[Ebook] André Milewski – „Die Tränen der Göttin“

André Milewski
Die Tränen der Göttin“
Reihe: Frederick Crichton (1)
Verlag: Selfpublisher
ISBN: 9-783-755-70144-6
Länge: 168 Seiten

– gelesen im Oktober 2024 –

Frederick Crichton, der große Professor aus den Geheimakten, hat auch mal am Anfang begonnen. – Erfahren wir mehr darüber!

Klappentext: Goldene, düstere Zeiten …

Im Jahr 1927 ist New York die Stadt der Träume und eine Verheißung für eine große Zukunft.

Eine ebensolche erhofft sich auch der Archäologieprofessor Frederick Crichton, der aus Boston in die Stadt kommt, um eine Beschäftigung im Museum aufzunehmen. Allerdings zerplatzt dieser Traum schnell. Stattdessen findet Crichton sich im Haus eines exzentrischen Millionärs wieder, um diesem die Authentizität eines ägyptischen Artefakts zu bestätigen.

Doch die einfache Aufgabe wird zu einem Albtraum für den Archäologen. Ein Mord geschieht und er gerät ins Visier der Polizei, die ihn für den Täter hält. Crichton bleibt nicht viel Zeit, um den wahren Mörder zu finden und seine Unschuld zu beweisen … (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Frederick Crichton steht am Anfang seiner Karriere und will als Kurator am Metropoliten Museum neu anfangen. – Leider ist die Stelle aber bereits vergeben und Crichton soll bei einem Millionär ein ägyptisches Fundstück in Augenschein nehmen, um wenigstens finanziell etwas entschädigt zu werden.
Das Stück entpuppt sich als Fälschung. Das Leben des Millionärs als mehr Schein als Sein und sowohl die Dame des Hauses, als auch die Frau des Ehepaars, welches zu Gast ist, entpuppen sich als ziemlich mörderisch.
Crichton soll als Sündenbock herhalten, was ihm den elektrischen Stuhl einbringen könnte. Um sich dagegen zur Wehr zu setzen, lässt er sich mit Journalisten und der New Yorker Unterwelt ein.

Fazit: Dieses Buch ist ein Ableger aus den Geheimakten von André Milewski. Frederick Crichton, der Protagonist hier, begleitet in den Geheimakten eine ganze Weile den Weg von Max Falkenburg. Hier soll man nun also etwas mehr über Frederick Crichton selber erfahren.
Dieses Buch erschien 2021 auf dem Markt und wurde als Selfpublisher verlegt. – Allein dahinter steckt jede Menge Mut und Arbeit. Allein das finde ich schon sehr bewundernswert.
Ich freue mich auf die Lektüre!

Es geht von null auf hundert direkt in die Handlung hinein. Sofort hatte ich so eine Art Wiedersehensfreude mit Professor Crichton, der aus der Geheimakten-Reihe leider schon ausgeschieden ist.
Die Story spielt am Ende der 1920er Jahre in New York. Der junge Crichton gerät da in eine Sache hinein, die alles andere als angenehm ist. – Voreingenommene Polizisten und die Begleitumstände der Zeit bauschen die Handlung dann noch einmal gut auf.
Als ich diesen Stoff gelesen habe, konnte ich mir nicht vorstellen, dass aus diesem jungen Mann mal der Professor mit gutem Ruf aus den Geheimakten werden sollte. – Die Handlung ist nach und nach wirklich immer rasanter und gefährlicher geworden. Ich habe mit Crichton mitgefiebert, obwohl es ja eigentlich gut für ihn ausgehen musst.
Als sich die Schlinge immer enger um Crichton Hals zu ziehen beginnt, fing ich an, selber zu rätseln, wer denn nun die Morde begangen haben soll. – Was dann am Ende herausgekommen ist, hat mich komplett überrascht, war auf der anderen Seite aber schon auch irgendwie logisch. – Ich hätte diese Aktion aus der Sicht der Täter allerdings gern noch etwas dramatischer gehabt. Stoff und Möglichkeiten wären in jedem Fall da gewesen.
Die paar Bilder, welche hier zu Hilfe genommen wurden, waren interessant, hätten aber nicht zwingend sein müssen. Sie haben den Text etwas aufgelockert, aber meine persönliche Vorstellung hätte durchaus auch gereicht.

Beim Lesen hatte ich die ganze Zeit ein wirklich großartiges Kopfkino. Stellenweise war mir wirklich so, als würde ich ein Film über die ganze Handlung schauen. Nicht einmal das Gefühl, dass ich den Stoff nur lese, war nicht vorhanden. – Man kann also mit Fug und Recht behaupten, dass mich das Buch wieder voll und ganz in seinen Bann gezogen hat.
Die vielen Namen waren hier mal kein Problem. Die Personen treten nacheinander in die Handlung rein. Auch Nebencharakter haben eine gewisse Tiefe durch irgendwelche Eigenschaften, dass ich sie gut behalten und mir vorstellen konnte. Das hat das Lesen und Verstehen in jedem Fall einfach und angenehm gemacht.
Die Begleitumstände, die Handlung, das Geschehen jener Zeit. – Alles war in jedem Fall sehr gut recherchiert und mit fiktiven Teilen aufgefüllt worden. So ist eine glaubhafte und faszinierende Story entstanden. – In jedem Fall ist es auch sehr gut, dass Herr Milewski am Ende aufklärt, welche Person jetzt real existiert hat, was genau wirklich geschehen ist und welcher Part eben Fiktion war. Das hat, gerade am Ende des Buches, dem ganzen Geschehen noch einmal eine ganz andere Bedeutung gegeben.
Der ganze Schreibstil war so richtig typisch für André Milewski. Fließend, leicht und locker und einfach zu lesen. Die Seiten flogen nur so dahin und am Ende war ich fast schon enttäuscht, dass dieser Ausflug in die Welt der Archäologie schon wieder vorbei sein sollte.
Eine mit 168 Seiten recht kurze Unterhaltung. Aber in jedem Fall eine Gute!

