Fusselfreitag #280

Fussel geht gassi

Wir hatten Anfang September und waren noch ein paar Tage an der Ostsee. Der wirklich sehr trockene Sommer an der Küste und der Wind haben es stellenweise schon sehr herbstlich aussehen lassen. – Aber schön wars. Und Fussle hat wieder schön Gassigehmuskelmasse aufgebaut. – Wir kriegen den wieder fi! (glaub ich)

[Hörspiel] Geister-Schocker 14 – „Der Würgegriff des Zyklopen“

Autor: A. F. Moorland
Verlag: Romantruhe
Release: 14.01.2011
Länge: 46 Minuten 8 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – Helog Liebig
Byron Kells – Rainer Schmitt
Dr. Bellmann – Lutz Riedel
Jack Torry – Jens Wendland
Cullen – Gerhart Hinze
Dr. Westlake – Henry König
Jill Russel – Marianne groß
Lorelly Biggle – Sarah Riedel
Claire Wilson – Lea Kohns
Pfleger – Udo Schenk
Polizistin – Daniela Wutte
Robert – Eckart Dux

direkt auf Spotify anhören

Inhalt:
Ein Arzt macht seine ganze eigenen Experimente. Er hat ein Wesen erschaffen, welches künstlich ist, welches Leichen frisst und dabei immer wächst. – Doch irgendwann reichen dem Wesen die Leichenteile nicht mehr. Außerdem ist es inzwischen bekannt geworden, dass Leichenteile verschwinden. Die Polizei ist dem Helfer des Arztes bereits auf der Spur.
Doch das Wesen hat einen anderen Plan, als ein Polizist verfüttert werden soll, der dem Experiment zu nahe gekommen ist. – Es frisst zunächst den Helfer und dann auch den Arzt.
Doch das Wesen bekommt durch die lebenden Zellen einen Wachstumsschub, den sich nicht mal der Arzt erträumt hat und terrorisiert nun die Stadt.
Der Polizist, der sich noch retten konnte, versucht noch, zwei junge Frauen vor dem Unglück zu bewahren, schafft das aber nicht so ganz. Doch am Ende findet man eine Lösung gegen die Monsterattacke.

Mein Hörerlebnis:
Am Anfang hatte ich so ein paar Erinnerungen an Frankenstein und Quasimodo. Da ist eine Gestalt, die sich an verstorbenen Menschen zu schaffen macht und von einem Polizisten erwischt wird. Allerdings bleibt das Ende hier offen, da die Handlung dann zum Verwendungszweck der Leichenteile herumswitcht. – Was hatte ich hier für ein krauseliges Kopfkino von einem Wesen, mit Schleimhaut und kaum noch zu bändigen.
Gleichzeitig sind aus einer Irrenanstalt zwei Schwerverbrecherinnen entflohen, die auf ihrer Flucht nichts Besseres zu tun haben, als einen arglosen Mann ums Leben zu bringen, weil sie sich in seiner Hütte verkriechen wollen. – Ich dachte ja wirklich, dass den beiden etwas passiert, als sie die Leiche entsorgen wollen. Doch dem war nicht so. Das dicke Ende kommt erst später.
Währenddessen spitzen sich die Ereignisse rund um das Experiment des Arztes zu. Das Wesen gerät bei Fütterung von lebendem Material außer Kontrolle und kann, nachdem es auch dem Arzt sein Leben genommen hat, entkommen. Der Polizist, der diesen Machenschafte auf die Schliche gekommen ist, hat sich in den Kopf gesetzt, es zu stellen und zu töten. Doch wie? Mit jedem Verschlingen eines weiteren Menschen wird das Ding größer und mächtiger. Kugeln aus Schusswaffen können ihm schon lang nichts mehr anhaben.
Die Ereignisse spitzen sich noch einmal zu, als das Monster dann an die Hütte kommt, in der sich die beiden Frauen verstecken und inzwischen auch der Polizist. Unglaubwürdig ist hier die Tatsache, dass der Polizist die geflüchteten Frauen nicht erkannt haben will. – Aber das nur am Rande.
Der große Showdown am Ende bleibt leider aus, aber wie das Monster getötet werden soll, macht schon Sinn.

Fazit:
Das Hörspiel ist in jedem Fall ein Kind seiner Zeit, was die Soundeffekt und auch die Handlung angeht. Aber genau das macht ja den Reiz an diesen Folgen aus. Ich fühle mich irgendwie in der Zeit zurückversetzt, als ich noch John Sinclair rauf und runter gehört habe und den Stoff aus dubiosen Quellen hatte.
Die Schauspieler haben einen sehr guten Job gemacht und mir mit ihren Stimmen einen wirklich großartigen Film in meinem Kopfkino beschert. – Ganz ehrlich, kann man die Folgen nicht auch noch verfilmen? Würde in meinen Augen total Sinn machen.
In jedem Fall eine kurze, aber gute Unterhaltung.
Die einzelnen Hörspiele müssen nicht zwingend nach der chronologischen Reihenfolge gehört werden, da jeder Teil ein in sich abgeschlossener Fall von geisterhaften Erscheinungen, Spukgestalten und seltsamen Begebenheiten ist.

