[Hörspiel] Die drei ??? 231 – „Der dreiäugige Schakal“

Autor: André Minninger
Musik: Jan-Friedrich Conrad, Jens-Peter Morgenstern, Andris Zeiberts, Detlef Oels, Bert Brac, Fabian Harloff, Nathaniel Steinbrecher
Verlag: Europa
Produktionsjahr: 2025
Länge: 1 Stunde 18 Minuten

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – Axel Milberg
Justus Jonas, Erster Detektiv – Oliver Rohrbeck
Peter Shaw, Zweiter Detektiv – Jens Wawrczeck
Bob Andrews, Recherchen und Archiv – Andreas Fröhlich
Kelly – Juliane Szalay
Kommissarin Merryweather – Anne Moll
Nina Radamus – Astrid Kollex
Luke Kingsbury – Mars Saibert
Jana – Anika Baumann
Ryan Ford – Michael Grimm
Constantin Krueger – Martin May
Mick Manson – Patrick Bach
Onkel Titus – Erik Schäffler
Travis – Fabian Harloff
Breezy – Sonja Stein
Big Rock – Patrick Baehr
Joe – Jürgen Holdorf
Hank – Fabian Müller
Wächter – Achim Schülke
Bankangestellter – Martin Rowedder

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Inhalt:
Peter und Kelly wollen sich in einem Park einen schönen Abend machen, doch die Skulptur des dreiäugigen Schakals macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. Erst gibt es komische und unheimliche Geräusche und dann ist sie verschwunden.
Aus der verschwundenen Skulptur ergibt sich ein neuer Fall für die drei Detektive, die sich auf die Suche nach dem Stück machen sollen. Doch die Skulptur ist nicht gestohlen und sollte nie gestohlen werden. Ihr Geheimnis ist nicht durch die drei Jugendlichen in Gefahr, welche hier eine Inszenierung geplant und durchgezogen haben, sondern von einem angeblichen Restaurator, welcher die Statue aus einem ganz anderen Grund als angegeben, restaurieren möchte.
Bei ihren Ermittlungen bekommen es die drei Detektive mit einer alten Bekannten zu tun, welche ihnen nicht wirklich gut gesonnen ist. Doch Inspektor Cotta hat Urlaub und glänzt mit Abwesenheit. – Das hätte schief gehen können, für die drei Jungs.

Mein Hörerlebnis:
Das Hörspiel beginnt eigentlich recht romantisch und wird dann zu einem einzigen Rätsel. Peter und Kelly sitzen gemeinsam im Park und machen das, was Pärchen eben so machen und dann hat es dieses seltsame Geräusch.
Der Bezug zu dieser wirklich seltsamen Statue ist schnell hergestellt. Und mir ist klar, dass hier das Missverständnis, welchem ich anheimgefallen bin, mit Absicht so gestreut wurde. Doch mir ist auch klar, dass eine wirkliche Statue nicht einfach so verschwindet. Da musste also wesentlich mehr dahinter stecken.
Die Ermittlungen sind nichts anderes, als in den anderen Folgen auch. Die Jungs verfolgen Spuren, analysieren Ergebnisse und ziehen ihre Schlüsse. Erschwert wird das dann aber durch Kommissarin Merryweather, welche mal wieder in der Handlung auftaucht. – Ganz ehrlich, diese Frau gibt hier eine wirklich hassenswerte Rolle ab. Geprägt von ihren Vorurteilen und auf eigenen Nutzen bedacht, schmarotzt sie sich durch die Folge und ich persönlich habe ein wirklich schreckliches Bild von dieser Frau bekommen.
Natürlich können die drei Detektive den Fall klären und der liegt am Ende absolut nicht da, wo ich es vermutet und vielleicht sogar erhofft habe. Trotzdem war ich im Gesamten irgendwie enttäuscht von dem, was mir hier geboten wurde. Ich habe keinen Sinn in dem gefunden, was hier erzählt wurde. Sollte es jetzt um diese komische Kommissarin gehen? Oder dann doch um den korrupten Restaurator … Sollte es um ein spätes Geständnis einer verstorbenen Künstlerin gehen? – Ich habe keine Ahnung und bleibe mit einem aufgeklärten Fall zurück, der mich aber nicht wirklich gut unterhalten hat.

Fazit:
Die Folge ist nach dem alt bekannten Muster gestrickt, bietet aber auch wenig Spannung oder Überraschung. Ich finde sie ab einem gewissen Punkt sogar vorhersehbar und fast langweilige.
Die Sprecherleistung war gewohnt gut, wobei ich dem Autor hier wirklich eine Rüge erteilen muss, wie er erst Kelly in der Versenkung hat verschwinden lassen und dann die Jungs von dieser Kommissarin so hat hops nehmen lassen. – Das muss nicht sein. Auch im richtigen Leben hätten die Jungs mit ihrem Engagement so eine Behandlung absolut nicht verdient.

Ein Fall von einmal gehört und gut. – Aus dem Stoff allein hätte man in jedem Fall sehr viel mehr machen können.

[Ebook] Carrie Vaughn – „Die Stunde der Jäger“

Carrie Vaughn
„Die Stunde der Jäger“
Reihe: Midnight Hour (3)
Verlag: Heyne
EAN: 9-783-641-06353-5
Länge: 488 Seiten

– gelesen im Oktober 2024 –

Mit den Titeln der jeweiligen Folge kann ich ja immer nicht so viel anfangen, aber die Serie selber hat mich gepackt. Schon schade, dass nur 6 Bände übersetzt wurden.

