Fusselfreitag #270

Fussel als Rippchen

Die Zahnreinigung ist überstanden und er fing echt an, wieder richtig gut zu fressen. Dann kam die Leberkur, der er für 30 Tage nehmen soll und schon fing der Mäkel in Extrem wieder an.
Wir kontrollieren einmal in der Woche sein Gewicht und er ist längst im Untergewicht. Aber er scheint es derzeit wenigstens zu halten. – Is ja mal was.

[Hörspiel] Die drei ??? 222 – „und die Gesetzlosen“

Autor (des Buches): Kari Erlhoff
Regie: Heikedine Körting
Musik: Alexander Körting, Betty George, Constantin Stahlberg, Jan-Friedrich Conrad, Jens-Peter Morgenstern
Verlag: EUROPA
Release: 12. Mai 2023
Länge: 1 Stunde 19 Minuten

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – Axel Milberg
Justus Jonas – Oliver Rohrbeck
Peter Shaw – Jens Wawrczeck
Bob Andrews – Andreas Fröhlich
Amanda Blunt – Katy Karrenbauer
Nancy – Britta Steffenhagen
Lyn – Henrike Fehrs
Coltstone – Peter G. Dirmeier
Dimwitt – Achim Schülke
Odo]– Sebastian König
Opossum – Reinhold Kammerer
Quinn – Till Hagen
Sheriff – Konstantin Graudus
Telefonstimme – Nico König
Moderatorin – Petra Kleinert

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Inhalt:
Peter belauscht ein unfreiwillig ein Telefonat der Mathematiklehrerin, bei dem alles so klingt, als wäre die Frau in Sachen verwickelt, die nicht ganz legal zu sein scheinen. – Er heftet sich direkt an ihre Fersen, um Schlimmeres zu verhindern. Zeitgleich gibt er auch seinen Detektivkollegen bescheid, damit diese auch von dem neuen Fall wissen.
Justus und Bob machen sich separat auf den Weg, um Peter zu treffen, doch der wird zwischenzeitlich schon von seiner Lehrerin einkassiert, der er die Tour vermiest hat. Nicht sie wollte etwas Illegales tun, sondern einandere hat bereits etwas illegales getan und sollte von ihr geschnappt werden.
Peter und Bob fahren nun also hinter Peter her, werden aber durch ein vermeintliches Detektivpärchen getrennt.
Am Ende treffen allen, nacheinander auf einer Ranch ein, wo der Fall dann gelöst werden kann und die Jungs beim hiesigen Sheriff mächtig Eindruck hinterlassen.

Mein Hörerlebnis:
Diese Folge hatte es ganz schön in sich. Das fing schon damit an, dass sogar an der Schule eine Lehrerin nicht ganz legal leben sollte. – Die Macher haben das Telefonat eingespielt und ich muss sagen, dass auch ich dachte, die Frau hätte in irgendeiner Form Dreck am Stecken.
Dann beginnt die wilde Verfolgungsjagd und Justus wartet mit einem Auto auf, was mal wirklich ungeeigneter für Detektive nicht sein kann. Schon allein die pinke Lackierung ist ja mal alles andere als unauffällig. – Aber Justus will es testen und ich kann verstehen, dass auch er endlich einen eigenen fahrbaren Untersatz haben möchte. Allerdings wurde ich den Verdacht nicht los, dass ihm hier etwas aufgeschwatzt werden sollte.
Die Fahrt zu Peter ist wirklich sehr unvorbereitet und dem entsprechend durcheinander und unkoordiniert. Die Jungs sind schon nur noch zu zweit und müssen ihrem Kollegen aus der Patsche helfen und geraten dabei selber in einen Hinterhalt. – Das angebliche Detektivpärchen hat seine Rolle aber auch ganz schön überzeugend gespielt und ich habe auch gedacht, dass die Jungs hier eventuell Unterstützung bekommen könnten. Dass ich mich diesbezüglich getäuscht hatte, wurde mir klar, als Peter und der Detektiv wie betäubt in den in den Seilen hingen.
Justus wird von der Frau als verschnürtes Paket auf der Ladefläche mitgeführt und Peter wie zufällig von einer jungen Frau gerettet. – Ich habe keine Ahnung was es war, aber die junge Frau kam mir nicht ganz koscher vor. Die war irgendwie so aufdringlich, dass es schon wieder komplett gestellt gewirkt hat. Und so ganz genau hat sie es mit der Wahrheit ja dann auch nicht genommen.
Der Fall ist auf der Verfolgungsjagd in jedem Fall noch mehr und mehr angewachsen und es wurden aus einem Kriminellen gleich eine ganze Bande.
Die Auflösung des Falles stemmen die Jungs dann doch nicht ganz allein und holen sich Hilfe bei der örtlichen Polizei. Allerdings fand ich hier nicht wirklich gut herausgearbeitet, dass der Chief von den Jungs wohl ziemlich beeindruckt gewesen sein soll. Die haben hier wirklich eine Leistung vollbracht, die ihresgleichen sucht und das wird einfach so abgetan, als wäre es nicht. – Da hätte ich persönlich ein größeres Trara drum gemacht.
Was Justus sein „neues“ Auto angeht, bleibt erst einmal alles offen. Aber ich hoffe einfach, dass er sich gegen dieses wirklich auffällige Automobil entscheidet. Der Tisch hinten drin sollte jetzt nicht für so eine Kaufentscheidung stehen. – Außerdem würde mich mal interessieren, was mit Peter seinem MG werden wird. Der hat ja unterwegs auch einen Schaden erlitten und ist Liegen geblieben.

