[EBook] Carrie Vaughn – „Die Stunde der Wölfe“

Carrie Vaughn
„Die Stunde der Wölfe“
„Reihe: Midnight Hour (1)
Verlag: Heyne
ISBN: 9-783-64106351-1
Länge: 435 Seiten

– gelesen im August 2024 –

Dieses Buch war ein Zufallsfund so ziemlich zum Anfang der Ebooks. Das Cover hat mich damals angemacht, aber das Lesen hat mich ernüchtert.

Klappentext: Vampire, Wölfe und eine Radioshow„Hallo, hier ist Kitty Norville und ihre Midnight Hour. Rufen Sie an und schildern Sie Ihre Sorgen. Ob Vampir, Hexe oder Werwolf – ich, Kitty, kann Ihnen helfen, denn ich bin Ihnen näher als Sie ahnen …“Kitty Norville ist der Star bei einem kleinen Radiosender in Denver. In ihrer Nachtsendung „Midnight Hour“ schüttet das ganze Land sein Herz aus. Die Anrufer, darunter Vampire, Werwölfe und Hexen, spüren, dass Kitty ihre Sorgen versteht. Was keiner weiß: Kitty ist aus eigener böser Erfahrung Expertin. Doch durch den Erfolg ihrer Sendung ist die junge Moderatorin plötzlich wie auf dem Präsentierteller – für die Geschöpfe der Finsternis und ihre Jäger. Und beide Seiten können ihr ungemein gefährlich werden … Ein Muss für alle Fans von J. R. Ward, Kim Harrison und Lara Adrian (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Kitty ist Radiomoderatorin und Werwolf. Ihr Werwolfsrudel ist aber ihr Geheimnis, welches nur wenige eingeweihte Freunde kennen.
Mehr durch Zufall wird ihre Radioshow zu einer Talkshow und beschäftigt sich mit den Geschöpfen der Nacht. Kitty ist irgendwann gezwungen, sich zu outen. Genau das bringt ihr Ärger mit ihrem Rudel. Die anderen Werwölfe haben Angst vor einem Outing.
Als die Polizei Kitty um Mithilfe bittet, bei seltsamen Morden, wird ei Zwickmühle nur größer. Ja, der Mörder ist ein Werwolf. Ein Streuner …. Aber jemand muss ihn geschaffen haben.

Fazit: Von der Autorin und der Reihe hatt eich bis dato noch nichts gehört. In meine Leseliste sind die Bücher beim Stöbern gewandert. Das Coverbild und der Klappentext haben mich irgendwie angemacht. Also hab eich mir die Bücher auf meinen SuB gepackt.
Band 1, also dieser hier, ist im Jahr 2009 erschienen, war also auch schon nicht mehr ganz so neu, als ich auf die Reihe gestoßen bin. – Aber allein das Thema bietet ja Möglichkeiten ohne Ende und wird wohl nie langweilig werden.

Ich bin sehr unbedarft und ohne Erwartungen an das Buch herangegangen. Es war eben auch schon zu lang her, dass ich diese Lektüre auf meinen SuB gepackt habe. – Dementsprechend sah dann auch die Formatierung aus. Mal abgesehen vom vollkommen unzeitgemäßen pdf-Format, waren die Absätze unheimlich weit voneinander getrennt und die Schrift riesig. Gefühlt war ich mehr am Blättern, als am Lesen.
Die Story war absolut leichte Kost und in jedem Fall an eine jüngere Zielgruppe gerichtet. Auch die Protagonistin war selber gerade na der Schwelle zum Erwachsenwerden und hat sich dementsprechend verhalten.
Dadurch, dass es sich hier um einen Reihenauftakt handelt, hat sich das Buch wie eine Einführung in die Welt gelesen, in der das alles hier spielt. Ich kann mir vorstellen, dass eine gewisse Spannung beabsichtigt war, aber nie wirklich aufgekommen ist, weil zu viele einschlägige Szenen zu genau erklärt und beschrieben wurden. Es ging einfach nicht voran und mir hat lang die Sicht auf das Ende gefehlt. Mir war nicht klar, wo das hinführen sollte. Dementsprechende habe ich dann auch mit wenig Begeisterung und Elan gelesen.
Der Aufhänger mit der Radioshow war in jedem Fall interessant gewählt. Die Protagonistin hatte dadurch Vor- und Nachteile, die aber auch sehr gut zur Geltung gekommen sind. – Einzig ihr eigenes Dasein als Werwolf ging ziemlich unter. Da hätte ich mir mehr erhofft, als diese kurzen Passagen, de wohl die Vollmondnächte darstellen sollten, mich aber so gar nicht packen konnten.
Erst zum Ende hin, hat sich ergeben, was die Handlung für ein Ziel haben sollte. Die richtig echte Spannung hat zwar immer noch gefehlt, aber zumindest haben sich ein Konflikt gelöst und eine offene Frage geklärt.

Der ganze Schreibstil war leicht und gut verständlich. Dafür gab es aber kein Kopfkino, weil vieles einfach kaputt erklärt wurde und ich oft an den verschiedensten Stellen das Interesse verloren habe und dann nur noch überflogen habe.
Die Welt war im Grunde sehr interessant, aber die Charaktere hatten für mich absolut keine Tiefe. Einzig die Protagonistin wurde etwas genauer dargestellt und beschrieben. Der ganze Rest jedoch blieb flach und kryptisch. Im Grunde hätte man sich die ganzen anderen Namen auch sparen können. Die waren eh so gut wie unsichtbar. – Das alles in nur einem Handlungsstrang dargestellt, hat sich hier eine wirklich flache und Story ergeben, die mehr Potential gehabt hätte, als ausgeschöpft worden ist.
In meiner Ausgabe Ebook gab es einen gewaltigen Formatierungsfehler, der sich durch das gesamte Ebook gezogen hat. Die Umlaute wurden nicht immer richtig dargestellt, sondern durch ein Fragezeichen ersetzt. Das hat mich beim Lesen immer mal wieder stolpern lassen und war nicht sehr angenehm.
Das Namenschaos war zum Teil wirklich riesig. Oftmals musste ich aus der Handlung herauslesen, wer jetzt genau was macht und womit zu tun hat. – Das war nervig und hat noch zusätzlich verhindert, dass ich so wirklich in die Story eintauchen konnte.
Im Grunde kann man sagen, dass die Autorin hier eine ganze Menge gewollt hat, aber wenig davon umgesetzt wurde. – Gut, es ist erst der Auftakt zu einer Reihe, die meines Wissens bisher 6 Bücher umfasst. Aber wenn das in dem Stil weiter geht, bezweifle ich, dass da noch mal irgendwann Spannung aufkommt.