Klappentext: Die coolste Heldin der Mystery – Kitty Norville, Radiomoderatorin und WerwölfinKitty Norville ist der Star der Radiosendung „Midnight Hour“ – und sie ist eine Werwölfin. Seit sie ihre Identität gelüftet hat, war ihr Leben mehr als einmal in Gefahr. Um zur Ruhe zu kommen, zieht sie sich in einen kleinen Trailer in die Wildnis zurück. Kitty ist jedoch nicht allein – die Geschöpfe der Dunkelheit ruhen nie. Ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel beginnt …Düster und sexy. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Kitty Norville macht eine Sendepause und verbringt diese in einer abgelegenen Hütte im Wald. Alles scheint ruhig und friedlich, aber der Schein trügt. Erst sind es seltsame Blutopfer, vor ihrer Haustür und seltsame Kruzifixe aus Stacheldraht auf der Lichtung. Dann tauchen Cormac und Ben auf. Ben wurde von einem Werwolf frisch infiziert und macht nun eine sehr harte Zeit durch.
Während Benn sich mit seiner Situation zu arrangieren beginnt, kann die Herkunft des Blutzaubers aufgeklärt werden. – Doch da ist noch mehr. Kitty spürt die Anwesenheit eines seltsamen Wesens, welches ihr nicht wohlgesonnen ist.
Am Ende scheint ihr „Rudel“ doch wieder auseinanderzubrechen.

Fazit: Teil 1 bis 4 dieser Reihe sind ein Festplattenfund. Geladen habe ich die Bücher im pdf-Format zu einer Zeit, als ich Ebooks lediglich gesammelt habe. Allein das Format spricht ja schon Bände.
Leider wurden die Bücher nur bis zum sechsten Ban ins Deutsche übersetzt. Was mich als Leser wohl auch nur bis zu Band 6 bei der Stange halten wird. Bücher auf Englisch sind mir zu anstrengend. Da reichen meine Sprachkenntnisse nie im Leben aus.

Kaum hatte ich das Buch auch nur angefangen, war ich auch direkt wieder in der Welt der Kitty Norville gefangen. – Es ist mir klar, dass es sich um Fantasy handelt, aber Kitty ihre Rolle wird so glaubhaft dargestellt. Genau so stelle ich es mir vor, wie Werwölfe oder Vampire unter uns leben würden, wenn es sie wirklich geben würde.
Ich war mehr als fasziniert, von Kitty ihrer Wohnsituation. Wenn ich es genau betrachte, bräuchte ich auch so einen zurückgezogenen Ort. – Mir war aber auch klar, dass der auf keinen Fall so ruhig bleiben konnte. – Wie recht ich doch hatte …
Die Blutzauber habe ich anfangs gar nicht als solche identifiziert und sie als Verekelungsversuche gesehen. So richtig düster wurde es erst, als sich die Vorfälle häuften und schlimmer wurden. – für meinen Geschmack hat sich dieser Strang dann doch etwas zu schnell aufgeklärt.
Ben, außgerechnet ihr Anwalt, wird auch zum Werwolf und bekommt so eine größere Rolle im Buch. Aber auch die Entwicklung der Person, die Selbstzweifel und das Arrangieren mit der neuen Situation, waren sehr interessant. Es war für mich fast uninteressant, dass es zwischen den beiden nun auch körperlich wurde. Die Story drumherum war um einiges packender.
Ich habe gelernt, dass es in den Reihen der Wesen auch noch so etwas wie einen Skinwalker gibt und in etwa auch, was mit diesen ehemaligen Menschen passiert. – In jedem Fall sehr interessant, dieses Thema.
Das Ende des Buches war für mich nicht wirklich zufriedenstellend. Zwar kommt Kitty aus ihrer Versenkung hervor, aber das Schicksal von Cormac geht so nicht. Wie soll es denn weitergehen, wenn eine der tragenden Rollen fehlt? – Das erfährt man hoffentlich in den nächsten Bänden.

Wie eingangs schon einmal erwähnt, hatte mein Buch eine wirklich sehr seltsame Formatierung. Umlaute wurden als Fragezeichen dargestellt, Absätze waren extrem weit auseinandergerissen und das ganze Buch war im pdf-Format. Das hat die Darstellung auf dem Reader schon etwas eingeschränkt werden lassen. Aber von der Schriftgröße her, war die Seitenaufteilung schon in Ordnung. Konnte man durchaus so machen.
Beim Lesen hatte ich ein wirklich herrliches Kopfkino und habe viele Dinge einfach so blutig und eklig wie sie waren, vor meinem geistigen Auge als Film ablaufen sehen. Das war nicht immer schön, in jedem Fall hat es aber die Spannung erhöht.
Es ist besser, wenn man die Bände der chronologischen Reihenfolge nach ließt. Zwar nicht zwingend notwendig, da jedes Buch irgendwie abgeschlossen ist, aber doch erleichternd, da die Bücher eben doch aufeinander aufbauen und das Wissen aus vorangegangenen Bänden durchaus von Vorteil sein kann.
Leseunterbrechungen waren nicht wirklich willkommen, da ich unbedingt wissen wollte, wie sich die Protagonisten aus dem Schlamassel wieder herausmanövrieren. Aber wenn sie dann doch mal notwendig waren, weil es ja auch noch so etwas wie einen Alltag gibt, bin ich nach der Unterbrechung immer sehr gut und schnell wieder in die Handlung hinein gekommen. Dazu brauchte es im Grunde nicht mal die einzelnen Kapitel. Das ging auch absatzweise.
Was ich hier mal anmerken möchte: Die englischen Originaltitel klingen wirklich um Längen besser als das, was man uns hier in Deutschland vorsetzt. Bei den deutschen Titeln hat sich wohl jemand etwas bei Twilight abschauen wollen oder den Hype der Welle ausnutzen wollen. – In diesem Fall aber leider keine sehr gute oder originelle Idee. Im Gegenteil. Es führt, in meinen Augen, nur dazu, dass die Titel am Ende nicht mehr wirklich zum Inhalt passen.

