[Hörspiel] Die drei ??? 221 – „Manuskript des Satans“

Autor: André Minninger
Regie: Heikedine Körting
Musik: Andris Zeiberts, Jens-Peter Morgenstern, Betty, George und Jan-Friedrich Conrad
Verlag: EUROPA
Produktionsjahr: 2023
Länge: 1 Stunde 7 Minuten

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – Axel Milberg
Justus Jonas, Erster Detektiv – Oliver Rohrbeck
Peter Shaw, Zweiter Detektiv – Jens Wawrczeck
Bob Andrews, Recherchen und Archiv – Andreas Fröhlich
Tante Mathilda – Karin Lieneweg Professor Douglas Bancroft – Jürgen Thormann
Butler Vernom – Jürgen Holdorf
Miss Mortimer – Heidi Schaffrath
Elwood Shoreland – Martin May
Darian – Marc Zabinski

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Inhalt:
Die drei Detektive erhalten einen Anruf von Professor Bancroft. Dieser versucht gerade, das geheimnisvolle Voinich-Manuskript zu übersetzen, braucht dazu aber unbedingt Ruhe, die ihm aber in seinem Haus fehlt. Immer wieder stört ihn infernalischer Krach in seiner Arbeit, den aber niemand lokalisieren kann.
Die drei Detektive verdächtigen erst einmal die beiden Hausangestellten und lassen sich unter einem Vorwand in der Villa des Professors einquartieren. – Hier werden sie zwar Zeuge des Krachs, können ihn aber auch nicht lokalisieren. Aber sei werden Zeuge davon, wie ein Motorradfahrer eine Bowlingkugel im Garten des Professors hinterlässt, welche mit einer Drohung beschriftet ist. – Genau dieser Motorradfahrer bedroht dann auch Bob auf dem Schrottplatz, als die drei Detektive von Tante Mathilda zur Arbeit gerufen worden sind.
Die Jungs ermitteln zunächst erst einmal in die vollkommen falsche Richtung, als ihnen bei einer erneuten Lärmattacke der Zufall zur Hilfe kommt. – Sie konnten keinen Lautsprecher finden, weil diese so neu, modern und flach sind, dass sie unter der Tapete verschwinden konnten.
Der Urheber des Krachs ist gefunden und dann hilft ihnen ein weiterer Zufall, bei der kompletten Aufklärung. Nicht die Arbeit des Professors ist der Stein des Anstoßes, wie zunächst geglaubt, sondern das fehlende Ohr für die Leute, die er für seine Freunde hält.

Mein Hörerlebnis:
Die Folge beginnt schon hochgradig unangenehm. Der Professor will zwar die Hilfe der Jungen, ranzt und schnauzt sie aber von Anfang an voll, als wären sie bereits seine Angestellten und müssten sich alles gefallen lassen. – Einmal mehr bewundere ich Justus hier für seine Geduld. Ich hätte bei diesem Vogel schon längst aufgelegt und hätte ihn sein Ding machen lassen.
Die Jungs erscheinen dann also in der Villa dieses Professors und haben es mit einem versnobten Butler und einer überfreundlichen Dame in der Funktion von Haushälterin und Sekretärin zu tun. – Diese Frau allerdings, kommt sehr schnell hinter den Trick und durchschaut, dass die Jungen nicht das sind, was sie vorgeben zu sein.
Der Vorfall mit der Bowlingkugel im Garten scheint erst einmal so überhaupt nicht in den Fall hineinzupassen, da sich schnell herausstellt, wer dieser Typ gewesen ist und aus welchem Grund er das getan hat, was er getan hat. Zwar sieht es auch so aus, als wolle er vom Professor Geld, aber warum sollte er ihn dann von der Arbeit abhalten, die ihm das gewünschte Geld einbringen könnte …
Die Haushälterin bzw. Sekretärin durchschaut die Jungs recht schnell und wird dann auch in die Ermittlungen einbezogen. Bereitwillig und ohne mit der Wimper zu zucken, hilft sie den Jungs sogar mit kleinen Tricks und Kniffen. – Allerdings, so stellt sich später heraus, weiß sie, dass die Jungs auf dem Holzweg sind, und hilft ihnen deswegen.
Der Zufall bringt Justus den Geistesblitz und damit des Rätsels Lösung. Er kombiniert, zählt eins und eins zusammen, erfragt noch einmal ein paar Fakten und kann dann schlussfolgern, was passiert ist. – Zwar haben sie auch hier den falschen Täter im Visier, können die Tat aber genau dann beobachten, als sie passiert. Der Lärm, der immer mal wieder in der Villa tobt, hat absolut nichts mit der Arbeit des Professors zu tun, vielmehr soll es die Arbeiten im Keller übertönen, welche nicht von legaler Natur sind.
Der Professor hatte in seinem Weinkeller all die Jahre einen Schatz an der Wand und schien sich dem nicht einmal bewusst zu sein. Auch hier bangt er um seinen Wein, statt um den wirklichen Schatz an seiner Kellerwand.
Das Ende ist hochdramatisch, bringt die Jungs noch einmal in Gefahr und offenbart die wahre Natur der Sekretärin bzw. Haushälterin. Außerdem bekommt der Professor sein Fett weg, was sein Verhalten denen gegenüber angeht, die er für seine Freunde gehalten hat.

Fazit:
Die Folge beginnt mit einem Aufreger und bestätigt am Ende die Natur des Anrufers. Das ganze Hörspiel über frage ich mich, warum seine Angestellten bei ihm bleiben. Der Vogel ist so von sich selber überzeugt, dass er ringsrum, ums ich herum, absolut nichts mitbekommt, die Leute reihenweise vor den Kopf stößt und es nicht einmal merkt. Sogar die Jungs dürfen sich die eine oder andere Packung von ihm abholen, dass ich mich frage, warum sie bei ihm geblieben sind.
Die Schauspieler haben ihre Sache allesamt wirklich gut gemacht. Aber besonders überzeugend fand ich hier definitiv den Professor. So einen falschen Fünfziger muss man erst einmal spielen können.
Die Story selber ist auch glaubwürdig und innovativ. – Da bringt man einfach mal eine neue Form von Lautsprecher ins Spiel und schon bekommt der komplette Fall eine Wendung, mit der ich nie im Leben gerechnet habe. Und dann muss man sich so etwas auch erst einmal einfallen lassen. – Auch so eine Leistung, die sich sehen lassen kann.
Ich war gefesselt, ich konnte allem gut folgen. Ich fand es realistisch und nicht abgehoben oder komplett konstruiert und an den Haaren herbeigezogen. Deswegen ordne ich die Folge im oberen Bereich mit ein. – Man merkt auch an der technischen Entwicklung in der Handlung, dass ich mich langsam aber sicher den aktuellen Folgen nähere und quasi Up to Date bin.

