[Ebook] Nick Thacker – „Der Enigma-Virus“

Nick Thacker
„Der Enigma-Virus“
Reihe: Harvey Bennett Abenteuer (1)
Verlag: Luzifer
ISBN: 9-783-95835-522-4
Länge: 308 Seiten

– gelesen im Dezember 2024 –

Dieses Buch habe ich vom Newsletter für kostengünstige Bücher empfohlen bekommen. Ich dachte, ich hole es mal von meinem SuB.

Klappentext: Seit Jahrhunderten ruhte unbemerkt ein gefährliches Virus im Yellowstone Nationalpark.
Bis heute …

Harvey Bennett, ein zurückgezogen lebender Park-Ranger, ist alles andere als ein Kämpfer.
Doch als plötzlich eine Bombe im Yellowstone Nationalpark explodiert und seinen Partner tötet, wird er in einen Strudel sich überschlagender Ereignisse gezogen. Fest entschlossen, die Drahtzieher hinter dem Bombenanschlag zu fassen, sieht sich Bennett plötzlich einem rätselhaften Virus gegenüber, das sich unaufhaltsam über Amerika ausbreitet …

Eine abenteuerliche Kulisse, Terroristen und eine Virusepidemie – vereint in einem atemlosen Thriller, der an die Romane von James Rollins, Clive Cussler und Michael Crichton erinnert. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Im Yellowstonenationalpark explodiert eine sehr eigenartige Bombe. Die Zerstörung ist relativ gering, aber ein bisher unbekanntes Virus breitet sich seitdem aus.
Harvey Bennet ist Ranger im Nationalpark und gerät eher unfreiwillig in die Ermittlungen der CDC hinein. Währe da nicht die Gefahr einer weiteren Bombe und einem noch größeren Infektionsrisiko könnte sich hier eine zarte Liebesgeschichte entspinnen. – Vorher muss aber, die Gefahr begannt werden. Unter Einsatz von Leib und Leben.

Fazit: Dieses Buch habe ich gefunden, weil es durch den Newsletter für reduzierte Ebooks beworben wurde. Thema und Cover haben mich total neugierig gemacht und doch landete das Buch dann erst einmal nur auf meinem SuB.
Das Original dieses Buches stammt aus dem Jahr 2014. Aber erst 2020 wurde es ins Deutsche übersetzt und erschien dann im Luzifer-Verlag. Es stellte sich auch heraus, dass es sich hier um eine Reihe handelt. Im Original 16 Bände und auf Deutsch gerade mal 3. – Ich muss direkt mal beobachten, ob da nach und nach noch mehr Bücher kommen.

Schon im Prolog konnte ich ahnen, wo mich diese Lesereise hinführen sollte. – Und dann stirbt die gesamte Crew der Expedition. Das hätte ja fast schon das Ende sein können, war es aber nicht.
Die Handlung ist sehr vielschichtig und ereignisreich. In gelungenen Zeit- und Ortswechseln bekommt man als Leser so nach und nach mit, was aus der Expedition aus dem Prolog wurde und wie deren Fund die aktuelle Handlung beeinflusst. Schnell wir klar, dass es am ende nur um Geld und Macht geht, aber der Weg dahin ist einfach nur hochgradig grausam und perfide.
Das Virus selber ist die ganze Zeit nicht genauer definiert, wird an einer Stelle, aber als panische Grippe bezeichnet. – Allerdings nur an einer Stelle und dann nicht wieder. Am Ende bleibt auch offen, um was genau es sich gehandelt hat. Einzig die Firma, di Eden Mist inszeniert hat, scheint weiter machen zu wollen. Da bleibt noch eine ganze Menge Stoff für weitere Bände. Nachteil ist hier nur, dass sie bisher nur bis zum dritten Band übersetzt sind.
Leider fand ich die Figuren sehr flach gehalten. Oftmals sterben sie sehr früh weg, oder aber die Situation selber lässt kaum Erklärungen zu. Ich hätte den Protagonisten wirklich gern noch etwas genauer kennengelernt. So besticht er wirklich lediglich durch seine Zufallstreffer und Taten.
Alles in allem eine wirklich sehr vielversprechende Story, die mich dann in ihrer Art aber zu wenig berührt hat.

Auf ihre Art, war die Story von Anfang an sehr spannend. Das wundert mich wenig, denn so ein Virus bietet wirklich viele Möglichkeiten für eine spannende Weltuntergangshandlung. – Allerdings wird es hier so schlimm dann nicht. Zwar droht noch einmal eine ziemliche Gefahr, aber die muss ja am Ende abgewendet werden, wenn da noch weitere Bände folgen sollen, in denen der Protagonist noch gebraucht wird.
Beim Lesen hatte ich ein spannendes und fesselndes Kopfkino, welches durch interessante Zeitsprünge und Ortswechsel noch einmal angefeuert wurde. Die kleinen Unzulänglichkeiten der Story haben sich dann erst im Nachhinein für mich offenbart.
Am liebsten hätte ich das Buch in einem Ritt durchgelesen, ohne irgendwie unterbrechen zu müssen. Da hat allerdings der ganz normale Alltag nicht mitgemacht und mich immer wieder in den Job oder an den Haushalt gezwungen. – Nach den Unterbrechungen bin ich aber immer wieder sehr gut in die Handlung hinein gekommen.
Der Virus selber war schon irgendwie interessant, wurde mir für meinen Geschmack dann aber zu wenig beschrieben und dramatisiert. Stattdessen gab es ganz nebenbei noch einiges Wissenswertes über Vulkan und die Erdkruste, sowie die Besonderheiten des Yellostone. (Für mich nicht ganz unbekannt, aber in jedem Fall sehr gut und glaubwürdig recherchiert und verarbeitet.)

Bewertung: 4 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Für die volle Punktzahl hat es dann leider nicht gereicht. Dazu hat mir leider, gerade am Protagonisten, zu viel gefehlt. Aber ansonsten hat sich alles wirklich spannend lesen lassen.

