[Hörbuch] Nicole Böhm – „Ist Liebe genug?“

Nicole Böhm
„Ist Liebe genug?“
Reihe: Die Chroniken der Seelenwächter (33)
Verlag: Lausch Phantastische Hörbücher
EAN: 4-260-158-97648-0
Länge: 3 Stunden 54 Minuten
Sprecher: Pia-Rhona Saxe, Jan Langer, Cornelia Prescher, Richard Lingscheidt

– gehört im Oktober 2024 –

Ich hinke der Reihe im Moment hinterher, weil ich durch den neuen Job nicht mehr so zuverlässig zum Konsumieren von Hörbücher komme. Das ist schade, aber nicht zu ändern.

Klappentext: Die Ereignisse überschlagen sich. Kedos ist verschwunden, aber ist er auch gebannt?
Die Seelenwächter begeben sich auf die Suche nach dem Dämon, während Akil, Jess und Jaydee erst einmal zu sich kommen müssen. Die Trauer um Ben hängt schwer im Raum, Jess beichtet Jaydee von ihren Visionen, doch sie spürt, wie sich gleichzeitig eine Wand zwischen ihr und ihm aufbaut. Jaydee ringt weiterhin um seinen Verstand. Die Mächte wirken stärker denn je in ihm.
Auf wen hört er am Ende? (Quelle: Thalia.de)

Inhalt: Ben ist Tod. – Das heißt, nicht wirklich, denn er ist jetzt ein Schattendämon. Ein Zustand, mit dem weder er selber noch seine Freunde klar kommen. Während Ben von einer Frau mitgenommen wird, die ihm helfen will, suchen seine Freunde nach ihm, um ihm ebenfalls zu helfen. Für Ben scheint es noch nicht zu spät. Noch kann er als Schattendämon ein Leben führen, in dem er nicht morden muss. Man muss nur die Lösung finden.
Die Ereignisse haben viel zerstört. Nicht nur das Anwesen der Seelenwächter und viele Leben der Seelenwächter. Auch zwischen Jess und Jaydee baut sich so langsam aber sicher wieder eine Distanz auf. Jaydee trägt das Geheimnis mit sich herum, dass seine Erzeugerin immer mehr Macht über ihn bekommt und ihn im Kopf beeinflusst und Jess erzählt auch nur zögerlich von ihren Visionen und der Tatsache, dass sie inzwischen weiß, was und wer ihr Vater ist.
Fast scheint es, als wären die Seelenwächter handlungsunfähig, denn auch im Rat gibt es mal wieder eine Veränderung, mit der man umgehen lernen muss.

Fazit: Was den Titel dieser Folge angeht, war ich ja zunächst skeptisch, ob das, was werden würde. Sobald in einem Buchtitel dies L-Wort vorkommt, bin ich eigentlich raus. – Aber die Reihenfolge wollte es so, dass ich mir dann eben dieses Buch als Nächstes anhören werden. Nun gut …
Der Bezug zum Titel ist hier schon irgendwie logisch. Alles, was hier passiert, hat in irgendeiner Form mit Liebe zu tun. Sei es nun die Liebe als Paar, die bei Jess und Jaydee so langsam aber sicher zu verschwinden droht, oder eben die Liebe zum verstorbenen Ben, als Freund, mit dessen Verlust man umgehen muss.
Vom Stil her, hat sich in den Büchern absolut nichts geändert. Mit verteilten Rollen wird hier aus den verschiedenen Sichten gelesen, wobei ich persönlich aber leider raus bin und nicht mehr so wirklich hinterhergekommen bin, wer nun genau was ist. – So besonders tief hat mich diese Handlung ja schon lang nicht mehr gepackt. Der anfängliche Zauber dieser Reihe und die im Moment unausgeschöpften Möglichkeiten langweilen mich etwas. Ich höre im Prinzip nur noch weiter, weil ich einmal mit der Reihe angefangen habe und weil mich der „Spaß“ über Spotify nicht wirklich etwas extra kostet.
Die einzelnen Geschehnisse werden aus der Sicht der verschiedenen Leute geschildert, was dann am Ende alles auch sehr ausführlich macht. Die Handlung stockt stellenweise, weil es nur noch um Gefühle und Gedanken geht. Vieles wird sich gegenseitig gebeichtet, was für den Hörer bereits vergangene Ereignisse noch einmal präsent macht. – Die Reihe ist schlicht und ergreifend zu lang gezogen.
Statt hier endlich langsam mal zu einem Ende zu finden, wird in dieser Folge noch ein Problem aufgemacht. Die Rolle von Jess ihrer Mutter ist so ein bisschen in der Versenkung verschwunden, bekommt aber jetzt wieder den Part des Problems. Die Frau scheint im Kopf im Gestern festzuhängen und bekommt dadurch psychische Probleme. Sie will mal wieder aufgeben und muss von den anderen, die eh schon genug um die Ohren haben, aufgefangen und beschützt werden. – Und der Kreis beginnt von vorne.

Die Sprecher machen ihren Job. – Nicht mehr und nicht weniger. – Am Ende können sie auch nur das lesen, was die Autorin einmal geschrieben hat. Ich fand sie von der Stimme her, ganz passend ausgesucht, aber das war es dann auch schon wieder. Den Überblick, wer denn nun wessen Sichtweise liest, habe ich aufgrund der langen Pause schon lang verloren und kann wirklich nur noch Jess heraushören. – Aber deren Gedanken und Erlebnisse sind auch nicht mehr so spannend wie noch zu Anfang.
Die Reihe selber wird zu Kaugummi. Mit jeder Folge hoffe ich, dass man hier die Ereignisse endlich mal geordnet bekommt und mit einem Neuanfang für die Seelenwächter auf einem neuen Anwesen, endlich so etwas wie ein Happy End herbeigeführt werden kann. – Aber stattdessen werden immer wieder neue Probleme aufgemacht.
Die Reihe wird irgendwie von Folge zu Folge langweiliger. Waren es erst noch die wirklich übertrieben mächtigen Monster und Dämonen, die wenigstens ein paar Kampfhandlungen in die Szenerie gebracht haben, wird diese Folge ausschließlich vom Gefühl der Trauer und der Sorge getragen. – Definitiv kein Buch für Menschen, die sowieso schon mit Depressionen oder Ähnlichem zum kämpfen haben.

Bewertung: 3 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 3 von 5 möglichen Sternen.
In jedem Fall kann man Frau Böhm, mit dieser Reihe, einen unheimlichen Fleiß und Durchhaltevermögen nachsagen. Aber was den Inhalt angeht, lässt sie leider von Folge zu Folge immer mehr nach. – Es packt mich einfach nicht mehr, diese ewige Gefühlsduselei.

[EBook] Wolfgang Hohlbein – „Das Dämonenschiff“

Wolfgang Hohlbein
„Das Dämonenschiff“
Reihe: Die Chronik der Unsterblichen (10)
Verlag: Bastei Lübbe (beBeyond)
ISBN: 9-783-732-55910-7
Länge: 412 Seiten

– gelesen im November 2024 –

Neuer Monat, neue Liste, die Bücherreichen von vorne. Beginnen wir den November `24 doch mit Wolfgang Hohlbein.

