[Hörspiel] Geister-Schocker 51 – „Blutsbande“

Autor: Peter Mennigen
Verlag: Romantruhe
Produktionsjahr: 2015
Länge: 1 Stunde 15 Minuten

Die Sprecher und ihre Rollen:
Helgo Liebig
Robert Missler
Tanja Dohse
Reent Reins
Marion von Stengel
Sammy Berry
Marie-Christin Natusch
Jenny Maria Meyer
Werner Wilkening
Tom Steinbrecher
Sabrina Heuer

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Inhalt:
Malcom Max verschlägt es nach Rom, wo er seine entführte Gefährtin Charisma vermutet. Allerdings gerät die Suche und die Angst um Charisma in den Hintergrund, als er in den unheimlichen Katakomben voller Leichen einen Polizeibeamten auf Urlaub und einen schwarzen Engel trifft, der den Leichen die letzte Energie dafür anzapft, ihr Schicksal zu erfahren.
In Rom fanden und finden eine ganze Reihe seltsamer Selbstmorde statt, welche man sich nicht erklären kann. Nachdem Malcom Max allerdings Charisma wiedergefunden hat und mit ihr einige Ermittlungen angestellt hat, bekommt der Titel „Blutsbande“ seinen Sinn und die Handlung noch mehr Verwirrung, weil plötzlich etwas ganz anderes, als zu Beginn im Vordergrund steht.

Mein Hörerlebnis:
Ich war enttäuscht, als sich herausstellte, dass es sich mal wieder um Malcom Max und seine aufgeblasene Gefährtin drehen sollte. Ich kann diese Charakter und diese Reihe in der Reihe einfach nicht ab. Diese Figuren, diese Handlungen sind einfach die pure Verschwendung von Stoff.
Das geht schon mal los, dass der Hörer wirklich gezwungen ist, die anderen Folgen gehört zu haben, wenn er hier einen einigermaßen Einstieg finden möchte. Es wird nicht erklärt, warum Malcom da ist, wo er ist und wen er eigentlich sucht.
Es kommt, wie es kommen muss. Mit erzwungener Grusel-Stimmung befindet sich Malcom nun in einer Art Keller, in dem eine ganze Menge Leichen liegen. Es sind Polizeilichen, die in dem Moment wirklich absolut nichts Gruseliges für mich hatten. Da sollen eben Mordfälle aufgeklärt werden. So what!?
Die Begegnung mit diesem seltsamen Polizisten ist mehr als skurril und passt ja mal gar nicht an den Ort und in die Geschichte. Den Charakter des so genannten Kommissars hätte man sich durchaus auch sparen können. Dieser Waschlappen war nichts weiter als ein hinderlicher Klotz am Bein derjenigen, die wirklich ernsthaft versucht haben, hier etwas zu bewegen.
Dass sich der Schwarze Engel, als die Mutter von Malcom herausstellt, war zwar ein wenig eine Überraschung, dafür kommt aber der Vater nicht sonderlich gut weg. – Im Prinzip hat man hier eine komplette Kehrtwende zur vorangegangenen Folge gemacht. Der Vater ist jetzt der bitterböse Racheirgendwas und die Mutter so etwas wie ein Opfer. – Wer jetzt allerdings ein großes Familienwiedersehen erwartet, der ist hier mächtig schief gewickelt.
Die Handlung schleppt sich vorhersehbar und mit ein wenig Magie, der ich aber nicht mehr in der Lage war zu folgen, zu enem Ende, der zwar dem Titel einen gewissen Sinn gibt, mir aber das Gefühl, dass ich mir diese Folge sehr gut hätte sparen können. – Da wäre, schon allein aufgrund des Settings, so viel Potential gewesen und dann wird das alles so dermaßen verkackt, dass es fast schon weh tut.

Fazit:
Malcom Max ist Müll. Dieser Ermittler mag zwar hier und da ganz spannenden Einsätze haben, aber aufgrund seines Stils ist alles vorhersehbar, erzwungen gruselig und dadurch genau so unspannend und bisweilen sogar abstoßend langweilig.
Die eigentliche Mission, die den Ermittler an den Ort führt, an dem das alles stattfinden soll, gerät wirklich sehr schnell in Vergessenheit, löst sich quasi in Luft auf, weil Charisma durch Zufall gefunden wird. Statt dessen wird das alles zu einer verhinderten Familienzusammenführung mit einem teilweise offenen Ende, welche mich befürchten lässt, dass Malcom irgendwann auch noch seine Schwester suchen wird. – Ich kann mir die künstliche Theatralik schon jetzt sehr gut vorstellen.
Der Nebencharakter des Kommissars auf Urlaub macht absolut überhaupt keinen Sinn. Warum musste dieser Kasper mitmischen? Der hat der Handlung nicht ein Krümel Würze gegeben. Der totale Schwachmat.
Vorhersehbar und durch das Setting erzwungen gruselig, was mich absolut nicht erreicht hat. Der Stoff hätte so viel hergegeben, wenn man ihn gut umgesetzt hätte. – Aber nein, hier hat der Autor schon einmal komplett versagt.
Die Schauspieler haben ihre gewohnt gute Leistung gebracht. Da sehe ich eine gleichbleibend gute Konstante in der Serie innerhalb der Serie, aber für den Mist, den der Autor hier verzapft hat, können sie ja nun auch nichts.

Diese Serie ist ein Fall von Zweitverschwendung, wenn man sie hört. – Das wäre in jedem Fall spannender und weniger vorhersehbar gegangen. Wenn man das Ganze schon in Rom spielen lässt, dann kann man das auch gigantisch und typisch Rom laufen lassen. – So ein unspannender Käse hier.

[EBook] Shorty Jenkins – „Rosenfeuernacht“

Shorty Jenkins
„Rosenfeuernacht“
Reihe: Memoriam Mystoríes (1)
Verlag: BoD
ISBN: 9-783-759-77352-4
Länge: 60 Seiten

– gelesen im Dezember 2024 –

Ein Zufall beim Stöbern, der viel versprochen, dann aber wenig gehalten hat.

Klappentext: Im Schatten eines uralten Waldes verbirgt sich eine Siedlung, gefangen zwischen den Überresten vergessener Traditionen und dunklen Geheimnissen. Als Marin, ein junger Waise, zu seinem Großvater in die entlegenen Höhen der Wälder gerufen wird, hofft er zunächst auf einen Neuanfang. Doch schon bald findet er sich in einem Netz aus Rätseln und Intrigen wieder, die sich um die mysteriöse Rosenfeuernacht ranken.