Bewertung: 3 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 3 von 5 möglichen Sternen.
Für eine bessere Bewertung reicht es leider nicht, dazu bin ich mit dem Stil des ganzen Buches nicht so wirklich zufrieden gewesen. Der Erzählstil hat hier wirklich zu viel kaputt gemacht.

[Hörspiel] Geister-Schocker 26 – „Venedig sehen und sterben“

Autor: Peter Mennigen
Verlag: Romantruhe
Produktionsjahr: 2012
Länge: 1 Stunde 50 Minuten

Die Sprecher:
Robert Missler
Tanja Dohse
Karlheinz Tafel
Leonie Landa
Katja Brügger

direkt auf Spotify anhören

Inhalt:
Malcom Max und Charisma sind in Venedig, wo sie der Ursache der Dämonenerscheinungen jede Nacht auf die Spur kommen sollen. – Schon als sie dort ankommen, ist die Stadt wie leergefegt. Die Menschen haben sich in ihre Häuser zurückgezogen, wo sie sich vor den Monstern sicher glauben.
Die beiden begegnen einem kleinen Mädchen, welches als einzige auf der Straße zu sein scheint, und kommen mit ihr ins Gespräch. Es stellt sich heraus, dass das Mädchen im Moment ohne jedes Elternteil ist, weil die Mutter als Hexe verurteilt werden soll und in den Bleikammern gefangen gehalten wird. – Bei der Befreiung der Mutter stößt Malcom auf so manche Erkenntnis, aber auch Schwierigkeiten.
Im zweiten Hörspiel der Folge bekommen es Charisma und Malcom Max mit Jack the Ripper zu tun. Malcom wird nach London berufen, wo er dem seltsamen, amerikanischen Arzt auf die Schliche kommen soll, damit man ihn inhaftieren und verurteilen kann. – Allerdings ist dieser Arzt zwar schnell in Flagrante erwischt, allerdings tritt er bei den Morden als Geistererscheinung auf und kann nur schwer bis gar nicht dingfest, verletzt oder gar getötet werden. Malcom und Charisma müssen durch die Kanalisation fliehen, was der Geistererscheinung aber auch keinerlei Verfolgungsschwierigkeiten bereitet. Die beiden entgehen nur knapp dem Tod durch Jack the Ripper.

Mein Hörerlebnis:
Ich hoffe nur, dass jetzt nicht jedes dieser Hörspiele von und mit diesem Malcom Max ist. – Der hat auf der einen Seite durchaus interessante Fälle, aber warum man diesen festen Charakter in eine Serie integriert, und das dauerhaft, die sich Geister-Schocker nennt, entzieht sich meinem Verständnis und ich kann das absolut nicht nachvollziehen.
Die düstere Stimmung in Venedig ist wirklich sehr gut wiedergegeben. Wie sie per Stimme versuchen, eine leergefegte Stadt und eine verängstigste Bevölkerung darzustellen, war wirklich sehr glaub- und bildhaft. – Auch wenn man bis dahin nicht wusste, was genau hier eigentlich los ist, hat Malcom seine Mission vor Augen. Er soll die Geistererscheinungen aufklären und nach Möglichkeit beheben.
Das Mädchen, welchem die beiden begegnen, ist hier dann wohl als Kommissar Zufall zu werten, denn ihr Schicksal bringt Malcom dazu, in die Bleikammern einzudringen, um die inhaftierte Mutter zu retten. – Hier muss ich sagen, dass die Zeit, in der das alles spielte, wirklich sehr gut raus kommt. Kräuterweiblein sind als Hexen verschrien, die Frauen sind mehr als prüde und können es nicht ab, wenn ein Mann sie auch nur schief anschaut und ähnliche Spielchen.
Bei der Flucht aus den Bleikammern stellt sich die gerettete Frau wirklich mehr als dämlich an. Fast schon unlogisch, wie sie auf dem Gang hysterisch herumschreit, weil sich die Wachen nähern. Da hätte sie in ihrer Rolle bleiben können und alles wäre reibungsloser verlaufen. – Allerdings hätte man dann die Szene nicht gehabt, in der Malcom sie angeblich unsittlich berührt.
Die Auflösung, wo die Geistererscheinungen herkommen und die Gefahr, in der sich Charisma eine ganze Weile befunden hat, sind fast unter den Heldentaten von Malcom untergegangen, der nach der Flucht direkt so eine Art Geistreise antreten muss, um auch das Mädchen zu retten. – Aber seine Mission ist erfüllt.

Ich war schwer verwirrt, als direkt im Anschluss gleich noch einmal das Intro der Geister-Schocker ertönte und wirklich eine zweite Folge kam. Die haben hier einfach zwei Malcom Max-Geschichten in eine Folge gepackt. Wohl, weil beide einzeln zu kurz für das Format gewesen wären.
Malcom und Charisma bekommen es mit Jack the Ripper zu tun. – Einfach herrlich dargestellt, wie sie aus einem wohl amerikanischen Arzt und normalem Bürger einen vom Bösen besessenen Mann gemacht haben, der als Geist durch Londons Straßen zieht und Frauen ersticht. – Die Darstellung des Geistes, aber auch des wirklich etwas größenwahnsinnigen Arztes waren mehr als interessant und hätten einen gruseligen Faktor gehabt, wenn ich mich nicht gerade in einer hell erleuchteten Halle befunden hätte, die voller Menschen waren.
Aber auch so hat mich die Geschichte auf ihre Weise durchaus mitgenommen und gut unterhalten. Charisma hat auf der Flucht durch den Kanal wirklich wie eine schwache Frau gewirkt, obwohl sie das als Halbvampirin je eigentlich nicht ist. Und dann, ein paar Minuten später, packt sie ihre magischen Kräfte aus und hilft Malcom. – ne, als sie so gejammert und geächzt hat, musste ich schon schmunzeln. Das hat absolut nicht zu dieser sonst so affektierten Person gepasst.
Dass sie Jack the Ripper am Ende mit seinen eigenen Waffen schlagen, war sehr gut und glaubhaft inszeniert. Der Kreis hat sich geschlossen und die Story hat ein Ende gefunden.