Bin in jedem Fall auf die nächste Story gespannt. Es kann nur noch aufregender werden, denk ich mal.

[Hörspiel] Geister-Schocker 36 – „Botschafter des Todes“

Autor: Bob Collins
Verlag: Romantruhe
Erscheinungsjahr: 2013
Länge: 1 Stunde 9 Minuten

Die Sprecher:
Helmut Krauss
Wolfgang Bahro
Patrick Bach
Uve Teschner
Kirstin Schumann
Rene Dawn Claude

direkt auf Spotify anhören

Inhalt:
In einer geheimnisvollen Nacht, vor einem prasselnden Kaminfeuer, haucht Thomas Anterberry sein Leben aus. Der ehemalige Anwalt, der nach der Auslöschung seiner Familie sehr zurückgezogen gelebt hat, vererbt seien Rache auf die Familie des Mannes, der ihm seine Familie genommen hat.
Es beginnen rätselhafte Morde, die unlogischer und komischer nicht sein können. Ein Familienmitglied der gehassten Familie nach dem anderen kommt durch genau den Stock zu Tode, der im Haushalt des verstorbenen Anterberry fehlt.
Die ermittelnden Beamten tappen lange Zeit im Dunkeln, verhaften einen zu Unrecht verdächtigten jungen Mann und müssen doch feststellen, dass die Morde weiter gehen.
Am Ende bleiben gerade mal der männlichen Familienmitglieder übrig, von denen einer einer mehr als bitterböse Erkenntnis hat. Noch Tode hat sich Thomas Anterberry auf krausamste Art und Weise an seinem Opfer gerächt.

Mein Hörerlebnis:
Schon der Einstieg war in höchstem Grade mysteriös. Man hört dieses prasselnde Kaminfeuer, die krächzende Stimme, eines scheinbar sehr alten Mannes, der mehr als offensichtlich seinem Lebensende entgegen schreitet und einem Unbekannten ein wirklich seltsames Erbe aushändigt.
Später lernt man dann auch die Opferfamilie kennen, wo auch gleich klar wird, dass zumindest der Vater dieser vierköpfigen Ansammlung von Menschen ein Geheimnis hat, mit dem er nicht wirklich raus will.
Der erste Mord passiert, man hört die ermittelnden Beamten und in dem Moment hatte ich total ein Aha-Erlebnis, weil der eine verdammt nach Dr. Gerner aus GZSZ klang. – Der Blick auf die Liste der Sprecher hat mich in dem Ganzen schon mehr als bestätigt. Es ganz genau eben jener, welchen ich vermutet habe.
Das Hörspiel selber ist dann eine ganze Weile ein Hin und Her aus Ermittlungen, seltsamen Begegnungen, Familienstreit und Trauer. So lang, bis ein erneuter Mord passiert und dann auch das dritte Familienmitglied betroffen scheint. – Der kann aber durch einen Zufall dem Mörder entkommen und seinen Vater zur Rede stellen.
Was sich dann am Ende aus dem ganzen Durcheinander herauskristallisiert, ist auf der einen Seite komplett hahnebüchen, aber auf der anderen Seite auch wieder irgendwie logisch. Der Kreis zur Szene am Anfang schließt sich und alles ergibt am Ende einen Sinn.
Das Familiengeheimnis wird am Ende auch gelüftet und das hat mich persönlich schon irgendwie geschockt. Da lebt ein Mann wirklich jahrelang mit so einer Last auf dem Gewissen, ohne dass irgendwie auf sich wirken zu lassen. Seine Kinder wissen nicht, wen sie da zum Vater haben und am Ende hatte dieser Mann nicht mal mehr den „Arsch in der Hose“ dem hinterbliebenen Opfer auch nur irgendwie zu zeigen, dass es ihm wenigstens leid tut. In meinen Augen der menschliche Abgrund an sich als solcher.

Fazit:
Ein typischer Geister-Schocker, der mich aber sehr gut abgeholt hat und so einen gewissen Grusel-Faktor mit sich gebracht hat. In jedem Fall war die Story interessant und hat einmal mehr gezeigt, was schwarze Magie so alles bewirken könnte, wenn es sie wirklich gibt. – Ob das so ist, lasse ich mal dahin gestellt, da hat jeder seine eigene Meinung.
Die Hörgeschichte am Ende war für mich wieder eins zu viel, hatte thematisch mit dem Hörspiel nichts zu tun und war in dem Moment wieder too much. Aber die Macher werden sicherlich eine bestimmte Spielzeit haben wollen, dass sie da hin und wieder noch etwas angehangen haben.
Mal sehen, was die nächste Story so mit sich bringt. Man darf gespannt sein.

