[Hörspiel] Bibi Blocksberg 142 – “Ufos über Neustadt“

Autor: Klaus-P. Weigand
Regie: Michael Schlimgen
Musik: Heiko Rüsse/ Wolfgang W. Loos
Verlag: kiddinx
Produktionsjahr: 2022
Länge: 52 Minuten 44 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:
Bibi Blocksberg: S. Bonasewicz
Barbara Blocksberg: G. Streichhahn
Bernhard Blocksberg: B. Wolf
Schubia: P. Pollow
Karla Kolumna: U. Stürzbecher
Bürgermeister: R. Hemmo
Herr Pichler: S. Krause
Erzähler: G. Schoß

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Inhalt:
Das Schuljahr ist zu Ende und auch die Hexenschule geht in die Ferien. Die Junghexen feiern das, wie jedes Jahr, mit einer Party auf ihrer Hexeninsel. Und in diesem Jahr sind Schubia und Bibi an der Reihe, alles zu organisieren. Allerdings gilt auch in diesem Jahr die Regel, dass bitte alles ohne Hexerei stattzufinden hat.
Bernhard hat etwas von Ufos in der Zeitung gelesen und bei Bibi fliegt plötzlich ein Ufo am Kinderzimmerfenster vorbei. Bibi lässt das Flugobjekt sehr zögerlich in ihr Zimmer, um dann festzustellen, dass es Schubia ist, die sich einmal mehr einen Schabernack mit Bibi erlaubt hat.
Am Ende machen die beiden Hexen ein Spiel aus dem Scherz und verwandeln beide ihre Besen in Ufos, um über Neustadt zu fliegen.
Der Bürgermeister sieht die Ufos und zieht einmal mehr die vollkommen falschen Schlüsse. Er erwartet einen Besuch von einem anderen Stern, natürlich inklusive der Gastgeschenke, die dann üblich sind.
Bibi und Schubia gehen auf das Spiel ein. Der Bürgermeister soll seine Wünsche erfüllt bekommen. Allerdings nicht ohne Gegenleistung. Während Bibi und Schubia also die Sachen für ihre Junghexenparty einfordern, besorgt der Bürgermeister diese mit wirklich sehr unlauteren Mitteln. Er klaut sie in ganz Neustadt zusammen. Allerdings nicht so unauffällig, wie er sich das gedacht hat. Schon bald ist auch Karla Kolumna auf die komischen Diebe angesetzt.
Logisch, dass das ganze Spielchen früher oder später auffliegt. Aber kann unter diesen Umständen die Party noch stattfinden?

Meine Meinung:
Ein neues Hörspiel von und mit Bibi Blocksberg. Und, welch große Erleichterung, scheint es auch keine Sprecherwechsel gegeben zu haben. Seitdem ich den Podcast mit der Sprecherin von Bibi gehört habe, habe ich immer so eine unterschwellige Angst, dass auch diese Sprecherin irgendwann mal ausgetauscht werden muss. Eine Vorstellung, die mir so gar nicht gefällt, aber wohl oder übel unumgänglich sein wird. Irgendwann zumindest einmal. Ich sehne diesen Tag so überhaupt nicht herbei. Nein, so gar nicht.
Alles in allem war ich wieder einmal irgendwie enttäuscht. Der Titel hat mir mehr versprochen, als mir die Story am Ende gegeben hat. Das hat mich leider etwas runtergezogen. Aber eigentlich war die Story so schlecht gar nicht. Irgendwie typisch Bibi Blocksberg eben. Und wenn dann Schubia noch mit am Start ist, kann es ja nur verhext und abenteuerlich werden. Geht gar nicht anders.
Einmal mehr sind Ferien in Neustadt. Sogar die Hexenschule macht Ferien und Bibi und Schubia sollen eine Abschlussparty organisieren. Dass man dann einen Zusammenhang mit einem Zeitungsartikel herstellt, ist schon irgendwie ganz lustig und typisch für das Universum von und mit Bibi.
Schubia übertreibt natürlich mal wieder komplett. Sie verwandelt ihren Besen als Erste in ein Ufo. Das Ganze löst dann am Ende eine Kettenreaktion aus. Es gibt erst zwei, später drei Ufos über Neustadt. – Schon witzig, dass es dafür überhaupt einen einheitlichen Hexenspruch zu geben scheint, denn alle drei Hexen benutzen den Gleichen.
Nervcharakter, einfach nur weil er ist, wie er ist, ist einmal mehr der Bürgermeister. Er will Geschenke, er will nen goldenen Anzug, er will dieses, er will jenes, aber er will nichts dafür bezahlen. Immer dies selbe Leier mit diesem Typen. Ab einem gewissen Punkt hat mich das genervt und seit dem auch nicht wieder nachgelassen. Und dann dieses ständige Abwälzen auf seinen Bürgermeistergehilfen. Der kann einem am Ende einfach nur noch leidtun. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass die Kinder ein vollkommen falsches Bild von der Politik bekommen.

Die Story selber ist aber schnell, stellenweise echt lustig und wieder einmal sehr gut von den Charakteren gesprochen. Ich hatte Schmunzle auf den Lippen, ich habe versucht mitzurätseln und ich war über das doch recht glückliche Ende dann doch recht erfreut. Auch wenn ich der Meinung bin, dass die Party ja dann doch nicht so ganz ohne Hexerei organisiert worden ist. Aber hey, das sind Junghexen. Wenn die nicht hexen, dann weiß ich auch nicht.
In dieser Folge habe ich sogar ein Lieblingszitat. Und zwar den Spruch von Schubia: „Oh man Blocksberg, du klingst schon wie ne Althexe!“ – einfach nur herrlich.

