[Hörspiel] Die drei ??? 051 – „und der riskante Ritt“

Autor: H.G. Francis
Regie: Heikedine Körting
Musik: Jan-Friedrich Conrad
Verlag: EUROPA
Produktionsjahr: 1991
Länge: 54 Minuten 30 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:
Hitchcock, Erzähler – Peter Pasetti
Justus Jonas, Erster Detektiv – Oliver Rohrbeck
Peter Shaw, Zweiter Detektiv – Jens Wawrczeck
Bob Andrews, Recherchen und Archiv – Andreas Fröhlich
Mercedes – Marianne Kehlau
Brit – Oliver Rohrbeck
Dusty Rice – Achim Schülke
Ascension – Eckart Dux

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Inhalt:
Justus, Peter und Bob lösen ein ultra leichtes Kreuzworträtsel, und einer der drei ist tatsächlich der Gewinner. Allerdings ist der Gewinn recht seltsam. Sie haben den Aufenthalt auf einer Ranch in Mexiko gewonnen und bekommen im Vorfeld eine Nachricht auf Tonband, die sie vor dieser Reise warnt. – Klar, dass die Jungs die Reise dann doch antreten.
Dusty Rice, der Besitzer der Ranch und Initiator des Rätsels führt sie über die Ranch und macht sie auch gleich auf einen wilden Esel aufmerksam. Normalerweise lässt dieser keinen Menschen an sich ran, außer einen der Jungs, dessen Stimme, der auf dem Tonband fast auf die halbe Note gleicht. – Hier muss etwas nicht mit rechten Dingen zugehen.
Bei einem Ausflug in die mexikanischen Berge kommt das des Rätsels Lösung so nach und nach an die Oberfläche. Und zwar treffen die Jungs auf eine Mexikanerin, die ihnen die Legende von einer Revolution und einem großen Silberschatz erzählt. Nicht nur Dusty ist hinter diesem Schatz her und ein amerikanischer Junge ist schon länger in den Bergen unterwegs, um das Versteck zu finden.
Wenig später treffen sie auch auf Brit, den Jungen, der mit seinem Vater den Schatz in der Höhle gefunden haben will, ihn aber noch nicht geborgen hat.
Zu einem großen Showdown kommt es dann, als Dusty Rice die inzwischen vier Jungen aufgespürt hat und der Meinung ist, er kann sich den Schatz einfach so nehmen. Da hat er aber nicht mit Mercedes gemacht, die eine ganze andere ist, als sie vorher vorgegeben hat und auf der Seite der Jungen steht. – Zum Schluss müssen sich alle beteiligten entscheiden, ob sie es mit dem Vulkan aufnehmen, der genau richtig ausbricht, oder ob sie lieber ihr Leben retten.

Meine Meinung:
Dieses Hörspiel hat mich nicht wirklich abgeholt. Von Anfang an war das alles so unwahrscheinlich und ganz offensichtlich nicht ganz koscher, dass sich mir die Haare zu Berge gestellt habe, dass die drei Detektive da auch wirklich erst einmal darauf hereinfallen. – Zwar wittern auch sie von Anfang an, dass da etwas nicht ganz stimmen kann, aber sie tappen wissentlich in die Falle. So hohl kann doch kein Detektiv sein.
Es ist nur logisch, dass dann auch wirklich einer der drei Jungs gewinnt und es ist genau so logisch, dass sie auch alle drei auf diese ominöse Reise gehen.
Jetzt frage ich mich, was ist denn bitte so großartig daran, als Amerikaner eine mexikanische Ranch zu besichtigen. Warum macht man da mit? Ich hätte da sofort im Hinterkopf gehabt, dass ich da schlicht und ergreifend bei der Arbeit helfen soll und das Ganze als Gewinnspiel gestaltet wird, damit überhaupt jemand da mit macht.
Mit der Arbeit sollte ich am Ende nicht wirklich unrecht haben. Allerdings lag sie nicht unbedingt auf Stall ausmisten oder Vieh auf die Weide treiben. – Die ganze Handlung hat sowas von mit dem Finger darauf gezeigt, dass es sich um die stimmte und die Lenkung des Esels dreht, dass es offensichtlicher nicht mehr sein konnte.
Auch der Ausflug in die Berge ist mehr als offensichtlich, wobei die Begründung mehr als hinkt. Wenn ich als Besitzer um den Esel so besorgt bin und um das Problem mit den Hufen weis, dann sperre ich ihn doch nicht erst bei mir ein, sondern lasse ihn direkt ziehen. Alles andere macht schlicht und ergreifend keinen Sinn. – Und es kommt, wie es kommen muss. Dusty versucht die Jungs hereinzulegen und fällt am Ende doch hinten runter, weil diese seinen Plan schon längst durchschaut haben.
Am Ende war ich dann allerdings ein wenig enttäuscht. Der Vulkanausbruch war ja eigentlich ein ziemlich fulminantes Ende, aber es hat auch einem finanziellen Schub für Mexiko den gar aus gemacht. Der Schatz war, aufgrund der Lava, für alle Zeiten komplett verloren. Dabei ist ja wohl jedem bekannt, dass Mexiko wirklich jeden Peso brauchen kann, weil das Land von seinen Nachbarn klein gehalten wird. – Hier wird ein wirklich aktuelles Problem leider nur mal eben angerissen, aber nicht wirklich für die Zuhörer erklärt und eventuell korrekt dargestellt. Wäre in diesem Fall auf jeden Fall mal wirklich etwas wert gewesen.

Alles in allem war diese Folge an sich zwar recht kurzweilig, aber so wirklich mega topp oder super kann ich hier nicht geben. Klischees, wo es nur geht und eine absolut durchschaubare Handlung. Zwar wurde durch ein oder zwei Kniffe und Ecken versucht, etwas Spannung in die Sache zu bringen, bei dem Versuch ist es leider aber auch geblieben und weiter ist man nicht gekommen.
Kann man mal anhören, muss man aber nicht. – Die nächste bitte.

