[Hörbuch] Nicole Böhm – „Weltenwanderer“

Nicole Böhm
„Weltenwanderer“
Reihe: Die Chroniken der Seelenwächter (29)
Verlag: Lausch phantastische Hörbücher
EAN: 4-260-158-97644-2
Länge: 3 Stunden 55 Minuten
Sprecher: Pia-Rhona Saxe, Jan Langer, Cornelia Prescher, Richard Lingscheidt

– gehört im April 2024 –

Die Chroniken der Seelenwächter haben sich für mich zu einer Art Hassliebe entwickelt. Auf der einen Seite möchte ich wissen, wie es weiter und in irgendwann, in ferner Zukunft, vielleicht auch mal ausgeht. Doch immer wieder bin ich enttäuscht, wenn die Folge zu Ende ist und wieder nicht wirklich viel passiert ist.

Klappentext: Die Welt der Seelenwächter fällt immer weiter auseinander. Jeder kämpft an seiner eigenen Front, und Akil muss sich einem Feind stellen, der direkt aus ihrer Mitte kommt. Dereks Taten haben weitreichende Folgen, die niemand so erwarten konnte.
Jaydee kehrt endlich zurück zu Jess und stellt sich seinen zwiegespaltenen Gefühlen. Er ist innerlich zerrissen zwischen dem, was Lilija ihm gesagt hat, und dem, was er für Jess empfindet. Nun ist es an ihr, stark zu sein. Aber nicht nur für Jaydee: Ihre Mutter verliert sich erneut in den Strudeln ihrer Visionen. Wovor sie zehn Jahre früher davonrennen wollte, als sie ihre Tochter verließ, holt sie alle mit voller Wucht wieder ein. (Quelle: Thalia.de)

Inhalt: Akil soll mit einem Ritual in die Runde der Seelenwächter offiziell aufgenommen werden. Aber das Element Feuer wird spürbar schwächer und fast kann das Ritual nicht durchgeführt werden. Doch auch während dem Ritual läuft etwas, was so nicht geplant war. Ein Zeremonienschwert aus Titan bohrt sich in Akils Körper und richtet da großen Schaden an.
Während Will und Anna in der Vergangenheit bei den Indianern sind, vieles über die eigene Entstehung lernen und Will dem Dämon noch einmal entkommen kann, muss sich Jess in der hier realen Welt den Visionen ihrer Mutter stellen. Sie kann in diesen Visionen „Gast“ sein. Sie erfährt vieles über sich selber und über die Vergangenheit ihrer Mutter. Doch ihre Mutter will erneut vor diesen Dingen fliehen und Jess muss und will sie aufhalten.
Auch Jaydee kehrt von seinem kleinen Abenteuer zurück und muss sich nun klar werden, ob er Jess liebt oder lieber Lilija glaubt. – Das ist keine leichte Entscheidung und Jess bezieht er in seine Gedanken nicht ein.

Fazit: Dieses Buch schließt wirklich nahtlos an den vorhergehenden Teil an. Das schließt schon mal alle Hörer kategorisch aus, die die vorherigen Bände nicht kennen. Deswegen möchte ich gleich hier sagen, dass es keinen Zweck hat, die Bände einzeln und ohne jeden Zusammenhang zu hören. Das geht schief und man begreift absolut nichts.
Das Cover ist zwar schön gestaltet, aber sagt mir persönlich jetzt absolut nichts. Ich kann zwischen dem Bild und der Handlung hier keinerlei Bezug herstellen. – Allerdings kann das durchaus auch daran liegen, dass mir die Handlung so langsam aber sicher auf den Zeiger geht.

Die Welt der Seelenwächter zerfällt. Schon ein Element ist weg und das stürzt die Wächter in einige Probleme, die man nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte. Mittendrin ist Jess, als Protagonistin, die aber durch ihre fehlende Magie zur absoluten Untätigkeit verdammt ist. Stattdessen kommt es mir so vor, als wenn dieses Mädchen einfach nur noch am Jammer ist. Und ihrer Mutter will sie gar ihren Willen aufzwingen, so kommt es mir vor. – Fast wäre in Jess ihrem Geseier untergegangen, dass sie endlich herausfindet, wer ihr Vater ist und warum sie so mächtig sein soll.
Die Story von Will und Anna glaubte ich am Ende. Dass sie nun in der Vergangenheit ihr eigenes Abenteuer bekommen, wirkt auf mich ein bisschen ganz stark konstruiert. Zwar kommen hier einige interessante Zusammenhänge zwischen den Indianern und den Seelenwächtern ans Tageslicht, aber die Liebeleien der beiden wirken hier vollkommen fehl am Platz. Außerdem kann ich nicht glauben, dass sich die beiden lieben, wenn Will mehrere gebrochene Rippen hat. Seelenwächter hin oder her, aber er hat ja wohl keine Selbstheilungskräfte mehr, wie er es vorher hatte. – Also unglaubwürdig. Mit Macht in die Story gestopfte Romantasy. Mehr nicht.
Jaydee seinen Part habe ich hier nicht wirklich begriffen. Der war mehr so eine Figur am Rande. Nur gerade so, dass er nicht komplett aus der Handlung geflogen ist.
Statt dessen hat es hier die ständige Bedrohung durch den Dämon. Der erstarkt mehr und mehr, tut mal wieder den wehrlosen Menschen ein Leid an und scheint mit der ganzen Szenerie einfach nur noch zu spielen.

Ich finde es langsam ermüdend, dass die Handlung wirklich bis ins kleinste Detail beschrieben ist und ich dadurch das Gefühl habe, dass es nicht vorwärtsgeht. Ich höre und höre und scheine doch nicht von der Stelle zu kommen. Dazu noch diese katastrophale Endzeitstimmung und ich muss wirklich zwischen jeder Folge eine Auflockerung haben, sonst stürzt mich das noch in eine Depression.
Die Sprecher machen ihre Sache super und die verteilten Rollen helfen super, die Handlung besser verfolgen zu können. Trotz allem könne sie auch nur das lesen, was die Autorin mal geschrieben hat, und somit machen die es auch nicht besser.
Leider sind mir hier auch einige Schnittfehler aufgefallen. Kleine Versprecher der Sprecher, die nicht beseitigt wurden. – Das macht auf der einen Seite klar, dass hinter der Produktion nur Menschen stehen, aber auf der anderen Seite ist es gut möglich, mit der heutigen Technik so etwas herauszuschneiden.
Das Hören wird von Band zu Band beschwerlicher. Die Handlung zieht sich wie Kaugummi und immer wieder nehme ich mir vor, die Reihe abzubrechen. – Aber ich will doch nun auch mal wissen, wie das ausgeht. – Verdammte Zwickmühle.

