[Hörspiel] Die drei ??? – „Das versunkene Schiff“

Autor: André Minninger
Regie: Heikedine Körting
Musik: ?
Verlag: EUROPA
Produktionsjahr: 2019
Länge: 1 Stunde 30 Minuten

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – Thomas Fritsch
Justus Jonas, Erster Detektiv – Oliver Rohrbeck
Peter Shaw, Zweiter Detektiv – Jens Wawrczeck
Bob Andrews, Recherchen und Archiv – Andreas Fröhlich
Amanda – Ellis Simona Pahl
Jo – Birte Kretschmer
Steve Young – Till Huster
Ford Fallows – Stephan Benson
Eric Ellis – Horst Stark
Ricardo Yarbrough – Stefan Brönneke
Bibliothekarin – Rosemarie Wohlbauer
Mr. Friedman – Douglas Welbat
Mann in der Bibliothek – Erik Schäffler
Sekretärin – Christiane Leuchtmann
Jackson Cooper -Oliver Böttcher
Mr. Miller -Pierre Brand

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Inhalt:
Justus, Peter und Bob machen Urlaub. Allerdings ist der ziemlich verregnet und in dem Ferienort dementsprechend nicht viel los. Da kommen sie auf die Idee, dass ihnen der Regen unter Wasser noch am wenigsten anhaben kann. Sie wollen eine Tauchtour machen, stoßen aber vorher auf einen sehr verbitterten Mann, der unbedingt und ganz schnell eine Tauchausrüstung haben muss.
Die Jungs stoßen auf eine alte Geschichte, nach der ein Schiff vor der Küste gesunken sein soll, in dem noch ein gewaltiger Goldschatz ruht. Der Mann wiederum sieht sich als Eigentümer des Goldes, da es sein Verwandter war, der damals mit seinem Schiff untergegangen sein soll.
Die Jungs nehmen sich, nach Überredung pur, dem Fall an, tauchen und müssen erst einmal den Schrecken verdauen, dass ein Hai in den Gewässern umherschwimmt. Doch das Wrack mit dem Goldschatz bleibt verschwunden. Stattdessen decken die drei Dedektive die Machenschaften eines Großinvestors auf, der den alten Mann unbedingt von seinem Grundstück vertreiben will, weil er dort ein Ferienresort bauen möchte. Nicht nur das Ferienresort kommt in dem kleinen Städtchen nicht gut an. Auch der skrupellose Investor schreckt vor mehr als unlauteren Mitteln nicht zurück.
Können die drei Detektive die große Katastrophe verhindern und überleben sie es selber? Es wird auf jeden Fall eng, sehr eng!

Mein Hörerlebnis:
Es geht dann auch gleich richtig rein in die Handlung, indem der Hörer beim Untergang eines Bootes mit dabei ist. – Ich dachte hier wirklich, dass man den Urururahnen hört, der gerade sinkt und seinen Goldschatz mit in die Tiefen nimmt. – Um welchen Untergang es sich hier aber genau handelt, wird dann aber wirklich erst am Ende der Folge aufgelöst.
Der nächste Schwenk geht dann schon zu den Jungs. Der Erzähler leitet den Hörer an und erklärt, wo sich die Jungs befinden, wie sie da hingelangt sind und macht auch gleich klar, dass die Umstände alles andere als gut sind. – Was dieses Örtchen angeht, dann klingt das, als wäre das ein Urlaub für mich. Einfach nur Ruhe und Abgeschiedenheit zum Spazierengehen und Lesen. – Mehr braucht es nicht, um glücklich zu sein.
Die Jungs kommen zu dem Fall, indem sie sich einem wirklich mehr als knurrigen Herren förmlich anbiedern. – Ich habe das ja fast schon als megaaufdringlich empfunden, was die da abgezogen haben. Dazu Justus, mit seiner geschwollenen Aussprache … Himmel, da hat am Ende nur noch die Schleimspur gefehlt.
Dass es dann eben nicht nur ein kleines Tauchabenteuer werden sollte, war von vornherein klar. – Es kommt zu einer Begegnung mit einem Hai. Das allein hat mich ja schon komplett geschockt. Und dass sich dieser Hai dann als harmlos herausgestellt hat, hat die Sache für mich nicht gerade harmloser gemacht.
Und dann kommt es, wie es kommen muss. Mit der gut gemeinten Hilfe machen sich die drei Jungs nicht nur Freunde. Allein die Begegnung mit diesem Hai macht die Runde und sie so bei dem Typen bekannt, der das Land haben will, was dem Klienten von Justus, Peter und Bob gehört.
Die drei begehen mal wieder einen Einbruch, um an die Informationen zu gelangen, die sie gern hätten, und werden zum Glück nicht erwischt. – Stattdessen kommen sie im Fall ein ganzes Stück weiter und können Informationen einholen, die Justus noch zur Lösung des Falles gefehlt haben. – Allerdings konnte sogar ich hier eins und eins zusammenzählen.
Dem Klienten soll geholfen werden, dieser stellt sich aber stur. Peter und Justus geraten bei einer Erkundungs- und Rettungsmission in Lebensgefahr und am Ende müssen sie dann eben doch die Polizei einschalten, weil sie ja keine Verhaftungen vornehmen können. – Viel Aufregung um einen skrupellosen Geldhai, der am Ende seine gerechte Strafe bekommen soll.

