[Hörspiel] Geister-Schocker 04 – „Der Hexenjäger“

Autor: A.F. Morland
Regie: Romantruhe
Verlag: Romantruhe
Produktionsjahr: 2012
Länge: 50 Minuten 1 Sekunde

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – Helgo Liebig
Clifford Sharp – Udo Schenk
Meister – Reent Rains
Junges Mädchen – Gabriele Wienand
Noel Evans Thomas Danneberg
Don Radgrave – Till Hagen
John Steel – Eckard Dux
Vincent Collinson – Gerhart Hinze
Jane Collinson – Katja Brügger
Mary Lee – Juliane Ahlemeier
Sarah Lee – Tanja Dohse
Gustav Willmann – Hans Krumpholz
Dienerin – Marion von Stengel
Professor Asher – Henry König
Sitzwache – Karen Schulz-Vobach

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Inhalt:
In einer Kleinstadt werden Mädchen und Frauen verschleppt und den geschockten Verwandten bleibt am Ende lediglich der abgeschlagene Kopf. Ein verzweifelter Mann, der seine Tochter sucht, beauftragt einen Detektiv mit der Suche nach dem Verbleib seiner Tochter. – Kurz bevor auch er den Kopf seiner Tochter ausgehändigt bekommt.
Der Detektiv macht sich also an die Arbeit und sieht sich nach weiteren Fällen dieser Art um. Während er ermittelt, geschehen die Vorfälle aber auch immer wieder.
Jedes der Opfer war zuvor einer Wesensveränderung unterzogen und besaß eine hässliche schwarze Puppe. Diese Puppe, so scheint es, hat die Macht über die Opfer.
Der Detektiv kommt auf die Spur einer Sekte, welche mit aller Kraft daran arbeitet, die Hexen aufzuspüren und diese dann nach grausamer Folter dem Tod durch Enthauptung zuzuführen. Sie sind sehr manisch und nicht von ihrem Vorhaben abzubringen. – Aber den Sektenmitgliedern muss das Handwerk gelegt werden.

Mein Hörerlebnis:
Nach dem üblichen Intro, welches wieder ziemlich Vorfreude auf eine tolle Geschichte hervorgerufen hat, bin ich am Ende doch etwas enttäuscht gewesen. Irgendwie konnte mich diese Story nicht so fesseln, wie es die vorherigen drei getan haben.
Die Handlung beginnt mit einem mächtigen Geschrei und Gejammer einer wohl jungen Frau. Sie fleht um ihr Leben, während nebendran irgendwelche männlichen Charaktere immer wieder ihren Tod fordern. – dass es sich hier um eine nicht ganz legale Gruppierung handelt, war mir eigentlich von Anfang an klar.
Später hört man dann einen älteren Mann, der scheinbar gerade nach Hause kommt und einen Kaffee einfordert. Von wem, ist zunächst nicht ganz klar, aber im Laufe der Handlung kristallisiert sich dann heraus, dass das wohl seine Tochter gewesen sein wird. – Diese Tochter ist dann die erste konkret vermisste Person und der Grund, warum der Detektiv ins Spiel kommt.
Die Rolle des Erzählers spricht hier in der Ich-Form und stellt den beauftragen Detektiv dar, was mich auch wieder ziemlich verwirrt hat. Das kam zu plötzlich und stellte für mich eine absolute Stiländerung der gewohnten Hörspielstrukturen dar. Also nicht gerade schön, wenn ich das mal so sagen darf.
Der Detektiv beginnt seine Ermittlungen und für mich wurde es in dem Fall dann ganz verwirrend. Es folgen weitere entführte Frauen, entsetzte Verwandte, die die Köpfe bekommen und die Körper suchen. Dann mischen da noch irgendwelche Männer mit rein, die wohl die Anhänger sein sollen, die eben diese Frauen nach und nach fangen und umbringen.
Zwischendrin bekommt man noch die Veränderung einer Frau mit, welche im Besitz einer hässlichen Puppe ist. – Abe rauch das konnte ich in dem Moment nicht wirklich zuordnen und habe es als gegeben hingenommen.
Das Ende des Hörspiels habe ich nicht so wirklich mitbekommen. Nur, dass der Sekte, ich vermute dass es eine war, das Handwerk gelegt wurde. Ich war schon zu angepisst, von dieser Folge, um da wirklich noch begreifen zu wollen, was denn da jetzt genau abgehen sollte.

Fazit:
Das Cover war ziemlich altbacken gemacht, aber typisch für diese Reihe. Allerdings passt die Darstellung nicht so ganz zur Handlung. Es ist nur eine Kleinigkeit, aber im Hörspiel betteln und schreien die Frauen, die umgebracht werden sollen und auf dem Cover räkelt sich eine Schönheit sehr lasziv auf dem Opfertisch. Der Mann am rechten Rand soll dann wohl der Detektiv sein.
Die Tatsache, dass es hier nicht wirklich einen Detektiv gibt, sonder vielmehr der Erzähler die Rolle und das Tun und Handeln des Detektivs spricht, hat mich sehr verwirrt. Es stellt einen kompletten Stilbruch da und hat sich für mich angefühlt, als wäre ich plötzlich in einer komplett anderen Serie gelandet.
Das ganze Hörspiel konnte mich nicht wirklich fesseln. Ich habe es fertig gehört, weil ich es einmal angefangen hatte, aber im Endeffekt war es für mich ein schlecht gemachtes Durcheinander verschiedener Ereignisse, die nur schwer einen Sinn für mich ergeben haben. – Wenn ich ehrlich bin, bin ich von dieser Folge richtiggehend enttäuscht.

[Hörbuch] Juliane Maibach – „Schicksalsdunkel“

Juliane Maibach
„Schicksalsdunkel“
Reihe: Schicksalsreihe (4)
Verlag: Winterfeld Verlag
EAN: 4-099-994-97011-2
Länge: 9 Stunden 58 Minuten
Sprecherin: Fanny Bechert

– gehört im Juni 2024 –

Band 4 der Reihe, rund um eine Welt, die grausamer nicht sein kann. Eine Spezies bekämpft die andere und mittendrin steht die Protagonistin und hat ihre ganz eigenen Probleme.

