[Ebook] Kim Leopold – „Die Magie der Herzen“

Kim Leopold
“Die Magie der Herzen”
Reihe: Black Heart (11)
Verlag: Selfpublishing
EAN: 9-783-754-68374-3
Länge: 75 Seiten

– gelesen im August 2024 –

Der nächste Band einer Reihe, von der ich im Moment nicht so wirklich weiß, was ich davon halten soll. Einzig die Tatsache, dass ich bald alle Bücher durch haben werde, lässt mich am Ball bleiben.

Klappentext: „Während die Hexe Ichtaca auf den Tag ihrer Opferung wartete, musste sie lernen, dass alles im Leben seinen Preis hat und es nur die Frage ist, ob man ihn bezahlen möchte …“ Die gleiche Lektion bekommt auch Alex erteilt, während er seinen irrsinnigen Plan in die Tat umsetzen möchte, Louisa zu retten. Doch nicht überall stößt er damit auf Begeisterung.
Während Mikael und Farrah sich näherkommen, erweist Hayet ihm am Palast der Träume einen Freundschaftsdienst und will sein Herz in Sicherheit bringen. Aber schnell muss Mikael feststellen, dass sich die Vergangenheit manchmal rächt …

Lass dich verzaubern und tauche ein in eine Welt von Gut und Böse! (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Willam ist weiterhin auf der Suche nach seinem Herzen, kann es lokalisieren und ausgerechnet Hayet dazu bringen, es ihm holen zu wollen. Allerdings wird diese dabei erwischt und muss sich mit Emma darüber unterhalten. – Sie erfährt noch einiges über Freya und Willam, aber das nutzt ihr auch nichts mehr.
Ivan erliegt absichtlich seinem Fluch. Er bricht den Schutz von Emma und lässt sich freiwillig versteinern, um herauszufinden, warum Louisa, die auch verflucht wurde, noch immer herumspukt und keine Ruhe findet.
Das Wundenlecken ist noch immer nicht vorbei. Der Angriff auf das Hexeninternat hat in jedem Fall seine Spuren hinterlassen.

Fazit: Das Cover, in diesem Fall in einem zarten Lila gehalten, gleicht den anderen dieser Reihe im Stil sehr. Das ergibt einen hohen Wiedererkennungswert und lässt mich sofort wissen, worauf ich mich hier eingelassen habe.
Positiv bei dieser Buchreihe muss ich mal anmerken, dass es inzwischen eine der wenigen Buchreihen ist, wo wirklich deutlich ist, dass es sich um eine Reihe handelt. Der Reihentitel ist doch wirklich mit der Folgennummer versehen. – Ganz niedlich gemacht, indem ein kleines, schwarzes Herz am unteren Rand angebracht ist.
Die Handlung geht genau da weiter, wo der vorherige Band geendet hat. – Deshalb mus sich gleich vorwegsagen, dass man hier unbedingt die chronologische Reihenfolge einhalten sollte, wenn man auch nur ansatzweise etwas verstehen will.
Die Liste der Charaktere ist inzwischen ganz schön lang, aber irgendwie ist es mir in diesem 11. Band leichter gefallen, die Leute und Orte und Zeiten auseinanderzuhalten. – Gewöhne ich mich etwas so langsam an das Durcheinander?
Das Ding mit der Hexe in der Vergangenheit habe ich noch nicht so wirklich kapiert. Von ihr wird erzählt, auch ihr Schicksal geht irgendwie weiter, aber was das mit dem Geschehen im hier beschriebenen Jetzt zu tun hat, konnte ich noch nicht herauskristallisieren. Während der Anfang mit Freya noch irgendwie interessant und logisch war, stellt sich dieser Handlungsstrang bisher als sinnloses Füllmaterial heraus. – Ganz ehrlich, dann hätte ich Freya leben lassen und hätte ihre Geschichte weiter erzählt.
Alles andere geht so seinen Gang. Es ist deutlich herausgeschrieben, dass sich die Gemeinschaft im Internat inzwischen in Gruppen aufgespalten hat, die jede auf ihre Art versuchen, der Sache und den Geschehnissen Herr zu werden. – Ich könnte mir vorstellen, dass Ivan in der Welt, in der er jetzt durch den Fluch weilt, in den nächsten Bänden durchaus noch seinen eigenen Handlungsstrang bekommt. – Alles andere würde ich direkt als unlogisch empfinden, da ja ansonsten auch Louisa ihre Rolle hinfällig wäre, und die war ja am Anfang so etwas wie die Hauptrolle in dem Geschehen.

Es nervt, dass die Bände hier nur so kurz sind. Ich möchte behaupten, dass dieser hier, mit seinen gerade mal 75 Seiten, der bisher Kürzeste ist. Auch an dem Stil mit den vielen zerrissenen Handlungssträngen hat sich nichts geändert und wird sich wohl auch so schnell nichts ändern. Aber daran habe ich mich inzwischen wohl gewöhnt. Ich sehe die Cover und weiß ganz genau, dass ich jetzt wieder höllisch aufpassen muss.
Auch wenn eine ganze Menge handelnder Personen inzwischen verstorben sind, wird es namenstechnisch nicht leichter. – Ich komme mit Namen nicht wirklich klar und habe hier ziemlich schwerzutun, dass ich am Ball bleibe und auch wirklich verstehe, was ich hier lese.
Ein Kopfkino habe ich hier leider nicht. Dazu ist die Handlung wohl zu zerrissen, durch die ständigen Wechsel. Außerdem geht alles, für meinen Geschmack, viel zu langsam voran. Ich habe noch keinen Plan, wie das irgendwann mal enden soll und wo das noch hinführen kann. – Dazu reicht meine Fantasie nicht aus. Also muss ich warten, bis Frau Leopold so weit ist.

Bewertung: 4 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 Sternen.
Den einen Stern Abzug gibt es für das fehlende Kopfkino. Aber im Gesamten muss ich hier wirklich feststellen, dass ich seit langem mal wieder mit einem Band verhältnismäßig gut zurechtgekommen bin. Da gab es schon katastrophalere Bände in dieser Reihe.