Klappentext: Andrej und Abu Dun suchen in einem niedergebrannten Küstendorf am Rande des ewigen Eises nach Überlebenden. Plötzlich werden sie angegriffen und von kriegerischen Nordmännern in ihr Dorf verschleppt. Kurz darauf wird das Dorf von unheimlichen Kreaturen überfallen – angeführt von dem Rabengott Odin. Der Anführer der Nordmänner bittet Andrej und Abu Dun, seinem Volk beizustehen. Und so macht sich ein kleines Heer tapferer Krieger auf, das Unvorstellbare zu vollbringen: einen Gott zu töten … (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Andrej und Abu dun werden auf der eisigen Insel, auf der sie gestrandet sich, aufgelesen und von den Nordmännern mit in ihr Dorf genommen. Dort Erfreuens ie sich der Frauen, bekommen aber auch eine ganze Menge von den Problemen der Leute mit. – Mehrfach greifen seltsame Kreaturen an und fordern Todesopfer.
Am Ende ziehen Andrej und Abu Dun mit den Nordmännern in die Schlacht gegen einen falschen Gott und erleben noch einmal eine große Überraschung, wem sie ihr Vertrauen geschenkt haben.

Fazit: Wir schreiben den Monat November, des Jahres 2024. Neuer Monat mit neuem Want-to-read-Stapel und am Anfang steht der nunmehr 10. Teil der Chroniken der Unsterblichen. – Die Reihe bedeutet für mich im Moment so eine Art Hassliebe. Der Stoff selber ist echt gut und aht es in sich, aber der sehr ausführliche Schreibstil von Wolfgang Hohlbein macht mir leider auch einiges mies. – Egal, ich will die Reihe unbedingt schaffen. Deswegen einfach durch da.

Die Handlung startet genau da, wo sie im vorhergehenden Band geendet hat. Andrej und Abu Dun scheinen im Eis festzusitzen. Doch auf der seltsamen Insel befinden sich Menschen, die ihnen helfen. Allerdings erst, als die beiden geholfen haben, ein mehr als seltsames Wesen zu besiegen.
Andrej scheint sich im Dorf der Nordmänner in eine Frau zu verlieben. – Es ist schön, wie man miterleben kann, dass ein so harter Krieger durchaus auch eine weiche Seite hat. Allerdings entwickelt sich die „Beziehung“ der beiden zu etwas sehr Seltsamen. Beide tragen ihre Geheimnisse mit sich herum, aber so wirklich zusammen kommen sie nicht. – Stellenweise war ich der Meinung, dass das Geplänkel der beiden die Handlung unnötig aufgebläht hat. Die Tatsache, dass das Mädchen wie Andrej und Abu Dun ist, hätte ich mir größer ausgelegt gewünscht.
Die Handlung dieses Buches steht und fällt komplett mit der nordischen Mythologie. Herr Hohlbein hat den Gott und seine Wesen nur wirklich existent sein lassen und das Ganze als endlos scheinendes Gemetzel dargestellt. Die mythologische Seite war ja durchaus interessant, aber irgendwann wirkten die vielen Scharmützel und Toten nur noch künstlich in die Länge gezogen.
Mit dem Ende war ich dann auch ganz und gar nicht zufrieden. Es hat die nordische Mythologie zu sehr entzaubert. Und auch die Hoffnung, dass Andrej und Abu dun eine neue Begleitung bekommen würden, hat sich noch im Epilog zerschlagen. Dabei hätte ich es Andrej, als Mann, wirklich einfach nur von Herzen gegönnt.

Um die einzelnen Bände der Reihe wirklich richtig verstehen und nachvollziehen zu können, ist es unbedingt erforderlich, die Bücher in der chronologischen Reihenfolge zu lesen. Alles andere macht einfach keinen Sinn, da man entweder nur Bahnhof oder nur die Hälfte versteht. Und das wiederum schmälert das Lesevergnügen dann doch enorm. – Und eigentlich wäre das wirklich mehr als schade.
Das Buch besteht aus nur einem einzigen Handlungsstrang, der schön chronologisch, ja fast schon zu ausführlich, beschrieben und erzählt wird. Der Leser kann alles sehr gut nachvollziehen und verfolgen. – Aber stellenweise fehlen mir wirklich die Lücken in der Erklärung, der dafür sorgt, dass ich meine eigenen Fantasien in meinen Kopfkinofilm einbauen konnte.
Der Kopfkinofilm war in jedem Fall vorhanden, aber dadurch, dass immer wieder erwähnt wurde, wie kalt die Luft und die Gegend ist, habe ich beim Lesen stellenweise vorm Kaminfeuer gefroren. – So etwas muss man auch erst einmal hinbekommen. Man kann hier durchaus sagen, dass das Kopfkino mit Gefühlen war. Wirklich, stolze Leistung.
Wie schon einmal gesagt, steht und fällt dieses Buch mit der nordischen Mythologie. – Aber hier muss ich zur Vorsicht raten, denn in meinen Augen ist diese wirklich ziemlich entstellt gewesen. Einige der Zauber, aus diesen nordischen Erzählungen, sind für mich mit dem Ende verloren gegangen und haben das alles ziemlich entzaubert. – War leider nicht wirklich schön so, aber war eben so.
Die Handlung wäre auch kürzer gegangen, also das ganze Buch. Ein paar Erklärungen der Phantasie des Lesers überlassen, ein paar Weiberreien unerzählt gelassen und zwei bis drei Scharmützel weniger und die Story wäre in 250 Seiten erzählt gewesen.

Bewertung: 4 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Für die volle Punktzahl hat es hier leider nicht gereicht. Dazu hatte ich einfach viel zu viel zu meckern. Insgesamt hätte ich mir vieles einfach anders gewünscht, als es hier tatsächlich geschrieben stand.

[Ebook] André Milewski – „Die Tränen der Göttin“

André Milewski
Die Tränen der Göttin“
Reihe: Frederick Crichton (1)
Verlag: Selfpublisher
ISBN: 9-783-755-70144-6
Länge: 168 Seiten

– gelesen im Oktober 2024 –

Frederick Crichton, der große Professor aus den Geheimakten, hat auch mal am Anfang begonnen. – Erfahren wir mehr darüber!

Klappentext: Goldene, düstere Zeiten …

Im Jahr 1927 ist New York die Stadt der Träume und eine Verheißung für eine große Zukunft.

Eine ebensolche erhofft sich auch der Archäologieprofessor Frederick Crichton, der aus Boston in die Stadt kommt, um eine Beschäftigung im Museum aufzunehmen. Allerdings zerplatzt dieser Traum schnell. Stattdessen findet Crichton sich im Haus eines exzentrischen Millionärs wieder, um diesem die Authentizität eines ägyptischen Artefakts zu bestätigen.

Doch die einfache Aufgabe wird zu einem Albtraum für den Archäologen. Ein Mord geschieht und er gerät ins Visier der Polizei, die ihn für den Täter hält. Crichton bleibt nicht viel Zeit, um den wahren Mörder zu finden und seine Unschuld zu beweisen … (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Frederick Crichton steht am Anfang seiner Karriere und will als Kurator am Metropoliten Museum neu anfangen. – Leider ist die Stelle aber bereits vergeben und Crichton soll bei einem Millionär ein ägyptisches Fundstück in Augenschein nehmen, um wenigstens finanziell etwas entschädigt zu werden.
Das Stück entpuppt sich als Fälschung. Das Leben des Millionärs als mehr Schein als Sein und sowohl die Dame des Hauses, als auch die Frau des Ehepaars, welches zu Gast ist, entpuppen sich als ziemlich mörderisch.
Crichton soll als Sündenbock herhalten, was ihm den elektrischen Stuhl einbringen könnte. Um sich dagegen zur Wehr zu setzen, lässt er sich mit Journalisten und der New Yorker Unterwelt ein.