Klappentext: Der finale Band der Schicksalsreihe!
Ein letzter Kampf, eine letzte Schlacht. Deren Ausgang wird über das Schicksal aller entscheiden …

Teresa kann es noch immer nicht fassen. Wenn sie die Augen schließt, sieht sie die Aschflocken über das Feld tanzen. Sie schmeckt sie auf ihrer Zunge, spürt sie auf ihrer Haut. In dieser einen Nacht hat sie alles verloren. Den Menschen, dem sie helfen wollte, sich selbst und ihre eigene Zukunft. Dennoch ist sie bereit zu kämpfen und blickt schließlich ihrem schlimmsten Feind in die Augen. Am Ende wartet eine Schlacht, die gigantischer nicht sein könnte, und bei der sie erkennen wird, dass sie alles verlieren muss. (Quelle: Thalia.de)

Inhalt: Die Ereignisse überschlagen sich förmlich. Tess kommt endlich mit Ayden zusammen, und der hält anfangs zu ihr. Trotzdem es von außen immer wieder Anfeindungen gibt.
Auch die Muter von Tess scheint wieder zur Liebe gefunden zu haben und bandelt mit einem Mann an, der aber alles andere als ehrliche Absichten hat. Er liebt die Frau nicht wirklich, sondern ist lediglich an Geheimnissen in dem Haus interessiert, in welchem sie lebt.
Die verstorbene Großtante Frieda hat Blut an ihren Händen und Tess beginnt zu verstehen, warum man sie abgesägt hat. Aber da war noch irgendein großes Geheimnis in ihrem Leben, was Tess durch einen dummen Zufall aufdeckt.
Doch ihre Verbrüderung mit dem Feind wird gefährlich. Nicht aus ihren Reihen droht ihnen die Gefahr, sondern aus denen der Noktu. – Tess muss sich entscheiden und wieder viel durchmachen.

Fazit: Das typische Coverbild hat mich wieder voll hyped werden lassen, als ich gesehen habe, dass ein weiterer Band aus dieser Reihe dran war. Doch leider kam beim Hören die Ernüchterung.

Die Folge bietet wenig Neues. Einzig das Auftauchen von Tess ihrer Freundin sorgt für ein paar Neuerungen in der Handlung. Jetzt ist nicht mehr Tess die unfähige Neue, sondern eben ihre Freundin. Wobei diese aber den Vorteil hat, dass Tess das alles schon durchlebt hat und ihr jetzt helfen kann.
Die Liebesgeschichte zwischen Ayden und ihr nimmt hier übermäßig viel Raum ein. Eine teenagertypische Liebe hat wieder nur mit dem Austauschen verschiedener Zärtlichkeiten zu tun. Dabei geht es hier dann auch richtig zur Sache und wird auch bis zum Höhepunkt beschrieben. – Mich konnte das allerdings nicht wirklich abholen. Was mich allerdings dann doch überrascht hat, war die Tatsache, dass Ayden es nach einem Streit dann doch nicht mehr so ernst zu nehmen scheint.
Die Kernstory dreht sich hier wohl um die Verstrickungen der verstorbenen Großtante mit den Noktu und das scheinbar falsche Spiel, welches sie gespielt hat. Allerdings ist ja auch Tess mit einem Noktu befreundet, was ein wirklich sehr seltsames Licht auf die Protagonistin wirft.
Das Buch war nicht in der Lage mich wirklich in seinen Bann zu ziehen. Ich habe abschnittsweise mal aufmerksam zugehört und in anderen Abschnitten habe ich es einfach dudeln lassen. – Fakt ist mal, dass ich wohl nicht so wirklich die Zielgruppe dieser Reihe bin. Es ist eben eine Teenagerromance, die von der Autorin in eine eigentlich recht fantastische Welt gepackt worden ist, allerdings kommt diese nicht wirklich zu Geltung, da mir da dann wieder die Fantasy in dem, was sie erzählt hat, gefehlt hat. An die Sache mit den Schutzgeistern und dass sich Tempes und Noktu gegenseitig verabscheuen und bekämpfen, habe ich mich inzwischen gewöhnt. Es fehlt jetzt etwas Neues. Etwas, was der Handlung wieder zu Schwung verhilft.

Die Sprecherin macht einen soliden Job. Schon allein die jugendlich klingende Stimme passt wirklich sehr gut zum Buch und zur Zielgruppe. Sie hat sich die ganze Zeit sehr gut im Griff, hat flüssig, fehlerfrei und gut betont gelesen und konnte ja auch nur das lesen, was die Autorin da irgendwann mal geschrieben hat.
Die mitspielenden Charaktere sind alterstypisch drauf und der fantastische Teil gerät bei den Interaktionen dann doch immer mal wieder in den Hintergrund. Am Ende sind es doch nur Jugendliche, die als feste Clique zusammenhalten, oder eben auch nicht.
Alles ist in nur einem Handlungsstrang erzählt. Die Protagonistin Theresa steht wirklich permanent im Fordergrund, was mich stellenweise etwas annervt, da ich gern auch etwas über Hintergründe, die Welt oder andere Charaktere erfahren wollen würde. – Somit werde ich auch hier ziemlich unbefriedigt zurückgelassen. Es ist wieder nur jemand gestorben, aber wo das nun alles irgendwann mal hinführen sollte, ist bis jetzt absolut null klar.

Bewertung: 3 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 3 von 5 Sternen.
Es ist nicht besonders gut, es ist aber auch nicht grottenschlecht. Ich weiß langsam nicht mehr so wirklich, was ich von den Büchern und von der Reihe halten soll und stehe kurz davor, das Hören abzubrechen.

[Hörspiel] Geister-Schocker 03 – „Ihr Mann, der Zombie“

Autor: Jason Dark
Regie: Romantruhe
Musik: Peter Lerf
Verlag: Romantruhe
Release: 18.08.2009
Länge: 56 Minuten 47 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – Helgo Liebig
Steve Kelly – Thomas Danneberg
Rita Kelly – Marion von Stengel
Susan Kelly – Karen Schulz Vobach
Kiro Mason -Hans Krumpholz
Arminia Mason – Juliane Ahlemeier
Jill Living – Kea Kohns
Teufel – Jens Wendland
Jenny Miles – Tanja Dohse
Taxifahrer – Henry König
Paul – Reent Reins
Bob – Udo Schenk
Jim – Mario Hassert
Potter – Rainer Schmitt
Commissioner – Eckard Dux

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Inhalt:
Kiro Mason ist gerade mal wieder dabei, ein Mädchen grausam zu ermorden und dem Teufel zu opfern. Diesmal wird er jedoch von einem Polizisten dabei erwischt und scheint dabei zu Tode zu kommen. – Was niemand weiß, Kiro ist kein normaler Mensch, sondern mit dem Teufel im Bunde, der ihn zu einem Zombie macht.
Kelly, der Polizist, wird inzwischen zum Kapitän befördert und bringt weiterhin böse Buben zur Strecke. Aber Kiro Mason hat noch eine Rechnung mit ihm offen und will sich an ihm rächen. Dafür müssen Frau und Tochter von Kelly herhalten.
Für die Ehefrau Kelly kommt leider jede Hilfe zu spät, aber seine Tochter kann Kelly retten, weil er an das Übernatürliche und in dem Moment auch an Zombies glaubt.