Bewertung: 3 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 3 von 5 möglichen Sternen.
Die düstere Endzeitstimmung kommt wirklich sehr gut rüber. Die zerrüttete Welt der Seelenwächter, die Panik der Protagonistin, die mehr und mehr mitbekommt, dass sie eben nicht mehr gepampert wird, sondern selbst tätig werden sollte. Und doch hätte man das alles weniger voluminös gestalten sollen und dem Hörer vielleicht mal noch ein wenig Fantasie lassen können.

[Hörspiel] Die drei ??? 214 – „und der Geisterbunker“

Autor: André Minninger
Regie: Heikedine Körting
Musik: Jan Friedrich Conrad, Jens-Peter Morgenstern, Constantin Stahlberg, Betty George
Verlag: EUROPA
Produktionsjahr: 2022
Länge: 1 Stunde 7 Minuten

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – Axel Milberg
Justus Jonas, Erster Detektiv – Oliver Rohrbeck
Peter Shaw, Zweiter Detektiv – Jens Wawrczeck
Bob Andrews, Recherchen und Archiv – Andreas Fröhlich
Onkel Titus – Rüdiger Schulzki
Tante Mathilda – Karin Lieneweg
Kommissarin Lisa Merryweather – Caroline Peters
Elena Fleckenstein – Christiane Leuchtmann
Roderick Sanders – Albrecht Ganskopf
Fahrerin – Elga Schütz
Rubbish George – Hans Peter Korff
Officer Brown – André Beyer
Bote – Achim Schülke
Polizist – Alexander Mettin
Angestellte im Altenheim – Barbara Schipper

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Inhalt:
Justus, Peter und Bob werden zur Stellvertretung von ihrem Inspektorenfreund gerufen. Eine Frau, die die Karriereleiter noch ganz weit nach oben will und die Jungs dem entsprechend behandelt. – Beim Treffen in Cottas Büro wird aus der freundlichen Frau ganz schnell eine karrieregeile, kaltblütige Person, die nicht davor zurückschreckt, die Jungs zu erpressen. – Jedoch bekommen sie dann doch kleinere Fälle anvertraut.
Zunächst läuft alles wie am Schnürchen, die kleinen Fälle sind mit Aufteilung schnell abgearbeitet. Jedoch geraden die Jungs dann doch an den Bunker, aus dem seltsame Geisterstimmen zu kommen scheinen. Sie wollen das Phänomen untersuchen, werden dabei aber im Bunker eingeschlossen. – Eine Nacht sitzen die Jungs fest, ohne eine Möglichkeit zu haben, zu entkommen und am nächsten Morgen gesellt sich unfreiwillig auch die Kommissarin zu ihnen.
Die Jungs sind ungewollt in den größten Fall der Kommissarin hineingeraten und sind nun fast gezwungen, der Frau bei der Aufklärung des Falles zu helfen. Dabei haben sie ihn im Grunde schon aufgeklärt, wissen es nur noch nicht.

Mein Hörerlebnis:
Gleich zu Anfang erfahren die Jungs eine mächtige Schlappe. Ihr Freund und Patron der Polizei, Inspektor Cotta, geht auf Kur und ist für längere Zeit nicht anwesend. Seine Vertretung will die Jungs nun kennenlernen und hat sie zu sich ins Büro eingeladen. – Schon allein diese Tatsache ist schon irgendwie komplett seltsam. Da muss dieser Cotta aber mächtig Werbung gemacht haben.
In jedem Fall entpuppt sich die Frau als sehr seltsam. Karrieregeil ist sie in jedem Fall. Und sie behandelt die Jungs nicht wie wertvolle Hilfen, sonder meiner Meinung nach ziemlich arrogant von oben herab. Ich mochte diese Tussi nicht und hoffe, dass sie ganz schnell wieder aus den Folgen verschwindet. Die Frau geht so gar nicht.
Die Jungs erledigen die Hilfsaufgaben jedenfalls in kürzester Zeit. – Etwas anderes habe ich auch nicht erwartet. Doch dieses Gerangel um den so genannten Geisterbunker habe ich von Anfang an nicht verstanden. – Schein wohl so, dass die Kommissarin es auch unter ihrer Würde fand, einer alten Frau zu helfen und ein Interview zu geben. Das passte so gar nicht zu ihrer arroganten Haltung.
Die Jungs fahren jedenfalls zu dem Bunker, untersuchen ihn und ich als Hörer habe gleich geschnallt, dass die so genannten Geisterstimmen definitiv aus irgendeinem Lautsprecher kamen. Und auch ich hatte hier sehr schnell diese alte Dame im Visier, welche ursprünglich die Kommissarin an diesem Ort sehen wollte. Aber als die Jungs dann eingesperrt werden, war diese Theorie dann auch wieder hinfällig. Warum sollte eine alte Frau eine Polizistin einsperren. In dem Alter weiß man sicher, dass man damit keinen sehr legalen Weg geht.
Die Jungs versuchen natürlich, aus dem Bunker zu entkommen, unterhalten sich sogar mit der eindeutig verzerrten Stimme aus dem Lautsprecher, welche natürlich hochgradig enttäuscht ist, dass es nur die Jungs sind und nicht die Kommissarin. – Es wird aber klar, dass diese Sache hier nicht so harmlos ist, wie sie zunächst ausgesehen hat.
Die Situation, als auch die Kommissarin in den Bunkerraum gesperrt wird, war sehr verwirrend, aber auch das wird schnell aufgeklärt. Und dann kommt auch endlich Licht ins Dunkel, was dieses ganze Theater am Ende eigentlich bringen soll. Ein alter Fall, eine zurückliegende Verhaftung und eine verschwundene Beute aus einem Raub sind der Grund für dieses ganze Theater. Der Typ, der diese ganze Show organisiert hat, will am Ende die Beute haben. Alles andere interessiert ihn nicht.
Die Jungs können mit den neuen Erkenntnissen ermitteln, was aus der mutmaßlichen Beute geworden ist. Sie können sie zurückverfolgen und sogar ihren derzeitigen Standort ausmachen. – Und dieser ist mal mehr als überraschend. In jedem Fall ist aber auch der Täter alles andere als dumm und lässt sich nicht so ohne Weiteres ausstechen. Er zieht alle Register, um dem wertvollen Objekt doch noch habhaft zu werden, hat da die Rechnung aber ohne Justus seinen scharfen Verstand gemacht.

Fazit:
Ich muss zugeben, dass das Bild auf dem Cover wirklich ziemlich mystisch aussieht. Im Stil der drei Fragezeichen wird eben bildlich dargestellt, dass an diesem Ort seltsame Sachen passieren sollen. Aber leider hat es hier dann auch Unstimmigkeiten mit der Story. Denn es war keine Rede davon, dass da das Meer oder ein See direkt angrenzen, der hier aber abgebildet ist. Es war die Rede von einer hügeligen Graslandschaft. – Was soll das denn nur immer? Kennt der die das Grafiker die Story nicht? Wäre von Vorteil, wenn dem so wäre.
Die Schauspieler haben einen gewohnt guten Job gemacht und die neue Kommissarin hat sich gleich mal aus meinem Herzen raus gespielt. Die arme Frau musste hier wirklich einen sehr korrupten, arroganten und seltsamen Charakter spielen. Und den habe ich hier vollkommen abgekauft. Ich mochte diese Person nicht und muss nun aufpassen, dass ich das nicht auf die Sprecherin persönlich ummünze.
Die Story selber braucht eine ganze Weile, bis sie wirklich in Fahrt kommt. Aber als es dann soweit ist, kommt da ein ziemlich rasantes Ding zum Vorschein. Die Jungs haben hier so ziemlich nur die Hälfte der Zeit, um zu einem Ergebnis zu kommen. Und das verdichtet die Ereignisse, spart den Hörer einige Fachsimpeleien und belohnt sie gleich mit Action.

