Autor: Jason Dark
Regie: Romantruhe
Verlag: Romantruhe
Produktionsjahr: 2009
Länge: 1 Stunde 9 Minuten
Die Sprecher:
Helmut Kraus (Erzähler)
Barbara Scheck
Claus Fuchs
Eckart Dux
Gabriele Wienand
Heidi Schaffrath
Helgo Liebig
Katja Brügger
Lutz Mackensy
Mario Hassert
Rainer Schmitt
Reent Reins
Robert Rausch

Inhalt:
Jeff Spencer ist von seinem Chef an einem Freitagabend noch einmal auf eine Präsentationstour geschickt worden. Nicht nur, dass er absolut keine Lust mehr hat, als Vertreter zu arbeiten, ist auch das Wetter noch alles andere als schön und dann gibt auch sein Auto noch den Geist auf. – Noch dämlicher kann es nicht laufen. Der arme Mann, der nichts ahnt, stößt auf ein herrschaftliches Anwesen von Haus, wo er klopft, um um Hilfe zu bitten.
Jeff wird ins Haus gebeten, um warm zu baden und eine Nacht dort zu verbringen. Er kann ja am nächsten Tag weiterreisen. – Allerdings gehen in der Nacht wirklich seltsame Dinge in dem Haus vor und Jeff wird Zeuge, wie eine Leiche auf dem familieneigenen Friedhof verscharrt wird. – Man sollte meinen, dass ein Friedhof dafür da ist, aber Jeff fühlt sich zusehends unwohler in dem Haus und wird dann auch Opfer eines Schlages auf den Kopf.
Am nächsten Morgen will Jeff weiterreisen und eine Tochter der Familie mitnehmen, in die er sich verschossen hat. – Der Vater der Familie birgt allerdings ein Geheimnis und wird seine Tochter um nichts in der Welt hergeben.
Linus Mortimer, Clanmeister und Familienoberhaupt ist ein machtbesessener Vampir, der sich eine Armee aus Vampiren aufbauen will, mit denen er nicht nur die kleine Stadt untertan machen will. – Allerdings hat er die Rechnung ohne Jeff Spencer gemacht, welcher von seiner Liebe nicht lassen kann und damit die Ereignisse ins Rollen bringt.
Mein Hörerlebnis:
Voller Vorfreude habe ich mich auf eine neue Hörspielserie gestürzt, von der ich schon viel gehört hatte und die mir allein durch den Autor schon richtig sympathisch rüber kam. Jason Darc ist mir ein Begriff, weil ich seinerzeit die Pfennigheftchen vom Geisterjäger John Sinclair verschlungen habe.
Schon der Eingangstitel hat mir freudige Schauer über den Rücken gejagt und ich musste aufpassen, dass ich nicht im anfange freudig herumzuhüpfen, weil ich ja gerade auf Arbeit stand und das da sicherlich nicht so den guten Eindruck gemacht hätte.
In jedem Fall war gleich klar, dass dieses Hörspiel in jedem Fall älterer Trash ist. Es war absolut nichts von modernen Stilmitteln oder so zu finden. Der Erzähler steigt mit seiner wirklich sehr angenehmen Stimme in die Handlung ein und der Hörer ist erst einmal bei einem wirklich sehr seltsamen Todesfall dabei. – Die Tochter des Hauses möchte mit ihrem Liebsten den Schoß der Familie verlassen und der Vater weiß das zu verhindern. – Er tötet den Geliebten, der die Tochter aus dem Haus entfernen will. Dass es der Vater ist, der den tot verursacht, hat mich durch Logik darauf gebracht. – Ich war irgendwie von Anfang an in der Vampirwelt zu Hause.
Die Story ist vorhersehbar und altbacken, hat mir aber einen unheimlichen Spaß gemacht. Es kommt, wie es kommen muss, denn die Gemeinde des kleinen Städtchens werden durch die Aussage von Jeff und einigen wirklich seltsamen Todesfällen aufgeschreckt und endlich fangen die polizeilichen Ermittlungen an. Der feine Herr mit der bisher weißen Weste wird enttarnt und dann braucht es nur noch die klassischen Mittel, um die Vampire allesamt zur Strecke zu bringen.
Mein Fazit:
Herrlich altbacken, hat es mich in alte Zeiten zurückversetzt und mir wirklich Lust auf mehr gemacht. Ja, die Story war jetzt nicht super originell und es sind auch einige weibliche Klischees eingebaut. Aber ich habe, ehrlich gesagt, auch nichts anderes erwartet und am Ende genau das bekommen, was ich mir hier erhofft hatte.
Die Schauspieler wurden der Zeit gerecht, in der dieses Stück wohl spielen sollte und alles im Gesamten hat mich ein wenige an den Klassiker „Dracula“ von Bram Stoker erinnert.
Aber es hat Spaß gemacht, und darauf kommt es ja wohl am Ende an.