[Hörspiel] Die drei ??? 228 – „Der Ruf der Krähen“

Autor: André Minninger
Regie: Heikedine Körting
Musik: Jan Friedrich Conrad, Detlef Oels, Nathaniel Steinbrecher, Jens-Peter Morgenstern, Thomas Körting
Verlag: EUROPA
Release: 12. Juli 2024
Länge: 1 Stunde 21 Minuten

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – Axel Milberg
Justus Jonas, Erster Detektiv – Oliver Rohrbeck
Peter Shaw, Zweiter Detektiv – Jens Wawrczeck
Bob Andrews, Recherchen und Archiv – Andreas Fröhlich
Goldie June – Irmgard Knef
Gordon Dust – Till Hagen
Roy Hancock – Nicolas König
Kimberly Cryder – Victoria Fleer
Jeffrey – Dietmar Horcicka

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Inhalt:
Peter dreht seine Joggingrunde im Park, als er Hilfeschreie hört. Er erkennt einen Mann, der von einem Schwarm Krähen attackiert wird und kann ihm helfen. – Im Anschluss findet er noch sein verlorenes Portemonnaie und will es ihm zurückgeben, doch da ist der Mann schon über alle Berge.
Als die drei Detektive in ihrem Hauptquartier zusammensitzen, bekommen sie von einem neuen Klienten einen Anruf. Eine sehr eigentümliche Dame, die aber einen Auftrag für die drei Detektive hat und somit sind die Jungs wieder im Geschäft.
Der Auftrag dreht sich um genau den Mann, dem Peter mit seiner Aktion geholfen hat. Er ist ein Forscher und arbeitet mit einem IT-Spezialisten gerade daran, ein Übersetzungsprogramm für Rabengekrächze zu erarbeiten. – Die Auftraggeberin soll nun einfach so aus dem Forschungsprogramm gekickt werden, was sie sich aber nicht gefallen lässt. Die Jungs sollen ihr helfen, den wahren Grund für das seltsame Gebaren des Forschers herauszufinden.
Die Ermittlungen gestalten sich vielseitig und voller Überraschungen. Ganz besonders die Auflösung des Falles kann profaner und gemeiner nicht sein. Da konnte jemand einem Verbrecher noch gerade mal so von der Schippe springen.

Mein Hörerlebnis:
Also ich wäre ja wesentlich ungehaltener, wenn mich jemand bei meinem Sportprogramm stören würde. Peter reagiert wegen so einer profanen Angelegenheit da noch viel zu human. Dieser Junge ist einfach zu gut für diese Welt.
Dass mit den Krähen irgendetwas nicht stimmen kann, war mir von Anfang klar, als sie einen Menschen attackiert haben sollen. – Krähen greifen nicht einfach so Menschen an. Das sind Fluchttiere und keine Angreifer. Dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, war so sicher wie das Amen in der Kirche.
Wie es dann allerdings zu dem Fall kommt, ist auch wieder ein ganz ein dummer Zufall. Sie werden von einer wirklich sehr männlich wirkenden Frau engagiert, weil die aus einem Forschungsprojekt rausgeschmissen worden ist. Dabei stellt sich heraus, dass betreffender Forscher genau der ist, den Peter gerettet hat. – Ein wirklich seltendämlicher Zufall.
Das ganze Projekt mit den Raben, ihrer Verständigung und der schon lang erwiesenen Intelligenz ist auf der einen Seite wirklich sehr interessant, auf der anderen Seite schreit es hier zum Himmel, das irgendjemand verarscht werden soll. Das Ding mit dem Übersetzen der Tierlaute ist so alt, wie die Domestikation der Tiere und immer noch wollen Leute da wirklich noch ernsthaft dran arbeiten?
Der Forscher jedenfalls, verkauft sich und sein Projekt wirklich sehr glaubhaft und wenn die Detektive nicht gewesen wären, hätte er mich wohl am Ende auch um den Finger gewickelt.
Die Jungs ermitteln in alle Richtungen. Sie machen es gründlich und organisiert, wie wir es von den drei Detektiven gewohnt sind und natürlich kommen sie auch zu einem Ergebnis. – Aber was das für ein Ergebnis ist, das kann sich zumindest in Sachen Einfallsreichtum durchaus sehen lassen.

Fazit:
Ich fand diesen Fall so im Gesamten wirklich megagut. Das war nicht alles von Anfang an klar ersichtlich, sondern hat mitten in der Handlung den einen oder anderen Turn hingelegt und dadurch auch eine ganze Menge Raum gelassen, um etwas Wissenswertes über Krähen mitzunehmen. – Ok, ich hab jetzt wieder mehr unnützes Wissen, aber vielleicht wird es ja mal irgendwann zu etwas nütze sein.
Die Schauspieler haben ihre Sache wirklich gut gemacht. Es waren in diesem Fall nicht allzu viele, was es mir unheimlich erleichtert hat, wer jetzt zu wem gehört. Das hat dafür gesorgt, dass ich stellenweise ein sehr gutes Kopfkino vor meinem geistigen Augen gehabt habe.
Die Musik konnte man sich durchaus anhören. Die war nicht so abgedreht wie in manch anderer Folge und die Geräuschkulisse war gut durchdacht und nicht überladen.
Die ganze Handlung war glaubhaft dargestellt, weil die Jungs jetzt auch endlich mal zugeben, dass sie auch mal Hilfe brauchen.
Eine sehr gute und abwechslungsreiche Story, die mich sehr gut unterhalten hat.

[Ebook] Wolfgang Hohlbein – „Der Gejagte“

Wolfgang Hohlbein
„Der Gejagte“
Reihe: Die Chronik der Unsterblichen (7)
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 9-783-732-255907-7
Länge: 328 Seiten

– gelesen im August 2024 –

Band 7 der Chronik der Unsterblichen – ein Wolfgang Hohlbein, wie er nicht typischer sein kann. Auf der einen Seite komplett interessant und auf der anderen Seite toterklärt.

