[Buch] Wolfgang Bahro & Andreas Kurzt – „Immer wieder Gerner“

Wolfang Bahro & Andreas Kurtz
„Immer wieder Gerner“
Verlag: Riva
ISBN: 9-783742-31215-0
Länge: 219 Seiten

– gelesen im März 2022 –

Einmal mehr ein Griff in mein Regal mit den Printausgaben. Mein Finger landete mit geschlossenen Augen auf dem Buchrücken dieser Biografie. – Gut, dann eben das Buch. Schließlich habe ich es mal geschenkt bekommen und das sollte doch auch geehrt werden.

Klappentext: Rechtzeitig zu seinem 60. Geburtstag blickt Wolfgang Bahro auf sein bisheriges Leben zurück, in dem Rechtsanwalt Jo Gerner eine besonders große Rolle spielt. Diesen Juristen mit einem fatalen Hang zu ungesetzlichen Handlungen verkörpert Bahro in der Kultserie Gute Zeiten, schlechte Zeiten seit 1993. Und zwar so gut, dass er damit zum Publikumsliebling wurde. Obwohl es ein Leben vor Gerner gab und sogar eines neben ihm gibt, in dem Bahro erfolgreich Theater spielt und eigene Kabarettprogramme aufführt, überstrahlt dieser Typ alles. Wolfgang Bahro ist immer wieder Gerner und spricht jetzt ganz offen über sein Leben als Bösewicht der Nation. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Wolfang Bahro gibt schon seit einer gefühlten Ewigkeit den Bösewicht Dr. Jo Gerner in der RTL-Vorabendserie „GZSZ“. In diesem Buch schreibt er mit Andreas Kurtz so etwas wie seien Memoiren.
Die Kindheit beschreibt er jetzt nicht so ausführlich, wie andere das vielleicht getan hätten. So kann er seine Eltern zu einem großen Teil aus dem Buch und somit aus der Öffentlichkeit raus halten. Aber ansonsten gibt es viele interessante Teil über seine schauspielerischen Anfänge, Stolpersteine und Sackgassen. Bis hin zu eben dieser, seiner Paraderolle.
Er schreibt darüber wie er sich mit GZSZ weiter entwickelt hat, reist auch kurz sein Privatleben unter dem Drehstress an, gibt Einblicke hinter die Kulissen und was er an gemeinnützigen Sachen so alles macht.
Ein sehr interessanter Mann.

Fazit: Dieses Buch kommt im Hardcover daher, ist in Schwarz gehalten, so dass es aussieht, als stünde Herr Bahro in einem dunklen Raum, und nur sein Gesicht wird etwas angeleuchtet. So gesehen sieht es fast edel aus.
Ansonsten hat es noch die nötigen Angaben, die ein Buchcover so braucht. Als da wären Autorennamen, Titel und Untertitel und die Nennung des Verlages. – Der hat mir nicht gesagt. War mir bis dato vollkommen unbekannt. Aber darauf soll es ja bei einem Buch jetzt nicht gerade ankommen.

Die Seitenaufteilung war sehr augenfreundlich. Eine angenehme Schriftgröße und anderhalbzeilige Abstände haben meinen Augen sehr gefallen und ich konnte dauerhaft lesen, ohne eine Überanstrengung fürchten zu müssen.
Das Buch selber war sehr straff gebunden, sodass ich immer Angst hatte, ich mache den Buchrücken kaputt, wenn ich es zu weit aufschlage. Das hat das Halten beim Lesen etwas umständlich gestaltet, aber mit dieser, meiner Meise, lebe ich ja schon länger. Ich kann defekte Buchrücken einfach nicht haben. So war das auch hier. – In jedem Fall würde das Buch so einiges aushalten. Es ist qualitativ in Ordnung.

Der Inhalte ist in einfachen Worten geschrieben. Keine Fachbegriffe, keine hochgestochenen und langatmigen Sätze. Dafür aber den einen oder anderen Witz, der mir immer mal wieder das Schmunzeln aufs Gesicht gezaubert hat.
Alles war in praktische und nicht zu lange Kapitel unterteilt und ich hätte jederzeit eine Lesepause einlegen können, wenn ich es denn gewollt hätte. Aber hier kann man wirklich sagen, dass mich diese Biografie wirklich komplett gefesselt hat. Es war eben alles nicht einfach nur trocken runter gelabert, sondern irgendwie hat man dem Text schon angemerkt, dass Herr Bahro Spaß an seinem Job bei GZSZ hat und dass er noch lang nicht ans Aufgeben denkt.
Mit seinen 219 Seiten war das Buch nicht gerade umfangreich. Aber auch auf diesen wenigen Seiten findet der interessierte Leser jede Menge Informationen zu seinem Idol. – Ich habe einiges erfahren, was ich bisher noch nicht wusste. Und ich sehe sowohl den Charakter, als auch den Schauspieler dann mal ein wenig mit anderen Augen.