Memoriam Mystories ist eine Anthologie-Reihe, die Mystery und History miteinander verbindet. Zugleich enthält der Begriff das Wortspiel my-stories und die Eigenständigkeit des Autors unterstreicht.

Die Serie soll dem Leser spannende und packende Erzählungen bieten, die tief in die Geheimnisse und Mythen der Vergangenheit eintauchen und stets eine unvorhersehbare Wendung bereithalten. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Marin hat seine Eltern verloren und zieht zum Großvater. Der nimm ihn zwar auf, jedoch alles andere als herzlich. – Das Dorf, in dem Marin nun leben soll, liegt im Wald und ist voller Geheimnisse.
Die Rosenfeuernacht soll einen seltsamen Fluch vertreiben, geht jedoch gründlich schief. Das Opfer ist ein mutmaßlich verunglückter Mensch und vor dem Ende der Nacht gibt es weitere Todesopfer.
Das Feuer holt sich diesmal nicht nur die Rosen.

Fazit: Dieses Buch ist in jedem Fall ein Zufallsfund und hat mich durch den Reihentitel auf sich aufmerksam werden lassen. Der Autor sagte mir vom Namen her nichts und die Kürze des Titels hat mir die Kaufentscheidung schon sehr erleichtert. – Wenn die Story wirklich nichts sein sollte, wäre der Verlust an Zeit nicht so schlimm.

Der Beginn der Story hat mich irgendwie daran erinnert, wie Heidi bei ihrem Großvater angekommen ist. Die ganze Szenerie mit dem grummeligen alten Mann, die Holzhütte, das Strohlager auf dem Dachboden. Das war für mich eben alles nicht neu. – Allerdings war hier die Reise schon allein durch den „Wagenlenker“ sehr mysteriös. Schon auf den ersten 10 Seiten hatte mich die Story in ihrem Bann.
Die Handlung wird chronologisch erzählt und durch mancherlei seltsame Ereignisse ziemlich mystisch. Allein dieses Ritual der Rosenfeuernacht habe ich nicht wirklich verstanden. Zwar wird andeutungsweise erklärt, dass es um ein Fluch geht und dieser gebannt werden soll, aber ich hätte mir mehr Aufklärung über Entdeckung und Wirkungsweise des Fluches gewünscht. – Dass Menschen sterben, weil sie das Dorf verlassenwollen, war mir zu vage und ich gleich kam der Verdacht einer normalen Ursache auf.
Der Schluss war dann für mich absolut nicht zufriedenstellend. Die Szenen hatten etwas von einer Hexenjagd und dem Tod auf dem Scheiterhaufen. Das große Feuer habe ich schlichtweg gar nicht verstanden und das Ende war zu offen.

Mir ist bewusst, dass es ich um den Auftakt einer Reihe handeln soll. Mir ist auch bewusst, dass das Buch wirklich sehr kurz war und es so schlichtweg nicht möglich war, dass man wirklich so tief in die Materie eintauchen kann. Dass dann aber am Ende so ein Durcheinander bei raus kommt, dass mich außerdem sehr stark an ein von KI generiertes Buch erinnert, macht die Sache schon wieder weniger spaßig.
Der Schreibstil war, in meinen Augen, einfach nur hochgradig seltsam und bearbeitungsbedürftig. Alles war in nur einem einzelnen Handlungsstrang erzählt, immer schon der chronologischen Reihenfolge nach und doch konnte es mich nicht wirklich fesseln. Zu Anfang hatte ich noch Kopfkino und habe voller Spannung an den Zeilen gehangen, allerdings hat sich das dann auch ziemlich schnell wieder geändert.
Von der Gestaltung her, wurde sich mit den gezeichneten Rosen vor jedem Kapitelanfang durchaus Mühe gegeben. Sie ist einfach, jedoch unheimlich detailreich gehalten, aber die Story machen diese Bilder dann auch nicht wirklich besser. – Am Anfang habe ich noch gemerkt, dass mit aller Gewalt eine geheimnisvolle Umgebung und mystische Stimmung erzeugt werden sollten. Aber daraus wurde dann einfach nur ein wirklich sehr seltsames Durcheinander von Misstrauen und Gewalt.
Dieses Buch soll wohl der Anfang einer Reihe sein, die dann auch noch ziemlich neu auf dem Markt ist. – Hierzu muss ich ganz klar sagen, dass ich sie weiter verfolgen werde, wenn ich daran denke. Sollte sie allerdings in Vergessenheit geraten, dann ist das eben so, aber eben auch nicht weiter tragisch.

Ich bewerte das Buch mit 3 von 5 möglichen Sternen.
Für die volle Punktzahl hat es definitiv nicht gereicht, da die Handlung schnell undurchsichtig und vorhersehbar wird. Das Ende stellt mich nicht zufrieden und kann so nicht belohnt werden.

Meine Woche 9. Kalenderwoche 2026

Geärgert:
Bei Netgalley wurde ich jetzt zwei Bücher in Folge abgelehnt, ohne eine wirkliche Begründung liefer zu können. – Wahrscheinlich habe ich zu wenig Aufrufe auf meiner Seite. Ich finde aber, verdammt noch mal, nirgendwo auf Netgalley eine Möglichkeit, Abrufzahlen einzutragen, geschweige denn, sie zu aktualisiert.

Gefreut:
Letze Woche habe ich noch um Sonne gebettelt und am Dienstag habe ich wirklich meinen Gartenstuhl in die Sonne gestellt. – Mit Jacke und „nur“ für ne Stunde. Aber das hat sich so geil angefühlt!!!!

Gedacht:
Oh, was für eine schönes Wetter. – Das muss ich ausnutzen.

Gefragt:
Wollen die mich jetzt komplett wuschig machen, wo ich mich gerade wieder ein wenig beruhigt habe?

Genervt:
Dass meine Frau Mutter gleich wieder so übertreiben muss.

Gefühlt:
In der Sonne sehr wohl.

positiv:
Der Sonnenscheint hat sich sehr positiv auf mein Gemüt niedergeschlagen. Und das war toll.

negativ:
Die Kollegin, die langsam leer dreht und mir gewaltig auf den Piss geht!

