[Hörspiel] Geister-Schocker 08 – „Der See des Grauens“

Autor: Earl Warren
Verlag: Romantruhe
Release: 07.05.2010
Länge: 59 Minuten 20 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:
Sheila MacKenzie – Alexandra Schalaudek
Walter Abernathy – Jürg Löw
Lord Philipp Abernathy – Karlheinz Tafel
Lady Anna Abernathy – Hildegard Meier
Steven Abernathy – Michael Che Koch
Finnegan Abernathy – Sascha Schiffbauer
Linda Abernathy – Daniella Wutte
Edgar Canmore – Bert Stevens
Ewan – Walter Gontermann
Lillian – Elke Bludau
Die Söhne des Murdoch Abernathy – Richard Hucke, Oliver Baumann, Tom Linden

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Inhalt:
Sheila besucht ihre Studentenfreundin in ihrem zu Hause, soll aber gleich wieder abreisen. Die Freundin hat vor irgendetwas Angst, was in der kommenden Nacht wieder losgehen soll. Sheila jedoch, lässt sich nicht von ihrem Besuch abbringen, nachdem sie so lang darauf gewartet hat, ihre Freundin einmal wiederzusehen.
Doch schon am Abend Beginnen unheimliche Dinge. Die Familie kann das Haus nicht verlassen, redet immer wieder von einem Fluch und dass sie des Todes sind. – Doch Sheila glaubt erst, was sie mit eigenen Augen gesehen hat. Sie geht noch am Abend zum See und begegnet dort dem Grauen.
Der Fluch belastet die Familie schon seit Jahrhunderten und konnte bisher nicht gebrochen werden. Weil die Familie bisher immer wieder einen Fehler begangen hat. Nämlich, niemanden bei sich zu aktzepterien, in den Nächten, wenn das Grauen umgeht.
Sheila macht eine harte Zeit durch, zweifelt an der Freundschaft und kann der Familie dann doch helfen. Auch wenn es für alle Beteiligten nicht einfach ist und leider auch nicht ohne Verluste ausgeht.

Mein Hörerlebnis:
Die Folge fängt so locker und lustig an. Da begegnen sich zwei Freundinnen nach langer Zeit mal wieder und das soll kein Grund zur Freude sein … – Doch die Freundin ist seltsam und will ihre Studienkollegin gleich wieder wegschicken.
Das komische Gehabe der Familie, das gräfliche Getue und dieser ganze Prunk und Protz sind wirklich sehr gut dargestellt. Da reicht es schon, dass dieser versnobte Butler seinen Mund aufmacht.
Beim Abendessen lernt man auch den Rest der Familie kennen und merkt auch gleich, dass wirklich alle vor etwas Angst haben, was Sheila nicht begreifen kann. Es ist logisch, dass sie alle Warnungen in den Wind schlägt und sich den See mit dem komischen Nebel ansehen will. – Fast scheint es mir, als wenn sie die Erscheinung dadurch erst weckt und so richtig in Rage bringt.
Noch gibt es aber keine Action. Die Stimmung wird durch unheimliches Dudelsackgetröte und einer genervten jungen Frau erst noch etwas aufgeheizt, bis es dann endlich zur Sache geht.
Nach und nach kommt heraus, um was für einen Fluch es sich handelt, und dass die Familie wirklich allen Grund hat, Angst zu haben. Der Fluch greift um sich und die Familienmitglieder sind handlungsunfähig. Es ist sehr gut zu hören, dass sie sich nicht wehren können, selbst wenn sie es noch wollten.
Durch das Lesen von alten Chroniken, das Studieren der Bilder an den Wänden, wird nach und nach die schreckliche Geschichte der Familie publik gemacht und auch der Hörer begreift, worin der Fluch besteht. – Allerdings hatte ich schon da die Hoffnung, dass das unerschrockene Großstadtmädchen ihrer Freundin doch bitte helfen möge.
Meine Hoffnungen wurden erfüllt, als Sheila, im Abenteuer ihres Lebens, und in einem wirklich schauerlich gemachten Hörvergnügen die Familie zumindest zu einem Teil retten konnte.

Fazit:
Allein die Story fand ich ja schon hochgradig genial. Ein altes schottisches Schloss, eine Familie, die mit aller Macht an ihrem Adel festhalten will und die Dekadenz lebt, trotzdem sie jeden Monat aufs Neue von einem bösen Fluch bedroht ist.
Die Schauspieler haben hier einen wirklich guten Job gemacht. Die Wandlung von einem hochnäsigen Adligen, hin zu einem normalen Mann der Hilfe braucht, war wirklich sehr gut nachzuvollziehen. Sheila hat man ihre Entschlossenheit von Anfang an angehört und ihre Freundin dreht im Laufe der Handlung wirklich herrlich durch.
Der Fluch war sehr gut erklärt und für mich so sehr gut nachzuvollziehen. – Das hat alles herrlich rund gemacht.
Für einen Lacher hintendran haben die wirklich mehr als herrlichen Outtakes gesorgt.

Klasse Sache, diese Hörspielreihe. Dabei ist es komplett egal, dass es nicht gerade Up to Date ist.

[Hörbuch] Nina McKay – „Dämonenfinsternis“

Nina McKay
„Dämonenfinsternis“
Reihe: Dämonentage (3)
Verlag: Lausch Phantastische Hörbücher
EAN: 4-260-158-97933-7
Länge: 9 Stunden 30 Minuten
Sprecher: Pia-Rhona Saxe

– gehört im Juli 2024 –

Der letzte Band dieser Trilogie sollte nun endlich Licht in das ganze Chaos bringen. – Das hat er auch getan, jedoch war es weniger fulminant, als ich es mir erhofft hatte.