Mein Hörerlebnis:
Gleich zum Einstieg ist der Hörer dabei, wie ein Mädchen, oder eine Frau unter Gewimmer und Betteln um ihr Leben gebracht wird. Der Täter kommt schon in diesem Moment als ein Satansjünger rüber, der der festen Überzeugung ist, dass der Teufel bei seinen Taten ein Auge auf ihn haben wird und ihn deswegen beschützt.
Der Polizist, der in dieses Geschehen eingreift, wirkt in diesem Moment noch sehr stark gekünstelt. An dieser Stelle hat man leider sehr gut raus gehört, dass es sich hier um ein Schauspiel handelt, welches in dem Moment nicht mal wirklich gut gemacht war.
Als der Täter stirbt, hatte ich einen leicht verwirrenden Moment. Da spielt plötzlich eine Frau mit, die irgendeinen Schwur nicht wahr werden lassen wollte. – Dann ist sie auch zunächst aus der Handlung verschwunden und hat mich sehr verwirrt zurückgelassen.
Die Szene auf dem Friedhof, als der tot geglaubte Mörder unter die Erde gebracht werden soll, war noch einmal ein kleines und nettes Schmankerl für mich, als die Männer wie die Hasen abgehauen sind, als der Sarg gewackelt hat. – Irgendwie war ich hier gleich erst einmal auf dem Trichter, dass der Typ eben irgendwie untot sein wird. Er wollte ja noch Rache nehmen.
Es kommt, wie es kommen soll und war, genau betrachtet, irgendwie auch vorhersehbar. Der Typ nimmt genau an den Personen Rache, mit denen er dem Polizisten am meisten schaden kann. Er tötet zunächst die Frau des Polizisten und schnappt sich dann auch gleich die Tochter.
Die Tochter des Polizisten kommt in diesen Szenen leider nicht sehr erwachsen und erfahren rüber. Vielmehr klingt sie hochgradig naiv und gutgläubig. Sie scheint dem Zombie ja fast freiwillig in die Arme zu laufen.
Der Polizist bekommt einen Anruf von einer Alina, die ihn darüber aufklären will, dass Kiro eben nicht tot ist und nun Rache an ihm nehmen will. – Alina stellt sich als die Ehefrau von Kiro Masen heraus und eben jene, die bei seiner Tötung irgendeinen Fluch oder sowas verhindert wollte. Dass das nicht gelungen ist, wissen wir ja schon. – Jetzt hilft sie jedenfalls, ihren Ehemann so richtig zur Strecke zu bringen. Sie war zwar seine Ehefrau, hat seien Taten dadurch aber eben nicht gut geheißen.
Am Ende bekommt man noch mit, dass die Tochter des Polizisten im Krankenhaus behandelt wird, die Wunde aber nicht so recht heilen will. Allerdings wird dann auch klar, dass etwas ganz gewaltig nicht stimmt und schon ist die Folge auch wieder zu Ende und lässt den Hörer mit offenen Fragen und einer Hoffnung auf irgendeine Fortsetzung zurück.

Fazit:
Das Coverbild dieser Folge hat mich ganz schön in die Verwirrung getrieben. Ich habe mir die Handlung ganz anders vorgestellt, als sie dann am Ende war. – Aber in jedem Fall ist das Bild recht ansprechend gemacht. Jeder, der in irgendeiner Form Geistergeschichten mag, wird sich hier sofort angesprochen fühlen.
Die Erzählerstimme ist wieder sehr angenehm, bringt in die stellenweise sehr aufreibende Handlung eine gewisse Ruhe rein und erklärt das, was eben nicht wirklich hörbar gemacht werden kann. Aber er erklärt die Handlung nicht zu Tode. Da bleibt wirklich noch jede Menge Raum für das eigene Kopfkino.
In der Handlung hatte es einen Querverweis zu John Sinclair. Ich weiß, dass es von dem auch eine ganze Menge Hörspiele hat, aber ich habe ihn bisher hauptsächlich gelesen. – Ich glaube, ich werde mir John Sinclair aufs Ohr packen, wenn ich mit den Grusel-Schockern Up to Date bin.
Das ganze Hörspiel war sehr kurzweilig, hat mich sehr gut unterhalten und irgendwie dazu inspiriert mir selber mal eine creepy Pasta auszudenken und diese zu Papier zu bringen. Man wird sehen, was aus diesem Vorhaben werden wird.

[Ebook] Kathy Reichs – „Kalte, kalte Knochen“

Kathy Reichs
„Kalte, kalte Knochen“
Reihe: Tempe Brennan (21)
Verlag: Blessing
ISBN: 9-783-642-29723-7
Länge: 319 Seiten

– gelesen im Juni 2024 –

Tempe Brennan wird auf eine harte Zerreisprobe als Mutter und als Ermittlerin gestellt, was mich sehr gut unterhalten hat und auch noch einen Lerneffekt hatte.

Klappentext: Der Winter hat North Carolina fest im Griff, und mit den sinkenden Temperaturen fällt auch die Verbrechensrate. Die forensische Anthropologin Tempe Brennan verbringt diese Atempause damit, sich um ihre heimgekehrte Tochter Katy zu kümmern. Eines Abends machen Mutter und Tochter auf der Veranda eine grausige Entdeckung. Ein Paket, darin: ein menschlicher Augapfel.

Erste Ermittlungen führen zu einem Kloster, wo ein weiterer makabrer Fund wartet. Kurz darauf muss Tempe eine mumifizierte Leiche in einem Nationalpark untersuchen, und ihre Furcht wächst. Zwischen den Fällen scheint kein Zusammenhang zu bestehen, nichts verbindet die Opfer, keine Handschrift die Gewalttaten. Doch ihr Instinkt sagt der Forensikerin, dass die Toten ein schreckliches Schicksal teilen. Und dass sie selbst in großer Gefahr schwebt … (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Tempe findet auf ihrer Veranda einen Karton, in dem sich ein frischer Augapfel befindet. Auf dem Augapfel sind Geocoordinaten eingeritzt.
Ein Schädelfund in einem ungenutzten Außenklo eines Heimes für schwangere Mädchen führen zu einem alten Fall, wobei ein Krematorium die Leichen nicht ordnungsgemäß entsorgt hat. Und dann taucht in einem Park eine weitere Leiche auf …
Während Tempe verzweifelt herauszufinden versucht, wohin ihre angeschlagene Tochter verschwunden ist, gehen die grausamen Funde weiter und der Kreis um Tempe und alte Fälle von ihr, zieht sich immer enger.
Nach zahlreichen Todesopfern und sinnlosen Morden gerät unsere forensische Anthropologin noch einmal mächtig in Bedrängnis, kann sich aber wehren und den Übeltäter identifizieren helfen.

