lösung kommt, ist ein alter Hut und langsam langweilig.
Die Schauspieler machen ihren Job gut. Wobei hier gerade der Protagonist sehr glaubwürdig war. Die Verzweiflung, die Wut, der Drank, etwas bewirken zu wollen. All das war wirklich sehr gut zu spüren und ich habe ihm seine Emotionen abgekauft.
Die Geräuschkulisse war hier zwar nicht viel eingesetzt, aber die Momente in der sie eingesetzt war, haben dadurch in jedem Fall etwas mehr Leben bekommen. Die Geräusche, wenn die Pflanze ihre Action gestartet hat oder das Blubbern des Sumpfes, haben mir eine gewaltige Gänsehaut über den ganzen Körper gejagt.

Alles in Allem verorte ich diese Folge im oberen Mittelfeld. – Wirklich haarscharf an der Spitze vorbei geschrammt, nur wegen dieser Ermittlungen. Kann sich nicht mal jemand so eine Story einfallen lassen, indem er den Fokus auf den durchgeknallten Gärtner legt und aufzeigt, wie dieser die Pflanzen züchtet …

[Taschenbuch] Michael Tsokos – „Sind Tote immer leichenblass?

Michael Tsokos
„Sind Tote immer leichenblass?“
Verlag: Knaur
ISBN: 9-783-426-78824-0
Länge: 186 Seiten

– gelesen im Februar 2025 –

Ein weiteres, hoch interessantes, Sachbuch aus der Feder, bzw. den Fingern von Michael Tsokos. – Lernen wir mal wieder was, ohne dozierenden Unterton.

Klappentext:

In Sind Tote immer leichenblass? nimmt Deutschlands bekanntester Rechtsmediziner, Professor Michael Tsokos, die gängigen Klischees und Irrtümer rund um die Arbeit im Sektionssaal aufs Korn. Mit seinem Sachbuch räumt er mit den oft bizarren Darstellungen der Rechtsmedizin in Krimis auf und zeigt, wie weit diese von der Realität entfernt sind. Spannend und realitätsnah informiert Tsokos über die tatsächlichen Mittel und Methoden der modernen Gerichtsmedizin .

Werden Mordopfer tatsächlich von den Angehörigen in der Rechtsmedizin identifiziert? Sind Rechtsmediziner wirklich bei der Verhaftung eines Verdächtigen dabei? Nehmen sie gar an der Vernehmung von Zeugen teil? Szenen wie diese gehören zum Standardrepertoire von Fernsehkrimis. Doch mit der Realität haben sie nichts zu tun. Meist handelt es sich um Klischees von Vorgängen im Sektionssaal.

Die tatsächlichen Abläufe und die Gründe erläutert Michael Tsokos in diesem Buch. Er entlarvt eingefahrene Klischeebilder und verzerrte Darstellungen der Vorgänge im Obduktionssaal und erteilt nebenbei einen Grundkurs in Rechtsmedizin. Das ist lehrreich und äußerst spannend. Ein Buch, das nicht nur für Fans von Sebastian Fitzek und True Crime Büchern fesselnd ist, sondern auch für alle, die sich für Kriminalistik , Forensik und die Aufklärung von Mordfällen interessieren. Sind Tote immer leichenblass? ist ein erzählendes Sachbuch, das zeigt: Nichts ist spannender als die Wirklichkeit. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt:

In diesem kleinen Büchlein räumt Herr Dr. Michael Tsokos mit den gängigsten 40 Irrtümern über die Rechtsmedizin auf. Das geht los mit der Definition, was Rechtsmedizin ist, und wie sie sich von Pathologie unterscheidet. Er räumt weiterhin damit auf, dass Angehörige der Verstorbenen eben nicht an den Seziertischen stehen und ihre Leute identifizieren müssen und auch mit den essenden, rauchenden und ermittelnden Rechtsmedizinern räumt er auf und stellt klar, wo seine Aufgaben liegen und wo nicht.
Nein, Tote sind nicht immer leichenblass. Genaugenommen eigentlich nie, wegen der Leichenflecken, Fäulnisveränderungen und anderweitigen Beschädigungen wie Hämatomen, Wunde etc. – Interessant, kurz und kurzweilig.