Fazit:
Also der Fall ist ja dann zu einem wirklich riesigen Ding ausgewachsen, was ich so auch nicht habe kommen sehen. Und wenn ich jetzt im Nachhinein so drüber nachdenke, wäre das wirklich ein Fall für eine Sonderfolge gewesen. – Mit mehr Spielzeit hätte man das komplette Geschehen viel besser darstellen können. Hier war es wirklich eine ganze Menge Stoff für eine normale Folge der drei Detektive.
Die Sprecher haben einen gewohnt guten Job gemacht und bei der Mathelehrerin habe ich die ganze Zeit überlegt, wo ich die Stimme her kenne. Am Ende, als die Sprecher aufgezählt wurden, fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren. Eine bessere Besetzung hätten sie hier wirklich nicht finden können.
Zusammengefasst fand ich die Handlung ziemlich zusammengequetscht und dadurch etwas undurchsichtig. Ich habe sicher nur die Hälfte von dem kapiert, was man hier erzählen wollte und eigentlich ist das schade.
Einordnen würde ich die Folge im Mittelfeld, da der Fall am Ende doch ganz schon unrealistisch und unglaubwürdig auf mich gewirkt hat. Da hatte es schon bessere Folgen.

[Ebook] Kathy Reichs – „Der Code der Knochen“

Kathy Reichs
„Der Code der Knochen“
Reihe: Tempe Brennan (20)
Verlag: Blessing
ISBN: 9-783-641-28364-3
Länge: 322 Seiten

– gelesen im Juni 2024 –

Ich hatte mir Band 22 dieser Reihe gekauft und dann festgestellt, dass ich 20 und 21 noch lesen muss. – Also habe ich erst einmal angefangen, meine „Schulden“ aufzuarbeiten.

Klappentext: Die forensische Anthropologin Tempe Brennan durchlebt stürmische Zeiten. Ein schwerer Hurricane nimmt Kurs auf ihre Heimatstadt Charlotte. Sie leitet die Untersuchung zweier Skelette, die in einem Container an der Küste gestrandet sind. Die Art des Todes dieser jungen Frauen erinnert Tempe an einen fünfzehn Jahre alten Cold Case – ein grausamer Doppelmord. Und in Charlotte geht die Angst vor einem hochansteckenden Bakterium um, gegen das bestimmte Gene angeblich schützen sollen. Ihre Ermittlungen führen Tempe auf die Spur eines Mannes, der dubiose Geschäfte mit Gen-Analysen macht. Als Tempe und Ex-Detective Andrew Ryan knapp einem Mordanschlag auf offener Straße entkommen, wird klar: Jemand will um jeden Preis verhindern, dass die Forensikerin den Code dieses Falls entschlüsselt… (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Bei einem Hurricane wird eine Tonne mit zwei Leichen angespült. Die Tonne, die Leichen, das gesamte Paket rufen beim Temperance Erinnerungen an einen vergangenen fall wach. – In Montreal führt das zur Exhumierung und zum neu aufrollen des alten Falles und Kommissar Zufall schickt Temperance und und Ryan dann auf die richtige Fährte.
Mit vielen Unrtersuchungen, hartnäckigen Nachfragen und einer Menge Biochemie kann Temperance plötzlich alle vier Opfer identifizieren lassen und ihnen ihre Geschichte wiedergeben.
Der Fall nebenher, mit der irgendwie bekannt vorkommenden Totenmaske, wird von einer Freundin gelöst und bringt noch einmal eine nette Überraschung am Ende.

Fazit: Das Cover hat mir zunächst nicht wirklich etwas gesagt. Ne Farbe und ne weiße Schrift. Das ist die Sorte Cover, die mich noch nie zu einem Kauf überreden konnte. Wenn ich die Reihe nicht schon gekannt hätte, dann hätte ich dieses Buch wohl nicht gekauft. Aber ich mag Tempe und ihre Fälle.

Es geht los, wie ich es bei dieser Reihe gewohnt bin. Tempe wird erst einmal in eine Sache hineingezogen, die aus heiterem Himmel kommt und die mit dem eigentlichen Buch am Ende nichts zu tun hat. – Trotzdem spitzt sich die Situation gleich erst einmal zu, als es zu dem Hurrikane kommt. Wobei ich sagen muss, dass mich die Katze hier mehr interessiert hat, als das, was eventuell an den Gebäuden kaputt gegangen sein könnte.
Verwirrend wird es, als Tempe zu einer Freundin geht, deren Haus durch den Sturm beschädigt wurde. Die Handlung ergibt aber, dass diese Frau die Hilfe von Tempe nicht wirklich braucht. Dieser Teil der Story wirkt, im Nachhinein betrachtet, doch sehr konstruiert. – Mir hat am Ende die Katze mehr leidgetan, als alles andere. Was das arme Tier hin und her gezerrt wird … Wirklich armes Tier.
Die Ermittlungen sind erst erfahrungsnah, als der Leser bei einer Exhumierung und den daraus resultierenden Konsequenzen dabei ist. Dann wird der Leser dabei mitgenommen, wie die Story immer wieder überdacht und zurechtkonstruiert wird, bis es dann nach vielen Fachbegriffen, Impfstoffforschungen und einem Zusammenhang zu einer aktuellen Krankheitswelle zu einem Ergebnis kommt.
Am Ende wird alles aufgelöst. Inclusive dem Fall vom Anfang, der dann aber mit der eigentlichen Handlung nicht mehr viel zu tun hatte.