Bewertung: 5 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Ein sehr gutes Spin-off aus der Geheimakten-Reihe. Die Erlebnisse eines Archäologien, der sich seinen Namen erst noch verdienen muss und dann in einer alles andere als einfachen Zeit. – Mehr als gelungen!

[Hörspiel] Bibi Blocksberg 156 – „Die Vertretungshexlehrerin“

Autor: Klaus-Peter Weigand
Musik: Heiko Rüsse/ Wolfgang W. Loos, KIDDINX Studios
Regie: Michael Schlimgen
Verlag: kiddinx
Erschienen: 10. Januar 2025
Länge: 46 Minuten 1 Sekunde

Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – G. Schoß
Bibi Blocksberg – S. Bonasewicz
Barbara Blocksberg – G. Streichhahn
Flauipaui – M. Hinze
Schubia – P. Pollow
Mania – L. Lunow
Huddela – M. Pukaß

direkt auf Spotify anhören

Inhalt:
Mania geht in einen Urlaub, besorgt für die Junghexen aber eine Vertretungslehrerin. Huddela ist zwar nett und symphatisch, lockert den Hexunterricht auch sehr gut auf, ist aber auch tolpatschig, vergesslich und irgendwie chaotisch.
Der Unterricht wird für die drei Junghexen ganz schön nervenaufreibend, aber auch locker und spannend. Sie können sehr gut unter Beweis stellen, was sie alles schon beherrschen und wo sie helfen können.
Bibi verpasst mehrmals einen geplanten Einkaufsbummel mit ihrer Mutter, weil sie Huddela immer wieder aus dem Schlamassel heraushilft. – Das geht so lang, bis Mania unverhofft aus dem Urlaub zurückkehrt und aufklärt, was sie genau mit Huddela und ihrer Vertretung beabsichtigt hat.

Mein Hörerlebnis:
Die Folge beginnt zunächst wie gewohnt. Die Junghexen langweilen sich im Hexunterricht und vertreiben sich die Zeit mit kleinen Späßen und Sticheleien. Das geht so lang, bis Mania damit herausrückt, dass sie in den Urlaub geht und eine Vertretung organisiert hat.
Mit der Vertregungshexlehrerin wird Huddela in die Handlung eingeführt und bietet eine nette Abwechslung unter den bisher bekannten anderen Hexen. Allein wie sie dargestellt wird. So vergesslich, so schusselig und doch mit modernen und lockeren Unterrichtsmethoden, war sie mir sofort sympathisch und ich konnte sehr gut nachvollziehen, warum der Hexunterricht plötzlich so locker, leicht und spaßig war. – Die Junghexen lernen viel mehr und viel effizienter, als wenn man ihnen die Fakten einfach nur vorbetet. – Dieser Unterricht hätte mir auch viel mehr Spaß gemacht, als bei dem mit Mania.
Es hat mir Spaß gemacht, wie sich die drei Junghexen gegenseitig ergänzen, sogar noch gegenseitig voneinander lernen und dabei sogar einige bekannte Hexsprüch aus längst vergangenen Folgen auftauchen. – Schöne alte Anfangszeit von Bibi Blocksberg und ihrer Familie.
Das Ende der Folge kommt wirklich sehr plötzlich, dafür aber mit einem Rumms. Die alte Manie lässt noch einmal Milde walten und löst das ganze Schauspiel auf. Wobei sogar herausgekommen ist, dass auch Huddela hier nicht alles wusste, was sie vielleicht hätte wissen sollen. – In jedem Fall war das mal eine Prüfung, wie sie lebensnaher nicht hätte sein können.

Fazit:
Eine durchaus gelungene Episode der Reihe, die in jedem Fall mal etwas Abwechslung in den eh schon aufregenden Hexenalltag bringt. – Ich habe hier wirklich gern zugehört und sogar vergessen, dass die Zielgruppe eigentlich um Längen jünger ist, als ich es bin. Das war mir aber egal. Es hat mir einfach Spaß gemacht, was hier passiert ist.
Die Offenheit gegenüber neuen Hexen, neuen Lernmethoden und dann auch die positiven Folgen zeigen sogar den jungen Hörern durchaus, dass es gut sein kann, wenn man aus seiner gewohnten Tretmühle mal ausbricht und andere Wege geht.
Die Geräuschkulisse war nicht übertrieben, aber doch unterhaltsam und kindgerecht. Ich hatte stellenweise ein richtig niedliches Kopfkino beim Hören und musste aufpassen, dass ich nicht die ganze Zeit selig vor mich hin grinse. – Ich stand schließlich auf Arbeit.

Eine tolle Folge, die man gut auch öfter mal hören. Mich hat sie wirklich sehr gut unterhalten und ich hatte meinen Spaß dabei.

[Taschenbuch] Michael Tsokos – „Der Totenleser“

Michael Tsokos
„Der Totenleser“
Verlag: Ullstein
ISBN: 9-783-548-377730-8
Länge: 251 Seiten

– gelesen im Oktober 2024 –

Prof. Dr. Michael Tsokos kann sein Wissen und Erleben in seinem Beruf als Rechtsmediziner unheimlich spannend wiedergeben. 12 weitere Fälle, nicht immer ohne Kopfschütteln.

Klappentext: Deutschlands bekanntester Rechtsmediziner und Bestsellerautor Michael Tsokos hat es täglich mit Toten zu tun, die auf spektakuläre Weise ums Leben gekommen sind. Die hier erzählten Todesfälle dienen als Grundlage einer großen SAT.1-Produktion, die unter dem Titel »Dem Tod auf der Spur — Die Fälle des Prof. Tsokos« ausgestrahlt wird. Darin zeigt uns Michael Tsokos, wie faszinierend die Rechtsmedizin ist und dass die Wirklichkeit spannender sein kann als jeder Krimi. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: In diesem Buch lässt Prof. Dr. Michael Tsokos seine LeserInnen an seinem Berufsleben teilhaben. Anhand einiger auserwählter Fälle schildert er, welches Untersuchungsergebnis die Ermittlungen wie beeinflusst hat und was man aufgrund von Verletzungen und Befunden alles schlussfolgern kann.
Todesfälle sind auch in Deutschland sehr verschieden und einzigartig. Sei es ein Freitod, ein plötzlicher Todesfall aufgrund einer unerkannten Krankheit oder ein sexueller Mord, aufgrund von Wut. – Auch tote Menschen können noch viel von ihrem Schicksal erzählen.