Klappentext: 1565: Nach vielen Jahren der Verfolgung haben der Schwertkämpfer Andrej und sein Gefährte Abu Dun Zuflucht auf Malta gefunden. Doch die Ruhe wird jäh gestört: Der türkische Sultan plant einen vernichtenden Schlag gegen die Insel. Gemeinsam mit den Ordensrittern müssen sich Andrej und Abu Dun für eine verheerende Schlacht rüsten? (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Andrej und Abu Dun verweilen schon seit ein paar Jahren auf Malta, wo Andrej bei den Maltesern als Ritter untergekommen ist. Sie kundschaften den türkischen Herrscher aus, weil dieser wohl Malta und somit den Ritterorden angreifen will. – Nur mit knapper Not können sie entkommen.
Wieder zurück auf Malta gehen die Vorbereitungen auf die große Schlacht los. Aber etwas Bösartiges, ein ähnliches Wesen wie Andrej und Abu Dun selber, treibt auf der Insel sein Unwesen und manipuliert und tötet Leute. Es kann nicht getötet werden, muss aber unbedingt unschädlich gemacht werden.
Außerdem hat Andrej große Probleme mit einem Ritter aus dem Orden. Dieser drangsaliert und misstraut ihm von Anfang an. Immer wieder versucht er, ihn zu gängeln oder in Fallen zu locken. – Bis zu dem Tag, an dem Andrej erdrosselt am Glockenseil hängt und ausgerechnet dieser Typ ihn davon abknüpft.
Andrej und Abu Dun fliegen auf, ob ihres Wesens. Aber sie werden akzeptiert und können auf ihre Art noch helfen.

Fazit: Andrej und Abu Dun stehen auf einem Felsen, über ihnen schwebt im Nebel das Malteserkreuz. Eine mystische Anspielung darauf, um was es hier in diesem Band der Reihe geht. Aber es fällt mir schon auf, dass im Grunde genommen die beiden Schwertkämpfer immer auf einer nebelumwaberden Klippe stehen und der Größenunterschied der beiden fast schon lächerlich anmutet. Aber es wird ja auch in der Handlung immer wieder beschrieben, wie groß Abu Dun ist.

Dieses Buch unterscheidet sich von den bisherigen dieser Reihe. Die Kapitel sind hier nicht einfach durchnummeriert, sondern mit Datum und ungefähren Zeitangaben versehen. Das hat es mir einfacher gemacht, die zeitliche Abfolge etwas zu verfolgen. Aber im Grunde genommen, ist alles chronologisch geordnet erzählt. Es findet eben nur an verschiedenen Orten statt. Aber auch das ist leicht zu verfolgen und gut nachzuvollziehen.
Die stellenweise wirklich langwierigen Gespräche zwischen den Rittern sind in dieser alten und umständlichen Art geschrieben und damit sehr glaubwürdig. Nur leider hatte ich hier das Gefühl, dass die Handlung bei diesen stellenweise wirklich langen Gesprächen zum Erliegen kommt. Allerdings kann man hier sehr gut herauslesen, dass der eine oder andere Ritter oder sogar der Ordensmeister (oder wie sich der Anführer nennt) sich seiner Macht wirklich sehr bewusst ist und dieses auch komplett auslebt.
Abu Dun und Andrej leben zwar beide auf der Insel, aber irgendwie getrennt. Es ist leider nicht herausgekommen, wie es zu dieser Situation gekommen ist, aber Andrej lebt als Ritter im Orden und Abu Dun bei einer verwitweten Frau im Haus. – Die Beziehung zwischen der Witwe und Abu Dun war sehr interessant, wurde aber leider nicht weiter beleuchtet. In jedem Fall wird die Frau von den anderen Bewohner der Insel für ihren “Partner” schon irgendwie verspottet, da dieser ja ganz offensichtlich ein so genannter Muselmann ist. – Einfach nur wieder so typisch Mensch, dass ich über diese Tatsache nicht weiter nachgedacht habe.

Meiner Meinung nach hat Herr Hohlbein mit diesem Buch seinen Hang zu Erklärungen mal wieder so ausgelebt, dass er zum Teil Sachen erklärt hat, die für die Handlungen einfach nicht wichtig sind. Was interessiert mich denn, was mein Gegner im Kampf für eine Haarfarbe hat oder wie er gekleidet ist. – Hau doch einfach zu! – Aber diesen ausführlichen Erklärungsstil kennen wir ja bereits von Herrn Hohlbein bereits. Von daher habe ich mir dazu auch nichts weiter gedacht.
Die Story selbst war irgendwie uninteressant. Ich habe mich nicht wirklich entscheiden können, ob es sich nun um dieses komische Wesen oder die Türken, oder um die Malteser drehen sollte. Allerdings hatte man als Leser einen guten Einblick auf das Leben der Ritter seinerzeit. – Ich bilde mir mal ein, dass Herr Hohlbein hier schon die eine oder andere Recherche angestellt hat.
Ich habe das Buch gelesen, damit ich die Reihe irgendwann vollständig gelesen habe. Aber das war es dann auch schon wieder. – Ein Highlight war es nicht und Wiederholungsbedarf habe ich auch nicht.
Bleibt mir nur noch zu sagen, dass man die Bücher gerne auch außerhalb der chronologischen Reihenfolge gut lesen kann. Zwar wird im Gesamten hier eine Reise durch die Länder und die Zeit beschrieben, aber alles wichtige, was im Vorfeld schon mal irgendwie geschehen ist, wird im Fall der Fälle noch einmal kurz angerissen. Und es handelt sich hier um Fantasy. Da sollte es den geneigten Leser wirklich nicht wundern, wenn hier mal Wesen mit irgendwelchen übernatürlichen Kräften auftauchen.

Bewertung: 4 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Leider haben mich die umständliche und ausführliche Redeweise hier etwas zu sehr von der Story abgelenkt, als dass ich hier wirklich alles gespannt verfolgt hätte. Ein Kopfkino gab es leider nur stellenweise und dass schon wieder so viele Menschen sterben mussten und Andrej und Abu Dun Verluste hinnehmen mussten, fand ich auch nicht so toll. Die Frau hätte wirklich Besseres verdient gehabt. Und auch den Ausgang der Schlacht und den Fortgang der beiden hätte ich noch aufgelöst. – Nur der Vollständigkeit halber.

Meine Woche 42. Kalenderwoche 2025

Geärgert:
Nö, nicht dass ich wüsste.

Gefreut:
Am Freitag Morgen, als ich ins Wochenende gefahren bin und die die mir entgegen kamen noch einmal auf Arbeit mussten *lach

Gedacht:
„Oweia … bald geht die Weihnachtszeit los …“

Gefragt:
Ob ich die Kekse mal probiere ?! (Fazit)

Genervt:
Diese Woche war tatsächlich nichts da, was mich genervt hat. Ich hatte meine Lieblingsschicht, konnte ausreichend lesen und war eigentlich rundrum zufrieden.

