[Hörbuch] Stefanie Mühlenhaupt – „Resistent – Sie werden uns kontrollieren“

Stefanie Mühlenhaupt
„Resistent – Sie werden uns kontrollieren“
Verlag: DP Audio (Digital Publishers)
ISBN: 9-783-968-17841-7
Länge: 7 Stunden 49 Minuten
Sprecher: Omid-Paul Eftekhari

– gehört im Juni 2022 –

Bienensterben, ein aktuelles Thema, welches auf den ganzen Haufen ökologischer Probleme obenauf kommt. So gesehen hat das Thema etwas topaktuelles und doch kann das Buch eine wirklich furchterregende Dystopie sein.

Klappentext: Wenn Widerstand die einzige Möglichkeit ist zu überleben … Bewegend und erschreckend realistisch: Der Thriller von Stefanie Mühlenhaupt. Im Auftrag einer Forschungsfirma entwickelt die Wissenschaftlerin Sophie Bergmann genetisch modifizierte Bienen, die gegen alle Umwelteinflüsse resistent sind. Seit vielen Jahren von dem Unternehmen gefördert und versorgt, arbeitet sie in dem festen Glauben, mit dessen Hilfe den Hunger in der Bevölkerung zu bekämpfen. Unerwartet stirbt eines der von ihr gezüchteten resistenten Bienenvölker. Sophie kann eine tödliche Mutation nachweisen, die sie bereits früher entdeckte, aber gezwungen wurde nicht weiter nachzuforschen. Anders als sie ihr ganzes Leben angenommen hat, scheint sich ihr Geldgeber nicht so sehr für das Bienensterben zu interessieren, sondern vor allem nach Macht zu streben. Erst als Sophie zusehen muss, wie ihr Kollege vom Sicherheitsdienst der Firma ermordet wird und sie selbst in die Schusslinie gerät, wird ihr klar, dass sie für sich und die Bevölkerung die Wahrheit herausfinden muss. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt … (Quelle: Thalia.de)

Inhalt: Sophie Bergmann hatte in ihrem Leben Glück im Unglück. Nachdem ihre Eltern verstorben waren, kam sie mit ihrer Schwester zu ihrer Tante, die sie aber schlecht bis gar nicht versorgen konnte. Sophie hat jedoch in der Schule durch hervorragende Leistungen geglänzt, was Foodtec auf sie aufmerksam werden lässt. Sie kann durch sie eine weiterführende Ausbildung machen, studieren, muss sich aber dann als Forscherin für dieses Unternehmen verpflichten.
Zunächst scheint ihr Leben sehr gut zu verlaufen. Sie forscht an einem Bienenprojekt, mit dem sie die Bienensterblichkeit ausmerzen will, sie hat satt zu Essen und eine gemütliche Wohnung und mit ihrer Schwester schon lang gebrochen. Sie glaubt, dass sie mit ihrem Projekt gut etwas gegen den Hunger in der Bevölkerung tun kann.
Doch durch eine Suchanfrage im PC macht sie Foodtec auf sich und ihren Kollegen aufmerksam. Sie möchte einfach nur wissen, warum ein Bienenvolk nach nur einem Sommer stirbt und genau das will Foodtec aber verhindern. Ihr Kollege findet den Tod und sie selber landet beim Widerstand, wo sie nach langer Zeit wieder auf ihre Schwester Becca trifft.
Sophie muss begreifen, dass Foodtec nicht das ist, was sie immer gedacht hat. Foodtec ist nicht bereit, den Lebensmittelmarkt aufzugeben und Lebensmittel für alle bezahlbar zu machen. Foodtec will Macht und will sie auch durch die resistenten Bienen nicht verlieren. – Sophie muss sich entscheiden, auf welcher Seite sie steht und wie es für sie weitergehen soll.

Fazit: Dieses Buch hat mich allein vom Thema her brennend interessiert. Es war mir einfach ein Rätsel, wie es sein kann, dass man durch Bienen jemanden in der Hand haben kann. Aber als die ganze Story dann los ging, war ich gefangen und habe einfach nur zuhören müssen.

Die Protagonistin ist Wissenschaftlerin. So viel ist von Anfang an klar. Sie forscht an oder mit Bienen und schnell wird klar, dass die ganze Sache zwar auf der Erde spielt, die Erde aber lang nicht mehr die ist, wie wir sie kennen.
Frau Mühlenhaupt hat hier einen Thriller geschrieben, der durchaus auch eine Dystopie sein kann. Die Erde hat klimatische Probleme, die die Menschheit in verschiedene Klassen einteilt. Da ganz armen, die reihenweise sterben, weil sie nicht genug zu Essen haben. Dann die Mittelschicht, von der man aber nicht viel erfährt. Nur, dass es sie eben gibt. Und dann haben wir da noch die Reichen und Angestellten von Foodtec.
Foodtec ist das Unternehmen, welches die Ernährung für die Menschen sicherstellen soll, aber am Ende auch nur hinter der Macht her ist. Reihenweise dubiose Machenschaften werden im Laufe der Story aufgedeckt und die Mitarbeiter werden mir immer unsympathischer.
In diese Dystopie wurde dann noch die Geschichte zweier Schwestern gepackt, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Ich wusste wirklich nicht, was ich von dieser Becca halten sollte, aber im Laufe der Handlung wurde sie mir immer sympathischer und ich habe begriffen, dass sie eigentlich diejenige ist, die auf der richtigen Seite steht.
Die Welt wird nicht so genau beschrieben, aber doch genau genug, dass ich wirklich furchterregende Bilder vor meinem geistigen Auge hatte. Dies hochtechnisierten Städte, die hungernde Bevölkerung. Tote und ausgedörrte Landschaften und über dem Ganzen ein wie Hohn strahlend blauer Himmel. Das ganze Buch über hat es nicht einmal geregnet. – Dieses ganze Bild der Nahrungsmittelproduktion war einfach nur erschreckend für mich. Um so realer, da ja derzeit auch hierzulande die Lebensmittelpreise immer mehr steigen und kein Ende in Sicht ist.

Das Thema Bienensterben ist wirklich brandaktuell und wurde hier richtig geschickt in eine spannende und mitreisende Story gepackt. Von Anfang bis Ende war ich gefesselt und habe mir am Ende sogar gewünscht, dass es doch bitte noch etwas länger gehen soll. Zu gern hätte ich gewusst, ob das Unternehmen den gewünschten Erfolg gezeigt hat und ob es für die Menschen etwas bewirken konnte.
Alles wurde gut beschrieben. Nicht zu viel und nicht zu wenig wurde beschrieben. Immer so, dass es immer irgendwie weiter ging und keine Längen entstanden sind. Es wurde der menschliche Faktor und auch der wissenschaftliche Faktor hier sehr gut bedient. Der Herzschmerz nahm nicht überhand, war aber in glaubhafter Menge vorhanden. Das Wissenschaftliche wurde durch den Kampf gegen diese allmächtige Firma geradezu bildhaft und unglaublich glaubhaft. – Die ganze Story war erschreckend real für mich. Ich sehe dieses Land in nicht so ferner Zukunft ganz genau da. Wir sind stramm auf den Weg dahin.

Ich bewerte dieses Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Ich war gefesselt, ich war fasziniert und ich hatte ein gewaltiges Kopfkino vor meinem geistigen Auge. Dieses Buch ist ein wirklich gewaltiger Thriller, der durchaus Potential zum Wachrütteln hat.

