Fussel als Papa Schlumpf
Hier hat Fussel sein Haar noch lang getragen. Meine Mutter behauptet dann immer, wenn er frisch aufgeflauscht ist, dass er um seinen Bart eine fatale Ähnlichkeit mit Papa Schlumpf hat. – Was meint ihr?
Fussel als Papa Schlumpf
Hier hat Fussel sein Haar noch lang getragen. Meine Mutter behauptet dann immer, wenn er frisch aufgeflauscht ist, dass er um seinen Bart eine fatale Ähnlichkeit mit Papa Schlumpf hat. – Was meint ihr?
Autor: André Minninger
Regie: Heikedine Körting
Musik: Jan Friedrich Conrad, Peter Morgenstern, Constantin Stahlberg, Betty George
Verlag: EUROPA
Produktionsjahr: 2022
Länge: 1 Stunde 17 Minuten
Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – Axel Milberg
Justus Jonas, Erster Detektiv – Oliver Rohrbeck
Peter Shaw, Zweiter Detektiv – Jens Wawrczeck
Bob Andrews, Recherchen und Archiv – Andreas Fröhlich
Mrs. Julia Scott – Stephanie Kirchberger
Onkel Titus – Erik Schäffler
Gwendolyn – Maud Ackermann Nicholas – Max König
Raphael Luca – Achim Buch
Inspektor Cotta – Holger Mahlich
Mrs. Bronkowitz – Angela Stresemann
Lady – Eva Monar
Dame – Carolyn Walsh
Godween – André Minninger
Hunter Scott – Hans-Jürgen Mende

Inhalt:
Justus, Peter und Bob sollen zusammen mit Onkel Titus bei einer Haushaltsauflösung eines verstorbenen Großvaters helfen. Doch schon während die Leute sich im Haus umschauen und die ersten Verkäufe getätigt werden, kommt es zu einem Zwischenfall in der eigentlich verschlossenen Bibliothek. – Ein Mann sucht etwas, obwohl die Bibliothek doch nicht zugänglich sein sollte. Doch zum Diebstahl kommt es nicht, da die drei Detektive dazwischen kommen.
Wie sich herausstellt, sind mehrere Leute hinter einem Kristallschädel her, den die Erbin bis dahin aber noch nicht gefunden hat. Felsenfest ist sie der Meinung, dass der Großvater so einen Kristallschädel nie besessen hat.
Doch die Jungs sehen hier einen neuen Fall und wollen die Erbin in jedem Fall weiter unterstützen. Sie treten ihre Ermittlungen an, können aber zunächst nicht fündig werden. So lang, bis eine Frau ins Haus kommt, die den Großvater ein wenig gepflegt hat. Sie weiß etwas von einem Brief, den der Großvater für seine Enkelin hinterlassen hat, der aber bis jetzt nirgendwo aufgetaucht ist.
Der Brief kann gefunden werden, die Leute, die versucht haben einzubrechen, werden gefunden und nun weiß man, dass es einen Schatz gibt, muss ihn nur noch finden.
Justus wäre nicht Justus, wenn er das Rätsel um den Verbleib des „Schatzes“ nicht lösen würde. Man findet das begehrte Stück, aber am Ende steht dann doch eine Ernüchterung für alle, die den Schädel gern haben wollten. – Alle sind ernüchtert, bis auf die Enkelin, die aus der Not noch eine Tugend machen kann.
Mein Hörerlebnis:
Die Folge fängt zunächst noch sehr gewöhnlich an. Die Jungs reisen mit Onkel Titus bei einem Haus an, wo Onkel Titus wohl das eine oder andere Stück kaufen kann und möchte. – Es kommt jedoch zu einer öffentlichen Haushaltsauflösung, bei der Titus und die Jungs helfen sollen.
Zunächst fand ich die Erbin ja noch ganz vernünftig und nette. Allerdings hats ich das schnell geändert. Im Rahmen der Verkäufe und der Leute im Haus dreht sie ja fast durch, macht einen auf aufgescheuchtes Huhn und ist total überdreht. – Das macht doch aber erst Sinn, als es zu den unvorhergesehenen Zwischenfällen in der Bibliothek kommt.
Es wird schnell klar, dass sich die Story um einen Kristallschädel dreht, von dem ich im Zusammenhang mit den Maya schon einmal gehört habe. Es soll die Dinger wirklich geben, aber man weiß nicht wirklich viel darüber. – In jedem Fall sind in dieser Folge eine ganze Menge Leute scharf auf die Dinger.
Wie es dann genau zum Fall kam ist leider etwas an mir vorbeigegangen. In jedem Fall glauben alle zunächst, dass der Kristallschädel im Haus war und gestohlen wurde. Doch schnell wir klar, dass der Diebstahl schief gelaufen ist und sich das Objekt der Begierde noch im Haus befindet. – Irgendwie kommen die Jungs auf ein Geschwisterpärchen, welche in einem Motel abgestiegen ist und was mit dem Fall zusammenhängen kann. – Die Beschattung geht aber schief und es scheint zum Showdown zu kommen.
Justus hat in der Zeit das Rätsel mit der Erbin gelöst und das Objekt der Begierde doch tatsächlich gefunden. Es wird klar, wie der alte Mann zu diesem Objekt gekommen ist und am Ende stellt sich eine ziemliche Ernüchterung ein, als es dann nicht das ist, was es zu sein scheint. – Magie und Übersinnliches hat es eben noch nie gegeben, bei den drei Detektiven.
Fazit:
Was in diesem Fall wirklich gut gelungen ist, ist das Coverbild. Der hier abgebildete Kristallschädel hat mich gleich an die alten Maya denken lassen und somit musste ich auch ein wenig schmunzeln, als es dann auch wirklich um eben jene ging.
Die Story selber hat mich auf der einen Seite ganz gut gepackt, aber aufgrund von Ablenkungen habe ich leider nicht alles so wirklich begriffen. Justus hat auch wieder ein Ding gedreht, das der Hörer nicht mitbekommen hat und dementsprechend am Ende ein klein wenig dumm da stand.
Die Sprecher haben ihre Sache gewohnt gut gemacht. Aber besonders hervorheben möchte ich hier die Passagen, in denen die Briefe des verstorbenen Mannes vorgelesen wurden. Zum einen ein sehr gutes Stilmittel, um Licht ins Dunkle zu bringen und zum anderen allein durch die Stimme irgendwie interessant und märchenonkelmäßig.
