[EBook] Cidney Cage – „Mord ist schlecht fürs Karma“

Cidney Cage
“Mord ist schlecht fürs Karma”
Verlag:
ISBN: 9-783-752-12983-0
Seiten: 320

– gelesen im Januar 2021 –

Ich habe das Rezensionsexemplar freundlicherweise von der Autorin selber zur Verfügung gestellt bekommen. Meine Meinung hat das natürlich nicht beeinflusst.

Klappentext: Sachbearbeiter Henning steckt in der Krise – und das schon, bevor er die Büropalme mitgehen lässt. Plötzlich droht ihm die Kündigung, seine Frau verlangt die Scheidung und finanziell gesehen wird es eng. Kein großer Verlust, vielmehr die Chance, sich endlich der Dinge zu entledigen, die ihn belasten – da sind sich bester Freund und Hausarzt einig. Was ja durchaus Interpretationsspielraum lässt. Für Henning liegt die Lösung seiner Probleme klar auf der Hand: Die lieblose Gattin muss sterben. Jemanden umzubringen, hat allerdings seine Tücken. Pläne gehen daneben, gute Auftragskiller sind schwer zu finden und zu allem Überfluss winkt die Wiedergeburt als Eichhörnchen. Kein Wunder also, dass die Sache bald gnadenlos schief und gewaltig aus dem Ruder läuft … Spirituell fragwürdig und kriminell witzig. (Quelle: thalia.de)

Inhalt: Henning wird von seinem Chef gekündigt. Er versucht es noch abzuwenden, doch sein Arzt glaubt nicht an Diagnosen und auch nicht an Attest und verweigert ihm dieses dann auch.
Zu Hause trifft er auf seine Frau, die kalt und abweisend wie immer ist und ihm eröffnet, dass sie die Scheidung will. Geld soll Henning von ihr natürlich auch nicht bekommen.
Bevor Henning in einer schäbigen Einzimmerwohnung vor sich hin vegetieren soll, versucht er seine Frau umbringen zu lassen. Doch der Auftragsmörder sagt ihm irgendwann ab. Er kann den Auftrag wegen eines Interessenkonfliktes nicht ausführen und behält das angezahlte Geld ein.
Henning sieht alle Fell davon schwimmen, als sein Frau eines Morgens erschossen im Wohnzimmer liegt. – Das Chaos nimmt seinen Lauf, denn Hennig ist natürlich Tatverdächtiger Nummer eins!
Mit Hilfe seines Kumpels Achim, der auch nicht immer auf ganz legalen Pflastern unterwegs ist, hält sich Henning nun versteckt und versucht gleichzeitig das ganze Geschehen aufzudröseln und den Fall aufzuklären.
Doch was er aufdeckt, hätte er sich im Leben nicht träumen lassen. Erstens kommt es anders, und zweitens, als man es sich denkt.

Fazit: Ein herrlich humoristischer Roman, der mich während der Lektüre innerhalb kürzester Zeit von sich überzeugt hat. – Wenn ich ehrlich bin, hätte ich dieses Buch wohl so erst einmal nicht gelesen. Aber die Autorin hat mir ja ein Rezensionsexemplar angeboten und in der dazugehörigen E Mail hat sie den Inhalt schon so herrlich beschrieben, dass ich schlicht und ergreifend neugierig geworden bin.
Das Cover allein ist schon ziemlich interessant. von jedem größeren Charakter scheint da etwas abgebildet zu sein. Der Buddha auf dem Schränkchen gehört eindeutig zu dem Inder, mit dem Henning in der alten Halle versteckt wird. Die weiblichen Beine in der rechten unteren Ecke gehören eindeutig zu Marlies und die Schusswaffe spricht ja wohl für sich. – Aber alles Dinge, die mir dann auch erst nach der Lektüre aufgegangen sind.

Der Schreibstil war am Anfang für mich etwas gewöhnungsbedürftig. Ich musste in dieses humorvolle und dann auch in die Interaktion mit dem Leser erst hineinkommen. Die Autorin beschreibt zunächst ganz normal eine Handlung und fängt dann aber zwischendurch an, sich zu erklären. Das passt super in den Text und in den Stil, aber ich kannte das so bisher noch nicht. Ich würde jetzt durchaus behaupten, dass mich die Autorin so von sich überzeugt hat.
Mordfall, Ermittlungen und alles was dazu gehört, klang zunächst einmal nach Krimi. Und bei Krimis habe ich das Problem, dass die für mich schnell langweilig werden, wenn einfach nur schnöde Ermittlungen beschrieben werden. – Genau das war hier aber eben nicht der Fall. Es ging kaum um die Ermittlungen der Polizei. Dadurch, dass Henning im Fokus der Handlung stand, war da noch so eine gewisse Schusseligkeit in der Handlung drin. Die Gefühle des Protagonisten haben alles komplett aufgelockert, zumal er ja auch immer wieder Dinge entdecken musste. die er seiner Frau wohl nicht zugetraut hätte.
Ja, das Ende hat mich komplett überrascht, wenn nicht sogar umgehauen. Mit allem hatte ich gerechnet, aber nicht damit!
Ich hatte wirklich keine Ahnung, was ich von dieser Frau halten sollte und konnte sehr gut mit Henning mitfühlen, dass er die Scheidung in keinster Weise bedauert hat. Im Nachhinein war es auch mir schleierhaft, warum die beiden überhaupt erst geheiratet haben. – Nun ja, musste wohl so sein, weil die Geschichte ansonsten so wohl nicht hätte entstehen können.

Die ganze Zeit hatte ich beim Lesen einen herrlichen Kopfkino Film vor meinem geistigen Auge. Dabei habe ich die abstrusesten Situationen vor mir gesehen und hatte irgendwie fast ständig ein Grinsen im Gesicht, als ich es gelesen habe. Diesen Film im Kopfkino hätte man durchaus mit einem Streifen von Louis de Funès verwechseln können.
Auf jeden Fall war es für mich aber eine komplett neue Leseerfahrung, und dann auch noch eine Anregung, welches Genre ich durchaus mal mehr beachten sollte.

Das Buch hat mich auf ganzer Linie von sich überzeugt und bekommt deswegen die kompletten 5 von 5 möglichen Sternen von mir.
Ich für meinen Teil, werde die Autorin wohl mal im Auge behalten.

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