Fazit: Das Cover ist recht schlicht gehalten, was für diese Reihe aber nicht besonders absonderlich ist, sonder schon eine Art Markenzeichen darstellt. Vom Inhalt sind die Bücher ja immer irgendwie identisch, üben aber auch immer wieder eine ziemliche Anziehungskraft auf mich aus.

Wie die Protagonistin selber schon einmal erwähnt hat: Die Frau ist ein Pingpongball. Hier werden von Anfang an so viele Fälle aufgemacht, dass ich das Gefühl habe, die Frau kann ohne Pause arbeiten und schafft es nicht.
Der Augapfel auf der Terasse, in einem Karton verpackt, ist schon mal ein Einstieg, der nichts für zarte Gemüter ist. Die Umstände, wie es zu der einen oder anderen Erkenntnis kommt, sind auch,alles andere als appetitlich. – Mich hat allerdings leicht amüsiert, dass auch Tempe Brennan ihre Post in der Küche öffnet und sie durchsieht. – Was dann aus dem Augapfel und einem gefundenen Schädel in einem Außenklo wird, ist nicht wirklich ein Fall. Mehr ein niedliches, kleines Intermezzo zum warm werden.
Der eigentliche Fall wird etwas später erst aufgemacht, indem eine Leiche an einem Baum hängend in einem öffentlichen Park gefunden wird. Das Ganze wird erst einmal als Selbstmord abgetan, entpuppt sich dann aber noch. Es bleibt auch nicht bei diesem einen Zwischenfall und irgendwie wird es immer mehr und scheint der Frau und ihren Kollegen über den Kopf zu wachsen.
Das allgemeine Thema dieses Buches scheint der allgemeine Umgang mit Veteranen aller Art zu sein. Die Tochter von Tempe war ja auch bei der Armee und im Ausland eingesetzt. Sie scheint psychisch etwas mitgenommen zu sein. Eben eine Veteranin, die sich dann aber für fallengelassene aller Art einsetzt. Auch das Opfer und ein Vergleichsfall sind irgendwie Veteranen, die nach ihrem Ausstieg nicht mehr wirklich auf die Beine gekommen sind.
Alles ist wieder in dem typischen Stil von Kathy Reichs geschrieben und ich habe mich bei der Lektüre wie zu Hause gefühlt. Der Einstieg war aufmerksamkeitsheischend und irgendwie interessant, dann wird es immer mehr zu einer massenhaften Ansammlung von Toten und ihren Überresten und am Ende kommt noch einmal ein Wumms mit der Auflösung des Falls.

In dieser Folge taucht auch Detektive Slidel in seiner gewohnt ekligen Art wieder auf und macht sich durch seine Art bei mir mehr als unbeliebt. – Ich hasse diesen so schmierig wirkenden Typen und war eigentlich ganz froh, dass er aus der Handlung geschmissen schien. – Da habe ich mich wohl zu früh gefreut.
Die Nebenstory mit der Tochter von Brennan war sehr interessant und ein gelungener Schachzug. Auf diese Weise bekommt die all zu perfekte Tempe Brennan einen menschlichen und verletzlichen Zug. Sie ist eben auch Mutter und setzt für ihre Tochter Himmel und Hölle in Bewegung. – Allerdings finde ich den hier angebrachten Umgang mit Veteranen aller Art für ein so reiches und angeblich fortschrittliches Land, mehr als zweifelhaft. Und irgendwie ist es viel zu nah an der Realität.
Auch bei diesem Band bin ich bei den Untersuchungen und beim Zusammentragen von Informationen auf jede Menge Fachgebriffe gestoßen. Diese haben mich wie ein Erstklässler lesen lassen, haben die Handlung selber aber glaubwürdig und hochgradig interessant gemacht.
Langweilig wird die Story zu keinem Zeitpunkt, da es immer wieder ein hin und her gibt. Auf einen Erfolg folgt ein Misserfolg. Auf einem beruflichen Durchbruch folgt ein privates Desaster mit dem Nachbarn. Und doch fügt sich am Ende alles zu einer Story zusammen, die sich durchaus sehen lassen kann.

Bewertung: 5 von 5.

Ich bewerte dieses Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Trotzdem ich bei Frau Reichs immer nach dem selben Schema lese, bin ich aber auch immer wieder fasziniert von den Fällen und fasziniert davon, was Knochenfunde über ein Opfer alles aussagen können. Diese Bücher, so auch dieses, sind nicht nur unterhaltsam, sonder auch hochgradig informativ.

Meine Woche 31. Kalenderwoche 2025

Geärgert:
Über die Betriebsversammlung, welche Freitag Mittag ganz kurzfristig anberaumt wurde und wieder Ängste über Ängste ausgelöst hat.

Gefreut:
Dass das, was sie verkündet haben, dann doch nicht so krass war, wie es alle befürchtet haben.

Gedacht:
Bestimmt, aber so einen bestimmten Anlass kann ich jetzt nicht nennen.

Gefragt:
Ich mochte mich nichts fragen, diese Woche. – Ich habe immer das Gefühl, dass mir meine Fragen eh niemand beantworten kann.

Genervt:
Von meinen Zähnen. (Fazit)

Gefühlt:
Normal, nicht himmelhoch jauchzend, aber auch nicht zu Tode betrübt.

positiv:
Die Bereitschaftszahnärztin konnte mir schnell und relativ unkompliziert helfen.

negativ:
Das Alter bringt nichts Gutes mit sich. Jetzt geht es also los, dass mir die Zähne schon wegbröckeln.

Gelitten:
Das ist zu viel gesagt.

Genossen:
Das Ausschlafen heute. Das tat aber auch gut, wenn man die ganze Zeit immer so unsteht war.

