Meine Woche 8. Kalenderwoche 2026

Geärgert:
Über die dummen Sprüche der Kollegen aus der anderen Schicht. – Also ob man als Leiharbeiter etwas dazu kann, ob man abgemeldet wird oder nicht.

Gefreut:
Dass ich nun doch erst einmal in dem Betrieb bleiben kann. – Auch wenn es psychisch alles andere als einfach ist.

Gedacht:
Oweia… die Aufträge werden scheinbar von Tag zu Tag weniger.

Gefragt:
Wo soll das noch enden. Die machen den Betrieb doch bald dicht.

Genervt:
Von der Wärme in der Halle. – Ganz ehrlich, da wollen sie Geld sparen, überheizen aber die Produktionshalle total und pulvern das Geld so zum Fenster raus.

Gefühlt:
Ich habe Schnupfen bekommen. – Nicht so toll.

positiv:
Ich hatte 2. Schicht und konnte so etwas länger schlafen.

negativ:
Der Schnupfen macht imemr malw ieder einen dicken Kopf.

Gelitten:
Naja, so schlimm war es dann nun auch nicht.

Genossen:
Die getrocknete Mango, die ich mir am Mittwoch gegönnt habe.

Gewesen:
auf arbeit, Einkaufen und Hundegassi

Getroffen:
Kollegen

Gesucht:
kreative Energie

Gefunden:
öhm

Gelacht:
Steht ne alte Frau am Grab, neben ihr schaufelt der Friedhofsgärdner gerade das Loch vom Grab ihres Mannes zu. Er so: Ich habe gehört, ihr Mann ist 105 gewordne, alle Achtung. Wie alt sind Sie denn, wenn ich fragen darf.“ Sie: 102 Der Gärtner: „Soll ich das Loch gleich offen lassen?“ – Der is derbe, ich weiß.

Geweint/Getrauert:
Nein, so schlimm war es nicht.

Gewundert:
Ja huch, da hat sowas Gelbes am Himmel rumgebammelt. – Kenn ich gar nicht. Was soll das sein?

Gegessen:
Wir haben beim Lieferdienst bestellt. Ich hatte gebratenen Reis mit Huhn und Gemüse.

Genascht:
getrockenete Mango und Himbeerbonbon

Getrunken:
Viel Zitronenwasser – wegen dem Vitamin C gegen den Schnupfen

Gegoogelt:
so einiges

Gesehen:
Youtube-Videos von Dr. Tsokos

Gebastel/Gespielt/Gehandwerkt/Geschrieben:
Rezis, jede Menge davon. War wieder eine Woche, in der ich viele Hörspiele gehört habe.

Getan:
gearbeitet, gassi gegangen und recht viel geschlafen

Gelesen:
„Die Täter sind unter uns“, so ein Sachbuch über die Abwicklung der DDR-Behörden. War aber nicht besonder gelungen.

Gekauft:
Lebensmittel und Nahrungsergänzung für Herrn Hund

Gelernt:
Halt einfach nur deinen Mund, wenn die anderen Schichten was sagen. Das geht sonst mega schief.

Geschenkt (bekommen):

Geschlafen:
jep, viel aber nicht imemr gut

Geträumt:
mal wieder ziemlich abstruses Zeugs

Geplant:
Montag den Termin überstehen und dann weiter sehen

Fazit

Die Lage im Einsatzbetrieb hat sich soweit wieder beruhigt. Das einzig Blöde ist, dass ein Kollegin und ich die einzigen zwei verbliebenen Leiharbeiter in der Abteilung sind. Das kommt schon ein bisschen komisch, wenn man die anderen Schichten dann immer so reden hört. – Die neiden uns das richtig. – Am Ende können wir aber nichts dazu. Wir haben ja auf den Einsatzplan keinen Einfluss. Entweder wir stehen drauf, oder eben nicht. Wir schreiben den ja nicht. Das nervt gewaltig und baut nicht gerade auf.

Ansonsten habe ich das Trübetümpelwetter so langsam aber sicher mal ganz gewaltig satt. Entweder es ist arschkalt, dass man sich nicht raus traut, oder aber es ist Sonnenschein, angenehm warm und meinereiner hat 2. Schicht. – Ich würde mich gern mal wieder in die Sonne setzen wollen. Von mir aus aus auch erst einmal noch mit Jacke, aber die Nase mal wieder in natürliches Licht halten …. das wär schon geil.

Saturday Sentence – „Die Täter sind unter uns“

1. Nimm deine aktuelle Lektüre

Im Unterschied zur schonungslosen Auseinandersetzung mit der NS-Diktatur wird das Unrechtsregime der SED in Ostdeutschland vielfach verharmlost und schöngeredet. In weiten Teilen der Bevölkerung herrscht eine erschreckende Unkenntnis über das Ausmaß politischer Verfolgung in der DDR. Hubertus Knabe zieht eine ernüchternde Bilanz unseres Umgangs mit der DDR-Vergangenheit. Er zeigt, wie die Täter davongekommen sind und die Opfer vergessen wurden. Und er macht deutlich, dass die kritische Auseinandersetzung mit der zweiten deutschen Diktatur für die politische Kultur unseres Landes unverzichtbar ist. (Quelle: Lovelybooks.de)

