[Rezensionsexemplar] Sabine Haupt – „Lichtschaden. Zement“

Sabine Haupt
“Lichtschaden. Zement”
Verlag: Die Brotsuppe
ISBN: 9-783-038-67036-0
Länge: 315 Seiten

– gelesen im Mai 2021 –

Dieses Buch wurde mir vom Verlag “Die Brotsuppe” freundlicherweise zur Verfügunge gestellt. Meine Meinung hat dieser Umstand aber nicht beeinflusst.

Klappentext: »Lichtschaden. Zement« ist ein philosophischer Liebeskrimi und intellektueller Frauenroman, sein Schauplatz das Schweizer Oberwallis.
Wo ist die Verbindung von Liebe und Religion? Wie ist das Verhältnis von Geist und Materie? Gibt es so etwas wie eine Seele? Was steckt hinter dem geheimen Projekt der lokalen Sand- und Zementmafia? Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Vernichtung von Menschen und dem Raubbau an der Erde?
Solchen über- und unterirdischen Fragen versuchen Hella und Raffaele auf den Grund zu gehen. Sie als Hotelmanagerin, er als ehemaliger Priester und Magazinverwalter eines Zementwerks.
Dass auf und unter der Erde aber noch ganz andere Geheimnisse auf sie warten, erfahren sie schliesslich durch Angelo, Raffaeles schizophrenen Bruder, der sich für einen unterirdischen Dämon hält und die Erde zum Beben bringt.
»Ein anregender und kurzweiliger Abend, der Lust machte, dieser klugen Autorin und ihrem spannenden und vielschichtigen Roman zu folgen.« Bericht über eine Lesung im süd­deutschen Donaukurier (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Hella und Raffaelle können unterschiedlicher nicht sein. Sie eine Hotelmanagerin, er ein ehemaliger Priester, jetzt Lagerverwalter in einer Zementfabrik. Gemeinsam verbringen sie so manche Liebesnacht, philosophieren, erstellen Thesen, verwerfen sie wieder undn wollen vor allem der Zementmafia auf die Finger klopfen.
Gerade wollen sie in einem Datensicherheitsraum in einem ausgedienten Bunker, gefährliche Daten sichern, da bricht Raffaelle sein schizophrener Bruder aus der Psychiatrie aus und bringt alles durcheinander.

Fazit: Ich bin auf das Buch direkt vom Verlag per E Mail aufmerksam gemacht worden. Das, was da geschrieben stand, hat mich schon irgendwie neugierig gemacht und ich habe das Rezensionsexemplar schnell zugeschickt bekommen.
Das Hardcoverbuch ist qualitativ hochwertig und fest gebunden. So schnell fällt das nicht auseinander, war aber leider auch ziemlich steif, als ich es zum ersten Mal aufgeschlagen habe. Dafür ist das Papier aber hochwertig und dick.
Das Cover ist sehr schlicht gestaltet. Da stehen einfach nur auf grauem Grund alle Fakten, die auf ein Buchcover gehören. Also Autorenname, Titel und Genre. – Es handelt sich um einen Roman.


Laut Klappentext handelt es sich hier um einen philosophischen Liebeskrimi und ich hatte anfangs ein paar Probleme, in die Handlung rein zu kommen. Allerdings war das nur am Anfang so und ich hatte schnell heraus, dass die Seiten so viel Handlung am Ende gar nicht beinhalten, sondern über vieles philosophisch nachgedacht wird. In dem Fall hat die Handlung dann immer gestockt, um an anderer Stelle wieder fortzufahren. – Gegen Philosophie an sich ist nichts einzuwenden. Es war auch hier so, dass ich auf den einen oder anderen Gedankengang durchaus angesprungen bin und mir meine eigenen Gedanken zum Thema gemacht habe. Allerdings mit diesem ganzen Kirchengedöns, welches halt auch vorkam, absolut gar nichts anfangen konnte.

Nachdem ich mich an den Schreibstil und die philosophischen Ausreißer eingelassen hatte, hat sich mir eine durchaus spannende Geschichte offenbart. Die neue Wellness Idee war ja ganz besonders abenteuerlich. Da muss man auch erst einmal darauf kommen. Und dann diese Befürchtungen mit der Betonmafia, den krummen Machenschaften innerhalb der Firma… ziemlich geschickter Schachzug. Dieser Stoff hätte auch ohne Philosophie durchaus einen ziemlichen guten Thriller abgegeben.

Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 möglichen Sternen.
Den einen Stern Abzug gebe ich für das Kirchengeschwafel. Nur weil was philosophisch ist, muss da nicht unbedingt die Kirche dabei sein. Das waren  Passagen, mit denen ich absolut nichts anfangen konnte. Und das möchte ich hiermit auch noch einmal ganz klar sagen.
Der Rest war aber spannend und durchaus anregend. Ich habe mir viele eigene Gedanken gemacht und das Buch wird wohl noch eine Weile länger nachwirken.

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