Gewesen:
auf Arbeit, beim Tierarzt (Fazit)

Getroffen:
Arbeitskollegen

Gesucht:
Ein Lösung für das Futterproblem von Fussel – Ich habe die Butternutbox mal bestellt und nun muss ich schauen, ob er es annimmt.

Gefunden:
Eine Möglichkeit, Fussel sein Futter vielseitiger zu gestalten. – Man wird sehen.

Gelacht:
Wie hieß die Frau von Kim Jong un? – Sie hieß: Kam Jung Um *grins (ich weiß, ich weiß, der kam flach)

Geweint/Getrauert:
Nö, so schlimm war es dann doch nicht.

Gewundert:
Es gibt echt noch Menschen, die leben in den 90igern. (Fazit)

Gegessen:
Bockwurst, Rostbrätel, Brot und Brötchen uuuuuuuuund Kuchen *grins

Genascht:
Erdnüsse im Teigmantel und Toffifee

Getrunken:
Radler, Eistee und Wasser

Gehört:
Nur ein paar Hörspiele (nur, was die Rezensionen angeht, war ich mächtig faul diese Woche)

Gegoogelt:
bestimmt… ich weiß es nur nicht mehr

Gelesen:
„Die Zedernsängerin“ ausgelesen und „Schloss der Schatten“ Band 1 angefangen

Gesehen:
Youtubevideos von meiner Abo-Liste, ein paar Folgen von „Haus Anubis“ und eine Folge „Outlander“

Gebastel/Gespielt/Gehandwerkt/Geschrieben:
ein paar Buchrezensionen für den Monatsabschluss im Blog

Getan:
nicht viel, ich hatte 1. Schicht in dieser Woche und bin am Nachmittag nicht mit dem Arsch hoch gekommen.

Gekauft:
Sprit fürs Auto

Gelernt:
Ich bin wieder Leiharbeiter und somit kein Mensch mehr. (zumindest in der Ansicht anderer Menschen)

Geschenkt (bekommen):

Geschlafen:
schon, nur nicht sehr gut

Geträumt:
nicht, was mir im Gedächtnis geblieben wäre

Geplant:
Noch drei Wochen arbeiten, dann habe ich Urlaub (welcher übrigens in Rekordzeit genehmigt war)

Fazit

Ist mir doch am Sonnabend Abend ein Stück Zahn mal so klammheimlich weggebrochen. Ich habe nicht mitbekommen, wann das gewesen ist und wo das gewesen ist. Es fing nur irgendwann an zu puckern, also habe ich eine Zungenkontrolle gemacht. – Das Ende vom Lied, war die Fahrt zum Bereitschaftszahnarzt.
Eine nette und sehr einfühlsame Frau. Die hat mir alles erklärt, was sie macht und mir somit schon einmal eine ganze Menge Angst genommen. Dann hat sie da was rausgebohrt, desinfinziert und notdürftig zu gemacht. Die Schmerzen waren danach weg, aber der Gang zu meinem behandelnden Zahnarzt bleibt mir nicht erspart. Ich kann mir eben nur Zeit lassen damit.

Am Montag Morgen waren wir mal wieder alle drei beim Tierarzt. Fussel hat doch am Wochenende so schlimm gehumpelt und ist kaum noch aufgetreten.
Das Ende vom Lied: Das Röntgenbild hat keinen knöchernen Deffekt gezeigt. Es sind lediglich die Fußballen an der rechten Forderpfote geschwollen und druckempfindlich gewesen. Warum, weshalb, wieso, kann keiner sagen. Ich vermute für mich mal, in meinem jugendlichen Leichtsinn, dass da vielleicht ein stechendes oder beisendes Insekt im Spiel war.
Jcdenfalls hat er jetzt eine Woche lang Antibiotika bekommen, wo wir heute Morgen die letzte genommen haben und die Schmerztabletten gibt es noch für eine Woche.
Ha, die Leberkur ist beendet und wir sind nun innerhalb von drei Tagen von drei, auf nur eine Tablette geschrumpft. – Ich würde sagen, es geht langsam wieder voran.
Heute war auch Wiegetag. Fussel hat über di eWoche 109 Gramm zugenommen und hat nun endlich endlich endlich wieder die 4 vor seinem Gewicht stehen. – Das fetzt.

Die Versammlung am Freitag lief dann also so katastrophal und geordnet wie immer ab. – Eigentlich war das, was sie so berichtet hatten, gar nicht so schlecht. Da muss die Zeit dann zeigen, ob es Wirkung zeigt.
Was aber bei mir hängen geblieben ist, war dieses Arschloch, was in Bezug auf die Stellen im Unternehmen, mal wieder ungefragt auf die teuren Leiharbeiter einging. Es wären so und so viele Leiharbeiter im Unternehmen und die wären teuer. – Ja sag mal, die machen das auch nur, weil sie nen Pfennig Neunzig Geld verdienen wollen. Statt die Leute mal zu loben, dass sie Einsatz zeigen und ihre Arbeitskraft dem Unternehmen zur Verfügung stellen, weniger Geld für die gleiche Arbeit bekommen, nein, sie müssen und müssen und müssen immer wieder in den Arsch getreten werden.

Saturday Sentence – „Blut ist dicker als Wasser“

1. Nimm deine aktuelle Lektüre

Aurica liebt ihren neuen Job im „Schloss der Schatten“ – einem Kuriositätenmuseum für Magie, Schattenwesen und unerklärliche Phänomene. Sie schwärmt heimlich für ihren attraktiven Kollegen Daniel, auch wenn er sie provoziert, wo er nur kann. Zunächst ahnt sie nichts von seinem gruseligen Geheimnis. Erst als der mysteriöse Raoul auftaucht und Interesse an Aurica zeigt, ändert sich Daniels Verhalten. Doch weswegen? Zufällig entdeckt sie einen magisch versiegelten Keller auf dem Museumsgelände, über den Raoul mehr zu wissen scheint als jeder andere – und beharrlich schweigt. Als Aurica herausfindet, was Daniel und Raoul wirklich verbindet, ist sie zutiefst schockiert. Kann sie überhaupt einem von beiden trauen? Die Antwort liefert der versiegelte Keller – doch auf das, was sich darin verbirgt, ist niemand gefasst. Es muss nicht immer London, Paris oder New York sein! Auch im bodenständigen Koblenz treiben Vampire, Werwölfe und andere Sagengestalten ihr Unwesen. Urban Fantasy vom Feinsten! (Quelle: Lovelybooks.de)

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein „Saturday Sentence“ lautet. (Bei Ebooks Position 158)

Gerade ging er vor den Kisten, die Aurica bereits gesichtet und ihren Bereichen zugeteilt hatte, in die Hocke und las die Aufschriften.