Klappentext: An den letzten fünf Tagen des Jahres, den Dämonentagen, leben die Menschen in Furcht. Sobald das letzte Tageslicht versiegt, fallen Dämonen über die Erde her. Und jetzt liefern sich Menschen und Dämonen den letzten Kampf …
Obwohl Gesa offiziell die Königin der Hölle ist, sind Adrianas Probleme noch lange nicht gelöst.
Ganz im Gegenteil, denn in der Nacht auf den 2. Januar erfährt die Weltbevölkerung, dass Adriana Astara die Schuld an der erneuten Öffnung der Höllentore trägt.
Zu allem Überfluss kann Cruz sich nicht mehr an sie erinnern. Falls Adriana sich nicht Ahels Willen beugt, können sie die Weissagung aus dem Höllenfeuerlied nicht erfüllen.
Und die Welt wird in nie dagewesener Dunkelheit versinken … (Quelle: Thalia.de)

Inhalt: Adriana ist es nicht mehr möglich, in ihre Wohnung zurückzukehren, seitdem bekannt geworden ist, dass sie dafür verantwortlich ist, dass die Dämonentage mit dem Neujahrstag eben noch nicht vorbei sind. Die Dämonen kommen weiterhin nach Einbruch der Dunkelheit aus der Hölle auf die Erde, um die Menschen zu tyrannisieren und zu töten.
Adriana ist mit einem Trick um die Hochzeit mit dem Höllenfürsten herumgekommen, kann aber trotz allem nicht aufatmen. Das Höllenlied erzählt nach wie vor davon, wie man die Dämonennächte ein für alle mal beenden kann und Adriana und ihre Freunde arbeiten fleißig daran, ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen.
Während es in der Hölle scheinbar nach Plan zu laufen scheint, gibt es auf der Erde unvorhergesehene Zwischenfälle, die den Dämonen eine kurzfristige Oberhand bescheren. Doch auch das ist nicht von langer Dauer.
Die Erde kann und muss von den Dämonen befreit werden.

Fazit: Ich habe diese Reihe mit Spannung verfolgt und war nun gespannt auf das Ende. Es musste doch möglich sein, den Fehler, den Adriana begangen hat, wieder gut zu machen. – Leider hat sich die Story zwar weiter entwickelt, aber auch leider zu sehr im Stiel eines dritten Bandes. Ich bin die ganze Zeit nicht wirklich in die Handlung hinein gekommen, habe die Story gehört, um sie gehört zu haben aber nicht wirklich Spaß an der Sache gehabt.
Das Ende und damit das Finale kamen, aber eben auch wieder ganz anders, als ich mir das gedacht habe. Es war wenig fulminant. Ich habe mir, gerade für den finalen Kampf, mehr Action erhofft, als ich am Ende bekommen habe. Das war dann doch schade um den Stoff.
Was den Inhalt der Handlung angeht, da ist zum Ende der Trilogie die Fantasie mit der Autorin ein wenig durchgegangen. Da konnte man Dämonen plötzlich umpolen und am Ende sind ganz andere Wesen aus ihnen geworden. Das war für meinen Geschmack leider etwas zu weit hergeholt. – Ich konnte und wollte der Handlung in der Form nicht mehr wirklich trauen.
Die ganze Zeit hat mir der Film in meinem ganz privaten Kopfkino gefehlt, was am Ende wieder hochgradig schade war. Ich hätte mir da wirklich mehr erhofft, als ich bekommen habe.
Alles in allem bin ich von diesem Band der Reihe leider etwas enttäuscht.
Die Sprecherin hat in jedem Fall wieder einen sehr guten Job gemacht und mit viel Gefühl und einem wirklich angemessenen Tempo gelesen. – An ihr hat es also in keinem Fall gelegen, dass mir dieses Buch nicht so wirklich gefallen hat.
Im Gesamten muss ich aber sagen, dass die komplette Reihe für mich in jedem Fall mal etwas Neues war. Das Thema Himmel und Hölle wurde hier in einer neuen und frischen Story verarbeitet, wie ich sie noch nie gelesen oder gehört habe. Das hat sich doch mal gelohnt.

Bewertung: 3 von 5.

Ich bewerte dieses Buch mit 3 von 5 möglichen Sternen.
Wie gesagt, es konnte mich nicht so wirklich packen und der Film in meinem Kopfkino hat mir gefehlt. Meiner Meinung nach ist zu oft auf für mich unwichtige Sachen abgeschweift worden, was mich dann wieder unaufmerksam hat werden lassen. – Aber so ganz grottenschlecht und absolut unlesenwert war dieses Buch dann nun wieder auch nicht. Ich denke, die drei Sterne sind somit angemessen.

[Hörspiel] Geister-Schocker 07 – „Die Bestien aus dem Todesmoor“

Autor: Fritz Tenkrat
Verlag: Romantruhe
Release: 09.04.2010
Länge: 50 Minuten 40 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:
James Parr – Martin Armknecht
Mark Parker – Bert Stevens
Mary Parker – Nicole Engeln
Hannah – Hildegard Meier
Jason Francis – Peter Niemeyer
Tony Monzone – Sascha Schiffbauer
Inspektor Jenkins – Jo Weil
Captain Griffith – Claus Wilcke
Charles Kennedy – Richard Hucke
Schläger – Tom Linden, Oliver Baumann
Hannah – Elke Bludau
Gnom – Walter Gontermann
Mann – Karlheinz Tafel
Zusätzliche Hintergrundstimmen – -Daniel von Behren, Petra Baumann

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Inhalt:
Polizisten untersuchen einen seltsamen Todesfall, bei dem eine Leiche seltsame Brandverletzungen hat. Dabei finden sie eine Computerdatei, an der der Verstorbene gerade gearbeitet hat. Diese Datei erzählt die Geschichte, wie es zu der Situation gekommen ist, was dem Protagonisten geschehen ist.
Das Todesopfer ist am Ende ein Opfer seiner eigenen Machtgier. Er hatte ein Verhältnis mit der Frau seines Chefs angefangen, woraufhin dieser Schläger auf das Opfer gehetzt hat. Dir Verletzungen hatten ein Koma zur Folge, aus dem er komplett wesensverändert aufgewacht ist. Um sich zu rächen sucht er die Hilfe der bösen Geister aus dem Moor, was ihn am Ende komplett größenwahnsinnig werden lässt.
Was der Mann aber nicht weiß, er ist am Ende von Anfang an nur ein Opfer gewesen. Aber auch die eigentliche Drahtzieherin wird nicht ungestraft davon kommen.