Fazit: Im Original erschien dieses Buch im Jahr 2010. Damals gingen aber das Thema und auch der Mann komplett an mir vorbei. – Als er seine ersten Thriller auf den Markt gebracht hat, wurde ich dann auch buchtechnisch auf ihn aufmerksam.
Das ist das zweite Buch über seine Fälle in der Rechtsmedizin. Und ich muss schon sagen, dass so ein Rechtsmediziner ganz schön was sieht, in seinem Berufsalltag.

Die Warnung im Worwort, dass einem die Fälle durchaus an die Nieren gehen können, hat mich schon irgendwie auf das Buch freuen lassen. – Ich finde , dass man gerade bei diesen Abgründen durchaus mal seine Menschenkenntnis überprüfen kann.
12 Fälle, des Prof. Dr. Michael Tsokos. Jeder auf seine Art unbegreiflich und einzigartig. – Der Mann berichtet in einem sachlichen, aber nicht emotionslosen Tonfall genau das, was er in jenen Situationen und Fällen erlebt und gesehen hat.
Die Fälle sind so ausgewählt, dass der Leser auch immer irgendwie etwas lernen kann. So ist zum Beispiel das, was nach Freitod aussieht, nicht immer einer. Es kann sich auch um einen Unfall im Rahmen der Lustgewinnung handeln.
Es handelt sich hier, im Prinzip, um ein Sachbuch, liest sich aber absolut nicht so. Der Mann hat eine Art zu schreiben, die bei mir in den unmöglichsten Situationen Bilder im Kopf hat entstehen lassen. Ja, ich hatte hier stellenweise ein eher nicht so angenehmes Kopfkino. – Aber ich hatte eines. Und das bei einem Sachbuch. Das muss man auch erst einmal schaffen.
Fachbegriffe lassen sich bei diesem Thema leider nicht vermeiden. Trotzdem liest man hier eben kein medizinisches Fachlatein. Wenn dann doch mal ein lateinischer Begriff unumgänglich ist, wird er direkt erklärt und verständlich gemacht.

Ich hatte mir hier das Taschenbuch gegönnt. Dieses war zwar ordentlich fest und stabil gebunden, aber auch geschmeidig genug, um es relativ bequem in der Hand zu halten.
Die Seitenaufteilung war sehr angenehm und augenfreundlich. Die Schriftgröße war relativ groß und der Zeilenabstand auch sehr großzügig bemessen. – Das hat mich in die Lage verletzt, dauerhaft zu lesen, ohne meine Augen dauerhaft zu überanstrengen. Das war auch gut so, denn im Grunde habe ich das Buch in nur zwei Sitzungen durchgelesen. Und die Unterbrechung war am Ende auch nur der Arbeit geschuldet, auf die ich dann zwischendurch mal gehen musste.
Der Schreibstil ist sehr angenehm. Die Fälle sind alle im normalen, nicht dozierenden, Tonfall erklärt und man versteht auch als Laie, was der Herr Professor da gerade erzählt. Trotzdem es sich hier um ein Sachbuch handelt, kann man sagen, dass dieses Buch aber sowas von ein Pageturner ist. Der pure Wahnsinn!

Bewertung: 5 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Sofern man ein Sachbuch überhaupt mit einer Sternebewertung versehen kann, hat es dieses Buch mehr als verdient. Der Laie bekommt hier ein nicht gerade alltägliches Thema nahe gebracht und kann nebenbei noch eine ganze Menge lernen.

Meine Woche 3. Kalenderwoche 2025

Geärgert:
Über die mangelende bis nicht vorhandene Kommunikation. – Wir sind alle Menschen und wir können miteinander reden. Warum machen wir das nicht mehr?!

Gefreut:
Über die paar Sonnanstrahlen am Freitag, die ich durch einen dummen Zufall auch genießen konnte.

Gedacht:
Oweia, hoffentlich geht das gut ….

Gefragt:
Ist das jetzt für immer… geht es weiter … wo soll das enden …

Genervt:
Von der inneren Panik, die gleich wieder in mir aufgestiegen ist

Gefühlt:
Hilflosigkeit und Zukunfsangst

positiv:
Ich hatte freie Zeit zum Lesen …

negativ:
… aber genießen war erstmal nicht

Gelitten:
an innerer Unruhe und so einem Unsicherheitsgfühl

Genossen:
Den Sonnabend Abend am Kamin

Gewesen:
Montag und Dienstag auf Arbeit, im Autohaus und einkaufen

Getroffen:
Unseren alten Schornsteinfeger, der aber seinerzeit aufgegeben hat

Gesucht:
Nach Möglichkeiten, wie ich mit so wenig Zeitaufwand und so konstengünstig wie möglich einen Faceless Youtubekanal aufsetzen kann.

Gefunden:
Die Metallkugeln, welche beim Flasche ausputzen verloren gegangen sind

Gelacht:
Ja sicher, über die Stellagen vom Hund und das eine oder andere Youtube-Video

Geweint/Getrauert:
Nein, so schlimm war es nicht

Gewundert:
Wenn das Jahr schon so unruhig anfängt, dann kann das ja was Liebes werden.

Gegessen:
Eierkuchen – hab ich ausgenutzt, dass mein Mann nicht da war und ich sie mir mal machen konnte

Genascht:
Das eine oder andere Himbeerbonbon

Getrunken:
Tee, Radler

Gegoogelt:
Vieles, nach Büchern, nach Ki-Tools

Gesehen:
Youtube-Videos von meiner derzeit stark vernachlässigten Liste

Gebastel/Gespielt/Gehandwerkt/Geschrieben:
Nur Rezensionen – die Häkelarbeit lag diese Woche flach

Getan:
Viele gelesen, Informationen gesucht und verarbeitet und unruhig durch die Gegend getiegert

Gelesen:
ausgelesen: Rose Snow – „Band 10 der Gefühle“, durchgelesen: Clive Cussler – „Höllenschlund“; angefangen: Nick Thacker – „Die Paradiesschlüssel“

Gekauft:
Die Bücher für nächsten Monat und Lebensmittel

Gelernt:
Dass Youtube weiterhin KI-Videos aktzeptiert, solang sie nicht Einheitsbrei sind und einen Mehrwert bieten.