[Hörbuch] I.Reen Bow – „Im Schatten der Feinde“

I. Reen Bow
„Im Schatten der Feinde“
Reihe: Phönix- Akademie (3)
Verlag: Hörbuchmanufaktur Berlin
ISBN: 4-251-703-52132-3
Länge: 1 Stunde 58 Minuten
Sprecherin: Cornelia Waibel

– gehört im Juni 2022 –

Klappentext: Ein Phönix hat die Macht, sich aus seiner Asche zu erheben. Diese Fähigkeit besitzen nur wenige Phönixmagier und Annie Anderson gehört gewiss nicht zu ihnen. Genaugenommen hat sie schon mit der Heilung einfacher Krankheiten zu kämpfen. Bei einem erneuten Auftrag im Krankenhaus von Robins Geburtsstadt Loro, wird Annie mit dem Leid der Bodenstädter konfrontiert und fühlt sich überfordert und machtlos, was ihr zudem noch von allen Seiten durch hämische Bemerkungen bestätigt wird. Selbst ihr Freund Aves bemerkt nicht, wie tief er sie verletzt, als er zu unpassender Zeit ihre Person kritisiert.
Als vermummte Magier das Hospital angreifen und Menschen vor den Augen der Schülerin sterben, überschreitet es die Grenzen ihrer seelischen Kraft. Ihr Leben ändert sich gravierend.
Wird sie es schaffen, aus der Asche ihrer Gefühlswelt wiederaufzuerstehen? (Quelle: Thalia.de)

Inhalt: Während Robin in der Akademie noch immer auf der Suche nach ihrem Platz ist und ausloten muss, wem sie trauen kann und wem nicht, muss sich Annie mit ihrer Gruppe einmal mehr auf einen Auftrag. Sie haben den verkackt, bei dem sie Annie mit in die Akademie gebracht haben und müssen nun unbedingt etwas für ihre Punkte tun.
Doch Annie gerät in dem Krankenhaus von Loro schnell an ihre Grenzen. Sie soll einen Patienten heilen, der mit einem Fluch belegt wurde und ist dessen nicht mächtig. Im Heilen war sie noch nie gut. – Stattdessen wird sie zum Betten beziehen verdonnert.
Im Krankenhaus tauchen plötzlich vermummte Magier auf. Sie wollen ans Leben von Robin ihren Eltern, welche nach dem kalten Feuer im Krankenhaus behandelt werden. Annie wird somit Zeuge für die Tatsache, dass Robin ihre Eltern wirklich nicht umbringen wollte.
Während Robin darum kämpft, an der Akademie bleiben zu können, um ihre Fähigkeiten beherrschen zu lernen, ist man ihr schon lang auf den Fersen und will sie zurück holen.

Fazit: Zu kurz, wie alle Bücher von I. Reen Bow. Kaum ist man richtig in der Handlung drin, ist es auch schon wieder vorbei. Ein Hörbuch mit keinen zwei Stunden hat seine guten Seiten, dass man eben nicht so lang daran hängt, kann aber auch seine negativen Seiten haben. – leider
In jedem Fall knöpft dieses Buch direkt an den vorangegangenen Band an, was es nötig macht, dass man die Reihe schön der chronologischen Reihenfolge nach hört.
Die Story an sich ist hier etwas von der Protagonistin abgerückt. Zwar dreht es sich am Ende dann doch irgendwie um sie, aber dazu braucht es eine ganze Weile, bis man da die Querverbindung hergestellt wird. Allerdings ist mir am Ende ein Stein vom Herzen gefallen. Sie ist doch nicht so böse, wie es immer den Anschein hat.
Die Protagonistin hat es wirklich nicht leicht. – Da lebt sie sich so langsam in die Schule und deren Alltag ein und wird dann Außgerechnet von einer Schülersprecherin so gedisst. – Die Aussprache, zu der es dann kommen soll, fand ich leider etwas sinnlos. Genau die Tante, die ihr ans Leder will und mit Vorurteilen nur so beladen ist, hat auch ein Mitspracherecht und wird für ihr Fehlverhalten nicht wirklich bestraft.
Am Rande gibt es hier die alterstypischen kleinen Rangeleien zwischen den Schülern. Da haben wir Beziehungsschwierigkeiten, Animositäten der verschiedenen Stände bis hin zu schulischen Problemen.
Allerdings bekomme ich mit dieser Schule an sich, so langsam aber sicher ein Problem. – Die Schüler, die eigentlich Schutzbefohlene sein sollten, werden hier für Prüfungen oder so eine Art Klassenarbeiten Gefahren ausgesetzt, die absolut nicht standesgemäß sind. Mir ist schon klar, dass sie ihre Fähigkeiten praktisch anwenden sollen, aber wie das hier abgeht, finde ich etwas ganz schlimm daneben. Es gehen sogar Schüler dabei drauf. Ganz ehrlich, um was genau handelt es sich denn hier? Als Kinderbuch kann man es in dem Fall schon gar nicht deklarieren und auch als Jugendbuch möchte ich das hier nicht mehr wirklich sehen. Keine Ahnung, was sich die Autorin dabei gedacht hat, ich jedenfalls, fand es unmöglich.

Die Sprecherin hat ihre Sache an sich ganz gut gemacht. Es hat mich lediglich gestört, dass sie zwischendrin so offensichtlich angestrengt Luft geholt hat. Ich hätte da im Schnitt durchaus noch etwas nachgebessert. Aber die haben im Schnitt auch so genug Fehler gemacht. Es waren zwei oder drei Mal, wo sich Textpassagen gedoppelt haben. Da hat man dann immer ein bis zwei Sätze gehört, die brachen dann ab, um nach einer kurzen Pause noch einmal gespielt zu werden. – Das kam dann schon etwas seltsam rüber, aber habe ich bei der Hörbuchmanufaktur schon öfter mal erlebt. Auch bei anderen Büchern.
Die Handlung war kurz, gut beschrieben und stellenweise etwas emotional. Die Charaktere haben stellenweise an Tiefe und Präsenz gewonnen, haben sich besser in die Handlung eingefügt, sodass ich davon ausgehe, dass da in Zukunft von denen noch mehr zu hören ist. – Man darf also gespannt sein, was da noch so alles kommt. In jedem Fall hat die Reihe aber noch ein ganz Teil Folgen.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Ich fand es etwas irritierend, dass die eigentliche Protagonistin erst einmal in den Hintergrund gerückt ist und gerade am Ende wieder mit so einem Hammer um die Ecke kommt. Man kann vorausahnen, dass sie noch nicht alles ausgestanden hat und da noch einiges kommen wird. Man darf also gespannt sein.

[Hörbuch] Diana Gabaldon – „Ferne Ufer“

Diana Gabaldon
„Ferne Ufer“
Reihe: Outlander (3)
Verlag: Argon
ISBN: 9-783-839-81512-0
Länge: 52 Stunden 14 Minuten
Sprecher: Birgitta Assauer

– gehört im Juni 2022 –

Teil 3 dieser Reihe von Mammutbüchern … – Keine Ahnung, was ich dazu noch sagen soll und was ich davon halten kann.

Klappentext: 20 Jahre lang hielt Claire ihre große Liebe Jamie Fraser für tot. Nun findet sie heraus, dass er die Schlacht von Culloden wider Erwarten überlebt hat. Unterstützt von ihrer Tochter Brianna kehrt sie durch den Steinkreis zu ihm zurück und findet ihn im 18. Jahrhundert lebend wieder. Aber ihre Raum und Zeit überwindende Liebe bleibt nicht lange ungetrübt. Denn Jamie hat 20 Jahre lang sein eigenes Leben geführt, außerdem engagiert er sich nach wie vor für Schottlands Unabhängigkeit. Und so müssen Jamie und Claire früher, als ihnen lieb ist, das Hochland verlassen und sich aufmachen zu neuen, fernen Ufern. Doch sie wissen, dass ihre Liebe und ihre Leidenschaft füreinander sie jedes Hindernis überwinden lässt.