Fazit:
Dass die hier zwei Folgen unter eine Nummer gepackt haben, darauf war ich nicht vorbereitet und schon leicht verwirrt, als einfach eine zweite Nummer kam, nachdem die erste abgeschlossen war. Ungeschickt fand ich auch, dass die Fälle am Ende nicht mal irgendwie zusammengehört haben. Wenn der eine jetzt auf den anderen aufgebaut hätte oder so eine Art Fortsetzung mit einem altbekannten Feind gewesen wäre, dann hätte ich das durchaus noch verstehen können.
Die Schauspieler haben einen guten Job gemacht, wobei mir die Darstellung der Charisma in diesem Fall schon ziemlich suspekt vorkam. Ich fand es unglaubwürdig, wie sie auf der einen Seite eine starke Frau sein will, auf der anderen Seite aber rumjammert wie eine ganz gewöhnliche Person.
Die Fälle selber machen ihren Reiz aus, weil sie Bezug zur Realität haben. So ist mir bewusst, dass es Jack the Ripper wirklich gab und der wohl nie gefasst wurde, sondern seine Morde einfach irgendwann sein ließ, als auch das Vorhandensein der Bleikammern und die Qualen der Insassen darin sind geschichtlich belegt.
Im Prinzip sind sich die Macher der Reihe durchaus treu geblieben und haben mich in ihrem alt bekannten Stil sehr gut unterhalten. – Vielen Dank für die Mühe und das Hörvergnügen.

[EBook] Clive Cussler – „Höllenjagd“

Clive Cussler
„Höllenjagd“
Reihe: Isaac Bell (1)
ISBN: 9-783-442-37057-3
Verlag: Blanvalet
Länge: 360 Seiten

– gelesen im August 2024 –

Mit diesem Buch habe ich eine neue reihe von Clive Cussler begonnen und bin am Ende erstaunt, was der Mann alles an technischem und geschichtlichem Wissen zu bieten hat.

Klappentext: Ein Bankräuber – die Presse gibt ihm den Namen der »Schlächter« – versetzt die USA in Angst und Schrecken. Er kommt und geht, ohne Spuren zu hinterlassen, und tötet mit eiskalt gesetzten Kopfschüssen jeden Zeugen.
Isaac Bell ist der beste Mann bei der renommierten Van-Dorn-Detektei. Er hat eine beinahe makellose Erfolgsliste. Nur Butch Cassidy und Sundance Kid konnten ihm entkommen. Nun wird er auf den Schlächter angesetzt.
Durch aufwendige Recherchen gelingt es Bell, den »Schlächter« alias Jacob Cromwell in eine Falle zu locken. Im letzten Augenblick durchschaut der »Schlächter« den Hinterhalt. Wild um sich schießend und ohne Rücksicht auf Unbeteiligte kann er entkommen. In seinem privaten Zug sucht er das Weite.
Doch Isaac Bell hat seinen überragenden Ruf zu Recht. Er setzt sich auf die Fährte des Schlächters – und eine gnadenlose Höllenjagd beginnt! (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Issac Bell und der Schlächter. Zwei Männer, die von Berufs wegen zu Feinden werden.
Isaac Bell ist Detektiv und soll den Schlächter hinter Schloss Sund Rigel bringen. Nur finden muss er diesen erst einmal.
Der Schlächter tut alles, damit man ihm eben nicht auf die Schliche kommt. Doch irgendwann sickert doch etwas durch und bringt den Detektiv auf seine Spur. In einer wilden und gnadenlosen Jagd, mitten durch den wilden westen, schließt sich am Ende der Kreis zum Prolog und zu vielen Nebenhandlungen innerhalb der Story.

Fazit: Mit diesem Buch beginne ich eine neue Reihe von diesem Autor. – Mit diesem Helden geht es dann wohl mehr in die Richtung von Kopfgeldjagd und Ermittlungen. – Ich kann mir aber bei Cussler nicht vorstellen, dass das langweilig werden sollte.
Dieses Buch ist im Januar 2009 erschienen und ist der Reihenauftakt für Isaac Bell. – Mal sehen, was ich von diesem „Helden“ zu halten habe.

In jedem Fall muss ich mich nach Dirk Pitt hier erst einmal in der Zeit umgewöhnen. Wir befinden uns hier in der Zeit des großen Goldrausches und begleiten einen sehr brutalen Bankräuber bei seinem Tun. – Das Ding mit dem fingierten Güterwagon finde ich aber schon wieder so gut, dass ich mir das sehr gut vorstellen kann, wie man sich so an Teil wohnlich einrichten kann.
Der Held dieser Reihe hat aber in jedem Fall wieder einmal ein riesiges Ego. Er mag rein fachlich einiges auf dem Kasten haben, aber gerade bei der Ankunft im vorübergehenden Büro macht er mehr auf Elefant im Porzellanladen. – Dass man ihm nicht erfreut Engegentritt und ihm Antipathie entgegenbringt, wundert mich so überhaupt nicht. Nachdem ich ihn also so kennengelernt hatte, musste er nun aber auch grandios abliefern.
Der Bankräuber ist aber auch mit allen Wassern gewaschen. Jeder Coup hatte hier wirklich seine ganz eigene Handschrift. Immer alles auf die örtlichen Gegebenheiten angepasst, aber auch immer skrupellos und brutal. Wie der Mann zu seinem Spitznamen gekommen ist, wundert mich überhaupt nicht mehr.
Im Laufe der Handlung habe ich mehr und mehr das Gefühl bekommen, einen Western zu lesen. – Es lief auch genau so ein Film in meinem Kopfkino. Einschlägige Saloons waren zu sehen, Holzvillen und eben Banken, in denen wirklich alles noch ohne Technik gemacht wurde. – Leider sind Western aber och nie so wirklich mein Ding gewesen. Weswegen mich die Handlung im Einzelnen nicht so wirklich interessiert hat. Mich haben am Ende lediglich die Ermittlungen interessiert und eben der endgültige Bezug zum Prolog.
Nachdem sich die Handlung hochgradig dramatisch dem Ende entgegen geschraubt hat, was ich sprichwörtlich verschlungen habe, hat sich der Bogen zum Prolog dann auch sehr gut und hochgradig interessant geschlossen. Die Story hatte ein Ende und ich musste mühsam wieder in die Wirklichkeit zurückkehren.

