K[EBook] Christoph Hadebusch – „Feuerstimmen“

Christoph Hadebusch
„Feuerstimmen“
Verlag: Piper
ISBN: 9-783-492-28120-1
Länge: 496 Seiten

– eine Rezension aus der Kramkiste –

Mit Gesang soll man einen bösen Drachen besiegen können? – Christoph Hardebusch lässt es seine Helden beweisen.

Klappentext: Mit dem preisgekrönten Roman »Die Trolle« und der Reihe um die »Sturmwelten« schrieb sich Christoph Hardebusch an die Spitze der deutschsprachigen Fantasy. Mit »Feuerstimmen« führt er alle Fans in eine neue Welt: Seltsames geht in den acht Königreichen der jungen Herrscherin Elena vor – Misstrauen und Hass breiten sich aus, eigentlich befreundete Völker bekriegen sich. Elena und der Sänger Aidan entdecken, dass ein uraltes Geschöpf sein dunkles Gift in der Welt verbreitet – der fünfte Drache, der nach Jahrhunderte währendem Schlaf erwacht ist, um einen grausamen Plan zu vollenden … (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Elena, Königin eines Landes, auf den Inseln. Bisher hat sie das Amt der Königin als ein Geburtsrecht betrachtet. Doch inzwischen ist es nur noch eine Bürde. Sie empfindet es als List, tagtägliche ihren Pflichten nachzukommen. – Als dann aber die Magie ihren Dienst versagt, sie fast vom hohen Turm gestürzt wäre und dann auch noch Grenzstreitigkeiten auftreten, gerät ihre Welt vollends aus den Fugen. Sie möchte keinen Krieg führen müssen. Und schon gar nicht gegen die Nachbarländer.
Als die Streitigkeiten dann aber auch auf ihre Stadt ausgeweitet werden, sie von ihrer eigenen Leibwächterin attackiert wird, steht für sie fest, dass da etwas nicht mit rechten Dingen zugehen kann.
Aydan ist mit seinem Barden-Kollegen durch die Lande unterwegs. Alles scheint wie immer, bis das kleine Fischerdorf, in dem sie sich gerade befinden, von seltsamen, blutrünstigen Monstern aus dem Meer angegriffen wird. Es gibt viele Tote und keiner kann sich das Geschehen erklären.
Zunächst fliehen nur die beiden Barden allein. Doch sie kehren zurück und bringen auch die Fischer zu einer Flucht aus ihrer Heimat.
Der Flüchtlingsdreck trifft auf die Königin Elena und ihre Leibwächterin genau dann, als sie gerade einmal wieder mit den Monstern kämpfen. – Sie ziehen gemeinsam weiter.
Die Menschen finden Aufnahme in einer Stadt. Aber auch diese Stadt liegt am Hafen und wird von den Monster heim gesucht. Sowohl für Elena und ihre Leibwächterin, als auch für die beiden Barden ist klar, dass da etwas größeres dahinter stecken muss. Sie machen sich auf den Weg, ihrem Land, den Menschen zu helfen.

Der Bardenruf weckt in Elena ungeahnte Talente, und auch die beiden Barden haben ihr Päckchen in diesem Kampf zu tragen. Es wird nicht einfach werden, aber Gesang kann eine Menge bewirken.

Fazit: Ich konnte nicht gleich das pure Lesevergnügen empfinden. Anfangs bin ich zu sehr über seine Art zu Schreiben gestolpert. Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich darauf einlassen konnte. Aber dann hat sich mir eine fantastische Welt ergeben. Eine Welt, in der einfacher Gesang plötzlich eine ganze Welt retten konnte. – Das hat mich dann schon etwas fasziniert. Schon allein die Tatsache, zwei einfache Barden zu Hauptfiguren zu machen. Ein Beruf, der sonst in Fantasy-Büchern mehr nebenher läuft. Aber noch nie eine bedeutende Rolle gespielt hat.
Christoph Hardebusch verwendet alt bekannte Elemente der Fantasy, knüpft aber auch neue mit in seine Bücher ein. Das macht seine Welt vertraut, aber doch auch wieder irgendwie einzigartig. Sein Schreibstil wirkt anfangs etwas gestelzt und altbacken, aber wenn man sich darauf einlässt, in die Handlung abtaucht, dann erschließt sich einem eine sehr faszinierende und fesselnde Welt. Ich war gefangen im Buch und in der Handlung, habe beim Lesen die Realität um mich herum vergessen und war sozusagen mal wieder im Kurzurlaub, beim Lesen.
Der Film, der in meinem Kopfkino ablief, war sehr farbenprächtig. Ich habe die Landschaften, aber auch das viele Blut und die hässlichen Monster aus dem Meer vor meinem geistigen Augen gesehen. – Und so einem Monster wollte ich wirklich nicht im Dunkeln begegnen.
Erklärungen haben sich gut in die Handlung eingefügt und diese nicht zum Stillstand gebracht. Genau so, wie es auch sein sollte. Und alles war in einfachen Worten und so beschrieben, dass man es auch verstanden hat.

Im Prinzip war dieses Buch das pure Lesevergnügen und ich habe es gern gelesen. Man kann sogar sagen, dass ich am Ende dann doch etwas enttäuscht war. Zum einen, weil das Buch schon zu Ende war und zum anderen, weil die Protagonistin nicht vom Barden schwanger wurde. Keine Ahnung, wie ich auf diesen Wunsch gekommen bin, aber es erschien mir so passend für die Handlung…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s