[Hörspiel] Die drei ??? 050 – „und der verschwundene Filmstar“

Autor: H.G. Francis
Regie: Heikedine Körting
Musik: BMG Ariola-Miller Studiobetriebe
Verlag: EUROPA
Produktionsjahr: 1991
Länge: 57 Minuten 15 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:
Hitchcock, Erzähler – Peter Pasetti
Justus Jonas, Erster Detektiv – Oliver Rohrbeck
Peter Shaw, Zweiter Detektiv – Jens Wawrczeck
Bob Andrews, Recherchen und Archiv – Andreas Fröhlich
Jon Travis – Rolf Becker
Marty Morningbaum – Helmut Ahner
Diller Rourke – Michael Quiatkowsky
Marble Ackbourne-Smith – Wolf Rathjen
Margo – Hanni Vanhaiden
Kevin – Fred Maire
Herr Andrews – Günter König

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Inhalt:
Bob erledigt einen Weg für seinen Vater. Dabei landet er am Filmset eines Horrorstreifens, den alle schon hochgradig loben, obwohl er noch lang nicht fertig ist.
Allerdings herrscht gerade große Aufregung am Set, da der Hauptdarsteller nicht zu seinem Job erschienen ist. Der Regisseur tobt wie der Teufel und lässt Leute zum Haus des Schauspielers fahren, um ihn zur Not mit Gewalt ans Set zu holen. – Allerdings wird der geschätzte Herr nicht dort angetroffen. Auch am nächsten Tag ist keine Spur von dem Mann. Dafür aber ein Erpresserbrief.
Bob und seine Freunde machen sich an die Ermittlungen, obwohl es vom Produzenten nicht gewollt ist. – Doch an der Sache ist etwas faul und die Jungs müsen ihr ganzes Können und noch einige Tricks und Kniffe anwenden, wenn sie den Fall lösen wollen.

Meine Meinung:
Irgendwie ist die gesamten Story in diesem Fall so richtig typisch Hollywood. Filmset mit allerlei wichtigen Menschen, Aufregung und ein Hauptdarsteller mit scheinbar mächtig großen Allüren. – Ich habe zumindest am Anfang gedacht, dass der Typ nicht erschienen ist, weil er eine Extraeinladung hätte haben wollen. Dass sich das Ganze dann als Entführung herausstellt, hätte man als Kenner dieser Hörspielserie eigentlich vorausahnen können. (Aber eben ich nicht …)
Anfangs habe ich auch wirklich noch an eine Entführung geglaubt. Es sah wirklich alles danach aus, aber der Umschwung kam bei mir, als mal wieder ein kleiner Fakt am Rande erwähnt wurde, den man als Hörer und dem entsprechend ortsunkundige Person nicht ahnen konnte. – Und zwar, dass der angeblich gelackmeierte in genau die richtige Telefonzelle geht, die dann auch angerufen wird. Obwohl da aber zwei standen. – Wie gesagt, das kommt nur ganz am Rande raus, also ist man als Hörer hier von Anfang an nicht wirklich fair behandelt worden, wenn man gern hätte miträtseln wollen. – Aber egal. Es geht ja eigentlich um den Hörspaß.
In jedem Fall ist mir am Ende klar geworden, warum die Jungs nicht tätig werden sollten, warum der angebliche Entführer so gehandelt hat, wie er es getan hat, und ich habe mich diebisch gefreut, dass das Ganze nicht aufgegangen ist.
Am Ende muss ich aber auch diesem Schauspieler eine ziemliche Naivität attestieren. Er hat zwar bei diesem wirklich kranken Verwirrspielchen mit gemacht, aber wirklich schlau hat er sich dabei nicht angestellt. Auch er wurde obendrein noch übers Ohr gehauen.

Irgendwie habe ich dieses Hörspiel als sehr amüsant und auch kurzweilig empfunden. Dieser ganze Hollywoodzirkel hat alles noch einmal eine Runde anders gemacht und stellenweise auch ziemlich vom Fall abgelenkt. Allerdings glaube ich auch, dass in Hollywood das Leben ein ganzes Teil anders läuft, als für Otto Normalbürger.
Eine ganz nette Folge, die man durchaus mal wieder hören kann, wenn einem danach sein sollte.

[Hörspiel] Die drei ??? 049 – „und die Comic-Diebe“

Autor: H.G. Francis
Regie: Heikedine Körting
Musik: Tonstudio EUROPA
Verlag: EUROPA
Produktionsjahr: 1990
Länge: 44 Minuten 30 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:
Hitchcock, Erzähler – Peter Pasetti
Justus Jonas, Erster Detektiv – Oliver Rohrbeck
Peter Shaw, Zweiter Detektiv – Jens Wawrczeck
Bob Andrews, Recherchen und Archiv – Andreas Fröhlich
Axel Griswold – Helgo Liebig
Purvis – Heiner Kramm
Dan DeMento – Peter Heinrich
Leo Rottweiler – Rainer Brönneke
Steve Trash – Thomas Naumann
Rainey Fields – Xenia Hey
Junge – Leonhard Mahlich

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Inhalt:
Justus, Peter und Bob haben günstig eine Kiste mit Comicheften erworben. Aber nicht etwa, um sie zu lesen, sondern um damit Gewinn zu machen.
In der Stadt ist gerade eine Comicmesse, auf welcher sie ihr Glück versuchen wollen.
Gerade als sie einen guten Schnapper landen können, stürmt eine Person, verkleidet als das rote Phantom, in die Menge, lässt Rauchbomben fallen und entwendet eines der teuersten Comics der ganzen Messe.
Die Jungs rutschen einmal mehr in einen Fall hinein, den sie sich so sicherlich auch nicht ausgemalt hätten. – Dabei klären sie nicht nur den Fall auf, sondern lernen auch noch bekannte Comiczeichner kennen und decken ganz nebenbei noch einen bösen Betrugsskandal auf.