Hörerlebnis:
Der Anfang war etwas verwirrend, bis ich auf Spur war, was die Story angeht. Im Prinzip war es ein sehr raffinierter Zug, die Geschichte am Ende zu beginnen und dann erst alles von vorne zu erzählen.
Die Story selber ist in Geschichte und Aufmachung ein Kind ihrer Zeit und hat dadurch auf mich eine große Faszination ausgeübt.
Man wird, als Hörer, schnell auf die richtige Spur der Handlung geführt und bekommt mit, um was es geht. – Die Handlung spielt in Schottland und ein Geist, der in Schottland etwas auf sich hält, kommt aus dem Moor.
Allerdings hätte ich mir im Vorfeld eine bessere Ausarbeitung der Wesensveränderung des Protagonisten gewünscht. So hat es dann leider eine ganze Weile gedauert, bis ich wusste, wo der Hase langläuft.
Die Finte mit dem Buch war ein sehr gut versteckter Hinweis. Ich habe wirklich bis zum Schluss gebraucht, um zu begreifen, dass genau dieses Buch der eigentlichen „Täterin“ beim Ansetzen ihres Opfers geholfen hat.
Die ganze Story wird jedenfalls vom Opfer selber erzählt, in einer Datei, in der es seine eigene Geschichte erzählt hat. – Wobei ich hier einen kleinen Logikfehler meine gefunden zu haben. Mir ist nicht ganz klar, wie das Opfer das Ende seiner Geschichte aufschreiben konnte, wenn es doch zu diesem Zeitpunkt schon tot gewesen sein soll. Doch das ist nur eine kleine Anmerkung am Rande. Im Grunde nehme ich die Folgen dieser Reihe ganz genau so, wie sie sind.

Fazit:
Faszinierend und voller Fantasie war die Geschichte in jedem Fall. Gerade die Wende am Ende habe ich so nicht erwartet, was mich noch einmal hat aufhorchen lassen.
Die Schauspieler haben alle einen sehr guten Job gemacht und die Outtakes am Ende haben mir noch einmal ein Schmunzeln auf meine Lippen gezaubert.
Das Hörspiel selber hat ich irgendwie fasziniert. Dieses Spiel mit der menschlichen Gier nach Macht war hier wirklich sehr gut gelungen und auch die Überraschung am Ende war nicht von schlechten Eltern.
Also mir hat es gefallen.

[Hörbuch] Nicol Böhm & Anabelle Stehl – „Let´s be free“

Nicole Böhm & Anabelle Stehl
“Let`s be free”
Verlag: Harper Audio
EAN: 9-783-365-00689-4
Länge: 9 Stunden 35 Minuten
Sprecher: Pia-Rhona Saxe, Vincent Fallow, Nina-Carissima Schönrock, Henrike Tönnes

– gehört im Juli 2024 –

Ich habe Frau Böhm auf Spotify abonniert, so wurde mir dieses Buch Hörbuch vorgeschlagen. Ohne zu wissen, dass es wohl der dritte Band einer Reihe ist, habe ich mich auf die Lektüre eingelassen und bin trotzdem nicht enttäuscht worden.

Klappentext: Zusammen verbrachten Shae, Ariana, Evie und Tyler einen ruhigen und perfekten Sommer in New York. Doch nun scheint der Trubel in die Stadt zurückzukehren und bringt das Leben der Freunde gehörig durcheinander. Ariana, die in ihrer Beziehung mehr als glücklich ist, sieht sich mit Hindernissen konfrontiert, die ihren Alltag auf den Kopf stellen. Tyler ist endlich bereit, sich den Schatten seiner Vergangenheit zu stellen, während Evie auf dem Weg zur Liebe viel über sich selbst lernt, was nicht immer leicht zu akzeptieren ist. Und Shae begeht in ihrem Eifer zu helfen einen Fehler, der sie das Wichtigste in ihrem Leben kosten könnte. Können sich die vier wenigstens auf ihre Freundschaft verlassen? (Quelle: Thalia.de)

Inhalt: Vier Freunde, vier Probleme. – Vier junge Leute in New York. Jeder von ihnen ist dabei, sich eine Karriere aufzubauen, die ihn glücklich macht. Jeder möchte sein Leben leben und glücklich sein, was sich aber als sehr schwer herausstellt.
Shae wollte nur helfen, als sie Tyler einen Kontakt vermittelt, der die Geister aus seiner Vergangenheit wieder weckt und ihn so verunsichert und verärgert, dass es fast die Freundschaft killt.
Evie, glücklich mit der beendeten Beziehung und in Freude auf das neue Glück, sieht sich mit einem schleichenden Problem konfrontiert. Ein Stalker scheint ihr nachzustellen und macht auch vor Wohnungseinbruch nicht halt.
Ariana muss sich ihren Weg in der Agentur suchen. Unglücklich mit ihrer Situation, springt sie über ihren Schatten und kann eine neue Chance ergreifen.
Vier Freunde im Trubel von New York, der die Leute noch wachrütteln wird, wenn sie ihre neueste Aktion an die Öffentlichkeit bringen.

