Autor: Gunter Arentzen
Verlag: Romantruhe
Produktionsjahr: 2014
Länge: 1 stunde 13 Minuten

Inhalt:
Es kommt zu seltsamen Mordfällen in London. Es betrifft gefallene Mädchen und die Handschrift sieht nach Jack the Ripper aus, was jedoch unwahrscheinlich ist, da dieser seine Mordserie unentdeckt eingestellt hat.
Lord Becket wird zu den Mordfällen gerufen, obwohl er sich nicht mit weltlichen Verbrechen beschäftigt. Er beschäftigt sich mit dem Übersinnlichen, mit Geistern und Dämonen und für ihn sehen die Morde nach einem wirklich sehr seltsamen Ritual aus. Nur den Täter kann er nicht wirklich ausfindig machen.
Nach einem Besuch bei einer Hellseherin kann er herausfinden, dass es 13 Täter gewesen sein müssen und das seltsame Symbol auf den Leichen stellt dann wohl das der Gruppe dar.
In der Familienbibliothek der ruinösen Burg der Beckets werden der Lord, sein Helfer und seine neue Geliebte fündig, bekommen es aber mit einem wirklich sehr ominösen Nekromanten zu tun.
Das Rätsel um den Orden kann gelöst werden, der Nekromant kann enttarnt werden und dem Spuk wird ein Ende gesetzt. Nur ob es von Dauer ist, bleibt offen.
Mein Hörerlebnis:
Dieses Hörspiel war ein guter Anfang, hat mich am Ende jedoch nicht mehr so fesseln können.
Zunächst einmal, lernt man Lord Becket kennen, der den Schwindel eines Hoteliers entlarvt und später auch seinen Gehilfen, welcher ein wirklich komischer Kauz zu sein scheint.
Die Zeit ist kurz nach den Ripper-Morden zu verorten, denn immer wieder von Jack the Ripper geredet und dass die aktuellen Leichen genau seine Handschrift aufweisen. – Zumindest beim oberflächlichen Betrachten.
Seltsam war dann, dass der Lord zu einem scheinbar normalen Mordfall gerufen wird und der Polizei bzw. dem Pathologen bei der Untersuchung der Leiche noch schön was vormacht. Scheinbar hat er mehr gesehen, als die Gerichtsmedizin. Das mutet schon sehr seltsam an und hat, so wie es dargestellt ist, absolut nichts damit zu tun, dass der Lord eigentlich nur im Übersinnlichen ermittelt.
Den Besuch bei der Wahrsagerin hätte man sich für das Hörspiel sparen können. Diese Dame wurde einfach viel zu klischeehaft dargestellt, als dass hier irgendwas Überraschendes bei rumgekommen wäre.
Die Ermittlungen sind am Ende ein ewiger Kampf zwischen eingefahrenen Schienen und neuen Ansätzen. Der Lord bringt mit seinem Wissen neue Ansätze in die Sache, rettet sogar ein Mädchen vor dem scheinbar sicheren Tod und die Polizei beharrt nach wie vor auf Jack the Ripper.
Die Sache mit der Burg, die sich als Ruine mit unterirdischen Wohnräumen herausstellt, war schon mehr wie seltsam und hat irgendwie nicht so recht ins Bild gepasst. – Das war dann auch der Zeitpunkt, wo ich an der Handlung so ein wenig das Interesse verloren habe. Dass dann da irgendwas mit einem Nekromanten war, der sich als der Verdächtige herausgestellt hat, habe ich nur noch am Rande mitbekommen und fand, dass die Story an dieser Stelle eine wirklich nicht sehr schöne Wendung genommen hat.
Das Ende kam, war gnadenlos aber ehrlich und ich hoffe, dass von diesem Ermittler in der Serie nicht mehr so viel kommt. Dieser Typ hat sich nicht wirklich in mein Gedächtnis gespielt.
Fazit:
Toller Titel, vielversprechender Anfang und dann hat alles so nachgelassen, dass ich das Interesse verloren habe.
Der Zusammenhang mit diesem Zirkel des Todes, den Mordopfern und am Ende dem Nekromantendasein mag vielleicht ganz interessant gewesen sein. Allerdings nicht wirklich gut dargestellt.
Die Schauspieler machen einen guten Job und gerade die Sprecherstimme des Protagonisten war keine unangenehme. Von der Stimme her, hätte ich ihm wirklich länger zuhören können. – Wenn nur die Handlung nicht so gezwungen böse gewirkt hätte. (Zumindest kam es mir so vor.)
Klischeehafte Darstellung vom damaligen Glauben an Magie und Wahrsagerei haben die Faszination ziemlich raus genommen und ich war froh, als ich es überstanden hatte.
Keine sehr gelungene Folge und ich hoffe wirklich inständig, dass da nicht noch mehr Folgen von diesem Lord Becket kommen.





























