[Hörspiel] Geister-Schocker 42 – „Die Vampirlady“

Autor: Earl Warren
Verlag: Romantruhe
Erscheinungsdatum: 11. Oktober 2013
Länge: 58 Minuten 26 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:
Helgo Liebig
Karen Schulz-Vobach
David Riedel
Andi Krösing
Enno Kalisch
Bert Stevens

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Inhalt:
Auf einer Modenschau verunglückt das Starmodel. Ausgerechnet der „Traum in Weiß“ wird ihr zum Verhängnis und bricht ihr beim Auftritt das Genick. – Ihr Verlobter, der Designer des Kleides, kann seinen Verlust nicht verwinden und will mit schwarzer Magie seine Liebste aus dem Totenreich zurückholen.
Das Ritual klappt, zumindest zum Teil. Der Körper seiner Verlobten ist wieder am Leben, in ihm steckt aber nicht mehr das liebe Wesen seiner Freundin, sondern eine grausame Vampirlady. – Sie hat nichts anderes im Sinn, als ganz Paris mit Vampirismus anzustecken.
Der beste Freund des Designers macht sich Sorgen um seinen Kumpel, nach einem seltsamen Anruf. Gemeinsam mit seiner Verlobten reißt er zu dem Anwesen, um nach dem Rechten zu sehen. Allerdings soll dieser Ausflug zum härtesten Test in seinem Leben werden, da auch seine Verlobte von der inzwischen auf dem Anwesen umhergehenden Vampirlady nicht verschont bleibt.

Mein Hörerlebnis:
Der Erzähler hat mich direkt in die Folge hineingezogen und mir eine Modenschau beschrieben, wie ich sie nie besuchen wollen würde. Im nächsten Moment hört man, dass ein Unglück geschieht, erfährt aber noch nicht mehr, sondern muss abwarten, bis der Arzt die endgültige und grausame Diagnose stellt.
Was der Designer jetzt vor lauter Trauer abzieht, hörte sich ganz schön schmalzig an. – Mir ist klar, dass die Verzweiflung des zurückgelassenen Bräutigams gezeigt werden sollte, aber dann gleich ein schwarzmagisches Ritual, welches die Verstorbene zurückholen soll … Es war doch von vornherein klar, dass das nicht gut gehen konnte.
Das Ritual selber, war am Ende gar nicht so spannend dargestellt. Aber der Gehilfe hat ja mal mehr als gepasst. Ich hab mir hier einen leicht debilen buckligen, älteren Mann vorgestellt, der einfach nur komplett versessen darauf ist, seinem Herrn zu Diensten zu sein. Der war fast schon bildhaft dargestellt.
Das Ritual geht dann also schief und die Vampirlady erwacht. – Einfach nur herrlich, wie der liebeskranke Designer hier in seinen Hoffnungen enttäuscht wird und nur langsam kapiert, was genau er da jetzt angerichtet hat.
Dass der Fluch am Ende nicht nur auf dem Anwesen bleibt, war mir von vornherein klar. Die Story aber, wie sich das ganze in die Welt hinein verteilen soll, war ja fast schon genial. Wie die ersten „Gehilfen“ schon freiwillig ankommen und ihren Hals hinhalten. – Nichts anderes sehe ich in der Aktion, dann auch noch wirklich auf diesem Anwesen zu übernachten, wenn der Eigentümer abgereist ist.
Die Vorfälle in der Nacht sind wirklich sehr gut dargestellt und haben mir ein wirklich herrliches Kopfkino beschert und mich förmlich sehen lassen, was die Lady für ein Spielchen mit ihren Opfern treibt. Es wird hier mit wirklich einfachen Klischees gearbeitet, die zeigen aber durchaus ihre Wirkung. Sowohl bei den Opfern als auch als Handlung.
Das Finale, bzw. Ende, war fast schon ein wenig vorauszusehen. Es ist klar, dass der Spuk noch eingedämmt wird, wie das allerdings geschieht, zeigt noch einmal das volle Klischee der Liebe auf. Der einzige Überlebende der Aktion ist dann gezwungen, seine Verlobte endgültig zu töten, was ihm natürlich alles andere als leicht fällt. Das potentielle Opfer fährt noch einmal alle möglichen Manipulationen auf, um den Tod zu verhindern, aber ich fand es gut, dass die Vernunft am Ende gesiegt hat.

Fazit:
Die Handlung war mal eine Vampirstory der etwas anderen Art. Wirklich interessant, dass bei einem wiederweckten Leichnam nicht so etwas wie ein Zombie herauskommt, sondern eine Vampirlady mit mehr als dunkelschwarzen Gedanken.
Allein der Ort der Handlung hatte etwas so schon sehr Geheimnisvolles und Anheimelndes an sich. Ich glaube, das Anwesen ist gar nicht wirklich ins rechte Licht gerückt worden und hätte mit Sicherheit viel mehr Aufmerksamkeit verdient. – Ich habe mir beim Hören wie eine alte Burg in klein vorgestellt. Mit dicken Steinmauern, die schon von Efeu überwachsen sind und sowas.
Die Klangkulisse war wirklich sehr gut dosiert, in diesem Fall. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Wobei ich gerade die Schritte etwas unrealistisch dargestellt waren, aber der ganze Rest war wirklich super in Szene gesetzt und hat die Sprache wirklich sehr gut unterstützt und ein gutes Miteinander erzeugt.

Wirklich neu und überraschend war die Handlung nicht. Aber sie hat mich in jedem Fall gut unterhalten und hatte eine ausreichende Länge, dass es nicht noch eine dieser ominösen Kurzgeschichten hinterher gebraucht hat. – Doch diese Folge war in jedem Fall ein Volltreffer.

[Rezensionsexemplar] Mignon Kleinbeck – „Wintertöchter“

Mignon Kleinbeck
„Wintertöchter – Die Gesamtausgabe“
Verlag: pingulette
ISBN: 9-783-948-06321-4
Länge: 1008 Seiten

– gelesen im Februar 2026 –

Dieses Buch wurde mir von Netgalley als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Hierfür meinen herzlichen Dank. – Meine Meinung hat dieser Umstand nicht beeinflusst.