Fazit: Ich muss gestehen, dass ich beim Anblick des Covers ein wenig gezögert habe, was die Lektüre dieses Buches angeht. – Rosa ist für mich absolut keine Farbe. Es ist eine Katastrophe und ich weigere mich vehement, irgendwelche Assoziationen mit dieser Farbe zu verknüpfen. – Trotzdem wusste ich ja absolut nichts über dieses Buch. Es wurde mir vorgeschlagen, weil ich eine der Autorinnen bei Spotify abonniert hatte. Da es mich erst einmal nichts weiter kostete, dachte ich mir, dass ich es ja mal anhören kann.

Ich bin erst einmal direkt ins Setting hineingeschmissen worden, was auch zunächst nicht weiter erklärt wurde. – Da war er, der kleine Nachteil, dass ich nicht wusste, dass es sich hier um den dritten Teil einer Trilogie handelt. Aber auch so bin ich dann doch recht schnell in die Handlung rein gekommen. Ich musste mich dann eben erst einmal darauf einlassen und auf die Informationen warten, aber das ging schon.
In jedem Fall war mir gleich klar, dass es sich hier im Prinzip um leichte Unterhaltung handelt, die aber einen ernsthaften und durchaus aktuellen Hintergrund hat. Die leichte Unterhaltung war nur augenscheinlich, denn wenn man genauer hingehört hat, dann hat man sehr schnell mitbekommen, dass jeder Charakter so sein ganz eigenes Päckchen zu tragen hat.
Wir haben hier Shae mit einem wirklich sehr ausgeprägten Helfersyndrom. In der Absicht, nur helfen zu wollen, schießt sie über das Ziel hinaus und zerstört dabei fast eine Freundschaft.
Tyler, der einzige Mann in der Runde, plagt sich immer wieder mit den Geistern seiner Vergangenheit herum. Die Ereignisse scheinen sich zu überschlagen, als ausgerechnet die Frau, die ihn missbraucht hat, eine riesengroße Auszeichnung bekommen soll. – Es war fast ein Aufatmen für mich, als sich herausstellte, dass Tyler nicht der Einzige war, dem das so widerfahren ist und dass die Menschen dann aus dieser Sache eine wirklich großartige Kampagne machen.
Der Chef der Agentur, in der die Charaktere arbeiten, scheint nicht wirklich von dieser Welt zu sein. Der war für einen New Yorker Geschäftsmann einfach zu verständnisvoll. Er schien fast weichgespült und so überhaupt nicht in die grausame Geschäftswelt zu passen.
Ariana war auch so ein Charakter, aus deren Problemen ich zunächst nicht so ganz schlau wurde. Das hat sich innerhalb der Handlung auch erst Stück für Stück herauskristallisiert und endete mit einem regelrechten WUMMS.
Jetzt hier auf wirklich alles einzugehen, was hier thematisiert wird, würde in jedem Fall den Rahmen sprengen. Ich würde auf jeden Fall sagen, dass es so ziemlich die Kernthemen unserer Zeit sind, zusammengefasst in einer Handlung.

Die Handlung selber wirkte trivial. War eben so ziemlich das, was ich mir unter einem Leben in New York vorstelle. Nur, als es dann tiefer ging, wurde die Handlung zu ziemlich hartem Tobak. – Die Autorinnen haben hier wohl auch ein ganzes Stück weit Aufklärungsarbeit geleistet.
Vieles ist mir leider nicht so ganz aufgegangen, da mir die ersten beiden Bände gefehlt haben, aber was die Handlung betrifft, bin ich die ganze Zeit wirklich sehr gut mitgekommen und habe verstanden, was man mir hier sagen wollte.
Die Namen habe ich immer mal wieder komplett durcheinander geschmissen, aber irgendwie hat sich das dann im Laufe der Handlung immer wieder aufgeklärt. – Somit bin ich da nie so wirklich komplett ins Straucheln geraten.
Ich möchte dieses Buch als einen wichtigen Beitrag zur allgemeinem Aufklärung zuordnen. Eingepackt in eine scheinbar alltägliche New Yorker Handlung wurden hier Probleme eingebaut, die erst einmal bewältigt sein wollen.

Bewertung: 4 von 5.

Ich bewerte dieses Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Leider muss ich einen Stern abziehen, da mich die Handlung trotz allem nicht wirklich zu einhundert Prozent packen konnte. Aber angenehm war in jedem Fall das hier gezeigte zwischenmenschliche Miteinander, die Tatsache, dass Probleme gemeinsam angepackt werden und ganz groß auch die Tatsache, dass auch Chefs nicht immer Arschlöcher sein müssen.

Meine Woche 34. Kalenderwoche 2025

Geärgert:
hm… eigentlich nicht wirklich.

Gefreut:
Dass das mit dem Urlaub so problemlos geklappt hat.

Gedacht:
Oweia…. 3 Wochen ohne Arbeit. Was, um Himmels Willen, fange ich mit der ganzen freien Zeit an?

Gefragt:
Meine Freundin ist jetzt schon 4 Wochen nich online gekommen. Da ist save was Schlimmes passiert.

Genervt:
Von dem ständigen Lüftergeräusch, wenn man Mann mit am Schreibtisch sitzt.

Gefühlt:
ausgebrannt, leer … ich habe sogar fast ne Woche lang nicht eine Zeile gelesen.

positiv:
Fussel ist tablettenfrei und das Essen bei sich behalten.

negativ:
Fussel hat nicht wirklich viel gefressen

Gelitten:
NÖ, nicht wirklich. Es lief einfach.

Genossen:
– den Kuchen am Freitag –

Gewesen:
auf Arbeit und heute wieder im Hainich wandern.