Ich ordne die Folge im guten Mittelfeld ein. Es reicht leider nicht für die oberen Plätze, weil mri die Kommissarin als Person einfach nur zu doof war. Ein Mensch, mit dem ich wohl auch in der Realität nicht warm werden würde.

[Rezensionsexemplar] Clarissa Kühnberger – „Von Wunden und Wahnsinn“

Clarissa Kühnberger
„Von Wunden und Wahnsinn“
Verlag: Selfpublishing
ASIN: B0F4PV4Y9S
Länge: 187 Seiten

– gelesen im Mai 2025 –

Dieses Buch wurde mir von der Autorin als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Hierfür herzlichen Dank. – Meine Meinung hat dieser Umstand aber in keiner Weise beeinflusst.

Klappentext: Wahnsinn beginnt nicht laut, er beginnt mit einem Flüstern.
Alte Legenden, Orte ohne Hoffnung, zehrende Spukhäuser und Erinnerungen, die besser verborgen geblieben wären: Von Wunden und Wahnsinn erzählt von der Finsternis, die unter der Oberfläche lauert und davon, was geschieht, wenn sie sich zu regen beginnt. Realität und Wahn verschwimmen in dreizehn albtraumhaften Kurzgeschichten, die dich an Orte führt, die finsterer sind als die Dunkelheit selbst.
Manche Geschichten hören erst auf zu flüstern, wenn man sie liest. Und manche Wunden … heilen nie. (Quelle: Amazon.de)

Inhalt: 13 Kurzgeschichten, von denen jede so ihren ganz eigenen Horror enthält. Wir haben hier kannibalistisch angehauchte Endzeitdystopien, grenzwertige Begegnungen an einsamen und verlassenen Tankstellen, der toten Havarie mit frei gesetzten urbanen Legenden im ewigen Eis. Hinzu kommen harmlos wirkende Großmütter, die es mit dem Verlängern des Lebens etwas zu ernst gemeint haben und Geister, welche sich von einem Haus nicht lösen können. Dem ganzen die Krone aufgesetzt hat aber die absolut toxische Ehe, welche die missverstandene und verlorene Frau zum Äußersten hat greifen lassen.

Fazit: Das Buch ist sehr frisch. Gerade am 25. Mai 2025 erschienen hat die Autorin hier so gut wie im Alleingang wieder ein Werk auf die Beine gestellt.
Antologien sind ja immer so ein zweischneidiges Schwert. Man kann durch die mehreren, kürzeren Storys durchas mehr Abwechslung in ein Buch bringen. Jedoch ist es auch ungleich schwerer in so viel kürzerer Zeit Spannung aufzubauen und dann nicht mit der nächsten Geschichte gleich wieder abzuflachen. – Aber Frau Kühnberger ist hier ein Sammelsurium an Geschichten gelungen, die wirklich besser nicht hätten sein können.

Schon die erste Geschichte hat mich eine dunkle Welt in einem wohl unterirdischen Bunker geführt, in der sich das menschliche Leben zwar erhalten hat, aber eben dann doch nicht so, wie man es eben gewohnt ist. Die Protagonisten wollen Fleische essen. Können es aber nicht, weil es eben keines mehr gibt und doch wird sich auf grausame Weise genau das beschafft, was man will.
Wenn man jetzt glaubt, dass es nicht schlimmer kommen kann, dem werden aber in den folgenden Geschichten noch einmal ganz andere Facetten einer Horrorstory aufgezeigt. Es muss nicht immer Spladder und Krausamkeit sein. Es kann genau so gut die urbane Legende sein, welche in einem wirklich sehr ungünstigen Moment wahr wird. Oder aber ein Fotograf verteilt den Horror bei seinen Kunden, ohne dass er es weiß.
Mit viel Einfallsreichtum decken die 13 Geschichten hier wirklich jeden Horrorgeschmack ab und bieten für jeden Leser so sein ganz persönliches Schmankerl. – Ich persönlich kann gar keine Lieblingsgeschichte benennen. Für mich hatte jede für sich so ihren ganz eigenen Thrill oder Reiz.

Frau Kühnberger hat ihren ganz eigenen Stil zu schreiben. Das hebt sie von den anderen Horrorbücher, welche ich bisher gelesen haben, sehr gut ab. In jedem Fall hatte ich hier zum Teil ein wirklich grausames Kopfkino und teilweise wirklich spladderige Bilder im Kopf. Wieder andere Geschichten haben mich im Denken der Protagonistin voll mitgenommen und nachfühlen lassen, was sie gerade gefühlt hat.
Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, schön eine Story nach der anderen zu lesen. Quasi so, als würde ich mir jeden Abend, vor dem Schlafengehen, eine eigene kleine Geschichte vorlesen. – Das hat aber absolut nicht geklappt. Obwohl ich wusste, dass hier jede Geschichte für sich steht, wie das bei Anthologien so üblich ist, habe ich immer wieder gehofft, dass der eine oder andere Umstand doch noch aufgeklärt wird.
Die Geschichten sind mir nur so dahin geflogen, wenn ich einmal das Lesen begonnen hatte, und haben mich wirklich sehr gut unterhalten.
Anthologien sind in der Regel nicht so mein Fall. Hier war ich aber absolut geflasht und bin mir mehr als sicher, dass ich mir die Geschichten wirklich noch einmal einzeln und jede für sich vornehmen werde. Wie so eine Art tägliches Rituale gibt es dann noch einmal jede Story für sich. Das hat der Stoff einfach verdient.

Bewertung: 5 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Für Horrorfans ein absolutes Muss und für diejenigen, die es werden wollen, super für den Einstieg geeignet.

Meine Woche 22. Kalenderwoche 2025

Geärgert:
Nö, und wenn, dann war es so gering, dass ich gerade jetzt davon absolut keine Ahnung mehr habe.

Gefreut:
Auf das verlängerte Wochenende und dann auf eine Woche Urlaub.

Gedacht:
Hoffentlich geht das am Sonnabend Abend gut, wenn mein Mann schon mal mit mir zu einem Comedyprogramm geht.

Gefragt:
Und was sollen die Gespräche jetzt bringen? Unser Kasperkopf von Kanzler reißt doch nüscht.