[Ebook] Alama Katsu – „The Deep – Spuk auf der Titanic“

Alama Katsu
“The Deep – Spuk auf der Titanic”
Verlag: Festa Verlag
ISBN: 9-783-986 -76115-8
Länge: 404 Seiten

– gelesen im Juli 2024 –

Ein Buch aus dem Jahr 2020, auf welches ich tatsächlich durch Reado gestoßen bin. – Mein Erstling aus dem Festaverlag, und ich war mehr als gespannt. Sollte die Story wirklich was mit der gesunkenen Titanic zu tun haben? Ich war gespannt.

Klappentext: Etwas Übernatürliches sucht die Titanic heim. Das ist die einzige Erklärung für die unheimlichen Ereignisse auf der Jungfernfahrt des Ozeandampfers. Viele der Passagiere sind überzeugt: Es ist etwas Jenseitiges an Bord.

Doch bevor man mehr herausfinden kann, geschieht, wie man weiß, die wahre Katastrophe.

Vier Jahre später, der Erste Weltkrieg hat begonnen, versucht Annie Hebbley, die jene schicksalhafte Nacht überlebt hat, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Sie dient als Krankenpflegerin auf dem Schwesternschiff der Titanic, der Britannic, die gerade zum Lazarettschiff umgerüstet wurde.

Verfolgt von den Albträumen der ersten Reise, stößt Annie unter den Patienten auf einen bewusstlosen Soldaten. Sie erkennt den jungen Mark Fletcher. Er war ebenfalls auf der Titanic. Aber sie ist sich sicher, dass er den Untergang nicht überlebt hat …

Alma Katsu verwebt die wahren Schicksale der beiden berühmten Schiffe zu einer erschreckenden Geistergeschichte. Phänomenal. (Quelle: Lovleybooks.de)

Inhalt: Anni heuerte als Stewardess auf der Titanic an. Sie sollte sich dort auf der Jungfernfahrt um die Passagiere der ersten Klasse kümmern. Was sie nicht wusste, auf dem Schiff geht einiges nicht mit rechten Dingen zu. Bei einer Séance scheint sich an Wesen an das Schiff gehangen zu haben und nun für sein Schicksal verantwortlich zu sein. Sind es seltsame Vorkommnisse, oder einfach nur Wahnvorstellungen. Das Mädchen Anni steigert sich mehr und mehr in ihre Welt hinein, dass sie darüber fast wahnsinnig wird. – Am Ende überlebt sie den Untergang der Titanic, um sich erst in einer Nervenheilanstalt und dann auf dem Schwesterschiff der Titanic wiederzufinden.
Als Krankenschwester trifft sie den Mann wieder, den sie für ihre große Liebe hält. – Er ist geschädigt vom Krieg und und sehr empfänglich für ihre Geschichten. – Gemeinsam schiffern sie auch das Schwesterschiff der Titanic in seinen Untergang.

Fazit: Das Cover, in Verbindung mit dem Titel haben mich auf die Lektüre neugierig gemacht. Allerdings hat sich das Buch als etwas ganz anderes herausgestellt, als ich es mir anfangs gedacht habe. Ich habe eine ganze Weile gebraucht, bis ich auch nur eine Ahnung hatte, wo die Autorin mit dieser Story hin wollte.
Ich muss dazu sagen, dass es sich hier zwar um eine Bestsellerautorin handeln soll, ich allerdings von ihr noch nichts gehört habe. Deswegen bin ich recht euphorisch an die Lektüre herangegangen, nur um erst einmal ernüchtert meinen Weg in den Stoff hinein zu finden.
Als ich dann allerdings begriffen habe, wo der Hase hier lang wollte, hat sich mir eine wirklich verwirrende und faszinierende Story aus Wahn und Wirklichkeit ergeben. Der schöne Schein der ersten Klasse auf der Titanic, die fiesen und tiefen Geheimnisse der Oberschicht und jeder mit seinem ganz eigenen Schicksal. – Die ganze Zeit habe ich dann auf den eigentlichen Untergang des Schiffes gelauert, weil ich neugierig war, ob sich hier eine besondere Tragik ergeben würde. Dem war dann aber nicht so.
Die Story ist in zwei verschiedenen Zeitschienen erzählt. Aber immer aus Sicht der Protagonistin. Diese Anni. Einmal ihre Zeit auf der Titanic und dann ihre Zeit als Krankenschwester. Und was das alles dann mit dem Prolog zu tun haben sollte, wird erst ganz am Ende aufgelöst und sichtbar gemacht. – Auf diese Weise habe ich an den Zeilen geklebt und konnte kaum davon lassen.

