[EBook] Kai Meyer – „Die Geisterseher“

Kai Meyer
“Die Geisterseher”
Reihe: Gebrüder Grimm (1)
Verlag: Aufbau Digital
ISBN: 9-783-841-21210-8
Seiten: 272

– gelesen im August 2021 –

Machen wir weiter im text, den SuB von unten nach oben abzulesen. Hierzu war ich aber gezwungen, dieses Buch zu kaufen, da ich nur Band 2 vorrätig hatte. – Das ging so nicht!

Klappentext: Unheimlich phantastisch

Weimar im Jahr 1805. Die Brüder Grimm machen Schiller ihre Aufwartung, doch finden sie ihn todkrank vor. Verlegen überreichen sie die Arznei, die Goethe ihnen mitgegeben hat. Der sieche Dichter überlässt ihnen sein letztes Manuskript – doch wenig später wird ihnen diese Kostbarkeit gestohlen. Gegen ihren Willen geraten sie in eine finstere Verschwörung, in der Goethe, eine seltsame Gräfin, eine Geheimloge und exotische Rauschmittel eine Rolle spielen.

„Meyers Stärke sind atmosphärisch dichte Breitwandpanoramen.“ Die Welt

Weimar im Jahr 1805. Die Brüder Grimm machen ihre Aufwartung, doch finden sie Schiller todkrank vor. Verlegen übergeben sie die Arznei, die Goethe ihnen mitgegeben hat. Der sieche Dichter überlässt ihnen sein letztes Manuskript – doch wenig später wird ihnen diese Kostbarkeit gestohlen. Gegen ihren Willen geraten sie in eine finstere Verschwörung, in der Goethe, eine seltsame Gräfin, eine Geheimloge und exotische Rauschmittel eine Rolle spielen. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Wilhelm und Jacob Grimm weilen in Weimar. Im Auftrag von Goethe bringen sie eine Medizin zu Schiller, die diesen von einer seltsamen Krankheit befreien soll. Schiller wiederum gibt ihnen ein versiegeltes Manuskript mit. Doch dieses wird den Brüdern Grimm gestohlen und kommt nie bei Schiller an.
Schiller scheint nichts von dem Verlust bemerkt zu haben und befasst sich mit seinen seltsamen Gästen. Die Brüder machen sich so schnell als möglich auf den Weg, das Buch wieder zu beschaffen.
Die Reise bringt ihnen das Buch wieder ein, allerdings auch so manche seltsame Bekanntschaft. Sie treffen auf seltsame Menschen und ihre Diener, eine Geheimloge und Leute, die seltsamen Rauschmitteln frönen.
Jacob verliebt sich in ein Mädchen, welches am Ende eine ganz andere Person ist, als gedacht.
Ein überraschendes Ende beendet die irrige Reise.

Fazit: Im Grunde bin ich auf diesen Titel aufmerksam geworden, weil er von Kai Meyer geschrieben wurde.  Ein Autor, den ich kannte und der mir schon das eine oder andere Leseabenteuer beschert hatte. Außerdem fand ich die Covergestaltung recht interessant. Diese Aufmachung des versiegelten Manuskripts stellte gleich mal einen Bezug zur Story her. – Da sollte es ja auch um ein Manuskript gehen.
In die Story selber bin ich leider nur schwer reingekommen. Ablenkungen vom Lesen waren sehr willkommen und dementsprechend lang habe ich für den Stoff am Ende auch gebraucht. 272 Seiten, wie in diesem Fall, halten selten besonders lang an. In diesem Fall her aber schon.
Von Anfang an herrscht eine düstere Stimmung. Ich habe mir das damalige Weimar gut vorstellen können, weil ich das heutige kenne. – Es lag also nicht an den Beschreibungen, sondern lediglich an meinem Kenntnisstand. – Diese düstere Stimmung war dann aber auch erst einmal das Einzige, was mich gefesselt hat.
Alles war in einem der Zeit entsprechenden Stil geschrieben. Das hat Herr Meyer ohne Zweifel richtig gut drauf, aber mir hat es die Lektüre verleidet. Der eigentliche Stoff verschwindet förmlich hinter den Worten und der umständlichen wörtlichen Rede. Die Beschreibungen wirken lang und umständlich, wodurch jede Menge ereignisloser Längen entstehen. – Diese habe ich einfach nur überlesen, um es hinter mir zu haben, aber dann habe ich den Einstieg in die Handlungen verpasst und war am Ende noch weniger gefesselt.
Ich habe den Stoff einfach nur runter gelesen und hatte keinen Film in meinem Kopfkino. Dazu war ich viel zu wenig gefesselt. Und dem entsprechend hat mir leider auch die Spannung gefehlt.
Das Buch ist zum Einen in Teile aufgeteilt und die Teile wiederum in Kapitel. Diese Kapitel sind unangenehm lang. Ich bin hier einfach nicht in der Lage gewesen, länger zu lesen. Dafür war das Verständnis zu kompliziert. Also musste ich immer mittendrin unterbrechen. Und beim Weiterlesen musste ich dann immer wieder ein Stück erneut lesen, um wieder rein zu kommen.
Auch wenn ich angespannt war und kaputt vom Arbeitstag, habe ich die Lektüre als sehr anstrengend empfunden. – Man muss sich schon sehr konzentrieren, will man wenigstens zum Teil verstehen, worum es geht.
Gerettet hat das Buch am Ende der Teil vor dem Finale. Mit einem Schlag war Action da. Die ganze, elend lange Vorgeschichte bekommt einen Sinn und die Story war am Ende so etwas wie abgerundet. Meine ziemlich verbissene Ausdauer hatte sich am Ende also doch gelohnt. Wenigstens etwas.

Ich bewerte das Buch mit 3 von 5 möglichen Sternen.
Kann es sein, das dieser Kai Meyer ein anderer ist, als der mir bekannte Autor? Die Schreibweise ist eine mir vollkommen unbekannte. Erschwerend kommt hinzu, dass ich das Gefühl habe, dass der Stoff in dieser Form verschwendet ist. Meiner Meinung nach hätte man da etwas besseres draus machen können. – Trotzdem werde ich wohl auch den zweiten Teil dieser Reihe lesen. Vielleicht habe ich da ja jetzt besser rein gefunden.

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