[Hörspiel] Bibi Blocksberg 141 – „Mit Papi allein zu Haus“

Autor: Klaus-P. Weigand
Regie: Michael Schlimgen
Musik: Heiko Rüsse/ Wolfgang W. Loos
Verlag: kiddinx
Produktionsjahr: 2021
Länge: 47 Minuten 36 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – G. Schoß
Bibi Blocksberg – S. Bonasewicz
Barbara Blocksberg – G. Streichhahn
Bernhard Blocksberg – B. Wolf
Oma Grete – K. Lopinski

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Inhalt:
Mutter Barbara hätte ihr Treffen eigentlich erst am morgigen Tag gehabt. Aber es wurde vorverlegt. Dabei wollte sie doch heute aufräumen. – Das Treffen ist wichtiger als der Haushalt und schon ist Barbara unterwegs.
Bernhard und Bibi beschließen, das Haus auf eigene Faust auszumisten und zu putzen. Das geht so lang gut, bis Oma Grete eintrudelt. Sie wollte eigentlich nur eine Essenz für einen Raumduft. Doch es passiert, was passieren muss. Bibi und Oma Grete verwechseln die Essenz und aus dem Raumduft wird ein Niesmittel.
Außerdem besteht da noch das Problem, dass Bibi eine Jacke zerschnitten hat, die Barbara Blocksberg nun nicht mehr zu sich hexen kann. Ein Problem, was auch schnell behoben werden kann.
Am Ende scheint alles gut auszugehen, bis Mutter Barbara bemerkt, dass ihr die alte Jacke erstaunlich gut gepasst hat.

Meine Meinung:
Der Titel passt ja mal gar nicht! Vater und Tochter Blocksberg waren nicht allein zu Hause. Oma Grete hat hier eindeutig mit gemischt und mit ihrem blöden Raumduft in jedem Fall mit für Durcheinander gesorgt.
Der andere Knackpunkt, die Jacke, das war nichts weiter als ein ganz dummer Zufall. Da ist halt was durcheinandergeraten. Und daraus hat sich dann diese dann doch etwas größere Sache ergeben. – Allerdings fand ich die Lösung genial. Zwar ein ganz dummer Zufall, wie das gelöst worden ist, aber auch auf die Idee muss man erst einmal kommen. Vor allem ist auch mal wieder ein Bezug zu einer vergangenen Folge da. Bibi kann eine erlernte Fähigkeit mal wieder nutzen, ohne dass sie hext. Das lässt doch auch die gesamte Hexenschaft mal wieder in einem ganz anderen Licht dastehen.

Ansonsten fand ich hier, dass es erfrischend wenig Akteure gab. Dafür war aber Oma Grete mal wieder mit dabei. Die Frau hat viel zu selten Rollen in diesem Hörspiel. Die reist mit ihrer Art einfach alles auf. Die Tochter so komplett vernünftig und die Mutter in dem Fall so durchgedreht. Das hat schon was. Ein Dauergag, den man gern immer mal wieder einbringen kann.

Dieses Hörspiel hat mich jetzt nicht gerade komplett vom Hocker gehauen. Man kann sich das mal anhören, muss es aber nicht. Kein Highlight, aber eben auch kein kompletter Flop

[Hörspiel] Bibi Blocksberg 140 – „Alles voll verhext“

Autor: Matthias von Bornstädt
Regie: Michael Schlimgen
Musik: Heiko Rüsse/ Wolfgang W. Loos
Verlag: kiddinx
Produktionsjahr: 2021
Länge: 48 Minuten 5 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – G. Schoß
Bibi Blocksberg – S. Bonasewicz
Barbara Blocksberg – G. Streichhahn
Mania – L. Lunow
Zickia – M. Rothweiler
Verbena – H. Domanowski
Firlefanzia – J. Blankenburg

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Inhalt:
Bibi kommt mit sensationellen Neuigkeiten in das frisch geputzte Labor ihrer Mutter geflogen und richtet erst einmal ein Chaos an. Als das dann aber beseitigt ist, kann sie endlich bekannt geben, dass sie von Mania als Hausaufgabe Hexsprüche von den für Junghexen verbotenen Seiten aufbekommen haben. Voller Eifer will sich Bibi mit ihrer Mutter ans Werk machen, als sie erfährt, dass nicht ihre Mutter das beaufsichtigt, sonder dass die Wahl auf Zickia gefallen ist.
Auch Zickia ist von dieser Hausaufgabe alles andere als begeistert. Sie hat gerade ganz andere Dinge im Kopf. Sie will ihr Haus verschönern, weil eine Zeitschrift etwas darüber schreiben will.
Es passiert, was passieren soll. Bibi rennt erst Zickia hinterher, dann versaut sie den ersten Trank beim Aufkochen und spritzt grünen Schleim auf das Hausdach von Zickia. Beim nächsten Spruch macht Zickia Bibi so fuchsig, dass die sich prompt verhext und Zickia in ein halbes Schwein verhext. Und als das Malheur beseitigt ist, macht der dritte Spruch dem Haus Beine und zerstört alles so sorgsam zurecht gehexte.
Bibi und Zickia erleben die erste Überraschung, als die Zeitungshexe von diesem halb kaputten Haus total begeistert ist und die zweite, als Tante Mania bei den beiden auftaucht und aufklärt, warum ausgerechnet Zickia die Hexereien überwachen sollte.

