[EBook] Kathy Reichs – „Fährte des Todes“

Kathy Reichs
„Fährte des Todes“
Reihe: Tempe Brennan (1)
Verlag: Blessing
ISBN: 9783641137946

– eine Rezension aus der Kramkiste –

Eine Wasserleiche und Tempes Fähigkeiten führen zu einem schnellen Ende.

Klappentext: In den Wäldern um den Mountain Island Lake in North Carolina lauert der Tod besonders auf alle, die ins Beuteschema gefährdeter Raubvögel passen – denn für sie wurde in der Nähe das Carolina Raptor Center eingereichtet. Doch Edith Blankenship, eine junge Biologiestudentin, fand hier allem Anschein nach den Tod durch die Hand eines Artgenossen, ihre Leiche findet sich in einer alten Sporttasche. Tempe Brennan, als forensische Anthropologin mit der Untersuchung betraut, heftet sich an die Fersen eines offenbar skrupellosen Mörders – ohne zu ahnen, wie gut sich ihr Widersacher auf täuschen, tarnen und zuschlagen versteht… (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Tempe Brennan will sich einen schönen Tag mit einer Freundin machen. Allerdings kommt der Anruf dazwischen, dass etwas am Ufer eines Sees gefunden wurde.
Nach einer holprigen Fahrt kann Tempe einen Plastiksack mit einer Leiche ans Ufer bringen. Allerdings ist diese Leiche komplett und passt somit nicht zu den vier Knochen, die sie gerade im Labor untersucht.
Doch die Leiche kann als Studentin identifiziert werden. Diese hatte ein Verhältnis mit ihrem Professor, der aber verheiratet war. Das Opfer wurde stranguliert. Der Täter war auf jeden Fall kleiner als das Opfer. Dieser Fakt trifft auf die betrogene Ehefrau zu.
Doch des Rätsels Lösung ist eine andere. Die Täterin fühlt sich auch betrogen. Tempe kommt ihr gefährlich nahe und muss am Ende einmal mehr im ihr Leben fürchten.

Fazit: Es war auf jeden Fall ein kurzer Spaß. Das ganze Buch hatte gerade einmal 84 Seiten. Und davon waren auch noch welche für eine Leseprobe verwendet worden. Ich hatte das Buch in nicht mal 2 Stunden zu Ende gelesen. Und dann war ich leicht enttäuscht. Aber eben nicht wegen der Story, sondern eben weil sie so kurz war.
Von der Handlung her war es so, wie ich es von der Reihe gewohnt war. Auch wenn es kurz war, so waren doch alle Elemente vorhanden, die ich erwartet hatte.
Dann war alles so beschrieben, dass ich es ohne Probleme verstanden habe. Keine Fachbegriffe, keine Namen, die mich aus der Handlung hinaus geworfen hätten. Das absolute Lesevergnügen, wie es besser nicht hätte sein können. – Aber eben leider viel zu kurz.
Der Film in meinem Kopfkino lief in vielen farbenprächtigen Bildern. Ich habe die gefundene Leiche gesehen. Ich habe mit Tempe die Panik geschoben, als sie in Lebensgefahr war und ich habe diese armen Hunde in ihren viel zu kleinen Käfigen sehen müssen.

Auch wenn das Buch kurz war, so bekommt es doch trotz allem die volle Punktzahl. Ein kurzes und gutes Lesevergnügen.


[EBook] Kathy Reichs – „Knochen zu Asche“

Kathy Reichs
„Knochen zu Asche“
Reihe: Tempe Brennan (10)
Verlag: Heyne
ISBN: 9-783-453-43656-5
Länge: 400 Seiten

– eine Rezension aus der Kramkiste –

Kinderpornografie, Leichen und viele ungeklärte Fakten. Und am Ende findet Tempe eine vermisste Freundin wieder. Ich war gefesselt!

