[EBook] Stephen King – „Revival“

Stephen King
„Revival“
Verlag: Heyne
ISBN: 9-783-453-43848-4
Länge: 528 Seiten

– eine Rezension aus der Kramkiste –

Wenn ein Hobby zum Wahn wird, kann auch ein Mann Gottes nicht dagegen an. Und irgendwie musste er ja leben.

Klappentext: Revival erzählt die Geschichte des Jungen Jamie und des Predigers Charles Jacobs, deren Wege sich von den Sechzigern bis heute auf unglückselige Weise immer wieder kreuzen. Sie steuert auf ein beängstigendes, auswegloses Ende zu, wie es selbst Stephen King bislang nicht zu Papier gebracht hat, und ist gleichzeitig Abrechnung mit dem Religionsfanatismus in unserem hoch technisierten Zeitalter und Verbeugung vor den Größen des klassischen Horrors. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Im Wesentlichen geht es im das Leben von Jamie. Er erzählt seine eigene Story, von Kindesbeinen an, bis ins hohe Alter. Sein Leben ist ziemlich beeinflusst von einem Gemeindepfarrer, der durch einen Schicksalsschlag Frau und Kind verliert, danach eine sehr unkirchliche Predigt hält und deswegen aus der Gemeinde verbannt wird.
Jamie verliert als Kind einen recht guten Freund, findet ihn aber wieder, als er voll auf Drogen ist. Der Pfarrer verdient mit seinem Faibel für Elektrik und Strom inzwischen Geld. Er heilt Jamie von seiner Drogensucht.
Als Jamie ihn dann ein weiteres Mal trifft, macht er einen auf Wunderheiler. Er behandelt die Leute mit Elektroschocks. Doch die Wunderheilungen haben eine Kehrseite. Die Leute scheinen danach nicht mehr richtig zu ticken.
Doch der Reverent ist von seinen Experimenten besessen. Immer weiter treibt er deine Experimente. Und am Ende soll alles darin Gipfeln, dass eine Tote, zurück geholt durch Elektrizität, vom Totenreich erzählen soll.
Er hat Jamie in der Hand. Und Jamie macht nur unfreiwillig mit.

Fazit: Ein typischer King. Er hat wieder etwas gebraucht, bis er warm gelaufen war und zur Sache kam. Allerdings hat mir das in diesem Fall ein wenig ganz schlimm lang gedauert. Man kann sagen, dass die wirkliche Spannung erst auf den letzten 50 Seiten kam. Davor das war zwar notwendig, um alles zu verstehen, aber auch irgendwie langweilig. Das gibt einen Stern Abzug. Ich war nämlich mehrfach versucht, das Buch abzubrechen. Allein der Name des Autors hat mich bei der Stange bleiben lassen. Und die Hoffnung, dass er doch bitte gleich auf der nächsten Seite zur Höchstform auflaufen soll.
Ansonsten hat sich der Text gut lesen lassen. Keine Fachbegriffe, die einem im Weg waren. Auch die Handlung habe ich als Kopfkinofilm vor meinem geistigen Auge gesehen. Er war nicht spannend, aber er war da.
Und dann erst das Feuerwerk am Ende, als es endlich spannend wurde. Da habe ich dann von dem Buch nicht mehr lassen können. Dann musste ich unbedingt wissen, wie die Sache nun aus geht.
Die Story selber war wieder reichlich abgedreht. Ich frage mich manchmal, wo Herr King nur die Ideen dazu herholt. Ganz ehrlich, Elektroschockbehandlungen, die ein Reisender Scharlatan macht und die nach Jahren noch zu Komplikationen führen. Und dann zu solchen… Als wäre ihm das im Drogenrausch in den Sinn gekommen.

Alles in allem hat mich dieser King enttäuscht. Er schafft es nach wie vor nicht, an den „Friedhof der Kuscheltiere“ anzuknüpfen.

