[Hörbuch] Catherine Shepherd – „Mooresschwärze“

Catherine Shepherd
“Mooresschwärze”
Verlag: Audiobuch
ISBN: 9-783-958-62525-9
Länge: 7 Stunden 51 Minuten
Sprecherin: Svenja Pages

– gehört im Mai 2021 – 

Eine neuere Reihe von Catherine Shepherd, die ihren ganz eigenen Reiz über die Protagonistin verströmt. 

Klappentext: Julia Schwarz kennt sich aus mit dem Tod. Die Rechtsmedizinerin ist in ihrem Institut auch als Eislady bekannt. Nichts kann sie so schnell aus der Bahn werfen. Jedenfalls nicht, solange sie es schafft, ihre düstere Vergangenheit in Schach zu halten. Als Kriminalkommissar Florian Kessler sie zu einem Tatort in einem nahe gelegenen Moor ruft, sieht alles zunächst nach einem einfachen Fall aus. Aber dann verschwindet die Leiche und Julia macht sich auf die Suche nach dem toten Mädchen. Doch statt der Leiche stößt sie auf ein weiteres Opfer. Erst jetzt begreift Julia, dass sie es mit einem gefährlichen Serientäter zu tun hat, der einen perfiden Plan verfolgt. Ein sonderbares Tattoo auf dem Bauch der Frauen scheint die einzige Verbindung zwischen den Fällen zu sein. Aber die Zeit läuft gegen Julia und sie ahnt nicht, dass sie selbst bereits viel zu tief in den Strudel des Bösen geraten ist. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Julia Schwarz ist Rechtsmedizinerin und hilft aber auch bei den Ermittlungen mit. Ein Schicksalsschlag hat sie diesen Beruf einschlagen lassen. Sie will die bösen Jungs zur Rechenschaft ziehen.
In diesem Fall wird im Moor eine Leiche gefunden, die dann aber während dem Transport in das rechtsmedizinische Institut wieder verschwindet. Doch statt der Leiche finden sie dann erst einmal eine andere getötete Frau. Es lassen sich Parallelen zum ersten Opfer feststellen.
Während der Ermittlungen taucht auch ein drittes Opfer auf und auch dieses hat wieder Parallelen zu den ersten beiden Fällen. Und dann ist es ausgerechnet die Tätowierung auf den Leichen, die die Ermittler und Julia endlich auf eine Spur kommen lassen.
Julia Schwarz begibt sich auf Ermittlungen auf eigene Faus, blamiert sich bei einem Verein bis auf die Knochen, aber kann so unbewusst die Ermittlungen sehr gut voran bringen. Sehr zum Unmut ihrer Kollegen.

Fazit: Die Protagonistin ist sympathisch. Gleich von Anfang an wird klargestellt, dass in ihrem Leben nicht alles eitel Sonnen ist, sonder da in der Vergangenheit schon das Eine oder Andere passiert ist, was sie zu ihrem heutigen Leben getrieben hat. Allerdings finde ich, dass man es mit dem Arbeitspensum auch übertreiben kann. Meiner Meinung nach ist die Protagonistin hier fast übermenschlich dargestellt. Sie isst kaum was und schläft noch weniger. Das kann kein Mensch wirklich lang durchhalten.
Ein weiterer sehr interessanter Aspekt ist hier, dass man ein potentielles Opfer eine ganze Weile auf ihrem bis dahin ganz normalen Teenagerleben begleitet. Der Klassiker mit dem Chat, den Schmeicheleien und dann dem Treffen ist hier sehr geschickt verarbeitet und ich habe eine ganze Weile gebraucht, bis ich Parallelen zwischen diesem und dem Ermittlungs-Strang herstellen konnte. Als ich ihn dann aber hergestellt hatte, habe ich die ganze Zeit gehofft, dass das Mädchen diesem linken Typen doch bitte nicht wirklich in die Fänge gerät.
Was die Verlinkung zu der Maya-Kultur angeht, das ist mal wirklich ein Handlungskern, den man gerade bei Krimis wenig bis selten findet. Das war auf jeden Fall ein sehr geschickter Schachzug der Autorin. Brachte in die gesamte Handlung noch einmal so eine ganz eigene Spannung und Faszination herein. Außerdem brachte dann auch genau dieser Umstand den Täter ans Tageslicht. Da zwar auch wieder anders als erwartet, aber trotz allem einfallsreich und so, dass ich nicht wusste, ob ich nun stinksauer auf den Typen sein soll oder ob er mir leid tun sollte. 

