[EBook] Stephan M. Rother – „Das Babylon-Virus“

Stephan M. Rother
„Das Babylon-Virus“
Verlag: Blanvalet
ISBN: 9-783-442-37443-4
Länge: 574 Seiten

– eine Rezension aus der Kramkiste –

Ein spannendes Thema, was aber leider zum Teil mit zu viel Infos gespickt komplett zerschrieben war.

Klappentext: Ein uraltes Rätsel ist die einzige Hoffnung für die Menschheit Seit Jahrhunderten beschäftigen sich die größten Gelehrten der Geschichte mit einem unvorstellbar komplizierten Rätsel. Getrieben von akademischer Neugier und der Sorge um einen alten Freund, lässt sich auch der junge Restaurator Amadeo Fanelli auf das wissenschaftliche Spiel ein – das sich jedoch bald als tödlicher Ernst erweist. Beinahe zu spät geht Amadeo auf, dass von seiner Fähigkeit, das Rätsel zu knacken, nicht weniger abhängt als das Schicksal der gesamten Menschheit. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Eine Grippewelle bricht über die Welt herein. Und auch in der kleinen Restaurationswerkstatt in Rom fehlen schon die ersten Leute. Der Capo bekommt es schon mit der Angst zu tun, dass es mehr Menschen werden, als ihn das seltsame Schreiben von einem alten Freund erreicht. „lesen – lösen – herbringen“
Das Schreiben entpuppt sich als ein Brief von Einstein, der die Geschichte vom Turmbau zu Babel nieder geschrieben hat.
Amadeo, der Capo, stürzt sich mit Feuereifer in die Sache, kann das Rätsel aber nur durch einen Zufall zu lösen. Er bringt es zum Professor nach Weimar und landet direkt in einem generationenübergreifenden Gelehrtenspielchen, bei dem es um nichts weiter als das Heilmittel dieser Grippe geht. Denn diese Grippe entpuppt sich inzwischen als Seuche, die die Menschheit entzweien soll. Genau so, wie es beim Turmbau zu Babel gewesen sein soll.
Wie es bei allen guten Sachen aber ist, sind auch hier die bösen, die zwielichtigen Gestalten hinter des Rätsels Lösung her. – Der Capo und seine Verbündeten müssen sich beeilen. Zum einen muss der Professor als einer der ersten Grippekranken gerettet werden und dann natürlich die gesamte Menschheit.

Fazit: Ich bin nur schwer in die Handlung hinein gekommen. Es beginnt sehr sehr harmlos in einer Restaurationswerkstatt in Rom. Von dort zweigt es in recht langwierige Beschreibungen von Orten und Personen und dem Versuch, ein Rätsel zu lösen. Bis allein das erste Rätsel gelöst war, hätte ich schon fast wieder aufgegeben. Aber die Hoffnung auf etwas Spannung ließ mich dann doch am Ball bleiben. Lang und ausgiebig beschreibt der Autor die Situationen, die Leute und alles was den Protagonisten so durch den Kopf geht.
Und auch bei den folgenden Rätseln wird es nicht anders. Es bleibt nicht nur bei dem einen Text, sondern einer führt zum anderen und jeder wird älter. – Es ist die Rede davon, dass das Spielchen weiter geht, bis zum tatsächlichen Turmbau zu Babel und da hätten die Protagonisten noch viele viele Rätsel lösen können. Aber die Handlung macht dann plötzlich irgendwann einen Sprung und das Rätsel dröselt sich auf.
Dass dann irgendwann Widersacher dazu kommen und rohe Gewalt verübt wird, vermag dem Buch auch nicht mehr wirklich noch Spannung zu verleihen. – Ich habe einfach nur runter gelesen, in der Hoffnung, dass es doch bitte bald zu Ende gelesen sein möge.
Das Ende hat dem Autor sicherlich noch einmal ein ganzes Stück Mühe gekostet. Keine Frage, aber vom Hocker gehauen hat es mich dann auch nicht wirklich. Meiner Meinung nach war die Lösung dann doch eine Runde zu mysteriös, um noch in den Rest der Handlung zu passen.
Ein elektrostatischer Nebel in einem Felsengeflecht in Afghanistan, ringsrum toben Krieg und Unruhen, und eine Gruppe Forscher marschiert da rein und löst das Rätsel. – Ganz genau!!! *Ironie aus*
Alles war so beschrieben, dass auch ein Otto Normalverbraucher alles recht gut verstanden hat. Selbst die Gelehrtentexte in allen möglichen Sprachen haben nicht wirklich ein Problem dargestellt, da sie ja immer wieder erklärt wurden. Der Leser hat an der Lösung des Rätsels immer und immer wieder teil genommen. Außer dann zum Schluss, da hat der Autor dann in einer Schnellversion geschrieben. Ihm wurde das Spielchen dann wohl auch zu doof.
Leseunterbrechungen habe ich immer wieder gern gemacht. Ich war nicht wirklich gefesselt. Von dem Titel habe ich mir eben weitaus mehr versprochen.
Nach den Unterbrechungen bin ich dann auch immer wieder gut in die Handlung hinein gekommen. Das lag wohl an den ausführlichen Beschreibungen. Ruckzuck wusste ich, wo ich stehen geblieben war und wo der Hase lang läuft.
Ein recht guter Mix aus Personen hat hier mit gespielt. Der Autor hat das eine oder andere Klischee durchbrochen, indem er einen kleinen Restaurator zum Helden gemacht hat und dessen Freundin zu Rambo, im übertragenen Sinne. Er hat versucht Dramatik einzubauen, indem er die Protagonisten ein Grab schänden lies und später eine Verfolgungsjagd inszenierte. – Aber wirklich gefesselt war ich nie.
Die Kapitel fand ich stellenweise elend lang. Sie waren auch extrem unterschiedlich lang. Das hat mich anfangs leicht angenervt. Aber es brauchte die Kapitel nicht unbedingt, um alles zu verstehen. Sie waren im Prinzip nichts weiter als Erklärungen dafür, wenn Ort und Personen mal wieder gewechselt hatten.