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein „Saturday Sentence“ lautet. (Bei Ebooks Position 158)

»Eine Mitarbeiterin der Behörde, die zu DDR-Zeiten im Gefängnis gesessen hatte, sah sich 1996 genötigt, die Behördenlietung zu informieren, weil Auskünfte über Stasi-Verstrickungen von Polizisten nur unvollständig and ie personalführenden Strellen weitergegeben worden sein.«

Hubertus Knabe – „Die Täter sind unter uns“; ISBN: 9-783-548-60818-1

3. Und wie ist es bisher?
Schon der hier abgeschriebene Satz dient als wirklich bildhaftes Beispiel für den Schreibstil dieses Herrn Knabe. – Man merkt genau, dass er ein studierte irgendwas ist, der Meinung ist, dass so hoch gebildete Menschen nicht mehr normal reden brauchen.
Das Thema dieses Buches ist im Grund hochgradig interessant. Zeigt es doch nur wieder an einem speziellen Beispiel, dass Partei-Bonzen alle gleich sind. Haben sie einmal nen vergoldeten Hintern, wollen sie den auch nicht mehr hergeben. – Nichts anderes kommt hier rum, wenn man das Buch liest. Nur Herr Knabe dröselt es eben auf nach SED-Regime, Polizei, Stasi etc.

Naja, ich kann das Werk nicht wirklich empfehelen, obwohl es vom Thema her wirklich mal angebracht wäre, sich mit so etwas außeinander zu setzen. – Aber allein der Schreibstil, die vielen vielen Namen und dieses ewige Herunterleiern von Gesetzestexten und DDR-Reden macht das Ganz zu einer unheimlich schweren Kost.

[Rezensionsexemplar] Marcus Schneider – „Der Aurora Code“

Marcus Schneider
„Der Aurora Code“
Verlag: Ullstein
ISBN: 9-783-843-73630-5
Länge: 272 Seiten

– gelesen im Februar 2026 –

Dieses Buch wurde mir von Netgalley als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Hierfür herzlichen Dank. – Meine Meinung hat dieser Umstand nicht beeinflusst.

Klappentext:

Wie besiegst du einen Gegner, der jeden einzelnen deiner Schritte schon kennt? Im Alpen-Resort Silberhorn ist Perfektion Programm: Die KI, Aurora, dirigiert Schlitten, Pisten, Personal – und erfüllt ihren Gästen scheinbar jeden Wunsch. Als der IT-Forensiker Jonas Lindholm auf Anordnung seines Chefs im Silberhorn Urlaub machen muss, interessiert ihn dies alles jedoch herzlich wenig. Er möchte nämlich vor allem eins: in Ruhe gelassen werden.
Aber schon nach seinem ersten Tag zeigen sich Risse in Auroras perfektem System. Lichter flackern durch verglaste Korridore, unheimliche Besucher tauchen auf, Gäste verschwinden – für alles hat Aurora eine nachvollziehbare Erklärung. Widerwillig macht Jonas sich auf die Suche nach Antworten. Hilfe bekommt er dabei unter anderem von der mysteriösen Hotelmanagerin Eve, doch je mehr er herausfindet, desto unsicherer wird er. Was wird hier gespielt? Und wem kann er noch trauen? Als dann auch noch ein gewaltiger Schneesturm das Resort von der Außenwelt abschneidet, überschlagen sich plötzlich die Ereignisse. Während Drohnen patrouillieren und die umliegenden Gipfel immer neue Rätsel aufwerfen, beginnt für Jonas ein atemloser Wettlauf gegen die Zeit. (Quelle: Thalia.de)

Über den Autor:

Marcus Schneider stammt aus Ostwestfalen, lebt heute aber in der Nähe von München. Er arbeitet hauptberuflich in einem internationalen IT-Konzern und schreibt „nur“ nebenberuflich. Hat auf diesem Weg aber schon einige Bücher auf den Markt gebracht.
Wenn er in seiner Freizeit gerade mal nicht schreibt, dann wandert er, aalt sich an den Stränden Südfrankreichs oder spielt Tennis.

Inhalt:

Jonas Lindholm macht Urlaub im Alpenresort Silberhorn, wo die Welt zunächst noch in Ordnung zu sein scheint. Die Gäste werden von einer mittels KI gesteuerten Armada von Drohnen und einer Hand voll menschlicher oder menschlich erscheinender Mitarbeiter betreut und genießen ihre Zeit. – Es dauert allerdings nicht lang, dass kleinere Zwischenfälle zumindest Jonas Lindholm beunruhigen.
Nach einiger Zeit verschwinden einzelne Personen und fadenscheinige Begründungen müssen herhalten. Lindholm hat ein Vorstellungsgespräch bei der KI selber und kommt nicht vorwärts mit dem, was er eigentlich in diesem Urlaub machen wollte.
Ab einem gewissen Zeitpunkt wird es Lindholm aber zu bunt. Er beginnt, die Dinge und Geschehnisse zu hinterfragen. Er entwickelt ein Misstrauen gegenüber der ach so perfekten Welt und stößt auf größere Geheimnisse.
Auch diese KI ist nicht perfekt, sondern gefährlich. Das müssen die Gäste des Alpenresorts am eigenen Leib erfahren.