Fazit:
Eine Spezialfolge, wie man unschwer an der fehlenden Nummerierung erkennen kann. Aber trotzdem nicht wirklich langweilig.
Das Cover verspricht jedenfalls erst einmal eine ganz andere Story, als am Ende herauskommt. Hier ist ein altes, versunkenes Schiff zu sehen. Es soll wohl jenes mit dem Goldschatz darstellen. – Aber die Story ergibt dann etwas ganz anderes. Trotzdem macht das Cover schon irgendwie neugierig auf die Handlung.
Der Einstieg in die Folge ist schon allein sehr dramatisch, wurde von mir aber erst einmal falsch gedeutet.
Das Hörspiel selber entwickelt sich typisch für die Serie und birgt nicht wirklich etwas Neues. Einzig der Aufhänger soll hier die Hörer noch hinterm Ofen hervorlocken, aber selbst der ist am Ende mehr als unspektakulär.
Die drei Detektive rufen ihre gewohnt gute schauspielerische Leistung ab. Aber der Charakter des Klienten der drei hinterlässt einen wirklich sehr mürrischen und bleibenden Eindruck bei mir. – Ich glaube ja, dass man im Grunde so mürrisch sein muss, wenn man so etwas so perfekt spielen kann.

Einordnen würde ich die Folge im Mittelfeld. Das Cover hat den Hörer hier komplett in die Irre geführt, mich zumindest und dass am Ende ein so weltlicher und aktueller Fall daraus wird, hat mich schon ein wenig enttäuscht. – Schade um das Bauernopfer, was dann am Ende nicht mal wirklich etwas davon hat.

[Ebook] Kim Leopold – „Die Kunst zu sterben“

Kim Leopold
„Die Kunst zu sterben“
Reihe: Black Heart (6)
Verlag: Selfpublishing
ISBN: 9-783-754-68477-1
Länge: 78 Seiten

– gelesen im März 2024 –

Ein weiterer Band der Reihe Black Heart, von der ich anfangs so begeistert war, die mich aber von Band zu Band immer mehr zweifeln lässt, ob ich mit der Reihe auf Dauer wirklich glücklich werden kann.

Klappentext: „Zum ersten Mal seit langer Zeit kamen Mikael und Freya zur Ruhe und konnten auf der Reise nach Amsterdam ihr neues Leben planen. Dort angekommen, suchten sie einen Weg, mehr über Magie herauszufinden und stießen auf einen Ort, an dem die Zauberei zum Alltag gehört.“

Hayet versucht sich im Palast der Träume einzuleben, doch alles um sie herum zeigt ihr, wie wenig sie dazugehört. Gleich zwei neue Freunde geben ihr auf unterschiedliche Art Hoffnung, ihren Platz in der magischen Welt zu finden. In der Zwischenzeit muss Louisa um Alex´ Leben bangen und spürt endlich, welche positiven Kräfte in ihr schlummern. In dieser trügerischen Sicherheit erreichen sie und ihre Freunde schlechte Nachrichten … (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Louisa erfährt mit ihren magischen Kräften die ersten positiven Dinge, indem sie Alex heilen hilft, den sie zuvor lebensgefährlich verletzt hat. Allerdings geht dieses Glücksgefühl nicht ohne einen Verlust einher. Gerade hat sie Vertrauen zu Diana gefasst, geglaubt, dass sie mit ihren Kräften auch positive Dinge bewirken kann, wenn sie sie nur endlich richtig beherrscht, da muss Diana auch schon ihr Leben lassen, weil die Wächter nicht mitgeschnitten haben, dass der Schutz des magischen Amulettes längst verloschen ist.
Hayet und ihre Reisegefährten haben sich in der Schule eingelebt und jeder auf seine Weise in den Schulalltag integriert. Einzig Hayet kommt sich etwas fehl am Platz vor. Sie sucht in der Bibliothek nach Informationen zu den Black Hearts, von den sie eines ist und stößt auf die Möglichkeit, dass auch sie magische Kräfte haben kann.
Auch das Leben von Freya, in der Vergangenheit, geht weiter. Sie konnte von der Burg und aus dem Land fliehen. In Amsterdam gehen sie von Bord eines Schiffes, wo sie und Mikael sich ein neues Leben aufbauen wollen.

Fazit: Das Cover hat mich nur vom Anblick schon in die Welt von Hexen und Wächtern zurückbefördert und ich habe mich drauf gefreut, dass die Story vielleicht endlich mal ein ganzes Stück voranschreitet. Aber auch hier waren es mal wieder nur 78 Seiten. Nicht viel Platz eine inzwischen so komplexe Handlung wirklich voran zu bringen.

Ich hatte die ersten beiden Zeilen gelesen und war direkt in der Handlung drin, wo sie im vorangegangenen Band geendet hatte. Das liegt zum einen daran, dass es bisher lediglich drei Handlungsstränge sind und diese auch sehr gut zu überblicken sind.
Leider hat mich der Wechsel der Stränge immer wieder irgendwie aus der Handlung herauskatapultiert, aber es braucht jeweils nicht lang, bis ich wieder im Geschehen drin war.
Der Charakter aus dem letzten Band, der der entführt und gefoltert wurde, war erst einmal komplett verschwunden, aber dafür ging es mit der Protagonistin gut weiter. Louisa hatte ja ihren Wächter schlimm verletzt, als sie einen heftigen Gefühlsausbruch hatte. Ihm sollte geholfen werden, was nur logisch war. Hier gab es eine wirklich rührende Schlüsselszene, als sie kurzerhand in die Heilung einbezogen wurde und endlich so etwas wie ihr erstes positives Erlebnis mit Magie hatte. – An der Stelle habe ich dann um ein Haar ein wenig geheult.
Hayet und Konsorten haben sich inzwischen ihren Alltag auf der Schule zurechtgelegt. Allerdings interessiert mich deren Tun und Lassen gerade nicht wirklich. Es geht bei Louisa gerade voll rund. Sie durchlebt Höhen und Tiefen und der Leser wird mit einem vollkommen unwichtig erscheinenden Schulalltag zugetextet. – Keine Ahnung, ob das mit Hayet noch wichtig werden wird, aber ich hoffe es einfach.
Auch Freya ihr Leben wird weiter erzählt, wobei es am Ende einen wichtigen Satz hatte. Es fiel in Amsterdam, bei einer Wahrsagerin, der Spruch: „Willkommen ihr DREI!“ – oh oh oh, sollte da ein Braten in der Röhre sein? Schön wärs ja.