Meine Meinung:
Es scheint ziemlich beschaulich zuzugehen, wenn nicht gerade ein aufregendes Abenteuer im Raum steht. – Doch das ist hier nicht von langer Dauer. Die Jung wollen eigentlich nur ein wenig Geld machen und werden dann am Ende in eine Sache reingezogen, von der ich nun so gar keine Ahnung haben. – Mal ehrlich, die Comicwelt ist mir komplett fremd. Ich habe noch nicht mal im Ansatz einen Draht zu diesen ganzen seltsamen Figuren und ihren Superkräften. Deswegen bin ich bei diesem Fall auch einfach nur auf einer Art Welle mitgeschwommen, habe mir angehört, was genau passiert ist aber am Ende war mir zwar bewusst, dass der Fall gelöst ist, aber einen Sinn in der ganzen Handlung habe ich nicht gesehen.
Ein Punkt stößt mir allerdings gewaltig auf. Da ist ein Mädchen, die wohl in ihrem Comickostüm richtig gut aussieht. Sie zieht scheinbar wirklich alle Blicke auf sich. Und dann wird auch noch gesagt, dass ihre Mutter einen großen Star aus dem Mädchen machen will. – Ihre Mutter!!! Nicht das Mädchen selber. Die Mutter zwingt dieses Kind in ein Leben, obwohl es wahrscheinlich selber nicht einmal weiß, was es wirklich machen will. So werden dann wohl so etwas wie komplett demontierte Stars geboren. Menschen, die ein scheinbar traumhaftes Leben leben und am Ende doch in ihrer eigenen, ganz privaten Hölle sind.
Der Rest waren dann für die drei Jungs relativ normale Ermittlungen mit stellenweise echt harten Gefrotzel. Justus ist stellenweise ganz schön abgebrüht. – Was der seinem Kollegen für Sprüche drückt. Alle Achtung. Ich dachte immer, dass der hochgradig intelligent ist. Aber das habe ich zum Teil schon als extrem menschenfeindlich empfunden. Aber das kann durchaus auch nur persönliches Empfinden sein. Aber es hat mir in jedem Fall schon ganz schön aufgestoßen.

Naja, eine Folge, die ich gehört habe, und dann war es das auch schon wieder. Viel anfangen konnte ich mit dem Stoff nicht wirklich, dem entsprechend kann ich auch die gesamte Folge nicht wirklich gut bewerten. – Nun ja, ich hab sie halt mal gehört und gut ist es auch.

[Hörspiel] Die drei ??? 048 – „und die gefährlichen Fässer“

Autor: H.G. Francis
Regie: Heikedine Körting
Musik: Tonstudio EUROPA
Verlag: EUROPA
Produktionsjahr: 1989
Länge: 47 Minuten 58 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:
Hitchcock, Erzähler – Peter Pasetti
Justus Jonas, Erster Detektiv – Oliver Rohrbeck
Peter Shaw, Zweiter Detektiv – Jens Wawrczeck
Bob Andrews, Recherchen und Archiv – Andreas Fröhlich
Herr Andrews – Günter König
Daniel – Gosta Liptow
Mary – Anja Ziemer
Häuptling Turner – Norbert Lange
Schamane – Douglas Welbat
Unternehmer Mancarrow – Holger Mahlich
Ganove Biff – Lutz Harder
Ganove George – Manfred Liptow

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Inhalt:
Justus Peter und Bob sind mit dem Vater von Bob zu einem Erholungsgebiet unterwegs. Während die Jungs dort Urlaub machen sollen, will sich Herr Andrews mit einem Informanten für einen Artikel treffen. Doch aus dem Treffen wird nichts, denn das Flugzeug stürzt mitten in der Pampa ab. – Nun ist guter Rat teuer.
Nach dem Check, dass keine Hilfe kommen wird, machen sie die vier auf die Suche nach Hilfe. Dabei verschwindet Herr Andrews.
Die Jungs sehen im Wald einen jungen Mann, der aber vor ihnen wegläuft. Auch als sie ihn wieder treffen und sogar festhalten, redet er kein Wort. – Eher durch einen Zufall treffen sie ihn ein drittes mal und endlich bekommt er auch den Mund auf.
Die Jungs sind auf einen Indianerstamm gestoßen, der gerade ein Ritual abhält, den dreien also nur mit einem Auto aushelfen kann.
Als das Auto dann auch noch eine Panne hat, die Jungs fast ums Leben gekommen wären und durch das heilige Tal der Indianer zum Flugzeugwrack zurück wollen, werden sie von einer Bande Männer geschnappt. Sie können wieder fliehen, kommen aber so einigen krummen Dingen auf die Schliche. – Man könnte sagen, sie stürzen einmal mehr durch puren Zufall in einen Fall hinein, was sie so mit Sicherheit nicht beabsichtig haben.

Meine Meinung:
Irgendwie habe ich diese Folge im Gesamten als locker und nicht so in ein Format gepresst empfunden. An Spannung hat es trotz allem nicht gefehlt. Einfach wunderbar, wie der Autor aus einer lockeren Urlaubssituation ein ziemlich gefährliches und lebensbedrohliches Unterfangen gemacht hat. Da sitzen die vier einfach mal locker und vorfreudig in einem Flugzeug und dann versagt die Technik. – Und dann kommt am Ende auch noch heraus, dass das Ganze ein richtig hinterhältiger Anschlag war. Das hatte ich nicht von Anfang an auf dem Schirm. So Technik kann halt auch hin und wieder mal kaputt gehen …
Die Situation in der Wildnis habe ich von Anfang an als ziemlich gefährlich eingeschätzt. Mir ist inzwischen bewusst, dass die Story in Amerika spielt und Amerika hat nun mal diese riesigen kaum besiedelten Flächen mit fast urtypischen und unberührten Wäldern. Das kann ohne jede Ausrüstung in jedem Fall gefährlich werden. – Wobei ich sagen muss, dass die Jungs hier erstaunlich ruhig bleiben. Immer zuversichtlich machen sie sich auf den Weg, um eine Lösung aus dieser Situation zu finden. Alle Achtung.
Die Indianer … nun ja, wenn man das hier alles so hört, mag man gar nicht glauben, dass die noch immer so an ihren Ritualen und dem wirklich komischen Glauben festhalten. Sie fahren Autos, kennen moderne Technik und gehen doch bei Krankheit nicht zu einem Arzt, sondern lassen ihren Schamanen das machen. – Es kommt am Ende heraus, warum der Junge nicht mit den drei Jungs geredet hat, aber irgendwie habe ich dann doch mit dem Kopf schütteln müssen, weil normal definitiv anders ist. Wegen einem antiquierten Ritual anderen Menschen die Hilfe verwehren, ist schon eine Nummer, die von ganz schöner Kaltschnäuzigkeit zeugt.
Auf der anderen Seite haben wir dann schon im Indianerstamm diesen falschen Fünfziger, der sogar den Jungs ans Leben will, weil er mit den Schurken zusammen arbeitet.