Das Buch war anders, als ich es erwartet habe, aber auf seine Art und Weise trotz allem hochgradig faszinierend. Dabei weiß ich nicht mal, ob es jetzt der Wahn war, dem die Protagonistin erlegen ist, oder die Tatsache, wie erschreckend real das Leben der Oberschicht auf der Titanic dargestellt war.
Das Schicksal des Babys hätte ich dann noch gern aufgelöst gehabt. Bis zum Schluss war nicht klar, ob das Mädchen überlebt hat, oder ob es auch dem Untergang zum Opfer gefallen ist. – Dieses Mädchen könnte dann durchaus noch seine eigene Geschichte bekommen, bei dem, was dem kleinen Ding alles widerfahren ist.
Die Art zu erzählen war eigen, ich musste mich da erst hineinfinden. Aber als das geschehen war, hat sich mir hier eine wirklich facettenreiche und durchaus spannende Story ergeben. Ein Stück Leben vor und während dem ersten Weltkrieg, wie es wirklich hätte gewesen sein können.
Das Buch war anders als erwartet, deswegen aber nicht schlechter oder besser. Ich kann diese Lektüre wirklich allen Thrillerfans durchaus empfehlen. Man bekommt hier wirklich mal etwas komplett anderes, als den üblichen Einheitsbrei.

Bewertung: 5 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Ein für mich völlig neuer, aber sehr interessanter Erzählstil. Eine Story, die es in sich hat und mich stellenweise doch sehr zum Grübeln angeregt hat. Herrlich verzwickt und verwoben und doch so ein ganz eigenes Schicksal.

[Hörspiel] Geister-Schocker 13 – „Kreuzfahrt in die Hölle“

Autor: Wolfgang Hohlbein
Verlag: Romantruhe
Produktionsjahr: 2012
Länge: 50 Minuten 4 Sekunden

Die Sprecher:
Clark Manning – Florian Halm
Betty Manning: – Katrin Heß
Peter Landon . Helmut Winkelmann
Erzähler/Baker – Charles Rettinghaus
Soldat – Michael Pan
Alexander Cross – Jo weil
Charlotte Cross – Ranja Bonalana
Kapitän – Wolf Frass

direkt auf Spotify anhören

Inhalt:
Eine Hochzeitsreise, eine Kreuzfahrt und alles könnte so schön sein, wenn da nicht diese unheimlichen Begegnungen auf der Damentoilette wären.
Chefsteward Baker wollte sich mit Menschenschmuggel etwas dazuverdienen. Allerdings kam sein blinder Passagier in seinem Versteck ums Leben und Baker musste befürchten, dass man die Leich findet.
Der tragische und ungewollte Todesfall entwickelt sich aber zu einem Ärgernis ganz anderer Art. Denn durch die Tatsache, dass das Luxusschiff aus Teilen eines versunkenen Kriegsschiffes besteht und dem unglücklichen Tod des Passagiers, hat sich das Tor zwischen Zeit und Raum geöffnet und es steht zu befürchten, dass es das komplette Schiff in die Katastrophe der Vergangenheit reist.
Ein echter Parapsychologe und ein Mann, der vorgibt ein solcher zu sein, sind gezwungen, das Phänomen aufzuklären, wollen sie die frisch gebackene Ehefrau vor dem Verderben retten.

Mein Hörerlebnis:
Es geht direkt in die Handlung rein und man ist gezwungen, einem lallenden Typen bei irgendwelchen versuchten Verhandlungen zuzuhören. Es geht darum, dass dieser besoffene Mann wohl der Chefsteward eines Luxusschiffes ist und dieser einen Mann an Bord schmuggeln soll, damit dieser als blinder Passagier mitreisen kann.
Nicht nur die Bezahlung ist ein linke Nummer, sondern auch der Steward, der seinen Schützling scheinbar sterben lässt. – Zwar ist zu hören, dass es sich bei diesem Unglück um ein nicht beabsichtigtes Versehen handelt, aber auch so macht das Versteck keinen sehr guten Eindruck.
Dann kommt das arme Opfer ins Spiel. Ausgerechnet eine Frau, die sich mit ihrem frisch gebackenen Ehemann auf Hochzeitsreise befindet. Außerdem scheint sie auch ein Stück weit eifersüchtig zu sein, hat sie doch etwas dagegen, dass sich ihr Mann mit einem Berufskollegen austauscht.
Als dann die ersten Probleme auftauchen, lüftet der Ehemann ein Geheimnis, mit dem ich an dieser Stelle dann auch nicht gerechnet hätte. In dem Moment ein geschickter Schachzug, aber für die Geschichte noch einmal ein richtig herrlicher Kick.
Die seltsamen Ereignisse, mit dem veränderten Raum und dem sterbenden Seemann, finde ich persönlich dann jetzt ein wenig übertrieben. – Die Story, die sich daraus dann aber ergibt, ist schon was Feines. Die ganzen Umstände, die da raus kommen, da muss man auch erst einmal drauf kommen. Und wie das alles dann aufgelöst wird, ist auch nicht von schlechten Eltern. Ich hatte ein herrliches Kopfkino und es kam wirklich der Wunsch in mir auf, dass ich auch mal ein Erlebnis der außergewöhnlichen Art hätte.