Die Handlung ist einfach gestaltet und einfach erzählt. Schnell ist klar, dass Hexen von Wächtern beschützt werden, weil sie gejagt werden. Die ganze restliche Handlung ist um Louisa herum aufgebaut, die eine besonders starke Hexe zu sein scheint, die aber eben nicht einfach auf die Schule verfrachtet wird. – Verstanden habe ich diesen Umstand bis jetzt nicht, aber immerhin gibt es Stoff für eine ausweglos wirkende Hetzjagd, in der es viel Blut und Tod geben kann.
Was das Ganze mit dieser Freya nun genau zu tun hat, entzieht sich mir noch immer. Ich befürchte fast, dass ich mit dieser Auflösung auch noch bis zum letzten oder vorletzten Band warten muss. Könnte ja sein, dass ansonsten die Spannung dahin wäre.
Kopfkino hatte ich in diesem Band nur, als aus dem Leben von Freya erzählt wurde. Ihre Gedanken und Gefühle konnte ich sehr gut nachvollziehen und fand ihren Part hier am interessantesten von allem.
Ansonsten fand ich es wieder weniger glücklich, dass die Folgen allesamt so kurz sind und dann auch immer und immer wieder aus verschiedenen Handlungssträngen bestehen, die zum Teil noch nicht einmal etwas miteinander zu tun zu haben scheinen. – Wo will die Autorin ihre Leser denn hinführen? In den Wahnsinn? – Ich finde diese Form der übelst langen Serie mit ultrakurzen Folgen eher weniger schön. Aber das ist nur meine subjektive Meinung.
Von der Story und vom Weltenbau her, ist dieses Werk und auch diese Reihe wirklich sehr gelungen und interessant gestaltet. Allerdings muss ich anmerken, dass man die einzelnen Folgen unbedingt der chronologischen Reihenfolge nach lesen sollte. Ansonsten hat man leider absolut keine Chance, das Gelesene auch wirklich zu einer Handlung zusammensetzen zu können.

Bewertung: 4 von 5.

Ich bewerte dieses Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Für die volle Punktzahl hat es leider nicht gereicht, da mich diese kurzen Folgen wirklich mehr als nerven und ich endlich wissen möchte, wo der Hase hier denn irgendwann mal langlaufen sollte. So viel offene Fragen und absolut keine Antworten.

[Hörspiel] Die drei ??? 201 – „Höhenangst“

Autor: André Minninger
Regie: Heikedine Körting
Musik: Jan-Friedrich Conrad, Constantin Stahlberg, Betty George, Jens-Peter Morgenstern
Verlag: EUROPA
Produktionsjahr: 2019
Länge: 1 Stunde 20 Minuten

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – Axel Milberg
Justus Jonas, Erster Detektiv – Oliver Rohrbeck
Peter Shaw, Zweiter Detektiv – Jens Wawrczeck
Bob Andrews, Recherchen und Archiv – Andreas Fröhlich
Ben Hustler – Christian Brückner Loomy – Achim Schülke
Angie – Angelika Bartsch
Lesley – Ann Montenbruck
Buchhändlerin – Victoria Fleer
Inspektor Cotta – Holger Mahlich
Mrs. Andrews – Heidrun von Goessel
Kathy – Celine Fontanges
Harry – Woody Mues

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Inhalt:
Bob will gerade beginnen, im neu erworbenen Buch zu schmökern, als er einen mysteriösen Anruf bekommt. Er wird bedroht. Er soll ein Zeuge gewesen sein und endlich mit irgendwelchen Beweisen herausrücken.
Als er seinen Kollegen von dem Vorfall erzählt, und darüber hinaus auch berichten kann, dass sein Aussehen sehr viel Ähnlichkeit mit dem Zeugen aus dem besagten Buch hat, ist klar, dass sich die drei Detektive darum kümmern müssen.
Ein Gespräch mit dem Autoren selber gestaltet sich als sehr schwierig. Er willigt zwar in ein Treffen ein, allerdings in einem abgelegenen Wald, wo vermeintlich keine Zeugen anzutreffen sind. – Bob bleibt diesem Treffen fern, da er angeblich mit seinem Vater etwas zu erledigen hat.
Das Treffen mit dem Autor erweist sich als sehr seltsam. Zunächst wirkt er verwirrt und abwesend. Unwillig überhaupt etwas zu sagen. Dann klopft es an der Hütte und nicht nur Bob erscheint, sondern auch die Erpresserin, welche Bob bedroht hat.
Die Jungs helfen hier nicht nur Bob aus seiner zufällig misslichen Lage, sondern auch dem Autoren aus einer Situation, die für ihn sonst ausweglos erschienen wäre. Eine gefährliche Mission in einer Gondel der Seilbahn wird zum Drahtseilakt, der aber gut durchdacht und noch besser ausgeführt zum Erfolg führt.