Jeanette Lagall – „Blut ist dicker als Wasser“ (Schloss der Schatten 1); ISBN:9-783-964-43789-1

3. Und wie ist es bisher?
Gefunden habe ich das Buch mal in dem Newsletter, der mir täglich Bücher zeigt, die reduziert oder ganz und gar komplett kostenlos sind. Irgendwie scheint mich damals die Beschreibung angemacht zu haben, dass es auf meinem SuB gelandet ist.
Jetzt, nach mindestens zwei Jahren, habe ich es mir endlich mal zu Gemüte geführt oder zumindest damit begonnen. – Was soll ich sagen. Es gibt mir noch nichts.

Ok, ich hatte Frühschicht in dieser Woche. Da lese ich tendenziell eh weniger, als normalerweise. – Aber so wenig…
Die Handlung soll wohl so langsam aber sicher spannend und fesselnd werden, aber so wirklich bei ankommen … nö, Fehlanzeige. Ich lese den Text runter, verstehe schon auch, was da alles passiert und dass der Typ ein dunkles Geheimnis mit sich herumschleppt, aber das war es dann auch schon. – Die Art, wie diese Story erzählt wird, ist irgendwie emotionslos, zu geradlinig und starr.
Ich will dem Buch aber in jedem Fall noch eine Chance geben. Ich bin doch ers auf Seite 75. Da geht vielleicht noch was.

Fusselfreitag #273

Fussel frisst wieder

Die Zeiten der Sorge sind noch nicht wieder vorbei. Aber zumindest frisst Herr Hund wieder und bekommt so etwas auf die Rippen.
Leider ist er vorne rechts etwas lahm, was wir vom Tierarzt abklären lassen müssen, aber wenn auch das wieder in Gang gekommen ist, können wir vielleicht auch endlich mal wieder raus in Feld, Wald und Flur.

Lesemonat Juli 2025

67/100
Richard Bachman – „Der Fluch“
– 346 Seiten
Ein Anwalt vor Gericht, der durch sein Vitamin B mit einem Schrecken davonkommt und dann von einem Zigeuner verflucht wird. Wer hätte gedacht, dass auch dünn sein als Fluch herhalten kann und am Ende eine komplette Familie umbringt.
Eine Art Hassliebe hat mich dieses Buch auslesen lassen. Ich wollte wissen, wie es endet, aber im Gesamten hat mich das Werk nicht aus den Socken gecreept.

68/100
Michael Tsokos – “Abgeschlagen”
(Paul Herzfeld-Thriller 1) – 410 Seiten
Wir bleiben im gerichtsmedizinischen Institut und wechseln lediglich den Protagonisten. Paul Herzfeld ist eigentlich nichts weiter als ein Gerichtsmediziner. Aber er steckt seine Nase ein bisschen zu viel in Angelegenheiten, die ihn nicht wirklich etwas angehen und bringt dadurch seine Familie in große Gefahr.
Gut zu lesen, leicht zu verstehen und ein mehr als farbenfrohes Kopfkino.

69/100
Cornelia Lotter – „Unscharf“
– 5 Stunden 22 Minuten
Ein Krieg muss auch Sieger haben und aus Sicht der Sieger ist dieses Buch geschrieben. Stellvertretend muss hier eine Kriegsreporterin herhalten, welche mit ihren Bildern stellenweise wirklich sehr großes Aufsehen erregt hat. Jetzt, am Ende ihres Lebens, hinterfragt sie ihre Arbeit und ihre Sichtweise auf die Dinge.
Ruhig und doch spannend erzählt. Tiefgründig und ganz neu beleuchtet, die Kriegsbilder jener Zeit.

70/100
Rose Snow – “Band 4 der Gefühle”
(8 Sinne 4) – 240 Seiten
Ben und Lee richten sich ein Leben ein, damit Ben nach seiner gelungenen Prüfung sie verlassen kann. Der Katzenjammer wird hinter einer erzwungenen Suche nach dem Bösen versteckt.
Erzwungene Handlung mit krampfhaften Wendungen und Gegebenheiten. Leider gehört dieses Buch zur Reihenfolge, aber irgendwie hätte man es auch weglassen können.

71/100
Clive Cussler – „Todeswrack“
(Kurt Austin 1) – 437 Seiten
Der Start in die Reihe mit Kurt Austin, einem Kollegen des berühmt berüchtigten Dirk Pitt. Ein spannender Mix aus Ermittlungen, Verfolgungen von Bösewichten aller Art und Archäologie. Ganz nebenbei könnte man hier noch Lösungen für die Rätsel der Geschichte finden.
Spannend geschrieben und mit einem hohen Unterhaltungswert. Das Buch hat mich komplett aus meinem Alltagsleben entführt und in eine fantastische Welt voller großer Entdeckungen geschickt.

72/100
Bruno Heini – „Jetzt bist du fällig“
– 345 Seiten
Eine Protagonistin, mit der ich erst warm werden musste. Unprofessionell und doch irgendwie erfolgreich. Dazu ein Mädchen, welches sich erst so nach und nach wirklich zum Opfer entwickelt und dann ein Täter, welcher wohl eher ein Wolf im Schafspelz ist, da seine Taten erst nach und nach ans Tageslicht kommen und ihren Thrill entfalten.
Dieses Buch fesselt unblutig, eher durch das, was zwischen den Zeilen so ans Tageslicht tritt.

73/100
Simon Beckett – „Flammenbrut“
– 6 Stunden 56 Minuten
Von einer erfolgreichen Geschäftsfrau mit Kinderwunsch, direkt in den Abgrund. Die Protagonistin ist so vorsichtig, klopft aber alles nicht gut genug ab und gerät an einen Psychopaten, der absolut kein Einsehen hat und auch über Leichen geht.
Die Handlung braucht zu lang, um wirklich spannend zu werden. Wenn ich, bei einem Hörbuch, die Tendenz habe abzubrechen, kann es nun wirklich nicht weit her sein mit der Handlung.

74/100
Heinz G. Konsalik – „Gold in den roten Bergen“
– 284 Seiten
Zwei Trucker, die einen sterbenden indigenen Mann in der Wüste finden, ihn abe rnicht mehr retten können. Ein Stück Känguruleder mit seltsamen Zeichen darauf und eine unbekannte Krankheit, die fast eine Pandemie auslöst.
Alt, aus der Zeit gefallen, aber durchaus ein Leseabenteuer wert.