Fazit: Dieses Buch ist ein Ableger aus den Geheimakten von André Milewski. Frederick Crichton, der Protagonist hier, begleitet in den Geheimakten eine ganze Weile den Weg von Max Falkenburg. Hier soll man nun also etwas mehr über Frederick Crichton selber erfahren.
Dieses Buch erschien 2021 auf dem Markt und wurde als Selfpublisher verlegt. – Allein dahinter steckt jede Menge Mut und Arbeit. Allein das finde ich schon sehr bewundernswert.
Ich freue mich auf die Lektüre!

Es geht von null auf hundert direkt in die Handlung hinein. Sofort hatte ich so eine Art Wiedersehensfreude mit Professor Crichton, der aus der Geheimakten-Reihe leider schon ausgeschieden ist.
Die Story spielt am Ende der 1920er Jahre in New York. Der junge Crichton gerät da in eine Sache hinein, die alles andere als angenehm ist. – Voreingenommene Polizisten und die Begleitumstände der Zeit bauschen die Handlung dann noch einmal gut auf.
Als ich diesen Stoff gelesen habe, konnte ich mir nicht vorstellen, dass aus diesem jungen Mann mal der Professor mit gutem Ruf aus den Geheimakten werden sollte. – Die Handlung ist nach und nach wirklich immer rasanter und gefährlicher geworden. Ich habe mit Crichton mitgefiebert, obwohl es ja eigentlich gut für ihn ausgehen musst.
Als sich die Schlinge immer enger um Crichton Hals zu ziehen beginnt, fing ich an, selber zu rätseln, wer denn nun die Morde begangen haben soll. – Was dann am Ende herausgekommen ist, hat mich komplett überrascht, war auf der anderen Seite aber schon auch irgendwie logisch. – Ich hätte diese Aktion aus der Sicht der Täter allerdings gern noch etwas dramatischer gehabt. Stoff und Möglichkeiten wären in jedem Fall da gewesen.
Die paar Bilder, welche hier zu Hilfe genommen wurden, waren interessant, hätten aber nicht zwingend sein müssen. Sie haben den Text etwas aufgelockert, aber meine persönliche Vorstellung hätte durchaus auch gereicht.

Beim Lesen hatte ich die ganze Zeit ein wirklich großartiges Kopfkino. Stellenweise war mir wirklich so, als würde ich ein Film über die ganze Handlung schauen. Nicht einmal das Gefühl, dass ich den Stoff nur lese, war nicht vorhanden. – Man kann also mit Fug und Recht behaupten, dass mich das Buch wieder voll und ganz in seinen Bann gezogen hat.
Die vielen Namen waren hier mal kein Problem. Die Personen treten nacheinander in die Handlung rein. Auch Nebencharakter haben eine gewisse Tiefe durch irgendwelche Eigenschaften, dass ich sie gut behalten und mir vorstellen konnte. Das hat das Lesen und Verstehen in jedem Fall einfach und angenehm gemacht.
Die Begleitumstände, die Handlung, das Geschehen jener Zeit. – Alles war in jedem Fall sehr gut recherchiert und mit fiktiven Teilen aufgefüllt worden. So ist eine glaubhafte und faszinierende Story entstanden. – In jedem Fall ist es auch sehr gut, dass Herr Milewski am Ende aufklärt, welche Person jetzt real existiert hat, was genau wirklich geschehen ist und welcher Part eben Fiktion war. Das hat, gerade am Ende des Buches, dem ganzen Geschehen noch einmal eine ganz andere Bedeutung gegeben.
Der ganze Schreibstil war so richtig typisch für André Milewski. Fließend, leicht und locker und einfach zu lesen. Die Seiten flogen nur so dahin und am Ende war ich fast schon enttäuscht, dass dieser Ausflug in die Welt der Archäologie schon wieder vorbei sein sollte.
Eine mit 168 Seiten recht kurze Unterhaltung. Aber in jedem Fall eine Gute!

Bewertung: 5 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Ein sehr gutes Spin-off aus der Geheimakten-Reihe. Die Erlebnisse eines Archäologien, der sich seinen Namen erst noch verdienen muss und dann in einer alles andere als einfachen Zeit. – Mehr als gelungen!

[Ebook] Carrie Vaughn – „Die Stunde der Jäger“

Carrie Vaughn
„Die Stunde der Jäger“
Reihe: Midnight Hour (3)
Verlag: Heyne
EAN: 9-783-641-06353-5
Länge: 488 Seiten

– gelesen im Oktober 2024 –

Mit den Titeln der jeweiligen Folge kann ich ja immer nicht so viel anfangen, aber die Serie selber hat mich gepackt. Schon schade, dass nur 6 Bände übersetzt wurden.

Klappentext: Die coolste Heldin der Mystery – Kitty Norville, Radiomoderatorin und WerwölfinKitty Norville ist der Star der Radiosendung „Midnight Hour“ – und sie ist eine Werwölfin. Seit sie ihre Identität gelüftet hat, war ihr Leben mehr als einmal in Gefahr. Um zur Ruhe zu kommen, zieht sie sich in einen kleinen Trailer in die Wildnis zurück. Kitty ist jedoch nicht allein – die Geschöpfe der Dunkelheit ruhen nie. Ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel beginnt …Düster und sexy. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Kitty Norville macht eine Sendepause und verbringt diese in einer abgelegenen Hütte im Wald. Alles scheint ruhig und friedlich, aber der Schein trügt. Erst sind es seltsame Blutopfer, vor ihrer Haustür und seltsame Kruzifixe aus Stacheldraht auf der Lichtung. Dann tauchen Cormac und Ben auf. Ben wurde von einem Werwolf frisch infiziert und macht nun eine sehr harte Zeit durch.
Während Benn sich mit seiner Situation zu arrangieren beginnt, kann die Herkunft des Blutzaubers aufgeklärt werden. – Doch da ist noch mehr. Kitty spürt die Anwesenheit eines seltsamen Wesens, welches ihr nicht wohlgesonnen ist.
Am Ende scheint ihr „Rudel“ doch wieder auseinanderzubrechen.

Fazit: Teil 1 bis 4 dieser Reihe sind ein Festplattenfund. Geladen habe ich die Bücher im pdf-Format zu einer Zeit, als ich Ebooks lediglich gesammelt habe. Allein das Format spricht ja schon Bände.
Leider wurden die Bücher nur bis zum sechsten Ban ins Deutsche übersetzt. Was mich als Leser wohl auch nur bis zu Band 6 bei der Stange halten wird. Bücher auf Englisch sind mir zu anstrengend. Da reichen meine Sprachkenntnisse nie im Leben aus.

Kaum hatte ich das Buch auch nur angefangen, war ich auch direkt wieder in der Welt der Kitty Norville gefangen. – Es ist mir klar, dass es sich um Fantasy handelt, aber Kitty ihre Rolle wird so glaubhaft dargestellt. Genau so stelle ich es mir vor, wie Werwölfe oder Vampire unter uns leben würden, wenn es sie wirklich geben würde.
Ich war mehr als fasziniert, von Kitty ihrer Wohnsituation. Wenn ich es genau betrachte, bräuchte ich auch so einen zurückgezogenen Ort. – Mir war aber auch klar, dass der auf keinen Fall so ruhig bleiben konnte. – Wie recht ich doch hatte …
Die Blutzauber habe ich anfangs gar nicht als solche identifiziert und sie als Verekelungsversuche gesehen. So richtig düster wurde es erst, als sich die Vorfälle häuften und schlimmer wurden. – für meinen Geschmack hat sich dieser Strang dann doch etwas zu schnell aufgeklärt.
Ben, außgerechnet ihr Anwalt, wird auch zum Werwolf und bekommt so eine größere Rolle im Buch. Aber auch die Entwicklung der Person, die Selbstzweifel und das Arrangieren mit der neuen Situation, waren sehr interessant. Es war für mich fast uninteressant, dass es zwischen den beiden nun auch körperlich wurde. Die Story drumherum war um einiges packender.
Ich habe gelernt, dass es in den Reihen der Wesen auch noch so etwas wie einen Skinwalker gibt und in etwa auch, was mit diesen ehemaligen Menschen passiert. – In jedem Fall sehr interessant, dieses Thema.
Das Ende des Buches war für mich nicht wirklich zufriedenstellend. Zwar kommt Kitty aus ihrer Versenkung hervor, aber das Schicksal von Cormac geht so nicht. Wie soll es denn weitergehen, wenn eine der tragenden Rollen fehlt? – Das erfährt man hoffentlich in den nächsten Bänden.