Klappentext:

Ein Roman wie ein Sog!

Anna trägt ein Erbe in sich, das einige Frauen in ihrer Familie auszeichnet – eine sehr besondere Gabe! Eine ganz außergewöhnliche und geheimnisvolle Fähigkeit, die ihr Leben bestimmen wird. Eine Begabung, die Fluch und Segen gleichermaßen ist und die das Schicksal von Anna lenken wird. So erleben wir mit, wie Anna langsam vom unbeschwerten Mädchen zur jungen Frau heranwächst und wie ihr das Schicksal, das sie ach so gerne selbst in die Hand nehmen würde, immer wieder entgleitet. Wie sich aus dem Nichts plötzlich alle Pläne ändern und das Leben einen Weg nimmt, den sie sich nie hätte träumen lassen. Es entsteht ein spannungsvoller Perspektivwechsel, der die Handlung vor sich hertreibt und immer wieder für neue Sichtweisen und für nie endende Lebendigkeit sorgt. (Quelle: Lovelybooks.de)

Über die Autorin:

Mignon Kleinbeck wurde 1964 geboren und lebt inzwischen mit Mann und zwei Söhnen in der Nähe von Pforzheim. Sie hat nicht von Anfang an als Schriftstellerin gearbeitet, sondern hat erst Berufserfahrung, unter anderem als Erzieherin, gesammelt.
Ihr literarisches Debüt gab sie mit autobiografischen Sachbüchern, in den sie über ihr Leben mit rheumatischen Erkrankungen redet. Mit „Wintertöchter“ ist sie in den belletristischen Bereich gewechselt und konnte damit ihren großen Durchbruch feiern.

Inhalt:

Ein Dorf in den österreichischen Alpen und mehrere Generationen von Frauen einer Familie, die dort Leben und überleben. Alle besitzen sie eine seltsame Gabe, die nicht immer nur Segen, sondern des öfteren auch Fluch ist. Sei es der Ruf, sei es die Gefahr durch die Nazis oder sei es die Wahrheit, welche dies Gabe mitunter ans Licht bringen kann.
Ein Leben zwischen Familie, Intrigen, Schicksalsschlägen und dem Wandel der Zeit. Spannend erzählt und mit farbenfrohen und düsteren Bildern beschrieben.

Mein Leseerlebnis:

Da lag es also vor mir. Ein Buch mit 1008 Seiten, von dem ich froh war, es als Ebook in der Hand halten zu können. Nicht auszudenken, wenn das alles in einem einzigen Buch gebunden gewesen wäre. Schon allein das Gewicht dieses Werkes hätte mich gekillt.
An die Lektüre selber, bin ich sehr unbedarft, fast ohne jede Erwartung, heran gegangen, und während dem Lesen fast aus so etwas wie einem gemütlichen Schläfchen aufgewacht.
Zunächst einmal, sieht alles irgendwie nach einem Heile Welt-Roman in der Bergwelt aus. Ein kleines, beschauliches Dorf, ein Hof, abgelegen vom Dorf, auf dem ein Kind geboren wird und Hilfe gebraucht wird. – Der Rest ist Geschichte. Der Mann, der eigentlich Hilfe holen wollte, lernt seine Tochter nicht mehr kennen und das Leben geht irgendwie weiter. Die Mutter entpuppt sich als starke Frau, welche nun allein einen Hof bewirtschaften und ein Kind großziehen muss.
Schnell wird klar, dass das Kind irgendwie anders ist. Es empfindet mehr, reagiert empfindlicher auf Umweltreize und muss zunächst vor den Nazis und später vor dem Gerede der Dorfbevölkerung versteckt werden. – Zwischen dem Mädchen und seiner Tante entwickelt sich ein ganz besonderes Verhältnis, weil beide die Gabe in sich tragen, was hier wirklich zu ganz tollen Bildern führt.
Auf der einen Seite erlebt der Leser hier das Leben in der Bergwelt, auf den Höfen und in einem kleinen Dorf mit. Die Zeiten wandeln sich, die Welt und auch die Menschen entwickeln sich weiter und doch scheint für das inzwischen junge Mädchen die Zeit doch irgendwie stehen zu bleiben. Gefangen in den Umständen ihres Lebens sieht sie einen Traum zerplatzen und kämpft doch weiter.
Das Unrecht, welches dem Mädchen geschieht, schreit wirklich um Himmel. Und doch hat sie hilfreiche Seelen um sich herum, die ihre stillen Hilfeschreie hören. – Aber am Ende hilft es dann doch nicht wirklich. Das Schicksal schlägt zu, wieder und wieder und jedes Mal mit wirklich unerbittlicher Härte.
Und als ich dann dachte, dass es nicht schlimmer werden kann, bricht doch wirklich der dritte Band und und ist zunächst ein einer komplett anderen Zeit, wo die Handlung des zweiten Bandes aufgehört hat. – Ich war so froh, alle drei Bände auf einmal zu haben. Ich mache das selten und lese so Reihen quasi in einem Rutsch durch. Aber hier war das durchaus möglich und nötig. Anders wäre das ums Verrecken nicht möglich gewesen. Auf das nächste Buch warten zu müssen, hätte mich förmlich zerrissen. Davon gehe ich aus.
Im dritten Band war ich zwischen Spannung, Faszination und blankem Entsetzen einfach nur hin und her gerissen. Ich habe die Zeilen förmlich gefressen und konnte kaum davon lassen.
In jedem Fall hab eich hier ein wirklich schaurig schönes Gesamtbild verschiedener Generationen einer Familie bekommen, die faszinierender nicht wirklich hätte sein können.

Fazit:

Fiktion! – Das soll „nur“ Fiktion sein? Kann man sich sowas ausdenken? – Muss wohl so sein, denn im Buch selber stand der Hinweis, dass es sich hier um Fiktion handelt. Aber glauben kann ich das nicht so recht.
Die Handlung ist spannend, schwelt immer wieder zwischen Familienleben, Bergidyll und dem doch recht harten Leben auf so einem Berghof hin und her. Die Gabe der Frauen ist nur erfunden, fügt sich aber ganz selbstverständlich in die Handlung ein, ganz so, als würde es das wirklich geben. – By the way: Interessant wäre das in jedem Fall.
Mignon Kleinbeck schreibt sehr bildhaft. Ich hatte die ganze Zeit einen schaurig schönen Heimatfilm vor meinem geistigen Auge. Die Handlung kommt ohne reißerische Effekte aus, bezieht seine Spannung zum Teil aus dem, was zwischen den Zeilen steht, was der Leser sich in seinem Kopfkino so alles zusammenreimt. Einfach nur unfassbar fesselnd und faszinierend.