Geschenkt (bekommen):

Geschlafen:
Mal mehr, mal weniger gut

Geträumt:
Viel wirres Zeug. Hab es mir nur nicht gemerkt.

Geplant:
Mal wieder ne Arbeitswoche durchziehen, wäre toll

Fazit

Da denkt man an nichts Böses, schrammt schön jeden Morgan auf Arbeit, freut sich sogar auf die Arbeit und wird dann am Dienstag wieder abeschoben. – Will heißen, dass die Leiharbeiter zum Teil zu Hause bleiben sollten. Zunächst hieß es, dass nur der Mittwoch wäre, weil die Firma auf eine Lieferung Leiterplatten wartet. – Es wurde dann doch der Rest der Woche.
Unruhe hat in die Sache gebracht, dass nicht alle Leiharbeiter abgemeldet waren, sondern angeblich nur die, die ein paar Stunden auf dem Konto hatten. Das hat aber am Ende auch nicht wirklich hingehauen, weil die Stundenstände auf den Konten bei wirklich niemandem gestimmt haben zum Jahresende.
Außerdem reden wir Leiharbeiter ja miteinander und jeder schien etwas mehr zu wissen als der andere. Das ging wirklich so weit, dass wir wirklich alle der Überzeugung waren, dass in der Firma jetzt wohl wieder Schluss ist und wir woanders von Vorne anfangen müssen. – Am Donnerstag kam dann, zumindes für mich, die erlösende Nachricht, dass ich am Sonntag Abend wieder in die Nachtschicht kann. Ich hatte mich bis dahin innerlich so verkrampft, dass mir nach dem Auflegen erst einmal ein Schrei über die Lippen gekommen ist.
Das sind dann eben die Nachteile eines Leiharbeiters. Man kann jederzeit von der Firma quasi eliminiert werden und du kannst absolut nichts dagegen machen.

Saturday Sentence – „Die Paradiesschlüssel“

1. Nimm deine aktuelle Lektüre

In Vergnügungsparks sollte es um Spaß und Unterhaltung gehen …

… nicht um den Tod.

Ein Themenpark für Meeresbiologie und Wissenschaft soll noch in diesem Jahr eröffnet werden. Doch unter der Oberfläche scheint etwas Unheimliches vor sich zu gehen.

OceanTechs Paradisum ist ein hochmodernes Projekt, mit dem man vom wachsenden Trend bildungsorientierter Urlaubsziele profitieren will. Der CEO des Parks, Adrian Crawford, hat sein gesamtes Berufsleben auf dieses Ziel hingearbeitet und freut sich darauf, es der Welt zu präsentieren.

Harvey Bennett und sein Team glauben, dass sie nach Paradisum geschickt wurden, um die Sicherheitsprotokolle des neuen Parks zu überprüfen. (Quelle: Thalia.de)

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein „Saturday Sentence“ lautet. (Bei Ebooks Position 158)

»Ben wird es nicht auf sich beruhen lassen, und ich auch nicht.

NIck Thacker- „Die Paradiesschlüssel“ (Ben Bennett 5)“; ISBN:  9-898-23194-726-3

3. Und wie ist es bisher?
Es liest sich in jedem Fall flüssiger und verständlicher als der 4. Band dieser Reihe. Das ganze Setting hat sich zwar nicht wirklich verändert, aber irgendwie komme ich jetzt wohl mit dieser Situation besser zurecht.
Ben und seine Verlobte machen Urlaub auf einem Kreuzfahrtschiff, am Anfang. Und schon allein diese Vorstellung passt so gar nicht zu dem Ben, den ich als Parkranger immer so ein bisschen als einen Grünen eingeschätzt habe. – Kein Wunder, dass er auf den neuen Auftrag direkt aufgesprungen ist und mit Feuer und Flamme dabei ist.

Das große Geheimnis ist noch nicht aufgedeckt, in Grundzügen aber zu erahnen und ich denke mal, dass da am Ende eine wirklich riesengroße Schweinerei rauskommen wird. – So, ich les dann direkt mal weiter. Es flutscht gerade so schön.

[Hörspiel] Die drei ??? 231 – „Der dreiäugige Schakal“

Autor: André Minninger
Musik: Jan-Friedrich Conrad, Jens-Peter Morgenstern, Andris Zeiberts, Detlef Oels, Bert Brac, Fabian Harloff, Nathaniel Steinbrecher
Verlag: Europa
Produktionsjahr: 2025
Länge: 1 Stunde 18 Minuten

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – Axel Milberg
Justus Jonas, Erster Detektiv – Oliver Rohrbeck
Peter Shaw, Zweiter Detektiv – Jens Wawrczeck
Bob Andrews, Recherchen und Archiv – Andreas Fröhlich
Kelly – Juliane Szalay
Kommissarin Merryweather – Anne Moll
Nina Radamus – Astrid Kollex
Luke Kingsbury – Mars Saibert
Jana – Anika Baumann
Ryan Ford – Michael Grimm
Constantin Krueger – Martin May
Mick Manson – Patrick Bach
Onkel Titus – Erik Schäffler
Travis – Fabian Harloff
Breezy – Sonja Stein
Big Rock – Patrick Baehr
Joe – Jürgen Holdorf
Hank – Fabian Müller
Wächter – Achim Schülke
Bankangestellter – Martin Rowedder

direkt auf Spotify anhören

Inhalt:
Peter und Kelly wollen sich in einem Park einen schönen Abend machen, doch die Skulptur des dreiäugigen Schakals macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. Erst gibt es komische und unheimliche Geräusche und dann ist sie verschwunden.
Aus der verschwundenen Skulptur ergibt sich ein neuer Fall für die drei Detektive, die sich auf die Suche nach dem Stück machen sollen. Doch die Skulptur ist nicht gestohlen und sollte nie gestohlen werden. Ihr Geheimnis ist nicht durch die drei Jugendlichen in Gefahr, welche hier eine Inszenierung geplant und durchgezogen haben, sondern von einem angeblichen Restaurator, welcher die Statue aus einem ganz anderen Grund als angegeben, restaurieren möchte.
Bei ihren Ermittlungen bekommen es die drei Detektive mit einer alten Bekannten zu tun, welche ihnen nicht wirklich gut gesonnen ist. Doch Inspektor Cotta hat Urlaub und glänzt mit Abwesenheit. – Das hätte schief gehen können, für die drei Jungs.