Wie eingangs schon einmal erwähnt, hatte mein Buch eine wirklich sehr seltsame Formatierung. Umlaute wurden als Fragezeichen dargestellt, Absätze waren extrem weit auseinandergerissen und das ganze Buch war im pdf-Format. Das hat die Darstellung auf dem Reader schon etwas eingeschränkt werden lassen. Aber von der Schriftgröße her, war die Seitenaufteilung schon in Ordnung. Konnte man durchaus so machen.
Beim Lesen hatte ich ein wirklich herrliches Kopfkino und habe viele Dinge einfach so blutig und eklig wie sie waren, vor meinem geistigen Auge als Film ablaufen sehen. Das war nicht immer schön, in jedem Fall hat es aber die Spannung erhöht.
Es ist besser, wenn man die Bände der chronologischen Reihenfolge nach ließt. Zwar nicht zwingend notwendig, da jedes Buch irgendwie abgeschlossen ist, aber doch erleichternd, da die Bücher eben doch aufeinander aufbauen und das Wissen aus vorangegangenen Bänden durchaus von Vorteil sein kann.
Leseunterbrechungen waren nicht wirklich willkommen, da ich unbedingt wissen wollte, wie sich die Protagonisten aus dem Schlamassel wieder herausmanövrieren. Aber wenn sie dann doch mal notwendig waren, weil es ja auch noch so etwas wie einen Alltag gibt, bin ich nach der Unterbrechung immer sehr gut und schnell wieder in die Handlung hinein gekommen. Dazu brauchte es im Grunde nicht mal die einzelnen Kapitel. Das ging auch absatzweise.
Was ich hier mal anmerken möchte: Die englischen Originaltitel klingen wirklich um Längen besser als das, was man uns hier in Deutschland vorsetzt. Bei den deutschen Titeln hat sich wohl jemand etwas bei Twilight abschauen wollen oder den Hype der Welle ausnutzen wollen. – In diesem Fall aber leider keine sehr gute oder originelle Idee. Im Gegenteil. Es führt, in meinen Augen, nur dazu, dass die Titel am Ende nicht mehr wirklich zum Inhalt passen.

Bewertung: 5 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Die Bewertung findet hier ausdrücklich nur wegen dem Inhalt statt. Die Handlung war flott, hatte von allem etwas dabei und hat mir ein herrliches Kopfkino beschert.

[Ebook] Clive Cussler – „Blutnetz“

Clive Cussler
„Blutnetz“
Reihe: Isaac Bell (6)
Verlag: Blanvalet
ISBN: 9-783-641-15177-5
Länge: 428 Seiten

– gelesen im Oktober 2024 –

Der sechste Fall von Isaac Bell stand an, den ich lange Zeit für den dritten gehalten habe. Aber zum Glück sind die Bücher sehr gut unabhängig voneinander lesbar.

Klappentext: Die Nachricht sorgt für Entsetzen: Der geniale Waffenspezialist Arthur Langner ist tot! Isaac Bell, der beste Detektiv des beginnenden 20. Jahrhunderts, erkennt schnell, dass jemand es auf die talentiertesten Waffenentwickler Amerikas abgesehen hat. Aber da befindet er sich bereits gemeinsam mit deutschen, japanischen und britischen Agenten in einem Netz aus Blut und Intrigen, wie es nur ein Meisterspion weben kann. Bell steckte schon oft in ausweglosen Situationen, doch noch nie hatte er einen Gegner wie dieses Mal – und noch nie ging es um das Schicksal der ganzen Welt! (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Isaac Bell ist eigentlich gerade an einem Fall von blutigen Bankräubereien dran. Aber als die Tochter eines verstorbenen Waffenkonstrukteurs an ihn herantritt, bekommt er von seinem Chef das Go für diese Ermittlungen. Es gilt die Ehre des Mannes wieder herzustellen, der Selbstmord begangen haben soll.
Isaac findet sich schnell in einem tiefen Sumpf aus Beschwörungen und Rachegelüsten wieder. Sämtliche technischen Möglichkeiten jener Zeit ausnutzend, treibt Bell seine Ermittlungen voran und zu einem Ende.

Fazit: Isaac Bell Band 6 und es ist mal wieder ein Motiv mit einem Unterseeboot auf dem Cover. Ich bin gespannt, wie das zusammenpassen sollte. Bisher war Herr Bell immer mit der Eisenbahn unterwegs …
Bei meinem Buch handelt es sich um die erste Auflage, welche im Jahr 2015 erschienen ist. Im Original kam das Werk 2010 auf den Markt. Aber das soll jetzt erst einmal nicht weiter von Belang sein. Beginnen wir einfach die Lektüre.

Isaac Bell ist auch in diesem Buch einfach nur der Held seiner Zeit und verfolgt seine Ermittlungen mit allen technischen Möglichkeiten jener Zeit. Bei der Lektüre kam es mir vor, als solle dieser Mensch mit seinem Wesen, seinen Tricks und natürlich seinem Geld im Background in den Himmel gehoben werden. Ja, zum Teil war es wirklich unglaubwürdig, was da abgegangen sein soll.
Dann man das ganze Geschehen mal auf die Kernhandlung herunterbricht, könnte man das Buch auch wesentlich kürzer machen. Ein Großteil des Textes geht hier für Beschreibungen und Schlägereien drauf.
Sehr interessant und glaubhaft rübergekommen sind die gesellschaftlichen Zusammenhänge jener Zeit. Und das wirklich von der Oberschicht bis in die Gosse. Die Frauen, die sich mehr Freiheiten erkämpften und was Schmiergeld doch alles ausmachte.
Ich selber habe im Laufe des Buches die eigentlichen Ermittlungen und den Fall aus den Augen verloren, aber in jedem Fall bin ich gut unterhalten worden.