Bewertung: 5 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Diese Story hat eine unheimliche Sogwirkung und weigert sich beharrlich, in einem einzelnen Genre eingeordnet zu werden. Der Leser findet hier Familiensage, Idylle und düstere und bedrohliche Element. – Einfach nur genial.

[Ebook] Kim Leopold – „Der Fluch der Vergessenen“

Kim Leopold
„Der Fluch des Vergessens“
Reihe: Black Heart (15)
Verlag: Selfpublishing
EAN: 9-783-754-68551-8
Länge: 92 Seiten

– gelesen im November 2024 –

„Black Heart“, die Reihe mit der Hassliebe. – Irgendwie hat es auch Vorteile, dass die Bücher alle nur so kurz sind. – Mal eben weg gelesen und gut.

Klappentext: Nach allem, was Farrah mitgemacht hat, um Mikael seinen größten Wunsch zu erfüllen, benötigt sie dringend eine Pause – doch die Mauern des Palastes halten eine unangenehme Überraschung für sie bereit. Sowohl sie als auch Emma haben mit aufkeimenden Erinnerungen zu kämpfen. Währenddessen reisen Hayet und Mikael in die Traumwelt, in der die Lösung seines Fluches auf ihn warten soll. Dort angekommen machen sie eine unerwartete Entdeckung … Kim Leopold hat eine magische Welt mit düsteren Geheimnissen, nahenden Gefahren und einem Hauch prickelnder Romantik erschaffen, bei dem Fantasy-Lover voll auf ihre Kosten kommen. Der Fluch des Vergessens – Band 15. der Urban Fantasy Serie Black Heart! (Quelle: Thalia.de)

Inhalt: Im Prolog geht die Geschichte von Ichtaca und Nanautzin weiter, bricht aber wieder am entscheidenden Moment ab.
Im Pallast der Träume sind die Trauerfeiern abgeschlossen und man versucht, zu einem normalen Alltag zurückzukehren. Unterbrochen wird das nur durch die Erkenntnisse zweier Leute, deren Vergangenheit so nach und nach wieder aufgedeckt wird. Das wiederum bedeutet Klarheit für eine dritte Person, die endlich die Wahrheit über sich selber erfährt und lernen muss, mit einer Lüge gelebt zu haben.
Mikael sein Herz liegt zum Greifen nahe. Doch das Ritual, es ihm zurückzugeben, birgt einige Gefahren. Soll man das Risiko eingehen?

Fazit: Der vorletzte Band diese rReihe, für die ich eine Art Hassliebe entwickel habe, die Story hat so stark begonnen, dass ich seinerzeit kpmplett begeistert war. Inwzsichen ist die anfängliche Begeisterung in den weigen Tiefen meiner Leselust verschwunden und ich will die Rihe nur noch beendet wissen. Zum Glück dauert das ja nicht mehr so lang.

Die Handlung startet wieder mit dem Prolog, der zwar die Geschichte meiner Lieblingsfigur erzählt, und die eine schöne Handlung enthält, doch im Zusammenhang mit der großen Story stand das alles dann noch lange nicht. – Der Prolog ha mich so herrlich auf das Buch eingestimmt, dass ich richtig Lust auf die Lektüre hatte, aber dann kam wieder diese hoffnungslos zerstückelte Story.
Die vielen Namen haben mich einfach Nor noch fertig gemacht. Ich hatte so überhaupt keine Chance, dem zu folgen, dass ich es einfach nur noch aufgegeben habe. Die Handlung ging halt irgendwie weiter und es tauchten Namen auf, die ich längst aus der Handlung raus geglaubt habe, aber im Grunde ging das leben hier halt einfach weiter.
Und dann kam der Moment, als aus dem Prolog und der Story endlich eins wurden. In dem Moment, Al ich das bemerkt, war das für mich wie so ein Aha-Effekt, der ein großes Kernproblem lösen sollte. Endlich schien sich diese Endlosreihe irgendwie einem Ziel entgegen zu schrauben.
Am Ende stand dann ein Ritual, mit dem ein weiteres Problem gelöst werden sollte, welches schon Ewigkeiten im Raum stand. – Diesen Moment hätte ich mir spektakulärer vorgestellt, aber für die betroffnen Personen muss es überwältigend gewesen sein.

Auch dieses Buch war nichts weiter als entsetzlich zusammengestückelt. Die Kapitel, und auch das ganze Buch, waren einfach nur ultrakurz. Somit waren auch die Kapitel nicht sonderlich lang und dann jedes Kapitel mal wieder aus Sicht einer anderen Person erzählt. – Ich hatte es schon längst aufgegeben, die ganzen Leute auseinanderhalten zu wollen und habe halt einfach gelesen.
Kopfkino hatte ich bei diesem Buch nur stellenweise. Eigentlich immer nur an den Stellen, die mich irgendwie gefesselt und wirklich interessiert haben. – Fast war mir, als würde ich aus einer Lethargie aufwachen, die den Großteil der Reihe angedauert hat und sich jetzt, als Szenen und Begebenheiten endlich Sinn ergeben haben, wieder löst und der Erkenntnis Platz macht.
Leider geht mir, gerade am Ende, die Magie zu sehr unter. Hier drängen sich wieder sowas wie menschliche Gefühle und irgendwelche Zwistigkeiten zwischen Gruppen in den Vordergrund. – Eigentlich sehr schade, denn von dem Ritual habe ich schon die ganze Zeit wesentlich mehr erwartet, als ich bekommen habe.

Bewertung: 4 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 Sternen.
Für die volle Punktzahl hat es nicht ganz gereicht. Zwar wurden einige Handlungsstränge wirklich aufgelöst, aber m Ende war es mir absolut nicht spektakulär genug.