[Hörspiel] Geister-Schocker 45 – „Stimmen aus dem Jenseits“

Autor: Andreas Masuth
Verlag: Romantruhe
Produktionsjahr: 2014
Länge: 52 Minuten 15 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:
Nicolai Tegeler
Vera Bunk
Tino Kießling
AnneKathrin Munz
Christian Rode

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Inhalt:
Zwei Pärchen machen sich auf einen seltsamen Wochenendausflug. Im Vorfeld hat eine der Damen immer wieder, nachts um zwei, seltsame Anrufe erhalten. Die dazugehörige Nummer haben sie herausfinden können, unter welcher Adresse das dazugehörige Telefon steht und wollen nun herausfinden, wie sie den Anrufen ein Ende setzen können.
Das Haus, welches sie am Ende ihrer Reise finden, stellt sich als Villa, fast schon ein Anwesen heraus. Es ist offensichtlich unbewohnt, aber noch möbliert und gehörte mit Sicherheit keinen armen Leuten. – Die Gruppe will über Nacht dort bleiben und das Telefon finden, die Ursache ergründen und am nächsten Tag wieder abreisen.
Am Abend machen sie jedoch den falschesten Fehler in dieser Situation, den sie machen können. Bei einer Séance wecken sie genau das Wesen, was sei hergelockt hat und ermöglichen, ihm sein Werk fortzusetzen.
Diese schicksalhafte Nacht soll für drei der vier lebensverändernd sein.

Mein Hörerlebnis:
Dieses Hörspiel hatte etwas sehr Ehrliches an sich. – Mir ist schon klar, dass das Ding mit dem Geist nicht wirklich so passiert sein kann, aber so, wie alles inszeniert war, fand ich es wirklich so, als hätten sie es in dem Moment aufgenommen, als es eben geschehen ist.
Im Grunde verfolgt man die vier jungen Leute ein Stück weit auf ihrem Weg. Ihr genauer Werdegang und wer mit wem warum zusammenhängt, erfährt man lückenhaft zwischendurch, allerdings ist das auch nicht wirklich wichtig. Fakt ist, dass es vier junge Leute sind, die eben ein Wochenendabenteuer erleben.
Die Story ist mit seltsamen Telefonanrufen hergeleitet, die ich mir aber genauer erklärt gewünscht hätte. So kommt auch erst stückchenweise heraus, wann die kamen und was da war. Das nimmt für mich die Spannung etwas raus.
Im Haus selber ist alles düster und atmosphärisch dargestellt. Ich konnte sehr gut nachvollziehen, wie die Leute von frech und vorlaut ganz schnell auf kleinlaut und ängstlich umgestellt haben.
Die Handlung selber ist von der Fantasie her und auch vom Wesen sehr fantasiereich. Meiner Meinung nach nicht unbedingt der ständige Einheitsbrei vom bösen Geist, der wahllos Leute erschreckt oder gar umbringt. – Im Gegenteil! Ich habe mich gefragt, was der Geist bezweckt, wie alt er ist und wie viele Leben er so schon verbraucht hat. Was vor allen Dingen mit dem neuen Körper passiert, in den der Geist eindringt. – Das bleibt aber leider auch am Ende ungeklärt.
Das Ende der Story ist, für meinen Geschmack zu offen. Der einzige Vorteil an dieser Stelle ist die Tatsache, dass da noch viele andere Folgen in der Art kommen können. Immer wieder dieselbe Wesenheit und die scheinbar ewige Suche nach neuen Körpern.

Fazit:
Das Hörspiel selber ist so gut gestaltet, dass es kaum bis gar keinen Erzähler braucht. Alles, was man hört und mitbekommt, ist mit den Schauspielern und der Geräuschkulisse sehr gut dargestellt. – Stellenweise so gut, dass ich einen wirklich lebensechten Film in meinem geistigen Kino habe ablaufen sehen.
Die Story hat mich ziemlich gefesselt. Ich fand es mal eine gelungene Abwechslung zu den Vampiren, die bisher immer angestrengt wurden.
Die Leistung der Schauspieler waren sehr gut. Auch wenn die Handlung ab einem gewissen Punkt für eine Weile nur aus wildem Kreischen, Stöhnen und Hilferufen zu bestehen schien. Aber genau das war die Stelle, an der ich ein besonders heftiges Kopfkino hatte.
Die Handlung findet dann irgendwann ein Ende und hat mich noch einmal gut gecatcht. – Das bietet richtig Raum um da noch weiter zu machen mit dieser übrig gebliebenen Person. Menno

Naja, man konnte sich die Folge ganz gut anhören. Sie hat auch eine gewisse Abwechslung geboten. Irgendwie eine neue Art von Geister-Schocker, der mich sogar durchaus gefallen hat. – Mal sehen, wie das Nächste ist.

[Taschenbuch] Michael Tsokos – „Die Klaviatur des Todes“

Michael Tsokos
„Die Klaviatur des Todes“
Verlag: Knaur
ISBN: 9-783-426-78583-6
Länge: 330 Seiten

– gelesen im November 2024 –

Ich bin so gehypt von diesem Mann. Er hat einen hochinteressanten Job und erzählt darüber so interessant und lehrreich. – Ich liebe es!

Klappentext: Ein Toter auf einer Berliner Straße – Opfer eines heimtückischen Mordes oder ein tragischer Unfall? Eine grausam verstümmelte Frauenleiche – war es ein brutales Sexualverbrechen? Ein Ehepaar mit schweren Vergiftungssymptomen – standen die beiden auf der Todesliste des russischen Geheimdiensts? Der Rechtsmediziner Michael Tsokos wird immer dann von den Ermittlungsbehörden um Hilfe gebeten, wenn sie mit ihrer Aufklärungsarbeit nicht weiterkommen. Er soll herausfinden, was die Toten nicht mehr erzählen können: War es Mord? War es Suizid? Oder war es ein Unfall? (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Ein tätowierter Torso in einem Koffer, Leichenteile in Berlin verteilt und ein Alkoholproblem, ein Hilferuf einer Ehefrau mit einem wirklich seltsamen Geschmäckle und zahlreiche, sowie einfallsreiche, Fälle von Selbstbeibringung und dem Versuch Aufmerksamkeit zu bekommen, oder anderen eins auszuwischen.
Ein mehr als grausamer Fall des Münchausen-Stellvertreter-Syndroms hat mich an der Elternschaft so einiger Leute zweifeln lassen.
Aufklärung über die mannigfaltigen Unfälle mit und durch Kohlenmonoxyd, die Gedankengänge eines Sexualstraftäters und die Eifersuchtsfolgen eines spanischen Mannes. – Interessante und gut erklärte Fälle, die die deutsche Justiz beschäftigt haben.

