[Ebook] Sebastian Thiel – „Sei ganz still“

Sebastian Thiel
„Sei ganz still“
Verlag: Gmeiner
ISBN: 9-783-839-24678-8
Länge: 187 Seiten

– gelesen im Februar 2024 –

Klappentext: Im Sommer des Jahres 1938 brodelt die Stimmung im Deutschen Reich. Hitler verlangt nach mehr Lebensraum im Osten, das Volk stimmt blind vor Euphorie ein. Nur der Schläger, Trinker und Polizist Friedrich Wolf bekommt von alldem nichts mit.

Eingesperrt im Strafgefangenenlager schuftet er unter schlimmsten Bedingungen, bis ein mysteriöser SS-Arzt ihn herausholt und ihn beauftragt, ein ganz bestimmtes Mädchen in der Düsseldorfer Unterwelt ausfindig zu machen. Eine Jagd beginnt, die Wolf an seine Grenzen bringt. Und bald schon wird aus dem Jäger ein Gejagter … (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Wolf, einstmals Polizist und recht erfolgreich, sitzt in einem Arbeitslager. Doch er kommt frei, weil er für einen Naziarzt Ermittlungen anstellen soll.
Wolf stürzt sich wieder ins Nachtleben, trifft alte Feinde und macht neue. Aber er scheint mit seinen Ermittlungen nach der ehemaligen Verlobten des Arztes voranzukommen. Sie wurde gesehen und er verfolgt die Spur.
Wolf ermittelt allerdings in Kreisen, die gefährlich für ihn werden können. Nicht die Prostitution, die eigentlich verboten ist, soll ihm das Genick brechen, sondern vielmehr das Geheimnis, welches die verschollene Verlobte aufgedeckt hat und verhindern will.
Die Nazis haben, während Wolf im Lager saß, das Projekt T4 angeleiert und geplant. Es sind erste Feldversuche mit den angeblich schwachsinnigen Kinder geplant und Wolf gerät unversehens zwischen die Fronten derer, die diese Kräuel verhinder wollen und lernt gleichzeitig die Wahrheit über seinen Retter.

Fazit: Ein weiteres Werk von Sebastian Thiel. Viel zu lang liegen seine Bücher schon auf der Wunschliste bei meinem Buchhändler des Vertrauens. – Dabei kann ich nicht mal sagen, was den Reiz seiner frühen Werke ausmacht. Ich habe einfach ein starkes Bedüfnis, sie zu lesen.
Dieses Buch ist im Jahr 2015 erschienen, macht in Disclaimer klar, dass sie Story frei erfunden ist, aber historisch verbürgte Personen vorkommen. Da fällt es mir sicher wieder schwer, das Erfundne zu glauben. Schauen wir also mal …

Die Situation ist von Anfang an hochgradig beklemmend. Der Leser beginnt seine Reise hier in einem kleinen Arbeitslager und wird gleich mit der Situation eines ganz bestimmten Inhaftierten konfrontiert. Schnell wird klar, dass er kein Jude ist, sondern inhaftiert wurde, weil er eben nicht ins politische Bild gepasst hat. – Es war gleich klar, dass wir hier mitten in der Nazizeit angesiedelt sind. Was gerade nicht passt, wird passend gemacht oder verschwindet auf Nimmerwiedersehen.
Ich muss sagen, dass ich am Anfang wirklich noch an ein gutes Ende für den Polizisten geglaubt habe, als er die Verlobte eines Naziarztes suchen soll. Zwar habe ich mich gefragt, was die Frau zur Flucht bewogen haben mag, aber zunächst war das unwichtig. Sie war weg und sollte gesucht werden.
Der böse Wolf, wie sich der Polizist nennt, beginnt also gut ausgestattet mit Geld und Klamotten seine Ermittlungen. Und schnell wird klar, dass die auffällig rothaarige Frau gesehen wurde. Er schnüffelt ihr also hinterher, gerät an alte Feinde und macht sich neue. Auch sein Leben nach dem Lager ist alles andere als langweilig.
Während den Ermittlungen lernt der Leser viel von dem kennen, wie es in Nazideutschland zuging und was alles für schräge Dinger abgelaufen sind. Man lernt menschliche Abgründe kennen, wird nach und nach mit diesem Rassenreinheitsgesetz vertraut gemacht und wirklich vorsichtig daran herangeführt, was das für Kinder bedeutete, die nicht ins Schema passen. – Diese Szenen in den Kliniken haben mir wirklich eiskalte Schauer über den Rücken gejagt und ich habe mich mehr als einmal gefragt, wie Eltern bei dieser Sache einfach so mitgemacht haben.
Wolf schnallt jedenfalls sehr spät, um was es hier eigentlich ging und dass die Verlobte in keiner Weise schmerzlich vermisst wird. In einem wirklich großartigen und spannenden Finale geben sämtliche Charaktere noch einmal alles und wechseln stellenweise sogar noch die Seiten.
Mit dem Ende bin ich nicht so wirklich zu zufrieden. – Zunächst scheint ja erst einmal alles im Lack zu sein, aber was genau aus den Kinder wurde und aus der verschollenen Verlobten, bleibt leider offen.

Die ganze Zeit hatte ich ein das pure Kopfkino vor meinem geistigen Auge. Da waren Bilder, die authentischer nicht hätten sein können. Und dann habe ich auch noch alles unter einem wirklich drüben und tristen Herbstschleier gesehen. Fast so, als würde ich einen Film in Schwarz Weiß zu diesem Thema sehen.
Von den Gefühlen her, war ich dabei. Fast so, als wäre ich an der Seite des Protagonisten und habe alles selber durchlebt und gesehen. Das hat mir bei den Beschreibungen der Heilanstalten wirklich eiskalte Schauer über den ganzen Rücken gejagt und dies Kaltschnäuzigkeit der Ärzte hat mich auf die Palme gebracht. – Und wieder muss ich feststellen, dass ich die damaligen Eltern nicht verstehen kann. Nur weil das Kind in irgendeiner Sache nicht so schnell wie andere ist, haben sie es wirklich diesen Quacksalbern ausgeliefert. Dieses Gefühl hat Herr Thiel hier wirklich großartig rübergebracht. Diese absolute Zwiespältigkeit.
Das Buch war jetzt nicht besonders lang, aber trotzdem waren, aufgrund von realem Leben, Leseunterbrechungen notwendig. Diese waren höchst unwillkommen, da mich die Story wirklich komplett in sich aufgesogen hat. Aber wenn ich nach so einer Unterbrechung das Lesen dann fortgesetzt habe, bin ich schnell und ohne Probleme wieder in die Story hineingekommen.
Das Lesen und Verstehen ist mir leicht gefallen, da alles in einem authentischen, aber nicht bertriebenem Stil be- und geschrieben war.
In jedem Fall war das Buch interessant und lehrreich. Auch wenn die Story frei erfunden ist, habe ich mich sehr gut in die damalige Zeit und die Behandlung der Kinder hineinversetzen können.

