
André Milewski
„Die Tränen der Göttin“
Reihe: Frederick Crichton (1)
Verlag: Selfpublisher
ISBN: 9-783-755-70144-6
Länge: 168 Seiten
– gelesen im Oktober 2024 –
Frederick Crichton, der große Professor aus den Geheimakten, hat auch mal am Anfang begonnen. – Erfahren wir mehr darüber!
Klappentext: Goldene, düstere Zeiten …
Im Jahr 1927 ist New York die Stadt der Träume und eine Verheißung für eine große Zukunft.
Eine ebensolche erhofft sich auch der Archäologieprofessor Frederick Crichton, der aus Boston in die Stadt kommt, um eine Beschäftigung im Museum aufzunehmen. Allerdings zerplatzt dieser Traum schnell. Stattdessen findet Crichton sich im Haus eines exzentrischen Millionärs wieder, um diesem die Authentizität eines ägyptischen Artefakts zu bestätigen.
Doch die einfache Aufgabe wird zu einem Albtraum für den Archäologen. Ein Mord geschieht und er gerät ins Visier der Polizei, die ihn für den Täter hält. Crichton bleibt nicht viel Zeit, um den wahren Mörder zu finden und seine Unschuld zu beweisen … (Quelle: Lovelybooks.de)
Inhalt: Frederick Crichton steht am Anfang seiner Karriere und will als Kurator am Metropoliten Museum neu anfangen. – Leider ist die Stelle aber bereits vergeben und Crichton soll bei einem Millionär ein ägyptisches Fundstück in Augenschein nehmen, um wenigstens finanziell etwas entschädigt zu werden.
Das Stück entpuppt sich als Fälschung. Das Leben des Millionärs als mehr Schein als Sein und sowohl die Dame des Hauses, als auch die Frau des Ehepaars, welches zu Gast ist, entpuppen sich als ziemlich mörderisch.
Crichton soll als Sündenbock herhalten, was ihm den elektrischen Stuhl einbringen könnte. Um sich dagegen zur Wehr zu setzen, lässt er sich mit Journalisten und der New Yorker Unterwelt ein.
Fazit: Dieses Buch ist ein Ableger aus den Geheimakten von André Milewski. Frederick Crichton, der Protagonist hier, begleitet in den Geheimakten eine ganze Weile den Weg von Max Falkenburg. Hier soll man nun also etwas mehr über Frederick Crichton selber erfahren.
Dieses Buch erschien 2021 auf dem Markt und wurde als Selfpublisher verlegt. – Allein dahinter steckt jede Menge Mut und Arbeit. Allein das finde ich schon sehr bewundernswert.
Ich freue mich auf die Lektüre!
Es geht von null auf hundert direkt in die Handlung hinein. Sofort hatte ich so eine Art Wiedersehensfreude mit Professor Crichton, der aus der Geheimakten-Reihe leider schon ausgeschieden ist.
Die Story spielt am Ende der 1920er Jahre in New York. Der junge Crichton gerät da in eine Sache hinein, die alles andere als angenehm ist. – Voreingenommene Polizisten und die Begleitumstände der Zeit bauschen die Handlung dann noch einmal gut auf.
Als ich diesen Stoff gelesen habe, konnte ich mir nicht vorstellen, dass aus diesem jungen Mann mal der Professor mit gutem Ruf aus den Geheimakten werden sollte. – Die Handlung ist nach und nach wirklich immer rasanter und gefährlicher geworden. Ich habe mit Crichton mitgefiebert, obwohl es ja eigentlich gut für ihn ausgehen musst.
Als sich die Schlinge immer enger um Crichton Hals zu ziehen beginnt, fing ich an, selber zu rätseln, wer denn nun die Morde begangen haben soll. – Was dann am Ende herausgekommen ist, hat mich komplett überrascht, war auf der anderen Seite aber schon auch irgendwie logisch. – Ich hätte diese Aktion aus der Sicht der Täter allerdings gern noch etwas dramatischer gehabt. Stoff und Möglichkeiten wären in jedem Fall da gewesen.
Die paar Bilder, welche hier zu Hilfe genommen wurden, waren interessant, hätten aber nicht zwingend sein müssen. Sie haben den Text etwas aufgelockert, aber meine persönliche Vorstellung hätte durchaus auch gereicht.
Beim Lesen hatte ich die ganze Zeit ein wirklich großartiges Kopfkino. Stellenweise war mir wirklich so, als würde ich ein Film über die ganze Handlung schauen. Nicht einmal das Gefühl, dass ich den Stoff nur lese, war nicht vorhanden. – Man kann also mit Fug und Recht behaupten, dass mich das Buch wieder voll und ganz in seinen Bann gezogen hat.
Die vielen Namen waren hier mal kein Problem. Die Personen treten nacheinander in die Handlung rein. Auch Nebencharakter haben eine gewisse Tiefe durch irgendwelche Eigenschaften, dass ich sie gut behalten und mir vorstellen konnte. Das hat das Lesen und Verstehen in jedem Fall einfach und angenehm gemacht.
Die Begleitumstände, die Handlung, das Geschehen jener Zeit. – Alles war in jedem Fall sehr gut recherchiert und mit fiktiven Teilen aufgefüllt worden. So ist eine glaubhafte und faszinierende Story entstanden. – In jedem Fall ist es auch sehr gut, dass Herr Milewski am Ende aufklärt, welche Person jetzt real existiert hat, was genau wirklich geschehen ist und welcher Part eben Fiktion war. Das hat, gerade am Ende des Buches, dem ganzen Geschehen noch einmal eine ganz andere Bedeutung gegeben.
Der ganze Schreibstil war so richtig typisch für André Milewski. Fließend, leicht und locker und einfach zu lesen. Die Seiten flogen nur so dahin und am Ende war ich fast schon enttäuscht, dass dieser Ausflug in die Welt der Archäologie schon wieder vorbei sein sollte.
Eine mit 168 Seiten recht kurze Unterhaltung. Aber in jedem Fall eine Gute!
Ich bewerte das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Ein sehr gutes Spin-off aus der Geheimakten-Reihe. Die Erlebnisse eines Archäologien, der sich seinen Namen erst noch verdienen muss und dann in einer alles andere als einfachen Zeit. – Mehr als gelungen!