Bewertung: 5 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Die Bewertung findet hier ausdrücklich nur wegen dem Inhalt statt. Die Handlung war flott, hatte von allem etwas dabei und hat mir ein herrliches Kopfkino beschert.

[Hörspiel] Geister-Schocker 39 – „Der Mörder aus dem Zwischenreich“

Autor: Gunter Arentzen
Verlag: Romantruhe
Produktionsjahr: 2013
Länge: 55 Minuten 13 Sekunden

Die Sprecher:
Sascha Rotermund
Marie Bierstedt
Susan Weckauf
Petra Mott
Johannes Berenz
Jens Wendland

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Inhalt:
Christoph Schwarz ist Detektiv des Übersinnlichen und in die Ermittlungen einer mysteriösen Todesserie verwickelt. Alles scheint mit dem gefundenen Nibelungenschatz zusammenzuhängen, dem man nachsagt, dass er verflucht sei.
Während seiner Ermittlungen stößt der Detektiv auf eine Gestalt, die sich Hagen von Tronje nennt und angeblich der Eigentümer des Schatzes ist. Er will, quasi aus dem Zwischenreich, für die Morde verantwortlich sein. Er hat sich zum Ziel gesetzt, all die zu töten, die mit dem Schatz irgendwie in Berührung gekommen sind. – Leider scheint ihm das zu gelingen, denn es werden immer mehr Todesopfer.
Während einem Finale, in alten Katakomben, die noch aus der Römerzeit stammen könnten, muss auch der Detektiv einen tragischen Verlust hinnehmen. Aber der Fall kann aufgeklärt werden und der Mörder ist nicht der, der er zu sein vorgibt.

Mein Hörerlebnis:
Es war ein wenig Ernüchterung dabei, als ich mitbekommen habe, dass dass die vorhergehende Folge quasi ihre Fortsetzung findet. – Hier schon mal der Hinweis, dass man Folge 38 und Folge 39 unbedingt der Reihe nach hören sollte, da die beiden unmittelbar zusammenhängen und eine Art Fortsetzungsgeschichte sind.
Vom Setting her, ist es komplett auf die vorhergehende Folge aufgebaut. Wir haben die schon bekannten Schauspieler, der Hausgeist der Burg mischt auch wieder mit und hat sich fast zu meinem Lieblingscharakter hochgearbeitet. Die beiden anderen Mädels, die um die Gunst des Detektivs buhlen, waren mir fast schon eine Nummer zu zickig, in ihrem Kampf um den einen Mann.
Die Ermittlungen gestalten sich einem normalen Krimi nicht unähnlich. Man trägt Fakten zusammen, befragt Zeugen, schaut Videomaterial an. – Allerdings werden diese Maßnahmen erschwert, da eben hier wirklich auch das Übersinnliche mit ins Spiel kommt. So haben wir hier einmal den Hausgeist, der dem Detektiv hilft, weil sie eben doch eine ganze Menge mehr sieht, als ein normaler Mensch und dann den Tarnumhang aus dem Schatz, der es dem Mörder sehr erleichtert, einen Geist zu spielen.
Das Ende hat mich dann arg mitgenommen. Ich habe mit allem gerechnet, aber nicht damit. Vom Autor schon sehr perfide, das Ganze so enden zu lassen.

Fazit:
Die Episode ist eine gute Mischung. Es hat Horror-, Krimi- und übernatürliche Elemente am Start, die hier zwar nicht unbedingt einen Geister-Schocker aus dem Stoff machen, aber immerhin einen sehr unterhaltsamen Mix aus allen möglichen Elementen.
Die Geschichte ist schon irgendwie mysteriös und durch die Soundeffekte auch ganz gut vertont. Allerdings kann ich den Bezug zum Titel nicht wirklich herstellen. Was das angeht, fühle ich mich geklickbaitet. Mit dem Zwischenreich hat der Mörder ja nun mal gar nichts zu tun. Und bis auf die Geisterebene hat es hier auch nicht wirklich viel mysteröses zu bieten.
So wirklich gegruselt, wie man sich das bei einem Geister-Schocker wünscht, habe ich mich leider nicht. Stattdessen war ich beim Hören fast schon amüsiert über die eifersüchtigen Frauen oder diesen trotteligen Reporter, der für eine gute Story sogar vor Hausfriedensbruch und Störung der Ermittlungen nicht zurückschreckt.

Eine spannende Grundidee und eine dunkle Atmosphäre. Rein tontechnisch recht gut, wenn auch zeittypisch und klischeehaft umgesetzt. Aber leider ist die Story dann doch sehr vorhersehbar und bietet von den Elementen her absolut nichts Neues.

[Rezensioinsexemplar] Wu Huangji – „Erwachen“

Wu Huangji
„Erwachen“
Reihe: Rückkehr nach Osten
Verlag: BoD (Books on Demand)
ISBN: 9-783-695-14411-2
Länge: 562 Seiten

– gelesen im Januar 2026 –

Dieses Buch wurde mir von der Autorin persönlich zur Verfügung gestellt. Hierfür bedanke ich mich recht herzlich, zumal es auch wirklich selten ist, dass man als so kleiner Blog, wie dieser hier, ein physisches Buch bekommt. – Meine Meinung hat dieser Umstand aber nicht beeinflusst.