Mein Hörerlebnis:
Das Hörspiel beginnt eigentlich recht romantisch und wird dann zu einem einzigen Rätsel. Peter und Kelly sitzen gemeinsam im Park und machen das, was Pärchen eben so machen und dann hat es dieses seltsame Geräusch.
Der Bezug zu dieser wirklich seltsamen Statue ist schnell hergestellt. Und mir ist klar, dass hier das Missverständnis, welchem ich anheimgefallen bin, mit Absicht so gestreut wurde. Doch mir ist auch klar, dass eine wirkliche Statue nicht einfach so verschwindet. Da musste also wesentlich mehr dahinter stecken.
Die Ermittlungen sind nichts anderes, als in den anderen Folgen auch. Die Jungs verfolgen Spuren, analysieren Ergebnisse und ziehen ihre Schlüsse. Erschwert wird das dann aber durch Kommissarin Merryweather, welche mal wieder in der Handlung auftaucht. – Ganz ehrlich, diese Frau gibt hier eine wirklich hassenswerte Rolle ab. Geprägt von ihren Vorurteilen und auf eigenen Nutzen bedacht, schmarotzt sie sich durch die Folge und ich persönlich habe ein wirklich schreckliches Bild von dieser Frau bekommen.
Natürlich können die drei Detektive den Fall klären und der liegt am Ende absolut nicht da, wo ich es vermutet und vielleicht sogar erhofft habe. Trotzdem war ich im Gesamten irgendwie enttäuscht von dem, was mir hier geboten wurde. Ich habe keinen Sinn in dem gefunden, was hier erzählt wurde. Sollte es jetzt um diese komische Kommissarin gehen? Oder dann doch um den korrupten Restaurator … Sollte es um ein spätes Geständnis einer verstorbenen Künstlerin gehen? – Ich habe keine Ahnung und bleibe mit einem aufgeklärten Fall zurück, der mich aber nicht wirklich gut unterhalten hat.

Fazit:
Die Folge ist nach dem alt bekannten Muster gestrickt, bietet aber auch wenig Spannung oder Überraschung. Ich finde sie ab einem gewissen Punkt sogar vorhersehbar und fast langweilige.
Die Sprecherleistung war gewohnt gut, wobei ich dem Autor hier wirklich eine Rüge erteilen muss, wie er erst Kelly in der Versenkung hat verschwinden lassen und dann die Jungs von dieser Kommissarin so hat hops nehmen lassen. – Das muss nicht sein. Auch im richtigen Leben hätten die Jungs mit ihrem Engagement so eine Behandlung absolut nicht verdient.

Ein Fall von einmal gehört und gut. – Aus dem Stoff allein hätte man in jedem Fall sehr viel mehr machen können.

[Ebook] Carrie Vaughn – „Die Stunde der Jäger“

Carrie Vaughn
„Die Stunde der Jäger“
Reihe: Midnight Hour (3)
Verlag: Heyne
EAN: 9-783-641-06353-5
Länge: 488 Seiten

– gelesen im Oktober 2024 –

Mit den Titeln der jeweiligen Folge kann ich ja immer nicht so viel anfangen, aber die Serie selber hat mich gepackt. Schon schade, dass nur 6 Bände übersetzt wurden.

Klappentext: Die coolste Heldin der Mystery – Kitty Norville, Radiomoderatorin und WerwölfinKitty Norville ist der Star der Radiosendung „Midnight Hour“ – und sie ist eine Werwölfin. Seit sie ihre Identität gelüftet hat, war ihr Leben mehr als einmal in Gefahr. Um zur Ruhe zu kommen, zieht sie sich in einen kleinen Trailer in die Wildnis zurück. Kitty ist jedoch nicht allein – die Geschöpfe der Dunkelheit ruhen nie. Ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel beginnt …Düster und sexy. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Kitty Norville macht eine Sendepause und verbringt diese in einer abgelegenen Hütte im Wald. Alles scheint ruhig und friedlich, aber der Schein trügt. Erst sind es seltsame Blutopfer, vor ihrer Haustür und seltsame Kruzifixe aus Stacheldraht auf der Lichtung. Dann tauchen Cormac und Ben auf. Ben wurde von einem Werwolf frisch infiziert und macht nun eine sehr harte Zeit durch.
Während Benn sich mit seiner Situation zu arrangieren beginnt, kann die Herkunft des Blutzaubers aufgeklärt werden. – Doch da ist noch mehr. Kitty spürt die Anwesenheit eines seltsamen Wesens, welches ihr nicht wohlgesonnen ist.
Am Ende scheint ihr „Rudel“ doch wieder auseinanderzubrechen.

Fazit: Teil 1 bis 4 dieser Reihe sind ein Festplattenfund. Geladen habe ich die Bücher im pdf-Format zu einer Zeit, als ich Ebooks lediglich gesammelt habe. Allein das Format spricht ja schon Bände.
Leider wurden die Bücher nur bis zum sechsten Ban ins Deutsche übersetzt. Was mich als Leser wohl auch nur bis zu Band 6 bei der Stange halten wird. Bücher auf Englisch sind mir zu anstrengend. Da reichen meine Sprachkenntnisse nie im Leben aus.