Birgitta Assheuer ist Sprecherin in Hörfunk und Fernsehen. Mit ihrer weichen und sinnlichen Stimme gelingt ihr, jeder Figur einen eigenen Charakter zu geben und uns an ferne Ufer zu entführen. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Claire regelt in der Gegenwart noch ihre Angelegenheiten, nur um dann ins Schottland der Vergangenheit zurückzukehren. Nur ist sie in diesem Fall besser vorbereitet, hat schon einmal die halbwegs richtigen Klamotten an und ein paar Münzen dieser Zeit einstecken.
Sie hat mit ihrer Tochter und einem Bekannten ihren Jamie ausfindig gemacht und ihn dann in der Vergangenheit dort aufgesucht.
Kaum sind Claire und Jamie wieder zusammen, häufen sich die Probleme. Jamie ist nicht nur Drucker, sondern er druckt auch nicht ganz so legale Traktate und schmuggelt Alkohol. Es dauert nicht lang, da verlassen die beiden die Stadt, um wieder auf den Hof zurückzukehren. – Dort taucht dann aber die Frau auf, die Jamie inzwischen geheiratet hat, was er Claire verschwiegen hat.
Um seine zweite Frau milde zu stimmen, erklärt sich Jamie zur Zahlung von Entschädigungen und Unterstützungen bereit, will dafür einen Schatz nutzen, wo er aber seinen Neffen verliert, als sie den holen wollen.
Ohne seinen Neffen kann Jamie nicht auf den Hof zurück und entschließt sich so für eine gefahrvolle Reise, um seinen Neffen wieder zu finden.
Claire und Jamie bereisen die Welt, finden nicht nur ihren Neffen wieder und geraten dann, als alles im Lot erscheint, in einen Sturm, der sie ganz woanders hin trägt, als sie eigentlich wollten.

Fazit: Ich habe mich auf der einen Seite auf die Lektüre gefreut, war aber auf der anderen Seite auch wieder davon abgestoßen. 52 Stunden sollte dieser dritte Teil haben und ich habe wirklich mit mir gehadert, ob ich mir das antun soll. Das ist mal ein gewaltiger Marathon. Selbst als Hörbuch viel zu lang.
Es kam, wie es kommen musste. Ich bin voller Neugier ran gegangen, war dann anfangs auch gefesselt und wollte wissen, wie es denn nun weiter geht und am Ende habe ich sogar aufgeatmet, weil Claire endlich zu ihrem Jamie zurück geht. Ich habe eigentlich gehofft, dass sich die beiden jetzt endlich ein gemeinsames Leben aufbauen können und zur Ruhe kommen. Aber dem war natürlich nicht so.
Es entspinnt sich die ewig gleich Geschichte von Flucht und Verfolgung. Davon, dass Jamie das Gesetz unterwandert oder eben auch nicht so ganz ernst nimmt. Claire nimmt ihre Rolle als Frau der Zeit nicht so ganz ernst und fällt immer wieder auf. Jamie hat eine weitere Hochzeit verschwiegen und schon ist der nächste Streit auf dem Plan. – Wenn ich es genau betrachte, ist das alles nur ein riesiges Durcheinander von Frauen, Familienangelegenheiten und persönlichem Ehrgeiz. Und Claire ist nicht vernünftig und bringt noch zusätzliches Durcheinander mit rein.
Die Handlung ist gewaltig. Sie spielt auf der halben Welt, ist gut beschrieben und stellenweise auch sehr bildhaft. Allerdings hat es auch nicht wenige Längen, in denen wirklich mehr als geschmalzt wird. – Bei der Länge hatte man derartiges auch weglassen können.
Seinen Reiz einer Zeitreisegeschichte hat dieses Werk schon länger für mich verloren und ich höre es mir eigentlich nur noch an, weil ich wissen möchte, wie die Autorin das nun alles zum Ende gebracht hat. Die Faszination am Stoff ist längst verschwunden und auch Bilder im Kopfkino habe ich nur noch zeitweise gehabt.
Allgemein betrachtet ist der Stoff an sich schon recht gut und erzählenswert, aber die Art wie er erzählt ist, hätte ich persönlich nicht so ausführlich gemacht.

Ich bewerte dieses Buch mit 3 von 5 möglichen Sternen.
Zu lange, zu ausschweifend, zu viele Längen in denen nichts passiert und zu viel Hin und Her, sodass ich den Charakteren nicht mehr abkaufe, dass sie noch immer Durchhaltewillen haben.

[Hörbuch] I.Reen Bow – „Funkenspiegel“

I.Reen Bow
„Funkenspiegel“
Reihe: Phönixakademie (2)
Verlag: Hörbuchmanufaktur Berlin
ISBN: 4-251-703-52130-9
Länge: 1 Stunde 52 Minuten
Sprecherin: Cornelia Waibel

– gehört im Juni 2022 –

Klappentext: Robin wird wegen ihrer dunklen Magie an der Akademie gefürchtet und angefeindet. Die meisten Schüler und Studenten wollen sie am liebsten wieder vertreiben.
Als die Schülersprecherin Kathy Silberstein verspricht, ihr zu helfen, vertraut Robin sich ihr an. Doch das ist ein Fehler, denn Kathy sieht in Robin nur eine Gelegenheit, ihren eigenen Ruhm zu steigern.
Bietet die Phönixakademie wirklich die erhoffte Sicherheit? Oder erreicht die Sensation über den schwarzen Phönix bald auch die Außenwelt und verrät Frederik so Robins Aufenthaltsort? (Quelle: Thalia.de)

Inhalt: Robin ist auf der Akademie angekommen, wird untersucht und ihr Vertrauenslehrer ist mehr als begeistert von ihr. Die Schüler allerdings nicht. Von Anfang an versuchen, alle ein Blick auf sie zu erhaschen.
Nach den Untersuchungen wird Robin auf die Schülerschaft losgelassen. Allerdings fühlt sie sich nicht wirklich wohl in ihrer Haut. Sie landet in der ersten Klasse und trifft irgendwann auf die Schülersprecherin, welche sich ein Interview mit ihr wünscht, es sich hier erschleicht und dann Lügen über Robin verbreitet.
Bei einer Aussprache im Büro des Vertrauenslehrers bekommt Robin eine Art Coach an die Seite und eckt einmal mehr mit der Schülersprecherin an. – Das verspricht noch ein harter Kampf zu werden.

