Lesemonat November 2022

95/100
Clive Cussler – „Im Todesnebel“
– 237 Seiten
Ein Clive Cussler, wie ich ihn gewohnt bin. Es war spannend und rasant, mit einem leichten Hang zur Zukunft und zum Fortschritt. Dazu ein Ganove, der sich seinen Schutz vor dem Atomkrieg durch illegale Geschichten finanziert und dabei übertreibt. – Ein Stoff, aus dem gute Geschichten sind.
Es ist nicht so lang gewesen und ich kann sagen, dass ich es mal eben einfach so weg gelesen habe.

96/100
Diana Gabaldon – „Echo der Hoffnung“
– 54 Stunden 14 Minuten
Ein vollkommen pathetischer Titel, der mehr verspricht, als er am Ende hält. Es ist nach wie vor nichts weiter als eine Erzählung von fiktiven Gestalten, die in einem wahren geschichtlichen Hintergrund agieren, zu ausführlich beschrieben sind mich nicht mehr wirklich abholen.
Ich habe mir eine ganze Menge vorngenommen, wenn ich sage, dass ich die Reihe wirklich komplett hören will.

97/100
Roland Hebesberger – „Der Tempel von Edfu“
– 339 Seiten
Ein Buch, auf das ich durch einen anderen Blog aufmerksam geworden bin. Die Textschnipsel, die dort abgedruckt waren, haben mich neugierig gemacht und als ich das Buch dann gelesen habe, bin ich kaum von dem Stoff losgekommen.
Ein sehr interessanter Mix aus Ägyptologie, Archäologie, dem Götterglauben und der heutigen These, dass es Außerirdische waren, die den Ägyptern dieses Wissen vermittelt haben und einen wirklich wahnsinnig gut getimten Schwenk in die heutige Zeit mit Potential zur Fortsetzung.

98/100
Phillip Eilinger – „Nach dir der Tod“
– 265 Seiten
Ein Debüt, was sich aber sowas von sehen lassen kann. In diesem Thriller ist sehr interessant, dass nicht die Ermittlungen genau beleuchtet werden, sondern was Täter und Opfer so machen und wie sich das Opfer dabei fühlt. Ohnmacht, Handlungsunfähigkeit und das Ärgernis, dass die Polizei nicht einschreitet, sind hier mehr als präsent.
Ich war gefangen, bin kaum von dem Buch losgekommen und habe die paar Seiten innerhalb von zwei Sitzungen durchgelesen.

99/100
Diana Gabaldon – „Ein Schatten von Liebe und Verrat“
– 47 Stunden 36 Minuten
Teil 8 dieser wirklich gigantischen Reihe ist im selben Stil wie die anderen auch geschrieben. Die Handlung geht kaum voran, ist aber historisch sehr gut ausgearbeitet und beschrieben.
Langsam habe ich das Gefühl, dass sich diese Familie irgendwie immer wieder nur im Kreis dreht.

100/100
Rolf Sakulowski – „Die Gloriosa-Verschwörung“
– 402 Seiten
Eine wirklich spannende, wenn auch fiktive Story rund um Erfurt, den Dom und Apolda. Eine spannende Geheimwaffe soll arglose Menschen zu rasenden Mördern machen und so die Obrigkeit zu Fall bringen. – Ich war komplett begeistert.
Spannend und gut verständlich geschrieben hat mich die Story binnen kürzester Zeit komplett gefesselt und nicht mehr losgelassen.

101/100
Clive Cussler – „Tiefsee“
(Dirk Pitt 7)– 498 Seiten
Ein Buch von Herrn Cussler, welches einen wirklich starken und hoch interessanten Anfang an, dann aber in die politische Richtung abdriftet und somit uninteressant wird.
Am Anfang habe ich förmlich am Text geklebt, doch nach dem Giftmüll habe ich es nur noch gelesen, in der Hoffnung, dass sich der Kreis schließt. Die Handlung selber bestand aus politischen Scharmützeln mit vielen Namen, die mich absolut nicht interessiert haben. Der Protagonist der Reihe wirkt hier irgendwie zwanghaft in die Handlung gequetscht.

102/100
Wolf Harlander – „Schmelzpunkt“
– 11 Stunden 17 Minuten
Ein Öko-Thriller, der spannender nicht sein kann. Ein riesiges Problem, Menschen die gegen die Aufklärung mauern und am Ende eine ganze Menge Nationen, die hier mitmischen wollen.
Spanennend geschrieben, super gelesen hat es mich über die Laufzeit sehr gefesselt. Das Buch hat in jedem Fall einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.

103/100
Sam Pivnik – „Der letzte Überlebende
“ – 276 Seiten
Ein wirklich eindrücklicher Lebensbericht eines Holocaustopfers, der die ganze Tortur überlebt hat. Obwohl er seinerzeit noch ein Kind war, als er in die Hölle geriet.
Sehr lesenswert, ein Tatsachenbericht ohne übertriebene Anklage oder Rachegelüste. Gelebte Geschichte, wie sie schlimmer nicht sein kann.

Bücher auf dem SuB hinzu gekommen:

Kathy Reichs – “Kalte, kalte Knochen” (Tempe Brennan 21) – Informationen zum Buch
PjotrX – “USA 2085” – Informationen zum Buch
Brandon Q. Morris – “Die letzte Kosmonautin” – Informationen zum Buch


Gelesene Bücher vom SuB:
Clive Cussler – „Im Todesnebel“ (Dirk Pitt 6)
Roland Hebesberger – „Der Tempel von Edfu“
Phillip Eilinger – „Nach dir der Tod“
Rolf Sakulowski – „Die Gloriosa-Verschwörung“
Clive Cussler – „Tiefsee“ (Dirk Pitt 7)
Sam Pivnik – „Der letzte Überlebende“

Jetzt habe ich noch 208 Titel auf meinem Stapel ungelesener Bücher! *uff

[Hörspiel] Die drei ??? 036 – „und der Super-Wal“

Autor: H.G. Francis
Regie: Heikedine Körting
Verlag: EUROPA
Produktionsjahr: 1985
Länge: 48 Minuten 16 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:
Hitchcock, Erzähler – Peter Pasetti
Justus Jonas, Erster Detektiv – Oliver Rohrbeck
Peter Shaw, Zweiter Detektiv – Jens Wawrczeck
Bob Andrews, Recherchen und Archiv – Andreas Fröhlich
Constance – Heidi Schaffrath
Slater – Helmut Ahner
Donner – Jürgen Thormann
Kommissar Reynolds – Horst Frank
Fischer – F.-J. Steffens
Ocean-World-Mitarbeiter – Peter Lakenmacher, Christian Rode

direkt auf Spotify anhören

Inhalt:
Die drei Detektive bekommen bei Ebbe zufällig mit, wie ein Wahl nicht rechtzeitig ins offene Meer kommt. Er ist gestrandet und die drei Jungs können für ihn ein Becken buddeln, es mit Wasser voll pumpen und ihm so bis zur Flut das Leben retten.
Als sie nach der Ebbe wieder zu der Stelle kommen, ist der Wahl verschwunden. Wer hat ihn mitgenommen? – Die drei wollen den Vorfall bei Oceanworld melden, kommen aber an eine sehr seltsam desinteressierte Mitarbeiterin, die alles abwiegelt, die Jungs belügt und dann ihrer Wege gehen will.
Allerdings hat die Frau nicht mit den Jungs gerechnet. Sie verfolgen die Frau und bekommen so heraus, dass sie den Wal hat. Aber warum?
Der Wahl wird von ihr dressiert. Er soll bei einer Bergungsaktion eine wasserdichte Geldkassette vom Meeresboden holen, welche mit einem Schiff versunken ist.
Die Jungs machen gute Miene zum bösen Spiel und machen bei der Aktion erst einmal mit. Scheinbar aus Interesse an dem Wal und Wahldressur. Allerdings geraten sie so zwischen die Fronten.
Da gibt es jemand, der die Metallkassette mit aller Macht geborgen haben will, aber auch einen anderen, der genau das verhindern will. Was steckt jetzt genau dahinter?