Fazit:
Eine wirklich sehr interessante Geschichte, in der man sehr gut den Stil von Wolfgang Hohlbein wiedererkennen kann. – Ist mir allerdings auch erst aufgefallen, als mich mitbekommen habe, dass das Buch von Wolfgang Hohlbein war.
Die Schauspieler haben eine gute Leistung gebracht und die Vertonung war wirklich ein Kind seiner Zeit.
Kann man durchaus mal hören, damit macht man nichts falsch.

[Ebook] Sebastian Thiel – „Rapunzel will Rache“

Sebastian Thiel
„Rapunzel will Rache“
Verlag: beThrilled in der Bastei Lübbe AG
ISBN: 9-783- 75173-031-0
Länge: 289 Seiten

– gelesen im Juli –

Sebastian Thiel hat so seine ganz eigene Art Märchenadaptionen zu schreiben. Dieses hier ist das zweite Buch dieser Arte, welches ich von ihm lese, und er kann mich immer wieder von Neuem begeistern. – Bin gespannt, was er aus Rapunzel gemacht hat.

Klappentext: Ich hätte niemals überleben dürfen …

Es ist Heiligabend, und der kleine Ort Tannwald liegt unter einer frischen weißen Schneedecke begraben. Die junge Mira steht auf dem Kirchturm der Abtei. Sie will ihrem Leben ein Ende setzen – zu schwer wiegt die Last auf ihren Schultern. Mira, die wegen ihrer langen, blonden Haare Rapunzel genannt wird, hat jahrelang im Tannwälder Heim für schwer erziehbare Kinder gelebt. Dort wurde sie verraten, verleugnet und man brach ihr das Herz. Damit ist jetzt Schluss. Doch dann passiert etwas, das nie passieren dürfte: Sie überlebt. In der Silvesternacht wacht sie wieder auf – und in ihr reift ein verzweifelter Plan: Rapunzel wird sich rächen. Doch dazu muss sie die düsteren Pfade ihrer Vergangenheit erkunden … (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Mira entkommt dem Unfallauto ihrer Eltern mit schweren Verbrennungen auf dem Rücken und fristet ab dann ihr Leben als Waisenkind in einem Heim in einer alten Abtei. Doch die von außen so gutmütig erscheinende Fassade ist nicht das, was alle Leute glauben, dass sie ist.
Mira muss sich in einer ihr vollkommen neuen Welt zurechtfinden. Immer wieder muss sie mit andern Kinder darum wetteifern, an Adoptiveltern zu kommen und nebenher immer wieder wegen ihrer Brandnarben zu einem Arzt, der alles andere als ein wohlmeinender Mediziner ist.
Aber auch Mira wird erwachsen und bekommt mit, was all die Jahre für ein falsches Spiel gelaufen ist. Was sie eigentlich für finanzielle Möglichkeiten gehabt hätte und wer ihr, was genommen hat.
Sie wehrt sich, doch sie beißt auf Granit. Zu mächtig sind ihre Gegner und zu unterprivilegiert ist ihre eigene Stellung. – Nicht mal der Freitod will ihr gelingen.
Mira kommt wieder und nimmt grausame Rache.