Gefühlt:
hochmotiviert – die haben mich auf Arbeit deswegen alle schräg angesehen. Warum nur?

positiv:
Ich hatte meine Lieblingsschicht (Nachtschicht)

negativ:
Das Wetter. – Dieses ewige Grau drückt schon irgendwie schon ganz schön aufs Gemüt. Man muss sich richtig zwingen, mit dem Hund an die frische Luft zu gehen, damit man feststellen kann, dass es am Ende doch gut tut.

Gelitten:
An Ko-Na-Schu – Ich hab dann mal angefangen, so ein paar Übungen zu machen und mein Massagegerät anzusetzen. Das hilft immer. – Dass ich das aber auch immer so schlimm werden lassen muss, bevor ich was mache.

Genossen:
Den Backtag gestern – irgendwie war das toll, dass die Backröhre im wahrsten Sinne des Wortes heiß gelaufen ist. – Erst die Kekse und dann einen dicken fetten Zwiebelkuchen. Der war lecker und so viel, dass ich noch was einfrieren konnte.

Gewesen:
auf Arbeit, im Lebensmittelhandel, Hundegassi

Getroffen:
Arbeitskollegen und eine alte Bekannte genau an ihrem Geburtstag. Das war natürlich ein gefundenes Fressen *lach

Gesucht:
Nach Motivation endlich mal wieder was zu häkeln

Gefunden:
nichts, keine Motivation

Gelacht:
Was ist der Unterschied zwischen Spüli und Gleitgel? (vorsicht der kommt versaut)
Das Spüli spaltet die Fette und das Gleitgel fettet die Spalte (rotwerd)

Geweint/Getrauert:
Nö, diese Woche haben mich sämtliche Gefühlsschwankungen mal sehr angenehm in Ruhe gelassen.

Gewundert:
Wenn man zum Fenster rauskuckt wirkt das Wetter so eklig und bäh und wenn man dann raus geht, ist es doch ganz angenehm.

Gegessen:
Zwiebelkuchen, Kekse (auch wenn nicht so lecker wie sie ausgesehen haben)

Genascht:
hm… das ging die Woche eigentlich. Ab und zu mal ein Lutschbonbon.

Getrunken:
Bierchen, Eistee, Tee und Eierlikör

Gehört:
Fünf Hörspiele aus der Reihe: Geister-Schocker

Gegoogel
7. Band der Gefüle von Rose Snow und im Moment „Hexenzorn“ von Valentina Fast

Gesehen:
Mehr so nebenher dudeln lassen. So Youtubevideos mit ner Art Enspannungs- oder Instrumentalmusik. Als Geräuschkulisse beim Lesen.

Gebastel/Gespielt/Gehandwerkt/Geschrieben:
Nur Rezis

Getan:
die Nachtschicht förmlich gelebt

Gekauft:
Lebensmittel und Backzutaten (wobei das ja eigentlich auch Lebensmittel sind …)

Gelernt:
Kekse können lecker aussehen, müssen aber so nicht schmecken.

Geschenkt (bekommen):
diese Woche bin ich wieder leer ausgegangen

Geschlafen:
mal mehr, mal weniger gut

Geträumt:
nicht bewusst, zumindest

Geplant:
die 2. Schicht durchstehen – die mache ich nämlich nun wieder nicht wirklich gern. Ist zwar schön, dass man ausschlafen kann, aber dafür ist zum Feierabend der Tag dann aber mal wirklich rum.

Fazit

Ich bin in letzer Zeit irgendwie vermehrt auf Pinterest unterwegs. Ist ja am Ende auch nichts weiter als eine Suchmaschine, aber eben bilderbasiert. – In jedem Fall bekomme ich haufenweise Plätzchenrezepte in die Timeline gespült. Unter anderem ein schokoladiges Spritzgebäck, was mich irgendwie nicht mehr losgelassen hat. – Das Ende vom Lied: Ich habe sie probiert und war am Ende nicht so begeistert, wie noch zu Anfang. Das wird wohl ein Rezept gewesen sein, wass ich das erste und das letzte Mal gemacht habe.

Fusselhundgewicht letzte Woche: 3.800g
Fusselhundgewicht diese Woche: 3793g – Das macht ein kleines Minus von 7g
Ich will jetzt hier, wegen den 7g keine Panik schieben. Er ist körperlich gut drauf, spricht wirklich richtig gut auf dieses Nahrungsergänzungsmittel an. – Ich denke mal, dass wir uns so bei den 3800g plus minus einpendeln werden. Ist zwar am unteren Ende vom Gewicht, aber noch nicht mager. Von daher will ich mal ruhig bleiben.

Saturday Sentence – „Hexenzorn“

1. Nimm deine aktuelle Lektüre

Seit die 17-jährige Isabelle Monvision aus ihrer Heimat verbannt wurde, ist nichts mehr, wie es mal war. Nicht nur hat sie ihre Hexenfähigkeiten vollständig eingebüßt, auch das Vertrauen zu Gaston ist mit den vergangenen Geschehnissen zu Bruch gegangen. Dennoch kämpft sie sich mit ihm und seinen Freunden durch die zahlreichen Gefahren des Magischen Waldes – wissend, dass sie nur im Reich auf der anderen Seite der Berge in Sicherheit sein kann. Mit allen Mitteln versucht Gaston sie auf dem unsicheren Weg dorthin zu beschützen. Dabei ahnt keiner von ihnen, dass dies nur der Anfang ist und Isabelle die Schlüsselfigur eines jahrhundertealten Krieges werden wird… (Quelle: Lovelybooks.de)

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein „Saturday Sentence“ lautet. (Bei Ebooks Position 158)

Er konnte wahrscheinlich ohnehin nur meine Umrisse sehen, ebenso wie ich seine.

Valentina Fast – „Hexenzorn“ (Belle et la magie 2) ; ISBN: 9-783-646-60266-1

3. Und wie ist es bisher?
Ich komme wirklich sehr gut voran. Stellenweise bremse ich mich auch. Das heißt, dass ich beim Lesen innehalte und mir bewusst mache, dass ich das auch langsam und ordentlich lesen kann. Ich möchte doch schließlich mitbekommen, wie sich das Unheitl über der Protagonistin zusammenbraut.