Meine Meinung:
Sehr schön, Bibi hat sich endlich mal weiter entwickelt und macht auch im Hexunterricht Fortschritte. Nur dass sie einfach nicht älter werden soll, aber immer wieder Ferien hat und Urlaubsreisen macht, lässt die komplette Hörspielreihe langsam lächerlich wirken.
Der Übermut, mit dem Bibi in das Labor ihrer Mutter prasselt, hat mir ein Schmunzeln aufs Gesicht gezaubert. So typisch Bibi. Und dass sie dann auch noch per Hand sauber machen muss, ist typisch Blocksbergs. – Ich kann es nicht verstehen, dass man mit der Hand putzt, wenn man es doch einfacher haben kann. Aber Mutter Barbara hat da von Anfang an ihre Prinzipien.
Die Hausaufgaben haben mir von Anfang an Rätsel aufgegeben. Erst sind die schwarzen Seiten im Hexbuch streng verboten und dann sind sie plötzlich Teil einer Hausaufgabe … Und dass dann am Ende auch jede Menge schief läuft, ist in meinen Augen nur mehr als logisch. Wobei mir auch schleierhaft war, warum ausgerechnet Zickia Bibi beaufsichtigen soll. Sie wurde ja scheinbar nicht einmal gefragt, ob sie überhaupt Zeit hat und dieses ganze daraus entstehende Chaos ist nur mehr als logisch. – Noch spannender wäre es nur geworden, wenn Malizia Bibi hätte überwachen sollen. Das wäre dann wohl Stoff für die totale Zerstörung geworden.
Das Malheur mit der Blubberbrühe fand ich ja mal mehr als fies. Das hätte gut gehen können, wäre da nicht die bösartige Katze ins Spiel gekommen. Und dass dann das Haus irgendwie versaut war, war Zickia ihre Schuld. Sie hätte sich Zeit nehmen sollen. Stattdessen hat sie Bibi sich selbst überlassen. – Das ganze Durcheinander im Nachhinein war irgendwie nichts weiter als eine logische Folge. Bibi wurde schon immer unzuverlässig, wenn sie unter Druck steht. Und Zickia ist pädagogisch alles andere als begabt.
Die Auflösung hat in dieses riesige Durcheinander dann wieder eine gewisse Logik rein gebracht. Allerdings fand ich den Schachzug von Mania alles andere als fair Bibi gegenüber. Ja sicher, sie hat gelernt, was sie lernen sollte, aber zwischendrin hat sie ganz schön an sich gezweifelt. Das hätte durchaus auch schief gehen können.

Diese Folge hat mich in jedem Fall ganz nett unterhalten und ich hatte eine kurzweilige Zeit auf Arbeit, wo ich diese Folge nebenbei gehört habe. – Trotzdem wird es langsam echt mega unlogisch, dass Bibi einfach nicht älter wird. Macht doch da mal was!!!

[Hörspiel] Bibi Blocksberg 139 – „Chaos am Flughafen“

Autor: Matthias von Bornstädt
Regie: Michael Schlimgen
Musik: Heiko Rüsse/ Wolfgang W. Loos
Verlag: kiddinx
Produktionsjahr: 2021
Länge: 55 Minuten 33 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – G. Schoß
Bibi Blocksberg – S. Bonasewicz
Barbara Blocksberg – G. Streichhahn
Bernhard Blocksberg – B. Wolf
Kira Kolumna – Y. Greitzke
Karla Kolumna – U. Stürzbecher
Opaki-Frösche – S. Stephan

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Inhalt:
Bibi soll mit Karla Kolumna einen Urlaub machen. Aber schon bei der Abreise geht etwas schief und Bibi muss ihre Reise erst einmal allein starten.
Auf dem Umsteigeflughafen ist dann das Chaos perfekt. Bibi ihr Koffer wurde von einem anderen Menschen mitgenommen und Bibi steht mit einem falschen Koffer da. Doch zumindest der findet erst einmal seine Besitzerin. Bibi trifft auf Kira die ihr dann erst einmal versucht zu helfen, ihren eigenen Koffer wieder zu bekommen.
Die beiden haben noch Zeit auf dem Flughafen totzuschlagen. Sie machen ein Doppelinterview und lernen sich so besser kennen. Kira stellt sich als Nichte um drei Ecken von Karla Kolumna heraus. – Doch dann hüpft da plötzlich ein Frosch durch das Flughafenkaffee. Und das ist nicht ein ganz normaler Frosch, sondern ein sehr besonderer. Am Ende einer von denen, wegen denen Karla Kolumna ihre Reise nicht antreten konnte.
Aus einem Frosch werden am Ende drei und aus dem unfreundlichen Rempler wird ein gesuchter Verbrecher. Karla und Kira lernen sich kennen und am Ende setzen alle drei ihre Reisen fort.

Meine Meinung:
Eigentlich fand ich die Folge im Großen und Ganzen ganz gut. Wenn auch der Zufall mit dem verwechselten Koffer und den gestohlenen Fröschen ein bisschen zu viel des Gute war. Aber am Ende war es „nur“ eine Folge zum Einführen einer neuen Person im Bibi Blocksberg-Universum. Kira Kolumna bekommt eine eigene Hörspielserie und soll den Fans hier schmackhaft gemacht werden.
Kira selber ist ein recht sympathischer Charakter, der ziemliche Ähnlichkeiten mit Karla Kolumna aufweist. Die sind wohl beabsichtigt, aber ob sie die beiden Mädchen dann in der anderen Hörspielreihe mal wieder begegnen, kann ich nicht sagen. Ich weiß auch nicht, ob ich mir diese Hörspiel antun möchte.
Oh man, die Frösche. Wie bei Bibi Blocksberg üblich, sind die Tiere hier von einem Menschen eingesprochen. Und so wie die hier dargestellt werden, sind die mit Sicherheit nicht. Hier hätte ich mir wirklich ein bisschen mehr Nähe an wirkliche Tatsachen gewünscht. Es gibt wirklich genügend exotische Froscharten, auf denen man diesen Teil der Story hätte aufbauen können. Da muss man den Kindern nicht wirklich so einen Bären aufbinden und denen einen von einem Frosch in Pink und Rot erzählen. Dann hätte man zumindest mal noch einen gewissen Bildungsauftrag erfüllt.
Ich würde mal sagen, die Folge hat mir nicht ganz eine Stunde lang einen kleinen Spaß verschafft, ich habe hier und da geschmunzelt, aber am Ende war es nur eine Einführungsfolge für einen neuen Charakter.
Kleine Abwechslung zwischendurch, muss ich aber nicht wieder haben