Alles in allem fand ich diese Folge zum einen ziemlich voller Klischees, was die Indianer angeht. Die haben für mich so etwas kitschig romantisches bekommen. Auf der anderen Seite entbehrt dieser Stoff aber auch nicht gerade einer gewissen Realität. – Es hat ja immer wieder Leute, die sich durch leichte Arbeiten eine Menge Kohle zur Seiten schaffen wollen. Nichts anderes lag doch diesem ganzen Ding zugrunde.
Außerdem hat es mir um die Umwelt leit getan. Da handelt jemand ohne jedes Gewissen, nur um sich selber zu bereichern.
Eine im Endeffekt ziemlich vielseitige und irgendwie typische Story für Amerika. Die Jungs geraten hier durch einen ziemlichen Zufall hinein und können sich dann doch wieder raus mogeln.

[Hörspiel] Die drei ??? 047 – „und der giftige Gockel“

Autor: H.G. Francis
Regie: Heikedine Körting
Musik: Tonstudio EUROPA
Verlag: EUROPA
Produktionsjahr: 1989
Länge: 47 Minuten 22 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:
Hitchcock, Erzähler – Peter Pasetti
Justus Jonas, Erster Detektiv – Oliver Rohrbeck
Peter Shaw, Zweiter Detektiv – Jens Wawrczeck
Bob Andrews, Recherchen und Archiv – Andreas Fröhlich
Kommissar Reynolds – Wolfgang Draeger
Kelly – Kerstin Draeger
Julia Crown – Tessa Gasser
Big Barney Crown – Wolfgang Völz
Schwester Lazar – Hildegard Krekel
Don Dellasandro – Jürgen Thormann
Pandro Mischkin – Michael Hark
Kranführer Dick – Ernst von Klippstein

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Inhalt:
Die drei ??? Besuchen eine Freundin im Krankenhaus und geraten durch ihre Bettnachbarin unversehens in einen neuen Fall.
Die Tochter des Chicken-Königs hatte einen Autounfall. Sie leidet an einer Amnesie und kann sich an nichts erinnern, aber den Jungs kommt das Ganze recht komisch vor. Sie redet im Schlaf von einem Gift, welches Millionen von Menschen töten kann.
Warum erkundigt sich ein fremder Mann, der sich nicht zu erkennen gibt, nach dem Befinden des Mädchens. Und warum wird plötzlich auch das Auto von einem der drei Detektive manipuliert?
Der Fall entwickelt sich zu einem Wettlauf gegen die Zeit und es geht um nicht weniger als Millionen von Menschenleben.

Meine Fazit:
Zu diesem Fall geraten die Jungen ja, wie die Jungfrau zum Kinde. Da redet ein verunfalltes Mädchen im Delirium daher und die Freundin macht gleich eine große Sache daraus. – Logisch, dass eine Amnesie im Spiel sein muss. Ansonsten wäre das alles ja viel zu einfach gewesen. Und die Amnesie schwindet im Laufe der Folge auch quälend langsam. Hier ist den Machern wirklich ein richtig guter Schachzug gelungen.
Die Tochter vom Chicken-König. Der König selber entpuppt sich als gewiefter Unternehmer, der aus dem Nichts ein wohl recht ansehnliches Imperium hoch gestampft hat. Er nutzt wirklich jede Situation für Werbung in irgendeiner Weise aus. Und sei es auch nur, um Rabattcoupons zu verteilen. – An manchen Stellen wusste ich nicht so recht, ob mich dieser Typ mit seiner Art nun anwiedern soll, oder ob er seine Sache einfach nur richtig gut gemacht hat. Da war ich mir nie so wirklich sicher. Am Ende hat sich dieser Mann als gar nicht so unsympathisch herausgestellt. Er hat da eine Kurve noch sehr geschickt genommen.
Die Tochter, also das Unfallopfer, fand ich in diesem richtig sympathisch. Sie hat eben hingenommen, dass sie durch ihren Vater diese Chance hatte und ist aber auch vor Gefahren nicht zurückgeschreckt. Zwar hat sie mit dem Unfall eine ganze Menge riskiert, aber das hat sich am Ende auch als richtig herausgestellt. Nicht auszudenken, was hier für ein Schaden für die Firma hätte entstehen können. Gerade in Amerika, wo man unter einer sechsstelligen Klagesumme gar nicht erst anfängt.

Die eigentlichen Bösewichte bleiben hier eine ganze Weile im Verborgenen. Das erhöht die Spannung und hat mich immer wieder miträtseln lassen, was denn nun genau passiert sein soll. Und wie dann am Ende alles zusammen gekommen ist, war höchst faszinierend und hat die drei Detektive mal wieder so richtig gut dastehen lassen. Sie haben ganz schön knuspern müssen, wenn sie das Rätsel lösen wollten und am Ende wären sie fast zu spät gewesen. Man könnte sagen, dass sie das alles in letzter Sekunde aufgedeckt haben. Und dann kam dieser besagte Kniff von diesem Chicken-König.
Alles in allem war diese Folge in ihrer Kernaussage gar nicht so weit weg von der Realität. Heute geht man ja sprichwörtlich über Laichen, wenn es um den guten Geschmack und einen gesteigerten Umsatz geht. Genau das kommt hier so richtig gut raus.
Wirklich eine sehr gut gelungene Folge.