Zu gut recherchiert! Zu viel Infos, die zumindest mich, immer wieder aus der Handlung geschmissen haben. Sterneabzug für den stellenweise stark misslungen Versuch. Von der Story habe ich mir viel viel mehr versprochen.
Leseempfehlung gebe ich hier nicht. Oder eben nur an die Leute, die ich mit der doch sehr durchwachsenen Rezi doch neugierig gemacht habe.

Saturday Sentence – „Die Schatten der Götter“

1. Nimm deine aktuelle Lektüre

Laurie hat endlich herausgefunden, was es mit ihrer Familie auf sich hat und könnte jetzt ihr Leben auf Kingswood Castle genießen. Doch die Schule schwebt weiterhin in Gefahr. Eigentlich müsste sich Laurie voll und ganz auf ihr Training konzentrieren, um das Schloss vor dem geheimnisvollen Angreifer zu beschützen. Die neu entwickelten Fähigkeiten, machen es ihr jedoch nicht leichter. Sie stellen alles in Frage, was sie über ihre Herkunft zu wissen glaubte. Maris versucht Laurie so gut es geht zur Seite zu stehen, allerdings kämpft er gegen seine eigenen Dämonen aus der Vergangenheit. Und als wäre das nicht genug ziehen Mitglieder der alten Geheimorganisation Frourá auf Kingswood Castle ein und machen Laurie für all die seltsamen Ereignisse dort verantwortlich. Bald fällt es ihr schwer zu unterscheiden, wer in diesem Kampf eigentlich Freund und wer Feind ist … (Quelle: Lovelybooks.de)

Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein „Saturday Sentence“ lautet. (Bei Ebooks Position 158)

Lucas löst sich, zieht mich in seine Arme und manövriert mich zu den anderen, bis ich selbst Teil des Arme-Beine-Körper-Gewirrs werde und hysterisch lache.

Alexandra Fuchs – „Die Schatten der Götter „; ISBN: 9-783-968-17437-2

3. Und wie ist es bisher?

Teil drei dieser Reihe, den ich als Rezensionsexemplar vom Verlag bekommen habe. Hierfür wirklich herzlichen Dank.

Die Internatsgeschichte mit einem gewaltigen Schuss Magie soll hier endlich zu einem Ende kommen und die Protagonistin hat es wirklich nicht leicht. Endlich weiß sie wer sie ist, was sie ist und dann erfährt sie, wo sie das hin bringt und mit wem sie es zu tun hat. Kein leichtes Leben für ein doch so junges und getäuschtes Mädchen.

Dieses Buch setzt viel auf Romantasie und ich wünschte mir stellenweise, dass mehr Augenmerk auf Magie und Göttertum liegen würde. Ansonsten ist der Stoff aber kurzweilig und interessant, nur meiner Meinung nach stellenweise etwas holprig geschrieben. Das habe ich durchaus schon flüssiger erlebt.

[EBook] Naomi Oreskes & Erik M. Conwey – „Vom Ende der Welt“

Naomi Oreskes & Erik M. Conway
„Vom Ende der Welt“
Verlag: oekom Verlag
ISBN: 9-783-865-81747-1
Länge: 128 Seiten

– eine Rezension aus der Kramkiste –

Anstieg des Meeresspiegels, Erderwärmung, Dürren und Unwetter sind erst der Anfang…

Klappentext: Wir schreiben das Jahr 2393. Die Erde ist nicht wiederzuerkennen. Über Jahrzehnte ignorierte Warnungen haben Temperatur und Meeresspiegel weiter ansteigen lassen, Holland, Bangladesch und New York sind von der Landkarte verschwunden.

Der ungebremste Klimawandel gipfelte im Großen Kollaps des Jahres 2093, als der Zusammenbruch des westantarktischen Eisschilds die Welt ins Chaos stürzte. Geschrieben anlässlich des 300. Jahrestags der Katastrophe haben die Historiker Oreskes und Conway ein Meisterstück wissenschaftsbasierter Science Fiction vorgelegt, eine spannende wie beunruhigende Prophezeiung im Geiste eines Aldous Huxley oder George Orwell.

Inhalt: Dieses Buch beinhaltet ein Szenario, welches eine Journalistin entwickelt hat. Aufgrund von Fakten und Daten, welche sie durch Interviews erfahren hat, kreierte sie eine Story, in der die Welt sich nach und nach quasie selber abschafft.
Das beginnt bei den FCKW-Gasen, geht über die CO2-Misere bis hin zum Klimawandel. Hier ist nicht nur das Problem des ansteigenden Meeeresspiegels, sonder auch der Hunger aufgrund von Wetterkatastrophen durch Dürre oder Fluten. Wetterextreme, die das Leben auf bestimmten Teilen der Erde, unmöglich machen. Die Menschen flüchten, müssen umgesiedelt werden, sterben.
Das hat wieder Auswirkungen auf den Markt. Lebensmittel werden exorbitant teuer. Die „Normalschicht“ verschwindet, es gibt nur noch Arm und Reich. Die Reichen verpesten die Umwelt weiter und die Armen haben es schwer und schwerer.
Ein zwar entworfenes Model, aber alles andere als weltfremd!

