[EBook] Sebastian Fitzek – „Der Insasse“

Sebastian Fitzek
„Der Insasse“
Verlag: Droemer Verlag
ISBN: 9-783-426-43981-4
Seiten: 412
erschienen: 24.10.2018

– gelesen im Februar 2020 –

Ich mag Fitzek. Wann immer mir etwas von ihm in die Finger kommt, verschlinge ich es förmlich. Deswegen kann ich es eigentlich nicht verstehen, dass ich mit diesem Buch so lang gewartet habe, bis ich es gelesen habe. – Aber eigentlich ist das egal. Ich habe es ja nun gelesen und war einmal mehr komplett begeistert.

Klappentext: Seit drei Monaten wird der kleine Max Berghoff vermisst. Nur einer weiß, was mit ihm geschah: der Kindermörder Guido T. Doch der sitzt im Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie und schweigt. Da macht ein Ermittler der Mordkommission Max’ Vater ein unglaubliches Angebot: Er schleust ihn als Insassen in die Klinik ein, damit er Guido T. so nah wie möglich kommen und ihm ein Geständnis entlocken kann. Denn nichts ist schlimmer als die Ungewissheit. Dachte Max’ Vater. Bis er die grausame Wahrheit erfährt …

Inhalt: Till Berghoff, Vater von Max, ist verzweifelt. Sein Sohn wird vermisst, keiner weiß, was passiert ist und die Polizei macht nichts mehr. Er lässt sich aus lauter Verzweiflung in genau die Nervenklinik einliefern, in der auch der Täter gefangen ist, um von ihm selber zu erfahren, was passiert ist.
Die Identität, die ihm sein Schwager verschafft hat, ist aber nicht gerade ideal. Vom Arzt wird er für einen Simulanten gehalten. Sein Zimmergenosse ist gewalttätig und schlägt ihn schon in der ersten Nacht ordentlich zusammen und dann bekommt er eine Chemo verabreicht, obwohl er doch gar kein Krebs hat. Denkt er.
Er kann aber etwas erreichen. Er kommt an den Täter heran und er kann mit ihm einen Deal aushandeln, wie er erfährt, wo sein Sohn ist. Und mit einer geringen Chance ist er sogar noch „warm“. – Doch ist Till Berghoff wirklich der er er zu sein glaubt? Ist der Junge, den er retten will, sein Sohn?

Fazit: 412 Seiten Sebastian Fitzek, von denen ich am Ende nicht mal 3 Tage etwas hatte. Trotz zweiter Schicht habe ich dieses Buch fast schon in Rekordzeit verschlungen. Zumindest für meine Verhältnisse. Aber es war eben von Fitzek. Da flogen die Seiten beim Lesen nur so dahin. Ich habe gelesen, war voll in der Geschichte gefangen, habe alles um mich herum vergessen und als mein Blick dann zufällig mal auf die Seitenzahl viel, war ich verblüfft, wie schnell das Buch so dahin geht.
Alles war einfach geschrieben. Die Erklärungen haben gut in die Handlung gepasst und sie nicht aufgehalten, sondern sich irgendwie nahtlos eingefügt. Beim Lesen hatte ich ein grandioses Kopfkino vor meinem geistigen Auge und habe die Dinge, die dem Protagonisten passiert sind, fast am eigenen Leib gespürt.
Die Handlung hat sich schön kontinuierlich dem Ende zu bewegt und wurde dabei immer rätselhafter. Und am Ende, als ich glaubte, alles wird gut, war da noch einmal dieser Haken, der mich ins Grübeln geraten lies. Und somit habe ich dann auch die letzten 12 Seiten mit Spannung gelesen. – Ich fand ganz witzig, dass Herr Fitzek in diesem Fall auch die Danksagung in Form einer Kurzgeschichte gestaltet hat. Dass ich ein Nachwort mit so viel Interesse gelesen habe, ist mir auch noch nicht passiert.
Das Buch bestand aus einem Hauptstrang, der von dem (vermeintlichen) Protagonisten erzählt hat. Daneben hatte es immer mal wieder kleine Nebenstränge, die sich dann aber schnell in den Hauptstrang eingefügt haben. Somit haben sie schnell Sinn ergeben. Das brachte Abwechslung und Kurzweil in die Story. Und so wurde das Gesamtbild rund und stimmig.

Mir lag dieses Buch in Form eines Ebooks vor. Wobei wir auch schon bei dem ersten und einzigen Manko wären. Denn irgendwie hat mein Reader ein Problem gehabt. Er hat Kapitelanfänge oder teilweise Seiten unterschlagen. Ich musste dann immer wieder in die Einstellungen gehen und wieder raus. Dann hat es wieder gestimmt. Aber nervig war das schon. Es hat eine Weile gebraucht, bis ich den Bogen raus hatte, das sich am besten auf der Leerseite pausiere, die immer zwischen den Kapiteln war. – Ob die Leerseite der Punkt war, dass mir die Lektüre so kurzweilig und schnell vorkam? Möglich wäre es in jedem Fall *schulterzuck.
Lesepausen…. in dem Fall höchst unbeliebt, aber leider nötig. Ich musste zwischendurch immer mal wieder etwas arbeiten. Aber so gesehen waren die kein Problem. Die Kapitel waren kurz gehalten und immer wenn ich wieder eingestiegen bin, war ich eins fix drei wieder drin in der Handlung. – Genau so, wie das immer sein sollte.

Ich bewerte das Buch in jedem Fall mit den vollen 5 von 5 möglichen Sternen. Bis auf die Darstellung auf meinem Reader habe ich absolut gar nichts daran auszusetzen gehabt. Kurzweiliges Lesevergnügen pur!

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