Ich bewerte das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Für eine Biografie war dieses Buch wirklich unheimlich humorig, ehrlich und kurzweilig. Ein bewegtes Leben, was bei mir auch sehr viel bewegte Bilder in meinem Kopf erzeugt hat.

[Buch] Michael Schophaus – „Im Himmel warten Bäume auf dich“

Michael Schophaus
„Im Himmel warten Bäume auf dich“
Verlag: Pendo
ISBN: 9-783-858-42387-0
Länge: 190 Seiten

– eine Rezension aus der Kramkiste –

190 Seiten Hoffnung, Spannung, Liebe und Drama. Emotionen pur!

Klappentext: Zwei Jahre hat Jakob Zeit, sich unbeschwert zu entwickeln. Dann kommt die Diagnose: Neuroblastom, eine Krebsart, die vor allem bei Kindern auftritt. Was nun beginnt, ist ein verzweifelter Kampf gegen die Krankheit, Monate zwischen Hoffnung und Bangen. Doch Jakob liebt das Leben. Er sucht sein Glück und findet es in den unbeschwerten Momenten, wenn er nicht ans Bett gefesselt ist oder von Schmerzen gequält wird: beim Radfahren, beim Malen – und bei seinen geliebten Bäumen.§Mit erschütternder Unmittelbarkeit beschreibt der Vater, was Jakob und die Familie durchmachen – die Hoffnungen, die in die Medizin gesetzt werden und die unerträglichen Situationen im Großbetrieb Krankenhaus, die Tage, an denen Jakob nur leidet, an der Chemotherapie, dem Tumor, den Schmerzen, und die Tage, wo er zu Hause spielt, wo es Hoffnung gibt und Freude.§Ein sehr persönliches und ergreifendes Buch, das bewußt macht, was wirklich wichtig ist im Leben. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Das Glück könnte für Familie Schophaus perfekt sein. Sie haben sich ein Leben aufgebaut, Kinder und an und für sich ein glückliches Leben. Zumindest so lang, bis der Mutter beim Füttern des kleinen Jakob eine geschwollene Wange entdeckt. Mit einem Aufschrei des Entsetzens leitet sie eine Zeit ein, die für die Familie alles andere als leicht ist.
Der kleine Jakob wird nun von einem Arzt zum anderen geschleppt. Er muss Untersuchungen noch und nächer über sich ergehen lassen und am Ende wird es ein Neuroplastom fest gestellt. Eine Art Krebs, die bei Kinder selten gut verläuft. – Aus 90% Chance werden 50%, dann 20% und zum Schluss nur noch 5%.
Michael Schophaus betreut seinen Sohn während der langen Zeit des Leidens. Eindrucksvoll beschreibt er die Hochnäsigkeit der Ärzte, dieses machtlose Gefühl der Eltern und im krassen Gegensatz dazu das sonnige Gemüt des kleinen Jakob.

Fazit: Anrührend war es. Ich habe geweint, bei der Lektüre. Ich habe dem lebensfrohen Zwerg die Heilung so gegönnt… und dann das.
Man merkt, dass das Buch vom Vater selber geschrieben wurde. Niemand sonst konnte das so authentisch rüber bringen. – Obwohl er sich am Anfang in seinem Berufsdeutsch verfangen hatte, ließ es dann nach und der Text war zwar leicht verständlich, aber nicht unbedingt leicht zu verdauen.
Das Buch ist klein und handlich. Es hätte gut in meine Handtasche gepasst, wenn es denn irgendwo mit hin gemusst hätte. Aber das tat nicht not, da ich es in einem Sitz durchgelesen hatte.
Was mir allerdings etwas gegen den Strich ging, es kamen so Leute wie seine Ärztin, eine Kindergartenerzieherin und ein Pfaffe zu Wort. Die haben alles an Emotionen wieder zerschrieben, was der Vater vorher so mühsam aufgebaut hatte. Schade eigentlich.

Ansonsten aber ein durchaus lesenswertes Buch. Eine kleine Lektüre für zwischendurch, für man sich aber Muse und Zeit nehmen sollte. Der Stoff ist alles andere als leicht zu verdauen.

[Buch] Wendy Holden – „Schicksalskinder – Wir Kinder von Mauthausen“

Wendy Holden
„Schicksalskinder – Wir Kinder von Mauthausen“
Verlag: Weltbild
ISBN: 9-783-828-92986-9
Länge: 432 Seiten

– eine Rezension aus der Kramkiste –

Gänsehaut, Respekt und Hochachtung. Das Schicksal dreier Frauen, die allen Umständen zum Trotz, gekämpft und durchgehalten haben.