Mein Leseerlebnis:

Schnell wird klar, dass der Protagonist auf dem weg in den Urlaub ist. Unangenehme Menschen scheinen auch hier ihr Unwesen zu treiben, doch wie abhängig man in dieser Welt bereits von KI ist, hat mich erschreckt. Vor allem wie skrupellos hier eigentlich mit Menschenleben umgegangen wird. Dass das Ding mit der KI hier nicht gut ausgehen kann, war mir schon ab diesem Zeitpunkt klar.
Am Beispiel eines Hotels wird hier eine technisierte Atmosphäre geschaffen. Autonom fahrende Autos, statt Servicepersonal Drohnen und eine schier unerschöpfliche Datenbank, die jeden Gast kennt und erkennt. – So faszinierend das auch alles war, so prädestiniert für Störungen war es auch.
Der Protagonist stellt sich als IT-Forensiker heraus, der sich also mit KI gut auskennt. Schon in der unmittelbaren Vergangenheit vor diesen Ereignissen muss da etwas vorgefallen sein, was ihn zu diesem Urlaub, als Erholung, getrieben hat. – Er will Urlaub machen, allerdings nicht wirklich Leute kennenlernen. Das genau lässt sich aufgrund der Ereignisse aber nicht wirklich verhindern.
Am Anfang ist die Handlung noch spannend, die Bedrohung liegt in der Luft, ich konnte sie aber nicht wirklich greifen. Ab einem Punkt kippt das Ganze aber und wird verwirrend und unglaubwürdig. Die Vorkommnisse und Reaktionen sind schwer nachvollziehbar. Dem entsprechend habe ich dann leider auch zwischendurch das Interesse verloren und irgendwann so ein wenig den Anschluss, sodass ich mich erst wieder mühsam in die Handlung zurückkämpfen musste.
Dann überschlagen sich die seltsamen Ereignisse. Menschen verschwinden aus dem Resort, obwohl ein Schneesturm tobt. Das System macht mehr und mehr Fehler, die Menschen müssen zusammenrücken und die Technik scheint immer wieder Aussetzer zu haben. – An diesem Punkt habe ich an der Wahl der Lektüre gezweifelt, da ich auch mit dem Erzählstil immer weniger klar gekommen bin. Das wirkte alles wie ein einziges Durcheinander für mich.
Aus dem Durcheinander wird Ann aber wieder eine sinnvolle Handlung, weil nach und nach aus den seltsamen Ereignissen eine Fehlerkette der KI wird. Fassungslos habe ich erfahren, was aus den verschwundenen Menschen wurde und wie Aurora, also die KI, ihr Datenmaterial bezieht. Ein Gesamtkonstrukt der KI entsteht, was einem das kalte Krausen über den ganzen Körper jagt und mal wieder mehr als deutlich davor warnt, einer KI zu viel Macht und Eigenverantwortung zu geben.

Fazit:

Alles ist in einem Strang geschreiben. Un dann auch noch aus der Sicht des Protagonisten erklärt. Das lässt die komplette Handlung sehr einfach konstruiert wirken. Außerdem erfährt man so sehr wenig vom Protagonisten selber, was ihn flach bleiben lässt.
Die Handlung selber hätte durchaus spannend sein können, wenn man es anders erzählt hätte. – Irgendwie wirkt dieses Buch auf mich wie ein Werk über die böse KI von der guten KI geschrieben.
Stellenweise zeiht sich der Text zäh, fast langweilig dahin und wirkt künstlich in die Länge gezogen. Zum Ende hin wird alles ein SkyFi-Fiebertraum der aber ein erschreckendes, aber stimmiges Gesamtbild ergibt.
Leider hatte ich bei dieser Handlung weder Kopfkino noch irgendwelche Ambitionen hier genauer über das nachzudenken, was passiert.
Das Thema selber mag brisanter denn je zu sein, aber ich fand es nicht wirklich gut umgesetzt. Vieles wirkte zu erzwungen oder offensichtlich gekünstelt und das Ende war mir zu offen.

Bewertung: 3 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 3 von 5 möglichen Sternen.
Wenn aus einem Traumurlaub kein Horrortipp wird und eine wirklich hochgradig ignorante Einstellung all derer, die nicht hinter die Kulissen blicken konnten oder wollten, diese KI einfach machen lässt, kann das nicht gut gehen. . – Nur der Stil war nicht so gut.

[Ausflug] Völkerschlachtdenkmal Leipzig

Ein Besuch in Leipzig geht nicht, ohne nicht auch mal einen Blick auf DAS Monument von Leipzig geworfen zu haben.

Das Denkmal erinnert an die Völkerschlacht bei Leipzig von 1813. Hier schlugen verbündete Armeen Napoleons Truppen entscheidend. Schätzungsweise waren hier eine halbe Million Soldaten beteiligt. Viele zehntausend von ihnen verloren ihr Leben.

