[Hörspiel] Die drei ??? 022 – „Der verschwundene Schatz“

Autor: H. G. Francis
Regie: Heikedine Körting
Musik: B. Brac/B. George
Verlag: EUROPA
Produktionsjahr: 1981
Länge: 43 Minuten 55 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:
Hitchcock, Erzähler – Peter Pasetti
Justus Jonas, Erster Detektiv – Oliver Rohrbeck
Peter Shaw, zweiter Detektiv – Jens Wawrczeck
Bob Andrews,Recherchen und Archiv – Andreas fFröhlich
Rawley – Horst Stark
Mr. Frank – Siegfried Wald
Mr. Togati – reiner Brönnecke
Taro – Stefan Brönnecke
Patrick – Wolfgang KubachTante Mathilda – Karin Lieneweg
Miss Agawam – Ursula Vogel
Jordan – Hans Meinhardt [Franz Josef Steffens]
Chuck – Roland Fabricius [Edgar Bessen?]
Liliputaner – Erich Büttner [Joachim Wolff]
Wachmann im Museum – Gottfried Kramer
Hafenpolizist – Peter Kirchberger

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Inhalt:
Die drei ??? Sind am Kindertag im Museum und bestaunen die wertvollen japanischen Kunstschätze, als sie Zeuge des Diebstahls werden. Ausgerechnet der große und schwere goldene Gürtel, das wertvollste Stück der Sammlung wird gestohlen. – Dumm nur, dass der chinesische Sicherheitsverantwortliche die drei Jungs nicht für voll nimmt und diese nicht an dem Fall mitarbeiten lässt.
Dafür bekommen die Jungs einen Anruf von Mr. Hitchcock. – Seine Freundin, eine Kinderbuchautorin, wird von Gnomen bedroht. Jene seltsamen und gefährlichen Wesen aus der Unterwelt, die Schabernack treiben und alles durcheinanderbringen.
Die drei Jungens sind sehr in der Realität verhaftet und glauben nicht an Gnome. Da muss etwas anderes dahinter stecken. Also machen sich die drei an die Arbeit.
Zunächst einmal beobachten sie das nächtliche seltsame Schauspiel im Garten der Dame. Dann erfahren sie von den Geräuschen unter dem Haus machen im stillgelegten Theater eine wirklich sensationelle Entdeckung und geraten am Ende in die Finger der Diebe.
Zum Glück bleibt Justus davon verschont und kann seine Freunde im letzten Moment retten. Somit sind auch die Diebe gefasst, aber der Gürtel ist wie vom Erdboden verschwunden. – Oder doch nicht…

Meine Meinung:
Ja klar, das Museum stellt irgendwelche japanische Kunst aus und massenweise Kinder rennen da hin, um sich das anzusehen. Waren die Kinder in den 1980er Jahren wirklich so komplett anders gestrickt, dass sie so etwas interessiert hätte? – Wenn ich mal von mir ausgehe, ja, ich hatte meine Themen, mit denen man mich auch mal in ein Museum locken konnte, aber doch nicht alter ausländischer Schmuck.
Dass dann ausgerechnet an diesem Tag dieser Überfall passiert, war fast logisch. Es brauchte ja einen Aufhänger für die Story. Der Hörer musste in den Umstand des Diebstahls eingeführt werden. – Wobei mir hier die Logik am Anfang auch etwas fehlte. Dieser hochnäsige asiatische Sicherheitsfuzzi kam ganz schön gemein daher. Die Jungs wollten doch nur helfen und hatten mit der Karte von der Polizei einiges vorzuweisen. Da muss man sie doch nicht so rüde verweisen.
Ok, die drei bekommen den Fall der alten Dame … Hier fand ich es wieder ganz niedlich, wie sie auf ihre kleine Meise mit den Gnomen und anderen Fabelwesen eingegangen sind. Mir war ja spätestens ab dem Schauspiel im Garten klar, dass es sich hier um verkleidete Personen gehandelt haben muss. Wobei ich wirklich erst einmal an Kinder gedacht habe. Doch es waren am Ende kleinwüchsige Menschen, die ständig als Liliputaner bezeichnet worden sind. Ein Begriff, der heutzutage als Schimpfwort gilt und hochgradig beleidigend ist. Trotzdem es im Jahre 1981 eben noch nicht so war, hat es mich schon gewaltig gestört, dass ständig dieser diskriminierende Begriff gefallen ist.

Ab einem gewissen Zeitpunkt war dann alles logisch. Mir war klar, dass die Typen in der Bank nicht ganz koscher waren und dass sie etwas zu verbergen hätten. Dass dann noch diese Gefangenschaft und die Verfolgung eingebaut worden ist, hat am Ende noch einmal einen Hauch Spannung gebracht. Trübend war hier nur, dass mir klar war, dass die beiden gerettet werden würden, da es ja sonst keine weiteren Folgen hätte geben können.
Dass der Gürtel dann wirklich am Ende erst aufgetaucht ist, hat die Frage der Fragen wirklich bis um Ende aufgehoben. Und dieses asiatische Getue von wegen in Ungnade fallen und Ähnliches, war zwar irgendwie typisch, aber in meinen Augen komplett überzogen. Als ober der Sicherheitsbeamte etwas dafür kann, wenn die Diebe ausgerechnet an diesem Tag zuschlagen und mit einem so perfiden Plan. Da hätte wohl jeder dumm aus der Wäsche gekuckt. Nicht nur der Asiate.

Ok, wieder ein Fall gelöst, auf zum nächsten.

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