Gelitten:
An den Spitzen meiner Kollegin – bis ich was gesagt habe.

Genossen:
Die Sonne, eindeutig die Sonne und mein Buch.

Gewesen:
auf Arbeit, einkaufen und ihm Obst & Gemüsegroßhandel

Getroffen:
Kollegen

Gesucht:
Nach getrockeneten Mangoscheiben mit Schoki dran.

Gefunden:
Mangoscheiben, getrocknet mit Schoki dran

Gelacht:
Über Herrn Hund. Er war der Meinung, den Kasper machen zu müssen.

Geweint/Getrauert:
nein, so schlimm war es nicht

Gewundert:
Was macht denn meine Nase jetzt für Fisemantenten? Mal ist alles gut, dann ist sie wieder zu, dann wieder alles gut, dann nur ein Nasenloch. – Es nervt einfach nur.

Gegessen:
DDR-Essen: Tzeckendiner Gulasch und dazu nen Glas Vita Cola

Genascht:
Mangoscheiben mit Schoki

Getrunken:
Zitronenwasser und Zitronenwasser und Zitronenwasser – und siehe da, der Schnupfen musste weichen.

Gegoogelt:
Wie ich an meine verlorenen Sachen im Second Life komme. – Aber ich glaub, das kann ich mal vergessen.

Gesehen:
Die Sonne, einen echten Osterhasen in freier Wildbahn und Rehe

Gebastel/Gespielt/Gehandwerkt/Geschrieben:
Nur Rezis

Getan:
gearbeitet, gelesen und geschlafen

Gelesen:
„Codename Viper“ – Aber das Buch war Müll für mich und ist direkt in den öffentlichen Bücherschrank gewandert.

Gekauft:
Jede Menge neuer Bücher. – Von Kathy Reichs ist am Mittwoch Band 24 der Reihe „Tempe Brennan“ rausgekommen. Da muss man doch gleich zuschlagen!

Gelernt:

Geschenkt (bekommen):
Das konnte ich noch abwenden. Mein Mann wollte mir doch wirklich sone Ganzkörperdecke kaufen. In Pink und als Delfin …. Ich mag Delfine, aber nicht pink und nicht so.

Geschlafen:
ja sicher doch

Geträumt:
Ein wildes Zeug von einem gebrauchten Wohnmobil, was innen größer als draußen war und die Souveniersammlung vom Vorgänger noch intus hatte.

Geplant:
Eine Woche Nachtschicht, am Sonnabend dann auf die Thüringenmesse und ansonsten mal sehen

Fazit

Ich habe mich gerade ein wenig beruhigt, auf Arbeit scheint sich alles wieder so weit eingependelt zu haben, dass es ruhig und normal weiter laufen kann. – Da bekomm ich von meienr Leihbude nen Anruf, ob ich woanders hin will, wenn ein längerfristiger Einsatz da ist, oder ob ich die Abmeldung abwarten will. – Nun ja, im Moment sieht es so aus, als wäre erst einmal alles wieder ruhig, wewegen ich nicht mutwillig den Einsatz wecheln möchte. – So ein Theater haben die schon mal abgezogen, als eine andere Firma die Schließung bekannt gegeben hat. Aber da haben die, die noch geblieben sind, nen Euro mehr die Stunde bekommen und waren noch anderthalb Jahre da beschäftigt. Ich sitz das da jetzt aus. Zumal ein Einsatzwechsel für mich meine Fahrstrecke von 4 auf 40 km (einfach) verlängern würde. Das will ich so lang, wie es eben geht, vermeiden.

Lesemonat Februar 2026

009/100
Mignon Kleinbeck – „Wintertöchter – Die Gesamtausgabe“
– 1008 Seiten
Aus einem Säugling wird ein Kind, ein junges Mädchen und später eine Frau. Doch leicht hat sie es nicht. Auf der einen Seite ist die Gabe, auf der anderen Seite die Umstände ihres Lebens. – Und doch bleibt sie stark und geht ihren Weg.
Eine gekonnte Mischung aus Bergidyll, Familiensage und bedrohlichen Gaben und dem Verstecken darum. Ich war gefangen, ich war gefesselt und am Ende hochgradig fasziniert über die Wege, die ein Leben so gehen kann.

010/100
Michael Tsokos – „Mit kalter Hand“
(Dr. Sabine Yao 3) – 351 Seiten
Eine zerstückelte Leiche im Spandauer Forst und ein Pferderipper auf einem Pferdehof im Berliner Umland. – Dr. Sabine Yao kann mit Wissen glänzen, es an eine Praktikantin weiter geben und neues dazu lernen.
Spannend, fesselnd, und absolut lesenswert. Mich hat es stellenweise einfach nur mit offenem Mund zurückgelassen, wie so etwas von Menschenhand gemacht werden kann.

011/100
Andreas Eschbach – „Die Auferstehung“
– 11 Stunden 43 Minuten
Die Welt der drei ??? 30 Jahre danach. Glaubhafte Feindschaft, vorsichtige Annäherungsversuche und am Ende eine wirklich gute Zusammenfügung von dem, was einfach zusammen gehört.
Eine herrlich authentisch eingefangene Welt, wie man sie sich gerade so noch vorstellen kann. Gnadenlos gut.

012/100
Clive Cussler – „Eiskalte Brandung“
(Kurt Austin – 8) – 414 Seiten
Das achte Abenteuer von und mit Kurt Austin führt den Leser in die Welt der Pharmakologie und klärt auf, was in der Tiefsee alles für Schätze sein können, wenn man nur bereit ist, sich mit dem Thema gut genug auseinanderzusetzen.
Eine spannende Unterhaltung zwischen Wissenschaft und Technik, die mir großartige Biilder in mein Kopfkino gezaubert hat. Besser ging nun wirklich nicht.

013/100
Nick Thacker – „Das Atlantische Artefakt“
(Harvey Bennett 6) – 456 Seiten
Eine rein fiktive Geschichte um die Gaskammern der schlimmen Zeit. Aber am Ende in einen doch fast glaubhaften Zusammenhang gebracht. Nur was das alles dann jetzt gebracht haben soll, war mir nicht klar.
Der Schreibstil war hier etwas eigentümlich. Aber die Action war typisch Thacker.