Bauzeit: 1898 – 1913
eröffnet: 18. Oktober 1913
Höhe: 91 Meter
Grundriss: 80 – 70 Meter

Vor dem Denkmal liegt das Tränenbecken. Es soll symbolisch an die vielen Opfer erinnern. Im Inneren stehen vier rund zehn Meter hohe Figuren, welche verschiedene Tugenden Darstellen. Zum Beispiel Tapferkeit oder Opferbereitschaft.

die Krypta mit ihren furchteinflösenden Figuren

Ein Denkmal mit Sinn, keine Frage. Die heutige Nutzung stelle ich allerdings ein wenig in Frage. Ja, es war sozusagen sauteuer, aber den Eintritt fand ich dann, ohne jede Führung, doch etws heftig.
Die Stufen habe ich mich, zum Teil, hochgequält. Was ging, bin ich mit dem Fahrstuhl gefahren, aber zum Schluss war da nur noch eine Treppe in einem klaustophobisch engen Gang. Ich habe gepumpt wie ein Maikäfer und war stolz, als ich dann oben war. *lach

eine der Tugenden
auch eine der Tugenden

Der Rundumblick von der mittleren Aussichtsplattform war schon enorm und ich konte feststellen, dass das Krematorium von Leipzig mal mehr als imposant aussieht. Das Gebäude ist eine regelrechte Augenweide.

[Hörspiel] Geister-Schocker 47 – „Der Zirkel des Todes“

Autor: Gunter Arentzen
Verlag: Romantruhe
Produktionsjahr: 2014
Länge: 1 stunde 13 Minuten

direkt auf Spotify anhören

Inhalt:
Es kommt zu seltsamen Mordfällen in London. Es betrifft gefallene Mädchen und die Handschrift sieht nach Jack the Ripper aus, was jedoch unwahrscheinlich ist, da dieser seine Mordserie unentdeckt eingestellt hat.
Lord Becket wird zu den Mordfällen gerufen, obwohl er sich nicht mit weltlichen Verbrechen beschäftigt. Er beschäftigt sich mit dem Übersinnlichen, mit Geistern und Dämonen und für ihn sehen die Morde nach einem wirklich sehr seltsamen Ritual aus. Nur den Täter kann er nicht wirklich ausfindig machen.
Nach einem Besuch bei einer Hellseherin kann er herausfinden, dass es 13 Täter gewesen sein müssen und das seltsame Symbol auf den Leichen stellt dann wohl das der Gruppe dar.
In der Familienbibliothek der ruinösen Burg der Beckets werden der Lord, sein Helfer und seine neue Geliebte fündig, bekommen es aber mit einem wirklich sehr ominösen Nekromanten zu tun.
Das Rätsel um den Orden kann gelöst werden, der Nekromant kann enttarnt werden und dem Spuk wird ein Ende gesetzt. Nur ob es von Dauer ist, bleibt offen.

Mein Hörerlebnis:
Dieses Hörspiel war ein guter Anfang, hat mich am Ende jedoch nicht mehr so fesseln können.
Zunächst einmal, lernt man Lord Becket kennen, der den Schwindel eines Hoteliers entlarvt und später auch seinen Gehilfen, welcher ein wirklich komischer Kauz zu sein scheint.
Die Zeit ist kurz nach den Ripper-Morden zu verorten, denn immer wieder von Jack the Ripper geredet und dass die aktuellen Leichen genau seine Handschrift aufweisen. – Zumindest beim oberflächlichen Betrachten.
Seltsam war dann, dass der Lord zu einem scheinbar normalen Mordfall gerufen wird und der Polizei bzw. dem Pathologen bei der Untersuchung der Leiche noch schön was vormacht. Scheinbar hat er mehr gesehen, als die Gerichtsmedizin. Das mutet schon sehr seltsam an und hat, so wie es dargestellt ist, absolut nichts damit zu tun, dass der Lord eigentlich nur im Übersinnlichen ermittelt.
Den Besuch bei der Wahrsagerin hätte man sich für das Hörspiel sparen können. Diese Dame wurde einfach viel zu klischeehaft dargestellt, als dass hier irgendwas Überraschendes bei rumgekommen wäre.
Die Ermittlungen sind am Ende ein ewiger Kampf zwischen eingefahrenen Schienen und neuen Ansätzen. Der Lord bringt mit seinem Wissen neue Ansätze in die Sache, rettet sogar ein Mädchen vor dem scheinbar sicheren Tod und die Polizei beharrt nach wie vor auf Jack the Ripper.
Die Sache mit der Burg, die sich als Ruine mit unterirdischen Wohnräumen herausstellt, war schon mehr wie seltsam und hat irgendwie nicht so recht ins Bild gepasst. – Das war dann auch der Zeitpunkt, wo ich an der Handlung so ein wenig das Interesse verloren habe. Dass dann da irgendwas mit einem Nekromanten war, der sich als der Verdächtige herausgestellt hat, habe ich nur noch am Rande mitbekommen und fand, dass die Story an dieser Stelle eine wirklich nicht sehr schöne Wendung genommen hat.
Das Ende kam, war gnadenlos aber ehrlich und ich hoffe, dass von diesem Ermittler in der Serie nicht mehr so viel kommt. Dieser Typ hat sich nicht wirklich in mein Gedächtnis gespielt.

Fazit:
Toller Titel, vielversprechender Anfang und dann hat alles so nachgelassen, dass ich das Interesse verloren habe.
Der Zusammenhang mit diesem Zirkel des Todes, den Mordopfern und am Ende dem Nekromantendasein mag vielleicht ganz interessant gewesen sein. Allerdings nicht wirklich gut dargestellt.
Die Schauspieler machen einen guten Job und gerade die Sprecherstimme des Protagonisten war keine unangenehme. Von der Stimme her, hätte ich ihm wirklich länger zuhören können. – Wenn nur die Handlung nicht so gezwungen böse gewirkt hätte. (Zumindest kam es mir so vor.)
Klischeehafte Darstellung vom damaligen Glauben an Magie und Wahrsagerei haben die Faszination ziemlich raus genommen und ich war froh, als ich es überstanden hatte.