75/100
Naomi M. Stokes – „Die Zedernsängerin“
– 461 Seiten
Mord- und Vermisstenfälle in einer kleinen Stadt am Rande eines Regenwald-Gebietes in den USA. Der dort im Reservat lebende Indianerstamm muss zwischen ursprünglichem Leben und Nutzen der Moderne entscheiden. Das führt dazu, dass gerade die jüngeren Stammesmitglieder zwischen Tradition und Moderne schwanken.
Eine sehr geschickt und spannend gestaltete Story zwischen alten Riten und modernem Leben.

das macht gesamt:
2.524 gelesene Buchseiten/im Juli- 16.631 Buchseiten/2025
12 Stunden 18 Minuten Hörbuch/Juli – 139 Stunden 38 Mintuen Hörbuch/2025

Bücher auf dem SuB hinzu gekommen:
Michael Tsokos – „Zerrissen (Fred Abel 4)
Andrè Milewski – „Weihnachtsakten 1“

Gelesene Bücher vom SuB:
Richard Bachmann – „Der Fluch“
Michael Tsokos – „Abgeschlagen“
Clive Cussler – „Todeswrack“
Naomi M. Stokes – „Die Zedernsängerin“

Jetzt habe ich noch 146 Titel auf meinem Stapel ungelesener Bücher! *uff

Ich habe die Liste zwischenzeitlich mal wieder etwas aufgeräumt. Dabei fiel mir auf, dass einige Titel noch drauf waren, die ich doch aber schon längst gelesen hatte. – Nun gut, dann sind sie eben jetzt runtergenommen. 🙂 – Der Stapel sinkt langsam, aber stetig. So muss das.

[Hörspiel] Geister-Schocker 02 – „Spuk im Klippenhaus“

Autor: Thomas Tippner
Regie: Romantruhe
Musik: Tom Steinbrecher
Verlag: Romantruhe
Release: 2009
Länge: 45 Minuten 45 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:
Andreas von der Meden
Heidi Schaffrath
Klaus Nägelen
Robert Rausch

Direkt auf Spotify anhören

Inhalt:
Ein junges Ehepaar bleibt in der Einöde mit dem Auto liegen. Die Handys haben keinen Empfang und irgendwie müssen sie Hilfe holen. Als sie Lichter, oben auf der Klippe, sehen, macht sich der Mann auf den Weg, um dort an der Tür sehr rüde abgewiesen zu werden.
Die Nacht im Auto wird jäh unterbrochen, als im strömenden Rege ein Mann um Hilfe ruft. Doch wieder machen sich die beiden vergebens auf die Suche nach der Ursache der Hilferufe.
Um der Nässe und Kälte zu entfliehen, suchen und bekommen sie endlich Hilfe im Klippenhaus. Zunächst scheint alles normal zu sein, aber nur so lang, bis wieder Hilferufe durchs Haus schallen. Der Portier ist eine missliche Lage geraten. Allerdings nutzt er die aus, um die Eheleute getrennt voneinander in bedrohliche Situationen zu bringen.
Im Haus spukt eindeutig eine längst verstorbene Familie herum. Und auch der Portier ist nicht der, der er zu sein vorgibt. Die jungen Leute wurden wohl in eine Falle gelockt, um der Familie endlich helfen zu können.

Mein Hörerlebnis:
Die Ausgangssituation war ja wohl erst einmal das absolute Klischee. Auto kaputt, schlechtes Wetter, Handy geht nicht und dann war da dieses einzige Haus auf der Klippe.
An der Tür war wieder eine sehr rüde Absage. Es gab keine Hilfe, was ich schon sehr seltsam fand. Zumal der Ehemann ja dann auch so ruhig geblieben ist. Der hat das einfach hingenommen und das war es dann für ihn. Er wollte sogar im Auto noch etwas rummachen.
Das bringt mich zu der Frau. Das pure Klischee, wie sie plötzlich einen auf brüde macht und wirklich Angst hat, dass sie in dieser Einöde jemand beobachten würde. – Aber dann im Auto schlafen wollen. Das hat für mich irgendwie nicht wirklich gepasst.
Um so logischer waren dann aber die Hilferufe aus dem Wald, die die beiden aus dem Auto gelockt haben. Wobei ich die Diskussion über Emanzipation und ihre Folgen für Frauen wirklich sehr glaubhaft und erfrischend fand. Irgendwie waren das ganz genau meine Gedankengänge.
Dass die beiden nach ihrem nächtlichen Ausflug in den Wald dann doch noch Einlass in das komische Haus bekommen, hat mich dann doch ziemlich gewundert. Aber dass es im Haus dann auch nicht mit rechten Dingen zugeht, war fast schon wieder logisch.
Die Umstände im Haus, wie die beiden getrennt voneinander in „Gefangenschaft“ geraten sind und was ihnen da so passiert, hat mich wirklich herrlich amüsiert. Das wirkte so altbacken. So 80iger mäßig auf mich.
In jedem Fall sind dann die Geister aufgetaucht, ein Familienschicksal hat sich herauskristallisiert und nach diesem ganzen Spuk konnten die beiden der hier verstorbenen Familie noch helfen.
Nach Logik sollte man hier wohl nicht unbedingt suchen. Diese Folge zählte absolut nur darauf ab, ein Gruselschocker zu erzählen. – Aber leider hat man hier auf den Erzähler komplett verzichtet, was ich als nicht sehr gelungen betrachte, weil so eine Beschreibung noch einmal eine ganze Menge Stimmung hätten hineinbringen können.

Fazit:
Die Hörspiele dieser Serie wirken irgendwie aus der Zeit gefallen und gerade hier meine ich, einen Logikfehler gefunden zu haben. Da ist eine Art Hotel oder Ähnliches, welches noch Waschschüsseln auf dem Zimmer hat. Aber die Leute haben bereits Handys. … Irgendwie war das für mich nicht so ganz schlüssig. Aber ich habe es als gegeben hingenommen.
Die Schauspieler haben das wirklich klasse gemacht. Gerade die Rolle des Ehemanns fand ich wirklich sehr treffend. Auch vom Text her, war es wirklich sehr glaubhaft, was er hier abgeliefert hat. Dieser Zynismus im Umgang mit den Marotten seiner Ehefrau waren wirklich richtig herzerwärmend.
Beim Hören hatte ich nicht zeitgemäße Bilder vor meinem geistigen Auge. Wie gesagt, ich würde die Handlung in die siebziger oder achziger einordnen wollen. Aber das kann auch durchaus so beabsichtigt sein.
Ansonsten war das hier eine klassische Geisterstory mit dem unruhigen Geist, der noch nicht ins Licht kann, weil er noch etwas erledigen muss. Allerdings recht geschickt in ein wenig Dramatik und Mystik verpackt.