Alles in allem würde ich diese Folge im Mittelfeld ansiedeln, jedoch nicht ausschließen, dass ich sie noch einmal in Ruhe und ohne Ablenkung hören werden. – Es interessiert mich schon, was denn hier jetzt genau erzählt werden sollte.

Nicole Böhm
„Dowanhowee“
Reihe: Die Chroniken der Seelenwächter (30)
Verlag: Lausch Phantastische Hörbücher
EAN: 4-260-158-97645-9
Länge: 3 Stunden 45 Minuten
Sprecher: Cornelia Prescher, Richard Lingscheidt
– gehört im April 2024 –
Und weiter in einer von Hassliebe geprägten Reihe, durch die ich mich inzwischen durchquäle, weil ich noch immer auf ein zufriedenstellendes Ende hoffe.
Klappentext: Alles oder nichts. Akil stürzt sich in einen Kampf, der ausweglos erscheint. Doch ihm bleibt keine Wahl, wenn er Riverside und die Menschen retten will. Ben ringt um sein Leben. Schwer verwundet wird er ins Krankenhaus gebracht. Um das Potenzial der Dowanhowee zu entfalten, muss er sich seiner Bestimmung stellen.
Will und Anna geben weiterhin alles in der Vergangenheit, um die Dowanhowee und auch die Zukunft der Seelenwächter zu retten.
Inhalt: Anna und Will kämpfen in der Vergangenheit, während ihrer Reise, gegen und mit den Indianern. Sie begreifen, worin der Sinn dieser Reise liegt und was ihre Aufgabe ist. Allerdings stellt sich diese als nicht ganz einfach heraus.
In der Gegenwart bricht die Seelenwächterwelt immer mehr in sich zusammen. Familien zerbrechen, die Kraft des Feuers lässt mehr und mehr nach und einige Seelenwächter müssen ihr Leben lassen.
Riverside wird wieder von dem Dämon angegriffen und Akil, selber schwer angeschlagen, stürzt sich in einen ausweglosen Kampf. – Er will und muss Riverside retten. Und mit diesem kleinen Städtchen auch die Seelenwächter und ihre Daseinsberechtigung.
Fazit: Das Cover ist düster und zeigt den Dämon, der eine schwere Wunde auf dem Rücken hat. Allerdings kann mich dieses Bild nicht mehr wirklich schocken, da ich mir dieses Vieh den Beschreibungen nach, noch viel schlimmer vorgestellt habe. Is halt ein nackter, verletzter Rücken mit Flügeln dran. Und auf dem Kopf sind keine Haare. Hat die Autorin hier etwas bei Voldemort abgekuckt?
Die Handlung selber geht genau an der Stelle weiter, an der der vorangegangene Band aufgehört hat. Ohne Kenntnisse, was bisher geschehen ist, ergibt sich aus diesem Stoff hier mit Sicherheit kein Buch, sondern ein wildes Durcheinander völlig zusammenhangloser Ereignisse. Es ist also definitiv notwendig, bei dieser Reihe die chronologische Reihenfolge einzuhalten. Außerdem sollte man zwischen den Bänden nicht so viel Zeit verstreichen lassen, wenn man den Anschluss und den Zusammenhang nicht verlieren will.
Die Handlung geht genau in demselben Stil weiter, wie wir es gewohnt sind. Es wird viel erzählt und doch geht es nur einen kaffeebohnenkleinen Schritt weiter. Die Autorin kaut wirklich jede noch so kleine Begebenheit vor und überlässt dem Leser bzw. Hörer absolut nichts der eigenen Fantasie. Durch die vielen Erklärungen steht die Handlung stellenweise auf der Stelle und ich habe das Interesse verloren.
Eigentlich ist das fehlende Interesse an dem Stoff sehr schade, denn der Weltenbau, die fantastischen Wesen und die Handlung selber könnten wirklich hochgradig interessant sein. In diesem Band kam zu der ganzen Fantasy noch so eine Art Zeitreisekomponente hinzu, die noch einmal eine ganze Menge neue Erkenntnisse gebracht hat, wo ich mir jetzt aber die Haare raufen könnten, weil diese Erkenntnisse in der Vergangenheit nichts bringen, aber keinerlei Möglichkeit besteht, diese Erkenntnisse nun auch in die Zukunft zu transferierien, wo sie gebraucht werden. Eine Art Zeitschleife, was den Dämon betrifft, scheint zu entstehen. Derselbe Fehler über tausende Jahre immer und immer wieder wiederholt. So kann das ja nichts werden.
Die vielen Namen haben mich komplett aus dem Konzept gebracht und mir das Verständnis noch zusätzlich erschwert. Da helfen auch die verschiedenen Sprecher nichts. Ich bin einfach nicht mehr hinterhergekommen und habe auch aufgrund dessen das Interesse Stück für Stück verloren.
Am Ende der Handlung gab es noch einmal einen interessanten Moment, der aber dann wohl in die nächste Folge gezogen werden wird. In irgendwelchen Büchern wurde etwas gefunden. Der Zusammenhang mit einer jetzt eingestürzten Schlucht wird gemacht. Genau die Schlucht, die ich als die identifiziert habe, in der Will zu Tode gestürzt werden sollte. – Ich bin gespannt, ob das dann im nächsten Band auch genau wieder an dieser Stelle weiter gesponnen wird. Es wäre zu hoffen, da ich die leise Hoffnung habe, dass vielleicht endlich mal etwas vorangeht und man einer Lösung näherkommt. Auf ein Happy End wage ich schon gar nicht mehr zu hoffen. Dazu ist zu viel kaputt gegangen und Menschen mussten ihr Leben lassen.
Der Stil mit den vielen kurzen Folgen, in denen dann doch immer nur ein Hauch von Ereignissen geschieht, geht mir mehr und mehr auf die Nerven. Immer wenn eine Folge zu Ende ist und man ist der Lösung wieder kein Stück näher, könnte ich schreien und mir die Haare raufen. – Bringt nur nichts.
Die Sprecher machen einen guten Job, geben ihr Bestes, aber können am Ende auch nur das lesen, was die Autorin mal geschrieben hat. – In jedem Fall war es eine ganze Menge Aufnahmearbeit, die man mit dieser Reihe hier hatte.