Fazit: Auf jeden Fall wieder viel zu kurz, dafür aber alles sehr bildhaft und ausführlich beschrieben.
Die Story knüpft fast nahtlos an den ersten Teil an. Allerdings ist im ersten Teil nicht wirklich so viel passiert, dass man den zweiten jetzt nicht verstehen würde. Irgendwie sind beides Geschichtenabschnitte, die man auch unabhängig voneinander verstehen würde. – Eine wirkliche Welt hat sich mir hier eh noch nicht ergeben. Dazu sind die Hörbücher schlicht und ergreifend zu kurz. Scheint ein Markenzeichen der Autorin zu sein, dass sie kurze Bücher schreibt, ihre Reihen dafür dann aber fast endlos lang sind.
In jedem Fall war dieser Band schon ein ganzes Teil spannender, als der erste. Zusammenhänge waren mir klarer. Es hat sich mir ein schlüssige Gesamtbild ergeben, in dem ich dieses Internat gesehen habe. Nur dass eben Phönixe hier unterrichtet werden und nicht normale Menschen. Leider hat es dann hier auch eingebaut so eine typische Mobbing-Story. Sicher, die bringt am Ende die Spannung in diesem Teil der Serie, aber wirklich gelöst ist das ganze Problem nicht.
Das bringt mich dann auch schon zu zwei Charakteren in diesem Hörbuch. Mit Robin, der Protagonistin, konnte ich mich voll gut identifizieren. Ich konnte so gut nachvollziehen, wie unwohl sie sich gefühlt haben muss. Sie hatte so schon ein gewaltiges Päckchen zu tragen und muss sich dann auch noch so eine Gemeinheit von dieser dämlichen Bitch gefallen lassen.
Die dämliche Bitch steht hier wohl für sämtliche Schüler, die meinen, die anderen unterdrücken zu müssen. Scheinbar mit Schönheit gesegnet, ist sie im Inneren aber eiskalt und stockenhässlich. Schon wie die Sprecherin diese Person intoniert hat, hat in mir sämtliche Aggressionen geweckt, die ich nur finden konnte. Wenn dieses Ding physisch gewesen wäre, hätte ich ihr nur zu gern einfach mal eine gezimmert.
Die Sprecherin hat hier in jedem Falle einen guten Job gemacht. Wie gesagt, diese Bitch hat sie wirklich sehr glaubhaft rüber gebracht. Da blieben absolut keine Wünsche offen. Auch wenn es um die Gedankengänge von Robin ging, habe ich dieser Stimme wirklich alles abgekauft. Diese Unsicherheit, diese Angst und die Ratlosigkeit. – Ja, ich möchte sogar sagen, dass die Sprecherin aus dem Text noch einmal einiges raus geholt hat.
Nach wie vor nervt mich aber an, dass diese Bücher so verdammt kurz sind. Wenn man Folge 1 bis 3 zusammen gefasst hätte, wäre das auch gegangen. Und selbst von der Handlung her wäre das durchaus möglich gewesen. – Aber schon klar, wenn man mehr splittet, kann man am Ende mehr Bücher verkaufen. Schon auch irgendwie clever.

Ich bewerte dieses Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Für den fünften Stern war es einfach zu kurz. Gerade, als sich so ein Internatskonflikt angebahnt hat und ich wissen wollte, ob Robin durch hält oder ob sie flieht, war das Buch auch schon wieder zu Ende. Das ist doch Folter. Sorgt allerdings auch dafür, dass ich die Reihe sicherlich weiter verfolgen werde.

[Hörbuch] Diana Gabaldon – „Die geliehene Zeit“

Diana Gabaldon
„Die geliehene Zeit“
Reihe: Outlander-Saga (2)
Verlag: Argon
ISBN: 9-783-839-81429-1
Länge: 43 Stunden 59 Minuten
Sprecherin: Birgitta Assheuer

– gehört im Juni 2022 –

Klappentext: Schottland 1968: Zwanzig Jahre nachdem Claire Randall aus der Vergangenheit zurückgekehrt ist, bringt sie ihre Tochter Brianna in die Highlands, denn Brianna soll endlich das Land ihres Vaters kennenlernen. Claire will außerdem die Antwort auf eine Frage finden, die sie seit über zwanzig Jahren quält: Konnte ihre große Liebe Jamie Fraser die schreckliche Schlacht von Culloden überleben? (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Claire Randall kehrt als Witwe an den Ort ihrer damaligen Hochzeitsreise mit weitreichenden Folgen zurück. Sie bringt ihre inzwischen erwachsene Tochter Brianna mit. Eine Tochter, von der ihr verstorbener Ehemann wusste, dass es nicht sein Fleisch und Blut ist. Eine Tochter, die selber der Meinung ist, dass ihr Vater der Wissenschaftler Randall ist.
In den Highlands hat Claire das Ziel, ihre Tochter behutsam an die wirkliche Wahrheit heran zu führen. Sie aufzuklären, wer ihr Vater ist und von wem sie abstammt.
Der Hörer macht eine erneute Zeitreise, landet in den Highlands des 18. Jahrhunderts, erfährt die Umstände, in denen Claire freiwillig eine ganze Weile gelebt hat und erfährt auch, was Claire und Jamie alles durchgemacht haben. Er erfährt auch über die Entstehungsgeschichte von Briana.

Fazit: Ich hatte gleich zu Beginn den Gedanken, dass auch dieses Buch mit seinen über 42 Stunden viel zu lang ist. Das konnte kein Tempo oder etwa Spannung haben. Dazu schien es von Anfang an wieder viel zu genau beschrieben und zu langatmig erzählt. – Und genau das habe ich bekommen.
Claire und Brianna machen eine Reise in die schottischen Highlands. Mir war ja von Anfang an klar, dass der verstorbene Wissenschaftler nicht Brianna ihr leiblicher Vater sein kann. – Wusste ich doch aus dem ersten Band, dass Claire bereits schwanger von ihrer Zeitreise zurückgekehrt ist. – Nur Brianna tappt im Dunkeln, was mich ein wenig angenervt hat, weil von Anfang an klar war, dass es hier um die Aufarbeitung der Vergangenheit gehen sollte. Und dafür über 42 Stunden … – Innerlich habe ich mit den Augen gerollt.
Es kam, wie es kommen musste. Lang und ausschweifend geht die Geschichte in der Vergangenheit genau da weiter, wo sie im vergangenen Band aufgehört hat. Claire und Jamie verweilen zunächst in Paris, wo ich der Meinung war, dass sie da auch hätten bleiben sollen, weil es schlicht und ergreifend das Beste für sie gewesen wäre. Aber nein, man mischt sich in das Geschehen ein, wie es Claire aus ihrer Vergangenheit kennt. Man will die Ereignisse verändern, aber dafür sorgen, dass bestimmte Personen trotzdem geboren werden. – Dass das schief gehen muss, ist logisch und gar nicht anders machbar.
Es ereignen sich eine ganze Menge anderer, teilweise tragische Dinge, die aber in der Fülle der Informationen, in der Menge der hier geschriebenen Worte, komplett untergehen. Spannung oder gar Dramatik wird einfach weggewischt und quasi nicht vorhanden. Eigentlich schade, wenn man es genau betrachtet, denn eigentlich wäre es hier wirklich sehr gut möglich, durch Kürzungen und weniger Informationen eine ganze Menge mehr Spannung hinein zu bringen. Statt dessen wurde in der gesamten Handlung einfach zu viel Aufmerksamkeit auf Gefühle und Gedanken von Claire und Jamie gelegt. Stellenweise wurde es richtiggehend kitschig. Wie sie immer wieder versucht hat, ihn aus der Scheiße zu ziehen und wie geschockt sie waren, als tot geglaubte Menschen dann doch wieder vor ihnen standen und vor Gesundheit nur so strotzten.