Auf jeden Fall hat mich das Buch von vorne bis hinten gefesselt. Ein wirklich gelungener Auftakt für eine eine neue Reihe, mit einer ganz eigenen Faszination. Wenn schon der erste Fall so spektakulär war, wird es in den nächsten Büchern nicht unbedingt einfacher werden, die Leser bei der Stange zu halten. – Mich jedenfalls hat es gepackt gehabt.
Die Sprecherin hat einen super Job gemacht. Sie hat ein angenehmes Sprechtempo und eine angenehme Stimme gehabt. Ich habe ihr gern zugehört. Einzig die verstellten Stimmen, die leicht krampfhaft wirkten, haben mich etwas gestört. Aber ich kenne das, dass man jedem Charakter eine eigene Stimme geben will, wenn man vorliest. Deswegen kann ich das nicht unbedingt negativ werten. Das wäre unfair. – Allerdings habe ich bemerkt, dass die Sprecherin schon auch mal durcheinander gekommen ist. Da musste ich leicht schmunzeln und fand es sympathisch, dass man das nicht gleich raus geschnitten hat.

Ich bewerte das Buch mit den vollen 5 von 5 möglichen Sternen.
Die Story war einfach nur super, die Idee mit den Maya eine nicht gerade alltägliche und die ganze Auflösung war mehr als überraschend. Kurzweilig war es in jedem Fall, Unterbrechungen waren höchst unwillkommen, aber im Anschluss ist man super wieder in die Handlung hinein gekommen. Klasse Buch!!!

[Hörbuch] Catherine Sheperd – „Tiefschwarze Melodie“

Catherine Sheperd
“Tiefschwarze Melodie”
Reihe: Oliver Bergmann 5
Verlag: Audiobuch
ISBN: 9-783-958-62548-8
Länge: 8 Stunden 17 Minuten
Sprecher: Wolfgang Berger

– gehört im November 2020 –

Auf nach Zons… ein sehr aufregendes Städtchen ist das!

Klappentext: Zons 1497: Eine junge Novizin wird gekreuzigt in der Kirche aufgefunden. Stadtsoldat Bastian Mühlenberg entdeckt eine Rose ohne Blütenblätter bei der Leiche des Mädchens. Noch bevor er ihrem Mörder auf die Spur kommt, muss eine weitere Frau ihr Leben lassen. Wieder schmückt ein Pflanzensymbol den Körper der Toten. Bastian steht vor einem Rätsel. Bei seiner Jagd nach dem raffinierten Frauenmörder stößt er auf ein grausames Geheimnis, das von einer tiefschwarzen Melodie wachgerufen wird … Gegenwart: Oliver Bergmann ermittelt in einem neuen Fall. Eine Frau wurde ans Bett gefesselt und brutal erstochen. In der Hand hält sie einen Notenzettel mit einer mittelalterlichen Melodie und zwei beunruhigenden Worten: „Fortsetzung folg“«. Der Kölner Musikprofessor Engelbert findet heraus, dass der Notenzettel nur ein kleines Stück der gesamten Komposition beinhaltet. Doch bevor die Ermittlungen richtig anlaufen, wird bereits eine zweite Frau ermordet – und wenn der Professor recht behält, war das noch lange nicht das letzte Opfer. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt … (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: In Zons vor 500 Jahren wurde eine ermordete Novizin gefunden. Bestialisch wurde sie ans Kreuz der Kirche genagelt. Und Bastian Mühlenberg macht sich daran, den Täter zu finden. Unterdessen finden aber auch noch mehrer Morde statt. Und immer liegt dem Mordopfer auch eine Blume bei. Der Täter hat es mit Blumensymbolik.
In der Gegenwart hat es Oliver Bergmann auch mit Frauenmorden zu tun. Immer sind sie ans Bett gefesselt und immer sind sie bestialisch mit dem Messer erstochen wurden. Sie wurden stellenweise sprichwörtlich durchsiebt mit Messerstichen.  Und immer liegt den Mordopfern ein Stück Papier mit einer Notenfolge bei. – Eine Melodie, die vor 500 Jahren von einem Mitglied der Zonser Stadtwache komponiert wurde. Diese Melodie hat den jungen Mann damals zu einem anderen werden lassen und auch den heutigen Täter bringt diese Melodie zum Rasen.