Genervt:
Von den Laberflashs meines Mannes. (Er hatte diese Woche schon Urlaub, also hatte ich gut zuzuhören, als ich von der Arbeit kam und er den ganzen Vormittag nur den Hund als Gesesllschafthatte.

Gefühlt:
Ich habe geschwitzt!!! – Und das so richtig!

positiv:
Am Sonnabend Abend habe ich mal wieder richtig herzhaft lachen können. Das tat so gut. Ich hatte lang keinen Husten vom Lachen mehr.

negativ:
Das Unwetterchen am Mittwoch Abend hat mich direkt mal Angst um unser Dachfenster haben lassen. Wir hatten lang keinen Hagel mehr und dann gleich erbsengroß die Körner.

Gelitten:
Ne, das ist zu viel gesagt. Gelitten habe ich nicht.

Genossen:
frische Waldluft

Gewesen:
In Erfurt in der „Alten Oper“ bei einem Auftritt von Bülen Ceylan.

Getroffen:
Vor der alten Oper meine Chefin aus der anderen Schicht. *grins*

Gesucht:
Einen Käufer für die Eintrittskarte, die ich noch über hatte. – Hat sich aber keiner gefunden. Nun ja, dann hatte ich eben nen leeren Platz neben mir.

Gefunden:
…. ich suche noch

Gelacht:
Oh ja, über die Scherze von Bülent.

Geweint/Getrauert:
Das kommt dann wohl am kommenden Sonnabend. Da ist die Trauerfeier für mein Tantchen.

Gewundert:
Echt jetzt? Der Mai auch schon wieder rum. – Manchmal bekomm ich Angst, wie schnell die Zeit verfliegt.

Gegessen:
Ein Rindersteak von 300g mit Folienkartoffel und einer Salatbeilage. – Man, war das lecker.

Genascht:
Eis

Getrunken:
Lüpzer Grapefruit, viel Eistee und ich denke, dass ich mir heute mal so den ersten Mochito des Jahres mixen werde.

Gehört:
Das Hörbuch „Die Schande der anderen“ und ein paar Hörspiele.

Gegoogelt:
Am Sonnabend habe ich versucht herauszufinden, ob Bülent auftritt, oder ob die Veranstaltung wegen der angekündigten Unwetter verschoben wird.

Gelesen:
Die Horroranthologie „Von Wunden und Wahnsinn“ von Clarissa Kühnberger

Gesehen:
Ich habe auf Youtube am Mittwoch Abend mal wieder wildes Dokuhopsen gemacht. Da ging es erst um Lost Places weltweit, dann um eine Halbinsel an der Ostsee und am Ende um den Militärknast in Schwedt und Jugendwerkhöfe in der DDR.

Gebastel/Gespielt/Gehandwerkt/Geschrieben:
Rezis, Rezis uuuuuuuund Rezis.

Getan:
Am Donnerstag ein Stück gewandert, am Sonnabend ein Comedy-Event besucht und ab und zu mal ein wenig gelesen.

Gekauft:
Ein Buch von Bülent am Merch-Stand.

Gelernt:
Fühle dich besser niemals unbeobachtet. Irgendwo ist immer jemand, den du kennst, oder der dich kennt.

Geschenkt (bekommen):
das geht doch nicht immerzu

Geschlafen:
stellenweise ziemlich schlecht, aber das lag an dem Wetter

Geträumt:
ziemlich ambstruses Zeug sogar. So komisch, dass ich da nicht mal wirklich eine Bedeutung finden kann.

Geplant:
Eine Woche Urlaub machen. Eventuell wegen Wohnmobilen noch mal losgurken und ansonsten LESEN!!!

Fazit

Eine kurze Woche. Der Betrieb hat für den Freitag einen geschlossenen Tag beschlossen, was mir als nun wieder Leiharbeiter so ziemlich egal sein konnte, da man als Leiharbeiter ja immer irgendwie Überstunden auf dem Konto hat, die man da sehr gut einsetzen kann. – Das habe ich dann auch getan.
Am Donnerstag wollten wir wieder so einen Weg im Hainich laufen, was sich aber an so einem Volkswandertag als ziemlich dumm herausgestellt hat. Was da an Müll schon wieder an den Wegen lag. Der helle Wahnsinn. Und am Montag schreien se dann alle wieder wegen Umweltschutz rum. – Die Menschheit ist einfach nur so kaputt.

Am Sonnabend waren mein Mann und ich in Erfurt, wo Bülent Ceylan in der Alten Oper aufgetreten ist.
Ursprünglich geplant war die Aktion ja mit meiner Mum und meinem Bruder. Meine Mum war der Meinung, zeitgleich nen Urlaub buchen zu müssen und mein Bruder hat sich für den selben Tag ne Karte für Ilka Bessin gekauft. – Mein Mann ist mitgefahren, weil ich allein auch nicht hin wäre.
War in jedem Fall mal ein herrlicher Abend, bei dem ich so richtig herzhaft lachen konnte. So herzhaft, dass ich einen Hustenanfall bekommen habe. Der ist aber kein Asthmaanfall geworden, sondern war nach einem Schluck zu Trinken dann auch wieder behoben.
Die Scherze waren mituner ziemlich derb und im Prinzip so grenzwertige Sachen. Bülent spielt halt immer und immer wieder auf seine türkischen Wurzeln an und zieht dann aber über die Ausländer her. – Scherze, die man sich so auf keinen Fall mehr erlauben kann heutzutage. Und genau das hat halt beim Publikum gezogen und man hatte seinen Spaß.

Kommende Woche habe ich dann mal ne Woche Urlaub. Da wollen wir an zwei oder drei Tagen mal los und nochmal Wohnmobile anschauen. – Ganz ehrlich, ich kann sie nicht mehr sehen. Wir kaufen ja doch keins.
Ansonsten möchte ich versuchen wenigstens einen Tag mal so etwas wie einen Lesemarathon zu machen und ansonsten lasse ich es auf mich zukommen.

Lesemonat Mai 2025

47/100
Wolfgang Hohlbein – “ Necropole”
(Die Chronik der Unsterblichen 16) – 407 Seiten
Eine gewaltige, aber zerschriebene Kreaturkeule in Rom. Ein Fluch, den ich bis zum Schluss nicht wirklich verstanden habe und ein Ende mit Erlösung und Schrecken.
So langwierig es auch sein sollte, aber wenn ihr dieses Buch lesen wollt, dann haltet die chronologische Reihenfolge ein, um überhaupt zu verstehen, nach was die Protagonisten suchen.

48/100
Mark Benecke – „Viral.Blutrausch“
– 5 Stunden 43 Minuten
Ein privat recht verkrachter Privatermittler unterstützt seine ehemaligen Kollegen von der Polizei und kann einen Fall aufklären, indem er die festgefahrenen Strukturen der staatlichen Behörde umgeht. Wahnsinn und gute Ermittlungen liegen hier sehr nah beieinander.
Eine sehr gute Lesung durch die Sprecherin macht aus dem schon guten Stoff ein richtig erlebbares Szenario.