Fazit: Ein Buch aus dem Jahre 2014. Michael Tsokos war noch nicht die Nummer auf Instagram, aber als Gerichtsmediziner schon ein gefragter Mann.
Auf dem Cover hält er mit ernstem Gesicht einen alten Instrumentenkoffer in die Kamera. Ganz wirksam auf einen Sektionstisch gestützt. – Es sollte wieder um Fälle aus seinem Berufsalltag gehen. Ich war gespannt.

Michael Tsokos ist wohl der bekannteste Rechtsmediziner Deutschlands. Und dieses hier ist das dritte Buch, in dem er Fälle beschreibt, die ihm in seiner Karriere untergekommen sind. Er betont immer wieder, dass so ein Gerichtsmediziner unvoreingenommen sein muss, aber auf menschlicher Ebene ist das sicher alles andere als einfach.
Besonders negativ angesprochen hat mich der Fall der Mutter, die ihrem Kind extrem schadete, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Der Leser bekommt das Geschehen hier unverblümt erklärt und kann sich nur an den Kopf fassen. Nicht nur, dass das Kind fast gestorben wäre, so hat auch eine komplette Krankenhausabteilung massiv Probleme bekommen. – Dafür fand ich das Strafmaß viel zu gering bemessen.
Der Fall des Sexualstraftäters hat mich sehr tief in die menschlichen Untergründe blicken lassen. – Nach außen hin so unscheinbar und zurückgezogen und innen voller Hass und Wut. – Getroffen hat es einen vollkommen unbeteiligten Menschen auf brutalste Art und Weise.
Die deutsche kriminelle Landschaft steht der internationalen wohl in nichts nach. Herr Tsokos wird hier sicherlich auch nicht gerade die schlimmsten seiner Fälle ausgewählt haben. Trotzdem ist der Stoff für den unbedarften Otto Normal ziemlich hart und schockierend. Der brutale Alltag eines Rechtsmediziners, den aber niemand sieht. Es sind nicht immer nur unentdeckte Herzleiden oder Blutgerinnsel.

In diesem Buch finde ich die Schrift etwas klein und die Seitenaufteilung etwas missraten. Der rechte Rand, den es so breit nicht bräuchte, ist großzügig bemessen und auf der linken Seite geht alles etwas eng zu. Besonders, wenn man wie ich, darauf bedacht ist, bloß keine Leserillen im Buch zu hinterlassen.
Das ganze Buch ist stabil aber sehr beweglich gebunden. Es lag als Taschenbuch wirklich sehr angenehm und leicht in der Hand und zumindest, was das Halten angeht, hatte ich keine Probleme. Zum Lesen habe ich dann wohl oder übel meine Brille herausholen müssen.
Das Buch habe ich als absoluten Pageturner empfunden. Ich konnte kaum von dem Stoff lassen und die ganze Zeit kam es mir wirklich vor, als würde ich in einer Runde mit Herrn Tsokos sitzen und er erzählt das alles von Angesicht zu Angesicht. Die Fälle waren alle sehr fesselnd und ich habe es abstoßend, aber auch überaus spannend gefunden.

Bewertung: 5 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Was für ein Buch. Für einen Rechtsmediziner Alltag, für mich aber unheimlich faszinierend einerseits und abstoßend und schockierend andererseits. In jedem Fall aber lesenswert und lehrreich.

Meine Woche 06. Kalenderwoche 2026

Geärgert:
Ne, nicht wirklich. Lief diese Woche direkt friedlich ab, alles so, wenn man es bedenkt.

Gefreut:
Dass ich tatsächlich mal wieder eine volle Woche durcharbeiten durfte. (Fazit)

Gedacht:
Oh oh … was ist denn bitte jetzt hier los?!

Gefragt:
Na hoffentlich geht das gut. Ich möchte doch eigentlich nur wieder ein paar Stunden aufbauen können.

Genervt:
Ein bisschen von Herrn Hund. Der hatte die Woche so ein paar unruhige Nächte, in denen er mich dann auch wenig bis gar nicht hat schlafen lassen.

Gefühlt:
Zufrieden, weil ich arbeiten durfte, aber unsicher, weil ich nicht wusste ob und wie das weitergehen soll.

positiv:
Ich durfte arbeiten

negativ:
der schlechte Schlaf und das frühe Aufstehen

Gelitten:
Nein, so schlimm war es dann doch nicht.

Genossen:
Die Abende in Ruhe, als ich noch etwas lesen konnte.

Gewesen:
auf Arbeit und einkaufen (Lebensmittel)

Getroffen:
Kollegen – Ach war das schön, die mal alles wiederzusehen.

Gesucht:
Den Fehler in meinem Häkelprojekt – ich glaub, da kann ich von Vorne anfangen

Gefunden:
Den Fehler in meinem Häkelprojekt. Irgendwo habe ich mich da aber mal ganz gewaltig verzählt.

Gelacht:
jep, wir haben so einige Male gefrotzelt, auf Arbeit

Geweint/Getrauert:
Nein, so schlimm war es nicht. – Nur ein wenig erschrocken, als am Donnerstag der neue Schichtplan raus war.

Gewundert:
Huch, nächste Woch gehts schon nach Leipzig?! – toll!!!