Ein weiteres Ding, was mich mehr und mehr nervt, ist die Tatsache, dass der Titelsong mal da ist und dann wieder nicht. In den ersten Folgen gab es diesen Titelsong, der mir immer sehr gut rein geholfen hat. Jetzt, bei den fortgeschrittenen Folgen ist er mal da, dann wieder nicht. Das verwirrt mich.
Ich bin nach wie vor der Meinung, dass man das Geschehen auch weniger lang hätte abhandeln können, wenn man nicht jedem kleinen Gefühl, jedem Pärchenzank, jeder Liebelei und was weiß ich so viel Aufmerksamkeit schenken würde und dadurch die Handlung sprengt.
Ich bewerte das Buch mit 3 von 5 möglichen Sternen.
Ich komme kaum noch mit, nur noch einzelne kleine Sequenzen. Die Handlung wirkt auf mich zerschrieben und absichtlich uninteressant gemacht und ich würde mir wirklich wünschen, dass da endlich mal etwas vorangeht. Und zwar so richtig.
Wenn ich die Reihe nicht auf Spotify hören würde, mir vielleicht noch zusätzliche Kosten entstehen würden, hätte ich die Sache schon lang abgebrochen.
Autor: André Minninger
Regie: Heikedine Körting
Musik: Jan Friedrich Conrad, Peter Morgenstern, Constantin Stahlberg
Verlag: EUROPA
Produktionsjahr: 2022
Länge: 1 Stunde 6 Minuten
Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – Axel Milberg
Justus Jonas, Erster Detektiv – Oliver Rohrbeck
Peter Shaw, Zweiter Detektiv – Jens Wawrczeck
Bob Andrews, Recherchen und Archiv – Andreas Fröhlich
Kendra Bowman – Sandra Schwittau
Huxley, Sittich – Achim Buch
Matt – Manfred Liptow
Carol – Gerlinde Dillge
Trevor – Peter Kaempfe
Officer – Torsten Münchow
Reginald – Malte Janssen
Blacky – Heikedine Körting

Inhalt:
Justus, Peter und Bob bekommen einen Anruf, der sie zu einer Klientin führt, welche ihnen aber schon beim Briefing mit Geheimhaltung und kryptischen Angaben kommt. Es geht darum, dass ihr Papagei etwas aufgeschnappt hat, was mit ihrem Berufsleben kollidiert, was sie aber nicht zulassen kann. Sie arbeitet in einem Forschungslabor, wo ein Ding namens „XFLR-7“ gestohlen werden soll, was aber eine absolute Katastrophe bedeuten könnte.
Die Jungs machen sich an die Ermittlungen, trotzdem sie so wenige Angaben haben. Bob soll recherchieren und Peter und Justus klappern unter einem Vorwand die Nachbarschaft ab. Bob stößt später wieder zu ihnen und zu dritt geraten sie an die Täter, erkennen sie nicht, werden gefangen gesetzt und geraten bei einem Befreiungsversuch in eine gefährliche Situation.
Doch die drei Jungs sind findig und können sich aus der Situation befreien, den Diebstahl in letzter Sekunde vereiteln und sogar noch dafür sorgen, den Täter und seine Komplizen ihrer gerechten Strafe zuzuführen.
Mein Hörerlebnis:
So harmlos, wie der Fall anfängt, so spitzt er sich dann auch zu. Zunächst einmal klang die Beschreibung, was passiert ist, schon irgendwie lustig. Man muss auch als Autor erste einmal drauf kommen, dass der einzige Zeuge ein Papagei ist und der dann auch immer das labert, auf was er gerade Lust hat.
Dem entsprechend schwierig gestaltet sich die Zeugenbefragung dann auch und ich konnte mir ein Schmunzeln nicht verkneifen, als Justus so ziemlich der Verzweiflung nahe war.
Die drei Detektive müssen sich hier wohl an ihr Firmenmotto halten, deswegen machen sie sich auch direkt an die Recherche. Dabei begehen sie aber einen Fehler, der sich später dann als fatal herausstellen soll. – Aber der Reihe nach. Denn zunächst heißt es für Bob mal wieder Recherchieren, und das vor Ort und für Peter und Justus heißt es Klinkenputzen. – Und was sie da nicht alles für schräge Vögel kennenlernen. Die Frau und ihr Papagei sind in der Nachbarschaft dann doch nicht so beliebt, wie ursprünglich gedacht.
Bob stößt wieder zu seinen Freunden und erzählt, was er im Labor abgezogen hat. Dass das ein Fehler war, stellt sich allerdings erst später heraus. Denn die Jungs wollen weiter Klinkenputzen, als sie an ein harmlos scheinendes Ehepaar geraten, die sich dann aber als gar nicht so harmlos herausstellen. Die beiden erkennen Bob wieder, da sie mit einem korrupten Labormitarbeiter verwand sind und diese wollen die Jungs festsetzen. – Man sollte meinen, dass die Jungs inzwischen begriffen haben, dass es nicht jeder mit ihnen so gut meint, wie er tut und trotzdem nehmen sie immer wieder arglos das an, was ihnen angeboten wird. – In diesem Fall stellt sich das allerdings als Fehler heraus.
Bob ist gezwungen, mit den Leuten gemeinsame Sache zu machen, und ein Befreiungsversuch misslingt leider. Während Peter und Justus in einem Kellerraum festgesetzt sind. – Dabei haben die beiden älteren Herrschaften an wirklich alles gedacht, um den Jungs eine Befreiung so schwer wie möglich zu machen.
Die Situation spitzt sich zum Finale hin richtig zu. Es wird sogar lebensgefährlich für die drei Jungs und doch können sie ihren Kopf wieder aus der Schlinge ziehen, weil sie auch unabgesprochen sehr gut als Team funktionieren.
Fazit:
Mit dem Titelbild hat die Story mal wieder überhaupt nichts zu tun. Das Labor, um was es geht, ist bestimmt keine alte, verfallene Villa. – Zum Titel der Story wird künstlich versucht, in einem Nebensatz einen Bezug herzustellen. Allerdings verfehlt dieser seine Wirkung komplett und wirkt einfach nur verschroben.