Es handelt sich hier um den zweiten Band einer zweiteiligen Reihe, wo ich aber sage, dass der erste Band unbedingt vorher gelesen werden muss. Die Handlungen der Bücher bauen chronologisch aufeinander auf und gerade im zweiten Teil baut sich mehr Spannung und Veständnis auf, wenn man eben die Vorgeschichte der Protagonistin kennt.
Mal ganz abgesehen davon, dass dieses Hexenthema mit Wicca und Zauberern hochgradig spannend ist, ist hier auch der Weltenbau so herrlich. Wenn das Wicca-Reich beschrieben wird, sehe ich immer so eine Mischung aus Hoghsmade und moderner amerikanischer Highscool vor mir. *lach

Die Lektüre lohnt sich in jedem Fall.

Fusselfreitag #283

Fussel tankt Sonne

Nach den ersten Herbsstürmen hat die Sonne noch einmal volle Kanne runter geknallt. Da wir nicht wussten, wie lang das so ganz allgemein noch möglich ist, haben es sich Herr Fussel und ich einfach mal noch in den Strahlen gemütlich gemacht. – Es ist Wahnsinn, wie Sonne gleich das Gemüt anhebt. So toll!

[Hörspiel] Geister-Schocker 20 – „Der Schattenspiegel“

Autor: Markus Winter
Regie: Markus Winter
Musik: Oliver Baumann, WinterZeit Studios, Remscheid
Verlag: Romantruhe
Release: 22. Juli 2011
Länge: 1 Stunde 12 Minuten

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – Karlheinz Tafel
Jane Carter – Katrin Heß
Sam Shade – Robert Missler
Calahan – Till Hagen
Sheila Carter – Marie Bierstedt
Sir Geoffrey Carter – Walter Gontermann
Georg MacIntyre – Mario Hassert
Gräfin Waldorf – Hildegard Meyer
Basil McNabb – Thomas Danneberg
Miguel – Michael-Che Koch
Michael – Boris Tessmann
Sprecher der Kurzgeschichte ‚‚Die Chimäre‘‘ – Hildegard Meier

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Inhalt:
Die Gräfin ist mit Hilfe ihres Chauffeurs zu einem Hotel unterwegs, wo sie ausspannen will. Es ist bereits spät, dunkel und schon auf dem Weg begegnen ihnen seltsame Kinder, welche einfach vor das Auto laufen.
Im Hotel angekommen, wird es immer schräger. Ein debiler Page, ein aufgeregter und blasierter Hotelier und seltsame Begebenheiten in der Nacht.
Die Gräfin glaubt sich unverstanden und allein auf weiter Flur und beginnt selber zu ermitteln. Was die Polizei irgendwann dazu bringt, ihr Inkognito vor der alten Dame zu lüften. – Polizei und Hobbydetektivin machen sich gemeinsam auf die Suche in die Katakomben des Hotels, welches so langsam aber sicher seine krausame Vergangenheit enthüllt.

Mein Hörerlebnis:
Am Anfang dachte ich wirklich, ich wäre nicht zum Gruseln, sondern zum Lachen hier. Der Chauffeur missachtet ja mal alle Regeln dessen, was ein guter Chauffeur zu beachten hat. Es kam mir schon etwas seltsam vor, dass der Typ seiner Chefin tatsächlich Widerworte gibt und allgemein aufsässig ist. – Das Ganze hat einen ziemlichen Slapstick-Charakter, sodass die ersten komischen Gestalten in der Dunkelheit und der erste Grusel direkt unter gehen.
Im Hotel angekommen, habe ich die Türklingel einfach nur gefeiert. – Auf so eine Idee muss man auch erst einmal kommen. Oder hat den Hörspielmachern hier einfach nur das Geräusch eines Gongs gefehlt?
Das Hotel selber wirkt zunächst relativ normal. Es scheint heruntergekommen zu sein. Nicht wirklich vorteilhaft bewirtschaftet, aber was daran gruseln soll, war mir zunächst schleierhaft.
Die Gräfin entwickelt sich im Laufe der Handlung zu einer Art Miss Marple für Arme und hat mir immer mal wieder den einen oder anderen Schmunzler entlockt. Dieser ganze Charakter ist so ein Ding für sich und fällt, meiner Meinung nach, des öfteren mal aus seiner Rolle. Was ihn aber nur sympathischer macht und trotz des Adelstitels menschlicher wirken lässt.
Dann wird es endlich kruseliger. – So ein wenig zumindest. Die Geschichte des Hauses wird aufgegriffen, erklärt und eine Verbindung zum Vorbesitzer wird hergestellt. Zunächst sind es nur gruselige Marionetten, junge Frauen, die scheinbar irgendwie in Gefangenschaft geraten sind und jetzt gut Hörbar leiden, aber dann kommt auch dieser alte, tot geglaubte Puppenspieler wieder ins Spiel. Und natürlich der Teufel. Der Teufel und seine Macht, die die menschliche Seele verdirbt.
Die Handlung selber ist schon irgendwie schlüssig, wenn man mal ins Übernatürliche mitdenkt und akzeptiert, dass man sich hier im Genre des Fantasy bewegt. Aber wirklich neu ist sie nicht.
Auch hier hatte es wieder eine Kurzgeschichte im Anschluss. – Ich hoffe mal, dass das jetzt nicht so bleibt. Für meinen Geschmack zu viel des Guten und dann thematisch nicht mal Hörspiel passend. Wenn man wenigstens gleiche Kreaturen hätte, eben nur unterschiedlich umgesetzt.

Fazit:
Die Story hat etwas gebraucht, bis sie wirklich in Fahrt gekommen ist, aber als es dann zum großen Finale gekommen ist, wurde wirklich alles aufgefahren, was die Fantasy im Jahre 2011 so zu bieten hatte. Auch für damals keine Story, die jetzt wirklich neu war, aber in jedem Fall hat sie mich gut unterhalten.
Die Schauspieler haben hier alle einen guten Job gemacht. Trotzdem konnten sie am Ende nur das spielen, was das Skript vorgegeben hat. Das führte dazu, dass ich den Hoteldirektor für seine Schlüsselrolle dann doch etwas zu flach und uninteressant fand und die Gräfin sich stellenweise ziemlich lächerlich gemacht hat. Einen kleinen Logikfehler sehe ich darin, dass unbeteiligte Hotelgäste angeblich nichts weiter von diesen Spukdingen mitbekommen haben wollen. Sorry, aber das fand ich dann doch etwas unlogisch.
Ansonsten ist diese Hörspielreihe eben ein Kind ihrer Zeit. Aus heutiger Sicht wirkt die ganze Machart eben altbacken und antiquiert. Allerdings fand ich das wieder ziemlich unterhaltsam und nicht so überladen, wie es heutzutage mitunter gemacht wird. – Die Reihe ist so etwas wie „mein nach Hause kommen“.