Getroffen:
Arbeitskollegen und viele andere Wanderer

Gesucht:
Mal noch nach einem Gericht, dass ich für Fussel kochen kann.

Gefunden:
zumindest kein Fusselrezept

Gelacht:
OH ja, heute in der Kneipe. Muss ich erzählen: Wir saßen, nach dem Gassi, in einem Landgasthof im Nachbarort. Da kam dich ne Familie rein, die mit dem Auto auf der Durchreise waren. Sie bekamen die Karte und moserten rum, dass da nur Fleischgerichte drauf wären. Der Wirt bietet ihnen das vegetarische Tagesgericht an, was aber den Kindern der Schöpfung nicht genehm war, weil Blumenkohl nicht geht. – Sind sie wieder gegangen.
Mal ehrlich, wenn das meine Mädchen gewesen wären und ich hätte Kohldampf geschoben, hätten sie sich was ausgesucht, oder mir beim Essen zugschaut. Die Welt ist dem Abgrund so nahe. Da terrorisieren zwei KINDER Mutter und Vater mit ihren Fürzen im Schädel.

Geweint/Getrauert:
– nö, so schlimm wars nicht –

Gewundert:
Fussel sein Gewicht ist noch weiter unten. – Dann ist es eben so.

Gegessen:
ja

Genascht:
Kuchen

Getrunken:
Holy-Eistee, Radler

Gehört:
ein paar Hörspiele

Gegoogelt:
Nach Hundefutterrezepten

Gelesen:
ein paar Seiten auf Wattpad. Nichts erwähnenswertes.

Gesehen:
Einige Folgen der Serie „Haus Anubis“ auf Netflix

Gebastel/Gespielt/Gehandwerkt/Geschrieben:
nö – ich war zu ausgebrannt um irgendwie noch kreativ werden zu können. Es ging einfach nicht.

Getan:
gearbeitet und geschlafen

Gekauft:
Ein Buch von Michael Tsokos

Gelernt:
bestimmt unterbewusst

Geschenkt (bekommen):
zählt das ausgegebene Essen heute auch?

Geschlafen:
endlich mal wieder wie ein Stein

Geträumt:
bestimmt, aber bewusst ist es mir nicht mehr

Geplant:
Montag und Dienstag noch ein bisschen im Haushalt wirbeln und am Mittwoch geht es dann für 7 Tage nach Wismar an die Ostsee. Einfach mal raus und was anderes hören und sehen.

Fazit:

Hier habe ich heute nichts zu sagen.

Saturday Sentence – „Der 5. Band der Gefühle“

1. Nimm deine aktuelle Lektüre

Tauche ein in die Welt der 8 Sinne: Wut. Ekel. Trauer. Wachsamkeit. Freude. Erstaunen. Vertrauen. Angst – Welches Gefühl ist Deines?

Gemeinsam mit den anderen Auserwählten suchen Lee und Ben nach den verschollenen Büchern der Macht. Doch die Suche gestaltet sich gefährlicher als gedacht – und als die Totaa dann noch einen Anschlag verüben, trifft Lee eine Entscheidung, die alles verändert … (Quelle: Lovelybooks.de)

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein „Saturday Sentence“ lautet. (Bei Ebooks Position 158)

Einer steuerte weiterhin auf mich zu, während der andere zu Ben strebte.

Rose Snow – „Band 5 der Gefühle“ (8 Sinne Band 5); ISBN:9-783-746-06223-5

3. Und wie ist es bisher?
Ich komme nicht wirklich rein in das Buch. Ich lese, wenn ich mal lese, mit dem Gefühl, dass ich irgendwas verpasst habe.
Ja, ich stecke komplett in einer Leseflaute und habe mir zur Überbrückung sogar eine Wattpadmitgliedschaft besorgt.

Allerdings habe ich jetzt auch quasi eine Woche lang gar nichts gelesen. – Ich kann mich einfach nicht aufraffen und hoffe, dass der Urlaub und die freie Zeit das jetzt irgendwie richten können.

Fusselfreitag #276

Fussel hat keinen Bock mehr

Jep, ich war noch einmal beim Tierarzt. Die Kübelei hörte und hörte nicht auf. Ich wusste mir nun auch überhaupt nicht mehr zu helfen.
Fussel hat mal wieder ein Tablettenkur bekommen. Zwar hat die Kübelei aufgehört, aber was will er denn auch rausholen, wenn er nichts außer seine Tabletten noch einführt. Zwei Tabletten auf drei Mahlzeiten aufgeteilt sind wirklich die perfekte Diät ever. Er nimmt wieder ab, ist wieder am untersten Ende der Gewichtsskala und es ist kein Mampf mehr in ihn rein zu bekommen. Nicht durch Bewegung, nicht durch Animation und schon gar nicht durch zwang.
Klingt hart, aber ich habe aufgegeben. Ich stelle das Futter hin, lasse es vergammeln, schmeise es weg und am nächsten Tag das gleich Spielchen.

[Hörspiel] Bibi Blocksberg 152 – „Die verrückte Autofahrt“

Autor: Doris Riedl
Regie: Michael Schlimgen
Musik: Heiko Rüsse/ Wolfgang W. Loos, KIDDINX Studios
Verlag: kiddinx
Release: 24.05.2024
Länge: 46 Minuten 43 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – G. Schoß
Bibi Blocksberg – S. Bonasewicz
Barbara Blocksberg – G. Streichhahn
Bernhard Blocksberg – B. Wolf
Oma Grete – K. Lopinski
Alma Astra – M. Doering
Hexe Talita – C. Meinhardt
Polizist Hubert – M. Straube
Leander – D. Montoya

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Inhalt:
Familie Blocksberg will in den Urlaub fliegen, ihr Flug ist aber leider auf unbestimmte Zeit verschoben. – Oma Grete ist als unbekanntes Flugobjekt quer über das Flugfeld geschossen und hat somit den kompletten Flugverkehr lahmgelegt. – Als Entschuldigung will sie ihre Familie mit „Huberta“ ans Meer fahren.
Die Fahrt gestaltet sich allerdings alles andere als einfach. Zuerst geraten sie in einen Stau, dann brettern sie in einen Gartenzaun, der ihnen ein Glücksschwein als Reisebegleiter beschert. Auf einer Polizeiwache muss Oma Grete eine Belehrung über sich ergehen lassen und dann ist das Auto kaputt und wird fast verschrottet.
Die Familie kommt dann irgendwann auch endlich am Meer an und hat dabei eine Zerreißprobe als Familie bestanden.