[Hörspiel] Die drei ??? 046 – „und der schrullige Millionär“

Autor: H.G. Francis
Regie: Heikedine Körting
Musik: Tonstudio EUROPA
Verlag: EUROPA
Produktionsjahr: 1989
Länge: 47 Minuten 33 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:
Hitchcock, Erzähler – Peter Pasetti
Justus Jonas, Erster Detektiv – Oliver Rohrbeck
Peter Shaw, Zweiter Detektiv – Jens Wawrczeck
Bob Andrews, Recherchen und Archiv – Andreas Fröhlich
Harry Burnside – Thomas Naumann
Millionär Pilcher – Michael von Raspatt
Marilyn Pilcher – Gabi Libbach
Sekretär Sanchez – Walter Eltz
Harald Durham – Ernst A. Frantz
Frau Durham – Micaela Kreißler
Jim Westerbrook – Michael Quiatkowski
Mrs. Westerbrook – Gerlinde Dillge
Dr. Gonzaga – Michael Liptow
Ramon Navarro – Norbert Lange

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Inhalt:
Peter, Bob und Justus helfen bei einer Verlobungsfeier aus. Der Hausherr ist geizig und regt sich wegen jedem zerbrochenen Glas mächtig auf. So lang, bis er einen Herzanfall erleidet. Aber ist es wirklich ein Herzanfall? – Später wird besagter Millionär noch entführt und die Party nimmt ein jähes Ende.
Es ist klar, dass die drei Detektive bei der Aufklärung des Falles helfen. Nach Kräften setzen sie sämtliche Puzzleteile zusammen und können nach längerem Hin und Her und entlichen Rätseln, endlich entziffern, um was genau es eigentlich geht.

Meine Meinung:
Und wieder hat es einen Sack von Klischees. Da hätten wir zum Beispiel den reichen Mann, der sich wegen jedem zerbrochenen Glas aufregt. Eine Sache, die bei seinem Vermögen wohl kaum ins Gewicht fallen wird.
Als nächsten haben wir dann noch diese zickige Millionärstochter. Da bieten die Jungs nun schon ihre Hilfe an, bekommen von dieser Tante aber nur Spott und Häme. Erst als die Polizei wohl mit ihrem Latein am Ende ist, sind die Jungs gut genug.
Und dann diese Geheimniskrämerei von dem Entführer … Er will ein ganz bestimmtes Buch, kann aber nicht sagen, welches genau. Oder will es nicht. Statt dessen führt er sich besonders wild auf und macht einen auf ganz gefährlich. – Das ich nicht lache.

Die Schauspieler machen ihre Sache einmal mehr richtig gut. Sie bringen ihre Rollen glaubhaft rüber und ganz besonders ist mir da diese Millionärstochter aufgefallen. Himmel, so zickig wie die möchte ich aber nicht sein. Mich wundert nur, wie hartnäckig die Jungs da dran bleiben und ihr dann auch noch um jeden Preis helfen wollen. In meinen Augen ist das komplett unlogisch. Wenn die mich so angebauft hätte, hätte sie mir mal schön den Buckel runterrutschen können.
Der Fall selber, fand ich, war jetzt so spektakulär nicht. Einzig das Geheimnis, welches der Alte daraus gemacht hat, hat da eine gewisse interessante Komponente mit rein gebracht. Am Ende handelte es sich um eine Miene, deren Besitzverhältnisse wohl nicht so zu hundert Prozent geklärt waren.
Der Weg, wie die drei Jungs zu des Rätsels Lösung gekommen sind, war so altbacken wie unspektakulär. Ich finde es immer wieder bewundernswert, wie ernst diese drei von der Fachwelt genommen werden. Sie können da scheinbar jeden noch so involvierten Fachmenschen fragen und bekommen immer Antworten, werden immer und überall vorgelassen und stoßen scheinbar nie auf Widerstand. – Das finde ich langsam aber sicher etwas unrealistisch dargestellt. Im Normalfall würde ein Professor doch nicht einfach so mit drei Highscooljungen reden. (Ich gehe mal davon aus, dass sie gerade auf der Highschool sind.)
Der Titel passt in diesem Fall jedenfalls wie die Faust aufs Auge. Wenn dieser Typ nicht schrullig war, dann weiß ich auch nicht. Himmel, diese ganzen Eigenheiten. Geizig bis unter den Kragen, obwohl er vor Geld stinkt. Er neidet ja sogar seiner Tochter das Erbe. – Wenn die Millionäre alle so sind, dann verzichte ich darauf, einen kennen zu lernen.

Nun gut, eine Folge, die man sich gut und gern mal antun kann, die man aber nicht unbedingt wiederholen muss. Da gibt es bessere.

[Hörspiel] Die drei ??? 045 – „und das Gold der Wikinger“

Autor: H.G. Francis
Regie: Heikedine Körting
Musik: Tonstudio EUROPA
Verlag: EUROPA
Produktionsjahr: 1989
Länge: 47 Minuten 7 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:
Hitchcock, Erzähler – Peter Pasetti
Justus Jonas, Erster Detektiv – Oliver Rohrbeck
Peter Shaw, Zweiter Detektiv – Jens Wawrczeck
Bob Andrews, Recherchen und Archiv – Andreas Fröhlich
Ingmar Ragnarson – Rolf E. Schenker
Karl Ragnarson – Utz Richter
Sam Ragnarson – Marco Kröger
Mr. Manning – Achim Schülke
Mrs. Manning – Julia Mahnkopf
Kommissar Reynolds – Wolfgang Draeger
Mrs. Andrews – Renate Pichler
Mr. Andrews – Manfred Bendixen
Mathilda – Ursula Vogel

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Inhalt:
Justus, Peter und Bob liegen, mit einem Fotoapparat bewaffnet, vor der Ragnarson Rock. Eine unbewohnte und sonst ruhige Felseninsel, auf der allerdings heute sehr komische Dinge vor sich gehen. Die Wikinger treffen ein, richten sich ein Lager ein und machen sich daran ein Lager einzurichten.
Die drei Jungs machen von der gestellten Schlacht, dem Lager und den kostümierten Menschen und dem Lager interessante Fotos, doch beim Auftraggeber kommen diese nicht an, denn ein Mitglied der Familie Ragnarson nimmt sie ihnen gewaltsam fest.
Der Schuldirektor, auch eine Mitglied der Familie Ragnarson, erteilt ihnen den Auftrag, die seltsamen Vorkommnisse zu klären. Auf Ragnarson Rock gab es noch nie Wölfe, warum heult dann jetzt einer. Und warum sondert sich ein Mitglied der Familie ab. Und dann ist da noch das Verschwinden des Ehemannes zu klären, der ertrunken zu sein scheint, dessen Frau das aber leugnet.