Die Handlung selber ist wirklich gut durchdacht, kann sehr nahe an der Realität sein und steht für die Geldgier und ihre Folgen. Wie es zu diesem Fall gekommen ist, wird hier durch die Täter selber aufgeklärt und klingt wirklich sehr amerikanisch. – Aber trotzdem fand ich den Fall für Jungs dann doch eine Nummer zu groß. Mir ist bewusst, dass die Polizei hier wenig bis gar nichts genutzt hätte, aber die Jungs hätten diesen Spaß auch fast mit ihrem Leben bezahlt.
Die Schauspieler haben ihre Sache allesamt wieder sehr gut gemacht. Allerdings war ich ein wenig irritiert, als der Papagei dann am Ende von einer Frau vertont wurde und dann doch so echt klang. Ich frage mich, wie sie das angestellt hat. In jedem Fall eine gute Leistung.
Die Story selber war interessant, lässt aber am Ende zu viele Fragen offen. Was genau war das denn nun für ein Ding, was so brandgefährlich gewesen sein soll? Das hätte man gern noch auflösen können, wo es doch dann patentiert war und somit rechtlich gesichert. – Diese Tatsache lässt mich ein wenig sauer und ratlos zurück. Aber ich kann es eben leider auch nicht ändern.
Ich ordne diese Folge im Mittelfeld ein. Es gab durchaus schon schlechtere und unglaubwürdigere Fälle, aber im großen und ganzen bin ich schon sehr gut unterhalten worden.

Sebastian Thiel
„Die Hexe vom Niederrhein“
Verlag: Gmeiner Verlag
ISBN: 9-783-839-23514-0
Länge: 186 Seiten
– gelesen im April 2024 –
Dieses Buch gab es in einer Aktion kostenlos von Thalia zu erwerben. Und irgendwie fand ich es interessant. – Es war dann doch anders, als ich es erwartet hatte, aber hatte seinen ganz eigenen Reiz.
Klappentext: Kempen, im Winter 1642. Am Niederrhein tobt der Dreißigjährige Krieg.
Nach einem Kirchgang rettet der junge Schmied Lorenz die Tochter des Statthalters vor zwei durchgehenden Pferden. Die schöne Elisabeth macht ihrem Retter von der ersten Minute an eindeutige Avancen. Doch nicht sie ist seine Auserwählte, sondern ihre schüchterne und geheimnisvolle Adoptivschwester Antonella. Als hessische Söldner Kempen belagern und einnehmen, bricht das Chaos aus. Und die kräuterkundige Antonella wird von der gesamten Stadt als Hexe denunziert … (Quelle: Lovelybooks.de)
Inhalt: Kempten ist vom Krieg bedroht. Die Soldaten stehen nicht mehr weit von der Stadt entfernt. Sie beiden Cox-Söhne, junge und begabte Schmiede, melden sich zum Partisanendienst. – Was der Vater aber im Vorfeld untersagt hatte.
Lorenz, der Jüngere der Brüder, verliebt sich, kurz vor dem Abmarsch in Antonella. Die Adoptivtochter des Bürgermeisters erwidert seine Gefühle und zwischen den beiden bahnt sich eine sanfte Liebesbeziehung an. – Allerdings ist Elisabeth das nicht recht. Die leibliche Tochter des Bürgermeisters hatte selber ein Auge auf Lorenz geworfen, war die Sache aber sehr überstürzt angegangen.
Während Lorenz und sein Bruder in einer Schlacht als Kanonenfutter verheizt werden, wird es für Antonella in Kempten eng. Ihr Adoptivvater fällt einem Hinterhalt zum Opfer, der Sekretär reist die Macht an sich. Antonella, sowieso schon als Hexe gebrandmarkt, bekommt den Mord in die Schuhe geschoben.
Als Lorenz, schwer verletzt, nach Kempten zurückkehrt, tobt ein wilder Mob in der Stadt. Jeder verdächtigt jeden und alle verfolgen Antonella. – Die Brüder kehren zu ihrer Familie zurück, wo die Wiedersehensfreude nicht lang währt.
Fazit: Am Anfang herrschte bei diesem Buch eine ziemliche Verwirrung. Es war ein ganz anderes Cover abgebildet, als ich gekauft habe. – Ich habe noch nie ein Ebook reklamieren müssen und war unsicher, was zu tun war. Für ein Ebook war der Stoff ja auch alles andere als günstig. Und so einen großen Fehler bei einem namhaften Verlag … – Der Inhalt kam dann aber mit dem Klappentext hin und somit habe ich meinen Mund gehalten. Trotzdem, einfach mal das falsche Buchcover in die Datei packen und das nicht zu bemerken, da gehört schon einiges dazu.
Ich hatte es etwas schwer, in die Handlung hinein zu kommen, da ich mich an Setting und Sprache erst gewöhnen musste. Dann hat sich aber alles ganz gut gegeben und ich bin reingekommen und habe eine Story im Dreißigjährigen Krieg miterleben dürfen.
Ich gehe mal davon aus, dass die Story nicht historisch korrekt ist. Mit dieser Vorstellung konnte ich das alles als gegeben hinnehmen und einfach nur das verfolgen, was eben da war.
Die Handlung hat aber in jedem Fall eine sehr interessante Wende genommen. Ich dachte zunächst, dass es sich hier um das Kriegsgeschehen drehen sollte. Allerdings schwenkte die Handlung dann auf das Schicksal der Brüder um. – Sehr gut dargestellt fand ich diesen aufgestachelten und verblendeten Wahnsinn, der durch die Kirche hervorgerufen wurde. Beziehungsweise, was für eine Macht der Pfaffe mit seinen Reden über die Leute hatte. Der hat die Massen nach seinem Willen gelenkt.
Der hohe fall der leiblichen Bürgermeisterstochter ist spürbar, jedoch meiner Meinung nach nicht gut genug dargestellt. Auch diese junge Frau hat einen Fehler gemacht, der in diesem Fall tödliche Konsequenzen hatte. – Diesen Umstand hätte ich mir besser dargestellt gewünscht.
Das Ende war dann noch einmal hochdramatisch und hat mich fast in den Wahnsinn getrieben. Zu offen fand ich das, was nun aus der Familie des Schmieds werden sollte. Was muss das für Eltern und Geschwister bedeutet haben. – Das hätte da noch gut Platz gehabt. Dann wäre das Buch eben etwas länger geworden. Nicht weiter schlimm, bei den paar Seiten.