Klappentext: Ein Artefakt, das die Vergangenheit öffnet, und eine Heldin, die ihren Weg neu entdeckt.
Xiyuan hat ihr Leben in Deutschland aufgebaut, doch die Sehnsucht nach ihren chinesischen Wurzeln begleitet sie seit ihrer Kindheit. Als sie ein geheimnisvolles Siegel entdeckt, zerbricht die Grenze zwischen Gegenwart und Vergangenheit und ein längst vergessener Ruf erreicht sie.

Auf ihrer Reise begegnet sie Menschen und Mächten, die jede vertraute Gewissheit infrage stellen. Stück für Stück öffnet sich ihr eine Welt, in der Geschichte, Kultur und Magie untrennbar miteinander verwoben sind.

Gemeinsam mit einem kleinen Team, das unverzichtbar wird, stellt sich Xiyuan Rätseln, die weit über das Greifbare hinausreichen. Doch je tiefer sie eintaucht, desto klarer wird: Die Wahrheit über ihre Herkunft ist erst der Anfang.

Eine atmosphärische Fantasy über Identität, Mut und das Erwachen der eigenen Geschichte geheimnisvoll, berührend und voller Entdeckungen.
Wohin führt die Reise, wenn die Vergangenheit dich selbst verändert? (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Xiyan, die Protagonistin, ist eine junge Frau, welche aus China adoptiert wurde, in Deutschland aufwuchs, sich aber schon immer für ihre Wurzeln und somit auch die chinesische Kultur und Lebensweise interessiert. Nach der Hochzeit hat sie ihren Job aufgegeben und widmet sich, neben ihrer Sammelleidenschaft für chinesische Kunstgegenstände und Antiquitäten, ganz dem Hausfrauendasein.
Mit diesem ruhigen Leben ist es aber in dem Moment vorbei, als sie dieses geheimnisvolle und begehrte chinesische Siegel sogar geschenkt bekommt, wofür sie bereit war, eine ganze Menge Geld auf den Tisch zu legen. – Zu dem Siegel bekommt sie auch einen Verbündeten für ihre Suche, der im Hintergrund und im Verborgenen agiert, neue Kontakte, die zu neuen Begegnenungen und neuen Erkenntnissen führt.
Die Reise beginnt. Xiyan macht sich nun nicht mehr nur theoretisch auf die Suche nach ihren Wurzeln, sondern geht ohne ihren Mann auf Reisen, um tiefer in die chinesische Kultur- und Sagenwelt einzutauchen und so etwas über ihre Wurzeln zu erfahren.

Fazit: Wie gesagt, mir wurde das Buch kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt und ich war schon ziemlich überrascht, als es sich dann wirklich um ein physisches Buch handeln sollte, was ich bekommen haben. – Hinter diesem Werk muss also, meiner Meinung nach, eine Autorin stehen, die noch mit Herzblut bei der Sache ist und nicht auf den reinen Kommerz aus.
Die Autorin „Huangji Wu“ ist tatsächlich eine gebürtige Chinesin, die aber seit dem Jahr 2000 im Umland von München ihr neues zu Hause gefunden hat. Trotzdem sie in Deutschland lebt, hat sie den Bezug zu ihrer chinesischen Kultur nie verloren und man merkt ganz deutlich, dass dieser Einfluss ihr Debüt sehr stark beeinflusst.

Im ganzen Buch hat es lediglich einen einzigen Handlungsstrang, der dann aber ausführlich, gelegentliche zu ausführlich, durch die Handlung führt und den Leser in wirklich wundersame, zauberhafte und fast mythologisch anmutende Szenen führt.
Ich musste ja ein wenig schmunzeln, dass die auch China stammende Protagonistin jetzt ausgerechnet Müller heißt. Der wohl deutscheste Familienname, den man einer Person geben kann. Aber so wird eben klar, dass sie als Chinesin in Deutschland angekommen ist. Ihr Leben läuft und sie hat eben lediglich ihre Wurzeln nicht vergessen. Der komplette Hintergrund der jungen Frau wird ja auch aufgeklärt. Da bleiben keine Fragen offen.
Es braucht eine Weile, bis es so richtig los geht und am Anfang wusste ich nicht so wirklich, was ich von der Story halten sollte. Die Sache hat sich aber entwickelt und der erste Wegbegleiter, in Form des Besitzer dieses Siegels, kommts ins Spiel. Hier kamen bei mir die ersten Fragen auf, es begann, dass die Handlung zum Teile wirklich sehr tief in die chinesische Mythologie oder Sagenwelt abzutauchen begann und mir wurde klar, dass es hier wohl dann jetzt so richtig losging.
Wie gesagt, die Handlung selber besteht aus einem einzigen Handlungsstrang, der aber ist sehr intensiv. Intensiv in dem Sinne, dass man wirklich sehr tief in eine magische Welt eintaucht, die sich fast so anfühlt, als wäre es tatsächliche chinesische Mythologie oder Sagen. – In einer Art Disclaimer steht aber, dass die Geschichte rein fiktiv ist. Ich gehe also mal davon aus, dass Wu hier wirklich alles aus ihrer Fantasie geholt hat und keine Sagen oder sowas verarbeitet hat. In jedem Fall ist es Stellenweise einfach nur magisch, als die Personen mit einer magischen alten Schubkarre aus Holz um die halbe Welt fahren oder fliegen, dann geht es tief in die geistige Welt von Meditation oder Buddhismus und dann kommen mehr und mehr magische Gegenstände, ein geheimer Markt und andere Dinge mit ins Spiel. Stellenweise lustig fand ich das sprechende magische Holzkästchen, was die Protagonistin durch die Handlung begleitet und mit seinen Aussagen öfter mal für Lacher oder Überraschungen sorgt.
Die Protagonistin selber ist von der Person her, eigentlich recht interessant. Allein hier Hintergrund sorgt für viele Fragen. Aber in der Handlung wird dann vieles, was sie instinktiv weiß und kann mal eben so als selbstverständlich abgetan. Sie fragt sich zwar öfter mal kurz, warum sie jetzt dieses oder jenes kann oder weiß, aber eine rechte Antwort hat sie darauf noch nicht.
Da es sich bei diesem Buch um einen Reihenauftakt handelt, die nächsten Bände sind wohl in Planung oder schon geplant und müssen noch geschrieben werden, ist natürlich die komplette Handlung hier noch nicht zu einem Ziel gekommen. Ich würde mal sagen, die Protagonistin hat ein Etappenziel erreicht und schon einiges an Erkenntnissen gewonnen. Sie hat eine ganze Menge mehr oder weniger hilfreiche Begleiter auf ihrer Suche bekommen und scheint sich von ihrem Ehemann entfernt zu haben. Diese Rolle geht mir leider etwas unter, als dass ich die große Liebe der beiden noch glauben könnte. Aber das klärt sich dann vielleicht auch in den nächsten Bänden noch auf.