014/100
Lucas Fassnacht – „Pipeline“
– 355 Seiten
Das Wasser wird knapp und ein einst fruchtbarer Landstrich Frankreichs hat nicht nur unter Radioaktivität, sondern auch unter Wassermangel zu leiden. Als dann geplante Wasserpipelines schon beim Bau sabotiert werden, muss der Schuldige gefunden werden.
Ein an sich sehr spannendes Thema, was ich jetzt nicht so gelungen umgesetzt fand, wie es möglich gewesen wäre, meiner Meinung nach. Ich habe es gelesen, aber mit Sicherheit nur die Hälfte von dem verstanden.

015/100
Steffanie Holmes – „Mit einer Fußnote im Grab“
(Die Geheimnisse des Nevermore Bookshop – 1) 7 Stunden 51 Minuten
Mina muss ihren Traum mit der Mode in New York aufgeben und kommt in ihre Heimat zurück. Sie findet einen Shop im Nevermore Bookshop und so nach und nach hinter seine Geheimnisse. Als dann ihre ehemals beste Freundin da auftaucht und ermordet wird, ist sie die Hauptverdächtige und bekommt nur durch ihre neuen Freunde Hilfe.
Eine spannende Mischung aus Krimi und Fantasy in einem glaubhaften und kleinkarierten Setting, was den Spice in der Handlung mehr als fehl am Platz wirken lässt.

016/100
Marcus Schneider – „Der Aurora Code“
– 272 Seiten
Ein von einer KI geleitetes Hotel, eine KI, die sich hinter den Kulissen noch selber verbessert und ausbaut und dann auch noch fehlerhaften Daten gefüttert wird. Und dann ein IT-Forensiker, welcher in den Alptraumurlaub seines Lebens gerät. – Das kann nicht gut gehen.
Eine recht gute Story, die aber irgendwie zerschrieben gewirkt hat.

017/100
Siegfried Langer – „Sterbenswort“
– 329 Seiten
Eine WG – ein Todesfall – Vertuschung und Weitermachen. So lang, bis der erste leer dreht und auf seine weise Rache nehmen will.
Eigentümlich, aber interessant geschrieben. Eine Lektüre mit eigenem Stil und Spannung.

018/100
Hubertus Knabe – „Die Täter sind unter uns“
– 383 Seiten
Ein Sachbuch, ausführlich recherchiert und geschrieben, über den Umgang mit Stasi, Unterdrückung und Schießbefehl.
Langatmig, reich an Namen und verschachtelt. Aber durchaus mal interessant.

019/100
Patrick Robinson – „Codename Viper“
– 478 Seiten
Ein militärischer Schlagabtausch, bie dem es um Öl und Macht geht. Eigentlich spannend, aber für meinen Geschmack zu doof umgesetzt.
Nur was für Militär- und Technikfans.

das macht gesamt:
4.043 gelesene Buchseiten/im Februar – 6.695 Buchseiten/2026
19 Stunden 34 Minuten Hörbuch/Februar – 27 Stunden 2 Mintuen Hörbuch/2026

Bücher auf dem SuB hinzu gekommen:
Nellie H. Stelle – „Specktraler Start“ (Whispers of Witchcraft Mysteries #0)
Dieter Bub – „Unsere Sehnsucht nach Freiheit“
Harald Bretschneider & Bernd Oettinghaus (Hrsg.) – Das Wunder der Freiheit“
Nick Thakcer – „Das Buch der Knochen“ (Harvey Bennenett 7)
Kathy Reichs „Die Spur der Angst“ (Tempe Brennan 24)
Alex Evans – „Fundamentale Magie (Die Ruinen von Gandarah 1)
André Milewski – „White Mountains“ (Heather Bishop 5)

Gelesene Bücher vom SuB:
Mignon Kleinbeck – „Wintertöchter Trilogie“
Michael Tsokos – „Mit kalter Hand“ (Dr. Sabine Yao 3)
Clive Cussler – „Eiskalte Brandung“ (Kurt Austin 8)
Nick Thacker – „Das atlantische Artefakt“ (Harvey Bennett 6)
Siegfried Langer – „Sterbenswort“
Hubertus Knabe – „Die Täter sind unter uns“
Patrick Robinson – „Codename Viper“

Jetzt habe ich noch 130 Titel auf meinem Stapel ungelesener Bücher!

Ooops… Bücherkauftechnisch war es ja in diesem Monat heftig. Plus minus null – Ich habe keine Ahnung, ob das jetzt gut oder schlecht ist. Ich werte es einfach erst einmal so, wie es eben ist. Es ist passiert. Punkt.
Die Bücher waren einfach stärker als ich, diesen Monat. grins

Saturday Sentence – „Codename Viper“

1. Nimm deine aktuelle Lektüre

Der weltweite Kampf um die letzten Energiereserven ist entbrannt … Das Jahr 2010: Um dringend benötigte Erdölressourcen für sich zu gewinnen, schmiedet Russland finstere Pläne. Es überzeugt Argentinien davon, einen weiteren Krieg gegen England zu führen, um die Förderung der neu entdeckten Ölquellen auf den Falklandinseln gemeinsam zu betreiben. Die USA können dabei natürlich nicht nur zuschauen, Admiral Morgan sieht seine Stunde gekommen. Der Wettlauf der Großmächte um Erdöl beginnt. Ein packender, realistischer und extrem spannender Technothriller von präzisem militärtechnischem Sachverstand. (Quelle: Lovelybooks.de)

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein „Saturday Sentence“ lautet. (Bei Ebooks Position 158)

„Sie liegt im Moment dort drüben“, fügte er hinzu und zeigte auf ein Fenster.

Patrick Robinson – „Codename Viper“; ISBN: 9-783-453-43343-407-3

3. Und wie ist es bisher?
Ich mach drei Kreuze, wenn ich diesen Mist endlich hinter mir habe. Ich habe hier etwas ganz anderes bekommen, als ich es eigentlich erwartet habe. Hierbei handelt es sich um nichts weiter als eine scheinbar sinnlose Aneinanderreihung von Politikergefasel und Militärschlägen mit möglichst viel Schaden und einer detailreichen Beschreibung von Militärtechnik. – Wenn es hier eine Story hinter den Geschehnissen hat, dann habe ich sie noch nicht gefunden und werde es demnach auch nicht.