Klappentext: Am 5. Mai 1945 wurden die Gefangenen des Konzentrationslagers Mauthausen von US-Truppen befreit. Zum 70. Jahrestag der Befreiung erzählt die britische Journalistin Wendy Holden in „Schicksalskinder – Die KZ-Babys von Mauthausen“ die wahre Geschichte dreier Babys, die im KZ unter den schrecklichsten Bedingungen geboren wurden. Im Frühjahr 1945, kurz vor Kriegsende, werden im Konzentrationslager Mauthausen drei Kinder geboren: Eva, Hana und Mark. Ihre Väter waren von den Nationalsozialisten ermordet worden. Ihre Mütter haben Unvorstellbares durchgemacht. Sie haben Hass und Verfolgung überlebt, das Vernichtungslager Auschwitz, die Todestransporte zurück nach Westen, den Hunger, die Gewalt. Aber sie sind nur noch lebende Skelette, und es scheint, als hätten ihre Kinder in dieser Welt des Grauens nicht den Hauch einer Chance. Keines der Kinder wog bei seiner Geburt mehr als drei Pfund. Mühsamer Weg zurück ins Leben Doch wie durch ein Wunder halten alle sechs durch. Mark und seine Mutter entgehen des Gaskammern von Mauthausen nur durch einen unfassbaren Zufall. Den Nazis ist das Zyklon B ausgegangen. Wenig später, am 5. Mai 1945, wird das Lager von den amerikanischen Truppern befreit. Die drei Babys und ihre Mütter werden von US-Soldaten ein paar Tage lang aufgepäppelt, dann beginnt ihre mühsamer Weg zurück ins Leben. Jahrzehntelang wissen die drei Mauthausen-Kinder nichts vom Schicksal der anderen. Zum ersten Mal begegnen sich die „KZ Babys“, die heute in Amerika und in Großbritannien leben, 65 Jahre später zum Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslager Mauthausen. Und erfahren von der unvorstellbaren Geschichte der anderen. Die Mütter Anka, Rachel und Priska sind inzwischen verstorben. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Es geht um drei jüdische Frauen. Teilweise noch junge Mädchen. Sie leben ihr Leben, haben Pläne, Wünsche und Ziele. Doch dann bricht der Krieg über sie herein. Mit all den Schrecken, denen Juden damals ausgesetzt waren.
Priska, Rachel und Anka, drei Jüdinnen, die zunächst nichts voneinander wissen und am Ende doch das selbe Schicksal teilen.
Während eine von ihnen zunächst in ein Familienlager kommt, wo sie ein Kind bekommt, es zwei Monate später aber wieder betrauert, landen die anderen zwei bereits schwanger in Auschwitz II Birkenau. Sie können dem gefürchteten Dr. Josef Mengele durch die Finger rinnen und haben am Ende nur ein Ziel. Alle drei wollen ihre ungeborenen Kinder retten.
Die drei Frauen arbeiten in einer Fabrik, sind alle drei im selben Außenlager untergebracht und wissen doch nichts voneinander. – Das eine Kind wird in einer Bombennacht, in der Fabrik geboren. Dann beginnen die Evakuierungen und die Todesmärsche. Hier wird das zweite Kind geboren. Kind Nr. 3 kommt im Schatten des bedrohlichen Eingangstores von Mauthausen zur Welt.
Eine wahre Begebenheit, menschliche Schicksale und ein fesselnder Stoff. – Ich habe am Ende geweint.

Fazit: Vom Schriftbild her absolut zum Dauerlesen geeignet, was vom Inhalt her auch absolut nowendig ist.
Die ganze Story ist bildhaft geschrieben. Ich hatte eine hochgradig beeindruckendes Kopfkino die ganze Zeit. Ich habe mit den Frauen gehofft und gebangt, obwohl es doch eigentlich ein Sachbuch war. Aber eben so beeindrucken geschrieben, dass ich dachte, ich wäre selbst dabei gewesen. Und dann gerade der Schluss, als ein „Baby“ seinen Retter noch einmal trifft, da sind mir dann die Tränen in die Augen geschossen, und ich habe geheult wie ein Schlosshund.
Das einzig negative an diesem Buch, war das Halten beim Lesen im Liegen. Dadurch, dass es ein Hardcover war, war das dann doch recht unhandlich.
Die einzelnen Kaptiel waren recht lang. Das war allerdings nicht schlimm. Zum einen konnte man auch gut mittendrin einmal unterbrechen, und zum anderen waren hier und da Fotografien aus dieser Zeit eingestreut.
Nach Lesepausen war ich immer wieder schnell in der Handlung drin.
Auf jeden Fall bin ich beeindruckt von diesem rießigen Durchhaltewillen der Frauen. Ich glaub, ich hätte schon viel früher aufgegeben…

Auf jeden Fall ein Lesens- und empfehlenswertes Buch. Tut es auch an, wenn ihr dran kommen könnt! Es lohnt sich auf jeden Fall!