[EBook] Stephen Kinge – „Basar der bösen Träume“

Stephen King
„Basar der bösen Träume“
Verlag: Heyne
ISBN: 9-783-453-43892-7
Länge: 816 Seiten

– eine Rezension aus der Kramkiste –

Eine Kurzgeschichtensammlung die es stellenweise mehr als in sich hat 🙂

Klappentext: Abermals legt Stephen King, u.a. Träger des renommierten O.-Henry-Preises, eine umfassende und vielseitige Kurzgeschichtensammlung vor. Die Originale wurden teilweise in Zeitschriften vorabveröffentlicht; andere liegen erstmals in der Sammlung vor. Die Geschichte »Keksdose« wurde neu in die Taschenbuchausgabe aufgenommen.Nicht immer blanker Horror, aber immer psychologisch packend und manchmal schlicht schmerzhaft wie ein Schlag in die Magengrube – Geschichten, die uns einladen, Stephen Kings Meisterschaft im Erzählen aufs Neue beizuwohnen, oder wie er selbst sie in seinem Basar der bösen Träume ausruft: »Hereinspaziert, ich habe die Geschichten eigens für euch geschrieben. Aber seid vorsichtig. Bestenfalls sind sie bissig und schnappen zu.«
Enthält die neue Story »Die Keksdose« (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: In diesem Buch stellt Steven King einige seiner Kurzgeschichten vor, die er im Laufe der Zeit geschrieben hat. In diesen Geschichten ist es nicht immer megamäßig blutig, aber ein unterschwelliger Horror ist auf jeden Fall drin.
Besonders die letzte Gescchichte in diesem Buch, die in der es um die Situation nach dem Fall der Atombombe geht, ist mir hier sehr stark in Erinnerung geblieben. Meiner Meinung nach die heftigste Geschichte von allen.

Fazit: Einmal mehr habe ich fest stellen können, dass Kurzgeschichten nicht so wirklich mein Ding sind. Klar, sie waren von Steven King, aber so im Allgemeinen mag ich Kurzgeschichten nicht wirklich. Denn immer, wenn man sich in die Handlung rein gelesen hat, ist die Geschichte schon wieder zu Ende.
Was die Sache allerdings hier etwas leichter gemacht hat, war die Tatsache, dass Herr King vor jeder Geschichte etwas dazu geschrieben hat, wie sie entstanden ist oder wo er die Idee dazu her hat. Das hat mir geholfen, mich da schon einmal ein wenig seelisch und moralisch darauf vor zu bereiten.
Ansonsten muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich doch wirklich zwei Geschichten nur angelesen habe. In der einen ging es um ein Footballspiel. Der ganze Spielverlauf wurde beschrieben. Und da ich mit diesen ganzen dazugehörigen Begriffen nichts anfangen konnten, habe ich sie am Ende doch überblättert.
Und dann gab es eine Geschichte, die hat den Namen Horror nicht wirklich verdient. Da liefern sich zwei Familien jedes Jahr am Unabhängigkeitstag eine Böllerschlacht und am Ende sind beide Häuser bis auf die Grundmauern nieder gebrannt. – Nicht wirklich gruselig. Mehr so etwas wie Alltag.

Herr King hat allerdings noch immer seine ganze eigene und unverwechselbare Art zu schreiben. Und genau das mich bei diesem Buch durchhalten lassen.
Wie gesagt, ist jetzt nicht gerade eines seiner besten Werke. Aber es ist besser als gar nichts!

[EBook] Stephen King – „Mind Control“

Stephen King
“Mind Control”
Serie: Bill Hodges Teil 3
Verlag: Heyne
ISBN: 9-783-641-19558-8
Seiten: 536

– gelesen im August 2020 –

Mal wieder einen Stephen King, dachte ich mir. Mal wieder ein bisschen gruseln und einfach in den Spladder abtauchen. – Aber dafür steht ja Stephen King schon lang nicht mehr. Und als ich gemerkt habe, dass ich von dieser Reihe schon einmal einen Teil hatte, war ich auch schon mittendrin und habe es nun auch zu Ende gelesen. Wenn man schon mal dabei war.