Fazit: Meiner Meinung nach auf jeden Fall das bisher beste Buch dieser Reihe. Aber das kann auch gut daran liegen, dass ich so langsam dahinter steige, was das mit der Vergangenheit und der Gegenwart auf sich hat. Gerade in diesem Band wird es mehr als deutlich. Es ist die in der Vergangenheit komponierte Melodie, die dann aber einen Menschen in der Gegenwart ganz genau so zum Wahnsinn treibt, wie den Komponisten selber. Nur dass man eben in der Gegenwart eine Ursache finden kann. Meiner Meinung nach war es die Mutter, die durch ihr Verhalten an der ganzen Sache ihre Schuld mitträgt.
Alles ist klar gegliedert. Es wird immer am Anfang des Kapitels deutlich gemacht, wo wir gerade mit der Handlung sind. Auf diese Weise ist alles ziemlich leicht verständlich und man kann die Sache so Stück für Stück gut mitverfolgen. So dämmerte mir eben auch erst am Ende, wo nun genau in diesem Fall der Zusammenhang liegt. Und genau das macht die Spannung in diesem Fall aus.

Der Sprecher macht einen super Job. Er hat von vornherein eine super angenehme Stimme. Und dann liest er gleichförmig und in einem angenehmen Tempo. So ist es nicht wirklich notwendig, dass er seine Stimme großartig verstellt. Man versteht ihn auch so ganz gut. Was aber wiederum daran liegt, dass Catherine Sheperd hier alles super verständlich geschrieben hat. Es gibt keine Schachtelsätze. Alles notwendige ist erklärt, aber eben auch nicht zu viel. Auf diese Weise schreitet die Handlung immer zuverlässig voran und und es kann keine Langeweile aufkommen.

Im Nachhinein muss ich sagen, dass es durchaus Sinn macht, die Folgen der Reihe der chronologischen Reihenfolge nach zu lesen oder zu hören. Nur so kann einem die gesamte Tragweite aufgehen. – Ich habe das anfangs nicht getan und war eine geraume Weile ziemlich verwirrt. Erst als ich die Reihenfolge einhalte, ergibt sich hier ein Bild vom Großen und Ganzen.

Ich bewerte dieses Hörbuch mit den vollen 5 von 5 Sternen. Der Stoff ist super, alles ist flüssig und spannend geschrieben und auch der Sprecher macht einen super Job. Genau das gehört genau so belohnt.

[Hörbuch] Catherine Sheperd – „Auf den Flügeln der Angst“

Catherine Sheperd
“Auf den Flügeln der Angst”
Reihe: Oliver Bergmann – 4
Verlag: Audiobuch
ISBN: 9-783-958-62547-1
Länge: 9 Stunden 29 Minuten
Sprecher: Wolfgang Berger

– gehört im September 2020 –

Klappentext: Zons 1497: Bastian Mühlenberg von der Zonser Stadtwache steht vor einem Rätsel. Am Morgen nach dem Geburtstagsfest von Pfarrer Johannes schwimmt eine tote Frau im Burggraben. Vom Täter fehlt jede Spur. Als kurz darauf vor den Stadttoren von Zons ein Bote brutal ermordet wird, beginnt eine atemlose Jagd. Bastian entdeckt ein Geheimnis hinter den Steinen der Stadtmauer. Eine geheimnisvolle dunkle Flüssigkeit führt ihn auf eine gefährliche Reise, denn auch der Mörder ist auf der Jagd nach dem teuflischen Elixier … Gegenwart: Die alleinerziehende junge Mutter Saskia nimmt an einer klinischen Studie teil. Doch statt der erhofften Befreiung von ihren Ängsten fühlt sie sich von Tag zu Tag schlechter und kann am Ende nicht mehr zwischen Wahn und Wirklichkeit unterscheiden. Während Saskia von unerklärlichen, grausamen Bildern verfolgt wird, ermittelt Kommissar Oliver Bergmann in einer neuen Mordserie. Ein Stadtrat wird in seiner Zonser Wohnung ertränkt, wenig später führt ein Anruf die Polizei zu einer weiteren Leiche. Die einzige Verbindung zwischen den Opfern ist eine seltene Droge in ihrem Blut. Obwohl alles auf ein männliches Täterprofil hindeutet, hat Oliver starke Zweifel. Erst im letzten Moment erkennt er den wahren Zusammenhang, der ihn zurück ins Mittelalter führt … (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Sebastian Mühlenberg, Mitglieder der Stadtwache in Zons, ist auf der Jagd nach einem grausamen Mörder. Er weiß nicht, dass er  im Prinzip zwei Männer jagd, die aber im Zusammenhang mit dem geheimnisvollen schwarzen Elixier stoßen, welches ungesehen durch die Stadtmauer geschmuggelt wird.
In der Gegenwart nimmt die alleinerziehende Mutter Saskia an einer klinischen Studie teil. Es soll ein Medikament zum Stressabbau erforscht werden. Doch bei ihr scheint es nicht recht Wirkung zu zeigen. Sie wird zusehends nervöser, unsicherer und wird von seltsamen Träumen heimgesucht. Immer wieder sieht sie, wie sie fürchterliche Morde verübt haben soll.
Als sie sich der Polizei stellt, scheint ihr Schicksal besiegelt. Doch ein Polizist sucht weiter und findet die ganze Wahrheit.