[Buch] Ellen Thiemann – „Wo sind die Toten von Hoheneck“

Ellen Thiemann
“Wo sind die Toten von Hoheneck”
Verlag: Herbig
ISBN: 9-783-776-62717-6
Länge: 271 Seiten

– gelesen im Oktober 2021 –

Einmal mehr stand ich ratlos vor meinem Bücherregal und habe überlegt, was ich denn nun lesen soll. Mir war auf jeden Fall einmal mehr nach einem richtigen Buch, also viel der EReader schon einmal weg. – Ich habe mich dann für dieses geschichtsträchtige Werk entschieden…

Klappentext: ‚Ihr Delikt kommt gleich nach Massenmord‘, nahm man Ellen Thiemann im Gefängnis in Empfang. Verurteilt worden war sie für versuchte Republikflucht. Zwei Jahre lang ging sie durch die Hölle von Hoheneck. Sie erlebte mit, wie verzweifelte Strafgefangene Suizid begingen, und ertrug selbst grausame Folterungen. Sie schildert, wie Müttern die Kinder durch Zwangsadoptionen entrissen und Inhaftierte durch verordneten Missbrauch von Psychopharmaka ruhiggestellt wurden. Noch nach dem Mauerfall erlitten einstige Gefangene Repressionen durch die Stasi, deren Funktionäre bis heute wichtige Positionen in unserer Gesellschaft bekleiden und aus Selbstschutz die Opfer von früher angreifen. Die Journalistin hört nicht auf, die Verbrechen der DDR-Diktatur anzuprangern. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Ellen Thiemann hat in Hoheneck eingesessen. Sie hat in zahlreichen anderen Büchern bereits beschrieben, wie es zur Inhaftierung gekommen ist und was sie da erleiden musste.
In diesem Buch stützt sie vieles Erlebte mit den Fakten, die sie aus Akteneinsichten bekommen hat. Vieles, was sie damals nicht verstanden hat, wird ihr hier klar, dass sie auf der falschen Fährte war, dass sie den falschen Gedanken aufgesessen ist.
Von den Fakten her ist nicht viel Neues dabei, was man nicht aus anderen Büchern schon kennen würde. Trotzdem sind zahlreiche Abbildungen von Akten und Schriftstücken ein Zeugnis der Geschichte dieser Frau.

Fazit: Ich war selber auf Schloss Hoheneck und habe mir diesen Knast im Rahmen einer Führung angesehen. In diesem Rahmen bin ich dann auch zum ersten Mal auf den Namen “Ellen Thiemann” gestoßen. Sie war bei der Führung nicht anwesend, aber der Mann, der uns das Gebäude gezeigt hat, hat viel von ihr erzählt. – Diese Frau hat mich fasziniert, sodass ich mir die Bücher gekauft habe, die sie geschrieben hat. Und dabei habe ich schon so einiges erfahren, was wohl nie an die Öffentlichkeit kommen sollte. – Dank Ellen erfahren das die Interessierten jetzt aber doch.
Mein Buch war ein Hardcover und lag dementsprechend schwer und unhandlich in der Hand. Aber es war qualitativ hochwertig gebunden, dass es so schnell wohl nicht auseinander fallen würde. Die Seiten sind zwar in einer angenehmen Schriftgröße, aber relativ dicht bedruckt, sodass auf die nicht ganz 300 Seiten eine ganze Menge an Text passt. Aufgelockert ist dieser mit zahlreichen Fotografien von Dokumenten von Stasispitzeln und aus den Akten, die Frau Thiemann für dieses Buch durchgearbeitet und gesichtet hat.

Vom Inhalt her hat sie in diesem Buch nicht viel Neues zu bieten. Sie berichtet hier Fakten, die auch in anderen Büchern bereits zur Sprache kamen, stützt sie aber durch Akteneinsichten, die mal als Foto und mal als Textzitat hier abgedruckt sind. Die harten Fakten lockert das in jedem Fall mächtig auf und gestaltet alles irgendwie noch interessanter.
Klar, das Buch ist kein Roman und im Endeffekt berichtet eine Betroffene darüber, was sie alles erleiden musste. Das aber hochgradig interessant und mächtig aufrüttelnd. Es ist in jedem Fall kein Buch, was man mal eben so weg liest und dann zur Tagesordnung übergeht. Ich habe über viele Fakten durchaus nachdenken müssen und habe vieles mit dem verglichen, was ich so aus der DDR noch kenne. Klar, ich war Kind und mit der Stasi wissentlich nicht in Berührung bekommen. Aber ich habe seinerzeit die heile Welt erlebt, während andere Menschen das Leid an sich als solches erleben mussten, nur weil sie in einem anderen Land leben wollten. Sachen, über die ich mir in dem Altern noch nicht mal im Ansatz Gedanken gemacht habe.
Alles ist mit einfachen Worten und gängigen Kürzeln geschrieben. Und sollte mal ein Kürzel unklar sein, hat es am Ende eine Erklärung sämtlicher Kürzel, die verwendet wurden. – Das Buch ist leicht zu lesen, aber nicht so ohne Weiteres zu verdauen. Ich hatte stellenweise bei den ganzen Infos eine Gänsehaut am ganzen Körper und konnte nicht fassen, wie Menschen so kaltblütig und machtausnutzend agieren können.