Gegessen:
Chinamann-Nudeln, Maultaschen mit Zwiebel angebraten, Hot Dog – selber gebaut und Zwiebelkuchen aus dem Tiefkühler.

Genascht:
So eine Erdbeer-Schokoloade von ja. – Schmeckt mindestens genau so gut wie Yougorette und ist sogar noch bezahlbar.

Getrunken:
Viel Tee, am Wochenende etwas Aro und Bierchen.

Gegoogelt:
Nach ISBN-Nummern von Büchern

Gesehen:
Ein paar Folgen von „Outlander“ und ein paar Folgen von „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“ von Netflix.

Gebastel/Gespielt/Gehandwerkt/Geschrieben:
Mal wieder ein wenig gehäkelt. – Deswegen ist mir der Fehler im Projekt auch aufgefallen. (Fazit)

Getan:
gehäkelt, gelesen und gearbeitet

Gelesen:
„Eiskalte Brandung“ von Clive Cussler beendet und „Das Atlantsiche Artefakt“ von Nick Thacker durchgelesen.

Gekauft:
Lebensmittel

Gelernt:
bestimmt – aber ich kann es jetzt nicht fest machen

Geschenkt (bekommen):

Geschlafen:
Mehr schlecht als recht

Geträumt:
Ja, so einen ganz komischen Traum von einem wildfremden Typen, ein Einbrecher, der plötzlich neben meinem Bett stand und mich geküsst hat. – Sowas Blödes.

Geplant:
Vier Nächte arbeiten und am Donnerstag Nachmittag gehts nach Leipzig, wo wir Karten für die Titanic-Ausstellung haben. Außerdem wollen wir noch „Die Runde Ecke“ besuchen und eventuell mal zum Völkerschlachtsdenkmal.

Fazit

Oweia… was die Leiharbeiter angeht, zumindest in der Abteilung, in der ich tätig bin, haben sie ganz schön Harakiri gemacht. Es sind mal gerade noch drei, von ehemals 6 übrig. Wobei ich da ein bisschen schräg bin, weil sie den komischen Vogel, den sie als letztes rein geholt haben, behalten haben und dafür drei Frauen, die mehr drauf hatten, als der Typ, dafür gehen mussten. – Bleibt nur zu hoffen, dass die dann auch irgendwann mal wiederkommen dürfen. Allerdings ist der groß gepriesene Neuanlauf von Teilen ja doch nicht so groß, wie sie erst dachten. In jedem Fall hat es das gesamte Team ganz schön gesprenkt.
Ich bin jedenfalls eine der Damen, die bleiben darf. Allerdings habe ich hier auch nur den Verdacht, dass das wegen meiner verbalen Randale ist, die ich vorletzte Woche gemacht habe. – Meiner Meinung nach kann es nicht sein, dass eine Firma mich auf Halde zu Hause sitzen lässten, mit der Aussage, dass ich gebraucht werde und die erste bin, die man wieder holt und dann doch andere Leute rein holt. – Nicht falsch verstehen bitte, mir ist bewusst, dass man als Leiharbeiter an- und abgemeldet werden kann und dass genau das der Grund ist, warum Leiharbeiter noch in den Firmen beschäftigt werden. Ist ne beqeme Sache, dieses hopp on hopp of von Leuten, aber deswegen kann man die Leute nicht stundentechnisch so in die Scheise reiten.
Die Leihfirma sitzt diesbezüglich zwischen zwei Stühlen. Auf der einen Seite ist der Kunde erstmal König, keine Frage. Aber sie haben doch auch gegenüber ihren Leuten eine Fürsorgepflicht und sind eigentlich verpflichtet ihnen Arbeit zu besorgen.

Das mit dem Häkelprojekt ist ja mal jetzt mehr als ärgerlich. – Wenn man ein Amigurumi häkelt und sich mal um ein oder zwei Maschen verzählt, ist das alles halb so wild und noch zu verschmerzen. Aber ich hatte jetzt eine Decke mit Motiv im C2C-Stil in Angriff genommen. Und durch den einen Verzähler irgendwo zwischendrin, hat es schon jetzt das komplette Motiv verschoben. – Ich glaube, ich muss das Stück, was ich bis jetzt habe, entsorgen und von Vorne anfangen. Durch die Farbwechsel lohnt sich ein Aufribbeln und Wolle wiederverwerten auch nicht wirklich. Zumal ich die Enden, der Übersicht halber, reihenweise schon mit vernäht habe.

Saturday Sentence – „Eiskalte Brandung“

1. Nimm deine aktuelle Lektüre

Eben noch schien mit dem geheimen medizinischen Unterwasserlabor alles in Ordnung zu sein. Im nächsten Moment ist es einfach verschwunden! Kurt Austin von der NUMA setzt sofort alles daran, es wieder aufzuspüren. Denn dort wurde der einzige Impfstoff entwickelt, der eine Pandemie in China noch verhindern könnte, die Millionen den Tod bringen wird. Dabei kommt er einem chinesischen Verbrecherkartell auf die Spur, das weit mehr anstrebt als nur Geld – und nur Austin steht noch zwischen ihm und seinem Ziel … (Lovelybooks.de)

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein „Saturday Sentence“ lautet. (Bei Ebooks Position 158)