Im Stil hat sich dieses Buch kaum von den anderen unterschieden. Ich hatte hier beim Lesen genau das Phänomen, was ich immer habe. Ich bin total hyped in das Buch eingestiegen, um dann eine kleine Flaute und Verwirrung zu erleben. Am Ende war ich dann wieder komplett gefesselt und bin befriedigt aus dem Buch heraus gegangen, weil der Täter identifiziert wurde und die Opfer eine angemessene Bestattung bekommen haben.
Die vielen französischen Begriffe haben mich etwas angenervt. Die wurden zwar übersetzt, haben mich aber in meinem Lesefluss extrem gestört und angenervt.
Bei der Figur Tempe habe ich immer wieder die Schauspielerin aus der Serie „Bones“ vor mir gesehen. Das hat mir ein wirklich wildes Kopfkino beschehrt, weil Both ja nicht dabei war.
Der Fall ist ein Cold Case, der es in sich hat und in jedem Fall spannend war. Wenn man bedenkt, dass die hier beschriebenen Techniken wirklich so möglich sind und auch angewendet werden, ringt mir das dann doch eine gewisse Portion Anerkennung ab.

Bewertung: 5 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen ab.
Ich habe mich zu Hause gefühlt, als ich das Buch gelesen habe. Auch diese Folge hat perfekt in die Serie gepasst und hat den vertrauten Stil beibehalten. Der Fall hat es wieder in sich und konnte mich wirklich sehr gut fesseln.

[Hörspiel] Die drei ??? – „Adventskalender 2023 – Böser die Glocken nie klingen“

Autor (Skript): André Minninger
Regie: Heikedine Körting
Musik: Betty George, Christian Hagitte, Constantin Stahlberg, Jan-Friedrich Conrad*, Jens-Peter Morgenstern, Johann Sebastian Bach, Kristian Körting, Simon Bertling, Thomas Körting
Verlag: EUROPA
Release: 3. November 2023
Länge: 3 Stunden 15 Minuten

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – Axel Milberg
Justus Jonas, Erster Detektiv – Oliver Rohrbeck
Peter Shaw, Zweiter Detektiv – Jens Wawrczeck
Bob Andrews, Recherchen Und Archiv – Andreas Fröhlich
Kathy Hiller – Lucia Angelina Mahler
Desmond – Patrick Baehr
Daniel – Sebastian König
Emily – Gerlinde Dillge
Glenda – Saskia Haisch
Inspektor Cotta] – Holger Mahlich
Jack – Manou Lubowski
Megan– Henrike Fehrs
Mrs. Kirk – Suzanne Von Borsody
Onkel Titus – Erik Schäffler
Samuel Leech – Achim Buch
Tante Mathilda – Karin Lieneweg
Violet Bell – Andrea Lüdke
Blacky – Heikedine Körting

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Inhalt:
Tante Mathilda und Onkel Titus weilen in New York und die Jungen sollen auf dem Schrottplatz einen Weihnachtsbaum aufhübschen. Zu diesem Zweck hat die Tante extra Baumschmuck von ihrer Freundin bekommen. Allerdings birgt dieser ein Geheimnis, welches so gut versteckt ist, dass es auch die drei Detektive nur durch Zufall entdecken. – Ein Glöckchen geht zu Bruch und heraus kommt ein kleiner Zettel mit einem Hilferuf.
Die Weihnachtszeit steckt voller Geheimnisse. Auf diese Weise kommen die Jungen nicht sofort an die nötigen Informationen, sondern erst mit ein paar Tagen Verspätung. – Als sie dann Ermittlungen im Ascott-Haus anstellen wollen, wo Jugendliche wohnen, welche als schwer erziehbar gelten, stoßen sie auf viele Verdachtsmomente.
Im Ascott-Haus wird wirklich eine jugendliche von den anderen getrennt auf der Krankenstation scheinbar festgehalten. Justus kann sich zwar zu ihr durcharbeiten, aber wird dann auch schnell wieder des Platzes verwiesen.
Es kommen eine ganze Menge falsche Verdachtsmomente auf und die Jungs beschatten einen Mann, der dem Mädchen am Ende nur helfen wollte. Die Hausherrin des Ascott-Hauses wird zu etwas verdächtig, was sie nicht ist und am Ende können die Jungs das Mädchen zwar „befreien“, stellen aber fest, dass das am Ende gar nicht nötig war. – Der Fall geht diesmal ohne die Polizei zu Ende, aber der eigentliche Bösewicht kann geschnappt und kalt gestellt werden.
Ein schönes Weihnachten für alle irgendwie am Fall beteiligten.

Mein Hörerlebnis:
Na super, die Jungs sollen, gleich zu Anfang, einen Weihnachtsbaum schmücken. – Mir war gleich klar, dass die Jungs das nicht gerade gern machen. Irgendwie sehe ich in so etwas eher ein Familien- oder Mädchending. – Es hat mich also nicht weiter verwundert, dass ein Stück Baumschmuck zu Bruch geht. – Dass sich daraus dann aber ein Fall entwickelt, darauf muss man als Autor auch erst einmal kommen.
Sehr interessant, wie die Jungs damit umgehen, dass ihnen zunächst die Hände gebunden sind und wie sie damit umgehen. Und außerdem interessant, wie sehr Justus unter Druck gerät, als Tante Mathilda scheinbar in den Fall verwickelt zu sein scheint und er sie eigentlich nur nach dem Zusammenhang fragen bräuchte. – Wenn er das einfach mal getan hätte, wäre der Fall mit Sicherheit schneller aufgelöst gewesen, als wie es dann am Ende wirklich gedauert hat.
Zunächst sieht ja alles erst einmal nach einer ganz normalen Ermittlungsarbeit aus, aber dass sich der Fall dann so entwickelt … Ziemlich gewaltig, wenn man das Ganze mal von Außen betrachtet.
Wobei ich aber eines unlogisch fand. – Dieses Ascott-Haus sollte eigentlich ein Heim für schwer erziehbare oder auffällig gewordene Jugendliche sein. Dafür ging es in den Räumen des Hauses aber erstaunlich friedlich zu. Die Jugendlichen, welche man näher kennen lernt, im Laufe der Handlung, verhalten sich überhaupt nicht wie junge Menschen, die auf Krawall und Rebellion gebürstet sind. – Da wäre durchaus mehr Glaubwürdigkeit und Krawall drin gewesen.
Ansonsten entstehen in dem Fall eine ganze Menge Fragen und falsche Verdächtigungen. Meine Fantasie hat mich ja gleich zu medizinischen Tests an den Jugendlichen verleitet. So nach dem Motto, dass die eh nichts taugen und dann auch für so etwas hergenommen worden sind. – Dass das eigentliche Verbrechen aber ganz anders geartet ist und die Heimleiterin zwar streng, im Fall aber unschuldig ist, hat mich am Ende dann doch etwas aufatmen lassen.
Am Ende kommt jedenfalls dann doch noch eine wunderschöne und glaubhafte Weihnachtsstimmung auf und besonder gelungen fand ich den Gag, dass man die schräge Stimme einer Darstellerin wirklich in einen so gut klingenden Chor eingearbeitet hat. – Klasse Sache das.