Meine Woche 5. Kalenderwoche 2026

Geärgert:
Über die Aussage des Meisters in meinem derzeitigen Einsatzbetrieb (Fazit)

Gefreut:
Dass ich so viel lesen konnte, wenn ich denn die Ruhe dazu gefunden habe.

Gedacht:
Ob sich dieser „Meister“ auch nur mal im Ansatz Gedanken macht, was er mit seinen Äußerungen eventuell bewirkt …

Gefragt:
Na, wann kommt denn die Kündigung von Seiten der Verleihfirma.

Genervt:
Von dem Unverständnis meiner Umwelt – ja, ich war übler gelaunt, als normal. Ich war unzufrieden mit mir selber und wusste nicht so recht was mit mir anzufangen. – Aber ist das nicht normal, wenn man um seinen Job bangt?

Gefühlt:
resignier tund hilflos

positiv:
Zeit zum Youtube und Netflix schauen und lesen

negativ:
innere Unruhe und Ungewissheit

Gelitten:
Nein, so schlimm war es dann nicht. Ich habe mich wirklich mehr so permanent unwohl gefühlt

Genossen:
Nochmal ne Portion Grießbrei

Gewesen:
nur Lebensmittel einkaufen. Im Gemüsegroßmarkt. (Wahnsinnsangebot!)

Getroffen:
niemanden außer der Reihe

Gesucht:
eine neue Häkelanleitung für ein Püppchen oder sowas

Gefunden:
eine Idee, wie ich die Papiertütchen um die Teebeutel weiter verwerten kann

Gelacht:
Sone Aussage: In den Backröhren sind immer vier Schienen. Und in den Backrezepten wird immer gesagt, man solle die mittlerste Schiene benutzen… – Ich bin da einer Verschwörung auf der Spur!

Geweint/Getrauert:
Nein, so schlimm war es nicht. Ein ein paar Tränen sind gekullert, als ich sone rührige Stelle in nem Buch hatte.

Gewundert:
Ja huch, Januar schon wieder rum?! – Das ging aber schnell.

Gegessen:
Grießbrei, eingelegte Oliven, Wurst und Brot

Genascht:
Himbeerbonbons

Getrunken:
viel Tee

Gegoogelt:
Wie man den Knötchenstich nochmal macht

Gesehen:
Good Doctor, Youtubevideos

Gebastel/Gespielt/Gehandwerkt/Geschrieben:
Noch mal einen Marienkäferschlüsselanhänger – die Kollegin, der ich den letzten geschenkt habe, möchte noch einen für ihre Mama haben

Getan:
nicht viel, außer gelesen und die Zeit vergammelt

Gelesen:
„Wintertöchter“ von Mignon Kleinbeck beendet.

Gekauft:
Lebensmittel

Gelernt:
Der Anschiss lauert überall

Geschenkt (bekommen):
nö, nichts

Geschlafen:
mehr oder weniger gut. War durchaus schon mal besser.

Geträumt:
Total wirres Zeug von einem Krankenwagen, der unser Grundstück nebst Gartenhäuschen in Schutt und Asche gefahren hat.

Geplant:
Ob man das planen nenen kann … Ich würde einfach mal wieder eine volle Woche durcharbeiten. Das würde mir im Prinzip schon reichen.

Fazit

Und wieder eine Woch ohne Arbeit. Wieder Minusstunden und somit mein Stundenkonto auf mindesten 0, wenn nicht noch darunter. – Ich komm da nicht mehr mit.
Ursprünglich hieß es ja, dass ich ab Mittwoch dann wieder auf Schicht kommen soll. Und als hätte ich es geahnt, habe ich am Mittwoch Vormittag dann noch einmal im Leihbetrieb angerufen und es war, wie es es befürchtet hatte. Für den Rest der Woche nichts zu tun. Und dann soll der Meister aber auch gesagt haben, dass sie mir eben keinen anderen Einsatz geben sollen, weil ich ja unbedingt gebraucht würde und die erste währe, die sie wiederholen. – Is klar, deswegen durften auch zwei andere Kolleginnen vor mir anfangen. – Muss ich mir jetzt schon von einem Betrieb, der mich abgemeldet hat, meine Arbeitskraft nicht mehr braucht, mein Stundenkonto durch so einen Mist runterreißen lassen?!
Aus Sicht meines Leihbetriebes verstehe ich das schon. Der Kunde ist in dem Moment König. Und wenn der Kunde sich eine Ware reserviert … – Für mich war es nur nicht schön. Man stellt es sich dann immer als wunderschöne und unverhoffte Freizeit vor. Aber dem ist nicht so. Was mich angeht, ich bin dann die ganze Zeit auf Habacht und rechne immer wieder mit Einsätzen … – Das mit der Reservierung wusste ich ja die ganze Zeit nicht.

Hat es bei euch auch so heftig geschneit? – Bei uns liegt ja der Mist heute noch rum. Ich wusste schon gar nicht mehr, wo ich mit dem Hundchen noch langlaufen sollte. Der Schnee reichte ihm bis zur Hälfte seinen Körpers und er konnte sich nur noch hoppelnd vorwärts bewegen. – Das ging so weit, dass er das Weiterlaufen mal schön direkt verweigert hat. – So ein Weichei.
Das Ding ist aber, dass ich auf den gesalzenen Fußwegen hier im Ort, auch nicht mit ihm laufen will. Die Schmerzen an seinen Fußballen kann und möchte ich ihm dann auch ersparen. – Is schon alles nicht so einfach mit den lieben Kleinen. *lach
In jedem Fall hat sich ein weiterer Zahn bei ihm gelockert. Gemerkt habe ich das gestern, als ich ihm die Zähne mal wieder geputzt habe. – Ich habe ihm unabsichtlich weh getan dabei. Nun ja, das müssen wir dann wohl beobachten und den Zahn eventuell rausholen lassen. Aber solang er noch ohne Schmerzen fressen kann, möchte ich ihm diese Narkose ersparen.