Die Ortsbezeichnungen haben mir, gerade am Anfang des Buches ganz schön das Genick gebrochen. Sie sind aufwendig, genau so geschrieben, wie sie auch immer ausgesprochen werden und nicht mal kurz. Das hat zur Folge, dass die Namen für mich stellenweise sogar die Handlung gestoppt haben und Längen geschaffen wurden, die mich ganz schön aus dem Konzept gebracht haben.
Auch die Namen der vielen vielen Personen konnte ich absolut nicht auseinander halten. Bell begegnet in diesem Band einfach zu vielen Leuten, die namentlich benannt und näher beschrieben werden. Aber für mein Namensgedächtnis waren das einfach zu viele und ich hatte absolut keine Chance, da alles unterscheiden zu können. Ich habe mir am Ende die Konstanten gemerkt, das war es dann auch schon. – Zumal sich das Merken der Namen und deren Funktion in der Handlung zum Teil auch nicht gelohnt hat, da das Schicksal eben vieler Personen im Dunkeln verläuft oder sie im Laufe der Handlung den Tod finden. Das war eben seinerzeit eine wilde Zeit. Es gallt vielerorts einfach das Recht des Stärkeren, was in diesem Buch sehr gut rüber kommt.
Die ganze Handlung hat mich auf der einen Seite total fasziniert, auf der anderen Seite aber auch komplett abgestoßen. Ich hatte zum Teil ein Kopfkino, was man durchaus mit einem sehr brutalen und zensierten Western vergleichen kann. Da werden Augen aus den Höhlen gelöffelt, gewürgt, geschlagen und Leute mit Eisenstangen zu Brei gehauen. Das alles habe ich vor mir gesehen und wusste nicht, ob ich das noch spannend finden soll, oder mich schon ekeln darf.
Man sollte das Buch in jedem Fall aufmerksam lesen und das alles nicht all zu sehr auf die leichte Schulter nehmen. Nur dann ergibt sich dem Leser hier ein gesellschaftliches Bild, von dem ich keine Ahnung habe, ob es mich faszinieren oder abstoßen soll.
Das Buch war in jedem Fall stark waffenlastik. Insofern fand ich den Aufhänger der Story sehr interessant gewählt. Das sich so etwas zu so einer Story ausweitet, war schon sehr interessant und raffiniert aufgebaut. – Auch interessant, wie rasant sich Waffen in jeder Zeit weiter entwickelt haben.

Bewertung: 4 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Ich fand die Story wirklich interessant. Sie hat mich auch gut abgeholt und mitgerissen, aber im Gesamten war es doch ganz schön aufgebläht und überdimensioniert. Dabei bleiben leider auch ein paar Schicksale der Charaktere auf der Strecke.

[Ebook] Kim Leopold – „Der Kuss der Liebenden“

Kim Leopold
„Der Kuss der Liebenden“
Reihe: Black Heart (14)
Verlag: Selfpublishing
ISBN: 9-783-754-68469-6
Länge: 89 Seiten

– gelesen im Oktober 2024 –

Der 14. Band von insgesamt 16. Es wird Zeit, das hier endlich mal was vorangeht!

Klappentext: Emma versucht, Schadensbegrenzung zu betreiben. Willem ist ihr eine große Stütze, doch dann droht der Rat ein großes Geheimnis zu lüften, welches alle Bemühungen zunichte machen könnte. Derweil findet Mikael heraus, dass seinen Preis jemand anders gezahlt hat. Sein größter Wunsch ist in greifbare Nähe gerückt. Nur eins fehlt noch … Kim Leopold hat eine magische Welt mit düsteren Geheimnissen, nahenden Gefahren und einem Hauch prickelnder Romantik erschaffen, bei dem Fantasy-Lover voll auf ihre Kosten kommen. Der Kuss der Liebenden – Band 14. der Urban Fantasy Serie Black Heart! (Quelle: Thalia.de)

Inhalt: Der kleine rat hat seine Arbeit im Pallast der Träume aufgenommen. Der Schulbetrieb muss am Laufen gehalten werden und es bedarf noch einer ganzen Menge Organisation, um verlorene Lehrer und Helfer zu ersetzen. Außerdem sollen Ales und Lotta ihre Anhörung bekommen.
Mikael kann endlich ein Ritual machen lassen, in dem er sein Herz zurückbekommt. Er hat keine Ahnung, was für ein Opfer Farrah dafür bringen musste.
Hayet findet sich besser und besser in ihre Rolle als Bibliothekarin ein, erfährt, das sie eine Schwester hat und kann etwas über sich und die Fähigkeiten der Black Heart herausfinden.

Fazit: Der vierzehnte Band der Reihe ist so ziemlich einer der letzten Bände, die es von dieser Reihe gibt. Ich war in jedem Fall hochgradig gespannt, ob und wie die ganzen offenen Stränge jeweils zu einem Enden finden sollten.

Ich war sehr gespannt, auf was ich mich hier wieder einlassen würde. Bisher hat ja die seltsame Aufmachung der Bücher immer mehr kaputt gemacht, als man damit gewonnen hat. Allerdings hat man hier den Vorteil, dass das Groß der Charaktere inzwischen aus der Handlung rausgeschrieben ist und die Personen auf einen Bruchteil des ursprünglichen Umfangs reduziert worden waren.
Die Einzelschicksale, die hier noch behandelt werden, interessieren mich inzwischen. Die Charaktere haben sich in mein Interessenprofil geschlichen und gerade Heyet gönne ich jetzt endlich mal so etwas wie ein Ziel im Leben.
Das Ding mit dem Rat geht mir inzwischen mehr auf die Nerven, als alles andere. Da halten nur ein paar uneinsichtige kleinkarierte Leute an einer zweifelhaften Macht fest und verhindern so den Fortschritt.
Das Buch endet natürlich wieder mit einem riesigen Cliffhanger, der mich ganz schön mitgenommen hat. Am Ende bleibt mir aber nur zu hoffen, dass es dann auch an dieser Stelle irgendwann mal weiter geht.
Was ich langsam aber sicher mal mehr als nervig empfinde, ist der Prolog. Da hat es eine verdammt interessante Geschichte und sie scheint so gar keinen Bezug zur eigentlichen Story zu haben. Ich will den Bezug aber!!!

So langsam stellt sich hier und da mal so etwas wie ein Kopfkino ein, wenn ich die Lektüre am Lesen bin. Das war bisher nur am Anfang so, bevor das riesengroße Durcheinander am Laufen war und jetzt, wo wieder Ruhe einkehrt, wird es wieder übersichtlicher.
Für eine angekündigte Romantasy habe ich bis her erstaunlich und erfrischend wenig Liebelei lesen müssen. Das gefällt mir wirklich sehr. Ich denke schon, dass das hier ein Stoff ist, wo man sich auf einen Part konzentrieren sollte.
Alles in allem hat der Stoff durchaus Potential, welches meiner Meinung nach aber nicht ausgenutzt wurde. Ich hätte mir mehr Geheimnisse oder Rituale gewünscht. Einfach mehr Mystik, als es hier am Ende wirklich hatte.
Die Aufteilung der Bücher blieb die ganze Zeit konstant und die ganze Zeit habe ich es einfach nur sehr merkwürdig gefunden, wie das alles aufgeteilt gewesen ist. Dieses HIn und Her hat am Ende nur dafür gesorgt, dass ich mich in keinen Handlungsstrang so wirklich hineinversetzen konnte. Am Ende würde ich den Stoff hier und in der Form sogar als verschwendet bezeichnen wollen.

Bewertung: 4 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Es ist ersichtlich, dass sich die Handlung langsam aber sicher dem Ende zuschraubt. Ich bin erleichtert, aber auch besorgt, dass das Ende so gar nicht dem entspricht, wie ich mir das vorstellen würde.

[EBook] Wolfgang Hohlbein – „Blutkrieg“

Wolfgang Hohlbein
„Blutkrieg“
Reihe: Die Chronik der Unsterblichen (9)
Verlag: Bastei Lübbe (beBeyond)
ISBN: 9-783-739-55909-1
Länge: 190 Seiten

– gelesen im Oktober 2024 –

Der neunte Band war zwar kurz, aber nicht weniger wortgewaltig und ausgeschmückt.