Fazit:
Titelbild und Titel habe ich in diesem Fall nicht wirklich verstanden. Die Glocken, um die es ging und die alles ausgelöst haben, haben ja am Ende nicht einmal geklungen … Und eine Totenkopffratze hatten sie auch nicht. – Mal ehrlich, hier ist der Coverillustrator mal wieder mächtig gewaltig über das Ziel hinaus geschossen.
Außerdem fand ich es mal wieder ziemlich daneben von Onkel Titus und Tante Mathilda, dass die beiden sich auf Reisen befanden und die Jungs den Weihnachtsbaum auf dem Schrottplatz herrichten mussten. Ich finde es irgendwie unlogisch, dass sich Peter und Bob immer wieder mit einspannen lassen und nicht mal einen Fitzel Geld für ihren Job auf dem Schrottplatz bekommen. Bei Justus kann ich es noch irgendwie verstehen, als quasi Sohn des Hauses … aber die beiden anderen Detektive haben ja mit dem Schrottplatz gar nichts zu tun.
Der Fall beginnt jedenfalls recht unspektakulär und entwickelt sich dann zu einer Sache, die für die Jungs dann doch eine Nummer zu groß zu sein scheint. – Wobei hier auch einige Figuren wirklich falsch verdächtigt werden, sich aber auch stark verdächtig verhalten. Selbst ich habe mich zwischendrin immer wieder gefragt, was denn bitte mit dem Mädchen sein soll, dass es abgesondert wird und am Ende sogar entführt wird. – Als sich das dann aber alles aufgedröselt hat, habe ich mir innerlich mit der flachen Hand gegen die Stirn geklatscht. –. Hehlerei … ernsthaft?!
Im Prinzip hat mich dieses Hörspiel sehr gut unterhalten, nur finde ich diese Storys als Adventskalender nicht wirklich geeignet. Wenn man mal davon ausgeht, dass so ein Adventskalender über 24 Tage verteilt konsumiert, müssten man hier täglich nur ein Kapitel hören. – sorry, aber da geht doch die komplette Spannung verloren. Der Zusammenhang ist absolut nicht mehr ersichtlich und es mutiert zu einer sinnlosen Ansammlung von Detektivdingen.
Die Schauspieler haben ihre Sache hier alle sehr gut gemacht. Besonders fand ich hier Tante Mathilda und ihre beste Freundin. Wie sie dieses eifersüchtige Gehabe spielen und an einer Weihnachtsheimlichkeit fast eine Frauenfreundschaft zerbricht … einfach nur glaubhaft und absolut genial rüber gebracht.

Auch wenn die Jungs hier im Laufe des Falles kalt gestellt werden, hat mir das Hörspiel sehr gut gefallen und ich war gut unterhalten. Ich würde es im guten Mittelfeld einordnen wollen. Das Weihnachtsthema und die dazugehörigen Heimlichkeiten waren wirklich sehr gut eingearbeitet und haben dem Ganzen ein großes Stück Glaubwürdigkeit verliehen. Ansonsten war es aber eine Detektivgeschichte, wie die andere auch, welche lediglich ausführlicher und detailreicher erzählt werden konnte.

[Ebook] Kim Leopold – „Tötet das Biest“

Kim Leopold
„Tötet das Biest“
Reihe: Black Heart (8)
Verlag: Selfpublishing
ISBN: 9-783-754-68368-2
Länge: 83 Seiten

– gelesen im Mai 2024 –

Ich habe mir diesen kurzen Happen eigentlich aufgehoben, um ihn noch vor dem Urlaub schnell wegzulesen. Was dann allerdings kam, war alles andere als schön und endete mit einem bezahlten, aber nicht angetretenen Urlaub und einer Leseflaute.

Klappentext: Nicht nur Mikael hat Freya gesucht. Schnell wird der Direktorin bewusst, dass die Aufmerksamkeit der Hexenjäger ihr gilt. Während Aslan Hayet einen Moment der Auszeit beschert und sie in sein Geheimnis einweiht, setzen Ivan und die anderen alles daran, Freya und die Schüler vor der plötzlichen Bedrohung zu schützen. Doch schnell wird ihnen klar, dass nicht immer die Schuldigen diesem Krieg zum Opfer fallen … Kim Leopold hat eine magische Welt mit düsteren Geheimnissen, nahenden Gefahren und einem Hauch prickelnder Romantik erschaffen, bei dem Fantasy-Lover voll auf ihre Kosten kommen. Tötet das Biest – Das hochspannende Finale der 1. Staffel der Urban Fantasy Serie Black Heart! (Quelle: Thalia.de)

Inhalt: Das Hexeninternat hat ein Problem. Die Hexenjäger kennen jetzt seinen Standort und werden es angreifen. Die Schüler müssen in Sicherheit gebracht werden, was im Speisesaal geschieht, wo auch alle noch einmal überprüft werden. Das stellt Yanis vor das Problem, dass er als Gestaltwandler erkannt werden könnte.
Unterdessen dringen die Hexenjäger wirklich in das Internat ein, haben es aber nicht auf die Schüler, sondern die Schulleiterin abgesehen. Freya und Mikael treffen seit Ewigkeiten mal wieder aufeinander und haben so etwas wie eine Aussprache.
Die Schule liegt am Ende dieses Buches in Schutt und Asche, aber die Story ist noch nicht zu Ende.