Keine sehr gelungene Folge und ich hoffe wirklich inständig, dass da nicht noch mehr Folgen von diesem Lord Becket kommen.

[Ausflug] Titanic-Ausstellung

Die Titanic-Ausstellung befand ich im agra-Messepark in Leipzig. Oder so ziemlich am Rand von Leipzig. Es begrüßte uns jedenfalls ein ziemlich schlammiger und durchlöcherter Parkplatz, der mich schon einmal ganz schön von meiner Vorfreude runter geholt hat.
Am Haupteingang angekommen, ging das Chaos weiter. Zwei Schlangen, keiner wusste, wer sich wo anzustellen hatte und ich wollte, beim Anblick der unorganisierten Menschenmassen direkt wieder raus da. – Wir hatten aber die 28 Euro für die Karte schon gelöhnt.

Nachdem das Chaos irgendwie überwunden war, und wir quasi drin waren, standen da zwar bereits die ersten Ausstellungsstücke, die man aber, aufgrund von noch sehr gepufferten Menschenmassen, kaum bis gar nicht gesehen hat.
Jeder wollte am berühmten Buggeländer ein Foto machen, jeder wollte der erste sein und niemand nahm irgendwie Rücksicht auf den anderen.
Ich habe mich ja mal wieder um jedes Foto gedrückt, mich statt dessen nach den ersten Filmrequisiten umgesehen, die da ausgestellt waren und bin direkt auf den „Klunker“ gestoßen. – Ich habe mir den aber irgendwie imposanter vorgestellt. – sorry

entschuldigt die Belichtung, aber das Licht war für Fotos einfach unterirdisch

Weiter wühlte sich die schlange zäh und unendlich langsam den nächsten Ausstellungsstücken zu. es folgen Vitrinen, in denen auch interaktive Monitore eingelassen waren, wo man sich über das Schiff, also das Original, mal genauer informieren konnte. Wo lag welcher Raum, wie waren die Bedingungen der verschiedenen Klassen, wie ging es auf der Reise zu, wie wurde das Schiff gebaut etc. – Wenn man mal was sehen durfte, eigentlich recht interessant.

Nach dem Vorgeplänkel hatten sich die Massen dann auch ein wenig aufgelöst. Zwar musste ich immer wieder warten, betteln und energischer werden, wenn ich mal ein Bild ohne Menschen drauf machen wollte, aber irgendwann hatte sich ein Trüppchen Menschen um mich gebildet, die das selbe Ansinnen hatten. – Sozusagen gemeinsam kämpften wir uns weiter. Es war dann so gestaltet, als würde der Besucher der Ausstellung selber auf das Schiff steigen.

Gänge waren nachgebildet, immer wieder Texte mit Erklärungen, welche Klasse das hier war, wie die Kabinen ausgestattet waren etc. – Die verschiedenen Tischgedecke wurden gezeigt, eine Einkaufsliste für das Schiff, also was die an Lebensmitteln geladen hatten, wurde aufgezeigt und allgemein ging es um das Leben an Bord. Immer wieder wurden die Klassenunterschiede hervorgehoben, die auch im Film sehr realitätsnah dargestellt waren.

Nachdem man sich auf der berühmt berüchtigten Treppe ablichten lassen konnte, oder einfach mal nen Moment abgepasst hat, diese ohne Menschen zu erwischen, ging es dann schon in Richtung Katastrophe.
In einem immersiven Teil konnte man die Sichtung des Eisbergs aus Sicht des Krähennestes erleben. Leider gingen immer nur vier, maximal fünf Leute auf die Plattform, sodass wir uns an den Rand gestellt haben, aber so gabes auch schon einen gewissen Eindruck.

der Sechstant des Kapitäns der Titnic

Die Brücke war nachgebildet, wo man in den Fenstern noch einmal das Meer gezeigt bekam, bevor es zur Kollission kam. Einige geborgene Sache, besonders die Messinstrumente des Kapitäns, wurden ausgestellt.
Im Anschluss war der Kesselraum nachgebildet, den man auch so rötlich beleuchtet hat und mit einem Heizstrahler klar gemacht hat, dass es hier eben um einiges wärmer gewesen ist, als es gesund gewesen wäre.

der Platz des Funkers

Dann lief der aus den Medien bekannte gang voll, das Licht flackerte und man war quasi untergegangen.

Am Eingang haben wir eine Art Bordkarte bekommen, auf der ein Name eines real mitgefahrenen Menschen stand. Ich war der Chef der Geigenkombo auf dem Kahn und habe die Katastrophe natürlich nicht überlebt. Mein Mann war ein stinkreicher 71 jähriger Mann, der aber auch nicht überlebt hat.