Klappentext: Die Jagd nach einem bestialischen Werwolf führt die Unsterblichen Andrej und Abu Dun immer tiefer in unbekannte Länder. Deren eisige Kälte und unwirtliche Landschaften bringen sie an den Rand ihrer körperlichen und geistigen Kräfte. Täuschung und Wahrheit liegen so dicht beieinander, dass Andrej zweifelt, wem er auf dem Weg durch die Schneewüste trauen kann. Gequält von den Dämonen des eigenen Gewissens, steht er bald selbst an der Schwelle zum Wahnsinn. Es kommt zum entscheidenden Kampf mit den Werwölfen … (Quelle: https://www.lovelybooks.de/autor/Wolfgang-Hohlbein/Die-Chronik-der-Unsterblichen-Blutkrieg-1005097469-w/)

Inhalt: Andrej und Abu Dun geraten in einen Hinterhalt und lassen sich in einen Kampf verwickeln, in dessen Verlauf sie die Besatzung des Schiffes töten, auf dem sie sich befinden. – Doch auch das Vorhaben, die vermeintlichen Opfer nach Hause zu bringen, scheitert und endet in einem Schiffbruch.
Auf der kalten und schroffen INsle, auf der sie stranden, drohen sie zu erfrieren, landen wieder in einem Hinterhalt und Andrej zahlt einen großen Preis für das Leben von Abu Dun.
Am Ende befinden sie sich auf dem vermeintlichen Schiff in die Freiheit und lüften ein entsetzliches Geheimnis.

Fazit: Jetzt sind wir also schon beim neunten Band der Chronik der Unsterblichen. Allerdings musste ich mich zu dieser Lektüre quasi selber überreden, weil der achte Band so gar nicht von sich überzeugen konnte. Ich bin also hier mit sehr gemischten Gefühlen rangegangen. Dabei kamen mir die hier gerade mal 190 Seiten angenehm kurz vor. Zumindest auf den ersten Blick.
Die beiden Protagonisten glauben mal wieder etwas Gutes getan zu haben, als sie diesem Mädchen in den Armen des sterbenden Mannes helfen. Am Geruch ist zu erkennen, dass hier ein Wesen zugegen ist. Nur welches genau e ist, wird nicht erwähnt. – Klar wird aber, dass die Rettung des Kindes in diesem Fall nicht unbedingt eine gute Tat war.
Es folgt eine Irrfahrt auf dem Schiff, nachdem die beiden Männer umgebracht haben. Sie wollen die scheinbar unschuldig Verstorbenen wenigstens zurück nach Hause bringen. – Wind und Wetter, das seeuntüchtige Schiff und Raben machen dieses Unterfangen zu einem geisterhaften Abenteuer.
Die Heldenreise strandet auf einer scheinbar sehr kalten Insel, die aber nicht nur den Erfrierungstot als Gefahr birgt. Wirklich seltsame, mir unbekannte Gestalten machen dieses Land unsicher. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie aus der nordischen Mythologie stammen. Die Handlung läuft jedenfalls eindeutig in die Richtung der Wikinger ab.
In diesem Band ist mir mal mehr als eindeutig klar geworden, dass Herr Hohlbein viele interessante Figuren einführt und in Rekordzeit wieder in der Versenkung verschwinden lässt. Stellenweise ist das wirklich sehr schade, weil es immer genau die Figuren sind, die mich persönlich interessiert hätten und ich gern gewusst hätte, was mit denen noch möglich ist.

Die Kapitel waren bei diesem Buch unheimlich lang. Oftmals musste ich die Unterbrechungen mitten im Kapitel machen, was mir persönlich eigentlich nicht so recht ist. Vom Verständnis macht das allerdings keinen Unterschied, denn Herr Hohlbein bleibt seinem Stil treu und beschreibt alles wortgewaltig und ausschweifend. Es wird absolut nichts dem Zufall überlassen und wirklich jede noch so kleine Handlung wird vorgekaut. Die Handlung ist spannend, keine Frage. Aber aufgrund der Erzählweise kam es mir stellenweise leider auch vor, als würde sich ein Kaugummi übelst in die Länge ziehen.
Das Buch liest sich eher wie eine Kurzgeschichtensammlung, als ein Roman. Zwischen den einzelnen Kapiteln ist vom Zeitraum hier so viel Platz und in den Kapiteln selber scheint die Handlung so überhaupt gar nicht voranzugehen.
Die vielen Namen haben mich bald wahnsinnig gemacht. Sie strotzen vor Fantasie, klingen für die Handlung glaubhaft und passen, aber haben eben dafür gesorgt, dass ich die Personen leider so gar nicht auseinanderhalten kann.
Die ganze Handlung besteht aus einer Aneinanderreihung von Kampfhandlungen und anschließendem Wunden lecken. Alles ist ausführlich und bildhaft beschrieben, hat bei mir aber kein Kopfkino hervorgerufen. Das lag wohl daran, dass vieles zu ausführlich beschrieben wurde, dass kein Platz für eigene Fantasie war und einem wirklich alles vorgekaut worden ist.

Bewertung: 3 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 3 von 5 möglichen Sternen.
Ich kann nicht genau sagen, woran es liegt, aber Herr Hohlbein kann mich mit dieser Reihe einfach nicht wirklich hinter dem Ofen hervorlocken. Ich glaube, er hat hier zu viel gewollt. Zu viele Sagen und legend eingearbeitet und ist übers Ziel hinausgeschossen.

[Ebook] Sebastian Thiel – „Sylt-Legende“

Sebastian Thiel
„Sylt-Legende“
Reihe: Oberkommissarin Lene Cornelsen (2)
Verlag: Gmeiner Verlag
ISBN: 9-783-839-27894-9
Länge: 206 Seiten

– gelesen im September 2024 –

Lene Cornelsen wird es nicht leicht gemacht, in ihrer alten Heimat neu Fuß zu fassen. Die Täuschungen haben sogar mich geblendet.

Klappentext: Nachdem Kinder eine Schatulle mit dem Siegel der untergegangenen Stadt Rungholt fanden, wird Sylt von mysteriösen Vorfällen heimgesucht. Eine Frau im roten Rock geistert im Wattenmeer umher, alte Wracks tauchen wie aus dem Nichts aus den Fluten auf. Die Vorkommnisse gleichen einer alten Legende, welche die letzten Tage der Insel Strand beschreibt. Wird sich die Nordsee auch Sylt einverleiben? Oberkommissarin Lene Cornelsen ahnt, dass ein Sturm über ihre geliebte Insel hereinbrechen wird. Steht Sylt vor einer Katastrophe ungeahnten Ausmaßes? (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Lene Cornelsen sucht auf Sylt eine Wohnung, was aufgrund der Preise alles andere als einfach ist. Aber gerade als sie resigniert zu ihrem Lieblingsplatz will, erreicht sie ein Anruf ihres Chefs. Der freie Tag ist gestrichen, denn ein Goldmünzenfund am Strand lässt die Leute unvorsichtig werden und Ertrinkungsfälle drohen.
Die Truhe mit den Münzen ist echt. Die verstreuten Münzen nicht. Zusätzlich zum Wahlkampf tauchen alte Legenden von Rungholt wieder auf. Ein Schwein in der Wirtschaft, die Frau im roten Kleid im Wasser und ein scheinbar unmögliches Kirchengeläut, was vom Meer kommt.
Während Lene mit ihren Freunden aus dem letzten Jahr versucht, einen Sinn in den seltsamen Ereignissen zu finden, meinen findige Geschäftemacher, dass sie mit ihrer Masche durchkommen. – Diese Rechnung haben sie aber ohne Lene gemacht.

Fazit: Sebastian Thiel hat sich über Umwege in meine Lesevavoriten geschlichen. Seine Werke habe ich immer mit Interesse und voller Neugier gelesen. Und mit diesem Buch bin ich nun bei seinem neuesten Werk angekommen und gespannt, was mich erwartet.