Fazit: Beim Ausleihen habe ich erst einmal übersehen, dass es sich hier um ein Sachbuch handelt. Ich dachte wirklich erst, ich halte einen Roman mit Weltuntergangsszenario in den Händen. – Dieses Szenario hatte ich. Nur war es eben kein Roman, sondern ein Sachbuch.
Die geschilderten Szenarien sind gut erklärt. Hier und da fallen mal auch mal Fachbegriffe. Aber das ist nicht weiter tragisch, da die sich immer irgendwie von selber dann erklären oder zumindest mir bekannt waren. Am Ende des Buches befindet sich auch eine Begriffserklärung. Die Handhabung ist allerdings bei einem EBook relativ umständlich. In dem Fall wäre es besser, man hat dieses Szenario in gedruckter Form.
Die bei einem Sachbuch üblichen Schachtelsätze sucht man hier vergebens. Auch das ein Grund, warum alles so relativ leicht verständlich ist. – Ok, es kann allerdings auch daran gelegen haben, dass mich das Thema so gefesselt hat.
Es handelt sich hier auf jeden Fall nicht um eine Vorhersage, wie die Welt enden wird. Es ist ein rein spekulatives „Was Wäre Wenn“. Allerdings ein ziemlich glaubhaftes. Denn es werden alle Klischees von Lobby und Politik bedient. Angst macht mir in dem Moment nur, dass ich irgendwie gleich an US Präsident Trump denken musste, als es um Umwelt und die damit verbundene Klimaveränderung ging…
Kurz war das Büchlein auf jeden Fall. Von den gerade mal was bei 180 Seiten, war die Story selber schon bei 56% beendet. Gerade in dem Moment, als ich mich eingelesen hatte. Fand ich nicht so toll, konnte ich allerdings auch nicht ändern.

Ich war begeistert und fand es einfach nur eindeutig zu kurz. Für meinen Geschmack hätte es noch ein ganzes Stück länger dauern können. Oder aber es hätte auch Material für viele Romane gegeben, die sich mit dem Weltuntergang beschäftigen.
Ein klasse Buch!

[EBook] Nick Drake – „Tutanchamun – „Das Buch der Schatten“

Nick Drake
Tutanchamun – „Das Buch der Schatten“
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 9-783-732-51384-0
Länge: 394 Seiten

– gelesen im Juli 2022 –

Einmal wieder ab ins alte Ägypten – leben wollte ich seinerzeit nicht, aber interessant ist es Allemale.

Klappentext: Ägypten im 10. Regierungsjahr von Tutanchamun. In Theben wird ein junger Mann grausam ermordet. Das ruft Rai Rahotep auf den Plan, den Obersten Wahrheitssucher der Stadt. Aber Rahotep muss nicht nur einen Mörder fangen: Jemand hat in den Gemächern von Tutanchamun ein Relief hinterlassen, auf dem eine schwarze Sonne eingekratzt
wurde – eine eindeutige Drohung gegen den König. Rahotep tappt zunächst im Dunkeln. Als jedoch ein weiterer Mord geschieht und beim Opfer ein persönlicher Gegenstand Tutanchamuns gefunden wird, ahnt der Wahrheitssucher, dass die beiden Fälle zusammenhängen … (Quelle: https://www.lovelybooks.de/autor/Nick-Drake/Tutanchamun-Das-Buch-der-Schatten-1153682137-w/)

Inhalt: Rahotep ist ein Mitglied der Mejia und wird zu einem seltsamen Mordfall gerufen. Ein Junge mit verkrüppelten Gliedmaßen wird tot aufgefunden. Seine Auen wurden entfernt. Dann ereilt ein Mädchen dieses Schicksal. Ihr wurde das komplette Gesicht entfernt und als Totenmaske bei einem dritten Opfer verwendet.
Rahotep kommt bei dem Fall nur schleppende voran und wird von Anchesenamum als zusätzlicher Leibwächter des Königs verlangt. Denn auch im Palast gehen seltsame Dinge vor sich. Verbotene Artefakte tauchen uf. König und Königin sehen sich seltsamen Widerständen gegenüber und Anchesenamun ist nicht so naiv, um an ihre Macht zu glauben.
Rahotep kommt des Rätsel Lösung so nah, dass er Gefahr läuft, selber ein Opfer eines machtbesessenen Palastbewohners zu werden.

Fazit: Und ich habe die Serie tatsächlich fals Heraum in Angriff genommen. In diesem Teil dieser Serie leben plötzlich alle Charaktere wieder, die bereits im letzten Band vestorben sind. Das mach an der Story erst einmal nicht saus, da jedes Buch dieser Serie einen abgeschollenen Fall beinhaltet, aber es ist schon ärgerlich. Besonders wenn man schon nach einer Reihenfolge recherchiert, aber keine finden kann.
Der Schreibstil ist der bekannte, wie ich ihn bereits in „Anchesenamum“ kennen und lieben gelernt habe. Glaubhaft und in die Zeit passend, ist vor allem die wörtliche Rede hier sehr gildgebend gessen. Die ganze Zeit hatte ich hier besonder die Orte sehr gut Vo rAugen, die ich während einer Ägypten-Reise selber besuchen durfte.