Das Taschenbuch ist 562 Seiten dick, aber mit einem recht großen Zeilenabstand und einer angenehm großen Schrift gedruckt. Rein optisch lies sich das Buch sehr gut lesen. – Am Anfang bin ich vor dem dicken Wälzer ein wenig zurückgeschreckt, weil er eben die für mich magische 400 ganz schön überschritten hat. Am Ende hat sich das aber alles als halb so schlimm herausgestellt. Ich bin sehr gut voran gekommen und war recht schnell durch.
Leider hatte ich beim Lesen kein Kopfkino vor meinem geistigen Auge. Dazu war mir das alles irgendwie zu fremd, denke ich mal. Ich bin in der chinesischen Kultur absolut gar nicht bewandert und habe keine Ahnung, was jetzt etwas Besonderes ist und was Alltag. Das hat mir in gewisser Weise auch einen Teil der Faszination genommen. – Sehr schade eigentlich, aber kein Beinbruch, da ich der Handlung trotz allem ganz gut folgen konnte.
Leider waren manche Stellen ein wenig zu ausführlich beschrieben. Wenn ich ein und denselben Vers wirklich 4-mal in einem Buch lesen muss, mit dem ich dann am Ende nichts anfangen kann, verleitet mich das sehr dazu, diese Textstelle dann zu überlesen. Auch wenn eine handelnde Person jetzt husten musste oder so etwas, fand ich das sehr seltsam geschrieben. In dem Moment hat mir das Bild gefehlt, wo eine hustende Person dargestellt wird und eben „hust… hust… hust….“ in einer Sprechblase darüber steht.
Ich glaube, dass die Story mit den nächsten Bänden noch großartiger und vor allen Dingen vollständiger werden kann. So als Einzelband stellt das Buch schon einmal einen gelungenen und vor allem in seinem Stoff neuen Anfang dar. Eine fantastische Welt mit chinesischen Einflüssen, wie ich es so bisher noch nicht gelesen habe.

Bewertung: 4 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Den einen Stern Abzug gibt es, weil ich leider kein Kopfkino hatt und das macht für mich schon irgendwie einen essentiellen Teil der Faszination für ein Buch aus. – Ich möchte aber noch einmal betonen, dass das Buch deswegen nicht schlecht ist. Es ist einfach nur andersartig, neu und so noch nicht auf dem Markt. Es ist kein Fehler, dieser Story eine Chance zu geben, denn es können sich hier wirklich auch neue Denkansätze ergeben und neue Welten eröffnet werden.

Meine Woche 2. Kalenderwoche 2025

Geärgert:
Über die Panikmache, dass am Freitag die Welt untergeht. – Nun ja, hier war nichts, nur die Kollegen mit den kürzesten Anfahrwegen haben die Chance genutzt, mal frei zu machen.

Gefreut:
Jep, ich habe mich gefreut, dass die Arbeit und somit der halbwegs geregelte Alltag wieder los geht.

Gedacht:
Ich sollte mich vielleicht doch mal um die Bilder kümmern, die ja angeblich unter dem falschen Namen im Internet umhergeistern.

Gefragt:
Wenn jetzt, mit einmal, so viel zu tun ist, warum haben wir im Dezember nicht einfach vorproduziert, um jetzt die Engpässe zu vermeiden …

Genervt:
Von meinem Chef. Der Vogel ist nicht mal in der Lage, seinen Leuten ein gesundes oder gutes neues Jahr zu wünsche. Läuft an einem vorbei und kuckt wie ne Kuh wenns donnert.

Gefühlt:
Einfach nur wieder erfüllt. – Es macht eben unheimlich was aus, wenn einem die Arbeit Spaß macht.

positiv:
Ich hatte 2. Schicht, konnte ausschlafen und trotzdem wieder arbeiten gehen. *lach

negativ:
Alter, es ist Winter. – Da soll Schnee und Minusgrade jetzt nicht unbedingt unüblich sein. Kein Grund dermaßen ne Panik zu schieben.

Gelitten:
Nö, hab ich nich.

Genossen:
Ein lecker Samstagsessen aus meiner Kindheit. Nudeln, Tomatensoße und Jägerschnitzel (panierte und gebratene Jagdwurst)

Gewesen:
auf Arbeit

Getroffen:
Kollegen – Ach war das ein herrliches Wiedersehen. Es wurde erstmal ringsrum umarmt und geknuddelt.