[Hörspiel] Bibi Blocksberg 137 – „Ein verrückter Ausflug“

Autor: Doris Riedl
Regie: Michael Schlimgen
Musik: Heiko Rüsse/ Wolfgang W. Loos
Verlag: kiddinx
Produktionsjahr: 2021
Länge: 48 Minuten 26 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – G. Schoß
Bibi Blocksberg – S. Bonasewicz
Barbara Blocksberg – G. Streichhahn
Bernhard Blocksberg – B. Wolf
Oma Grete – K. Lopinski
Amanda – D. Strietzel
Kamel – C. Gawlich
Spiegel – O. Feld

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Inhalt:
Barbara will das Wohnzimmer renovieren. Diese Aktion soll aber eine Überraschung für Bernhard werden. Er muss also aus dem Weg. Und da sein Skatabend ausgefallen ist, muss Bibi ihren Vater ablenken.
Bibi bekommt Bernhard mit einer Lüge von der Couch hoch und in die Finsterberge. Oma Grete soll dort Hilfe brauchen. Doch als die beiden auf einer Aussichtsplattform sitzen und ihre Brote und die Aussicht genießen, taucht Oma Grete fröhlich singend auf.
Bibi hext sich und ihren Vater mit einem Notweghexspruch ohne Ortsangabe mitten in eine Wüste, zu einem verwunschen Palast. Dieser Palast ist allerdings verhext, was Bibi und Bernhard nicht wissen und landen direkt in dem verwunschenem Labyrinth unterhalb des Palastes, in dem keine Hexerei möglich ist und wo sie nur durch Hilfe von außen herauskommen können.
Oma Grete hat die beiden aber gesehen und wundert sich über das Verhalten von Bibi. Der Spiegel im Hotel gibt ihr keine vernünftigen Auskünfte, somit fliegt sie zu ihrer Tochter, um zu erfahren, was los ist.
Es stellt sich als ganz gut heraus, dass Oma Grete bei Barbara ist. So können die beiden in Barbara ihre Hexenkugel schauen und sehen, in welcher Klemme Bernhard und Bibi stecken. So können sie die Hilfe von außen machen und die beiden retten.

Meine Meinung:
Oha, eine neue Autorin und sie konnte genau den Stil vom Herrn Weigand halten. Das nenne ich mal eine Leistung. Alle Achtung!
Alles klar, gleich zu Anfang finde ich es einen riesigen Logikfehler, dass Frau Blocksberg eine Hexe ist, das Wohnzimmer aber per Hand renovieren will. Sie kauft Farbe und Stoffe und ist wirklich der Meinung, dass sie das Wohnzimmer streicht und die Couch neu bezieht, während Bernhard mit seinen Kumpels Skat spielt. – Wie lang dauert so ein Skatabend? Lassen wir das mal um die vier Stunden sein. So schnell hat man in Handarbeit im Leben nicht gestrichen und eine Couch neu bezogen! Sorry, aber was für eine Zeitvorstellung hatte die Autorin denn hier bitte?
Dass es nun anders kommt, als ursprünglich gedacht, war ein dummer Zufall, der jedem immer mal wieder passieren kann. Und dass Bibi ihren Vater dann weglocken soll, ein logischer Schluss. Wie sie es allerdings macht, finde ich höchst zweifelhaft. – Einzig positiv an dem ganzen Lügenmaraton war die Tatsache, dass die Kinder lernen, dass Lügen eben kurze Beine haben.
Was für ein Durcheinander das am Ende ist. – Mich hat das fast schon mächtig gewaltig fasziniert. An Mama Barbaras Stelle hätte ich die Brocken schon lang hingeschmissen. Die Hilfe entpuppt sich als so eine Art freundliche Bevormundung mit einem ganz eigenen und schon recht abgedrehten Geschmack. Dann schneit die Mutter rein und bringt ein weiteres Problem mit, wo doch das mit dem Wohnzimmer noch gar nicht gelöst ist. Und dann hat die Mutter auch noch den selben Geschmack wie Barbara und die helfende Freundin rauscht beleidigt ab, ohne das Anschauungsmaterial wieder in Ordnung zu bringen. Und dann müssen Tochter und Ehemann auch och gerettet werden, obwohl das im Renovierungsplan nicht vorgesehen war. – Uff, diese Familie ist ganz schön anstrengend. Allerdings macht es diese Folge auf diese Art und Weise auch sehr kurzweilig und stellenweise ziemlich lustig.
Was mit Bibi und ihrem Vater in dem Labyrinth passiert, ist in dieser Folge irgendwie ziemliche Nebensache. Ein für mich sehr interessanter Aspekt, zumal sich ja bisher ausnahmslos alles irgendwie um Bibi gedreht hat. Aber Aufregung um die Beiden habe ich nicht wirklich verspürt. Es handelt sich hier um eine Story aus dem Bibi-Universum und da ist es doch logisch, dass die beiden gerettet werden. Geht ja gar nicht anders, wenn die Reihe nicht beendet werden soll.

Ich ordne diese Folge im Mittelfeld ein. Irgendwie war das hier für mich das reinste Chaos! So viele Handlungsstränge und zu wenig Geheimnis aus dem Bibi-Universum. Die Story mit dem verhexten Labyrinth und der Hexe, die das gemach hat, hätte man durchaus noch etwas besser und interessanter ausbauen können. – Passiert das vielleicht noch in einer der zukünftigen Folgen? Wäre doch mal was.