Den Titel des Buches braucht man in diesem Fall nicht wörtlich nehmen. Die Verstorbenen von Hoheneck sind stellenweise beigesetzt und stellenweise als Urne auf dem Dachboden des Gefängnisschlosses gelandet. – Auch das eine Tatsache, die mehr als menschenverachtend ist. – Vielmehr geht es hier einen Großteil um die Art die Todes. Wurden Selbstmorde vertuscht? Waren es natürliche Tode? Waren es Morde durch das das Personal, durch die Stasi?

Ich bewerte das Buch mit 5 von 5 möglichen Sternen.
Die Tatsache, dass Frau Thiemann das selber hat durchmachen müssen, macht sie glaubwürdig und die ganzen Infos noch eindringlicher. Dieses Buch hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen, macht mir aber einmal mehr klar, dass wir in der Bundesrepublik einen wirklichen Kuschelknast haben.

[Buch] Natascha Pulley – „Der Uhrmacher in der Filigree Street“

Natascha Pulley
“Der Uhrmacher in der Filigree Street”
Verlag: Klett-Cotta
ISBN: 9-783-608-11682-3
Länge: 447 Seiten

– gelesen im Oktober 2021 –

Dieses Buch habe ich bei der Bewerbung um eine Leserunde bei Lovelybooks gewonnen. Ziemlich zeitnah habe ich es dann auch dazwischen geschoben und auf so gutes Leseerlebnis gehofft, wie es mir die Leseprobe in der Hobbit-Presse versprochen hat.

Klappentext: Sein Leben lief ab gleich einem Uhrwerk. Bis er dem Uhrmacher begegnete.

»Der Uhrmacher in der Filigree Street« erzählt eine mitreißende, phantastische Geschichte um eine rätselhafte Uhr und einen ebenso spektakulären wie unmöglich aufzuklärenden Bombenanschlag auf Scotland Yard. Das Buch nimmt die Lesenden mit auf eine Reise durch das viktorianische England und das Japan des 19. Jahrhunderts und es eröffnet Türen in eine ganz andere, seltsame und magische Vergangenheit.

London, Oktober 1883. Eines Abends kehrt Thaniel Steepleton, ein einfacher Angestellter im Innenministerium, in seine winzige Londoner Mietwohnung heim. Da findet er auf seinem Kopfkissen eine goldene Taschenuhr. Es ist ihm ein Rätsel, was es mit ihr auf sich hat. Sechs Monate später explodiert im Gebäude von Scotland Yard eine Bombe. Steepleton wurde gerade rechtzeitig gewarnt, weil seine Uhr ein Alarmsignal gab. Nun macht er sich auf die Suche nach dem Uhrmacher und findet Keita Mori, einen freundlichen, aber einsamen Mann aus Japan. So harmlos Mori auch scheint, eine Kette von unheimlichen Ereignissen deutet schon bald darauf hin, dass er etwas zu verbergen hat… (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Thaniel bleibt von einem Bombenanschlag auf das Yard und einige andere öffentliche Gebäude relativ leicht verletzt verschont und soll nun helfen, den Täter zu finden.
Eine Taschenuhr, die er auf seltsame Weise geschenkt bekomme hat, hat ihn vor dem Anschlag in irgendeiner Form gewarnt. Und im Zeitzünder der Bombe steckten ähnliche Elemente und Zahnräder, wie sie auch in seiner Taschenuhr verbaut sind.
Thaniel macht sich an die Ermittlungen und trifft in der Filligree Street den Uhrmacher Mori, bei dem er ein Zimmer mietet, um ihm besser auf den Zahn fühlen zu können.
Eins ist mal klar: bei Mori geht einiges nicht mit rechten Dingen zu.
Der Täter aber ist dann am Ende ein ganz anderer. Jemand, den weder die Protagonisten noch ich als Leser auf dem Schirm hatte.