Rahotep ist in seiner altbekannte Zwickmühle. Immer wieder muss er sich zwischen seiner Familie und seiner Arbeit entscheiden. So gesehen scheint dieses Problem keine Erfindung der Moderne zu sein.
Seine Frau macht ihm, trotz der recht kleinen Rolle, seine Entscheidungen nicht gerade leicht. Dabei ist offensichtlich, dass er so viel arbeitet, um seiner Familie das Leben zu ermöglichen, welche sie führen.
Bei einer seiner Töchter sehe ich Ansätze, dass sie dieses Frauen sind minderwertig-Ding nicht mitmacht. – Das ist auch ein Handlungsstrang, den man sehr interessant weiterführen könnte.
In jedem Fall erfährt man in diesem Buch sehr viel über Tutanchamun und wer seinerzeit wirklich die Macht im Staat hatte. Sehr bildhaft sind Rituale, Reisen oder auch das Leben im Palast beschreiben. Und hier ist ja einiges auch wirklich geschichtlich belegt. – Was diesen ganzen Roman gleich in einem vollkommen anderen Licht erscheinen lässt. Man kann wirklich glauben, dass hier alles genau so passiert sein könnte.
In jedem Fall hat Herr Drake es hier richtig gut geschafft, die Mordfälle so geschickt in tatsächliche Geschichte zu verweben, dass es wirklich genau so hätte passieren können. Zwar gehen die Ermittlungen zwischendurch etwas unter, aber nur, um dann bei der tatsächlichen Auflösung der Fälle, noch einmal in einem ganz anderen Licht zu erscheinen.

Ich hatte während der komplette Lektüre ein wirklich großartiges Kopfkino vor meinem geistigen Auge. Ich konnte das Leben und die Zwickmühle des Protagonisten wirklich sehr gut nachvollziehen.
Geschichte und Fiktion sind sehr geschickt miteinander verwoben, sodass ich nicht wirklich sagen kann, wo die tatsächliche Geschichte aufhört und die Fiktion beginnen kann. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man wirklich meinen, dass eben alles dann auch ganz genau so passiert ist.
In jedem Fall war ich von dieser Lektüre schwer begeistert und war von Anfang bis Ende gefesselt. Einzig meine Corona-Erkrankung zwischendurch hat mir das Lesen etwas vermiest, weil ich einfach nicht in der Lage war, mich genügend zu konzentrieren. Die Lektüre an sich war aber der absolute Oberhammer.

Ich bewerte das Buch mit 3 von 5 möglichen Sternen.
Die falsche Reihenfolge ist nicht so schlimm und ich wurde die ganze Zeit sehr gut unterhalten. Die Grausamkeit der Morde kam wirklich sehr gut rüber. Aber eben auch die Machtlosigkeit des Königs. Sehr gut und sehr glaubhaft geschrieben. – Mehr von solchem Stoff bitte.

Saturday Sentence – „Die Bestie vom Kinzigtal“

1. Nimm deine aktuelle Lektüre

Ein tiefer Blick in die Abgründe menschlicher Schuld.

Zwei unterschiedliche Zeitalter, zwei verschiedene Gegenden: Und doch sind sie durch grauenhafte Morde verbunden, die offenbar von einer wilden Bestie verübt wurden. Die Polizei vermutet hinter allen Überfällen einen aggressiven Wolf. Die Jagd nach ihm führt Kriminaldirektor Dr. Caspari im Kinzigtal und Wildhüter Chastel im Gévaudan in die Abgründe menschlicher Existenz. (Quelle: Lovelybooks.de)

Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein „Saturday Sentence“ lautet. (Bei Ebooks Position 158)

Einige von ihnen trugen Äxte mit sich, andere hielten Hirtenstäbe mit den scharfen Metallspitzen fest in der Hand.

Matthias Fischer – „Die Bestie vom Kinzigtal „; ISBN: 9-9-783-960-41349-3

3. Und wie ist es bisher?

Ich habe meine Leseflaute scheinbar überwunden. Es brauchte wohl einfach nur mal einen Schmonzettenmarathon in filmischer Form an Weihnachten. Danach habe ich mich wieder auf meine spannende Literatur gestürzt und den etwas dickeren Cussler in relativ kurzer Zeit durch gehabt.

Dieses Buch habe ich erst begonnen, aber schon jetzt hat mich die Handlung gefesselt. Allein einer der Protagonisten ist so eine Art verkrachte Existenz. Schon eine Scheidung hinter sich und baut sich gerade ein neues Leben auf. Dabei kommt so ein bisschen raus, dass er verdammt viele Gemeinsamkeiten mit mir hat. Er traut sich nämlich selber auch nichts zu und lebt sein Leben im Schatten seiner selbst.

Was die Kriminalfälle angeht, da bin ich noch nicht besonders tief drinnen. Die Spuren allerdings sind ziemlich interessant und das könnte durchaus eine spannende Lektüre werden. – Ich bin mal gespannt.

[EBook] Mirjam Mous – „Virus“

Mirjam Mous
„Virus“
Verlag: Arena
ISBN: 9-783-401-60217-2
Länge: 280 Seiten

– eine Rezension aus der Kramkiste –

Ein Buch, das sein Geld nicht wert ist. Langeweile und fehlende Spannung garantiert!

Klappentext: Auf ihrem Road Trip durch Spanien stranden die Cousins Kris und Hopper in dem kleinen Bergdorf Ódrin. Während sie in einer Kneipe die gutaussehende Ana kennenlernen, merken sie, dass nicht alle Dorfbewohner den Fremden so aufgeschlossen begegnen. Ungeklärte Todesfälle halten den Ort seit einiger Zeit in Atem. Ein Virus greift um sich, von dem man nicht weiß, woher es kommt. Kris und Hopper versuchen hinter die Fassade zu schauen und merken zu spät, dass dies ein tödlicher Fehler war. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Es sollte eigentlich eine normale Urlaubsreise für di Jungen werden. Doch schon die Tatsache, dass Hopper einen Menschen überfährt und abhaut ist für Kris die absolute Krise. Er leidet am Tourette-Syndrom und hat es schwer, seinen Körper und das Auto unter Kontrolle zu halten.
Das Auto landet in einem Entwässerungsgraben und die Jungen in Odrin.
Was auf den ersten Blick wie ein verschlafenes spanisches Dorf wirkt, entpuppt sich nach einer Weile als „Versuchslabor“ einer durchgeknallten Wissenschaftlerin, die ihr Zulassung schon lang eingebüßt hat und mit einem gestohlenen Virus auf eigene Faust weiter macht.