[Hörspiel] Bibi Blocksberg 136 – „Im verhexten Winterwald“

Autor: K.-P. Weigand
Regie: Michael Schlimgen
Musik: Heiko Rüsse/ Wolfgang W. Loos
Verlag: kiddinx
Produktionsjahr: 2020
Länge: 48 Minuten 44 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – G. Schoß
Bibi Blocksberg – S. Bonasewicz
Schubia – P. Pollow
Flauipaui – M. Hinze
Barbara Blocksberg – G. Streichhahn
Herr Bürgermeister – R. Hemmo
Herr Pichler – S. Krause
Frau Müller-Riebensehl – E.-M. Werth
Hannibal – C. Gawlich

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Inhalt:
Bibi, Flauipaui und Schubia langweilen sich bei den Blocksbergs zu Hause. Sie haben Ferien und hängen nur drinnen. Alle Spiele sind gespielt, sämtliche Teesorten sind probiert und alles ist einfach nur noch langweilig. Wie schön wäre es, wenn man mal wieder so richtig schön Schlittschuh laufen könnte. – Aber Wetterhexereien sind verboten.
Am Ende verhexen Bibi und ihre Freundinnen den See im Finsterwald. Sie verhexen nur den See und nicht das Wetter. – Was sie allerdings nicht mitbekommen. Sie bilden eine Eiskuppel über dem gesamten Wald, in der sie nun mit dem Bürgermeister seinem Sekretär Pichler und Frau Müller-Riebensehl mit Hannibal eingeschlossen sind. Die Eiskuppel weghexen, funktioniert nicht. Es braucht Hilfe von außen, doch woher nehmen?
Nachdem die Eingesperrten aus der Not eine Tugend gemacht haben, kommt ausgerechnet durch Hannibal die Rettung. Doch am Ende wollen die geretteten so schnell gar nicht zu Hause.

Meine Meinung:
Oh herrlich, was für ein Wink mit dem Zaunpfahl. Was für ein Wink darauf, dass es wohl mal wieder einen richtigen Winter geben könnte. So richtig mit dauerhaft kalt und so Winterfreuden wie einer geschlossenen Schneedecke und zugefrorenen Seen. So gesehen, kann auch ich den Winter wirklich toll finden. Mit diesem Schmuddelwetter kann ich so gar nichts anfangen.
Ok, dass die drei Hexen sich zu ihrem Glück hexen, ist für das Bibi-Universum wirklich mehr als typisch und wenig überraschend. Und dass dabei dann auch etwas schief läuft, ist eigentlich auch wenig überraschend. Allerdings ist die Story drumherum ganz amüsant. – Es handelt sich immer noch um ein Hörspiel für Kinder. Deswegen ist es jetzt nicht die große Sensation. Aber in dem, was passiert und wie es passiert fand ich es unterhaltsam und amüsant.
Erst einmal haben Bibi und ihre Freundinnen jede Menge Spaß. Als sie nach Hause wollen, treffen sie auf den Bürgermeister und Pichler, die vor der Eiskuppel stehen und aus dem Wald nicht mehr heraus kommen. Dann kommt auch Frau Müller-Riebensehl mit Hannibal dazu, der wie gewohnt ungehorsam ist. Bis dahin hatte ich schon ein fettes Grinsen im Gesicht.
Der Bürgermeister hat wieder seine gewohnt verwöhnte und miesepetrige Art. Jeder muss alles für ihn tun, aber er selber will die Hände in den Schoß legen. Zu niedlich, wie sich das im Laufe der Geschichte wandelt und er fast umgänglich und freundlich wird.
Auch Frau Müller-Riebensehl hat eine ungewohnt gelöste Art. Zu goldig, wie viel Respekt Flauipaui und Schubia zunächst vor ihr haben. Und dann entpuppt sie sich in ihrer Not als ziemlich hilfreich und kompetent. – Und als sie dann noch gegen den Bürgermeister im Schlittschuhlaufen antritt, bin ich fast vom Glauben abgefallen, wie gelöst die beiden sein können. – Sehr verständlich, dass die dann so schnell aus der Höhle auch nicht mehr weg wollen.

Ich ordne die Folge im oberen Bereich mit ein. Ich fand sie abwechslungsreich, nicht langweilig und sie hat mir immer mal wieder ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert. Das war schön und war ein kurzweiliges Hörvergnügen, dass ich mir durchaus noch einmal antun würde.

[Hörspiel] Bibi Blocksberg 135 – „Freunde in Gefahr“

Autor: K.-P. Weigand
Regie: Michael Schlimgen
Musik: Heiko Rüsse/ Wolfgang W. Loos
Verlag: kiddinx
Produktionsjahr: 2020
Länge: 40 Minuten 41 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – G. Schoß
Bibi Blocksberg – S. Bonasewicz
Oma Grete – K. Lopinski
Marita – U. Hugo
Moni – J. Ziffer
Schubia – P. Pollow
Xenia – M. Koschny
Clarissa – M. Groß

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Inhalt:
Oma Grete will ein Wochenende mit Bibi und ihren Freundinnen Marita und Moni auf dem Campingplatz ihrer alten Freundin verbringen. Die vier sind die einzigen Gäste der alten Dame und müssen zunächst mal putzen, bevor das Vergnügen starten kann.
Doch auch als die drei Mädchen dann endlich baden und Spaß haben können, verschwinden ihre Handtücher. Und als sie diese suchen, kommen sie zurück und das Zelt wurde flach gelegt. – Wer war das nur?
Es stellt sich heraus, dass auch Bibi ihre Hexenfreundinen Flauipaui und Schubia in der Gegend sind und die drei ein wenig ärgern wollten.
Bei einem Wettbewerb Hexen gegen normale Mädchen kommt es zu einem Hexunfall. Die Hexen wollten die beiden Mädchen im Boot nur retten und die beidne landen aus Versehen in der Vergangenheit. Es ist klar, dass Bibi und ihre Hexenfreundinnen die beiden da wieder raus holen müssen. Allerdings entdecken sie bei dieser Rettungsaktion eine natürliche Abenteuerrutsche, die den Campingplatz in der Gegenwart wieder beliebter machen kann.