»Wie der Regenwald am Amazonas?«

Clive Cussler – „Eiskalte Brandung“ (Kurt Austin 8); ISBN:  9-783-442-37577-6

3. Und wie ist es bisher?
Ein Buch aus der Reie mit Kurt Austin und seinem inzwischen wirlich sehr gut eingespielten Team. – Das Thema hier mal wieder etwas mehr in Richtung Meer und hochgradig unterhaltsam.
Im weitesten Sinne geht es hier um die Kreaturen der Tiefsee, insbesondere eine fluoreszierende Quallenart und ihr Gift, welches für medizinische Zwecke nutzbar gemacht werden kann. – Biochemie ist so ein interessantes Feld, dass ich es fast schade finde, in Chemie so eine Niete gewesen zu sein. Ich glaube das wäre auch so ein Betätigungsfeld,w as mir viel Freude gemacht hätte, wenn das Wörtchen „wenn“ nicht wäre. *grins
In jedem Fall verbindet Clive Cussler diese mögliche „Wundermedizin“ mit einer Krankheit, die von Wahlfängern eingeschleppt worden ist und für die es seinerzeit keine Heilung gab. Gleichzeitig tobt eine ähnliche Krankheit, künstlich von den Chinesen erzeugt, nun in China und droht auf die gesamte Welt überzugehen. – Gegen genau diese Krankheit soll die hier gewonnene Medizin helfen, weitere Eigenschaft aber auch, dass sie nahezu unkaputtbar macht. Will heißen, dass man dann wirklich sehr lang immun gegen jede weitere Krankheit macht. – Und was macht das dann mit der Weltbevölkerung?
Die Chinesen stehen hier jedenfalls als ziemlich korrupte Geschäftemacher dar, die auch über Leichen gehen, ohne mit der Wimper zu zucken.

Alles ist spanennd und auch für den Leien nachvollziebar geschrieben. Spannung und Hoffnung wechseln hier wirklich erfolgreich gegenseitig ab und haben mich voll in ihrem Bann. – Keine Ahnung, wie Herr Cussler das immer gemacht hat, aber er hat mich noch immer wieder fesseln können. – So auch hier.

[Hörspiel] Geister-Schocker 44 – „Der Geist vom Kölner Dom“

Autor: Gunter Arentzen
Verlag: Romantruhe
Produktionsjahr: 2014
Länge: 1 Stunde 41 Minuten

Die Sprecher:
Sascha Rotermund
Karen Schulz-Vobach
Marie Bierstedt
Till Hagen
Petra Mott
Henry König
Andi Krösing
Wolfgang Rüter
Tom Jacobs
Oliver Baumann
Bert Stevens
Michael Beyer

direkt auf Spotify anhören

Inhalt:
Christoph Schwarz hat einen neuen Fall. Er hat sich in einer Auszeit vom Tod seiner Partnerin erholt und ist nun auf seine Burg zurückgekehrt, um dort direkt eine neue Partnerin an seine Seite zu bekommen. – Die Detektei wird also wieder von zwei Leuten betrieben.
Sein neuer Fall führt ihn nach Köln, wo er eine Archäologin aus dem Nibelungen-Fall wieder trifft. Diese hat seltsame Begebenheiten rund um den Kölner Dom zu berichten und die beiden wollen dem Spuk Herr werden.
Der Fall entpuppt sich als eine Mischung aus übernatürlichem Spuk und ganz realer Bedrohung der katholischen Kirche und ihren Bräuchen. – Christoph Schwarz kann, mit einem Trick, die irdische Bedrohung herausfinden, kalt stellen und der Polizei übergeben und somit auch den Geisterspuk besänftigen und in seine wohl verdiente Ruhe schicken.

Mein Hörerlebnis:
Ich habe mich am Anfang wirklich gefreut, wieder etwas von Christoph Schwarz zu hören. Die Ereignisse der letzten Folge von und mit ihm, haben mich ganz schön mitgenommen. Ganz besonders der Tod seiner Freundin, den ich damals so habe auch nicht kommen sehen.
In jedem Fall geht es am Anfang Schlag auf Schlag. Christoph ist kaum zu Hause, da ereilt ihn auch schon der neue Fall und er macht sich auf den Weg nach Köln. – Dass er dort eine alte Bekannte wieder trifft, ist die eine Sache, dass sie dann im Bett landen und das auch noch so thematisiert wird, fand ich ein wenig pietätlos. Aber so etwas muss der Autor selber wissen.
Es beginnen dann auch endlich die Ermittlungen im Kölner Dom. – Ich selber war vor gar nicht allzu langer Zeit auch mal dort und bin zufällig in eine der Messen geraten. Allein das Gebäude ist ja schon beeindruckend und irgendwie fesselnd. Und genau diese Bilder habe ich hier dann auch vor mir gesehen. Nur eben ohne diese Menschenmassen, sondern einen leeren Dom und eben die Ermittler, wie ich sie mir vorstelle.
Das Thema mit dem Geist ist dann leider etwas vorhersehbar. Für mich hat es keine große Überraschung bedeutet, als dieser Baumeister von damals aufgetaucht ist und ein Unrecht von damals wieder gut machen wollte. Ungeachtet der Tatsache, dass er nun in einer ganz anderen Zeit gelandet war
Das Ende war dann nichts weiter als pure Detektivarbeit und eben die Segnungen der Gegenwart mit Polizei und der Möglichkeit, diese schnell zu rufen. – Die Täter sind am Ende so vorhersehbar wie unspektakulär und ich war stark enttäuscht vom Ausgang dieses Spektakels.

Und was, zum Henker, sollte dieser Alleingang am Ende mit dieser komischen Kurzgeschichte? Zum Einen hat es die einzelne Folge unnötig in die Länge gezogen und dann war der Fall auch hochgradig uninteressant. – Ganz ehrlich, ein Wesen aus einer Vereinigung von Hund und Mensch … ja sicher doch. Das ist so weit an den Haaren herbeigezogen, dass ich die ganze Geschichte nicht ernst genommen habe. – Hier sind die Macher wirklich ein bisschen sehr weit übers Ziel hinaus geschossen.

Fazit:
Der Fall war auf der einen Seite interessant, auf der anderen aber auch sehr vorhersehbar und für mich nicht wirklich spektakulär. Da war der Ort, an dem das ganz stattgefunden hat, noch mit am interessantesten von allen.
Die Verarbeitung der Handlung, die Untermalung mit Geräuschen und die schauspielerische Leistung der mitwirkenden Leute war in Ordnung. Man konnte gut folgen und ich hatte zum Teil sogar ein Stück weit Kopfkino.
Der Schauplatz des Ganzen war dann wahrscheinlich doch ein wenig zu überzogen gewählt. Wenn man eine kleinere geschichtsträchtige Kirche genommen hätte, dann wäre die Sache sicherlich noch spektakulärer gewesen. So aber, mit dem weltberühmten Dom zu Köln, waren meine Erwartungen einfach zu hoch und dem ist das Ganze einfach nicht gerecht geworden.