Meine Meinung:
Bei dieser Folge bin ich hin und her gerissen. Ich kann nicht recht sagen, ob ich jetzt begeistert sein soll über den Stoff und wie er hier dargestellt worden ist, oder ob ich jetzt über die ganzen Klischees lachen soll.
Fangen wir mal mit dem Klischee der trauernden Ehefrau an. Mrs. Manning steht im Hafen und heult sich die Augen aus dem Kopf, weil ihr Mann von einer Angeltour nicht nach Hause gekommen ist. Dabei trägt die Sprecherin, bzw. Schauspielerin, aber so dick auf, dass mir das Gejammer schon wieder ziemlich nervend in den Kopf gestiegen ist und ich die Augen rollen musste. – Dann der Klassiker, dass die Jungs ihr nicht genug sind und unbedingt die Polizei her muss. Als ob die direkt mal das Meer mit Booten nach einem einzelnen Mann absucht. Das passiert selbst im Hörspiel nicht.
Dass die Ereignisse auf der Felseninsel dann am Ende zu einem Fall für die drei Detektive führen, war mir schon etwas seltsam vorgekommen. Da spielt eine Familie erst einmal ihre Geschichte nach. So weit, so unspektakulär, aber dass dann einer aus der Reihe tanzt, war schon etwas seltsam. Das war am Ende genau der Typ, der den Jungs die Fotos auf so fiese Art und Weise abgenommen hat. Mir war ja von Anfang an klar, dass der Vogel Dreck am Stecken hat. – Und so war es auch.
Der Weg zur Lösung des Falles war am Ende nur möglich, weil die Jungs Hilfe von ihrem Direktor hatten. Aber dieses kleine Malheur kann ich hier ganz getrost mal außen vor lassen. Denn am Ende fand ich gerade Justus etwas begriffsstutzig. – Das Wolfsheulen. Sie wussten, dass es noch nie Wölfe auf dieser Insel gab. Und dann ertönt mit schöner Regelmäßigkeit Wolfsheulen, welches immer wieder gleich klingt und viel zu lang anhält, als dass es noch natürlichen Ursprungs gewesen wäre. – Logisch, dass das vom Band kommt. Und das bekommen die wirklich erst dann mit, als sie das Tonbandgerät finden.

Der Fall wird gelöst und alles löst sich in unspektakuläre Kleinstkriminalität auf. – Das wäre auch besser gegangen. Sorry, werter Autor. Aber du hast da schon bessere Sachen abgeliefert.
Die Schauspieler haben ihre Sache einmal mehr sehr anständig und hörenswert gemacht. Aber am Ende können auch sie nur sagen, was Ihnen der gedruckte Text vorgibt. Und somit war hier wohl nicht so viel mehr herauszuholen.
In dem Fall muss ich wirklich sagen: Schade um die Zeit.

[Hörspiel] Die drei ??? 044 – „und der gestohlene Preis“

Autor: H.G. Francis
Regie: Heikedine Körting
Musik: Tonstudio EUROPA
Verlag: EUROPA
Produktionsjahr: 1988
Länge: 50 Minuten 12 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:
Hitchcock, Erzähler – Peter Pasetti
Justus Jonas, Erster Detektiv – Oliver Rohrbeck
Peter Shaw, Zweiter Detektiv – Jens Wawrczeck
Bob Andrews, Recherchen und Archiv – Andreas Fröhlich
Milton – Horst Naumann
Bonehead – Sascha Draeger
Peggy – Veronika Neugebauer
Footsie – Niki Nowotny
Bloodhound – Manou Lubowski
Lomax – Peter Pantel [Wolf Rahtjen]
Tante Mathilda – Dorothea Kaiser
Gordon Harker – Stefan Brönneke

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Inhalt:
Als die drei Jungs auf den Schrottplatz zurückkommen, kommt ihnen bereits eine vollkommen aufgeregte Tante Mathilda entgegen. Da ist ein Journalist, der Justus sprechen möchte.
Es stellt sich heraus, dass Justus von seiner Vergangenheit eingeholt wird. Die Darsteller der kleinen Strolche sollen wieder zusammengerufen werden, um eine Talkshow und anschließend ein Fernsehquiz zu machen. Das Preisgeld von 20.000 Dollar kann sich sehen lassen.
Im Studio sollen die jungen Leute jeweils einen Pokal bekommen, als Dankeschön, dass sie bis hierhin mitgewirkt haben. Doch die Schachteln, welche überreicht werden, sind leer. – Wer hat die Pokale gestohlen und warum?
Das Quiz nimmt seinen Lauf und und Peggy und Justus machen das Rennen. Sie liegen vorne, was dem Initiator des Ganzen nicht wirklich recht ist. Er hatte einen anderen Plan.
Die drei ??? können bei einer Erkundung des Studios die Pokale finden, können sich aber keinen Reim darauf machen, warum sie gestohlen worden sind. Doch eine Drohung an Justus, dass er das Quiz auf keinen Fall gewinnen kann, bringt die Jungs auf eine heiße Spur.
Der einstmals sehr berühmte und erfolgreiche Regisseur hat zu große Ambitionen und schießt am Ende gewaltig übers Ziel hinaus.