Meine Meinung:
Das geht ja gleich mit Aktion in die Handlung hinein. Retten die Jungs mal eben einen Wah. Ein Wildtier, welches im Normalfall sogar angreifen würde. Dieser Wahl aber nicht. Im Gegenteil, er hilft noch. – Schon ab diesem Moment war mir klar, dass das definitiv kein normaler Wal sein kann.
Auf die Form der Rettung können auch nur Justus, Bob und Peter kommen. Jeder andere hätte die Zeit mit Tüchern oder sowas überbrückt und wäre bei dem Tier geblieben. – Allerdings hätte die Handlung dann nicht so diesen Lauf nehmen können, wie sie es in diesem Fall getan hat. Denn wenn immer jemand bei dem Tier gewesen wäre, hätte es nicht entwendet werden können.
Mit der Meldung bei Oceanworld und dieser wirklich seltsamen Mitarbeiterin ging der Fall erst richtig los. So wie die sich verhalten hat, war mir klar, dass da etwas gewaltig faul war. Allerdings hat mir nicht ins Bild gepasst, dass der Auftraggeber der Jungs wollte, dass der Wahl unbedingt wieder frei gelassen werden muss.
Irgendwie hat mich die Handlung hier nicht so wirklich in den Bann gezogen. – sicher, da waren einige wirklich seltsame Gestalten dabei. Es gab ganz komische Missverständnisse, die man sich als Autor auch erst einmal einfallen lassen muss, aber das hat mir am Ende nicht wirklich gereicht, um komplett gepackt zu sein. Im Übrigen war mir klar, dass das kein gewöhnlicher Wal war. Erst weiß das Tier, dass die Jungs ihm nichts böses wollen und dann ist es in Gefangenschaft und eine Frau steigt gleich mal zu ihm ins Becken. Das war zu offensichtlich, um spannend zu sein.
Das einzige Rätsel, was mich ein wenig bei der Stange gehalten hat, war die Frage, was denn da nun auf dem Grund des Ozeans liegen soll, was auf der einen Seite geborgen werden soll, auf der anderen Seite aber nicht. Die Story mit den Taschenrechnern hat mich in jedem Fall so gar nicht überzeugt. Wenn die so ein Geschäft gewesen sein sollen, dann hätte das ein Megataschenrechner sein müssen. – Am Ende jedenfalls hat es mich enttäuscht, was sie dann wirklich in der Kassette vorfinden.
Und genau so enttäuscht gehe ich leider auch aus dieser Folge raus. Da gibt es durchaus bessere, die man sich eher mal antun könnte.

Lesemonat Oktober 2022

84/100
Clive Cussler – „Der Todesflug der Cargo 03“
– 359 Seiten
Teil 4 der Reihe Dirk Pitt glänzt einmal mehr mit einem super spannenden, wenn auch ziemlich perfiden Thema. Es geht indirekt um einen chemischen Kampfstoff, mit dem man in der Vergangenheit weit übers Ziel hinaus geschossen ist, und der heutzutage dann eben zu einer Art wieder aufgetauchten Altlast wird. Dirk Pitt und seinem Spürsinn sei Dank kommt dieses Problem aus der Vergangenheit wieder hoch.
Ich war gefesselt, wurde aber von den zahlreichen Tippfehlern immer wieder aus der Handlung heraus katapultiert. Dadurch wurde der Film in meinem Kopfkino unterbrochen und ich habe mich geärgert. Aber im Großen und Ganzen eine wirklich tolle und spannende Story. Mit Lügen, Intrigen, Rachegedanken und dem ewigen Konflikt zwischen Rasseständen.

85/100
Cidney Cage – „Heiliger Schwefel“
– 377 Seiten
Gott hadert mit seiner Schöpfung, die apokalyptischen Reiter raffen sich endlich auf und erledigen ihren Job und mittendrin sind ein Geist, ein Vampir und eine Hexe, die gegen das vom Teufel angestrebte Schicksal seiner Kreaturen kämpfen wollen.
Die Schöpfungsgeschichte und das gesamte Weltgeschehen einfach mal mit einer großen Portion Fantasy und Humor gewürzt und schon entsteht so ein tolles Buch. Fast schon Slapstick zum Lesen.

86/100
Frank Schätzing – „Tod und Teufel“
– 9 Stunden 4 Minuten
Frank Schätzing driftet in diesem Buch ins Mittelalter ab und erzählt hier eine spannende Geschichte von einem Jacob, der Zeuge eines Mordes wird. Eine sehr interessante Geschichte rund um den Dombau.
Authentisch erzählt und selber von ihm gelesen hat es mich super unterhalten und mich komplett gefesselt und fasziniert.

87/100
Clark C. Clever – „Sonntags kommt das Alien“
– 209 Seiten
Ein Buch aus einer Leserunde, welches mir auf seine Weise schon irgendwie Spaß bereitet hat. Ein normales Leben im Jahr 2068 wird für eine Truppe Freunde ungewollt lebensentscheidend und stellenweise komisch. Gepaart mit einem riesigen Hangover am Ende zu den Folgebänden ist es eben typisch Eröffnungsband einer Reihe.
Eine einfache Schreibweise und ein herrliches Kopfkino beim Lesen haben den Lesespaß noch einmal vergrößert und mir den einen oder anderen schmunzle auf die Lippen gezaubert.

88/100
Andreas Eschbach – „NSA“
– 620 Seiten
Eine fiktive Geschichte mit authentischem Hintergrund in ein vollkommen neues, aber nicht minder erschreckendes Szenario gepackt. Es wirkt nach dem Lesen noch nach und kann in keinem Fall so schnell abgehakt werden.
Ich kann nicht verstehen, warum ich mir die Lektüre so lang aufgehoben habe. Herr Eschbach hat auch hier einfach nur zuverlässig abgeliefert und gefesselt.

89/100
Diana Gabaldon – „Ein Hauch von Schnee und Asche“ (Outlander 6)
– 67 Stunden 52 Minuten
Teil 6 der Outlander-Reihe geht im selben Stil weiter, wie die vorherigen auch. Claire und Jamy leben ihr Leben, soweit es ihnen möglich ist und in diese eigentlich friedliche Familiengeschichte funken dann Kriege, Neider und Glaubensunterschiede hinein.
Alles ist einfach und sehr ausschweifend beschrieben. Die Länge hätte mich einmal mehr fast verzweifeln lassen. Aber ich habe es mir nun einmal vorgenommen.

90/100
Clive Cussler – „Um Haaresbreite“ (Dirk Pitt 5) – 311 Seiten
Dieses Buch war für mich das bisher schlechteste, welches mir von Clive Cussler unter die Hände gekommen ist. Das politische Kernthema verzögert den eigentlichen Einstieg in die Handlung extrem und ich war kurz davor aufzugeben.
Ich habe mich durchgekämpft, bis es endlich so richtig losging und hatte dann, zur Belohnung, die gewohnte Dramatik und Abenteuerlust. – Einfach herrlich, wie zwiespältig dieser Protagonist immer ist.