Ich habe die Folge der Vollständigkeit halber gehört, das war es dann aber auch schon wieder. Ich würde sie leider im unteren Bereich meiner persönlichen Liste einordnen, denn hier in dieser Reihe hat es wirklich bessere Folgen, als diese.

Fusselfreitag #299

Fussel pennt mal wieder

Was war das aber auch für ein Anblick… herrlich!
Es hatte geschneit, der arme Fussel musste förmlich durch den unberührten Schnee hüpfen, weil er fürs normale Laufen einfach zu klein war. Und dann waren da die fiesen Schneebommeln an den Beinchen, die dann mit Hilfe eines Föns entfernt werden mussten. Wo er so nen Fön so oder so nicht wirklich leiden kann. – Klar, dass er dann erst einmal erschöpft in die Kissen gesunken ist. Natürlich nicht, ohne sich vorher den Bauch noch einmal ordentlich voll zu schlagen.

[Ebook] Carrie Vaughn – „Die Stunde der Hexen“

Carrie Vaughn
„Die Stunde der Hexen“
Reihe: Midnight Hour (4)
Verlag: Heyne
ISBN: 9-783-641-02997-5
Länge: 379 Seiten

– gelesen im November 2024 –

Im vierten Band habe ich mit der Einführung neuer Kreaturen gerechnet. Der Titel hat es irgendwie versprochen. Aber passiert ist nichts dergleichen.

Klappentext: Atemberaubend düster, romantisch und witzig
»Hallo, hier ist Kitty Norville und ihre „Midnight Hour“. Rufen Sie an und schildern Sie Ihre Sorgen. Ob Vampir, Hexe oder Werwolf – ich, Kitty, kann Ihnen helfen, denn ich bin Ihnen näher, als Sie ahnen-…« Kitty ist Radiomoderatorin – und Werwölfin. Und Kitty wäre nicht Kitty, wenn nicht da, wo sie ist, auch Schwierigkeiten auftauchen würden. Dunkle, lebensbedrohliche Schwierigkeiten-… (Lovelybooks.de)

Inhalt: Kitty muss ihr Versteck im Wald verlassen. Ihre menschliche Familie braucht sie jetzt, da ihre Mutter erkrankt ist.
Zurück in Denver kann sie ihre Radiokarriere in ihrem alten Sender fortsetzen, bringt dadurch aber den Sender, ihre Kollegen und nicht zuletzt auch ihre Familie in Gefahr.
Carl, ihr ehemaliger Rudelboss, fühlt sich bedroht. Er meint, Kelly wolle ihm sein Revier und sein Rudel streitig machen. Es kommt zu einer Auseinandersetzung, bei der auch die Vampire mitspielen wollen. – Aber ist das alles am Ende nichts weiter als eine Intrige?

Fazit: Ein in grün und schwarz gehaltenes Cover, mit einem Titel, der von Hexen redet. – Mich würde es nicht wundern, wenn es innerhalb der Reihe dann jetzt auch wirklich noch Hexen geben würde. Könnte in jedem Fall unheimlich bereichernd werden.

Für diese Reihe und ihre Handlung beginnt hier alles richtiggehend idyllisch. Benn und Kitty haben sich in ihrem Zweierrudel arrangiert und eingerichtet und endlich schient mal alles friedlich. – Doch es braucht nicht lang und die Ereignisse überschlagen sich. Erst eine Fehlgeburt, dann die Mutter und dann die Rückkehr, die natürlich nicht ohne Problem bleibt.
Zunächst einmal, ging es um die familiären Probleme. Die Krankheit der Mutter deckt auch, recht interessant, ein wohl bestehendes Problem der Schwestern auf. Dem lag am Ende nur Unwissen und Missverständnis zugrunde, aber Zeit das zu lösen, Gabe es so schnell nicht.
Die Probleme unter und zwischen den Wesen sind eindeutig auf Machtgier zurückzuführen. Angestachelt wird das hier allerdings noch von dieser einen Vampirbraut, deren Ansinnen ich allerdings nicht wirklich verstanden habe. – Die Frau hat ja wirklich jeden einfach nur benutzt. Warum und wieso blieb dabei im Dunkeln.
Mit Theatralik wurd ein diesem Buch so absolut überhaupt nicht gespart. Aufregung um eine Fehlgeburt, etliche Verletzte und Tode. Kitty selber bekommt eine Schusswunde ab, ihr Partner ist dem Tode nahe … – mal ehrlich. Das wäre auch sparsamer gegangen.
Und auch die Wandlungen von Mensch zu Werwolf haben mich nicht mehr wirklich abgeholt. Das gab es einfach zu oft. Aber die Rückverwandlung, von Wolf zu Mensch, die ist an keiner Stelle auch nur erwähnt. Wäre doch mal interessant zu wissen, wie sich das für den Betreffenden dann anfühlt.