Fazit:

Erschienen ist das Buch im Jahr 2016, geschrieben von Deutschlands bekanntestem Rechtsmediziner Dr. Michael Tsokos. Aufmerksam auf ihn und seine Bücher bin ich über Instagram geworden, wo er mit interessanten und informativen Videos aus dem Leben seines Hundes und seinem Arbeitsleben die Menschen unterhält.
Es handelt sich nicht um das erste Buch, was ich aus seiner Feder lese und ich finde die Aufmachung des Covers für ein Sachbuch mit diesem Kaliber fast schon zu lachs und leicht. Nackte Füße mit Zettel am Zeh und ein Comic-Tsokos sollen die Leute zum Lesen des Büchleins animieren. – Ich hätte das Buch im Regal gelassen, wenn ich nicht wüsste, von wem es ist und worum es gegangen wäre. Solche Cover sprechen mich absolut überhaupt nicht an.

In 40 kurzen Kapiteln, plus Vorwort und Nachwort, erläutert Prof. Dr. Tsokos seine Ansichten zu den verschiedenen angesprochenen Sachverhalten. Mir ist dabei nur aufgefallen, dass es scheinbar wirklich viele, für mich wirklich unverständliche Mythen über die Rechtsmedizin und den Umgang mit den Verstorbenen gibt. – Mir ist bewusst, dass es bei einer Obduktion durchaus blutig und ruppig zugehen kann. Das ist aus den Videos immer sehr gut zu erkennen. Jedoch hat doch das ganze Tun und Lassen einen Zweck. Ich finde es also mehr als lachhaft, dass wirklich noch Leute glauben, die Angehörigen des Verstorbenen würden an den Sektionstisch bestellt, um den Menschen zu identifizieren.
Außerdem hatte ich beim Lesen ein wirklich herrliches Kopfkino vor meinem geistigen Auge, wie so ein Rechtsmediziner in der einen Hand das Skalpell und in der anderen Hand das Mettbrötchen mal eben einen Kommissar von der Polizei über den Stand der Dinge aufklärt. – Auch so ein Mythos, der sich dank der einschlägigen TV-Formate wohl nach wie vor hartnäckig hält.
In jedem Fall geht Herr Dr. Tsokos mit eben den TV-Formaten absolut nicht zimperlich um und nimmt gerade den Kölner Tatort dazu her, um zu zeigen, wie es eben nicht funktioniert. – Mir war ja gleich klar, dass ein Rechtsmediziner mit Sicherheit nicht ermittelt. Das ist nicht sein Job!

Der Text lässt sich einfach lesen und verstehen. Die Seiten fliegen nur so dahin und schon hatte ich das Buch in nur einer Sitzung durchgelesen. Dabei ist es mir stellenweise schauerartig über den Rücken gelaufen, bei dem was so geglaubt wird und zum Teil sind mir auch Lacher entfleucht, die vielleicht nicht so ganz zum Thema passen.
Untermalt und aufgelockert ist der Text mit comicartigen Zeichnungen, die zum Thema passen, im Stil aber mehr wie Karrikaturen wirken. – Der Professor ist stellenweise gut zu erkennen, aber eben auch nicht eins zu eins nachgezeichnet.
Das Taschenbuch ist fest, aber nicht starr gebunden, ist leicht und liegt gut in der Hand. Das hat das Lesen noch einmal zu einem Vergnügen gemacht. Seitenaufteilung und Schriftgröße sind sehr locker und augenfreundlich gestaltet, sodass auch Dauerlesen kein Problem ist.

Bewertung: 5 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Auch wenn das Buch nicht das Kaliber hat, wie seine vorherigen Sachbücher über den Beruf des Gerichtsmediziners, war es dann doch lehrreich und eine gute Unterhaltung. Von der Qualität war hier eindeutig ein Dr. Tsokos drin, in den Umschlagseiten, die so gar nicht nach ihm aussehen wollen.

[Hörspiel] Geister-Schocker 66 – „Invasion des Grauens“

Autor: Frederic Sinclair
Verlag: Romantruhe
Produktionsjahr: 2016
Länge: 1 Stunde 15 Minuten

Die Sprecher:
Michael Bideller
Leonhard Mahlich
Luise Lunow
Marie Bierstedt
Rainer Fritzsche
Sandra Schwittau
Helmut Krauss
Konrad Bösherz
Annina Braunmiller
Tanja Dohse
Rita Engelmann
Jürgen Thormann
Michael Pan
Uta Dänekamp
Frank Felicetti
Wolfgang Bahro
Lutz Schnell
Uschi Hugo
Alexander Turrek
Bodo Wolf
Gerald Paradies