49/100
Clive Cussler – “Die Fälscher”
(Isaac Bell 14) – 354 Seiten
Ein Einbruch in eine offizielle Druckerei für Geldscheine entpuppt sich als groß angelegter Angriff auf das Finanzsystem der USA im Jahre 1914. Isaac Bell hat hier eine Aufgabe, die fast schon eine Nummer zu groß zu sein scheint für ihn, wenn man die Ausmaße mal bedenkt.
Das Buch konnte mich nicht wirklich überzeugen. Irgendwie war hier zu viel Bankensystem im Spiel, als dass es mich hätte interessieren können.

50/100
Mark Benecke – „Kannibal.Jagdrausch“
– 6 Stunden 9 Minuten
Privatermittler Becker muss sich für diesen Fall von Kannibalismus tief ins Darknet und in die Foren der Kannibalenszene vorwagen. Er nimmt Kontakt mit einem „Chefkoch“ auf, der wirklich leckere Rezepte mit Menschenfleisch postet. Doch während der falsche Chefkoch verhört wird, hat der wirkliche Kannibale seine Partnerin in seiner Gewalt.
Eine spannende Gratwanderung zwischen polizeilichen Vorschriften und den Eigensinnigkeiten und Freiheiten eines Privatermittlers. Gespickt mit Fakten aus dem Leben des Autors selber.

51/100
Michael Tsokos – “Zerbrochen”
(Fred Abel 3) – 423 Seiten
Abel bekommt Besuch von seinen fast erwachsenen Kindern und will eigentlich, nach den ganzen Tiefschlägen, eine unbeschwerte und schöne Zeit mit ihnen verbringen. Das geht aber nur so lang gut, bis das Zwillingspärchen entführt wird und die Polizei lang in die falsche Richtung ermittelt.
In das Buch wurde schlicht und ergreifend zu viel hineingepackt, als dass ich hier noch irgendwie hätte gepackt werden können. Es hat mich nicht wirklich vom Hocker gerissen.

52/100
Cornelia Lotter – „Die falsche Heimat“
– 6 Stunden 42 Minuten
Ein Koffer voller Briefe und einem Tagebuch und eine zunächst flüchtige, dann tiefer gehende Bekanntschaft mit einem Fotografen, lassen die Protagonistin über das nachdenken, was sie bisher gedacht und getan hat. Ganz nebenbei lüftet sie ein altes und fast grausames Familiengeheimnis.
Spannend geschrieben, sehr angenehm gelesen und vom Stoff her einfach nur hochgradig interessant.

53/100
Greig Beck – „Die Flucht vom Mittelpunkt der Erde“
(Zum Mittelpunkt der Erde 3) – 276 Seiten
Zwei Teams machen sich wieder auf den Weg ins Innere der Erde. Während die Russen eher unbeabsichtigt am Mittelpunkt der Erde landen und sich durchkämpfen, reisen die Amerikaner mit voller Absicht in diese von riesigen Monstern besiedelte Welt. Sie wollen ein Heilmittel gegen Hautkrebs organisieren und dieses dann auf der Erde nutzen und einführen.
Packend und fantasievoll geschrieben, spannend zu lesen und für jeden Fantasyfan ein absolutes Muss!

54/100
Rose Snow – „Band 2 der Gefühle“
(8 Sinne 2) – 237 Seiten
Lee besteht ihre Wächerprüfung, was eine Sandschlacht sondergleichen ist und setzt dann ihre liegengebliebene Mission von und mit den Spinnern fort.
Die Welt ist wieder ein einziger fantastischer Fiebertraum und stellt die Handlung fast in den Schatten. – Dennoch konnte mich das Buch nicht so wirklich überzeugen. Manchmal ist weniger eben mehr.

55/100
Cornelia Lotter – „Die Schande der anderen“
– 4 Stunden 5 Minuten
Ein historischer Roman, welcher ein ergreifendes und wirklich geschehenes Schicksal behandelt. Es werden die Taten der Nazis am deutschen Volk beleuchtet und wie ungerecht doch vieles in dieser Zeit war.
Gefühlvoll geschrieben, angemessen und ruhig gelesen und somit noch einmal mehr Tiefe gewonnen. Ein spannendes Einzelschicksal. Jedoch nur eines unter vielen.

56/100
Clarissa Kühnberger – „Von Wunden und Wahnsinn“
– 187 Seiten
Eine Anthologie mit 13 Horrorgeschichten jeglicher Couleur. Ob eine gruselige Endzeitdystopie oder eine sich regende urbane Legende, hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Und für Anfänger praktisch aufgeteilt in 13 kürzere Episoden.
Ein spannendes, ein spladderiges oder einfach nur unergründliches Szenario, haben mir beim Lesen sämtliche Haare zu Berge stehen lassen und mich wirklich großartig unterhalten.

das macht gesamt:
1.884 gelesene Buchseiten/im Mai – 11.494 Buchseiten/2025
22 Stunden 39 Minuten Hörbuch/Mai – 107 Stunden 54 Mintuen Hörbuch/2025

Bücher auf dem SuB hinzu gekommen:
Wolfgang Hohlbein – „Dunkle Tage“ (Die Chronik der Unsterlichen 17)
Michael Tsokos – „Schwimmen Tote immer oben?“
Ela Fey – „Zwischen den Welten“
André Milewski – „Der Choral der Hölle“ (Vulkane 1)
André Milweski – „Alle Feuer der Hölle (Vulkane 2)
Bülent Ceylan – „Ankommen“

Gelesene Bücher vom SuB:
Wolfgang Hohlbein – “ Necropole”
Clive Cussler – “Die Fälscher”
Michael Tsokos – “Zerbrochen”
Greig Beck – „Die Flucht vom Mittelpunkt der Erde“
Rose Snow – „Band 2 der Gefühle“

Jetzt habe ich noch 155 Titel auf meinem Stapel ungelesener Bücher! *uff

Da war wieder ein Kaufanfall … ich gebe es ja zu. Und dann noch das Buch vom Merch-Stand. Ja, es hat mich gekillt, quasi, diesen Monat.

Saturday Sentence – „Dunkle Tage“

1. Nimm deine aktuelle Lektüre

Andrej und Abu Dun werden mit einem Geheimauftrag in die Peststadt Hamblen geschickt. Dort wütet der schwarze Tod unerbittlich. In all dem Elend fällt zunächst niemandem auf, dass Kinder einfach verschwinden. Ihre Nachforschungen lassen Andrej und Abu Dun schnell auf allerlei Ungereimtheiten in dem Städtchen stoßen. Sie machen sich Feinde in hohen Positionen und sehen sich bald mit einer ungeheuren Kreatur konfrontiert, der selbst sie nicht gewachsen zu sein scheinen. (Quelle: Lovelybooks.de)

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein „Saturday Sentence“ lautet. (Bei Ebooks Position 158)

»Teufel«, flüsterte er.