Klappentext: Als junges Mädchen musste Tempe Brennan erleben, wie ihre beste Freundin Evangeline unter mysteriösen Umständen zum Vermisstenfall wurde. Dreißig Jahre später reißt ein Skelettfund im kanadischen Nova Scotia alte Wunden auf. Hängen diese Knochen mit Evangelines Verschwinden zusammen? Ein kleines vergilbtes Versbuch könnte die Antwort verraten. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Ein weibliches Skellet landet bei der Anthropologin auf dem Tisch. Sie soll Identität und Todesursache heraus finden.
Temperance erinnert sich an eine Freundin aus Kinderwagen, die von heute auf morgen von der Bildfläche verschwunden war. Mit ihrer Schwester hat sie schon damals recht geschickte Ermittlungen angestellt, um etwas heraus zu finden. Doch sie ist auf eine Mauer des Schweigens gestoßen.
Nun ist ihr ihre Schwester wieder behilflich. Gemeinsam versuchen sie etwas über den Verbleib von Evangeline und über die inzwischen mehr gewordenen sterblichen Überreste heraus zu finden.

Fazit: Dieser, der bereits 10. Fall der Tempe Brennan war so gar nicht langweilig. Bei der Reihe schwankt es unter den Büchern echt gewaltig. Es hat sogar ein Buch gegeben, da wollte ich das Lesen schon abbrechen, weil ich so gar nicht rein gekommen bin. – Aber hier war das ganz anders. Es geht bis in die Kindheit von Tempe zurück. Und das allein ist eine Tatsache, die mich total fasziniert hat.
Über die französischen Ortsnamen und Redewendungen bin ich öfter mal gestolpert. Aber ich habe in der Schule nie Französischunterricht gehabt. Wenn da wenigstens Grundkenntnisse da gewesen wären, würde das sicher anders aussehen.
Trotzdem braucht es für diese Lektüre nicht unbedingt ein Studium. Medizinische Fachbegriffe sind sehr selten. Und wenn sie vorkommen, dann sind sie auch erklärt. Und das dann auch noch so geschickt, dass die Handlung nicht ausgebremst oder angehalten wird.

Dieser zehnte Fall ist mal wirklich mehr als spannend. Hier kann ich mit ruhigem Gewissen eine absolute Leseempfehlung aussprechen. Keine Langeweile und sehr interessante Einblicke in die Kindheit der Anthropologin.
Tut euch dieses Buch an!

[EBook] Kathy Reichs – „Knochenlese“

Kathy Reichs
„Knochenlese“
Reihe: Tempe Brennan (5)
Verlag: Heyne
ISBN: 9-783-453-43556-8
Länge: 384 Seiten

– eine Rezension aus der Kramkiste –

Ein Botschaftertöchterchen auf Abwegen, und eine Überreste in einem Faultank – Es geht wieder hoch her!

Klappentext: Ihr Ziel: Gerechtigkeit für die Toten

Ein kleines Dorf in Guatemala: Als die Forensikerin Tempe Brennan in den Brunnenschacht hinabsteigt, ahnt sie, dass sie am Grund ein grausiger Fund erwartet. Hier wurden vor Jahrzehnten die Leichen von über zwanzig Bewohnern eines kleinen Dorfes verscharrt, Frauen und Kinder, die ein Militärkommando kaltblütig hingerichtet hatte. Noch während die Opfer des Massakers geborgen werden, bekommt Brennan zu spüren, dass die Machthaber in Guatemala, damals wie heute, ein schreckliches Geheimnis hüten. Doch nicht nur die Gerechtigkeit für die Toten steht auf dem Spiel. Auch Tempes Leben ist plötzlich in Gefahr.