Lesemonat Juni 2025

57/100
Wolfgang Hohlbein – „Dunkle Tage“
(Die Chronik der Unsterblichen 17) – 397 Seiten
Im letzten Band dieser Reihe haben es die beiden Protagonisten noch einmal mit einer wirklich seltsamen Krankheit und ihren Auswirkungen zu tun. Sie arbeiten als Leichensammler, versuchen dabei ein dunkles Geheimnis zu ergründen und bekämpfen am Ende eine Kreatur, die sich aber nicht zu erkennen gibt.
Das Buch hat sich, für einen Hohlbein, recht gut lesen lassen. Aber das Ende hat mich, gerade für einen Reihenabschluss, absolut nicht zufrieden stellen können.

58/100
Clive Cussler – “Unbestechlich”
(Isaac Bell 15) – 366 Seiten
Während der Prohibition versucht Isaac Bell den Brennern und Schmugglern und Punchern das Handwerk zu legen. Dabei wird wieder sämtliche Technik der Zeit aufgefahren, die im Jahre 1921 vorhanden war.
Viele Namen haben mich dazu veranlasst, die Handlung zum größten Teil einfach nur zu überlesen. Ich habe dadurch sicherlich einiges verpasst.

59/100
Michael Tsokos – „Schwimmen Tote immer oben“
– 169 Seiten
30 Irrtümer rund um die Rechtsmedizin und das, was in Krimis als Alltag verkauft wird. Aufgeklärt, richtiggestellt und ohne erhobenen Zeigefinger erklärt.
Kurz und informativ. Sogar ein Sachbuch kann sehr gut unterhalten.

60/100
Cornelia Lotter – „Der Dirnenblock Teil 1+2“
– 8 Stunden 30 Minuten
Das Schicksal der jungen und etwas naiven Colette, welche durch die Umstände in Dinge gerät, die sie in ihrem Ausmaß noch gar nicht überblicken kann. Aber sie behält ihren Kopf oben und kämpft.
Gut geschrieben, flüssig und einfach erzählt und angenehm gelesen. Genau so kann es einem jungen Mädchen seinerzeit ergangen sein.

61/100
Rose Snow – „Band 3 der Gefühle“
(8 Sinne 3) – 224 Seiten
Die beiden Protagonisten kämpfen ihren Kampf weiter, geraten dabei durch die verschiedenen Länder der Gefühle und der Leser bekommt hier die geballte Ladung Fantasie beim Weltenbau um die Ohren gehauen.
Die Handlung scheint beendet, bis sie wieder künstlich verlängert wird. Außerdem taucht jetzt die romantische Komponente auf, was weniger schön ist.

62/100
Wolf Haarlander – „Schmelzpunkt“
– 507 Seiten
Ein packender Umweltthriller, der sich auf die Probleme im ewigen Eis dreht und dabei aber doch erstaunlich nah zu sein scheint. Die Story regt in jedem Fall mal zum Nachdenken an, ob man nicht mal Fehler zugeben sollte und dadurch Umwelt und Anwohner schont.
Ein erlebnisreiches, bildhaftes und sehr emotionales Kopfkino hat sich hier abgespielt und ich habe wirklich stundenlang lesen können.

63/100
Cornelia Lotter – „Gutes Blut“
– 4 Stunden 17 Mintuen
Theresa arbeitet als Sekretärin in einem Lebensborn-Heim und „verliebt“ sich in einen kleinen polnischen Jungen, welcher eingedeutscht werden soll. Um ihn zu retten, hilft sie ihm, zu sprechen und würde ihn zu gern adoptieren. Dazu muss sie aber verheiratet sein.
Ein nicht sehr umfangreiches, aber sehr inhaltsgewaltiges Werk rund um die Geschehnisse im Lebensborn und die Machenschaften mit ausländischen Kindern.

64/100
André Milewski – „Der Choral der Hölle“
(Vulkane 1) – 327 Seiten
Das zugrunde liegende historische Ereignis war nicht auf meinem Schirm, sodass mir im Nachhinein erst bewusst wurde, um was hier eigentlich genau gehen sollte. Dieses Verhältnis von Kolonialisten und Einheimischen in jeder Zeit wird aber gut und glaubhaft dargestellt.
Ich habe es gern gelesen, hatte stellenweise ein gutes und ergreifendes Kopfkino und bin mir sicher, dass ich auch den zweiten Band noch lesen werde.

65/100
Cornelia Lotter – “Der Dirnenblock 3+4”
– 6 Stunden 39 Minuten
Das Schicksal der Winzertochter Colette geht weiter. Gefangen in den Mühlen der SS landet sie zunächst in Ravensbrück und kommt später nach Buchenwald. Zwar kann sie durch ihre Tätigkeit als Dirne hygienisch und ernährungstechnisch einiges gut machen, aber ungefährlich war auch dieses “Arbeitskommando” nicht.
Angenehm gelesen, tiefgängig erklärt und erzählt und eine sehr lohnende Lektüre.

66/100
Julius Bessermann – “Greg und die Traumfänger”
– 623 Seiten
Fantasie bis zum Abwinken, stellenweise ziemlich überdreht, aber auf jeden Fall eine lang anhaltende Lektüre mit interessanten Inhalt, wenn man die Geschehnisse auf das Wesentliche reduziert.
Kann man mal lesen, muss man aber nicht unbedingt.

das macht gesamt:
2.613 gelesene Buchseiten/im Juni- 14.613 Buchseiten/2025
19 Stunden 26 Minuten Hörbuch/Juni – 127 Stunden 20 Mintuen Hörbuch/2025

Bücher auf dem SuB hinzu gekommen:
Kathy Reichs – „Die Sprache der Flammen“ (Tempe Brennan 23)
Niklas Frank – „Der Vater Eine Abrechnung“
Andrè Milewski – „Der Ruhm des Königs“ (Frederick Crichton 2)
Michael Tsokos – „Abgeschlagen“ (Paul Herzfeld 1)

Gelesene Bücher vom SuB:
Wolfgang Hohlbein – “ Dunkle Tage“
Clive Cussler – „Unbestechlich“
Michael Tsokos – „Schwimmen Tote immer oben“
Wolf Harlander – „Schmelzpunkt“
André Milewski – „Der Choral der Hölle“
Julius Bessermann – „Greg und die Traumfänger“

Jetzt habe ich noch 153 Titel auf meinem Stapel ungelesener Bücher! *uff

Um zwei Bücher ist der Stapel reduziert. – Das Eichhörnchen ernährt sich verdammt mühsam, aber es ernährt sich. Das ist doch mal was.

[Hörbuch] Nicole Böhm – „Running Up That Hill“

Nicole Böhm
„Running Up That Hill“
Reihe: L.A. Love (1)
Verlag: Harper Audio
EAN: 9-783-365-00716-7
Länge: 9 Stunden 39 Minuten
Sprecher: Pia-Rhona Saxe, Louis Friedemann Thiele

– gehört im April 2024 –

Eine eigentlich uninteressante Story, welche mit alten und neuen Problemen von Randgruppen gespickt ist. – Eine leichte Lektüre, die mich aber nicht zu einhundert Prozent überzeugen konnte.