91/100
Wolf Harlander – „Systemfehler“
– 11 Stunden 41 Minuten
Eine Dystopie, die den Hörer noch einmal genauer über das Thema Internet nachdenken lässt und wie abhängig unser komplettes Leben inzwischen davon ist.
Ich war gefesselt und konnte kaum davon lassen. Zu realitätsnah ist hier alles dargestellt, zu krass sind hier die Einzelschicksale und doch ist das alles so unmöglich nicht. – Das flößt mir in jedem Fall einen ziemlichen Respekt ein.


92/100
Trude Simonson – „Noch ein Glück“
– 98 Seiten
Ein Einzelschicksal einer Jüdin, die ihr Leben, ihre Hölle und das Leben danach in kurzer Form, ohne übertriebenes Gejammer, dafür aber sehr faktenreich aufgeschrieben hat.
Das Buch lässt sich angenehm lesen und hinterlässt am Ende doch so einen gewissen bleibenden Eindruck.

93/100
I.Reen Bow – „Windsegler“
(Phönixadkademie 6) – 2 Stunden 8 Minuten
Wieder nur ein Abschnitt auf der Reise, die der Protagonistin in ihrem Leben so passiert. Zu kurz, als dass man wirklich hätte abtauchen können, aber insofern spannend, dass mir die Welt endlich mal so ein wenig klar geworden ist und aufgegangen ist.
Auch diese Folge erschreckend kurz, dass ich langsam befürchte, den Gesamtfaden zu verlieren.

94/100
Margarethe Dörr – „Der Krieg hat uns geprägt“
(Band 1) – 564 Seiten
Ein Zeitzeugenbericht von der Kindheit im Krieg. Damalige Kinder kommen zu Wort und brechen nicht selten in Tränen aus, wenn sie berichten, was sie seinerzeit erleben mussten.
Auf jeden Fall nur in Häppchen genießbar, auf jeden Fall informativ, geht unter die Haut und hinterlässt in jedem Fall einen bleibenden Eindruck bei mir. (Auch wenn es mit Sicherheit nicht der ist, den dieses Buch bezwecken sollte.)

Bücher auf dem SuB hinzu gekommen:

Roland Hebesberger – „Der Tempel von Edfu“ (Taschenbuch) – Informationen zum Buch
Phillip Eilinger – “Nach dir der Tod” – Informationen zum Buch
Ayla Dade – “Unendliche Macht” (The Witches of silent creek 1) – Informationen zum Buch
LIza Grimm – “Die Magie des Würfels” (Talus 2) – Informationen zum Buch


Gelesene Bücher vom SuB:
Clive Cussler – „Der Todesflug der Cargo 03“
Andreas Eschbach – „NSA“
Clive Cussler – „Um Haaresbreite“ (Dirk Pitt 5)
Trude Simonsohn – „Noch ein Glück“
Margarethe Dörr – „Der Krieg hat uns geprägt“ (Band 1)

Jetzt habe ich noch 212Titel auf meinem Stapel ungelesener Bücher! *uff

Lesemonat September 2022

78/100
Clive Cussler – „Hebt die Titanic“
– 330 Seiten
Von der Story her super spannend, gelungen und wirklich fast genial durchdacht, vom Buchsatz her einmal mehr die absolute Katastrophe.
Ich war wirklich sehr gut unterhalten und fände es großartig, wenn die Handlung ganz genau so möglich gewesen wäre. Zumindest, was die Titanic angeht.

79/100
Frank Schätzing – „Die Tyrannei des Schmetterlings“
– 607 Seiten
Ich habe mir mit dem Lesen des Buches keinen sehr großen Gefallen getan. Schätzing ist wohl ein Autor, den ich besser höre, statt selber zu l esen.
Die Handlung selber ist aber spannend und richtig gut durchdacht. Einfach schade, dass es mich nicht so wirklich fesseln konnte.

80/100
Diana Schon-Rupp – „Befreie dich und stärke dein Selbstertgefühl“
– 186 Seiten
Ein Selbsthilfebuch, welches schon beim Lesen einige sehr interessante Einblicke in eigenes Fehlverhalten geben. Mögliche Änderungen werden gleich mit geliefert.
Das ganze Buch ist in einem sehr freundlichen und einfachen Ton geschrieben und zu keinem Zeitpunkt fühlte ich mich irgendwie geschult oder bevormundet. So muss Selbsthilfe sein. Ein freundlicher Schups in die richtige Richtung, aber die Arbeit muss ich selber machen.

81/100
Wolf Harlander – „42 Grad“
– 13 Stunden 37 Minuten
Eine knallharte Dystopie über Wasserknappheit und ihre unmittelbaren Folgen. Das Ganze in einem so hoch entwickelten Land wie Deutschland und unheimlich wachrüttelnd.
Ich war gefesselt, begeistert, betroffen und am Ende komplett geflasht über das große Ganze und die Machenschaften des Russen.

82/100
Benjamin C. Stutz – „Die Laternenwald-Expedition“
– 18 Stunden 57 Minuten
Der Auftakt einer Reihe, die ihre guten und ihre schlechten Seiten hat. Zu hundert Prozent überzeugt hat mich das ganze Konzept nicht, dafür war es zu umfangreich. Aber an Fantasie mangelt es dem Autor in keinem Fall. Eine vollkommen neue Art von Energie, viele eigene physikalische Gesetze und doch weit entfernte Parallelen zur realen Welt.
Zum Glück habe ich dieses Buch gehört, statt gelesen. Ich glaube, das wäre ein Abbruch geworden.

83/100
I.Reen Bow – „Untergrundmagie“
– 2 Stunden 41 Minuten
Teil 5 der Reihe rund um das Internat für Phönixe und andere Fabelwesen ist als Zwischenband zu sehen. Die Handlung schreitet nicht wirklich voran, allerdings wird die Protagonistin erst einmal auf die Seite gestellt, um einer anderen den Platz im Rampenlicht zu geben, und dann wird ein neuer Charakter eingeführt, der mit Sicherheit noch großes Aufsehen erregen wird.
Alles in allem finde ich die Kernhandlung etwas zerstückelt, aber mit Geduld und Spucke kommt auch diese Serie vielleicht mal zu einem Ende.

Bücher auf dem SuB hinzu gekommen:
Cidney Cage – „Heiliger Schwefel“
Clark C. Clever – „Sonntags kommt das Alien“ (Soontown 1)
Sebastian Thiel – „Wunderwaffe“

Gelesene Bücher vom SuB:
Clive Cussler – „Hebt die Titanic“
Frank Schätzing – „Die Tyrannei des Schmetterlings“

Jetzt habe ich noch 213 Titel auf meinem Stapel ungelesener Bücher! *uff

Lesemonat August 2022

67/100
Mikael Lundt – „Himmelfahrt mit Hyperspeed“
– 6 Stunden 36 Minuten
Ein Buch mit dem Charakter von „Per Anhalter durch die Galaxis“, allerdings mit ganz eigenen Ideen und ganz viel Fantasie. Schmunzelfaktor war da, Widersacher sind im rechten Moment aufgeflogen, es gibt eine Art Happy End und alles ist herrlich einfach und witzig verpackt.
Ich war sehr gut unterhalten und bin sehr schnell darüber hinweg gekommen, dass das hier ein ganz anderer Mikael Lundt war, als ich ihn bisher hatte.