In jedem Fall macht die Story eines der Highlights bisher aus und ich denke, dass wir von dieser Gräfin eventuell noch einmal etwas hören werden. – Kann das nicht ein Prequel zu einer neuen Reihe sein? Das wäre doch mal etwas, was ich mir in jedem Fall anhören würde.

[Hörbuch] Nicole Böhm – „Im Gefüge der Zeit“

Nicole Böhm
„Im Gefüge der Zeit“
Reihe: Die Chroniken der Seelenwächter (32)
Verlag: Lausch Phantastische Hörbücher
EAN: 4260158976473
Länge: 4 Stunden 10 Minuten
Sprecher: Pia-Rhona Saxe, Jan Langer, Cornelia Prescher, Richard Lingscheidt

– gehört im August 2024 –

Es ist komisch, wenn ich die Hörbücher jetzt zu Hause hören muss, wo ich doch genau so gut lesen könnte, wenn ich nichts anderes zu tun habe. – Aber ich bin nun einmal derzeit ohne Job und will auf meine Bücher nicht komplett verzichten. Dann eben weniger, aber weiter.

Klappentext: Es ist soweit: Die Konfrontation mit Kedos steht erneut bevor. Während Will und Anna in der Vergangenheit alles daransetzen, die restlichen Essenzen zu entfachen, holt Kedos in der Gegenwart zu einem gigantischen Schlag aus.
Mit Jaydee auf seiner Seite kann er tief in die Welt der Seelenwächter eindringen. Auch Jess muss sich ihrer neuen Kraft stellen, die sie fast den Verstand gekostet hätte. Nun muss sie lernen, die Visionen zu kontrollieren, doch zuerst braucht Jaydee ihre Hilfe.
Ein Tauziehen beginnt. Die Seelenwächter gegen Kedos. Kedos gegen die Dowanhowee.
Welches Schicksal soll sich erfüllen? (Quelle: Thalia.de)

Inhalt: Anna und Will sind in der Vergangenheit sehr erfolgreich, indem sie die Essenzen der Elemente wieder entfachen können. Zuerst das Feuer, dann die Luft. – Wieder im Besitz ihrer Kräfte kommt Anna die Idee, wie sie ihre Erkenntnisse ihren Leuten in der Zukunft mitteilen können. Sie fertigen Höhlenmalereien an, die ihre Leute in der Gegenwart dann auch wirklich finden, und die ihnen weiter helfen können.
Ben erliegt seinen Schussverletzungen und wacht als seelensaugendes Geschöpf der Dunkelheit wieder auf. Seine einstigen Freunde sind jetzt seine Feinde.
Jess kann aus ihrer Vision zurückgeholt werden. Ihr Vater muss dabei leiden, da er er es in Jess ihrer Welt nicht lang aushält. Aber Jess ist erst einmal gerettet und ihr wird bewusst, dass sie sich nun mit dieser neuen Kraft zurechtfinden muss.

Fazit: Was ist denn das für ein Coverbild? Das hat ja mal null Komma nichts mit der Story selber zu tun? Sind da mal wieder die Pferde mit dem Grafiker durchgegangen? – Wenn ich die Reihe nicht so oder so durchhören wollen würde, dann hätte ich nur aufgrund des Covers definitiv nicht zu diesem Buch gegriffen.
Die Story geht erst einmal da weiter, wo der vorherige Band aufgehört hat. Die Handlung spinnt sich langsam aber sicher etwas weiter. Dabei ist wirklich jede noch so kleine Kleinigkeit genauestens erklärt, was die Handlung stellenweise zum Stehen bringt, was mich persönlich so ziemlich auf die Palme bringt. Jedes Mal wieder.
Aber diese ausführlichen Erklärungen haben den Vorteil, dass sich der Stoff mal eben so einfach weghören lässt, ohne dass man hier großartig aufpassen müsste.
Was mit Ben, als einer der wichtigsten Figuren passiert, hat mich ja schon ein wenig schockiert. Frau Böhm hat wohl stellenweise eine ziemlich fiese Ader. – Sie macht Ben zu einem Schattendämon, nach seinem Tod. Das hat jetzt den Vorteil, dass er weiter in der Handlung bleiben kann, aber auch den Nachteil, dass seine Freunde dann jetzt wohl seine Feinde sind.
Die Handlung von und mit Jess und Jaydee ist ein wenig zum Erliegen gekommen und im Moment auch nicht wirklich interessant.
Anna und Will weilen nach wie vor in der Vergangenheit und können dort die Essenzen der Elemente neu entfachen. – Diese Story hört sich so ein wenig wie ein Zeitparadox an. Ist diese ganze Seelenwächterwelt am Ende nur entstanden, weil Anna und Will in der Vergangenheit gefangen waren? Dieser Handlungsfaden nimmt in jedem Fall jetzt langsam aber sicher wirklich hochgradig interessante Züge an.

Die ganze Reihe baut sehr stark aufeinander auf. Der Interessent ist quasi gezwungen, alles der chronologischen Reihenfolge nach zu hören. Ansonsten hat man absolut keine Chance auch nur ansatzweise zu verstehen, um was es genau hier geht. Die ganze Story ist ein Handlungsstrang, der aber auf über 40 einzelne Teile aufgeteilt worden ist.
Gelesen hätte ich diese Buchreihe schon lang aufgegeben. Beim Hören kann man immer noch mal etwas nebenher machen. – Ich habe keine Ahnung, worin die Faszination dieser Handlung besteht. Aber auf der einen Seite mag ich nicht weiter hören, auf der anderen Seite bin ich aber neugierig und möchte wissen, wie das aus geht.

Bewertung: 4 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 Sternen.
Die Handlung hat mit Ben seinem Schicksal einen mächtigen Haken geschlagen und ich denke mir mal, dass da noch einiges kommen kann. Die nervige Liebelei zwischen Jess und Jaydee hat mal ein wenig pausiert und Platz für die richtige Handlung gemacht. Das fasziniert mich dann mehr als eine mehr oder weniger unglückliche Liebe.