Fazit: Das Buch geht an genau der Stelle weiter, wo der vorherige Band aufgehört hat. Und ich muss gleich sagen, dass man ohne Vorkenntnisse absolut keine Chane hat, hier auch nur ansatzweise die Welt zu erfassen oder den Sinn hinter diesem Buch zu sehen.
Durch die 83 Seiten, was für ein Buch ja so gut wie nichts ist, rutscht der Leser hier wieder nur ein kleines Stück in der Handlung weiter. Zwar geht es sinnvoll und im Rahmen der Handlung weiter, aber alleingestellt ist dieses Buch nichts wert.
Von der eigentlich anfänglichen Protagonistin erfährt man in diesem Buch so gut wie nichts, aber dafür hat es jede Menge Action. Eine bisherige Randgruppe an Protagonisten bekommt ein wenig mehr Handlungsspielraum. Und sei es auch nur, dass einer von ihnen richtige Probleme bekommt.
Interessanter ist hier die Geschichte von Freya und Mikael. Ich reime mir das so zusammen, dass aufgrund ihres Schicksals und ihrer Liebe die Beziehungen zwischen Hexe und Wächter verboten worden sind. – In der Welt, in der die Story spielt.

In jedem Fall lies sich die Handlung einfach und ohne Probleme verfolgen. Es gibt nur einen Handlungsstrang und der wird konsequent weiter erzählt. In jedem Buch wird ein Aspekt der Story abgehandelt und so die Geschichte weiter erzählt.
Leider wird der Faden aus der Vergangenheit im Moment etwas vernachlässigt. Denn das Letzte, was da erzählt wurde, war, dass Freya seinerzeit bemerkt hat, dass sie in anderen Umständen ist und hier war die Rede von einem großen Bruch und dem Verlust des Kindes. – Es stimmt mich ein wenig angepisst, dass der Faden nicht weiter erzählt wird.

Bewertung: 5 von 5.

Ich bewerte diese Folge mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Ein Stück weit ist wieder Licht in mein Dunkel gebracht worden, aber noch immer sind Fragen offen. Bisherige Nebencharaktere bekommen Bedeutung und werden im Laufe der nächsten Bücher sicherlich mehr an Bedeutung gewinnen.

Meine Woche 27. Kalenderwoche 2025

Geärgert:
Darüber, dass ich mal wieder Lückenbüser für die Fehlplanung von Sesselpupsern machen musst. – Da haben sie mich aber wieder schön vorgeführt.

Gefreut:
Dass die Diagnose mit den Blutwerten von Fussel jetzt nicht so dramatisch war, wie es auf den ersten Blick ausgesehen hat. – Aber alles in Butter is da noch lange nich.

Gedacht:
Bitte lass dei Wärme ganz schnell wieder vorbeigehen.

Gefragt:
Wo soll das nur alles enden. – Gerade ist mir wieder alles zu viel.

Genervt:
Von der Kaltnschnäuzigkeit meines Chefes. – Die macht das, basta. Dass aber niemand da ist, der mich gescheit anlernen könnte …

Gefühlt:
In vielen Belangen einfach nur hilflos

positiv:
auch diese Woche ging rum

negativ:
die Woche war die gefühlt längste meines Lebens

Gelitten:
an der Hitze, bis zur Wochenmitte und dann an der Tatsache, dass Herr Hund die Nebenwirkungen der Leberkur aber mal komplett lebt

Genossen:
ich müsste mal wieder genießen können

Gewesen:
auf Arbeit und zu Hause

Getroffen:
Kollegen

Gesucht:
Nach irgendwas, was der Hund fressen mag

Gefunden:
nur Ratlosigkeit

Gelacht:
über den einen oder anderen Gag, den wir so auf Arbeit gerissen haben

Geweint/Getrauert:
Am Mittwoch hätte ich fast geweint, weil ich die dämliche Anlage nicht in den Griff bekommen habe und von allen Seiten meinten sie nur, dass sie Teile brauchen. – Ich habe trotzdem nichts abliefern können, da mir das Material sonst wo hin gelaufen ist.

Gewundert:
Wie nah Freud und Leid doch zusammenliegen können.

Gegessen:
Eis, sehr viel Eis. Sogar auf Arbeit wurdr es verteilt.
Spiesbraten mit Rotkohl und Klösen

Genascht:
Im Prinzip das Eis, nach anderem Süßkram war mir gar nicht so wirklich.

Getrunken:
Radler (Grapefruit von Lüpser) und ganz viel Eistee von Holey
Vor allem viel und kühl.

Gehört:
Ein paar Hörspiele aus der Reihe der Geister-Schocker

Gegoogelt:
Wie ich Herrn Hund zum Mampfen animieren kann.