Mein Hörerlebnis:
Gleich am Anfang wird ein entspannter Abend zu einer wirklich komischen Situation. Bob wird bedroht und kann sich aus den Vorwürfen absolut keinen Reim machen. – Kein Wunder, denn die ihm gemachten Vorwürfe entpuppen sich schnell als ein richtig dummer Zufall. Aber immer schön der Reihe nach.
Bob wird bedroht, nimmt es zunächst gelassen und will dem Typen am Telefon den Kopf gerade rücken, aber dieser Schuss geht nach hinten los. – Mich persönlich hätte ja schon Respekt eingeflößt, dass dieser Vogel einen Stimmverzerrer benutzt. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass er es ernst zu nehmen scheint. – Bob jedenfalls, will dann wirklich seinen Abend noch weiter genießen und fängt sein neues Buch an, zu lesen, wo er schnell die ersten Parallelen zu seinem Fall feststellt.
Das Gespräch mit seinen Kollegen klärt dann auf und bringt Licht ins Dunkel. Man erfährt, dass besagter Autor Realitythriller schreibt. All seinen Bücher liegt ein wirklich geschehener Fall zugrunde. Nur bei diesem neuesten Buch hat noch niemand herausfinden können, welcher Fall das hier war. – die Jungs sehen ihre Chance in einem Gespräch mit dem Autor. Nur er kann hier Licht ins Dunkel bringen.
Eine Nebenhandlung im Buchladen, in dem Bob das Buch erworben hat, dient in dieser Folge wohl nur als kleiner Aufhänger, um mal wieder alt bekannte Charaktere und ein wenig Eifersucht ins Spiel zu bringen. – So habe ich die Szene mit der Buchhändlerin und ihrem schon recht eifersüchtig wirkenden Anruf aufgefasst. – Außerdem meine ich, hier einen kleinen Logikfehler entdeckt zu haben. Bob soll dieser Buchhändlerin gegenüber erwähnt haben, keine Zeit für eine Freundin zu haben. Was ich unglaubwürdig finde, da es schon Girlfriends bei den Jungs gab. Da hat sich der Autor dann wohl selber ein Bein gestellt.
Die Ermittlungen laufen jedenfalls nicht glatt. Das wäre auch zu einfach gewesen. Der Autor druckst herum, will mit der Sprache nicht herausrücken und bringt damit nicht nur die Jungs, sondern auch sich selber ziemlich in Gefahr. Der geheimnisvolle Anrufer entpuppt sich als Zweierteam, welches sehr gerissen die Situation in der Hütte ausnutzt und somit die Höhenangst des Autors als Erpressungsmittel nutzt. – Kleien Ursache, große Wirkung. Der erst so geheimnisvolle Mann wird von einem Starautoren zu einem Häufchen Elend, als er mit den drei Detektiven in der Seilbahn gefangen ist. – Boar, die haben da ein Gejammer und die Handlung gemischt, dass es fast nicht zum Aushalten war.
Justus kann mal wieder seine gute Nase beweisen und diesem Typen wirklich alles aus der Nase ziehen. Er kombiniert Gerüchte, Zeitungsmeldungen und derzeitige Handlung zu dem Fall, der dem aktuellen Buch zugrunde legt und kann dann, einem glücklichen Zufall geschuldet, einen Flucht- und Racheplan schmieden. – Das ausführende Organ ist mal wieder Peter, weil er einfach der fitteste von allen dreien ist und schon wird die Polizei involviert und der Fall geklärt.

Fazit:
Wahnsinn, wie schnell sich aus der erst völlig harmlosen und normalen Situation so ein „Mist“ entwickeln kann. Der Aufhänger dieser Folge ist wirklich mehr als genial gelöst. Es wird nicht nur ein gut gehütetes Geheimnis des Autoren aufgelöst, sondern ihm kann auch geholfen werden.
Ein interessanter Fakt ist die Tatsache, dass man von der Umgebung von Rocky Beach mal wieder etwas mehr mitbekommt. – Es gibt dort also nicht nur Meer und Strand, sondern auch ein Nationalpark mit dichtem Wald, Wanderpfaden und einer Seilbahn. – Klingt ja fast wie das Paradies auf Erden. Wenn da nicht die Nähe zu Hollywood und seinen versnobten Bewohnern wäre.
Die Schauspieler haben die gewohnt gute Leistung gebracht. Hier möchte ich mal die wirklich präsente Kontinuität der drei Detektive herausstellen. Die scheinen ihre Rollen von Anfang an so verinnerlicht zu haben, dass sie diese Leistung wohl immer wieder sehr gut abrufen können.
Die Rolle des Autoren fand ich sehr interessant. Ich konnte gut nachvollziehen, dass er in der Öffentlichkeit ein ganz anderer Mensch ist, als im Privaten. Aber am Ende geht es bei ihm auch nur um Verkaufszahlen und ums Geld. Das Geld ist ihm so wichtig, dass er sogar Hilfe von außen leichtfertig ausschlägt und förmlich zu seinem Glück gezwungen werden muss.

Vom Unterhaltungswert fand ich diese Folge wirklich sehr gut. Ich würde sie mit an der Spitze meiner ganz persönlichen Wertung einordnen wollen. – Kann man durchaus mal wieder hören.

[Ebook] Amanda Stevens – „Totenstimmen“

Amanda Stevens
„Totenstimmen“
Reihe: Graveyard Queen (3)
Verlag: beThrilled (Bastei Lübbe)
ISBN: 9-873-732-55749-3
Länge: 312 Seiten

Band 3 der Friedhofskönigin gehört dazu, unterscheidet sich aber zu den anderen Bänden. Dieser Unterschied macht das Buch anders, aber nicht weniger interessant.

– gelesen im März 2024 –

Klappentext: Seit ihrer Kindheit lebt die Friedhofsrestauratorin Amelia Gray mit einer geheimen und gleichzeitig gefährlichen Gabe: Sie kann die Geister der Toten sehen. Mit ihnen zu kommunizieren ist eigentlich unmöglich, bis Amelia eines Tages direkt von einem Geist angesprochen wird. Und er stellt sie vor ein Ultimatum: Er droht damit, sie auf ewig zu verfolgen und von ihrer Lebensenergie zu zehren – es sei denn, sie findet seinen Mörder … (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Amelia weilt zu Hause und versucht sich in ihrem Leben mit Angus (ihrem neuen Hund) zu arrangieren, als ein Geist mit einem Auftrag auf sie zu kommt. Sie soll seinen Mörder finden. Sie hat den Geist zu nah an sich ran gelassen und er kann sie nun erpressen. Er will von ihr zehren, von ihrer Lebensenergie, wenn sie seinen Auftrag nicht ausführt.
Amelia ist nur eine Friedhofsrestauratorin, die Geister sehen kann, aber keine Polizistin.
Amelia hört sich vorsichtig um, deckt dabei den einen oder anderen „Skandal“ im Städtchen auf. Im Laufe der Zeit wird sie immer weniger, da der Geist von ihrer Lebensenergie zehrt.
Am Ende kann sie nicht nur den Mordfall des Mannes aufklären, sondern auch die Wahrheit über den Tod von Devlins Frau und Tochter aufklären.
Hat sie jetzt wenigstens vor diesen Geistern Ruhe?