Fazit: Auch wenn ich dem Buch zugute halte, dass es eigentlich ein Kinderbuch sein sollte, bin ich komplett enttäuscht. Der Titel verspricht einiges, doch geboten bekommt man so gut wie nichts. Lediglich die Hoffnung, dass es noch spannend wird, hat mich bei der Stange bleiben lassen. Und dann war es auch schon wieder zu Ende. – Nicht mal ein wirkliches Happy End hat es gegeben. Hier kann man nur sagen, dass irgendwie soweit alles gut gegangen ist…
Die Autorin hat einem der Protagonisten das Tourett-Syndrom gegeben. Und das hat sie auch in den zu lesenden Text eingebaut. Allerdings wirkt es am Anfang störend, wenn man noch nicht weiß, wo der Hase lang läuft, und später ist es nur noch langweilig. Immer und immer wieder werden die Zwänge und Ticks in die Handlung irgendwie eingebaut. Daraus entstehen auch die einen oder anderen Probleme, aber im Großen und Ganzen war es meiner Meinung nach eindeutig zu viel des Guten. Es hat gestört!
Einen Kopfkinofilm hatte ich nicht. Am Anfang war es unheimlich schwer für mich, in die Handlung rein zu kommen und dann hat die Spannung absolut gefehlt. Das Thema, moderne Menschen treffen auf Ursprünglichkeit und anders herum, ist komplett ausgelutscht und bringt keine Sensationen mehr hervor.
Das Ende hat mir eine leichte Überraschung beschert. Aber auch wirklich nur eine leichte. Zu viele Klischees wurden bis dahin heran gezogen und nach Bedarf zurecht gebogen.
Es ist ein Kinderbuch, das ist mir schon bewusst, aber dann auf jeden Fall eines, was nicht unbedingt Lust zum Lesen macht. Auch Kinderbücher dürfen durchaus spannend sein.
Die Art zu Schreiben ist schon auf das jüngere Publikum ausgelegt. Und auch der wissenschaftliche Teil ist weg gelassen worden. Aber gerade das hätte dann wohl Spannung erzeugt. Statt dessen hat man halbherzige Erkundungen, ein paar harmlose, religiöse Bräuche und gegenseitiges Unverständnis.

So einen Flop habe ich schon lang nicht mehr vor meinen lesenden Augen gehabt. Ich war so hochgradig enttäuscht, dass ich das jetzt kaum in Worte fassen kann. – Und die Frau hat echt Geld für dieses Machwerk bekommen? Heutzutage kann wohl jeder einfach mal so ein Buch veröffentlichen…

[EBook] Clive Cussler – „Der Todesflieger“

Clive Cussler
„Der Todesflieger“
Reihe: Dirk Pitt (1)
Verlag: Goldmann
ISBN: 9-783-442-03657-8
Länge: 223 Seiten

– gelesen im Juli 2022 –

Ich hatte am Anfang ein klein wenig Schiss, dass ich mit dem neuen Protagonisten nicht klar kommen würde. Ich war doch jetzt so an die Fargos gewöhnt.

Klappentext: Mitten im Frieden wird die amerikanische Luftwaffenbasis Brady Field auf der griechischen Insel Thasos angegriffen von einem Albatros-Doppeldecker aus dem Ersten Weltkrieg, der die auf dem Rollfeld stehenden Flugzeuge in Brand schießt. NUMA-Major Dirk Pitt nimmt die Jagd auf den Todesflieger auf… (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Die Luftwaffenbasis Brady Field wird angegriffen. Die Flugzeuge auf dem Rollfeld geraten in Brand, somit kann man sich nicht wehren.
Dirk Pitt, ein Offizier der NUMA, befindet sich gerade im Anflug auf die Basis und kann das Flugzeug aus dem Ersten Weltkrieg in die Flucht schlagen.
Warum wird aber, mitten in Friedenszeiten, eine Luftwaffenbasis beschossen und dann noch von so einem alten Flugzeug?
Dirk Pitt gerät eher durch Zufall schon am Anfang sehr nah an die Lösung des Problem, indem er eine Frau aufreißt, die ihn zum Essen einlädt. Doch nichts ist hier so friedlich, wie es den Anschein hat.

Fazit: Mit der Fargo-Reihe war ich dann also am Ende angelangt. Also habe ich mich an eine neue Reihe aus der Feder von Clive Cussler gemacht. Aber so ganz einerlei war mir die Sache nicht. Was wäre, wenn mir der neue Protagonist nicht sympathisch wäre …
Und wie ich Recht hatte! Die Pitt-Reihe scheint in jedem Fall stark militärisch angehaucht zu sein. Der Protagonist gehört zur Army und ist ein Frauenheld. Schon auf den ersten 30 Seiten hat er eine ihm bis dato unbekannte Frau mal eben vernascht.
Allerdings scheint der Frauenheld dann doch etwas auf dem Kasten zu haben. Erst rettet er mit einem vollkommen ungeeigneten Flugzeug eine militärische Basis und klärt dann, fast im Alleingang, diesen mysteriösen Umstand auf, den dieses alte Flugzeug umgibt.
Die Frau, welche er am Anfang mal eben vernascht hat, ist am Ende auch nicht die Person, für die ich sie die ganze Zeit gehalten habe. Dieser Dirk Pitt jedenfalls scheint so eine Art McGywer zu sein. Seine Methoden sind nicht immer konventionell, aber sie führen zum Ziel. Außerdem ist dieser Typ wirklich hart im Nehmen. Den bringt so schnell wohl nichts um.