Ich denke, dass ich nicht weiter erwähnen brauche, dass ich die ganze Zeit zwischen Abbruch und weitermachen hin un her gependelt bin. – Aber die letzten paar Seiten werde ich mit meiner Mogelei auch noch schaffen. – tschakka

Fusselfreitag #302

Fussel auf dem Tisch

Zugegeben, er sieht in dieser Situation ganz schön bedröppelt aus. Das liegt aber daran, dass sein Herrchen gerade mal nicht zu ihm, sondern in den Computerbildschirm geschaut hat. Und wenn er auf jemanden fixiert ist, dann ist das sein Herrchen. Wenn wir beide zu Hause sind, geht er dem Mann nicht von der Seite. Immer dabei, immer zugegen. – HIer hat er dann also auf seinem Schreibtisch gesessen und war wirklich der Meinung, dass er nun auch das volle Programm ist… nun ja, er hatte die Rechnung ohne den Wirt gemacht, lach

[Hörspiel] Geister-Schocker 50 – „Grabeskälte“

Autor: Andreas Masuth
Verlag: Romantruhe
Produktionsjahr: 2014
Länge: 53 Minuten 20 Sekunden

Die Sprecher:
Lutz Harder
Thomas Petruo
Vera Bunk
Nicolai Tegeler
Kellina Klein
Michael Pink
Christian Rode
Thomas Danneberg

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Inhalt:
Am Südpol, im ewigen Eis der Antarktis liegt eine verlassene Forschungsstation mit einem dunklen Geheimnis.
Für die jungen Probanden, welche denken, dass sie zu Forschungszwecken hier sind, beginnt eine grauenhafte Begegnung mit einem Wesen unbekannter Art und Herkunft.
Zunächst ist ein seltsames Loch und ein Gang im Boden der alten Station, eine riesige Blutlache, die die Leute schon an das erste Opfer glauben lassen, welches aber wieder kommt. Eine komische Krankheit, seltsame Geräusche und dann wird einer nach dem anderen von etwas Seltsamen befangen, welches sie in unmögichsten Situation überleben lassen. Jedoch mit einer grausamen Wesensveränderung.
Was als Rettung erscheint, stellt sich als Kontrolltrupp heraus, der nur bisher bekannte Tatsachen bestätigt.

Mein Hörerlebnis:
Die Stimmen haben mich schon wieder jede Menge Gruselspaß hoffen lassen. Gerade die eine Frau kam mir direkt so bekannt vor, aus der Folge, wo junge Leute in einem alten, abgelegenen Haus auf ein mehr als seltsames Wesen treffen und die Sache nicht wirklich überleben. – Die eine weibliche Darstellerin, mit der herrlich sarkastischen Stimme, mischt jedenfalls wieder schön mit. Und das hat mir gefallen.
Von Anfang an ist klar, dass die Leute alle wohl noch relativ jung sind und irgendwo im Nirgendwo etwas erforschen sollen. Dass das alles im ewigen Eis des Südpol spielt, kommt erst etwas später heraus.
Ich konnte gut verfolgen, wie übermütig die Leute an die Sache heranzugehen scheinen. Deswegen ist es fast logisch, dass die erste Katastrophe nicht lang auf sich werten lässt. – Allerdings geht sie glimpflich aus und ich habe den Kern des Problems noch nicht angesprochen gefühlt. – Was für ein Irrtum. Genau mit diesem Vorfall geht das alles los, denn die Leute haben hier etwas aufgeschreckt, was sie besser hätten schlafen lassen sollen.
Die Ereignisse häufen sich. Eine Person wird krank, die nächste wird tot aufgefunden. Das Wesen wird sichtbar und das große Fürchten geht um. – Im Grunde war das nicht wirklich ein Grusel-Schocker, sondern ein schön spladderiges Hörvergnügen. Stellenweise besteht die Handlung nur aus grauenhaftem Gurgeln, verzweifelten und panikartigen Schreien und komischen Geräuschen, die bei mir aber ein wirklich spladderiges Kopfkino erzeugt haben.
Nach und nach verendet eine Person nach der anderen und die Überlebenden Versuchen verzweifelt alle vorhandenen Mittel zu nutzen, um am Leben zu bleiben.
Zum Schluss schlägt die Handlung noch einmal einen richtig bösen Haken. Ich habe wirklich geglaubt, dass hier die Rettung zu nahen scheint. Doch was dann per Funkspruch zu hören ist, hat mir, was die Nebenhandlung anging, die Augen so weit geöffnet, dass es mir wie Schuppen aus den Haaren gefallen ist, was das hier genau gewesen sein soll.

Fazit:
Eine, vom Stil her, angenehme Abwechslung. Ich würde es aber nicht als Grusel-Schocker, sondern eher als Spladder-Schocker begreifen.
Das Coverbild hat wirklich erst nach dem Hören so einen wirklichen Sinn ergeben. Zwar wirklich sehr stilisiert, aber dann doch deutlich sichtbar konnte ich die alte Station erkennen und das Monster mit seinen Tentakeln.
Von der Idee her, fand ichs jetzt schon ein wenig außergewöhnlich. Ein Monster, was schon einmal aus Versehen geweckt wurde wird getestet, ob es noch genau so gefährlich ist, wie seinerzeit. Dazu werden Menschen quasi schamlos ausgenutzt und begeben sich in eine Gefahr, der sie sich aber absolut nicht bewusst sind. – In der Handlung wird wirklich geschickt mit der Hoffnung und den Gedanken der Hörer gespielt. Auch ich bin auf die Finte mit der vermeintlichen Rettung komplett hereingefallen.
Im Prinzip hat diese Folge von den Soundeffekten gelebt. Es brauchte stellenweise überhaupt keine Rede, um sich vorzustellen, was da gerade passiert. – Ich persönlich, hatte auch so schon ein wirklich horrormäßiges Kopfkino. – Und das in der Nachtschicht.
Die Schauspieler haben aber auch eine großartige Arbeit geleistet und ihren Anteil zum Gelingen dieses Hörvergnügens beigetragen.

Ich denke schon, dass es hier ein nicht ganz so zart besaitetes Gemüt haben sollte, will man diese Folge hören. – Unterhaltsam war sie aber in jedem Fall und gehört mit Sicherheit mit in den oberen Bereich der Gelungen-Liste.

[Taschenbuch] Michael Tsokos – „Deutschland misshandelt seine Kinder“

Michael Tsokos
„Deutschland misshandelt seine Kinder“
Verlag: Droemer
ISBN: 9-783-426-30234-7
Länge: 316 Seiten

– gelesen im Dezember 2024 –

Ein viel zu schlichtes Cover für diesen Stoff. Ich habe vieles erwartet. Aber nicht das, was ich dann bekommen habe.