Lesemonat Januar 2026

001/100
Nick Thacker – „Das Jefferson-Vermächtnis“
(Harvey Bennett 4) – 376 Seiten
Was für ein Geheimnis hat Thomas Jefferson mit ins Grab genommen und warum ist dieses Geheimnis heute, 200 Jahre später noch immer so ein Ding und ruft eine ziemlich brutale und mächtige Organisation auf den Plan? Eine Frage, der Harvey Bennett mit seinen neuen Gefährten auf den Grund gehen möchte.
Es hat sich nicht so gut lesen lassen. Ich bin schwer rein gekommen und hatte zwischendrin mit einer ganz schönen Leseflaute zu kämpfen.

002/100
Wu Huangji – „Erwachen“
(Rückkehr nach Osten 1) – 562 Seiten
Eine Protagonistin mit chinesischen Wurzeln, aber aufgewachsen in Deutschland. Eine junge Frau zwischen zwei Lebenswirklichkeiten, die sich auf eine fantasie- und gefahrvolle Suche nach ihren Wurzeln macht.
Irgendwie faszinierend, was die chinesische Fantasy so alles für Geheimnisse hat. Irgendwie faszinierend, aber so neu, dass ich leider kein Kopfkino hatte.

003/100
Michael Tsokos – „Mit kalten Kalkül“
(Dr. Sabine Yao 2) – 361 Seiten
Ein kleiner Junge verschwinden, die Mutter traut sich nicht zu Behörden, weil sie keinen Aufenthaltstitel hat und der Ex-Geheimdienstler baut in seinem Wahn im Verborgenen zu bleiben, ziemlichen Mist. – Dr. Sabine Yao ist als Gerichtsmedizinerin in diesem Fall in der Soko involviert und ihre Freundin Monika Monti kann mit ihrem Spürsinn Zusammenhänge erkennen und richtig deuten.
Ein absoluter Pageturner, der echte Fälle aus dem Arbeitsalltag des Autors in einen spannenden Thriller gepackt hat.

004/100
Veit Etzold – „Final Cut“
(Clara-Vidalis Reihe 1) – 7 Stunden 28 Minuten
Eine gekürzte Fassung von den ursprünglichen 12 Stunden, die mich aber durch die kranke Gedankenwelt des Mörders und die Geister der Vergangenheit der Kommissarin komplett gefesselt hat.
Als ich begriffen habe, wo der Hase hier lang läuft, hat sich mir eine spannende und verzwickte Welt eröffnet und mich sehr gut unterhalten.

005/100
Rose Snow – „Band 10 der Gefühle“
(8 Sinne – 10) – 231 Seiten
Die Reihe ist nach 10 Bänden beendet, die Kämpfe sind ausgefochten, das Gute hat gewonnen und am Ende gab es noch einmal eine riesige Portion Kitsch obendrauf.
Meine Hassliebe hat sich bestätigt. Bis zum Schluss war und bin ich nicht zu einhundert Prozent überzeugt. Im Grunde wäre hier weniger durchaus mehr gewesen. Aber ich habe es geschafft und überstanden. Das ist doch schon mal was.

006/100
Clive Cussler – „Höllenschlund“
(Kurt Austin 7) – 410 Seiten
Das siebte Abenteuer mit Kurt Austin führt den Leser in die historische Welt von König Salomon und der Königin von Saba. Es wird offenbar, dass Thomas Jefferson nach seiner Zeit als Präsident der USA ein riesiges Geheimnis hatte und dass hinter diesem Geheimnis noch immer Menschen hinterher sind.
Ich war gut unterhalten, habe das Buch fast schon in Rekordzeit durchgelesen und war vom gesamten Buch angenehm überrascht.

007/100
Nick Thacker – „Die Paradiesschlüssel“
(Harvey Bennett – 5) – 316 Seiten
Direkt vom Luxusurlaubsschiff in ein wildes Abenteuer rund um ein schwimmendes Hotel, mitten im Atlantik. Die Grenze zwischen Faszination und Ekel ist hier schwimmend, bei dem, was man in den Laboren alles entdeckt. Und ob die treibende Kraft hier Genie oder Wahnsinn ist, mag der Leser für sich selber entscheiden.
Actionreich, spannend und kurzweilig. Eine wirklich geniale Mischung aus Mythos und dem, was medizinisch wirklich möglich wäre.

008/100
Zoran Drvenkar – „Sorry“
– 396 Seiten
Ein Thriller, der seinen Namen verdient. Tief, dunkel, menschliche Schicksale und Abgründe beleuchtend und mehr als deutlich aufzeigend, was Verfehlungen in der Kindheit aus Menschen machen können.
Grausam, faszinierend, lesenswert. – Ganz ehrlich, das lohnt sich!

das macht gesamt:
2.652 gelesene Buchseiten/im Januar – 2.652 Buchseiten/2026
7 Stunden 28 Minuten Hörbuch/Oktober- 7 Stunden 28 Mintuen Hörbuch/2026

Bücher auf dem SuB hinzu gekommen:
Andreas de la Motte – „Bluteiche“
André Milewski – „Jackson“ (Heather Bishop 4)
Nick Thacker – „Das Atlantische Artefakt“ (Harvey Bennett 6)
Zoran Drvenkar – „Panik“
Zoran Drvenkar – „Still“

Gelesene Bücher vom SuB:
Nick Thakcer – „Das Jefferson-Vermächtnis“ (Harvey Bennett 4)
Michael Tsokos – „Mit kaltem Kalkül“ (Dr. Sabine Yao 2)
Rose Snow – „Band 10 der Gefühle“ (8 Sinne 10)
Clive Cussler – „Höllenschlund“
Nick Thacker – „Der Paradies-Schlüssel“ (Harvey Bennett 6)

Jetzt habe ich noch 130 Titel auf meinem Stapel ungelesener Bücher!

Das Jahr fängt ja gut an. Keine abgebaut, aber 2 dazu gebaut. Tolle Wurst! Hoffentlich bekomme ich das wieder in den Griff, wo es doch arbeitstechnisch auch gerade alles andere als rosig aussieht. – Ich könnte kotze, ehrlich. Die Regierung schreit, dass wir mehr arbeiten sollen und wenn du dann wirklich mehr arbeiten willst, geht es nicht, weil die Wirtschaft komplett abspackt.