Fazit: So dunkel wie das Cover, ist auch die gesamte Handlung des Buches. Von Anfang an ist klar, dass man diesem Kind, welches hier sein Schicksal durchleben muss, übel mitspielt. Es sind nur dunkle Andeutungen und blasse Vermutungen, aber die ergeben hier ein Bild, welches grausamer nicht sein kann.
In seiner verschlüsselten Art erzählt Herr Thiel hier die Geschichte eines Mädchens, welches nicht nur vom Schicksal, sondern auch von vermeindlich helfenden Händen schwer missbraucht worden ist. Aber er spricht das, was passiert ist dabei nie genau aus. Es sind immer wieder nur kleine Andeutungen oder scheinbar undefinierbare Ängste des Kindes, welche mich hier in wirklich düsteren Vorahnungen ergehen lassen.
Ganz perfide wird es dann, als die Adoptionsgeschichte Gestalt annimmt und am Ende dann doch so komisch endet. – Dieses kleine naive Mädchen wird nicht nur von ihrer angeblichen Adoptivmutter angelogen und hintergangen, sondern auch von Richtern und dem Sozialamt. Der Einfluss der Adoptivmutter ist wirklich beängstigend groß und ihr Spiel so perfide.
Die Story ist in zwei Zeitsträngen erzählt. Es ist die Rede von vor dem Ende und nach dem Ende. Das Ende stellt hier ein missglückter Selbstmordversuch dar, der von Mira selber aber als eine Chance genommen hat.
An dieses zeitliche Hin und Her habe ich mich schnell gewöhnt, zumal es auch vor den Kapiteln immer wieder sehr gut deutlich gemacht worden ist, wo die jeweilige Szene gerade spielt. Und dabei hat sich mir aufgrund des Schicksals der Protagonistin ein Kopfkino aufgetan, wie ich es mir in meinen wildesten Träumen nicht hätte erträumen lassen. Diesem armen Wesen blieb aber auch nichts erspart.

In jedem Fall hatte ich hier wieder einmal eine Lektüre, die mich wirklich sehr gut unterhalten hat. Ich war stellenweise so fasziniert von den Grausamkeiten und den Reaktionen der Umwelt auf das Leid des Kindes und später der jungen Erwachsenen, dass es mich wirklich sehr gut von meinem eigenen Alltag mit seinen Sorgen abgelenkt hat. – Wobei ich oftmals nicht wusste, ob ich nicht lieber aus der Hose hüpfe, bei den ganzen Ungerechtigkeiten, die diesem Mädchen passiert sind.
Die ganze Zeit habe ich ein wirklich großartiges Kopfkino vor meinem geistigen Auge gehabt. Sei es die allgemein düstere Stimmung, die hier die ganze Zeit geherrscht hat, oder wirklich Szenen, die hier passiert sind. – Ich habe alles gesehen.
In jedem Fall ein Buch, das ich wirklich extremste gern weiter empfehle. Ein Story, wie sie, meiner Meinung nach, wirklich passieren könnte, und dann dieses emotionale Ding, was mich komplett mitgenommen hat. – Ich war einfach nur begeistert.

Bewertung: 5 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Eine Horrorstory ohne Spladder, Mord und Totschlag. Der Horror liegt hier in der Tiefgründigkeit, in dem nicht Ausgesprochenen und dem, was im Verborgenen passiert. Dann noch fesselnd geschrieben und absolut spannend konstruiert. – Ein Schicksal, wie ich es nicht mal meinem ärgsten Feind wünsche.

Meine Woche 38. Kalenderwoche 2025

Geärgert:
Über meine so genannte Mutter. – Wie kann man nur so engstirnig und eingebildet sein.

Gefreut:
Über die vielen Geburtstagsglückwünsche aus meinem Freundes-, Bekannen- und Familienkreis.

Gedacht:
Eigentlich kann das Leben sehr angenehm sein. – Aber ich glaube, das weiß man nicht zu schätzen, wenn es ständig so ist.

Gefragt:
Wie kann man als Mutter nur so drauf sein. – Glaubt die Frau, ich bin auf der Worschtsuppen dahergeschwommen und bekomme das nicht mit?

Genervt:
Schon, aber sehr unspezifisch.

Gefühlt:
Vor allem frei, wenn wir im Wald unterwegs waren.

positiv:
Noch einmal viel frische Luft bei wirklich angenehmen Wanderwetter.

negativ:
Das es imemr wieder Zeitgenossen gibt, die einem den Dreck unterm Fingernagel nicht gönnen.

Gelitten:
Am Anfang der Woche noch etwas unter Zahnschmerzen. – Aber jetzt habe ich es wieder im Griff.

Genossen:
Die viele frische Luft und das Freiheitsgefühl.

Gewesen:
Am Edersee, oder dem, was davon noch übrig ist. un dim Hainich. (Wanderweg Craulaer Kreuz) Dann auf der Hausmesse von einem Wohnmobilverkaufsding und in einem privaten Museum wo sie ausgebuddelte Flugzeugswracks und Einzelteile davon ausgestellt haben.

Getroffen:
Die Damen vom Friseur am Freitag. – Ich dachte mir, dass die eine Woche keinen Unteschied macht und ich genau so gut auch diese Woche meine Haare schön machen lassen kann.

Gesucht:
hm …. Parkplätze *lach

Gefunden:
Noch einmal Erholung im Wald und Entspannung, sofern ich nicht zu Hause war.

Gelacht:
Wir haben an meinem Geburtstag ein wenig gegrillt und mit dem Onkel gelacht, der zu Besuch war. – Der kann aber auch mituner Schoten erzählen. Man man man.