Kaum hatte ich das Buch auch nur angefangen, war ich auch direkt wieder in der Welt der Kitty Norville gefangen. – Es ist mir klar, dass es sich um Fantasy handelt, aber Kitty ihre Rolle wird so glaubhaft dargestellt. Genau so stelle ich es mir vor, wie Werwölfe oder Vampire unter uns leben würden, wenn es sie wirklich geben würde.
Ich war mehr als fasziniert, von Kitty ihrer Wohnsituation. Wenn ich es genau betrachte, bräuchte ich auch so einen zurückgezogenen Ort. – Mir war aber auch klar, dass der auf keinen Fall so ruhig bleiben konnte. – Wie recht ich doch hatte …
Die Blutzauber habe ich anfangs gar nicht als solche identifiziert und sie als Verekelungsversuche gesehen. So richtig düster wurde es erst, als sich die Vorfälle häuften und schlimmer wurden. – für meinen Geschmack hat sich dieser Strang dann doch etwas zu schnell aufgeklärt.
Ben, außgerechnet ihr Anwalt, wird auch zum Werwolf und bekommt so eine größere Rolle im Buch. Aber auch die Entwicklung der Person, die Selbstzweifel und das Arrangieren mit der neuen Situation, waren sehr interessant. Es war für mich fast uninteressant, dass es zwischen den beiden nun auch körperlich wurde. Die Story drumherum war um einiges packender.
Ich habe gelernt, dass es in den Reihen der Wesen auch noch so etwas wie einen Skinwalker gibt und in etwa auch, was mit diesen ehemaligen Menschen passiert. – In jedem Fall sehr interessant, dieses Thema.
Das Ende des Buches war für mich nicht wirklich zufriedenstellend. Zwar kommt Kitty aus ihrer Versenkung hervor, aber das Schicksal von Cormac geht so nicht. Wie soll es denn weitergehen, wenn eine der tragenden Rollen fehlt? – Das erfährt man hoffentlich in den nächsten Bänden.

Wie eingangs schon einmal erwähnt, hatte mein Buch eine wirklich sehr seltsame Formatierung. Umlaute wurden als Fragezeichen dargestellt, Absätze waren extrem weit auseinandergerissen und das ganze Buch war im pdf-Format. Das hat die Darstellung auf dem Reader schon etwas eingeschränkt werden lassen. Aber von der Schriftgröße her, war die Seitenaufteilung schon in Ordnung. Konnte man durchaus so machen.
Beim Lesen hatte ich ein wirklich herrliches Kopfkino und habe viele Dinge einfach so blutig und eklig wie sie waren, vor meinem geistigen Auge als Film ablaufen sehen. Das war nicht immer schön, in jedem Fall hat es aber die Spannung erhöht.
Es ist besser, wenn man die Bände der chronologischen Reihenfolge nach ließt. Zwar nicht zwingend notwendig, da jedes Buch irgendwie abgeschlossen ist, aber doch erleichternd, da die Bücher eben doch aufeinander aufbauen und das Wissen aus vorangegangenen Bänden durchaus von Vorteil sein kann.
Leseunterbrechungen waren nicht wirklich willkommen, da ich unbedingt wissen wollte, wie sich die Protagonisten aus dem Schlamassel wieder herausmanövrieren. Aber wenn sie dann doch mal notwendig waren, weil es ja auch noch so etwas wie einen Alltag gibt, bin ich nach der Unterbrechung immer sehr gut und schnell wieder in die Handlung hinein gekommen. Dazu brauchte es im Grunde nicht mal die einzelnen Kapitel. Das ging auch absatzweise.
Was ich hier mal anmerken möchte: Die englischen Originaltitel klingen wirklich um Längen besser als das, was man uns hier in Deutschland vorsetzt. Bei den deutschen Titeln hat sich wohl jemand etwas bei Twilight abschauen wollen oder den Hype der Welle ausnutzen wollen. – In diesem Fall aber leider keine sehr gute oder originelle Idee. Im Gegenteil. Es führt, in meinen Augen, nur dazu, dass die Titel am Ende nicht mehr wirklich zum Inhalt passen.

Bewertung: 5 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Die Bewertung findet hier ausdrücklich nur wegen dem Inhalt statt. Die Handlung war flott, hatte von allem etwas dabei und hat mir ein herrliches Kopfkino beschert.

[Hörspiel] Geister-Schocker 39 – „Der Mörder aus dem Zwischenreich“

Autor: Gunter Arentzen
Verlag: Romantruhe
Produktionsjahr: 2013
Länge: 55 Minuten 13 Sekunden

Die Sprecher:
Sascha Rotermund
Marie Bierstedt
Susan Weckauf
Petra Mott
Johannes Berenz
Jens Wendland

direkt auf Spotify anhören

Inhalt:
Christoph Schwarz ist Detektiv des Übersinnlichen und in die Ermittlungen einer mysteriösen Todesserie verwickelt. Alles scheint mit dem gefundenen Nibelungenschatz zusammenzuhängen, dem man nachsagt, dass er verflucht sei.
Während seiner Ermittlungen stößt der Detektiv auf eine Gestalt, die sich Hagen von Tronje nennt und angeblich der Eigentümer des Schatzes ist. Er will, quasi aus dem Zwischenreich, für die Morde verantwortlich sein. Er hat sich zum Ziel gesetzt, all die zu töten, die mit dem Schatz irgendwie in Berührung gekommen sind. – Leider scheint ihm das zu gelingen, denn es werden immer mehr Todesopfer.
Während einem Finale, in alten Katakomben, die noch aus der Römerzeit stammen könnten, muss auch der Detektiv einen tragischen Verlust hinnehmen. Aber der Fall kann aufgeklärt werden und der Mörder ist nicht der, der er zu sein vorgibt.