Das Kopfkino lief in diesem Fall nur teilweise, hat mich aber sehr gut unterhalten. Mir war, als hätte ich beim Lesen einen dieser alten Western gesehen, welche irgendwann mal haufenweise im TV liefen. – Im Prinzip hat Herr Cussler hier in seiner ganz eigenen Handschrift eine wirklich spannende Welt erschaffen und konstruiert, die mich auch geschichtlich gut ins Bild der Zeit gerückt hat.
Die Aufmachung des ganzen Textes hat mich schon auch angemacht. In jedem Fall bin ich mal gespannt, ob sich die ganze Reihe in diesem Stil weiter entwickelt. Es wird aus einer Gegenwart berichtet, aus der sich dann quasi die Handlung in der Vergangenheit entwickelt. Genau genommen wird aus der Vergangenheit von diesem Isaac Bell berichtet. – Wie gesagt, das kann gern so weiter gehen.
Herr Cussler hat in jedem Fall wieder eine großartige Recherchearbeit geleistet und dabei eine ganze Menge an Wissen und Fakten in die Handlung eingebaut. Leider war das stellenweise zu viel des Guten. Zum Beispiel, als er genau auf die technische Entwicklung der Automobile eingegangen ist. – Sie steckten halt in den Kinderschuhen. Mehr hat mich in dem Moment nicht interessiert ….
Die Story war am Ende dann aber herrlich rund. Der Prolog hat sich mit dem Epilog gedeckt, die Story war abgeschlossen, alles aufgeklärt und man hat sogar erfahren, was aus der zarten Liebe innerhalb der Handlung geworden ist. Auch wenn der Stil und der Ort der Handlung jetzt nicht unbedingt mein Ding waren, hat mich das Buch dann doch recht gut und angenehm unterhalten.

Bewertung: 4 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Das Buch selber war mit dem Westernstil nicht so ganz mein Thema, die Technik der damaligen Zeit hatte für Mienen Geschmack zu viel Aufmerksamkeit, aber die Story war sehr interessant und hat mich gefesselt.

Meine Woche 46. Kalenderwoche 2025

Geärgert:
Nö, diese Woche nicht. Zumindest nicht, dass ich es wüsste.

Gefreut:
Jeden Abend auf Feierabend. – Es ist so warm in der Halle und meine Kollegen scheinen alle Frischluftallergiger zu sein.

Gedacht:
Super, die ganze Spätschicht über ein bombastisches Wetter und kaum hat man Wochenende, wird es grau und feucht.

Gefragt:
Wie kann ein Mensch nur so sein, wie sie ist …

Genervt:
Von den ständingen Schichtplanänderungen meines Mannes. Wir können aboslut gar nichts mehr planen derzeit.

Gefühlt:
Müde, irgendwie jeden Tag hundemüde

positiv:
Meine Weihnachtsurlaubsplanung ist durch und das Jahresende geregelt. – So muss das.

negativ:
Ich fühle mich so lehr, momentan. Auselaugt irgendwie.

Gelitten:
Oft an Kopfschmerzen

Genossen:
heißen Tee und die Ruhe noch der Schicht

Gewesen:
auf Arbeit

Getroffen:
Kollegen

Gesucht:
Nach einem Vitamin D-Präparat. Ich dachte wegen der Müdigkeit … – Aber so wirklich trauen tue ich ich nicht, weil das wohl auch schlimm ungesund werden kann.

Gefunden:
ich habe nichts gesucht, wie will ich da was finden?

Gelacht:
Ja klar doch

Geweint/Getrauert:
Nein, so schlimm war es nicht.

Gewundert:
So einfach war das mit dem Urlaub? – Ich habe das Trauma von vor vielen Jahren noch nicht verarbeitet, wo ich bei jedem Urlaubsantrag gehört habe, dass man erst mal schauen müsse, ob da Ferien sind.

Gegessen:
Spießbraten mit Rotkohl und Klößen und Stollen

Genascht:
Noch ein ein paar Schokolinsen

Getrunken:
Tee und mein Vitamindrink

Gegoogelt:
nach einem handlichen Teppichreinigungsgerät

Gesehen:
So Musikvideos mit Instrumentalmusik. – Die dudelten nebenher, wenn ich etwas geschrieben habe oder gelesen.

Gebastel/Gespielt/Gehandwerkt/Geschrieben:
Rezensionen – vor allem mal ein paar alte abgetippt.

Getan:
auf jeden Fall zu wenig geschlafen, zumindest dem Gefühl nach

Gekauft:
Ein handliches Teppich- und Polsterreinigungsgerät. Damit kann ich dann auch mal Autositze und Sofa und sowas machen.

Gelernt:
Dass man auch trotz getrennter Meinungen noch befreundet sein kann.

Geschenkt (bekommen):

Geschlafen:
jep

Geträumt:
Einen total wirren Kram von unserem Hund und dem Haus in dem wir leben. Das spielte alles in einer total zerstörten Welt. – Keine Ahnung, wo mein Hirn das immer herholt.

Geplant:
Mal sehen, die Woche irgendwie überstehen.

Fazit

Herr Hund hat, laut Wiegen, wieder 800g abgenommen. – Wir haben trotz allem noch die vier davor und irgendwie ging es im die woche auch nicht unbedingt gut. Deswegen will ich erst einmal keine Panik schieben. Wir haben dann eine neue Woch eund sicherlich auch neues Glück.

Saturday Sentence – „Killeralgen“

1. Nimm deine aktuelle Lektüre

Als Kurt Austin von der NUMA und die Archäologin Skye Labelle in einem Gletschergebiet auf eine Leiche in Fliegermontur und einen Helm mit rätselhaften Schriftzeichen stoßen, entkommen sie kurz darauf nur knapp einem Mordanschlag. Der Fund führt sie auf die Spur der Familie Fauchard, die geheime Laboratorien betreibt und dort mit einem Wunderenzym experimentiert. Und das wird ausgerechnet dort geerntet, wo kürzlich ein U-Boot der NUMA verschollen ist. Das Forschungsteam war tief unten auf dem Grund des Atlantiks damit beschäftigt, Informationen über mysteriöse Killeralgen zu sammeln … (Quelle: Lovelybooks.de)

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein „Saturday Sentence“ lautet. (Bei Ebooks Position 158)

»Tut mir Leid«, erwiderte Zavala.