Gesucht:
wüsste ich jetzt nichts

Gefunden:
hab ja nichts gesucht *lach

Gelacht:
Endlich ist die Faulenzerei vorbei. – Ich bin ja schon richtig heftig träge geworden.

Geweint/Getrauert:
nein, so schlimm war es nicht. – Aber ich habe meiner Omi noch eine Neujahrskerze aufs Grab getan.

Gewundert:
Ja huch, so so prasseliges Jahr jetzt wirklich von Vorne los?

Gegessen:
Nudeln mit Tomatensoße und Jägerschnitzel, Gemüsestäbchen, Wurstbrot, Joghurt – Na so, was man halt auf Arbeit so mitnimmt.

Genascht:
Noch so geschenkte Lindt-Täfelchen

Getrunken:
Tee, jede Menge Tee und Wasser

Gegoogelt:
Bestimmt, ich kann mich nur nicht mehr dran erinnern

Gesehen:
Das Gezappe am TV von meinem Mann – So lang, bis ich mir das Buch vor die Nase gehalten habe.

Gebastel/Gespielt/Gehandwerkt/Geschrieben:
Viele Rezis, weil ich das Lesen und Hörspiel hören wieder angefangen habe

Getan:
viel gelesen und gearbeitet

Gelesen:
„Mit kaltem Kalkül“ von Michael Tsokos und „Band 10 der Gefühle“ von Rose Snow

Gekauft:
Lebensmittel, einen Motivstanzer

Gelernt:
Dass man sein Meinung heutzutage wohl besser für sich behält

Geschenkt (bekommen):

Geschlafen:
joar, sogar ganz gu t

Geträumt:
So viel wirres Zeug. Aber das war alles am Morgen wieder weg

Geplant:
Nichts Außergewöhnliches, einfach nur arbeiten und irgendwie weiter machen *lach

Fazit

Ein paar Impressionen von unserem sonntäglichen Gassigang mit Hund durch die gar nicht so katastrophale Schneelandschaft:

Saturday Sentence – „Mit kaltem Kalkül“

1. Nimm deine aktuelle Lektüre

Die Spezialeinheit „Extremdelikte“ um Dr. Sabine Yao untersucht auch diesmal wieder ungewöhnliche Todesfälle: Zwei in schwarze Samtkleider gehüllte und bizarr entstellte Tote, die im Wald an einem Gestell hängen, geben ebenso Rätsel auf wie ein Tatort in einer Bauwagensiedlung, wo ein Toter zwischen Kinderspielzeug, fetischartigen Utensilien und Perücken liegt.

Noch weiß keiner der Ermittler, dass der jordanische Ex-Geheimdienstler Khalaf unter Hochdruck nach dem verschwundenen achtjährigen Yasser sucht. Ihm vertrauen die Bewohner der Neuköllner High-Deck-Siedlung mehr als der Polizei. Khalaf findet heraus, dass Yasser nicht das erste verschwundene Kind aus der Siedlung ist – und dass hinter diesem Fall etwas Grauenvolles steckt.

Als eine Kinderleiche gefunden wird, beginnt Sabine Yao zu erkennen, dass fernab der sichtbaren Berliner Strukturen eine urbane Schattengesellschaft existiert, die einen Blick hinter die Kulissen kaum verzeiht. Ermittlerin Monica Monti jedoch, Leiterin der vierten Mordkommission des Berliner LKA, schert es weder, was die Vernunft vorgibt, noch, was alle anderen denken. Sie folgt ihrem Instinkt … (Quelle: Lovelybooks.de)

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein „Saturday Sentence“ lautet. (Bei Ebooks Position 158)

Aber im Gegensatz zu diesen Online-Kartendinesnten hatte Google-Earth eine einzigartige Funktion, die er beretis in seiner Zeit beim jordanischen Geheimdienst oft genutzt hatte und die ihm damals des Öfteren wertvolle Informatkionen geleifert hatte: Man konnte mit Goolge Eart in der Zeit zurückreisen.

Michael Tsokos- „Mit kalten Kalkül“ (Dr. Sabine Yao 2)“; ISBN:  9-783-426-52873-0

3. Und wie ist es bisher?
Ich glaube, ich brauche zu einem Buch von Michael Tsokos nicht viel sagen. Auch gerade eingefleischte Fans wissen, dass seine Thriller, und ganz nebenbei auch die Sachbücher, einfach nur die absoluten Pageturner sind und sich weglesen, so schnell kann man die Bücher nicht nachkaufen. – So ist es auch in diesem Fall. Einfach nur der absolute Pageturner vor dem Herrn.

Zwar bediehnt sich Herr Tsokos mehr und mehr ellenlanger Schachtelsätze, woran man sich aber schnell gewöhnt, denn einfach mal so schnell darüber hinweglesen ist hier nicht so wirklich möglich, will man bei der Dichte an Informationen alles mitkriegen. Aber man lernt eben auch wieder viel über das Vorgehen Tun und Lassen in einem Sektionssaal der Gerichtsmedizin und hat hier nebenbei noch die Möglichkeit die Zwickmühle einer illegal hier lebenden Mutter mitzuerleben, deren Sohn verschwindet.
Das Schicksal des Jungen hat mich hier wirklich sehr interessiert, da sein Leiden zwar nur nebenbei, dann aber doch sehr eindringlich geschildert wird.

Kurze Kapitel, die pure Spannung und das absolute Interesse sorgen dafür, dass ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen kann.