Mein Hörerlebnis:
Gleich zu Beginn geht es richtig rein in die Handlung. Nach dem Intro und dem Erzählerpart sind wir mit Familie Blocksberg am Flughafen, wo sie für ihren Flug einchecken wollen, aber gesagt bekommen, dass der Flug auf unbestimmte Zeit verschoben ist. – Die Enttäuschung ist groß und wenn ich es recht bedenke, dann ist das für mich auch das Schlimmste, was mir so passieren kann. Willst in den Urlaub und der Flug findet nicht statt. (Aber das nur am Rande.)
Es stellt sich heraus, dass Oma Grete an dem ganzen Desaster schuld ist und das dann auch noch richtig gut runterspielt. Sie kann die ganze Aufregung nicht wirklich verstehen. – Ich finde Oma Grete einfach nur super. Die kann, wenn es nach mir geht, ruhig öfter in den Hörspielen auftauchen.
Huberta stellt sich als Kleinbus heraus, der als Campingfahrzeug umgerüstet ist und womit die Familie nun ans Meer fahren will. Vater Bernhard ist alles andere als begeistert und dabei hat er noch nicht einmal den Hauch einer Ahnung, dass es sich hier um keinen gewöhnlichen Campingbus handelt, sondern um einen hexischen … – Niedlich, wie sich das alles so herauskristallisiert und die Hexen wissen, wo der Hase lang läuft nur der einzige Mann in der Runde nicht.
Die ganzen Begebenheiten auf der Fahrt sind ja mal mehr als hanebüchen und so typisch Bibi Blocksberg. Vieles geht auch nur, weil Oma Grete genau so schusselig hext, wie Bibi, wenn sie aufgeregt ist.
Zunächst der Stau und die extra gehexte Ausfahrt. – Hier frage ich mich, warum die nicht auch gleich die ganzen anderen Autos benutzt haben. Das hätte doch ein riesiges Chaos geben müssen.
Dann die Astrologin, die ihr Leben komplett nach den Sternen ausrichtet, sich überhaupt nicht wundert, wie die Familie mit dem Auto mal eben auf die Wiese kommt und dann munter vor ihren Augen hext und die Frau das wieder als gegeben hinnimmt. Und dann die Geschichte mit dem Hängebauchschwein, was sie wildfremden Leuten einfach mal so mitgibt …
Eins führt ins Andere und die Familie landet auf einer Polizeiwache, nachdem sich der Polizist irgendwie komplett unlogisch benommen hat. Daraufhin folgt eine weitere Strähne, an deren Ende sie ihr Gefährt vor der Schrottpresse gerettet haben und das Hängebauchschwein wieder an seinen Besitzer loswerden. Vom Fleck gekommen ist die Familie bis dahin nicht wirklich, aber tritt dann jetzt noch die endgültige Reise ans Meer an. – Wo sie dann auch endlich, endlich ankommen.

Fazit:
Manchmal habe ich das Gefühl, dass die die Kinder mit den Hörspielen von und mit Bibi Blocksberg einfach nur verarschen wollen. Mir ist bewusst, dass es sich hier um ein Kinderhörspiel handelt und Bibi mit ihrer Familie Fantasiefiguren sind. Aber man kann es mit den Zufällen auch übertreiben. Früher, als Hexen auch in den Hörspielen noch verwundert haben und eine Art Stein des Anstoßes waren fand ich vieles lustiger und logischer.
Die Schauspieler machen einen super Job und besonders die Figur der Oma Grete gefällt mir immer mehr. Ich stelle mir hier so eine verrückte, alternde Schachtel vor, die einfach ihr Leben genießt und nicht groß über die Konsequenzen ihres Handelns nachdenkt. Einfach nur herrlich.
Die Story ist zwar kindgerecht, aber am Ende vollkommen an den Haaren herbeigezogen und wirkt auf mich stellenweise wirklich komplett hanebüchen. Vielleicht muss ich wirklich wieder lernen, etwas kindlicher und alberner zu denken, aber am Ende glaube ich, dass auch den Autoren so langsam aber sicher die zündendenden Ideen ausgehen.

Ich ordne diese Folge irgendwo im Mittelfeld ein und sage mir, ich habe sie gehört, das soll es dann auch gewesen sein.

[Ebook] Wolfgang Hohlbein – „Die Blutgräfin“

Wolfgang Hohlbein
„Die Blutgräfin“
Reihe: Die Chronik der Unsterblichen (6)
Verlag: beBeyond (Bastei Lübbe)
ISBN: 9-783-732-55906-0
Länge: 293 Seiten

– gelesen im Juli 2024 –

Ein Hohlbein, der mal von seinem üblichen Stil abzuweichen schien. Ich hatte dieses Gefühl von den krassen Längen nicht und war eigentlich die ganze Zeit komplett gefesselt.

Klappentext: Band 6 der spektakulären Vampir-Serie vom Fantasy-Bestseller-Autor Wolfgang Hohlbein!