Mir haben schlicht und ergreifend die im Titel versprochenen Hexen gefehlt. Die waren nicht mal andeutungsweise vertreten und ich habe mich gefragt, was dann bitte dieser Titel sollte. Ich vermute ja, dass die Bücher nur deswegen bis zum 6. Band übersetzt worden sind, weil sie aufgrund der grandios beschissenen Übersetzung hier in Deutschland einfach nur gefloppt sind. Das fängt doch schon bei den Titeln der einzelnen Bände an. Da will man unbedingt etwas vom Twilight-Hype abhaben und baut am Ende so einen Mist.
Beim Lesen habe ich dann zwischendrin noch mit den Namen vollkommen den Faden verloren. Es gibt eine Phase in der Handlung, wo sämtliche Wesen, Kontrahenten und Menschen irgendwie aufeinandertreffen, mit Namen benannt werden und mich einfach nur heillos überfordert haben.
Der Schreibstil, mehr oder weniger schlecht oder gut, bleibt in der kompletten Reihe gleich und wenn man die Bände der chronologischen Reihenfolge nach liest, kann man gut in eine Welt abtauchen, in der es Hexen und Vampire wirklich gibt. Außerdem sind Tendenzen zu erkennen, dass die jüngeren Wesen diesen ewigen Konflikt schlicht und ergreifend leid sind und auch irgendwie nach einer besseren Welt streben.
Leider geraten die eigentlichen Gründe, weswegen Kitty nach Hause zurückkehrt, so ziemlich in den Hintergrund. Kitty ist halt zum Teil auch ein Wesen und ob sie will oder nicht, in deren Welt integriert. – Doch gerade die familiäre Seite hätte hier auch eine ganze Menge Stoff gehabt. Wenn ich nur dran denke, dass Kitty ihre Mutter mit einem Biss heilen könnte, diese das aber nicht will. Ich stelle mir jetzt vor, diesen Vorschlag innerhalb der Familie zu machen und auf die Reaktion warten.
Zum Ende hin wirkte der Stoff gezogen und künstlich auf Länge getrimmt. Da gab es noch Reibereien und bedeutungsloses Geplänkel, was man gut und gern auch hätte weglassen können. Das hat dann etwas genervt, bis ich endlich am Ende angekommen war.

Bewertung: 4 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 Sternen.
Für die volle Punktzahl hat es einfach nicht gereicht. Dafür war vieles für mich einfach übertrieben und künstlich in die Länge gezogen. – Ich hoffe, dass es nur eine grottenschlechte Übersetzung ist.

[Hörspiel] Geister-Schocker 43 – „Griff aus dem Dunkel“

Autor: Earl Warren
Verlag: Romantruhe
Produktionsjahr: 2013
Länge: 1 Stunde

Die Sprecher:
Tino Kießling
Julia Casper
Detlef Tams
Ingo Abel
Vera Bunk
Jan Graewe
Werner Wilkening
Tom Steinbrecher
Dagmar Bittner

direkt auf Spotify anhören

Inhalt:
Jerry Landon ist erschöpft. Er braucht dringend eine Pause und will diese auf Schloss McCuridge verbringen. – Doch das so friedlich Erscheinenende Anwesen in Schottland birgt ein dunkles Geheimnis, welches zunächst als verschrobenes Gehabe der Familie und besonders der Tochter der Familie daherkommt.
Was Jerry erst nach und nach herausfindet, ist dass auf dem Schloss und der Familie ein uralter Fluch lastet. Er greift immer dann, wenn die Tochter des Hauses sich verliebt, oder einem Mann hingibt. Immer dann kommen die Ahnen der Familie und nehmen das Leben der Familienmitglieder.
Jerry kann nichts machen, er hat sich hoffnungslos in die Tochter des Hauses verliebt und kann nicht verstehen, warum diese sich so vehement sträubt, auch nur mit ihm zu reden. – Am Ende hilft die Hexe, die den Fluch ausgesprochen hat, nach und vereint die beiden, was den Fluch freisetzt und mindestens einem der Familienmitglieder das Leben kostet.
Doch was die Hexe nicht weiß: Jerry meint es ernst. Er will seine Liebe und deren Familie nicht einfach im Stich lassen und kann wirklich eine Lösung finden, wie dem Fluch und der Hexe beizukommen ist.

Mein Hörerlebnis:
Es startet mit diesem ach so stark beschäftigten Geschäftsmann, der wohl einfach nur Urlaub machen will. So weit, so normal, doch es dauert nicht lang, bis das Hotel seltsam wird. Und zwar genau in dem Grund, als der Mann mit der Tochter des Hauses flirten will und sich gleich deren Vater reinhängt und alles, was da entstehen könnte, verhindern will.
Die ersten seltsamen Ereignisse laufen ab, welche wirklich sehr gut hörbar gemacht worden sind. – Und doch hüllt sich die Familie noch in Schweigen. Aber Jerry bleibt hartnäckig. – Es ist wirklich absolut nicht zu überhören, dass er einen Narren an der Tochter des Hauses gefressen hat.
Irgendwann gibt sich ihm das junge Mädchen hin, was wirklich sehr übertrieben dargestellt worden ist. Irgendwie hat die bis dahin so sittsame und junge Dame in dem Moment wie ne Nutte gewirkt oder einfach auch nur eine Frau, die es mal wieder bitter nötig hat. – Das sie das aber nicht so ganz freiwillig macht, kommt schnell heraus.
Endlich rücken die Leute dann auch mit ihrem Geheimnis raus, was mich dann aber wieder hat fragen lassen, warum sie dann ausgerechnet ein Hotel aus dem alten Kasten machen. Die haben doch, ganz offensichtlich, auch ihre Gäste in Gefahr gebracht.
Das Ding mit dem nachgestellten Ritterturnier war eine nette Idee, die dann auch sehr gut inszeniert war. Aber im Grunde hätte die Handlung auch ohne diesen Schlenker funktioniert.
Zum Ende hin wurde es noch einmal richtig dramatisch und die ganze Perfidität der Hexe kommt zum Vorschein. Ein durch und durch rachsüchtiges Wesen, was vor Wut schon gar nichts anderes mehr realisiert und absolut blöd und vorhersehbar in ihr Verderben rennt.

Fazit:
Von der Story her nicht unbedingt von der Stange, im Kern aber ein Familienfluch, der immer irgendwie für eine Gruselstory herhalten kann. – Diese hier war leider arg vorhersehbar. Das Ding mit der spontanen Liebe war etwas kitschig, aber irgendeine Aufhänger brauchte man ja, um den Fluch dann mal wieder auszulösen.
Die Geräuschkulisse war sparsam gestaltet, aber eben auch gezielt eingesetzt.
Leider hat mir das Kopfkino vom Schloss gefehlt. Ich habe mir die Beschreibungen angehört und das war es dann auch. Die haben nichts in mir ausgelöst. Dafür habe ich aber diesen Monstersohn umso genauer vor mir gesehen, nur weil er die Geräusche gemacht hat, die er eben gemacht hat.
Das Happy End war gut und irgendwie eine Erlösung. Die Story ist in jedem Fall abgeschlossen und ich könnte dann jetzt glatt noch einmal so eine hören. So ein Familienfluch fetzt doch immer wieder.