Clive Cussler – „Killeralgen“ (Kurt Austin 5)) ; ISBN: 9-783-442-36362-9

3. Und wie ist es bisher?
Cussler in Hochform!!! – Von einer archäologischen Sensation geht es zu einem Gletscher, wo ein seltsamer Fund wartet und dann dierkt in eine große und atemberaubende Story. Kurt Austin, als Protagonist, ist mal wieder in Höchstform und spürt die Machenschaften einer wirklich sehr alten und mächtigen Familie auf. Die haben ein Geheimnis, das spüre ich bis in meine Zehenspitzen und ich frage mich, wo der Zusammenhang zu den Killeralgen ist, die Autstins Kollegen gerade untersuchen und bearbeiten.
In jedem Fall habe ich wieder ein megamäßiges Kopfkino und kann kaum von dem Buch lassen. Es ist ein Wahnsinn, was sich in einem Kopf von einem Autoren alles für Storys entwickeln können.

Fusselfreitag #287

Fussel als Gassihund

Das war an einem Samstag, wo das Wetter noch einigermaßen wie angenehmer Herbst war und wir die größere Runde im hießigen Wald gemacht haben.
Zwar müssen wir, um dort hin zu gelangen, durch eine sehr unangenehme Straße, die für Fussel auch mal gefährlich werden kann, aber wir waren erfolgreich und haben die ruhige Zeit im Wald dafür sehr genossen.

[Hörspiel] Die drei ??? 229 – „Drehbuch der Täuschung“

Autor: Hendrik Buchna
Musik: Andris Zeiberts, Betty George, Constantin Stahlberg, Dethlef Oels, Jan-Friedrich Conrad
Regie: Heikedine Körting
Verlag: EUROPA
Release: 06. September 2024
Länge: 1 Stunde 21 Minuten

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – Axel Milberg
Justus Jonas – Oliver Rohrbeck
Bob Andrews – Andreas Fröhlich
Peter Shaw – Jens Wawrczeck
Cornelius, Student – Woody Mues
Jayden Cummings – Sebastian König
Dame – Luise Lunow
Milanda, Studentin – Anneke Schwabe
Odette – Carla Becker
Hillman – Michael Baute
1. Student – Thomas Cronauge
2. Student – David J. Becher
Goodween – André Minninger
Nachbar – Christoph Landwehr
Inspektor Cotta – Holger Mahlich

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Inhalt:
Auf Justus, Peter und Bob kommt ein neuer Fall zu, in dem ein Junge bei ihnen auf dem Schrottplatz auftaucht, der seinen Freund vermisst. Er schildert sein Anliegen und die drei Detektive machen sich ans Werk, nachdem sie genug Informationen bekommen haben.
Noch bevor es richtig losgehen kann, bekommt Peter einen wirklich sehr seltsamen Auftrag von einer jungen Frau, für die er von seinen Kollegen abgestellt wird. – Zunächst scheint das alles ganz logisch, was da ablaufen soll und Peter macht sich ans Werk und kann den Fall erfolgreich abschließen.
Kaum hat Peter seinen Fall beendet und ist zu seinen Kollegen zurückgekehrt, als auch der erste Fall plötzlich beendet sein soll. – Der einstige Mandant wird frech und zurückweisend.
Der Fall kommt den Jungs komisch vor und sie entdecken Unstimmigkeiten in dem dem ganzen Geschehen. Schnell ist klar, dass sie hier für eine ganz andere Sache benutzt worden sind. Das können die Jungs nicht auf sich sitzen lassen und sie lassen den Drahtzieher dieser Täuschungsaktion hochgehen.

Mein Hörerlebnis:
Dieser Fall kann durchaus etwas verwirrend wirken, wenn man nicht wirklich genau aufpasst und sich auf das Geschehen in diesem Hörspiel einlässt.
Zunächst einmal, wirkt alles, als gäbe es einen normalen Fall. Der Klient kommt zu den Jungs, brieft sie und diese gehen darauf ein und wollen sich ans Werk machen. – Besonders ist hier, dass man ein paar angebliche Aufnahmen von dem verschwundenen Jungen mit eingespielt hat und das, was er da von sich gegeben hat, schon wirklich mehr als strange wirkte. Auch ich habe hier irgendwelche Drogen oder so etwas vermutet. Aber mit Sicherheit nicht das, was am Ende herausgekommen ist.
Außerdem seltsam war die Tatsache, dass Peter parallel zu dem einen Fall, noch einen zweiten bekommen hat, den er aber viel zu schnell erledigt hatte. Da ging mir alles zu glatt, als dass das hätte normal sein können.
Dass die Jungs hier betrogen worden sind, wurde mir in dem Moment klar, als die Jungs dann auch aufhören sollten, nach dem verschwundenen Junge zu suchen. – Die Jungs werden logischerweise auch stutzig und untersuchen den ganzen Vorfall in ihrem eigenen Interesse. Und erst jetzt tauchen Unstimmigkeiten auf.
Die Wohnung der WG ist ein Fake! Die gehört nicht den beiden angeblichen Studenten, sondern einem verreisten Handwerker, der von dem ganzen Betrug mit ziemlicher Sicherheit nicht mal im Ansatz etwas weiß.
Die große Frau, welche vorgab in die Wohnung einbrechen zu wollen, hat sich viel zu leicht schnappen lassen, als dass da wirklich etwas dahinter hätte stecken können und dann taucht ein ähnliches Video im Netz auf, wie das, was den Jungs als angeblicher Videoanruf vorgespielt wurde.
Wie sie genau darauf gekommen sind, kann ich gar nicht mehr genau sagen, aber es drehte sich schon um das Manuskript, welches Peter aus dem Safe holen sollte. Allerdings hatte das Ganze komplett andere Beweggründe, die ich dann aber auch irgendwie verstehen konnte. – Die Autorin wollte eben auch ihr Stück vom großen Geldkuchen abhaben. Allerdings hat sie dafür ein Täuschungsmanöver inszeniert, was dann am Ende wohl eine Nummer zu groß war, für diese Person.