68/100
Mikael Lundt – „Die Weltengangmaschine“
– 5 Stunden
Ein arbeitsloser Tunichtgut begibt sich auf das Abenteuer seines Lebens, zusammen mit dem Rentner und seinen Bekannten von gegenüber. Daraus entwickelt sich eine wirklich abgedrehte Story von Raum und Zeit, seltsamen Kreaturen und völlig abgedrehten Unfällen.
War eine ganz nette Abwechslung aber defintiv nicht wirklich mein Beuteschema.

69/100
Saskia Louis – „Feuer“
– 263 Seiten
Ich wünsche mir so langsam aber sicher nichts sehnlicher, als die Reihe endlich hinter mir zu haben. Dieser dritte Band ist der Höhepunkt in Langeweile und Sinnlosigkeit. Die Handlung geht überhaupt nicht weiter, die Protagonistin nervt mich nur noch an und die eigentliche Kernhandlung scheint plötzlich nicht mehr da.
Dieser Band wirkte wie im Nachhinein dazwischen gequetscht. Komplett sinnlos und außerhalb der chronologischen Reihenfolge komplett unverständlich.

70/100
Saskia Louis – „Asche“
– 296 Seiten
Die Reihe „Geheimnis der Götter“ hat mit diesem Band endlich zu einem Finale gefunden, die Handlung ist abgeschlossen und hat mich irgendwie enttäuscht. Das viel umschriebene Geheimnis war zu kleine, die Götter eigentlich nur Luschen und am Ende der ganze Kampf umsonst. – Aus einer Sicht.
Romantacy zum weglaufen. Kaum Handlung, übertriebene Romantik, die zu nichts führt und am Ende doch nur tote, durch einen sinnlosen Kampf.

71/100
Mikael Lundt – „Das Tagebuch des Schicksals“
– 5 Stunden 26 Minuten
Ein wirklich ergreifendes und fantasiereiches Märchen für Erwachsene und jung gebliebene. Super gelesen und absolut spannend und mitreisend erlebt der Hörer hier die wirklich seltsame Reise zweier Rentner durch das Schicksal.
Ich war über die Story angenehm überrascht, habe die Umsetzung genossen und war insgesamt sehr begeistert von dem ganzen Buch.

72/100
I.Reen Bow – „Der gefallene Phönix“
(Funke 499 – 1 Stunde 53 Minuten
Band 4 knüpft genau an den dritten Band an und führt die Handlung weiter, die in den ersten Bänden angefangen wurde. Die Protagonistin hat weiterhin mit ihren Problemen und Zweifeln zu kämpfen und ein sehr unangenehmer Charakter aus ihrer Vergangenheit taucht auf.
Ein zu kurzes, aber gutes Hörvergnügen, welches mich mit einem sehr fiesen Cliffhanger zurück gelassen hat.

73/100
Clive Cussler – „Eisberg“
– 274 Seiten
Der zweite Teil der Dirk Pitt-Reihe hat mich nicht wirklich überzeugt. Er steigt mit einer wirklich genialen Story ein. Eine Art eingefrorenes Geisterschiff mit Leichen an Bord und Pitt ist nicht der Einzige, der sich dafür interessiert. – Aus dieser Story hätte so viel entstehen können, wenn dann nicht im zweiten Teil die Handlung eine komplett andere Richtung genommen hätte.
Ich hätte nicht gedacht, dass ich das mal sagen würde, aber das konnte Herr Cussler in jedem Fall besser.

74/100
Frank Schätzing – „Keine Angst“
– 3 Stunden 33 Minuten
Frank Schätzing hat es geschrieben und Frank Schätzing hat es gelesen. Eine Kurzgeschichtensammlung aus der Welt des Übersinnlichen und des feinen und dosierten Grusels. Das alles noch hübsch in ein Gerüst verpackt, was die Kurzgeschichten wie eine Story hat wirken lassen und schon ist ein Hörbuch mit voller Punktzahl fertig.
Eine kurze Laufzeit, aber eine spannende. Ich war gefesselt und wurde wirklich sehr gut unterhalten. Es war alles da, was ein Hörvergnügen gebraucht hat.

75/100
Olivia Jones & Lena Obschinsky – „Ungeschminkt“
– 288 Seiten
Eine Autobiografie von der bekannten Drag Queen Olivia Jones. Geschrieben während dem Coronalockdown in ihrer Art, ehrlich und ungeschminkt.
Kurzweilig, interessant und mit Tiefgang. – Ich war begeistert.

76/100
Diana Gabaldon – „Das flammende Kreuz“(Outlander 5)
– 69 Stunden 47 Minuten
Der fünfte Teil der Outlander-Reihe unterscheidet sich im Stil absolut gar nicht von den voran gegangenen Bände. Die Familiengeschichte der Frasers wird weiter erzählt. Es ist weiterhin ausführlich und dadurch unheimlich zähl und langsam.
Leider sind die kurzen Spannungsmomente in den ganzen Recherchefakten unter gegangen. Ich verstehe den damaligen Hype um dieses Reihe nicht wirklich.

77/100
Sahra Wagenknecht – „Reichtum ohne Gier“
– 260 Seiten
In diesem Sachbuch rechnet Frau Wagenknecht knallhart mit dem herrschenden Finanzsystem ab. Sie räumt auf mit Aussagen, wie jeder hat die selben Chancen und legt dar, wie korrupt auch Deutschland ist und was Geld alles möglich macht.
Einfach und verständlich geschrieben sind meine Augen immer weiter aufgegangen.

Bücher auf dem SuB hinzu gekommen:
Chris Modd – “Die Legende der Götter”
Ransom Ricks –  „Das Vermächtnis der besonderen Kinder“ 
Ransom Ricks –  „Die Zukunft der besonderen Kinder“

Gelesene Bücher vom SuB:
Clive Cussler – „Eisberg“ (Dirk Pitt 2)
Olivia Jones und Lena Obschinsky – „Ungeschminkt“
Sahra Wagenknecht – „Reichtum ohne Gier“

Jetzt habe ich noch 212 Titel auf meinem Stapel ungelesener Bücher! *uff

Lesemonat Juli 2022

60/100
Juna Kristensen – „Rachekarte“
– 10 Stunden 49 Minuten
Ein Gesamtwerk, was einen Moment gebraucht hat, bis ich damit warm geworden bin. Leider habe ich mit der Sprecherin ein wenig gehadert und auch die Umsetzung des eigentlich spannenden Themas fand ich stellenweise etwas langatmig und komisch. Alles in allem aber eine herrlich unterschwellige Spannung und ein gut durchdachtes Gesamtkonzept.

61/100
Clive Cussler & Robin Burcell – „Jäger des gestohlenen Goldes“
– 473 Seiten
Ein typisches Fargo-Abenteuer mit dem immer wieder erfolgreichen Strickmuster von Entdeckung, Forschung, Überraschung und am Ende Aufdröselung.
Alles war super beschrieben, dass es keine unnötigen und langweiligen Längen gab. Die Handlung ging immer zügig voran und hat mich auf ganzer Linie gefesselt. – Ich wünschte mir mehr solcher Bücher.

62/100
Diana Gabaldon – „Ruf der Trommel“
(Outlander 4) – 53 Stunden 37 Minuten
Band 4 der Outlander-Reihe hat ebenfalls eine gewaltige, fast unmenschliche Länge und ich kann nur sagen, dass die Erfindung des Hörbuches wohl genau für solche Werke gemacht worden ist. Wer hält denn bitte freiwillig wochenlang so einen Schinken in der Hand, um ihn zu lesen.
Weitscheifend und langsam schreitet die Story um Clare und Jamie voran. Verloren geglaubte Charaktere tauchen wieder auf, neue kommen hinzu und das Schicksal dieser Familie wird immer verworrener.

