[Ebook] Kai Meyer – „Die Winterprinzessin“

Kai Meyer
“Die Winterprinzessin”
Reihe: Brüder Grimm (2)
Verlag: Aufbau Digital
ISBN: 9-783-841-21209-2
Länge: 249 Seiten

– gelesen im August 2021 –

Obwohl ich nach wie vor der Meinung bin, dass dieser Kai Meyer nicht der ist, von dem ich behaupte, ein Fan zu sein, wollte ich auch diesen Teil der Reihe gern lesen.

Klappentext: Inhalt: Die Brüder Grimm sind auf dem Weg nach Karlsruhe. Der Herzog dort ist Vater eines Sohnes geworden und sucht für den Prinzen einen Lehrer.
In Karlsruhe werden die beiden informiert, dass das Kind verschwunden ist. Man vermutet seinen Tod. – Die Brüder finden das Verhalten der involvierten Leute sehr merkwürdig und machen sich auf die Suche nach dem Prinzen. Dabei stoßen sie aber auf sehr merkwürdige Menschen mit Tiermasken, dienen einem seltsamen Kult angehören und eine indische Prinzessin mit magischen Fähigkeiten.
Die Brüder geraten in Lebensgefahr, können sich nach Weimar retten und sehen ihren Freund Goethe in alles involviert. (Quelle: Lovelybooks.de)

Fazit: Von einer so eingängigen Fantasy zu einem Roman in dieser doch sehr altbackenen Sprache, war es ein ganz schöner Sprung. Aber ich hatte mir die Lektüre vorgenommen und kneifen gilt nicht. Also rein in die Story.
Vom Potential her, war in jedem Fall eine ganze Menge da. Der Autor nimmt historische Persönlichkeiten her, Leute die tatsächlich gelebt haben, und steckt sie in eine ganz neue Geschichte, die er sich ausgedacht hat. Das alles in einem authentischen aber nicht einfachen Schreibstil. – Auf jeden Fall wird das Erzählte so glaubhafter.
Ich habe auch herausgefunden, dass es sich hier wirklich um genau den Kai Meyer handelt, den ich meint. Mit diesen Büchern kenne ich nun eine weitere Facette von ihm. der Mann hat wirklich einiges drauf, wenn man mal so über seine Werke schaut.
In diesem Buch hat er wieder tatsächliche historische Figuren genommen und hat sie in eine frei erfundene Geschichte gesteckt. Dabei hat er Leute und Kulturen ferner Länder hergenommen und einer im Mittelalter spielenden Geschichte einen exotischen Hauch verliehen. Auch Magie und die Märchenwelt spielen eine nicht unerhebliche Rolle.
Das alles war in einem zwar passenden, aber sehr umständlichen Stil geschrieben. Genau so umständlich und scheinbar gehoben, wie die Menschen im achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert geredet habe. – Das hat die Geschichte glaubhafter und runder gemacht, aber auch das Verständnis nicht unbedingt erleichtert. Ich musste mich beim Lesen doch sehr konzentrieren und möglichst ohne Ablenkung sein. Dann ging es am besten. – Nach einem anstrengenden Arbeitstag fiel mir die Lektüre jedenfalls ziemlich schwer.
Kopfkino hatte ich leider nur teilweise. Lag wohl daran, dass auch ziemlich viel erklärt wurde und ich dann den Eindruck von ereignislosen Längen hatte. Wenn dann aber richtig Action war, hatte ich auch einen Actionfilm vor Augen.
Alles in allem bin ich mit diesem Buch aber mal wesentlich besser klar gekommen, als mit dem ersten Band. Zum einen hatte ich mich wohl schon auf den Stil eingestellt und wusste, was auf mich zukommt, und zum anderen fand ich diese Geschichte auch eingängiger als die vorherige.
Diese Reihe endet dann leider aber auch hier. Jetzt, wo ich mich an den Stil gewöhnt habe, ist das Vergnügen auch schon vorbei. Ziemlich schade eigentlich, denn Potential ist in jedem Fall noch jede Menge vorhanden.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Dieses Buch war in jedem Fall eingängiger, als der erste Band. Aber zu einhundert Prozent war ich dann doch nicht überzeugt. Das Lesen war anstrengend, da es eine hohe Konzentration erforderte und der Film in meinem Kopfkino wurde auch immer wieder unterbrochen. – Im Großen und Ganzen aber eine super Fantasy.

[EBook] Kai Meyer – „Die Geisterseher“

Kai Meyer
“Die Geisterseher”
Reihe: Gebrüder Grimm (1)
Verlag: Aufbau Digital
ISBN: 9-783-841-21210-8
Seiten: 272

– gelesen im August 2021 –

Machen wir weiter im text, den SuB von unten nach oben abzulesen. Hierzu war ich aber gezwungen, dieses Buch zu kaufen, da ich nur Band 2 vorrätig hatte. – Das ging so nicht!

Klappentext: Unheimlich phantastisch

Weimar im Jahr 1805. Die Brüder Grimm machen Schiller ihre Aufwartung, doch finden sie ihn todkrank vor. Verlegen überreichen sie die Arznei, die Goethe ihnen mitgegeben hat. Der sieche Dichter überlässt ihnen sein letztes Manuskript – doch wenig später wird ihnen diese Kostbarkeit gestohlen. Gegen ihren Willen geraten sie in eine finstere Verschwörung, in der Goethe, eine seltsame Gräfin, eine Geheimloge und exotische Rauschmittel eine Rolle spielen.

