[EBook] Naomi Oreskes & Erik M. Conwey – „Vom Ende der Welt“

Naomi Oreskes & Erik M. Conway
„Vom Ende der Welt“
Verlag: oekom Verlag
ISBN: 9-783-865-81747-1
Länge: 128 Seiten

– eine Rezension aus der Kramkiste –

Anstieg des Meeresspiegels, Erderwärmung, Dürren und Unwetter sind erst der Anfang…

Klappentext: Wir schreiben das Jahr 2393. Die Erde ist nicht wiederzuerkennen. Über Jahrzehnte ignorierte Warnungen haben Temperatur und Meeresspiegel weiter ansteigen lassen, Holland, Bangladesch und New York sind von der Landkarte verschwunden.

Der ungebremste Klimawandel gipfelte im Großen Kollaps des Jahres 2093, als der Zusammenbruch des westantarktischen Eisschilds die Welt ins Chaos stürzte. Geschrieben anlässlich des 300. Jahrestags der Katastrophe haben die Historiker Oreskes und Conway ein Meisterstück wissenschaftsbasierter Science Fiction vorgelegt, eine spannende wie beunruhigende Prophezeiung im Geiste eines Aldous Huxley oder George Orwell.

Inhalt: Dieses Buch beinhaltet ein Szenario, welches eine Journalistin entwickelt hat. Aufgrund von Fakten und Daten, welche sie durch Interviews erfahren hat, kreierte sie eine Story, in der die Welt sich nach und nach quasie selber abschafft.
Das beginnt bei den FCKW-Gasen, geht über die CO2-Misere bis hin zum Klimawandel. Hier ist nicht nur das Problem des ansteigenden Meeeresspiegels, sonder auch der Hunger aufgrund von Wetterkatastrophen durch Dürre oder Fluten. Wetterextreme, die das Leben auf bestimmten Teilen der Erde, unmöglich machen. Die Menschen flüchten, müssen umgesiedelt werden, sterben.
Das hat wieder Auswirkungen auf den Markt. Lebensmittel werden exorbitant teuer. Die „Normalschicht“ verschwindet, es gibt nur noch Arm und Reich. Die Reichen verpesten die Umwelt weiter und die Armen haben es schwer und schwerer.
Ein zwar entworfenes Model, aber alles andere als weltfremd!

Fazit: Beim Ausleihen habe ich erst einmal übersehen, dass es sich hier um ein Sachbuch handelt. Ich dachte wirklich erst, ich halte einen Roman mit Weltuntergangsszenario in den Händen. – Dieses Szenario hatte ich. Nur war es eben kein Roman, sondern ein Sachbuch.
Die geschilderten Szenarien sind gut erklärt. Hier und da fallen mal auch mal Fachbegriffe. Aber das ist nicht weiter tragisch, da die sich immer irgendwie von selber dann erklären oder zumindest mir bekannt waren. Am Ende des Buches befindet sich auch eine Begriffserklärung. Die Handhabung ist allerdings bei einem EBook relativ umständlich. In dem Fall wäre es besser, man hat dieses Szenario in gedruckter Form.
Die bei einem Sachbuch üblichen Schachtelsätze sucht man hier vergebens. Auch das ein Grund, warum alles so relativ leicht verständlich ist. – Ok, es kann allerdings auch daran gelegen haben, dass mich das Thema so gefesselt hat.
Es handelt sich hier auf jeden Fall nicht um eine Vorhersage, wie die Welt enden wird. Es ist ein rein spekulatives „Was Wäre Wenn“. Allerdings ein ziemlich glaubhaftes. Denn es werden alle Klischees von Lobby und Politik bedient. Angst macht mir in dem Moment nur, dass ich irgendwie gleich an US Präsident Trump denken musste, als es um Umwelt und die damit verbundene Klimaveränderung ging…
Kurz war das Büchlein auf jeden Fall. Von den gerade mal was bei 180 Seiten, war die Story selber schon bei 56% beendet. Gerade in dem Moment, als ich mich eingelesen hatte. Fand ich nicht so toll, konnte ich allerdings auch nicht ändern.

Ich war begeistert und fand es einfach nur eindeutig zu kurz. Für meinen Geschmack hätte es noch ein ganzes Stück länger dauern können. Oder aber es hätte auch Material für viele Romane gegeben, die sich mit dem Weltuntergang beschäftigen.
Ein klasse Buch!

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