Wolfgangn Hohlbein- „Dunkel Tage“ (Die Chronik der Unsterlichen 17)) ; ISBN: 9-78–736-30097-2

3. Und wie ist es bisher?
Ich habe es bisher gerade mal bis zum 2. Kapitel geschafft. Aber fakt ist mal, dass ich schon jetzt wieder in dieser längst vergangenen Zeit in Rom bin, wo gerade die Pest wütet und Andrej und Abu Dun die Leichen in der Stadt einsammeln, damit man sie entsorgen kann. – Wo das alles hinführen soll, weiß ich bisher lediglich aus dem Klappentext und der Schreibstil ist wieder genau der, wie er schon bei der gesamten Reihe ist. Alles wird zu tode erklärt und schon im ersten Kapitel gab es den ersten Kampf. – Es ist eben eine sehr raue Zeit, in der Herr Hohlbein seine Protagonisten hier gesetzt hat.

Bei diesem Buch handelt es sich jedenfalls um das Finale dieser Reihe und ich kann behaupten, dass ich sie zumindest durchgelesen habe. Ist doch auch was wert ….

[Hörspiel] Die drei ??? 213 – „Der Fluch der Medusa“

Autor: André Minninger
Regie: Heikedine Körting
Musik: Jan Friedrich Conrad, Jens-Peter Morgenstern, Constantin Stahlberg, Christian Körting, Betty George
Verlag: EUROPA
Produktionsjahr: 2021
Länge: 1 Stunde 15 Minuten

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – Axel Milberg
Justus Jonas, Erster Detektiv – Oliver Rohrbeck
Peter Shaw, Zweiter Detektiv – Jens Wawrczeck
Bob Andrews, Recherchen und Archiv – Andreas Fröhlich
Tante Mathilda – Karin Lieneweg
Jojo- Lovis Harloff
Mrs Carmichael – Anne Moll
Mr Jeremiah Carmichael – Peter Bieringer
Gravedigger – Lutz Mackensy
Kruger – Gordon Piedesack
Annabelle Delaney – Sabine Kaack
Claire Delaney – Theresa Underberg
Ace Hall – Patrick Berg
Vince Buchanan – Joachim Kretzer
Neal Buchanan – Marek Harloff
Moderator – Holger Wemhoff
Pearson – Till Huster

direkt auf Spotfy anhören

Inhalt:
Die drei Detektive warten auf Onkel Titus, um endlich die neuen Einkäufe des alten Herren verladen zu können, als sie mitbekommen, wie ein Brief aus einem Briefkasten gestohlen wird. – Die drei können dem Typen das Schreiben wieder abnehmen und es dem eigentlichen Adressaten zurückgeben.
Der Adressat ist Jojo, ein Junge, dessen Vater seit ein paar Tagen scheinbar verschwunden scheint, der sich nicht meldet und den er nicht kontaktieren kann. Es handelt sich um einen bekannten Enthüllungsjournalisten, der durchaus auch in Gefahr sein kann.
Die Jungs können den Code, in dem Brief, entschlüsseln und geraten somit in einen neuen Fall, der keinen geringeren als den Gouvaneurskandidaten von Kalifornien betrifft. – Dieser Besitzer einer Recyclingfirma scheint in einen Verklappungsskandal verwickelt zu sein, der schon ein paar Jahre zurückliegt.
Die drei Detektive müssen sich mit einem wirklich seltsamen Obdachlosen herumschlagen, der aber am Ende dann doch irgendwie eine Hilfe ist und können so dem versteckten Beweis habhaft werden, welcher den großen Politiker überführt und ihn zu einem Rückzug aus der Kandidatur zwingt. – Haben die drei Detektive einen Politskandal verhindert?

Mein Hörerlebnis:
Zunächst haben wir hier ja erst einmal eine ganz normale Situation, in der sich die drei Jungs befinden. Sie helfen Onkel Titus, der gerade einen Einkauf tätigt und die Jungs zum Verladen braucht. – Allerdings wundert es mich, dass Onkel und Tante von Justus auch immer seine Freunde mit einspannen. Mit purer Liebenswürdigkeit seitens der Jungs hat das nichts zu tun. Das ist ja fast schon eine Art Minijob, so oft wie die jungen Leute hier zur Arbeit herangezogen werden.
Doch dann setzt eine dramatische Musik ein und die Jungs beobachten einen Diebstahl von Post aus einem Briefkasten. – Hier habe ich mich zunächst gefragt, warum jemand so etwas tun sollte, habe es dann aber als gegeben hingenommen und die Handlung weiter verfolgt.
Es ergibt sich, dass die Jungs dem Brief habhaft werden können und ihm auch noch persönlich dem Adressaten überreichen. – Ich persönlich hätte ihn ja einfach in den Kasten zurückgeworfen. Allerdings wäre ich dann eben nicht in diesen interessanten Fall geraten.
Dass die Jungs diesen wirklich kryptischen Code im Brief schnell knacken, ist nichts Besonderes. Die Herleitung zur Lösung des Rätsel ist allerdings ziemlich interessant und führt direkt zum neuen Fall.
Hier möchte ich die Mutter von Jojo noch einmal lobend erwähnen. Während ihr Sohn wirklich sehr vertrauensselig gegenüber der drei Jung ist, zeigt die Mutter ein wirklich gesundes Misstrauen, bis sich die drei Detektive vorgestellt haben und ihr das Vorhaben erklären. Ab dann erscheint auch sie mir ein bisschen zu sehr Feuer und Flamme für alles. – Sie ist sich ganz eindeutig auch nicht sicher, was nun wirklich mit ihrem Mann ist.
In jedem Fall entspinnt sich ein sehr interessanter, zum Teil auch chaotischer, Fall. Der wirklich sehr schräge Typ, der in dem Bootshaus zu leben scheint, sticht hier besonders hervor. Dieser Mann ist ein Beispiel für amerikanische Meinungsfreiheit. So rennt dieser Mann durch die Gegend und verbreitet wirklich sehr abstruse Ansichten über Menschen, Namen und Begebenheiten. – Aber er entpuppt sich am Ende auch als eine nicht sehr unnütze Hilfe. Der Fall wird richtig interessant, fast zu einer Verschwörungstheorie, in der noch so einige andere Gestalten auftauchen. Dabei habe ich diesen Geschäftsmann, der Gouverneur werden will auch ohne besondere Erwähnung oder Vorstellung von Anfang an wirklich sehr unsympathisch und schleimig gefunden.
In jedem Fall kommt eine mögliche Verstrickung mit einem Umweltskandal in Alaska ans Tageslicht und damit auch ein möglicher Verbleibe des Journalisten. Dieser Mann konnte es mit Sicherheit nicht lassen und hat weitere Nachforschungen angestellt und hat sich dafür in die Höhle des Löwen begeben.
Bis der Fall allerdings aufgelöst wird, begehen die Jungs sogar, mal wieder, einen Einbruch, um an Informationen zu kommen. Dabei decken sie Zusammenhänge auf, die für die Lösung des Falles wohl nicht unerheblich sind. – Trotzdem, es ist und bleibt ein Einbruch und gerade in diesem Fall heiligt der Zweck mit Sicherheit nicht die Mittel. – Aber Beweismittel tauchen auf, mit denen man diesem Schmierlappen das Handwerk legen könnte. Eine Tatsache, an der auch die Jungs inzwischen ein großes Interesse haben. Mit einem Trick können sie sich in das Heim dieses Mannes schmuggeln und ein weiterer Trick führt zur Bergung der Beweismittel.
Am Ende löst sich alles, für meinen Geschmack, ein wenig zu leicht und zu konstruiert auf. Aber es löst sich auf und der Fall kann gelöst werden.