Es handelt sich hie rum den zweiten Band einer Reihe. Es dreht sich alles um Lene Cornelsen. Eine junge Oberkommissarin der Polizei, die nach der Trennung von ihrem Mann auf Rügen zurückkehrt. In ihrer alten Heimat bekommt sie neue Probleme, die für Rügener aber normal sind und längst nicht alle empfangen sie mit offenen Armen.
Die Bände sind sehr gut unabhängig voneinander lesbar. Jedes der beiden Bücher ist ein abgeschlossener Roman.
Herr Thiel spielt in diesem Band sehr frei mit der Legende von Rungholt. Er sagt selber, dass er wirklich sehr frei und fantasievoll mit der tatsächlichen Legende umgegangen ist, aber dabei ist das Vorgehen einer Scheinfirma sehr fantasievoll und gemein. Im Grunde wollen sie ein sylter Problem nicht lösen, sondern vergrößern. Und bei den Vorbereitungen stoßen sie auf Dinge, die ihrer Gier noch größer werden lassen.
Lene ihr Chef ist ein Charakter, mit dem ich nicht so wirklich klar komme. Ich hatte ihn die ganze Zeit im Verdacht, dass er mit zu diesen korrupten Geldsäcken gehört, und habe Lene am Ende schon auf seinem Stuhl sitzen sehen. – aber da hat der Autor einen anderen Plan gehabt und mich am Ende noch einmal gut überrascht.
Ich hoffe, dass die Storys von und mit Lene noch weitergehen werden. Das Leben auf der Insel ist sehr interessant und hat in diesen Büchern angenehm wenig mit dem Gehabe der Oberschicht zu tun, die diese Insel für sich reklamieren.

Der Schreibstil des ganzen Buches war angenehm leicht, flüssig und sehr gut verständlich. Die ganze Zeit hatte ich beim Lesen ein wirklich großartiges Kopfkino vor meinem geistigen Auge. Ich habe mit Lene mitfühlen können und die Enttäuschung, die sie durchlitten hat, auch am eigenen Leib gespürt. – Dass hier auch mal so etwas wie Gefühle zwischen der Prota und einem Nebencharakter aufkommen, war interessant, aber hat mich persönlich nicht so wirklich interessiert. Man musste sehen, wo das alles noch hinführen sollte.
Sehr interessant wurde hier die Rungholt-Story verwurstet. Einige Legenden, rund um den Untergang der Insel, stimmten überein und sind genau so überliefert, mit anderen wurde wieder sehr frei umgegangen. Bildhaft wurde das Ganze, indem Herr Thiel dann auch wirklich Storys mit eingebaut hat, die wirklich auf Rungholt in seiner letzten Zeit spielten. Das hat dem ganzen Buch noch einmal so eine gewisse Würze gegeben.
Interessant war auch das wirklich real existierende sylter Problem mit dem bezahlbaren Wohnraum für Otto Normal. Es wurde eingebaut und zu einer Story verwurstet, wo ich mir durchaus vorstellen kann, dass das genau so passieren könnte. Diese Geldsäcke mit ihren „Visionen“ schrecken vor keiner Natur oder der Wohnungsnot für Normalverdiener zurück.
Die ganze Story war sehr kurzweilig und spannend. Hätte mich nicht eine Krankheit mit Fieber und Schlafsucht am Lesen gehindert, wäre das Buch auch in einem Nachmittag gelesen gewesen. – Nun ja, auf diese Weise hatte ich wohl länger etwas davon.
In jedem Fall hab ich die ganze Zeit mit Spannung mitgefiebert, gerätselt und mich gefragt, wer sich so einen Huckauf macht, die Menschen zu täuschen und was das alles für einen Sinn haben soll. – Die Auflösung kam dann wirklich erst ganz am Ende. Und das mit einem riesigen Ruck.

Bewertung: 5 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Herr Thiel ist sich und seinen Ansprüchen mal wieder mehr als gerecht geworden und hat mich auch mit diesem Buch wieder komplett in seinen Bann gezogen. Ein absolut empfehlenswertes Buch!

[Ebook] Clive Cussler – „Blutnetz“

Clive Cussler
„Blutnetz“
Reihe: Isaac Bell (6)
Verlag: Blanvalet
ISBN: 9-783-641-15177-5
Länge: 428 Seiten

– gelesen im Oktober 2024 –

Der sechste Fall von Isaac Bell stand an, den ich lange Zeit für den dritten gehalten habe. Aber zum Glück sind die Bücher sehr gut unabhängig voneinander lesbar.

Klappentext: Die Nachricht sorgt für Entsetzen: Der geniale Waffenspezialist Arthur Langner ist tot! Isaac Bell, der beste Detektiv des beginnenden 20. Jahrhunderts, erkennt schnell, dass jemand es auf die talentiertesten Waffenentwickler Amerikas abgesehen hat. Aber da befindet er sich bereits gemeinsam mit deutschen, japanischen und britischen Agenten in einem Netz aus Blut und Intrigen, wie es nur ein Meisterspion weben kann. Bell steckte schon oft in ausweglosen Situationen, doch noch nie hatte er einen Gegner wie dieses Mal – und noch nie ging es um das Schicksal der ganzen Welt! (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Isaac Bell ist eigentlich gerade an einem Fall von blutigen Bankräubereien dran. Aber als die Tochter eines verstorbenen Waffenkonstrukteurs an ihn herantritt, bekommt er von seinem Chef das Go für diese Ermittlungen. Es gilt die Ehre des Mannes wieder herzustellen, der Selbstmord begangen haben soll.
Isaac findet sich schnell in einem tiefen Sumpf aus Beschwörungen und Rachegelüsten wieder. Sämtliche technischen Möglichkeiten jener Zeit ausnutzend, treibt Bell seine Ermittlungen voran und zu einem Ende.

Fazit: Isaac Bell Band 6 und es ist mal wieder ein Motiv mit einem Unterseeboot auf dem Cover. Ich bin gespannt, wie das zusammenpassen sollte. Bisher war Herr Bell immer mit der Eisenbahn unterwegs …
Bei meinem Buch handelt es sich um die erste Auflage, welche im Jahr 2015 erschienen ist. Im Original kam das Werk 2010 auf den Markt. Aber das soll jetzt erst einmal nicht weiter von Belang sein. Beginnen wir einfach die Lektüre.

Isaac Bell ist auch in diesem Buch einfach nur der Held seiner Zeit und verfolgt seine Ermittlungen mit allen technischen Möglichkeiten jener Zeit. Bei der Lektüre kam es mir vor, als solle dieser Mensch mit seinem Wesen, seinen Tricks und natürlich seinem Geld im Background in den Himmel gehoben werden. Ja, zum Teil war es wirklich unglaubwürdig, was da abgegangen sein soll.
Dann man das ganze Geschehen mal auf die Kernhandlung herunterbricht, könnte man das Buch auch wesentlich kürzer machen. Ein Großteil des Textes geht hier für Beschreibungen und Schlägereien drauf.
Sehr interessant und glaubhaft rübergekommen sind die gesellschaftlichen Zusammenhänge jener Zeit. Und das wirklich von der Oberschicht bis in die Gosse. Die Frauen, die sich mehr Freiheiten erkämpften und was Schmiergeld doch alles ausmachte.
Ich selber habe im Laufe des Buches die eigentlichen Ermittlungen und den Fall aus den Augen verloren, aber in jedem Fall bin ich gut unterhalten worden.