Das ganze Buch ist technisch und militärisch sehr gut recherchiert und durchdacht. Zwar finde ich, dass sich dieser Dirk ein bisschen viel gegenüber seinen Vorgesetzten raus nimmt, aber den künstlerischen Freiheiten sollte man jetzt nicht wirklich Grenzen setzen.
Allein der Einstieg ist schon sehr actionreich, sodass ich von Anfang an komplett in den Bann des Buches gezogen war. Wobei ich aber keinen Film vor meinem geistigen Auge hatte. Das könnte auch daran gelegen haben, dass dieses McGyver-Gehabe nicht so wirklich ab konnte. Ich habe es gelesen, weil ich wissen wollte, wie die Story denn nun ausgeht. Das war es dann aber auch. Ja, ich war gut unterhalten und ich habe auch bis zum Ende durchgehalten, aber gerade am Ende war es dann doch sehr langatmig und wirklich weit hergeholt.
Leider hat dieses Buch keine oder nur eine sehr schlechte Lektorierung erfahren. Da waren Formations- und Rechtschreibfehler, die man durchaus hätte vermeiden können. Und auch wenn es im Satz passiert ist, dann hat dieser Mensch wohl seinen Beruf verfehlt. Ich bin immer wieder über die blödesten Fehler gestolpert und bald verzweifelt, weil es mich jedes Mal wieder aus der Story raus gekickt hat.

Ich bewerte dieses Buch mit 3 von 5 möglichen Sternen.
Die Story selber war sehr interessant, aber das Ende war mir etwas zu langatmig. Zwar wurde alles aufgeklärt und es blieben keine Fragen offen, aber irgendwie hat es gewirkt, als wollte man die Story mit allen Mitteln glaubhaft machen.
Und dann die ganzen Fehler …. Sorry, aber wenn man für sowas noch Geld verlangt.

[EBook] Mechthild Borrmann – „Trümmerkind“

Mechthild Borrmann
„Trümmerkind“
Verlag: Droemer
ISBN: 9-783-426-30492-1
Länge: 304 Seiten

– eine Rezension aus der Kramkiste –

Abgründe der Menschheit und dann wieder miteinander und füreinander. – Ich war geflasht!

Klappentext: Hamburg 1946/47 – Steineklopfen, Altmetallsuchen, Schwarzhandel.
Der 14jährige Hanno Dietz kämpft mit seiner Familie im zerstörten Hamburg der Nachkriegsjahre ums Überleben. Viele Monate ist es bitterkalt, Deutschland erlebt den Jahrhundertwinter 1946/47.
Eines Tages entdeckt Hanno in den Trümmern eine nackte Tote – und etwas abseits einen etwa dreijährigen Jungen. Der Kleine wächst bei den Dietzens in Hamburg auf. Monatelang spricht der Junge kein Wort. Und auch Hanno erzählt niemandem von seiner grauenhaften Entdeckung. Doch das Bild der toten Frau inmitten der Trümmer verfolgt ihn in seinen Träumen.
Erst viele Jahre später wird das einstige Trümmerkind durch Zufall einem Verbrechen auf die Spur kommen, das auf fatale Weise mit der Geschichte seiner Familie verknüpft ist …

In ihrem neuen Roman „Trümmerkind“ beschreibt die mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnete Bestseller-Autorin Mechtild Borrmann das Leben eines Findelkinds in der Nachkriegszeit und im vom Krieg zerstörten Hamburg von 1946 / 1947. Spannung und historisches Zeitgeschehen miteinander zu verknüpfen, versteht Borrmann, die auch für den renommierten Friedrich-Glauser-Preis nominiert war, wie keine andere deutsche Autorin. Dies stellt sie mit ihren Bestsellern „Wer das Schweigen bricht“, „Der Geiger“, „Die andere Hälfte der Hoffnung“ und ihrem neuen Roman „Trümmerkind“ , mit dem sie monatelang unter den Top 20 der Spiegel-Bestsellerliste stand, eindrucksvoll unter Beweis.

Inhalt: Hanno und Wibke haben, gemeinsam mit ihrer Mutter den Krieg überstanden. Zurück in Hamburg versuchen sie gemeinsam, sich wieder ein neues Leben aufzubauen.
Hanno und Wibke sind regelmäßig in den Trümmern unterwegs, um Brennholz oder Ware für den Schwarzmarkt zu suchen. Dabei finden Sie eines Tages einen kleinen Jungen. Er ist halb erfroren und spricht nicht. Diesen kleinen Jungen behalten sie bei sich, nennen ihn Joost und integrieren ihn in ihre Familie.
Dieser kleine Junge hat allerdings eine Vergangenheit, die alles andere als leicht war und erst ans Licht kommt, als in den Jahren 1992/93 Gut Anquist renoviert werden soll und er als Architekt beteiligt ist.
Eine Mutter, die ihre Tochter über ihre Vergangenheit jahrelang angelogen hat, kann helfen, das große Geheimnis lüften. Und das hat es in sich!