Bewertung: 5 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Schon allein mit der Zeit, in der die Handlung spielt, hat der Autor einen sehr geschickten Schachzug gemacht. Und dann diese berühmt berüchtigte Vernichtungsaktion von lebensunwerten Leben in der Nazizeit ein Gesicht zu geben, war gut gelungen und sehr fesselnd.
Die Lektüre war spannend und hat mich auf vielen Ebenen wirklich sehr gut unterhaltne.

[Hörspiel] Die drei ??? 195 – „Im Reich der Ungeheuer“

Autor: André Minninger
Regie: Heikedine Körting
Musik: Jan-Friedrich Conrad, Jens-Peter Morgenstern, Betty George, Constantin Stahlberg
Verlag: EUROPA
Produktionsjahr: 2018
Länge:1 Stunde 15 Minuten

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – Axel Milberg
Justus Jonas, Erster Detektiv – Oliver Rohrbeck
Peter Shaw, Zweiter Detektiv – Jens Wawrczeck
Bob Andrews, Recherchen und Archiv – Andreas Fröhlich
Tante Mathilda – Karin Lieneweg
Wally Robertson – Michael Prelle
Charmayne Robertson – Daniela Hoffmann
Dwaight Hayward – Gordon Piedesack
Mrs. Flagstaff – Sabine Hahn
Polizist – Erik Schäffler
1. Mann – Ingo Menowski
2. Mann – Riko Tauber

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Inhalt:
Die drei Detektive bekommen einen Anruf und sollen den neuen Klienten bereits am gleichen Tag aufsuchen. Der Fall scheint dringend zu sein. – Gerade, als sich die Jungs auf dem Weg befinden, bekommen sie einen Anruf von Tante Mathilda, welche eine sehr aufgebrachte Dame ankündigt, die ebenfalls einen sehr dringenden Fall zu haben scheint.
Der Anruf der angekündigten Dame lässt nicht lang auf sich warten und die drei Detektive teilen sich auf, um beiden Fällen gerecht werden zu können.
Während Justus die aufgebrachte Dame besucht und deren Ansinnen bereits nach kurzer Zeit durchschaut hat, haben seine Kollegen in der Villa etwas mehr zu tun.
In der Villa sieht zunächst alles danach aus, als sollten die Jungs nach einem verloren gegangenen Schmuckstück suchen. Aber lang bleibt das nicht so friedlich. Denn irgendwann kommen die drei durch List und Kombinationsgabe dahinter, dass beide Fälle in irgendeiner Form miteinander zusammenhängen.
Nun bleibt nur noch zu klären, wer die Bösewichte sind und was sie im Schilde führen. Dabei geht es wieder haarscharf für die Jungs zu. Aber es wären nicht die drei Detektive, wenn sie da nicht wieder raus kämen.

Mein Hörerlebnis:
So harmlos, wie der Fall anzufangen scheint, ist er am Ende gar nicht. Aber bis ich dahinter gestiegen bin, hielt diese Folge einiges an Verwirrung und anderen Gemütsregungen für mich bereit.
Die erste Klientin, die die Jungs in eine Villa in die Hollywoodhills bestellt, klingt ja noch normal. Freundlich, aber bestimmt und dringend macht sie den Jungen klar, dass sie ihre Hilfe braucht. – Die Jungs haben ihr Motto, dass sie jeden Fall annehmen, also machen sie sich auf den Weg dort hin.
Im Auto wird es dann schon einmal mächtig aufregend. Denn das Handy der drei steht nicht still. Zunächst einmal haben wir eine aufgeregte Tante Mathilda, welche den Jungs auf der einen Seite eine Information durchgibt, auf der anderen Seite aber mächtig sauer ist, über den Ton, den die Frau angeschlagen hat. Als die Frau, kurz darauf, selber anruft und ihrem Ruf alle Ehre macht, konnte ich die Aufregung der Tante sehr gut verstehen. Die Frau mochte auf der einen Seite schwerhörig gewesen sein. Auf der anderen Seite hatte sie aber auch schlicht und ergreifend absolut kein Benehmen. Die war ja schon am Telefon rotzfrech. Was sich dann aber auch fortsetzte, als Justus allein vor ihrer Tür stand und den Fall lösen wollte. Die Frau hat wirklich keinen Hehl daraus gemacht, dass sie wirklich sehr enttäuscht war. Und dass sie in ihrer Nachbarschaft Probleme hat, habe ich ihr auch sofort abgekauft. Das war kein Benehmen, was die Dame da an den Tag gelegt hat, sondern einfach nur ein Gepöbel. – Aus diesem Grund habe ich ihr den scheinbaren Fall auch direkt abgekauft und war total perplex, als Justus das alles im Handumdrehen aufgeklärt hatte. – Allerdings lies sich das als Hörer auch nicht wirklich vorhersehen, weil dazu die visuellen Reize gefehlt haben, die Justus aber gesehen hat. Es wurde erst im Nachhinein eins und eins zusammengezählt.
In der Villa haben die Jungs dann auch erst einmal genau so reagiert, wie ich auch reagieren würde. – Wenn ich in Filmrequisiten nach einem Schmuckstück suchen müsste, dann wäre ich auch erst einmal irritiert. – Aber die Story, die drumrum gedichtet wurde, war so gut nachvollziehbar, dass ich es eben abgekauft habe.
Im Laufe der Suche und der Handlung ergeben sich mehr und mehr Ungereimtheiten und der eigentliche Fall kristallisiert sich mehr und mehr raus. – Bis er dann am Ende, auf aufregende Weise und eben doch mit Hilfe der Polizei gelöst wird.

Die Spannung und der Fall bauen sich hier wirklich erst so nach und nach auf und gerade am Anfang habe ich absolut nicht verstanden, wie die Jungs so wirklich mehr als unhöflichen Leuten wirklich helfen wollen.
So nach und nach hat sich hier erst einmal Verwirrung und am Ende dann der Fall ergeben. Das hat eine gewisse Spannung mit rein gebracht und mich schon irgendwie bei der Stange gehalten.
Die Schauspielerin der alten Dame hat hier wirklich alle an die Wand gespielt. Keine Ahnung, ob man eine solche Boshaftigkeit spielen kann oder ob man dann wirklich so ist. Dieser Charakter hat in jedem Fall einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.
Die Musik war so gemischt. Zum Teil konnte man sie wirklich richtig gut anhören, es gab aber zwischendurch auch den einen oder anderen Gehirnfurz.
Die Story und der Fall hatten in jedem Fall so ihren ganz eigenen Reiz. Wie sich aus einer harmlosen Beauftragung dann doch so ein Abenteuer entwickelt hat, da muss man als Autor auch erst einmal drauf kommen.

Ich ordne diese Folge im Mittelfeld ein. War ganz nett, hat mich ganz gut unterhalten, sticht aber nicht wirklich positiv raus, aus der Masse an Folgen.