Gelesen:
Von Michael Tsokos „Abgeschlagen“ – War nicht schlecht

Gesehen:
nichts

Gebastelt/Gespielt/Gehandwerkt/Geschrieben:
nur Rezis

Getan:
Dem Hund mit dem Fressnapf übers Grundstück hinterher gelaufen

Gekauft:
Hundeleberwurst, damit wir wengistens die Tablette in ihn rein bekommen

Gelernt:
Binde den Hund nicht mehr so lang an dich, der macht es nicht mehr lang

Geschenkt (bekommen):
nüscht

Geschlafen:
mehr schlecht als recht

Geträumt:
wie sie Herrn Fussel auf die verschiedensten Art und Weisen umbringen

Geplant:
Mal ein Menü aus dem Hundekochbuch nachbauen, damit wir es dann wegschmeisen können

Fazit:

Am Montag sind wir dann doch persönlich beim Tierarzt aufgeschlagen und haben uns aufklären lassen, was wir nun mit dem katastrophalen Blutbild machen. – Am Ende war es gar nicht so dramatisch, wie es im ersten Moment aussah. Einzig die Leberwerte haben eben Handlungsbedarf gehabt. Dafür haben wir so eine Leberkur über 30 Tage bekommen, die der Herr nun seit 6 Tagen nimmt. – Einzig die Nebenwirkungen kicken mächtig gewaltig. Der Kerl ist appetitlos, frisst kaum noch was und das, wo er doch eigentlich zunehmen sollte. – Es ist furchtbar anstrengend, dem Hund jetzt überhaupt noch was zum Mampfen hinzustellen. Am Ende schmeisen wir es eh weg, weil die Fliegen ihre Eier drauf abgelegt haben oder der Krempel schlecht ist.
Ich persönlich sehe in ihm nur noch unser „Rippchen“ was sich gerade nur einen Fressstreig selber suizidieren will. Mit meinem Latein bin ich am Ende und ja, ich habe offiziell aufgegeben.
Heute waren wir mal noch ne Runde Gasse mit ihm, in der Hoffnung, Appetit und Verdauung so mal anzuregen. Aber das war natürlich ganz genau nichts.

Auf Arbeit geht der Ärger direkt am Montag los. Da war ich noch nicht richtig angekommen, als sie schon zu mir meinten, dass ich mal früher zur Verfügung stehen sollte, da ich was neues lernen sollte.
Das Neue stellte sich außgerechnet als die empfindlichste und älteste Maschine in der ganzen Halle raus. Dichtungen schäumen … und keine Sau hatte Zeit, mich da so richtig anzulernen.
Alle die da angelernt worden sind, hatten mindestens 4 Stunden einen bei sich, bis die Handgriffe sitzen. Mir wurde dass innert 5 Minuten erklärt und dann stand ich da. Logisch, dass ich eine Havarie nach der anderen produziert habe.
Wie es aussieht, komme ich von der Hütte jetzt aber auch nicht mehr los. Ich würde mal sagen, dass sie es geschafft haben. Ein Job, der mir mal richtig Spaß gemacht hat, bringt mich derzeit nur noch zum Kotzen vor Unlust.

Saturday Sentence – „Abgeschlagen“

1. Nimm deine aktuelle Lektüre

Kiel, im Winter. Im Institut für Rechtsmedizin der Universität liegen im Sektionssaal ein toter Gewaltverbrecher, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde, und eine zerstückelte Frauenleiche, deren Einzelteile in zwei Koffer verpackt wurden. Der junge Rechtsmediziner Paul Herzfeld ist irritiert, als sich sein Vorgesetzter, Professor Schneider, bei der Obduktion der zerstückelten Leiche vorschnell auf eine Machete als Tatwaffe festlegt. Aber kurz darauf wird tatsächlich eine blutverschmierte Machete in einem Kieler Park gefunden. Die Medien feiern Professor Schneider als rechtsmedizinisches Genie, und sein Aufstieg zum Direktor der Kieler Rechtsmedizin scheint nur noch reine Formsache.

Doch dann weiht der Hausmeister der Universität Herzfeld in ein Geheimnis ein, und auf einmal führen alle Spuren ins Institut. Als Herzfeld versucht, Licht ins Dunkel zu bringen, steht nicht nur seine Karriere auf dem Spiel, sondern auch das Leben seiner Familie … (Quelle: Lovelybooks.de)

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein „Saturday Sentence“ lautet. (Bei Ebooks Position 158)

Dann besah sich Herzfled die Arme einschließlich der Hände des Toten, konnte aber auch hier nirgendwo zu Lebzeiten entstandene Verletzungen oder andere supspekte aufflälligkeiten feststellen.

Michael Tsokos – „Abgeschlagen“ (Paul Herzfeld-Thriller 1; ISBN: 9-783-426-52439-8

3. Und wie ist es bisher?
Die Story ist spannend und fesselt mich ungemein. Allerdings ergießt sich Herr Tsokos hier in ellenlangen Schachtelsätzen, die ich wirklich sehr aufmerksam lesen muss, um alle Fakten zu begreifen, mit denen er hier so um sich schmeißt. – Das kann man ja auch gut an dem einen rausgepickten Satz erkennen. Der will förmlich absolut gar nicht enden.

Aber ich habe beim Lesen stellenweise ein wirklich grausames Kopfkino vor meinem geistigen Auge. Ganz besonders sind hier die Szenen, in denen es wirklich um Leichenschau oder Obduktionen geht. Hier sehe ich immer die Viedeos von Dr. Tsokos vor mir, wie sie da so eine verstorbene Person förmlich komplett auseinander nehmen.
In jedem Fall eine wirklich lesenwerte Lektüre, ganz besonder für Thrillerfans. Man merkt, dass der Autor weiß, von was er hier schreibt und das macht alles so hochgradig interessant und glaubhaft.