Fazit:
Es ist ein Wahnsinn! – Bitte wie kommt man auf so ein Durcheinander als Autor. Ich meine, es handelt sich hier um eine Hörspielserie für Kinder und Halbwüchsige und ich, als erwachsener Mensch hatte hier stellenweise ziemliche Verständnisprobleme. – Ob es am Ende wirklich daran lag, dass ich es neben der Arbeit gehört habe und mich am Ende nicht gut genug auf die Szenerie einlassen konnte? Man weiß es nicht.
In jedem Fall war ich gefesselt, habe nach irgendwelchen Logikfehlern gesucht, die ich hier dann hätte anprangern können und bin doch recht enttäuscht zurückgelassen worden, was das angeht. – Wobei ich hier wirklich betonen muss, dass ich sie gut auch überhört haben kann.
Die Schauspieler haben wieder einen gewohnt guten Job gemacht. – Wobei ich hier wirklich die Nebenrollen loben muss. Die Drahtzieherin des ganzen Theaters war mega und hat auch mich täuschen können. Die Handlanger der Autorin waren glaubhaft und konnten mich an der Nase herumführen.
Interessant war hier, dass es wirklich auch mal wieder um moderne Technik ging. Videobearbeitung, die aus einem ursprünglichen Film eine wirklich ganz andere Sache gemacht hat und wie man dann glaubhaft dargestellt hat, dass es ein mitgeschnittener Videoanruf war. – Wahnsinn! Einfach nur Wahnsinn.

Das Hörspiel hat mich gut unterhalten und ich die fast anderthalb Stunden haben sich mal wieder sehr gut gelohnt.

[Ebook] Marco Baldrich – „Die Jesus DNA“

Marco Baldrich
„Die Jesus DNA“
Verlag: Chiara Verlag
ISBN: 9-783-961-27280-8
Länge: 314 Seiten

– gelesen im August 2024 –

Ein Griff in meinen SuB, einfach blind irgendwie reingegriffen, kam eben dieses Buch bei raus. – Es war Science Fiction bzw. eine Dystopie. Aber das Zeitreisephänomen wurde hier auch ethisch sehr gut durchgekaut.

Klappentext: Sind Zeitreisen möglich? Und was passiert, wenn ein Zeitreisender in die Vergangenheit aufbricht? Antonia Hendriks lebt mit Ehemann Ron und ihrer Tochter Elena in der Nähe von San Diego. Sie arbeitet in einem Institut des Losh-Konzerns und ist verantwortlich für die Isolierung und Kartierung von DNA ausgestorbener oder vom Aussterben bedrohter Spezies.
Als sie innerhalb des Konzerns einen lukrativen neuen Job angeboten bekommt, ist sie zu Beginn Feuer und Flamme für das Projekt für Zeitreisen, sieht sie es aber über die Zeit immer kritischer und bekommt mehr und mehr Skrupel. Das Forscherteam entwickelt die Idee, den ersten Menschen nach Galiläa zurzeit Jesus zu schicken. Doch der Zeitreisende kehrt nicht zurück, sondern sendet nur eine nebulöse Nachricht und einige Gewebeproben.
Ron und Antonia sind höchst besorgt und haben die größten moralischen Bedenken. Dann treffen sie eine folgenschwere Entscheidung. (Quelle: Thalia.de)

Inhalt: Im Jahr 2086 bekommt eine fähige aber unscheinbare Biologin die Chance für ihren großen Chef an einem Unternehmen mitzuwirken, was Möglichkeiten ohne Ende bietet.
Zeitreisen sind möglich und mit Labormäusen schon realisiert worden. – Nun soll ein Mensch an die Seite von Jesus geschickt werden.
Der Milliardär verfolgt einen geheimen Plan. Er lenkt seine Mitarbeiter nach seinen Geschicken und ohne Rücksicht auf Verluste.
Ein Ehemann, der der Biologin, hat von Anfang an Skrupel und will Schlimmes verhindern.

Fazit: Dieses Buch wurde mir im Newsletter für stark vergünstigte Ebooks vorgeschlagen. Mich hat das Cover in Verbindung mit dem Titel neugierig gemacht. – Das Thema mit dem Clonen und neu züchten ausgestorbener Arten ist nicht neu, bietet aber Möglichkeiten ohne Ende. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass das mal irgendwie langweilig wird.

In jedem Fall handelt es sich hie rum eine Dystopie. Wir befinden uns im Jahre 2086. Immer wieder lässt man durchblicken, dass die Technik schon viel weiter ist. Da wären selbstfahrende Autos, Arbeitskräfte, die oft durch Roboter ersetzt werden und Wissenschaft, die längst eigene und andere Pläne hat.
In dieser Handlung hat es eine Wissenschaftlerin, bei der es gerade richtig gut zu laufen scheint. Der Erfolg scheint ihr zuzufliegen. – Aber das roch nach späteren Problemen.
Der Leser wird in jedem Fall ausführlich in die Materie der Forschung eingeführt. Nicht etwa auf die langweilige Tour, sondern schon hochgradig interessant und wissenschaftlich fundiert. – Ich selber habe den wissenschaftlichen und physikalischen Karm nicht so hundertprozentig verstanden. Es hat aber in jedem Fall zum Verständnis der etwaigen Richtung der Forschung gereicht.
Als sich dann das Thema Zeitreise herauskristallisiert hatte und erste Experimente geglückt waren, hat der sponsorende Geldsack sein wahres Gesicht gezeigt. Gerissen und hinterhältig hat er das Team da hingelenkt, wo er es haben wollte. Geschickt, keine frage, aber irgendwo auch ziemlich fies.
Der Bezug zum Titel war mit dem Bekanntwerden des Reiseziels hergestellt und die Spannung stieg durchaus noch einmal an. – Die vorbereitende Reise nach Jerusalem und auf die Spuren Jesu haben mir ein gnadenlos gutes Kopfkino beschert und mir das Gefühl gegeben, selber dort gewesen zu sein. – Die erste Zeitreise eines Menschen sollte also handfest werden.
Die Zeitreise selber hat mich dann doch ein wenig enttäuscht. Aus sich des Probanden wäre hier so viel mehr möglich gewesen. Dafür war das Ende dann aber sehr explosiv.