Fazit: Das Cover hat mich direkt mal auf Friedhöfe, deren Restauration und der ganzen Symbolik von alten Grabsteinen eingestellt. – Allerdings war dieser Teil der Reihe dann ein ganzes Teil anders, als ich es bisher gewohnt war.

Amelia, die Protagonistin, ist immer noch die Alte. Sie kann auch noch immer Geister sehen, sodass es mich nicht weiter verwundert hat, dass diese nun direkt mit ihr kommunizieren und ihr sogar drohen und ein Ultimatum setzen können. – Dieses Szenario mit dem Auftrag habe ich noch verfolgt. Dann kam allerdings die Verwirrung, dass es in diesem Band eben nicht um einen Friedhof geht und kein Restaurationsauftrag vorliegt. Stattdessen hat mich die Handlung ganz stark an diese Serie erinnert, wo die Frau Geistern ins Licht hilft. – Wie hieß die denn gleich wieder. Ach richtig, das war „Ghostwisperer – Stimmen aus dem Jenseits“. Bei diesen Folgen hab ich garantiert immer irgendwann mal geheult.
Leider war ich von dieser Story nicht so wirklich gefesselt, da mich die ganzen Namen aus dem Konzept gebracht haben und ich dadurch mit Sicherheit auch einen großen Teil der Faszination verloren haben, die ich vielleicht hätte empfinden sollen.
Ich hatte leider kein Kopfkino, da mir zu viel verloren gegangen ist, weil hier einfach zu viele Namen im Spiel waren. Stellenweise konnte ich Geister und reale Menschen nicht einmal auseinanderhalten. Aber spannend war das, was ich mitbekommen habe, dann doch sehr.

Es ist ratsam, bei dieser Reihe, die chronologische Reihenfolge zu beachten. Zwar ist die kürzere Story, der Essay, nicht ganz so wichtig, aber zumindest die Bände sollte man in der chronologischen Reihenfolge lesen. Ansonsten ist es leider unmöglich, nachzuvollziehen, was es mit den einzelnen Geistern oder Vorkommnissen zu tun hat.
Der Erzählstil ist eigentlich einfach und gut verständlich. Diese Beschreibung von Örtlichkeiten und Brauchtümern war sehr faszinierend. Ich bin, als Leser, sehr gut auch in die Bräuche und Gepflogenheiten der sogenannten indigenen Bevölkerung hineingekommen und fand den Aberglauben stellenweise hochgradig interessant und fast schon Stoff für ein eigenes Buch.

Bewertung: 4 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Ich kann leider keine volle Punktzahl geben, da mich die vielen Namen wirklich zu sehr aus dem Konzept gebracht haben. Von der Story her, war es in jedem Fall rührig und lesenswert. Aber Achtung! Es handelt sich um eine Reihe, deren chronologische Reihenfolge unbedingt eingehalten werden sollte.

Meine Woche 15. Kalenderwoche 2025

Geärgert:
Nö, diese Woche nicht.

Gefreut:
Auf das Feierabendbierchen mit meinem Mann. – Wir gewöhnen uns daran, dass wir im Moment gleichschichtig sind und so mehr Zeit gemeinsam verbringen.

Gedacht:
„Wenn jetzt der Hund seine dämliches Gezicke lässt, ist das Leben doch ganz aushaltbar.“

Gefragt:
Wie lang schmatzen uns die Chinesen die Pausen noch zu Ekelszenario. – Kann man mit denen darüber reden, dass wir das als eklikg empfinden …

Gefühlt:
Am Sonnabend Abend eine wirklich unbändige Müdigkeit.

positiv:
Der Holzvorrat für den kommenden Winter ist aufgefüllt und reicht. Wir brauchen in diesem Jahr nichts nachkaufen. Das reicht noch.

negativ:
Der Asthmaanfall in wirklich unmöglicher Gelegenheit. – Ich wollte Holz stapeln und nicht eine Luftnot veratmen.

Gelitten:
An einem Asthmaanfall. – Der erste seit mindestens 10 Jahren. Das lag mit Sicherheit an dem Holz vom abgerissenen Karnickelstall. Hatte ich doch glatt die Allergie vergessen.

Genossen:
Das Ausschlafen wegen der 2. Schicht.

Gewesen:
Einkaufen im Lebensmittelladen. – Oder wie ich immer sag: Renter aus dem Weg schupsen.

Getroffen:
Kollegen

Gesucht:
Eine Idee, was ich an dem unverhofft verlängerten Wochenende machen kann.

Gelacht:
Jep über die neue politisch korrekte Bezeichnung für Brüste. Das nennt sich jetzt: Paarweise angeordnetes, ästhetisches Fettgewebe an Menschen mit Menstruationshintergrund *grins

Geweint/Getrauert:
Mein Tantchen hatte wohl ihr letztes Aufleben und hat sich seit Freitag hingelegt. Heute hat sie nicht mal mehr die Augen aufgemacht. Ich denke, es geht zu Ende. Der Krebs hat sie entgültig besiegt. (Krebs ist ein Arschloch)

Gewundert:
Ob der Frühling jetzt mit einem Schlag kam oder hab ichs nur nicht mibekomen?

Gegessen:
Ein üblich üppiges Sonntagsfrühstück, und gebratenen Reis mit Dönerfleisch

Genascht:
Schokoladenmarienkäferchen – die hab ich natürlich mit den Kollegen geteilt

Gehört:
„Feuer“ von Nicole Böhm – Band 39 der Chronik der Seelenwächter
einge Folgen der Geister-Schocker

Gegoogelt:
Nach der Website der Holy-Drinks. – Ich habe endlich wieder etwas bestellt

Gelesen:
„Die Zeichen des Todes“ von Michael Tsokos
„Die Vereinten“ von Maya Sheperd (Band 4 der Reihe Radioactive)

Gesehen:
Einige Videos aus meiner „später ansehen“-Liste. – Sie wird langsam aber sicher kleiner.