Mein Hörerlebnis:
Es war ein wenig Ernüchterung dabei, als ich mitbekommen habe, dass dass die vorhergehende Folge quasi ihre Fortsetzung findet. – Hier schon mal der Hinweis, dass man Folge 38 und Folge 39 unbedingt der Reihe nach hören sollte, da die beiden unmittelbar zusammenhängen und eine Art Fortsetzungsgeschichte sind.
Vom Setting her, ist es komplett auf die vorhergehende Folge aufgebaut. Wir haben die schon bekannten Schauspieler, der Hausgeist der Burg mischt auch wieder mit und hat sich fast zu meinem Lieblingscharakter hochgearbeitet. Die beiden anderen Mädels, die um die Gunst des Detektivs buhlen, waren mir fast schon eine Nummer zu zickig, in ihrem Kampf um den einen Mann.
Die Ermittlungen gestalten sich einem normalen Krimi nicht unähnlich. Man trägt Fakten zusammen, befragt Zeugen, schaut Videomaterial an. – Allerdings werden diese Maßnahmen erschwert, da eben hier wirklich auch das Übersinnliche mit ins Spiel kommt. So haben wir hier einmal den Hausgeist, der dem Detektiv hilft, weil sie eben doch eine ganze Menge mehr sieht, als ein normaler Mensch und dann den Tarnumhang aus dem Schatz, der es dem Mörder sehr erleichtert, einen Geist zu spielen.
Das Ende hat mich dann arg mitgenommen. Ich habe mit allem gerechnet, aber nicht damit. Vom Autor schon sehr perfide, das Ganze so enden zu lassen.

Fazit:
Die Episode ist eine gute Mischung. Es hat Horror-, Krimi- und übernatürliche Elemente am Start, die hier zwar nicht unbedingt einen Geister-Schocker aus dem Stoff machen, aber immerhin einen sehr unterhaltsamen Mix aus allen möglichen Elementen.
Die Geschichte ist schon irgendwie mysteriös und durch die Soundeffekte auch ganz gut vertont. Allerdings kann ich den Bezug zum Titel nicht wirklich herstellen. Was das angeht, fühle ich mich geklickbaitet. Mit dem Zwischenreich hat der Mörder ja nun mal gar nichts zu tun. Und bis auf die Geisterebene hat es hier auch nicht wirklich viel mysteröses zu bieten.
So wirklich gegruselt, wie man sich das bei einem Geister-Schocker wünscht, habe ich mich leider nicht. Stattdessen war ich beim Hören fast schon amüsiert über die eifersüchtigen Frauen oder diesen trotteligen Reporter, der für eine gute Story sogar vor Hausfriedensbruch und Störung der Ermittlungen nicht zurückschreckt.

Eine spannende Grundidee und eine dunkle Atmosphäre. Rein tontechnisch recht gut, wenn auch zeittypisch und klischeehaft umgesetzt. Aber leider ist die Story dann doch sehr vorhersehbar und bietet von den Elementen her absolut nichts Neues.

[Rezensioinsexemplar] Wu Huangji – „Erwachen“

Wu Huangji
„Erwachen“
Reihe: Rückkehr nach Osten
Verlag: BoD (Books on Demand)
ISBN: 9-783-695-14411-2
Länge: 562 Seiten

– gelesen im Januar 2026 –

Dieses Buch wurde mir von der Autorin persönlich zur Verfügung gestellt. Hierfür bedanke ich mich recht herzlich, zumal es auch wirklich selten ist, dass man als so kleiner Blog, wie dieser hier, ein physisches Buch bekommt. – Meine Meinung hat dieser Umstand aber nicht beeinflusst.

Klappentext: Ein Artefakt, das die Vergangenheit öffnet, und eine Heldin, die ihren Weg neu entdeckt.
Xiyuan hat ihr Leben in Deutschland aufgebaut, doch die Sehnsucht nach ihren chinesischen Wurzeln begleitet sie seit ihrer Kindheit. Als sie ein geheimnisvolles Siegel entdeckt, zerbricht die Grenze zwischen Gegenwart und Vergangenheit und ein längst vergessener Ruf erreicht sie.

Auf ihrer Reise begegnet sie Menschen und Mächten, die jede vertraute Gewissheit infrage stellen. Stück für Stück öffnet sich ihr eine Welt, in der Geschichte, Kultur und Magie untrennbar miteinander verwoben sind.

Gemeinsam mit einem kleinen Team, das unverzichtbar wird, stellt sich Xiyuan Rätseln, die weit über das Greifbare hinausreichen. Doch je tiefer sie eintaucht, desto klarer wird: Die Wahrheit über ihre Herkunft ist erst der Anfang.

Eine atmosphärische Fantasy über Identität, Mut und das Erwachen der eigenen Geschichte geheimnisvoll, berührend und voller Entdeckungen.
Wohin führt die Reise, wenn die Vergangenheit dich selbst verändert? (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Xiyan, die Protagonistin, ist eine junge Frau, welche aus China adoptiert wurde, in Deutschland aufwuchs, sich aber schon immer für ihre Wurzeln und somit auch die chinesische Kultur und Lebensweise interessiert. Nach der Hochzeit hat sie ihren Job aufgegeben und widmet sich, neben ihrer Sammelleidenschaft für chinesische Kunstgegenstände und Antiquitäten, ganz dem Hausfrauendasein.
Mit diesem ruhigen Leben ist es aber in dem Moment vorbei, als sie dieses geheimnisvolle und begehrte chinesische Siegel sogar geschenkt bekommt, wofür sie bereit war, eine ganze Menge Geld auf den Tisch zu legen. – Zu dem Siegel bekommt sie auch einen Verbündeten für ihre Suche, der im Hintergrund und im Verborgenen agiert, neue Kontakte, die zu neuen Begegnenungen und neuen Erkenntnissen führt.
Die Reise beginnt. Xiyan macht sich nun nicht mehr nur theoretisch auf die Suche nach ihren Wurzeln, sondern geht ohne ihren Mann auf Reisen, um tiefer in die chinesische Kultur- und Sagenwelt einzutauchen und so etwas über ihre Wurzeln zu erfahren.

Fazit: Wie gesagt, mir wurde das Buch kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt und ich war schon ziemlich überrascht, als es sich dann wirklich um ein physisches Buch handeln sollte, was ich bekommen haben. – Hinter diesem Werk muss also, meiner Meinung nach, eine Autorin stehen, die noch mit Herzblut bei der Sache ist und nicht auf den reinen Kommerz aus.
Die Autorin „Huangji Wu“ ist tatsächlich eine gebürtige Chinesin, die aber seit dem Jahr 2000 im Umland von München ihr neues zu Hause gefunden hat. Trotzdem sie in Deutschland lebt, hat sie den Bezug zu ihrer chinesischen Kultur nie verloren und man merkt ganz deutlich, dass dieser Einfluss ihr Debüt sehr stark beeinflusst.