Saturday Sentence – „Wintertöchter“

1. Nimm deine aktuelle Lektüre

Anna trägt ein Erbe in sich, das einige Frauen in ihrer Familie auszeichnet – eine sehr besondere Gabe! Eine ganz außergewöhnliche und geheimnisvolle Fähigkeit, die ihr Leben bestimmen wird. Eine Begabung, die Fluch und Segen gleichermaßen ist und die das Schicksal von Anna lenken wird. So erleben wir mit, wie Anna langsam vom unbeschwerten Mädchen zur jungen Frau heranwächst und wie ihr das Schicksal, das sie ach so gerne selbst in die Hand nehmen würde, immer wieder entgleitet. Wie sich aus dem Nichts plötzlich alle Pläne ändern und das Leben einen Weg nimmt, den sie sich nie hätte träumen lassen. Es entsteht ein spannungsvoller Perspektivwechsel, der die Handlung vor sich hertreibt und immer wieder für neue Sichtweisen und für nie endende Lebendigkeit sorgt. (Quelle: Lovelybooks.de)

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein „Saturday Sentence“ lautet. (Bei Ebooks Position 158)

Nein, man hatte kunstvoll eine breite, verzierte Klappe und einen Ring gehämmert, der sie in der Mitte durchbrach und herausstand.

Mignon Kleinbeck – „Wintertöchter“ (Forstau Trilogie); ISBN:  97-83-948-06321-4

3. Und wie ist es bisher?
Ich berichte jetzt die zweite Woche über dieses buch. – Aber hey, 1008 Seiten sind mal wirklich ein etwas dickerer Batzen, den ich leider nicht mal so ohne Weiteres weglesen kann. Bei einem ganz persönlichen Lesemarathon habe ich mal den dicksten Harry Potter-Band, ich meine es war der Feuerkelch, an einem Sonnabend komplett durchgesuchtet. Da habe ich allerdings auch von morgens bis abends wirklich durchgelesen, war nicht ansprechbar und komplett in der Welt versunken.

In der Welt des Buche vesinken, kann man hier aber auch. Ich dachte anfangs, ich lese hier so eine Schnulze um und in einem kleinen, heimeligen Bergdorf in den österreichischen Alpen. Aber stille Wasser sind tief und unheimlich dreckig. Nicht nur, dass die Protagonistin ein riesiges Geheimnis hat, was ihr durchaus auch das Leben kosten könnte, auch was mit ihr geschieht und wie sie krampfhaft versucht ist, ihren Ruf zu waren und das letzte Bisschen Würde zu behalten, was ihr geblieben ist. – Einfach ein starkes Mädchen, was gezwungen ist, von heute auf Morgen zu einer Frau zu werden. – Der Wahnsinn.

Ich denke, dass ich das Buch morgen beenden werde und dann zeitnah die Rezension dazu einstellen werde, da ich es als Rezensionsexemplar werten werde.

[Hörspiel] Die drei ??? – „und der Karpatenhund“

Verlag: EUROPA
Produktionsjahr: 2024
Länge: 1 Stunde 47 Minuten

direkt auf Spotify anhören

Inhalt:
Justus, Peter und Bob haben alle Hände voll zu tun, seitdem sie aus Transsilvanien zurück sind. Die hiesige Zeitung hat ein Artikel über die Jungs und den Fall veröffentlicht und seit dem steht das Telefon nicht mehr still. Allerdings sind die Fälle nicht so wirklich das, was sie sich unter richtigen Detektivaufträgen vorstellen. – Bis zu dem Tag, an dem sie bei einem Galeristen helfen sollen, den grausamen Spuk in seiner Wohnung abzustellen.
In der Wohnung treffen sie auf eine riesige Kunstsammlung und in dem Wohnkomplex auf eine Ansammlung verschiedenster Charaktere. Jedoch haben einige etwas gemeinsam. Sie brauchen Geld.
Als dann der viel umworbene Karpatenhund aus Kristall auch noch gestohlen wird und den drei Detektiven der Dieb quasi vor der Nase wegläuft, scheint es sehr eng für die bevorstehende Ausstellung zu werden. Aber auf die drei Detektive und ihre Spürnasen ist Verlass und am Ende kann wirklich alles noch aufgeklärt werden.

Mein Hörerlebnis:
Man hat in jedem Fall ganz deutlich herausgehört, dass es sich hier eben nicht um ein Standarthörspiel handelt, sondern wirklich um eine Art Tonmitschnitt aus dem Film. – Zwar hat man behauptet, dass es extra aufgenommen worden ist, eben als Hörspiel, aber ich glaube schon, dass auch einige Sequenzen wirklich aus dem Film stammen.
Julius Weckauf macht sich einfach hervorragend als Justus Jonas. Zumal er auch den in den Hörspielen beschriebenen Körperbau hat. Da braucht man nicht mehr groß was machen. – Naja und ein hervorragender Schauspieler ist er in jedem Fall. HIer, in diesem Fall, konnte ich allein vom Hören her in meinem ganz eigenen Kopfkino sehen, wie der junge Mann als Schauspieler dazu agiert.
Der Fall selber war mir jetzt nicht ganz unbekannt. Es gab die Story um den Karpatenhund schon einmal als ganz normales Hörspiel, allerdings wurde sich hier weniger Zeit genommen. Hier hat man ja eine viel längere Spielzeit, kann so schon viel mehr mit der Klangkulisse machen und die ganze Story viel ausführlicher beschreiben und erzählen. – Genau das wurde hier dann auch sehr ausgiebig getan und die Ereignisse in dem Wohnkomplex waren ja mal mehr als dramatisch.
Die Lösung des Falles, da hätte der Betroffene auch selber drauf kommen können. Bzw. hätte das Ganze durchaus auch mit einem gesunden Gespräch aus der Welt geschafft werden können. Es hätte das ganze Theater nicht gebraucht.
Die Hausverwalterin macht alles andere als einen guten Eindruck. Diese Person möchte ich wirklich nicht im wahren Leben kennenlernen. Wer sich sogar mit einem fast schon kriminellen Trick Zugang zu den Wohnungen der Mieter verschafft, nur um dann sein Wissen auch noch brühwarm weiter zu geben, der hat ja mal wirklich nicht mehr alle Tassen im Schrank.
Ich finde, dass auch Tante Mathilda hier nicht sehr vorteilhaft wegkommt. Sie macht hier einen auf Oberbefehlshaber und wirkt immer wieder so ungehalten und verständnislos gegenüber ihrem Neffen. In anderen Hörspielen lässt sie wenigstens ab und zu mal ein gutes Haar an den Jungen.