Inhalt: Tempe Brennan arbeitet in Guatemala an einem Massengrab. Die Opfer von sinnlosem Töten durch Regierung und Militär sollen geborgen, identifiziert und würdevoll bestattet werden. – Doch es bleibt nicht bei dieser “Routine”.
Nachdem zwei Kollegen, die eigentlich zum Ausgrabungsteam stoßen wollten, angeschossen werden, kann Tempe ihre Kollegin noch retten. Dann wird sie gebeten an einem aktuellen Fall mitzuarbeiten. – Hat das verschwundene Töchterchen eines Botschaftsers etwas damit zu tun? Auf jeden Fall werden die Ermittlung durch die Regierung behindert. Tempe muss zwar die Ekelarbeit der Bergung übernehmen, darf die Knochen und Überreste dann aber nicht untersuchen.
Doch Tempe wäre nicht Tempe, wenn sie nicht trotzdem an dem Fall dran bliebe. – Einziger Knackpunkt, der nervende Reporter, der sie förmlich zu stalken scheint, um an ein Interview mit ihr zu kommen.
Außgerechnet dieser Reporter bringt das Team dann aber auf eine Fährte, die den Fall nach langem Hin und Her endlich aufdröselt. Nur komplett anders, als man sich das zunächst gedacht hat.

Fazit: Gefesselt von Anfang bis Ende. Immer wieder mit in die falsche Ermittlungsrichtung gelaufen und am Ende aus allen Wolken gefallen. – So könnte man das wohl in der Kurzfassung sagen…
Kopfkino vom Feinsten. Bilder, die realer kaum sein konnten. Das lag wohl daran, dass die sparsam eingestreuten Fachbegriffe im Text nicht gestört haben. Die französischen Texptassagen gut überlesen werden konnten und für das Verständnis nicht weiter wichtig waren.
Die Beschreibungen haben genügend Platz für eigene Fantasie und Vorstellungskraft gelassen. – Auch das hat das Lesevergnügen um einiges erhöht.

Ich kann hier eine klare Leseempfehlung aussprechen. Es lohnt sich und die Reihenfolge der Fälle ist beim Lesen unerheblich, da jedes Buch für sich einen abgeschlossenen Fall darstellt.

[EBook] Kathy Reichs – „Tote lügen nicht“

Kathy Reichs
„Tote lügen nicht“
Reihe: Tempe Brennan (1)
Verlag: Heyne
ISBN: 9-783-453-43559-9
Länge: 576 Seiten

– eine Rezension aus der Kramkiste –

Ich hatte ständig das Bild von Bones vor Augen. Das hat den Lesespaß noch erhöht!

Klappentext: Ein Knochenjob für die bekannteste Forensikerin der Welt

Tempe Brennan ist forensische Anthropologin in Montreal. Skelette und verweste Körperteile gehören zu ihrem Alltag. Als die 23-jährige Isabelle missbraucht, erdrosselt und zerstückelt in Müllsäcken aufgefunden wird, erinnert sich Tempe an einen Fall ein Jahr zuvor. Sie versucht, die beiden Verbrechen mit drei weiteren Leichen in Verbindung zu bringen. Doch Detective Luc Claudel nimmt sie nicht ernst. Sie recherchiert auf eigene Faust und lenkt so die Wut des Serienkillers zunächst auf ihre Freundin Gabby, dann auf ihre Tochter Katy und schließlich auf sich selbst. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Tempe Brennan plant einen Wochenendausflug, als sie zu einem seltsamen Knochenfund gerufen wird. Sie hofft, dass es sich um die Überreste eines alten Friedhofs handelt, doch wird enttäuscht Es handelt sich um die Überrreste einer ermordeten Frau. Sie wurde brutal misshandelt und Tempe sieht Parallelen zu einem anderen Fall, der schon etwas länger zurück liegt.
Über die ganzen Ermittlungen hat sie nicht nur einen Mörder zu finden, sondern auch ihre Polizeikollegen von ihrer Serienmördertheorie zu überzeugen.
Doch Dempe wird durch ihre Ermittlungen schnell von der Jägerin zur Gejagten. Und genau als ihr der Polizeischutz wieder genommen wurde, komm tes zum großen Showdown.