[EBook] Tanja Haas – „Geisterhaft verpflichtet“

Tanja Haas
„Geisterhaft verpflichtet“
Verlag: Selfpublishing
ISBN: 9-783-752-66587-1
Länge: 160 Seiten

– gelesen im Februar 2024 –

Ein Titel, den ich in den Tiefen des Internets gefunden habe, und von dem ich mir am Ende mehr erhofft, als bekommen habe.

Klappentext: Kiaras Leben dreht sich um Ansehen, Coolness und die ganz große Liebe.
Um ihrem Schwarm, Julian, näherzukommen, nimmt sie auf seiner Halloweenparty an einer von ihm vorgeschlagenen Séance teil.
Die Gruselstimmung heizt sich auf und dann passiert, was niemand für möglich gehalten hat:
Aus dem Spiel wird Ernst und eine geheimnisvolle Macht ergreift Besitz von Kiara.
Schnell stellt sie fest, dass auch finstere Geschöpfe antworten, wenn man ein Tor zum Jenseits öffnet, denn die Schülerin ist nicht die Einzige, an die sich ein Wesen aus einer anderen Welt geheftet hat. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Kiara ist auf einer Party von ihrem Schwarm. Die Jugendlichen haben ein Hexenbrett gefundne, probieren es aus, nehmen die Sache aber nicht sehr ernst. Und die Katastrophe passiert, wird aber nicht gleich bemerkt.
Kiara bemerkt, dass sie von einem Geist besetzt ist. Einem nervigen Geist. Eine zweite Mutter in ihrem Kopf, die sie ständig zur Vernunft ermahnt. Doch wie soll man vernünftig bleiben, wenn der Schwarm heimlich mit der besten Freundin zusammen ist und einen die eigenen Eltern nicht verstehen.
Kiara stellt fest, dass sie noch den guten Geist abbekommen aht, ihre Schulkameradin aber den Dämon. Es ist klar, dass der Dämon diesen Körper nicht behalten kann. Kiara riskiert bei diesem Kampf ihr Leben.

Fazit: Gefunden habe ich Buch und Autorin auf Twitch. Sie hat in ihren Streams immer wieder diesen Titel eingeblendet und irgendwann hat sie mich dann gehabt und ich habe das Buch bestellt und dann auch zeitnah das Lesen begonnen.

Das Buch ist insofern leichte Kost, dass die Protagonistin noch zur Schule geht und und mit den üblichen Teenagerproblemen zu kämpfen hat. Ein Schwarm, der über eine Freundschaft nicht hinaus will, Schulprobleme und Unstimmigkeiten im Elternhaus. Das ewige Thema, dass die Mutter viel zu streng ist.
Gleich zu Anfang ist der Leser bei einer mehr als seltsamen Party dabei. Nicht die Musik steht im Vordergrund und das ausgelassene Zusammensein, sondern eine Séance mit einem Hexenbrett. Die „Kinder“ machen hier alles falsch, was man den Erzählungen nach nur falsch machen kann. Es kommt zu einem Streit und zu einem Alkoholunfall. Und dann wird die Protagonistin zur Diebin. – so hart würde ich das in jedem Fall deuten, denn nichts anderes ist dieses Mitgehenlassen der Kette.
Diese Kette, die dann auch eine ganze Reihe Probleme hervorruft, ist auf dem Cover abgebildet. Aus diesem Grund wird sie dann wohl auch nicht weiter beschrieben. – Fakt ist aber, dass mit dieser Kette Fantasymomente ins Spiel kommen. Mit diesen Fantasymomenten aber auch jede Menge undurchdachte Ungereimtheiten. Zum Beispiel führt die Protagonistin plötzlich Selbstgespräche und die dummen spräche der Mitschüler bleiben aus. Ein Kino geht zum Teil in Flammen auf und kein Mensch hinterfragt das.
Dass Teenager und Eltern aneinander geraten, ist normal, aber dann hört man doch nicht im interessanten Elterngeständnis einfach auf zu erzählen.
Die Story hat sich langsam und schleppend zu einem Finale geschraubt. Aber so wirklich abgeschlossen ist die Story nicht. Die Fortsetzung, welche am Ende angekündigt wurde, hat es bisher wohl nicht gegeben.

Die Handlung ist sehr leicht zu verfolgen, da alles aus einem einzigen Strang zu bestehen scheint. Allerdings habe ich die Gedankengänge und Familienprobleme nie so wirklich verstanden. Ich konnte mich in die Protagonistin nicht richtig hineinversetzen. Aus diesem Grund konnte mich leider auch das Buch nicht komplett überzeugen und fesseln. Ich habe gelesen, um es gelesen zu haben. Begeisterung sieht definitiv anders aus.
Der Schreibstil ist jugendlich leicht und dadurch glaubhaft. Nachteil hier: Die Autorin hat das eine oder andere Slangwort, dieser Generation, hineingepackt, denen ich dann nicht folgen konnte. Aber das waren zum Glück nicht so viele, als dass ich den Faden verloren hätte. In die Charaktere konnte ich mich nicht recht hineinversetzen. Dadurch blieb die Handlung für mich leider auch flach und ohne große Bedeutung. – Die Idee mit dem Geist war zwar irgendwie cool, konnte die Sache für mich aber auch nicht mehr wirklich rumreißen.
Der Storyansatz war ganz interessant und wirkt auch noch schlüssig. Aber beim Lesen wurde dann alles zu Kaugummi. Erst konnte ich mich nicht recht in die Protagonistin hineinversetzen, was auch an meinem Alter liegen kann und dann dann wurde mir das Ding mit den Dämmen zu viel und zu abgehoben.
Zum Titel konnte ich absolut keinen Bezug herstellen und habe eindeutig etwas anderes erwartet, als ich am Ende bekommen habe. – Kein Kopfkino, nicht gefesselt. Ich habe es gelesen, um es gelesen zu haben. Aber eine tolle Lektüre war es nicht wirklich. Zu einem guten und erwähnenswerten Buch fehlt noch einiges.

Bewertung: 2 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 2 von 5 möglichen Sternen.
Leider habe ich aufgrund des Titels etwas ganz anderes erwartet, als ich bekommen habe. Die Story hatte Potetntial, welches aber leider komplett verschenkt wurde.

Meine Woche 11. Kalenderwoche 2025

Geärgert:
Über den Chef meines aktuellen Einsatzbetriebes. Der muss auf einer Versammlung wortwörtlich gesagt haben: „Wir müssen die Leiharbeiter alle los werden!“ – So richtig kampfschreiartig. – Mal ehrlich, die Leute wollen auch nur nen paar Pfennige verdienen und als Menschen gesehen werden. Scheiß Chinamänner.

Gefreut:
Über die Tatsache, mal wieder eine Nachtschicht machen zu dürfen und es immernoch so relativ problemlos hinzubekommen.

Gedacht:
Mal sehen, wie lang ich in diesem Traumjob jetzt noch arbeiten darf. – Wenn sie die Leiharbeiter schon wieder alle los werden wollen.