Klappentext: Fake ist manchmal echter als echt

Haley Sharp ist als Star einer Kinderserie bekannt geworden. Nun ist sie 25, und obwohl sie wirklich alles tut, um als ernsthafte Schauspielerin wahrgenommen zu werden, schafft sie es nicht, ihr altes Image abzustreifen. Dabei hilft auch ihre aktuelle Serie nicht, die in L.A. gedreht wird und eine treue Fangemeinde hat.

Ihr neuer Serienpartner Wyatt Holt ist noch frisch im Haifischbecken Hollywoods, aber seine lockere Art macht ihn überall beliebt. Als das PR-Team darauf drängt, dass er und Haley sich auch privat als Paar ausgeben sollen, um für Publicity zu sorgen, lassen sich beide darauf ein – doch können die echten Gefühle, die sich zwischen ihnen entwickeln, den Machenschaften der Filmindustrie standhalten? (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Haley Sharp ist 25 Jahre jung und scheinbar schon am Ende ihrer Karriere angekommen, noch bevor diese wirklich begonnen hat. Ihr Image ihrer ersten großen Rolle als Kinder- und Jugenstar hängt ihr an und macht es ihr schwer bis unmöglich, als Schauspielerin ernst genommen zu werden. Um überhaupt etwas Geld zu verdienen, spielt sie eine Hauptrolle in einer zweitklassiken Serie, die ihre Karriere jedoch auch nicht wirklich voran bringt. Nebenher versucht sie, mit ihrer Managerin, bei den großen Produktionen unter zu kommen.
Wyatt Holt ist ihr neuer Serienpartner und neu in Hollywood. Er kommt aus New York, wo er bisher nur an Theaterproduktionen mitgewirkt hat. Er hat jedoch eine Art an sich, die es ihm sehr leicht macht, andere Leute von sich zu überzeugen und in der Gesellschaft Fuß zu fassen.
Als das neue Traumpaar gehen die beiden viral, was es ihnen ermöglicht, als Paar Werbung für die Serie zu machen. Aber es scheint für beide nicht nur Schauspiel zu sein. Es entfalten sich zarte Gefühle, die Wyatt nur zu gern ausleben würde, die Haley aber nicht zulassen will.

Fazit: Dieses Buch wurde mir vorgeschlagen, weil ich eine andere Serie von Nicole Böhm gerade durchhöre. Wobei ich aber sagen muss, dass mir der Titel und das Cover erst einmal nichts gesagt haben. Ich habe also nach dem Buchtitel erst einmal gegoogelt und musste herausfinden, dass der Buchtitel genau so auch der Titel eines Songs von Kate Bush ist. Ich war neugierig, ob beides irgendwie miteinander zu tun haben sollte und dachte mir, dass ich ja nichts weiter zu verlieren hätte.

Ohne große Erklärung geht es direkt in das Buch hinein. Man lernt Wyatt kennen, der gerade mit einer Zoe nach Hollywood kommt und dort sein Apartment bezieht. – Gleich da wird so nach und nach erklärt, dass Zoe eigentlich als Junge geboren worden ist, eine Geschlechtsangleichung durchgemacht hat und es jetzt nicht so einfach hat, einen Partner zu finden. Vorurteile und abfällige Bemerkungen scheinen sie zu begleiten, sobald sie mit ihrem Geheimnis herausrückt. – Diese kleine Randstory fand ich, am Ende, noch interessanter, als das, was eigentlich die Kernstory darstellen sollte.
Wyatt scheint ja jedenfalls ein kleiner Sonnenschein zu sein und wirklich jeden Menschen für sich zu vereinnahmen.
Während Wyatt so nach und nach im Team und in der Produktion ankommt, lernt man als Hörer dann auch Haley kennen. Es wird klar, dass sie ein Kinderstar ist. Es wird klar, dass ihre Kindheit damit nicht gerade leicht, bis nicht vorhanden war. Sie schein in die Rolle der Schauspielerin förmlich hineingedrängt worden zu sein und steht jetzt unter Zugzwang, da sie unter einem mächtigen Erfolgsdruck steht. Die Handlung begleitet Haley jedenfalls in all ihren Erlebnissen, Gedanken und Begegnungen, während sie auf der Suche nach ihrer Chance ist.
In jedem Fall ist das Showbiz, und dieses ganze oberflächliche Leben in Hollywood wirklich sehr gut dargestellt. Es wird sehr deutlich aufgezeigt, wie man als Frau an die wirklich guten Rollen herankommt und wie man abgesägt wird, wenn man eben nicht nach der Pfeife der hohen Herrschaften tanzt.
Die Handlung an sich ist eigentlich komplett langweilig, aber irgendwas hat mich dann doch fesseln können. Ich kann nicht einmal sagen, was es genau war, aber ich denke mal, dass es dann am Ende doch die Andersartigkeit dieser Glamourwelt war. Alles ist mehr Schein als Sein und ehrlich darfst du es schon gleich zweimal nicht irgendwie meinen.

Das Hörbuch ist von zwei Sprechern eingesprochen, was es sehr gut hörbar macht, ob jetzt aus der Sicht von Wyatt oder Haley gelesen wird. – Die beiden Sprecher machen ihren Job wirklich sehr gut, nur fand ich es wirklich sehr übertrieben, als Louis die Stimme einer Frau deutlich machen wollte. Das klang wirklich albern. Pia hingegen bringt ihre gewohnt gute Leistung. Die Frau hat sich zu einer Sprecherin entwickelt, der ich wirklich sehr gern zuhöre. – Dass sie einen Charakter liest, der vielleicht besser mal der Wahrheit ins Auge sehen sollte, liegt ja nicht an ihr. Auch sie liest nur das, was die Autorin einmal geschrieben hat.
Was genau die Story jetzt erzählen will, ist mir schleierhaft. Da findet eine Handlung statt, die starr und ohne jede Nebenhandlung, erzählt wird und nicht mal wirklich zu einem Ende führt. – Das Ende ist einfach nur offen und hat mir absolut nichts gegeben. – Ich habe herausfinden können, dass es sich hier um eine Serie handelt, aber ich werde den zweiten Teil wirklich erst dann hören, wenn er auf Spotify zu haben ist. Geld möchte ich dafür nicht ausgeben.
Die Handlung ist aufgelockert, indem Chatverläufe wortgenau wiedergegeben sind, was sich beim Hörbuch etwas schlecht macht. Ich kann mir vorstellen, dass die volle Wirkung erst beim gedruckten Wort sichtbar wird.
Der Erzählstil im ganzen Buch ist eigentlich locker und gut verständlich. Die Fachbegriffe aus dem Filmgenre sind sehr gut recherchiert, machen alles glaubwürdiger aber haben mir auch die Affigkeit in der Filmszene deutlich gemacht.