Alles in Allem ein Buch, welches man meiner Meinung nach unbedingt der chronologischen Reihenfolge nach hören oder lesen sollte. Ansonsten versteht man gerade am Anfang nicht wirklich, um was es geht und warum Claire vor einem uralten Grabstein plötzlich ganz verzweifelt zusammenbricht.
Auf der anderen Seite bin ich noch ein wenig am Zweifeln, was denn in den nächsten Bänden noch alles kommen soll. Ich meine, die Protagonistin ist inzwischen eine alte Frau, das in der Vergangenheit gezeugte Kind erwachsen und traumatisiert fürs Leben und das Rätsel um den Steinkreis ist zwar nun ein paar Menschen mehr bekannt, das Rätsel selber aber nicht gelöst. – Ich bin auf der einen Seite gespannt, was da nun noch kommen soll, auf der anderen Seite aber auch schon wieder leicht genervt, weil da nicht mehr wirklich viel kommen kann. …

Ich bewerte dieses Buch mit 2 von 5 Sternen.
Die Länge bringt in jedem Fall Abzug. Das ist viel zu lang und als Buch möchte ich diesen Schinken nun wirklich nicht in der Hand halten müssen.
Weiterhin bringt die Art, wie es geschrieben ist, Abzug ohne Ende. – Viel zu ausführlich, viel zu langweilig und die Spannung die hätte vorhanden sein können, wurde komplett durch Erklärungen und Gefühlsduselei vernichtet.
Den dritten Stern ziehe ich ab, weil ich mir absolut nicht vorstellen kann, wie das noch weitergehen soll. – Reist jetzt etwa die Tochter in die Vergangenheit, um ihren leiblichen Vater kennen zu lernen und die Zeitachse komplett durcheinander zu bringen? – Oh man.

[Hörbuch] I.Reen Bow – „Der schwarze Phönix“

I.Reen Bow
„Der schwarze Phönix“
Reihe: Phönix-Akademie Funke (1)
Verlag: Hörbuchmanufaktur Berlin
ISBN: 4-251-703-52128-6
Länge: 1 Stunde 37 Minuten
Sprecherin: Cornelia Waibel

– gehört im Mai 2022 –

Ich habe auf Spotify einmal angefangen, das Profil von I.Reen Bow anzuhören, also ziehe ich das jetzt auch durch. Auch wenn ich die Teile an sich, schon wieder absurd kurz finde.

Klappentext: Robin trägt den Tod in ihrem Blut, denn sie ist ein schwarzer Phönix. Menschen haben Angst vor dem Sterben und somit fürchten sie auch das Mädchen, das ihr Leben lang schon auf der Flucht ist. Sesshaft zu werden, bedeutet für sie, ihre Freiheit zu verlieren und ihrer düsteren Magie nachzugeben. Nicht alle meiden sie – es gibt Personen, die sie jagen und mit aller Gewalt brechen wollen, um ihre Magie zu nutzen. Dennoch stellt sie sich ihren Ängsten und geht zur Phönixakademie. Für sie ist das der einzig sichere Ort, denn die gewaltige fliegende Magieschule ist in ständiger Bewegung und wird gut beschützt. Doch was wird der Preis für ihren Aufenthalt sein, den sie zahlen muss? Ihre Freiheit? Phönixakademie – Fantasy-Serie Funke 1: Der schwarze Phönix (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Robin ist bei ihrem Elternhaus und es brennt mit eiskaltem Feuer. Es ist ihr egal, dass die Eltern, die sie damals verkauft haben, dabei ihr Leben lassen werden. Doch im Garten findet sie Kinderspielzeug und schon muss sie wenigstens das Kind retten.
Doch auch für Robin ist das Feuer im Haus zu viel und sie wird von den Schülern der fliegenden Phönixakademie gerettet. Sie wird in die fliegende Magieschule gebracht, um den Umgang mit ihren Kräften lernen zu können.
Robin ist sich unsicher. Es ist nicht gut, wenn sie sesshaft ist. Da ist jemand, der ihrer habhaft werden will, um ihre Magie sich selber zu Nutzen zu machen. Eine dunkle Bedrohung, die nicht namentlich genannt werden darf.
Aber, auch in der Schule ist sie den üblichen Teenagerproblemen ausgesetzt. Wird man sie in die Gemeinschaft integrieren können?

Fazit: Es geht direkt mal richtig rein, in die Action. Ohne Erklärung, ohne Vorwarnung wird man direkt mit Fantasy beglückt, ob man sie will oder nicht. Kaltes Feuer, eine magiebegabte, zwielichtig wirkende Person, die erst eine Entscheidung trifft, diese dann aufgrund von Kinderspielzeug wieder revidiert und es sich anders überlegt. – Schon blöd, von der Protagonistin, sich so absichtlich in Gefahr zu begeben, für eine Vermutung. Wenn ich doch weiß, dass ich eigentlich allein bin, auf der Welt. Dass ich nur einen gefährlichen Verfolger habe, der mich ausnutzen will. Sollte dieser geheimnisvolle Typ sie da rausholen?
Nach und nach erfährt man dann so, was mit dieser Robin eigentlich los ist. Das geht dann allerdings zu Lasten der Handlung. Im Prinzip hat es hier wirklich nur das brennende Haus und die Rettungs- und Transportaktion dieser Schüler und die Einweisung in eine Art Krankenstation. – Ende. Kaum war man richtig in der Handlung drin, war es auch schon wieder vorbei. Auch hier die typische Handschrift von I.Reen Bow. Eine wahrscheinlich fast inhaltsleere Story auf viele Teile aufteilen und zack, hat man etliche Bücher raus gebracht und kann kassieren.
Die Sprecherin hat ihren Job gemacht. Sie hat eine leicht kindliche Stimme, was die Altersgruppe der Protagonisten so in etwas widerspiegelt und das ganze Buch etwas glaubhafter macht und etwas aufwertet. Aber auch so eine Sprecherin kann ja am Ende nur das lesen, was die Autorin verzapf, also konnte sie ja gar nicht wirklich richtig loslegen. Ich glaube kaum, dass es hier zum Ausschöpfen des Potentials gekommen ist.

In jedem Fall steckt die Welt, in der die Story spielen soll, voller Fantasie. Phönixe an sich, sind jetzt nichts Neues, aber dass es hier gute und böse von ihnen geben soll, dass man die Magie auch erlernen kann, dass in einer fliegenden und wandernden Schule ausgebildet wird …. Das alles hat in jedem Fall Potential und ich bin mal gespannt, was sich aus diesem ersten Teil noch alles entwickelt. Folgen hat es jedenfalls noch eine Menge, also auch jede Menge Möglichkeiten, was da noch so alles passieren kann.
Partei kann ich in hier noch nicht ergreifen. Dazu ist zu wenig passiert und ich weiß noch zu wenig von den jeweiligen handelnden Personen. In jedem Fall bin ich neugierig, was aus den fast getöteten Eltern dieses Wesens wird und was es mit diesem „Kinder verkaufen“ auf sich hat.

Ich bewerte dieses Hörbuch mit 3 von 5 möglichen Sternen.
Ganz ehrlich, so geldgeil kann kein Autor sein, dass er wirklich so kurze und nichtssagende Folgen auf den Markt schmeißt. Ganz großes Manko und absolut nicht verwunderlich, wenn dann wirklich zwischendurch Leser abspringen und keinen Bock mehr auf das Theater haben. Nun ja, und aufgrund der Kürze, in diesem Fall auch nicht wirklich ein Inhalt oder eine Aussage da. – eigentlich schade um den Stoff.

[Hörbuch] Diana Gabaldon – „Feuer und Stein“

Diana Gabaldon
„Feuer und Stein“
Reihe: Outlander Saga (1)
Verlag: Argon
ISBN: 9-783-839-81428-4
Länge: 37 Stunden 2 Minuten
Sprecher: Birgitta Assheuer

– gehört im Mai 2022 –

Faszinierend, gut recherchiert, wenn auch ein wenig lang.