Meine Meinung:
Anfangs war ich ja ein wenig irritiert, dass Oma Grete mit zwei nichthexischen Freundinnen von Bibi auf einen Zeltplatz will. Für die Mädchen ist das mit dem Zelt ja recht typisch. Aber für ne Oma in dem Alter. Die alte Dame konnte ich mir in einem Zelt nun wirklich nicht vorstellen und ein Wohnwagen schien ja mal nicht vorhanden gewesen zu sein.
Das zweite Mal habe ich mich gewundert, dass die Mädchen da zwar kostenlos zelten dürfen, aber dann erst einmal putzen müssen, bevor sie ihr Zelt aufbauen dürfen. Was sollte das denn für eine seltsame Geschichte sein? Also wenn ich irgendwo zelten wollen würde, würde ich in keinem Fall die Gemeinschaftsküche oder gar die Duschhütte putzen. Sorry, aber ich bin zum Erholen dort. Wenn ich den Haushalt schmeißen will, kann ich auch zu Hause bleiben.
Ok, die Geschichte entwickelt sich dann relativ glaubwürdig weiter. Die Mädchen sind äußerst hilfsbereit und des kommt raus, warum auf dem Campingplatz nichts los ist. – Trotzdem ist das alles ziemlich weit hergeholt. Auch für eine Story aus dem Bibi-Universum.
Der Hexunfall kann auch nur passieren, weil Bibi ihre Hexenfreundinnen in dem ganzen Geschehen noch auftauchen. Anfangs sind ja die Albereien noch ganz lustig, spätestens als Schubia dann aber den Motor von dem Boot reparieren will, war mir klar, dass das nicht funktionieren kann. Und der ganze Rest ist eine Kettenreaktion, bei der einfach nur eins ins andere führt. Von daher kann ich es gar nicht so lustig finden, dass es dann so kommt, wie es kommt. Dass genau das dann aber die Lösung der Campingplatzprobleme ist, erscheint dann wie eine notgedrungen abgerundete Story. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.

Ich ordne die Story im unteren Mittelfeld ein. Hat sich im Gesamten angehört wie ein Mittel zum Zweck, was in der Not nicht besser geraten ist.
Kann man hören, muss man aber nicht.

[Hörspiel] Bibi Blocksberg 134 – „Hexen unter Verdacht“

Autor: K.-P. Weigand
Regie: Michael Schlimgen
Musik: Heiko Rüsse/ Wolfgang W. Loos
Verlag: kiddinx
Produktionsjahr: 2020
Länge: 44 Minuten 31 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – G. Schoß
Bibi Blocksberg – S. Bonasewicz
Barbara Blocksberg – G. Streichhahn
Bernhard Blocksberg – B. Wolf
Frau Michel – B. Steffenhagen
Herr Michel – M. v. Keil
Herr Meier – S. Philipp
Herr Schmidt – P. Reinhardt
Frau Jenninger – A. Zydra
Frau Gerber – M. Musiol

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Inhalt:
Die Blocksbergs haben neue Nachbarn bekommen, die sich mit einer kleinen Party ihrer neuen Nachbarschaft vorstellen wollen. Die Blocksbergs fallen gleich mit ihrem Hexentalent ins Haus und kommen bei Frau Michel damit nicht wirklich gut an.
Doch die Nachbarschaft ist am längsten so friedlich gewesen, als sich die seltsamen Vorkommnisse häufen. Vater Bernhard soll plötzlich sein Auto direkt vor der Einfahrt des Nachbarn geparkt haben. Sogar der Qualm vom Grillen stört diesen plötzlich offen. Außerdem scheint der Vandalismus ausgebrochen zu sein und die Blocksbergs werden verdächtigt, diesen groben Unfug aus reiner Böswilligkeit gemacht haben. Vater Bernhard will aus Angst um seine Hexen sogar der Arbeit fern bleiben.
Doch Bibi und Barbara machen bei Nachforschungen eine interessante Entdeckung. Genau die Farbe, die für den Vandalismus verwendet wurde, findet sich im Mülleimer der neuen Nachbarn wieder. Bibi grübelt so lang, bis sie eine Eingebung hat.
In einer Nacht- und Nebelaktion können die drei Blocksbergs den Verursacher auf frischer Tat ertappen und die Sache aufklären.

Meine Meinung:
Oha, das Bibi-Universum ist etwas erweitert worden. Die Nachbarschaft bekommt Zuwachs und der ist gleich so vollkommen schräg drauf … – Ich, für meinen Teil, habe von Anfang an am Tonfall der Frau Meier gemerkt, dass die den Blocksbergs nicht so wirklich wohl gesonnen ist. Trotzdem sich die Nachbarschaft angeregt austauscht und viel Gutes über die Blocksbergs zu berichten weiß, werden sie mti den neuen Nachbarn einfach nicht warm.
Als dann diese seltsamen Begebenheiten angefangen haben, war ich ja auch erste einmal auf einem komplett falschen Dampfer. Ich war der Meinung, dass Frau Meier vielleicht auch eine Hexe ist, sie aber aus ihrem Hexenverein ausgeschlossen wurde, weil sie eine Strafe bekommen hat und ihr vielleicht sogar die Hexenkräfte genommen worden sind. Das hat sie meiner Meinung nach den Blocksbergs nun geneidet und war dann deswegen so fies und abweisend. – Was dann allerdings raus gekommen ist, was der Grund gewesen sein soll, hat das Niveau in dem Mometn irgendwie schlagartig nach unten sacken lassen. Hatte die Geschichte vorher etwas von einer wirklich richtig fiesen Ungerechtigkeit, bis hin zum Mobbing, ging es dann runter auf Kleinkindneveau. Frau Meier ist eine erwachsene Person und bringt als Begründung Angst vor bösen Märchenbuchexen an. – Mal ehrlich, sehr geehrter Herr Autor, das wäre besser gegangen, auf einem ähnlich hohen Niveau. Vielleicht wirklich mit meiner Idee …