Bewertung: 3 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 3 von 5 möglichen Sternen.
Es handelt sich hier um eine kleine Lektüre für zwischendurch, aber jetzt nichts, was man unbedingt gelesen haben muss. Es kann als eine Art Lückenfüller herhalten, wenn man mal nichts Besseres zu tun hat.

Meine Woche 26. Kalenderwoche 2025

Geärgert:
Über die üble Nachrede auf Arbeit. – Mal ehrlich, müssen sich die Schichten untereinander das Leben so schwer machen ?

Gefreut:
Oh je… Nicht wirklich. Das war ne harte Woche.

Gedacht:
Hoffentlich geht das gut.

Gefragt:
Und jetzt? Alles auf Anfang?

Genervt:
Über die Unfreundlichkeit der Tierarzthelferin. (blöde Kuh)

Gefühlt:
Ausgelaugt aber aufgewühlt. Ängstlich, ratlos … ach alles Mist

positiv:
Zumindest die Zähne von Fussel sind wieder sauber. Zumindest die, die er noch hat.

Gelitten:
Ich hatte Angst um Fussel. Und das fast permanent.

Genossen:
Was will man denn genießen, wenn wirklich wieder komplett alles offen ist.

Gewesen:
auf Arbeit

Getroffen:
nur Kollegen

Gesucht:
eine Lösung

Gefunden:
Nur neue Fragen und Baustellen

Gelacht:
Über ein Kopfkino (Zahnloser Fussel, der sein Mampf jetzt püriert bekommen muss)

Geweint/Getrauert:
So schlimm war es nicht. Aber ich zweifle schon gerade komplett an allem.

Gewundert:
So nah liegen Hoffnung und Fall beisammen.

Gegessen:
Salat, Brot, Wurst und Käse. Sowas halt.

Genascht:
Geleeananas direkt aus dem Kühlschrank

Getrunken:
Aromatique, Bier, Kaffee, Wasser

Gehört:
Das Hörbuch „Der Dirnenblock 3+4“ von Cornelia Lotter und ein paar Hörspiele

Gegoogelt:
Nach Kürzeln auf einem Blutbild von Fussel. Aber schlauer bin ich deswegen auch nicht.

Gelesen:
„Greg und die Traumfänger“ und „Der Fluch“ angefangen.

Gesehen:
Nur ein paar Shorts. – Ich konnte mich die Woche nicht wirklich konzentrieren.

Gebastel/Gespielt/Gehandwerkt/Geschrieben:
Rezis

Getan:
Gezittert, nachgedacht, gehofft, gebangt und dann versucht mit den Tatsachen klarzukommen.

Gekauft:
Lebensmittel und Hundefutter

Gelernt:
Hör auf zu hoffen, dass es besser werden kann. Das wird es bei mir nicht.

Geschenkt (bekommen):

Geschlafen:
Mehr schlecht als recht.

Geträumt:
Wieder blutige und krausame Hundeträume.

Geplant:
Die Blutwerte von Fussel und die Ursache abklären und dann eine Entscheidung treffen.

Fazit

Ziemlich düstere Woche, diese Woche, obwohl es eigentlich ziemlich zuversichtlich angefangen hat. Aber dann kam das bittere Ende.
Der Mann hat den Urlaub bekommen und konnte somit den Fussel zum Tierarzt und seiner Zahn-OP schaffen. Die OP selber verlief wohl ihne Komplikationen und der kleine Scherzkeks hat 3 Zähne eingebüßt.
Mein Fehler war nur, dass ich eben gesagt habe, dass wir dann jetzt doch mal ein Blutbild machen lassen. Fussel hat ganz schön an Gewicht abgebaut und hatte am OP-Tag nur noch 3,7 Kilogramm, was für einen Bolonga schon mal schön im Untergewicht rangiert. Bis dahin habe ich immer gesagt, der frisst so schlecht, weil er Zahnschmerzen hat. – Das Blutbild hat dann aber erst einmal eine ganz andere Sprache gesprochen. Auf der Liste waren mehr Werte rot, als schwarz. Was das aber jetzt genau bedeutet, konnte ich aus dem Fachchinesisch da drunter nicht wirklich ableiten. Ein versuchter Anruf beim Doc hat mich beim Wachhund am Tresen enden lassen, die mich ziemlich dämlich angelassen hat, wie sie das denn mitten während der Sprechstunde machen sollten. (Nun ja, mich einfach zwischen zwei Patienten durchstellen … wäre doch ne Lösung gewesen)
Wir hängen jetzt also in der Luft, wissen nicht wirklich was los ist und wundern uns, dass es dem Hund am Ende doch so gut geht. Nach den Werten müsste er sterbend vor sich hin siechen. – Ich habe keinen Bock auf nichts. Ich möchte eine Lösung für Fussel. Und wenn es das erlösen ist, dann ist es eben das Erlösen. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Saturday Sentence – „Der Fluch“

1. Nimm deine aktuelle Lektüre

Bachmann ist King – Stephen King ist Bachmann Seit in den USA bekannt wurde, dass hinter dem Pseudonym Richard Bachmann der Meister des Horror-Thrillers Stephen Kind steckt, stehen auch die Bachmann-Romane an der Spitze der Bestseller-Liste! Billy Halleck aus Connecticut hat nur ein einziges Problem: er wiegt 50 Pfund zu viel. Als er einer alten Zigeunerin begegnet, nimmt sein bisher so angenehmes Leben eine verhängnisvolle Wendung. Billy verliert plötzlich an Gewicht. Zuerst ist er erfreut darüber, dann beunruhigt, schließlich zu Tode erschrocken … (Quelle: Lovelybooks.de)

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein „Saturday Sentence“ lautet. (Bei Ebooks Position 158)

„Ah, ja, ich verstehe. …

Richard Bachmann – „Der Fluch“; ISBN: 3-453-02195-9

3. Und wie ist es bisher?
Ein seichter Horror, mehr so auf der gedanklichen Ebenen. Nur leider durch viele unnötige Diskussionen irgendwie zerschrieben.
Im Grunde geht es um einen Rechtsverdreher, der bei einem Unfall eine alte Frau überfahren hat. Durch seine Stellung und Beziehungen hatte das Ganze für ihn keine Konsequenzen und ihm ist nichts passiert. Nur, dass er jetzt plötzlich abnimmt, ohne dass er Diät hält oder ähnliche Geschichten. Er glaubt, dass der Ehemann der Frau, die er überfahren hat, ihn verflucht hat und somit zum langsamen Sterben verurteilt hat. – Es folgen Ehestreitigkeiten, die ich nich nachvollziehen kann und Zerwürfnisse mit dem Hausarzt und ähnlichen Menschen, die ihm nur helfen wollen.