Fazit: Das Buch kam als Hardcover bei mir an. Mit einem Schutzumschlag aus Papier. Während das Buch einfach nur schwarz war, war das Cover auf dem Schutzumschlag richtig raffiniert gestaltet. In grün und gold gehalten ist der Titel aufgedruckt, eine Taschenuhr abgebildet und dann alles kunstvoll umrahmt. Das Gold am Rand edelt das alles noch ein großes Stückchen auf und lässt einen glauben, hier etwas ganz Besonderes in Händen zu halten.
Die Seitenaufteilung und Schriftgröße waren sehr angenehm und augenfreundlich gestaltet, sodass auch einem Dauerlesen nichts im Weg stand. Allerdings bin ich es nicht mehr wirklich gewohnt ein Buch in Händen zu halten. Und da es sich hier auch noch um ein Hardcover handelte, war es dementsprechend schwer und unhandlich. Mir hat stellenweise ganz schön die Hand weh getan.
Das mit dem Dauerlesen hat sich dann aber doch etwas schwierig gestaltet, denn das Buch war zwar vom Inhalt her recht interessant und hatte durchaus einen interessanten Genre Mix zu bieten, aber irgendwie habe ich stellenweise nicht so recht begriffen, was ich da jetzt genau gelesen habe und was mir die Autorin damit sagen wollte. Der Stoff war wirklich ziemlich interessant, doch meiner Meinung nach viel zu kompliziert und ausschweifend beschrieben. Die ganze Zeit hatte ich keinen Film vor meinem geistigen Auge, was mir das Verständnis dann doch etwas erschwert hat.
Die Welt, das London im 19. Jahrhundert mit seinen Dampfmaschinen und der gerade erst aufkommenden Elektrizität war super dargestellt. Da war alles sehr authentisch und durchaus verständlich. In diese glaubwürdige Atmosphäre war dann dieser seltsame Uhrmacher eingearbeitet, der meiner Meinung nach so etwas wie einen Blick in die Zukunft hatte und auch sonst ziemlich verschroben war. Die Technik, die er in seinen Uhren und anderen Spielereien verbaut war, war so gesehen wirklich seiner Zeit weit voraus und aus heutiger Sicht ziemlich abstrus. Das sollte dann wohl die fantastische Komponente gewesen sein.

Ich kann beim besten Willen nicht verstehen, warum das Buch auf Lovelybooks so gehypt wird. – Sicher, die Idee ist nicht schlecht, aber umgesetzt ist dieses Buch nicht gerade erwähnenswert. Viel zu kompliziert geschrieben. Viel zu umfangreiche und ausschweifende Beschreibungen und dann scheinbar zusammenhanglose und absolut unwichtige Abschweifungen in die Vergangenheit.

Ich bewerte das Buch mit 3 von 5 möglichen Sternen.
Nach dem ganzen Lob und den begeisterten Kurzrezensionen, die ich gelesen habe, war ich insgesamt ziemlich enttäuscht. Da gibt es durchaus bessere Fantasybücher.

Saturday Sentence – „Der Uhrmacher in der Filigree Street“

1. Nimm deine aktuelle Lektüre

ein Leben lief ab gleich einem Uhrwerk. Bis er dem Uhrmacher begegnete.

»Der Uhrmacher in der Filigree Street« erzählt eine mitreißende, phantastische Geschichte um eine rätselhafte Uhr und einen ebenso spektakulären wie unmöglich aufzuklärenden Bombenanschlag auf Scotland Yard. Das Buch nimmt die Lesenden mit auf eine Reise durch das viktorianische England und das Japan des 19. Jahrhunderts und es eröffnet Türen in eine ganz andere, seltsame und magische Vergangenheit.

London, Oktober 1883. Eines Abends kehrt Thaniel Steepleton, ein einfacher Angestellter im Innenministerium, in seine winzige Londoner Mietwohnung heim. Da findet er auf seinem Kopfkissen eine goldene Taschenuhr. Es ist ihm ein Rätsel, was es mit ihr auf sich hat. Sechs Monate später explodiert im Gebäude von Scotland Yard eine Bombe. Steepleton wurde gerade rechtzeitig gewarnt, weil seine Uhr ein Alarmsignal gab. Nun macht er sich auf die Suche nach dem Uhrmacher und findet Keita Mori, einen freundlichen, aber einsamen Mann aus Japan. So harmlos Mori auch scheint, eine Kette von unheimlichen Ereignissen deutet schon bald darauf hin, dass er etwas zu verbergen hat… (Quelle: Lovelybooks.de)

Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein „Saturday Sentence“ lautet. (Bei Ebooks Position 158)

»Kennen Sie das, dass man ständig das Gefühl hat, ohne ein wichtiges Kleidungsstück aus dem Haus gegangen zu sein, und deshalb legt man sich dann eine zweite Hose heraus, zu dem ausdrücklichen Zweck, sie zu vergessen?

Natasha Pulley – „Der Uhrmacher in der Filigree Street“; ISBN: 9-783-608-98475-0

3. Und wie ist es bisher
Eigentlich habe ich das Buch bereits beendet, muss nur noch eine Rezension dazu schreiben. Ich habe es bei Lovelybooks in einer Leserunde gewonnen. Und bei Lovelybooks wird das Buch ja bis in den Himmel gehypt.
Ich persönlich kann nach der Lektüre diesen Hype nicht verstehen. Ja, der Stoff ist ganz interessant, die Idee eigentlich schon irgendwie was Neues. Der Leser findet sich im 19. Jahrhundert in London wieder. Dampfmaschinen wo man nur vermuten kann, typische Etikette unter den Leuten und und und und. Da ist dann diese eigentlich gute, aber irgendwie nicht gute Idee Story hinein gebastelt. Das Ganze ist aber nicht besonders gut geschrieben und hat mich nicht wirklich gecatcht.