Fazit:
Cover und Titel wirken mal wieder wie eine megamäßige Sensation. Aber die abgebildete Medusa entpuppt sich als Statue eines wirklichen Exzentrikers und der Titel ist, meiner Meinung nach, mehr als übertrieben. Die Medusa ist doch gar nicht verflucht. Sie birgt lediglich ein Geheimnis. Ich finde, da kann man ruhig ein wenig näher an der Wahrheit bleiben. Clickbait hat diese Hörspielserie nun wirklich nicht nötig.
Die Schauspieler machen, wie immer einen guten Job. Besonders interessant fand ich hier die Rolle von Gravedigger. Dieser offensichtlich obdachlose Mann mit einer gehörigen Meise. Ich finde, mit dieser Rolle haben sie ein wirklich glühendes Beispiel für die Möglichkeiten in Amerika eingebaut.
Die Handlung selber hat einen wirklich großartigen Spannungsbogen. Von einem harmlosen Anfang führt sie über Erkenntnisse und aufgedeckte Geheimnisse am Ende mit einer gewissen Portion Action zum Ergebnis und der Auflösung der Handlung. – Ich war sehr gut unterhalten und habe die Folge sogar direkt zwei mal hintereinander gehört, da ich mir nicht sicher war, beim ersten Mal alles verstanden zu haben.

Ich ordne die Folge in jedem Fall im oberen Bereich mit ein. So gefesselt war ich bisher wirklich nur von wenigen Folgen. – Diese hier, konnte mich aber zu hundert Prozent überzeugen.

[Ebook] Amanda Stevens – „Totenrache“

Amanda Stevens
„Totenrache“
Reihe: Graveyard Queen (4)
Verlag: beThrilled (Bastei Lübbe)
ISBN: 9-783-732-54318-2
Länge: 337 Seiten

– gelesen im April 2024 –

Klappentext: Jeder Friedhof hat eine Geschichte, und jedes Grab birgt ein Geheimnis.
Charleston, South Carolina: Für die 28-jährige Amelia Gray sind die Toten ein wichtiger Teil ihres Lebens. Die studierte Archäologin und Friedhofsrestauratorin hat eine besondere Gabe: Sie kann Geister sehen. Diese Fähigkeit führt sie zu einem abgelegenen Friedhof, auf dem vor einem halben Jahrhundert die Opfer eines Massensuizids begraben wurden. Die Gräber sind mit merkwürdigen Zeichen versehen, und die junge Frau ist die Einzige, die das Rätsel dieses unheimlichen Ortes lösen kann. Doch Amelia muss sich auch ihren eigenen Geistern stellen, und ihr Kontakt zur Zwischenwelt bringt sie und ihren Geliebten John Devlin in große Gefahr … (Quelle: Thalia.de)

Inhalt: Amelia muss sich erneut den Geister ihrer Vergangenheit stellen. Sie will sich den so genannten Kroll-Friedhof ansehen, um ein Restaurationsangebot erstellen zu können. Jedoch hat sie durch ihre Gabe und den Kontakt zu Devlin den Draht in die Geisterwelt so vertieft, dass sie keine Ruhe vor den Wesen mehr findet.
Ein Stereoskop in ihrem Keller führt sie über Umwege zur Vergangenheit ihrer Familie zurück und lässt sie erfahren, wer ihre Urgroßmutter war und wie es zu dem Kroll-Friedhof gekommen ist.
Das Schicksal eines siamesischen Zwillingspärchens führt sie zum Friedhof und eine harmlos wirkende ältere Dame ist eben nicht das, was sie zu sein vorgibt. – Es wird verdammt eng für Amelia.

Fazit: Diese Reihe besteht aus 4 Bänden, welche auf sich aufmerksam gemacht haben, dass es einen Essay gegeben hat, den man eine Weile kostenlos legal erwerben konnte. Durch diesen Essay bin ich auf Autorin und Story aufmerksam geworden und habe mir dann jeden Monat eine Folge der Reihe vorgenommen.
Das Original dieses Buches ist im Jahr 2016 auf den Markt gekommen. Für Deutschland musste es dann noch übersetzt werden und neu gesetzt und gedruckt. – Dabei muss man den Verlagen ja inzwischen hochgradig dankbar sein, dass überhaupt noch gute Bücher auf den deutschen Markt kommen. Wenn es hierzulande die Selfpublisher nicht hätte, hätte ich es das Lesen wohl schon länger aufgeben müssen.

Die Story beginnt bie der Protagonistin zu Hause. Offene fragen aus dem vorangegangenen Band werden gleich geklärt und haben mich zufrieden grinsen lassen. Die beiden gehörten einfach zusammen und es stimmte mich zufrieden, dass sie wohl zusammengefunden haben … Aber da scheinen auch Wolken am Himmel gewesen zu sein, was wieder nicht so schön war.
Die Hintergrundstory scheint zunächst harmlos. Mit einem Friedhof hat das alles nicht mehr wirklich etwas zu tun, aber die Story mit der Sekte und dem Massensuizid ist auch nicht von schlechten Eltern. – Mir kam der Verdacht, dass hier irgendjemand etwas zu verbergen hatte, in diesem Zusammenhang und die „Geister“ durch die Protagonistin ihre Chance gesehen haben.
Für das Finale einer Reihe hätte ich mir persönlich eine komplette Auflösung aller offenen Fragen gewünscht. Das war hier aber leider nicht der Fall. Vielmehr hat es nach einem großen Durcheinander einen richtig fiesen Cliffhanger. Es hätte mich schon noch interessiert, ob die Protagonistin sicher ihrer Gabe noch erwehren kann und was allgemein aus ihr wird.
Der lieb gewonnene Charakter des Hundes, der im zweiten Teil mit in die Handlung gekommen ist, hat hier leider auch nur noch eine kleine und ziemlich unrühmliche Gastrolle. – Finde ich persönlich sehr schade. De hätte hier vieles bereichern können. So mit den Sinnen eines Hundes.