Eine interessante Schreibweise, aber kein überragendes Buch, was man jetzt unbedingt weiterempfehlen sollte. Ok, ist aus dem Jahr 1984. Scheinbar war die Bücherwelt seinerzeit auch eine andere.

Mein Exemplar stammt aus einem Bücherschrank. Es ist alt und abgegriffen und das Papier stinkt erbärmlich, was mir Übelkeit beim Lesen bereitet. Ins Bett nehme ich dieses „Dreckbuch“ bestimmt nicht. Wer weiß, wo das schon überall gewesen ist.

[Hörspiel] Die drei ??? 220 – „Der Wald der Gefahren“

Autor: André Minninger
Regie: Heikedine Körting
Musik: Jan-Friedrich Conrad, Jens-Peter Morgenstern
Verlag: EUROPA
Produktionsjahr: 2023
Länge: 1 Stunde 16 Minuten

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – Axel Milberg
Justus Jonas, Erster Detektiv – Oliver Rohrbeck
Peter Shaw, Zweiter Detektiv – Jens Wawrczeck
Bob Andrews, Recherchen und Archiv – Andreas Fröhlich
Bill Greyfield – Gordon Piedesack
Karen Greyfield – Beate Rysopp
Ralph Sanders – Jens Böttcher
Dylan Reid – Matthias Keller
Zoe – Marion Martienzen
Simon Cobby – Pat Murphy Angela van Limbeek – Malin Steffen
John Addington – Andreas Birnbaum
Doktor Williams – Holger Wemhoff

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Inhalt:
Justus, Peter und Bob wollen eine geführte Wanderung machen und treffen schon im Green House auf wirklich sehr komische Umstände. Dieser eine Wandervogel, der einen Aufstand probt, so kryptische Andeutungen über einen goldenen Kolibri und einer halben Million Euro und dann der Sabotageakt in der Nacht, der den Wanderführer selber zurücklässt, weil er sich verletzt hat.
Im Wald hören die seltsamen Begebenheiten nicht auf. Peter verdirbt sich mit dem Essen scheinbar den Magen und verschwindet im Wald. Ein Bär taucht im Camp auf und lässt die Gruppe auseinanderreißen, da eine Frau panisch davonrennt.
Und dann ist da noch dieser kranke Mann im Wald, dem geholfen werden muss. Auch der seltsame Wandervogel rückt endlich mit der Sprache raus und der Fall kann geklärt werden.

Mein Hörerlebnis:
Die Jungs befinden sich schon auf dem Weg, als diese Folge beginnt. Im Auto ist scheinbar alles in bester Ordnung, da Justus schläft, Bob ein Tagebuch ins Handy spricht und Peter fährt. – Doch schon ein riskantes Überholmanöver bringt ein wenig Schwung in die zunächst träge Handlung.
Im Ort angekommen, wo die Jungs hin wollen, verfahren sie sich und sprechen einen wirklich sehr seltsamen Mann an, um ihn nach dem Weg zu fragen. – Ich würde diesen Typen als Wutbürger bezeichnen. Ihm passt etwas nicht, also waren es eben die mal eben vorbeikommenden Leute.
Dann lernt sich die Wandergruppe kennen und es scheinen wirklich ein paar sehr interessante Charaktere dabei zu sein. Bis zu dem Zeitpunkt, als der Nachzügler auftaucht und gleich erst einmal Bambule macht. Ich dachte mir noch, dass man nicht so verpeilt sein kann, dass man nicht checkt, dass man eine Gruppenwanderung gebucht hat und nicht eine Einzelwanderung. – egal, es ist klar, dass Justus direkt mal eine Sache wittert, der er nachgehen muss, was er dann auch umgehend tut.
Gerade, als alles in bester und sortierter Ordnung scheint, passiert in der Nacht dann der Unfall. Eine Alarmanlage von einem Auto geht los, was den Wanderführer bestürzt losstürmen lässt und er direkt mal über den Teppich stolpert, vor dem er selber am Vorabend noch gewarnt hat.
Die Wanderung findet statt, und zunächst sieht auch alles danach aus, als könnten das sehr vergnügliche Tage werden. – Allerdings sind die drei Detektive mit im Spiel. Bei den Jungs scheint es keine unbeschwerten Tage zu geben. Und dass etwas, innerhalb der Wandergruppe, nicht in Ordnung ist, habe ich spätestens ab dem Zeitpunkt gemerkt, an dem Peter sich noch weit vor den anderen zum Schlafen hingelegt hat. Dann wacht er auf, übergibt sich und halluziniert sich durch den Wald, wo er dann auch verschwindet. – Dass dann auch noch ein Bär im Camp auftaucht, bringt das Fass zu Überlaufen. Aus der Wandertour wird ein heilloses Durcheinander. Jeder will überleben, Peter und eine Frau verschwinden, müssen wieder aufgesammelt werden. Doch dazu kommt es nicht wirklich. Stattdessen kann Justus das Geheimnis dieses seltsamen Wandervogels lüften und ihm sogar helfen, sein Anliegen voranzubringen. Und ganz nebenbei finden sie auch noch einen der flüchtigen Überfalltäter, welcher aber dringend Hilfe braucht.
Nach einer spannenden Jagd, quer durch den amerikanischen Wald, kommen dann doch alle wieder im Lager zusammen und Justus hat für sich und seinen Klienten den Fall geklärt und kann auch weitere Übeltäter entlarven. Es sind nicht alle so harmlos, wie sie auf den ersten Blick erschienen sind, aber die Rechnung haben sie ohne Justus gemacht.

Fazit:
Das Titelbild, mit der zerbrochenen Brille, ist zwar passend, da diese Stelle auch irgendwie vorkommt, aber ich persönlich hätte das Cover dieser Fogle anders gestaltet. Ein verwüstetes Zelt oder die seltsame Holzhütte zwischen den Bäumen in einem diffusen Licht hätte ich persönlich besser gefunden. – Aber egal, es ist nur das Cover. Und ich glaub auch, dass die sich mit den Coverbildern nicht so wirklich Mühe geben müssen, da die Serie inzwischen so etwas wie ein Selbstläufer ist.
Die Handlung selber hat mich von Anfang an fasziniert. Aus Bildern ist mir die amerikanische Wildnis wirklich bekannt und ich hätte sehr große Lust, zwischen diesen riesigen Bäumen selber mal Wandern zu gehen. – Allerdings darf die Begegnung mit einem Kriminellen und einem Bären da sehr gern wegbleiben. – Jedenfalls habe ich den Wald und seine Gefahren ganz deutlich vor meinem geistigen Auge gesehen und konnte alles wirklich sehr gut nachvollziehen.
Die Schauspieler haben eine gute Leistung vollbracht, wobei sich hier keiner durch irgendwas in den Vordergrund gespielt hat. Das war alles stimmig und hat ein realistisches Bild des Geschehens abgegeben. Einzig das Delirium von Peter war für mich etwas verwirrend. Peter und Drogen konnte ich mir so gar nicht vorstellen. Aber es ist dann auch zu mir durchgesickert, wo die Ursache liegt. – Erst ab dem Zeitpunkt war mir klar, dass hier wirklich dringend etwas zu klären ist.
Besonders interessant war hier die Wandlung vom Tatverdächtigen zum Opfer. Das haben die Macher wirklich sehr gut hinbekommen, dass auch ich erst einmal voller Vorurteile war und geglaubt habe, dass eben das eigentliche Opfer derjenige mit dem Dreck am Stecken ist.