Das V-Brillenerlebnis war noch einmal besonders erwähnenswert. – Für einen extra Obulus bekam man eine V-Brille aufgesetzt und lief damit quasi in ein U-Boot, mit dem man dann auf den Grund des Atlantiks tauchte und so quasi über das Trümmerfeld der Titanic schwamm. – Sehr erlebenswert.
Nur etwas komisch quasi blind über eine Fläche zu laufen. – Man weiß, dass da kein Hindernisse sind, aber über die, die man im Film (über die Brille) eingeblendet bekommt, steigt man trotzdem drüber *lach.

Die Ausstellung an sich ist schon beeindruckend, aber ich werde dann doch den Verdacht nicht los, dass hier einiges gewaltiger insezniert worden ist, als es wirklich war. Die menschliche Tragödie sollte jedem klar sein, aber in der Ausstellung kommt sie, meiner Meinung nach, schon zu kurz.

Es war interessant, keine Frage, aber man hätte das Ding auch besser organisieren können. Die Menschenmassen gehören entzerrt, damit wirklich jeder etwas davon hat.
Ein Altersgrenze fänd ich jetzt auch nicht schlecht. Da müssen nun wirklich keine zwei oder dreijähringen Steppkes drin rumrennen und durch die Gegend krakelen.

[Ebook] Kim Leopold – „Das Herz des Königs“

Kim Leopold
„Das Herz des Königs“
Reihe: Black Heart (16)
Verlag: Selfpublishing
ISBN: 9-783-754-68552-5
Länge: 106 Seiten

– gelesen im Dezember 2024 –

Da freut man sich auf ein Finale, auf Auflösung und Abschluss – und bekommt ein offenes Ende und eine unfertige Handlung …

Klappentext: Das große Finale! Sie sagten, der Palast sei ein sicherer Ort. Doch wie sicher kann etwas sein, wenn die Grenzen von Gut und Böse verwischen, wenn Geheimnisse und Intrigen an der Tagesordnung stehen und wenn jeder bereit ist, für seine Ziele einen hohen Preis zu zahlen? Kim Leopold hat eine magische Welt mit düsteren Geheimnissen, nahenden Gefahren und einem Hauch prickelnder Romantik erschaffen, bei dem Fantasy-Lover voll auf ihre Kosten kommen. Das Herz des Königs – Der Abschlussband der Urban Fantasy Serie Black Heart! (Quelle: Thalia.de)

Inhalt: Das Ritual, um Willem sein Herz wiederzugeben, geht gründlich schief. Zwar überlebt er wohl, doch die Schule liegt dafür in Schutt und Asche und viele Bewohner in einem Dornröschenschlaf.
Man zieht sich auf eine Casa zurück, leckt seine Wunden, frischt Erinnerungen auf, entdeckt alte Liebesbeziehungen und knüpft neue. In der Schule beginnen Aufräumarbeiten und eine große Vertuschung, während man auf der Casa eine Hochzeit feiert.

Fazit: Hierbei handelt es sich also um das Finale der Black Heart-Reihe. Und ich muss sagen, dass ich schon vor dem Lesen ziemlich enttäuscht war. Für ein Finale hätte ich in jedem fall mal die doppelte Länge erwartet und ein Cover mit mehr Farben. Das hier ist ja schon regelrecht erschreckend schlicht. – Abe Rich habe das Finale erreicht. Allein dieser Umstand lässt mich sehr erleichtert aufatmen.

Im Prolog wird erst einmal das Schicksal offenbar, welches ich mir im vorhergehenden Band bereits zusammengereimt habe. – Hier wurde allerdings alles noch einmal theatralischer dargestellt. Daran merkt man, dass man es hier mit Romance zu tun hat.
Im weiteren Verlauf der Handlung werden die Folgen des Rituals offenbar. Doch statt alles aufzulösen und ein Happy End zu schaffen, schafft die Autorin nichts weiter als eine neue Katastrophe. – Für meinen Geschmack war das kein Finale!
Das Ritual und seine Folgen lassen mich hier gerade an dem ganzen Universum zweifeln. Um einem Wesen sein Herz zurückzugeben, legt man eine komplette Schule in Schutte und Asche und setzt sie außer Betrieb!
Der Rest der Handlung besteht dann au s Aufräumarbeiten, Schadensbegrenzung und dem Auffüllen von Erinnerungslücken. Alte und neue Liebschaften werden entdeckt und aufgefrischt. Dabei bleibt aber der Ort der Handlung im Dunkel und wird nicht weiter erwähnt. – Irgendwie scheint das Finale mit dem Rest der Handlung nichts zu tun zu haben.

Auch im Finale ist die Handlung in hoffnungslos kurze Kapitel aufgespaltet und dadurch komplett auseinandergerissen und zerstückelt. Stellenweise hatte ich den Eindruck, dass durch die künstliche Theatralik die fehlende Spannung aufgehübscht werden sollte. Mich hat das allerdings in keinster Weise abgeholt. Zu viele Namen und genau so viele Ansichten der Handlung sorgen noch für zusätzliche Verwirrung und haben meinen Lesefluss und -spaß erheblich gestört. Alles in allem war die Handlung wenig bis gar nicht mitreisend und hat mich mehr gelangweilt und in jedem Fall sehr enttäuscht zurückgelassen.
Für meinen Geschmack handelt es sich hier um kein wirkliches Finale. Zu viel bleibt einfach offen von den ganzen Strängen, die über die Zeit aufgemacht und behandelt wurden. Im Gesamten muss ich leider sagen, dass die Autorin bei mir einfach nur raus ist. Zu viel hat mir während der gesamten Reihe einfach nicht gefallen.