Die Handlung, nehme ich mal an, war nicht historisch korrekt. So ein Fall von, nicht geschichtlich belegt, hätte aber durchaus so sein können. Das alles war dann in einer korrekten, zur Zeit passenden Sprache geschrieben und hat mir ein wirklich herrliches Kopfkino beschert, bei dem ich wirklich stellenweise sehr gewaltige und blutige Bilder vor meinem geistigen Auge gesehen haben.
Die Handlung war am Ende ganz anders, als ich es mir gedacht habe. Es ging nicht um den Krieg an sich, der hat sich zur Randhandlung entwickelt und noch zusätzliches Chaos ins Geschehen gebracht. Aber am Ende ging es wirklich um die Brüder und ihr Schicksal. Um Fehler, die junge Leute in dieser Zeit wohl so gemacht haben.
Jedenfalls war das, was ich da gelesen habe, irgendwie glaubhaft. Ich kann mir gut vorstellen, dass solche Reaktionen, solche Ausrufe und Fehler dann eben die eine oder andere Kettenreaktion hervorgerufen haben. Neid und Missgunst gibt es unter den Menschen schon immer und diese Handlung ist am Ende ein wirklich leuchtendes Beispiel dafür. In vielerlei Hinsicht.
Die ganze Story war recht kurz, aber eben auch sehr unterhaltsam. Ich habe mit den handelnden Personen mitgelitten und konnte gerade das Ende nicht wirklich glauben. Sollte ein Bruder wirklich so weit gehen? – Aber es gibt ja noch eine Art Fortsetzung dieser Story, die ich mir mit Sicherheit noch geben werden. Kann gut sein, dass da noch einiges aufgeklärt wird.
Ich habe mir in jedem Fall die Website des Autors mal herausgesucht und abgespeichert und werde seine Werke wohl so nach und nach alle mal raussuchen und lesen. Ich glaube, das könnte unterhaltsam, abwechslungsreich und spaßig werden.
Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Ein historischer Roman, am Rande des Dreißigjährigen Krieges. Wie er durchaus hätte wirklich passieren können. Die Kernthemen jener Zeit leider nur angerissen, aber dafür ein ergreifendes Schicksal konstruiert.
Geärgert:
Schon ein wenig, dass ich in der Urlaubswoche meinen Lesemarathon nicht machen konnte, weil immerzu was anderes war.
Gefreut:
Über die vielen Begegnungen mit der Natur. – Auch wenn die Tage nie perfekt waren, so waren sie doch mal eine nette Abwechslung.
Gedacht:
Hoffentlich kann ich, trotz Urlaub, meinen Einsatz behaltne. – Und ja, ich kann 🙂
Gefragt:
War das jetzt das letzte Mal, dass die Familie in der Form zusammen gesessen hat?!
Genervt:
Von dem ständigen Autofahren in dieser Woche. – Ich vertrage es einfach nicht mehr so wirklich.
Gefühlt:
Resignation – Was das Thema Camper angeht. Wir werden nie fündig werden. NIE!!!
positiv:
Die Trauerfeier ist überstanden. Jetzt kann es ruhiger werden.
negativ:
Ist das wirklich meine Mutter? – Da liegt doch ne Verwechslung vor.
Gelitten:
Das ist zu viel gesagt. Eher nerven lassen.
Genossen:
frische Waldluft
Gewesen:
In der hießigen Dorfkirche zur Trauerfeier meines Tantchens.
Getroffen:
öhm …
Gesucht:
Ruhe und Erholung
Gefunden:
… öhm …
Gelacht:
Ja sicher, ab und zu hatte ich auch mal was zu lachen +grins
Geweint/Getrauert:
Ja, auf der Trauerfeier fürs Tantchen. Als der entgültige Abschied kam.
Gewundert:
Haben wir jetzt immer im Juni noch mal eine Regenzeit?!
Gegessen:
Kuchen, belegte Brötchen und anderweitige normale Sachen
Genascht:
ja sicher doch
Getrunken:
Wasser, Radler … Wasser … Wasser
Gehört:
Nur mal kurz Nachrichten zwischendurch.
Gegoogelt:
bestimmt! – Ich weiß es eben nur nicht mehr.
Gelesen:
Den letzten Band der „Chroniken der Unsterblichen“. – Vom Hocker geholt hat es mich nicht.
Gesehen:
Einige Youtube-Videos. – DAs normale Fernsehprogramm kann man ja mal volle Kanne vergessen.
Gebastel/Gespielt/Gehandwerkt/Geschrieben:
Ne Rezi – ansonsten war ich faul
Getan:
Hier und da mal nen Stück gewandert.
Gekauft:
Jep, ein Ebook außer der Reihe. Aber wenn es doch gerade heraus gekommen war …
Gelernt:
Höre einem Mann nie wirklich richtig zu. – Das geht schief!
Geschenkt (bekommen):
nö
Geschlafen:
Stellenweise schlecht und unruhig. Aber das ging dann schon.
Geträumt:
Auch, aber so einen zusammenhanglosen Mist …. das geht auf keine Kuhhaut.
Geplant:
Nächste Woche wieder eine zweite Schicht fahren und in den Arbeitsalltag zurückfinden.
Wir hatten in dieser Woche beide mal noch ein paar Tage Urlaub. – Geplant war die eine oder andere Tour, um nach Campern zu schauen. Aber ich bin mehr und mehr auf dem Trichter, dass wir dahingehend einfach nur scheiße wohnen. Wenn wir mal nen gescheites Angebot sehen wollen, dann müssen wir immer ne halbe Weltreise machen, nur um dann doch keinen zu kaufen. So langsam wird mir das zu blöd. – Ich mag nicht mehr, ich gebe auf. So ein richtig schöner Camperurlaub mit Natur und frei sein, wird wohl ein ewiger Traum bleiben.
Statt dessen sind wir den einen oder anderne Wanderweg angesteuert, der noch so im Hainich rumliegt. Das hat sich aber auch immer wieder als unbequem und fast unmöglich herausgestellt, da die ganzen Baustellen überall zum großen Teil die Straßen dicht machen, ohne auch nur im Ansatz eine Umgehung anzubieten. – Das hatte zur Folge, dass ich die Woche meistens im Autofahrdelirium verbracht habe und ansonsten nichts weiter gerissen habe.