Gefragt:
Denken die Leute noch nach? – Ich glaubs ja nicht mehr.

Gefühlt:
Wut, unbändige Wut gegenüber Göppels 2.0, der mit aller Gewalt Kanzler werden will. Ich hab jetzt schon einen Schiss ohne Ende, vor ihm und seiner ruinösen Politik.

positiv:
Viele neue Informationen und Anregungen auf der Thüringenmesse.

negativ:
Irgendwie ist unter den Leiharbeitern in dem Betrieb eine ziemlich seltsame Stimmung, seit der Versammlung.

Gelitten:
nö … gelitten ist zu viel gesagt

Genossen:
Die vielen Leckerreien auf der Messe. Handbrot, ne riesige Breze mit Schokolade, Eis und Himbeerbonbons, die schmecken wie aus meiner Kindheit.

Gewesen:
Auf der Thüringenmesse in den Messehallen in Erfurt.

Getroffen:
Zu viele Leute, die ich aber irgendwie alle nicht kannte. Sie waren eben auch gerade auf der Messe und meinten rumrempeln zu müssen.

Gesucht:
hm … fällt mir jetzt nichts ein

Gelacht:
Ja sicher, über verschiedene Scherze hier und da.

Geweint/Getrauert:
Das ist zu viel gesagt. Es stimmt mich nur ein wenig nachdenklich, dass meine Tante jetzt freiwillig ins Hospiz gegangen ist.

Gewundert:
Kann es wirklich sein, dass die Leute ihre Kinder so verrohen lassen? – Auf der Messe hab ich so einige Sachen gesehen, die mich wirklich an der Erziehungsfähigkeit der Menschen zweifeln lassen.

Gegessen:
Eiersalat!!! – selbst gemacht und soooooooo lecker.
Handbrot mit Käse und Schinken
Ein Softeis in einer tiefschwarzen Waffel
Eine riesige Brezel mit dick satt Schokolade drüber

Genascht:
Himbeerbonbons aus einer Manufaktur. Saulecker!!! Ich habe meine Kindheit geschmeckt.

Gehört:
Das Buch „Die Bibliothek am Ende der Welt“. Eine wirklich wunderbare Autobiografie über das wirklich sehr bewegte Leben einer Frau. (gibts auf Spotify)
Drei Folgen Geister-Schocker

Gegoogelt:
Den Lageplan der Stände in den Messehallen in Erfurt.

Gelesen:
„Das Panama-Attentat“ – beendet
„Zersetzt“ von Michael Tsokos – durchgelesen
„Die Verlorenen“ von Maya Sheperd – angefangen

Gesehen:
Youtubevideos, aus meiner Liste namens Relax. Im Prinzip ist das ruhige Instrumentalmusik, die ich sehr gern nebenher dudeln lasse, wenn ich lese oder so.

Gebastel/Gespielt/Gehandwerkt/Geschrieben:
Rezis – immer direkt nach Beendigung des Buches.

Gekauft:
Bling Bling für die Haare (Fazit)
Viele Kleinigkeiten auf der Messe, wo mir beim Sehene einfiel, dass man das ja gut mal gebrauchen kann.

Geschenkt (bekommen):
– nö – nur verschenkt

Geschlafen:
Sehr gut und für eine Nachtschicht erstaunlich herholsam.

Geträumt:
So einen abstrusen Blödsinn, dass ich mich daran nicht mehr erinnern kann.

Geplant:
Eventuell die Investition in so eine Power-Rüttel-Platte. – Hab das Teil auf der Messe ausprobiert und es würde mir schon allein mit meinen Verspannungen und Rückenschmerzen so gut helfen …. aber 1700 Euro sind eben auch ne Hausnummer.

Fazit

Ich hatte Nachtschicht und meine Haaransätze waren wieder mächtig raus gewachsen. – Also am Freitag früher aufstehen und ab zum Frisör. – Hatte ich wieder ein Glück, dass es so schön leer war. Kaum im Laden, saß ich auch schon wieder auf dem Stuhl.
Meine Haare sind mal wieder schön durchgefärbt und als I-Tüpfelchen und Gönnung habe ich mir eine Schnur mit Glitzersteinen daran in die Haare machen lassen. Das Geld war mir in dem Moment egal. Ich wollte das schon lang mal machen, aber die Kollegin, die das Gerät bedienen kann, war immer nicht da. – Diesmal war ich aber direkt bei ihr und tadaaaaa… ich hab Bling Bling im Haar. – So ein bisschen Prinzesschen muss auch manchmal sein.

Am Sonnabend waren wir in Erfurt. Wir, das waren in dem Fall mein Bruder, mein Mann und ich auf der Thüringenmesse. – Das ist die größte Verbrauchermesse in Thüringen und findet einmal im Jahr statt. Das Spektrum reicht hier von Haus, Hof und Garten, über Haushaltsgeräte, Pools, Snacks und Essen bis hin zu kleinen Alltagshelferlein. – Ok, es ist stellenweise auch sehr viel Chinashit dazwischen, was so Zwischenhänder hier versuchen an die Leute zu bringen. Aber im Großen und Ganzen ist eigentlich jedes Jahr was von Interesse dabei.
In diesem Jahr bin ich mal bei dieser Powerplatte stehen geblieben und habe mich ausführlich beraten lassen. Das ist so eine Rüttelplatte, wo man im Prinzip normale Gymnastik nochmal intensivieren kann oder sich einfach nur bestimmte Stellen lockern kann. – War sehr interessant und ich überlege gerade hart, ob ich mir so ein Teil zulegen soll.

Saturday Sentence – „Die Verlorenen“

1. Nimm deine aktuelle Lektüre

Cleo gilt in der Zentrallegion als Verräterin. Sie hat mit schweren Vorwürfen zu kämpfen und steht unter ständiger Beobachtung. Unter diesen Umständen ist es ihr nicht möglich, für den Widerstand zu kämpfen. Zudem leidet sie unter der Trennung von Finn. Sie weiß nicht, ob er noch am Leben ist oder sie ihn jemals wiedersehen wird.

Finn und die Rebellen dagegen haben weitaus existenziellere Probleme. Die Legion ist zerstört, das Umland verwüstet. Sie haben kaum noch Vorräte und plötzlich verschwinden immer wieder Mitglieder aus ihrer Mitte. Verdächtigt werden die Mutanten, doch wie gefährlich diese wirklich sind, erfahren Finn und seine Freunde sehr bald am eigenen Leib.