Das Lesen in einem abgespannten Zustand nach Feierabend, war nicht besonders leicht. – Als leichte Lektüre möchte ich das Buch nicht bezeichnen. Dafür habe ich etwas zu sehr daran geknabbert und es fällt mir auch unheimlich schwer, da in der Leserunde etwas dazu zu schreiben.
Das Cover macht aber eine ganze Menge her. Und in meinem Bücherregal, wo nach der Renovierung aufgrund neuer Bretter auch wieder ganz schön Platz ist, wird es sich super machen.

[Rezensionsexemplar] Sabine Haupt – „Lichtschaden. Zement“

Sabine Haupt
“Lichtschaden. Zement”
Verlag: Die Brotsuppe
ISBN: 9-783-038-67036-0
Länge: 315 Seiten

– gelesen im Mai 2021 –

Dieses Buch wurde mir vom Verlag “Die Brotsuppe” freundlicherweise zur Verfügunge gestellt. Meine Meinung hat dieser Umstand aber nicht beeinflusst.

Klappentext: »Lichtschaden. Zement« ist ein philosophischer Liebeskrimi und intellektueller Frauenroman, sein Schauplatz das Schweizer Oberwallis.
Wo ist die Verbindung von Liebe und Religion? Wie ist das Verhältnis von Geist und Materie? Gibt es so etwas wie eine Seele? Was steckt hinter dem geheimen Projekt der lokalen Sand- und Zementmafia? Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Vernichtung von Menschen und dem Raubbau an der Erde?
Solchen über- und unterirdischen Fragen versuchen Hella und Raffaele auf den Grund zu gehen. Sie als Hotelmanagerin, er als ehemaliger Priester und Magazinverwalter eines Zementwerks.
Dass auf und unter der Erde aber noch ganz andere Geheimnisse auf sie warten, erfahren sie schliesslich durch Angelo, Raffaeles schizophrenen Bruder, der sich für einen unterirdischen Dämon hält und die Erde zum Beben bringt.
»Ein anregender und kurzweiliger Abend, der Lust machte, dieser klugen Autorin und ihrem spannenden und vielschichtigen Roman zu folgen.« Bericht über eine Lesung im süd­deutschen Donaukurier (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Hella und Raffaelle können unterschiedlicher nicht sein. Sie eine Hotelmanagerin, er ein ehemaliger Priester, jetzt Lagerverwalter in einer Zementfabrik. Gemeinsam verbringen sie so manche Liebesnacht, philosophieren, erstellen Thesen, verwerfen sie wieder undn wollen vor allem der Zementmafia auf die Finger klopfen.
Gerade wollen sie in einem Datensicherheitsraum in einem ausgedienten Bunker, gefährliche Daten sichern, da bricht Raffaelle sein schizophrener Bruder aus der Psychiatrie aus und bringt alles durcheinander.

Fazit: Ich bin auf das Buch direkt vom Verlag per E Mail aufmerksam gemacht worden. Das, was da geschrieben stand, hat mich schon irgendwie neugierig gemacht und ich habe das Rezensionsexemplar schnell zugeschickt bekommen.
Das Hardcoverbuch ist qualitativ hochwertig und fest gebunden. So schnell fällt das nicht auseinander, war aber leider auch ziemlich steif, als ich es zum ersten Mal aufgeschlagen habe. Dafür ist das Papier aber hochwertig und dick.
Das Cover ist sehr schlicht gestaltet. Da stehen einfach nur auf grauem Grund alle Fakten, die auf ein Buchcover gehören. Also Autorenname, Titel und Genre. – Es handelt sich um einen Roman.


Laut Klappentext handelt es sich hier um einen philosophischen Liebeskrimi und ich hatte anfangs ein paar Probleme, in die Handlung rein zu kommen. Allerdings war das nur am Anfang so und ich hatte schnell heraus, dass die Seiten so viel Handlung am Ende gar nicht beinhalten, sondern über vieles philosophisch nachgedacht wird. In dem Fall hat die Handlung dann immer gestockt, um an anderer Stelle wieder fortzufahren. – Gegen Philosophie an sich ist nichts einzuwenden. Es war auch hier so, dass ich auf den einen oder anderen Gedankengang durchaus angesprungen bin und mir meine eigenen Gedanken zum Thema gemacht habe. Allerdings mit diesem ganzen Kirchengedöns, welches halt auch vorkam, absolut gar nichts anfangen konnte.