Bewertung: 2 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 2 von 5 möglichen Sternen.
Ich habe keine Ahnung, was das gewesen sein soll. Das Finale einer so künstlich in die Länge gezogenen Reihe jedenfalls nicht. Dazu bleibt einfach zu viel offen und nicht mal die anfängliche Protagonistin wird noch einmal wichtig gemacht. – Im Gesamten muss ich wirklich sagen, dass die Reihe absolut nichts war.

[Ausflug] Ein Besuch im Bach-Museum

Qasie direkt neben der Thomaskirche liegt dann auch das Bachmuseum, welches wir, einmal beim Aufwasch dabei, gleich mitgenommen haben. – Aufmerksam bin ich eigentlich auch durch so ein V-Brillenerlebnis auf das Haus gewordne, aber das konnten wir nicht wahrnehmen, da es dafür „nur“ spezielle Termine gab. Aber wenn wir schon einmal vor Ort waren, haben wir uns die Ausstellung angesehen und zum Teil auch angehört.

Johann Sebastian Bach lebte von 1685 bis 1750. Heute gilt er als einer der größten Komponisten der Musikgeschichte. Zu seinen Lebzeiten war er vor allem als hervorragender Organist und Musiklehrer bekannt. Er hat ja in seiner Tätigkeit als Thomaskantor auch den Thomanerchor mit in Musik unterrichtet.
So wirklich berühmt wurde er erst nach seinem Tod. Aber ers tammt aus seiner echten Musikerfamilie. Die Bachs waren schon immer Stadtpfeifer, Organisten und Komponisten. Johann Sebastian ist also „nur“ in bekannten Fußstapfen gewandelt.

eine Orgel, an der auch Bach schon gesessen haben könnte

Er war wirklich sehr produktiv. Im Wochentakt lieferte er neue Kantaten für den Gottesdienst ab. Nebenbei kamen dann noch große Werke wie die Matthäuspassion, das Weihnachtsoratorum oder das Wohltemperierte Klavier dazu. Bis heute wird seine Musik gespielt, gehört und studiert.
Außerdem war Bach ein Familienvater. Er hatte 20 Kinder, welche aber nicht alle überlebten. Außerdem ein recht pflichtbewussster Angestellter, der sich regelmäßig mit seinen Arbeitgebern stritt.

In Leipzig verbrachte Bach seine letzten und vor allem wichtigsten Lebensjahre. Als Thomaskantor hatte er für die Musik der Hauptkirchen zu sorgen, war Musiklehrer für den Thomanerchor und hatte im Schlafsaal der Jungen auch einmal in der Woche Aufischt.

Das Bach-Museum ist im so genanten Bose-Haus. Familie Bose war eine Kaufmannsfamilie, welche aber mit Familie Bach befreundet war. Das Haus befindet sich gegenüber der Kantorenwohung, ich welcher Familie Bach lebte.

Zu sehen sind:

  • originale Handschriften und Dokumente (in der so genannten Schatzkammer, in der man aber nicht fotografieren darf.
  • Instrumente aus der Barockzeit (welche stellenweise rein optisch den heutigen doch sehr ähnlich sind)
  • Es hat interaktive Stationen, an denen man Bachs Musik hören oder „auseinandernehmen“ kann. Außerdem könnte man, rein theoretisch, ein kleines eigenes Stück komponieren
  • Man bekommt spannende Einblicke in den Alltag als Komponist, Lehrer und Familienmensch
was haben mich die Notenblötter fasziniert, wenn man bedenkt, dass die ja auch die Notenlienien selber gezogen haben, bevor sie da Stücke einzeichnen konnten. – Was für ein Aufwand!

Ich bin jetzt kein ausgewiesener Klassikliebhaber oder -kenner. Trotzdembin bin ich mit dem Gefühl da raus, Johann Sebastian Bach ein wenig besser kennen gelernt zu haben und ihn stellenweise auch besser zu verstehen. Besonders imponiert hat mir in jedem Fall Bachs Einfluss auf die heutige Musik und ihrer Künstler.


[Hörspiel] Geister-Schocker 48 – „Der Tyrann aus der Tiefe“

Autor: Andreas Masuth
Verlag: Romantruhe
Produktionsjahr: 2014
Länge: 56 Minuten 22 Sekunden

Die Sprecher:
Nicolai Tegeler
Lena Taege
Bernd Vollbrecht
Peter Groeger
Christian Rode
Lutz Harder

direkt auf Spotify anhören

Inhalt:
Ein Fischerdörfchen an der Küste der See wird von einem Tag auf den anderen von wirklich bösen und grausamen Geschehen heimgesucht. Menschen sterben, Viehherden und Anbauflächen werden getötet und zerstört und Existenzen drohen zerstört zu werden. – Ein alleinstehender junger Mann wird verdächtigt, für alles verantwortlich zu sein. Aber was niemand weiß, es ist der auf dem Friedhof der namenlosen beerdigte Seemann, welcher die Phänomene hervorruft. Er ist nämlich nicht ein über Bord gespülter Seemann, sondern ein Nöck. Ein Wesen, was unbedingt wieder der See übergeben werden muss.
Ein einzelner älterer Mann hat den Durchblick und macht sich auf den Weg, das Dorf und die ganze Nordseeinsel zu retten. Allerdings braucht er eine Komplizin, welche nichts von ihrem bevorstehenden Schicksal weiß.