Alles in allem ordne ich die Folge im oberen Bereich mit ein. Hier ist den Machern mal wieder eine großartige Szenerie geglückt, die glaubwürdig und nicht zu übertrieben war. – Es hat einen riesigen Spaß gemacht, das anzuhören und zu genießen.

[EBook] Wolfgang Hohlbein – „Der Untergang“

Wolfgang Hohlbein
„Der Untergang“
Reihe: Die Chronik der Unsterblichen (4)
Verlag: Bastei Lübbe (beBeyond)
Länge: 431 Seiten

– gelesen im Mai 2024 –

Klappentext: Der Schwertmeister Andrej und sein Gefährte Abu Dun sind auf der Suche nach der Zigeunerin Puuri Dan, um von ihr mehr über die Herkunft der Unsterblichen zu erfahren. An einem Fluss werden sie von vier Kindern angegriffen, die sie mit ihren erstaunlichen Kampfkünsten überwältigen …Vierter Band der limitierten Aktionsausgabe in gehobener Ausstattung. Eine Vampirchronik ganz eigener Art … spannend bis zum letzten Buchstaben! (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Andrej und Abu Dun werden im Wald von wirklich sehr seltsamen Kinder angegriffen und schwer verletzt. Andrej ist gleich der Meinung, dass mit diesen Kindern irgendetwas nicht stimmt. Sie sind nicht wie er, aber weisen gewisse Ähnlichkeiten auf.
Abu Dun hat schwere Verletzungen davongetragen und braucht, als Mensch, ein wenig länger, um sich davon zu erholen. Die beiden bekommen in einem Zigeunerlager Hilfe und Zuflucht, wo sich aber auch die Person befindet, nach der sie schon so lang gesucht haben. – Die Antworten, die sich Andrej erhofft hat, bekommt er allerdings auch nicht. Stattdessen soll er im Lager helfen, um seinen Aufenthalt zu bezahlen. Auch da merkt er, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht.
Die Freundschaft der beiden Männer wird auf eine harte Probe gestellt so lang sie mit den Zigeunern Umgang haben. Ständig geraten sie aneinander. Immer wieder ist Abu Dun schwer verletzt und erholt sich am Ende in Rekordzeit von seinen Verletzungen, was bei Andrej Zweifel hervorruft.
Kurz bevor auch Andrej dem Scharm der vermeindlich jungen Zigeunerin erliegt, kommt er hinter das makabere Geheimnis der ganzen Familie und kann sich und auch die Leute im Dorf retten vor dem, was die Zigeuner vorhaben.
Jetzt hat er allerdings eine neue Aufgabe. Abu Dun muss lernen, mit seinem neuen Wesen klarzukommen. Allzulang hat er sich gewünscht, so zu sein. Doch nun, wo er so ist, kommt er schwer bis gar nicht mit seinem Verlangen klar.

Fazit: Band 4 erzählt die Story von Abu Dun und Andrej weiter, jedoch ohne direkt an die vorangegangenen Bände anzuknüpfen. Vom Zeitraum her ist wieder eine ganze Weile vergangen, bis dieser Band ansetzt und die Story weiter erzählt. – Trotzdem hat man es als Leser, der die Story der chronologischen Reihenfolge nach verfolgt, ein wenig leichter, sich in die Welt und in das Tun und Handeln von Andrej hineinzufinden. – Ich war gespannt, was es mit diesen Kindern auf sich haben sollte, die einfach mal so erfahrene Kämpfer aufs Kreuz legen und dabei nicht einmal mit der Wimper zucken.

Inzwischen bin ich so weit, dass ich es faszinierend finde, wie es Wolfgang Hohlbein immer wieder vermeidet, seine Protagonisten mal in einen so richtig harten Winter geraten zu lassen. Immer spielt die Handlung in Jahreszeiten, wo sie ohne Gefahr im Freien schlafen können und mit ihren unzureichenden Klamotten in keine Probleme geraten. Sie haben immer irgendwie ausreichend Geld auf der Tasche oder bekommen Hilfe von arglosen Leuten.
In diesem Fall sind die helfenden Menschen aber nicht so arglos. – Das kristallisiert sich allerdings erst so nach und nach heraus und ich ich war am Anfang von dieser Hilfe sehr erfreut. Das schienen normale, Zigeuner zu sein, die eben mit den Vorurteilen zu kämpfen hatten, mit denen mal als Zigeuner so kämpft. Dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugehen kann, habe ich spätestens dann gemerkt, wo durch die Handlung klar wurde, dass diese Elena die Händler irgendwie dazu bringt, Geschäfte zu machen, bei denen sie Verluste eingehen. – Andrej versucht das Ganze dann irgendwie auszubaden, hat aber nicht so recht den Erfolg damit.
Weiterhin wird es im Lager der Zigeuner von Tag zu Tag düsterer. Die Frau, mit der Andrej reden will, verhält sich seltsam, die Zigeuner tun auf der einen Seite so hilfsbereit, fordern dann aber doch immer wieder Gegenleistungen ein und immer wieder wird Abu Dun verletzt.
Die Freundschaft der beiden Männer wird auf eine harte Probe gestellt. Sie geraten immer öfter aneinander. Sie sind sich uneinig und eine gewisse Feindschaft scheint sich zwischen den beiden breit zu machen, die ich aber nicht so recht definieren kann. Irgendwie finden die beiden so überhaupt nicht mehr zusammen. – Das hat mich hier schon ein wenig genervt. Ich denke mal, dass Andrej nicht so weit gegangen wäre, wie er gegangen ist, wenn er jemanden zum Reden gehabt hätte. Aber die beiden sind dann wohl jeweils auf ihrer eigenen Wolke geflogen.
Die Geheimnisse um die Kinder und die Zigeunerfamilie lichten sich so nach und nach. Dabei stellt sich heraus, dass es ähnliche Kreaturen sind wie Andrej und doch kommen sie mit ihren Geheimnissen und ihrem Wissen nicht rüber. Auch dieser Kräfteverlust von Andrej wird nicht wirklich aufgeklärt. Diese Elena hat etwas mit ihm gemacht, aber was genau, ist nicht so wirklich zur Sprache gekommen.