Klappentext: In Zimmer 217 ist etwas aufgewacht. Etwas Böses.
Brady Hartsfield, verantwortlich für das Mercedes-Killer-Massaker mit vielen Toten liegt seit fünf Jahren in einer Klinik für Neurotraumatologie im Wachkoma. Seinen Ärzten zufolge wird er sich nie erholen. Doch hinter all dem Sabbern und In-die-Gegend-Starren ist Brady bei Bewusstsein – und er besitzt tödliche neue Kräfte.

Inhalt: Mr. Mercedes dämmert in einem katatonischen Zustand in seinem Krankenhauszimmer vor sich hin. So denkt man es zumindest. Doch längst ist sein Zustand nur gespielt und er ist zumindest geistig wieder besser auf der Höhe, als er es vor dem Angriff auf ihn war.
Mit Hilfe seiner geistigen Fähigkeiten kann er Menschen manipulieren, kann sie sich zu Sklaven machen und schreckt davor auch nicht zurück. Noch immer darauf bedacht, so viele Menschen wie möglich umzubringen, verfolgt er seinen Plan jetzt mit Hilfe ausgedienter Spielkonsolen und geistigen Besitzansprüchen.
Bill Hodges indes, kämpft gegen diesen, seinen Erzfeind und gleichzeitig gegen Krebs.

Fazit: Ich habe die Reihe weder vollständig, noch nach der chronologischen Reihenfolge gelesen. Zwei Teile hatte ich von dieser Reihe. Wobei hier jeder Teil wirklich sehr gut als einzelnes Buch gelesen werden kann. Alles, was man wissen muss um in der Handlung gut mit zu kommen, wird noch einmal erklärt. Ja, man kann sagen, dass die einzelnen Teile gut ins ich abgeschlossene Bücher sind.
Vom Schreibstil her, war ich allerdings nicht so wirklich gefesselt. Stephen King war mal wesentlich besser, was unterschwelligen Horror anging. Hier liefert er zwar einen recht spannenden Roman ab, aber irgendwie wirkt alles an manchen Stellen nicht wirklich wie ein King. Wenn dann die handelnden Personen plötzlich in Gefühlsduseleien verfallen und den Tränen nahe irgendwelche Schicksalsschläge beweinen, war ich einfach nur noch angepisst. Das passt nicht wirklich hier rein.
Auch der Schreibstil an sich wirkte stellenweise ziemlich holprig und gerade so, als wäre da ein Autor sein Debüt am Schreiben. Das hat stellenweise geholpert, dass es mich fast aus der Handlung katapultiert hat.
Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass ich in diesem Fall auch kein Kopfkino hatte, als ich gelesen habe. Ich wollte es eben einfach nur zu Ende gelesen haben. Denn auf der einen Seite war ich nicht wirklich gefesselt, auf der anderen Seite aber wollte ich dann auch wissen, wie die Sache ausgeht. – Am Ende bin ich dann mit einem ordentlichen Abschluss belohnt worden. Es war zwar nicht unbedingt ein Happy End, aber zumindest war das Ende logisch und schlüssig. Alles war aufgeklärt und zu einem Abschluss gekommen.

Der Horror ist in diesem Buch eher unterschwellig zu sehen. Er besteht darin, dass ein Wahnsinniger eben mal die Kontrolle über das Hirn anderer Leute übernehmen kann. Ein ausgeklügelter Plan bemächtigt ihn dazu, die Leut ein den Selbstmord zu treiben.
Diese Fähigkeiten des Mörders und der Weg dahin, haben sich nur langsam ergeben. Stück für Stück hat der Autor hier die Bombe platzen lassen und so für eine unterschwellige Spannung gesorgt, die mich am Ende dann doch bei der Stange gehalten hat.
Kein herausragender Horrorroman, wie es zu Kings besten Zeiten war. Aber immerhin ein Stoff, der mal für etwas Abwechslung gesorgt hat.

Ich bewerte das Buch mit 3 von 5 möglichen Sternen.
Einen Stern Abzug gibt es für die Art, wie alles stellenweise geschrieben ist und einen weiteren für meine allgemeine Enttäuschung. Ich bin von King echt Besseres gewohnt.