[Hörspiel] Bibi Blocksberg 128 – „Ausgehext“

Autor: K.-P. Weigand
Regie: Michael Schlimgen
Musik: Heiko Rüsse/ Wolfgang W. Loos
Verlag: kiddinx
Produktionsjahr: 2019
Länge: 45 Minuten 6 Sekunden

Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler – G. Schoß
Bibi Blocksberg – S. Bonasewicz
Barbara Blocksberg – G. Streichhahn
Walpurgia – I. Grothe
Zickia – M. Rothweiler
Mania – L. Lunow
Xenia – M. Koschny
Schubia – P. Pollow

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Inhalt:
Bibi, Xenia und Schubia wollen eigentlich für das Hexentheater proben. Allerdings kommt ihnen dabei eine Idee, die sie am liebsten sofort Tante Manie präsentieren wollen. Da diese aber gerade auf dem Blocksberg ist, wo sie den nächsten Hexenkongress vorbereiten, müssen die drei eben dort hinfliegen.
Geplant war eine kleine Pausenunterhaltung, doch die drei verdösen die Pause und landen dann mitten in der Wirksamkeitshexerei für die Grundbrühe. Die Brühe explodiert und die Althexen haben für 24 Stunden ihre Hexkraft verloren.
Die drei Junghexen müssen nun die Althexen nach Hause fliegen, ihnen bei ihren täglichen Verrichtungen helfen und ganz nebenbei noch bis zum nächsten Tag sämtliche Kräuter für die Grundbrühe neu zusammen suchen.
Nervenaufreibende Stunden liegen vor den drei Junghexen, die sie sich aber super aufteilen und somit mit den ihnen gestellten Aufgaben sehr gut zurecht kommen. Einzig Zickia macht ihrem Namen alle Ehre und will die Junghexen mehr und mehr bestrafen. Allerdings kommt durch einen dummen Zufall heraus, dass auch sie eine gewisse Mitschuld am Explodieren der Grundbrühe trägt.

Meine Meinung:
Ich kann nicht mal sagen warum, aber diese Folge hat mich ganz schnell in ihrem Bann gehabt. Irgendwie war mal wieder etwas Abwechslung dabei, weil in der Hexenschule jetzt plötzlich auch Theater gespielt wurde. Nicht nur in Bibi ihrer „normalen“ Schule.
Als die zwei Hexenschwestern bei Bibi eingetroffen sind, hatte ich sofort das Gefühl, dass mit Schubia etwas nicht stimmt. Auch hier scheint es eine neue Sprecherin zu geben. Die Stimme war geringfügig anders und im allgemeinem kam das Ding mit der Punkerhexe viel mehr durch. Die Sprechweise war irgendwie eine andere. Die Figur wollte unbedingt „cool“ wirken. – Das war jetzt kein Umstand, der besonders unpassend gewirkt hat. Ich hatte nur das Gefühl, dass da irgendetwas anders war. Also wenn es eine neue Sprecherin war, dann war sie wirklich sehr gut ausgewählt.

Die Junghexen haben einen Fehler begangen und und sollten dafür bestraft werden. So weit, so gut. Allerdings macht hier Zickia ihrem Namen alle Ehre. Zickigkeit steht bei ihr mal wieder mit dickem, roten Stift auf dem Tagesplan. Meiner Meinung nach fordert sie von Anfang an eine viel zu hohe Strafe, für dieses Missgeschick. Nichts anderes war es am Ende. – Allerdings war die Entwicklung dann sehr interessant. Als sich herausgestellt hat, dass auch Zickia nicht immer alles richtig macht und mutmaßlich das falsche Kraut in die Brühe getan hat. Und dann muss sie sich ausgerechnet von den Grünschnäbeln auf ihren Fehler aufmerksam machen lassen. Vollkommen logisch, dass sie leer dreht und extra zickig wird. Das hat der Autor sehr geschickt eingefädelt und einen schwierigen Charakter in eine brenzlige Situation gebracht.
Genau in diesem Umstand sehe ich auch wieder einmal eine Art lehrreichen Inhalt für die Kiddis der Zielgruppe. Nur weil ein Mensch älter und erfahrener ist, bedeutet das eben nicht, dass er immer und alles richtig macht. Auch Erwachsene können sich irren und sollten sich zumindest mal die Argumente anhören, die gegen ihre Annahme sprechen und noch einmal nachdenken. – Gegenseitiger Respekt. Ein immer aktuelles Thema. Fast egal, in welchem Zusammenhang. Hauptsache Respekt.

Als sich alles dann Stück für Stück aufdröselt, passiert eigentlich nichts Spektakuläres weiter. Die Story wird eben nur zu einem schlüssigen und ziemlich zufriedenstellenden Abschluss gebracht. Am Ende hat es mit dem endlich aufgeführten Theaterstück noch einmal eine Art Runnig Gag und ich hatte ein Schmunzeln auf den Lippen.
Mit dem Anhang wird dann alles wieder runter gekocht, wenn nicht ganz und gar versaut. Es wird nicht etwa über gegenseitigen Respekt geredet, wie es hier eventuell angebracht gewesen wäre, sondern über das Hexenuniversum rund um den Blocksberg. Ganz niedlich gemacht, aber wenn ich schon so ein Nachwort einbaue, dann kann man da ruhig auch mal eine nützliche Botschaft rüber bringen.

Ich ordne diese Folge im oberen Feld mit ein. Die Situation mit Zickia hat dem Ganzen hier ganz gewaltig eine Krone aufgesetzt. Die zickigste aller Hexen musste wirklich mal zugeben, dass auch sie nicht perfekt ist und Irrtümern unterworfen sein kann. – Meiner Meinung nach hat das was.

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