Klappentext: Schottland 1946: Die englische Krankenschwester Claire Randall ist in den zweiten Flitterwochen, als sie neugierig einen alten Steinkreis betritt und darin auf einmal ohnmächtig wird. Als sie wieder zu sich kommt, befindet sie sich im Jahr 1743 – und ist von jetzt auf Gleich eine Fremde, ein »Outlander«. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Claire, Krankenschwester nach dem Krieg, befindet sich mit ihrem Mann in den zweiten Flitterwochen. Die ersten wurden durch den Krieg verhindert und das damals verpasste, soll nun nachgeholt werden.
Ihr Mann ist ein geborener Historiker. Die schottischen Highlands bieten ihm jede Menge Stoff zum Erforschen und Nachlesen. Ganz besonders hat es ihm sein Urahn angetan, der berühmt und berüchtigt ist und über den sich sogar noch einige Unterlagen im Kirchenarchiv finden.
Claire interessiert sich für Botanik und und will in dem geheimnisvollen Steinkreis noch einmal ansehen. Im Steinkreis angekommen, wird sie aber ohnmächtig und wacht zwar an Ort und Stelle, aber in der Vergangenheit wieder auf.
Claire braucht eine geraume Weile, bis sie kapiert, was genau passiert ist. Aber als sie es dann kapiert hat, muss sie sich in ihr neues Leben einfinden. Sie lernt ihren zweiten Ehemann und den berühmt berüchtigten Urahnen ihres ersten Mannes kennen. Sie wird mit den Gegebenheiten des Lebens in der damaligen Zeit konfrontiert, als Hexe angeklagt und muss mit ihrem vogelfreien Ehemann fliehen.

Fazit: Ich hatte schon sehr viel von diesem Werk gehört. Die Highlander-Saga war mir durchaus ein Begriff. Doch ran getraut habe ich mich nie. Schon der erste Band hatte über tausend Seiten, was mich schon sehr abgeschreckt hat. – Und auch jetzt, als ich es gehört habe, muss ich sagen, dass dieser Schrecken durchaus berechtigt war. Denn der Stoff kann sich ziehen. Lang und ausführlich wird vieles erklärt und beschrieben und wenn man es genau betrachtet, besteht die Handlung lediglich aus einem sehr interessanten Zeitsprung, dem Einfinden in die neue Zeit und dann auch wieder nur aus Flucht und Gefahr.
Im Prinzip hat man bei diesem Buch zwei sehr interessante Zeiten. Zum Einen wäre da die Nachkriegszeit, die unsere beiden Protagonisten als sehr angenehm durchleben dürfen. Keine Spur von Hunger, Frieren oder gar Obdachlosigkeit. Ganz im Gegenteil. Die zwei machen ihr Leben da weiter wo sie es einstmals mal aufgehört haben. – Die lustvollen Szenen passen meiner Meinung nach nicht wirklich rein. Man hätte dem Leser auch anderweitig klar machen können, dass sich die beiden ein Kind wünschen. Wobei es hier auch Gegebenheiten gibt, die nicht wirklich in die damalige, fast brüte Zeit passen. – Dieser erste Teil ist relativ kurz und der Leser erlebt einfach die Flitterwochen der beiden mit. So weit, so unspektakulär.
Im zweiten Teil, die Zeit nach dem Zeitsprung, wird es schon um einiges spannender. Die Autorin hat das Leben zu damaliger Zeit wirklich sehr gut recherchiert und tatsächlich sehr gekonnt eine Handlung daraus gebastelt. Gerade die anfängliche Verwirrung war wirklich sehr gut dargestellt. Dieser Gegensatz vom Frauenbild damals und heute kam wirklich sehr gut raus.
Die Anklage als Hexe habe ich jetzt als kleinen Winkelzug empfunden, den man durchaus besser hätte herausarbeiten können. Zwar hat die Protagonistin versucht, diese Widersprüchlichkeiten herauszuarbeiten, aber die Leute sind sehr gefasst mit dieser doch zu modernen Erkenntnis umgegangen. – Was mir in jedem Fall im Gedächtnis bleiben wird, ist die Allmacht der Kirche. Die haben irgendeinen Schwachsinn erlassen und von sich gegeben und die Leute hingen an den Lippen derjenigen und konnt absolut nicht mehr davon lassen.

Fakt ist mal, hätte ich dieses Werk gelesen, hätte ich es definitiv irgendwann abgebrochen. Für die Länge ist einfach viel zu wenig passiert. Alles wurd zu genau zu intensiv beschrieben und stellenweise hat es nur so getrieft vor Schnulz und Liebesgedöns. Dieses ewigen Hin und Her, als es darum ging, ob Claire nun zurückgehen soll, oder eben nicht. Und auch später, als sie sich selber entschieden hatte, und er immer noch versucht hat, sie bei jedwedem Ungemach zur Rückkehr zu bewegen …
Definitiv nicht unterschieden hat sich die Sache mit dem Sex. Das war kurz nach dem Krieg ständig allgegenwärtig und nach dem Zeitsprung und der Hochzeit dann auch wieder.
Allerdings habe ich die Protagonistin irgendwann als unglaubwürdig empfunden. Sie war die ganze Zeit froh, dass sie eben nicht schwanger geworden ist und dann hat sie doch mit aller Macht alles daran gesetzt, es zu werden. Was war denn plötzlich mit ihrem Mann in ihrer Zeit? Wo waren denn ihre Sorgen, als sie in der Vergangenheit plötzlich glücklich war?

In jedem Fall ein sehr gewaltiges Werk. Eine Spielzeit von über 35 Stunden. Ich habe etwa eine komplette Arbeitswoche für dieses Hörbuch gebraucht und ich hoffe einfach, dass die folgenden Bände ein bisschen weniger gewaltig sind. – Wenn man den ganzen Stoff etwas rafft und die Handlung beschleunigt, ist das dann auch nicht mehr nötig.
Von der Schreibweise her in jedem Fall einfach und gut verständlich. Ausführlich und wirklich sehr gut recherchiert. Leider etwas unspektakulär, durch die vielen und langen Erklärungen. Das Ganze ist nicht wirklich anspruchsvoll. Vielmehr eine lang anhaltende seichte Unterhaltung. – Ich habe den Eindruck, dass die Autorin hier so richtig gewaltig sein wollte, es aber dann doch nicht wirklich hin bekommen hatn. Wie gesagt, der Umfang ist gewaltig. Das war es dann aber auch schon wieder.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Den einen Stern Abzug gibt es für den wirklich viel zu großen Umfang. Diese vielen Seiten, diese megamäßig überdimensionierte Länge, brauchte es nicht wirklich. Das wäre auch kürzer gegangen.
Ansonsten eine seichte Unterhaltung mit vielen netten Landschaftsbeschreibungen und den Unbilden jener Zeit.

[Hörbuch] I.Reen Bow – „Die fassungslose Prinzessin“

I.Reen Bow
„Die fassungslose Prinzessin“
Reihe: Königreich der Träume (7)
Verlag: Hörbuchmanufaktur Berlin
ISBN: 4-251-703-56943-1
Länge: 3 Stunden 34 Minuten
Sprecher: Martha Kindermann

– gehört im April 2022 –

Die Verwirrung ist komplett. Der scheinbar letzte Band und eine Lösung dieser ganzen Rätsel und offenen Fragen ist noch immer nicht in Sicht.

