Autor: Peter Mennigen
Verlag: Romantruhe
Produktionsjahr: 2015
Länge: 1 Stunde 15 Minuten
Die Sprecher und ihre Rollen:
Helgo Liebig
Robert Missler
Tanja Dohse
Reent Reins
Marion von Stengel
Sammy Berry
Marie-Christin Natusch
Jenny Maria Meyer
Werner Wilkening
Tom Steinbrecher
Sabrina Heuer

Inhalt:
Malcom Max verschlägt es nach Rom, wo er seine entführte Gefährtin Charisma vermutet. Allerdings gerät die Suche und die Angst um Charisma in den Hintergrund, als er in den unheimlichen Katakomben voller Leichen einen Polizeibeamten auf Urlaub und einen schwarzen Engel trifft, der den Leichen die letzte Energie dafür anzapft, ihr Schicksal zu erfahren.
In Rom fanden und finden eine ganze Reihe seltsamer Selbstmorde statt, welche man sich nicht erklären kann. Nachdem Malcom Max allerdings Charisma wiedergefunden hat und mit ihr einige Ermittlungen angestellt hat, bekommt der Titel „Blutsbande“ seinen Sinn und die Handlung noch mehr Verwirrung, weil plötzlich etwas ganz anderes, als zu Beginn im Vordergrund steht.
Mein Hörerlebnis:
Ich war enttäuscht, als sich herausstellte, dass es sich mal wieder um Malcom Max und seine aufgeblasene Gefährtin drehen sollte. Ich kann diese Charakter und diese Reihe in der Reihe einfach nicht ab. Diese Figuren, diese Handlungen sind einfach die pure Verschwendung von Stoff.
Das geht schon mal los, dass der Hörer wirklich gezwungen ist, die anderen Folgen gehört zu haben, wenn er hier einen einigermaßen Einstieg finden möchte. Es wird nicht erklärt, warum Malcom da ist, wo er ist und wen er eigentlich sucht.
Es kommt, wie es kommen muss. Mit erzwungener Grusel-Stimmung befindet sich Malcom nun in einer Art Keller, in dem eine ganze Menge Leichen liegen. Es sind Polizeilichen, die in dem Moment wirklich absolut nichts Gruseliges für mich hatten. Da sollen eben Mordfälle aufgeklärt werden. So what!?
Die Begegnung mit diesem seltsamen Polizisten ist mehr als skurril und passt ja mal gar nicht an den Ort und in die Geschichte. Den Charakter des so genannten Kommissars hätte man sich durchaus auch sparen können. Dieser Waschlappen war nichts weiter als ein hinderlicher Klotz am Bein derjenigen, die wirklich ernsthaft versucht haben, hier etwas zu bewegen.
Dass sich der Schwarze Engel, als die Mutter von Malcom herausstellt, war zwar ein wenig eine Überraschung, dafür kommt aber der Vater nicht sonderlich gut weg. – Im Prinzip hat man hier eine komplette Kehrtwende zur vorangegangenen Folge gemacht. Der Vater ist jetzt der bitterböse Racheirgendwas und die Mutter so etwas wie ein Opfer. – Wer jetzt allerdings ein großes Familienwiedersehen erwartet, der ist hier mächtig schief gewickelt.
Die Handlung schleppt sich vorhersehbar und mit ein wenig Magie, der ich aber nicht mehr in der Lage war zu folgen, zu enem Ende, der zwar dem Titel einen gewissen Sinn gibt, mir aber das Gefühl, dass ich mir diese Folge sehr gut hätte sparen können. – Da wäre, schon allein aufgrund des Settings, so viel Potential gewesen und dann wird das alles so dermaßen verkackt, dass es fast schon weh tut.
Fazit:
Malcom Max ist Müll. Dieser Ermittler mag zwar hier und da ganz spannenden Einsätze haben, aber aufgrund seines Stils ist alles vorhersehbar, erzwungen gruselig und dadurch genau so unspannend und bisweilen sogar abstoßend langweilig.
Die eigentliche Mission, die den Ermittler an den Ort führt, an dem das alles stattfinden soll, gerät wirklich sehr schnell in Vergessenheit, löst sich quasi in Luft auf, weil Charisma durch Zufall gefunden wird. Statt dessen wird das alles zu einer verhinderten Familienzusammenführung mit einem teilweise offenen Ende, welche mich befürchten lässt, dass Malcom irgendwann auch noch seine Schwester suchen wird. – Ich kann mir die künstliche Theatralik schon jetzt sehr gut vorstellen.
Der Nebencharakter des Kommissars auf Urlaub macht absolut überhaupt keinen Sinn. Warum musste dieser Kasper mitmischen? Der hat der Handlung nicht ein Krümel Würze gegeben. Der totale Schwachmat.
Vorhersehbar und durch das Setting erzwungen gruselig, was mich absolut nicht erreicht hat. Der Stoff hätte so viel hergegeben, wenn man ihn gut umgesetzt hätte. – Aber nein, hier hat der Autor schon einmal komplett versagt.
Die Schauspieler haben ihre gewohnt gute Leistung gebracht. Da sehe ich eine gleichbleibend gute Konstante in der Serie innerhalb der Serie, aber für den Mist, den der Autor hier verzapft hat, können sie ja nun auch nichts.
Diese Serie ist ein Fall von Zweitverschwendung, wenn man sie hört. – Das wäre in jedem Fall spannender und weniger vorhersehbar gegangen. Wenn man das Ganze schon in Rom spielen lässt, dann kann man das auch gigantisch und typisch Rom laufen lassen. – So ein unspannender Käse hier.