Ich habe hier in dieser Folge dieses Unverständnis am eigenen Leib gefühlt, welches Familie Blocksberg hier gehabt haben muss. Sie sind von heute auf morgen mal eben aus einer vorher ganz gut funktionierenden Gemeinschaft ausgeschlossen worden. Ich hätte die neuen Nachbarn so gern selber wieder weg geschickt. Die waren es doch, die meiner Meinung nach diese ganze Unruhe rein gebracht haben. – Hat mich an das Mobbing in der Schule erinnert. Wenn sich für eine Person, die von nichts eine Ahnung hat, von heute auf morgen wirklich alles ändert.
Am Ende jedenfalls, wären mir fast ein paar Tränchen gekullert, als sich die Nachbarn dann alle wieder entschuldigt haben und Papa Bernhard nichts weiter als seinen Grill im Kopf hat. Die Welt war wieder in Ordnung gebracht und das war auch gut so.

Ich ordne diese Folge im oberen Bereich mit ein und finde sie bis auf das wirklich komische Ende, ganz gut gelungen. Zwar war ich kurzzeitig irritiert, da auch Frau Gerber eine Verjüngungkur gemacht haben muss, aber das kann ja mit etwas Fantasie durchaus auch die Tochter der ursprünglich alten Dame gewesen sein. Dein Klatsch und Tratsch eines Tante Emma-Ladens haben sie jedenfalls wirklich super dargestellt.

[Hörspiel] Bibi Blocksberg 133 – „Im Modealtelier“

Autor: K.-P. Weigand
Regie: Michael Schlimgen
Musik: Heiko Rüsse/ Wolfgang W. Loos
Verlag: kiddinx
Produktionsjahr: 2020
Länge: 48 Minuten 8 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – G. Schoß
Bibi Blocksberg – S. Bonasewicz
Barbara Blocksberg – G. Streichhahn
Bernhard Blocksberg – B. Wolf
Flauipaui – M. Hinze
Kili – K. Kerner
Herr Nase – L. Mackensy

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Inhalt:
Das fällt unserer kleinen Hexe aber mal wieder reichlich früh ein. Sie braucht einen Praktikumsplatz für zwei Wochen. Sie will nicht zu Frau Gerber in den Laden und sie will nicht zu Papa Bernhard ins Büro. Sie weiß einfach noch nicht, was sie denn jetzt für einen Beruf ausprobieren will.
Bibi landet am Ende am coolsten Praktikumsplatz, den man sich nur vorstellen kann. Sie kann sich im Atelier und im Laden von Kili dem Modedesigner ausprobieren.
Bibi erweist sich als sehr talentiert. Sie entwirft und fertigt ein T-Shirt für Flaui, nimmt bei einem wirklich sehr seltsamen Kunden die Maße ab, damit Kili einen Anzug schneidern kann und kann Kili bei der neuesten Kreation eines Duftes helfen.
Doch dieser Kunde, den Bibi da fast im Alleingang bedient, ist wirklich seltsam. Er riecht eine Knoblauchzehe, die Bibi im Rucksack hat. Er schnuppert, dass auf der Anzugjacke ein Blutstropfen ist und kann immer nur am Abend in den Laden kommen. – Ist er am Ende ein Vampir?

Meine Meinung:
So langsam aber sicher macht sich der Autor und der Verlag wirklich lächerlich. Bibi ist nach wie vor 13 Jahre jung. Das ist in der sechsten Klasse, wo man mit Sicherheit noch kein Berufspraktikum macht. – Ehrlich mal, lasst sie doch endlich mal älter werden. Das kauft euch doch kein Mensch mehr ab, wie lang dieses Schul- und vor allem das Lebensjahr gehen soll. Auch wenn eure Zielgruppe die Kiddis mit 4 Jahren sind, so hören das durchaus auch noch mehr und werden mit den Folgen auch älter …
Ansonste war die Folge aber sehr abwechslungsreich. Ich fand es einfach nur zu niedlich, wie sich Bibi gegen Berufe wehrt, die sie schlicht und ergreifend nicht machen will. Mal ehrlich, zu meinem Vater an die Arbeit würde ich auch nicht wollen. Um keinen Preis der Welt. Und Kunden in einem kleinen Lebensmittelladen bedienen, ist ja wohl auch nicht das Gelbe vom Ei. – Da hat sie mit diesem Volltreffer mal richtig Glück. Fas ein typischer Bibi-Dusel, dass das dann auch noch auf den letzten Drücker klappt.
Unglaubwürdig wird es aber spätestens ab dem Zeitpunkt, als Kili seine Praktikantin schon am ersten Tag allein im Laden bleiben lässt. Das darf bei einem Praktikum garnicht sein und bringt die jungen Hörer mal wieder vollkommen auf den falschen Dampfer. Von wegen mal eben einen Kunden bedienen und auf Anhieb alles richtig machen. Das ist komplett daneben. – Da ist die Geschichte mit dem T-Shirt für Bibi ihre Freundin schon viel besser. Das ist Praktikum. Bibi kann sich austoben, ohne dass sie am Ende groß was falsch machen kann. Entweder ihr Entwurf kommt an, oder eben nicht. Sie hat in dem Moment aber eben auch keinen großen Schaden angerichtet.
Die Geschichte mit dem seltsamen Kunden hat auch mich wirklich aufs Glatteis geführt. Ich habe wirklich geglaubt, dass der Typ ein Vampir ist. Ich meine, wir sind hier im Bibi-Universum. Da gibt es Hexen, warum soll es also nicht auch einen Vampir geben. Da fand ich die Schachzüge mit dem defekten Fotoapperat und der sehr empfindlichen Nase wirklich richtig gut gelungen. – Wobei ich glaube, dass hier wirklich dann auch vorwiegen die älteren Hörer die ganze Story verstehen. Für die anderen ist es wohl einfach nur ein herrlicher Lacher, weil die Sprecher über ihren Irrtum dann auch lachen.