Gestern war dann die Trauerfeier fürs Tantchen. – Auch wenn ich von dem Kirchengeseiere nicht viel halte und an den allmächtigen und barmherzigen Gott nicht glauben kann, hat Frau Pfarrer dann doch ne ganz gute Rede gehalten. Neues habe ich nicht über das Leben meiner Tante erfahren, aber geschmunzelt habe ich immer mal wieder.
Der „Leichenschmaus“ im Anhang war dann so eine Situation, wo ich mich gefragt habe, ob die Familie jemals wieder in der Form zusammensitzen wird. Es wird einem immer mal wieder bewusst, wie doch die Familie schrumpft und kleiner wird und die entferntere Familie sich auch räumlich mehr distanziert.


1. Nimm deine aktuelle Lektüre
1921. Isaac Bells Freund und Mentor Joseph Van Dorn wird von einem Schmuggler angeschossen und schwer verwundet. Bell wird nicht ruhen, bis er den Täter gestellt hat. Doch da wird der wichtigste Zeuge ebenso brutal wie effizient ermordet. Bell dringt immer tiefer in das Netz der Schmuggler vor und stößt auf eine Organisation, deren Ambitionen weit über schnelles Geld hinausgehen. Nicht weniger als die Destabilisierung der Vereinigten Staaten ist ihr Ziel – und Bell ist der Einzige, der sie aufhalten kann. (Quelle: Lovelybooks.de)
2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein „Saturday Sentence“ lautet. (Bei Ebooks Position 158)
Zolner schüttelte den Kopf.
Clive Cussler- „Unbestechlich“ (Isaac Bell 14)) ; ISBN: 9-783-641-18407-0
3. Und wie ist es bisher?
Eine wilde Detektiv- und Verfolgungsstory mitten in der Prohibition in den USA. Der Leser ist einmal na der Seite von Isaac Bell und einmal an der Seite der Alkoholschieber und Bootslegger. Diesen Begriff musste ich allerdings auch erst einmal googlen und habe herausgefunden, dass es sich hier um Menschen handelt, die Alkohol illegal brennen und schmuggeln. Ein Begriff, der wohl in der Prohibition auch erst entstanden ist.
In jedem Fall fliegen mir, aufgrund der Handlungen bei den Illegalen Alkoholhändlern massenweise Namen um die Ohren. Ich komme stellenweise nicht wirklich nach. Aber im Prinzip ist mir das egal. Ich komme noch mit, bei dem was der Isaac Bell macht und darauf kommt es doch an.
Es handelt sich hier um den letzten Band dieser Reihe. – Keine Ahnung, ob der Sohn von Clive Cussler die Reihen weiterführt. Er schreibt wohl auch, das ist mir bewusst. Aber die Bücher werden ebne nicht gekennzeichnet, ob sie jetzt vom Junior oder vom Senior sind. – Aber ich lese erst einmal die Bücher von Clive Cussler, welche ich da habe und woh ich noch weitere Bände von den Reihen finde. – Ich bin gespannt, wo mich die Reise noch hinführen wird.
Fussel als Flauschewuschel
Es war ein Wochenende, Herrchen und Frauchen saßen noch beim Frühstück, Herr Hund war fertig und wollte in die Sonne… Was macht er… legt sich leise und bockig vor die noch geschlossene Tür, sieht aus wie ne Flauschekugel und wartet auf die Dinge, die da kommen. *lach
Autor: André Minninger
Regie: Heikedine Körting
Musik: Jan Friedrich Conrad, Peter Morgenstern
Verlag: EUROPA
Produktionsjahr: 2022
Länge: 1 Stunde 8 Minuten
Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – Axel Milberg
Justus Jonas, Erster Detektiv – Oliver Rohrbeck
Peter Shaw, Zweiter Detektiv – Jens Wawrczeck
Bob Andrews, Recherchen und Archiv – Andreas Fröhlich
Arnold Grasso – Patrick Berg Amalia – Verena Frost Sarah – Jana Schmidt Eric – Rasmus Borowski Nicolas – Lukas T. Sperber Dennis – Detlef Tams Dale Congden – Peter Kaempfe Professor Hogan – Hannes Hellmann Officer – Torsten Münchow Ansage – Anne Moll

Inhalt:
Es ist Mittagspause im Gebrauchtwarencenter, als jemand förmlich an die Tür hämmert und eingelassen werden will. Die Jungs stehen dann vor einem sehr nervösen Mann, der offenbar von seiner eigenen Familie verfolgt wird. Er klärt die Jungs auf und erteilt ihnen den Auftrage, als seine Verfolger auch schon da sind und ihn noch an Ort und Stelle entführen.
Die Jungs sehen den Fall nun erweitert und wollen nicht nur das gestohlene Bild, sondern auch ihren Mandanten finden.
Bei dem Mandanten hilft den Jungs die Tatsache, dass sie das Auto der Entführer gesehen haben und ein Gespräch belauschen konnten, aus denen sie mit zwei Fakten den Aufenthaltsort des Mandanten und der Entführer ausfindig machen können. Bei dem Bild kommt ihnen ein kleiner Fehler zu Hilfe, den Bob beim Recherchieren gemacht hat. Ausgerechnet der Professor, den Bob um Auskunft gebeten hat, steckt in der Sache mit dem Bild mit drin.
Die drei Detektive können hier nicht nur den Fall aufklären, sondern bringen sogar noch den Frieden in eine Familie zurück, die durch den Diebstahl fast einen Fehler begangen hätte, vor lauter Treue zur Tradition.
Mein Hörerlebnis:
Das geht ja von Anfang an gleich Schlag auf Schlag. Es beginnt mit einer riesen Aufregung und knallharter Action und es endet mit dem Lüften eines Geheimnisses, welches sich dann fast schon als Enttäuschung herausstellt. Und dazwischen haben wir eine Familie, in der Tradition gefangen und bestohlen.
Der Mandant poltert in diesem Fall förmlich auf den Schrottplatz und in den Fall. Er kann den Jungs wirklich gerade so noch den Fall erklären und ihnen den Auftrag erteilen, als er auch schon von seiner eigenen Familie entführt wird. – Was die Jungs in dem Fall aber nicht wissen. Der Schauspieler hat die Hektik und Ratlosigkeit in jedem Fall wirklich sehr gut rüber gebracht und glaubhaft gespielt. Ich habe diesen gehetzten und ängstlichen Mann wirklich sehr gut vor mir gesehen.