„Meyers Stärke sind atmosphärisch dichte Breitwandpanoramen.“ Die Welt

Weimar im Jahr 1805. Die Brüder Grimm machen ihre Aufwartung, doch finden sie Schiller todkrank vor. Verlegen übergeben sie die Arznei, die Goethe ihnen mitgegeben hat. Der sieche Dichter überlässt ihnen sein letztes Manuskript – doch wenig später wird ihnen diese Kostbarkeit gestohlen. Gegen ihren Willen geraten sie in eine finstere Verschwörung, in der Goethe, eine seltsame Gräfin, eine Geheimloge und exotische Rauschmittel eine Rolle spielen. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Wilhelm und Jacob Grimm weilen in Weimar. Im Auftrag von Goethe bringen sie eine Medizin zu Schiller, die diesen von einer seltsamen Krankheit befreien soll. Schiller wiederum gibt ihnen ein versiegeltes Manuskript mit. Doch dieses wird den Brüdern Grimm gestohlen und kommt nie bei Schiller an.
Schiller scheint nichts von dem Verlust bemerkt zu haben und befasst sich mit seinen seltsamen Gästen. Die Brüder machen sich so schnell als möglich auf den Weg, das Buch wieder zu beschaffen.
Die Reise bringt ihnen das Buch wieder ein, allerdings auch so manche seltsame Bekanntschaft. Sie treffen auf seltsame Menschen und ihre Diener, eine Geheimloge und Leute, die seltsamen Rauschmitteln frönen.
Jacob verliebt sich in ein Mädchen, welches am Ende eine ganz andere Person ist, als gedacht.
Ein überraschendes Ende beendet die irrige Reise.

Fazit: Im Grunde bin ich auf diesen Titel aufmerksam geworden, weil er von Kai Meyer geschrieben wurde.  Ein Autor, den ich kannte und der mir schon das eine oder andere Leseabenteuer beschert hatte. Außerdem fand ich die Covergestaltung recht interessant. Diese Aufmachung des versiegelten Manuskripts stellte gleich mal einen Bezug zur Story her. – Da sollte es ja auch um ein Manuskript gehen.
In die Story selber bin ich leider nur schwer reingekommen. Ablenkungen vom Lesen waren sehr willkommen und dementsprechend lang habe ich für den Stoff am Ende auch gebraucht. 272 Seiten, wie in diesem Fall, halten selten besonders lang an. In diesem Fall her aber schon.
Von Anfang an herrscht eine düstere Stimmung. Ich habe mir das damalige Weimar gut vorstellen können, weil ich das heutige kenne. – Es lag also nicht an den Beschreibungen, sondern lediglich an meinem Kenntnisstand. – Diese düstere Stimmung war dann aber auch erst einmal das Einzige, was mich gefesselt hat.
Alles war in einem der Zeit entsprechenden Stil geschrieben. Das hat Herr Meyer ohne Zweifel richtig gut drauf, aber mir hat es die Lektüre verleidet. Der eigentliche Stoff verschwindet förmlich hinter den Worten und der umständlichen wörtlichen Rede. Die Beschreibungen wirken lang und umständlich, wodurch jede Menge ereignisloser Längen entstehen. – Diese habe ich einfach nur überlesen, um es hinter mir zu haben, aber dann habe ich den Einstieg in die Handlungen verpasst und war am Ende noch weniger gefesselt.
Ich habe den Stoff einfach nur runter gelesen und hatte keinen Film in meinem Kopfkino. Dazu war ich viel zu wenig gefesselt. Und dem entsprechend hat mir leider auch die Spannung gefehlt.
Das Buch ist zum Einen in Teile aufgeteilt und die Teile wiederum in Kapitel. Diese Kapitel sind unangenehm lang. Ich bin hier einfach nicht in der Lage gewesen, länger zu lesen. Dafür war das Verständnis zu kompliziert. Also musste ich immer mittendrin unterbrechen. Und beim Weiterlesen musste ich dann immer wieder ein Stück erneut lesen, um wieder rein zu kommen.
Auch wenn ich angespannt war und kaputt vom Arbeitstag, habe ich die Lektüre als sehr anstrengend empfunden. – Man muss sich schon sehr konzentrieren, will man wenigstens zum Teil verstehen, worum es geht.
Gerettet hat das Buch am Ende der Teil vor dem Finale. Mit einem Schlag war Action da. Die ganze, elend lange Vorgeschichte bekommt einen Sinn und die Story war am Ende so etwas wie abgerundet. Meine ziemlich verbissene Ausdauer hatte sich am Ende also doch gelohnt. Wenigstens etwas.

Ich bewerte das Buch mit 3 von 5 möglichen Sternen.
Kann es sein, das dieser Kai Meyer ein anderer ist, als der mir bekannte Autor? Die Schreibweise ist eine mir vollkommen unbekannte. Erschwerend kommt hinzu, dass ich das Gefühl habe, dass der Stoff in dieser Form verschwendet ist. Meiner Meinung nach hätte man da etwas besseres draus machen können. – Trotzdem werde ich wohl auch den zweiten Teil dieser Reihe lesen. Vielleicht habe ich da ja jetzt besser rein gefunden.