Fazit: Ein Hörbuch, dass mich im ersten Moment insoweit überrascht hat, dass mir der Inhalt zum Teil bekannt vorgekommen ist. Der Ort der Handlung, die ja teilweise in der Vergangenheit spielt, irgendwoher kannte ich das. – Später kam mir dann in den Sinn, das ich aus dieser Reihe schon einmal einen Teil gehört hatte. – Somit kam auch raus, dass ich die Bände eben nicht der chronologischen Reihenfolge nach gehört hatte. – Somit kam auch raus, dass ich die Bände eben nicht der chronologischen Reihenfolge nach gehört hatte. Und trotzdem bin ich super mit gekommen und war auch relativ schnell in der Handlung drin. Und wie ich drin war, war ich auch schon komplett gefesselt.
Einmal mehr war ich überrascht, wie geschickt hier die Verbindung zwischen Gegenwart und Vergangenheit hergestellt worden ist. – Im Prinzip hatte das schon etwas von Fantasy. Diese Person in der Gegenwart, die in seltsamen Kontakt mit der Person von vor 500 Jahren steht und dann dieses komische berauschende Gebräu. Das Rezept aus der Vergangenheit und dann die Nutzung in der Gegenwart. – Darauf muss man auch erst einmal kommen.
Die Protagonistin der Gegenwart ist etwas verwirrende. Die Autorin hat das eine ganze Zeit lang echt verwirrend geschrieben. Eben so, dass ich wirklich dachte, die Frau hätte die Morde in einer Art Wahn verübt. Ein Wahn, der vielleicht durch das Medikament der Studie oder durch die Hypnose ausgelöst worden ist… – Als dann zum Schluss alles aufgelöst worden ist, war das für mich wie so ein Aha-Effekt.

Der Sprecher hat das super gemacht. Die Stimme war sehr angenehm anzuhören und er hat mit einer gleichmäßigen Geschwindigkeit gelesen. Dazu kam noch, dass er Stimmen für die wörtliche Rede gut verstellen konnte, sodass man hier die handelnden Personen recht gut unterscheiden konnte.
Aber auch der ziemlich gute Vorleser konnte es nicht kompensieren, dass ich mittendrin im Buch so eine Down-Phase hatte. Ich habe die Handlung nur als eine Aneinanderkettung verschiedener Ereignisse empfunden. Die Luft war raus und ich habe das Ende herbeigesehnt. Ich habe mich echt gefragt, wie viele Menschen denn noch sterben müssen, bis die Frau endlich einsieht dass sie hinter Gitter gehört. – Umso erstaunter war ich dann über das Ende.
Was allerdings wieder gut war, war die Tatsache, dass man die einzelnen Bände der Reihe ohne Probleme auch konsumieren kann, ohne die chronologische Reihenfolge zu beachten. Jede Story für sich ist abgeschlossen. Zwar dreht es sich immer wieder um dieselbe Stadt und die gleichen Personen, aber auch hier erfährt man alles Wichtige unter der laufenden Handlung.

Alles in Allem bewerte ich das Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen. Den fünften Stern ziehe ich wegen dem Down in der Mitte des Buches ab. Ein richtig gutes Buch fesselt mich von Anfang bis Ende und lässt nicht zwischendrin so viel Luft. – Es war echt so, als wollte die Autorin hier recheriertes Material mit allen Mitteln noch unterbringen. Genau so hat es sich dann auch hören lassen. – Schade eigentlich.

[Hörbuch] Catherine Sheperd – „Kalter Zwilling“

Catherine Sheperd
“Kalter Zwilling”
Verlag: Audiobuch
ISBN: 9-783-958-62546-4
Länge: 7 Stunden 34 Minuten
Sprecher: Wolfgang Berger

– gehört im Juli 2020 –

Ich bin auf dieses Buch bei meiner Stöberei auf Spotify gestoßen. Der Titel klang irgendwie interessant, deswegen habe ich diesen Autoren auf meine Playlist gesetzt. – Volltreffer!!!