Der Weltenbau war in diesem Buch wirklich hochgradig interessant. Schon allein dieser Balanceakt von der Faszination Technik und Leben in der Zukunft wurde nicht so breit auseinanderdiskutiert, dass es keine Handlung gegeben hätte. Immer mal wieder sind kleine Häppchen in die Handlung eingeflossen, sodass ein Bild vom Leben und Wirken in meinem Kopf entstanden ist, was aber auch irgendwie vollkommen real war.
An den Schreibstil musste ich mich erst so nach und nach gewöhnen, da alles in Schachtelsätzen beschrieben wurde. Ich möchte das Lesen in dem Fall nicht als anstrengend bezeichnen, aber mit Überfliegen des Geschriebenen war da nichts. Ansonsten hätte man durchaus das große Ganze aus den Augen verlieren können. – Trotzdem hatte ich nicht die ganze Zeit ein Kopfkino. Das waren immer mal so Abschnitte, wo ich einen Film in meinem privaten Kopfkino hatte. Aber auch so ging von dem Text eine Faszination aus, die so einen Kopfkinofilm nicht notwendig machte. Allein das Zeitparadoxon ist hier so gut erklärt und eingeflochten worden, dass ich mich stellenweise dabei erwischt habe, mitgerätselt zu haben.
Das ganze Thema mit der Zeitreise, dem Zeitparadoxon, der plötzlich anderen Herkunft von Jesus und allem was damit zusammenhing habe ich als sehr gut umgesetztes Thema verstanden. – Fast schon schade, dass das Labor dann jetzt wirklich zerstört werden müsst. Nicht auszudenken, welch geschichtliche Ereignisse man so hätte, abwandeln oder vielleicht in anderen Bücher noch hätte verhindern können.
Das ganze Buch wurde in einem einzelnen Handlungsstrang erzählt, sodass man hier nicht groß mitdenken musste. Die wissenschaftliche Komponente war gut erklärt, ohne dass Längen entstanden sind. – Im Grunde war ich mal wieder ganz schön fasziniert von dem, was sich ein Mensch in seinem Kopf für Szenarien ausdenken und diese dann auch noch zu Papier bringen kann.

Bewertung: 4 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
In jedem Fall eine sehr gute und spannende Story, für die in jedem Fall wirklich sehr gut und ausführlich recherchiert worden ist. Eine unerwartete, aber keine schlechte Lektüre.

[Hörspiel] Geister-Schocker 25 – „Der Horrorgarten des Samurrais“

Autor: Earl Warren
Regie: Markus Auge
Musik: Tom Steinbrecher
Verlag: Romantruhe
Release: 24. August 2012
Länge: 1 Stunde 9 Minuten

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – Karlheinz Tafel
Gichin Hayomara – Marius Claren
Hara Toshi – Helmut Krauss
Mike Harris – Marco Sand
Murasaki Minamoto – Anna Katharina Weyland
Professor Barlett – Christian Rode
Ryokan-Leiter – David Nathan
Susan Bartlett – Victoria Sturm
Tokomado Yamaguchi – Wolfgang Strauss
Tschikamatsu Taisuke – Jörg Ade
Verkäufer – Sebastian Schäfer

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Inhalt:
Ein junges amerikanisches Pärchen reißt mit dem Vater der Frau nach Japan, wo sie einen sagenumwobenen Garten besuchen und besichtigen wollen. – Als sie allerdings das erste Mal dort sind, ist die Enttäuschung groß, dann alles sieht nach einem ganz schnöden und normalen Steingarten aus.
Die drei können nicht akzeptieren, dass das alles gewesen sein soll und schlagen alle Warnungen der Einheimischen in den Wind, den Garten eben nicht bei Nacht zu besuchen. Das wäre viel zu gefährlich. Und es kommt, wie es kommen muss. Die so unabhängige wie starrsinnige amerikanische Frau schleicht sich auch mit in den Garten und verschwinden.
Vater und Liebhaber setzen nun alles daran, dem alten und grausam Schogun das Handwerk zu legen und das junge Mädchen wieder zu befreien.

Mein Hörerlebnis:
Leider muss ich gleich vorwegsagen, dass mich dieses Hörspiel nicht so wirklich zu einhundert Prozent fesseln konnte. Das lag unter anderem auch daran, dass die ganzen chinesischen oder japanischen Namen für mich nichts weiter als böhmische (japanische) Dörfer waren und ich so schon mal nicht wirklich folgen konnte, wer jetzt, wen vor was und wie gewarnt hat.
Außerdem fand ich es unlogisch, dass der Vater, der eigentlich am versessensten auf den Garten war, am Ende klein beigibt und der Meinung ist, seine Tochter und ihr Liebhaber würden es ihm gleichtun. – Für die Story war es aber gut, dass sie es eben nicht tun. Bzw., dass sich die junge Frau über die Bitte ihres Lovers hinwegsetzt.
Das dann da etwas passiert, war logisch, und hat mich nicht wirklich überrascht.
Und dass der Liebhaber seine Liebste wiederhaben möchte, war ja wohl auch mehr als logisch und es ist klar, dass dieser amerikanische Laie gegen den großen Schogun kämpfen muss, wenn er seine Macht bändigen will. – Ich hätte mir hier wirklich einen spektakuläreren Zauber gewünscht, um den Bann zu beseitigen.
Es ist nicht weiter verwunderlich, dass der Lover gewinnt, der Schogun am Ende besiegt ist und auch seine Liebe wieder auftaucht. – Wie sie allerdings auftaucht, tropfte nur so vor Klischee und dem typischen Gehabe zweier Liebender, die es nicht schnulzig genug haben können.
Ob das Ganze jetzt ein Happy End ist oder nicht, kann ich nicht mal sagen. Ich wage, zu bezweifeln, dass der Bann des Gartens wirklich komplett dadurch zerstört ist. Vielmehr bin ich der Meinung, dass er wohl nur für gerade den Moment besiegt scheint.- die Story musste aber wohl irgendwie zu einem Ende finden. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

Fazit:
Wie gesagt, ich fand dieses Folge klischeebehaftet und langweilig. Das Geturtelt des Liebespaares ging mir auf den Sack und die ganze japanische Geschichte oder Sage, oder was auch immer das sein sollte, kam gar nicht wirklich zur Geltung. Ich hätte mir hier wirklich noch einen alten Greis gewünscht, der eben genau die Story geheimnisvoll und spannend erzählt und nicht so einen neunmalklugen amerikanischen Forscher oder was auch immer, der die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben scheint.
Die japanischen und wirklich sehr fremd klingenden Namen haben mich verzweifeln lassen und ich bin nicht wirklich mitgekommen.
Die Story konnte mich einfach nicht wirklich catchen oder mitreisen und ich sage einfach mal: Ich habe sie gehört, der Vollständigkeit halber und das soll es dann auch gewesen sein.