Fazit:
Die ganze Handlung war in jedem Fall sehr ausführlich erzählt und ich hatte ein Kopfkino vor meinem geistigen Auge, dass ich mir einbilde, den Film nicht mehr wirklich schauen zu müssen. – Ich möchte ihn aber noch sehen. Der auf dem Schloss in Transsilvanien war ja auch schon so genial. Ich muss direkt mal schauen, wo man den ausleihen oder kaufen kann.
Die Schauspieler machen einen sehr guten Job und ich finde, das gerade Tante Mathilda hier wirklich sehr überzeugend resolut dargestellt worden ist. Auch die Hausverwalterin war sehr gut gespielt und ich hoffe einfach, dass die Person nicht wirklich so ist, wie sie hier dargestellt wird.
Die längere Spielzeit fand ich gar nicht so schlecht. Man konnte die Story viel besser ausschmücken, die Soundkulisse viel abwechslungsreicher gestalten und hatte in jedem Fall mehr Zeit, für die Ermittlungen. Das hat Spaß gemacht.
Von mir aus kann es gern weitere Hörspiele und natürlich auch Filme dieser Art geben. Beides spricht in jedem Fall mehr als die Zielgruppe an. – Weiter so!

[Hörbuch] Nicole Böhm – „Ist Liebe genug?“

Nicole Böhm
„Ist Liebe genug?“
Reihe: Die Chroniken der Seelenwächter (33)
Verlag: Lausch Phantastische Hörbücher
EAN: 4-260-158-97648-0
Länge: 3 Stunden 54 Minuten
Sprecher: Pia-Rhona Saxe, Jan Langer, Cornelia Prescher, Richard Lingscheidt

– gehört im Oktober 2024 –

Ich hinke der Reihe im Moment hinterher, weil ich durch den neuen Job nicht mehr so zuverlässig zum Konsumieren von Hörbücher komme. Das ist schade, aber nicht zu ändern.

Klappentext: Die Ereignisse überschlagen sich. Kedos ist verschwunden, aber ist er auch gebannt?
Die Seelenwächter begeben sich auf die Suche nach dem Dämon, während Akil, Jess und Jaydee erst einmal zu sich kommen müssen. Die Trauer um Ben hängt schwer im Raum, Jess beichtet Jaydee von ihren Visionen, doch sie spürt, wie sich gleichzeitig eine Wand zwischen ihr und ihm aufbaut. Jaydee ringt weiterhin um seinen Verstand. Die Mächte wirken stärker denn je in ihm.
Auf wen hört er am Ende? (Quelle: Thalia.de)

Inhalt: Ben ist Tod. – Das heißt, nicht wirklich, denn er ist jetzt ein Schattendämon. Ein Zustand, mit dem weder er selber noch seine Freunde klar kommen. Während Ben von einer Frau mitgenommen wird, die ihm helfen will, suchen seine Freunde nach ihm, um ihm ebenfalls zu helfen. Für Ben scheint es noch nicht zu spät. Noch kann er als Schattendämon ein Leben führen, in dem er nicht morden muss. Man muss nur die Lösung finden.
Die Ereignisse haben viel zerstört. Nicht nur das Anwesen der Seelenwächter und viele Leben der Seelenwächter. Auch zwischen Jess und Jaydee baut sich so langsam aber sicher wieder eine Distanz auf. Jaydee trägt das Geheimnis mit sich herum, dass seine Erzeugerin immer mehr Macht über ihn bekommt und ihn im Kopf beeinflusst und Jess erzählt auch nur zögerlich von ihren Visionen und der Tatsache, dass sie inzwischen weiß, was und wer ihr Vater ist.
Fast scheint es, als wären die Seelenwächter handlungsunfähig, denn auch im Rat gibt es mal wieder eine Veränderung, mit der man umgehen lernen muss.

Fazit: Was den Titel dieser Folge angeht, war ich ja zunächst skeptisch, ob das, was werden würde. Sobald in einem Buchtitel dies L-Wort vorkommt, bin ich eigentlich raus. – Aber die Reihenfolge wollte es so, dass ich mir dann eben dieses Buch als Nächstes anhören werden. Nun gut …
Der Bezug zum Titel ist hier schon irgendwie logisch. Alles, was hier passiert, hat in irgendeiner Form mit Liebe zu tun. Sei es nun die Liebe als Paar, die bei Jess und Jaydee so langsam aber sicher zu verschwinden droht, oder eben die Liebe zum verstorbenen Ben, als Freund, mit dessen Verlust man umgehen muss.
Vom Stil her, hat sich in den Büchern absolut nichts geändert. Mit verteilten Rollen wird hier aus den verschiedenen Sichten gelesen, wobei ich persönlich aber leider raus bin und nicht mehr so wirklich hinterhergekommen bin, wer nun genau was ist. – So besonders tief hat mich diese Handlung ja schon lang nicht mehr gepackt. Der anfängliche Zauber dieser Reihe und die im Moment unausgeschöpften Möglichkeiten langweilen mich etwas. Ich höre im Prinzip nur noch weiter, weil ich einmal mit der Reihe angefangen habe und weil mich der „Spaß“ über Spotify nicht wirklich etwas extra kostet.
Die einzelnen Geschehnisse werden aus der Sicht der verschiedenen Leute geschildert, was dann am Ende alles auch sehr ausführlich macht. Die Handlung stockt stellenweise, weil es nur noch um Gefühle und Gedanken geht. Vieles wird sich gegenseitig gebeichtet, was für den Hörer bereits vergangene Ereignisse noch einmal präsent macht. – Die Reihe ist schlicht und ergreifend zu lang gezogen.
Statt hier endlich langsam mal zu einem Ende zu finden, wird in dieser Folge noch ein Problem aufgemacht. Die Rolle von Jess ihrer Mutter ist so ein bisschen in der Versenkung verschwunden, bekommt aber jetzt wieder den Part des Problems. Die Frau scheint im Kopf im Gestern festzuhängen und bekommt dadurch psychische Probleme. Sie will mal wieder aufgeben und muss von den anderen, die eh schon genug um die Ohren haben, aufgefangen und beschützt werden. – Und der Kreis beginnt von vorne.