Fazit: Dieses Buch war eine Falle. Anders kann ich mir nicht erklären, dass ich es eigentlich nur anfangen wollte, und es am Ende dann doch komplett auf einen Sitz durchgelesen habe. – Ok, es war jetzt nicht besonders dick, aber trotzdem ist es wirklich nicht so oft, dass ich sowas mal schaffe.
Die Handlung ist mehr so beschrieben, als wenn ein Beobachter alles erzählt. Aber genau das lässt auch alles recht schnell voran kommen. Wörtliche Rede kommt zwar vor, aber man muss sich nicht durch seitenlange Dialoge quälen. Vielmehr hat es einen kurzen und knackigen Dialog und die Handlung geht auch schon weiter. – Das lässt einen am Ball bleiben.
Mir persönlich ging es so, dass von Anfang an ein gewisses Interesse da war, ich aber mit den drei Handlungssträngen erst einmal nichts anfangen konnte. Dieser Zusammenhang ergibt sich dann erst so nach und nach im Laufe der Handlungen. Und der dritte Strang fügt sich sogar erst ziemlich zum Schluss mit ein. – Vom Ende jedenfalls war ich komplett geflasht. Das habe ich so nicht erwartet, aber ab einem gewissen Zeitpunkt kommen sehen. Der allerdings war jetzt nicht so wirklich weit entfernt von der wirklichen Auflösung des Falles.
Alles war leicht verständlich beschrieben. Gerade die Orte der Handlung sind zwar gut und recht ausführlich beschrieben worden, aber das hat sich super in die Handlung eingefügt und wirkte weder stoppend noch störend. Vielmehr war es so, dass sich einige Handlungen dann haben nachvollziehen lassen und sich vieles auch von allein erklärt hat. Warum die Protagonisten jetzt das eine so und das andere so gemacht haben.
Die komplette Handlung hindurch hatte ich ein Kopfkino, dass sich gewaschen hat. Zwar waren die Bilder von den zerbombten Städten die, welche man in den Dokus immer sieht, aber die Personen in den Trümmern hatten ihr eigenes Aussehen. Die „Figuren“ hatten für mich eine Seele. Ich habe mit ihnen gelacht und geweint, gehofft und gelitten.
Ich will jetzt nicht behaupten, dass ich nun der absolute Fan von Frau Borrmann bin. Dazu kenne ich sie selber und andere ihrer Bücher noch zu wenig, aber das Buch hier, ist auf jeden Fall mal richtig gelungen und hat für mich durchaus den Titel „Bestseller“ verdient. – Das Thema sollte uns alle angehen, hier ist es einmal fair und ehrlich verarbeitet und glaubhaft dargestellt.

Dieses Buch bekommt von mir nicht nur die vollen 5 Sterne, sondern auch eine absolute und unbedingte Leseempfehlung. Der Stoff an sich liefert ja schon Ereignisse ohne Ende, aber was die Autorin da noch für eine Handlung raus gestampft hat… – ohne Worte.
Ganz einfach, lest dieses Buch! Und wenn eure Bibliothek das Werk nicht hat, dann wechselt! – Diese Bibo taugt dann mal gar nichts!

Saturday Sentence – „Das Alexandria-Komplott“

1. Nimm deine aktuelle Lektüre

Auf der Suche nach einem gesunkenem russischen Atom-U-Boot machen Major Dirk Pitt von der amerikanischen Meeresbehörde NUMA und seine Mannschaft vor der Küste Grönlands eine sensationelle Entdeckung: ein im Eis eingeschlossenes byzantinisches Handelsschiff. Alle Papiere weisen daraufhin, dass sich im Bauch des alten Schiffes die wertvollsten Stücke der verloren geglaubten Bibliothek von Alexandria befinden. Diese Bibliothek – sie galt in der Antike als eines der sieben Weltwunder – enthielt nicht nur bedeutende literarische und kulturgeschichtliche Werke, sondern auch Landkarten von unschätzbarem Wert, verzeichnen sie doch die Lage vergessener Erdölfelder, Gold- und Edelsteinminen. Major Pitt weiß eines ganz genau: Die Kenntnis dieser Fundstätten könnte das weltpolitische Machtgefüge aus den Angeln heben, wenn sie in die falschen Hände geriete. Doch noch bevor er alle Vorkehrungen treffen kann, beginnt bereits ein gnadenloser Kampf – zu Wasser, zu Lande und in der Luft -, der alles Leben auf der Erde zerstören kann… (Quelle: Lovelybooks.de)

Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein „Saturday Sentence“ lautet. (Bei Ebooks Position 158)

Heute nehmen wir die Alternative: 10. Satz auf der aktuellen Seite.

Eine Stunde später waren die Unfallexperten der Luftfahrtbehörde gelandet und hatten sich darangemacht, das zerknitterte Wrack für den Abtransport vorzubereiten.

Clive Cussler – „Das Alexandria-Komplott (Dirk Pitt 9) „; ISBN: 9-783-641-15210-9

3. Und wie ist es bisher?

Ich bin absolut null zum Lesen gekommen. Kein Stück weiter bin ich, als letzte Woche. Dementsprechend kann ich auch leider nichts zum Buch selber sagen. *leider
Es kann gut sein, dass ich gerade mitten in einer Leseflaute stecke, weil ich auch mal wieder einen Häkelauftrag bekommen habe.

[EBook] Kathy Reichs – „Totengeld“

Kathy Reichs
„Totengeld“
Reihe: Temperance Brennan (16)
Verlag: Heyne
ISBN: 9-783-453-43794-4
Länge: 464 Seiten

– eine Rezension aus der Kramkiste –

Tempe kämpft auf mehreren Fronten. Mit dem Fall, mit ihren Gefühlen und gegen ihre Angst.

