[Buch] Michael Schophaus – „Im Himmel warten Bäume auf dich“

Michael Schophaus
„Im Himmel warten Bäume auf dich“
Verlag: Pendo
ISBN: 9-783-858-42387-0
Länge: 190 Seiten

– eine Rezension aus der Kramkiste –

190 Seiten Hoffnung, Spannung, Liebe und Drama. Emotionen pur!

Klappentext: Zwei Jahre hat Jakob Zeit, sich unbeschwert zu entwickeln. Dann kommt die Diagnose: Neuroblastom, eine Krebsart, die vor allem bei Kindern auftritt. Was nun beginnt, ist ein verzweifelter Kampf gegen die Krankheit, Monate zwischen Hoffnung und Bangen. Doch Jakob liebt das Leben. Er sucht sein Glück und findet es in den unbeschwerten Momenten, wenn er nicht ans Bett gefesselt ist oder von Schmerzen gequält wird: beim Radfahren, beim Malen – und bei seinen geliebten Bäumen.§Mit erschütternder Unmittelbarkeit beschreibt der Vater, was Jakob und die Familie durchmachen – die Hoffnungen, die in die Medizin gesetzt werden und die unerträglichen Situationen im Großbetrieb Krankenhaus, die Tage, an denen Jakob nur leidet, an der Chemotherapie, dem Tumor, den Schmerzen, und die Tage, wo er zu Hause spielt, wo es Hoffnung gibt und Freude.§Ein sehr persönliches und ergreifendes Buch, das bewußt macht, was wirklich wichtig ist im Leben. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Das Glück könnte für Familie Schophaus perfekt sein. Sie haben sich ein Leben aufgebaut, Kinder und an und für sich ein glückliches Leben. Zumindest so lang, bis der Mutter beim Füttern des kleinen Jakob eine geschwollene Wange entdeckt. Mit einem Aufschrei des Entsetzens leitet sie eine Zeit ein, die für die Familie alles andere als leicht ist.
Der kleine Jakob wird nun von einem Arzt zum anderen geschleppt. Er muss Untersuchungen noch und nächer über sich ergehen lassen und am Ende wird es ein Neuroplastom fest gestellt. Eine Art Krebs, die bei Kinder selten gut verläuft. – Aus 90% Chance werden 50%, dann 20% und zum Schluss nur noch 5%.
Michael Schophaus betreut seinen Sohn während der langen Zeit des Leidens. Eindrucksvoll beschreibt er die Hochnäsigkeit der Ärzte, dieses machtlose Gefühl der Eltern und im krassen Gegensatz dazu das sonnige Gemüt des kleinen Jakob.

Fazit: Anrührend war es. Ich habe geweint, bei der Lektüre. Ich habe dem lebensfrohen Zwerg die Heilung so gegönnt… und dann das.
Man merkt, dass das Buch vom Vater selber geschrieben wurde. Niemand sonst konnte das so authentisch rüber bringen. – Obwohl er sich am Anfang in seinem Berufsdeutsch verfangen hatte, ließ es dann nach und der Text war zwar leicht verständlich, aber nicht unbedingt leicht zu verdauen.
Das Buch ist klein und handlich. Es hätte gut in meine Handtasche gepasst, wenn es denn irgendwo mit hin gemusst hätte. Aber das tat nicht not, da ich es in einem Sitz durchgelesen hatte.
Was mir allerdings etwas gegen den Strich ging, es kamen so Leute wie seine Ärztin, eine Kindergartenerzieherin und ein Pfaffe zu Wort. Die haben alles an Emotionen wieder zerschrieben, was der Vater vorher so mühsam aufgebaut hatte. Schade eigentlich.

Ansonsten aber ein durchaus lesenswertes Buch. Eine kleine Lektüre für zwischendurch, für man sich aber Muse und Zeit nehmen sollte. Der Stoff ist alles andere als leicht zu verdauen.

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