Gebastel/Gespielt/Gehandwerkt/Geschrieben:
– Rezis – wenn ich nicht zu faul dafür war *grins

Gekauft:
Ein Anhänger fürs Hundehalsband, der vor Zecken schützt, neuen Holy-Nachschub für den leckeren Drink

Geschenkt (bekommen):
nö, geht ja auch nicht immerzu

Geschlafen:
zum großen Teil ganz gut

Geträumt:
bestimmt, ich habs aber nicht behalten können

Geplant:
Mal wieder mehr offline-Tagebuch zu schreiben. Vielleicht könnte es ja auch ins Kreative gehen und endlich meinen geplanten 2. Blog zum Leben erwecken …

Fazit

Ich hatte 2. Schicht und konnte am Morgen etwas länger schlafen. Das habe ich genossen. Denn an der 1. Schicht mag ich die freien Nachmittage durchaus, aber das elend frühe Aufstehen macht mir deswegen noch keinen wirklichen Spaß.

An die Tatsache, dass ich mit meinem Mann nun permanent in der gleichen Schicht bin, gewöhne ich mich so langsam. – Ich kenn das nicht. Es war immer igendwie wochenweise so, dass wir gegenschichtig gearbeitet haben und eben allein zu Hause waren. Es ist am Ende ein organisatorisches Ding, dass es weiter läuft, wie wir es gewohnt sind. Aber im Großen und Ganzen raufen wir uns zusammen. Das wird schon.

Saturday Sentence – „Die Vereinten“

1. Nimm deine aktuelle Lektüre

Gibt es Hoffnung für die Liebe?
Gibt es Hoffnung für ein Leben ohne die Legion?

Finn lebt! Cleo ist mit den Freiheitskämpfern die Flucht aus der Zentrallegion gelungen. Allerdings bedeutet das noch lange keinen Sieg für die Liebe, denn Finn ist nun mit Ruby zusammen. Für Cleo bricht die Welt zusammen.
Gleichzeitig plant die Legion die endgültige Vernichtung der Rebellen, dafür ist ihnen jedes Mittel recht. Betrug, Folter und Mord stehen an der Tagesordnung und fordern ein Opfer nach dem anderen. Die Rebellen sehen sich einem übermächtigen Feind gegenüber. Lohnt es sich für die Freiheit zu kämpfen, wenn der eigene Tod bereits feststeht? (Quelle: Lovelybooks.de)

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein „Saturday Sentence“ lautet. (Bei Ebooks Position 158)

Unsere Blicke begegnen sich durch die Dunkelheit.

Maya Sheperd – „Die Vereinten“ (Radioactive 4) ; ISBN: 9-783-739-40549-0

3. Und wie ist es bisher?
Der leider finale Band der Radiactive-Reihe. Ich kann es nicht oft genug sagen, dass die Welt und der Umgang der Menschen miteinander sowas von typisch und realistisch ist, dass es fast schon wieder erschreckend ist.
Wir haben einzelne Charaktere, die es gut meinen, aber nicht immer gut machen und dann haben wir die Personen, die eben unbedingt ihre Macht erhalten wollen und dafür mit allen Mitteln kämpfen. Sie wissen, dass sie etwas falsch machen, machen es aber weiter, weil sie so eben ihre Machtposition erhalten. – Es ist stellenweise zum Haare raufen.

Alles ist einfach, in nur einem einzigen Handlungsstrang beschrieben und erzeugt bei mir beim Lesen ein wirklich apokalyptisches Kopfkino. Ich bin gefesselt, ich bin fasziniert und kann kaum von dem Buch lassen, bin nur leider immer wieder zu Unterbrechungen gezwungen, weil das reale Leben nach mir schreit.

[Hörspiel] Die drei ??? 200 – „Feuriges Auge“

Autor: André Minninger
Regie: Heikedine Körting
Musik: Jan-Friedrich Conrad, Jens-Peter Morgenstern, Constantin Stahlberg, Betty
George
Verlag: EUROPA
Produktionsjahr: 2019
Länge: 4 Stunden 45 Minuten

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – Axel Milberg
Off-Sprecher – Udo Schenk
Justus Jonas, Erster Detektiv – Oliver Rohrbeck
Peter Shaw, Zweiter Detektiv – Jens Wawrczeck
Bob Andrews, Recherchen und Archiv – Andreas Fröhlich
Timothy – Peter Buchholz
Karin Lieneweg – Tante Mathilda
Onkel Titus – Rüdiger Schulzki
Inspector Cotta – Holger Mahlich
Goodween – André Minninger
Rubbish George – Hans Peter Korff
Vikram – Michael Deffert
Bonnie Newman – Carla Becker
Mr August – Carlo von Tiedemann
Gus August – Stephan Chrzescinski
Helena – Neda Rahmanian
Mr. Anderson – Hubertus Meyer-Burckhardt
Gabriel White – Till Hagen
Solomon Charles – Jürgen Thormann
Mr. Dwiggins – Hanns Jörg Krumpholz
Mr. Randur – Eckart Dux
Beaver – Peter Franke
Jariwala – Till Demtröder
Shakrabati – Sonny Pathak
Shekinah – Madeleine Weingart
Nachtwächter – Wolfgang Häntsch
Maria – Caroline Kiesewetter
Bruce – Michael Lott
Polizist – Mars Saibert
Officer – Helge Halvé