Gibt es für Cleo und Finn eine Chance, während nicht nur Meilen, sondern auch etliche Feinde zwischen ihnen stehen? Ist ihre Liebe stark genug? (Quelle: Lovelybooks.de)

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein „Saturday Sentence“ lautet. (Bei Ebooks Position 158)

Ich habe das Gefühl, dass wir sie so nie finden werden«

Maya Sheperd- „Die Verlorenen“ (Radioactive 3) ; ISBN: 9-783-739-39320-9

3. Und wie ist es bisher?
In diesem dritten Band der Reihe wird noch einmal sehr genau auf die dystopische Welt eingegangen. Das Universum der Legionen wird erweitert. Es kommt eine nördliche, eine Östliche, eine westliche, eine südliche Legion, sowie eine zentrale Legion zusammen. Die Äußeren Legionen werden durch Aufstände, Angriffe und Selbstzerstörungsmechanismen erschüttert und zerstört und die Gesellschaft, die sich ins humanere entwickelt hat, wird von Grund auf erschüttert und durchgemischt.

Die Autorin macht die Schicksale der Menschen an den zwei Personen fest, die sich lieben gelernt haben und nun aufgrund der Umstände getrennt wurden. – Beide erleben jetzt, in jeweils einem eigenen Handlungsstrang und in ihrer eigenen Situation ihre persönliche Hölle auf Erden.

Es ist nicht besonders aufreiserisch geschrieben, aber die dystopischen Umstände, die Situationen und ihre Lösungen, machen alles wirklich ziemlich spannend.
Ich empfehle allerdings, die vier Bände dieser kleinen Buchserie der chronologischen Reihenfolge nach zu lesen. Zwar ist es auch ohne Zusammenhang möglich, aber das Große Ganze eröffnet sich einem eben nur, wenn man von Anfang an dabei ist.

[Hörspiel] Die drei ??? 194 – „und die Zeitreisende“

Autor: André Minninger
Regie: Heikedine Körting
Musik: Jan-Friedrich Conrad, Jens-Peter Morgenstern, Constantin Stahlberg, Betty George
Verlag: EUROPA
Produktionsjahr: 2018
Länge: 1 Stunde 16 Minuten

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler: Axel Milberg Justus Jonas, Erster Detektiv: Oliver Rohrbeck
Peter Shaw, Zweiter Detektiv: Jens Wawrczeck
Bob Andrews, Recherchen und Archiv: Andreas Fröhlich
Tante Mathilda: Karin Lieneweg
Inspektor Cotta: Holger Mahlich
Gladys Pixie: Rosemarie Wohlbauer
Frank Firhouse: Lutz Mackensy
Maggie Smith: Susanne Wulkow
Aurora: Andreja Schneider
Angela: Lucia Mahler
Conchita Dominguez: Katja Brügger
Reporter: Jörgpeter von Clarenau
Putzfrau: Clarissa Börner
Heather: Enie van de Meiklokjes Folder: Harald Weiler Hopper: Achim Schülke
Rezeptionist: Christopher Hoseit

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Inhalt:
Die drei Detektive sind im Theater und Justus stürmt nach Beendigung der Premiere nicht sofort das Buffet. Da muss etwas faul sein. Und er rückt auch gleich mit der Sprache raus, dass die Hauptdarstellerin auf der Bühne fast zusammengebrochen wäre.
Die Jungs suchen den Kontakt zu der doch sehr exzentrischen älteren Dame und stellen bald fest, dass sie kein unbeschriebenes Blatt ist. – Ihre Tochter verschwand vor vielen Jahren und ist seit dem nicht wieder gesehen worden.
Nach einem längeren Hin und Her können die Jungs das Vertrauen der Dame gewinnen und haben somit einen neuen Fall. Aber einen Fall, der sich am Ende als nicht ganz so einfach herausstellt, da man hier wohl auf zwei Gleisen kämpft.
Ja, die Dame hat Neider im Ensemble des Theaters. Aber sie leidet eben auch nicht an Wahnvorstellungen. Der Grund, warum sie auf der Bühne so aus der Fassung geriet, existiert wirklich.
In einem Hotelzimmer kommt es dann zu einer Aussprache und einer ewig offenen Frage.

Mein Hörerlebnis:
Die Handlung ist in jedem Fall von allerlei Seltsamkeiten bestimmt. Das fängt schon damit an, dass Justus am Anfang nicht gleich ans Buffet stürmt, um sich den Bauch vollzuschlagen. – Stattdessen will er gesehen haben, wie sich die Hauptdarstellerin so erschrocken hat, dass sie fast in Ohnmacht gefallen wäre. Und, er will der Einzige gewesen sein, dem das aufgefallen ist.
Die Jungs reden doch über das Vorkommnis und wollen mit der betreffenden Frau Kontakt aufnehmen. – Ich muss mal sagen, dass diese Person wirklich mehr als seltsam ist. Sie wittert hinter allem und jedem eine Bedrohung, ist so auf ihren Erfolg bedacht, dass sie nicht links und nicht rechts schaut, und außerdem fand ich sie noch sehr von sich selber überzeugt. Die muss doch in natura komplett toxisch gewirkt haben. – Die Jungs haben es schwer, überhaupt an die Frau ranzukommen.
Der Fall entpuppt sich als interessant und überaus mystisch. Auch wenn sich der Verfolgungswahn der Frau, als gar nicht so unbegründet entpuppt, bleibt da immer noch das Ding mit der verschwundenen Tochter, die plötzlich wieder aufgetaucht sein soll. – Aber wer jetzt eine rührselige Familienzusammenführung erwartet, der hat sich gewaltig geschnitten. Die gibt es nicht, denn bei der Aussprache am Ende kommen Sachen zum Vorschein, die mich wirklich an der Natur dieser Serie haben glauben lassen. – Die Tochter behauptet allen Ernstes, in der Zukunft zu leben und da sehr interessante Sachen erlebt zu haben.
Und dann scheint alles in bester Ordnung, als die Folge zu Ende ist, der Fall unaufgeklärt bleibt und sogar Justus ratlos ist.
Das offene Ende war irgendwie erfrischend, hat mich aber komplett unzufrieden zurückgelassen. Es geht nicht, dass da einfach so ein Fall nicht wirklich aufgeklärt werden kann.

Fazit:
Ich habe keine Ahnung, was ich von dieser Folge halten soll. Denn am Ende ist die große offene Frage nicht geklärt worden. – Gibt es nun Zeitreisen, oder gibt es das nicht? Und wenn nicht, wo ist denn dann die Frau schon wieder hinverschwunden?
Der Charakter der Klientin war nicht nur gut und überzeugend gespielt, sondern hat mich als Hörer ähnlich angenervt, wie ihre Kollegen. Ich glaube, wenn ich ständig im Schatten dieser Selbstdarstellerin stehen würde, hätte ich auch keinen Bock mehr auf die Person. Ich würde sie nicht angreifen oder sowas, aber ich würde auch den Kontakt nicht mit ihr suchen wollen.
Die Jungs mussten bei diesem Fall eine gewaltige Hartnäckigkeit an den Tag legen, wurden einige Male ziemlich rüde auf Seite geschoben und sind doch am Ball geblieben. – Typisch für die Jungs aber aus menschlicher Sicht recht unverständlich. Wenn sich die Frau nicht helfen lassen will, hätte ich sie einfach machen lassen und wäre gegangen.
Die Musik war ziemlich abenteuerlich, zwischendrin. Ich frage mich, welcher Komponist da so einen Hirnfurz gehabt hat. – Verrückte, nicht ganz eingängige Melodien bin ich von Hörspielen gewöhnt, aber sowas? Warum?