Nach der Entführung geht dann alles ziemlich schnell. – Die Jungs tragen das zusammen, was jeder so mitbekommen hat und klären sich untereinander auf. Außerdem ist klar, dass sie nicht nur das Bild, sondern auch ihren Mandanten wiederfinden müssen. – So langsam verstehe ich auch, warum die Klienten der drei Jungs mit ihren Anliegen nicht zur Polizei gehen. Ich wage, zu bezweifeln, dass die so viel ausrichten können, mit ihren starren Regeln und Vorgehensweisen.
In jedem Fall können die Jungs, mit Hilfe der Fakten, ihren Mandanten schnell ausfindig machen und quasi wieder zurück entführen. Dabei haben sie Hilfe von einem Familienmitglied. Aber das Bild ist deswegen noch immer nicht da und die Familie ist nach wie vor hinter ihrem Opfer her. – Dass der aber am Ende für das fehlende Bild nichts kann, ist mir irgendwie klar gewesen. Wie schon im Hörspiel selber erwähnt: Warum sollte der Täter denn Detektive engagieren, um die Beute wieder aufzutreiben. Das würde keinen Sinn machen.
Bob recherchiert jedenfalls über das Bild und kontaktiert dadurch einen Professor, der sich mit Kirchengeschichte auskennt. Er bekommt von ihm die gewünschten Informationen, sticht dabei aber in ein Wespennest. Er rüttel dabei, wenn man so sagen will, einen schlafenden Hund wach.
Peter und Justus sind derweil noch in den Lagerhäusern, wo sie den Hausmeister antreffen. Sie sehen ihre Chance, in den Lagerraum zu kommen über diesen Mann. Und sie bekommen, mit einer kleinen Notlüge, wirklich einen Termin zur Besichtigung. Allerdings soll es zu dieser Besichtigung erst einmal nicht kommen, da in das Hausmeisterbüro eingebrochen wurde und das gerade dann, als Justus nach der Sicherheit der eingelagerten Dinge fragt. – Ein Siegelring bringt die Jungs zunächst auf die falsche Fährte, aber am Ende kommt wieder Kommissar Zufall dazu und bringt die Jungs auf eine heiße und richtige Spur.
Die Aufklärung des Falles hat mich selber dann nicht mehr wirklich gewundert, denn was den Dieb angeht, der hat sich mir ja förmlich aufgedrängt. Und genau mein Verdacht hat sich dann auch bestätigt.
Der harmlose Professor hat sich am Ende als gar nicht so harmlos herausgestellt und doch konnte alles aufgeklärt werden.
Dass man das Bild zerstören muss, um das endgültige Geheimnis zu klären, fand ich dann ein bisschen schade. Aber ich hoffe einfach mal, dass der ideelle Wert überwiegt. Denn was die Familie angeht, ich glaube nicht, dass ihre Dienste noch gebraucht werden. – Die Zeit war wohl reif.
Fazit:
„Die verlorene Zeit“ klingt mal wieder so mystisch. So, als hätte jemande eine Amnesie gehabt oder hätte einen Zeitsprung gemacht. – Aber dass es dann am Ende um eine Kalenderumstellung in grauer Vorzeit und irgendwie auch wieder um die Kirche gehen soll, geht aus dem Titelbild absolut nicht hervor. Die Sanduhr und der beleuchtet scheinende Hintergrund, passen so überhaupt nicht zu der Handlung, die sich dem Hörer hier offenbart.
Die Geschichte in der Geschichte ist jedenfalls spannend und steht mal wieder dafür, wie verbohrt und geheim die Kirche ist. Sie macht die Kirche zu einer Institution, die auch nur darauf bedacht ist, seine eigenen Interessen zu waren. – Und hierfür musste, in dem Fall, eine Familie herhalten. Und das über Generationen hinweg.
Die Schauspieler haben allesamt einen sehr guten Job gemacht. Besonder der Auftraggeber hat sich hier in meine bleibende Erinnerung gespielt. Wie er am Anfang diesen gehetzten und ratlosen Menschen rüber gebracht hat und das ganz ohne visuelle Reize, das war schon eine richtig gute Leistung und gehört lobend erwähnt.
Die Jungs sind konstant die Jungs und bringen in jeder Folge genau das rüber, was sie immer rüber bringen. Justus ist zuverlässig der Klugscheißer, Peter immer mal wieder die totale Memme und Bob und ist eben Bob. Er recherchiert und lässt sich das auch nicht nehmen.
Die Story selber entwickelt sich zu einer anderen, als mich das Coverbild hat vermuten lassen, aber deswegen ist sie nicht uninteressant. – Es gibt noch so viele alte Werke auf der Welt, wo man am Ende nicht weiß, ob sich dahinter nicht noch etwas ganz anderes verbirgt. – Ob es allerdings wirklich noch verschollene Werke von da Vinci gibt, vermag ich nicht zu sagen. Da bin ich nicht tief genug in der Materie drin.
Alles in allem ordne ich die Folge im oberen Mittelfeld ein. Ich war gut unterhalten, hier und da zum Nachdenken angeregt und habe mir Notizen für eigene Recherchen gemacht, was ich mal nachlesen möchte, was da wirklich passiert ist.
Ich war gut unterhalten und bin gespannt, was als nächstes bei den drei Jungs passiert.

Nicole Böhm
„Weltenwanderer“
Reihe: Die Chroniken der Seelenwächter (29)
Verlag: Lausch phantastische Hörbücher
EAN: 4-260-158-97644-2
Länge: 3 Stunden 55 Minuten
Sprecher: Pia-Rhona Saxe, Jan Langer, Cornelia Prescher, Richard Lingscheidt
– gehört im April 2024 –
Die Chroniken der Seelenwächter haben sich für mich zu einer Art Hassliebe entwickelt. Auf der einen Seite möchte ich wissen, wie es weiter und in irgendwann, in ferner Zukunft, vielleicht auch mal ausgeht. Doch immer wieder bin ich enttäuscht, wenn die Folge zu Ende ist und wieder nicht wirklich viel passiert ist.