Das Rätsel ihrer Herkunft führt Andrej und Abu Dun in ein kleines ungarisches Dorf. Die Bewohner sind zutiefst verängstigt. Vor Kurzem haben sich in der Gegend mehrere grauenhafte Morde zugetragen. Gerüchten zufolge soll eine geheimnisvolle Frau dahinterstecken, die in der einsamen Ruine eines Herrenhauses wohnt und von den Menschen in ihrer Umgebung nur „Die Blutgräfin“ genannt wird … (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Andrej und Abu Dun finden im Wald Leichen, nachdem sie ihren Nasen gefolgt sind. Diese armen Menschen sind grausam zugerichtet und einfach liegen gelassen worden. – Und als wäre das noch nicht Unglück genug, kommen auch Bauern aus der Gegend genau an dieser Stelle vorbei und machen aus ihrem Verdacht keinen Hehl.
Andrej und Abu Dun nächtigen bei den Bauern, nachdem geklärt wurde, wo die beiden eigentlich hin wollten. Aber Vertrauen auf beiden Seiten sieht anders aus. Nähere Erkundigungen machen klar, dass die Leute hier tatsächlich seit geraumer Zeit eine ganze Menge durchmachen. Mädchen verschwinden, Leichen liegen herum und niemand hat den Täter jemals gesehen. Man ist sich nur sicher, dass diese Todesfälle angefangen haben, als die seltsame Gräfin auf dem alten und verfallenen Schloss eingezogen ist.
Andrej glaubt, in der Gräfin seine gesuchte Marie wiedergefunden zu haben. Glaub sich am Ziel seiner Träume und in den Armen seiner Liebsten. Doch immer wieder passieren seltsame und unerklärliche Dinge mit und um ihn. Ein Brand auf dem Schloss bringt dann nicht nur Andrej die Wahrheit, sonder auch einem der Bauern Gewissheit. Ihr Verdacht war gar nicht so weit hergeholt. Nur waren nicht Andrej und Abu Dun die Täter, sondern am Ende auch nur Opfer.

Fazit: Ein blasses Cover, im Stil gleich, aber doch beeindruckend. So auf seine ganz eigene Art. Denn schon allein der Titel hat mich an die Gräfin Bathory erinnert, über die zahlreiche Legenden und Geschichten im Umlauf sind. Diese Frau soll junge Mädchen aus der Gegend auf ihr Schloss gelockt haben, um sie dann töten zu lassen. Das alles nur, weil sie sich durch das Bad in jungem Blut einfach nur ewige Schönheit und Jugend erhofft hat. – Ich war in jedem Fall hochgradig gespannt, was Herr Hohlbein aus diesem Stoff gemacht hat.

Die Zeit vom letzten zu diesem Band kann noch nicht so weit fortgeschritten sein. Irgendwie wirkt dieses Buch, als wäre es zeitlich so ziemlich im Anschluss zu verorten. Die beiden Protagonisten sind unterwegs, finden Leichen und Ärger. – Und schon kommt auch die Sage ins Spiel und macht Andeutungen, genau in die Richtung, wie ich mir das gedacht habe.
Zunächst folgt die Handlung einem scheinbaren Muster. Andrej und Abu Dun kommen zu einem Tatort, sie werden verdächtigt, weil sie ja die Neuen sind und dann besinnt man sich ihrer Schwerter und verortet sie als Söldner.
Es entspinnt sich ein interessanter Konflikt, in dem wirklich jeder jedem misstraut. Die Bauern untereinander sind sich nicht einig, Andrej und Abu Dun driften mal wieder auseinander, scheinen sich komplett zu entzweien und gehen doch irgendwie jeder seine eigenen Wege.
Der Konflikt mit der Gräfin, welche im Schloss wohnen soll, ist zwar die ganze Zeit präsent, aber nicht immer greifbar. Kleinere Scharmützel fließen immermal wieder in die Handlung ein, aber das wirklich blutige Szenario kommt wirklich erst am Ende, als auch das Geheimnis aufgelöst wird und die bittere Wahrheit ans Licht kommt, mit der auch ich nicht gerechnet hatte.
Irgendwann sieht es danach aus, als müsse Andrej einen ziemlichen Verlust hinnehmen. Dieser Teil der Handlung hat mich etwas ungläubig auf die Zeilen starren lassen. Sollte Herr Hohlbein hier wirklich so einen Riss in die Handlung einbauen? – Aber auch hier hat sich im Finale wieder alles aufgeklärt und begradigt. Einzig meine Kernfrage bleibt noch immer bestehen. Irgendetwas ist zwischen den Protagonisten. Etwas, dass sich immer wieder in die Freundschaft schleicht, aber nicht wirklich greifbar ist.

Für den Fortgang der Reihe hat dieser Band nicht wirklich etwas gebracht. Andrej und Abu Dun sind nach wie vor auf dem Wissenstand, auf dem sie vorher waren, was sie und ihre Daseinsform angeht. Ihre Freundschaft wurde mal wieder auf eine harte Probe gestellt, aber aufgeklärt wurde auch dieser Umstand nicht.
Es hatte erfrischend wenig Namen in der Handlung, sodass auch ich dem Ganzen sehr gut folgen konnte und die ganze Zeit darüber im Bilde war, wer jetzt was ist und wo dieser Name hingehört. Das war insofern wichtig, dass ich dem Ganzen am Ende dann auch einen Sinn abgewinnen konnte.
Die Handlung plätschert in ihrem ganz eigenen Tempo vor sich hin und endet in einem Finale, wie ich es auch nicht erwartet hatte. Ein neues Wesen in der Welt der Wesen, wieder dieses Unwissen über das eigene Dasein und wieder die Flucht von einem Ort, von dem sie eigentlich nicht flüchten wollen. – Andrej und Abu Dun haben es hier wirklich nicht leicht.
Ich hatte bei dieser Lektüre wirklich ein großartiges Kopfkino. Ich habe mit den Charakteren gefroren, ich war ratlos, wenn es Andrej war und ich konnte dem ganzen Tun und Lassen auf dem Schloss wirklich bis zum Schluss keinerlei Bedeutung beimessen. – Bis am Ende so ziemlich alles aufgeklärt wurde.