63/100
Nick Drake – „Anchesenamun – Das Buch des Chaos“
– 341 Seiten
Ein Buch, welches im alten Ägypten am Ende einer Dynastie spielt. Tatsächlich belegte Geschichte ist hier mit einer Story verwoben, die gut und gern genau so hätte passieren können. Am Ende gibt es einen Showdown zwischen zwei Männern, wo ich die ganze Zeit geglaubt habe, dass sie Freunde wären.
Ich musste mich auf die Art zu schreiben erst einlassen. Im Großen und Ganzen war ich aber sehr gefesselt und irgendwie begeistert.

64/100
Clive Cussler – „Der Todesflieger“
– 223 Seiten
Der erste Roman aus der Dirk Pitt-Reihe hat mich gleich mit einem ziemlich seltsamen Charakter von Protagonist. Die Story an sich war sehr militärisch und technisch angehaucht. Das Ende wirkte leider etwas sehr stark an den Haaren herbei gezogen.
Einfach zu lesen, mit wenig Charakteren hat sich das neben den ganzen Fehlern dann doch als ganz interessante Lektüre entpuppt.

65/100
Nick Drake – „Tutanchamun – Das Buch des Chaos“
– 394 Seiten
Die nicht ganz 400 Seiten sind wie im Flug vergangen. Die ganze Zeit war ich vollkommen in der Story gefesselt, von der man gut und gern annehmen kann, dass sie wirklich genau so passiert sein könnte. Tatsächliche Geschichte und Fiktion sind hier wirklich so geschickt miteinander verwoben, dass das Beschriebene eben auch ganz genau so passiert sein kann. In jedem Fall ist mir als Leser wirklich sehr deutlich geworden, dass der König damals nicht wirklich die Macht hatte und wohl am Ende nur eine Marionette war.
Ein wirklich tolles Buch, was mich richtig großartig unterhalten hat und von dem ich nur lassen konnte, weil ich zwischendrin Corona hatte und mich nicht konzentrieren konnte.

66/100
Mikael Lundt – „Rekursion“ – 7 Stunden 59 Minuten
Ein Buch, wo ich vom Titel her erst einmal nichts mit dem Stoff anfangen konnte. Allerdings hat sich die Story als ein sehr interessantes Zeitparadoxon entpuppt. Gepaart mit den geplatzten Hoffnungen eines jungen Wissenschaftlers und am Ende noch fast ein Familiendrama.
Ich war gefesselt von Anfang bis Ende und zum Schluss fast sogar ein wenig enttäuscht, dass es schon zu Ende war. Allerdings hat es hier nicht an Spannung gefehlt. In keinster Weise!

Bücher auf dem SuB hinzu gekommen:
Olivia Jones – “Ungeschminkt” (Taschenbuch)

Gelesene Bücher vom SuB:
Clive Cussler & Robin Burcell – „Jäger des gestohlenen Goldes“ (Fargo-Reihe 9) – 473 Seiten
Nicke Drake – „Anchesenamun – Das Buch des Chaos“ – 341 Seiten
Clive cussler – „Der Todesflieger“ 223 Seiten
Nick Drake – „Tutanchamun – Das Buch des Chaos“ – 394 Seiten

Jetzt habe ich noch 212 Titel auf meinem Stapel ungelesener Bücher! *uff

[EBook] Kathy Reichs – „Knochen zu Asche“

Kathy Reichs
„Knochen zu Asche“
Reihe: Tempe Brennan (10)
Verlag: Heyne
ISBN: 9-783-453-43656-5
Länge: 400 Seiten

– eine Rezension aus der Kramkiste –

Kinderpornografie, Leichen und viele ungeklärte Fakten. Und am Ende findet Tempe eine vermisste Freundin wieder. Ich war gefesselt!

Klappentext: Als junges Mädchen musste Tempe Brennan erleben, wie ihre beste Freundin Evangeline unter mysteriösen Umständen zum Vermisstenfall wurde. Dreißig Jahre später reißt ein Skelettfund im kanadischen Nova Scotia alte Wunden auf. Hängen diese Knochen mit Evangelines Verschwinden zusammen? Ein kleines vergilbtes Versbuch könnte die Antwort verraten. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Ein weibliches Skellet landet bei der Anthropologin auf dem Tisch. Sie soll Identität und Todesursache heraus finden.
Temperance erinnert sich an eine Freundin aus Kinderwagen, die von heute auf morgen von der Bildfläche verschwunden war. Mit ihrer Schwester hat sie schon damals recht geschickte Ermittlungen angestellt, um etwas heraus zu finden. Doch sie ist auf eine Mauer des Schweigens gestoßen.
Nun ist ihr ihre Schwester wieder behilflich. Gemeinsam versuchen sie etwas über den Verbleib von Evangeline und über die inzwischen mehr gewordenen sterblichen Überreste heraus zu finden.

Fazit: Dieser, der bereits 10. Fall der Tempe Brennan war so gar nicht langweilig. Bei der Reihe schwankt es unter den Büchern echt gewaltig. Es hat sogar ein Buch gegeben, da wollte ich das Lesen schon abbrechen, weil ich so gar nicht rein gekommen bin. – Aber hier war das ganz anders. Es geht bis in die Kindheit von Tempe zurück. Und das allein ist eine Tatsache, die mich total fasziniert hat.
Über die französischen Ortsnamen und Redewendungen bin ich öfter mal gestolpert. Aber ich habe in der Schule nie Französischunterricht gehabt. Wenn da wenigstens Grundkenntnisse da gewesen wären, würde das sicher anders aussehen.
Trotzdem braucht es für diese Lektüre nicht unbedingt ein Studium. Medizinische Fachbegriffe sind sehr selten. Und wenn sie vorkommen, dann sind sie auch erklärt. Und das dann auch noch so geschickt, dass die Handlung nicht ausgebremst oder angehalten wird.

Dieser zehnte Fall ist mal wirklich mehr als spannend. Hier kann ich mit ruhigem Gewissen eine absolute Leseempfehlung aussprechen. Keine Langeweile und sehr interessante Einblicke in die Kindheit der Anthropologin.
Tut euch dieses Buch an!

Lesemonat Juni 2022

49/100
Diana Gabaldon – „Die geliehene Zeit“ – 43 Stunden 59 Minuten
Band 2 der Highlander-Saga knüpft an den ersten Band an. Im selben langweiligen Stil geht es durch eine eigentlich spannende Handlung, wenn sie nicht so hochgradig zerschrieben und übererklärt wäre und mit Gefühlen vollgestopft sämtliche Spannung verloren hätte. Claire und Jamie lieben sich, bringen sich selber in Schwierigkeiten und können ihr Ziel dann wohl dich nicht erreichen.
Stellenweise kam mir dieses Buch recht unlogisch vor. Wenn die Protagonisten mit ihrem Vorhaben Erfolg gehabt hätten, wäre ja die Zeitachse verändert worden und das Schicksal der beiden hätte so sicherlich nicht wirklich stattfinden können. – Ich weiß nicht. Etwas zieht mich an und etwas stößt mich zurück, bei dieser Reihe.