Die Sprecher machen ihren Job. – Nicht mehr und nicht weniger. – Am Ende können sie auch nur das lesen, was die Autorin einmal geschrieben hat. Ich fand sie von der Stimme her, ganz passend ausgesucht, aber das war es dann auch schon wieder. Den Überblick, wer denn nun wessen Sichtweise liest, habe ich aufgrund der langen Pause schon lang verloren und kann wirklich nur noch Jess heraushören. – Aber deren Gedanken und Erlebnisse sind auch nicht mehr so spannend wie noch zu Anfang.
Die Reihe selber wird zu Kaugummi. Mit jeder Folge hoffe ich, dass man hier die Ereignisse endlich mal geordnet bekommt und mit einem Neuanfang für die Seelenwächter auf einem neuen Anwesen, endlich so etwas wie ein Happy End herbeigeführt werden kann. – Aber stattdessen werden immer wieder neue Probleme aufgemacht.
Die Reihe wird irgendwie von Folge zu Folge langweiliger. Waren es erst noch die wirklich übertrieben mächtigen Monster und Dämonen, die wenigstens ein paar Kampfhandlungen in die Szenerie gebracht haben, wird diese Folge ausschließlich vom Gefühl der Trauer und der Sorge getragen. – Definitiv kein Buch für Menschen, die sowieso schon mit Depressionen oder Ähnlichem zum kämpfen haben.

Bewertung: 3 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 3 von 5 möglichen Sternen.
In jedem Fall kann man Frau Böhm, mit dieser Reihe, einen unheimlichen Fleiß und Durchhaltevermögen nachsagen. Aber was den Inhalt angeht, lässt sie leider von Folge zu Folge immer mehr nach. – Es packt mich einfach nicht mehr, diese ewige Gefühlsduselei.

[Hörspiel] Geister-Schocker 41 – „Das Monster aus dem Jenseits“

Autor:Brett Simmons
Verlag: Romantruhe
Produktionsjahr: 2013
Länge: 44 Minuten 32 Sekunden

Die Sprecher:
Helog Liebig
Martin Keßler
Sabine Berg
Tom Jacobs
Till Hagen
Corinna Riegner

direkt auf Spotify anhören

Inhalt:
Bei Ausgrabungen in Rumänien stoßen die Forscher auf einen echten Vampir in seinem Sarg. Dumm nur, dass sie ihm unbeabsichtigt Blut geben und ihm so ein neues Leben schenken. Auf der Überfahrt auf dem Schiff erwacht der Blutsauger dann zum Leben und treibt sein Unwesen unter den Passagieren, was allerdings erst einmal nicht auffällt.
Als es dann auffällt, ist es schon fast zu spät. Der wiedererstarkte Graf aus Rumänien muss in jedem Fall gestoppt werden und dazu sind genau die Mittel recht, die seit jeher genutzt werden, um einen Vampir zur Strecke zu bringen. – Einzig das Feuerwerk an Bord des Schiffes leistet hier ein wenig moderne Unterstützung.

Mein Hörerlebnis:
Am Anfang war ich etwas irritiert. Ja sicher, da haben Leute irgendeine Entdeckung gemacht, doch dann wird Bezug auf Bücher genommen, die ich zum Teil gelesen habe oder als Film konsumiert habe. Das erschien mir dann doch eine Nummer zu modern für einen Geisterschocker. – Aber ich habe es hingenommen und erst einmal auf die Dinge gewartet, die da kommen sollen.
Schon das Unheil, dass auf den Vampirkörper Blut gerät hat mich nichts Gutes ahnen lassen. Und als der Sarg mitsamt der Kreatur dann auch noch per Schiff abtransportiert werden soll, habe ich schon Böses geahnt. – Auf so einem Schiff voller unwissender Leute hat so ein Blutsauger in jedem Fall richtig gutes Spiel.
Es entsteht ein Bezug zu unschuldigen MItreisenden, die dann in die Geschichte mit hineingezogen werden, was mir schon irgendwie leid getan hat. Der Vampir wird wirklich sehr gut dargestellt und man kann sehr gut nachvollziehen, dass die Frau absolut überhaupt keine Chance hatte, sich zu wehren.
Dass das Treiben des Blutsaugers irgendwann entdeckt wird, war für mich vorhersehbar, stellenweise auch logisch. Jedenfalls muss und wird er dann zur Strecke gebracht. Fast kam mir der Showdown im Laderaum zu aufgebauscht vor, aber zur Situation hat er in jedem Fall gepasst. – Die Folge kann zu einem Ende finden und trotz der Umstände scheint doch wieder alles gut zu werden.

Fazit:
Großartig vom Hocker hat mich die Folge nicht gehauen. Das Thema mit dem Vampir ist absolut nichts Neues, und dass er ausgerechnet in Rumänien gefunden wird, hat nun wirklich überhaupt nichts Neues zu bieten. Trotzdem werde ich das Gefühl nicht los, dass dieser Reporter, der ursprünglich einen anderen Artikel schreiben sollte, sicherlich in der einen oder anderen Folge noch einmal auftauchen wird. Der erlebt bestimmt noch einiges mehr in seiner weiteren Karriere und der Hörer verfolgt die dann quasi immer mal wieder mit. – Bleibt abzuwarten.
Wie gesagt, vieles war vorhersehbar und der Gruselfaktor hat mir leider komplett gefehlt. Trotzdem bin ich gut unterhalten worden und habe stellenweise einen guten Film vor meinem geistigen Auge gesehen. Das lag nicht zuletzt an der guten Leistung der Schauspieler. Mit der Geräuschkulisse ist man hier recht sparsam umgegangen, was aber auch nicht weiter schlimm war. Die Handlung hat das wieder aufgefüllt.

Naja, kein Volltreffer, aber eben auch nicht komplett daneben. War mal eine gute Unterhaltung für zwischendurch. Das war es dann auch schon wieder.