Mein Hörerlebnis:
Zunächst einmal ist die Situation klar. Da sind zwei Männer am Ufer eines Gewässers zugange und aus dem, was sie reden, habe ich geschlossen, dass es wohl Fischer sind, die das nächste Auslaufen vorbereiten wollen. – Das geht so lang gut, bis sie eine Leiche finden.
Ich fand es jetzt nicht weiter verwerflich, dass sie sich das Geld des vermeindlichen Seemannes einverleiben wollen und ihn dann aus dem Wasser holen, um ihn zu beerdigen. Es ist ja nicht gesagt worden, dass er irgendwelche Anzeichen gehabt hätte von etwas, das eben nicht menschlich ist. Ich glaube, ich hätte auch nicht anders gehandelt. Ok, was seine Habseligkeiten angeht, bin ich mir da nicht so sicher, aber irgendwelche Behörden hätte ich sicher benachrichtigt, um ihn fachgerecht behandelt zu wissen.
Im Dorf jedenfalls, häufen sich ab dann die seltsamen Ereignisse. Als ob die Ernteausfälle in der letzten Saison und die damit verbundenen Einbußen nicht schon schlimm genug gewesen wären, gibt es jetzt Winde, ohne dass dafür die Saison wäre. Oder Sturmfluten spülen Tiere von der Weide und versalzen die Wiese. Weiter Menschen scheinen zu Tode zu kommen oder erscheinen nach ihrem Versterben dann doch wieder auf der Bildfläche. – Das Ganze spitzt sich zu, als riesige Krebse an Land kommen und mal eben die Menschen töten und fressen und am Ende die komplette Insel heimsuchen wollen.
In dem ganzen Chaos hat es ein Liebespaar, aus dem ich nicht so recht schlau geworden sind. Der Mann kann sich durchaus ein Leben mit der jungen Frau vorstellen, aber sie weiß wohl noch nichts von ihrem Glück. Wie der Vater der Braut zu dieser Liebschaft steht, ist nicht ersichtlich, da das nicht thematisiert wird. Fakt ist aber, dass der junge Mann dann Probleme bekommt, weil er angeblich verdorbenes Korn zur Mühle geschafft hat. Er soll nun also auch für dieses ganze aktuelle Chaos verantwortlich zu sein. – Als es dazu kommt, dass er eingesperrt und und seinem Schicksal überlassen wird, ist aber bereits ein alter Mann unterwegs, der als einziger zu wissen scheint, wie man dem Spuk irgendwie beikommen kann.
Was ein Nöck sein soll, musste ich erst einmal googeln. Nachdem ich dann aber eine Erklärung für diese Sagengestalt hatte, wurde mir einiges klar. Es war logisch, was über dieses Wesen erzählt wurde und hat sowohl zum Ort des Geschehens gepasst, als auch zu den Ereignissen, die hier geschehen sind.
Das Rätsel ist gelöst und das Problem wird beseitigt. Allerdings war das Ende dann nicht wirklich nach meinem Geschmack. Das Opfer, was es gebraucht hat, war für meinen Geschmack zu hoch, aber das komplette Geschehen wurde zu einem Ende gebracht und der zurückgebliebene Lover konnte dann auch so sein Vorhaben noch umsetzen.

Fazit:
Nach einer Durststrecke, was die Folgen des Geister-Schockers angeht, war das hier mal wieder ein wirklich richtiger Lichtblick. Die Handlung konnte mich fesseln, war bis zu einem gewissen Grad glaubhaft und ansonsten einfach nur ein sehr unterhaltsames Seemannsgarn. – Auch wenn die ganze Handlung auf einer Sagengestalt beruht, hatte sie einen gewissen Unterhaltungswert, der mir wirklich Spaß gemacht hat.
Die Namen waren mir am Ende ein bisschen viel und ich habe vieles durcheinandergeschmissen. Es war aber nicht so schlimm, dass ich darüber den Faden verloren hätte.
Den Ort des Geschehens hätte ich mir noch etwas genauer verortet gewünscht. Es wurde zwar kurz erwähnt, dass sich das alles auf Amrum zugetragen haben soll, aber wenn das zu einem früheren Zeitraum geschen wäre, hätte ich persönlich sicherlich noch mehr aus der Handlung ziehen können.
In jedem Fall wurde hier die Sagengestalt wirklich sehr gut hergenommen und in eine gelungen Story eingearbeitet. Die Geräuschkulisse war an einigen Stellen sehr gut und treffend gemacht, war an anderen Stellen dann aber wieder zu sparsam. – Aber man kann sich als Hörer auch viel selber ausmalen. Ich hatte jedenfalls stellenweise ein wirklich sehr großartiges Kopfkino.

Eine gelungene und unterhaltsame Story, die mir ein Stück meines Arbeitstages wirklich kurzweilig und spannend gestaltet hat. – Am Happy End müssen wir hier noch arbeiten, aber wer sagt denn auch, dass Sagengestalten zwingend gut sein müssen