Klappentext: »Die Rechtsmediziner Saskia Guddat und Michael Tsokos haben eine erschütternde Anklageschrift verfasst.« Stern

Das deutsche Kinder- und Jugendschutzsystem versagt mit grausamer Regelmäßigkeit. Die beiden Berliner Rechtsmediziner legen den Finger in eine schmerzende Wunde: Polizei-Statistiken verzeichnen etwa 4000 schwere Kindesmisshandlungen pro Jahr in Deutschland. Die Dunkelziffer ist jedoch enorm. Experten gehen von mehr als 200 000 Fällen aus – mit steigender Tendenz. Jeden Tag werden in Deutschland mehr als 500 Kinder von Erwachsenen durch ihr familiäres Umfeld misshandelt. Fast jeden Tag wird ein Kind durch körperliche Gewalt getötet.

Die renommierten Rechtsmediziner Michael Tsokos und Saskia Guddat von der Berliner Charité über skandalöse Missstände im Kinderschutzsystem

Die Rechtsmediziner Michael Tsokos und Saskia Guddat schildern das schockierende Ausmaß der Gewalt. Und sie decken gravierende Missstände auf: Der Kinder- und Jugendschutz versagt auf ganzer Linie. Sozialarbeiter schreiten oft nicht ein und gefährden das Leben der Kinder. Ärzte deuten aus Unkenntnis Misshandlungsspuren falsch, und Richter sprechen in Zweifelsfällen vorschnell die angeklagten Eltern frei.

Ein aufrüttelndes Buch, das die Missstände im deutschen Kinderschutz schonungslos offenlegt und dringend notwendige Veränderungen anmahnt.

Anhand vieler Beispiele aus der rechtsmedizinischen Praxis zeigen die Autoren, wie wir Gesundheit und Rechte der Kinder auch in Deutschland besser schützen können. Vor allem aber fordern sie ein beherztes Einschreiten gegen Kindesmisshandler – und gegen all jene, die die alltägliche Misshandlung von Kindern durch Wegschauen, Verharmlosen und Tabuisieren begünstigen. (Quelle: Lovleybooks.de)

Inhalt: Kinderschutz ist ein weites Feld, jeder Fall anders gelagert und doch läuft alles darauf hinaus, dass nicht jedes Kind die ihm zustehende gewaltfreie Erziehung bekommt.
In diesem Buch berichtet Dr. Tsokos von erschreckenden Fehlentscheidungen von Gericht und Jugendamt, von bequemen Beamten und überlasteten Familienhelfern. Anhand von ergreifenden Schicksalen sind Gesetzestexte und Urteile anschaulich verdeutlicht und Verbesserungsvorschläge fürs System begründet.
Unsere Kultur des Wegschauens begünstig Kinderleid und schützt Täter. – Allein diese Lektüre kann in Köpfen schon viel bewirken.

Fazit: Das doch eher schlichtere Cover hätte mich wirklich an dem Buch vorbeigehen lassen, wenn ich es im Laden gesehen hätte. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich es wohl nie gelesen hätte, wenn ich mir nicht alle Bücher von Herrn Tsokos vorgenommen hätte. – Zumal das Thema „Kinder“ eben nicht wirklich meins ist. Ich habe keine und sehe mich für den Nachwuchs anderer Leute nicht verantwortlich. – Klingt hart, ist aber so.

Dieses Buch ist in jedem Fall anders gelagert, als die anderen Bücher, in denen Herr Tsokos von seinen Fällen spricht. Hier schlägt er durchaus auch mal einen belehrenden oder dozierenden Ton an. – Wer will es ihm verdenken, wenn man lesen muss, was im Kinderschutz alles falsch läuft und wie handlungsunfähig die Opfer sind.
Nicht nur die Fallbeispiele ziehen hier jeden halbwegs emphatischen Menschen Schuhe und Strümpfe aus. Vielmehr hat mich hier auch verwundert, dass mein allgemeines Misstrauen gegenüber dem Jugendamt in mehr als einem Fall bestätigt wird. – Er spricht das Thema Kindesadoption am Rande an und triggert da genau meine Bedenken, die mich von diesem Schritt abgehalten haben. Ich hätte nie im Leben ein Kind adoptiert bekommen. – Gut, dass ich mir diese Nervenzerreisprobe erspart habe. Ich hätte sie save verloren.
Nachdem ich über den anfänglichen Teil hinaus war, der mich unsäglich wütend gemach hat, wurde s für mich verständlicher. Die Wut klang ab und ich wurde betroffen. – Die Fallbeispiele haben deutlich gemacht, dass am ganzen System Nachbesserungen erforderlich sind.
Es handelt sich hier zweifelsfrei um ein Sachbuch, was nicht nur Kindesmisshandlung aufdeckt und begreifbar macht. Auch Fehler im System werden benannt, die für mich vieles begreifbar machen. – Gerade was meine Gedanken zum Thema Adoption angeht, es war gut, dass ich mich dahingehend nicht erniedrigt habe.

Machen wir uns nichts vor. Das Thema Kinder und ganz besonders der Kinderschutz ist ein brandheißes Thema in diesem Land. Wir schreiben uns auf die Fahnen, wirklich alles für Kinder zu tun, sie zu schützen und zu hegen und zu pflegen und dann wird in einem einzigen Buch aufgezeigt, dass das komplette System marode und überlastet ist und immer mehr menschliches Versagen dazu führt, dass Kinder eben doch leiden müssen. Das Buch soll viele wachgerüttelt haben. Es gab fiese Stimmen gegen den Text und wohl leider nur wenige, die wirklich aufmerksam gelesen haben und jetzt versuchen etwas zu ändern.
Der Anfang war für mich ziemlich zäh. Ich konnte mit den Zahlen und Statistiken wirklich nur wenig anfangen und war kurz davor, alles zu überblättern. Als dann aber die ersten Fallbeispiele erörtert, erklärt und auseinandergenommen wurden, hatte ich ein Kopfkino von den blutigsten Horrorfilmen, die ich je gesehen habe. Ich war stinksauer auf das System und Möchtegerneltern, die ihren Kinder sowas antun.
Zwischendurch hat es immer wieder einen Gesetzestext, den ich dann kaum noch hören konnte. Mir persönlich war dann klar, dass jedes Kind das Recht auf gewaltfreie Erziehung hat. Auf der anderen Seite habe ich dann aber die rotzfrechen Gören in meinem Alltag gesehen, wo ich mir denke, dass da nur noch ne Tracht helfen würde …
Was das System und sein Versagen angeht, hat Herr Tsokos wirklich sehr sinnvolle Lösungsansätze, die wirklich etwas bringen würden, wenn man sie endlich angehen würde. – Da denke ich mir aber wieder, dass dieses System nie im Leben noch geändert wird. Man kann doch von Beamten nicht verlangen, dass sie was ändern.
Trotz allem war das Buch gut lesbar, eingängig, wachrüttelnd und verständlich. – Mich lässt es fast ohnmächtig zurück, das ich weiß, dass ich an dem Ganzen leider nichts ändern kann. Denn, als ich einen Verdacht bei den zuständigen Behörden angezeigt habe, ist da ganz genau nichts passiert. Warum sollte ich mich also noch einmal in die Nesseln setzen.