50/100
Clive Cussler & Russel Blake – „Die verlorene Stadt“
– 426 Seiten
Band 7 der Fargo-Reihe liest sich etwas anders, als die vorangegangenen Bände. Ich wurde das Gefühl nicht los, dass hier irgendwie mehr als eine Story erzählt wird und so für jede Menge Ablenkung vom Kern der Story sorgt. Leider ein Fall von, zu viel auf einmal und die typische Cussler-Spannung ging verloren.
Am Ende gab es aber eine fulminante Auflösung des Buches und ich konnte das Buch beruhigt und halbwegs aufgeklärt wieder schließen.

51/100
Saskia Louis – „Funke“
– 271 Seiten
So kurz dieses Buch auch zu sein scheint, so lang hat es sich für mich leider auch gezogen. Der Schreibstil war an sich recht einfach, jedoch haben mich die ganzen Namen immer wieder aus der Handlung geschmissen. Das waren einfach zu viele, als dass das noch irgendwie übersichtlich hätte sein können.
Die Liebschaften der Protagonistin haben mich nur noch genervt und am Ende bin ich vollkommen unaufgeklärt zurück gelassen worden. Auf diese Weise kann man die Leser auch zwingen, den nächsten Band zu lesen.

52/100
I.Reen Bow – „Funkenspiegel“
– 1 Stunde 52 Minuten
Band 2 der Reihe um die Phönix-Akademie konnte mich schon etwas mehr fesseln, als sein Vorgänger. Die Story entwickelt sich sehr glaubhaft zu einer Internatsstory auf fantastischer Ebene und in die Protagonistin konnte ich mich zum ersten Mal so richtig rein fühlen. Leider fand ich auch diesen Teil extrem kurz. Es wurde gerade spannend, als es auch schon wieder zu Ende war.
Die Charaktere bekommen endlich etwas Tiefe und somit wird auch die gesamte Story insgesamt besser. Ich bin gespannt, wie sich die Reihe noch macht.

53/100
Diana Gabaldon – „Ferne Ufer“
(Highlander Saga (3) – 52 Stunden 14 Minuten Stunden
Der dritte Teil ist wieder ein ganzes Stück länger als sein Vorgänger. 52 Stunden sind für ein Hörbuch wirklich zu viel, als dass man hier noch wirklich folgen kann und möchte. Es hat viele Längen und etliche Stellen, an denen der Schmalz nur so tropft und mich komplett haben abschweifen lassen.
Im Gesamten sollte das Ganze wohl eine Zeitreisegeschichte werden, aber dieser Fakt geht in dieser Gewaltigkeit leider vollkommen unter. – Schade um den Stoff.

54/100
Ralf Isau – „Der verbotene Schlüssel“
– 408 Seiten
Aus einer scheinbar ganz normalen Erbschaftsangelegenheit entwickelt sich in diesem Buch eine wirklich gewaltige Jagd gegen die Zeit, oder gegen den Zeitwächter. Flucht und Geschichte und ein wirklich sehr geheimnisvoller Mechanismus machen aus einer unscheinbaren Geschichte eine gewaltige Story.
Gut erzählt, schnelle und rasante Passagen, als auch ruhige Erzählstunden und fast so etwas wie eine Familienzusammenführung. – Ich mochte das Buch.

55/100
I. Reen Bow – „Im Schatten der Freiheit“
– 1 Stunde 58 Minuten
Folge drei der Reihe um die Phönix-Akademie knüpft direkt an den vorangegangen Band an, lässt aber die Protagonistin etwas in den Hintergrund rücken. Der Hörer erfährt hier mehr über die Welt, die Städte und die Menschen, die darin leben. Die Handlung ist anfangs leicht verwirrend, knüpft aber am Ende dann mit einem riesigen Hammer wieder an die eigentliche Handlung an und hat sie dann doch ein Stück voran getrieben.
Auf jeden Fall ein sehr kurzweiliges Vergnügen, was man gut mal zwischendurch einfach so hören kann. Ein fantastisches Abenteuer für junge Leute und jung gebliebene.

56/100
Mikael Lundt – „Aeterna – Die schwarze Flamme“
– 296 Seiten
Eine wirklich sehr spannende Lektüre über einen Physiker, der durch die Entdeckung seines Lebens in eine Sache hinein gezogen wird, die fanatischer wirklich nicht sein kann.
Die Handlung baut sich langsam auf, ist nicht mit physikalischen Fachbegriffen gespickt und die Handlung lässt sich sehr gut nachvollziehen. Der ganze Stoff ist gut zu lesen und ich hatte einen wirklich sehr rasanten und sehenswerten Film vor meinem geistigen Auge.

57/100
Clive Cussler & Robin Burcell – „Der Schatz des Piraten“
– 448 Seiten
Ein Abenteuer mehr von und mit den Fargos. Sie geraten in diesem Fall durch einen Zufall hinein und lassen sich dann doch mitreisen. Spannung von Anfang bis Ende mit einem wirklich wunderbaren Kopfkino.
Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und war nicht in der Lage, mich gegen die Spannung zu wehren. Dem entsprechend schnell hatte ich das Buch dann auch beendet.

58/100
E.M. Forster – „Die Maschine steht still“
– 42 Seiten
Eine Kurzgeschichte, aus dem Jahr 1909, die an sich nicht schlecht war, von der ich aber dem Titel und dem Hype nach, wesentlich mehr erwartet hatte. Die Story an sich ist ihrer Zeit weit voraus, dem entsprechend faszinierend, aber eben leider auch viel zu kurz.
Kaum war ich in der Story drin, war sie auch schon wieder vorbei. – Zu schade, was der Stoff aber auch alles hergegeben hätte. Der Wahnsinn.

59/100
Stefanie Mühlenhaupt – „Resistent – Sie werden uns kontrollieren“
– 7 Stunden 49 Minuten
Wow, einfach nur wow. Dieser Thriller greift ein topaktuelles Thema auf und versetzt das Geschehen in eine dystopische Welt, die nicht mal wirklich unrealistisch ist. Hinzu kommen noch ein wenig Wissenschaft und menschliche Schwäche und schon ist hier ein Thriller, der mehr als beachtenswert ist.
Ich war sowas von gefesselt, dass ich direkt enttäuscht war, als das Buch auch schon zu Ende war. Einfach nur grandios.