[Hörspiel] Die drei ??? – „Das Erbe des Drachen“

Verlag: EUROPA
Produktionsjahr: 2023
Länge: 1 Stunde 39 Minuten

Die Sprecher:
Der Kinofilm ist eine Produktion von
WIEDEMANN & BERG FILM und DEUTSCHE COLUMBIA PICTURES FILMPRODUKTION in Koproduktion mit SEVENPICTURES FILM
JULIUS WECKAUF
NEVIO WENDT
LEVI BRANDL
MARK WASCHKE
NATALIA BELITSKI
JÖRDIS TRIEBEL
FLORIAN LUKAS
AGNES DECKER
GEDEON BURKHARD
BERND BIRKHAHN

direkt auf Spotify anhören

Inhalt:
Die drei Detektive befinden sich in den Vorbereitungen auf ein Praktikum bei Peter seinem Vater. Sie sollen mit nach Rumänien fliegen, um dort bei Dreharbeiten zu einem Dracula-Film zu assistieren.
Auf dem Schloss angekommen, scheint aber von Anfang an nicht alles so, wie es wirklich ist. Ein monsterartiges Wesen scheint die Dreharbeiten sabotieren zu wollen. Seltsame Klopfgeräusche im Schloss, die niemand zuordnen kann und dann noch dieser wirklich mehr als seltsame Hausmeister.
Die drei Detektive scheinen fast unschuldig in die Ermittlungen hinein zu stolpern und bekommen aufgrund von Uneinigkeiten zerstreiten sich die Jungs sogar. Nur weil Justus sich Sachen vom Filmteam, bzw. von Peter seinem Vater ausleiht, bezichtig der diesen zu Diebstahl und will nicht mehr ermitteln.
Justus kann die Finger aber nicht von dem Fall lassen und begeht einen gefährlichen Alleingang, der ihn in die Krypta des alten Schlosses führt, wo er das Geheimnis des Drachenordens lüften will. – Doch er wird festgesetzt und muss seine Kollegen um Hilfe bitten.
Der Umstand, dass Justus seinen Alleingang bereut, vereinigt die drei Detektive wieder und gemeinsam können sie in die Krypta gelangen, wo sie den eigentlichen Täter, Dieb und Drahtzieher finden. Allerdings scheint es, als würde der die Oberhand behalten und die Jungs in der Krypta festsetzen.
Mit Tricks und Kniffen können sich die Jungs aus der misslichen Lage befreien, den Täter mit Hilfe des Teams und der Polizei stellen und sogar der Gräfin einen verloren geglaubten Bruder „wiederbeschaffen“.

Mein Hörerlebnis:
Bei diesem Hörspiel durchläuft man als Hörer in jedem Fall die volle Palette der Gefühle. Dadurch, dass vieles auch aus der Originaltonspur des Filmes stammt, klingt alles echter und viel besser gemacht, als bei einem herkömmlichen Hörspiel dieser Reihe.
Da haben wir am Anfang also die Aufbruchstimmung. Die Jungs freuen sich auf ihren ersten Transatlantikfluch, sind fasziniert von Transsilvanien, seiner Geschichte und der Figur Dracula und gespannt auf das, was sie bei dem Praktikum machen und erleben werden.
Dann kommen die Jungs und der Hörer auf dem Schloss an, was mich gleich erst einmal den Atem anhalten hat lassen. Ein geschichtsträchtiges altes Gemäuer, und dann noch dieses geschwollene Gerede der Gräfin. Die dunkle und bedrohliche Stimmung ist von Anfang allgegenwärtig. Was von dem desolaten Stromnetz des Hauses noch einmal unterstrichen wird.
Die ersten Unregelmäßigkeiten tauchen auf. Der alte Hausmeister tut noch sein Übriges dazu. – Der Typ hat allein von der Stimme her schon einen wirklich mehr als seltsamen Eindruck gemacht. Mich wundert es nicht, dass die Jungs ihn zunächst verdächtigt haben. – Das sich der Verdacht am Ende nicht einmal bestätigt, war ein wirklich gelungener Kniff des Autors, der dann so einen Streit zwischen den Jungen konstruieren konnte.
Der erste ernsthafte Streit zwischen den eigentlich so dicken Freunden. – Die Beschreibung, wie Peter und Justus kein Wort mehr gewechselt haben und Bob zwischen den Stühlen gesessen hat, hat mich wirklich sehr berührt. Fast hätte ich den Jungen auf die Sprünge helfen wollen.
Justus ermittelt weiter. Er kombiniert, observiert, verpennt die Observation un denkt weiter über den Fall, die Symptome und Gegebenheiten nach, was ihn dann an den Eingang zur Krypta führt und in eine Falle. –

Fazit:
Ich habe hier den Film vor meinem geistigen Auge gesehen, den ich im Vorfeld schon angeschaut hatte. Deswegen hatte ich die ganze Zeit die Bilder im Kopf, die ich eben im Film gesehen habe.
Im Endeffekt ist das hier die Tonspur des Films und das, was man sonst in Bildern gesehen hätte, wurde vom Erzähler wiedergegeben und somit in geistige Bilder verwandelt.
Julius Weckauf kann ich nur immer wieder als einen sehr grandiosen Schauspieler bezeichnen. Mit diesem Jungen hat man wirklich eine grandiose Entdeckung gemacht. Und der ist so herrlich auf dem Teppich geblieben, dass es einfach nur eine Freude ist.
Wie schon einmal erwähnt, wirkt hier alles besser und qualitativ hochwertiger gemacht, als bei den herkömmlichen Hörspielen. Man hört ganz deutlich, dass das hier die Tonspur aus einem Film ist. Anders hätte man die ganzen Neben- und Hintergrundgeräusche nicht so gut hin bekommen. Und das bewirkt wiederum ein ganz anderes Hörerlebnis. Einfach besser und mit einem viel höheren Unterhaltungsgrad.

Ich ordne dieses Hörspiel an der Spitze aller ein, die ich bisher aus dieser Serie gehört habe. Auch wenn das unfair ist, da das hier eine ganz andere Hausnummer ist. Aber auch der Fall, die Umstände und das komplette Drum und Dran bringen unheimlich Leben in das Geschehen, was mir wirklich mehr als gefallen hat.