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Inhalt:
Pierre ist bei der Polizei raus, hat als Privatdetektiv abgeloost und nun eine Detektei für übernatürliche Recherchen gegründet. Hierbei setzt er allerdings auf die Hilfe seiner Großmutter, da er allein auch hier nichts auf die Reihe zu bekommen scheint.
Kaum hängt das Schild neben der Tür, taucht auch schon die erste Kundin auf, welche wohl schon auf übernatürlichem Weg zu ihm gelangt ist. – In jedem Fall schildert sie den mehr als seltsamen Tod ihrer Schwester, der im ersten Moment wirklich sehr unglaubwürdig klingt.
Die Großmutter bringt mit ihren seherischen Fähigkeiten Licht ins Dunkel und deckt eine außerirdische Invasion auf, welche gerade im Gang ist.
Die Verbindungen zur Polizei erleichtern Pierre hier die Ermittlungen und schnell hat er seinen alten Kollegen auf seiner Seite und kann sich dem Fall mit der geballten Kraft des Militärs und der Wissenschaft annehmen.

Mein Hörerlebnis:
Kaum fing der Protagonist in der Ich-Form an, seine Geschichte zu erzählen, hat sich in mir eine gewisse Ernüchterung breit gemacht. Ich hatte wirklich keine Lust, auf schon wieder so einen abgehalfterten Detektiv, der verzweifelt versucht, in seiner Branche irgendwie eine Lücke zu finden, in der er sich breitmachen kann.
Als dann herauskam, dass eigentlich seine Großmutter die ganze Arbeit macht, hatte ich das Bild von einem verwöhnten kleinen Schönling vor meinen Augen, der auf Kosten seiner Oma Kohle scheffeln will. – Wenn man mal ehrlich ist, wäre er ja auch gar nicht auf den Fall gekommen, wenn die Oma das nicht mit ihren Fähigkeiten gesehen hätte.
Jedenfalls haut die alte Frau eine Prophezeiung raus, die von einer außerirdischen Invasion redet. Die gewissen kryptischen Angaben von einem großen schwarzen Behältnis und dem Urschlamm, haben die Sache zwar ein wenig mystisch wirken lassen, aber wenn man das Gesamtpaket sieht, ist so eine außerirdische Invasion schon irgendwie recht dick aufgetragen.
Fakt ist jedenfalls, dass die Entstehung der Wesen und das ganze Drumherum schon irgendwie spannend gemacht sind, aber meiner Meinung nach hätte sich der Stoff für eine Kurzgeschichte wohl besser geeignet. Als Hörspiel konnte man vieles nicht wirklich gut darstellen und hat bei mir öfter mal zu ungeeigneten Verwechslungen geführt. – Im Umkehrschluss dann aber auch wieder zu einem Aha-Effekt, als die Sache aufgeklärt wurde.
Der wissenschaftliche Versuch in dem nun verorteten dunken großen Gefäß war mal mehr als interessant, allerdings in meinen Augen dann wohl wieder zu erfolgreich. – Ich kann mir bei dem Ausgang wirklich sehr gut vorstellen, dass hier noch einiges mehr an Stoff kommt, als Reaktion auf das, was die Wissenschaftler hier angerichtet haben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie das Problem wirklich komplett gelöst haben. Da ist doch mit Sicherheit was über geblieben.

Fazit:
Ein Stoff, der für ein Hörspiel nicht so ganz geeignet war. – Als Kurzgeschichte oder Erzählung wäre das alles besser gewesen und vom Leser sicherlich intensiver empfunden worden.
Die Schauspieler haben ihren Job gemacht, allerdings hat sich hier keiner irgendwie groß hervorgetan. Ich habe gewusst, was die Personen darstellen wollen, habe hier und da eine gewisse Emotion in der Stimme gehört und ansonsten gehofft, dass mich irgendwie noch ein großer Knaller überrascht, der dann aber nicht gekommen ist.
Die Geräuschkulisse war sparsam eingesetzt und somit fehlte mir leider stellenweise eine gewisse Atmosphäre. Bestes Beispiel hier dieser so genannte Urschlamm. Da nimmt man das Standartgeräusch für einen blubbernden Sumpf her und glaubt, der Hörer lässt sich hier mal eben an der Nase herumführen. – Sorry, gerade das wäre doch sicherlich besser gegangen.
Die Story war interessant gestaltet, allerdings fehlte mir hier der große Aha-Effekt.

Ich ordne diese Folge im Mittelfeld ein. Ein Geister-Schocker, so normal und unspektakulär, wie er nur sein kann. – Man hat es versucht.