[Hörspiele] Geister-Schocker 19 – „Der Götze vom anderen Stern“

Autor: Earl Warren
Regie: Simeon Hrissomallis und Markus Winter
Musik: Oliver Baumann, WinterZeit Studios, Remscheid
Verlag: Romantruhe
Release: 24. Juni 2011
Länge: 1 Stunde 5 Minuten

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – Karlheinz Tafel
Rick McCourtney – Michael-Che Koch
Sandra McCourtney – Marie Bierstedt
Marjorie Donnegan – Johanna Hanke
Catherine McCourtney – Barbara stoll
Wade Wessup – Mario Hassert
Sheriff Bob Ollinger – Thomas Danneberg
Kassiererin – Victoria Sturm
Mrs. Wiley – Hildegard Meier
Dr. Hobbson – Peter Groeger
Boyd Bötticher – Walter Gontermann

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Inhalt:
Sandra stellt fest, dass sie von ihrem Freund Rick ein Kind erwartet. Als sie es ihm sagt, reagiert er ganz anders, als sie das erwartet hatte. Er ist nicht böse, sondern freut sich statt dessen darauf, mit ihr eine Familie zu gründen.
Die beiden heiraten und ziehen dann gemeinsam nach Storeyville. – Doch schon auf der Anreise macht sich eine ihnen unbekannte Frau Sorgen um Sandra und das ungeborene Kinde.
In Storeyville angekommen, werden die beiden mit einem riesengroßen Tamtam empfangen, beziehen ihre eigene Wohnung und versuchen sich einzuleben. Doch Rick fängt sehr schnell an, seltsame Verhaltensweisen an den Tag zu legen. Nächtliche Ausflüge, immer herrischer werdendes Gehabe bis hin zur Verharmlosung des Kultes, welcher in Storeyville sein Unwesen treibt.
Sandra kommt, allen Bemühungen zum Trotz, hinter das Geheimnis ihres Mannes. Ihr wird offenbart, warum sie schwanger werden musste, warum das von Rick am Ende alles inszeniert war und was man mit dem Kind alles so vor hatte. – Sie will fliehen und erhält dabei Unterstützung.

Mein Hörerlebnis:
Die Story hat sich von harmlos und normal bis hin zu einem mehr als haarsträubenden Abenteuer entwickelt.
Am Anfang hatte ich auch dieses mulmige Gefühl, welches Sandra gehabt haben muss, als sie ihre Schwangerschaft dem werdenden Vater mitteilen musste. Aber schon da hat mich der junge Mann mit seiner Reaktion überrascht. Ich dachte wirklich, dass er ihr in dem Moment eine übelste Szene machen wird. Aber dem war nicht so. Stattdessen fängt er direkt mit der Familiengründung und der Planung eines neuen und so friedlichen und abgesicherten Lebens an. – Im Nachhinein habe ich mich gefragt, wie der junge Mann angeblich so reich sein kann und seiner Freundin das bis dato nicht erzählt hat. Sowas wird doch unter chauvinistischen Männern gern mal getan, um die Damen an sich zu binden.
Es gibt einen Szenenwechsel und das junge und inzwischen verheiratete Paar befindet sich auf der Reise nach Storeyville. – Ich habe mir hier ein kleines verträumtes Kleinstädtchen mit ländlichem Charakter vorgestellt. Aber dann treffen die beiden auf die ältere Dame, welche die frisch gebackene Ehefrau über dieses Städtchen und seine Bewohner aufklärt. – Ab da gingen bei mir sämtliche Alarmglocken an. Die ganzen Bedingungen kamen mir in dem Moment wirklich mehr als konstruiert hervor.
Die beiden beziehen ihre neue Wohnung, eine Etage im Haus der Cousine des jungen Ehemannes und versuchen sich einzuleben. Und während Rick immer seltsamer zu werden scheint, kommt Sandra das alles mehr und mehr seltsam vor. – Hier kristallisiert sich auch heraus, dass die junge Frau gegen das komplette Städtchen absolut keine Chance hat. Die stecken hier alle unter einer Decke.
Sandra findet, sehr zum Missfallen ihres Ehemannes, mehr und mehr heraus und will am Ende fliegen, was sich die Kultanhänger aber absolut nicht gefallen lassen können, das sie ja das Kind brauchen.
Bis zum Ende der Handlung wird noch einiges von dem Kult, seinem Gedankengut und dem ganzen Verbrechen hinter der Sache offenbart, bis es zu einem wirklich hochdramatischen Finale kommt.
Sandra ist eine wirklich taffe Person und mutet sich in ihrem Zustand ziemlich viel zu. Ja, sie hat Erfolg mit ihren Unternehmungen und es ist natürlich mehr als klassisch, dass die Wehen dann auch wirklich auf der Flucht einsetzen.
Vom Ende her, war die ganze Dramatik dann für meinen Geschmack zu schnulzig aufgelöst, aber was will eine junge Frau auch machen, wenn sie ihrer kompletten Hoffnungen beraubt wurde.

Fazit:
Aufgrund des Titels hätte ich mir dann doch etwas mehr von diesem Götzen gewünscht. Mehr von seiner Geschichte und seinem Vorhaben. Aber was das anging, wurde alles in diesen Kult gelegt, aber was dieser Kult nun wirklich am Ende bezwecken will, wurde nicht so gut erklärt. Das hätte meiner Meinung nach noch einmal richtig guten Stoff gegeben.
Das Hörspiel selber wirkt stellenweise übertrieben theatralisch. Ich denke hier ganz besonders an diesen Sheriff, der wirklich stellenweise extrem liebeskrank wirkt. Er bekommt von seinem Vorgesetzten nun schon die Pistole auf die Brust gesetzt, aber vernünftig wird er deswegen dann auch nicht.
Das Ding mit der Schwangerschaft war auch bisschen ganz schlimm hoch gepuscht. Immer wieder und bei jeder Kleinigkeit wurde die junge Frau auf ihren Zustand angesprochen. – Das ja mal mehr wie weltfremd. Entweder das Kind nistet sich ein und schafft es, oder eben nicht. Die Frau ist in der Zeit aber nicht krank.
Die Geräusche fand ich besonders gut, als die Kreaturen ins Spiel kamen. Da hatte ich so richtig herrlich abartige Geschöpfe vor meinem geistigen Auge. Als das Fluchtauto dann aber immer erst beim zweiten Starterversuch ansprang, wirkte das Ganze schon mächtig konstruiert und künstlich hoch geputscht.