[Hörspiel] Die drei ??? 230 – „Der Tag der Toten“

Autor: Marco Sonnleitner
Regie: Heikedine Körting
Verlag: EUROPA
Produktionsjahr: 2024
Länge: 1 Stunde 12 Minuten

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähle – Axel Milberg
Justus Jonas Oliver Rohrbeck
Peter Shaw – Jens Wawrczeck
Bob Andrews – Andreas Fröhlich
Linus Weight – Nico Alexander Wilhelm
Sonja – Manuela Eifrig
Quait – Stephan Benson
Mr. Zimmermann – Charles Brauer
Ruby – atja Brügger
Rick Turner – Helmut Ziel
IQ – Götz Otto

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Inhalt:
Linus kommt zu den drei Detektiven auf Empfehlung. Er hat eine gruselige Geschichte von Skeletten, die ihn verfolgen, zu erzählen. Aber er traut sich mit den Vorfällen nicht zur Polizei, da er denkt, so ganz schnell in der geschlossenen Psychiatrie zu landen.
Die drei Detektive beginnen ihre Ermittlungen und stellen schnell fest, das in Linus seiner Umgebung einiges nicht so zu sein scheint, wie er denkt oder wie es sein sollte.
Erste Ergebnisse haben schnell Linus seine Lebensgefährtin im Verdacht, weil diese sich einfach nur komplett auffällig verhält. Allerdings entpuppt sich der Fall als noch größer, als zunächst gedacht. – Nicht nur die Lebensgefährtin ist nicht die, die sie vorgibt zu sein, sondern auch ein Hypnotisiör, der Vermieter und zwei Unbekannte, die erst kürzlich aus dem Gefängnis entlassen wurden.
Die Story mit dem Sekelett ist nichts weiter als ein makabrer Scherz, um dem erwachsenen Linus ein Geheimnis zu entlocken, was er als Kind von seinem Vater anvertraut bekommen hat.

Mein Hörerlebnis:
Am Anfang ist alles noch ganz genau so, wie man sich das eben vorstellt. Ein Klient kommt auf die Jungs zu, erzählt ihnen seine Geschichte, bekommt von den Jungs die Karte, was nichts anderes bedeutet, als dass die drei den Fall annehmen und Ermittlungen anstellen werden.
Die Begebenheiten, die hier so mystisch und komisch wirken sollen, waren für mich am Ende aber irgendwie gleich mit diesem Totentag verbunden. Ich glaube, in Mexiko macht man das, diesen „Dios de muertos“ zu feiern. Also den Tag der Toten. Hier ehrt man Verstorbene, verkleidet sich als Skelett, jedoch mit bunten Blumen und feiert. – Genau so werden die skelettartigen Erscheinungen beschrieben, von denen hier die Rede ist.
Der Fall entwickelt sich und nimmt Formen an. Die Jungs bekommen erste Sachen raus und immer wieder ist von einem Friedhof die Rede. – Was es damit auf sich hat, soll sich nicht viel später auch herausstellen. Linus hat bereits in Kindheitstagen seinen Vater verloren, der auf diesem Friedhof beerdigt. Allerdings geht es um das, was er seinem Vater damals mit ins Grab gegeben hat.
Zunächst einmal bestätig sich aber mein Verdacht. Es kommt wirklich so, wie ich von Anfang an vermutet habe. Da stecken noch viel mehr Leute mit unter dieser Decke, als es zunächst den Anschein hat. Die Lebensgefährtin ist nicht die, die sie vorgibt zu sein. Der Hypnotiseur ist nicht der, er vorgibt zu sein, die Reinigungskraft und auch der Vermieter haben irgendwie etwas mit dem Fall zu tun, den die Jungs aber natürlich durch ihren Spürsinn lösen können.
Leider fällt Linus aus allen Wolken, was seine Liebe angeht, aber das gesuchte Objekt ist am Ende näher, als man sich das zunächst gedacht hat. Ich habe am Ende wirklich, nur aufgrund eines Geräusches das Glücksgefühl aller am Tisch sitzenden Personen nachempfinden können.

Fazit:
Ein Hörspiel von und mit den drei Detektiven, in seiner üblichen Länge. Die Story hier, kann sich allerdings wirklich sehen lassen. Da hat sich der Autor wirklich etwas einfallen lassen, was er da alles hineingepackt hat. – Was das alles am Ende aber mit diesem Tag der Toten genau zu tun haben sollte, kann ich nicht sagen. Wird wohl einfach die Zeit für diesen Tag gewesen sein, dass man das als Aufhänger für die Erscheinung genommen hat.
Die Ermittlungen waren interessant dargestellt und alles glaubhaft in Szene gesetzt. Die Schauspieler haben hier wirklich eine gute Arbeit geleistet und am Ende ein Hörspiel herausgebracht, was mich sehr gut unterhalten hat. Die vielen Kleinigkeiten und dann auch die Geräuschkulisse, haben hier ein herrliches Kopfkino vor meinem geistigen Auge entstehen lassen.

Auch diese Folge ist sehr gut unabhängig von den anderen Folgen und auch außerhalb der chronologischen Reihenfolge hörbar. Das Grundwissen, dass es sich bei den drei Detektiven um drei Freunde handelt, reicht völlig aus, um der Story auch folgen zu können.
Ich war sehr gut unterhalten und es kann gut sein, dass ich mir diese Folge noch einmal anhören werde. Die Story war einfach zu gut.

