Geärgert:
Über den Job und seine Umstände – der hat sich als etwas ganz anderes herausgestellt, als man es mir beim Probearbeiten verkauft hat und ich hatte die ganze Woche mit mir zu tun, überhaupt ins Auto zu steigen, um in diese Bumsbude zu fahren.
Gefreut:
Auf die Tatsache, dass ich noch eine Woche durchstehen muss und dann erst einmal drei Wochen Urlaub habe.
Gedacht:
Oweia … in was für einen Mist habe ich mich denn da bitte wieder reinmanövriert.
Gefragt:
Ob ich in dieser Firma jemals so etwas wie ankommen und richtig loslegen kann…
Genervt:
Ich will doch arbeiten und was produzieren. Aber wenn die mich nur von A nach B schieben und ich alle 10 Minuten was Neues könenn muss und dann auch noch die Technik zickt – keine Ahnung, ob ich das noch lang mitmache.
Gefühlt:
Irgendwie unentschlossen – der Job ist zum Glück nur wieder über Leiharbeit. Die Arbeit an sich ist soweit ok. Spulen wickeln klingt jetzt nach einer größeren Wissenschaft, als es eigentlich ist, aber ich fühle mich in der Firma nicht wirklich wohl. Wenn man als Leiharbeiter mehr Geld raus hat, am Ende des Monats, als die festen Mitarbeiter, wird man schon leicht schräg angeschaut.
positiv:
Nur noch eine Woche, dann habe ich drei Wochen Urlaub. Und die lasse ich mir von nichts und niemandem madig machen!
negativ:
Die Tage von Montag bis Donnerstag sind schon wirklich lang. Wir starten um 6:30 Uhr mit dem Arbeitstag und beenden ihn um 15:45 Uhr. Das ist nen ganz schöner Ritt, wenn man das in der Form nicht gewohnt ist.
Gelitten:
Dieses Unwohlsein, wenn ich mal wieder rumstehen musste und auf die Dinge warten, die da kommen oder nicht kommen.
Genossen:
Die heutige Abkühlung. – Es braucht keine über 30 Grad Hitzewelle mehr!
Gewesen:
auf Arbeit und im Bett
Getroffen:
Am Sonnabend eine ehemalige Kollegin. – Hach, was haben wir mal wieder schön geschnackt.
Gesucht:
Sinn in den Tagen in der Bumsbude.
Gefunden:
öhm
Gelacht:
ja, aber nur innerlich über den Chef der Bumsbude. – Der haut sich den Stall voll Weiber und bildet sich dann ein, dass keine rumzickt, mobbt oder schlecht hinterm Rücken redet.
Geweint/Getrauert:
Wenn man es so will, habe ich dem Einsatz in der vorherigen Firma hinterhergetrauert. – Da war ich wenigstens ein produktiver Teil der Gesellschaft.
Gewundert:
ich wundere mich nicht mehr!
Gegessen:
so gut wie nichts und dann doch zugenommen
Genascht:
Obst
Getrunken:
viel Wasser, täglich nen Morgenkaffee
Gegoogelt:
Ich muss innerlich komplett verzweifelt sein, wenn ich schon wieder nach Möglichkeiten suche, im Internet Geld zu verdienen.
Gesehen:
ein paar Folgen von „Ghosts“ – herrlich schräg dieses ganze Szenario
Gebastel/Gespielt/Gehandwerkt/Geschrieben:
ich hab absolut nichts hinbekommen – absolut nichts!
Getan:
gearbeitet und mit meinem Schicksal gehadert
Gelesen: „Prophezeiung der Dämmerung“ von D.K.Berg. Teil 3 einer Trilogie, die Handlung, Setting und Protagonisten noch einmal in ungeahnte Höhen katapultiert hat. Dann habe ich ein Buch durchgelesesen, was sich „Morbus Dei – Die Ankunft“ nannte und mich im Grunde ziemlich enttäuscht hat. Begonnen habe ich dann aber noch „Whitches of Norway“. Ein Sammelband, wo alle drei Bände einer Trilogie in einem Buch vereint sind. Das lässt sich ganz gut an.
Gekauft:
Lebensmittel, man muss ja auch was essen
Gelernt:
Wie man einen 10 Stunden Tag irgendwie rum bringt
Geschenkt (bekommen):
In der Firma jeden Tag, außer Freitag, ein Stück Obst.
Geschlafen:
nicht so wirklich gut, die innere Unruhe wegen diesem vermaledeiten Job macht mich fertig
Geträumt:
ein wildes Durcheinander, aber ich bin irgendwie immer verstorben in den Träumen
Geplant:
eine Woche irgendwie durchhalten und dann Urlaub machen
Fazit
Oh man, der Job hat sich leider, im Laufe der Woche, als meine ganz persönliche Hölle herausgestellt und stellt sich nun ganz anders dar, als sie ihn mir beim Probearbeiten gezeigt haben.
Bei der Probearbeit wurde mir gezeigt, wie ich den Typ Spulen zu wickeln habe, was ich dann am Ende auch einfach gemacht habe und gut war. Montag und Dienstag habe ich diesen Typ Spulen dann auch gewickelt und somit den Auftrag beenden können. – Dass die mich dann an ein Prüfgerät setzen und der Meinung sind, dass ich das auf Dauer dann machen soll, mir aber absolut nichts gezeigt wird, damit habe ich nicht gerechnet. – Die Teile waren alle NIO, was aber am Ende nicht an den Teilen lag, sondern an der Technik, die die Teile prüfen soll. Ständig musste so ein grieskrämier Typ gerufen werden, der dann irgendwas rumgestellt hat, dann ging es wieder für eine Weile. Ich stand immer wieder rum, wie ein Häppchen doof und habe darauf gewartet, dass die komplett gestresste Abeilungsleiterin mal wieder ein Fitzelchen Zeit für mich hatte. – Einfach nur meine ganz persönliche Hölle. Diesen Job werde ich definitiv nicht so lang machen, dass es zu einer Übername kommt. Damit drohen sie nämlich auch schon. Und ja, in diesem Fall empfinde ich das wirklich als Drohung.
Am Freitag war dann der Supergau. Da kam dann so eine Art Sondierungsgespräch mit meiner direkten Vorgesetzen, die wirklich der Meinung war, dass ich mit prüfen soll, auf Dauer. – Da konnte ich dann aber mein Veto einlegen und sagen, dass das absolut nicht meins ist. Ich möchte etwas produzieren, Dinge erschaffen, am Ende des Tages sagen können, ich habe dieses oder jenes geschafft und nicht als Newbie den Müll von nem anderen Newbie ausbügeln müssen.
Nach meinem Urlaub soll ich dann so etwas wie einen festen Platz bekommen. In einer Produktionsstraße, wo das Teil vom Urschleim an produziert, zusammengefriemelt, geprüft und verpackt wird. – Darüber kann ich mir noch kein wirkliches Urteil erlauben, man muss sehen, inwiweit das dann wird. Denn am Ende gehen bis dahin defintiv noch vier Wochen ins Land, von denen ich ab 24. August erst einmal 3 Wochen in meinem Urlaub verbringen werde. – Den wollten sie mir auch schon um eine Woche kürzen, wo ich dann aber auf die Hinterfüße bin.
Wenn ich ehrlich bin, dann hoffe ich ja, dass ich nach meinem Urlaub wieder in die alte Firma zurück kann, dass die ihr Loch überwunden haben und wieder normal weiter machen. – Naja, träumen wird ja sicherlich noch erlaubt sein.