[EBook] Neil Gaiman – „Niemalsland“

Neil Gaiman
„Niemalsland“
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 9-783-732-53274-2
Seiten: 312

– gelesen im Juni 2020 –

Was mich einmal dazu bewogen hat, dieses Buch auf meine Leseliste zu setzen, kann ich heute nicht mehr sagen. Aber nun stand es eben ganz oben und ich habe mich dran gemacht. Im Moment habe ich sowieso eine Phase, wo es mir fast egal ist, was ich lese. Die Hauptsache ist, dass ich lese.

Klappentext: Richard Mayhew führt ein unaufgeregtes Leben in London, bis ihm eines Tages ein verletztes Mädchen direkt vor die Füße fällt und ihn um Hilfe bittet. Richard willigt ein und gerät dadurch in ein Abenteuer, das er sich in seinen Träumen nicht hätte vorstellen können. Denn Door ist kein gewöhnliches Mädchen, sondern gehört zum verborgenen Reich von „Unter-London“. Mit ihr landet Richard in einer Welt, die weit seltsamer und gefährlicher ist, als alles, was er vorher kannte. (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: Richard beginnt einen Job in London. Er hat eine Verlobte und hilft eines Tages einem Mädchen, dass verletzt auf der Straße liegt. Dass das allerdings dafür sorgt, dass er quasi aus seiner Welt verschwindet, damit konnte er nicht rechnen.
Seine Wohnung wird neu vermietet, obwohl er gerade ein Bad in seinem Badezimmer nimmt. Die Taxen halten für ihn nicht mehr an. Seine Kollegen sehen ihn nicht mehr. – Richard versteht die Welt nicht mehr.
Er muss Door finden. Das Mädchen, dem er geholfen hat. Nur so erhofft er sich eine Lösung für sein Problem. – Seine Suche führt ihn ins Unterlondon, wo er einige seltsame Gestalten trifft, aber auch nicht wenige Einsichten gewinnt.

Fazit: Noch vor dem Vorwort erklärt der Autor, wie es zu dieser Fassung des Buches gekommen ist. Mir war nicht klar, dass es diese Story auch als Serie geben sollte. Davon gehört hatte ich jedenfalls noch nicht. Aber auf die Suche danach werde ich mich jetzt nicht begeben. Wenn der Autor schon sagt, dass er mit der Serie beim Dreh schon nicht zufrieden war, lese ich lieber diese Fassung.
Nach dem Prolog wurde es verwirrend. Ich hatte einige Mühe in die Story rein zu kommen, da das alles doch eine sehr eigentümliche Form von Fantasy war. Ich habe zwar gelesen, am Ende aber nicht wirklich was verstanden. Erst ab Seite 50 bin ich leicht dahinter gestiegen, was denn da jetzt eigentlich ab ging. Und das Schauspiel mit dieser eigentümlichen Verlobten hätte man auch weglassen können. So genau hätte ich die jetzt nicht kennen lernen brauchen.
Im Gesamten habe ich irgendwann aufgegeben, wirklich alles verstehen zu wollen. Ich habe einfach nur gelesen, alles nur bruchstückhaft verstanden, und am Ende nicht wirklich Spaß an der Lektüre gehabt.
Eine weitere Stolperfalle war der Schreibstil im Allgemeinen. Auch der hat etwas Anlauf gebraucht,  bis ich hinter das System gekommen bin. – Ein paar  Schachtelsätze weniger hätten es dann auch sein dürfen. 
Leider hat mich der Stoff zu keiner Zeit wirklich gepackt. Ich habe das Buch gelesen, nur um eben fertig zu werden. Ich mag eben keine Abbrüche. 
Auch die wenigen Bilder zwischendrin waren jetzt nicht wirklich dazu geeignet die Story irgendwie zu unterstützen. Düstere Zeichnungen in Schwarz und Weiß, deren Sinn ich nicht verstanden habe. 

Einen Film hatte ich nicht vor meinem geistigen Auge. Auch hat es mich nicht wirklich interessiert, was denn nun aus dem Protagonisten wird. Und das Ende war dann auch noch ziemlich offen. Da war in meinen Augen gar nichts geklärt. Eigentlich ganz im Gegenteil. Das Schicksal des Protagonisten bleibt eigentlich offen und eine Nebenperson bekommt ein ganzes Kapitel hintendran.
Abgespannt und müde von einem Arbeitstag, hat sich der Stoff noch schlechter lesen lassen. In dem Fall war einfach alles nur noch komplett abgedreht und ich habe immer wieder Ausflüchte gesucht, dieses Buch eben nicht weiter lesen zu müssen. Aber zum Ende wollte ich dann doch irgendwann mal kommen. – Ein wirklich komisches Buch. Ich glaube auch nicht, dass ich mir diesen Autoren so schnell noch einmal antun werde. Der scheint nicht wirklich mein Fall zu sein.

Ich bewerte das Buch mit 3 von 5 möglichen Sternen. Die drei Sterne gibt es für die anfängliche Begeisterung, für die eigentlich geniale Grundidee, in die auch noch etliche Sagen und Mythen eingearbeitet sind und für die Fantasie, die man erst einmal braucht, um auf so etwas zu kommen.
Aber große Literatur ist das jetzt deswegen trotzdem nicht.

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