Autor: André Minninger
Regie: Heikedine Körting
Musik: Jan-Friedrich Conrad, Constantin Stahlberg, Betty George, Jens-Peter Morgenstern, Andris Zeiberts
Verlag: EUROPA
Produktionsjahr: 2019
Länge: 1 Stunde 17 Minuten
Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – Axel Milberg
Justus Jonas, Erster Detektiv – Oliver Rohrbeck
Peter Shaw, Zweiter Detektiv – Jens Wawrczeck
Bob Andrews, Recherchen und Archiv – Andreas Fröhlich
Tante Mathilda – Karin Lieneweg
Onkel Titus – Rüdiger Schulzki
Mr. Aaron Grover – Gernot Endemann
Msr. Patricia Grover – Heidi Berndt
Elodie Grover – Henrike Fehrs
Desmond Cathpole – Martin Brücker
Hausmeister Spencer – Werner Cartano
Mr. Rubberwood – Udo Schenk
Mr. Parker Mayfield – Holger Umbreit

Inhalt:
Die drei Detektive haben es sich gerade im Wohnzimmer der Familie Jonas gemütlich gemacht, als Onkel Titus und Tante Mathilda nach Hause kommen. Und das, obwohl sie doch drei Nächte in dem Hotel gewonnen haben. Aber Tante Mathilda erzählt eine Horrorstory von einem grünen Kobold, dem sie auf der Dachterrasse begegnet sein will und einen mehr als unfreundlichem Direktor.
Die drei Jungs begeben sich, gleich am nächsten Tag, auch zu diesem Hotel und bieten dem Direktor an, bei der Aufklärung der Sache zu helfen. – Der Direktor willigt ein, besorgt den Jungs ein Alibi für ihre Anwesenheit und schon können die Ermittlungen beginnen.
Das Haus, in dem sich das Hotel befindet, ist alt und hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Diese taucht im Laufe der Ermittlungen nach und nach auf. Sogar ein noch lebender Verwandter des ursprünglichen Erbauers des Hauses, lebt noch. – Allerdings ist dieser Mann nicht der Verdächtige.
Im Haus selber geraten die Jungen immer wieder in brenzlige Situationen, als sie den Kobold sehen und ihn verfolgen wollen. – Der Kobold hat jedoch einen entscheidenden Vorteil gegenüber den Jungen. Er kennt das Haus mit all seinen Geheimgängen.
Mit viel Kombinationsgabe kann Justus, den Fall dann fast schon wieder im Alleingang läsen, klärt seine Kollegen dann aber auf. Doch der Täter ist ein anderer, als gedacht und die Motive sind mehr als seltsam.
Mein Hörerlebnis:
Die Anfangssituation bei diesem Hörspiel ist endlich mal komplett alterstypisch. Die Jungs lungern vorm Fernseher rum, stopfen Chips und Getränke in sich rein und lassen es sich gut gehen. Peter wird mal wieder als absoluter Schisser dargestellt, aber das bin ich inzwischen schon gewohnt und kann und will mich darüber nicht mehr aufregen.
Als Tante Mathilda und Onkel Titus aufgetaucht sind, fand ich die Situation leicht verwirrend. Erst die laufende Handlung hat dann alles vollumfänglich aufgeklärt und mir erst einmal klar gemacht, wo die Reise in dieser Folge hingehen soll.
Es ist klar, dass die Jungs in dem Hotel aufschlagen, um das Ding mit dem grünen Kobold aufzuklären. – Mir war ja von Anfang an klar, dass dieser Kobold nicht wirklich ein übernatürliches Wesen sein kann. Das gab es noch nie bei den drei Detektiven. Aber was dann da am Ende rauskommen sollte, habe ich auch nicht erwarten.
In jedem Fall dreht sich diese Story im Prinzip um ein wirklich altes Haus mit einer weitreichenden und sehr interessanten Geschichte. Alles beginnt mit dem Schicksal einer gut betuchten Familie, die dann durch Umstände und Krankheit mehr und mehr auseinanderbricht. Es bleibt am Ende dieses Haus übrig, was aber noch immer seine Geheimnisse birgt. Und diese Geheimnisse sind wirklich sehr interessant und sehr gut in eine Geschichte aus heutiger Zeit eingearbeitet.
Dass die drei Detektive das Geheimnis am Ende lösen und noch mehr als die Auflösung des Falles finden, war mir schon irgendwie klar. Alles andere wäre eben nicht so typisch für die drei Detektive gewesen.
Was da am Ende allerdings raus kommt, ist fast schon lächerlich, wenn man die Aufregung am Anfang bedenkt. – Natürlich ist es kein Kobold, sondern hat eine mehr als natürliche Ursache. Allerdings habe ich den Sinn hinter dem Handeln des „Kobolds“ nicht wirklich verstanden. Hat sich die Person am Ende irgendwie einfach nur selber belogen? Auf die eine oder andere Weise.
Fazit:
Irgendwie war diese Folge einfach nur eine Wucht. Das fing bei dem alterstypischen Verhaltensmuster der Jungs am Anfang an und endete mit einem wirklich Knaller, als der Fall aufgelöst wurde.
Im Prinzip dreht sich die Story hier um die Geschichte eines alten und nicht gerade uninteressanten alten Hauses. Diese ganzen Geheimnisse, die dem Haus hier angedichtet worden sind, hatten schon so ihren ganz eigenen Reiz und haben eine komplett andere Spannung und Stimmung erzeugt, als ich es bisher immer hatte.
Die Geräusch- und Musikkulisse waren in jedem Fall in Ordnung. Von den Geräuschen hätte ich mir alles in allem etwas mehr erwartet, mir ist aber auch bewusst, dass gerade hinter der Geräuschkulisse jede Menge Arbeit steckt.
Von den Schauspielern ist mir in diesem Fall die Rolle der Hotelchefin in Erinnerung geblieben. Ich habe mir aufgrund ihrer Rolle und Funktion eine ganz andere Frau dargestellt, als sie es am Ende war, wenn man nach der Auflösung des Falles geht.
Außerdem hat man mit dieser Folge die Vorgehensweise ein wenig geändert. Ich war komplett entsetzt und dachte, ich wäre im falschen Film, als am Anfang der Erzähler die Story kurz abgerissen hat. Am Ende wurden die Mitwirkenden noch einmal aufgezählt. – Ich verstehe den Sinn hinter dieser Änderung nicht wirklich. Von der Länge her sind die Folgen schon in Ordnung, da braucht es das nicht wirklich. Aber lass die Macher mal ihren Job machen. Es wird schon alles so seinen Grund haben.
In jedem Fall ordne ich diese Folge ziemlich weit oben in der Rangliste ein. Die Story war super, es war alles gut gespielt und dargestellt und dieses alte Haus hat mich einfach nur fasziniert.






