[Hörbuch] Lars Kepler – „Paganinis Fluch“

Lars Kepler
“Paganinis Fluch”
Reihe: Kommissar Joona Linna 2
Verlag: Lübbe Audio
ISBN: 9-783-785-74509-0
Länge: 7 Stunden 9 Minuten
Sprecher: Wolfram Koch

– gehört im September 2020 –

Die Arbeitswelt hatte mich nach meinem Urlaub wieder. Und nachdem ich dann auch wieder in einem Betrieb gelandet war, in dem es sich auch als Leiharbeiter so einigermaßen aushalten ließ, konnte ich  mir dann auch wieder Hörbücher zu Gemüte führen.
Bei diesem Buch hatte ich auch den ersten Band schon gehört, was mir in dem Mment allerdings entfallen war. Aber dem Hörvergnügen bereitet das keinen Abbruch.

Klappentext: WENN ALBTRÄUME WIRKLICHKEIT WERDEN –
UND SELBST DER TOD NICHT DAVOR SCHÜTZT

Carl Palmcrona wird tot in seiner Stockholmer Wohnung aufgefunden. Das Zimmer, in dem er an einem Strick hängt, ist unmöbliert − es gibt darin nichts, worauf er hätte steigen können, um Selbstmord zu begehen. Am selben Tag wird auf einer Jacht vor Stockholm eine tote Frau entdeckt. Ihre Lungen sind mit Meerwasser gefüllt, ihr Körper und ihre Kleider jedoch sind vollkommen trocken. Diese beiden mysteriösen Todesfälle geben der Polizei Rätsel auf. Joona Linna beginnt zu ermitteln – und steht schließlich vor seiner gefährlichsten Prüfung überhaupt.

Ein Krimi, dessen Tempo dem Hörer den Atem nimmt.

Inhalt: Eine Tote auf einem Boot. Sie sitzt an Bord, auf dem Bett ihrer Schwester und ist ertrunken. Ihre Schwester ist Chefin einer Organisation, die für Frieden auf der ganzen Welt kämpft und hat sich durch Fernsehauftritte und kritische Fragen nicht nur Freunde gemacht.
Der schwedische Chef der Waffen Kontrollbehörde wird tot in seiner Wohnung aufgefunden. Erhängt in einem komplett unmöblierten Zimmer. Ein Selbstmord kann das nicht sein, dann worauf hätte er steigen können?
Der Kommissar Joona Linna beginnt seine Ermittlungen, stößt nur durch Zufall auf den einen oder anderen Hinweis und kann am Ende mit Hilfe einer Kollegin die Aufklärung vorantreiben. 
Unschuldige Menschen müssen sterben, Angehörige verstehen die Welt nicht mehr und am Ende kommt ein hochgradig kriminelles Netzwerk zutage, in das sogar Leute verwickelt sind, die eigentlich gegen so etwas ankämpfen sollten.

Fazit: Wolfram Koch hat einmal mehr einen richtig guten Job gemacht. Er hat Personen ihre eigene Stimme verliehen, er hat betont, wenn es brenzlig wurde und ansonsten einen neutralen Tonfall gehabt, wenn es um Erklärungen ging. Dazu noch diese angeborene angenehme Tonlage, diese Faktoren haben das Buch an sich schon zu einem Hörvergnügen gemacht.
Und dann die Story… Ich konnte dem Ganzen richtig gut folgen und mir war von Anfang an klar, dass da etwas nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Dieser Fernsehauftritt am Anfang, in dem der Waffenlobbyist die Friedenskämpferin so aalglatt weg gebügelt hat, hat schon Bände gesprochen. – Und der erste Mordfall auf dem Boot… mir war gleich klar, dass der eigentlich jemand anders gelten sollte.
Die Finte mit dem Lebensgefährten, der versucht hat einen Behördenchef mit einem angeblich kompromittierenden Foto erpressen wollte, war eigentlich nur eine kleine Zusatz Story, die den Leser bzw. Hörer etwas verwirren sollte. Bei mir ist das auch eine geraume Weile gelungen, aber der Autor räumt ja auch schnell damit auf, sodass die Ordnung ziemlich schnell wieder hergestellt ist.

Ein Spannungsbogen zieht sich kontinuierlich von Anfang bis Ende. Selbst Erklärungen fügen sich da so gut ein, dass die Spannung zu keinem Zeitpunkt verloren geht. Sie hat aber zusätzlich immer noch so Spitzen, die das Ganze dann zeitweise ganz schön auf die Spitze treiben.
Es ist leicht, der Handlung zu folgen und ich hatte keinerlei Probleme, alles mitzubekommen, trotzdem ich nebenher noch meiner Arbeit nachgehen musste. Das hat super funktioniert.

Die Ermittlungsarbeit, die eigentlich Kern dieser Handlung war, war so gut beschrieben, dass das nicht zu einem trockenen Einheitsbrei wurde, sondern wirklich noch zur Spannung beigetragen hat. Ich hätte aus der Haut fahren können, wenn die Ermittler so ignorant waren, Tatsachen außer Acht gelassen haben und dadurch die falschen Schlüsse gezogen haben. Der Übeltäter schien immer irgendwie ein ganzes Stück voraus zu sein. – Nur gut, dass es den “Helden” Joona Linna gab. Der war der Einzige, der sich nicht dem Tatsachen abgefunden hat und alles hinterfragt hat. Auf diese Weise geriet er in Konflikte mit den Kollegen und hat immer mal wieder den einen oder anderen Spannungsbogen für sich gehabt.

Alles in Allem ein gelungenes Buch, dass mich sehr gut bei der Stange gehalten hat und was mich dazu bewogen hat, auch den nächsten Band auf meine Spotify-Liste zu setzen. Der Mann hat mich überzeugt und ich bin gespannt, was er als nächstes für Fall bekommen soll.
Ja, ich bewerte das Buch mit den vollen 5 von 5 möglichen Sternen. Viel mehr gibt es dazu dann auch nicht zu sagen.

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