Fazit: Kathy Reichs hat eine Art zu schreiben, wie sie mir noch nie begegnet ist. Trotzdem hier im Prinzip nur stoisch irgendwelche Ermittlungen beschrieben wurden, hat das Buch doch eine gewisse Faszination auf mich ausgeübt. Daran werden wohl die teilweise haargenauen Beschreibungen von den Leichen und deren Section nicht ganz unschuldig gewesen sein.
Beim Lesen hatte ich ständig die Akteure von ¨Bones – die Knochenjägerin¨ vor Augen. In dem Fall hat das aber den Film in meinem Kopfkino noch besser gemacht. Denn die Figur der Tempe Brennan in der Serie, fasziniert mich auf ihre Weise.
Ansonsten war die Lektüre gut zu lesen. Die teilweise französischen Textstellen konnte ich mir entweder gut zusammen reimen, oder aber sie waren für die Handlung nicht wirklich wichtig und ich musste sie gar nicht unbedingt verstehen.

Alles in Allem bin ich schon auch neugierig auf die nächsten Bände geworden und Kathy Reichs hat in mir wohl einen neuen Fan gewonnen.

[EBook] Kathy Reichs – „Die Sprache der Knochen“

Kathy Reichs
“Die Sprache der Knochen”
Reihe: Tempe Brennan (18)
Verlag: Blessing
ISBN: 9-783-641-16590-1
Länge: 302 Seiten

– gelesen im April 2021 –

Mir war mal wieder nach knallharter Ermittlung von Bones. Und da es kein aktuelles Buch gab, habe ich mir einfach irgendeines heraus gezogen.

Klappentext: Eine junge Frau ist verschwunden. Ihre Familie behauptet, es gehe Cora gut. Doch die verstörte Stimme, die Forensikerin Tempe Brennan auf einer Aufnahme hört, spricht eine andere Sprache. Und wirft Fragen auf. Woher stammt die Tonaufzeichnung? Ist Cora aus freien Stücken abgetaucht? Oder vermisst, weil sie Opfer eines Verbrechens wurde? Die Knochen einer Leiche, die Tempe noch nicht identifiziert hat, scheinen eine Geschichte von Coras Verschwinden zu erzählen, die noch viel grausamer ist, als Tempe befürchtet hat … (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Tempe Brennan bekommt Besuch von einer Frau, die mit ihrer Vermutung einen alten Fall wieder aufrollt. Also beginnt sie, in einem Wespennest herum zu stochern, rührt dabei einige Ungereimtheiten um und muss dann auch noch die Leiche ihrer Informantin identifizieren. Alle Leute, die mit dem Fall irgendetwas zu tun haben, scheinen komisch verschlossen oder gar aggressiv. Das gipfelt bei dem Besuch in einer Kirche, wo Tempe Untersuchungen machen will, vom Pfaffen aber eine Waffe an den Kopf gehalten bekommt.
Am Ende ist des Rätsels Lösung eine ganz andere, als alle gedacht haben.

Fazit: Schon auf der ersten Seite ging es direkt in die Handlung hinein. – Tempe hat Besuch von einer Art Hobby Ermittlerin, die die Ermittlungen auf einen archivierten Fall lenkt. Die Erkenntnisse sind so gering, die Spuren so klein und doch ergibt sich daraus ein Fall mit ungeahntes Ausmaß.
Erst ist es nur eine Theorie, ein Verdacht, aber daraus resultiert ein weiterer Fund, weitere Erkenntnisse, weitere Befragungen und am Ende ein Ergebnis, mit dem niemand gerechnet hatte.
Bis zu diesem Ermittlungsergebnis waren noch einige Finten und Schwenker eingearbeitet. Ungeplante Leichen lassen die Protagonisten ins Straucheln geraten, aber der Mordfall an sich wird nicht weiter untersucht. – Was ich schade finde, weil der nach meinem Dafürhalten durchaus noch was mit dem Fall zu tun haben könnte.

Die private Seite von Tempe kommt auch nicht zu kurz. Ein Heiratsantrag steht im Raum. – Warum nimmt sie den nicht einfach an? Soll das die Dramatik erhöhen? Dazu noch die krebskranke Mutter, die sich dann auch noch verliebt. Wo will die Autorin nur mit dieser Reise hin?