Klappentext: Der Tod einer jungen Frau, deren Leiche in einem Straßengraben gefunden wird, bereitet
Forensikerin Tempe Brennan schlaflose Nächte. Der Teenager könnte ohne
Papiere ins Land gereist sein. Und dann ist da noch der Fall eines Schmugglers, der kuriose
mumifizierte Artefakte in die USA schleust. Besteht eine Verbindung zwischen
dem toten Mädchen und dem lukrativen illegalen Handel? Auf eines kann die
Todesermittlerin sich verlassen: Knochen kann man nicht zum Schweigen bringen. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Ein totes Mädchen am Straßenrand. Bones wird dazu gerufen und soll nun herausfinden, woran das Mädchen gestorben ist. – Ihr Kollege ist das Vorurteil in Person und meint gleich erst einmal, dass es sich sowieso um eine Nutte handelt und man diesen „Mädchen“ keine Beachtung weiter schenken muss.
Doch Bones vermutet von Anfang an mehr dahinter. Es kommt ihr spanisch vor, dass keiner dieses Mädchen kennt oder je gesehen hat. Illegaler Einwanderer hin oder her, Bones ist entschlossen, auch diesen Fall zu lösen.
Doch sie kommt nicht weiter. Ihr sind die Hände gebunden und es kommt kein weiterer Hinweis auf die Tat rein. – Also fliegt Bones für einen kleinen „Zwischenauftrag“ nach Afghanistan, wo zwei Männer exhumiert werden sollen. Die Schuld oder Unschuld eines dort stationierten Soldaten soll geklärt werden. – Dass sie genau mit diesem Fall aber auch Schwung in den Fall in Amerika bringt, hätte sie nicht gedacht.
Wieder zu Hause angekommen, überschlagen sich die Ereignisse. Eine Zunge liegt auf ihrer Türschwelle, sie bekommt Drohmails, dass auch sie bald sterben wird und ausgerechnet ein Foto, dessen Herkunft sie nicht kennt, was sie aber in ihrem Gepäck gefunden hat, soll dann Licht in die Sache bringen.

Fazit: Gleich zu Beginn geht es erst einmal schön mit Karacho in die Handlung rein. Tempe muss jemanden erschießen, um ihr Leben und das des Opfers zu retten. Und das nur, weil sie mal wieder total schusselig ist. – Keine Ahnung, wie diese Frau in ihrem Beruf so genau, fast pedantisch sein kann und auf der anderen Seite immer wieder so rumschusselt. Im wahren Leben würde dich die eine Tatsache sich mit der anderen beißen. Nur nicht in diesen Büchern. Da kommt gleich erst einmal eine hochinteressante Protagonistin bei raus.
Nachdem es dann erst einmal gut voran ging, flacht die Handlung auch wieder ab. Tempe tritt auf der Stelle und kommt nicht vorwärts. Ich habe erleichtert aufgeatmet, als ein zweiter Handlungsstrang wieder etwas Pepp in die Sache bringen sollte. Aber auch da reiht sich eine langweilige Beschreibung an die nächste. Die Reise, die die Protagonistin machen muss, ist einfach zu ausführlich beschrieben. Mich, als Leser, interessiert es so gar nicht, an welcher Position man am besten in einem Truppentransportflugzeug hockt, oder eben nicht…
Gefühlsduseleien durften natürlich auch nicht fehlen. Das ist eine Tatsache, die wohl jedes spannende Buch stören muss. Scheint ein ungeschriebenes Gesetz zu sein. Nur dreht es sich in diesem Fall um ihre Tochter, die sich zu den Truppen gemeldet hat und in Afghanistan stationiert ist. Und was für ein Zufall, Tempe kommt ins selbe Camp wie sie…. – total durchschaubar!!!
Als sie dann aber wieder zu Hause angekommen ist, kommt endlich Licht ins Dunkel. Der Fahrerfluchtfall geht voran und es tauchen Verdächtige auf, mit denen ich nun wirklich nicht gerechnet habe. Und wie die Autorin die Protagonistin mal wieder auf die Lösung hat kommen lassen… alle Achtung!!!
Alles in Allem war es ein recht unterhaltendes Buch. Nicht das Beste der Reihe, aber doch so interessant, dass ich am Ball bleiben konnte.
Über die wirklich exorbitant langen Bezeichnungen von irgendwelchen Instituten oder Einrichtungen bin ich des Öfteren gestolpert. Aber das habe ich dann lösen können, dass ich einfach darüber hinweg gelesen habe. Das war jetzt für die Handlung nicht so wichtig, dass es mich raus geschmissen hätte…
Ansonsten hatte ich zumindest teilweise einen Film in meinem geistigen Kino. Die Bilder waren dann rasant und Farbenfroh. – Der hat allerdings gestoppt, als es dann so zäh und ereignislos wurde.
Was Lesepausen angeht, kann ich mich auch nicht beklagen. Los gekommen bin ich stellenweise super leicht und stellenweise echt schwer. Das hing von der Stelle ab, an der ich mich gerade befand. Und in die Handlung rein bin ich dann auch super easy gekommen. Egal an welcher Stelle! Zwei Sätze gelesen und alles war wieder da.

Es ist einfach nur gut, dass diese Ausgabe nicht der Start der Reihe ist. Dazu hat es echt zu viele langweilige und uninteressante Stellen drin. – Klar, eine Ermittlung kann nicht immer ruck zuck abgeschlossen sein, aber muss man denn dann zwischendrin so einen riesigen Berg von Vorurteilen packen? – Das war so der Bestandteil, der mich an diesem Buch besonders gestört hat. Wäre auch wesentlich freundlicher gegangen.
Bei der Bewertung habe ich mal einen Stern abgezogen, weil mir das echt ein bisschen zu viel war, was mich an dem Buch gestört hat. – Klar, das wirklich perfekte Buch, gibt es nicht. Aber hier hätte ich das Lesen glatt aufgegeben, wenn es nicht die Reihe von Kathy Reichs gewesen wäre.
Was eine Leseempfehlung angeht, kann ich hier nur sagen, dass man es wohl lesen sollte, wenn man die Reihe komplett haben möchte, es ansonsten aber gut auch lassen kann. Es fehlt dann nichts…