Bewertung: 5 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Sofern man ein Sachbuch, gerade mit diesem Thema, überhaupt bewerten kann, bekommt das hier die volle Punktzahl. Noch ausführlicher kann man ein Thema wohl kaum beleuchten.

[Hörspiel] Geister-Schocker 49 – „Piratenrache“

Autor: Earl Warren
Verlag: Romantruhe
Produktionsjahr: 2014
Länge: 1 Stunde 8 Minuten

Die Sprecher:
Helgo Liebig
Rüdiger Schulzki
Tanja Dohse
Patrick Bach
Robert Missler
Reent Reins
Timon van Wolff
Hildegard Meier
Werner Wilkening
Sammy Barry
Marc Schülert
Tom Steinbrecher
Dirk Hardegen
Claus Wilke.

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Inhalt:
Nachdem ein altes und berühmt berüchtigtes Piratenschiff gefunden ist und geborgen werden soll, häufen sich die seltsamen Ereignisse. Taucher laufen unter Wasser mit abgerissenen Luftschläuchen auf dem Wrack herum, geisterhafte Erscheinungen treiben ihr Unwesen.
Ein geborgenes Lockbuch des Schiffes erzählt die Geschichte des berühmten schwarzen Ahab und wie er zu diesem Schiff gekommen ist. Der Hörer kann mitverfolgen, wie er sich dem Teufel verschrieb und durch ihn zu diesen heutigen magischen Kräften gekommen ist, mit denen er nun die aktuelle Bevölkerung unter seinen Bann zwingt, um sich eine neue Mannschaft aufzubauen.
Es ist klar, dass man diesen alten Piraten nicht einfach sein Unwesen treiben lassen kann. Und die Crew, welche diesen Spuk geweckt hat, setzt nun alles daran, diesen auch wieder zu beenden.

Mein Hörerlebnis:
Es geht von Anfang an direkt in die Ereignisse rein. Der Hörer merkt schnell, dass er sich auf einem Schiff befindet und eine archäologisch bedeutende Entdeckung gehoben werden soll. – Aber ab einem gewissen Zeitraum wird es dann etwas verwirrend.
Schnell ist klar, dass der eine überlebende Taucher eine sehr seltsame Entdeckung gemacht hat. Und als er berichtet, was er entdeckt hat, wird klar, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. – Ein Buch, welches seltsamerweise trocken, aus der Kajüte des Schiffes gerettet werden konnte, gibt Aufschluss.
Als die Charaktere in dem Buch lesen, ergibt sich eine Geschichte in der Geschichte und ich war eindeutig gefangen. Die Karriere eines düsteren und berüchtigten Piraten erfährt man ja nicht jeden Tag aus erster Hand.
Ich hatte dann immer mal wieder ein paar Verständnisschwierigkeiten, was jetzt aus der Vergangenheit und was aus der Gegenwart stammt. Fakt ist aber, dass die Archäologen hier ein Gespenst geweckt haben, was lieber im Verborgenen geblieben wäre. – Es kommt, wie es kommen muss. Der Fluch des Piraten soll sich erfüllen und die Männer eines Inseldorfes sollen dran glauben und die neue Mannschaft des Schiffes werden.
Die Rettungsaktion beginnt, im wahresten Sinne des Wortes, schon recht schwul. Der Gehilfe des Bürgermeisters ist aber auch affektierter Waschlappen. – Keine Ahnung, ob das vom Autor so gewollt war, aber dieser Typ hat ja mal mehr als deutlich aus den ganzen anderen handelnden Personen herausgestochen. – Der Bürgermeister selber, erschien mir als recht vernünftiger Mann, mit dem man normal reden konnte.
Die Rettungsaktion an sich fand ich dann wieder weniger gut dargestellt. Mir ist klar, dass der Pirat die Tochter des Forschers auf sein Schiff holt. Aber er lässt sie leben und sie kann einiges über die geheimnisvolle Waffe herausfinden, die diese Kreatur endgültig zur Strecke bringen kann. – Was die Träume der jungen Frau dann aber angeht, da bleibt einiges im Dunkeln. Diese Träume besser ausgeschmückt, hätte man sich die wirklich seltsame Kurzgeschichte am Ende sparen können.
In jedem Fall kann der Fall gelöst werden. Nach einigem Durcheinander kann dem Piraten das Handwerk gelegt werden, was diesem natürlich weniger schmeckt.
Am Ende hatte es sogar noch eine kleine Einlage, die mir ein Schmunzeln abgelockt hat.

Fazit:
Eine sehr interessante Story, die ich hier gehört habe. Auch die Verarbeitung war interessant und gut verfolgbar gestaltet und im Grunde war es vom Stil her, direkt mal ein bisschen etwas anderes als der immer wiederkehrende Einheitsbrei.
Die Sprecher haben allesamt einen guten Job gemacht. Besonders hervorgestochen waren hier aber der Bürgermeistergehilfe und die Tochter des Forschers. Diese Frau konnte aber auch einen Zynismus in ihre Stimme legen, dass es förmlich getrieft hat.
Die Story selber ist eine gelungene Aufarbeitung von einer möglichen Legende, von der ich aber nicht weiß, ob es sie wirklich gibt. Aber so als Seemannsgarn existieren sicherlich einige solcher Legenden.