Alles ist in dem üblichen Reichs-Stil beschreiben. Kurze und bündige Beschreibungen mit einigen Ausreißern, die aber durchaus passend sind und einiges geschichtliches offenbaren. Stellenweise liest sich alles  auch irgendwie stichpunktartig. Aber alles ist eben schlüssig, ständig im Fluss und lässt genügend Raum für die eigene Fantasie. Eben genau so, wie sein sollte.
Einen Kopf Kinofilm hatte ich nur stellenweise. Meistens, wenn es um die Szenen im Labor oder bei den Ermittlungen ging. An diesen Stellen habe ich aber immer die “Bones” aus der gleichnamigen Serie vo rmir gesehen. Dieser Umstand hat das Lesevergnügen in meinem Fall aber eher positiv beeinflusst.
Am Ende wurde der Fall natürlich gelöst. Allerdings anders, als ich mir das die ganze Zeit gedacht habe. Auch ich habe sämtliche verdächtige Personen falsch eingeschätzt und am Ende wohl genauso überrascht wie Tempe. Wobei die wohl besser da raus gekommen ist, als ich es wäre.

Ich bewerte das Buch mit den vollen 5 von 5 möglichen Sternen.
ich habe jetzt, im zweiten Anlauf, wohl noch mehr heraus gelesen, als beim ersten Mal und demzufolge auch mehr Spaß gehabt.

[EBook] Kathy Reichs – „Das Gesicht des Bösen“

Kathy Reichs
“Das Gesicht des Bösen”
Reihe: Tempe Brennan (19)
Verlag: Blessing
ISBN: 9-783-641-19556-4
Seiten: 364

– gelesen im Dezember 2020 – 

Kurz vor dem Jahresabschluss musste es einfach noch einmal eine Ermittlung von Tempe Brennan sein. – Also rann, an den Speck!!!

Klappentext: In der drückenden Hitze von Charlotte, North Carolina, erholt sich die forensische Anthropologin Tempe Brennan von einer OP und kämpft mit Migräneanfällen und Albträumen. Da erhält sie eine Reihe von rätselhaften Nachrichten, Fotos von einer Leiche ohne Gesicht und Hände. Wer ist dieser Tote, und warum schickt man ausgerechnet ihr diese Bilder? Um Antworten auf diese und andere Fragen zu finden, muss Tempe den vorgeschriebenen Dienstweg verlassen – ihre neue Vorgesetzte hegt einen tiefen Groll gegen sie und will sie um jeden Preis von dem Fall fernhalten. Tempe kommt der erstaunlichen Wahrheit allmählich näher – auch dank modernster forensischer Methoden. Doch je mehr sie aufdeckt, desto düsterer und bedrohlicher erscheint das Bild… (Quelle: Lovleybooks.de)

Inhalt: Tempe Brennan hat ein Formtief. Sie kämpft mit Migräneanfällen und wird aufgrund ihrer OP, von der sie sich gerade erholt, von allen anderen in Watte gepackt. Trotzdem bekommt sie Bilder eine Leiche auf ihr Handy geschickt. Da will wohl jemand, dass sie sich in die Ermittlungen einmischt, die ihre neue Vorgesetzte schon begonnen hat. Allerdings stellt diese Tempe förmlich kalt.
Tempe wäre aber nicht sie selbst, wenn sie jetzt wirklich die Füße still halten würde. Statt dessen verlässt sie den vorgeschriebenen Dienstweg, fordert einige noch ausstehende Gefallen ein und rutscht so immer tiefer eine absolut widerliche Sauerei hinein.
Tempe hat nicht ihre gewohnten Datenbanken und Technik zur Verfügung, aber sie gibt nicht eher Ruhe, bis sie den Fall aufgeklärt hat. Auch wenn das bedeutet, dass sie ihrer neuen Vorgesetzten Fehler aufzeigt, die diese gemacht hat.