Bücher auf dem SuB hinzu gekommen:
Georg Bruckmann – “Amsel” (Strähnchen und der Killer Band 1) – Informationen zum Buch
Mikael Lundt – “Fressfeind” – Informationen zum Buch
Mikael Lundt – “NAGLFAR” – Informationen zum Buch
Clive Cussler – “Jagd am Meeresgrund“ – Informationen zum Buch
Clive Cussler – “Höllenjagd” (Isaac Bell 01) – Informationen zum Buch
Clive Cussler – “Sabotage” (Isaac Bell 02) – Informationen zum Buch
Clive Cussler – “Blutnetz” (Isaac Bell 03) – Informationen zum Buch
Clive Cussler – “Todesrennen” (Isaac Bell 04) – Informationen zum Buch
Clive Cussler – “Meeresdonner” (Isaac Bell 05) – Informationen zum Buch
Clive Cussler – “Die Gnadenlosen” (Isaac Bell 06) – Informationen zum Buch
Clive Cussler – “Unbestechlich” (Isaac Bell 07) – Informationen zum Buch
Clive Cussler – “Der Attentäter” (Isaac Bell 08) – Informationen zum Buch
Clive Cussler – “Teufelsjagd” (Isaac Bell 09) – Informationen zum Buch
Clive Cussler – “Die Rückkehr der Bestie” (Isaac Bell 10) – Informationen zum Buch
Clive Cussler – “Der goldene Buddha” (Juan Cabrillo 01) – Informationen zum Buch
Clive Cussler – “Todesschrein”  (Juan Cabrillo 02) – Informationen zum Buch
Clive Cussler – “Todesfracht”  (Juan Cabrillo 03) – Informationen zum Buch
Clive Cussler – “Schlangenjagd”  (Juan Cabrillo 04) – Informationen zum Buch
Clive Cussler – “Seuchenschiff”  (Juan Cabrillo 05) – Informationen zum Buch
Clive Cussler – “Kaperfahrt”  (Juan Cabrillo 06) – Informationen zum Buch
Clive Cussler – “Teuflsicher Sog”  (Juan Cabrillo 07) – Informationen zum Buch
Clive Cussler – Tarnfahrt”  (Juan Cabrillo 09) – Informationen zum Buch
Clive Cussler – “Piranha”  (Juan Cabrillo 10) – Informationen zum Buch
Clive Cussler – “Schattenfracht”  (Juan Cabrillo 11) – Informationen zum Buch
Clive Cussler – “Im Auge des Taifuns”  (Juan Cabrillo 12) – Informationen zum Buch
Clive Cussler – “Der Colossus-Code”  (Juan Cabrillo 13) – Informationen zum Buch
Clive Cussler – “Das Todeswrack” (Kurt Austin 01) – Informationen zum Buch
Clive Cussler – “Brennendes Wasser” (Kurt Austin 02) – Informationen zum Buch
Clive Cussler – “Flammendes Eis” (Kurt Austin 03) – Informationen zum Buch
Clive Cussler – “Tödliche Beute” (Kurt Austin 04) – Informationen zum Buch
Clive Cussler – “Killeralgen” (Kurt Austin 05) – Informationen zum Buch
Clive Cussler – “Packeis” (Kurt Austin 06) – Informationen zum Buch
Clive Cussler – “Eiskalte Brandung” (Kurt Austin 08) – Informationen zum Buch
Clive Cussler – “Teufelstor” (Kurt Austin 09) – Informationen zum Buch
Clive Cussler – “Höllensturm” (Kurt Austin 10) – Informationen zum Buch
Clive Cussler – “Codename Tartarus” (Kurt Austin 11) – Informationen zum Buch
Clive Cussler – “Todeshandel” (Kurt Austin 12) – Informationen zum Buch
Clive Cussler – “Das Osiris-Komplott” (Kurt Austin 13) – Informationen zum Buch
Clive Cussler – “Projekt Nightawk” (Kurt Austin 14) – Informationen zum Buch
Clive Cussler – “Numa Files 14 – Die zweite Sintflut” (Kurt Austin 15) – Informationen zum Buch
Mikael Lundt – “Quälgeist” – Informationen zum Buch



Gelesene Bücher vom SuB:
Clive Cussler – „Die verlorene Stadt“ (Fargo Reihe 7)
Ralf Isau – „Der verbotene Schlüssel“
Clive Cussler – „Der Schatz des Piraten“ (Fargo-Reihe 8)
E.M. Forster – „Die Maschine steht still“ (Kurzgeschichte)

Jetzt habe ich noch 215 Titel auf meinem Stapel ungelesener Bücher! *uff

Lesemonat Mai 2022

41/100
Kai Meyer – „Das steinerne Licht“
(Merle 2) – 9 Stunden 12 Minuten
Leider nicht mehr ganz so großartig wie der erste Teil, aber in jedem Fall die genaue Fortsetzung. Von Fantasie ist jede Menge vorhanden, aber leider auch von vielen Erklärungen.
Ich habe immer mal wieder den Faden verloren und dadurch ging mir leider der Hörspaß verloren.

42/100
I.Reen Bow – „Der gütige König“
– 3 Stunden 30 Minuten
Die sechste Sequenz dieser Serie hat mich zwar nicht zu hundert Prozent überzeugt, aber in jedem Fall mal etwas Licht in das ganze Durcheinander gebracht.
Ich war nicht komplett gefesselt, aber ich habe noch immer die leise Hoffnung, dass vielleicht die siebte Sequenz dann endlich mal Licht ins Dunkel bringt.

43/100
Kai Meyer – „Das gläserne Wort“
– 7 Stunden 30 Minuten
Das große Finale um Merle und ihre Freunde. Um das Schicksal Venedigs und der Herrschaft der Ägypter. Es war groß, es war fantasievoll und es ist alles zu einem schlüssigen und glaubhaften Ende gebracht worden.
Leider war ich zwischendurch von den ganzen Erklärunge etwas genervt, aber am Ende wurde es dann doch eine großartige Geschichte, die ich durchaus weiterempfehlen kann. Allerdings nur unter Einhaltung der chronologischen Reihenfolge.

44/100
I.Reen Bow – „Die fassungslose Prinzessin“
– 3 Stunden 34 Minuten
Teil sieben der Reihe ist gehört und das Ding ist noch nicht beendet. Die Handlung wird immer technischer und ich gewinne mehr und mehr das Gefühl, dass die Autorin gar nicht mehr wirklich etwas zu sagen hat.
Eine großartige Gesamtidee, die ich jetzt aber immer mehr einfach nur als verhunzt empfinde.

45/100
Sarah Short – „Verborgenes Erbe“
– 344 Seiten
Der Start in die Reihe „Ghost Hunter Academy“ ist meine Meinung nach nicht wirklich gut gelungen. Was dieses Ghosthunting angeht, wurde zu wenig erwähnt, statt dessen wurde dem wirklich sehr verworrenen Liebesleben der Protagonistin jede Menge Aufmerksamkeit geschenkt. Dadurch braucht die Handlung sehr lang, bis sie endlich mal in Fahrt kommt und so etwas wie Spannung entstehen kann.
Ich habe es gelesen, werde auch der Reihe weiterhin eine Chance geben und hoffe einfach, dass sich da noch einiges nach oben entwickelt.

46/100
Mo Kramer – „Abwehr – Macht der Balance“
– 359 Seiten
Ein Rezensionsexeplar, das mich komplett vom Hocker gehauen hat. Eine wirklich sehr bildhafte schreibweise, super einfache Erklärungen von medizinischem Fachlatein und dann noch dieser sympathische und doch recht unbedarfte Protagonist.
Ich war gefesselt, ich war begeistert, ich konnte kaum von der Lektüre lassen und bin mehr als begeistert!

47/100
Diana Gabaldon – „Feuer und Stein“
– 37 Stunden 2 Minuten
Ein sehr sehr langes Werk über Liebe nach dem Krieg und Liebe im 18. Jahrhundert. Gut recherchiert, was das Leben und die Einstellungen seinerzeit angeht, aber komplett überdimensioniert in der Länge.
Leichte Unterhaltung, gut verständlich aber viel zu ausführlich.

48/100
I.Reen Bow – „Der schwarze Phönix“
– 1 Stunde 37 Minuten
Aufgrund der Kürze dieses Buches ist diese Folge nichts weiter als eine Einführung in eine Story, die großartig werden kann, aber nicht muss. Die kurzen Teile werden das alles wieder vollkommen zerfleddern und am Ende wohl zusammenhanglos erscheinen lassen.
Ich habe es mir angehört, weil ich den Stoff eigentlich ganz interessant fand, aber die Umsetzung ist leider so gar nicht nach meinem Geschmack

Bücher auf dem SuB hinzu gekommen:
Marcus Baldrich – „Die Jesus DNA“ – Informationen zum Buch

Gelesene Bücher vom SuB:
in diesem Monat keine ….