Meine Meinung:
Dass Justus diese Vergangenheit beim Film hat, ist ja nun hinlänglich bekannt. Aber trotzdem finde ich den Einstieg ein wenig sehr auffällig gestaltet. Da laufen die alten Filme im TV, die Jungs machen sich herrlich lustig über Justus und die Späße. Und genau dann steht ein Typ vom Fernsehen bei ihnen und will Justus zu einer TV-Show verpflichten. Natürlich unentgeltlich und lockt ihn dann mit einem Gewinn, den er am Ende genau so gut nicht bekommen kann.
Lang habe ich gedacht, dass es in dieser Folge gar keinen Kriminalfall geben wird, dass es sich wirklich nur um die Show drehen wird. Aber da es sich um eine Folge der drei ??? handelt, geht es natürlich nicht ohne.
Zunächst einmal, fand ich die gestohlenen Pokale gar nicht so tragisch. Ein paar Blechnäpfe, die verschwunden sind, sind ja wohl nicht so tragisch, dass man darum ein Aufheben machen muss. Aber scheinbar sind die aus echtem Silber, bei dem Preis, der für die Teile genannt wird.
Was sich dann aber für ein Fall daraus entwickelt, ist einmal mehr typisch Filmbranche. Das Ende vom Lied sind arbeitslose Schauspieler, die verzweifelt versuchen, zu Geld oder zu einem Job zu kommen und andere, die sich vor ihren Kindheitssünden verstecken wollen, weil es sie in ihrem aktuellen Berufsleben komplett einschränken würde. – Die Einzelschicksale sind stellenweise amüsant und stellenweise ziemlich herzergreifend. Wobei ich den betrügerischen Typen, der als Schauspieler arbeitslos ist, schon eine gewisse Antipathie empfunden habe.
Der Regisseur, der das Ding dann so richtig ins Rollen bringt, wird am Ende meiner Meinung nach viel zu milde bestraft. Der hätte durchaus mal ne Runde Knast verdient. Der hat einen Menschen entführt, ihn gefesselt und geknebelt und gefangen gehalten. Und dafür geht er lediglich in die Klapse. – sorry, aber das ist mehr als ungerecht.
Die Sprecherin von Peggy habe ich als Gabi von TKKG wiedererkannt. Und einer von den Jungs ist auch eine bekannte Stimme aus der Hörspielserie. Ich meine, dass er bei TKKG den Karl gesprochen hat, oder wie der hieß. – Diese Tatsache hat mir ein kleines Schmunzeln aufs Gesicht gelockt. Da sieht man mal wieder, wie klein doch eigentlich die Welt der Hörspielmacher ist.

Meiner Meinung nach war es jetzt nicht das beste Hörspiel, was ich je gehört habe. Da gibt es auch innerhalb dieser Serie bisher bessere Folgen, aber so einen gewissen Unterhaltungswert hatte das Ganze dann am Ende doch. Mich hat es halt nur aufgeregt, dass der einzelne Darsteller, der eigentlich gar nicht mehr ins Rampenlicht möchte, so an die Öffentlichkeit gezerrt wird. Aber wiederum gefreut hat es mich am Ende für die Peggy, die mit dem Geld dann wirklich die Ausbildung machen konnte, die sie die ganze Zeit machen wollte. Schon schlimm, dass man in Amerika für eine gute Ausbildung so einen Batzen Geld braucht. Das bevorteilt doch die Sprösslinge der Reichen schon wieder und die unteren Schichten haben kaum ne Chance sich irgendwie ein besseres Leben aufzubauen.
Naja, ich will die Folge nicht weiter zerreden. Ich habe sie gehört und gut.

[Hörspiel] Die drei ??? 043 – „und der höllische Werwolf“

Autor: H.G. Francis
Regie: Heikedine Körting
Musik: Tonstudio EUROPA
Verlag: EUROPA
Produktionsjahr: 1988
Länge: 50 Minuten 50 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:
Hitchcock, Erzähler – Peter Pasetti
Justus Jonas, Erster Detektiv – Oliver Rohrbeck
Peter Shaw, Zweiter Detektiv – Jens Wawrczeck
Bob Andrews, Recherchen und Archiv – Andreas Fröhlich
Lucille – Petra Kaminski
Charles – Henry Kielmann
McLain – Rolf Jülich
Verleiher – Hartmut Kollakowsky
Kellnerin – Beate Hasenau
Sears – Manfred Liptow
Evans – Bernd Fallske
Pelzhändler – Eric Vaessen
Kom. Reynolds – Wolfgang Draeger
Lucilles Mutter – Astrid Kollex
Sekretärin – Eva Gelb
Mädchen – Veronika Neugebauer
Junge 1 – Manou Lubowski
Junge 2 – Niki Nowotny

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Inhalt:
Die drei Detektive finden am Strand eine Plastiktüte. Sie ist mit allerlei Mädchenkram gefüllt. Unter anderem sind Bücher darin, die aus einer Bibliothek entliehen worden sind. Über diese wollen sie den Besitzer der Tüte herausfinden, um die Sachen wieder an ihren rechtmäßigen Besitzer übergeben zu können.
Allerdings bringen sie die ersten Nachforschungen nur so weit, dass aufgelöste Eltern bei ihnen anrufen, die behaupten, dass die gesuchte Person ihre Tochter sei und diese schon längere Zeit verschwunden ist. Einziges Zeichens ihres Verbleibs ist ein Anruf, in dem sie sagt, dass sie zum Film gehen will und deswegen dort bleibt, wo sie gerade ist.
Der Fall entpuppt sich als einer der seltsamsten, den die Jungs je hatten. Zunächst sollen sie das Mädchen selber finden. Die Eltern wollen nichts unversucht lassen, sie wieder zur Heimkehr zu bewegen.
Als sie das Mädchen ausfindig gemacht haben, sollen sie den seltsamen Filmproduzenten durchleuchten, der dem Mädchen eine Rolle in einem zukünftigen Film angeboten hat.
Es kommt, wie es kommen muss. Der angebliche Filmproduzent ist ein Lügner und das Mädchen in großer Gefahr.

Meine Meinung:
Wo soll ich hier nur anfangen? – Am besten beim Cover. Es soll um einen höllischen Werwolf gehen, der auf dem Cover dann eher wie ein Fuchs aussieht. Das ist dann mal Fail Nummer eins. Und den zweiten sehe ich in der Tatsache, dass dieser Werwolf nur eine sehr untergeordnete Rolle in der ganzen Story spielt. Zwar hat er einige kurze und eindrückliche Auftritte, aber am Ende geht es doch um das Mädchen, welches die Jungs finden sollen. – Also das ist jetzt nur meine Meinung.
So ein Ding kann auch nur den drei Detektiven passieren. Sie wollen nichts weiter als ihren Fund dem rechtmäßigen Besitzer übergeben und landen am Ende in einem Fall, wie er auch nur in Hollywood passieren kann. Kleine Mädchen, mit einem komplett verklärten Bild des Schauspielerberufes laufen von zu Hause weg und meinen, ihr Leben nun selbst in die Hand zu nehmen. Stattdessen fallen sie auf einen Betrüger herein und müssen dann doch wieder gerettet werden. – Ein Klassiker für Hollywood. Der Stoff, aus dem schon so viele Storys sind.
Dass die Jungs hier so involviert werden, geht sicherlich auch nur in diesem Hörspiel. In der Realität wäre das alles andere als denkbar. Das geht ja schon da los, dass die Polizei sich sicherlich nicht offiziell von drei Jungs helfen lassen würde, die eigentlich noch in die Schule gehen sollten …

Diese Folge fand ich mal wirklich typisch Hollywood und absolut kurzweilig und abwechslungsreich. Klar, es wurden eine ganze Menge Klischees bedient und ich war mehr als einmal versucht, mit den Augen zu rollen. Aber dadurch wurde das Ganze doch überhaupt erst glaubhaft und dadurch so spannend.
Kurzweilig, spannend und gut. – Mehr davon, bitte.