Alles in allem würde ich die Folge im oberen Mittelfeld einordnen wollen. Sie hat durch ihr Thema und das Ende bestochen, konnte mich aufgrund der Musik und das Hauptcharakters aber nicht komplett überzeugen.

[Hörbuch] Nicole Böhm – „Machtgefüge“

Nicole Böhm
„Machtgefüge“
Reihe: Die Chroniken der Seelenwächter (26)
Verlag: Lausch Phantastische Hörbücher
EAN: 4-260-158-97641-1
Länge: 3 Stunden 45 Minuten
Sprecher: Pia-Rhona Saxe, Jan Langer, Cornelia Prescher, Richard Lingscheidt

– gehört im Februar 2024 –

Klappentext: Kedos ist zurück. Erneut verursacht der Dämon in Riverside ein Chaos. Verzweifelt kämpft Ben gegen die Schatten des Hasses an und gelangt nicht nur körperlich an seine Grenzen. Der Ruf der Vergangenheit ist stark – und der seines Blutes noch viel stärker. Nur wenn er alle Kraft zusammennimmt, kann er dem Bösen widerstehen.
Aber nicht nur Ben kämpft. Auch William hadert mit seinem Schicksal. Die Aufgabe, die Ilai ihm abverlangt, ist mächtig. Und Will weiß nicht, ob er ihr gewachsen ist. Er braucht seine Familie mehr denn je. Zugleich rückt der Moment des Abschieds immer näher.

Selbst Akil lernt, dass seine Entscheidung, Mitglied des Rates zu werden, heftigere Konsequenzen haben könnte, als er bisher geahnt hat. Marysol lässt ihn hinter die Fassade des Amtes blicken und zeigt ihm, welche Herausforderungen auf ihn warten. Wird er sie bewältigen können? (Quelle: Thalia.de)

Inhalt: Kedos wütet in Riverside. Ben kann gegen ihn ankommen, verliert aber seine gerade neu gewonnene Freundin an ihn. Diese befindet sich nun in seiner Macht und soll seinem Plan dienen. – Kedos ist noch immer hinter den Gaben und Elementen der Seelenwächter her.
Jess und Jaydee werden aus ihrem Date brutal herausgerissen, als Ben nach Hilfe ruft. Allein kann er Kedos mit Sicherheit nicht besiegen. – Allerdings kämpft Jaydee nach wie vor mit dem Wächter in sich. Das Böse will Macht über ihn und sein Tun und Handeln. Er gerät mit Ben in einen bitteren Kampf, weil auch in Ben eine dunkle Macht aufkeimt und Hassgefühle schührt, wo sie nicht hingehören.
Will ist wach und muss sich klar machen, dass nun die Zeit des Abschieds von seiner Familie gekommen ist. – Er hat in seinem Koma mit Ilai gesprochen, welcher ihm eine mächtige Aufgabe gegeben hat. Will weiß nicht, ob er bereit ist, den Preis zu zahlen, aber er weiß auch, dass er die Aufgabe erledigen muss. Auch zum Wohle seiner Familie.
Akil will den Richterspruch nicht akzeptieren und gibt kurzentschlossen der Einladung nach. Er nimmt sein Amt beim Rat der Seelenwächter an und spürt fast augenblicklich, dass die damit einhergehende Macht durchaus auch Schattenseiten hat. Marysol klärt ihn auf, lässt ihn hinter die Fassade blicken und Akil weiß nicht, ob ihm das gefällt, was da auf ihn zukommt. Allerdings kann er auch nicht mehr zurück.

Fazit: Dieser Band knüpft direkt an den vorhergehenden Band an. Genau in der Szene, wie Band 25 aufgehört hat, geht auch Band 26 weiter. Die Charaktere, welche schon am Ende des Vorgängers zugegen waren, sind jetzt dabei, sich ihres Lebens zu erwehren. – Allerdings wird gleich klar, dass die Polizei im Städchen Riverside eine große Aufgabe haben wird, will man diesen neuerlichen Ausbruch von Gewalt rechtfertigen und für normale Menschen erklärbar machen.
Der magische Teil der Handlung ist hier inzwischen so normal, dass ich mir da keinerlei Kopf mehr mache, warum jetzt dieser oder jener Charakter, zu was auch immer in der Lage ist. – Allerdings finde ich, dass Riverside, als Ort in dem normale, magisch unbegabte Menschen, leben und arbeiten hier wenig bis gar nicht beleuchtet ist. – Am Anfang fand ich alles noch gut durchmischt. Man musste magische Gegebenheiten vertuschen. Dem wurde auch Aufmerksamkeit geschenkt. Das ist inzwischen aber komplett verflogen und die Reihe ist nur noch die pure Fantasy. Meiner Meinung nach hat es absolut keinen Bezug mehr zu einer Welt ohne Magie.
War der vorhergehende Band mehr ein aufbauender Füller für die neue Staffel, geht es hier schon wieder ziemlich zur Sache. – Gewalt ist an der Tagesordnung gehört einfach zum täglichen Geschäft der Seelenwächter. Ich möchte fast sagen, dass alles nur noch eine einzige Gewaltorgie ist. Einst wirklich interessante Liebesbeziehungen geraten in den Hintergrund und müssen sich der Gewalt unterordnen.

Ich höre mir die Reihe derzeit nur weiter an, weil ich einfach wissen möchte, ob das überhaupt irgendwann mal ein Ende hat und wie das dann ausgeht. Die einzelnen Charaktere haben sich allesamt sehr verändert und das nicht zu ihrem Guten. Ich kann mich absolut in niemanden mehr reinfühlen, alle haben schließlich inzwischen irgendeine Macht oder Fähigkeit, die sie aus Gefahrensituationen herausführen kann.
Das Lesen mit verschiedenen Sprechern ist sehr gut. Es erleichtert das Verständnis enorm. Die Handlung ist inzwischen so verzwickt, verschachtelt und wird aus so vielen verschiedenen Sichten so anders empfunden. Und jeder Strang wird stückchenweise weitererzählt. – Ich muss sagen, dass ich ohne die verschiedenen Sprecher mit Sicherheit absolut überhaupt nicht mehr nachkommen würde.
Einordnen würde ich das alles definitiv als richtig gewaltiges Fantasy-Epos. Fast bin ich irgendwie der Meinung, dass sich die Autorin hier dann doch etwas übernommen hat und die ganze Sache irgendwie aus dem Ruder gelaufen ist. – Stellenweise bin ich wirklich versucht zu googeln, ob bei der Handlung nicht zumindest stellenweise irgendwelche Parallelen zu Göttersagen oder sowas in der Art hergestellt werden können.

Bewertung: 3 von 5.

