Verlag: EUROPA
Produktionsjahr: 2020
Länge: 2 Stunden 30 Minuten
Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – Axel Milberg
Justus Jonas, Erster Detektiv – Oliver Rohrbeck
Peter Shaw, Zweiter Detektiv – Jens Wawrczeck
Bob Andrews, Recherchen und Archiv – Andreas Fröhlich
Tante Mathilda – Karin Lieneweg
Onkel Titus – Rüdiger Schulzki
Gianna – Celine Fontanges
Lance – Armin Schlagwein
Debra – Melanie Kastaun
Audrey – Anja Topf Bellins – Joachim Kretzer
Jerry – Matthias Keller
Corey – Andreas Zaron Joe – André Beyer
Mr. Allister Frain – Fabian Harloff

Inhalt:
Justus, Peter und Bob fahren mit Onkel Titus und Tante Mathilda in die Weihnachtsferien in eine Hütte in den Bergen. Schnee, ein gemütliches Ambiente und seltsame Vorkommnisse machen den Urlaub zu einem anderen, als man sich das im Vorfeld vorgestellt hat.
Ein Adventsmonster aus Deutschland scheint in und um der Hütte sein Unwesen zu treiben. Die Gäste werden erschreckt und man soll sich gruseln, es wird allerdings niemand verletzt.
Familie Jonas lässt sich aber nicht abschrecken und möchte seine Ferien genießen. Lediglich die drei Detektive brechen ihr Versprechen und lassen sich von den Hotelbesitzern engagieren und übernehmen die Klärung des Falles.
Die Ermittlungen führen die drei in die nähere Umgebung. Ob es nun im Wald ist, oder ob es in der kleinen Stadt ist. Überall finden sie diese seltsamen Glöckchen, welche zu dem Adventsmonster gehören. – So lang, bis ein Fundstück auf den ehemaligen Partner der Hotelbesitzerin führt. Aber auch diese Spur verläuft sich im Sande und geht ins Leere.
Justus, Peter und Bob lassen sich nicht unterkriegen und ermitteln weiter. Am Ende können sie alles auseinanderdröseln, weil sie um die Ecke denken, eins und eins zusammenzählen und am Ende den Täter eiskalt mit dem Unrecht konfrontieren. – Nun kann es ein friedliches Weihnachtsfest werden.
Mein Hörerlebnis:
Die Story startet im Auto. Familie Jonas und die Detektivkollegen sind auf der Anreise in ein romantisches Winterhotel, wo sie alle zusammen Weihnachten verbringen wollen. – Wobei ich hier wirklich ein wenig ins Stocken geraten bin, dass Peter und Bob Weihnachten wirklich nicht mit ihren eigenen Familien verbringen. Weihnachten ist doch auch bei den Amis so ein Familiending. Das passte irgendwie nicht ins Bild. – Dafür passten aber die Kabbeleien im Auto wieder sehr gut ins Bild. Justus scheint mal wieder sein Maß für die Dinge vergessen zu haben und stopft die Kekse fast im Alleingang in sich rein.
Im Hotel angekommen, kam die Winter- und Weihnachtsstimmung sehr gut rüber. Wie alles, innerhalb der Handlung, beschrieben ist. Ich hätte fast auch Lust bekommen, im Tiefschnee zu schwimmen oder mal wieder eine zünftige Schneeballschlacht zu machen und mich danach mit einem heißen Kakao vor den Kamin zu setzen. – Aber da hat es ja dann die wirklich sehr seltsame Begegnung von Peter und diesem Wesen im Wald. Dass das Wesen nichts Mystische ist, war mir von Anfang an klar, wir sind hier schließlich bei den drei Detektiven. Und irgendwie hatte ich bei der Beschreibung auch gleich diesen Krampus im Hinterkopf, aber den habe ich mehr so in den Bergen und in Österreich verortet. Was sucht der dann also in den amerikanischen Wäldern?
Der Fall nimmt seinen Lauf und die Naivität von Tante Mathilda hat mir mehr als einmal ein Schmunzeln aufs Gesicht gelockt. Sie sollte die drei Jungs inzwischen so gut kennen, dass sie weiß, dass die drei die Füße auch hier nicht still halten können.
Die Ermittlungen in diesem Fall gestalten sich hier allerdings wirklich abenteuerlich. Es war glaubhaft rüber gebracht, dass die drei so ein wenig weg vom Schuss sind und eben nicht mal eben ins Internet können. Sogar die Telefonverbindungen brechen ab und das Ganze erschwert durch ein Missverständnis sogar die Ermittlungen.
Die drei Detektive würden ihrem Ruf aber nicht gerecht werden, wenn sie sich nicht doch kontinuierlich an des Rätsels Lösung heranarbeiten würden. Wobei ich aber sagen muss, dass die eigentlichen Drahtzieher das schon recht geschickt anstellen und ich wirklich bis zum Schluss nicht wirklich dahinter gestiegen bin, was denn jetzt hier wie abläuft. Ok, ich hatte auch mal wieder einige Informationen nicht, mit denen aber die Jungs arbeiten konnten. Man hat im Hörspiel eben nicht jede Kleinigkeit erwähnt oder vertont. Ansonsten hätte ich die Sache auch aufdröseln können, wenn ich auf demselben Wissensstand wie der Autor gewesen wäre.
In jedem Fall war das Ende fast schon kitschig, wenn man mal genau hingeschaut hat, und irgendwie konnte sich wirklich alles zum Guten wenden. Inclusive einer Chance für eine Person, welche im Leben bisher wohl nicht so viel Glück hatte, wenn man ihrer Geschichte Glauben schenken kann.
Fazit:
Das Cover hat ja mal mit der Handlung irgendwie nichts zu tun. Zwar ist dieser Kamin, mit den Socken geschmückt, typisch für Amerika an Weihnachten, aber von diesen Socken am Kamin war in der ganzen Folge nie die Rede. – Mir ist schon klar, dass es wohl einfach ein allgemeines Weihnachtsmotiv darstellen soll, aber das hätte man, gerade bei dieser Story, durchaus auch besser machen können.
Ansonsten war diese Folge, von der Handlung her, irgendwie mal etwas abwechslungsreicher. Das lag wohl auch an dem Ortswechsel. Die Handlung spielt mal nicht in Rocky Beach, sondern in einem kleinen Hotel. Die handelnden Charaktere sind zahlreich und vom Gemüt her sehr facettenreich. – Allerdings habe ich nicht begriffen, warum es ein „Weihnachtsmonster“ sein muss, was so überhaupt nicht in diese Gegend gehört. Das fand ich etwas befremdlich.
Die Schauspieler haben allesamt eine gute Leistung gebracht und mich sehr gut und bildhaft unterhalten.
Leider muss ich auch in diesem Fall sagen, dass Peter und seine Ängste noch immer nicht in die Tätigkeit als Detektiv passen. Bisher haben sie solche Situation immer irgendwie aufgelöst, aber ideal ist es nicht.
Ich ordne diese Sonderfolge im guten Mittelfeld ein. Sie hat mich jetzt nicht megamäßig vom Hocker gerissen, aber schon irgendwie auch in gewisser Weise unterhalten.







