
Nick Thacker
„Der Enigma-Virus“
Reihe: Harvey Bennett Abenteuer (1)
Verlag: Luzifer
ISBN: 9-783-95835-522-4
Länge: 308 Seiten
– gelesen im Dezember 2024 –
Dieses Buch habe ich vom Newsletter für kostengünstige Bücher empfohlen bekommen. Ich dachte, ich hole es mal von meinem SuB.
Klappentext: Seit Jahrhunderten ruhte unbemerkt ein gefährliches Virus im Yellowstone Nationalpark.
Bis heute …
Harvey Bennett, ein zurückgezogen lebender Park-Ranger, ist alles andere als ein Kämpfer.
Doch als plötzlich eine Bombe im Yellowstone Nationalpark explodiert und seinen Partner tötet, wird er in einen Strudel sich überschlagender Ereignisse gezogen. Fest entschlossen, die Drahtzieher hinter dem Bombenanschlag zu fassen, sieht sich Bennett plötzlich einem rätselhaften Virus gegenüber, das sich unaufhaltsam über Amerika ausbreitet …
Eine abenteuerliche Kulisse, Terroristen und eine Virusepidemie – vereint in einem atemlosen Thriller, der an die Romane von James Rollins, Clive Cussler und Michael Crichton erinnert. (Quelle: Lovelybooks.de)
Inhalt: Im Yellowstonenationalpark explodiert eine sehr eigenartige Bombe. Die Zerstörung ist relativ gering, aber ein bisher unbekanntes Virus breitet sich seitdem aus.
Harvey Bennet ist Ranger im Nationalpark und gerät eher unfreiwillig in die Ermittlungen der CDC hinein. Währe da nicht die Gefahr einer weiteren Bombe und einem noch größeren Infektionsrisiko könnte sich hier eine zarte Liebesgeschichte entspinnen. – Vorher muss aber, die Gefahr begannt werden. Unter Einsatz von Leib und Leben.
Fazit: Dieses Buch habe ich gefunden, weil es durch den Newsletter für reduzierte Ebooks beworben wurde. Thema und Cover haben mich total neugierig gemacht und doch landete das Buch dann erst einmal nur auf meinem SuB.
Das Original dieses Buches stammt aus dem Jahr 2014. Aber erst 2020 wurde es ins Deutsche übersetzt und erschien dann im Luzifer-Verlag. Es stellte sich auch heraus, dass es sich hier um eine Reihe handelt. Im Original 16 Bände und auf Deutsch gerade mal 3. – Ich muss direkt mal beobachten, ob da nach und nach noch mehr Bücher kommen.
Schon im Prolog konnte ich ahnen, wo mich diese Lesereise hinführen sollte. – Und dann stirbt die gesamte Crew der Expedition. Das hätte ja fast schon das Ende sein können, war es aber nicht.
Die Handlung ist sehr vielschichtig und ereignisreich. In gelungenen Zeit- und Ortswechseln bekommt man als Leser so nach und nach mit, was aus der Expedition aus dem Prolog wurde und wie deren Fund die aktuelle Handlung beeinflusst. Schnell wir klar, dass es am ende nur um Geld und Macht geht, aber der Weg dahin ist einfach nur hochgradig grausam und perfide.
Das Virus selber ist die ganze Zeit nicht genauer definiert, wird an einer Stelle, aber als panische Grippe bezeichnet. – Allerdings nur an einer Stelle und dann nicht wieder. Am Ende bleibt auch offen, um was genau es sich gehandelt hat. Einzig die Firma, di Eden Mist inszeniert hat, scheint weiter machen zu wollen. Da bleibt noch eine ganze Menge Stoff für weitere Bände. Nachteil ist hier nur, dass sie bisher nur bis zum dritten Band übersetzt sind.
Leider fand ich die Figuren sehr flach gehalten. Oftmals sterben sie sehr früh weg, oder aber die Situation selber lässt kaum Erklärungen zu. Ich hätte den Protagonisten wirklich gern noch etwas genauer kennengelernt. So besticht er wirklich lediglich durch seine Zufallstreffer und Taten.
Alles in allem eine wirklich sehr vielversprechende Story, die mich dann in ihrer Art aber zu wenig berührt hat.
Auf ihre Art, war die Story von Anfang an sehr spannend. Das wundert mich wenig, denn so ein Virus bietet wirklich viele Möglichkeiten für eine spannende Weltuntergangshandlung. – Allerdings wird es hier so schlimm dann nicht. Zwar droht noch einmal eine ziemliche Gefahr, aber die muss ja am Ende abgewendet werden, wenn da noch weitere Bände folgen sollen, in denen der Protagonist noch gebraucht wird.
Beim Lesen hatte ich ein spannendes und fesselndes Kopfkino, welches durch interessante Zeitsprünge und Ortswechsel noch einmal angefeuert wurde. Die kleinen Unzulänglichkeiten der Story haben sich dann erst im Nachhinein für mich offenbart.
Am liebsten hätte ich das Buch in einem Ritt durchgelesen, ohne irgendwie unterbrechen zu müssen. Da hat allerdings der ganz normale Alltag nicht mitgemacht und mich immer wieder in den Job oder an den Haushalt gezwungen. – Nach den Unterbrechungen bin ich aber immer wieder sehr gut in die Handlung hinein gekommen.
Der Virus selber war schon irgendwie interessant, wurde mir für meinen Geschmack dann aber zu wenig beschrieben und dramatisiert. Stattdessen gab es ganz nebenbei noch einiges Wissenswertes über Vulkan und die Erdkruste, sowie die Besonderheiten des Yellostone. (Für mich nicht ganz unbekannt, aber in jedem Fall sehr gut und glaubwürdig recherchiert und verarbeitet.)
Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Für die volle Punktzahl hat es dann leider nicht gereicht. Dazu hat mir leider, gerade am Protagonisten, zu viel gefehlt. Aber ansonsten hat sich alles wirklich spannend lesen lassen.