Keine besonders herausragende Folge, aber von der Story her durchaus mitverfolgbar und einfach inszeniert.

[Ebook] Clive Cussler – „Todesrennen“

Clive Cussler
„Todesrennen“
Reihe: Isaac Bell (7)
Verlag: Blanvalet
ISBN: 9-783-442-38167-8
Länge: 372 Seiten

– gelesen im November 2024 –

Das dritte Buch des Monats war mal wieder eines von Clive Cussler. – Die Reihe selber ist nicht so interessant wie seine anderen, aber irgendwie lesenswert ist der Stoff dann doch.

Klappentext: 1910 steckt der Traum vom motorisierten Fliegen noch in den Kinderschuhen, als Zeitungsmogul Preston Whiteway ein bahnbrechendes Flugzeugrennen quer durch die USA organisiert. Den Sieger erwarten 50.000 Dollar Preisgeld und ewiger Ruhm.

Isaac Bell, der beste Ermittler der berühmten Van Dorn Detektei, wird engagiert, um während des Rennens für Recht und Gesetz einzustehen. Und das aus gutem Grund! Denn 50.000 Dollar rufen nicht nur Betrüger auf den Plan, sondern auch eiskalte Gangster, die über Leichen gehen. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Isaac Bell sein neuer Fall lässt ihn mal wieder über sich hinauswachsen. Er soll eine Teilnehmerin des Flugzeugrennens bewachen und davor bewahren, von ihrem Ehemann ermordet zu werden.
Um besser auf die Frau aufpassen zu können, lernt Isaac kurzerhand Fliegen und nimmt am Rennen, unangemeldet und ohne jede Konkurrenz teil. Dabei übersteht er so manche wirklich heikle Situation.
Der gehörnte Ehemann indess, lässt sich so manche List einfallen, um seiner Frau habhaft zu werden, allerdings bekommt er es auch immer wieder mit Isaac Bell zu tun.
Nach unheimlich vielen technischen Daten, Wetterkapriolen und unvorhergesehenen Ereignissen, geht die Handlung einem überraschenden Ende entgegen.

Fazit: Ein brennendes Flugzeug an einem wolkenverhangenen Himmel – schon allein das Titelbild ist an Dramatik kaum zu überbieten.
Diese Buchreihe dreht sich um einen sehr renommierten Detektiv, der am Beginn der 1000er Jahre seinen Kampf gegen das Verbrechen führt. Die Ermittlungen sind, für diese Zeit, schon sehr weit fortgeschritten und hochgradig interessant.

Gleich zu Beginn der Handlung wird der er Zeuge, wie ein Mann einen scheinbar Unbeteiligten hinterrücks erschießt. – Diese Tat stand erst einmal überhaupt nicht in Verbindung mit dem angekündigten Rennen, sollte diese aber noch bringen, denn schon ein Kapitel später sollte mehr über den Mörder erfahren, der sich als durchgeknallter reicher Sack entpuppen sollt. Der Zusammenhang zum Flugzeugrennen wird über genau dieses seltsame Ehepaar hergestellt.
Die Handlung wird zum Teil aus Sicht von Bell und zum Teil aus Sicht des Ehemannes erzählt. – Ein sehr gerissener Mann seiner Zeit, der seinen Reichtum wohl schon nicht ganz legal erworben hat. – Wenn man mal darauf achtet, was er aus welchem Grund veranstaltet, kann man ihn wirklich ruhigen Gewissens als verrückt bezeichnen. Nur dass die psychiatrischen Behandlungen jener Zeit noch mehr als zweifelhaft waren.
Der Teil aus Sicht von Isaac Bell, also der Part des Detektives, ist stellenweise sehr technisch aufgearbeitet. Man bekommt wirklich sehr viel über die flugzeugtechnisch jener Zeit mit. – Für mich hat das stellenweise die Handlung zum Stehen gebracht und ich musste mich sehr konzentrieren, um die Technik und den Zusammenhang mit der Handlung auch zu verstehen. – Stellenweise kam ich mir vor, als hätte ich hier einen technischen Bericht gelesen, aber keinen Roman. Also technisches Wissen hat der Mann in jedem Fall, nur er baut viel zu viel in seine Bücher ein. Da muss ein echtes Interesse vorhanden sein, will man hier durchgängig gefesselt sein.

Namen von Orten und Leuten habe ich als sehr kompliziert empfunden. Ganz besonders bei Firmen oder Häusern und Orten habe ich stellenweise nur den Kopf schütteln können, ob der vielen Worte für nur ein Haus oder einen Ort. – Aber so sind sie die Amis. Alles muss groß und pompös wirken. Sonst ist es wohl nicht amerikanisch.
Die Handlung hat mir am Anfang ein sehr interessantes Kopfkino beschert, was allerdings im Laufe des Buches abnimmt, als es dann aufgrund der Flugzeuge technisch wird. Hier habe ich dann stellenweise ein Fachbuch über Flugzeugtechnik gelesen.
Ich bin der Meinung, dass die Handlung hier im Gesamten schlimm abgerutscht ist. Aus diesem Grund ist mir diese Rezension auch unheimlich schwer gefallen und ich befürchte, dass man das auch merkt.

Bewertung: 3 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 3 von 5 möglichen Sternen.
Eine eigentlich sehr interessante Story, die dann aber irgendwie zerschrieben war und von technischen Daten komplett zerstückelt ist. – Mir ist bewusst, dass Herr Cussler ein Techniker durch und durch ist. Aber das muss man doch nicht so raushängen lassen.