Die Story ist eigentlich sehr gut, die Umsetzung als Hörspiel nur stellenweise gelungen. Und die Kurzgeschichte am Ende hat mich dann auch nicht mehr wirklich vom Hocker geholt. Meiner Meinung nach ist dieser Anhang dann doch etwas zu viel. Da hätte man besser etwas eigenes draus geklöppelt.

[Buch] Michael Tsokos – „Dem Tod auf der Spur“

Michael Tsokos
„Dem Tod auf der Spur“
Verlag: Ullstein
ISBN: 9-783-548 -37713-1
Länge: 260 Seiten

– gelesen im September 2024 –

Der Tod ist mannigfaltig. Gewollt oder nicht, aber oftmals ungewollt spektakulär. Dieses Buch hat mich emotional komplett gefordert.

Klappentext: Verkohlte Skelette, erschreckende Funde in vernachlässigten Möbelstücken, eine Wasserleiche in ungewöhnlicher Kleidung, verstümmelte Körperteile – täglich hat es Prof. Dr. Michael Tsokos mit Toten zu tun, die mitunter auf mysteriöse Weise ums Leben gekommen sind.

Dreizehn spannende, wahre und ungewöhnliche Verbrechen – detailreich erzählt von Deutschlands bekanntestem Rechtsmediziner und spannender als ein Krimi.

Die Koryphäe der Rechtsmedizin Prof. Dr. Michael Tsokos wird zu Rate gezogen, wenn festgestellt werden muss, ob Selbstmord, ein Unfall oder doch Mord die Todesursache war. Seine rechtsmedizinische Expertise trägt maßgeblich zum Erfolg der Ermittlungsarbeit der Behörden bei. So ist der Rechtsmediziner regelmäßig als Experte im In- und Ausland tätig, beispielsweise für das BKA bei der Identifizierung der Opfer von Terrorangriffen und Massenkatastrophen. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Michael Tsokos ist wohl Deutschlands bekanntester Rechtsmediziner. In diesem Buch lässt er den Leser hinter die Kulissen seines Berufes blicken. Anhand von 10 Fällen klärt er auf, wie ein Rechtsmediziner vorgeht, wenn er eine Leiche auf den Tisch bekommt. Der Leie bekommt aufgezeigt, anhand welcher Befunde man was ablesen kann und warum es den perfekten Mord im Grunde nicht gibt.
Fachbegriffe fließen mit ein und werden fast nebenbei erklärt. – Für mich hat sich hier ein Bild von einem Berufsalltag ergeben, was die komplette menschliche Gefühlspalette umfasst.

Fazit: Ich habe schon neuere Werke von Michael Tsokos im Regal stehen. Aber irgendwie war ich der Meinung, dass ich alle seine Bücher lesen möchte. Schön in der Reihenfolge, wie sie erschienen sind.
Meine Reise startet mit diesem Buch, aus dem Jahr 2009. – Himmel! Der Mann auf dem Cover erschien da noch Blutung! Und ich musst hart nach dem Buch suchen, und habe es am Ende nur noch gebraucht bekommen. Aber ein sehr guter Zustand. Somit konnte ich damit leben.

Das Buch hat mich von Anfang an komplett gefesselt und in seinen Bann gezogen. Das lag aber auch daran, dass Herr Tsokos einfach unheimlich spannend erzählen kann. Faszinierend beschreibt er seinen Arbeitsalltag. Nüchtern und sachlich beschreibt er Fälle und ist dabei doch nicht emotionslos.
In jedem Fall kommen hier knallharte Fakten auf den Tisch. Wie und wo wird die Leiche gefunden. Wie ist ihr Zusant, welche Untersuchungen sind möglich und welche wurden gemacht. – Fast war es mir, als wäre ich selber an der Aufklärung der Morde beteiligt gewesen. Aber in jedem Fall war ich emotional hier ganz schön gefordert. Es handlet sich schlicht nicht um Fiktion, sondern um die knallharte Realität.
Von allen hier besprochenen Fällen ha mich der de kleinen Jessica am meisten mitgenommen. Ich kann absolut nicht verstehen, wie die eigene Mutter ihr Kind so vernachlässigen kann.
Aber auch Selbstmordfälle bergen so manches Geheimnis und verraten den Grad der Ernsthaftigkeit hinter der Absicht.
Ein spannender, lesenswerter und sehr gut erklärter Einblick in die Arbeit des Rechtsmediziners, der kein Pathologe ist, wie anfangs gleich aufgeklärt wird.

Ich hatte hier ein Taschenbuch in der Hand, welches aber sehr angenehm geklebt war. Es lies sich wirklich sehr gut und angenehm einfach handeln und auch die Seitenaufteilung mit der Schriftgröße war sehr augenfreundlich. – Dauerlesen war absolut kein Problem und somit hatte ich das Buch in quasi zwei Sitzungen durchgelesen.
Die einzelnen Fälle waren sehr gut und sehr bildlich erklärt und ich hatte stellenweise Bilder vor meinem geistigen Auge, die ich lieber nicht gehabt hätte. – Die Seiten sind unter der Lektüre nur so dahingeflogen und eins fix drei war das Buch auch schon wieder zu Ende.
Die ganze Zeit bin ich hier zwischen Fassungslosigkeit und Faszination hin und her gewechselt. Es war spannend, wie verzweifelt Menschen sein können, um solche Taten zu begehen.
Fachbegriffe, die bei diesem Thema unvermeidbar sind, wurden sehr gut erklärt und am Ende bin ich mir fast wie ein kleiner Experte in diesen teilweise verwirrenden lateinischen Begriffen vorgekommen.
Der Mann und sein Beruf faszinieren mich einfach nur total. Ich kann mich einfach nur dazu beglückwünschen, seine Bücher endlich in Angriff genommen zu haben und mir nun jeden Monat eines gönnen zu können.

Bewertung: 5 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Ich weiß nicht, wann mich ein Fachbuch so fasziniert hat. Das hier hat mich jedenfalls komplett geflasht und dafür gesorgt, dass ich nun noch überzeugter vom Content dieses Mannes bin.