Bewertung: 5 von 5.

Ich bewerte das Buch mit den vollen 5 von 5 möglichen Sternen.
Für einen Hohlbein war dieses Buch wirklich erstaunlich fließend geschrieben. Es hatte keine erklärenden Längen und es gab Bilder in meinem ganz privaten Kopfkino, die mir die Lektüre noch versüßt haben.

[Hörspiel] Geister-Schocker 06 – „Der Satansorden von Charlteron“

Autor: Earl Warren
Regie: Markus Winter & Romantruhe
Musik: Oliver Baumann, WinterZeit Studios, Leverkusen
Verlag: Romantruhe
Release: 05.03.2010
Länge: 48 Minuten 50 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:
Frank Simms – Wendland, Jens
Louisa Giglione – Kohns, Lea
Harvey Soundra – Schmitt, Rainer
Tonia Salvarin – Riedel, Lutz
Inspektor Duvek – Armknecht, Martin
Vinko Jakasa – Liebig, Helgo
Dr. Draganovic – Wilcke, Claus
Stella Canton – Wutte, Daniela
Olga – Brügger, Katja
Stjepan, Teufelsmönch – Baumann, Oliver
Betty – Schalaudek, Alexandra
Schiffsarzt – Dux, Eckart
Branko Jankovic – Schiffbauer, Sascha
Sophia – Meier, Hildegard
General – Gontermann, Walter
Soldat – Hucke, Richard
Zoltan – Linden, Tom
Studiozombie – Winter, Markus
Studiozombie – Baumann, Petra
Studiozombie – von Behren, Daniel

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Inhalt:
Seltsames geht auf der Insel Charlteron in Kroatien zu. Menschen werden getötet und kehren dann als Wiedergänger zurück. Sie morden auch und würden weitere Wiedergänger erschaffen, wenn man sie liese, wie sie wollten.
Ein Pärchen verschwindet auf dieser Insel, wird gesucht und steht in der Gerichtsmedizin wieder auf, um neue Todesopfer zu fordern.
Menschen vermuten auf der Insel einen alten Schatz, der den Reichtum der damals lebenden Mönche ausgemacht hat. – Doch sie können dem Schatz nicht habhaft werden, weil die Mönche etwas dagegen haben und ihren Schatz beschützen.
Die Polizei kann dem Ganzen erst dann ein Ende setzen, als ein Kreuzfahrtschiff vor der Insel mit einem Motorschaden liegen bleibt und die Mönche auch hier die Menschen töten und diese als Wiedergänger auferstehen.
Nur der so genannte kurze Prozess kann hier noch helfen.

Mein Hörerlebnis:
Ach wie niedlich, alles beginnt mit einer verbotenen Liebe, die nicht sein darf, weil sie bereits verlobt ist, die Verlobung aber wohl nicht akzeptiert. Die ganzen Umstände sind eigentlich recht niedlich konstruiert. Deswegen fand ich es etwas schade, dass die beiden Charaktere dann wirklich auf so eine Art sterben müssen.
Die Geräuschkulisse, als die Geistermönche auftauchen, fand ich ja mal richtig gut gemacht und spannend. Dieser Spladdergeräusche tun ihr Übriges, um mein Kopfkino auf vollen Touren laufen zu lassen. Was das angeht, bin ich wirklich sehr gut auf meine Kosten gekommen.
Dann wird die Handlung etwas verwirrend, weil ich schlicht und ergreifend die ganzen Namen nicht mehr wirklich auseinanderhalten konnte. – was ich aber heraushören konnte, war die Tatsache, dass zunächst dieser Reisemensch und der Mafiaboss ihre vermissten Personen suchen und das eben auch nicht überleben, da sie auf der Insel landen.
Dann haben wir da einen geldgierigen Typen, der an den Schatz auf der Insel glaubt, diese betritt, aber vor den Mönchen auf ein Kreuzfahrtschiff fliehen kann. – Man glaubt, dass die Geistermönche die Insel nicht verlassen können, was aber ein Trugschluss ist, denn auf das Kreuzfahrtschiff kommen und dort alle Menschen töten, bis auf den, der sich auf das Schiff retten konnte.
Die Polizei schaltet sich natürlich erst viel zu spät ein. Sie untersuchen die Vorgänge auf dem Kreuzfahrtschiff, als es schon viel zu spät ist.
In jedem Fall kommt da so eine unterschwellige Korruption rüber, die in Kroatien ja auch blühen soll. – Als Tourist merkt man das natürlich nicht, aber es wird schon so sein, dass man als Mafiaboss oder Geldgeber einen gewissen Einfluss auf das Geschehen im Land hat.

Fazit:
Die Story selber ist eben so ein typisches Kind seiner Zeit und hat mich auf ihre Art sehr gut unterhalten. – Da ich als Touri schon einmal in Kroatien war, konnte ich sogar den Namen eines mir bekannten Ortes hören, was mir so ein gewisses Gefühl der Befriedigung gegeben hat.
Die Geräuschkulisse und die Musik haben in diesem Fall die Story noch einmal richtig gut aufgewertet
Die Story mit Wiederauferstehung, Blut saugen und Geistern aus der Vergangenheit ist jetzt keine neue. Allerdings fand ich die Konstellation mit der alten Burg und dann in Kroatien alles recht interessant.

Ich war für die Zeit dieses Hörspiels sehr gut unterhalten. Und nur weil ich die Namen nicht wirklich auseinanderhalten konnte, hat das der Story selber keinen Abbruch getan.