Ein gelungenes Hörspiel, welches mich für eine gute Weile interessant unterhalten hat.
Nur lasst doch die Kurzgeschichten am Ende weg. Die passen thematisch nie zum Hörspiel selber und verwirren mich maximal. Gebt diesen Kurzgeschichten doch eine eigene Reihe ….

[EBook] Clive Cussler – „Meeresdonner“

Clive Cussler
„Meeresdonner“
Reihe: Isaac Bell (8)
Verlag: Blanvalet
ISBN: 9-783-641-13099-2
Länge: 339 Seiten

– gelesen im Dezember 2024 –

Isaac Bell verlässt den Wilden Westen und macht die Welt der Stars und Sternchen unsicher. Oder auch sicherer … man weiß es nicht.

Klappentext: Ihre Erfindung wird die Welt verändern! Und genau deshalb sind die beiden Wissenschaftler an Bord des Ozeandampfers Mauretania mit Kurs auf die Vereinigten Staaten auf die Hilfe von Isaac Bell, dem besten Detektiv der Van-Dorn-Detektei, angewiesen. Auch das deutsche Kaiserreich ist sich der Bedeutung der Erfindung bewusst und hat seinen fähigsten Agenten darauf angesetzt, sie in seine Gewalt zu bringen. Der Mann ist ein Meister der Verkleidung, und nicht einmal Isaac Bell kann einem Gegner entgegentreten, den er nicht kennt. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Isaac und seine Langzeitverlobte geben sich auf einem Schiff endlich das Jawort. Doch wer eine friedliche Hochzeitsfeier erwartet, liegt hier falsch. Statt dessen rutscht Isaac schon am Rande seiner Hochzeit in seinen nächsten Fall, der ihn in die Welt des Films bringt.
Hollywood steckt mit den Stummfilmen noch in den Kinderschuhen, aber man versucht immer wieder und unermüdlich, endlich Ton in den Film zu bringen. Genau das stellt sich aber als nicht so einfach heraus. – Ein Wissenschaftler hat aber genau dieses Rätsel gelöst und wird seit dem verfolgt. Seine Erfindung hat Potential und soll von den falschen Leuten geklaut werden. – Isaac Bell tritt in die Rolle des Beschützers und muss nebenbei das Rätsel lösen, was die Nazis mit genau dieser Erfindung wollen.
Ganz nebenbei lernt er die Welt des Films kennen und seine Frau in ihrer Faszination noch besser verstehen.

Fazit: Der monatliche Clive Cussler stand an. Dieses Mal den achten Band mit Isaac Bell. Dem ermittelnden Überflieger vom Anfang der 19er Jahre.
Das Buch stammt aus dem Jahr 2014 und spielt laut Cover dann wohl auf dem Wasser. Auf dem Cover ist ein Schiff, der Titanic nicht unähnlich, abgebildet, welches sich gerade durch eine raue See zu kämpfen scheint. – Mal sehen, was das wieder werden soll. Ich war sehr gespannt.

Was die Handlung dieser Reihe angeht, hab eich mich irgendwie an den wilden Westen gewöhnt und war hier schon richtiggehend überrascht, als das Thema plötzlich ein ganz anderes wurde. Als ich es bisher so erlebt habe. – Aus dem wilden Westen wurde mal eben der Dschungel des Filmgeschäftes.
Der Protagonist bekommt in jedem Fall endlich die ehelichen Fesslen angelegt und die Hochzeit ist alles andere als konventionell. In jedem Fall war es aber geschickt eingefädelt, die Hochzeit im Prinzip als Aufhänger für den Fall zu benutzen, der schon auf dem Schiff beginnt und dann durch das führt, was mal Hollywood werden soll.
Überrascht hat mich hier die nicht sehr rühmliche Rolle von Edison. Dieser wird in der Handlung fast als Berufsdieb und gewerblicher Verbrecher hingestellt. – Es kann gut sein, dass da ein Kern Wahrheit dran ist. Aber das hießt nicht, dass ich das schön finden muss.
Bis der Verbrecher identifiziert und unschädlich gemacht worden ist, wirkt die Handlung ziemlich gestreckt und mit vielen kleinen Fakten und Storys angereichert. Aber das endgültige Ende fand ich dann doch reichlich unkonventionell mit dem Zeitraffer von mehreren Jahren dazwischen.

Die Handlung wird in stellenweise wirklich ellenlangen Schachtelsätzen erklärt. Das mag für den Autor vielleicht bequem gewesen sein, weil er so viele Informationen in wenig Text packen konnte. Für den Leser, also mich, erforderte das aber in jedem Fall ein sehr aufmerksames Lesen, um nicht die Hälfte zu verpassen.
Das Kernthema war in jedem Fall sehr interessant. Diese aufkommende und sich veränderte Filmbranche war wirklich sehr gut beschrieben und dargestellt. Dazu noch das Schiff, dessen Name ich mit der Titanic in Verbindung gebracht habe. Ein wirklich rundum gelungenes Gesamtpaket, welches mich sehr faszinieren konnte.
Die vielen Namen haben mir am Ende das Lesen wirklich sehr erschwert. Ich komme mit den ganzen Namen einfach nicht klar und wenn sie dann so geballt auf einen einprasseln, dann habe ich mit meiner Namensschwäche einfach nur komplett verloren. – Ich habe trotzdem verstanden, was gerade mit wem passierte und wo und zu wem ich die Szene verorten soll. Das hat dann ganz einfach der Ort der Handlung oder eben das Verhalten der jeweiligen Person ergeben. Ich konnte gut und böse unterscheiden, was in diesem Fall ausgereicht hat.
Kopfkino war vorhanden, wenn auch nur stellenweise. Die Szenen in denen gekämpft wurde, habe ich nicht so deutlich gesehen. Aber wenn es um das Geschehen rund ums Filmgeschäft ging, hatte ich ein wunderbar farbenprächtiges Kopfkino vor meinem geistigen Auge. Allerdings haben da auch die gesellschaftlichen Konventionen und die Leute selber eine große Rolle gespielt und mir schon irgendwie Einblicke in damalige Gepflogenheiten gewährt. Das war sehr interessant.

Bewertung: 5 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Trotzdem das Buch für mich seine Schwachstellen hat, bekommt es die volle Punktzahl. Der Protagonist ist endlich menschlich und macht eben nicht immer alles goldrichtig und das Filmthema mit all seinen Facetten war sehr interessant und glaubhaft aufgearbeitet.