[Hörbuch] Elisa S. Amore – „Die Akademie der Götter Jahr 8)

Elisa S. Amore
„Die Akademie der Götter Jahr 8“
Reihe: Akademie der Götter (8)
Verlag: Winterfeld Verlag
EAN: 4-099-995-33636-8
Länge: 4 Stunden 13 Minuten
Sprecher: Lucy Leopold, Alexander Küsters

– gehört im Oktober 2024 –

Ich hatte wieder einen Job und konnte es einfach nicht lassen, mir meine Kopfhörer zumindest einseitig in die Ohren zu stecken, um arbeiten zu können. Also war dann in diesem Fall das 8. Jahr der Akademie der Götter dran.

Klappentext: Hörbuchempfehlung für Akademie der Götter Fans: Die Olympus Akademie von Eliza Raine (auch Lucy Leopold als Sprecherin)
„Die Götter sind grausam, und sie haben viel zu viel Macht.“

Nicole und Cade stecken in der Vergangenheit fest. Sie erleben die Schlacht der Götter und Titanen und wissen nicht warum. Sie wollen eigentlich nur in ihre eigene Zeit zurückkehren, oder? Vielleicht. Denn je mehr sie auf ihrer Reise durch die Zeit, über die Götter erfahren, desto weniger kann Nicole die Götter leiden.

Doch gibt es einen Weg den Lauf der Welt zu verändern, oder ist die Herrschaft der Götter naturgegeben? (Quelle: Thalia.de)

Inhalt: Nicole hat es im siebten Band zurück an die Akademie der Götter geschaffen, wo sie von Cade betreute werden soll. Zusammen versuchen sie, in der Halle des Lernens an ein paar Informationen zu kommen, als sie unfreiwillig eine Reise durch Zeit und Raum antreten.
Nicole, Cade und der von ihnen gebaute Roboter Tinkerbell werden nicht nur an verschiedene Orte geschickt, sondern auch in verschiedene Zeiten. Nie ist klar, warum sie gerade wo sind und man bekommt als Hörer das Eine oder Andere Geschehen mit, welches man aus dem Text bereits kennt. – Am Ende treffen sie in Griechenland auf den noch lebenden König, welcher später der Todesgott werden soll. Hier erfahren sie seinen Plan, den sie nun zu verhindern suchen.
Zurück in der Akademie bringen sie ihr Wissen an und sofort wird Cade auf den Olymp zurück beordert, wo er die Götter vor ihrer Entführung schützen soll. – Doch auch hier läuft nichts so glatt und einfach, wie man sich das gedacht hat.

Fazit: Das Buch schließt in jedem Fall nahtlos an die vorangegangenen Bände an, sodass ich hier wirklich dringend dazu raten muss, die Reihe in der chronologischen Reihenfolge zu hören. Alles andere macht einfach keinen Sinn und führt zu nichts anderem als dem kompletten Durcheinander.
Ich persönlich, habe eine ganze Weile zwischen den einzelnen Bänden verstreichen lassen, was mich aus der Handlung einfach nur komplett raus gebracht hat. Das war insofern ein riesiger Nachteil, dass ich mich zunächst in die Namen und Situationen der Charaktere wieder hineinversetzen musste und sich anfangs die Handlung angehört hat, als hätte die Autorin hier eine Drogenfantasie niedergeschrieben. – Aber irgendwann ist der Groschen gefallen und ich wusste wieder, wo wir waren und bin dann auch hinterhergekommen.
Fakt ist mal, dass die Autorin wohl ein riesiger Fan der Götterwelt sein muss. Sie verfügt über ein umfangreiches Wissen über die ganzen Gestalten und schafft es immer wieder neue Namen ins Spiel zu bringen. Das sorgt zum Einen dafür, dass die Handlung eben nie langweilig wird, zum anderen aber auch dazu, dass man vielleicht die eigentliche Kernhandlung etwas aus dem Blick verliert. Gerade wenn man, wie in meinem Fall, mit Namen schon so nichts wirklich so richtig am Hut hat und Probleme bekommen, wenn es mehr werden.

Zwischenzeitlich war ich wieder in der Versuchung, das Buch dann doch abzubrechen, die Reihe sein zu lassen, aber so ein kleiner Funke Hoffnung, dass sich alles doch irgendwann und irgendwie wieder zum Guten wenden könnte, hat mich dann doch bei der Stange bleiben lassen. – Und es kam, wie es kommen musste. So wirklich drin und angespannt war ich dann erst zum Ende hin, als ich im Geschehen wieder drin war und wusste, worum es im Kern gehen sollte. Und genau zu diesem Zeitpunkt war dann das Hörbuch auch zu Ende und ich bin mit einem riesigen Cliffhanger stehen gelassen worden.
Die Sprecher sind in jedem Fall konstant. Es gab die ganze Zeit keinen Wechsel im Personal, sodass ich hier gerade bei der weiblichen Stimme stark mit mir zu kämpfen hatte. Eine Stimme, die ich allein von der Klangfarbe her, absolut nicht ernst nehmen kann und immer noch der Meinung bin, dass es sich hier um ein Kind handeln muss, was mir hier einen Traum erzählt, den es gehabt hat.
Ansonsten ist alles schön chronologisch aufgebaut. Die Charaktere haben sich hinsichtlich des Protagonisten im Laufe der Zeit komplett verschoben, was alles ein wenig so wirken lässt, als sollte die Handlung künstlich in die Länge gezogen werden. Aber dafür hat man ja alles auch in diese kleinen Häppchen verteilt, die einen dann immer mal wieder ein Stück weiter bringen.

Bewertung: 3 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 3 von 5 möglichen Sternen.
Ich kann wirklich nicht sagen, woran es nun genau liegt, aber etwas zieht mich zu der Reihe hin, die ja irgendwann auch mal ein Ende haben muss, und etwas anderes stößt mich ab, was mich immer zögern lässt, den nächsten neuen Band anzufangen.