Im ganzen Buch hat es lediglich einen einzigen Handlungsstrang, der dann aber ausführlich, gelegentliche zu ausführlich, durch die Handlung führt und den Leser in wirklich wundersame, zauberhafte und fast mythologisch anmutende Szenen führt.
Ich musste ja ein wenig schmunzeln, dass die auch China stammende Protagonistin jetzt ausgerechnet Müller heißt. Der wohl deutscheste Familienname, den man einer Person geben kann. Aber so wird eben klar, dass sie als Chinesin in Deutschland angekommen ist. Ihr Leben läuft und sie hat eben lediglich ihre Wurzeln nicht vergessen. Der komplette Hintergrund der jungen Frau wird ja auch aufgeklärt. Da bleiben keine Fragen offen.
Es braucht eine Weile, bis es so richtig los geht und am Anfang wusste ich nicht so wirklich, was ich von der Story halten sollte. Die Sache hat sich aber entwickelt und der erste Wegbegleiter, in Form des Besitzer dieses Siegels, kommts ins Spiel. Hier kamen bei mir die ersten Fragen auf, es begann, dass die Handlung zum Teile wirklich sehr tief in die chinesische Mythologie oder Sagenwelt abzutauchen begann und mir wurde klar, dass es hier wohl dann jetzt so richtig losging.
Wie gesagt, die Handlung selber besteht aus einem einzigen Handlungsstrang, der aber ist sehr intensiv. Intensiv in dem Sinne, dass man wirklich sehr tief in eine magische Welt eintaucht, die sich fast so anfühlt, als wäre es tatsächliche chinesische Mythologie oder Sagen. – In einer Art Disclaimer steht aber, dass die Geschichte rein fiktiv ist. Ich gehe also mal davon aus, dass Wu hier wirklich alles aus ihrer Fantasie geholt hat und keine Sagen oder sowas verarbeitet hat. In jedem Fall ist es Stellenweise einfach nur magisch, als die Personen mit einer magischen alten Schubkarre aus Holz um die halbe Welt fahren oder fliegen, dann geht es tief in die geistige Welt von Meditation oder Buddhismus und dann kommen mehr und mehr magische Gegenstände, ein geheimer Markt und andere Dinge mit ins Spiel. Stellenweise lustig fand ich das sprechende magische Holzkästchen, was die Protagonistin durch die Handlung begleitet und mit seinen Aussagen öfter mal für Lacher oder Überraschungen sorgt.
Die Protagonistin selber ist von der Person her, eigentlich recht interessant. Allein hier Hintergrund sorgt für viele Fragen. Aber in der Handlung wird dann vieles, was sie instinktiv weiß und kann mal eben so als selbstverständlich abgetan. Sie fragt sich zwar öfter mal kurz, warum sie jetzt dieses oder jenes kann oder weiß, aber eine rechte Antwort hat sie darauf noch nicht.
Da es sich bei diesem Buch um einen Reihenauftakt handelt, die nächsten Bände sind wohl in Planung oder schon geplant und müssen noch geschrieben werden, ist natürlich die komplette Handlung hier noch nicht zu einem Ziel gekommen. Ich würde mal sagen, die Protagonistin hat ein Etappenziel erreicht und schon einiges an Erkenntnissen gewonnen. Sie hat eine ganze Menge mehr oder weniger hilfreiche Begleiter auf ihrer Suche bekommen und scheint sich von ihrem Ehemann entfernt zu haben. Diese Rolle geht mir leider etwas unter, als dass ich die große Liebe der beiden noch glauben könnte. Aber das klärt sich dann vielleicht auch in den nächsten Bänden noch auf.

Das Taschenbuch ist 562 Seiten dick, aber mit einem recht großen Zeilenabstand und einer angenehm großen Schrift gedruckt. Rein optisch lies sich das Buch sehr gut lesen. – Am Anfang bin ich vor dem dicken Wälzer ein wenig zurückgeschreckt, weil er eben die für mich magische 400 ganz schön überschritten hat. Am Ende hat sich das aber alles als halb so schlimm herausgestellt. Ich bin sehr gut voran gekommen und war recht schnell durch.
Leider hatte ich beim Lesen kein Kopfkino vor meinem geistigen Auge. Dazu war mir das alles irgendwie zu fremd, denke ich mal. Ich bin in der chinesischen Kultur absolut gar nicht bewandert und habe keine Ahnung, was jetzt etwas Besonderes ist und was Alltag. Das hat mir in gewisser Weise auch einen Teil der Faszination genommen. – Sehr schade eigentlich, aber kein Beinbruch, da ich der Handlung trotz allem ganz gut folgen konnte.
Leider waren manche Stellen ein wenig zu ausführlich beschrieben. Wenn ich ein und denselben Vers wirklich 4-mal in einem Buch lesen muss, mit dem ich dann am Ende nichts anfangen kann, verleitet mich das sehr dazu, diese Textstelle dann zu überlesen. Auch wenn eine handelnde Person jetzt husten musste oder so etwas, fand ich das sehr seltsam geschrieben. In dem Moment hat mir das Bild gefehlt, wo eine hustende Person dargestellt wird und eben „hust… hust… hust….“ in einer Sprechblase darüber steht.
Ich glaube, dass die Story mit den nächsten Bänden noch großartiger und vor allen Dingen vollständiger werden kann. So als Einzelband stellt das Buch schon einmal einen gelungenen und vor allem in seinem Stoff neuen Anfang dar. Eine fantastische Welt mit chinesischen Einflüssen, wie ich es so bisher noch nicht gelesen habe.

Bewertung: 4 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Den einen Stern Abzug gibt es, weil ich leider kein Kopfkino hatt und das macht für mich schon irgendwie einen essentiellen Teil der Faszination für ein Buch aus. – Ich möchte aber noch einmal betonen, dass das Buch deswegen nicht schlecht ist. Es ist einfach nur andersartig, neu und so noch nicht auf dem Markt. Es ist kein Fehler, dieser Story eine Chance zu geben, denn es können sich hier wirklich auch neue Denkansätze ergeben und neue Welten eröffnet werden.