Ich bewerte dieses Buch mit 3 von 5 möglichen Sternen.
Ja, die Handlung ist hier wieder voller Action, Mord und Totschlag. Aber es gefällt mir nicht. Wo man hinschaut sterben Menschen, Anwesen zerfallen, Seelenwächter verlassen sie Szene, um als Geister wieder aufzuschlagen. Das ist doch alles ein Fass ohne Boden und ich glaube fast, dass die Reihe niemals auch nur ansatzweise adäquat zu beenden ist. Einfach nur unmöglich.

[Hörspiel] Die drei ??? 193 – „Schrecken aus der Tiefe“

Autor: André Minninger
Regie: Heikedine Körting
Musik: Jan Friedrich Conrad, Peter Morgenstern, Constantin Stahlberg, Betty George
Verlag: EUROPA
Produktionsjahr: 2018
Länge: 1 Stunde 9 Minuten

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – Axel Milberg
Justus Jonas, Erster Detektiv – Oliver Rohrbeck
Peter Shaw, Zweiter Detektiv – Jens Wawrczeck
Bob Andrews, Recherchen und Archiv – Andreas Fröhlich
Inspektor Cotta – Holger Mahlich
Angler – Stephan Chrzescinski
Mac Anderson – Achim Buch
Reporterin – Marion Gretchen Schmitz
Mann – Sven Dahlem
Grady – Werner Wilkening
Pettengill – Peter Kirchberger
Sheriff Rolins – Tommi Piper
Farragut – Hanns Jörg Krumpholz
Leah – Antje Birnbaum
Cynthia Wetmore – Dorothea Hagena
Hotelier – Gordon Piedesack
Frau – Maud Ackermann
Junge – Tim Heuer
Daniel – Jannik Schümann

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Inhalt:
Die drei Detektive ruhen sich am Black Lake von einer Renovierungsaktion aus und werden Zeuge davon, wie ein Angler durch den Zug vom Boot gezogen wird. Der Mann ist nach seiner Rettung komplett davon überzeugt, dass in dem See ein Ungeheuer haust, was ihm ans Leben wollte.
Schon einen Tag später ist rund um den See einiges los. Ein Monster soll gesehen worden sein und nun tummeln sich dort haufenweise Pseudoforscher und Monsterjäger.
Die Jungs nehmen sich der Sache an, da sie an die Monstergeschichte nicht recht glauben wollen. Und es dauert nicht lang, haben sie auch schon eine Attrappe gefunden. – Aber warum hat sich jemand diesen Scherz erlaubt?
Ein Juwelenraub vor vielen Jahren soll der Aufhänger für erneute Ermittlungen werden und endlich können die Jungen ein Ergebnis bekommen und den Plan von Gaunern vereitelt. Den weit zurückliegenden Fall können sie, ganz nebenbei, auch aufklären.

Meine Hörerlebnis:
Irgendwie klang es am Anfang schon wieder nach einem Urlaub, der gründlich schief gehen sollte. Aber schon mit den ersten Worten ist wieder aufgehoben. Die Jungs hatten einen Arbeitseinsatz, auf den aber nicht weiter eingegangen wird und warten nun auf ihre Heimfahrtgelegenheit.
Der Vorfall mit dem Angler ist ja mal irgendwie niedlich. Da hat so ein armer Tropf endlich mal etwas an der Angel und dann ist der Fisch so groß, dass es ihn aus seinem Boot zieht. Die Aktion, dass ihn angeblich etwas in die Tiefe ziehen will, habe ich von Anfang an als Hysterie abgetan. So ein Schatten unter Wasser kann schon bedrohlich wirken, wenn man keine Ahnung hat, was in dem Wasser so alles herumschwimmt.
Wie es dann zu dieser Monstermanie komme, habe ich ebenfalls völlig falsch eingeschätzt. Ich dachte wirklich, dass dieser Angler einen Aufstand geprobt hat und die Presse darauf angesprungen ist. Aber wo sollten in dem Moment denn die Fotos herkommen, die in den Zeitungen abgebildet worden sind? – Die Jungs haben sich an die Sache ran gehangen, wobei ich ihr Motiv hier ziemlich seltsam fand. Der ganze Ort hat durch die Hysterie einen finanziellen Reibach gemacht, nur dieser eine Freund der Jungs nicht. – Mir erschließt sich hier nicht die Notwendigkeit eines Falles.
Ganz komisch wurde es, als die Monsterattrappe so schnell gefunden wird. Im Normalfall wäre der Fall ja hier schon beendet gewesen, wo ich aber die Rechnung ohne Justus gemacht habe. Zwar hat sich der riesengroße Trubel gelegt, aber warum der veranstaltet wurde, wollte Justus dann schon auch wissen.
Die Jungs fangen bei ihren erneuten Ermittlungen tatsächlich wieder bei Null an und müssen sich durch allerhand Fragen erst einmal einen Überblick über die Lage verschaffen. Aber es dauert nicht lang, bis die Sprache auf einen Juwelenraub vor vielen Jahren kommt. Es wird auch noch erzählt, wie die Täter fliehen konnten, dass sie aber gefasst sind, von der Beute aber jede Spur fehlt. – Der Fall war für mich sofort klar. Auf dem Grund des Sees muss die Beute noch liegen und die Suche danach sollte irgendwie getarnt werden.
Der Rest dieser Folge war dann nicht mehr so wirklich spannend für mich. Der Fall war geklärt und somit alles andere für mich einfach nur noch uninteressant.

Fazit:
Diese Folge war für mich irgendwie anders, als die anderen. Ich habe zum ersten Mal erlebt, dass der Fall für mich zeitig klar war und die Folge am Ende nicht mehr wirklich interessant war. Zwar hat Justus am Ende seinen Monolog gehabt, aber der hat mich schon wieder gar nicht mehr interessiert.
Die Schauspieler haben ihr Ding gemacht. Gewohnt gute Leistung aber hier auch keinen Charakter, der irgendwie herausgestochen wäre. Die haben alle ihre Rolle gespielt und gut war es auch.
Von der Story her war es leider auch nichts Neues. Dieses Thema mit der versteckten Beute ist so alt, wie das Verbrechen selbst und dass man hier jetzt über fünf Ecken erst drauf gekommen ist, war jetzt nichts weiter als schriftstellerisches Können.

Eine Folge, die ich im unteren Bereich einordnen würde. Ich habe sie halt einmal gehört, das war es dann aber auch schon wieder.

[Rezensionsexemplar] Christine Koschmieder – „Frühjahrskolektion“

Christine Koschmieder
„Frühjahrskolektion“
Verlag: Kanon
ISBN: 9-783-985-68159-4
Länge: 287 Seiten

– gelesen im Februar 2025 –

Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar kostenlos vom Verlag zur Verfügung gestellt. Hierfür herzlichen Dank! Meine Meinung hat dieser Umstand aber nicht beeinflusst.