Klappentext: Zons 1496: Ein schrecklicher Fluch beendet Elisas junges Leben, noch bevor sie ihre neugeborenen Zwillingssöhne in den Armen halten kann. Bastian Mühlenberg von der Zonser Stadtwache ahnt zunächst nichts vom düsteren Familiengeheimnis, das auf den Brüdern lastet. Als der Schmied mit gefälschten Goldgulden zerstückelt vor der Stadtmauer gefunden und das friedliche Städtchen von einer neuen Mordserie erschüttert wird, nimmt Bastian Mühlenberg die Spur des Mörders auf. Stück für Stück wird er in eine unheilvolle Verschwörung hineingezogen, die das Leben seiner Familie bedroht… Gegenwart: Der grausame Mord an einer Prostituierten führt Kommissar Oliver Bergmann zu seinem dritten großen Fall nach Zons. Offensichtlich ist der Mörder ein kaltblütiger Psychopath, der ein perverses Machtspiel mit seinen Opfern treibt. Währenddessen schreibt Journalismus-Studentin Emily mit Hilfe von Professor Morgenstern, dem Leiter einer psychiatrischen Klinik vor den Toren von Zons, eine Reportage über die menschlichen Abgründe psychopathischer Persönlichkeiten. Als ein Universitätsprofessor aus Köln, keine dreißig Kilometer von Zons entfernt, auf martialische Weise ermordet wird, meint Oliver Bergmann ein Muster aus der Vergangenheit zu erkennen. Ein über fünfhundert Jahre alter Fluch scheint zu neuem Leben erwacht… (Quelle: Lovleybooks.de)

Inhalt: Das kleine Städtchen Zons wird von grausamen Morden heimgesucht. Ein Psychopath quält seine Opfer so lang, bis sie keine Gegenwehr mehr zeigen und bringt sie erst dann um. Es kommt zu den schlimmsten Tatorten, die die Polizei je gesehen hat.
Niemand ahnt, dass die Mordserie mit einem aus dem Jahre 1496 stammenden Fluch zusammenhängt. Elisas junges Leben wird bei der Geburt ihrer Zwillinge jäh beendet. Doch sie ist Opfer eines Fluchs geworden. In jeder siebten Generation soll ein Zwillingspärchen geboren werden, bei dem einer voll Liebe und Güte, der andere aber krausam und unnachgiebig ist.
In der Gegenwart geht genau so ein kalter Zwilling gerade um. Ein Zwilling, von dem selbst die Mutter nichts weiß. Sie glaubt die beiden anderen Föten, die sie nicht wollte, vernichtet.

Fazit: Ich habe auf jeden Fall eine Weile gebraucht, bis ich den Zusammenhang zwischen den beiden Handlungssträngen hergestellt habe. Als das dann aber geschehen war, ist mir fast der Mund offen stehen geblieben, vor Entsetzen. Zum Einen ob der Brutalität, mit der der Täter in der Gegenwart vorgeht und  zum anderen aber auch wegen der absolut geschickten Verknüpfung zwischen dem 15. Jahrhundert und heute. Eiin wirklich genialer Schachzug.
Die ganzen Fakten werden so geschickt in die Handlung eingestreut, dass es dauert, bis der Hörer begreift, was denn da jetzt genau los ist. Und wenn er es dann begreift, ist er einfach gezwungen weiter zu hören. Er MUSS erfahren, was denn da nun genau bei raus kommt. – So zumindest ging es mir.

Der Sprecher hat einen super Job gemacht. Zum einen hatte er eine super angenehme Lesestimme und zum anderen hat sie irgendwie genau zu dem Buch gepasst. Wenn das alles von einer Frau gelesen worden wäre, wäre die Sache nur halb so gut geworden. – Abe so haben sie mit der Wahl voll ins Schwarze getroffen.
Die Handlung war sehr angenehm beschrieben. So lang wie nötig und und so spartanisch wie möglich. Auf diese Weise ging es immer schön voran und wurde zu keinem Zeitpunkt langweilig. Ich hatte einen wahnsinns Film vor meinem geistigen Auge. Ich habe die fassungslosen Gesichter gesehen, die Angst und das Entsetzen gespürt. – Einfach klasse.

Ich bewerte dieses Buch mit den vollen 5 von 5 möglichen Sternen. Es hatte alles das, was ein gutes Buch braucht. Zu keinem Zeitpunkt war mir langweilig und ich war voll fasziniert von dem, was sich die Autorin da hat einfallen lassen. Auf jeden Fall bin ich mir sicher, dass das nicht das letzte Buch von dieser Autorin gewesen sein wird. Ich habe schon gesehen, dass da noch mehr auf Spotify ist, was ich mir anhören kann.