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Inhalt:
Justus, Peter und Bob sind fast gezwungen, einen alten Fall wieder aufzurollen. Aber zunächst besuchen sie eine alte Miene, in der Justus mal wieder eigene Wege geht und dabei sogar über Verbote hinwegsieht. – Es kommt, wie es kommen muss. Sie werden in der Miene eingeschlossen und müssen sich aus eigener Kraft und mit viel Erfindungsreichtum daraus befreien.
Kurz darauf ist Justus allerdings unauffindbar verschwunden. Er meldet sich nicht, er geht nicht ans Handy und es ist keine Spur von ihm zu finden. – Die zwei verbliebenen Detektive machen sich auf die Suche nach ihm und geraten auf die Spuren des „Feurigen Rubins“. Ein Fall, der schon Jahre zurückliegt und den sie eigentlich für abgeschlossen gehalten haben.
Justus ist in der Nacht nach dem Streit über den Ausflug zur falschen Zeit am falschen Ort und gerät in die Fänge eines geldgierigen Mannes. Auch er hat mitbekommen, dass das feurige Auge nicht verschollen, sondern versteckt ist. Die silberne Hand hat er sich schon stehlen können. Nun soll ihm Justus beim Finden des Rubins helfen, damit dieser Mann an die Reichtümer des indischen Glaubenskreises kommen kann.
Die Jungs geraten in ein Abenteuer, welches sie bis nach Indien führt und am Ende sogar spiritistisch anzuhauchen scheint.

Mein Hörerlebnis:
Zunächst scheint erst einmal alles ganz normal zu sein. Die drei Detektive machen einen Ausflug und Justus und Peter diskutieren über Sinn und Unsinn der Aktion, die sie hier gerade veranstalten. Dass sie sich dann aus eigener Kraft aus dem Bergwerk befreien müssen, erschien mir logisch und hat mich nicht wirklich überrascht.
Nach dem Ärger mit dem Bergwerksführer wird es ein wenig verwirrend. Denn die Handlung teilt sich in zwei Handlungsstränge auf, die nacheinander erzählt werden: Zunächst einmal hört man die Dinge aus Sicht von Peter und Bob. Diese sind zunächst ein gnadenloses Durcheinander von Ratlosigkeit und Druck und Vorwürfen seitens Tante Mathilda. – Dann beginnen die Ermittlungen und man zieht erste Verbindungen zu dem Fall mit dem roten Rubin. Die zwei Jungs können sogar aufklären, dass der Rubin nicht versteckt wurde, sondern verloren ging. Bei einem Unfall. Doch Justus finden sie zunächst nicht. Erst eine Telefon- und inzwischen auch Emaillawine bringt Licht ins Dunkle. Man findet das Motorrad von Justus und da, wo das Motorrad gesehen wurde, werden dann auch Hinweise von Justus gesehen.
Dann beginnt die Story quasi von vorne und der Hörer bekommt mit, was bei Justus in der ganzen Zeit passiert ist. Hier lassen sich schon einige Parallelen zu dem ziehen, was Peter und Bob erlebt haben. – Im Grunde genommen, raten alle drei Jungs auf ihre Weise in einen Fall hinein, der eine Nummer zu groß für sie wird.
So richtig unglaubwürdig wird die Sache, als sie doch wirklich nach Indien reisen, um die Artefakte doch noch an sich zu bringen und dem wirklich bitterbösen Typen das Handwerk zu legen. – Zwar sind die Ereignisse und Erlebnisse in Indien insofern recht interessant, da man einiges auch über Land und Leute erfährt, aber es ist eben doch nicht genug, als dass ich sagen würde, dass diese Folge ein genialer Schachzug war.

Fazit:
In jedem Fall handelt es sich hier wieder um eine Art Jubiläumsfolge. Das sieht man an der Durchnummerierung und auch an der Länge. – Der Fall selber war schon irgendwie typisch für die Reihe. Einzig die längere Laufzeit hat den Machern die Möglichkeit gegeben, die Sache etwas ausführlicher darzustellen. Auf diese Weise hörte man als Hörer eben auch mal Kleinigkeiten, die in einer regulären Folge eben nicht dabei gewesen sein.
In jedem Fall ist mal wieder klar gemacht worden, wo diese ganze Reihe spielt. Die Nähe zu Hollywood lässt hier wieder einen angeblichen Star mitspielen, dessen Rolle aber alles andere als wichtig und tragend war. – Keine Ahnung, wer in diesem Fall hier wen verarschen wollte.
Die Schauspieler haben wieder ihre gewohnt gute Leistung gebracht und mich auf diese Weise wieder an dauerhafte Qualität glauben lassen. – Ich hatte hier zum Teil sogar ein Kopfkino vor meinem geistigen Auge. Und ich war von Justus überrascht. Der hat ja Tante und Onkel zwischendurch angeherrscht … so kenne ich ihn gar nicht.

Trotz Sonderfolge und Überlänge kann ich diese Folge nur im Mittelfeld einordnen. Irgendwie wirkt das Gesamtpaket dann doch etwas unglaubwürdig und überzogen. – Mal ehrlich, ein Obdachloser trägt einen wertvollen Stein mit sich rum und startet nicht mal den Versuch, das Ding zu Geld zu machen. Wers glaubt, wird selig.

[Hörbuch] Juliane Maibach – „Schicksalsgöttinen“

Juliane Maibach
„Schicksalsgöttinen“
Reihe: Schicksalsreihe (2)
Verlag: Winterfeld Verlag
EAN: 9-786-192-69013-7
Länge: 10 Stunden 2 Minuten
Sprecherin: Fanny Bechert

– gehört im März 2024 –

Klappentext: Teresa kennt nun Noahs wahres Gesicht und will sich um jeden Preis von ihm fernhalten. Leider ist das gar nicht so einfach, denn er hat ganz andere Pläne und wird sich nicht so einfach abschütteln lassen. Kaum beginnt Teresa ihm wieder etwas Vertrauen entgegenzubringen, offenbart er eine noch dunklere Seite von sich. Und genau dieser wird Teresa sich schon bald sehr nahe fühlen. Denn das Grauen bekommt ein neues Gesicht: Das Schicksal liegt nicht in der Hand der Menschen, sondern in der von Göttinnen. Und diese könnten nicht grausamer sein. (Quelle: Thalia.de)