Klappentext: Lilo will den nächsten großen Coup landen: Bademoden für die reife Frau. Das neue elastische Gewebe soll ihr den Swimmingpool hinter dem neuen Bungalow finanzieren. Doch dann steht unerwartet die Vergangenheit in ihrer Kabine. Denn neuerdings interessiert sich die deutsche Justiz für Geschäfte, die damals im besetzten Polen gemacht worden sind. Lilo und Harry sind kein unbescholtenes Paar. Sie verbindet mehr als eine unschuldige Liebe zur Mode. Auch Josef Neckermann, für dessen Versandunternehmen Harry zu arbeiten anfängt, mag lieber nach vorn als zurück blicken. Während Harry für seinen neuen Arbeitgeber auf der Leipziger Messe Verträge aushandelt, erfährt Tochter Reni mehr über die Vergangenheit deutscher Konfektionshäuser, als ihr lieb ist. – Farbig und genau erzählt Frühjahrskollektion von einer Zeit im Wandel und von Frauen, die der Verkleidungen überdrüssig geworden sind. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Deutschland in den Nachkriegsjahren. Die Wirtschaft hat sich erholt, der Lebensstandard ist wieder oben und die Menschen haben sich in ihrem Wirtschaftswunder eingerichtet.
Unter diesen Menschen ist auch das Laufstegmädchen Reni, welche sich mit ihrer nicht ganz so idealen Größe trotzdem einen Namen in der Modewelt machen will. – Doch ob das in Deutschland so funktioniert, wie sie das gern hätte, steht noch in den Sternen.
Gerade ist sie auf dem aufsteigenden Ast, als ein Fehltritt sie vor eine große Entscheidung stellt, ihrer Mutter sich in ihr Liebesleben einmischt und das einzige Familienfoto, welches sie besitzt, als eine Lüge enttarnt wird.
Die Nürnberger Prozesse sind Geschichte, aber die Gesellschaft ist scheinbar nicht komplett entnazifiziert. Reni selber wird auf einer Modenschau in Wien schlagartig aufgeklärt und findet unliebsame Tatsachen aus ihrer Vergangenheit und der ihres vermeintlichen Vaters heraus.

Fazit: Ich bin durch eine Email auf das Buch aufmerksam geworden. Dieser Titel wurde mir als Rezensionsexemplar angeboten.
Ich muss sagen, dass ich, allein durch das Cover, wohl nicht zu dem Buch gegriffen haben. Zwar ist das Bild und die ganze Aufmachung durchaus passend für die 60iger Jahre, aber mich persönlich hat dann doch mehr die Beschreibung des Buches angesprochen. – ja, es waren die bekannten Versandhausnamen, welche hier jetzt plötzlich Nutznießer der Enteignung der Juden gewesen sein sollen.
Es handelt sich hier um die Hardcoverausgabe, deren Schutzumschlag nicht die volle Höhe des Buches hat. Das lässt das mehr als interessante Muster des Buches durchscheinen und der Schutzumschlag selber zerfleddert nicht so, wenn man das Buch liest. – Ich brauchte das Papier nicht zur Seite legen, solang ich das Buch gelesen habe.

Die Story selber ist in der Schreibweise leider ein wenig versteckt. Man muss aufmerksam lesen, will man begreifen, was hier passiert und warum welche Handlung welchen Grund hat. Ist man aber mal dahinter gestiegen, verfolgt man quasi ein junges, aufstrebendes Model der 60er Jahre ein Stück auf ihrem Lebensweg. Bekommt einen guten Einblick in die Lebensweise der damaligen Zeit und ganz besonders in die Welt der Mode und Stoffe.
Ob es jetzt so gedacht war, weiß ich nicht. Für mich war aber diese Reni die Protagonistin. Es ging die ganze Zeit um ihr Leben. Um die Lüge, mit der sie aufgewachsen ist und welche sich im Laufe der Handlung dann für sie aufdecken solle.
Es geht außerdem um Lilo Kowatz. Sie ist die Mutter von Reni und lügt Reni schon ihr ganzes Leben lang an. Sie will sich auch in der Welt der Mode behaupten, entwirft eine eigenen Bademodenkolektion, die dann aber schon vor dem Erscheinen zum Scheitern verurteilt ist, da sie nicht damit gerechnet hat, dass die Presse eine brisante Vergangenheit über ihren Mann ausgraben würde und auch Rückschlüsse zieht, wer jetzt für sie näht. – Es bricht ihr das Genick.
Die Handlung springt in der Zeit immer mal wieder hin und her. Aber wenn man aufmerksam liest, dann kann man das sehr gut verfolgen und hat am Ende vom Buch eine vollständige Aufklärung über die Situation und kann hoffen, dass die Protagonistin mit ihrem Bruch den richtigen Schritt gemacht hat.

Wie schon einmal gesagt. Der Schreib- und Erzählstil ist etwas gewöhnungsbedürftig und war für mich am Anfang sogar anstrengend. Aber ich habe mich schnell daran gewöhnen können und wurde dann in die Modewelt der damaligen Zeit hineingezogen. Zeitgeschehen, Lebensumstände und persönliches Schicksal sind hier glaubwürdig und sehr gut nachvollziehbar miteinander verwoben und zu einem sehr interessanten Roman verstrickt worden.
Leider hatte ich beim Lesen kein Kopfkino. – Aber interessant war das Buch trotzdem. Dieses Zeitgeschehen, diese Vergangenheiten der verschiedenen Personen, das hat alles so seinen ganz eigenen Reiz ausgeübt. Und im Endeffekt war die Protagonistin in einer Welt verloren, die sie nur glaubte zu kennen, die dann aber irgendwann hoffnungslos zusammengefallen ist.
Leseunterbrechungen waren für mich sehr unbeliebt, aber am Ende kein Problem. Es brauchte die Kapiteltrennungen nicht wirklich, um im Anschluss wieder gut in die Handlung hinein zu kommen. Das funktionierte wie von selbst. Ich habe angefangen zu lesen, und war in dem Moment dann auch schon wieder in der Handlung drin.
Das Hardcoverbuch ist sehr stabil gebunden und ansprechend gestaltet. – Mir war hier wieder nur meine Meise im Weg, dass sich der Buchrücken nicht knicken oder verformen darf, dass ich mich nicht getraut habe, das Buch weiter aufzuschlagen. Aber so, wie es verarbeitet ist, traue ich dem Werk durchaus zu, auch mal länger durchzuhalten.
Sogar die Haptik unter dem Umschlag ist nicht so null acht fuffzehn, sondern stoffähnlich und hat mich immer wieder dazu animiert darüber zu streichen. – Ich denke schon, dass das ganze Buch schon hochwertiger gestaltet ist, als so ein Billobuch von der Stange.

Bewertung: 4 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Für die volle Punktzahl hat es leider nicht gereicht, da das Kopfkino gefehlt hat. Aber im Grunde handelt es sich hier um ein Werk aus dem Zeitgeschehen. Ein Stück Geschichte, wie es in dieser Art sicherlich kein Einzelfall ist. Und das allein ist erwähnens- und lesenswert.