[EBook] Garry Kilworth – „Die Engel“

Garry Kilworth
„Die Engel“
Verlag: Heyne
ISBN: 9-783-453-52704-1
Seiten: 672

– eine Rezension aus der Kramkiste –

Bei dem Buch hat mich seinerzeit eindeutig das Cover angemacht. Ich fand, es hat mich neugierig gemacht auf das, was sich hinter dem Titel verbergen würde. Gespannt bin ich an die Lektüre gegangen.

Klappentext: Zwischen Himmel und Hölle
San Francisco brennt. Eine Serie von Brandanschlägen terrorisiert die Stadt seit Wochen. Bei einem dieser Brände macht Detective Dave Peters eine unheimliche Beobachtung: Ein geheimnisvoller Mann entsteigt völlig unversehrt dem flammenden Inferno und verschwindet in den Schatten der Nacht. Das muss der Brandstifter sein. Und er ist kein Mensch … Auf der Jagd nach dem Feuerengel erkennt Peters, dass unsere Welt zum Schauplatz eines epischen Konfliktes geworden ist – und die entscheidende Schlacht steht kurz bevor! (Quelle: Lovelybooks.de)

Inhalt: In San Francisco wütet der Feuerteufel. Immer und immer wieder stehen scheinbar wahllos ausgesuchte Häuser in Flammen. Menschen sterben einen qualvollen Tod und der Sachschaden ist enorm.
Man glaubt, den Täter auch schon aus einem brennenden Haus laufen zu sehen, bekommt ihn aber nicht zu fassen. Somit gehen die Brände weiter.
Es kommt der Abend, an dem Dave Peters am Abend vergeblich auf seine Frau wartet. Sie kommt und kommt einfach nicht nach Hause. Und das, obwohl es dafür schon längst Zeit wäre. Unruhig versucht er ihr hinterher zu telefonieren und findet am Ende eine Nachricht von ihr. Laut der ist sie genau in dem Kaufhaus, welches am Vormittag in Flammen aufgegangen ist.
Jetzt will Dave den Brandstifter um so mehr fassen. Doch es stellt sich heraus, dass sie nicht nach einem normalen Menschen suchen, sondern dass der Brandstifter viel mehr übernatürliche Kräfte zu haben scheint. Es wurde bereits mehrfach auf ihn geschossen, aber trotzdem man die Kugeln ins Ziel hat einschlagen sehen, zeigte dieser Typ absolut keine Reaktion darauf.
Während die Polizei ermittelt und versucht, den Täter dingfest zu machen, gehen die Brände weiter und es sterben weiterhin unschuldige Opfer.
Was sich wie ein ende liest, ist nur der Abschluss des ersten Teils des Buches. Der zweite Teil konnte genau so gut ein vollkommen eigenes Buch sein. Die Geschichte beginnt im Prinzip von vorne, nur in einer anderen Stadt. Die Polizisten Danny und Dave werden nach London geschickt, weil auch dort ein Erzengel nieder gekommen ist, um eine Konferenz zu bewachen. Doch mit dem Erzengel ist auch Manowich auf die Erde gekommen. Voller Rachepläne schickt er auf der Jagd nach Danny und Dave die sieben Plagen über London und seine Bewohner.
Es wird ein harter Kampf, doch am Ende siegt der, der es verdient hat.

Fazit: Warum aber habe ich beim Blick auf dieses Cover einen so ganz anderen Eindruck?
Bei meiner Ausgabe ist das Cover vorwiegend in schwarz gehalten. Der große, dunkel gestaltete Engel beherrscht das gesamte Bild. Viel ist von ihm nicht zu erkennen, aber immerhin kann man die Federn der Flügel ausmachen. Lange Haare scheint er zu haben und offen trägt er sie. Das war es dann aber auch schon mit den Informationen…
Hinter dem Engel kann man eine große Stadt erkennen. Meiner Meinung nach eindeutig amerikanisch. Eine Brücke kann man sehen. Ob die aber jetzt einen Fluss oder eine andere Straße überspannt, vermag ich nicht auszumachen.
Auch sehr groß ist der Titel abgedruckt. In einem sehr angenehmen Gelb. Fügt sich farblich sehr gut in das gesamte Bild ein.
Schräg darüber steht der Name des Autors in weiß.

Doch auch der Inhalt ist nicht von schlechten Eltern:
Zunächst einmal liest man von den vielen Großbränden in der Stadt und davon, wie die Polizei versucht, den Täter festzunehmen. Doch dann kommt von dem einen Polizisten die Familie in einem solchen Feuer um und das Ganze bekommt eine persönliche Note. Bis hier hin liest es sich erst einmal wie ein ganz normaler Krimi.
Die Fantasy kommt in dem Moment ins Spiel, als sich herausstellt, dass es sich nicht um einen normalen Brandstifter handelt, sondern um einen Engel, der auf der Erde Dämonen jagt und dabei die ganzen menschlichen Opfer in Kauf nimmt.
Der Engel wütet weiter und wähnt sich im Recht. Die Polizisten jagen ihn weiter, bekommen ihn aber nicht zu fassen. Doch dann wird es Gott zu heftig und er macht den Engel zu einem Dämon. Nun muss er sich neu auf der Erde orientieren, ist aber weiterhin hinter den beiden nervigen Polizisten her, die ständig versuchen, ihn zu fassen.
Es kommt zum Kampf zwischen den Widersachern des Erzengels und ihm selber. Doch die Gegner des Erzengels scheinen zu gewinnen. Die Stelle liest sich wie das Ende des Buches. Doch dann kommt noch ein zweiter Teil: Diesmal spielt die Handlung in London. Danny und Dave werden dort hin beordert, weil sie sich ja schon mit Engeln auskennen. In London ist ein Erzengel herunter gekommen. Er beschützt dort eine kirchliche Konferenz. Das muss er, weil auch ein Dämon in London ist, der die Konferenz stören will. Doch er verliert sich in seinen Racheplänen und verfolgt Danny und Dave. Die wiederum wollen ihn unschädlich machen.
Während diesem Kampf hat die Bevölkerung von London stark zu leiden. Der Dämon schickt die biblischen Plagen über London und die siebte Plage wird sehr gefürchtet. Doch die kann man unter Aufbringung eines letzten Opfers gerade so noch abgewendet werden….

Das Buch war sehr umfangreich. Trotzdem habe ich es relativ zügig durch gehabt. Das lag zum einen an der spannenden Handlung, die wirklich richtig gefesselt hat. Zum anderen aber auch an dem angenehmen Schreibstil des Autors. Er ergeht sich nicht in seitenlangen sinnlosen Beschreibungen. Dafür lässt er notwendige Erklärungen in die Handlung einfließen, dass diese nicht stören, sondern alles ergänzen. Richtig klasse.
Auch die Story selber ist ganz gut. Es handelt sich um eine geschickte Mischung aus Realität, kirchlicher Geschichte und etwas Spekulation im Sinne von was wäre wenn. Ist mal sehr interessant gewesen, wie die biblischen Plagen heutzutage aussehen würden…

Bewertet habe ich das Buch seinerzeit mit 5 von 5 möglichen Sternen. Ich weiß noch, dass ich auf der einen Seite enttäuscht, auf der anderen aber komplett geflasht war.

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