Geweint/Getrauert:
nö, so krass wars nich

Gewundert:
Und das sollen jetzt drei Wochen gewesen sein? – Wo isn die Zeit hin?

Gegessen:
viel auswärts

Genascht:
Ein Eisbecher. So richtig in einer Eisdiele ….

Getrunken:
Radler, Aro, Eistee

Gehört:
Nur ab und an mal die Nachrichten

Gegoogelt:
Nach Baustellen auf einer geplanten Fahrstrecke

Gelesen:
Von Valentina Fast – „Hexenherz“ Der erste Teil des Zweiteilers „Belle et la magie“

Gesehen:
Einige Videous von meiner Aboliste auf Youtube.

Gebastel/Gespielt/Gehandwerkt/Geschrieben:
Nur ein paar Rezis

Getan:
Viel gelaufen bzw. gewandert, etwas gelesen und Videos geschaut.

Gekauft:
Lebensmittel beim Einkaufen

Gelernt:
„Denk nicht mit. Es bringt nichts.“

Geschenkt (bekommen):
Hui, ein Buch von Michael Tsokos, eine Munddusche und ein tolles Glas zum Trinken, was aussieht wie ein Bücherstabel.

Geschlafen:
Sogar ganz gut!

Geträumt:
Hier und da einen ziemlich abstrusen Mist.

Geplant:
Eine Woche Nachtschicht. Eine Lieblingsschicht zum wieder reinfinden in den Arbeitsalltag.

Saturday Sentence – „Hexenherz“

1. Nimm deine aktuelle Lektüre

Die 17-jährige Isabelle Monvision lebt in den Tiefen eines so geheimen Walds, dass niemand ihn betreten kann, ohne vorher in einen festen Schlaf zu verfallen. Wie alle Hexenmädchen ihres Dorfs muss sie von Kindesbeinen an nicht nur Rechtschreibung und Mathematik lernen, sondern sich auch in der Zauberei üben. Dass das nicht immer so klappt, zeigt sich, als Belle auf einer Pariser Studentenparty den gut aussehenden, aber viel zu arroganten Gaston in eine Kröte zu verwandeln versucht – was ihr nicht ganz gelingt. Doch Belle ist nicht nur irgendeine Hexe, sondern die Tochter der Hexenkönigin, und hat für ihre Fehler geradezustehen. Um den Zauber wieder rückgängig zu machen, muss sie Gaston in den Magischen Wald bringen. Worauf er nur gewartet hat… (Quelle: Lovelybooks.de)

2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein „Saturday Sentence“ lautet. (Bei Ebooks Position 158)

»Dein Großvater war auch ein Idiot, als ich ihn kennenlernte. …

Valentina Fast – „Hexenherz“ (Belle et la magie 1); ISBN: 9-783-646-60265-4

3. Und wie ist es bisher?
Ein kleines, nicht sehr anspruchsvolle Buch. Fantasy in jedem Fall und unerwartet gut. Ich würde es so in die Jugendliteratur einordenen, da die Protagonistin auch gerade erst einmal 17 ist. Aber der ganze Rest an ihr und er Welt, in der das Buch spielt, ist alles andere als leicht.

Stell dir eine Welt vor, in der es Hexen, Magier und Wicca gibt. Das ganze in einem Wald in dem noch weiter Zauberwesen leben und alle sind sich untereinander irgendwie spinnefeind, wegen einer alten Fede, die heute kein Mensch mehr wirklich begreifen oder beschreiben kann. Sie besteht eben einfach so. – In dieser Welt wird außgerechnet die Hexenprinzessin getäuscht und hinters Licht geführt. – Sie gerät da in eine Geschichte und anschließend in ein Abenteuer, was man sich so sicherlich nicht außgerechnet hätte.
Leider hat es auch Romance-Anteile, aber das überlebe ich schon, da die restliche Story nicht von schlechten Eltern ist.

Es gibt noch einen zweiten Teil, den ich mir sicherlich auch auf den Want to Read für den Oktober setzen werde. Ich möchte dann am Ende auch wisen, wie das alles ausgehen wird.

Fusselfreitag #279

Fussel ist aufgeweckt

Hier sieht man sehr deutlich, dass Fussel den Urlaub auf seine Art genossen hat. Scheinbar hat ihm die Luftveränderung dann doch irgendwie gut getan. Er war richtig interessiert und aufgeweckt. Ist sogar irgendwann von ganz allein auf dem Grundstück umhergestromert und hat den Hund gesucht, der im letzten Jahr noch da war. – Es war einfach schön.