Nachdem ich mich an den Schreibstil und die philosophischen Ausreißer eingelassen hatte, hat sich mir eine durchaus spannende Geschichte offenbart. Die neue Wellness Idee war ja ganz besonders abenteuerlich. Da muss man auch erst einmal darauf kommen. Und dann diese Befürchtungen mit der Betonmafia, den krummen Machenschaften innerhalb der Firma… ziemlich geschickter Schachzug. Dieser Stoff hätte auch ohne Philosophie durchaus einen ziemlichen guten Thriller abgegeben.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Den einen Stern Abzug gebe ich für das Kirchengeschwafel. Nur weil was philosophisch ist, muss da nicht unbedingt die Kirche dabei sein. Das waren  Passagen, mit denen ich absolut nichts anfangen konnte. Und das möchte ich hiermit auch noch einmal ganz klar sagen.
Der Rest war aber spannend und durchaus anregend. Ich habe mir viele eigene Gedanken gemacht und das Buch wird wohl noch eine Weile länger nachwirken.

[Buch] Kerstin Gier – „Das zweite Buch der Träume“

Kerstin Gier
„Das zweite Buch der Träume“
Reihe: Silber (2)
Verlag: Fischer
ISBN: 9-783-596-52290-3
Länge: 448 Seiten

– eine Rezension aus der Kramkiste –

Wenn ich doch nur auch so lebhaft träumen könnte….. ich würde mich direkt mit meinem Urlaubsflirt wieder treffen 🙂

Klappentext: Liv ist erschüttert: Secrecy kennt ihre intimsten Geheimnisse. Woher nur? Und was verbirgt Henry vor ihr? Welche düstere Gestalt treibt nachts in den endlosen Korridoren der Traumwelt ihr Unwesen? Und warum fängt ihre Schwester Mia plötzlich mit dem Schlafwandeln an?

Albträume, mysteriöse Begegnungen und wilde Verfolgungsjagden tragen nicht gerade zu einem erholsamen Schlaf bei, dabei muss Liv sich doch auch schon tagsüber mit der geballten Problematik einer frischgebackenen Patchwork-Familie samt intriganter Großmutter herumschlagen. Und der Tatsache, dass es einige Menschen gibt, die noch eine Rechnung mit ihr offen haben – sowohl tagsüber als auch nachts … (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Liv und Mia haben es nicht besonders leich tin ihrer neuen Familie. Sie müssen mit ansehen, wie ihre Mutter von der Schwiegermutter in Spe runter gemacht wird. Und auch die beiden selber kommen nicht gut weg. Also begehen sie einen Racheakt, der raus kommt und noch die halbe Stadt gegen sie aufbringt.
Als Mia dann auch noch beginnt zu schlafwandeln, muss Liv etwas unternehmen. Doch das ist nicht ganz so einfach, da sich ein seltsamer fremder Mann auf den Korridoren herum treibt.
Dieser Mann stellt sich als Psychiater heraus, der eigentlich eine Mitschülerin behandelt. Doch sie ist nicht allein, denn da ist noch jemand, der sich an Liv rächen will.
Für Mia wird es wirklich ziemlich eng.

Fazit: Wieder eine Traumtür auf dem Cover. Und wieder diese Symbole drum herum. Endlich hielt ich das zweite Buch der Träume in den Händen und konnte s mir zu Gemüte führen.

Liv Silber und ihre Schwester Mia wollten sich am „Bocker“ rächen. Allerdings sollte nicht so schnell raus kommen, wer das nun war. Und auch mit den Reaktionen haben sie so nicht gerechnet. – Die halbe Stadt mochte diesen Busch.
Kurz darauf beginnt Mia im Schlaf zu wandeln. Dabei will sie Liv ersticken. Es ist klar, dass isch jemand heimlich in Mias Träume schlecht. Liv und ihre freunde müssen diesen Menschen das Handwerk legen, bevor etwas Schlimmes passiert. aber genau darauf hat derjenige es ja abgesehen. Er will sich an LIv rächen. Denn seine Freundin ist in psychiatrischer Behandlung. Und das scheibt er Liv in die Schuhe.
Aber so sicher ist diese Freundin gar nicht weg geschlossen. Auch sie hat Zugang zum Traumkorridor.

Ich hatte Band 1 noch im Hinterkopf und war aufgrund dessen auch hier von Anfang an voll gefesselt. Einmal angefangen, bin ich kaum noch von dem Buch los gekommen. Die Umwelt war komplett ausgeblendet und so hatte ich das Werk auch fast in einem Sitz durch.
Alles war leicht verständlich geschrieben und vom Schreibstil her leichte Kost. Beschreibungen fügten sich gut in die Handlung ein und wirkten nicht störend. Der Film in meinem Kopfkino konnte ungehindert laufen und hat mir viele spannende Bilder geboten.

Ein absolut gelungenes Buch. Und nun sitze ich da und muss auf den nächsten Band warten. Das ist doch die pure Folter!