[Hörspiel] Die drei ??? 042 – „und der weinende Sarg“

Verlag: EUROPA
Produktionsjahr: 1987
Länge: 47 Minuten 49 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:
Hitchcock, Erzähler – Peter Pasetti
Justus Jonas, Erster Detektiv – Oliver Rohrbeck
Peter Shaw, Zweiter Detektiv – Jens Wawrczeck
Bob Andrews, Recherchen und Archiv – Andreas Fröhlich
Michael Cross – Matthias Klimser
Mrs. Cross – Marianne Kehlau
Mr. Cross – Horst Naumann
Grady Markels – Gerd Baltus
Brackmann – F. J. Steffens
Margie – Monika Gabriel
Nachrichtensprecher – Diess Günter Flesh
Sawyer – Jürgen Thormann
Museumsbesucherin – Beate Hasenau
Gärtner – Günter Dockerill
Mr. Rossing – Eric Vaessen
Rossings Assistentin – Claudia Schermutzki

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Inhalt:
Michael macht mit seinen Eltern Urlaub in Rocky Beach. Allerdings gestaltet sich der Urlaub für ihn sehr langweilig. Seine Mutter schleppt ihn zu den langweiligsten Orten und Michael will doch nichts weiter, als die drei Detektive kennen lernen, von denen er weiß, dass sie in Rocky Beach leben und ihr Hauptquartier haben.
Einem Zufall ist es zu verdanken, dass Michael einem vermeintlichen Raub auf die Spur kommt. Er macht sich nun direkt auf die Suche nach den drei Jungs, um ihnen von seinem Verdacht zu berichten.
Die drei Jungs kennen die Villa natürlich, in der es nicht mit rechten Dingen zugehen soll. Und obwohl noch nichts nachweisbar konkretes passiert ist, machen sie sich auf Spurensuche, um das Rätsel zu lösen. Und genau jetzt wird eine wertvolle Vase geklaut, die sich im Nachhinein aber als Fälschung herausstellt.
Es entpuppt sich als ziemlich kniffliges Rätsel, was es mit den drei Totenköpfen auf dem ausgestellten Sarg auf sich hat. Michael ist dabei mit seinen Anregungen und kritischen Fragen eine wirkliche Hilfe und gemeinsam können sie dem ganzen Spiel des verstorbenen Villenbesitzer auf die Spur kommen.

Meine Meinung:
Die Einleitung fand ich am Anfang etwas befremdlich. Mit dem Michael kommt ein neuer Charakter hinzu, der sich im Laufe der Story aber wunderbar in die Handlung einfügt und wo ich mir am Ende gedacht habe, dass der durchaus als vierter Detektiv durchgehen kann.
Anfangs fand ich es etwas seltsam, dass die Mutter so absolut gar nicht merkt, wie sich ihr Sohn langweilt. Und als er dann auch noch den Verdacht eines Verbrechens hat, wird er nicht mal ernst genommen. Anfangs nicht einmal angehört. – Ganz ehrlich, so geht man mit Kindern in keinem Fall um. Ganz egal, in welchem Alter sie sind. Da hätte ich wirklich die Wände hochgehen können. – Aber am Ende kommen dann die drei Detektive ins Spiel und die Sache gerät ins Rollen.
Als sie die ersten Erkundigungen einholen, wird dann also die Vase geklaut. Ein wirklich seltendämlicher Zufall, wenn man das Ganze sehen würde, wie es in der Realität abläuft. Aber am Ende kommt so die Sache ins Rollen. Man kann feststellen, dass die Vase eine Fälschung war, man bekommt mit, dass sogar die Leute, die mit so altem Krempel handeln die Jungs über den Nuckel ziehen wollen und dann kommen endlich die Fragen auf, die endlich zu einer Lösung kommen sollen.
Das Kernrätsel war hier wirklich mal mehr als knifflig. Man musste ja auch erst einmal darauf kommen, dass hier überhaupt ein Rätsel vorliegt und es etwas zu enträtseln gibt. – Da es sich am Ende um ein Testament handelt, konnte ja keiner wissen, denn augenscheinlich war ja alles geregelt. Aber wenn man dann den Fall noch einmal hinterfragt, hat sich der Erblasser hier einen ganz schönen Hockauf gemacht. Mächtig verworren das alles.
Mit dem Ende bin ich leider nicht so ganz zufrieden. Die Jungs finden das eigentliche Testament. Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, würde das Erbe ihnen gehören. Also dem Finder. Sie hätten reich sein können. Und stattdessen überlassen sie es diesem seltsamen Enkel, der sich auf dem Geld mit Sicherheit auch nur noch ausruhen will. Hobby hin, Hobby her … Der hätte den dreien ruhig mal was abgeben können. Wenn er doch jetzt sowas sie steinreich ist.

Alles in allem ein kniffliger, spannender und abwechslungsreicher Fall. Es war gut, dass mal wieder ein neuer Charakter dazu gekommen ist. Der brachte mal wieder jede Menge frischen Wind in die Sache rein und somit hatte ich das Gefühl, das alles mal etwas lockerer, etwas anders lief. Ich fand, dass die Folge in Rekordzeit schon wieder vorbei war. Es kam mir nicht vor wie die angegebenen 50 Minuten. – Wahnsinn. Solche Folgen hätte ich dann liebend gern noch ein paar mehr.