Klappentext: Jessicas Nachforschungen verlaufen in eine ganz andere Richtung als gedacht und bringen ihr Leben komplett durcheinander. Sie fühlt sich einsam und muss sich der schrecklichen Tatsache stellen, Dave nie wieder umarmen oder küssen zu können, doch stattdessen betäubt sie sich mit den Ablenkungen des Königreichs der Träume. Nur wie lange kann sie das durchziehen, bevor die Alpträume über ihr einstürzen? (Quelle: Thalia.de)

Inhalt: Jessica weiß nun zwar, das sie am Ende in einer Simulation feststeckt, will sich aber mit dem Gedanken nicht anfreunden, dass Dave nur eine Illusion ist, dass sie in Wirklichkeit auch nur simuliert ist und gar kein eigenes Leben hat.
Jessica sieht nicht mehr ein, warum sie dieses simulierte Leben mitspielen soll und gibt sich statt dessen den Freuden des Königreichs der Träume hin. Sie sucht Ablenkung in den Attraktionen, versucht diese fürchterliche Challenge zu ignorieren und gerät am Ende dann doch in eine Falle.
Jessica ist auf eine Party eingeladen, zu der sie am Ende dann auch geht. Aber die junge Frau, die so freundlich erschien, will ihr am Ende nur ans Leben und hat um ein Haar Erfolg damit.
Doch Jessica hat auch Leute, die ihr helfen. So kann sie im Zwischenspeicher kurz landen und etwas Luft holen. Doch gerettet ist sie hier noch lang nicht.

Fazit: Das ewig gleiche Cover grinst mich an. Die Silhouette einer Prinzessin vor dunklem Hintergrund und den nötigen Angaben, die es für ein Buch nun einmal braucht. – Den Reiz haben diese gut gestalteten ersten Erscheinungsbilder für mich schon lang wieder verloren. – So auch leider langsam die ganze Story. Das war nun Teil sieben. Der vorerst letzte Band bei den Hörbüchern. Doch am Ende sind wir mit dieser Story dann noch nicht, denn als Print- und Ebook sind noch mindestens zwei weitere erschienen. – Aber es steht mal fest, dass ich mir die Ebooks wohl nicht kaufen werden. Die Hörbücher sind schon verwirrend genug.
Die Story scheint auf der Stelle zu treten. Jessica rätselt und forscht und kommt ums Verrecken nicht weiter. Sie stellt fest, dass auch sie in einer Simulation steckt und schon taucht die Frage auf, ob sie überhaupt echt ist oder komplett nur ein Computerprogramm ist. Stellenweise treten Personen doppelt auf, da sie einmal virtuell und einmal real vorhanden sind. Doch ich weiß bis jetzt nicht, ob diese echte Welt überhaupt existiert.
Die ganze Story nimmt mehr und mehr sciencefictionartige Züge an. Die Fantasy und damit die Faszination für mich ist schon lang verflogen. Ich höre mir die Folgen an, weil ich eigentlich wissen möchte, wie die Sache denn nun irgendwann mal ausgeht und werde am Ende immer und immer und immer wieder vertröstet. – Nein, ich werde mir die Bücher nicht kaufen, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass ich sie auch lesen werde. Ich habe schon bei den Hörbüchern mächtige Verständnisprobleme, dass ich mir das nicht auch noch zeitaufwendig selber lesend antun möchte.
Immer mehr fließen technische Begriffe aus dem Computerbereich ein. Das macht mir klar, dass die Autorin da irgendwie affin sein muss, oder da sehr gut recherchiert hat. Aber meiner Meinung nach geht unter diesem ganzen technischen Programmiererquatsch die Story selber langsam aber sicher flöten.
Ich habe das Interesse an der Protagonistin und ihrem Schicksal leider lang verloren, werde aber auf die eventuell, noch folgenden Bücher auf jeden Fall warten.

Leider muss ich sagen, dass die Idee mit dem Königreich der Träume, dem Computerhintergrund und der Protagonistin ohne Gedächtnis eine ganz gute war. Aber ich finde die Umsetzung mit diesem ewigen hin und her und dann auch diesen vielen kleinen Abschnitten absolut daneben. Das macht ein Leser, bzw. Hörer vielleicht so drei bis fünf Bände lang mit, aber irgendwann ist es dann auch mal gut.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Autorin hier nur noch um des Schreibens willen geschrieben hat, aber eigentlich gar nicht mehr wirklich etwas zu sagen hatte.

Ich bewerte dieses Buch mit 3 von 5 möglichen Sternen.
Das Gesamtpaket nimmt für mich von Buch zu Buch immer mehr ab und ich verliere immer mehr die Neugier an der Story und die Freude beim Hören. Und wenn ich jetzt denke, dass da noch weitere Bände kommen, kann ich eigentlich nur noch den Kopf schütteln. Geht es der Autorin am Ende nur ums Geld? Weil sie mit vielen kurzen Büchern mehr verdient, als wenn sie eine schlüssige Story schnell abschließt?

[Hörbuch] Kai Meyer – „Das gläserne Wort“

Kai Meyer
„Das gläserne Wort“
Reihe: Merle-Zyklus (3)
Verlag: Hörcompany
ISBN: 9-783-935-03646-7
Länge: 7 Stunden 30 Minuten
Sprecher: Simon Jäger

– gehört im Mai 2022 –

Laut Hörliste sollte nun die Merle-Trilogie zum Abschluss gebracht werden. – Ich bin mit recht großen Erwartungen und vielen Fragen an die Lektüre herangegangen. – Meine Erwartungen wurden nicht zu 100 Prozent erfüllt, aber die Fragen waren dann doch am Ende alle beantwortet.

Klappentext: Während Venedig unter dem Angriff der Mumienkrieger zerbricht, machen sich Merle und die Fließende Königin auf die Reise ins Land der Sphinxe. Doch die ägyptische Wüste liegt begraben unter tiefem Schnee. In der Spiegelfestung der Sphinxmagier, treffen Hexen und Horuspriester, alte Götter und neue Tyrannen zur entscheidenden Schlacht aufeinander. Merle kommt dem Schlüssel zur Rettung der Welt so nah wie nie zuvor: Sie stößt auf das Mysterium des Gläsernen Worts – und auf einen verloren geglaubten Freund. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Merle ist mit dem steinernen Löwen und der fließenden Königin noch immer auf der Suche nach der Lösung für die Probleme. Doch während Merle mit ihren Gefahren kämpft und verzweifelt nach einer Lösung sucht, ist in Venedig selber der Kampf gegen die Mumienkrieger ausgebrochen. – Zwar kann hier ein Sieg errungen werden, aber der Preis ist hoch.
Im Land der Sphinxe, wo sich Merle gerade befindet, ist auch alles nicht mehr so, wie es sein sollte. Das Land, welches eigentlich vor Hitze brodeln müsste, ist unter tiefem Schnee begraben. Das Eis und die Kälte drohen Merle den Tod zu bringen. Doch ans Aufgeben denkt sie nicht. Stattdessen trifft sie verloren geglaubte Freunde wieder. Menschen, die sie an diesem Ort gar nicht erwartet hat.
Im großen Finale kann zwar die richtige Partei den Sieg erringen, jedoch ist die Gefahr noch nicht gebannt. Der wiedererweckte Sohn der Mutter kann das Ruder für alle noch einmal ganz herum reisen. – Das gilt es zu verhindern. Dazu braucht die fließende Königin aber ihren Körper zurück, welcher aber schon lang tot ist. Sie braucht neue Lebenskraft, die sie gedenkt, von Merle zu nehmen.
Merle bekommt den ersten Kuss ihres Lebens, jedoch ist auch der nicht das, was er zu sein scheint. Zu spät bemerkt sie es und ein anderer muss das Opfer für sie bringen.