Die Ortsbezeichnungen haben mir, gerade am Anfang des Buches ganz schön das Genick gebrochen. Sie sind aufwendig, genau so geschrieben, wie sie auch immer ausgesprochen werden und nicht mal kurz. Das hat zur Folge, dass die Namen für mich stellenweise sogar die Handlung gestoppt haben und Längen geschaffen wurden, die mich ganz schön aus dem Konzept gebracht haben.
Auch die Namen der vielen vielen Personen konnte ich absolut nicht auseinander halten. Bell begegnet in diesem Band einfach zu vielen Leuten, die namentlich benannt und näher beschrieben werden. Aber für mein Namensgedächtnis waren das einfach zu viele und ich hatte absolut keine Chance, da alles unterscheiden zu können. Ich habe mir am Ende die Konstanten gemerkt, das war es dann auch schon. – Zumal sich das Merken der Namen und deren Funktion in der Handlung zum Teil auch nicht gelohnt hat, da das Schicksal eben vieler Personen im Dunkeln verläuft oder sie im Laufe der Handlung den Tod finden. Das war eben seinerzeit eine wilde Zeit. Es gallt vielerorts einfach das Recht des Stärkeren, was in diesem Buch sehr gut rüber kommt.
Die ganze Handlung hat mich auf der einen Seite total fasziniert, auf der anderen Seite aber auch komplett abgestoßen. Ich hatte zum Teil ein Kopfkino, was man durchaus mit einem sehr brutalen und zensierten Western vergleichen kann. Da werden Augen aus den Höhlen gelöffelt, gewürgt, geschlagen und Leute mit Eisenstangen zu Brei gehauen. Das alles habe ich vor mir gesehen und wusste nicht, ob ich das noch spannend finden soll, oder mich schon ekeln darf.
Man sollte das Buch in jedem Fall aufmerksam lesen und das alles nicht all zu sehr auf die leichte Schulter nehmen. Nur dann ergibt sich dem Leser hier ein gesellschaftliches Bild, von dem ich keine Ahnung habe, ob es mich faszinieren oder abstoßen soll.
Das Buch war in jedem Fall stark waffenlastik. Insofern fand ich den Aufhänger der Story sehr interessant gewählt. Das sich so etwas zu so einer Story ausweitet, war schon sehr interessant und raffiniert aufgebaut. – Auch interessant, wie rasant sich Waffen in jeder Zeit weiter entwickelt haben.

Bewertung: 4 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Ich fand die Story wirklich interessant. Sie hat mich auch gut abgeholt und mitgerissen, aber im Gesamten war es doch ganz schön aufgebläht und überdimensioniert. Dabei bleiben leider auch ein paar Schicksale der Charaktere auf der Strecke.

[Ebook] Kim Leopold – „Der Kuss der Liebenden“

Kim Leopold
„Der Kuss der Liebenden“
Reihe: Black Heart (14)
Verlag: Selfpublishing
ISBN: 9-783-754-68469-6
Länge: 89 Seiten

– gelesen im Oktober 2024 –

Der 14. Band von insgesamt 16. Es wird Zeit, das hier endlich mal was vorangeht!

Klappentext: Emma versucht, Schadensbegrenzung zu betreiben. Willem ist ihr eine große Stütze, doch dann droht der Rat ein großes Geheimnis zu lüften, welches alle Bemühungen zunichte machen könnte. Derweil findet Mikael heraus, dass seinen Preis jemand anders gezahlt hat. Sein größter Wunsch ist in greifbare Nähe gerückt. Nur eins fehlt noch … Kim Leopold hat eine magische Welt mit düsteren Geheimnissen, nahenden Gefahren und einem Hauch prickelnder Romantik erschaffen, bei dem Fantasy-Lover voll auf ihre Kosten kommen. Der Kuss der Liebenden – Band 14. der Urban Fantasy Serie Black Heart! (Quelle: Thalia.de)

Inhalt: Der kleine rat hat seine Arbeit im Pallast der Träume aufgenommen. Der Schulbetrieb muss am Laufen gehalten werden und es bedarf noch einer ganzen Menge Organisation, um verlorene Lehrer und Helfer zu ersetzen. Außerdem sollen Ales und Lotta ihre Anhörung bekommen.
Mikael kann endlich ein Ritual machen lassen, in dem er sein Herz zurückbekommt. Er hat keine Ahnung, was für ein Opfer Farrah dafür bringen musste.
Hayet findet sich besser und besser in ihre Rolle als Bibliothekarin ein, erfährt, das sie eine Schwester hat und kann etwas über sich und die Fähigkeiten der Black Heart herausfinden.

Fazit: Der vierzehnte Band der Reihe ist so ziemlich einer der letzten Bände, die es von dieser Reihe gibt. Ich war in jedem Fall hochgradig gespannt, ob und wie die ganzen offenen Stränge jeweils zu einem Enden finden sollten.

Ich war sehr gespannt, auf was ich mich hier wieder einlassen würde. Bisher hat ja die seltsame Aufmachung der Bücher immer mehr kaputt gemacht, als man damit gewonnen hat. Allerdings hat man hier den Vorteil, dass das Groß der Charaktere inzwischen aus der Handlung rausgeschrieben ist und die Personen auf einen Bruchteil des ursprünglichen Umfangs reduziert worden waren.
Die Einzelschicksale, die hier noch behandelt werden, interessieren mich inzwischen. Die Charaktere haben sich in mein Interessenprofil geschlichen und gerade Heyet gönne ich jetzt endlich mal so etwas wie ein Ziel im Leben.
Das Ding mit dem Rat geht mir inzwischen mehr auf die Nerven, als alles andere. Da halten nur ein paar uneinsichtige kleinkarierte Leute an einer zweifelhaften Macht fest und verhindern so den Fortschritt.
Das Buch endet natürlich wieder mit einem riesigen Cliffhanger, der mich ganz schön mitgenommen hat. Am Ende bleibt mir aber nur zu hoffen, dass es dann auch an dieser Stelle irgendwann mal weiter geht.
Was ich langsam aber sicher mal mehr als nervig empfinde, ist der Prolog. Da hat es eine verdammt interessante Geschichte und sie scheint so gar keinen Bezug zur eigentlichen Story zu haben. Ich will den Bezug aber!!!

So langsam stellt sich hier und da mal so etwas wie ein Kopfkino ein, wenn ich die Lektüre am Lesen bin. Das war bisher nur am Anfang so, bevor das riesengroße Durcheinander am Laufen war und jetzt, wo wieder Ruhe einkehrt, wird es wieder übersichtlicher.
Für eine angekündigte Romantasy habe ich bis her erstaunlich und erfrischend wenig Liebelei lesen müssen. Das gefällt mir wirklich sehr. Ich denke schon, dass das hier ein Stoff ist, wo man sich auf einen Part konzentrieren sollte.
Alles in allem hat der Stoff durchaus Potential, welches meiner Meinung nach aber nicht ausgenutzt wurde. Ich hätte mir mehr Geheimnisse oder Rituale gewünscht. Einfach mehr Mystik, als es hier am Ende wirklich hatte.
Die Aufteilung der Bücher blieb die ganze Zeit konstant und die ganze Zeit habe ich es einfach nur sehr merkwürdig gefunden, wie das alles aufgeteilt gewesen ist. Dieses HIn und Her hat am Ende nur dafür gesorgt, dass ich mich in keinen Handlungsstrang so wirklich hineinversetzen konnte. Am Ende würde ich den Stoff hier und in der Form sogar als verschwendet bezeichnen wollen.

Bewertung: 4 von 5.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Es ist ersichtlich, dass sich die Handlung langsam aber sicher dem Ende zuschraubt. Ich bin erleichtert, aber auch besorgt, dass das Ende so gar nicht dem entspricht, wie ich mir das vorstellen würde.