[Ebook] Clive Cussler – „Geheimakte Odessa“

Clive Cussler
„Geheimakte Odessa“
Reihe: Dirk Pitt (24)
Verlag: Blanvalet
ISBN: 9-783-641-20565-2
Länge: 458 Seiten

– gelesen im August 2024-

Klappentext: Dirk Pitt, der Direktor der NUMA, unterstützt im Schwarzen Meer die Bergung eines Ottomanischen Schiffwracks. Da erreicht ihn der verzweifelte Hilferuf eines Frachters, der angegriffen wird! Aber als Pitt und sein Partner Al Giordino den Schauplatz erreichen, entdecken sie nur noch Leichen. Pitt und Giordino stoßen auf auf einen Zusammenhang mit Schmugglern von radioaktivem Material, einem brillanten Entwickler von Kampfdrohnen und ukrainischen Rebellen. Diese Kombination wird zur größten Bedrohung, der Dirk Pitt jemals gegenüber stand! (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Dirk und sein Kumpel helfen ihren neuen Bekannten von Europol, die auf der Suche nach illegalem radioaktiven Material sind, das spurlos verschwunden zu sein scheint. Sie vermuten die Verpackungskiste auf einem erst kürzlich gesunkenen Boot. Doch bei der Untersuchung eben jenes Wracks, werden sie mit einem Greifarm absichtlich angegriffen und müssen um ein Haar ihr Leben lassen. Sie kommen natürlich lebend da raus, ohne zu ahnen, dass sie quasi in ein Wespennest gestochen haben. Sie hetzen von einer Verfolgungsjagd zur Nächsten, stoßen immer wieder auf versunkene Wracks aus dem ersten und zweiten Weltkrieg und kommen doch immer eine winzige Weile zu spät.
Fast zu spät begreifen sie, welches Spiel hier gespielt wird und was sie nun wirklich verhindern müssen. – Unter Einsatz seines Lebens kann Dirk die entscheidende Detonation der größten Bombe im Spiel noch verhindern, Millionen Menschenleben retten und eine der größten Öko Katastrophen verhindern.
Als allerdings klar wird, warum er das alles inszeniert hat, fragt man sich, was es rechtfertigt, einend dritten Weltkrieg zu riskieren.

Fazit: Der letzte Band der Dirk Pitt-Reihe aus dem Jahr 2016. Wahnsinn, mit der Reihe hat der Mann eine ganz schöne Fleißarbeit abgeliefert.
Am Anfang hatte es ein Personenverzeichnis mit Angabe ihrer Funktion in der Handlung. Schon allein die Latte ließ auf eine action- und ereignisreiche Show schließen, die mir hier bevorstand.

Vom Stil her ist es eigentlich schon irgendwie eine typische Folge von Dirk Pitt. Allerdings ist mir hier mal wieder zu wenig Archäologie und zu viel Politik im Spiel gewesen.
Was die vielen Namen angeht, ging es mir ganz genau so, wie ich das am Anfang vermutet hatte. Es waren schlicht und ergreifend zu viele und ich bin kaum hinterher gekommen, wer jetzt wer war und wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört.
Pitt war mal wieder der absolute Tausendsassa. Er hat sich aus wirklich vielen unmöglichen Situationen wieder heraus manövriert und das mit den unmöglichsten Tricks und Kniffen. Mehr als einmal hätte er schlicht und ergreifend einfach nur tot sein können, ist es aber nie gewesen, was fast schon wieder wie ein Märchen klingt. Am Ende habe ich die Story hier gelesen, einfach nur, um sie gelesen zu haben. Das bedeutet aber nicht, dass hier wirklich restlos alles wirklich ganz genau verfolgt habe. Um ehrlich zu sein, waren mir die ganzen Kampfszenen einfach zu viel. Die habe ich überlesen, ohne sie zu verfolgen. – Trotzdem ist mir die Story schon einigermaßen klar gewesen. Sie bestand im Wesentlichen aus Kriechling von einem Wrack zum Nächsten und vielleicht auch mal von einer Höhle zur nächsten. So lang, bis eben alles irgendwie zu einem Ende gekommen ist.
Die Kinder von Pitt haben zwar auch wieder mitgespielt, die hatten in dieser Folge allerdings eine eher untergeordnete Rolle. – Um ehrlich zu sein, bin ich darum auch ganz froh. Pitt jr. hat einfach nicht den Schneid und die Erfahrung wie sein Vater und gerät mir zu oft in Situationen, in denen er Hilfe braucht.

Leider hatte ich bei diesem Buch kein Kopfkino vor meinem geistigen Auge. Die Faszination ging hier eher von der Frage aus, warum der Initiator so scharf auf die ganzen Funde ist und was ihn antreibt. – Mit deren Auflösung wartet der Autor aber wirklich bis ganz zum Schluss, sodass ich wirklich auch bis zum Ende am Ball bleiben musst.
Dieser letzte Band der Reihe hat mich leider nicht so wirklich fesseln können und ich hake ihn wirklich unter “ferner liefen” ab. Da war mir zu viel McGiver und zu wenig Indianer Jones im Spiel. Es gab Folgen, da war das andersherum, die haben mir besser gefallen.
Vom Schreibstil her, bleibt sich Herr Cussler in jedem Fall treu. Er streut jede Menge Fachbegriffe aus der Seefahrt ein, erklärt sie nur zum Teil und lässt einen absoluten Leien stellenweise einfach nur ratlos zurück. – Ich finde das schon irgendwie bedauerlich. Ich schlage doch nicht jeden Begriff nach, den ich nicht kenne. Ich erwarte, dass der dann auch erklärt wird. Schön in die Handlung eingebettet. – War hier nun leider nicht der Fall. Aber vom Verständnis her tut das der Handlung keinen Abbruch. Das geht schon in Ordnung.

Bewertung: 4 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Zu der vollen Anzahl hat es leider nicht ganz gereicht. Das käme mir den Büchern gegenüber nicht fair vor, die ich einfach nur gefressen und in Rekordzeit gelesen habe. – Der Grundgedanke war interessant, keine Frage. Das Handeln hätte eine riesige Katastrophe auslösen können, aber die Umsetzung war mir zu wild.