Fazit: Teil drei dieser Reihe knöpft in jedem Fall genau an den zweiten Band an. Somit ist es unbedingt erforderlich, die drei Teile der chronologischen Reihenfolge nach zu hören, da ansonsten die ganze, eigentlich gigantische Welt, nicht in vollen Zügen gesehen werden kann. – Das wäre schade und würde eine ganze Menge vom Gesamtverständnis und von der ganzen Weltenkonstruktion wegnehmen.
Das ganze Weltenkonstrukt strotzt vor Einfallsreichtum und nutzt schon bestehende Mythen und Legenden, legt sie nur ganz anders aus, als wir das hier in unserem Alltag tun. – Das fasziniert und bringt, zusätzlich zur eigentlichen Handlung, noch einmal jede Menge Farbe in den laufenden Kopfkinofilm.
Ich hatte den Film in meinem Kopfkino, fast die ganze Zeit, laufen. Die Realität war komplett außen vor und ich war einfach nur fasziniert davon, dass es in der Wüste schneit, dass Sommer und Winter zwei Personen sind, die sich lieben und so ganz nebenbei für den Wechsel der Jahreszeiten sorgen und vieles mehr. – Hier wurden stellenweise wirklich bestehende Tatsachen so geschickt in Fantasy umgewandelt, dass man sie durchaus für bare Münze nehmen konnte.
Stellenweise war es leider so, dass ich vor lauter Erklärungen etwas abgeschaltet habe. Dann hatte ich immer wieder Mühe, in die Handlung rein zu kommen. Und sicher ist es auch so, dass mir das eine oder andere Stück der Handlung fehlt. Allerdings hat das nicht so große Löcher gerissen, dass ich am Ende vielleicht gar nicht mehr rein gefunden hätte. – ja, stellenweise hat ich diese ganze Erklärerei etwas genervt, was am Ende leider auch einen Stern Abzug bringen wird, aber so ganz ohne wäre es dann wohl auch nicht gegangen. Was muss, das muss eben.

Meine Fragen sind beantwortet worden. Das Böse scheint besiegt und alles wird logisch zu Ende gebracht, in dem auch erwähnt wird, dass Venedig neu organisiert werden muss. Dass die Schäden beseitigt werden müssen und und und. Nicht zufrieden bin ich allerdings mit dem Ende, welches die Protagonistin und ihre Mutter haben. Hier bleibt vollkommen unklar, was aus den beiden wird.
Altersmäßig kann ich diesen Zyklus nicht wirklich einschätzen. Würde ich den ersten Teil auch einem Kind zum Hören geben, sieht das bei den zwei folgenden dann schon anders aus. Man kann sagen, dass es recht friedlich startet, und dann in einem brutalen Krieg ausartet. Keine Ahnung, ob ich das einem jüngeren Kind wirklich zumuten wollen würde. Mal ganz abgesehen davon, ob sie es überhaupt verstehen, was sie da lesen.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Es war Fantasie vorhanden. Die meiste Zeit war ich auch komplett in der Handlung gefangen und hatte ein buntes und interessantes Kopfkino vor meinem geistigen Auge. In jedem Fall aber, ist eine ganze Menge Fantasie vorhanden, die ihresgleichen sucht.

[Hörbuch] I.Reen Bow – „Der besorgte König“

I.Reen Bow
„Der besorgte König“
Reihe: Königreich der Träume (6)
Verlag: Hörbuchmanufaktur Berlin
ISBN: 4-251-703-56942-4
Länge: 3 Stunden 30 Minuten
Sprecher: Max Hoffmann

– gehört im Mai 2022 –

Diese Folge war dann also an der Reihe, aber naja… Das Ganze wird irgendwie immer abstruser.

Klappentext: Die Antworten, die Jessica erhalten hat, sorgen für einen katastrophalen Neubeginn. Das Leben, an das sie sich zu gewöhnen versucht, ist nicht ihr eigenes. Während sie diese Realität in ihren Träumen verarbeitet, passt Dave aus der Entfernung auf sie auf. Er und Rick befürchten, Jessica für immer in der Traumwelt zu verlieren. Um ihr zu helfen, brechen sie Regeln und riskieren dabei Kopf und Kragen. (Quelle: Thalia.de)

Inhalt: Zwar geht die Story noch immer um Jessica, ihre Vergangenheit und die alles umkrempelnden Erkenntnisse, welche sie gewonnen hat, aber die Geschichte ist nach wie vor noch nicht entwirrt.
Aus der sich von Dave taucht der Hörer nun von einer anderen Seite in die Story ein. Endlich wird klar, warum Jessica sich nicht erinnern kann, wie sie in die Pension gekommen ist, was sie zum Abhauen bewogen hat und noch vieles andere mehr. Das Leben, welches sie zu führen glaubt, ist nicht ihres. Stattdessen befindet sie sich in einer Traumsequenz. Ein Testprojekt, bei dem man herausfinden will, wie man Lyrie töten kann.
Dave und Rick, die sich im Rekrutierungszug kennengelernt haben und Kumpels geworden sind helfen ihr, wo sie nur können. Sie befürchten, Jessica zu verlieren, wenn sie aus der Traumsequenz fliegt und somit aus dem Projekt „Goldener Käfig“.

Fazit: Das Titelbild ist stur in der selben Eigenart gehalten, wie es bei der ganzen Reihe schon ist. Ein dunkler Hintergrund, eine Silouette, in dem Fall von einem König, und der Titel und die Sequenzbezeichnung. Zwar irgendwie schick anzusehen, aber leider auch irgendwie nichtssagend.
Das ganz große Wundern setzte bei mir ein, als es schon wieder einen neuen Sprecher hatte. In dem Fall einen Mann. Das hat aber erst eine ganze Weile später Sinn gemacht, als mir klar wurde, dass diese Sequenz aus der Sicht von Dave geschrieben ist. Zwar ist der Anfang etwas verwirrend, aber hat man erst einmal begriffen, dass der Dave der ist, den Jessica in ihrer Traumsequenz bereits kennt, dann macht das hier auch Sinn.
Endlich kommt ein wenig Licht ins Dunkel. Endlich wird klar, warum Jessica traumkontaminiert ist. Es wird klar, warum ihr keiner etwas über ihre Vergangenheit sagen kann und es wird mit dem großen Vorurteil aufgeräumt, dass der Chef der Garde ihr Vater sei. – Das Leben, was dieses Mädchen führt, ist nicht ihres. Sie lebt in einer Traumsequenz und glaubt nur, dieses Leben zu führen. Stattdessen ist sie längst Teil eines groß angelegten Experimentes.
Die Passagen, in denen Dave von seinen Anfängen im Rekrutierungszug erzählt und davon, wie er zu den Kontakten gekommen ist, die er jetzt hat, sind am Anfang etwas langweilig. So schnell war es mir nicht möglich, ein Zusammenhang mit der Story zu erstellen. Aber als das dann geschehen war, wurde ich zumindest mal etwas aufgeklärt, was das alles soll.
Einen Bezug zum Titel konnte ich aber in dieser Folge nicht wirklich herstellen. Hier gab es für mich keinen König, der welche Stimmung auch immer haben sollte.

Auch diese Folge war angenehm kurz, um mal als Hörsnack zwischendurch herhalten zu können. Aber besonder vom Hocker gehauen hat mich das Ganze bisher nicht. Vielmehr wurde es gerade bis jetzt doch sehr hoch technisiert und fantasymäßig so abgedreht, dass ich hier nicht mehr wirklich einen Reiz für mich finden konnte. Sicher mag die Kernstory ihren Sinn haben und hoffentlich dann in der siebten Sequenz auch endlich mal preisgeben, aber bisher dreht sich hier alles irgendwie nur im Kreis.

Ich bewerte diese Folge der Serie mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Ich bin endlich mal ein wenig in die Hintergründe hinein gekommen und konnte mir selber die eine oder andere Frage gut beantworten, aber so wirklich zu huntert Prozent gefesselt war ich nicht. Die Fantasie, die hinter diesem ganzen Szenario steckt, ist wirklich riesig und sowas muss man sich auch erst einmal ausdenken, aber meiner Meinung nach hätte man das auch um Welten besser umsetzen können.