Ich ordne die Folge trotz dem anfänglichen Gemecker im oberen Bereich mit ein und werde sie sicher mal wieder hören. Irgendwie kann ich mir gut vorstellen, dass man hier von Mal zu Mal immer wieder andere kleine Details entdecken kann und die Story immer wieder fasziniert und zum Schmunzeln anregt.

[Hörspiel] Bibi Blocksberg 132 – „Die Walpurgisnacht“

Autor: K.-P. Weigand
Regie: Michael Schlimgen
Musik: Heiko Rüsse/ Wolfgang W. Loos
Verlag: kiddinx
Produktionsjahr: 2020
Länge: 1 Stunde 17 Minuten

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – G. Schoß
Bibi Blocksberg – S. Bonasewicz
Barbara Blocksberg – G. Streichhahn
Bernhard Blocksberg – B. Wolf
Schubia – P. Pollow
Xenia – M. Koschny
Mania – L. Lunow
Runzia – C. M. Antoni
Malicia – C. Harpen
Walpurgia – I. Grothe
Florian – G. Schmidt-Foß
Marita – U. Hugo
Bürgermeister – R. Hemmo
Pichler – S. Krause
Karla Kolumna: U. Stürzbecher
Herr Schmidt: P. Reinhardt

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Inhalt:
Endlich ist es wieder so weit. Die Walpurgisnacht ist endlich da und die Hexen feiern ein großes Fest auf dem Blocksberg. Doch bei den Vorbereitungen fällt auf, dass auch in dieser Walpurgisnacht das Sternenregen-Ritual fällig ist. Die verantwortliche Hexe war der Meinung, dass dies erst im folgenden Jahr der Fall wäre und fällt somit aus allen Wolken.
Ein Casting soll den geeignetsten Mann für den Job beim Ritual finden und der ist ausgerechnet der Bürgermeister.
Der Bürgermeister, von nun an der Sternenkönig, glaubt sich in einer Glückssträhne, als er Aktien findet, die jede Menge Geld wert sind. Als er die Baugenehmigung und das Geld für sein Sternenkönigschloss hat und ihm fällt nicht auf, dass ihn Malizia am Ende doch nur in der Hand hat.
Bibi hingegen wird vom Pech verfolgt. Ihr fällt alles runter und sogar das Fliegen auf dem Besen geht schief.
Am Ende stellt sich heraus, dass da beim Sternenregen-Ritual etwas schief gelaufen ist. Das muss unbedingt wieder behoben werden.

Meine Meinung:
Ich mag ja die Folgen, wo sich die Handlung auf dem Blocksberg abspielt. Und hier startet sie sogar da und alles scheint in bester Ordnung. Allerdings kenne ich Malizia und mir kam von Anfang an etwas komisch vor, als die sich so scheinbar friedlich in die Hexengemeinschaft eingefügt hat und hilfsbereit war.
Leider hatte ich am Ende Recht und Malizia hat einmal mehr nichts Gutes im Sinn gehabt. Ihr war am Ende egal, welcher Mann ihr Opfer wird. Aber mit dem Bürgermeister hat sie ja mal ein sehr perfektes Opfer gehabt.
Der Bürgermeister … Eine Rolle, die auch in dieser Folge wieder höchst naiv und komplett am Leben vorbei ist. Mal ehrlich, erst soll er helfen, weigert sich, neidet seinem Sekretär den Spaß und verdonnert ihn zum Arbeiten und am Ende dreht er so komplett leer und behauptet ein König zu sein? – Was diese Einbildung mit dem König angeht, habe ich ja noch an eine Hexerei seitens Malizia geglaubt. Es kam halt auch so plötzlich, aber dass gerade das am Ende genau von dem Bürgermeister kam … oh man
Malizia … die ewige Bösewichtin unter den Hexen. Die lernt es auch nicht und kassiert ein Hexverbot nach dem anderen. Sollte die am Ende wirklich so komplett strohdoof sein? Sorry, aber als nichts anderes sehe ich die. Am Ende mit ihrer Fähigkeit zu hexen, komplett überfordert.

Während die Handlung auf dem Blocksberg noch hochgradig interessant und toll war, war alles, was danach kam nicht mehr wirklich so spektakulär. Man könnte sagen, die Handlung ist von jetzt auf gleich komplett abgeflacht zum typischen Einerlei der Blocksbergs. Selbst die Auflösung von dem Ganzen fand ich wirklich ziemlich langweilig. Es hat sich alles typisch Bibi Blocksberg irgendwie gefügt und das war es dann auch schon wieder.

Ich ordne die Folge im Mittelfeld ein.
Der Anfang war wirklich stark und hat eine richtige und ehrliche Vorfreude auf diese Folge geweckt. Doch dann ist sie mächtig abgestürzt und hat nicht mehr wirklich gehalten, was sie anfangs noch versprochen hat. – Kann man hören, muss man aber nicht. Eine Wiederholung tut auch nicht not. Da gibt es bessere Folgen in dieser Reihe.