Dieses Buch hat mich nicht so fesseln können, wie die vorangegangenen Bände und ich habe etwas lang an den paar Seiten gehangen. Ich fand es nicht schön, dass diese einzigartige Freundschaft enden sollte, als sie sich am Ende dann auch noch getrennt haben. – Sollte das wirklich die Frau gewesen sein, die einen Keil in die Freundschaft getrieben hat? – Nein, es ist erst der vierte Band der Reihe, aber das hier war bisher der wirklich schlechteste.
Es geht mir weiterhin auf die Nerven, dass irgendwie immer mehr Geheimnisse aufgemacht werden, statt mal eines aufzuklären. Wir hatten jetzt hier schon so viele Fabelwesen dabei, aber keines wurde in seiner Existenz mal irgendwie erklärt oder so. – Liest sich ein wenig wie die ganzen unfertig gedachten Gedanken eines Autors. Fast so, als würde er in seiner eigenen Fantasywelt nicht mehr wirklich klarkommen.
Die Story schien sich zum Ende hin in eine ziemliche Sackgasse zu manövrieren, aber das das definitive Ende dieses Bandes hat dann alles raus gerissen und noch einmal vollkommen neue Möglichkeiten aufgezeigt. Ich bin gespannt, was da in den nächsten Bänden noch kommen mag.

Bewertung: 4 von 5.

Ich bewerte dieses Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Dieser Band konnte mich nicht so fesseln wie die anderen Bände und ich musste mich stellenweise zum Weiterlesen richtig zwingen. Dementsprechend lang habe ich für das Buch gebraucht, um dann direkt in eine Leseflaute zu fallen.

[Hörspiel] Die drei ??? 219 – „und die Teufelsklippe“

Autor: André Minninger
Regie: Heikedine Körting
Musik: Constantin Stahlberg, Jens-Peter Morgenstern, Jan-Friedrich Conrad, Betty George
Verlag: EUROPA
Produktionsjahr: 2022
Länge: 1 Stunde 11 Minuten

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – Axel Milberg
Justus Jonas, Erster Detektiv – Oliver Rohrbeck
Peter Shaw, Zweiter Detektiv – Jens Wawrczeck
Bob Andrews, Recherchen und Archiv – Andreas Fröhlich
Detective Ella – Neda Rahmanian
Officer James – Sascha Gutzeit
Mr. Shaw – Michael Grimm
Paul Forsters – Achim Buch
Esprit – Matthias Keller
Anthony Spring – Douglas Welbat
Butch – Tom Pidde
Inspektor Cotta – Holger Mahlich
Blacky – Heikedine Körting
Godween – André Minninger
Polizist – Frank Meyer-Brockmann

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Inhalt:
Der Hörer erlebt mit, wie Peter bei einem Mann klingelt und dann Zeuge wird, wie dieser von einem Skywalk ins Meer stürzt. Die Teufelsklippe bietet bei einem Absturz keinerlei Übebenschance, wenn man so runter gestürzt ist, wie es der Mann getan hat.
Peter landet zur Abwechslung mal als Tatverdächtiger bei der Polizei und wird wirklich knallhart verhört. Einzig seine Freunde glauben ihm, dass er definitiv kein Mörder ist und wollen den Fall selber aufklären.
Bei Untersuchungen im Unglückshaus und der Befragung der Nachbarn des Opfers kommt heraus, dass dieser unter Verfolgungswahn gelitten haben soll und sonst ist auch einiges nicht ganz koscher bei diesem Typen.
Erst, als es fast schon zu spät ist, ist Peter diesmal derjenige, der eins und eins zusammenzählt und somit den Fall und das Mysterium um den Verbleib der Leiche des Mannes durch eine geschickte Kombinationsgabe auflösen kann.

Mein Hörerlebnis:
Am Anfang hört man, was genau passiert. – Das ist neu, bei den drei Detektiven. Ich wüsste nicht, dass der Hörer bisher beim Fall selber mal dabei gewesen wäre. Aber in jedem Fall hat das mal eine nette Abwechslung geboten. War schon irgendwie erfrischend, wenn man mal aus erster Hand mitbekommt, was genau passiert.
In der nächsten Einstellung befindet man sich dann mit Peter auf dem Polizeirevier, wo er wirklich knallhart in die Mangel genommen wird. Es war für mich ein wenig verstörend, das so zu hören. Ich meine, ich wusste ja, dass Peter diesen Mann definitiv nicht gestoßen hat und dann glauben die beiden Polizisten so überhaupt nicht. Mit Tricks und Kniffen wollen sie ihm mit aller Gewalt ein Geständnis entlocken. Aber warum sollte er denn etwas gestehen, was er gar nicht getan hat.
Dass seine Freunde glauben Peter und lassen sich den genauen Hergang des Geschehens noch einmal genau erklären. Justus zieht in dem Zusammenhang schon seine ersten Schlüsse und stellt unumwunden klar, dass die drei Detektive diesmal einen Fall in eigener Sache haben.
Die Untersuchungen im Haus lassen sich gut hören. Ich habe verfolgen können, nach was die Jungs suchen, was sie finden, aber konnte keinen Zusammenhang finden, wie das mit dem Geschehen zusammenhängen soll. – In jedem Fall kommen aber weitere Männer ins Spiel, die sich im Haus bewegen, als wären sie zu Hause. – Wir treffen diese Männer noch einmal wieder, aber das wissen wir zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht.
In jedem Fall können die Jungs jemanden finden, der ihnen sagen kann, dass er an der ganzen Situation mitgewirkt hat und wie er es gemacht hat. – Ab diesem Zeitpunkt war für mich eigentlich schon klar, dass hier irgendjemand betrogen werden sollte.
Dass die Jungs den Fall aufklären, war irgendwie klar. Es handelt sich hier schließlich um die drei Detektive. Aber irgendwie hat alles in allem, so als Gesamtpaket, nicht so wirklich einen Eindruck auf mich gemacht.

Fazit:
Das Titelbild zeigt einen Mann, der ins Wasser stürzt. Das Bild macht von vornherein klar, dass es sich hier um einen tödlichen Sturz handeln muss, was die Handlung dann auch erst einmal bestätigt.
Die Handlung selber ist zwar interessant, zeigt wieder das Leid eines zu Unrecht zu Wohlstand gekommenen Menschen, der jetzt mit den Geistern seiner Vergangenheit kämpft. Aber so wirklich packen konnte mich das alles nicht so wirklich. Schon allein die Grundlage, die im Laufe der Handlung aufgedeckt wird, wie dieser Mann zu Geld gekommen ist, ist so unglaublich megamäßig an den Haaren herbeigezogen, dass ich das einfach nicht glauben wollte.
Die Schauspieler haben einen wirklich guten Job gemacht, wobei sich Detective Ella hier meine ganz persönliche Abneigung erspielt hat. Himmel, dieser Charakter ist aber auch komplett unausstehlich. – Zumindest in meinen Augen.