Jetzt habe ich noch 178 Titel auf meinem Stapel ungelesener Bücher.

[Hörbuch] Astrid Pfister – „Trauma – Niemand wird dich retten“

Astrid Pfister
„Trauma – Niemand wird dich retten“
Verlag: DP Audiobooks
ISBN: 9-783-968-17765-6
Länge: 5 Stunden 46 Minuten
Sprecher: Irene Weber

– gehört im Januar 2022 –

Dieses Buch habe ich im Rezensentenportal von Digital Publishers gefunden. Da es das auch als Hörbuch gab und auch bei Spotify zu finden war, habe ich es gehört. Das ging schneller, als es auf meinen Sub zu setzen.

Klappentext: Nimm dich in Acht, dann überlebst du vielleicht … Nach einem traumatischen Einbruch befindet sich Leah mit ihrem Mann Maik in einem renommierten Reha- und Trauma-Zentrum. Ihr selbst ist bei dem Einbruch nichts passiert, doch Maik wurde angeschossen und wäre daraufhin fast gestorben. Um das Geschehen zu verarbeiten, nimmt Leah widerwillig an den wöchentlichen Traumasitzungen teil. Dabei wird ihr schnell klar, dass mit dem Reha-Zentrum irgendetwas nicht stimmt, denn auf einmal verändert sich Maik und Leah schafft es kaum noch, Zugang zu ihm zu finden. Hängt es mit den Medikamenten zusammen, die Maik einnimmt, oder steckt womöglich noch viel mehr dahinter? (Quelle: Thalia.de)

Inhalt: Lea und ihr Mann haben schreckliches durchgemacht. In ihre Wohnung wurde eingebrochen, wobei ihr Mann Mike niedergeschossen wurde und dabei so schwer verletzt wurde, dass er über neun Stunden lang operiert werden musste. Auch sie selber ist mit ihrem schwangeren Körper gegen ein Tischchen gestoßen und dann gefallen. Dadurch hat auch sie sehr gefährliche Verletzungen erlitten und musste operiert werden. – Doch nun erholen sich beide in einem hervorragenden Traumazentrum von ihrem Schicksalsschlag. – So meint Lea wenigstens.
Lea legt sich aufgrund ihres Traumas ihr Schicksal so zurecht, wie sie es am besten aushalten kann. Sie nimmt keine Psychopharmaka, sondern Schwangerschaftsvitamine, sie hat ihrer Meinung nach kein Trauma und ist der Meinung, dass sie und ihr Mann schon längst hätten entlassen werden müssen.

Was Lea allerdings nicht weiß: Sie hat wirklich ein Trauma und ist auch in der Klinik nicht wirklich außer Gefahr. Denn einer der Einbrecher hat sich auch einweisen lassen, um herauszubekommen, was Lea noch weiß und ob sie eine Gefahr für die Bande darstellt.

Fazit: Mit seinen etwas über fünf Stunden ist dieses Buch ein eher kürzeres unter den Hörbüchern. Die Autorin war mir im Vorfeld nicht bekannt, sodass ich am Ende komplett ohne jede Vorstellung und komplett unbedarft an diese Reihe herangegangen bin.
Als die Handlung losgeht, lernt man Lea kennen. Eine ziemlich symphatische Protagonistin, bei der ich von Anfang an gut mitfühlen konnte. Ich habe sie vor mir gesehen, wie sie sich mit ihrem Schwangerschaftsbauch durch die Klinik walzt und sich bei den Therapiesitzungen quälte und immer wieder behauptet, dass sie kein Trauma habe. – Allerdings habe ich auch gleich gemerkt, dass bei dieser scheinbar heilen Welt etwas nicht stimmen kann. Die Vorwürfe, die Ärztin würde Lea ein Trauma einreden fand ich von Anfang an suspekt und mir war klar, dass da noch etwas kommen musste.
Die Handlung ist viel auf wörtlicher Rede aufgebaut. – In einer psychischen Klinik wird in den Therapien nun einmal viel geredet. Das ist da quasi die Hauptbeschäftigung, trotzdem kamen mir der Ehemann und auch der andere Patient mehr als suspekt vor. Vor allem, was ist das denn bitte für ein Traumazentrum, in dem auch Physiotherapie gemacht wird. Gibt es so etwas wirklich? – Ich kann mir vorstellen, dass die Patienten Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung gegeben werden, aber direkt als Physio?
Der Mitpatient spielt ein mehr als falsches Spiel und dabei wird der Leser, bzw. Hörer sehr intensiv mitgenommen. Als er Lea sein Familiendrama erzählt hat, war ich sehr mitgenommen und drauf und dran, diesem Mann mein Vertrauen zu schenken. Das hat sich dann allerdings geändert, als er das Handy aus seinem Versteck geholt hat und mit dem Gespräch seine wahre Identität mitgeteilt hat.
Die Handlung springt die ganze Zeit zwischen Klinikalltag und dem Einbruch hin und her. Dadurch ergab sich mir ein Bild des Tathergangs und wie es sein konnte, dass die Protagonistin nun genau da ist, wo sie ist. Trotzdem war da immer noch eine gewisse Unstimmigkeit. Irgendwie passte das alles nicht.
Bis zum großen Finale spielt die Autorin hier mit ihren Lesern. Die ganze Zeit lässt sie keinen Zweifel daran, dass alles genau so ist, wie man es hier hört, bzw. liest und am Ende kommt die große Wendung. Mit viel Spannung, Missverständnissen, purer Dramatik und Trauer lässt sie dann die Bombe platzen. Erst dann bekommt man mit, was hier wirklich fakt war und am Ende hat mir die Protagonistin nur noch mehr leidgetan. – Die Story hat hier insgesamt einige Umwege genommen, war aber im Ganzen äußerst spannend. Die Spannung war hier irgendwie unterschwellig, nicht so offensichtlich und man musste schon versuchen, hinter die Kulissen zu schauen, wollte man hier einen Sinn in dem finden, was die Autorin hier erzählt hat.
Da mir die Hörbuchversion vorlag, muss ich auch die Sprecherin noch einmal erwähnen. – Sie hat hier einen sehr guten Job gemacht. Wobei mir ihre Stimme anfangs erst weniger sympathisch war, hat sich das dann aber im Laufe der Handlung geändert. Sie hat jeden Charakter so eine kleine eigene Nuance in ihrer Stimme gegeben. Nicht übertrieben viel, aber immer war da etwas im Tonfall oder in der Art zu sprechen, dass man den Charakteren ihre Rolle immer voll abgekauft hat. Nur so war es wohl möglich, dass auch ich wirklich erst ganz am Ende dahinter gekommen bin, was hier nun eigentlich genau passiert ist. – Und das ist mal der pure Wahnsinn und so nah am Leben, dass es fast schon erschreckend ist.

Ich bewerte das Buch mit den vollen 5 von 5 möglichen Sternen.
Auch wenn ich am Anfang mit der Art zu erzählen und mit der Story selber erst warm werden musste, habe ich die Protagonistin auf ihre Art dann irgendwann lieb gewonnen und habe mit ihr gefiebert. Ich wollte einfach nur, dass für sie alles gut wird und am Ende war es dann doch alles andere als ein Happy End.
Dieses Buch hatte so seine ganze eigene Art von Spannung. Der Stil war nicht 08/15 und das Gesamtpaket hat sich durchaus gelohnt.