Klappentext: Die Welt der Seelenwächter fällt immer weiter auseinander. Jeder kämpft an seiner eigenen Front, und Akil muss sich einem Feind stellen, der direkt aus ihrer Mitte kommt. Dereks Taten haben weitreichende Folgen, die niemand so erwarten konnte.
Jaydee kehrt endlich zurück zu Jess und stellt sich seinen zwiegespaltenen Gefühlen. Er ist innerlich zerrissen zwischen dem, was Lilija ihm gesagt hat, und dem, was er für Jess empfindet. Nun ist es an ihr, stark zu sein. Aber nicht nur für Jaydee: Ihre Mutter verliert sich erneut in den Strudeln ihrer Visionen. Wovor sie zehn Jahre früher davonrennen wollte, als sie ihre Tochter verließ, holt sie alle mit voller Wucht wieder ein. (Quelle: Thalia.de)
Inhalt: Akil soll mit einem Ritual in die Runde der Seelenwächter offiziell aufgenommen werden. Aber das Element Feuer wird spürbar schwächer und fast kann das Ritual nicht durchgeführt werden. Doch auch während dem Ritual läuft etwas, was so nicht geplant war. Ein Zeremonienschwert aus Titan bohrt sich in Akils Körper und richtet da großen Schaden an.
Während Will und Anna in der Vergangenheit bei den Indianern sind, vieles über die eigene Entstehung lernen und Will dem Dämon noch einmal entkommen kann, muss sich Jess in der hier realen Welt den Visionen ihrer Mutter stellen. Sie kann in diesen Visionen „Gast“ sein. Sie erfährt vieles über sich selber und über die Vergangenheit ihrer Mutter. Doch ihre Mutter will erneut vor diesen Dingen fliehen und Jess muss und will sie aufhalten.
Auch Jaydee kehrt von seinem kleinen Abenteuer zurück und muss sich nun klar werden, ob er Jess liebt oder lieber Lilija glaubt. – Das ist keine leichte Entscheidung und Jess bezieht er in seine Gedanken nicht ein.
Fazit: Dieses Buch schließt wirklich nahtlos an den vorhergehenden Teil an. Das schließt schon mal alle Hörer kategorisch aus, die die vorherigen Bände nicht kennen. Deswegen möchte ich gleich hier sagen, dass es keinen Zweck hat, die Bände einzeln und ohne jeden Zusammenhang zu hören. Das geht schief und man begreift absolut nichts.
Das Cover ist zwar schön gestaltet, aber sagt mir persönlich jetzt absolut nichts. Ich kann zwischen dem Bild und der Handlung hier keinerlei Bezug herstellen. – Allerdings kann das durchaus auch daran liegen, dass mir die Handlung so langsam aber sicher auf den Zeiger geht.
Die Welt der Seelenwächter zerfällt. Schon ein Element ist weg und das stürzt die Wächter in einige Probleme, die man nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte. Mittendrin ist Jess, als Protagonistin, die aber durch ihre fehlende Magie zur absoluten Untätigkeit verdammt ist. Stattdessen kommt es mir so vor, als wenn dieses Mädchen einfach nur noch am Jammer ist. Und ihrer Mutter will sie gar ihren Willen aufzwingen, so kommt es mir vor. – Fast wäre in Jess ihrem Geseier untergegangen, dass sie endlich herausfindet, wer ihr Vater ist und warum sie so mächtig sein soll.
Die Story von Will und Anna glaubte ich am Ende. Dass sie nun in der Vergangenheit ihr eigenes Abenteuer bekommen, wirkt auf mich ein bisschen ganz stark konstruiert. Zwar kommen hier einige interessante Zusammenhänge zwischen den Indianern und den Seelenwächtern ans Tageslicht, aber die Liebeleien der beiden wirken hier vollkommen fehl am Platz. Außerdem kann ich nicht glauben, dass sich die beiden lieben, wenn Will mehrere gebrochene Rippen hat. Seelenwächter hin oder her, aber er hat ja wohl keine Selbstheilungskräfte mehr, wie er es vorher hatte. – Also unglaubwürdig. Mit Macht in die Story gestopfte Romantasy. Mehr nicht.
Jaydee seinen Part habe ich hier nicht wirklich begriffen. Der war mehr so eine Figur am Rande. Nur gerade so, dass er nicht komplett aus der Handlung geflogen ist.
Statt dessen hat es hier die ständige Bedrohung durch den Dämon. Der erstarkt mehr und mehr, tut mal wieder den wehrlosen Menschen ein Leid an und scheint mit der ganzen Szenerie einfach nur noch zu spielen.
Ich finde es langsam ermüdend, dass die Handlung wirklich bis ins kleinste Detail beschrieben ist und ich dadurch das Gefühl habe, dass es nicht vorwärtsgeht. Ich höre und höre und scheine doch nicht von der Stelle zu kommen. Dazu noch diese katastrophale Endzeitstimmung und ich muss wirklich zwischen jeder Folge eine Auflockerung haben, sonst stürzt mich das noch in eine Depression.
Die Sprecher machen ihre Sache super und die verteilten Rollen helfen super, die Handlung besser verfolgen zu können. Trotz allem könne sie auch nur das lesen, was die Autorin mal geschrieben hat, und somit machen die es auch nicht besser.
Leider sind mir hier auch einige Schnittfehler aufgefallen. Kleine Versprecher der Sprecher, die nicht beseitigt wurden. – Das macht auf der einen Seite klar, dass hinter der Produktion nur Menschen stehen, aber auf der anderen Seite ist es gut möglich, mit der heutigen Technik so etwas herauszuschneiden.
Das Hören wird von Band zu Band beschwerlicher. Die Handlung zieht sich wie Kaugummi und immer wieder nehme ich mir vor, die Reihe abzubrechen. – Aber ich will doch nun auch mal wissen, wie das ausgeht. – Verdammte Zwickmühle.
Ich bewerte das Buch mit 3 von 5 möglichen Sternen.
Die düstere Endzeitstimmung kommt wirklich sehr gut rüber. Die zerrüttete Welt der Seelenwächter, die Panik der Protagonistin, die mehr und mehr mitbekommt, dass sie eben nicht mehr gepampert wird, sondern selbst tätig werden sollte. Und doch hätte man das alles weniger voluminös gestalten sollen und dem Hörer vielleicht mal noch ein wenig Fantasie lassen können.