[Ebook] Sebastian Thiel – „Die Dirne vom Niederrhein“

Sebastian Thiel
„Die Dirne vom Niederrhein“
Verlag: Gmeiner
ISBN: 9-783-839-24028-1
Länge: 204 Seiten

– gelesen im Mai 2024 –

Sollte die ach so hübsche Bürgermeistertochter wirklich besagte Dirne sein? – Schon der erste Teil dieser Dilogie hat mich in den Bann gezogen. Ich war gespannt, wie es hier werden sollte.

Klappentext: Niederrhein 1642: Nach dem Sieg der französisch-schwedischen Armee ist niemand mehr seines Lebens sicher. Elisabeth, die ihre Angehörigen verloren hat, flüchtet voller Schuldgefühle und schließt sich einem Tross von Huren im Gefolge des Heeres an. Im Geschäft der käuflichen Liebe steigt sie schnell auf und begegnet nicht nur den Menschen, die für den Tod ihrer Schwester verantwortlich sind, sondern auch Maximilian, der mit ihr noch eine Rechnung offen hat … Ein Spiel um Lust und Liebe beginnt – dem Verlierer ist der Tod gewiss. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Elisabeth und Maximilien stammen beide aus Kempen, sind beid vom Krieg vertrieben und müssen beid, nach einem missglückten Selbstmordversuch ihr Leben neu ordnen.
Maximilian landet in einem Kloster, wo er nach seiner Genesung als eine Art Mädchen für alles fungiert. Lediglich der Umgang mit vermeintlich kranken Menschen erscheint ihm nicht richtig.
Elisabeth wird von einer Hurenmutter aufgelesen und wieder auf die Beine gestellt. Bereitwillig wird sie auch zur Hure, doch dann platzt eine Vereinbarung und der Hurentross verliert seinen Schutz.
Maximilien trifft Elisabeth im Kloster wieder und beide wissen, dass allen Frauen eine große Gefahr durch die Experimente des Doktors droht. Wenn Maximilian jetzt nicht die Unterstützung der geschassten Nonne gewinnt und eingreifen kann, ist alles zu spät.

Fazit: Bei diesem Buch handelt es sich um einen historischen Krimi in zwei Bänden. – In desem 2. Teil, wird das Schicksal der überlebenden Geschwister zweier Familien weiter erzählt. Ich war gespannt, was aus der verwöhnten und nun mittellosen Elisabeth werden sollte.

Zunächst einmal erfährt man in zwei verschiedenen Handlungssträngen, wie es den beiden Protagonisten ergangen ist. So unterschiedlich die beiden auch waren, haben sie doch das gleiche Schicksal. Von Selbstmitleid und Schuld zerfressen suchen beide ihr Heil in der Selbsttötung und haben doch kein Erfolg damit, weil die Menschen trotz Krieg noch immer wissen, um was genau es sich bei Nächstenliebe handelt.
Elisabeth hat ein Einsehen, auch wenn es spät kommt und ich habe sie nicht in der Lage gesehen, dass sie ihrer Helferin die Hilfe zum Vorwurf machen sollte. Allerdings hat mich dann auch überrascht, wie offen sie dem ältesten Gewerbe der Welt gegenüber dann doch war. Sie findet sich schnell mit ihrem neuen Leben ab und hilft, wo sie kann. – Ich fand das, was sie da erlebt schon fast zu einfach für sie.
Maximilian wird auch aufgelesen und landet in dem Kloster, wo seine Rolle für mich zunächst etwas undurchsichtig war. – Aber hier lag der Fokus auf dem Kloster und den seltsamen Gegebenheiten, die sich dort abspielten. Mir war gleich klar, dass an diesen vermeintlich kranken Menschen ein schlimmes Unrecht verübt wird.
Die beiden Handlungsstränge schrauben sich dann so nach und nach aufeinander zu, um dann in einem Zusammentreffen der beiden Protagonisten im Kloster zu gipfeln, wo sich die Ereignisse dann noch einmal dramatisch zuspitzen und in einer spannenden und absolut heißen Kiste zu enden.
Ich persönlich, hätte mir durchaus noch gewünscht, etwas über die beiden zu erfahren, nachdem sie sich auf den Weg nach Kempen gemacht haben. Wie ist es der Familie ergangen, was wird zum Schicksal der beiden jungen Leute gesagt und werden es am Ende wirklich Zwillinge? Alles Dinge, die leider nicht mehr aufgeklärt werden.

Das Buch ist mit zwei Handlungssträngen sehr einfach gehalten und am Ende werden sie in einem wirklich fulminanten Abenteuer zusammengeführt. Ich konnte allem wirklich sehr gut folgen und hatte ein sehr grandioses Kopfkino vor meinem geistigen Auge.
Von Anfang bis Ende war ich voll drin, im Geschehen und war kaum in der Lage, das Buch mal zur Seite zu legen. – Allerdings hat mich das Ende nicht wirklich überzeugen können. Dazu ist für meinen Geschmack einfach viel zu viel offen geblieben, was man durchaus noch hätte klären können.
Der Erzählstil war einfach und eingängig und man konnte auch im abgespannten Zustand, nach einer Schicht, noch lesen und alles gut verfolgen. Ablenkungen jeglicher Art konnte ich sehr gut ausklinken und man könnte sagen, dass sie mich nicht mal tangiert haben.
Die Zeit, das Geschehen, und alles Drumherum war sehr glaubhaft und könnte so oder so ähnlich wirklich so geschehen sein.
Alles in allem ein sehr gelungenes Buch, was in meiner Liste eine wirklich willkommene Abwechslung dargestellt hat. Es hat sich gelohnt, diesen Abstecher zu machen.

Bewertung: 5 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Ich habe keine Verständnisprobleme gehabt, ich fand alles dem zeitlichen Rahmen sehr angemessen und die Handlung hatte so ihren ganz eigenen Charme, der mich aber auch voll vereinnahmt hat. – Ich habe mich wohl gefühlt in einem für mich nicht so beliebten Genre und hatte meinen Lesespaß. Und das ist toll!