Kurzweilig und sehr unterhaltsam fand ich diese Folge wirklich richtig gut. Ich bin gespannt, was da noch so alles kommen mag.

[Hörbuch] Nicole Böhm – „Das Lied der Schatten“

Nicole Böhm
„Das Lied der Schatten“
Reihe: Die Chroniken der Seelnwächter (31)
Verlag: Lausch Phantastische Hörbücher
EAN: 4-260-158-97646-6
Länge: 4 Stunden 2 Minuten
Sprecher: Pia-Rhona Saxe, Jan Langer, Cornelia Prescher, Richard Lingscheidt

– gehört im Juni 2024 –

Band 31 dieser Reihe klärt auf über so einige Vorgänge, die in der Vergangenheit passiert sind. Das Wissen hätte in den vorangegangenen Bänden allerdings viel mehr Nutzen gehabt, als jetzt im Nachgang.

Klappentext: Der Kampf gegen das Böse geht weiter. Während Akil mit aller Macht versucht, Kedos auszuschalten, suchen William und die Dowanhowee nach einer Möglichkeit, den Dämon einzusperren.
William rennt die Zeit davon, denn er kämpft nicht nur gegen Kedos in der Vergangenheit, sondern muss auch seinen Freunden in der Zukunft mitteilen, dass sie den Dämon nicht töten dürfen.
Auch für Jess spitzt sich die Lage zu. Gefangen zwischen den Welten stürzt sie von einer Vision in die nächste und verliert immer mehr den Bezug zur Realität. (Quelle: Thalia.de)

Inhalt: Irgendwie sind so gut wie alle Charaktere in irgendeiner Form weggetreten. Jess liegt in einer Art Trance oder Delirium und erlebt dadurch Geistreisen, in denen sie verstorbenen Mitstreitern begegnet und viel Wissen aufsaugt, was sie aber schon früher ganz gut hätte gebrauchen können. Während Jess ihrem Gegenüber Löcher in den Bauch fragt, droht sie in der Geistwelt gefangen zu bleiben und so für immer verloren zu sein.
Will kämpft in seiner eigenen Geistreise gegen den Hass persönlich, der in Form eines Dämons durch alle Zeiten hindurch besteht. Sie stellen fest, dass sie genau diesen Dämon nicht töten können, weil auch der Hass existieren muss, in einer Welt, in der alles im Gleichgewicht sein muss.

Fazit: Dunkle und düster wirkt dieses Cover mal wieder. Allerdings hat das abgebildete Pferd, oder was das sein soll, absolut nichts mit dieser Folge zu tun. Vom Inhalt her, wäre ein Geistwesen oder von mir aus der Dämon „Kedos“ hier absolut treffender gewesen.

Diese Folge scheint aus lauter Geistreisen zu bestehen. Die Handlung selber geht nicht voran, es wird nur eine zentrale Erkenntnis gewonnen. „Kedos“ der Dämon, der Hass persönlich, kann nicht getötet werden. Die Welt muss im Gleichgewicht bleiben und damit das geschehen kann, muss es eben auch den Hass geben.
Jess ihr Part ist vergleichsweise langweilig gegen die Action, die sie im Laufe der Handlung schon hatte. Sie befindet sich die ganze Zeit in irgendwelchen Visionen, in denen sie sich erst mit ihrem Erzeuger unterhält und später die Geschichte von dem Wesen erfährt, welches alle vier Elemente in sich vereint.
Die ganze Story wirkt komplett aus dem Zusammenhang gerissen und konnte mich absolut nicht mitreisen. Immer wieder bin ich beim Hören mit den Gedanken abgeschweift und habe das Gelaber nebenher dudeln lassen. Es gab in den Visionen nichts Neues zu erfahren und auch der Fantasyanteil war einfach zu hoch und hat sich angehört, als ob mir hier jemand seine Drogenfantasien erzählt.
Auch William kommt auf seiner Geistreise nicht wirklich vorwärts. Er gewinnt eine Erkenntnis in der Vergangenheit, die er seinen kämpfenden Freunden in der Gegenwart auf irgendeine Art und Weise übermitteln kann, aber weiterhelfen tut das auch niemandem.
Es sollte wohl dramatisch wirken, dass Jess nicht unbegrenzt in ihren Visionen umherschweifen konnte, um Antworten auf all ihre Fragen zu bekommen. – Diese Dramatik kam bei mir aber nicht wirklich an. Dazu wurde zu viel auf irgendwelchen Einzelheiten herumgeritten, die mir in dem Moment aber am Allerwertesten vorbeigegangen sind.

Das Lesen mit verschiedenen Sprechern und quasi mit verteilten Rollen hat das Verständnis des Stoffes etwas erleichtert. Aber meine Pause zwischen Band 30 und 31 war zu lang. Ich war einfach raus aus der Story und brauchte schon eine ganze Weile, um überhaupt wieder in den Stoff hinein zu kommen.
Es gab nichts Neues in dieser Folge. Es ging um den ewigen Kampf gegen Kedos, um das Unvermögen, ihn zu töten und am Ende auch darum, das Feuer als Element zu retten. Aber das alles ging in den Visionen von Jess verloren, denen einfach viel zu viel Aufmerksamkeit geschenkt worden ist.
Die Laufzeit war für das, was hier genau geschehen ist, fast schon zu lang. Immer wieder rutscht die Autorin in ihren Erzählungen in so eine Art philosophisches Gefasel ab, was mich tierisch genervt hat.
Die Namen habe ich gleich gar nicht mehr begriffen. Da wurden Namen in die Runde geschmissen, das war schlicht und ergreifend zu viel. – Ich meine, mir war bewusst, dass da jetzt mehr als eine Seelenwächterfamilie mitmischt, aber das waren einfach zu viele Namen, mit denen ich nichts anzufangen wusste. Dementsprechend hat mich diese Story noch weniger gepackt.

Bewertung: 2 von 5.

Ich bewerte dieses Buch mit 2 von 5 möglichen Sternen.
Die Handlung tritt hier auf der Stelle, die Fantasy wird von dem philosophischen Gedöns komplett verschluckt und gefesselt war ich von dem Ganzen gleich null. – Einzig, weil alles irgendwie in die Gesamtstory der Reihe passt, gibt es den zweiten Stern.