Fazit: Tempe hat in diesem Band ein ungewohntes Formtief. Zum Einen erholt sich sich von einer OP am Kopf und wird von ihrem Umfeld stellenweise wie ein rohes Ei behandelt. Die Autorin hatte hier aber auch einen klasse Aufhänger, Tempe einmal mehr so richtig ehrgeizig und kratzbürstig erscheinen zu lassen. Der Charakter kommt einfach nicht mit dieser, teilweise sehr übertriebenen, Fürsorge klar. 

Außerdem, ein weiterer interessanter Fakt, Tempe hat Probleme mit ihrer neuen Vorgesetzten. Diese konnte Tempe wohl von Anfang an nicht leiden und ich lese aus der Handlung, dass da eine gewisse Stutenbissigkeit da ist. Allerdings auf beiden Seiten. Tempe stellt die Ergebnisse dieser Frau in Frage und ihre Vorgesetzt nutzt ihre Macht aus und stellt Tempe kurzerhand kalt, indem sie sie einfach von dem Fall ausschließt.
Dieser Fall bietet insofern eine Abwechslung, als dass sie eben nicht auf die ganzen Datenbanken und Techniken im Institut zugreifen kann. Offiziell darf sie an dem Fall gar nicht arbeiten, aber sie tut es doch. Genau so kennen wir Tempe. Stur wie ein Panzer, wenn sie sich einmal wo festgebissen hat. Aber auf diese Art und Weise muss sie improvisieren und macht so manches dann eben auf eine etwas andere Art. 
Trotzdem kommt auch in diesem Band das Private von Tempe nicht zu kurz. Ihre Mutter taucht immer mal wieder auf und ich gewinne mehr und mehr den Eindruck, dass es diese Frau schon auch irgendwie faustdick hinter den Ohren hat.

Das Buch war ziemlich schnell gelesen, weil es keine unnötigen Längen hatte. Die Handlung schritt immer schon kontinuierlich vorwärts und ich hatte nicht das Gefühl, dass ich zwischendurch mal irgendwie auf der Stelle getreten wäre.
Einzig die ganzen französischen Namen von Orten und Instituten haben mich etwas verwirrt. Nicht so sehr, dass ich der Handlung nicht mehr hätte folgen können, aber doch genug um mich immer mal wieder zu ärgern, dass ich Russisch lernen musste. Französisch klingt um Längen besser und man kann wirklich mehr damit anfangen. (aber das nur am Rande)

Ich gebe dem Buch die vollen 5 von 5 möglichen Sterne. Ich bin gut unterhalten worden, habe wieder den gewohnten Stil von Kathy Reichs gehabt und doch wieder andere, etwas neue Elemente, die jeden dieser Bände einzigartig machen. Auch hier braucht man die chronologische Reihenfolge der Bände nicht einhalten und kann sie durchaus auch quer Beet lesen. Verständnisschwierigkeiten macht das nicht wirklich. Es erklärt sich, was nötig ist.
Klasse Buch gewesen!

[EBook] Kathy Reichs – „Die Sprache der Knochen“

Kathy Reichs
“Die Sprache der Knochen”
Reihe: Tempe Brennan 18
Verlag: Blessing
ISBN: 9-783-641-16590-1
Seiten: 302

– gelesen im November 2020 –

Dieses Buch liegt ja schon eine geraume Weile auf meinem SuB. Nun habe ich es endlich mal in Angriff genommen. – Anlass für die Aufarbeitung dieser SuB-Stützen ist übrigens der neueste Band dieser Reihe, der dann der nächste sein wird, den ich von dieser Autorin zu lesen gedenke. 🙂