[Hörspiel] Geister-Schocker 12 – „Armee des Todes“

Autor: Earl Warren
Regie: Romantruhe Audio
Verlag: Romantruhe
Release: 5. November 2010
Länge: 51 Minuten 50 Sekunden

Die Sprecher:
Alfredo Arenas – Tom Linden
Antonia Arenas – Hildegard Meier
Carlos Santez – Jo Weil
Commissario Ortega – Walter Gontermann
Esteban Cordillo – Sascha Schiffbauer
Francisco Pansa – Peter Niemeyer (2)
Hillario Mendez – Karlheinz Tafel*
Isabella Montero – Annika Wichmann
Jose – Bert Stevens
Juan Dos Santos – Bodo Primus
Sammler – Michael-Che Koch

direkt auf Spotify anhören

Inhalt:
Hillario Mendez ist verstorben und seine Verwandtschaft findet sich auf der Hazienda des Verstorbenen ein, um etwas vom Millionenerbe abzusahnen. Doch schon vor dem Verlesen des Testamentes, muss die Nichte des Verstorbenen eine grausame Entdeckung machen. Der Leichnam hat kein Gesicht mehr.
Beim Verlesen des Testaments treten die ersten unerklärlichen Verletzungen bei den Anwesenden auf. – Die verschwundene Zinnsoldatenarmee ist zum Leben erwacht und trachtet den Erben nach dem Leben.
Doch es stellt sich heraus, dass der Geist des verstorbenen Onkels in den Zinnsoldaten wohnt und sich dieser so an seinen Mördern rächen will. Um das tun zu können, ist er einen Pakt mit einem bösen Geist eingegangen, der jetzt aber das Ruder übernimmt und alle Anwesenden töten will.
Ein Gutes hat das Wüten des Geistes in jedem Fall. Die einzige Erbin, die es immer ehrlich meinte und die die Hazienda im Sinne des Onkels weiterführen will, ist nun alleinige Erbin und kann das Ruder herumreisen.

Mein Hörerlebnis:
Gleich zu Anfang hatte ich die Befürchtung, dass diese Geschichte ähnlich wie die eine Folge zuvor wäre. Man bekommt erst einmal wieder mit, wie ein Ermittler bei einem Mord Untersuchungen anstellt und ein Gehilfe etwas von lebenden Zinnsoldaten faselt. – Zumindest bekommt die Armee des Todes gleich zu Anfang einen Sinn, dann schnell habe ich die Armee mit den verschwundenen Zinnsoldaten verknüpft.
Aus den Ermittlungsarbeiten wird dann das typische Familienzwangstreffen. Es kommen Leute zusammen, die hier lediglich die Geldgier eint. Bis auf die junge Frau. Ihr allein habe ich eine echte Zuneigung zu dem Verstorbenen angehört und zugetraut.
Das Testament wird verlesen und erste Empörungen treten auf. Allerdings auch die ersten Stiche der Zinnsoldaten. Es trifft erst einmal genau diejenige, die wohl für den Mord verantwortlich zu sein scheint. Allerdings stellt sich das erst später heraus. Für mich hat es sich so angehört, als wenn die Zinnsoldaten scheinbar wahllos auf ihre Art morden. Das mit der Rache und dem Mord an dem reichen Mann kristallisiert sich erst wieder so nach und nach heraus.
Es ist herrlich gruselig dargestellt, wie die Zinnsoldaten einen nach dem anderen grausam ermorden. – Ich stelle mir die vielen kleinen Stiche wirklich sehr schmerzhaft vor.
Als dann herauskommt, warum die Soldaten zum Leben erwacht sind, wird allerdings auch klar, dass die Morde weit über die Rache hinaus gehen. Es müssen Menschen ihr Leben lassen, die das gar nicht verdient haben.
Die Erlösung von dem Fluch ist ein Wettlauf mit der Zeit. Der verstorbene Onkel kommt noch einmal zum Zug und klärt auf, warum das alles hier so ist. – Die ganzen Zusammenhänge waren mir nicht gleich von Anfang an klar, aber am Ende hat sich hier eine wirklich großartige gruselige Story ergeben.

Fazit:
Kurzweilig, einfallsreich und rundherum die pure Unterhaltung für alle, die auf Gänsehaut und übersinnliche Storys stehen. – Sicher, man muss sich auf die Geschichten und ihre Inhalte einlassen, aber wenn man sich dessen bewusst ist und das auch tut, wird man hier wirklich großartig unterhalten. – Ich muss sagen, dass ich hier wirklich gern einen wahren Kern gehabt hätte. Ich kenne durchaus Leute, denen ich diese Armee des Todes auf den Hals hetzen wollen würde.
Klasse geschrieben und dargestellt, hatte ich hier einen wirklich großartigen Film in meinem Kopfkino.
Leider nicht so toll, war die Werbung am Ende der Folge. Zwar war es auch eine Hörspielserie, die hier beworben worden ist, aber interessiert hat mich diese schon wegen der Protagonisten nicht wirklich. Naja, der Verlag muss ja auch sehen, wo er bleibt.