Inhalt: Teresa hat beim letzten Übergriff Noahs wahres Gesicht kennengelernt und will sich nun von ihm fernhalten. Sie stürzt sich ins Training und widmet sich dem Schulstoff. – Doch Noah kann und will sie nicht in Ruhe lassen. Nach wie vor versucht er sie von sich und seinen Anliegen zu überzeugen.
Teresa hat aber noch ein paar Probleme mehr am Backen. In der Schule bekommt sie eine Trainingspartnerin, die sie sich alptraumhafter nicht vorstellen kann. Außerdem scheint mit der neuen Kollegin und Freundin ihrer Mutter etwas nicht zu stimmen. Erst sind es seltsame Aussagen, dann mehr als seltsame Taten im Krankenhaus. Und am Ende scheitert Teresa an dem Unwissen über die Welt, in der sie sich seit dem Umzug befindet.

Fazit: Das Cover schreit einen die Fantasy schon förmlich entgegen. Allerdings fand ich das in Grün gehaltene Farbschema etwas verwirrend. Mit Grün verbinde ich Natur und Walt und solche Geschichten. Diese Story spielt aber in San Francisco. Eine Stadt, die nun mal alles andere als grün ist. Wiedererkennungswert hat in jedem Fall aber der Schlüsse.

Die Handlung schließt sich direkt an den ersten Band an. Es wird kein Titel genannt, es gibt keinen Prolog, es geht einfach direkt los. Ich muss also direkt anmerken, dass es zwingend notwendig ist, auch den ersten Band zu kennen. Man hat sonst keinen Überblick über die Situation oder die Protagonistin.
Die Handlung gestaltet sich zunächst als Schulalltag in einer nicht sehr alltäglichen Schule. Es gibt Zickereien, Druck und jede Menge Geheimnisse. Und genau diese Geheimnisse scheinen der Protagonistin so langsam aber sicher das Genick zu brechen. – In viele der Fallen stolpert sie hinein, da sie einfach keine Ahnung hat, warum sie da jetzt gerade nicht sein soll oder warum welches Wesen handelt.
Interessant wird es an der Stelle, als die Kollegin der Mutter ins Spiel kommt und mehr Raum in der Handlung bekommt. Sie verhält sich eindeutig seltsam und mir hat sich der Verdacht schnell ergeben, dass sie nicht ganz das ist, was sie vorgibt zu sein.
In jedem Fall habe ich diesen riesigen problematischen Berg vor der Protagonistin förmlich sehen können. Und sie hat in jedem Fall meine Bewunderung, dass sie trotz allem am Ball geblieben ist und weiter gekämpft hat. Obwohl es danach aussah, dass sie gegen Windmühlen kämpft. – Ich hätte an ihrer Stelle schon längst die Brocken hingeschmissen und die Leute in ihrer Welt machen lassen, was auch immer sie da machen.
Mit der Auflösung der Identität dieser Krankenschwester kommt noch einmal ein interessantes Stück Aufklärung in die Handlung. Das war dann wieder so eine Stelle, wo ich richtig gefesselt war und vom Weltenbau einfach nur komplett überzeugt war. Auf diese Story muss man so auch erst einmal kommen, um sich dann auf diese Handlung zu konzentrieren.
Dieser Band endet also mit einem ganzen Schwung Aufklärung, aber was aus der Protagonistin, ihrer Freundin und den Talenten der Mädchen wird, ist noch vollkommen offen. Außerdem scheint es, als würde sich da im Kopf der alten Hasen dieser Welt so langsam etwas regen und sie zumindest mal darüber nachdenken lassen, ob man die Schüler nicht ein Stück weit besser einweihen sollte. – Stoff für die nächsten Bände ist in jedem Fall da und Raum für mehr Internatsgeschichten wurden auch geschaffen.

Die Stimme der Sprecherin ist gewöhnungsbedürftig und nicht das, was ich als angenehm bezeichnen würde. Ich habe mich arrangiert damit, da ich ja keine andere Wahl hatte. Trotzdem macht sie ihren Job aber recht gut. Sie legt sehr viel Emotion in das, was sie vorliest und haucht der Story so noch etwas mehr Leben ein.
Leider ist beim Schnitt des Materials hier und da mal ein Fehler passiert. Die Kennzeichnung des Fehlers war zu hören und dann hat sich die Textstelle wiederholt. Aber mir sind auf die zehn Stunden Spielzeit zwei Fehler aufgefallen. Das ist bei einem professionellen Hörbuch nicht perfekt, aber zu verschmerzen.
Die Handlung selber zieht sich am Anfang ein wenig wie Kaugummi. Die Spannung und die Action kommen erst zum Schluss, als es auf das große Finale zugeht. Vieles am Anfang ist nur überflüssiges Geplänkel und hat sich wie Füllstoff angefühlt. – Scheinbar wollte die Autorin ihre Leser noch etwas beschäftigen oder in die Geheimnisse dieser unergründlichen Welt einführen.
Das Buch war in jedem Fall die pure Fantasy. Mich stört nur nach wie vor, dass das ganze Außgerechnet in San Francisco spielen soll. Die Wahl Außgerechnet dieser Stadt erschließt sich mir noch nicht so ganz. So, wie die Handlung bis jetzt aussieht, kann das auch in Hamburg, Frankfurt oder am Ärmel der Welt spielen.

Bewertung: 4 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Den einen Stern Abzug gibt es für das scheinbar sinnlose Vorgeplänkel am Anfang des Buches und für den direkten Einstieg. Hat man keine Vorkenntnisse aus dem vorangegangenen Band, hat man hier direkt schon einmal verloren. Ein Umstand, den ich fast ein wenig schade finde. Dafür bekommt man hier aber eine wirklich erfrischende Fantasy geboten und eine Protagonistin, die sich kontinuierlich weiterentwickeln muss, wenn sie in dieser Welt bestehen will.