Autor: André Minninger
Regie: Heikedine Körting
Musik: Jan Friedrich Conrad, Peter Morgenstern, Constantin Stahlberg, Betty George
Verlag: EUROPA
Produktionsjahr: 2018
Länge: 1 Stunde 9 Minuten
Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – Axel Milberg
Justus Jonas, Erster Detektiv – Oliver Rohrbeck
Peter Shaw, Zweiter Detektiv – Jens Wawrczeck
Bob Andrews, Recherchen und Archiv – Andreas Fröhlich
Inspektor Cotta – Holger Mahlich
Angler – Stephan Chrzescinski
Mac Anderson – Achim Buch
Reporterin – Marion Gretchen Schmitz
Mann – Sven Dahlem
Grady – Werner Wilkening
Pettengill – Peter Kirchberger
Sheriff Rolins – Tommi Piper
Farragut – Hanns Jörg Krumpholz
Leah – Antje Birnbaum
Cynthia Wetmore – Dorothea Hagena
Hotelier – Gordon Piedesack
Frau – Maud Ackermann
Junge – Tim Heuer
Daniel – Jannik Schümann

Inhalt:
Die drei Detektive ruhen sich am Black Lake von einer Renovierungsaktion aus und werden Zeuge davon, wie ein Angler durch den Zug vom Boot gezogen wird. Der Mann ist nach seiner Rettung komplett davon überzeugt, dass in dem See ein Ungeheuer haust, was ihm ans Leben wollte.
Schon einen Tag später ist rund um den See einiges los. Ein Monster soll gesehen worden sein und nun tummeln sich dort haufenweise Pseudoforscher und Monsterjäger.
Die Jungs nehmen sich der Sache an, da sie an die Monstergeschichte nicht recht glauben wollen. Und es dauert nicht lang, haben sie auch schon eine Attrappe gefunden. – Aber warum hat sich jemand diesen Scherz erlaubt?
Ein Juwelenraub vor vielen Jahren soll der Aufhänger für erneute Ermittlungen werden und endlich können die Jungen ein Ergebnis bekommen und den Plan von Gaunern vereitelt. Den weit zurückliegenden Fall können sie, ganz nebenbei, auch aufklären.
Meine Hörerlebnis:
Irgendwie klang es am Anfang schon wieder nach einem Urlaub, der gründlich schief gehen sollte. Aber schon mit den ersten Worten ist wieder aufgehoben. Die Jungs hatten einen Arbeitseinsatz, auf den aber nicht weiter eingegangen wird und warten nun auf ihre Heimfahrtgelegenheit.
Der Vorfall mit dem Angler ist ja mal irgendwie niedlich. Da hat so ein armer Tropf endlich mal etwas an der Angel und dann ist der Fisch so groß, dass es ihn aus seinem Boot zieht. Die Aktion, dass ihn angeblich etwas in die Tiefe ziehen will, habe ich von Anfang an als Hysterie abgetan. So ein Schatten unter Wasser kann schon bedrohlich wirken, wenn man keine Ahnung hat, was in dem Wasser so alles herumschwimmt.
Wie es dann zu dieser Monstermanie komme, habe ich ebenfalls völlig falsch eingeschätzt. Ich dachte wirklich, dass dieser Angler einen Aufstand geprobt hat und die Presse darauf angesprungen ist. Aber wo sollten in dem Moment denn die Fotos herkommen, die in den Zeitungen abgebildet worden sind? – Die Jungs haben sich an die Sache ran gehangen, wobei ich ihr Motiv hier ziemlich seltsam fand. Der ganze Ort hat durch die Hysterie einen finanziellen Reibach gemacht, nur dieser eine Freund der Jungs nicht. – Mir erschließt sich hier nicht die Notwendigkeit eines Falles.
Ganz komisch wurde es, als die Monsterattrappe so schnell gefunden wird. Im Normalfall wäre der Fall ja hier schon beendet gewesen, wo ich aber die Rechnung ohne Justus gemacht habe. Zwar hat sich der riesengroße Trubel gelegt, aber warum der veranstaltet wurde, wollte Justus dann schon auch wissen.
Die Jungs fangen bei ihren erneuten Ermittlungen tatsächlich wieder bei Null an und müssen sich durch allerhand Fragen erst einmal einen Überblick über die Lage verschaffen. Aber es dauert nicht lang, bis die Sprache auf einen Juwelenraub vor vielen Jahren kommt. Es wird auch noch erzählt, wie die Täter fliehen konnten, dass sie aber gefasst sind, von der Beute aber jede Spur fehlt. – Der Fall war für mich sofort klar. Auf dem Grund des Sees muss die Beute noch liegen und die Suche danach sollte irgendwie getarnt werden.
Der Rest dieser Folge war dann nicht mehr so wirklich spannend für mich. Der Fall war geklärt und somit alles andere für mich einfach nur noch uninteressant.
Fazit:
Diese Folge war für mich irgendwie anders, als die anderen. Ich habe zum ersten Mal erlebt, dass der Fall für mich zeitig klar war und die Folge am Ende nicht mehr wirklich interessant war. Zwar hat Justus am Ende seinen Monolog gehabt, aber der hat mich schon wieder gar nicht mehr interessiert.
Die Schauspieler haben ihr Ding gemacht. Gewohnt gute Leistung aber hier auch keinen Charakter, der irgendwie herausgestochen wäre. Die haben alle ihre Rolle gespielt und gut war es auch.
Von der Story her war es leider auch nichts Neues. Dieses Thema mit der versteckten Beute ist so alt, wie das Verbrechen selbst und dass man hier jetzt über fünf Ecken erst drauf gekommen ist, war jetzt nichts weiter als schriftstellerisches Können.
Eine Folge, die ich im unteren Bereich einordnen würde. Ich habe sie halt einmal gehört, das war es dann aber auch schon wieder.