In dieser Folge hatte es von Anfang an eine düstere Stimmung und unbestimmte Bedrohung. Lang war nicht klar, wo das Böse in diesem Fall herkam und ob es jetzt von der Geisterwelt oder von lebenden Menschen ausging. Das hat die ganze Story hochgradig spannend und fesselnd gemacht. – Entgegen dem Standard aller Reihen würde ich hier den vierten und letzten Teil ohne schlechtes Gewissen als den Besten bezeichnen.
Die chronologische Reihenfolge ist bei dieser Reihe nicht unbedingt zwingend notwendig. Allerdings hat man, wenn man sie einhält, trotz allem einen ziemlich großen Vorteil.
In jedem Fall musste ich hier langsam und aufmerksam lesen. Dann bin ich auch mit den Namen und den verschiedenen Vorfällen klargekommen. Außerdem habe ich so viele kleine Details bemerkt, die mir sonst eventuell durch die Lappen gegangen wären.
Die Handlung ist hier eine gekonnte Mischung aus tiefen und innigen Gefühlen Richtung Liebe und Partnerschaft, aber auch einer finsteren Bedrohung durch eine Wesenheit oder auch Gegebenheit, die erst herausgefunden werden musste. – Die Protagonistin erhält Hilfe von einer Seite, von der man es nicht erwartet hat.
Amelia, als Protagonistin, ist jedenfalls eine sehr interessante Person. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man da noch viel mehr ans Tageslicht holen könnte, wenn man die Story weiterspinnen würde.

Bewertung: 4 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Das Buch selber war spannend und wieder einiges Wissenswerte über Begräbniskultur und Friedhöfe offenbart. Aber das Ende hat mich leider überhaupt nicht zufrieden stellen können. Und das hat den einen Stern Abzug gegeben.

[Hörspiel] Die drei ??? 212 – „und der weiße Leopard“

Autor: André Minninger
Regie: Heikedine Körting
Musik: Jan Friedrich Conrad, Jens-Peter Morgenstern, Constantin Stahlberg
Verlag: EUROPA
Produktionsjahr: 2021
Länge: 1 Stunde 15 Minuten

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – Axel Milberg
Justus Jonas, Erster Detektiv – Oliver Rohrbeck
Peter Shaw, Zweiter Detektiv – Jens Wawrczeck
Bob Andrews, Recherchen und Archiv – Andreas Fröhlich
Larry Conklin – Helmut Zierl
Fairfax – Wolfgang Pampel
Zachary – Nicolas König
Butler Francis – Bruno F. Apitz
Mrs. Dutton – Monika Werner
Noreen – Simona Pahl
Mrs. Mobray – Eva Weissmann
Polizist – Holger Wemhoff
Miyazawa – Achim Schülke

direkt auf Spotify anhören

Inhalt:
Justus, Peter und Bob sitzen gemütlich zusammen, als sie einen Anruf von einem alten Bekannten bekommen. Dieser soll im Rahmen seines Jobs bei einem reichen Mann eine Alarmanlage installieren und dabei redet der Hausherr immer wieder von einem alten Fluch. Das Ganze geht so weit, dass der Freund der Jungs schon einen weißen Leoparden gesehen haben will. Ein Tier, welches in den USA in freier Wildbahn schon gar nicht mehr vorkommt.
Der Fall führt die Jungs auf die Spuren der Samurai. Eine wirklich sehr wertvolle Prunkschale soll in einer Vitrine vor Raub geschützt werden. Doch trotz dieses wirklich hervorragenden Alarmsystems wird die Schale doch gestohlen. Und das, ohne einen Alarm ausgelöst zu haben.
Der Freund der Jungs wird vom Besitzer der Schale von Anfang an als Täter hingestellt und dann auch wirklich von der Polizei verhaftet. – Doch die Jungs geben ihre Ermittlungen nicht auf und kommen am Ende auf eine recht logische Lösung. Man kann hier wirklich nur sagen, der miese Typ hat es wenigstens versucht.

Mein Hörerlebnis:
Die Folge startet direkt gemütlich, läuft dann aber direkt zu Höchstformen auf. Der Fall beginnt schon einmal mit einer Notlüge, die sich dann aber am Ende als Glücksgriff für das Opfer erweisen soll.
Zunächst ist ja erst einmal nicht verwunderlich, dass die Detektive unter einem Vorwand in das Haus kommen, in dem die Schale aufbewahrt werden soll. Die Schale selber scheint ja dann einen riesigen Eindruck zu machen, nur das Getue der Familie wirkt mir von Anfang an ziemlich gekünstelt und unlogisch. – Warum wohnt denn der Neffe in dem Haus des Onkels, wenn er doch so scheiße ist.
Jedenfalls spielen die Jungs das Spiel mit den Praktikanten mit, was sie irgendwie von der Vertonung her auch nicht besonders überzeugend tun. In jedem Fall scheint sich der Butler dann noch einmal irgendwie verdächtig zu machen. Wo der seine Aktion hatte, wurde mir schon irgendwie anders. Dieser Mann war mir dann so absolut gar nicht sympathisch.
Es kommt dann jedenfalls zum Diebstahl selber und die Jungs können wieder mit an den Ort des Geschehens, um sich die Sache mal anzusehen. – Hier fand ich komisch, dass die Anlage angeblich nicht funktioniert und als sie dann getestet wird, funktioniert sie aber tadellos. Und warum, zum Henker, kommt dann plötzlich ein Filmchen an den Tag, was den angeblichen Raub gefilmt haben will. – Also für mich klang dieser ganze Fall ziemlich unglaubwürdig. Zumal die Polizei einen Menschen verhaftet, der einfach nur von einem anderen angezinkt worden ist. Da gab es doch keinerlei Beweise!
Die Jungs stellen dann ihre Ermittlungen an und können dabei sogar ihre ganzen Verdachtsmomente ausräumen. Aber sie lernen in jedem Fall mal wieder ein wirklich sehr interessantes junges Mädchen kennen. Sehr interessantes Hobby und sehr interessanten Wissenstand. Die beschäftigt sich in jedem Fall mit dem, was sie da als ihr Hobby bezeichnet.
Justus seine Kombinationsgabe bringt die drei Detektive dann zum gewünschten Ergebnis. Und sie haben damit meinem Verdacht mal wieder wunderbar bestätigt.

Fazit:
Der Fall an sich war interessant, auch wenn ich von Anfang an einen Verdacht hatte, wohin das Ergebnis hier wohl führen wird. Es hat in jedem Fall Spaß gemacht mitzubekommen, wie sich der Täter windet und versucht, heile aus der Sache heraus zu kommen.
Die Schauspieler haben alle einen super Job gemacht und besonders in mein Herz gespielt hat sich in diesem Fall Noreen, die Nachbarin mit dem sehr interessanten Hobby.
Dem Autor kann ich zu diesem Stoff nur meinen Glückwunsch aussprechen. Eine Story, die von sich aus einfach nur spannend ist und ohne große Effekthascherei auskommt.

Ich ordne diese Folge im oberen Mittelfeld mit ein und bin begeistert, dass es auch bei den drei Detektiven mal wieder ohne Schießereien oder abgrundtief gefährliche Geschichten ging und trotzdem spannend war.