Ich ordne diese Folge im unteren Segment ein. – Einmal gehört und gut. Mehr braucht es zu dieser Folge nicht zu sagen. Es gibt durchaus bessere, als diese.

[Buch] Bernd Stelter – „Mode, Mord und Meeresrauschen“

Bernd Stelter
„Mode, Mord und Meeresrauschen“
Reihe: Camper-Krimi (4)
Verlag: Lübbe
ISBN: 23-783-785-72857-4
Länge: 333 Seiten

– gelesen im Mai 2024 –

Klappentext: Tod auf dem Laufsteg: Marc van de Velde, berühmtester Modemacher der Niederlande, bricht bei der Modenschau in Middelburg tot zusammen; sein roter Samtsmoking ist blutdurchtränkt. Das Publikum ist entsetzt, denn allen ist klar: Es war Mord! –
Piet van Houvenkamp, Inspecteur der Polizei von Middelburg und alles andere als modeaffin, durchfährt gerade den Tunnel unter der Westerschelde und plant ein ganz besonderes Wochenende, als ihm der Anruf seiner Assistentin einen Strich durch die Rechnung macht: Er muss ermitteln!

Schlimm genug – und dann kommen auch noch die deutschen Camper vom Camping de Grevelinge dazu, auf deren Unterstützung van Houvenkamp wie immer lieber verzichten würde.. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Anne und Jutta sind auf einer Modenschau. Marc van de Velde, berühmt, beliebt, begabt. Und dann hat Jutta die Karten gewonnen und nicht kaufen müssen. Das wird ein toller Abend.
Doch erstens kommt es anders, und zweitens, als man denkt. Der große Designer hat ein anderes Finale, als er es geplant hat. Er liegt tot auf dem Laufsteg, statt sich im Applaus zu sonnen.
Es ist klar, es war Mord. Denn eine große Schneiderschere kann man sich kaum selber zwischen die Schulterblätter rammen.
Die Polizei, allen voran Piet von Houvenkamp, ermittelt unverzüglich. Wobei Piet hier ein romantischer Abend versaut wird und er seine Liebe verloren zu haben scheint. – Doch er kann ermitteln und seiner Liebe hinterhertelefonieren.
Die lustigen Camper, derzeit wohnhaft auf dem Camping de Grevelinge, ermitteln auch mit. Schließlich haben zwei Mitglieder ihrer Truppe den Mord live miterleben müssen. Das sollte doch genügen Anhaltspunkte für eine Ermittlung liefern.
Eine lustige Truppe mit halbherzigen Ermittlungsversuchen, eine Polizei, die ernsthaft ermittelt und nicht lang braucht, bis sie eine Spur hat und am Ende von der lustigen Truppe auf den Täter aufmerksam gemacht wird.

Fazit: Bernd Stelter war mir als Autor bisher komplett neu und unbekannt. Ich kannte ihn als Kabarettist und von 7 Tage 7 Köpfe. Deswegen war ich auch total baff, als ich mir sein Programm ansehen wollte und im Vorfeld ein riesiger Tisch vor Ort stand, auf dem einige seiner Werke lagen, die man erwerben konnte. – Das Wort „Camping-Krimi“ fand ich irgendwie lustig. Und ich habe mir diesen vierten Band seiner campenden Ermittler gekauft. Ich dachte, ich versuche es einfach mal. Die Widmung und das Autogram haben das Buch dann noch einmal eine Nummer wertvoller gemacht. Ich bin stolz, auf meinen neuen Schatz im Bücherregal.

Gleich zu Beginn musste ich mich erst einmal an die Schreibweise in diesem Buch gewöhnen. Bernd Stelter schreibt genau in dem Wortlaut, in dem er auch spricht und das ist so ein wenig vornehm, gespickt mit einigen Fremdwörtern, aber doch sympathisch, lustig und irgendwie bildhaft. – Deswegen war ich von Anfang an auch gleich in der Handlung drin.
Die Handlung selber ist bei mir fast ein wenig in Vergessenheit geraten. Irgendwie hat mich seine Erzählweise mehr amüsiert, als alles andere. Dabei hat er aber sowohl die ernsthaften Ermittlungen der Polizei beschrieben, als auch die halbherzigen Versuche der Camper. – Und die Camper sind eine mehr als lustige Truppe. Das muss man ihnen lassen. Die haben Humor, sind ehrgeizig aber dann doch irgendwie stümperhaft und stellenweise sehr dilettantisch. Deswegen habe ich es auch richtig gefeiert, dass es ihr Tipp war, der die Polizei dann wirklich auf die richtige Spur gebracht hat.
Dieser Krimi liest sich absolut nicht, wie die herkömmlichen Krimis, die im Regal stehen. Die Polizei allein ist durch die privaten Probleme des einen Ermittlers um vieles menschlicher, als es in herkömmlichen Krimis rüber kommt. Und dass das Ganze dann noch in den Niederlanden spielt, sorgt für wirklich sehr lustige Namen, mit denen ich zwar stellenweise so meine Probleme hatte, aber das tat der Handlung keinen Abbruch.
Die ganze Zeit über waren mir die Ermittlungen irgendwie egal. Ich habe mich mehr über die Camper amüsiert. Deren Gewohnheiten, der Umgang untereinander und das, was sie aus den Situationen machen, war wirklich öfter mal zum Lachen und haben mir das Buch richtig versüßt.

Ich hatte beim Lesen ein wirklich herrliches Kopfkino und habe vergessen, dass ich einen Krimi lese. Der Fall selber war ja fast Nebensache und somit konnte ich das Buch genießen und habe Gefallen daran gefunden. Außerdem habe ich beschlossen, dass ich auch Band 1 bis 3 jetzt jeden Monat ein Buch erwerben werde, um es gleich zu lesen. – Hier lohnt es sich für mich, am Ball zu bleiben.
Die Namen der handelnden Personen haben mir einige Probleme bereitet. Ich konnte sie zum Teil nicht wirklich auseinanderhalten, habe die Handlung aber trotzdem kapiert und hatte einen Film vor meinem geistigen Auge ablaufen.
Der Fall selber war zwar in irgendeiner Weise ziemlich spektakulär, aber interessiert hat er mich nicht wirklich. Dazu war dieses Buch anderweitig einfach nur ein Feuerwerk an Eindrücken und Geschehnissen.

Bewertung: 5 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Trotzdem ich reihenmäßig das Pferd mal wieder von hinten aufgezäumt habe, bin ich sehr gut mitgekommen. Ich werde mir die vorherigen drei Bande aber auch noch zu Gemüte führen. Das muss einfach so.
Aber ich habe alles sehr gut verstanden und wurde sehr gut unterhalten. Ich denke, das bringt schon einmal eine ganze Menge.