Klappentext: Eine junge Frau ist verschwunden. Ihre Familie behauptet, es gehe Cora gut. Doch die verstörte Stimme, die Forensikerin Tempe Brennan auf einer Aufnahme hört, spricht eine andere Sprache. Und wirft Fragen auf. Woher stammt die Tonaufzeichnung? Ist Cora aus freien Stücken abgetaucht? Oder vermisst, weil sie Opfer eines Verbrechens wurde? Die Knochen einer Leiche, die Tempe noch nicht identifiziert hat, scheinen eine Geschichte von Coras Verschwinden zu erzählen, die noch viel grausamer ist, als Tempe befürchtet hat … (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Tempe bekommt Besuch von einer Art Hobbydetektivin, die behauptet, dass die Knochen eines Falles, den Tempe in ihrem Lager hat, eine bestimmte Person sind. – Tempe nimmt die Sache nicht von Anfang an ernst, macht sich aber trotzdem auf die fast aussichtslose Suche nach neuen Erkenntnissen.
Tempe findet neue Spuren, kann dadurch die Knochen aber nicht wirklich eindeutig einem vermissten Mädchen zuordnen. Die Familie des Mädchens behauptet, dass sie mit einem Jungen durchgebrannt ist, verweigert sich vergleichbare DNA abzugeben.
Tempe lässt nicht locker. In mühevoller Kleinarbeit setzt sie langsam Puzzleteil für Puzzleteil zusammen und kommt zu einem überraschenden Ergebnis.
Tempe kniet sich in den Fall so sehr rein, dass sie Ryan wohl ein weiteres Mal verliert. Und ganz nebenbei hilft ihr ihre Mutter auf der einen Seite auf die Sprünge und auf der anderen Seite rückt sie nur langsam mit einer eigentlich freudigen Nachricht raus.

Fazit: Keine Ahnung, wie die Frau das anstellt, aber irgendwie scheint sie immer wie die Jungfrau zum Kinde zu ihren Fällen kommen. – Mit der Serie, die die selbe Protagonistin zu haben scheint, hat das nicht wirklich viel zu tun.
Auf der anderen Seite erfährt man nebenbei aber auch wieder viel über das amerikanische System von Ermittlungen und der Öffentlichkeitsarbeit der Polizei. Da gibt es tatsächlich Websites, wo die Polizei ihre Cold Cases einfügt und Hobbydetektive können unterstützen, wenn sie etwas zu dem Fall beizutragen haben. – Ziemlich interessant.
Die Spannung ist in diesem Fall mehr so unterschwellig die ganze Zeit über vorhanden. Die Autorin bindet in diesem Fall die Spannung mehr über die ganzen Geheimnisse, die in der Luft hängen. Ein übermäßiger Splatter ist hier gar nicht erforderlich und eigentlich auch gar nicht vorhanden. Trotzdem habe ich an der Handlung gehangen und bin kaum davon los gekommen. Konnte einige Tatsachen nicht fassen und bin mehrfach selber auf der falschen Fährte gewesen. – Das Ende hat mich dann ziemlich überrascht irgendwo auch fassungslos zurück gelassen.

Kathy Reichs pflegt auch in diesem Buch einmal mehr wieder ihren ganz eigenen Stil. Ich werde nicht müde, ihre ganz eigene Art zu loben. Sie beschreibt, was beschrieben werden muss, überlässt vieles aber auch der Fantasie ihrer Leser. – Auf diese Art und Weise hatte ich stellenweise ein richtig geniales Kopfkino. Zum Beispiel die Fundsachen aus dem Wald. ich habe sie richtig vor mir gesehen.
Und dann, was ich auch so genial finde bei ihr. Sie macht die wörtliche Rede nicht so überdeutlich klar. Nur durch wie so eine Art Stichworte merkt man, wer was gesagt hat. Das verkürzt einiges und sorgt so dafür, dass alles schneller, stellenweise sogar rasant, wirkt. – Ich bin einfach nur begeistert von diesem Stiel.

Ich bewerte das Buch mit den vollen 5 von 5 möglichen Sternen. Wie soll es bei Kathy Reichs auch anders sein. Die Frau hat mich einfach von sich überzeugt. Komplett und irgendwie mit jedem ihrem Buch.